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Merlin Carothers Du darfst wieder frรถhlich sein!


Merlin R. Carothers

Du darfst wieder fröhlich sein! Jeder wünscht sich, glücklich und zufrieden zu sein! Dieses Buch hilft zu verstehen, wie sehr Gott das auch für Sie möchte.


Titel der englischen Originalausgabe: You Can Be Happy Now Copyright © 2001 by Merlin R. Carothers. Die amerikanische Originalausgabe ist erschienen bei: Merlin R. Carothers, Foundation of Praise, Escondido, CA, USA. All rights reserved. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Dorothea Appel. Bibelstellen wurden, soweit nicht anders vermerkt, nach der Revidierten Elberfelder Bibel, © 1985 R. Brockhaus Verlag Wuppertal und Zürich zitiert. Copyright © der deutschen Ausgabe 2002 by Asaph-Verlag, D-Lüdenscheid Umschlaggestaltung: IMAGE Grafik Design, D-Landsberg Satz: Satz & Medien Wieser, D-Aachen Druck: BREKLUMER DRUCKEREI M. SIEGEL, D-Breklum Printed in Germany ISBN 3-935703-04-X Bestellnummer 147304 Für kostenlose Informationen über unser umfangreiches Lieferprogramm an christlicher Literatur, Musik und vielem mehr wenden Sie sich bitte an: ASAPH, D-58478 Lüdenscheid Email: asaph@asaph.net — Internet: www.asaph.net


Widmung Sehr dankbar widme ich meiner lieben Frau Mary dieses Buch, das sie redigiert und bei dem sie mich, wie bei allem, was ich tue, unterstĂźtzt und beraten hat. Ihr KĂśnnen und ihre Weisheit in geistlichen Dingen verbessern meine Arbeiten ganz wesentlich.


Vorwort Dieses Buch zu schreiben war etwas ganz Besonderes für mich. Oft fühlte ich mich gedrängt, andere Arbeiten liegen zu lassen, um neue Erkenntnisse hinzuzufügen. Es geschah sogar, dass ich mitten in der Nacht aufwachte, überrascht von Einsichten zu Fragen, die Leser mir gestellt hatten. Jede zusätzliche Inspiration gab mir das Gefühl, an etwas Einzigartigem teilzuhaben. Ich bete, dass diese Einsichten Sie beim Lesen segnen und Ihnen Freude bringen mögen.

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Inhalt Übersprudelnd vor Glück ................................................... 11 Freude erlernen .................................................................... 11 Ein kleines Kind soll sie anleiten ......................................... 13 Segne den Richter ................................................................ 15 Der Hauptgrund für unser Glück ......................................... 16 Alles perfekt ........................................................................ 17 Die Kraft eines kleinen Lächelns ......................................... 19 Glaube, der JETZT funktioniert ......................................... 21 In Gottes Gegenwart ............................................................ 22 Gute Medizin ........................................................................ 24 Unbeschränkter Zugang ..................................................... 25 Ich kann pfeifen .................................................................... 26 Stärker als die Schwerkraft ................................................. 27 In die richtige Richtung ........................................................ 29 Freude ist unchristlich .......................................................... 30 Schmerz zum Guten benutzen ............................................. 31 Überwinder .......................................................................... 34 Fort mit der Traurigkeit ........................................................ 35 Eine Geheimwaffe ................................................................ 37 Schmerzende Füße ................................................................ 38 Was bewirkt Freude? ............................................................ 40 Notaufnahme ........................................................................ 42 Gottes Herz verstehen .......................................................... 44 Gottes Hilfe für eine glückliche Ehe ................................... 45 Gute Schwierigkeiten ............................................................ 46 Für die Familie glauben ........................................................ 48 Unbegrenzte Möglichkeiten ................................................. 49 Erfolgreich sein .................................................................... 50 Immer voller Freude? .......................................................... 51 Lernen, zufrieden zu sein ...................................................... 52 Unsere Lösung ...................................................................... 53 Voller Freude laufen ............................................................ 54 Die eigene Arche bauen ........................................................ 55 Gott ist unser Bildhauer ................................................... 57 Langweilige Arbeit genießen ............................................... 58 Für den Himmel erwählt ...................................................... 59 7


Reise nach Bethlehem .......................................................... 60 Wachsende Zuversicht .......................................................... 61 Etwas Neues .......................................................................... 63 Gelegenheiten nutzen .......................................................... 64 Echte Gefühle ...................................................................... 65 Gott hören ............................................................................ 66 Was Glaube hervorbringen kann ......................................... 67 Wann hat er die Kontrolle? ................................................. 68 Nach Diamanten graben ...................................................... 70 Ein Hauptgrund für Unzufriedenheit ................................. 71 Wenn sich meine Situation ändert ....................................... 72 Üben, üben und noch einmal üben ..................................... 73 Erlöst von der Umwelt .......................................................... 75 Traurigkeit ersetzen .............................................................. 76 Lösung für Traurigkeit .......................................................... 77 Die Einladung annehmen .................................................... 78 Augen zu sehen .................................................................... 79 Sind Sie ein Versager? .......................................................... 80 Mein Versagen ...................................................................... 82 Verliebt sein .......................................................................... 82 Familiäre Probleme .............................................................. 83 Gefühle zuerst? .................................................................... 84 Den Geist trainieren ............................................................ 85 Schnelle Ergebnisse .............................................................. 87 Selige Gewissheit .................................................................. 88 In jeder Gemeinde ................................................................ 89 Warum dies, warum das? ...................................................... 90 Wenn wir murren .................................................................. 90 Große Freude — jetzt ............................................................ 91 Der Himmel — welch ein Ort! ................................................. 93 Wir können!............................................................................ 93 Frei wie ein Vogel ................................................................ 94 Ruhe und Erholung .............................................................. 96 Unser Potenzial .................................................................... 97 Nicht unser Zuhause ............................................................ 98 Was ist los? .............................................................................. 99 Wie Gott uns geschaffen hat ............................................. 101 Nicht länger besorgt ............................................................ 102 Ärger, der uns erhebt .......................................................... 104 Der Schlüssel zu ... allem .................................................... 105 8


Unnatürlicher Glaube ........................................................ 107 Ein perfekter Plan .............................................................. 108 Wenn etwas schief geht ...................................................... 108 Unser Jubeljahr .................................................................. 110 Unverschämte Menschen .................................................... 111 Geheimnisse lernen ............................................................ 112 Lachen kann verklingen ...................................................... 113 Gottes Trümpfe .................................................................. 114 Unlogisch ............................................................................ 115 Eine freudige Offenbarung ............................................... 116 Glück zerstören .................................................................. 118 Glückliche Gedankenmuster ............................................. 119 Unsere Autorität ................................................................ 120 Den ganzen Weg gehen ...................................................... 121 Worauf wir uns konzentrieren ........................................... 123 In Gottes Angelegenheiten eingreifen ............................... 125 Vollkommenheit empfangen ............................................. 126 Die Quelle erkennen! .......................................................... 127 Jeder Atemzug .................................................................... 128 Gott mehr gefallen .............................................................. 130 Gottes perfekter Plan .......................................................... 131 Die beherrschende Macht ................................................. 132 Gottes Programm ................................................................ 134 Gottes Sorgfalt und Aufmerksamkeit ................................. 135 Ein fröhliches Herz ............................................................ 136 Freude gebären .................................................................. 137 Freude am Ende ................................................................ 138 Gutes erwarten .................................................................... 140 Schlaflosigkeit .................................................................... 141 Ein Lächeln, das von innen kommt ................................... 143 Anderen helfen .................................................................. 144 Gottes besondere Freude .................................................... 145 Das Feuer der Freude ........................................................ 147 Geistliche Überlegenheit .................................................... 148 Hässliche Käfer .................................................................. 150 Machtvolle Gedanken ........................................................ 151 Unglaubliche Gedanken .................................................... 152 Glück gehabt? ............................................. 154 Für einen Zeitpunkt wie diesen ......................................... 155 Sind Sie unbeliebt? ............................................................ 157 9


Vorbereitet als Gottes Zeugen ..................................... 158 Freude im Verborgenen .............................................. 160 Das Gesetz des Glaubens ............................................ 161 Die Unglücklichen ..................................................... 162 Er wusste, was er tat ................................................... 163 Immer, wenn wir verletzt sind ..................................... 165 Von Gott empfangen .................................................. 167 Schlechtes Wetter ....................................................... 168 Was immer funktioniert .............................................. 170 Müde vom Kampf ..................................................... 172 Kurz vor dem Sieg ..................................................... 173 Unnötige Traurigkeit .................................................. 174 Ein zufriedener Magen .............................................. 176 Er verändert unsere Zunge? .......................................... 177 Wir haben die Schlüssel .............................................. 179 Nachwort .................................................................. 181

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Übersprudelnd vor Glück Glück: Jeder sehnt sich danach, aber es scheint sich nicht fassen zu lassen. Seit Adam und Eva gegen Gott rebellierten und aus dem Garten Eden ausgestoßen wurden, sucht die Menschheit das Glück, das nur Gott geben kann. Viele Menschen aber leben herzlich wenig glücklich und zufrieden. Wenn Sie zu diesen gehören, habe ich eine wunderbare Nachricht für Sie: Sie können das Glück haben und genießen, das jedem zuteil wird, der ernsthaft danach sucht. Denken Sie an die unansehnlichen Unkräuter. Sie wachsen überall und brauchen dazu keine Unterstützung. Blumen aber müssen gepflanzt, gedüngt, gewässert und regelmäßig versorgt werden. Traurigsein ist ganz einfach und bedarf keiner besonderen Hilfe, aber um glücklich zu werden, sind Mühe und Geduld erforderlich. Ich habe Menschen kennen gelernt, die vor Glück übersprudelten. Welch ein Zeugnis waren sie für mich! Sie ließen mich wünschen, das Geheimnis ihrer Freude kennen zu lernen, denn viele Jahre lang dachte ich, niemals könnte ich meine natürliche Neigung überwinden, mich bei jeder Gelegenheit zu bemitleiden — ein Selbstmitleid, das mich jeden scharf anfahren ließ, der meine ersehnte Ruhe störte. Unsere menschliche Natur meint, alles genau nach Wunsch haben zu müssen, um glücklich und zufrieden zu sein. Deshalb brauchen wir die Hilfe des Heiligen Geistes, um seine Freude zu erfahren. Viele von uns finden es schwierig zu glauben, dass Gott unsere Freude vermehren kann, aber wenn Sie dieses Buch lesen, werden Sie entdecken, wie er genau das tut! Machen Sie sich auf eine spannende Reise gefasst! Ihr Leben wird nie wieder das gleiche sein.

Freude erlernen

Gott machte mich sanft, aber beständig darauf aufmerksam, dass ich mindestens hundertmal täglich über irgendetwas schimpfte. Wenn der Geist des Murrens uns umgarnt, erkennen 11


wir nicht, wie sehr dieses Murren und Schimpfen Teil unseres Lebens geworden ist; jedenfalls ging es mir so! Ich begann jeden Tag schimpfend in dem Moment, in dem mich das laute Klingeln meines Weckers aus dem Schlaf riss. Ich jammerte schon, bevor ich auch nur die Augen öffnete: „Müsste ich doch nur nicht so früh aufstehen! Warum muss ich immer so früh aufstehen? Es ist ja noch nicht einmal fünf!" Dann tapste ich ins Bad und ärgerte mich darüber, dass mir immer mehr weh tat und ständig neue Zipperlein hinzukamen. Im Spiegel erblickte ich mein abstoßendes Ebenbild und schimpfte mit mir selbst, weil ich auf solche alberne Gedanken Zeit verschwendete. Ich musste mich beeilen, sonst würde ich zu spät kommen. Auch das Wetter gab mir Anlass zu Unzufriedenheit. Immer war es entweder zu heiß oder zu kalt. Alles war mir zu sehr dies oder zu sehr das. Natürlich verbalisierte ich nicht alle diese Klagen, aber in Gedanken und im Herzen maulte ich so vor mich hin. Ich steckte ganz fest und schmerzhaft in Satans „Mecker-Falle". Und damit gefiel ich Gott nicht. Gott führte mich immer wieder zu Schriftstellen wie Philipper 4,4: „Freut euch im Herrn allewege", aber ich lernte nur langsam. Mit Sicherheit war ich kein lebendiges Beispiel für einen jederzeit freudigen Christen. Aber ich konnte mich ganz leicht entschuldigen — alle, die ich kannte, meckerten herum. Die meisten laut. Zum Glück erlaubte mir Gott nicht, mit solchen Entschuldigungen durchzukommen Mehr und mehr sah ich, dass ich Gottes Standard für sein Volk nicht erreichte. Wie aber sollte ich mich ändern? Schritt für Schritt brachte er mich dazu, es zu versuchen, und ich konnte seiner liebevollen Beharrlichkeit nicht widerstehen. Vielleicht ist dieses Buch Gottes liebevolle Beharrlichkeit für Sie. Vielleicht sind auch Sie inzwischen zum vollendeten Meckerer geworden, ohne das auch nur bemerkt zu haben. Fangen Sie an, auf Ihre Gedanken zu hören. Wie oft drücken Sie die Haltung aus: „Ich bin nicht glücklich, deshalb freue ich mich nicht"? Sich selbst als Meckerer zu erkennen tut weh. Aus dem Schmerz aber erwächst Hoffnung. Wir lernen, wie wir neue Anweisungen von Gott empfangen, und erkennen dabei, dass er 12


uns hilft, zu dem glücklichen Menschen zu werden, den er sich gedacht hatte. Bald lächelt uns unser Spiegelbild an. Ja, wir fühlen tatsächlich den Wunsch, Gott zu sagen, wie glücklich wir über die neue Freude sind, die er uns finden hilft. Gotteslob, das aus dem Herzen kommt, lässt unsere Augen leuchten und unsere Schritte federn — und uns wissen, dass Gott tatsächlich an uns arbeitet. Welche Freude! Welches Glück zu wissen, dass Gott jeden Moment benutzt, sei er angenehm oder schmerzhaft, uns auf unsere ewige Wohnung vorzubereiten — auf den Himmel. Dort wird es kein Schimpfen geben! Wir müssen uns bereit machen. Das können wir! Und es ist eine Freude zu lernen, wie.

Ein kleines Kind soll sie anleiten Während meines Militärdienstes in Vietnam verspürte ich eines Tages plötzlich den Wunsch zu lachen, zu singen und zu hüpfen. Ich fühlte mich, als schwebe ich einen Meter über dem Boden. Früher an demselben Tag jedoch hatte mir mein ganzer Körper weh getan und ich hatte mich alles andere als gut gefühlt. Als ich zu unserem Arzt ging, meinte dieser, ich hätte Fieber, und verordnete mir einige Pillen. Diese Pillen ließen mich jeden Schmerz vergessen, und ein paar Stunden lang genoss ich es tatsächlich, in Vietnam zu sein! Aber war ich wirklich glücklich? Nein! Mein gefühlsmäßiger Höhenflug war nur eine flüchtige, von Medikamenten ausgelöste Euphorie. Jeder will wissen, wie man echtes, bleibendes Glück erlangt — und behält. Falsche Freude kommt in allen möglichen attraktiv wirkenden Verpackungen daher. Eine Tablette kann uns das Gefühl verschaffen, als sei jeder Teil unseres Körper glücklich. Ein paar Drinks können Leid und Trauer scheinbar verschwinden lassen. Es fällt uns nicht schwer, „Freude" zu finden, aber vorübergehende Glücksmomente sind eben — genau, vorübergehend. Nach einer solchen Erfahrung wenden wir uns vielleicht enttäuscht an Gott und fragen ihn anklagend, warum er uns so geschaffen hat, dass wir Freude suchen, dass uns aber doch 13


nichts bleibendes Glück zu geben scheint. Seine Antwort? Er will, dass wir seine Lösung finden — die wahre Quelle des Glücks. An einem Ostersonntag begegnete ich einem jungen Elternpaar mit ihrer fast dreijährigen Tochter. Ich hatte das kleine Mädchen noch nie gesehen, aber sie benahm sich, als sei ich ihr ganz besonderer Freund. Sie umarmte meine Beine und sagte: „Frohe Ostern!", dann fing sie an zu lachen und hüpfte auf und nieder. Ihre Freude anzusehen war ein unvergessliches Erlebnis. Amüsiert erzählte ihre Mutter: „Bis letzten Ostern war sie nicht so, aber damals veränderte sich ihre Persönlichkeit vollkommen." Dann bekam ich eine bemerkenswerte Geschichte zu hören. Im Jahr zuvor waren Mutter und Vater, ein Jude, Christen geworden und im Meer getauft worden. Während der Tauffeier watete die damals zweijährige Tochter ins Wasser um zuzusehen. Als die Eltern wieder auftauchten, machte das kleine Mädchen etwas ziemlich Ungewöhnliches. Sie fing an, im Wasser auf und nieder zu hüpfen und lachte mit solcher Freude, dass jeder sehen konnte: Mit ihr war etwas geschehen. Sie bückte sich, nahm eine Handvoll Sand und warf ihn in die Luft, als wolle sie etwas feiern. Die Mutter sagte: „Seit jenem Tag vor einem Jahr ist sie so. Gott hat etwas Bemerkenswertes in ihr gemacht." Auf meine Frage, warum sie meinte, dass Gott sie so verändert hatte, erzählte sie mir, wie Gott ihre kleine Tochter auf völlig unerwartete Weise gebrauchte Immer wenn ihre jüdischen Schwiegereltern zu Besuch kamen, schleppte die Enkelin eine Bibel heran und sagte Dinge wie: „Ich liebe die Bibel" oder „Lasst uns mit der Bibel beten". Dann erzählte sie ihnen so glücklich und begeistert, wie sehr sie Jesus liebte, dass die Großeltern nie gekränkt waren. Oft kamen sie nur ihretwegen zu Besuch. Als ich das kleine Mädchen beobachtete, dachte ich darüber nach, welch ein guter Anschauungsunterricht sie für uns ist. Freude von Gott lässt die Seele lachen und rüstet uns aus, dass wir anderen effektiv von Jesus erzählen können.

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Segne den Richter Das Wesen geistlicher Freude ist das Geheimnis, inmitten der Dinge Glück zu finden, die andere Leute für unangenehm halten. Tausende von Jahren suchten Alchimisten nach einer Formel, um minderwertige Metalle in Gold zu verwandeln. Sie konnten diese Gleichung nicht finden, aber Gott hat seine Kinder mit einem unendlich viel größeren Schatz ausgestattet — seiner Formel, Traurigkeit und Verzweiflung in Freude zu verwandeln — in seine Freude. So wie Gott enorme Macht in ein einziges winziges Atom gelegt hat, verbarg er auch Freude an unerwarteten Stellen. Wir sind herausgefordert, seine „Schätze der Freude" zu entdecken. Und mit Gottes Hilfe ist das möglich. Wir können Erfüllung und Freude an Dingen finden, die andere Menschen für unangenehm halten. Das ist das Wesen geistlicher Freude. Die Amplified Bible übersetzt Lukas 7,23 auf interessante Weise: Zu beneiden ist, wer ... nicht verletzt oder verbittert oder verärgert oder abgestoßen oder zum Straucheln gebracht wird durch was auch immer geschehen mag. (Nach der Amplified Bible; Anm. d. Üs.) Wir sind umgeben von Menschen, Orten und Umständen, die uns zu schaffen machen. Aber in all dem liegt die Saat potentieller Freude. Ziemlich oft erhalte ich Briefe von sorgenvollen Menschen, die von ihren schweren Problemen berichten und deutlich machen, dass sie in ihren Umständen einfach nichts Gutes sehen können. Sie sind absolut nicht voller Freude. Ich bekomme aber auch Briefe von anderen Leuten in ähnlichen Umständen, die Freude in ihrer Situation zum Ausdruck bringen. Woher kommt dieser Unterschied in der Einstellung? Letztere hatten Gottes Geheimnis gelernt, in ihren Schwierigkeiten Freude zu finden, anders als erstere. Jeden Tag sind wir von negativen Menschen und Umständen umgeben, aber wenn wir durchhalten, können auch wir lernen, Freude zu finden — wie auch immer 'unsere Umstände sind. Ein ermutigender Beweis dafür ist der Brief, den ich von einem jungen Gefangenen erhielt. Dieser Achtzehnjährige saß wegen Einbruchs und Drogenbesitzes in Haft. Im Gefängnis gab ihm jemand das Buch „Ich suchte stets das Abenteuer". Er las es zweimal und nahm es zu 15


seiner Gerichtsverhandlung mit. Im Gerichtssaal informierte ihn sein Pflichtanwalt, die Staatsanwaltschaft plädiere auf dreißig Jahre Haft. Der junge Mann umklammerte das Buch und betete: „Gott, was immer du willst, ich werde es akzeptieren. Ich will dir dienen, wo auch immer ich hingehe." „Das sind sehr schwerwiegende Anklagen", sagte der Richter und sah sich dann den jungen Mann genauer an. „Was haben Sie da bei sich?" Als der junge Mann das Buch „Ich suchte stets das Abenteuer" hochhielt, sagte der Richter: „Darf ich das einmal ansehen?" Er blätterte das Buch durch, ordnete eine Verhandlungspause an und zog sich zurück. Zwei Stunden später kam er zurück und eröffnete die Verhandlung wieder. „Junger Mann, glauben Sie, was in diesem Buch steht?" „Ja, Euer Ehren, das tue ich", lautete die Antwort. „Das ist gut. Ich werde Sie nur zu fünf Jahren Haft verurteilen, abzüglich Ihrer Zeit in Untersuchungshaft. Und darf ich dieses Buch behalten?" Der junge Mann schwebte aus dem Gericht, ging zurück in seine Zelle und kniete zum Gebet nieder. Er schreibt: „Jetzt weiß ich, dass Jesus bei mir ist, wo auch immer ich hingehe. Ich habe ihn hier gefunden. Ich bete, dass Gott ,Ich suchte stets das Abenteuer' benutzt, um den Richter zu segnen." Dasselbe Gefängnis, das dem einen Bitterkeit und Verzweiflung bedeutet, bringt jetzt einem anderen Leben und Freude. Ich bekomme viele, viele Briefe von Menschen auf der ganzen Welt, die voller Freude berichten, wie Gott ihnen sein Geheimnis beigebracht hat, in allen Umständen glücklich und zufrieden zu sein. Gott wirkt seine Wunder auf erstaunliche Weise. Er lädt Sie ein, seine Schätze zu entdecken, was auch immer Sie gerade erleben.

Der Hauptgrund für unser Glück Warum ermutige ich Sie wohl, vor Glück überzusprudeln? Dafür gibt es mehrere Gründe, aber der Hauptgrund ist ein anderer. Freude zu haben lässt uns das Leben genießen, aber das eigene Vergnügen ist kein vorrangiges Ziel für Nachfolger Jesu. 16


Freude zu haben ist gesund, aber Jesus lehrte uns nicht, Entscheidungen hauptsächlich auf der Basis dessen zu treffen, was unserer Gesundheit zuträglich sein könnte. Freude zu haben gefällt denen, die mit uns zusammenleben und -arbeiten. Aber wir wissen, dass Jesus sein Leben nicht mit dem Bemühen zubrachte, anderen Leuten zu gefallen. Er betonte immer ein Ziel — Gott zu gefallen. Und da haben wir den wichtigsten Grund, weshalb wir voller Freude sein sollten — um Gott zu gefallen. In Römer 14,17 steht: „Denn das Reich Gottes ist [...] Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist." Jeder Tag birgt viele Gelegenheiten zu entdecken, wie wir Freude im Heiligen Geist empfangen können. Jesus will, dass wir Freude haben, und er war bereit, einen schrecklichen Preis dafür zu zahlen. In Johannes 15,11 nennt Jesus seinen Jüngern eine seiner Absichten für seine Nachfolger: „Das alles sage ich euch, damit meine Freude euch ganz erfüllt." Wir alle ziehen es hin und wieder vor, missmutig zu sein. Aber Nachfolger Christi sind berufen, Gott zu gefallen, nicht sich selbst. Das bestätigt, dass der Hauptgrund für unser Glücklichsein der ist, dass wir unserem himmlischen Vater gefallen, und indem wir das tun, sind wir glücklicher als je zuvor!

Alles perfekt Wir sind nicht allzu geneigt, selber perfekt zu leben, aber für uns sollte alles perfekt sein, das ist uns ganz wichtig. Von Kindheit an haben wir uns über alles, was uns nicht passte, geärgert. Wir wollten toll aussehen, schlau sein, die beliebtesten Freunde haben usw. Mittlerweile aber haben wir erkannt, dass das Leben selten unserem Vollkommenheitsideal entspricht. Wir haben gelernt, uns an diesen Zustand anzupassen, obwohl uns das manchmal nicht so gut gelingt. Nichtsdestotrotz halten wir immer noch an dem alten leidenschaftlichen Wunsch fest: „Oh, dass doch für mich alles perfekt wäre!" Enttäuschungen in der Vergangenheit haben unsere Erwartungen möglicherweise erheblich gedämpft. Vielleicht sind un17


sere Hoffnungen und Träume zu Bruch gegangen und manchmal fühlten wir uns sogar von Gott verraten. Wir haben nicht immer verstanden, wie man sein Angebot aus Philipper 4,19 für sich in Anspruch nimmt: „Aus seinem Reichtum wird euch Gott [...] durch Jesus Christus alles geben, was ihr zum Leben braucht" (Hfa). Mit dem Verstand denken wir vielleicht: „Gott hat noch nie alle meine Bedürfnisse erfüllt und wird das wohl auch nie machen." Der Grund für diese Verwirrung könnte in einem mangelnden Verständnis davon liegen, wie anders als wir Gott Zeit sieht. Für ihn ist morgen genauso klar, als wäre es schon gestern gewesen! Jesaja 46,10: „[...] der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist." Wir wollen, dass Gott jetzt eine Veränderung bewirkt, damit wir unseren Willen jetzt bekommen Gott könnte aber einen besseren Plan haben. Vielleicht will er uns verändern. Lange Zeit hatte ich ein großes Problem mit Philipper 4,19, weil Gott nur selten meinen Bedürfnissen zu begegnen schien. Wenn ich meinte ein „Bedürfnis" zu haben, sagte ich Gott, dass ich glaubte, er würde dieser Not begegnen. Manchmal schloss ich die Augen während des Betens und sagte ihm, dass ich glaubte, beim Augenöffnen würde vor mir stehen, was ich „brauchte". Wenn sich das gewünschte Ergebnis auf diese Weise nicht einstellte (natürlich geschah das nicht!), versuchte ich es immer wieder, bis ich schließlich entmutigt aufgab. Mein Glaube war wohl einfach nicht stark genug, dachte ich. Das stellte eine ernsthafte Schwierigkeit in meiner Beziehung zu Gott dar. Lassen Sie es mich an einem Beispiel erklären. Wenn ich meinte, ich bräuchte ein Auto, war mein Fleisch ganz sicher, dass ich es wirklich brauchte, und zwar je eher, desto besser. Wenn Gott doch mein Versorger war, dann musste er so bald wie möglich für das Auto sorgen. Damals richtete ich mein Augenmerk hauptsächlich auf das, was Gott tun sollte, da er ja verheißen hatte, für alles zu sorgen, was ich brauchte. Dann lernte ich ein Prinzip, das meinen Glauben stärkte und meine Gemeinschaft mit Gott zu etwas machte, was mir immer größere Freude bringt. Das wichtige Prinzip, das ich lernte, war, dass meinem Bedürfnis nach einem Auto bereits begegnet war. Ich verstand 18


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