Sieg 체ber Entt채uschung und Bitterkeit
Ulf Ekman
Originally published in Sweden under the title: Hur man vinner seger över besvikelse och bitterhet (How to Overcome Disappointment and Bitterness) copyright © 1988 Ulf Ekman. All rights reserved. Published by Word of Life Publications, Box 17, S-751 03 Upsala, Sweden. www.ulfekman.org German translation, copyright © (2007):
Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn Tel: 089/468801 www.adullam.de ISBN 978-3-931484-75-0 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
Sieg über Enttäuschung und Bitterkeit Vor Abschluss seines Wirkens auf der Erde sagte Jesus zu seinem Vater: „Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll“ (Joh. 17, 4 Schlachter). Schon immer befand sich Jesus zur Rechten des Vaters. Irgendwann sagte der Vater zu ihm: „Geh hinab auf die Erde. Dort sollst du eine Aufgabe erfüllen. Dann sollst du hierher zurückkehren und dich zu meiner Rechten setzen, und ich werde dir alle Macht im Himmel und auf Erden geben.“ Jesus wurde berufen, auf unseren Planeten zu kommen, dort eine Aufgabe zu erfüllen, Jünger auszubilden, ihnen zu zeigen, wer Gott ist, und die Menschen mit Gott zu versöhnen. Er erfüllte seine Aufgabe und sagte kurz vor seinem Tod am Kreuz: „Vater, ich habe dich auf Erden verherrlicht, indem ich das ausgeführt und vollendet habe, wozu du mich berufen hast.“ Jesus tat erfolgreich das, wozu ihn der Vater berufen hatte. Paulus erreichte das Gleiche und sagte: „Jetzt habe ich den Lauf vollendet. Ich habe meine Aufgabe erfüllt. Bei meinem Vater im Himmel liegt ein Siegeskranz für mich bereit. Alles, was mir noch zu tun bleibt, ist, dass ich hingehe und ihn abhole. Ich bin so weit, ich habe vollendet, was ich auf Erden tun sollte“ (siehe 2. Tim 4, 7–8).
Gott möchte, dass du deinen Auftrag erfolgreich erfüllst Von Jesus, Paulus, Petrus und vielen anderen können wir mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass sie getan haben, wozu 3
sie berufen waren. Petrus war sich dessen bewusst und sagte: „Der Herr hat mir gesagt, dass ich meinen irdischen Leib bald verlassen werde, daher muss ich euch schreiben und Anweisungen geben, was ihr zu tun habt, wenn ich nicht mehr da bin“ (siehe 2. Petr. 1, 12–15). Petrus hat seine Aufgabe auf Erden vollendet. Gott möchte, dass auch du dein Werk auf Erden erfüllst. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, wozu du berufen bist. Als Gläubiger bist du zu allererst dazu berufen, Jesus Christus zu predigen. Du sollst überall von Jesus erzählen und Zeugnis ablegen, den Kranken die Hände auflegen, in neuen Sprachen reden, böse Geister austreiben und dich so an der Ausbreitung des Evangeliums beteiligen. Wir sind dazu berufen, überall zu predigen. Wenn du tust, wozu Gott dich berufen hat, triffst du auf Widerstand. Als Jesus tat, wozu er berufen war, erhob sich Widerstand gegen ihn. Als Paulus tat, wozu er berufen war, begegnete auch ihm Widerstand. Als Petrus tat, wozu er berufen war, erlebte er dasselbe. Diese Welt widersetzt sich dem Evangelium. Im Philipperbrief heißt es, dass wir ein himmlisches Licht sind, das in dieser Welt scheint, mitten in einem verdrehten und verkehrten Geschlecht (siehe Phil. 2, 15). Wie kannst du nun unter diesen Umständen das vollenden, wozu Jesus dich hier auf Erden berufen hat? Du sollst weder über die Ziellinie taumeln noch auf dem Weg zu Fall kommen noch beim Start ausrutschen oder stolpern. Es gibt einen Lebensstil, der in der Bibel als Leben im Geist bezeichnet wird und bewirkt, dass der Böse dich nicht anrühren kann. Johannes lebte länger als alle anderen Jünger. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er wahrscheinlich in Gefangenschaft 4
auf der Insel Patmos, die als Gefängnis diente. Der römische Kaiser hatte ihn dorthin bringen lassen und war sich sicher, ihn dadurch aus dem Verkehr gezogen zu haben. Doch genau zu diesem Zeitpunkt empfing Johannes die Visionen des Buches der Offenbarung. Er saß auf dieser Insel fest und empfing die Offenbarung Jesu Christi. Es ist nicht die Offenbarung des Johannes, sondern die Offenbarung Jesu Christi über die Endzeit. Gott wirkte sehr lange durch Johannes auf dieser Erde. Johannes schreibt: „Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt“ (1. Jo. 5, 18). Das bedeutet nicht, dass du niemals eine Sünde begehst, sondern es bedeutet, dass du nicht durch und für die Sünde lebst und keinen Anteil am Wesen der Sünde hast. Johannes schreibt im selben Brief: „Wenn jemand sündigt – wir haben einen Beistand bei dem Vater“ (1. Jo. 2, 1). Johannes ist bei klarem Verstand und widerspricht sich nicht selbst in seinem Brief. Du stehst also unter dem Blut Jesu und lebst in der Vergebung, die in deinem Leben freigesetzt worden ist und durch dich andere erreichen kann. „Wer aus Gott geboren ist, der bewahrt sich selbst“ (1. Jo. 5, 18; Schlachter). Er schützt sich also. Er sieht, wie es im Buch der Sprüche ausgedrückt wird, die Gefahr und sucht Schutz, und so „tastet der Böse ihn nicht an“. Wenn der Böse dich nicht antastet, kannst du deinen Lauf vollenden. Wenn der Böse dich jedoch in den Griff bekommt, kann er dich zu Fall bringen. Dann kannst du nicht zum Abschluss bringen, was du angefangen hast, und nicht vollenden, wozu du berufen bist. Gott sagt dir durch das Evangelium tatsächlich etwas Gutes: Du bist aus Gnade errettet, du kannst aufgrund der Gnade mit Gott leben und du kannst durch Gnade das vollenden, was du angefangen hast. Es ist wichtig, dass du Angefangenes vollendest, und mit Jesus Christus ist dies möglich. 5
Leben im Geist schützt dich In der Bibel werden wir deutlich darauf hingewiesen, dass wir im Geist leben sollen und dem Fleisch zu nichts verpflichtet sind. Man kann im Fleisch oder im Geist leben. Gott möchte, dass du im Geist lebst, vom Heiligen Geist geleitet wirst und zulässt, dass die Früchte des Geistes in deinem Leben wachsen. Wenn du im Geist lebst, hast du eine bessere Position als dein Feind, der Teufel. Wenn du im Fleisch lebst, befindest du dich bereits auf seinem Territorium und bist ihm unterlegen. Aus diesem Grund heißt es in der Bibel, dass der Böse denjenigen nicht antastet, der sich „hütet“, also im Geist lebt. Du kannst dann siegreich leben und deinen Lauf vollenden. Gott möchte, dass du erfolgreich bist und siegreich lebst. Jesus lebte im Sieg, allerdings gibt es keinen Sieg ohne Kampf. Paulus hat das sehr stark erlebt – und seinen Lauf vollendet. Jesus war einzigartig. Es wäre jedoch falsch, seine Größe zu „relativieren“, indem man sagt: „Naja, er war ja schließlich auch Gottes Sohn.“ Er würde dadurch zu einer Art Heiligem auf einem Podest irgendwo zwischen Himmel und Erde. Aber er befindet sich nicht irgendwo zwischen Himmel und Erde. Als er auf der Erde war, da war er wirklich auf der Erde. Mittlerweile ist er im Himmel. Für einige Stunden befand er sich tatsächlich zwischen Himmel und Erde, was dazu diente, dass wir gerettet würden. Als er auf der Erde war, lebte er unter den gleichen Bedingungen wie du und ich, obwohl er Gottes Sohn war. Er schwitzte, wurde hungrig, durstig und müde und musste sich ausruhen. Er war allen Versuchungen ausgesetzt, die Menschen ereilen können, allen Frustrationen, die ein Mensch durchleben kann – aber er hielt allem stand. Gepriesen sei der Name des Herrn! 6