Als die Welt erzitterte
Ulf Ekman
Originally published in Sweden under the title: När världen skakar (When the World is Shaken) copyright © 2001 Ulf Ekman. All rights reserved. Published by Word of Life Publications, Box 17, S-751 03 Upsala, Sweden. www.ulfekman.org German translation, copyright © (2007):
Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn Tel: 089/468801 www.adullam.de ISBN 978-3-931484-64-4
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Welche Rolle spielt der Islam? Die Medien haben in der letzten Zeit aus verschiedenen Gründen versucht, die Bedeutung der Tatsache, dass es sich um islamische Terroristen handelt, herunterzuspielen und zu minimieren. Einen ihrer Gründe kann ich nachvollziehen. In der erhitzten derzeitigen Debatte könnten Menschen aus niederen Instinkten reagieren, da man mit relativ großer Sicherheit sagen kann, woher die Terroristen stammten und welche religiösen und ideologischen Beweggründe hinter ihrer Bluttat standen. Zunächst muss deutlich gesagt werden, dass es völlig falsch wäre, Menschen muslimischen Glaubens kollektiv zu verurteilen, Vorurteilen gegen Ausländer freien Lauf zu lassen oder gar Moscheen anzugreifen. Dies wäre allein schon deswegen höchst verwerflich, weil wir unserer Gesellschaft eine freiheitliche Grundordnung gegeben und unsere Wurzeln in der jüdisch-christlichen Tradition haben. Wir Bewohner der westlichen Welt sind vom jüdischchristlichen Erbe geprägt, unabhängig davon, ob wir an einen persönlichen Gott glauben oder nicht. Dieses Erbe vermittelt uns durch seine Institutionen und die zweitausendjährige Entwicklung unserer Zivilisation, dass Gott Liebe ist. 3
Es wäre übertrieben, die westliche Gesellschaft als eine christliche Gesellschaft zu bezeichnen. In weiten Bereichen haben wir es mit einer nachchristlichen Gesellschaft zu tun. Es ist jedoch eine unbestreitbare Tatsache, dass die Fundamente unserer westlichen Gesellschaft auf den christlichen Glauben und auf die Prinzipien des Evangeliums zurückgehen. Dieses Evangelium ist in der christlichen Zivilisation und Kultur und der westlichen Gesellschaft in vielerlei Hinsicht missverstanden worden. Das liegt daran, dass sich das Evangelium nicht primär mit dem Aufbau einer homogenen Staatsform, Kultur oder Zivilisation beschäftigt, sondern den Glauben des Einzelnen und seine Umkehr zum lebendigen Gott zum Inhalt hat, die dadurch möglich geworden ist, dass Jesus Christus für unsere Sünden gestorben ist. Es gibt daher keine homogene christliche Gesellschaft, aber es gibt ein christliches Erbe, das uns nach wie vor beeinflusst und im Verlauf der Geschichte die Demokratie und unsere freiheitliche Grundordnung hervorbrachte. Das konnte geschehen, weil das Evangelium im Unterschied zu vielen anderen Religionen nicht auf Zwang gegründet ist. Man kann diese Religion anderen Menschen nicht überstülpen und sie nicht zwingen, ihr zu folgen. Im Verlauf der Kirchengeschichte sind verschiedene Versuche unternommen worden, dies zu tun, aber sie sind allesamt gescheitert. Jesus hat es sehr deutlich gesagt: Wer möchte, der komme herbei und trinke vom Wasser des Lebens. Das bedeutet, dass der freie Wille das Fundament und den Wesenskern des 4
Evangeliums bildet. Jesus spricht zu den Menschen und wirbt um sie, der Heilige Geist zieht Menschen zu Gott und der Vater sehnt sich nach seinen verlorenen Kindern, den Menschen. All dies ist von Liebe motiviert. Damit ist das Evangelium seinem Wesen nach grundverschieden vom Islam. . . . . Diese geistliche Bewegung wird folgende Elemente enthalten: Die Liebe Jesu, die Wahrheit, die dich frei macht, die Gaben des Geistes, die dich heilen, befreien und dir wahres Leben schenken, und die Versöhnung durch das Blut, das ein für alle Mal für alle Menschen vergossen wurde. Alle Menschen im Nahen Osten müssen dieses Evangelium hören. Sie bringen es fertig, in ein Flugzeug zu steigen, um damit Tod und Zerstörung zu bringen. Wie viele von uns sind bereit, sich der Aufgabe zu verschreiben, das Evangelium in solche Länder zu bringen, deren Namen wir heute oftmals nicht einmal zu nennen wagen? Wir Christen müssen aufwachen, uns stärker engagieren und zu Gott schreien, dass unsere Herzen und Hände gereinigt werden mögen. Wir müssen die Chancen nutzen, die sich in unserer Zeit bieten, damit wir nicht im behaglichen Zuhause herumsitzen, uns hinter Selbstsucht verstecken und hoffen, dass alles möglichst schnell ein Ende nimmt. Es spielt keine Rolle, in welcher Welt wir leben, wie sie aussieht oder uns 5
begegnet. Wir werden unsere Aufgabe nicht durch nette Fernsehprogramme oder in wunderschönen Kirchen erfüllen, sondern in einer Atmosphäre, die geprägt sein wird von Kriegsgeschrei und Kriegsgerüchten; es wird sich Nation gegen Nation erheben, Hungersnöte und Erdbeben werden da und dort sein; wir werden von allen gehasst werden, viele werden zu Fall kommen, viele falsche Propheten werden aufstehen, die Gesetzlosigkeit wird zunehmen und die Liebe erkalten. In dieser Atmosphäre wird das Evangelium des Reiches allen Nationen, allen Völkern und allen Ländern gepredigt werden. Der Leib Christi muss fester denn je stehen und sich klar bekennen: Ja, das ist es, wofür wir stehen. Wir stehen für die Wahrheit und werden uns nicht einem System anpassen, das uns die Redefreiheit entziehen will. Wir werden uns keiner politischen Konstellation beugen, die uns dazu bringen will, nicht mehr das zu sagen, was wahr ist. Wir glauben an die Wahrheit und die besteht darin, dass niemand anders retten und erlösen kann als Jesus Christus. Kein falscher Prophet kann dir helfen, in den Himmel zu kommen, allein Jesus von Nazareth ist dazu in der Lage. Er ist mehr als genug und mehr als willig, allen Menschen zu helfen.
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