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Gott ist ein guter Gott

Ulf Ekman


Originally published in Sweden under the title: Gud är en god Gud (God Is a Good God) copyright © 1994 Ulf Ekman. All rights reserved. Published by Word of Life Publications, Box 17, S-751 03 Upsala, Sweden. www.ulfekman.org German translation, copyright © (2007):

Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn Tel: 089/468801 www.adullam.de ISBN 978-3-931484-63-7 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.


1 Gott ist dein Vater Gott möchte dir tief in deinem Herzen eine Offenbarung darüber geben, dass er dich niemals im Stich lassen wird, dass er allezeit treu und sein Wesen durch und durch gut ist. Im Wort Gottes heißt es, dass nur Gutes vom Himmel herabkommt (siehe Jak.1, 16–17). Nichts Schlechtes, sondern ausschließlich gute Gaben kommen von Gott. Das muss zu einer Offenbarung in deinem Herzen werden, zu einer festen Überzeugung, die mehr ist als eine allgemeine Einsicht. Es muss für dich selbstverständlich sein, dass Gott gut ist, sodass du dir vor allem anderen der Tatsache bewusst bist, dass Gott dir wohlgesonnen ist. Du selbst kannst keine Wunder tun – aber Gott kann es! Gott erwartet nicht von dir, dass du vollkommen bist, sondern dass du an ihn glaubst! Du brauchst ihm nicht zu beweisen, wie geistlich und überwältigend du bist. Du brauchst auch nicht zu zeigen, was für ein glanzvoller Fürbitter du bist oder wie großartig du predigen kannst. Du brauchst Gott überhaupt nichts zu beweisen! Errettung ist nicht der Lohn dafür, dass du das Gesetz einhältst, sondern ein Geschenk, das Gott dir in seiner Barmherzigkeit anbietet. Errettung wird dir zuteil, wenn du zum Herrn sagst: „Gott, ich kann das nicht, aber du kannst es! Ich verstehe das nicht, aber du weißt, was los ist. Ich schaffe das hier nicht, aber du schaffst es!“ Wenn ein Mensch an die Grenzen seiner Möglichkeiten stößt und am Ende seiner menschlichen Fähigkeiten angekommen 3


ist, wird er entweder sauer oder errettet. Entweder man resigniert und zieht sich zurück oder man entscheidet sich dafür, von Herzen an Gott zu glauben, um das Leben überhaupt noch bewältigen zu können. Bevor ein Mensch an diesen Punkt kommt, kann sehr viel Hochmut im seinem Herzen verborgen sein, der anzeigt, dass er sich eigentlich nur auf sein Fleisch verlässt. Man verlässt sich auf seinen Intellekt, seine Werke, sein Geld oder auf seine Freunde. Mancher verlässt sich auch auf seine Erfahrungen oder seine Kenntnis des Wortes Gottes. Gott möchte jedoch, dass du dich auf nichts anderes verlässt als auf Jesus von Nazareth!

Es ist einfach Stolz und Selbstmitleid sind zwei Gräben, in denen man als Christ landen kann, die eigentlich auf dieselbe Ursache zurückzuführen sind: Man vertraut auf etwas anderes als auf Gott. Stolz wird unter anderem darin deutlich, dass man der Meinung ist, alles selbst zustande bringen zu können, Selbstmitleid äußerst sich unter anderem darin, dass man meint, dass deswegen nichts funktioniere, weil man selbst so schwach und ungenügend sei. Du kannst aus beiden Gräben herauskommen und stattdessen an Gott glauben, ihm vertrauen und gehorchen und so himmlischen Segen empfangen! Wenn Gläubige eine Niederlage erleben, geben sie leicht auf, weil ihnen nicht bewusst ist, dass Gott ein guter Gott ist. Du musst verstehen, was es bedeutet, dass Gott gut ist – dass er hundertprozentig gut ist und ausschließlich Gutes von ihm kommt. Der Feind will verhindern, dass dir das 4


klar wird, daher schießt er in dieser Sache immer wieder Pfeile auf dich ab. Wenn du die Offenbarung empfängst, dass Gott gut ist, dann ist sie sehr einfach. Sie ist so einfach, dass man sie quasi verstolpern kann. Ein sehr grundlegendes Element des Lebens ist das Verhältnis eines Kindes zu seinem Vater. Dein Verhältnis zu deinem biologischen Vater ist möglicherweise sehr kompliziert, trotzdem kann die Beziehung zu deinem himmlischen Vater wunderbar sein. Wenn dir das klar wird, verändert sich dein Leben grundlegend und du fühlst dich so sicher und geborgen, wie Gott es von Anfang an geplant hat.

Lass keine Vertrauenskrise zu Was geschah bei deiner Errettung? Unter anderem hast du den Heiligen Geist empfangen, der in Römer 8, 15 als Geist der Sohnschaft (bzw. Kindschaft) bezeichnet wird. Du hast nicht ein theologisches Konzept erhalten oder ein Handbuch der Dogmatik, sondern den Heiligen Geist und rufst: „Abba, Vater!“ Das Vertrauen zwischen dir und deinem Vater im Himmel darf nicht getrübt sein. Wenn du von deinem irdischen Vater enttäuscht bist, so vergib ihm! Kein irdischer Vater ist gut genug, niemand tut genug für seine Kinder. Kein irdischer Vater ist in der Lage, vollkommen zu sein – irdische Kinder übrigens auch nicht. Menschen haben eine ausgeprägte Fähigkeit, Ausflüchte und Entschuldigungen zu erfinden, die eigenen Sünden zu verniedlichen und die der anderen doppelt so groß erscheinen zu lassen. Lass nicht zu, dass der Feind einen Keil zwischen dich und Gott treibt. Gott ist nicht dein Feind, sondern dein 5


Freund. Gott ist DIE Quelle für alles in deinem Leben. Im Psalm 73, 25 heißt es, dass man nichts weiter auf Erden braucht, wenn man nur Gott hat. David war ein starker König, weil seine Beziehung zu Gott stark war. Seine einzige Quelle, sein einziger Versorger, seine Gerechtigkeit, Weisheit und sein Sieg war Gott selbst. Gott ist der Einzige, den du hast – und er ist genug! Möglicherweise gibt es in deinem Leben eine Vertrauenskrise – zwischen dir und einem Arbeitskollegen, zwischen dir und einem anderen Gemeindemitglied oder zwischen dir und deinem Ehepartner. Du versuchst, liebevoll und verständnisvoll zu sein, und doch fühlst du dich nicht gut, weil der andere dieses oder jenes gesagt hat. Der Teufel möchte auch zwischen dir und Gott eine Vertrauenskrise erzeugen. Er möchte, dass du auf Gott zornig wirst, dass dich etwas an ihm stört, dass du nicht mehr mit ihm rechnest oder Bitterkeit gegen ihn entwickelst und gleichzeitig der Meinung bist, dass du ein Recht dazu hast. Diese Haltung ist unter Christen weit verbreitet. Jeder Mensch geht durch Tiefen und erlebt Rückschläge, aber es nützt uns überhaupt nichts, wenn wir traurig werden und der Meinung sind, alles sei ungerecht. Die Dinge, die in deinem Leben geschehen, erschüttern nicht zwangsläufig dein Grundvertrauen auf Gott. Christen tragen häufig heimliche Enttäuschungen und Anklagen gegen Gott mit sich herum. Daher heißt es in der Bibel ganz eindeutig:

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