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Frei von Verdammnis

Ulf Ekman


Originally published in Sweden under the title: Frihet från Fördömelse copyright © 1995 Ulf Ekman. All rights reserved. Published by Word of Life Publications, Box 17, S-751 03 Upsala, Sweden. www.ulfekman.org German translation, copyright © (2007):

Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn Tel: 089/468801 www.adullam.de ISBN 978-3-931484-62-9 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.


1 Du bist gerecht Stell dir einen Tag in deinem Leben vor, an dem du dir nichts vorwirfst. Stell dir einen einzigen Tag vor, an dem du in keiner Sache Zweifel hast, was der Wille Gottes ist. Stell dir einen einzigen Tag vor, an dem du dich nicht anklagst für Fehler, die du gemacht hast, und auch nicht versuchst, jemand anderem die Schuld in die Schuhe zu schieben. Stell dir einen Tag vor, an dem du nicht einmal daran gedacht hast, dass du etwas falsch gemacht hast. So ein Tag wäre doch richtig schön, oder? Viele Gläubige haben mit diesen Dingen täglich zu kämpfen. Sie klagen sich selbst an, kritisieren sich selbst, brüten negative Gedanken über sich selbst aus und fragen sich, warum sie eigentlich tun, was sie tun. Sie wissen nicht, ob Gott sie liebt und was sein Wille ist. Ihr Leben ist geprägt von Verdammnis und Ablehnung. Diese Dinge sind wahrscheinlich für neunzig Prozent der Christen ein Problem. Aber Gott will nicht, dass dies so ist. In solchen Gefühlen steckt nicht ein Körnchen echte Geistlichkeit, es ist absolut nichts Gutes darin. Gott hat ein völlig anderes Leben für 3


dich, er hat vorgesehen, dass du in Gerechtigkeit in und durch Jesus Christus lebst. Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig. Dann wird mein Volk wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruheplätzen. Jesaja 32, 17–18

Immer wieder ist in der Bibel von Gerechtigkeit die Rede. Die Menschen haben diesen Begriff sehr häufig gehört, aber selten wirklich begriffen, was sich dahinter verbirgt, darum stößt man häufig auf taube Ohren, wenn man darüber spricht. Aus demselben Grund trägt die Gerechtigkeit im Leben dieser Menschen auch keine konkrete Frucht. Wenn man den Inhalt des Begriffs der Gerechtigkeit auf den Punkt bringen möchte, so könnte man sagen, Gerechtigkeit bedeutet, „von Verdammnis frei zu sein“. Wir sind gerecht gemacht worden, das heißt, von Verdammnis befreit worden. Die Frucht der Gerechtigkeit ist also Friede, Ruhe, Sicherheit sowie sorgenfreie Ruheplätze. Wenn diese Frucht in deinem Leben nicht vorherrscht, dann bist du noch nicht in Gerechtigkeit gegründet und verwurzelt.

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Gereinigt vom schlechten Gewissen Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum … so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser. Hebräer 10, 19 und 22

Im Alten Bund durften die Heiden nicht einmal den Tempel betreten, ganz zu schweigen vom Allerheiligsten. Dorthin durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr gehen. Jetzt können wir jederzeit das Allerheiligste betreten und werden sogar ermahnt, voller Gewissheit des Glaubens dorthin zu gehen. Wir können dies tun, weil wir besprengt sind im Herzen und damit gereinigt vom schlechten Gewissen. Wir können immer wieder vor den Thron kommen und dabei wissen, dass Jesu Blut unsere Sünden bedeckt, wegnimmt und uns von ihnen reinigt. Durch seinen Opfertod am Kreuz hat uns Jesus ein für alle Mal durch und durch vollkommen gemacht. Gott schaut nun auf dich in exakt derselben Weise, wie er auf Jesus schaut. Du kannst erhobenen Hauptes vor Gott treten, hinein in das Allerheiligste gehen und dies ohne Furcht oder Verdammnis. 5


Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Römer 8, 1–2

Ist man verdammt oder verurteilt worden, dann bedeutet dies, dass man für schuldig befunden worden ist, und man hat das Empfinden, man müsste sich verteidigen. Es muss sich jedoch nur derjenige verteidigen, der tatsächlich angeklagt ist. Als du unter dem Gesetz lebtest, klagten dich das Gesetz und deine Sünden ständig an. Der Teufel benutzte das Gesetz, um dich anzuklagen. In der Bibel heißt es jedoch, dass die Anklageschrift gegen dich mit Jesus ans Kreuz genagelt wurde (siehe Kol. 2, 14). Es existiert keine Anklageschrift gegen dich, es wird also auch kein Urteil gefällt. Deine Gerechtigkeit schützt dich, du bist von Gott freigesprochen. Das bedeutet also, dass Gefühle der Verdammnis nicht von Gott kommen und du diese Gefühle nicht anzunehmen brauchst.

Ein Toter kann nicht angeklagt werden Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Galater 2, 19–20 6


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