Wenn K端sse dich zum Weinen bringen
Warum Frauen verlieren, wenn sie nachgeben
Lisa Bevere
Lobende Kommentare zu Wenn Küsse dich zum Weinen bringen: Ich kenne nur wenige Frauen, die so direkt, verständlich und zielgerichtet sind wie Lisa Bevere. Du kannst dir sicher sein, dass ihre Botschaft durch viel Gebet, ein vorbildliches Leben, ihre innige Beziehung mit Gott und mit dem Herzwunsch entstanden ist, anderen zu helfen. In einer Zeit, in der Frauen sich wünschen, in all das einzutreten, was Gott für sie hat, werden sie vom Feind ihrer Seele belogen und bestohlen. Wenn Küsse dich zum Weinen bringen behandelt dieses Thema ehrlich und klar und fesselt den Leser. Ich habe das selbst erlebt. Als ich anfing, dieses Buch zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Dieses Buch wird in unserer Zeit dringend benötigt und ist Pflichtlektüre für jede Frau, gleich welchen Alters. Ich wünschte, ich hätte als Teenager Zugang zu solchen Informationen gehabt. Stormie Omartian Autorin von Mein Gebet macht uns stark Lisa nutzt Gottes Wort, um zu beleuchten, wie Gott die Dinge vorgesehen hat – im Gegensatz zu dem verzerrten Bild, das wir gewohnt sind. Wenn Küsse dich zum Weinen bringen ist ein großartiges Buch für meine Tochter und auch deine, sowie für jede Frau, die in dem Plan, den Gott für Männer und Frauen hat, Freiheit finden will. Steve Arterburn Autor von Jeder Mann und die Versuchungen, Avoiding Mr. Wrong (Vermeide den falschen Mann) und Finding Mr. Right (Finde den richtigen Mann) und Gründer von Women of Faith Lisa beschäftigt sich mit den Herzensangelegenheiten der weiblichen Sexualität: mit Schönheit, Anmut und Stärke. Gott ruft alle Frauen auf, ihre sexuelle Bestimmung zurückzufordern. 3
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Ich glaube, dass Lisa das Herz Gottes berührt und Frauen das Gewand der sexuellen Würde zurückgegeben hat. Unserem Gott liegt Wiederherstellung sehr am Herzen und in diesem Buch geht es darum. Mit Würde und Überzeugung beschreibt sie Gottes Absicht, die Sexualität einer Frau rein zu bewahren. Ich empfehle dieses Buch wärmstens allen Töchtern Gottes, ungeachtet ihres Alters. Ebenso ist es eine ausgezeichnete Quelle für Jugendleiter, Seelsorger und Eltern, die ihre Töchter lieben. Douglas Weiss Ph. D. Geschäftsführender Direktor, Heart to Heart Counseling Center Dieses Buch öffnet dir die Augen. Lisa Bevere wagt es, auf Fragen über Sex zu antworten, denen die meisten Leiter ausweichen. Lisas Mut und ihre kompromisslose Stellungnahme machen dieses Buch zu einem „Muss“ für Eltern und Jugendleiter. Und vor allem sollte jede Frau dieses Buch lesen, die in dieser verdrehten Welt rein leben möchte und Gottes Weisheit aufrichtig sucht. Nancy Alcorn Vorsitzende und Gründerin von Mercy Ministries America Gott hat Lisa Bevere Weisheit und Erkenntnis geschenkt, die ihr Alter übersteigen, und ich bin begeistert von diesem Buch. Es enthält geistlich gesunde Ratschläge, die junge Frauen segnen werden und dazu beitragen, dem Druck, den ihnen die Gesellschaft auferlegt, standzuhalten. Dieses Buch ist auch ein nützlicher Ratgeber für Mütter, Jugendleiter und Pastoren, die für Singles zuständig sind. Betty Robinson Moderator, Life Today Meine liebe Freundin Lisa hat es wieder einmal geschafft! Mit diesem neuen Buch berührt sie die Herzen der Frauen und lehrt sie Wichtiges. Sheri Rose Shepherd Sprecherin und Autorin von 4
Lobende Kommentare
Fit for Excellence (Bereit für das Beste) und Life Is Not a Dress Rehearsal (Das Leben ist keine Generalprobe) Lisa spricht mit viel Barmherzigkeit und Einsicht die tiefsten und geheimsten Wünsche im Herzen einer Frau an und führt sie dann zu der einen wahren Liebe, die allein befriedigen kann. Sie enthüllt die Verführung und die Lügen dieser Welt und stellt den Wert und die Würde wahrer Weiblichkeit wieder her. Katie Luce Mitbegründerin, Teen Mania Als jemand, der schon oft für Männer Bücher über sexuelle Reinheit geschrieben hat, werde ich ständig gefragt: „Was ist mit uns Frauen? Auch wir haben mit sexueller Sünde zu kämpfen!“ Frauen müssen von Frauen über dieses Thema aufgeklärt werden und Lisa ist genau die Richtige dafür. Gott hat mein Leben durch die Bücher von den Beveres oft buchstäblich verwandelt. Es ist offensichtlich, dass sich Lisa die Zeit genommen hat, für dieses Thema zu beten, zu fasten und Gottes Herz zu suchen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass dieses Buch auch dein Leben verändern wird. Fred Stoeker Mitautor von Jeder Mann und die Versuchungen, Every Woman’s Desire (Die Sehnsucht jeder Frau)
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Dieses Buch ist den Frauen gewidmet, jung und alt, die sich danach sehnen, zu träumen, jedoch vergessen haben, wie das geht. Küsse waren nie dafür gedacht, uns zum Weinen zu bringen – es sei denn vor Freude. Mögen die Worte auf diesen Seiten den Traum in deinem Herzen aufs Neue erwecken und stärken. Es ist mein Gebet, dass du dir diese Wahrheiten zu Eigen machst und jede traurige Erinnerung, jede Furcht und jeglichen Albtraum verjagst, der zwischen dir und der unsäglichen Freude steht. Laufe in die Arme deines Ritters und trete in deinen Traum ein. Lisa Bevere
Inhaltsverzeichnis 1 Gottes Gutenachtgeschichte ................................................. 9 2 Wo stehen wir? .................................................................. 23 3 Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr ................... 33 4 Erwachende Liebe .............................................................. 45 5 Dornröschen ...................................................................... 67 6 Das echte Aschenputtel ...................................................... 79 7 Wenn die körperliche Liebe erwacht .................................. 91 8 Ehre deinen Vater ............................................................ 107 9 Lebendige Opfer .............................................................. 119 10 Brich den Fluch ............................................................... 133 11 Erwählt von einem leidenschaftlichen, heiligen Gott ....... 153 12 Die Kraft der Reinheit ..................................................... 167 13 Die Signale deiner Kleidung ............................................ 185 14 Leben ohne Reue ............................................................. 199 15 Warum wir verlieren, wenn wir nachgeben ....................... 217 Schlusswort: Die Kraft der Liebe ........................................... 225
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1 Gottes Gutenachtgeschichte Das Telefon klingelte und unterbrach das Chaos, das in einem Haus mit vier Jungen in den Sommerferien ganz normal ist. „Hallo?“ „Lisa, hier ist Pastor Ted. Ich möchte dich fragen, ob du heute Abend vielleicht zu den Mädchen der High-School-Jugendgruppe über Sex sprechen könntest?“ Ich erstarrte, als ich mich an die Folge einer täglichen Talkshow im Fernsehen erinnerte, die ich kürzlich gesehen hatte, während ich Wäsche zusammengelegt hatte. Wenn diese Show den Tatsachen entsprach, hatten sich die Dinge seit meiner High-School-Zeit wirklich verändert. Laut dieser Sendung waren schon Schüler der untersten Klassen der High School sexuell auf eine Weise aktiv, von der ich in meiner frühen Teenagerzeit noch nicht einmal etwas geahnt hatte. „Heute Abend?!“ Ich stotterte und war nervöser als sonst. „Ja“, fuhr er fort. „Es ist folgendermaßen geplant: Wir trennen die Jungen und die Mädchen. Ich übernehme dann die Jungen und du gehst mit den Mädchen in den Jugendraum.“ „John fliegt heute Abend zurück. Würde es dir etwas ausmachen, wenn ich zuerst noch mit ihm spreche?“, fragte ich lahm. Ich wollte Zeit gewinnen. „Nein, natürlich nicht. Rufe mich oder den Jugendpastor zurück, wenn du dich entschieden hast.“ Ein wenig zittrig legte ich auf. Was war denn hier los? Ich reise durch das ganze Land und spreche vor vielen Frauen verschiedenen Alters – warum also war ich bei den Mädchen der örtlichen High9
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School-Jugendgruppe so beklommen? Ich musste meine Fassung wiedergewinnen. Schließlich war ich die Frau eines ehemaligen Jugendpastors. Ich hatte diese zwei Jahre mehr oder weniger unbeschadet überlebt. Dann erkannte ich, dass es nicht die Altersgruppe war, die mir zu schaffen machte – es war das Thema. Ich wählte die Nummer von Johns Mobiltelefon. Er meldete sich von einem Flughafen auf dem Weg nach Hause. „Liebling, Pastor Ted möchte wissen, ob ich heute Abend zu den Mädchen der High-School-Jugendgruppe über Sex sprechen kann. Ich weiß nicht, ob ich das tun will. Ich meine, du kommst heute Abend nach Hause, und die Bitte kommt ziemlich spät, und ich bin auch gar nicht sicher, was ich ihnen sagen soll. Ich meine, wusstest du, dass viele Mädchen aus den unteren Jahrgangsstufen der High School Oralsex haben?“ Meine letzte Bemerkung sollte John schockieren, doch er schien unberührt. „Von mir aus kannst du gehen. Ich denke, du solltest es tun.“ „Aber was soll ich zu einem Haufen Mädchen in diesem Alter sagen? Ich habe nicht einmal eine Tochter und ich habe auch fast keine Zeit, mich vorzubereiten“, argumentierte ich. „Du hast drei Stunden, Lisa. Ich denke, du solltest es tun“, entgegnete John. Großartig – er gab mir keine Möglichkeit, zu entkommen. Ich hörte meine Jungen oben streiten, sie wurden langsam laut. „Nein, die Jungs werden zu Hause zu wild sein, als dass ich irgendetwas fertig bekomme – und was soll ich überhaupt über Sex sagen?“ „Gott wird es dir zeigen. Hör zu, ich muss ins Flugzeug gehen. Ruf Ted an und sag’ ihm, dass ich damit einverstanden bin.“ „Ich bin mir da nicht so sicher … aber ich lasse dich jetzt gehen. Ruf mich an, wenn du gelandet bist“, murmelte ich. Natürlich war es John recht – er musste es ja auch nicht tun. Ich hasse es, wenn ich einen Ausweg suche und er mir keinen gibt. Ich 10
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sah mich in seinem Büro um und suchte die Regale nach Büchern ab, die ich als Bezugsquelle nutzen könnte, während ich Pastor Teds Nummer wählte. Ich war noch immer unsicher, was ich sagen sollte. „Ted, John ist einverstanden.“ Bevor ich es richtig begriff, hatte ich mich verpflichtet. „Fantastisch! Hör zu, ich will nicht, dass du zu viel vorbereitest. Es wird so ablaufen, dass wir eine Lobpreis- und Anbetungszeit haben werden. Dann gehen die Mädchen mit dir. Sie werden die Gelegenheit haben, die Fragen, die sie haben, auf kleine Kärtchen zu schreiben. In der ersten halben Stunde wirst du ihre Fragen beantworten, in der nächsten halben Stunde lehren und dann lässt du sie gehen.“ „Werde ich die Fragen vorher zu sehen bekommen?“ Die Antwort lautete: „nein“. Mir wurde noch unbehaglicher zumute. „Ted, wusstest du eigentlich, dass ich ein „Vollblutheide“ war, bevor ich Christ wurde? Ich meine, es ist nicht so, als hätte ich ein wunderbares Zeugnis über Reinheit oder Ähnliches. Ich denke, jemand anders wäre für diesen Vortrag wohl geeigneter als ich.“ „Ich denke nicht, dass du dein Zeugnis erzählen solltest“, (es war offensichtlich, dass ich keines hatte), „ich möchte, dass du über Reinheit sprichst und ihnen klare Antworten gibst. Du wirst das großartig machen.“ Und damit war er weg. Ich legte auf und fragte mich, wie ich überhaupt in diese Sache hineingeraten war. Es gab Millionen anderer Dinge, die ich erledigen musste. Das bedeutete, dass ich wieder einmal einen Abend nicht bei meinen Kindern war, und ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt alles andere als qualifiziert für dieses Thema. Ich rannte aus Johns Büro und versammelte meine vier Söhne um mich, um sie über die Neuigkeit aufzuklären und ihre Hilfe zu erbitten. „Jungs, ich brauche eure Unterstützung. Pastor Ted hat Mami gebeten, in drei Stunden zu den Mädchen der High-SchoolJugendgruppe zu sprechen. Ich muss mich unbedingt darauf vorbereiten. Ich werde in Papas Arbeitszimmer gehen. Bitte, bitte, bitte gebt mir diese Zeit. Stört mich nicht, es sei denn, ihr blutet. 11
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Seid nett zu einander. Geht hinaus und schnappt etwas frische Luft oder geht nach oben oder nach unten in den Keller. Ich will keinen auf diesem Stockwerk haben. Und ich will keinen Streit hören. Verstanden?“ Sie sahen einander an und nickten dann zustimmend. Ihnen war klar, diese Frau war verzweifelt. Ich rannte zurück in Johns Arbeitszimmer und zog Konkordanzen und Nachschlagewerke heraus. Aus dem Augenwinkel sah ich meinen neunjährigen Sohn, Alec, draußen vor Johns Glastür stehen; er sah mich an. Ich öffnete die Tür. „Was ist los, Alec?“, fragte ich ungeduldig. „Ach nichts, ich beobachte dich nur“, antwortete er unbekümmert. „Das ist keine der Möglichkeiten, die ich euch genannt habe. Erinnere dich, du sollst nach oben, nach unten oder nach draußen gehen!“ „Geh!“, sagte ich nachdrücklich. „Okay“, meinte er achselzuckend und schlurfte davon. Kinder! Ich schaltete erneut alles andere ab und schlug Matthew Henry’s Commentary auf. Doch ich hatte keine Ahnung, wo ich beginnen sollte. Ich zog meine Amplified Bible heraus und prüfte all die vertrauten Bibelstellen über Reinheit, Unzucht und Hurerei, als das Telefon abermals klingelte. Langsam geriet ich etwas unter Druck. Hastig nahm ich den Hörer ab. „Hallo?“ „Hallo, Lisa, hier ist Ted. Hör mal, der Termin heute Abend ist abgesagt. Wir schaffen das so kurzfristig nicht. Aber wir werden es heute Abend ankündigen und nächste Woche durchführen. Bist du kommende Woche in der Stadt?“ Das war meine Chance! Vielleicht hatte ich einen auswärtigen Termin. Ich griff nach meinem Terminplaner und blätterte eine Woche vor. „Ich bin nächste Woche zu Hause.“ 12
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„Großartig, dann machen wir es so.“ Und wieder war er weg. Ich verspürte eine gewisse Erleichterung, weil ich wusste, dass ich nun statt drei Stunden eine Woche Zeit hatte, mich vorzubereiten (obwohl ich diese drei Stunden nicht wirklich als reine Vorbereitungszeit zählen konnte, da ich bisher weder geduscht noch Essen gekocht hatte). Ich seufzte erleichtert und informierte meine Jungs, dass das Leben zu seinem gewohnten Rhythmus zurückkehren konnte. Ich war deutlich entspannter. Die nächste Woche über bewegte ich den Gottesdienst und seinen Inhalt in meinem Herzen. Ich suchte Gott und durchforstete die Bibel und mein Herz nach Antworten auf die Fragen, von denen ich wusste, dass sie mir gestellt würden. Ich vermutete nicht ohne Grund, dass ich zumindest gefragt würde, wie „weit“ man „gehen“ könne, als sei unsere Sexualität so etwas wie ein Hindernisrennen. Ich suchte in der Bibel nach einer klaren Antwort, da mir klar war, dass die, die ich meinen Kindern gegeben hatte, als sie noch klein waren, nicht ausreichen würde. Schließlich war ich eine Mutter, die ihren Kindern erzählt hatte, Magic Johnson [Berühmter amerikanischer Basketballspieler, bei dem 1991 AIDS diagnostiziert wurde] hätte AIDS bekommen, weil er zu viele Mädchen geküsst hatte, und war dann überrascht, als sie sich davor fürchteten, Verwandten einen Abschiedskuss zu geben. Ich hatte sie nicht mit Details verwirren wollen, als sie noch „so klein“ waren. Ich schickte meinen ältesten Sohn, als er zwölf Jahre alt war, auf ein Seminar zu dem Thema „Um eine Frau werben“ und versprach ihm, eine Heirat für ihn zu arrangieren. Ich bot ihm sogar an, auf meinen Reisen Bewerbungen für den Platz an seiner Seite entgegenzunehmen. Als ich ihm sagte, wie viel Geld er sparen würde, wenn er nicht für Verabredungen würde bezahlen müssen, hatte ich ihn fast überzeugt. Er könnte sich ein flottes Auto kaufen. Doch jetzt musste ich glaubwürdig sein. Da würden mehrere hundert Mädchen sein, die mit meiner Idee, eine Heirat zu arrangieren, vermutlich nicht einverstanden wären. Ich betete ernsthaft: „Vater, ich brauche wirklich eine Antwort für diese Mädchen. Ich möchte deine Weisheit vermitteln, nicht meine eigene Meinung 13
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oder die eines anderen. Soll ich ihnen sagen, es sei in Ordnung, Händchen zu halten, solange sie nicht weiter gehen? Oder vielleicht denkst du, Küssen wäre auch okay? Ich muss es wirklich bald wissen.“ Ich wartete, doch ich spürte keine Antwort auf mein Gebet, und so stand ich auf und ging unter die Dusche. Morgen war der Tag X. Während ich duschte, wanderten meine Gedanken zu den verschiedenen Wegen, die ich am folgenden Tag einschlagen könnte, bis ich die Stimme des Heiligen Geistes hörte, der meine Richtung ein wenig genauer vorgab. Er sagte zu mir: „Du suchst nach Regeln, die ihr Verhalten einschränken. Regeln werden sie nicht aufhalten. Die Fähigkeit, die sie brauchen, muss aus einer Beziehung heraus entstehen. Schau nicht auf das, was sie nicht tun können, sondern auf das, was sie tun können. Sag ihnen, sie können mit ihrem Freund so weit gehen, wie sie es vor ihrem Vater tun würden. Denn Väter beschützen und bewachen die Tugend ihrer Töchter.“ Ich war begeistert! Es ging nicht um Regeln und ich durfte mich nicht auf diesen Weg leiten lassen. Das würde die Diskussion auf einen Vortrag über das Gesetz reduzieren und die Teenager kraftlos und mich frustriert zurücklassen. Stattdessen ging es darum, eine Beziehung zu ihrem himmlischen Vater zu haben und ihren leiblichen Vater zu ehren. Es ging nicht um Einschränkungen, Moral oder ethische Normen, die in kalten Stein gemeißelt sind, sondern um lebendige Worte, die in ihr Herz geschrieben sind. Ich sprang aus der Dusche, trocknete mich ab und tippte etwa sechs Seiten mit meinen Notizen. Als ich am folgenden Abend ankam, hatten Lobpreis und Anbetung bereits begonnen und ich fühlte mich auffällig fehl am Platz. Eine Frau in den Vierzigern, umgeben von so vielen Teenagern, stach offensichtlich hervor. Ich konnte nicht einmal unbemerkt hineinschlüpfen. Ich stellte mir vor, dass die Teens mich als einen weiteren Eindringling betrachten würden, der kam, um ihre Jugendgruppe auszuspionieren. Als die Anbetungszeit vorüber war, wurden die weißen Kärtchen, auf denen die gefürchteten Fragen notiert werden sollten, im Saal verteilt. Ich lächelte einigen 14
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Mädchen zu, die neben mir saßen, beugte mich zu ihnen hinüber und ermutigte sie, aufzuschreiben, was immer sie wollten. Ich hoffte, sie wären nett, weil sie befürchteten, ich könnte ihre Handschrift später wiedererkennen. „Ich habe nur eine Frage zur Kleidung“, meldete sich ein Mädchen unschuldig. Ich nickte zufrieden, lächelte und dachte mir: „Großartig! Mit einer Frage über Kleidung kann ich umgehen. Das hier wird einfacher werden, als ich dachte. Ich hätte mich nicht so aus der Fassung bringen lassen sollen.“ Als die Kärtchen ausgefüllt waren, verließen alle weiblichen Anwesenden den Hauptsaal und gingen in den Jugendraum hinunter. Dort wurden die Kärtchen eingesammelt, als die Mädchen zur Tür hineingingen. Mir fiel auf, wie laut und unbändig die Mädchen waren, als wir zusammen den Saal verließen. Betreten wartete ich an der Seite, während die Jugendleiter die Kärtchen von etwa vierhundert Mädchen entgegennahmen, und sah zu, wie die Mädchen sich in die Sitze zwängten. Als alle Plätze besetzt waren, verteilten sie sich auf dem Fußboden. Als alle Kärtchen eingesammelt waren, reichte man mir den Stapel sowie das Mikrofon und ich stieg auf das Podium, um die Frage-undAntwort-Runde zu beginnen. Selbst die Woche, die ich zur Vorbereitung gehabt hatte, hatte mich nicht auf die Fragen vorbereitet, die ich an diesem Abend gestellt bekam. Die erste lautete, ob ich auch der Meinung sei, dass ein bestimmter Mitarbeiter der Gemeinde (dessen Name auf der Karte genannt war) so sexy wäre wie sonst keiner. Ich antwortete, dass ich das nicht so sähe. Ich sagte den Mädchen, dass dies meiner Meinung nach auf meinen Ehemann zutreffe. Die nächste Frage hatte mit Kleidung zu tun: „Ist es in Ordnung, sich sexy anzuziehen? Wie viel Haut darf man zu welcher Gelegenheit zeigen?“ Ich sah mir die anwesenden Mädchen an. Viele von ihnen trugen Röcke, die so kurz waren, dass ich mich davor gefürchtet hatte, was wohl passieren würde, wenn sie sich hinsetzen würden. Andere 15
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präsentierten stolz ihre nackte Taille, die einen gepiercten Bauchnabel enthüllte, der wiederum über Jeans oder Shorts schwebte, die aussahen, als wären sie absichtlich so weit wie möglich die Hüften hinuntergezogen worden. Um die Dinge klarzustellen, fragte ich: „Wollt ihr wissen, ob es in Ordnung ist, wenn ihr euch anzüglich kleidet?“ Die Mehrheit der Mädchen nickte, erfreut, dass ich verstand, was sie meinten. „Sicher, ich denke, das ist eine großartige Idee. Geht los und zieht euch an wie eine Hure, wenn ihr die Aufmerksamkeit eines Freiers auf euch lenken wollt. Das ist wie beim Fischen – der Köder, den ihr benutzt, bestimmt, was ihr fangt. Wenn ihr euch also einen anrüchigen Kerl angeln wollt, solltet ihr euch unbedingt auch so kleiden.“ Sie waren ein wenig sprachlos, deshalb fuhr ich fort: „Ich sage nicht, dass es falsch ist, sich attraktiv oder modisch zu kleiden, doch sich anzüglich zu kleiden ist nur hinter geschlossenen Türen zwischen Ehemann und Ehefrau angemessen.“ Ich erklärte ihnen, dass es Kleidungsstücke gebe, die ich ausschließlich dann tragen würde, wenn ich mit meinem Mann im Schlafzimmer allein wäre, und dass es äußerst unangemessen wäre, sie zu tragen, während ich am Morgen den Hund ausführe oder für meine vier Söhne Rühreier zubereite. Wenn mir meine Kinder dabei helfen, die Wäsche zusammenzulegen, halten sie immer wieder ein leuchtend buntes oder seltsam geformtes Stück Wäsche in die Höhe und wollen wissen, was das ist. Ich erkläre ihnen dann, dass dies „Mami-und-Papi“-Kleider sind. Dann zucken sie mit den Achseln und reichen es mir mit den Worten: „Leg du das zusammen. Ich weiß nicht, wie das geht.“ Eine andere Frage, die von den Mädchen kam, war, welche Körperteile man piercen dürfe. Hier bezog ich mich auf die Piercing-Vorschläge in der Bibel: Ohren und Nase (Hes. 16, 12). Ich empfahl, von allem, was nicht Knorpel ist, die Finger zu lassen. Dann gab es einige Frage über die Haltung der Bibel zu Homosexualität. Sei irgendetwas über dieses Thema darin zu finden? Sei 16
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Homosexualität falsch? Wie könnte die Liebe zwischen zwei Menschen jemals falsch sein, homosexuell oder nicht? Als Antwort gab ich ihnen Bibelstellen, die sie selbst studieren konnten, und erklärte, dass das Richtige (Liebe) im falschen Rahmen (sexuell ausgedrückt zwischen Menschen desselben Geschlechts) immer noch falsch sei. Es sei der falsche Weg, ein berechtigtes Bedürfnis zu befriedigen, eine Verdrehung des gültigen, von Gott bestimmten Ausdrucks körperlicher Liebe. Es kamen noch weitere Fragen über Oralsex und einige, die zu unanständig, ordinär und respektlos sind, um sie hier zu erwähnen. Dann kam die große Frage. Verstehe mich jetzt nicht falsch. Sie war mir schon mehrmals begegnet, doch ich hatte sie jedes Mal wieder ganz ans Ende des Stapels geschoben. Es war die Frage, die am häufigsten gestellt worden war, dicht gefolgt von verschiedenen Versionen von: „Ist es in Ordnung, sich sexy zu kleiden?“ Ich konnte sie nicht länger aufschieben – das war der Moment, auf den sie gewartet hatten. Die große Frage, die ich vorausgesehen hatte: „Wie weit ist zu weit?“ Als ich ihnen sagte, was der Heilige Geist mir gegeben hatte, verstummte das Flüstern und Kichern. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören können. Jedes Mädchen stellte sich diese Szene in seinen Gedanken vor. Vor meinem Vater? Wie würde das aussehen? Also wirklich, so etwas tun wir doch nicht vor unseren Vätern! Das ist wahr, denn fast jede sexuelle Handlung würden wir hinter verschlossenen Türen, in dunklen Ecken, unter dem Deckmantel der Nacht, in einem Auto oder im Drogen- oder Alkoholrausch begehen. Wenn wir dreist genug wären, würden wir vielleicht auch in einem dunklen Zimmer bei uns daheim herummachen, während unsere Eltern woanders schlafen, doch nie am hellichten Tag, nüchtern, direkt vor unserem Vater! Das Schweigen im Raum hielt an und ich wusste, es war die richtige Antwort auf die falsche Frage einer Generation verwirrter und verwundbarer Mädchen. Die alarmierendste Offenbarung für mich war die Tatsache, dass ich vor den Mädchen einer christlichen High-School-Gruppe unter der Leiterschaft eines dynamischen, 17
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leidenschaftlichen und brennenden Jugendpastors stand. Ich wusste, dass die Leitung dieser Jugendgruppe voller Eifer nach Heiligkeit und dem Feuer Gottes strebte, das durch die Jugendlichen strömen und Erweckung und Wiederherstellung mit sich bringen sollte. Ich wusste auch, dass diese Leiter selbst rein lebten. Wo also lag das Problem? Ich sollte bald etwas Einblick bekommen. Ich predigte meine Botschaft und beendete den Gottesdienst um 21.00 Uhr, wobei ich die, die noch bleiben und für sich beten lassen oder mit einem der Jugendgruppenleiter oder mir sprechen wollten, dazu einlud. Ich war schockiert, wie viele Mädchen noch blieben und einen ganz anderen Gesichtsausdruck hatten, als den fast offen zur Schau gestellten Trotz, den ich gesehen hatte, als ich gekommen war. Was ich in den nächsten zwei Stunden hörte, brach mir das Herz. Da waren junge Mädchen, die unter dem Schmerz und der Schande sexueller Verletzung und Belästigung litten, die sie von denen erleiden mussten, denen sie vertraut hatten: Freunde, ihre Beziehungspartner, Onkel, Brüder, Stiefväter und sogar Väter. Junge Mädchen, die von den sexuellen Bildern, perversen Filmen, Musikvideos, Fotos oder Internetseiten, die vor ihrem geistigen Auge immer wieder erschienen, gequält wurden. Junge Mädchen, die Unterhaltungen oder Witze, deren Gegenstand sie gewesen waren, belauscht hatten und sich davon beschmutzt fühlten, oder sich aufgrund der Ausdrücke, mit denen man sie bedacht hatte, schämten. Andere waren in Selbstbefriedigung gefangen. All diese Geheimnisse hüllten ihr junges Leben ein wie ein Grauschleier oder Schmutz, der sich nicht abwaschen ließ. Er bestand fort, sodass sie glaubten, jeder könne wissen, dass sie durch unreines Feuer gegangen waren. Diese Töchter hatten keine sichere Zuflucht, wo sie sich einfach ausruhen und schlafen konnten, ohne mit Bildern, Vorstellungen, Stimmen oder Schatten aus der Vergangenheit zu ringen. Sie waren durch Furcht und Scham vom Frieden getrennt. Einigen von ihnen waren zwar Regeln mitgegeben worden, doch sie hatten festgestellt, dass diese vor den Attacken, die auf ihren Verstand ausgeübt wurden, nur unzureichenden Schutz boten. Wenn ihr Körper Verletzungen 18
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entkommen war, war dies ihrem Verstand zu oft nicht gelungen. Sie sehnten sich danach, von einem Märchenprinz befreit zu werden. Sie wollten dem dunklen Turm voller Schatten, der sie gefangen hielt, entkommen, doch es waren keine Ritter mehr da. Zu oft waren es die Männer in ihrem Leben gewesen, die sie enttäuscht, verletzt oder verlassen hatten und sie verwundbar und misstrauisch werden ließen. Mir wurde von Missbrauch berichtet, der so subtil war, dass man ihn fälschlicherweise für harmlos halten könnte. Eltern, die sich mit ihren Kindern im Schutz ihres Zuhauses oder im dunklen Kino Filme mit vorehelich ausgelebter Sexualität, versteckten Anspielungen und mit oft nur teilweise bekleideten Menschen ansahen. Die jungen Mädchen erzählten mir, wie unwohl sie sich gefühlt hatten, diese Filme mit ihren Eltern, insbesondere mit ihren Vätern, anzusehen. Sie schämten sich und waren unruhig, sahen dann ihre Eltern an und stellten fest, dass diese nicht mit der Wimper zuckten. Nach einigen solchen Filmen oder Fernsehshows schoben sie ihre unbehaglichen Gefühle weg, doch sie konnten ihre Eltern nicht mehr so sehen wie früher. Wenn sie sahen, wie ihr Vater die nackten Brüste einer anderen Frau betrachtete, die sexuell suggestiv präsentiert wurden, war es, als wären ihre eigenen, jungfräulichen Brüste enthüllt worden. Nach dieser Erfahrung fühlten sie sich verwundbar und verletzt und wussten nicht einmal, warum. Doch wie kann sich eine Tochter sicher und beschützt fühlen, wenn sich ihr Vater von Sendungen unterhalten lässt, in denen die Sexpartner ständig gewechselt werden? Wenn er nicht in der Nähe ist, wird sie dann seinen Schutz, sein Missfallen oder seine Enttäuschung spüren können, wenn sie all das in seiner Anwesenheit nicht erfahren hat? Was geschieht, wenn sich Mädchen nicht mehr sicher fühlen? Vielleicht hast du dich nie so gefühlt, doch du warst angesichts dieses hässlichen, gottlosen Bildes, das unsere Gesellschaft vermittelt, angewidert und hast dich sexuell verschlossen. Es scheint, als habe der Feind das Bild des gesunden Verlangens und der Liebe befleckt, indem er es in einen billigen, lüsternen Schnappschuss verwandelte. 19
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Deshalb wird das Verlangen und das Erwachen der Leidenschaft zu einer furchteinflößenden Aussicht. Man fragt sich, wie man die Sicherheit und die Schranken des Gesetzes jemals gegen Sehnsucht und Hingabe eintauschen können soll. Und warum, warum, warum sollte ich ein Buch über die Tugenden sexueller Reinheit schreiben, wenn es den Anschein hat, dass es niemanden wirklich interessiert und niemand zuhört? Und für wen sollte ich schreiben? Dieses Buch ist für Mädchen, die warten. Es ist für Mütter, um ihre Erinnerung aufzufrischen. Es ist für jede Gefallene, die sich danach sehnt, wieder aufgerichtet zu werden. Und es ist für diejenigen, die sich bisher bewahrt haben, sie sollen ihre Belohnung erkennen und ermutigt werden, stark zu bleiben. Dieses Buch ist der Brief einer Generation Mütter und geistlicher Lehrer, die wissen, wie es ist, etwas zu bereuen, an die Töchter dieser Generation, die vor unseren Fehlern bewahrt werden und die Verheißungen, nicht den Schmerz erben sollen. Es ist ein Werkzeug für Mütter, die glauben, sie könnten ihren Töchtern nicht raten, nein zu sagen, weil sie selbst vor vielen Jahren ja gesagt haben. Dies ist kein Buch der Gebote und Verbote – es ist ein Buch der Wiederherstellung. Ein kurzer Blick darauf, wie Gott die Dinge sieht, eine Offenbarung seiner ursprünglichen Absicht. Manche mögen dies für ein Märchen halten, das sich unmöglich verwirklichen lässt, doch ich glaube, dass es wahr werden kann. Regeln werden uns nie freisetzen, genauso wie Furcht und Kontrolle nie für Sicherheit sorgen werden. Es ist die Wahrheit, die uns frei macht, die Wahrheit, die eine größere Rolle spielt als all die Lügen, von denen wir gegenwärtig umgeben sind. Die Wahrheit ist das Morgengrauen nach einer schweren und langen Nacht voller Dunkelheit, voller schrecklicher Enttäuschung und Verzweiflung. Ich habe einmal gehört, wenn man will, dass jemand etwas wirklich hört, soll man es ihm in Form einer Geschichte erzählen. Vor vielen Jahren, als ich meinen Kindern Geschichten erzählte, wenn sie in meinem Zimmer schliefen, stellte ich fest, dass das wahr ist. Ich erzählte ihnen eine frei erfundene Geschichte über eine Familie in 20
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der Pionierzeit, die in den Westen zog und viele Abenteuer erlebte. Ich erzählte diese Geschichte, bis wir alle einschliefen. Meine Kinder bekamen die Geschichte oft häppchenweise mit, da sie einnickten und dann wieder aufwachten. Auch ich glitt zwischen der Geschichte und dem Schlaf hin und her, und wenn einer von ihnen wach blieb, weckte er mich wieder auf und korrigierte mich, wenn ich etwas ausgelassen oder irgendwelche Details verdreht hatte. Ich bin immer wieder überrascht, dass sie sich bis zum heutigen Tag viel klarer und detailgetreuer an die Geschichte erinnern als ich. Warum erzähle ich dir das? Weil ich glaube, dass Gott dir eine Gutenachtgeschichte erzählen will, um wieder in den Schlaf zu wiegen, was so unsanft geweckt worden ist. Eine Geschichte, die Leidenschaften sanft einlullt und zurück an einen Ort bringt, wo sie im Schlummer warten und ruhen; eine Geschichte, die das, was vor seiner Zeit geweckt wurde, wieder in einen traumähnlichen Zustand zurückversetzt. An einen Ort, an dem Ängste vertrieben werden und Hoffnung geweckt wird; eine Zuflucht, wo es keine Scham gibt und alles frisch, neu und rein ist, wie Blumen nach einem Regen im Frühling. Bevor wir uns an diesen Ort begeben, lass uns zusammen beten: Lieber himmlischer Vater, Du bist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Du bist auch der Urheber der Intimität. Es gibt Bereiche meines Lebens, die vor der richtigen Zeit geweckt worden sind – Bereiche meiner Sexualität, deren Zeit des Ruhens und Träumens noch nicht beendet war, als sie geweckt und entflammt wurden. Ich bitte Dich, diese Orte mit Deiner heilenden Ruhe zu berühren. Während ich dieses Buch lese, bitte ich darum, dass das Licht Deiner Wahrheit kommt und die Schatten aus diesem Teil meines Lebens vertreibt. Ich glaube, dass Du allein dies tun kannst, denn Du bist allmächtig und allwissend. Öffne die Augen meines Herzens, damit ich Dich erkenne und auf Deinen Wegen gehe. Lass die Dinge, die wieder zur Ruhe gebettet werden müssen, dorthin zurückkehren. Vertreibe meine Ängste und ziehe mich unter 21
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den Schutz Deiner Flügel. Öffne mein Herz und erzähle mir Deine Geschichten, damit ich Deine Absicht erkenne und verstehe. In Liebe Deine Tochter
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Copyright © 2005 in German by Adullam Verlag. Originally published in English by Thomas Nelson Publishers, Inc., Nashville, Tennessee, USA under the title Kissed The Girls And Made Them Cry by Lisa Bevere Copyright © 2002 by Lisa Bevere. All rights reserved. Alle Rechte der deutschen Ausgabe bei:
Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn ISBN 3-931484-49-1