Handbuch f端r eine geistlich starke Familie
Dr. Barry A. Cook
Copyright © 2001 by Battlecry Press Originally published in English by Battlecry Press 4055 Oceanside Boulevard Oceanside, CA 92056 USA under the title: Strategies of Power for the 21st Century Family by Dr. Barry A. Cook © Alle Rechte der deutschen Ausgabe bei:
Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn ISBN 3-931484-36-X
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
Inhaltsverzeichnis Teil 1: Grundlagen der Ehe und Familie Gemeinsames Beten schafft die Grundlage für eine dauerhafte Ehe ........................................................................ 11 Mann und Frau haben Anteil an Gottes Werk ........................ 13 Stärke deine Ehe .................................................................... 15 Geistliche Innigkeit für Paare ................................................. 17 Achte auf eheliche Warnsignale .............................................. 19 Ehebruch – werde nicht Teil der Statistik! ............................... 21 Tipps, die Romantik in deiner Ehe aufrechtzuerhalten ........... 23 10 Möglichkeiten für eine Frau, der Liebe zu ihrem Mann Ausdruck zu verleihen .................................................. 25 Halte das Feuer am brennen – Jahr für Jahr ............................ 27 Die Wiederherstellung der Familie ......................................... 29 Ziele für ein Heim nach dem Herzen Gottes .......................... 31 Die geistliche Gabe der Erziehung .......................................... 33 Formen und Lehren der Kinder innerhalb der Familie ............ 35 Treue Familien im Aufbau ...................................................... 37 Die Geheimnisse erfolgreicher Familien .................................. 39 Das geistliche Amt der Eltern ................................................. 41 Öffne die Himmel über deinem Zuhause ............................... 43 4 Schlüssel, um eine friedvolle Atmosphäre zu schaffen .......... 45 5 Wege, wie die Zusammengehörigkeit der Familie wächst ........ 47 Teil 2: Leiterschaft in der Familie Das Profil des Familienoberhauptes ........................................ 51
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Der Geist eines Vaters ............................................................ 53 Wie du ein geistgeführter Vater sein kannst ............................ 55 Wie Männer ihre Passivität überwinden können .................... 57 Geistlich starke Väter ............................................................. 59 4 Charaktermerkmale einer idealen Mutter ............................ 61 Von einer Mutter zur Gebetskämpferin .................................. 63 Wie man Stieffamilien zum Funktionieren bringt ................... 65 Wie man zerrüttete Familienverhältnisse beseitigt .................. 67 Teil 3: Fallstricke für Eltern 4 Gefahren, wenn die Kinder im Mittelpunkt stehen ................. 71 Was Eltern vermeiden sollten ................................................. 73 Teil 4: Liebe = Korrektur Gehorsam beginnt in der Familie ........................................... 79 Flegel oder Segen ................................................................... 81 Wie man ohne Drohungen erzieht ......................................... 83 Schlagen oder nicht schlagen ................................................. 85 Teil 5: Investiere in dein Erbe Etwickle gesunde Selbstachtung in deinen Kindern ................ 89 12 praktische Möglichkeiten, das geistliche Wachstum von Kindern zu fördern .......................................................... 93 Hilfe für die Jugend, ein gesundes Selbstbild zu entwickeln ......................................................................... 95 Schlüsselelemente für die Erziehung von Teenagern ............... 97 6 Möglichkeiten, Teenagern zum Erfolg zu verhelfen ............. 99 Auseinandersetzungen mit Teens .......................................... 101 5 Möglichkeiten, deinem Teenager zuzuhören ...................... 103 6
Die Kommunikation mit deinem Teenager ........................... 105 9 Möglichkeiten, das Leben deiner Kinder zu formen ........... 107 Bewahre die Unschuld deiner Kinder ................................... 109 Schütze deine Familie vor dem Einfluss der Medien ............. 111 Bete für die Schule deiner Kinder ........................................ 113 Erziehe Kinder, die Gott hingegeben sind ............................. 115 Lehre deine Kinder Respekt ................................................. 117 Weisheit für Söhne ............................................................... 119 Bereite deine Kinder auf die reale Welt vor ........................... 121 Mit Zuversicht erziehen – die wichtigsten Dinge über Sex ............................................................................... 123 Bereite deine Kinder auf eine Gott wohlgefällige Ehe vor ................................................................................ 125 Gottes Sichtweise oder die der Welt? .................................... 127
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Grundlagen der Ehe und Familie
Die Familie ist ein Klassenzimmer, in dem wir die Fertigkeiten erwerben, um später außerhalb davon leben zu können. – Unbekannt
… jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus 1. Korinther 3, 10–11
Gemeinsames Beten schafft die Grundlage für eine dauerhafte Ehe Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. Matthäus 18, 19
Die meisten Paare erkennen, wie wichtig es ist, zusammen zu beten, doch oft wissen sie nicht, wie sie es auf regelmäßiger Basis zu einem Teil ihrer Ehe machen können. Normalerweise beginnt ein Paar mit einer großen Vision und großen Versprechungen, doch all das verläuft schnell im Sande, wenn andere Pflichten sie von ihrem Vorhaben ablenken. Doch es gibt einen Weg, wie gemeinsames Gebet funktioniert und wie seine guten Auswirkungen in der Ehe sichtbar wird: 1. Beginnt langsam. Anfangs wirst du dich beim Gebet mit deinem Ehepartner vielleicht etwas unbehaglich fühlen. Wenn das der Fall ist, werde nicht frustriert und stelle keine unrealistischen Erwartungen an den anderen. Sei einfühlsam, was die Gefühle und den Reifegrad deines Partners in diesem Bereich betrifft. Lasse sie oder ihn wissen, wie sehr du ihre oder seine Beiträge und Übereinstimmung im Gebet schätzt. Gebet ist eine Form von Innigkeit und wird Einheit und Einklang in deine Beziehung bringen. Sei ermutigend bei den kleinen Anfängen, und du wirst Fortschritte sehen. (Röm. 8, 26) 2. Nehmt euch Zeit. Gebet in einen arbeitsreichen Zeitplan einzubauen birgt Herausforderungen in sich. Versucht, euren Wecker um einige Minuten früher zu stellen. Plant etwas Zeit am Wochenende ein oder betet, bevor ihr ins Bett geht. Seid flexibel, aber treu, und ihr werdet sehen, dass euch eure Zeit als Vielfaches zurückerstattet wird! (Gal. 6, 7) 3. Experimentiert. Wechselt euch dabei ab, etwas zum Gebet 11
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beizutragen und zu entscheiden, für was ihr betet. Macht euch eins im Geist. Geht über die vier Wände eures Heims hinaus und betet über aktuelle Themen, die eure Gemeinde, eure Stadt und euer Land betreffen. (Apg. 6, 4) 4. Betet – und haltet euch nicht gegenseitig Predigten. Vermeidet die Versuchung, die Gebetszeit dazu zu benutzen, die Probleme des Partners anzugehen. Wenn es etwas gibt, mit dem ihr nicht übereinstimmt, findet eine gemeinsame Basis und betet darüber. Konzentriert euch auf Jesus und nicht auf euren Partner. Lasst nicht zu, dass der Teufel euch mit Belanglosigkeiten von eurem Gebetskurs abbringt! Betet Gott am Ende eurer Gebetszeit gemeinsam an und dankt Ihm dafür, dass Er eure Gebete hört und sie beantwortet. (Phil. 3, 14)
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Mann und Frau haben Anteil an Gottes Werk Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist! Epheser 5, 17
1. Teilt die Berufung. Beide Partner sind dazu berufen, Christus und seiner Gemeinde zu dienen. Damit das effektiv geschieht, muss jeder auf die Stärken des anderen bauen und seine oder ihre Schwächen ausgleichen. Wenn dein Partner in einem bestimmten Bereich Mangel hat, halte dich nicht damit auf – baue ihn oder sie auf und tue, was du kannst, um zu helfen. 2. Verbringt Zeit zusammen. Stellt sicher, dass ihr immer für den anderen zu erreichen und zu sprechen seid. Es muss offene Kommunikation bestehen. Vergesst einander in der Geschäftigkeit eures Dienstes nicht. Es kann und muss ein Gleichgewicht gewahrt werden. 3. Seid offen. Abgesehen von dem, was euch in Seelsorgegesprächen anvertraut wurde, solltet ihr keine Geheimnisse voreinander haben. Teilt euch eure Sorgen und eure Hoffnungen mit. Lasst einander an den täglichen Dingen eures Lebens teilhaben. 4. Respektiert die Grenzen des anderen. Wenn es der Gemeinde oder dem Ehepartner erlaubt wird, die Grenzen der anderen niederzutrampeln, wird Verwüstung die Folge sein. 5. Erkennt an, dass ihr miteinander verheiratet seid und Freude und Befriedigung darin findet, dem Herrn zu dienen. Wenn die Kombination der oben genannten Dinge in eurer Ehe wirkt, werdet ihr erkennen, dass ihr bei jeder Unternehmung Seite an Seite gehen könnt, sei es zu Hause oder in der Gemeindearbeit. Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Epheser 5, 31
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Stärke deine Ehe Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlaß für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe! Galater 5, 13
Zu effektiver Kommunikation gehört gutes Zuhören ebenso wie gutes Sprechen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Nachstehend sind zwölf praktische Vorschläge aufgelistet, wie man eine gute eheliche Kommunikation entwickelt und aufrechterhält: 1. Wenn es Probleme gibt, muss jeder bereit sein zuzugeben, dass er/sie Teil des Problems ist. (1. Mo. 8, 8–19; Spr. 20, 6) 2. Jeder muss bereit sein, sich zu ändern. (Joh. 5, 6; Mt. 5, 23– 36) 3. Vermeide es, emotionsgeladene Worte zu benutzen, wie: „Du liebst mich nicht wirklich“, „Immer machst du …“, „Nie machst du etwas richtig“, „Das ist mir egal“. 4. Übernimm die Verantwortung für deine Gefühle, Worte, Handlungen und Reaktionen. Beschuldige nicht die andere Person dafür. Du wurdest zornig, hast rumgewettert, wurdest deprimiert usw. (Gal. 6, 5; Jak. 1, 13–15) 5. Grabe alte Streitfragen nicht wieder aus. (Eph. 4, 26) 6. Kümmert euch jeweils nur um ein Problem. Löst ein Problem und geht dann zum nächsten über. (Mt. 6, 34) 7. Kümmert euch um die Gegenwart und nicht um die Vergangenheit. Hänge ein Schild mit der Aufschrift: „Fischen verboten!“ über die Vergangenheit, es sei denn, es hilft euch dabei, eure gegenwärtigen Probleme zu lösen. (Phil. 3, 12–14) 8. Konzentriert euch auf das Positive statt auf das Negative. (Phil. 4, 8) 9. Lerne, auf nicht-verbale Art und Weise zu kommunizieren. (Mt. 8, 1–2, und 14–15; Ps. 32, 8)
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10. Teilt einander eure Gedanken und Sorgen mit. Berichtet über eure Aktivitäten. Hört zu, versteht und reagiert auf die Bedeutung hinter dem, was der andere sagt. Wenn er an die Decke geht, sagt er vielleicht: „Ich hatte einen schrecklichen Tag in der Arbeit. Niemand respektiert mich.“ Wenn sie sagt: „Du liebst mich nicht!“, sagt sie vielleicht wirklich: „Ich brauche dringend Zuneigung. Ich bin ausgehungert nach Liebe.“ (Beispiele von Jesus in Joh. 1, 45–47; Mk. 5, 1–15; Joh. 11, 20–35) 11. Praktiziere Nächstenliebe. Was hättest du gerne, das dein Ehepartner für dich tun soll? Willst du, dass er dir die Wahrheit sagt? Dich nach deiner Meinung fragt? Dir in Zeiten der Not hilft? Sich natürlicher in deiner Gegenwart verhält? Dir für deine Hilfe oder deine Dienste dankt? Nun, dann tu dasselbe für ihn. (Mt. 7, 12) 12. Praktiziere die Prinzipien, die in Lk. 6, 35 festgehalten sind: Tut Gutes, tut, was anderen hilft, und leiht, ohne etwas wieder zu erhoffen (freie Wiedergabe durch den Autor).
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Geistliche Innigkeit für Paare … indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt! Sagt allezeit für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus! Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi … Epheser 5, 19–21
Eine gegenseitige geistliche Vertrautheit ist lebenswichtig für eine Ehe, doch sie kommt nicht von selbst. Es gibt Ängste zu überwinden. Es gibt geschlechtliche Unterschiede, mit denen man sich befassen muss – Männer wollen Dinge in Ordnung bringen, Frauen möchten einfach mitteilen, was in ihrem Leben vor sich geht. Nachstehend sind einige Methoden aufgeführt, wie man diese Barrieren überwinden kann. 1. Fasst Ängste in Worte und betet. Wenn wir Ängste ignorieren, wachsen sie zu Monstern heran. Lernt es, einander einfach zuzuhören, und ihr werdet darin wachsen, euch selbst und euren Ehepartner besser zu verstehen. Beginnt damit, täglich einen bestimmten Vers für den anderen zu beten. Teilt Anliegen miteinander und betet laut zusammen. „Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung“ (Jak. 5, 16). 2. Fastet. Lasst eine Mahlzeit aus und verbringt Zeit im Gebet miteinander. Dazu braucht ihr nicht einmal am selben Ort zu sein. Esst an einem Wochentag im Büro nicht zu Mittag, sondern verbringt die Zeit im Gebet und sprecht dann abends über eure Erfahrungen. „Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist …“ (Apg. 13, 2). 3. Konzentriert euch auf Anbetung. Entschließt euch dazu, mindestens fünf Minuten bevor der Lobpreis beginnt, in der Gemeinde euren Platz einzunehmen. Statt mit denjenigen um euch herum zu plaudern (das könnt ihr nach dem Gottesdienst
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tun), bereitet eure Herzen auf die Anbetung vor. Wenn ihr geht, sprecht lieber darüber, was Gott zu euch gesagt hat, statt die Predigt oder die Musik zu kritisieren. Haltet euren Blick auf Gott gerichtet. Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten. Johannes 4, 23–24
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