Kommunikation, Sex & Geld Die drei h채ufigsten Beziehungsprobleme zwischen Mann und Frau
Edwin Louis Cole
Titel der Originalausgabe: COMMUNICATION, SEX & MONEY/German Aus dem Englischen 端bersetzt
Alle Rechte der deutschen Ausgabe bei:
Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn ISBN 3-931484-12-2 Copyright 速 1987 by Edwin Louis Cole Originally published in English by Albury Publishing P.O. Box 470406 Tulsa, Oklahoma 74147-0406 under the title Communication, Sex & Money
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages
Inhalt Einleitung.......................................................................................5 1 2
Der Mann – geschaffen zur Ehre Gottes............................9 Die Einzigartigkeit der Frau.............................................15
Teil I: Kommunikation 3 4 5 6 7 8
Kommunikation mit Gott................................................21 Dein Wort ist dein Pfand.................................................25 Das Wort des Bundes für die Ehe....................................35 Worte, Gesten und Geist.................................................43 Taten...............................................................................51 Von Geist zu Geist..........................................................59
Teil II: Sex 9 10 11 12 13
Sex ist heilig....................................................................71 Jungfräulichkeit ist herrlich.............................................79 Der Dienst der Befreiung................................................87 Gott hat Sex schön gemacht...........................................95 Die beschnittene Ehe....................................................105
Teil III: Geld 14 15 16 17
Herr oder Knecht..........................................................115 Geben und Nehmen.....................................................125 Eine Liebesschuld.........................................................133 So investiere ich richtig................................................139
Schlußgedanken 18 19
Aber die Liebe ist am größten.......................................153 Tu’s!..............................................................................161
Einleitung Wir leben in einer Zeit der zerrütteten Familien, gewalttätigen oder passiven Väter, Frauenbewegungen, Schlüsselkinder, des Gesellschaftsdrucks, der Genmanipulation, Designerdrogen, Straßenkinder und „Instant-Christen“. Es ist eine verdrehte Welt, in der wir heute leben. Kompromiß ist heute der Regelfall, unsere Gesellschaft kümmert sich um das Erscheinungsbild, nicht um die Probleme. Dadurch leiden wir unter einer Leiterschaft, die zwar ein starkes persönliches Charisma hat, aber jeglichen rechtschaffenen Charakter vermissen läßt. Selbst ein Nachrichtensprecher mußte in diesen Tagen eingestehen: „Die Massenmedien schaffen einen Markt der Durchschnittlichkeit“. Die Verdrehung von Wahrheit und Prinzipien wird ungestraft dargestellt. Diese Generation braucht richtige Männer, bekommt statt dessen aber „Waschlappen“. Was die Welt nicht mehr kontrollieren kann, wird entkriminalisiert und legalisiert, und das, womit die christlichen Gemeinden nicht mehr umgehen können, wird mit rationalen und psychologischen Argumenten erklärt. 130.000 Schüler der amerikanischen Oberstufe geben öffentlich zu, sich täglich mit Drogen „high“ zu machen, und etwa 1.000.000 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren leben in Amerika auf der Straße, weil sie von daheim weggelaufen sind. Davon sind 70% Weiße und 20% Schwarze. Eine Umfrage bei 469 amerikanischen Pastoren ergab, daß 60% kein Problem in vorehelichem Sex sehen, 90% der Überzeugung sind, es sollte keine legalen Mittel gegen außerehelichen Sex geben und 70% meinen, daß Homosexualität kein ausreichender Grund dafür ist, jemandem die Ordination in den vollzeitlichen Dienst zu verweigern. 5
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Familien mit alleinerziehendem Elternteil haben sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Demnach werden jetzt etwa ein Viertel aller amerikanischen Haushalte von alleinerziehenden Eltern betreut, 90% davon sind Frauen. Obwohl Amerika wohl die reichste Nation der Welt ist, entwickelt sich Selbstmord zu einer der häufigsten Todesursachen unter Jugendlichen und zur vielgepriesenen Möglichkeit, im Alter sein Leben zu beenden. Allein im Staat Kalifornien erhalten mehr als 400.000 Frauen staatliche Unterstützung, weil die Väter der Kinder ihre Familien verlassen haben. Als besonders pervers ist zu betrachten, daß viele der Leute, die gegen die Todesstrafe demonstrieren, sich auf der anderen Seite für Abtreibung stark machen. Es wurde so lange Wortklauberei betrieben, bis Nachgiebigkeit, Passivität und Friedensbemühungen oft nur noch als schöne Umschreibung für Feigheit benutzt werden. Samenbanken, Leihmütter, Hollywood’s Verherrlichung von Hurerei, Pornostars, Herpes, AIDS und Kondome – nicht Enthaltsamkeit – sind Normalität in einer abnormalen Gesellschaft. Anlagegeschäfte gehen inzwischen mit kriminellen Machenschaften Hand in Hand. Im Fachjargon wird inzwischen das Wort „Schlichten“ als Bezeichnung für Insiderhandel benutzt, was nichts anderes als Betrug bei Aktiengeschäften ist. Wir leben in einer Zeit, in der die Männer sich erheben und wirklich Männer sein müssen. Unsere Welt benötigt sie, Frauen sehnen sich nach ihnen und Kinder brauchen sie dringend. Wir können ohne sie nicht leben.
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Einleitung
Das Einzige, was sich Frauen von Männern wünschen ist, daß sie richtige Männer sind. Gleichermaßen sehnen sich die meisten Männer danach, als wirkliche Männer zu handeln. Trotzdem versteht ein Großteil der Männer nicht, was es bedeutet, ein Mann zu sein. Ich habe sogar einige Bücher gelesen, die den Männern rieten, bestimmte Sachen nicht zu essen, da diese „unmännlich“ seien. Tatsächlich verhält es sich aber so, daß Männer, die selbstsicher in ihrer Männlichkeit sind, alles essen können, was sie wollen. Die Antwort auf dieses ganze Problem liegt nicht darin, sich wieder den alten Western-, Action- und Kriegsfilmen zuzuwenden, die einen Machogeist zurückbringen, sondern Bekehrung ist notwendig, um Perversion zu korrigieren. Die Männer heutzutage brauchen die Wahrheit über Männlichkeit. Wahrheit ist das kostbarste Gut im Leben. Ein Mann aus Florida schrieb mir: „Mein ganzes Leben lang wollte ich ein Mann sein. Nach 30 Jahren Militärdienst bin in pensioniert worden, seit 28 Jahren bin ich verheiratet, und in all den Jahren hat mir nie jemand erklärt, was es heißt, ein Mann zu sein. Ihr Buch hat mein Leben total verändert. Zum ersten Mal in meinem Leben verstand ich, was ein richtiger Mann ist und wie ich so ein Mann sein konnte. Vielen Dank.“ Das allein ist Grund genug für mich, dieses neue Buch zu schreiben. Es gibt Wahrheiten, die du als Mann heute wissen mußt. Es ist die Wahrheit, die dich freisetzen wird, der Mann zu sein, zu dem Gott dich geschaffen hat. Wahrheit muß in Liebe vermittelt werden. Ja, Liebe ist sogar das Kriterium, um die Wahrheit sagen zu können. Während der Vorbereitungen zu diesem Buch ließ ich die Briefe, die wir in unserem Büro erhalten hatten, analysieren. Mit einer einzigen Ausnahme handelten alle Hauptanliegen von den Themenbereichen Kommunikation, Sex und Geld. Dieser eine Brief handelte von den großen Sorgen, die sich einige um das Wohlergehen ihrer Freunde und Nachbarn in einer verdrehten Welt machten. Das Hauptver7
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langen der Personen, die diesen Brief geschrieben hatten, war, daß sie ihre Geliebten in der richtigen Beziehung zu Gott wissen wollten. Einige andere Themenbereiche in diesen Briefen waren: zerbrochene Ehen, göttliche Führung im tagtäglichen Leben und Drogen. Viele Männer teilten ihre Angst vor der Beziehung mit einer Frau mit, und viele Frauen – die meisten davon verheiratet – gaben zu, nie echte Liebe erfahren zu haben. Die häufigste Beschwerde der Frauen, die uns schrieben, daß ihre Ehe unbefriedigend sei, war, daß ihre Männer nicht mit ihnen kommunizierten. Gemäß dieser Frauen ist allein mangelnde Kommunikation das wirkliche Versagen der Männer. Selbst unverheiratete Frauen fanden es schwierig, mit Männern Gespräche zu führen. Sie beklagten, daß Männer nicht wußten, wie sie Freunde sein und wie sie eine ernsthafte Unterhaltung führen konnten und was es bedeutet, ein richtiger Gentleman zu sein. Aber unser Gott, der Schöpfer, hat für jedes Problem, das wir schaffen, eine Lösung. Es gibt drei Hauptproblembereiche in jeder Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau: Kommunikation, Sex und Geld. Dabei macht es keinen Unterschied, ob verheiratet oder nicht. In dieser verdrehten Welt gibt es ein paar fundamentale Wahrheiten, die dir in allen drei Bereichen helfen können. Ich bete, daß die folgenden Seiten dir helfen werden, dein Leben zu verändern.
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1 Der Mann – geschaffen zur Ehre Gottes Ruhm kommt manchmal in einem Augenblick, aber Größe braucht Weile. Männer wurden geschaffen für Größe, jedoch geht ihre eigentliche Bestimmung noch über Größe hinaus; Männer wurden zur Verherrlichung Gottes gemacht. Die zurückliegenden zwanzig Jahre meines Lebens habe ich Männern gewidmet. Dabei erlebte ich eine „neue Erweckung“ im Leben von Hunderttausenden von Männern überall auf der Welt. Sie begriffen, zu welcher Art Mann-Sein sie geschaffen worden sind. Es gab dabei viel zum Schmunzeln. Auf einer unserer Konferenzen für Männer stellte mich der Veranstaltungsleiter mit folgenden Worten einer Gruppe von Männern als Redner vor: „Als Herr Cole vor einem Jahr bei uns war, war einer der Teilnehmer so begeistert davon, ein `voller Mann zu sein, daß er noch am selben Tag seiner Frau erklärte, was für eine Art von Mann er nun wäre und wie sie sich darauf einzustellen hätte. Sie teilte seine Begeisterung nicht so, wie er erhofft hatte. Die Diskussion wurde sehr heftig und kühlte erst wieder ab, als er sie schließlich dazu bewegen konnte, auf ihre Knie zu gehen. Nun lag sie also auf ihren Knien im Schlafzimmer, schaute unter das Bett und forderte ihn auf: Komm raus und kämpfe wie ein Mann!“ Bei der gleichen Veranstaltung erzählte ein Teilnehmer: „Adam stand mit seinen beiden Söhnen am Ufer des Flusses und schaute hinüber nach Eden, von wo sie vertrieben worden waren. Mit starrem Blick 9
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sagte er zu den Jungen: `Schaut euch das an, da haben wir gewohnt, bis die Völlerei eurer Mutter uns um Haus und Hof gebracht hat.“ Wir können zwar witzeln, doch fest steht, daß das Leben manchmal gar nicht witzig ist und unsere Beziehungen auch nicht. Viele Ehen kommen ziemlich dicht an das heran, was man sich in diesem Leben unter Himmel oder Hölle vorstellt. Wir als Männer müssen verstehen, daß Gott sowohl Männer als auch Frauen einzigartig gemacht hat, ganz anders als alle anderen Geschöpfe und sehr unterschiedlich. Ihre Bestimmung und die Rollen im praktischen Leben waren und sind vom Schöpfer unterschiedlich angelegt. Gerade diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern machen es aber manchmal so schwer, die Beziehung aufrecht zu erhalten. Die Unterschiede waren dazu gedacht, Gleichgewicht und Glück in das Leben der Menschen zu bringen, und nicht Spaltung, Belastung, Erniedrigung und Zerstörung. Gott schuf den Mann nach seinem Ebenbild und zu seiner Herrlichkeit, und er schuf die Frau zur Herrlichkeit des Mannes. Im biblischen Schöpfungsbericht erscheint Adam zunächst „allein“. Das Leben als Single kann ein Segen sein, aber Einsamkeit ist gewiß kein Segen. Adams Alleinsein wurde immer mehr zur Einsamkeit, mehr Fluch als Segen. Im Paradies hatte Adam mit Gott Gemeinschaft, aber damit hatte er kein wirkliches Gegenüber, denn Gott ist einzigartig und ohne seinesgleichen. Adam liebte Gott, aber er fand kein Wesen auf Erden, das ihm glich und dem er seine Liebe schenken konnte. Damit Liebe sich ausdrücken kann, muß sie ein Gegenüber finden, dem sie sich schenkt. In seiner Weisheit hat Gott den Adam in tiefen Schlaf sinken lassen und aus einer seiner Rippen eine Frau geformt, das vollkommene Gegenüber für Adam. Adam nannte sie Eva. Gott schuf Eva nicht aus dem Staub der Erde, wie er es bei Adam gemacht hatte, denn er hatte sein Wesen ja schon bei Adam in menschliche Form gebracht. Ein 10
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Geschöpf auf andere Weise hervorzubringen als aus Adam hätte bedeutet, etwas Niedrigeres als Adam zu schaffen. Die Rippe Adams, aus der Gott Eva machte, ist ein Zeichen für bestimmte Wesensmerkmale, die Gott von Adam auf die Frau übertrug. Diese Merkmale, die Gott der Eva verlieh, erkennen wir als das Wesen der Frau. Im Wesen Gottes sind alle menschlichen Wesenszüge bereits angelegt. In Gott sind die allumfassenden Eigenschaften in vollkommener Ausgewogenheit vorhanden: Disziplin und Fürsorge, Festigkeit und Zartheit, Männlichkeit und Weiblichkeit. Die Ehe, die Vereinigung von Mann und Frau zu „einem Fleisch“, stellt die Wiedervereinigung dieser göttlichen Eigenschaften dar, die zunächst in den Mann allein hineingelegt und dann in männlich und weiblich aufgeteilt wurden. Bei der Schöpfung kam die Frau durch den Mann zur Welt, und seitdem kommt in der Fortpflanzung der Mann aus der Frau. Da zeigt sich doch die einzigartige Ausgewogenheit Gottes. Sowohl Männer wie Frauen haben Anteil am Ebenbild Gottes in sich, und jeder einzelne verherrlicht Gott. Obwohl sie Anteile des gemeinsamen Ebenbilds besitzen, haben sie doch eine getrennte menschliche Natur. Der Mann wurde aus dem Staub der Erde geschaffen, die Frau aus der Rippe des Mannes. Deshalb kommt es uns so natürlich vor, daß ein Mann sich schmutzig macht, aber eine Frau nicht. Vielleicht findest du das komisch, aber denk mal darüber nach. Wenn ein Mann Zigarren raucht, flucht und schmutzige Witze erzählt, dann lassen die Leute das als „männliche Art“ durchgehen, aber bei einer Frau würde man ein solches Verhalten nicht tolerieren. Männer und Frauen sind unterschiedlich, und dabei hat jeder einzelne noch seine individuellen Besonderheiten. Ein Mann ist zur Verherrlichung Gottes geschaffen, und die Frau für die Verherrli11
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chung des Mannes. Aber wie kann eine Frau den Mann verherrlichen, wenn der Mann nicht Gott verherrlicht, indem er dem Wesen von Jesus Christus entsprechend umgewandelt wird? Unsere Zeit nennt man gelegentlich auch das Zeitalter des mittelmäßigen Mannes. Damit ist der Mann gemeint, der Autorität haben, aber keine Verantwortung übernehmen will. Durchschnittlichkeit ist der Todfeind der Vortrefflichkeit. Mittelmäßigkeit führt nicht zur Herrlichkeit. Vortrefflichkeit beginnt mit einem hohen Niveau im Geist. Je mehr ein Mann Christus ähnelt, umso größer ist seine Herrlichkeit. Religiosität und Christsein sind nicht dasselbe, ebensowenig wie Reaktionen und Ergebnisse. Mittelmäßige Männer bieten Gott ihre Reaktionen an, aber Gott erwartet von ihnen Ergebnisse. Als Jesus Blinde heilte, bediente er sich bei jedem Wunder einer anderen Vorgehensweise. Die Berührung führte in jedem Fall zum gleichen Ergebnis, aber die Reaktionen waren unterschiedlich. Viele Männer konzentrieren sich heute auf die Vorgehensweisen, statt daß sie sich nach der Berührung ausstrecken. Sie honorieren Reaktionen statt Ergebnisse. Die Vorgehensweise ist zeitgebunden, die Berührung zeitlos. Solche Verwechslungen sind ein weitverbreiteter menschlicher Irrtum. Die Sekretärin tippt „schlachten“ statt „schachteln“. Eine kleine Verwechslung macht einen gewaltigen Unterschied. Statt bleifrei tankst du bleihaltigen Treibstoff, und du ruinierst dein Auto. Erwarte nicht von den Anstrengungen des Fleisches, was nur durch ein Leben im Geist Gottes getan werden kann. Zur Zeit des Alten Testaments wohnte die Herrlichkeit Gottes im Allerheiligsten der irdischen Stiftshütte, die die Israeliten eigenhändig gebaut hatten. Heute, seit Jesus in diese Welt gekommen ist, wohnt die Herrlichkeit Gottes nicht in einem von Menschen hergestellten Zelt, sondern in den Herzen von Menschen. 12
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„Instant-Christen“ erwarten Erlösung, Heiligung und Verherrlichung auf Knopfdruck. Sie wollen nicht erst Zeit einsetzen, Geduld üben, ihren Willen mobilisieren, den Preis bezahlen und den Weg durch das Feuer der reinigenden Kraft Gottes gehen, damit sie mit seiner Herrlichkeit erfüllt werden. Ton wird im Brennofen hart, Stahl wird im rotglühenden Feuer gehärtet. Ein Mann entsteht dadurch, daß das Feuer Gottes die Spreu aus seinem Leben herausbrennt und ihn mit der Herrlichkeit Gottes erfüllt. Ein Chirurg operiert nicht, weil er dem Patienten gern Schmerzen zufügt, sondern weil er die Krankheit haßt und mit allen Mitteln die Gesundheit fördern will. Gott tut alles mit der Absicht, sich uns deutlicher zu offenbaren. Der Mann wurde zur Ehre Gottes geschaffen. Die Frau wurde zur Ehre des Mannes geschaffen. Eine Frau findet Glück und Erfüllung in der Beziehung zu einem Mann, der das Wesen und Abbild der ChristusÄhnlichkeit verkörpert. Gott will, daß du so ein Mann bist.
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2 Die Einzigartigkeit der Frau Gott hat Mann und Frau ein eigenes individuelles und einzigartiges Wesen gegeben. Das macht den einen wie den anderen wunderbar. Die besonderen Wünsche eines jeden werden auf unterschiedliche Weise gestillt. Darin drückt sich die schöpferische Weisheit Gottes aus. Wir müssen die grundlegenden Unterschiede zwischen männlich und weiblich aus biblischer Sicht verstehen. Israels Sünde im Umgang mit Gott beruhte darauf, Gott wie einen Mann zu behandeln. Viele Männer machen den gleichen Fehler und schießen in ihrem Umgang mit einer Frau am Ziel vorbei. Sie behandeln die Frau, als wäre sie ein Mann. Bei der Schöpfung hat Gott Adam in das Reich Gottes gesetzt. Zugleich hat er das Reich Gottes in Adam hineingelegt, als er ihn in den Garten Eden setzte und ihm die Verwaltung der ganzen Welt übertrug. Adam war nach dem Bild und zur Verherrlichung Gottes erschaffen worden. Gott hat ihn in einem Zustand konzentrierter Heiligkeit erschaffen, ohne Sünde, also vollkommen an Geist, Seele und Körper. So war Adam in der Lage, Gottes Gebot zu gehorchen und alles auf der Erde zu benennen, das einen Namen bekommen sollte. Adams Sinn war dazu fähig, weil er unbelastet war. Sünde belastet. Adam war ohne Sünde, also unbelastet. Wenn wir eine Vorstellung von der ursprünglichen Männlichkeit Adams bekommen wollen, brauchen wir nur den zweiten Adam anzuschauen, nämlich Jesus Christus als Mensch. 15
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Mit der Verantwortung, für die ganze Erde zu sorgen, gewann Adam seine größte Befriedigung aus dem Fortpflanzungsprozeß, wie Gott ihn für die Besiedlung der Erde eingerichtet hatte. Als Verwalter der Erde war es Adams Verantwortung, auf die Fortsetzung der Schöpfung zu achten. Seine besondere Natur und sein Verlangen waren im Grunde befriedigt in der Erfüllung seiner Aufgabe als Herrscher über die Erde und mit dem damit verbundenen Prozeß der Fortpflanzung. Daran hat sich seit damals bis heute nichts geändert. Der Mann gewinnt seine größte Befriedigung immer noch in der schöpferischen Tätigkeit als Verwalter dieser Erde. In seiner Arbeit – egal, ob als Landwirt oder Stahlkocher, an der Drehbank oder als Kleiderverkäufer, Manager, Baggerführer oder Vorstandsvorsitzender mit großer Autorität – findet ein Mann seine grundlegende Befriedigung im Leben. Die tiefe Sehnsucht eines Mannes wird im wesentlichen am Arbeitsplatz gestillt. Der Landwirt findet seine Zufriedenheit in dem Reproduktionsprozeß, in der Ernte. Der Kaufmann findet sie, wenn der Kunde sein Produkt oder seine Leistung kauft, der Architekt, wenn aus seinen Plänen das fertige Bauwerk geworden ist, der Buchhalter, wenn seine Bücher der Prüfung standgehalten haben, der Prediger, wenn Menschen seinem Aufruf folgen. So wurden wir Männer gemacht. Daran hat sich nichts geändert. Das Muster für die Begrünung der Erde durch Pflanzen, die sich mit ihrem Samen nach ihrer eigenen Art vervielfältigen, hat Gott auch der menschlichen Vermehrung zugrunde gelegt. Um die Erde zu besiedeln hat Gott einen Reproduktionsvorgang eingerichtet, bei dem der Mann seinen Samen in die Frau pflanzt, und so sollte die Erde voller Menschen werden. Wie am Arbeitsplatz der Prozeß der Herstellung und Ausbreitung von Produkten über die Erde die besondere Natur des Mannes am meisten befriedigt, verhält es sich in seiner Beziehung zur Frau. Das 16
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gleiche Prinzip wirkte in beiden Beziehungen, für die der Mann verantwortlich ist: für die Erde und für die Ehe. Gott hat es so eingerichtet, daß Sex Spaß machen soll, damit der Mann ein Verlangen danach hat und so das Gebot Gottes erfüllt, die Erde zu besiedeln. Der Mann ist nicht gezwungen, Sex zu haben. Sex ist der am meisten befriedigende Aspekt für einen Mann in der Beziehung zu einer Frau. Das ist auch der Grund, warum manche Männer mit dem Lohn am Arbeitsplatz und Sex daheim zufrieden sind und sich nicht noch um viel anderes kümmern. Ein geregeltes Einkommen und Sex – und schon sind manche Männer glücklich und zufrieden. Aber damit sind die Bedürfnisse der Frau nicht gestillt, und der Verantwortung und dem Charakter eines Mannes wird diese Lebensart längst nicht gerecht. Wenn ein Mann es versäumt, die besonderen Bedürfnisse einer Frau zu erkennen, zu verstehen und zu stillen, ist Gefahr im Verzug, für sie und für ihn. Nachkommen sind vielleicht ein Beweis für Männlichkeit, aber nicht für Reife. Jeder Mann muß verstehen, was Liebe braucht und wie sie sich ausdrückt. Liebe ist mehr als Sex. Sex, nur aus der Lust heraus, hat mit Liebe nichts zu tun. Die Frau ist so gemacht, daß sie schön und anziehend ist und geliebt wird. Leider hat der Mann aufgrund seiner Neigung, das Geschöpf anstelle des Schöpfers anzubeten, die natürliche Schönheit der Frau oft verdorben, indem er sie zum Lustobjekt entwürdigt hat, das er nimmt oder kauft, um sich zu befriedigen. Starke Worte, aber wahre Worte. Ebenso wahr ist, daß viele Frauen ihre Fähigkeit, einen Mann zu verführen, gründlich genießen und daß sie durch ihre Verführungskunst Macht über ihn ausüben. Ohne Frauen, die ihre sexuelle Potenz zur Schau stellen, gäbe es keine Pornografie. 17
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Die Befreiungsbewegungen der Frauen haben am Anfang zu Recht den doppelten Standard der Männer abgelehnt. Mit der Zeit sind sie leider zur allgemeinen Rebellion gegen Männer schlechthin geworden. Es ist zu begrüßen, wenn Frauen den männlichen Chauvinismus ablehnen, denn die Frau war nie als Opfer der räuberischen Leidenschaften und Lüste einiger Männer gedacht. Abgrenzung und Ablehnung sind oft angebracht, aber niemals Rebellion. Das Bestehen und weitere Anwachsen der Frauenbewegung unterstreicht eine wichtige Tatsache: Frauen haben es satt, mißverstanden und mißbraucht zu werden. Männer müssen lernen, der besonderen Art einer Frau gerecht zu werden. Alleinstehende und verheiratete Männer müssen das Wesen beider Geschlechter kennen und verstehen, aber viele erkennen nicht einmal ihr eigenes männliches Wesen. Männer jammern, daß sie die Frauen nicht verstehen, aber oft verstehen sie sich selbst einfach nicht. Eine Frau falsch verstehen bedeutet, sie falsch einzuschätzen und falsch zu behandeln. Deshalb haben jahrhundertelang Frauen unter männlicher Vorherrschaft gelitten. Christlicher Glaube ist die einzige Religion, die die Frau auf den Platz gehoben hat, den Gott ihr ursprünglich zugedacht hatte, nämlich als Miterbin an der Seite des Mannes. Die Einzigartigkeit einer Frau übt die größte Anziehungskraft auf den Mann aus und stellt ihn vor die größte Herausforderung.
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