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Dieses Heft möchte Sie, liebe Kursteilnehmerin/lieber Kursteilnehmer, einladen, das Volk Israel zu begleiten auf seinem Weg von der Exilszeit bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. Vielleicht kennen Sie diesen Weg bisher nur wenig oder gar nicht; dann wird Ihre bibelkundliche Reise möglicherweise nicht ganz einfach, aber umso interessanter. Zwei Geschichtsbücher (Esra, Nehemia) beschreiben Ihnen den Weg durch die Jahrhunderte, dazu neun Prophetenbücher. Zur besseren Übersicht finden Sie unten rechts eine kleine Zeittafel. Einige wichtige Daten sind schon eingetragen (alle Jahreszahlen natürlich »vor Christus«): 597

Erste Deportation (= Verschleppung): Der babylonische Herrscher Nebukadnezar nimmt Jerusalem (kampflos) ein, plündert den Tempel und führt die Oberschicht des Volkes nach Babel (Priester, Handwerker, Soldaten usw.). 2 Kön 24,10-16 berichtet darüber.

587

Zweite Deportation: Nebukadnezar ärgert sich, dass Juda ein Bündnis mit der anderen Großmacht Ägypten anstrebt; er erobert Jerusalem, zerstört den Tempel und führt große Teile des Volkes in die Gefangenschaft (2 Kön 25).

Wie geht die Geschichte weiter? Zwei Daten sollen Sie kennenlernen: 539

Der Perserkönig Kyrus erobert das babylonische Reich; die babylonische Herrschaft ist zu Ende.

538

Kyrus lässt die ins babylonische Exil verschleppten Juden wieder frei: Sie dürfen in ihr Land zurückkehren und Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. Nein, keine Angst! – der Bibelkurs wird kein Geschichtsunterricht; Sie sollen nur die wichtigsten Daten erfahren, um die biblischen Bücher besser zu verstehen.

• Die Kapitel 1–6 des Buches Esra berichten, was nach

538 bis 515 (Weihe des neuen Tempels) geschah; die Kapitel 7–10 führen in die Zeit ab 458.

597

1. Deportation

587

Zerstörung Jerusalems, 2. Deportation

• Das Buch Nehemia schildert den Bau der Stadtmauer Jerusalems – etwa 445–433.

Babylonisches Exil

Zeichnen Sie in die Zeittafel bitte die Berichtszeiträume der beiden Geschichtsbücher ein. Tragen Sie dann bitte auch die Wirkungszeit einiger Propheten ein (am besten in verschiedenfarbigen Linien):

539

• Hesekiel wirkte von 593 bis etwa 571.

538

Die Erzählungen des Buches Daniel führen in die Zeit des babylonischen Exils, also zwischen 587 und 538 v. Chr.

515

Der Perserkönig Kyrus erobert Babylon Edikt des Kyrus: Juden dürfen heim Tempelweihe

500

• Der Prophet, der in Jes 40–66 zu Wort kommt, verkündigte nach 550 v. Chr.

• Die Propheten Haggai und Sacharja wirkten um 520, also zu der in Esra 1–6 geschilderten Zeit.

450 Bau der Stadtmauer in Jerusalem

• • Maleachi verkündigte vermutlich irgendwann zwi Wann Joel und Obadja wirkten, ist ungewiss. schen 500 und 450.

Ihre Einträge

400

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Hesekiel Kennen Sie Hesekiel? den dritten der »großen« Schriftpropheten, der (vielleicht gerade 30-jährig) mit einem Teil seiner Landsleute unter ihrem König Jojachin in die Nähe der damaligen Welthauptstadt Babylon verschleppt wurde (597 v. Chr.), der als Heimatvertriebener den Beruf seines Vaters, den er wohl erben sollte, nicht übernehmen konnte, der in der Fremde leben musste, etwa 450 km von Jerusalem entfernt (der Weg um die Wüste herum war noch viel weiter), der erstaunliche Erfahrungen machte mit Augen und Ohren, die sein Leben grundlegend änderten, der 7 Jahre lang Furchtbares sagen musste – Gericht, Warnung, Zerstörung, der seine Frau auf tragische Weise verlor, der dann aber auch weitersehen konnte: sein Volk wieder heimkommend, von Gott gesammelt, neues Leben in toten Gebeinen, den neuen Tempel, frisches Wasser, das sogar das Tote Meer wieder lebendig macht.

• • • • • • • •

Diese Zeilen sollen Sie nicht abschrecken, sondern gespannt machen auf das Buch des Propheten Hesekiel (ökumenisch: Ezechiel). Bevor Sie weiterlesen, forschen Sie bitte selbst an folgenden Stellen: Hes 1,1-3; 24,15-27; 36,23-28; beantworten Sie dann bitte folgende Fragen:

• Wo wurde Hesekiel zum Propheten berufen?

_______________________________________________

• Wann geschah das? • Wie hieß der Vater Hesekiels?

_______________________________________________

Und welchen Beruf übte er aus?

• Für welches katastrophale Ereignis

ist der Tod seiner Frau ein Zeichen?

• Was kündigt Hesekiel nach der

Katastrophe an?

Hinweise:

_______________________________________________ _______________________________________________ _______________________________________________

1. Der Name »Hesekiel« bedeutet »Gott ist stark«. 2. Die 1. Deportation (Wegführung) war 597 v. Chr.; das »fünfte Jahr danach« war dann nach jüdischer Zählung 593 v. Chr. 3. Kebar war vermutlich ein Seitenkanal des Euphrat.

Nun haben Sie schon einiges über Hesekiel erfahren; hier folgt zusammengefasst, was Sie über den Propheten wissen sollten:

• Hesekiel wurde im Jahr 597 v. Chr. bei der 1. Deportation nach Babel geführt. Er hat den

Priesterdienst seines Vaters, die außenpolitischen Spannungen, die Belagerung Jerusalems durch das Heer Nebukadnezars und die Plünderung des Tempels miterlebt. Fünf Jahre später, 593, wurde er zum Propheten berufen. Er wirkte bis etwa 571. In der Ferne hörte er von den politischen Entscheidungen des Königs Zedekia in Jerusalem und erhielt schließlich die Nachricht von der Zerstörung Jerusalems (587) und von der 2. Deportation. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Hesekiel fast ausschließlich das Gericht Gottes anzusagen (Kap. 4–32). Nach 587 änderte sich die Botschaft des Propheten: Er konnte nun im Auftrag Gottes neues Heil ansagen (Kap. 33–49). Wie die beiden großen Teile des Hesekielbuches – Gericht (4–32) und Heil (33–48) – gegliedert werden können, sehen Sie auf der nächsten Seite.

• • • •

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•

Hesekiel sieht den Thronwagen Gottes mit den vier Gestalten

•

Gott beauftragt Hesekiel; der Prophet muss die Buchrolle essen

• 3

Der Prophet wird zum Wächter über Israel bestellt

1–3 Berufung 1 2

• •

4–24 Gottes Gericht 4 (bis 5,4) Das Gericht über Jerusalem (Zeichenhandlung) über Jerusalem 8–10 Gräuel im Tempel; das schreckliche Gericht; Gottes Herrlichkeit

•

(11,14–12,12) Gericht über die Obersten; Verheißung des neuen Geistes; Gottes Herrlichkeit zieht aus dem Tempel aus; Zeichenhandlung: Loch durch die Wand

• 15 • 16 • 17

Gleichnis vom unbrauchbaren Rebholz

• 24

Bild vom rostigen Topf; Tod der Frau; Zerstörung Jerusalems

11

25–32 Gericht über die Völker 33–39

40–48

Der neue Tempel

•

Gegen die schlechten Hirten Israels: Gott ist der Hirte, der das Verlorene wieder sammeln und einen neuen Hirten erwecken wird

• 36 • 37

Gott, der Herr, wird Israel wieder suchen

• 40 • 43

(V. 1-7) Beginn der Geschichte

• 47

(V. 1-12) Der wunderbare Strom aus dem Tempel

Nicht nur Israel, auch die Nachbarvölker, die Israel zum Götzendienst und zur falschen Bündnispolitik bewegten, werden gerichtet: Ammon, Moab, Edom (25), Tyrus (26–28), Sidon (28), Ägypten (29–32) Hesekiel wird neu zum Wächter über Israel bestellt (vgl. Kap. 3) – jetzt, nachdem Jerusalem gefallen ist

34

Bild vom Zedernwipfel und vom Weinstock (gegen das Bündnis Zedekias mit Ägypten; Gott wird wieder ein neues Reis pflanzen)

•

Rettung und Er- 33 neuerung Israels

(vgl. 23) Hurerei Jerusalems: geschichtlicher Rückblick

Das Feld der Totengebeine – Leben kommt wieder in sie!

(V. 1-12) Die Herrlichkeit des Herrn zieht wieder in den Tempel ein

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Die Gliederung auf S. 3 will Ihnen die großen Abschnitte des Buches Hesekiel vorstellen, dazu einige – mit einem Punkt gekennzeichnete – Kapitel, die Sie lesen sollten. Folgende Erklärungen sollen Ihre Lektüre unterstützen.

Kap. 1–3: Berufung Hesekiel sieht Erstaunliches kommen – feurig, glänzend, rauschend, bewegt, blendend, überwältigend: Gottes Herrlichkeit. In Wind, Wolken und Feuer (= Zeichen der Gegenwart Gottes) naht sich ein Thronwagen. Vier menschenähnliche Wesen bilden ihn; jedes hat vier Flügel und trägt vier Gesichter – Mensch, Löwe, Stier, Adler. Hesekiel sieht, wie der Wagen, den die Wesen mit ihren Flügeln bilden, sich bewegt, mit ihm die vier ineinander gefügten Räder voll glänzender Augen. Der Prophet beschreibt die Wesen ausführlich; erst danach wagt er, von der Gestalt zu reden, die auf dem Thronwagen sitzt: Gott selbst in gleißendem Lichtschein, Feuer und Glanz. Nur andeutend kann Hesekiel die Herrlichkeit des Herrn beschreiben. Können Sie sich denken, warum es für Hesekiel sehr wichtig war, die Herrlichkeit Gottes zu sehen?

Hesekiel hat bis jetzt gesehen; nun hört er seinen Auftrag: »Du sollst ihnen meine Worte sagen« (2,7). Er muss die Schriftrolle voller »Klage, Ach und Weh« (2,10) essen, sich einverleiben, verinnerlichen. Er erfährt: Sein Auftrag wird schwer; aber der Herr sorgt für ihn. Der Geist führt ihn zu den Verbannten am Fluss Kebar. Hesekiel soll ab jetzt »stumm« (3,26) sein – das bedeutet: Er soll ab jetzt nur noch für Gottes Auftrag und seine Botschaft da sein. Weder menschlicher Trost noch Beschwichtigung soll über seine Lippen kommen. Wann öffnet Gott dem Propheten wieder den Mund? Hes 33,2 f gibt Auskunft. Eine solch ausführliche Prophetenberufung begegnet uns nur bei Hesekiel – mit gutem Grund: Der in die Ferne verschleppte Hesekiel sieht Gottes Herrlichkeit – und erfährt damit: Gott ist nicht an Jerusalem gebunden. Er ist auch hier im babylonischen Reich der Herr! Seine Herrlichkeit ist nicht allein im Allerheiligsten des Tempels zu suchen, sondern auch hier bei den Gefangenen. Er lässt sie nicht im Stich.

Kap. 4–32: Gottes Gericht über Israel und die Völker Auf S. 3 sind die Kapitel angegeben, die Sie lesen sollten – auch wenn Sie nicht gleich alles verstehen. Eine Erklärung aller Einzelheiten würde hier im Bibelkurs zu weit führen; einige Beobachtungen sollen genügen. Notieren Sie aber, was Sie am nächsten Kursabend besprechen wollen.

• Hesekiel muss das Gericht über Israel und seine Nachbarvölker in aller Schärfe ansagen.

Jerusalem wird untergehen. Israel gehorchte nicht. Im Bild der Hurenweiber malt der Prophet Götzendienst und Untreue drastisch vor Augen. Stuttgarter Bibelkurs, Heft 14 Seite 4

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• Seine Verkündigung muss Hesekiel durch eindrückliche, oft krasse Zeichenhandlungen unterstreichen, zum Beispiel: • Er soll mit Ziegelstein und Eisenplatte die Belagerung Jerusalems darstellen. • Er darf täglich nur 20 Lot (ca. 240 g) Brot essen – zum Zeichen der knappen Rationen während • • der Belagerung Jerusalems. • Er muss ein Loch in seine Hauswand schlagen und mit Wandergepäck davoneilen; so wird • König Zedekia aus Jerusalem fliehen. • Der Tod der Frau wird zum Zeichen für den Untergang Jerusalems. (vgl. Kap. 4; 12; 24. Kennen Sie noch weitere Zeichenhandlungen?)

Kap. 33–39: Rettung und Erneuerung Israels Eine neue Situation: Jerusalem ist gefallen (33,21 f; vgl. 24,26). Hesekiel wird jetzt aufs Neue zum Wächteramt bestimmt. In Kap. 34 verbinden sich Gericht und Barmherzigkeit Gottes auf tröstliche Weise miteinander: Den schlechten Hirten, die die Herde Israel ins Unglück stürzten, stellt der Prophet den Hirten gegenüber, der sich jetzt selbst seiner Herde annimmt. Gott, der Herr, wird sein Volk wieder sammeln (Kap. 36), wird ihm ein neues Herz und einen neuen Geist geben: »Und sie sollen erfahren, dass ich der Herr bin« (36,38). Kap. 37 gehört zu den ergreifendsten Kapiteln des Buches Hesekiel: Der Prophet sieht ein Feld voller Totengebeine; auf einmal zieht wieder Leben in sie ein, Gottes Odem: Er wird Gräber öffnen, sein Volk sammeln und es wieder in sein Land setzen.

Kap. 40–48: Der neue Tempel Der Prophet wird durch die Hand des Herrn in einer Vision nach Israel geführt; dort sieht er den neuen Tempel, den Bau, die Mauern, die kultischen Einrichtungen – und die Herrlichkeit des Herrn, die wieder in den Tempel einzieht. Nach den Anweisungen für Priesterdienst und Opfer beschreibt Hesekiel den Strom lebendigen Wassers, der aus dem Tempel das Kidrontal hinab ins Tote Meer fließt – ein Strom, der die Wüste blühend und das Tote Meer lebend macht; hier sieht der Prophet in die neue Schöpfung Gottes.

Sie haben jetzt Grundzüge des Buches Hesekiel kennengelernt; die Bedeutung des Propheten lässt sich freilich nicht in wenige Worte fassen; es lohnt sich aber, über zwei Beobachtungen nachzudenken:

• Hesekiel ist der erste (Schrift-)Prophet, der (unfreiwillig) in der Fremde lebt – und dort verkündigt! Dass Gott auch im Exil der Herr ist, dass er dort seine Herrlichkeit zeigt und zu seinem Volk redet – das bezeugt Hesekiel. An drei wichtigen Stellen kommt die »Herrlichkeit Gottes« bei Hesekiel vor. Was ist jeweils über Gottes herrliche Gegenwart ausgesagt? 1,26-28

10,18-22

11,23

43,1-4

• Hesekiel sagt zuerst Gericht, dann – nach der Katastrophe – Heil an. Dass Gottes Weg mit seinem Volk ins Gericht, aber nicht in den völligen Untergang führt, das darf Hesekiel verkündigen: Gott führt sein Volk weiter.

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Stellen Sie sich vor: Hesekiel hat gerade am Fluss Kebar gepredigt; jetzt drängen sich babylonische Journalisten und jüdische Gelehrte um ihn und überhäufen ihn mit Fragen – was wird Hesekiel antworten?

Welchen Beruf hatte Ihr Vater? igen unfäh r e d s? ichts Volke s s e e g r n h ft I Sie a Zukun ehen e s i e d i W els « Isra n e t r i »H

Wie

em Loch in war das mit d

Welch e sahen Bedeutung Sie Ihrer F im Tod rau? Was wird aus dem Land Ihrer Väter werden – aus Israel?

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Was sagen Sie zum Tempel in Jerusalem? Gibt es einen neuen?

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Daniel Der Staat Juda am Ende; Israeliten verschleppt in fernes Land; ein Volk, zerrissen und in der Fremde – eine traurige Lage! Auch hoffnungslos? Ohne Zukunft? Führt der Weg Judas – wie der vieler Völker mit ähnlichem Schicksal – in den Untergang? In die Auflösung? Stellen Sie sich bitte vor: Zwei alte Juden unterhalten sich – um 580 v.Chr. irgendwo im babylonischen Reich. Was bewegt sie? Welche Fragen stellen sie? Folgende zwei Fragen drängten sich vermutlich immer wieder auf: 1. Lohnt es sich noch, an Gott zu glauben und seine Gebote zu halten? 2. Was wird mit seinem Volk geschehen – inmitten der Großmächte der Welt? Wer behält die Fäden der Geschichte in der Hand? Diese Fragen wurden nicht allein in den Jahrzehnten des babylonischen Exils gestellt. Sie blieben die Existenz- und Glaubensfragen des Volkes Israel durch die weiteren Jahrhunderte hindurch; denn auch nach dem Ende der Exilszeit (539 v. Chr.) blieben viele Juden in fremden Landen; und Juda/Israel wurde (abgesehen von einigen Jahrzehnten im 2. Jahrhundert v. Chr.) nie mehr ein selbstständiger Staat, sondern gehörte stets zum Herrschaftsgebiet einer Großmacht. Das Buch Daniel antwortet auf diese beiden Fragen. Der erste Teil des Buches – Kap. 1–6 – geht eher auf die erste Frage ein; der zweite Teil – Kap. 7–12 – nimmt die Geschichte der Völker ins Blickfeld – und weist auf den, der sie lenkt. Stuttgarter Bibelkurs, Heft 14 Seite 6

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Daniel und seine drei Freunde am Hof Nebukadnezars: Sie halten an jüdischen Speisevorschriften fest und sehen doch besser aus als andere.

2

Nebukadnezars Traum: Nur Daniel kann den Traum erzählen und deuten: Der Koloss mit den tönernen Füßen stellt vier Weltreiche dar; sie werden vergehen – Gott wird sein Reich aufrichten.

3

Die drei Freunde Daniels weigern sich, ein goldenes Standbild anzubeten. Sie werden in den Feuerofen geworfen und dort wunderbar bewahrt.

4

Ein Schreiben Nebukadnezars. Daniel deutet dessen Traum vom Baum, und das Geträumte wird Wirklichkeit.

5

Belsazars Gastmahl und die Schrift an der Wand: Mene mene tekel u-parsin! Daniels Deutung und Belsazars Tod.

6

Daniel betet zu seinem Gott – trotz des Verbots. In der Löwengrube wird er wunderbar bewahrt.

7

Daniels Gesicht (Vision) von den vier Tieren, den zehn Hörnern, dem uralten Herrscher auf dem Thron und dem Menschensohn

8

Daniels Gesicht vom Widder und Ziegenbock

9

Deutung der »70 Jahre« (Jer 25,11 f); Daniels Bußgebet

10

Kämpfe der Völkerengel; Anbruch der Endzeit

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Geschichte vom Perserreich bis zu den Diadochenreichen

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Michael bricht auf! Endkampf und Heilszeit

Kennen Sie schon einige Geschichten aus dem Buch Daniel? Lesen sollten Sie jetzt am besten das ganze Buch, auf jeden Fall die Kapitel 1–3; 5+6; 7+8; 11+12. Wie antwortet das Buch Daniel auf die zwei Fragen von S. 6? 1. Wer auch in der Fremde und unter Verfolgung auf Gott vertraut und an seinen Geboten festhält, wird bewahrt! Daniel und seine drei Freunde bleiben im Glauben an den Gott Israels standhaft:

• Sie halten an den jüdischen Speisegesetzen fest – und sehen nach dem 10-tägigen Test frischer und gesünder aus als die anderen jungen Leute im Palast (Kap. 1). • Sie weigern sich, das goldene Bild Nebukadnezars anzubeten – und werden im Feuerofen wunderbar bewahrt (Kap. 3). • Daniel betet trotz Verbot und Drohungen täglich zu den im Judentum vorgeschriebenen Zeiten – und bleibt bei den Löwen unversehrt (Kap. 6). • Daniel erlebt, wie Belsazar nicht ungestraft über den Gott Israels spottet und die Gefäße aus dem Jerusalemer Tempel entweiht (Kap. 5).

So erfahren die Juden: Gott ist stärker als die fremden (Groß-)Mächte und ihre anscheinend so gewaltigen Herrscher. Auch sie müssen sich immer wieder der Macht Gottes beugen und ihn als Herrn bekennen (3,28 f; 4,34; 6,27 f). Stuttgarter Bibelkurs, Heft 14 Seite 7

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