Skip to main content

085143

Page 1

PSALMOI DAS BUCH DER PSALMEN von Eberhard Bons, Ralph Brucker, Michaela Bauks, Thomas J. Kraus, Stefan Seiler, Nathalie Siffer-Wiederhold

EINLEITUNG 1 Name, Stellung im Kanon und Umfang Das griech. Psalmenbuch zählt zu den biblischen Schriften, die nicht nur aus der hebr. Sprache übersetzt worden sind, sondern auch in der Hebräischen Bibel ein Äquivalent besitzen. Dieses trägt dort den Namen Sefer Tehillim und ist Bestandteil des jüdischen Kanons der heiligen Schriften (zur griech. Bezeichnung »Buch der Psalmen« vgl. die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). Das Buch der Psalmen, dessen Autorität schon im Neuen Testament unumstritten ist, genießt seit dem Altertum in der christlichen Kirche ein hohes Ansehen und gelangt schließlich ebenfalls in die Sammlung der heiligen Schriften, die Christen aller Konfessionen als kanonisch anerkennen. Im Detail sind freilich Unterschiede erkennbar: Wiewohl der kanonische Rang des Psalmenbuches in den christlichen Kirchen nicht zum Gegenstand der Diskussion geworden ist, bewahrt dieses in seiner griech. Überlieferung eine Textgestalt, die sich von der der Hebräischen Bibel unterscheidet, zum Teil auch von der, die in den Kirchen lateinischer Sprache maßgeblich geworden ist. In diesem Zusammenhang ist besonders auf Abweichungen in der Zählung der Psalmen aufmerksam zu machen, weiterhin auf den das griech. Psalmenbuch abschließenden Psalm 151, der in der Hebräischen Bibel fehlt, in den Qumranfragmenten sowie in einigen Vulgata-Handschriften jedoch enthalten ist. Zu notieren sind weiterhin zahlreiche meist kleinere Zusätze oder Auslassungen in der griech. Überlieferung, die diese nicht mit der hebr. und lat. teilt (vgl. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). Das griech. Psalmenbuch kennt – ebenso wie sein Äquivalent in der Hebräischen Bibel – eine Aufteilung in fünf Bücher. Diese umfassen eine verschieden hohe Anzahl von Psalmen, und zwar Ps 1–40; 41–71; 72–88; 89–105; 106–150. Dabei werden ähnlich wie in der Hebräischen Bibel die ersten vier Psalmenbücher mit Segensformeln abgeschlossen. Sowohl in der Septuaginta als auch in der Hebräischen Bibel stehen diese Formeln jeweils an derselben Stelle, d.h. beide Texttraditionen weisen dieselben Psalmen demselben Buch zu. Die Unterschiede in der Zählung sind lediglich dadurch begründet, dass die Septuaginta die Psalmen 9 und 10 sowie 114 und 115 der Hebräischen Bibel als zusammengehörige Texte ansieht, die Psalmen 116 und 147 der Hebräischen Bibel dagegen in jeweils zwei Texte zerlegt. Der letzte Psalm des griech. Psalmenbuchs, Ps 151, gilt als »außerhalb der Zählung« stehend (vgl. die Überschrift des Textes).


1480

PSALMEN

Was die Komposition und den thematischen Aufriss des griech. Psalmenbuches anbetrifft, sind keine bemerkenswerten Unterschiede zu seiner Fassung in der Hebräischen Bibel festzustellen. Wie in dieser bilden die Psalmen zunächst fest abgegrenzte Einzeltexte, die sich allerdings einer zusammenhängenden, d.h. einzeltextübergreifenden Lektüre nicht verschließen. Ob der griech. Text im Vergleich zum hebr. eine solche Lektüre erleichtert, ist unsicher, ja es ist überhaupt fraglich, ob der Übersetzer die Absicht hatte, einzeltextübergreifend Zusammenhänge zu schaffen, wo sich diese nicht aus der hebr. Vorlage ergaben. Man könnte hier etwa an Leitbegriffe denken, die dem Psalter der Hebräischen Bibel fremd sind, etwa das Vokabular der Hoffnung oder des Gesetzes (vgl. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). Wie auch immer, es ist nicht zu bestreiten, dass sich aus dem griech. Text ähnliche gedankliche Entwicklungen ableiten lassen wie aus dem hebr., etwa wenn man die Königspsalmen 2; 71 und 88 hintereinander liest oder wenn man – noch allgemeiner – auch im griech. Psalter als ganzem den allmählichen Übergang von der Klage zum Lob feststellen kann. Diese Entsprechungen in der Anordnung der Psalmen lassen darauf schließen, dass die Reihenfolge der einzelnen Texte möglicherweise zur Zeit der Entstehung des Septuaginta-Psalters (s. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband) weitgehend feststand – wenigstens in einem Teil der uns bekannten Textüberlieferung. Tatsächlich kennen die Psalmen-Handschriften aus Qumran auch solche Exemplare, die gerade in den beiden letzten Psalmenbüchern die Einzeltexte wesentlich anders anordnen als der Masoretentext und die Septuaginta. Daher muss man annehmen, dass die uns lange Zeit bekannte Gestalt des Psalmenbuches in den beiden letzten Jahrhunderten v.Chr. noch keine uneingeschränkte Anerkennung Geltung fand. 2 Sprache und Übersetzungstechnik Ein systematischer Vergleich der Psaltertexte in der Septuaginta und in der Hebräischen Bibel führt zu dem Ergebnis, dass der Übersetzer mit großer Wahrscheinlichkeit eine hebr. Vorlage besaß, deren Konsonantentext sich nur geringfügig von dem des überlieferten Masoretentextes unterschied. Dies schließt nicht aus, dass die hebr. Vorlage im Umfang hier und dort vom späteren Masoretentext abwich und kleinere Zusätze oder Auslassungen kannte. Gemessen an der Länge des gesamten Psaltertextes fallen diese quantitativen Unterschiede nicht ins Gewicht (vgl. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). Vergleicht man jedenfalls die beiden Psaltertexte Wort für Wort und Vers für Vers, stellt man fast immer fest, dass sich beide Texte in der Reihenfolge der Wörter, oft auch im Satzbau weitgehend entsprechen, ja dass die griech. Übersetzung immer wieder die Satzstruktur des hebr. Textes nachahmt. Somit reiht sich der Septuaginta-Psalter in die Septuaginta-Texte ein, die durch eine starke Nähe zum hebr. Text gekennzeichnet sind. Dies soll anhand der folgenden sieben Beobachtungen konkretisiert werden: 1. Aus der Perspektive der Zielsprache, des Altgriechischen, betrachtet, ist folgende Feststellung unausweichlich: Einige Elemente gerade der Syntax und des Stils, die dem klassischen wie auch dem Koine-Griechisch zu eigen sind, sind dem


PSALMOI

1481

Septuaginta-Psalter weitgehend, wenn nicht völlig fremd. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien nur vier Phänomene genannt: a) Wenn der Septuaginta-Psalter ein Partizip verwendet, folgt er meist dem Vorbild des hebr. Textes. Dass der Übersetzer abweichend von diesem partizipial formuliert, etwa mit einem participium coniunctum, ist eher die Ausnahme (vgl. Ps 3,7; 25,1c; 37,14–15; 48,13a.21a; 49,20a; 65,9b; 72,3b), nicht die Regel. Dementsprechend gering ist auch die Anzahl der genitivi absoluti, für die die hebr. Sprache bekanntlich kein Äquivalent kennt (vgl. Ps 7,3; 86,7; 100,4; 103,28–29). b) Zahlreiche Nebensätze werden mit der Konjunktion o[ti eingeleitet, die in der Regel für die hebr. Partikel yk steht. Daneben begegnen relativ häufig mit eiv oder eva,n gebildete Konditionalsätze (Ps 7,4.5.13 usw., meist für hebr. yk oder ~a), ebenso mit o[pwj eingeleitete Finalsätze (Ps 9,15 u.ö., meist für hebr. ![ml, einmal auch für einen hebr. Infinitiv: Ps 91,8). Das Wort w`j dient meist als Vergleichspartikel (Ps 2,9 u.ö.), nur in ganz wenigen Fällen zur Einleitung eines Nebensatzes (so in Ps 77,43; 131,2). Selten sind ferner Konjunktionen wie evpei, (Ps 37,21; 77,20; 118,136 für verschiedene hebr. Äquivalente), i[na (Ps 38,5.14; 68,15; 77,7.8, jeweils für parataktische Formulierungen im Hebräischen) oder w[ste (nur in Ps 36,8; 103,35, jeweils mit Infinitiv und für verschiedene hebr. Äquivalente). c) Besonderheiten in der griech. Wortstellung fallen kaum auf (vgl. die Stellung des Adjektivs in Ps 33,13b sowie den Satzbau von Ps 93,11). Gelegentlich sind solche Phänomene an den Stellen zu beobachten, wo der Übersetzer seine Vorlage anders deutete, als heute die Hebräische Bibel verstanden wird (vgl. etwa Ps 33,13b), wo er Pronomina anders übersetzte (so in Ps 31,7b; 40,13a; 72,2a) oder wo er hebr. Relativsätze ohne rva wiederzugeben hatte (vgl. die gleichartige Formulierung in Ps 19,10b; 55,10a; 101,3a; 137,3a). d) Was den Gebrauch der Partikeln angeht, sind Formulierungen wie oi` me,n ... oi` de, dem griech. Psalter völlig fremd (vgl. Fälle wie Ps 19,8a; 74,8b). Relativ selten sind weiterhin die Fälle, in denen der Septuaginta-Psalter de, verwendet, ohne dass der hebr. Text ein Äquivalent besitzt, etwa das sogenannte Waw adversativum (vgl. etwa Ps 32,8.10.11; 35,5; 43,10; 59,14; 70,24). Weiterhin steht dh, meist für hebr. an (Ps 7,10; 79,15 u.ö.). Eine Partikel wie te, ist kaum belegt (nur in Ps 48,3; 57,6), ge, schließlich ist dem Septuaginta-Psalter unbekannt. 2. Der Septuaginta-Psalter kennt zahlreiche sprachliche Phänomene, die meist als Hebraismen bezeichnet werden, insofern als sie einen spezifisch hebr. Sprachgebrauch im Griechischen nachahmen. Diese begegnen auf verschiedenen Ebenen: a) Ein bestimmtes sprachliches Element des hebr. Textes wird mit einem griech. (Standard-)Äquivalent wiedergegeben. Dies erklärt manche ungewöhnliche Verbindungen griech. Verben mit Präpositionen (z.B. eivmi, bzw. gi,nomai + eivj, vgl. Ps 111,6; 117,14; vgl. aber auch viele andere Fälle wie Ps 27,1bc.5a), weiterhin die Verwendung von pa/j nach einer Verneinung (Ps 33,11b), den redundanten Gebrauch von Pronomina (Ps 32,9; 40,3 u.ö.), schließlich die sogenannte figura etymologica (vgl. Ps 39,2a; 42,1b; 78,12b; 117,18a; 126,6a). Ebenso dürfte die oft verwendete Interjektion (kai.) ivdou, (Ps 7,15; 10,2 u.ö.) zu dieser Art von Hebraismen zu rechnen sein. Dass der Septuaginta-Psalter den Komparativ mit anschließendem u`pe,r (Ps 36,16; 62,4; 83,11; anders Ps 118,72.103) verwendet, ist ebenso


1482

PSALMEN

auffällig; doch wird der genitivus comparationis in den aus dem Hebräischen übersetzten Schriften der Septuaginta vielfach durch eine Präposition ersetzt (neben u`pe,r auch durch h;). b) In manchen Fällen werden Ausdrücke und Formeln der hebr. Sprache wörtlich übersetzt, obwohl die griech. Sprache vermutlich anders formuliert hätte. Dies gilt z.B. für die Schwurformeln (Ps 7,5a; 88,36; 94,11; 131,3–4), weiterhin für Bezeichnungen von Wochentagen (Ps 23,1), für Bezeichnungen wie ui`o.j avnqrw,pou (Ps 8,5; 79,16.18; 143,3), wahrscheinlich auch für einen Ausdruck wie ui`oj. avnomi,aj (= ein gesetzloser Mensch) in Ps 88,23. c) Im weiteren Sinne kann man die Stellen als Hebraismen ansehen, in denen metaphorische Ausdrücke wörtlich ins Griechische übertragen werden, z.B. »das Angesicht von jemandem abwenden« in Ps 9,32 u.ö., »sein Ohr jemandem zuwenden« in Ps 16,6 u.ö., »das Horn erhöhen« in Ps 74,5b.6a.11b; 88,18b.25b. 3. Die Nähe des zielsprachlichen Textes zum hebr. Psaltertext hat zur Folge, dass der Septuaginta-Psalter stellenweise schwer verständlich, manchmal sogar rätselhaft erscheint. Manche griech. Formulierungen sind ungewöhnlich (vgl. Ps 12,3a; 20,13a; 40,4b; 73,2b; 74,3b), andere wirken elliptisch (vgl. Ps 53,9b; 73,11b; 83,4c; 91,12). In beiden Fällen bedarf es vielfach einer Paraphrase, um einen verständlichen Text zu erhalten. 4. Der hebr. Psaltertext verwendet mehrfach homonyme Wurzeln. Gelegentlich wählt der Übersetzer des Psalters eine Bedeutung, die sich schwerlich in den unmittelbaren Kontext einfügt (vgl. etwa Ps 43,15a). In anderen Fällen ist der hebr. Konsonantentext nicht eindeutig und erlaubt mehrere Interpretationen (vgl. etwa Ps 109,3ac). Der Sinn ändert sich ebenfalls, wenn Wörter getrennt oder nicht getrennt gelesen werden (vgl. die Wiedergabe von twmlc in Ps 22,4a u.ö.). Ein Sonderfall liegt dann vor, wenn der Übersetzer eine Wurzel im Sinne ihrer Verwendung im Aramäischen deutet, was ebenfalls zu mehr oder weniger auffälligen, in Einzelfällen problematischen Abweichungen führt (Beispiele: Ps 22,4a aygb; 39,5b yjfw; 41,7b r[cm; 59,10a ycxr). 5. Das Verständnis des Septuaginta-Psalters wird an einigen Stellen durch zwei andere Faktoren erschwert: a) Verschiedentlich liegen der Übersetzung Verwechslungen von hebr. Wörtern zugrunde. Meist handelt es sich um Verwechslungen von einzelnen Buchstaben, die jedoch der griech. Übersetzung einen ganz anderen Sinn verleihen (vgl. Ps 7,5a; 9,21a; 18,14a; 30,14a usw.). Dabei kann ein ziemlich rätselhafter Text entstehen – dies ist z.B. Ps 11,6c; 29,8a der Fall –, während anderswo ein solches »produktives Missverständnis« zu durchaus befriedigenden Ergebnissen führen kann (vgl. Ps 76,3b; 108,13b). b) Einige Wörter scheinen dem Übersetzer unbekannt zu sein, es sei denn, er verfügte über andere Traditionen oder Informationen als heutige Ausleger (vgl. etwa die Wiedergabe von hymwd »Ruhe, Schweigen« in Ps 21,3b; 38,3a; 61,2a; 64,2a). 6. Vielfach widersetzt sich der Masoretentext des Psalters bis heute einer befriedigenden und konsensfähigen Erklärung. In den meisten Fällen ist es unwahrscheinlich, dass der Psalter-Übersetzer über einen Konsonantentext verfügte, der von dem des späteren Masoretentextes abwich und noch verständlich war. Ob der


PSALMOI

1483

Übersetzer bei der Wahl seiner Äquivalente auf Auslegungstraditionen zurückgreifen konnte und, wenn ja, welcher Art diese Traditionen waren, kann aus heutiger Perspektive kaum mit Sicherheit rekonstruiert werden. Der Vergleich der »dunklen« Stellen des Masoretentextes mit den entsprechenden griech. Äquivalenten zeigt jedenfalls, dass der Übersetzer in der Regel keinen Text herstellt, dessen Sinn sich spontan erschließt (vgl. etwa Ps 7,5b; 8,3ab; 15,4abc; 16,11; 20,13b; 31,9bc usw.). Dass die Deutung solcher Stellen Schwierigkeiten bereitet, ist nicht nur der mangelnden Sachkenntnis heutiger Ausleger anzulasten. Manchmal zeigt schon ein Blick in die Kommentare der Kirchenväter, die den griech. Text in seinem Literalsinn zu erklären suchen (Hieronymus, Diodor von Tarsus, Theodoret von Cyrus, Theodor von Mopsuestia u.a.), dass diese sich angesichts problematischer Formulierungen zu Erklärungen oder Paraphrasen gezwungen sehen und gelegentlich die in ihren Augen bessere Übersetzung durch Symmachus zitieren. Auf ihre Deutungen wird in den folgenden Erläuterungen gelegentlich verwiesen. 7. Die vorhergehenden Bemerkungen sollen auf keinen Fall den Eindruck entstehen lassen, dass der Septuaginta-Psalter in weiten Teilen unverständlich und rätselhaft ist. Im Gegenteil, der Übersetzer verfügt über eine breite Palette von Mitteln, mit denen er dem zielsprachlichen Text sein eigenes Profil verleiht, oft auch dort, wo die Vorlage problematisch ist: a) Was die Wiedergabe der seltenen hebr. Wörter angeht, kennt der Übersetzer eine Reihe von Standardäquivalenten, die er immer wieder einsetzt, z.B. tara,ssw und seine Derivate für eine Anzahl hebr. Begriffe aus dem Wortfeld der Erschütterung, der Angst und des Schreckens (vgl. Ps 2,5 u.ö.). Ähnliches gilt auch für das Verb tapeino,w, das für verschiedene hebr. Verben aus dem Wortfeld der Erniedrigung stehen kann (vgl. Ps 17,28; 34,14 u.ö.). Anderswo sucht der Übersetzer den Sinn eines seltenen Wortes aus dem Kontext zu rekonstruieren und stellt parallele Satzstrukturen her (z.B. Ps 64,2; 70,3). b) Auffällig ist, dass eine Anzahl von Hapaxlegomena des hebr. Psalters auch mit Wörtern wiedergegeben werden, die im Septuaginta-Psalter singulär sind (vgl. Ps 43,17a paralale,w, Ps 108,8b evpiskoph,). Das kann zu der Folgerung veranlassen, dass der Übersetzer – anders als im vorhin zitierten Fall – nicht immer auf ein konventionelles Vokabular zurückgreifen wollte, um diese Wörter zu übersetzen, sondern dass er auch in diesen Fällen von der Standardterminologie abwich. c) In einem gewissen Maße nutzt der Übersetzer die Möglichkeiten der griech. Sprache, um auf stilistischer Ebene dem zielsprachlichen Text bestimmte Akzente zu verleihen, etwa durch die Wahl von Komposita mit gleichartigen Präfixen (vgl. Ps 2,4), von ähnlich klingenden Substantiven (vgl. etwa fo,boj kai. tro,moj in Ps 54,6a sowie to,koj und do,loj in Ps 54,12) und von rhetorischen Figuren (s. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). d) Zuletzt sind noch die punktuellen Modifikationen inhaltlicher Art zu nennen, mit denen der Übersetzer den Sinn des Textes sichtlich verändert: Dies gilt etwa für die Aussagen über Gottes Langmut, aber auch seine Bereitschaft zum Richten in Ps 7,12–13, für die Aufforderung von Ps 2,12a, die paidei,a anzunehmen (vgl. auch Ps 17,36; 118,66) oder auch für die schöpfungstheologischen Passagen in Ps 32,6–7.9. Dazu kommt eine große Anzahl von Stellen, deren Übersetzung – etwa


1484

PSALMEN

aufgrund des gewählten Vokabulars – auffällt. In Einzelfällen ist es durchaus möglich, dass der Sprachgebrauch sowie der kulturelle Hintergrund des Hellenismus die Übersetzung beeinflussen (vgl. Ps 50,14b; 71,4c.14a; 120,8a). Gerade die letztgenannten Beobachtungen zeigen, dass der Übersetzer keineswegs »mechanisch« seine hebr. Vorlage ins Griechische überträgt, sondern bei aller Treue zur Überlieferung die »Kunst der kleinen Korrektur« (SIEGERT, 306) beherrscht und gewillt ist, der Übersetzung neue inhaltliche Akzente zu verleihen. Dazu trägt nicht zuletzt eine geänderte theologische Terminologie bei, die sich insbesondere in den Gottesbezeichnungen (»Beschützer«, »Beistand« usw.) sowie im Vokabular der Hinwendung zu Gott (»hoffen«) äußert (vgl. dazu die Einleitung zum Psalmenbuch im Übersetzungsband). Der späteren jüdischen und insbesondere der christlichen Theologie sind somit Begriffe, Aussagen und Themen vorgegeben, die sie interpretiert, kommentiert und aktualisiert. 3 Bemerkungen zu den folgenden Erläuterungen Die folgenden Erläuterungen sollen keinen Psalmenkommentar ersetzen. Auf Schwierigkeiten des hebr. Textes, insbesondere auf Probleme der Übersetzung und des elementaren Textverständnisses, wird aus Platzgründen meist nur hingewiesen. Dasselbe gilt für die meisten anderen Themen, die in den Psalmenkommentaren diskutiert werden (Struktur und Aufbau, Gattung, Sitz im Leben, intertextuelle Bezüge, kanonische Exegese usw.). All diese Fragen werden hier nicht vertieft. Stattdessen genügt meist ein exemplarischer Hinweis auf ein entsprechendes Werk (Kommentar, Monographie oder Artikel), das sich den angesprochenen Themen widmet. Die Erläuterungen behandeln im Wesentlichen folgende Aspekte der einzelnen Septuaginta-Psalmen: – das griech. Vokabular, seine Konnotationen und seinen kulturellen und theologischen Hintergrund, – syntaktische und semantische Fragen, – Fragen der Rhetorik und Stilistik, – die Unterschiede zwischen dem masoretischen Psalter und dem SeptuagintaPsalter, wobei gelegentlich die vorhandenen Qumran-Fragmente zum Vergleich herangezogen werden, – das inhaltliche Profil sowie die Interpretation der jeweiligen Texte, – die Rezeption im Neuen Testament und in der Literatur der frühen Kirche, wobei hier keinesfalls Vollständigkeit angestrebt ist. Um Doppelungen zu vermeiden, sind mehrfach wiederkehrende Probleme oft nur einmal in der notwendigen Ausführlichkeit behandelt worden. Auf diese meist etwas umfangreicheren Erläuterungen sollen entsprechende Querverweise aufmerksam machen (Beispiel: »s. zu Ps 3,1«). Sofern ein Problem bereits in der neueren Sekundärliteratur gründlich bearbeitet worden ist, wird auf die entsprechenden Titel meist ohne weitere Diskussion verwiesen. Eberhard Bons


PSALMOI

1485

KONJEKTURENLISTE Der Text des LXX-Psalters von GÖ bzw. RA folgt an dreizehn Stellen nicht dem handschriftlich überlieferten Text, sondern zieht eine Konjektur vor. Hierbei gehen zehn Konjekturen bereits auf die Ausgabe von Grabe (1709) zurück; die übrigen drei stammen von Rahlfs selbst. Es handelt sich um folgende Stellen: 21,18 21,32 29,12 41,9

evxhri,qmhsa Grabe (= MT); Hss.: evxhri,qmhsan (U: evxhriqmh,qhsan) o[ti Rahlfs (= MT); Hss.: o[n coro,n Grabe, Lagarde (= MT); Hss.: cara,n wv|dh, Rahlfs (= hr"yvi); Hss.: wv|dh. auvtou/ / wv|dh. auvtw/| (= MT hroyvi) bzw. dhlw,sei 48,10 evko,pasen Grabe (= MT); Hss.: evkopi,asen 58,5 kateu,qunan Grabe (= MT); Hss.: kateu,quna (Angleichung an das fälschlich als 1. Sg. statt 3. Pl. verstandene e;dramon) 64,4 avnomiw/n Grabe (= Aq, Sym; vgl. Ps 73,20); Hss.: avno,mwn 68,27 traumatiw/n sou Grabe (= MT); Hss.: trauma,twn mou 73,8 katakau,swmen Grabe (vgl. MT); Hss.: katapau,swmen (Cj. schon von Hieronymus vorgeschlagen) 77,36 hvpa,thsan Grabe (= MT); Hss.: hvga,phsan (in RA nicht verzeichnet) 77,54 o[rion Grabe (= MT); Hss.: o;roj (aus V.54b) 118,33 h Rahlfs (= R+LaR: »he«); Sa: hp, LaG: »heth« (in RA nicht verzeichnet) 137,2 to. lo,gio,n sou Grabe (= MT, vgl. Aq); Hss.: to. a[gio,n sou Ralph Brucker

LITERATUR Textausgaben BRENTON, L.C.L., The Septuagint with Apocrypha, Greek and English, 2 Bd., London 1851; Nachdruck (in einem Band) Peabody, MA, 1986 RAHLFS, A. (Hg.), Psalmi cum Odis (Septuaginta. Vetus Testamentum Graecum, Auctoritate Academiae Scientiarum Gottingensis editum, vol. X), Göttingen 1931, 31979 (= GÖ) – Septuaginta. Id est Vetus Testamentum graece iuxta LXX interpretes, 2 Bd., Stuttgart 1935, verkleinerte Ausgabe in einem Band 1979 (= RA) – Septuaginta. Id est Vetus Testamentum graece iuxta LXX interpretes. Duo volumina in uno. Editio altera quam recognovit et emendavit Robert Hanhart, Stuttgart 2006 (= RAHA) SWETE, H.B. (Hg.), The Old Testament in Greek according to the Septuagint, vol. 2, third edition, Cambridge 1907 (= SWETE, OT) TISCHENDORF, K. VON, `H Palaia. Diaqh,kh kata. tou.j e`bdomh,konta / Vetus Testamentum Graece iuxta LXX interpretes, tom. 2, Leipzig 61880

Übersetzungen Die folgenden Übersetzungen werden in den Erläuterungen nur mit dem Übersetzer-Namen bzw. als »NETS-Ps« und »The Psalter according to the Seventy« und dem Hinweis »Übs.« angeführt. BRENTON, L.C.L., The Septuagint With Apocrypha, Greek and English, 2 Bd., London 1851; Nachdruck (in einem Band) Peabody, MA, 1986 DESEILLE, P., Les Psaumes. Prières de l’Église. Le Psautier des Septante, [Paris] 1979


1486

PSALMEN

MORTARI, L., Il Salterio della tradizione. Versione del Salterio greco dei LXX, Turin 1983 PIETERSMA, A., The Psalms. A New English Translation of the Septuagint and the Other GreekTranslations Traditionally Included under That Title, New York / Oxford 2000 (= NETS-Ps) The Psalter according to the Seventy, translated by the Monks of the Holy Transfiguration Monastery, Boston, MA, 1974 (vgl. http://pomog.org/psalter.shtml) SCHÜTZ, D., Psalter. Aus dem Griechischen übersetzt, München 1999

Hilfsmittel Die folgenden Grammatiken und Wörterbücher werden in den Erläuterungen nur mit VerfasserNamen und Angabe der (Band- und) Seitenzahlen angeführt. BAUER, W., Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur, 6., völlig neu bearb. Aufl., hg. v. K. ALAND u. B. ALAND, Berlin / New York 1988 BROCKELMANN, C., Hebräische Syntax, Neukirchen 1956 CONYBEARE, F.C. / STOCK, St.G., Grammar of Septuagint Greek. With Selected Readings, Vocabularies, and Updated Indexes, Boston, MA, 1905 (ergänzter Nachdruck Grand Rapids, MI, 1995) GEMOLL, W., Griechisch-deutsches Schul- und Handwörterbuch, durchgesehen und erweitert von K. Vretska, München/Wien 91965 (Nachdruck 1979) GESENIUS, W., Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, bearbeitet von Frants Buhl, Berlin/Göttingen/Heidelberg 171915 (Nachdruck 1962) HOFFMANN, E.G. / SIEBENTHAL, H. VON, Griechische Grammatik zum Neuen Testament, Riehen 21990 KÖNIG, D.E., Hebräisches und aramäisches Wörterbuch zum Alten Testament, Leipzig 6–71936 MEYER, R. Hebräische Grammatik, 2 Bde., Berlin 1952/1955 PAPE, W., Griechisch-deutsches Handwörterbuch, bearb. von M. Sengebusch, 2 Bd., Braunschweig 31888 (Nachdruck Graz 1954) SCHLEUSNER, J.F., Novus thesaurus philologico-criticus sive Lexicon in LXX, Bd. 2, Glasgow 1822 SPICQ, C., Lexique théologique du Nouveau Testament, Fribourg/Paris 1991 THACKERAY, H.St.J., A Grammar of the Old Testament in Greek according to the Septuagint, Vol. 1, Cambridge 1909 (Nachdrucke Hildesheim 1978, 1987)

Sekundärliteratur AEJMELAEUS, A., »Rejoice in the Lord!« A Lexical and Syntactical Study of the Semantic Field of Joy in the Greek Psalter, in: BASTEN, M.F.J. / PEURSEN, W.T. VAN (Hg.), Hamlet on a Hill (FS T. Muraoka), OLA 118, 2003, 501–521 AITKEN, J.K., Scoi/noj in the Septuagint, VT 50, 2000, 433–444 ALLEN, L.C., Psalms 101–150, revised, WBC 21, 2002 ALONSO SCHÖKEL, L. / CARNITI, C., Salmos, Nueva Biblia Española, Bd. 1 21994, Bd. 2 21996 AMUNDSEN, L., Christian Papyri from the Oslo Collection, SO 24, 1945, 121–147 ANDERSON, A.A., The Book of Psalms: Psalms 73–150, NCeB, 1972 AUSTERMANN, F., Deshalb werden nicht aufstehen Frevler im Gericht. Zur Übersetzungsweise und Interpretation im ersten Septuaginta-Psalm, in: TAYLOR, B.A. (Hg.), X Congress of the International Organization for Septuagint and Cognate Studies (Oslo 1998), SCSt 51, 2001, 481–497 (= AUSTERMANN, 2001a) – avnomi,a im Septuaginta-Psalter: Ein Beitrag zum Verhältnis von Übersetzungsweise und Theologie, in: SOLLAMO, R. / SIPILÄ, S. (Hg.), Helsinki Perspectives on the Translation Technique of the Septuagint, SESJ 82, 2001, 99–137 (= AUSTERMANN, 2001b) – Von der Tora zum Nomos. Untersuchungen zur Übersetzungsweise und Interpretation im Septuaginta-Psalter, MSU 27, 2003


PSALMOI

1487

AUWERS, J.-M., Les Psaumes 70–72. Essai de relecture canonique, RB 101, 1994, 242–257 – La composition littéraire du Psautier. Un état de la question, CRB 46, 2000 – Une tente dans ou pour le soleil? Ps 18 (19),5 dans la LXX et de TM, in: KNIBB, M. (Hg.), The Septuagint and Messianism, BEThL 195, 2006, 195–201 AVRIL, A.-C. u.a., Mon Dieu, pourquoi m’as-tu abandonné? Psaume 22, CEv.S 121, 2002 BACHMANN, M., Göttliche Allmacht und theologische Vorsicht. Zu Rezeption, Funktion und Konnotationen des biblisch-frühchristlichen Gottesepithetons pantokrator, SBS 188, 2002 BAETHGEN, F., Die Psalmen, HK 2/2, 21897 BARDTKE, H., Die hebräische Präposition nægæd in den Psalmen, in: SCHREINER, J. (Hg.), Wort, Lied und Gottesspruch (FS J. Ziegler), fzb 2, 1972, 17–27 BARTHÉLEMY, D. (HULST, R. / RYAN, S.D. / SCHENKER, A.), Critique textuelle de l’Ancien Testament, 4. Psaumes, OBO 50/4, 2005 (= CTAT IV) BASEVI, C., El Salmo 29. Algunas observationes filológicas sobre el texte Hebreo y Griego. ST 22, 1990, 13–47 BASTA, P., Abramo in Romani 4. L’analogia dell’agire divino nella ricerca esegetica di Paolo, AnBib 168, 2007 BAUER, W., Die Briefe des Ignatius von Antiochia und der Polykarpbrief, HNT ErgänzungsBand Die Apostolischen Väter 2, 1920 BAUERNFEIND, O., strouqi,on, ThWNT 7, 1964, 729–731 BAUKS, M., Die Feinde des Psalmisten und die Freunde Ijobs. Untersuchungen zur Freund-Klage im Alten Testament am Beispiel von Ps 22, SBS 203, 2004 – »Das Land erben« und »die Erde in Besitz nehmen« in Ps 36 (37 MT). Ein Übersetzungsvergleich, in: KARRER, M. / KRAUS, W. (Hg.), Die Septuaginta. Texte – Kontexte – Lebenswelten, WUNT 219, 2008, 502–522 BEAUCAMP, E., De vrouw en de zegen van de God van het verbond. Psalm 128, Com(NL) 7, 1982, 241–251 BECKER, O., Ps 11812 ~yciAq vaeK. Wk[]D,o ZAW 70, 1958, 174 BEENTJES, P., »God, mijn God, sla acht op mij«. De Griekse vertaling van Psalm 22, in: POORTHUIS, M. (Hg.), Mijn God, mijn God, waarom hebt Gij me verlaten. Een interdisciplinaire bundel over psalm 22, Baarn 1997, 55–61 BEGG, C., Psalm 58,2a. A Forschungsbericht and a Proposal, EThL 64, 1988, 397–404 BEHM, J., avpofqe,ggomai, ThWNT 1, 1933, 448 BERDER, M., »La pierre rejetée par les bâtisseurs«. Psaume 118,22–23 et son emploi dans les traditions juive et le Nouveau Testament, EtB 31, 1996 BERTRAM, G., u`yo,w ktl., ThWNT 8, 1969, 604–611 BEUTLER, J., Psalm 42/43 im Johannesevangelium, NTS 25, 1979, 33–57 BEYERLIN, W., Die Rettung der Bedrängten in den Feindpsalmen der Einzelnen auf institutionelle Zusammenhänge untersucht, FRLANT 99, 1970 – Werden und Wesen des 107. Psalms, BZAW 153, 1973 – Der nervus rerum in Psalm 106, ZAW 86, 1974, 50–64 BISSOLI, G., M¹kôn-Hetoimos. A proposito di Esodo 15,17, SBFLA 33, 1983, 53–56 BONS, E., Zu jsd II »beratschlagen« (Ps 2,7; 31,14; CD 2,7), ZAH 5, 1992, 209–217 – Psalm 31 – Rettung als Paradigma, FTS 48, 1994 (= BONS, 1994a) – Das Sterbewort Jesu nach Lk 23,46 und sein alttestamentlicher Hintergrund, BZ 38, 1994, 93–101 (= BONS, 1994b) – ELPIS – L’espérance de l’au-delà dans la littérature juive hellénistique, in: KUNTZMANN, R. (Hg.), Ce Dieu qui vient (FS B. Renaud), LeDiv 159, 1995, 345–370 (= BONS, 1995a) – Psaume 2. Bilan de recherche et essai de réinterprétation, RevSR 69, 1995, 147–171 (= BONS, 1995b) – Die Septuaginta-Version von Psalm 110 (Ps 109 LXX). Textgestalt, Aussagen, Auswirkungen, in: SÄNGER, D. (Hg.), Heiligkeit und Herrschaft. Intertextuelle Studien zu Heiligkeitsvorstellungen und zu Psalm 110, BThSt 55, 2003, 122–145 (= BONS, 2003a) – Le Psaume 7 dans la version de la Septante, RevSR 77, 2003, 512–528 (= BONS, 2003b)


1488

PSALMEN

Comment le Psaume 32LXX parle-t-il de la création?, in: GARCIA MARTINEZ, F. / VERVENNE, M. (Hg.), Interpreting Translation (FS J. Lust), BEThL 192, 2005, 55–64 – Le Psautier de la Septante est-il influencé par des idées eschatologiques et messianiques ? Le cas des Psaumes 22LXX et 71LXX, in: KNIBB, M. (Hg.), The Septuagint and Messianism, BEThL 195, 2006, 217–238 – Die Septuaginta-Version von Psalm 22, in: SÄNGER, D. (Hg.), Psalm 22 und die neutestamentlichen Passionsgeschichten, BThSt 88, 2007, 12–32 (= BONS, 2007a) – Beobachtungen zur Übersetzung und Neubildung von Parallelismen im Septuaginta-Psalter, in: WAGNER, A. (Hg.), Der Parallelismus membrorum, OBO 224, 2007, 113–126 (= BONS, 2007b) – Le verbe kti,zw comme terme technique de la création dans la Septante et dans le Nouveau Testament, in: JOOSTEN, J. / TOMSON, P., Voces biblicae, Leuven 2007, 1–15 (= BONS, 2007c) – Psalm 33,7: nd oder n’d, ›Deich‹ oder ›Schlauch‹?, in: LEHMANN, R. (Hg.), Kleine Untersuchungen zur Sprache des Alten Testaments und seiner Umwelt, 2008, 19–32 (= BONS, 2008a) – Translating and Annotating Ps 72LXX, in: AUSLOOS, H. u.a., Translating a Translation, BEThL 213, 2008, 133–149 (= BONS, 2008b) – La version grecque du Psaume 23(22). Observations sur le texte de départ de l’exégèse patristique, RevSR 83, 2009, 325–335 BORMANN, L., Ps 110 im Dialog mit dem Neuen Testament, in: SÄNGER, D. (Hg.), Heiligkeit und Herrschaft. Intertextuelle Studien zu Heiligkeitsvorstellungen und zu Psalm 110, BThSt 55, 2003, 171–205 BRINKTRINE, J., Zur Übersetzung von Ps 105(104)18: Avp.n: ha'B' lz<r>B;, ZAW 64, 1952, 251–258 BROX, N., Der erste Petrusbrief, EKK 21, 1979 BRUCKER, R., ›Christushymnen‹ oder ›epideiktische Passagen‹? Studien zum Stilwechsel im Neuen Testament und seiner Umwelt, FRLANT 176, 1997 – Schritte auf dem Weg zu einer dokumentierten Übersetzung der Septuaginta. Ein Werkstattbericht am Beispiel des Psalters, in: KREUZER, S. / LESCH, J.-P. (Hg.), Im Brennpunkt: Die Septuaginta. Studien zur Entstehung und Bedeutung der Griechischen Bibel 2, BWANT 161, 2004, 247–258 (= BRUCKER, 2004a) – Jesus als Gott. QEOS als christologischer Hoheitstitel und seine Implikationen für den neutestamentlichen Monotheismus, in: POPKES, W. / BRUCKER, R. (Hg.), Ein Gott und ein Herr, BThSt 68, 2004, 101–138 (= BRUCKER, 2004b) – La Wirkungsgeschichte de la Septante des Psaumes dans le judaïsme ancien et dans le christianisme primitif, in: JOOSTEN, J. / LE MOIGNE, P. (Hg.), L’apport de la Septante aux études sur l’Antiquité, LeDiv 203, 2005, 289–308 – Observations on the Wirkungsgeschichte of the Septuagint-Psalms in Ancient Judaism and Early Christianity, in: KRAUS, W. / WOODEN, R.G. (Hg.), Septuagint Research. Issues and Challenges in the Study of the Greek Jewish Scriptures, SCSt 53, 2006, 355–369 BRUZZONE, G.B., Paroxu,nw e paroxusmo,j nei Settanta, BeO 24, 1982, 147–155 BÜCHSEL, F., di,dwmi ktl., ThWNT 2, 1935, 168–175 (= BÜCHSEL, 1935a) – ei;dwlon ktl., ThWNT 2, 1935, 373–377 (= BÜCHSEL, 1935b) – kri,nw ktl. C–E, ThWNT 3, 1938, 933–955 – monogenh,j, ThWNT 4, 1942, 745–750 BÜHLMANN, W. / SCHERER, K., Stilfiguren der Bibel, Fribourg 1973 – Sprachliche Stilfiguren der Bibel: von Assonanz bis Zahlenspruch. Ein Nachschlagewerk, TVGMS 385, 21994 BULTMANN, R., e;leoj ktl., ThWNT 2, 1935, 474–483 (= BULTMANN, 1935a) – evlpi,j ktl. A–B, ThWNT 2, 1935, 515–520 (= BULTMANN, 1935b) – Das Evangelium des Johannes, KEK 210, 1941, 211986 (= BULTMANN, 1941) – pisteu,w ktl. A, ThWNT 6, 1959, 174–182 CAIRD, G.B., Towards a Lexicon of the Septuagint I, JThS 19, 1968, 453–475 – Towards a Lexicon of the Septuagint II, JThS 20, 1969, 21–40 CALÉS, J., Le livre des Psaumes I: Introduction. Psaumes 1–72 (Vulgate 1–71), Paris 21936 CALVIN, J., Ioannis Calvini in librum psalmorum commentarius (1557), Teil 1, hg. v. THOLUCK, A., Berlin 1836 –


PSALMOI

1489

CARDELLINI, I., Sal 2,12aa: complicazioni testuali e difficoltà interpretative, RivBib 56, 2008 CIMOSA, M., Il vocabolario di preghiera nel Pentateuco greco dei LXX, Rom 1985 – Il vocabolario della preghiera nella tradizione greca (LXX) dei Salmi, EL 105, 1991, 89–119 – Guida alla studio della Bibbia greca (LXX), Rom 1995, 172–174 – Tendenze escatologiche nella tradizione greca (LXX) dei Salmi, in: FRIGATO, S. (Hg.), »In lui ci ha scelti« (Ef. 1,4) (FS G. Gozzelino), Rom 2001, 197–210 CONTI, M., Gioia per il soccorso divino secondo il Salmo 5, Anton. 76, 2001, 407–428 CORDES, A., Die Asafpsalmen in der Septuaginta. Der griechische Psalter als Übersetzung und theologisches Zeugnis, HBS 41, 2004 – Spricht Ps 109 LXX von einem Messias oder nicht?, in: KNIBB, M.A. (Hg.), The Septuagint and Messianism, BEThL 195, 2006, 253–260 COX, C., Eivsakou,w and VEpakou,w in the Greek Psalter, Bib. 62, 1981, 251–258 CRAIGIE, P.C., Psalms 1–50, WBC 19, 1983 CRÜSEMANN, F., Studien zur Formgeschichte von Hymnus und Danklied in Israel, WMANT 32, 1969 DAHOOD, M., Psalms, AncB 16/17/17A, 1966/1968/1970 DALMAN, G., Aramäisch-neuhebräisches Handwörterbuch zu Targum, Talmud und Midrasch, Göttingen 31938 (Nachdruck Hildesheim 1997) DANIEL, R.W., A Christian Amulet on Papyrus, VigChr 37, 1983, 400–404 DAUTZENBERG, G., Psalm 110 im Neuen Testament, in: BECKER, H. / KACZYNSKI, R. (Hg.), Liturgie und Dichtung. Ein interdisziplinäres Kompendium 1, St. Ottilien 1983, 141–171 DEISSMANN, A., Licht vom Osten. Das Neue Testament und die neuentdeckten Texte der hellenistisch-römischen Welt, Tübingen 41923 DELCOR, M., vrx, THAT 1, 1984, 639–641 DELLING, G., lamba,nw ktl., ThWNT 4, 1942, 5–16 – plh/qoj, ThWNT 6, 1959, 274–279 DERRETT, J.D.M., O KURIOS EBASILEUSEN APO TOU XULOU, VigChr 43, 1989, 378–392 DEVREESSE, R., Le Commentaire de Théodore de Mopsueste sur les Psaumes (I–LXXX), StT 93, 1939 DILLMANN, A., Die Bücher Exodus und Leviticus, KEH 12, 31897 DOHMEN, C., hk'Sem;, ThWAT 4, 1984, 1009–1015 DOMMERSHAUSEN, W., ~x,l,, ThWAT 4, 1984, 538–547 DORIVAL, G., Dire en grec des choses juives. Quelques choix lexicaux du Pentateuque de la Septante, REG 109, 1996, 527–547 – Autour des titres des Psaumes, RevSR 73, 1999, 165–176 – Septante et Texte Massorétique. Le cas des Psaumes, in: LEMAIRE, A. (Hg.). International Organization for the Study of the Old Testament. Congress volume, Basel 2001, VT.S 92, 2002, 139–161 DORIVAL, G. u.a., David, Jésus et la reine Esther. Recherches sur le Psaume 21 (22 TM), Leuven 2002 DUHM, B., Die Psalmen, KHC 14, 21922 EBACH, J., »Gerechtigkeit und Frieden küssen sich«, oder: »Gerechtigkeit und Frieden kämpfen« (Ps 85,11). Über eine biblische Grundwertedebatte, in: BAIL, U. / JOST, R. (Hg.), Gott an den Rändern. Sozialgeschichtliche Perspektiven auf die Bibel, Gütersloh 1996, 42–52 EMERTON, J.A., The meaning of šēnā’ in Psalm CXXVII 2, VT 24, 1974, 15–31 – The Text of Psalm LXXVII 11, VT 44, 1994, 183–194 – Treading the Bow, VT 53, 2003, 465–486 ENNS, P., Creation and Re-Creation: Psalm 95 and its Interpretation in Hebrews 3:1–4:13, WThJ 55, 1993, 255–280 – The Interpretation of Psalm 95 in Hebrews 3.1–4.13., in: EVANS, C.A. / SANDERS, J.A. (Hg.), Early Christian Interpretation of the Scriptures of Israel. Investigations and Proposals, JSNT.S 148 (= SSEJC 5), 1997, 352–363 EVANS, T.V., Verbal Syntax in the Greek Pentateuch. Natural Greek Usage and Hebrew Interference, Oxford 2001


1490

PSALMEN

EYNIKEL, E. / HAUSPIE, K., The Use of kairo,j and cro,noj in the Septuagint, EThL 73, 1997, 369–385 FABRY, H.-J., vx'n," ThWAT 5, 1986, 384–397 (= FABRY, 1986a) – 11Q Psa und die Kanonizität des Psalters, in: HAAG, E. / HOSSFELD, F.-L. (Hg.), Freude an der Weisung des Herrn. Beiträge zur Theologie der Psalmen (FS H. Groß), SBB 13, 1986, 45–67 (= FABRY, 1986b) – Die Wirkungsgeschichte des Psalms 22, in: SCHREINER, J. (Hg.), Beiträge zur Psalmenforschung. Psalm 2 und 22, fzb 60, 1988, 279–317 FERNÁNDEZ MARCOS, N., David the Adolescent. On Psalm 151, in: HIEBERT, J.V. / COX, C.E. / GENTRY, P.J. (Hg.), The Old Greek Psalter (FS A. Pietersma), JSOT.S 332, 2001, 205–217 FLASHAR, M., Exegetische Studien zum Septuagintapsalter, ZAW 32, 1912, 81–116.161–189. 241–268 FLINT, P.W., The Preliminary Edition of 5/6 „evPsalms, JJS 51, 2000, 19–41 – The Dead Sea Scrolls and the Book of Psalms, StTDJ 17, 1997 FOCANT, C., L’ultime prière du pourquoi. Relecture du Ps 22 (21) dans le récit de la Passion de Marc, in: AUWERS, J.-M. / WENIN, A. (Hg.), Lectures et relectures de la Bible (FS P.-M. Bogaert), BEThL 144, 1999, 287–305 FOERSTER, W., avre,skw ktl., ThWNT 1, 1933, 455–457 – e;xestin, evxousi,a ktl., ThWNT 2, 1935, 557–572 – klh/roj C–E, ThWNT 3, 1938, 776–786 FRANKEMÖLLE, H., Matthäus. Kommentar, 1, Düsseldorf 1994 GARBINI, G., Note di lessicografia ebraica, Brescia 1998 GARCÍA MARTÍNEZ, F. / TIGCHELAAR, E.J.C., The Dead Sea Scrolls Study Edition, 2 Bde., Leiden 1998 GERSTENBERGER, E.S., hn"[' II, ThWAT 6, 1989, 247–270 – Psalms Part 2 and Lamentations, FOTL 15, 2001 GIBSON, J.C.L., Davidson’s Introductory Hebrew Grammar: Syntax, Edinburgh 1994 GOURDAIN, J.-L., Jérôme et l’étranger du Psaume 38,13, in: GAIN, B. / JAY, P. / NAUROY, G., Chartae caritatis (FS Y.-M. Duval), Collection des études augustiniennes, Série Antiquité 173, 2004, 377–383 GOURGUES, M., À la droite de Dieu. Résurrection de Jésus et actualisation du Psaume 110:1 dans le Nouveau Testament, Paris 1978 GRÄSSER, E., An die Hebräer, EKK 17/1–3, 1990/1993/1997 GREEVEN, H., eu;comai ktl., ThWNT 2, 1935, 774–808 GRELOT, P., Le mystère du Christ dans les Psaumes, CJJC 74, 1998 – Le texte du Psaume 39,7 dans la Septante, RB 108, 2001, 210–213 GROSS, H., lv;m' II, ThWAT 5, 1986, 73–77 GROSS, W., Verbform und Funktion. wayyiqtol für die Gegenwart? Ein Beitrag zur Syntax poetischer althebräischer Texte, ATSAT 1, 1976 – gh;n," ThWAT 5, 1986, 275–289 GRUBER, M.I., Rashi’s Commentary on Psalms 1–89, Atlanta 1998 GRUNDMANN, W., du,namai ktl., ThWNT 2, 1935, 286–318 – me,gaj, ThWNT 4, 1942, 535–547 GUNKEL, H., Die Psalmen, HK 2/24, 1929, 51968 (= GUNKEL, 1929) GUTBROD, W., no,moj B–D, ThWNT 4, 1942, 1029–1083 GZELLA, H., Das Kalb und das Einhorn. Endzeittheophanie und Messianismus in der SeptuagintaFassung von Ps 29(28), in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter, HBS 32, 2001, 257–290 – Lebenszeit und Ewigkeit. Studien zur Eschatologie und Anthropologie des SeptuagintaPsalters, BBB 134, 2002 HAAG, H., sm'x', ThWAT 2, 1977, 1050–1061 HADAS-LEBEL, M., Histoire de la langue hébraïque. Des origines à l’époque de la Mishna, Collection de la Revue des Études juives 21, Paris/Louvain 1995 HÄFNER, G., Gewalt gegen die Basileia? Zum Problem der Auslegung des »Stürmerspruchs« Mt 11,12, ZNW 83, 1992, 21–51


PSALMOI

–

1491

»Nützlich zur Belehrung« (2 Tim 3,16). Die Rolle der Schrift in den Pastoralbriefen im Rahmen der Paulusrezeption, HBS 25, 2000 HANSON, A., The Treatment in the LXX of the Theme of Seeing God, in: BROOKE, G.J. / LINDARS, B. (Hg.), Septuagint, Scrolls and Cognate Writings. Papers Presented to the International Symposium on the Septuagint and Its Relations to the Dead Sea Scrolls and Other Writings (Manchester, 1990), SCSt 33, 1992, 557–568 HARDER, G., fqei,rw ktl., ThWNT 9, 1973, 94–106 HARL, M., La langue de Japhet. Quinze études sur la Septante et le grec des chrétiens, Paris 1992 – Problèmes de traduction du Pentateuque de la Septante dans une langue moderne, AScRel 1, 1996, 33–56 HARTBERGER, B., »An den Wassern von Babylon ...«. Psalm 137 auf dem Hintergrund von Jeremia 51, der biblischen Edom-Traditionen und babylonischen Originalquellen, BBB 63, 1986 HAUCK, F., e`kw,n (a;kwn), e`kou,sioj, ThWNT 2, 1935, 467–468 HEIL, C., »Pa,ntej evrga,tai avdiki,aj« Revisited. The Reception of Ps 6,9a LXX in Q and in Luke, in: HOPPE, R. / BUSSE, U. (Hg.), Von Jesus zum Christus (FS P. Hoffmann), BZNW 93, 1998, 261–276 HELBING, R., Grammatik der Septuaginta. Laut- und Wortlehre, Göttingen 1907, 21979 (= HELBING, Gr) – Die Kasussyntax der Verba bei den Septuaginta. Ein Beitrag zur Hebraismenfrage und zur Syntax der Koinh,, Göttingen 1928 (= HELBING, Ks) HENGEL, M., Judentum und Hellenismus, WUNT 10, 31988 – Psalm 110 und die Erhöhung des Auferstandenen zur Rechten Gottes, in: BREYTENBACH, C. / PAULSEN, H. (Hg.), Anfänge der Christologie (FS F. Hahn), Göttingen 1991, 43–73 HILL, R.C., St. John Chrysostom, Commentary on the Psalms, Vol. 2, Brookline, MA, 1998 – Theodoret of Cyrus, Commentary on the Psalms. Psalms 73–150 (The Fathers of the Church 102), Washington D.C. 2001 HOLMAN, J., Een Griekse vertaling van Psalm 8 semiotisch belicht, in: BEENTJES, P. / MAAS, J. / WEVER, T. (Hg.), ›Gelukkig de mens‹ (FS N. Tromp), 1991, 136–146 HORST, P.W. VAN DER, The Sentences of Pseudo-Phocylides. With Introduction and Commentary, SVTP 4, 1978 HOSSFELD, F.-L., Akzentsetzungen der Septuaginta im vierten Psalmenbuch Ps 90–106 (Ps 89– 105 bzw. 106 LXX), in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter: sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 163–169 HOSSFELD, F.-L. / ZENGER, E., Die Psalmen I: Psalm 1–50, NEB.AT 29, 1993 – Psalmen 51–100, HThK.AT, 2000, 22001 – Psalmen 101–150, HThK.AT, 2008 HUGGER, P., Jahwe meine Zuflucht. Gestalt und Theologie des 91. Psalms, MüSt 13, 1971 HUSSON, G., OIKIA. Le vocabulaire de la maison privée en Égypte d’après les papyrus grecs, Université de Paris IV – Paris-Sorbonne. Série Papyrologie 2, 1983, 65–72 IRIGOIN, J., Recherches sur le Diapsalma, CBiPa 4, 1993, 7–20 IRSIGLER, H., Psalm 73 – Monolog eines Weisen. Text, Programm, Struktur, ATSAT 20, 1984 JACQUET, L., Les Psaumes et le cœur de l’homme I. Introduction. Psaumes 1–41, Gembloux 1975 JANOWSKI, B., Das Königtum Gottes in den Psalmen. Bemerkungen zu einem neuen Gesamtentwurf, ZThK 86, 1989, 389–454 – JHWH der Richter – ein rettender Gott. Psalm 7 und das Motiv des Gottesgerichts, JBTh 9, 1994, 53–85 – Die Toten loben JHWH nicht. Psalm 88 und das alttestamentliche Todesverständnis, in: AVEMARIE, F. / LICHTENBERGER, H. (Hg.), Auferstehung – Resurrection. The Fourth Durham-Tübingen Research Symposium: Resurrection, Transfiguration and Exaltation in Old Testament, Ancient Judaism and Early Christianity (Tübingen, 1999), WUNT 135, 2001, 4–45 – Konfliktgespräche mit Gott. Eine Anthropologie der Psalmen, Neukirchen-Vluyn 2003 JENNI, E., Lehrbuch der hebräischen Sprache des Alten Testaments, Basel u.a. 21981 – Die hebräischen Präpositionen. Bd. 2: Die Präposition Kaph, Stuttgart 1994 JEREMIAS, Joachim, a;bussoj, ThWNT 1, 1933, 9


1492

PSALMEN

JEREMIAS, Jörg, Das Königtum Gottes in den Psalmen. Israels Begegnung mit dem kanaanäischen Mythos in den Jahwe-König-Psalmen, FRLANT 141, 1987 JOBES, K.H., Rhetorical Achievement in the Hebrews 10 ›Misquote‹ of Psalm 40, Bib. 72, 1991, 387–396 JOHNSON, B., qd"c' II–VII, ThWAT 6, 1989, 903–924 JOOSTEN, J., Elaborate Similes – Hebrew and Greek. A Study in Septuagint Translation Technique, Bib. 77, 1996, 227–236 – Source-language Oriented Remarks on the Lexicography of the Greek Versions of the Bible, EThL 81, 2005, 152–164 KARRER, M., Der Brief an die Hebräer, Kapitel 1,1–5,10, ÖTBK 20/1, 2002 KEDAR-KOPFSTEIN, B., !rEq,, ThWAT 7, 1993, 181–189 KEET, C.C., A Study of the Psalms of Ascents. A critical and exegetical commentary upon Psalms CXX to CXXXIV, London 1969 KEITH, P., À propos de Matthieu 22,34, in: MARGUERAT, D. / CURTIS, A. (Hg.), Intertextualités. La Bible en échos, Genf 2000, 121–160 KESSLER, H., Die Psalmen, KK 6/1, 21899 KITTEL, G., le,gw ktl. D, lo,gioj, lo,gion ktl., ThWNT 4, 1942, 100–147 KITTEL, R., Die Psalmen, KAT 8, 5/61929 KLAUCK, H.-J., Die religiöse Umwelt des Urchristentums I: Stadt- und Hausreligion, Mysterienkulte, Volksglaube, KStTh 9/1, 1995 KLEER, M., »Der liebliche Sänger der Psalmen Israels«. Untersuchungen zu David als Dichter und Beter der Psalmen, BBB 108, 1996 KLEIN, H., Zur Wirkungsgeschichte von Psalm 8, in: BARTELMUS, R. / KRÜGER, T. / UTZSCHNEIDER, H. (Hg.), Konsequente Traditionsgeschichte (FS K. Baltzer), OBO 126, 1993, 21–30 KNAUF, E.A., Psalm LX und Psalm CVIII, VT 50, 2000, 55–65 KNOPF, R., Die Lehre der zwölf Apostel. Die zwei Clemensbriefe, HNT Ergänzungs-Band Die Apostolischen Väter 1, 1920 KNUTH, H.C., Zur Auslegungsgeschichte von Psalm 6, BGBE, 1971 KOCH, D.-A., Die Schrift als Zeuge des Evangeliums. Untersuchungen zur Verwendung und zum Verständnis der Schrift bei Paulus, BHTh 69, 1986 – Auslegung von Psalm 1 bei Justin und im Barnabasbrief, in: SEYBOLD, K. / ZENGER, E. (Hg.), Neue Wege der Psalmenforschung, HBS 1, 1994, 224–242 KOOIJ, A. VAN DER, On the Place of Origin of the Old Greek Psalms. VT 33, 1983, 67–74 – Zur Frage der Exegese im LXX-Psalter. Ein Beitrag zur Verhältnisbestimmung zwischen Original und Übersetzung, in: AEJMELAEUS, A. / QUAST, U. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter und seine Tochterübersetzungen, MSU 24, 2000, 366–379 – The Septuagint of Psalms and the First Book of Maccabees, in: HIEBERT, R.J.V. / COX, C.E. / GENTRY, P.J. (Hg.), The Old Greek Psalter (FS A. Pietersma), JSOT.S 332, 2001, 229–247 KRAUS, H.-J., Psalmen. 1. Teilband: Psalmen 1–59, BK 15/1, 51978 (= KRAUS, 1978a) – Psalmen. 2. Teilband: Psalmen 60–150, BK 15/2, 51978 (= KRAUS, 1978b) KRAUS, T.J., Para. kuri,ou, para. kuri,w| oder omit in 2Petr 2,11. Textkritik und Interpretation vor dem Hintergrund juristischer Diktion und der Verwendung von para,, ZNW 91, 2000, 265–273 – Sprache, Stil und historischer Ort des zweiten Petrusbriefes, WUNT 2/136, 2001 (= KRAUS, 2001a) – Grammatisches Problembewusstsein als Regulativ für angemessene Sprachbeurteilung – das Beispiel der griechischen Negation und 2Petr, Filologia Neotestamentaria 14, 2001, 87– 99 (= KRAUS, 2001b) – Septuaginta-Psalm 90 in apotropäischer Verwendung: Vorüberlegungen für eine kritische Edition und (bisheriges) Datenmaterial, BN 125, 2005, 39–73 – »Der Herr wird deinen Eingang und deinen Ausgang bewahren«: Über Herkunft und Fortleben von LXX Psalm cxx 8a, VT 56, 2006, 58–75 KÜHLEWEIN, J., vya, THAT 1, 1984, 130–138 LAMARCHE, P., La Septante, in: MONDESERT, C. (Hg.), Le monde grec ancien et la Bible, Paris 1984, 19–35


PSALMOI

1493

LANDERSDORFER, S., Das daemonium meridianum (Ps 91[90],6), BZ 18, 1929, 294–300 LAUHA, A., Die Geschichtsmotive in den alttestamentlichen Psalmen, AASF 56/1 1945 LAUSBERG, H., Elemente der literarischen Rhetorik, München 31967, Ismaning 101990 (= LAUS3 BERG, 1967) – Handbuch der literarischen Rhetorik, München 21973, Stuttgart 31990 (= LAUSBERG, 1973) LEE, J.A.L., Translations of the Old Testament, Greek, in: PORTER, S.A. (Hg.), Handbook of Classical Rhetoric in the Hellenistic Period 330 B.C. – A.D. 400, Leiden 1997, 775–783 LEWIS, J.O., An asseverative al in Ps 100,3?, JBL 86, 1967, 216 LINDEMANN, A., Die Clemensbriefe, HNT 17, 1992 LIPSIUS, R.A. / BONNET, M. (Hg.), Acta Apostolorum Apocrypha 2/1, Leipzig 1898 (Nachdruck Darmstadt 1959) LIWAK, R., ~yapr, ThWAT 7, 1993, 625–636 LOHFINK, N., Psalm 6 – Beobachtungen beim Versuch, ihn »kanonisch« auszulegen, ThQ 167, 1987, 277–288 – Was wird anders bei kanonischer Schriftauslegung?, JBTh 3, 1988, 29–53 LONA, H.E., Der erste Clemensbrief, KAV 2, 1998 LÓPEZ VEGO, A., Evolución del significado de QELHMA, »voluntad«, del Antiguo al Nuevo Testamento, EstB 58, 2000, 309–346 MACINTOSH, A.A., The Spider in the Septuagint Version of Psalm xc. 9, JThS 23, 1972, 113–117 MAIBERGER, P., Das Verständnis von Psalm 2 in der Septuaginta, im Targum, in Qumran, im frühen Judentum und im Neuen Testament, in: SCHREINER, J. (Hg.), Beiträge zur Psalmenforschung. Psalm 2 und 22, fzb 60, 1988, 85–151 MAIER, C.M., »Zion wird man Mutter nennen.« Die Zionstradition in Psalm 87 und ihre Rezeption in der Septuaginta, ZAW 118, 2006, 582–596 MAIER, J., Psalm 1 im Licht antiker jüdischer Zeugnisse, in: OEMING, M. / GRAUPNER, A. (Hg.), Altes Testament und christliche Verkündigung (FS A.H.J. Gunneweg), Stuttgart 1987, 353–365 MAILLOT, A. / LELIEVRE, A., Les Psaumes. Traduction nouvelle et commentaire. Troisième partie, Genf 1969 MARX, A., Les systèmes sacrificiels de l’Ancien Testament. Formes et fonctions du culte sacrificiel à YHWH, VT.S 105, 2005 MATHIAS, D., Die Geschichtstheologie der Geschichtssummarien in den Psalmen, BEAT 35, 1993 MENKEN, M.J.J., Old Testament Quotations in the Fourth Gospel, Kampen 1996 METZGER, B.M., A Textual Commentary on the Greek New Testament. Second edition, Stuttgart / New York 1994 MICHAELIS, W., o`do,j ktl., ThWNT 5, 1954, 42–118 – pikro,j ktl., ThWNT 6, 1959, 122–127 MICHEL, D., Tempora und Satzstellung in den Psalmen, AET 1, 1960 – Ich aber bin immer bei dir. Von der Unsterblichkeit der Gottesbeziehung, in: BECKER, H. / EINIG, B. / ULLRICH, P.O. (Hg.), Im Angesicht der Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium, PiLi 3, 1987, 637–658 MICHEL, O., o`mologe,w ktl., ThWNT 5, 1954, 199–220 MILLARD, M., Die Komposition des Psalters. Ein formgeschichtlicher Ansatz, FAT 9, 1994 MKENI URASSA, W., Psalm 8 and its Christological Re-Interpretations in New Testament Context, EHS 23/577, 1997 MONTEVECCHI, O., Quaedam de graecitate Psalmorum cum papyris comparata, in: Proceedings of the IX International Congress of Papyrology 1958, Oslo 1961, 293–310, Nachdruck: MONTEVECCHI, O. (Hg.), Bibbia e papyri. Luce dai papiri sulla Bibbia greca, Barcelona 1999, 97–120 MOZLEY, F.W., The Psalter of the Church. The Septuagint Psalms Compared with the Hebrew, with Various Notes, Cambridge 1905 MUNNICH, O., Indices d’une Septante originelle dans le Psautier Grec, Bib. 63, 1982, 406–416 – La Septante des Psaumes et le groupe kaigé, VT 33, 1983, 75–89 MURAOKA, T., How to Analyse and Translate the Idiomatic Phrase !TeyI ymi, BIOSCS 33, 2000, 47–52 – Pairs of Synonyms in the Septuagint Psalter, in: HIEBERT, J.V. / COX, C.E. / GENTRY, P.J. (Hg.), The Old Greek Psalter (FS A. Pietersma), JSOT.S 332, 2001, 36–43


1494

PSALMEN

MURPHY, R.E., A Study of Psalm 72(71), Washington D.C. 1948 NICKLAS, T., Der Text und die Texte. Berührungspunkte von Textkritik, Textgeschichte und Interpretationsgeschichte am Beispiel von Ps 126, Bib. 81, 2000, 252–261 NIEHR, H., tw<m'l.c;, ThWAT 6, 1989, 1056–1059 NORDEN, E., Agnostos Theos. Untersuchungen zur Formengeschichte religiöser Rede, Leipzig 1913, Darmstadt 41956 NORDHEIM, M. VON, Geboren von der Morgenröte? Psalm 110 in Tradition, Redaktion und Rezeption, WMANT 117, 2008 OEPKE, A., e;kstasij, evxi,sthmi, ThWNT 2, 1935, 447–457 – o[plon, o`pli,zw, panopli,a 1–3b, ThWNT 5, 1954, 292–297 OLOFSSON, S., God is my Rock. A Study of Translation Technique and Theological Exegesis in the Septuagint, CB.OT 31, 1990 – The Crux Interpretum in Ps 2,12, SJOT 9, 1995, 186–199 – Death Shall Be Their Shepherd. An Interpretation of Psalm 49.15 in the Massoretic Text and the Septuagint, in: EVANS, C.A., The Interpretation of Scripture in Early Judaism and Christianity, JSP.S 33 (= SSEJC 7), 2000, 75–103 – Law and Lawbreaking in the LXX Psalms – a Case of Theological Exegesis, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 291–330 PARENTE, F., pro. e`wsfo,rou evxege,nnhsa, se: La traduzione dei LXX di Salmo 110, 3c. Alcune osservazioni sulla concezione del Messia come essere celeste preesistente alla creazione nel tardo giudaismo e nel cristianesimo antico, SCO 22, 1973, 176–199 PASSONI DELL’ACQUA, A., La metafora biblica di Dio come roccia e la sua soppressione nelle antiche versioni, EL 91, 1977, 417–453 – L’elemento intermedio in Gen 6,1–4 e nei Salmi, EL 98, 1984, 486–512 – L’immagine del »calpestare« dall’A.T. ai padri della chiesa, Anagennesis 4, 1986, 63–129 – »Come una tarma«: immagini di fragilità e/o distruzione nell’Antico Testamento, RivBib 41, 1993, 393–428 – Biblion e BIBLIA: la scrittura nella Scrittura. Osservazioni sul lessico del materiale scrittorio nella Bibbia greca, RivBib 54, 2006, 291–319 PETERSON, E., avlala,zw, ThWNT 1, 1933, 228 PETROFF, Y., LXX Translations for the Minor Sacral Instruments, in: KATZOFF, R. / PETROFF, Y. / SCHAPS, D. (Hg.), Classical Studies (FS D. Sohlberg), Ramat Gan 1996, 129–152 PIETERSMA, A., David in the Greek Psalms, VT 30, 1980, 213–226 – Septuagint Research: A Plea for a Return to Basic Issues, VT 35, 1985, 296–311 – The Present State of the Critical Text of the Greek Psalter, in: AEJMELAEUS, A. / QUAST, U. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter und seine Tochterübersetzungen, MSU 24, 2000, 12–32 – The Place of Origin of the Old Greek Psalter, in: DAVIAU, M. / WEVERS, J.W. / WEIGL, M. (Hg.), The World of the Aramaeans 1. Biblical Studies (FS P.-E. Dion), JSOT.S 324, 2001, 252–274 (= PIETERSMA, 2001a) – Exegesis and Liturgy in the Superscriptions of the Greek Psalter, in: TAYLOR, B.A. (Hg.), X Congress of the International Organization for Septuagint and Cognate Studies Oslo 1998, SCSt 51, 2001, 99–138 (= PIETERSMA, 2001b) – When Dauid fled Abessalom: A Commentary on the Third Psalm in Greek, in: PAUL, S.M., u.a. (Hg.), Emanuel. Studies in Hebrew Bible, Septuagint, and the Dead Sea Scrolls (FS E. Tov), VT.S 94, 2003, 645–659 – Empire Re-Affirmed. A Commentary on Greek Psalm 2, in: ELLENS, J.H. / ELLENS, D.L. / KALIMI, I. (Hg.), God’s Word for our world 2 (FS S.J. De Vries), JSOT.S 389, 2004, 47–62 (= PIETERSMA, 2004a) – An Ode among Psalms: A Commentary on the Fourth Greek Psalm, in: CRISP, S. / JINBACHIAN, M. (Hg.), Text, Theology, and Translation (FS J. de Waard), o.O. 2004, 147–161 (= PIETERSMA, 2004b) – The Seven Voices of the Lord. A Commentary on Septuagint Psalm 28, in: GARCÍA MARTÍNEZ, F. / VERVENNE, M. (Hg.), Interpreting Translation. Studies on the LXX and Ezekiel (FS J. Lust), BEThL 192, 2005, 311–329


PSALMOI

1495

PLANTIN, H., Psalmöverskrifternas omtolkning i Septuaginta-Psaltaren, SEÅ 63, 1998, 41–60 PLOEG, J. VAN DER, Le Ps 91 dans une recension de Qumran, RB 72, 1965, 210–217 PODECHARD, E., Le Psautier: Notes critiques. Psaumes 1–75, Lyon 1949 – Le Psautier: Traduction littérale, explication historique et notes critiques. Psaumes 76–100 et 110, Lyon 1954 PORCHER, M.-J., Quelques considérations sur l’usage du Psaume 32 dans l’épître aux Romains (Rm 4,1–12), RevSR 77, 2003, 552–564 PORTER, S.E., Verbal Aspects in the Greek New Testament with Reference to Tenses and Moods, SBG 1, 1989 POSNER, A., Stoischer Einfluß im LXX-Psalter, ZAW 43, 1925, 276 PREISKER, H., nefro,j, ThWNT 4, 1942, 912–913 – periou,sioj, ThWNT 6, 1959, 58–59 PREUSS, H.D., Psalm 88 als Beispiel alttestamentlichen Redens vom Tod, in: STROBEL, A. (Hg.), Der Tod – ungelöstes Rätsel oder überwundener Feind? Eine Ringvorlesung der AugustanaHochschule Neuendettelsau, Stuttgart 1974, 63–79 – !A[m', ThWAT 4, 1984, 1027–1030 PRINSLOO, W.S., Psalm 116: Disconnected Text or Symmetrical Whole?, Bib. 74, 1993, 71–82 PRINZIVALLI, E., Didimo il cieco e l’interpretazione dei Salmi, L’Aquila 1988 PRÖBSTL, V., Nehemia 9, Psalm 106 und Psalm 136 und die Rezeption des Pentateuchs, Göttingen 1997 QUELL, G., Struktur und Sinn des Psalms 131, in: MAASS, F. (Hg.), Das ferne und das nahe Wort (FS L. Rost), BZAW 105, 1967, 173–185 RAURELL, F., »Doxa« en la teologia i anthropología dels LXX, Barcelona 1996 REBIGER, B., Die magische Verwendung von Psalmen im Judentum, in: ZENGER, E. (Hg.), Ritual und Poesie. Formen und Orte religiöser Dichtung im Alten Orient, im Judentum und im Christentum, HBS 36, 2003, 265–281 REIM, G., Vom Hebräerbrief zum Johannesevangelium, anhand der Psalmenzitate, BZ 44, 2000, 92–99 RENAUD, B., La structure du Psaume 2, Transeuphratène 16, 1998, 57–70 RENGSTORF, K.H., ste,llw ktl., ThWNT 7, 1964, 588–599 RICHTER, W., Basilisk, KP 1, 1964, 837–838 RIGGENBACH, E., Der Brief an die Hebräer, KNT 14, 2.31922 RINGGREN, H., Some Observations on the Text of the Psalms, Maarav 5/6, 1990, 307–309 – bg:f', ThWAT 7, 1993, 706–709 ROBINSON, A., Three Suggested Interpretations in Ps. LXXXIV, VT 24, 1974, 378–381 ROSE, A., L’influence des Septante sur la tradition chrétienne, QLP 46, 1965, 192–211.284–301 RÖSEL, M., Übersetzung als Vollendung der Auslegung. Studien zur Genesis-Septuaginta, BZAW 223, 1994 – Die Psalmüberschriften des Septuaginta-Psalters, in: ZENGER, E. (Hg.), Der SeptuagintaPsalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 125–148 RUDOLPH, W., »Aus dem Mund der jungen Kinder und Säuglinge . . . «, in: DONNER, H. / HANHART, R. / SMEND, R. (Hg.), Beiträge zur Alttestamentlichen Theologie (FS W. Zimmerli), 1977, 388–396 RÜSEN-WEINHOLD, U., Der Septuaginta-Psalter in seinen verschiedenen Textformen zur Zeit des Neuen Testaments, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 61–87 – Der Septuaginta-Psalter im Neuen Testament. Eine textgeschichtliche Untersuchung, Neukirchen-Vluyn 2004 RUPPERT, L., xxv, ThWAT 7, 1993, 1210–1214 SAILHAMER, J.H., The Translational Technique of the Greek Septuagint for the Hebrew Verbs and Participles in Psalms 3–41, Studies in Biblical Greek 2, 1991 SAND, A., diafqei,rw, diafqora,, EWNT 1, 1980, 760–761 – sa,rx, EWNT 3, 1983, 549–557 – yuch,, EWNT 3, 1983, 1197–1203


1496

PSALMEN

SANDT, H. VAN DE, The Quotations in Acts 13,32–52 as a Reflection of Luke’s LXX Interpretation, Bib. 75, 1994, 26–58 SCARPAT, G., Parrhesia greca, parrhesia cristiana, Brescia 22001 SCHAPER, J.L.W. (= SCHAPER, J.), The Unicorn in the Messianic Imagery of the Greek Bible, JThS 45, 1994, 117–136 – Eschatology in the Greek Psalter, WUNT 2/76, 1995 – Der Septuaginta-Psalter. Interpretation, Aktualisierung und liturgische Verwendung der biblischen Psalmen im hellenistischen Judentum, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Psalter in Judentum und Christentum, HBS 18, 1998, 165–183 – Die Renaissance der Mythologie im hellenistischen Judentum und der Septuaginta-Psalter, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 171–183 SCHENKER, A., Hexaplarische Psalmenbruchstücke. Die hexaplarischen Psalmenfragmente der Handschriften Vaticanus Graecus 752 und Canonicianus Graecus 62, OBO 8, 1975 – Gewollt dunkle Wiedergaben in LXX? Am Beispiel von Ps 28 (29),6, Bib. 75, 1994, 545– 555 (= SCHENKER, 1994a) – Rez. von OLOFSSON, S., God is my Rock. A Study of Translation and Theological Exegesis in the Septuagint, CB.OT 31, 1990, ThR 90, 1994, 29–30 (= SCHENKER, 1994b) – Götter und Engel im Septuaginta-Psalter. Text- und religionsgeschichtliche Ergebnisse aus drei textkritischen Untersuchungen, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter, HBS 32, 2001, 185–195 – Le Psautier à la lumière du Ps 151, in: FIEGUTH, R. / MARTINI, A. (Hg.), Die Architektur der Wolken. Zyklisierung in der europäischen Lyrik des 19. Jahrhunderts, Bern 2005, 21–27 – Critique textuelle et littéraire au Ps 110[109],3. Les initiatives de la Septante et de l’édition protomassorétique à la fin du 3e ou au 2e siècle, in: HIMBAZA, I. / SCHENKER, A. (Hg.), Un carrefour dans l’histoire de la Bible. Du texte à la théologie au IIe siècle avant J.-C., OBO 233, 2007, 112–130 SCHILDENBERGER, J., Einige beachtliche Septuaginta-Lesarten in den Psalmen, in: SCHREINER, J. (Hg.), Wort, Lied und Gottesspruch. Beiträge zur Septuaginta (FS J. Ziegler, Bd. I), fzb 1, 1972, 145–159 SCHLIER, H., parrhsi,a, ThWNT 5, 1954, 869–884 SCHMIDT, K.L. / SCHMIDT, M.A., pa,roikoj ktl. A–C 1, ThWNT 5, 1954, 840–848 SCHMITT, A., Ps 16,8–11 als Zeugnis der Auferstehung in der Apg, BZ 17, 1973, 229–248 – Interpretation der Genesis aus hellenistischem Geist, ZAW 86, 1974, 137–163 SCHMITZ, O., parakale,w, para,klhsij AB, ThWNT 5, 1954, 771–777 SCHNEIDER, J., Pneu/ma h`gemoniko,n. Ein Beitrag zur Pneuma-Lehre des NT, ZNW 34, 1935, 62– 69 SCHRAGE, W., »Ein Tag ist beim Herrn wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag«. 2 Petr 3,8, in: Glaube und Eschatologie (FS W. G. Kümmel), Tübingen 1985, 267–276 SCHRENK, G., di,kh ktl. A–B, ThWNT 2, 1935, 180–229 SCHRÖGER, F., Der Verfasser des Hebräerbriefes als Schriftausleger, BU 4, 1968 SCHRÖTEN, J., Entstehung, Komposition und Wirkungsgeschichte des 118. Psalms, BBB 95, 1995 SCHÜRER, E., Geschichte des jüdischen Volkes im Zeitalter Jesu Christi, Bd. 2, Leipzig 41907 SCHWEIZER, E. / BAUMGÄRTEL, F. / MEYER, R., sa,rx, ThWNT 7, 1964, 98–151 SEELIGMAN, I.L., The Septuagint Version of Isaiah and Cognate Studies, FAT 40, 2004 SEILER, S., Theologische Konzepte in der Septuaginta. Das theologische Profil von 1 Chr 16,8ff. LXX im Vergleich mit Ps 104; 95; 105 LXX, in: ZENGER, E. (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 197–225 SEYBOLD, K., Die Wallfahrtspsalmen. Studien zur Entstehungsgeschichte von Psalm 120–134, BThSt 3, 1978 – Die Psalmen, HAT 1/15, 1996 – Psalm 104 im Spiegel seiner Unterschrift, in: SEYBOLD, K., Studien zur Psalmenauslegung, 1998, 161–172


PSALMOI

1497

SIEGERT, F., Zwischen Hebräischer Bibel und Altem Testament. Eine Einführung in die Septuaginta, MJSt 9 und 13, 2001/2003 (= SIEGERT) SLOMOVIC, E., Toward an Understanding of the Formation of Historical Titles in the Book of Psalms, ZAW 91, 1979, 350–380 SOGGIN, J.A., bwv, THAT 2, 1976, 884–891 SOLLAMO, R., The Simile in Ps 74:5: A Wood-Cutter Entering a Forest Wielding Axes?, SEÅ 54, 1989, 178–187 SPIECKERMANN, H., Heilsgegenwart, FRLANT 148, 1989 STEVE, M.A. / BENOÎT, P., Une cruche avec inscription biblique, RB 56, 1949, 433–442 STEYN, G.J., Septuagint Quotations in the Context of the Petrine and Pauline Speeches of the Acta Apostolorum, Kampen 1995 STOLZ, F., ble, THAT 1, 1984, 861–867 STROBEL, A., Der Brief an die Hebräer, NTD 9/2, 131991 STROLA, G., Il desiderio di Dio. Studio dei Salmi 42–43, Assisi 2003 TATE, M.E., Psalms 51–100, WBC 20, 1990 TILLY, M., Psalm 110 zwischen hebräischer Bibel und Neuem Testament, in: SÄNGER, D. (Hg.), Heiligkeit und Herrschaft. Intertextuelle Studien zu Heiligkeitsvorstellungen und zu Psalm 110, BThSt 55, 2003, 146–170 TOURNAY, R.J., Psaumes 57, 60 et 108: Analyse et interprétation, RB 96, 1989, 5–26 TOV, E., The Impact of the LXX Translation of the Pentateuch on the Translation of the Other Books, in: CASETTI, P. (Hg.), Mélanges D. Barthélemy (FS D. Barthélemy), OBO 38, 1981, 577–592 – Die griechischen Bibelübersetzungen, in: ANRW 2/20.1, 1987, 124–189 – Greek Words and Hebrew Meanings, in: MURAOKA, T. (Hg.), Melbourne Symposium of Septuagint Lexicography, SCSt 28, 1990, 83–126 – The Greek and Hebrew Bible. Collected Essays on the Septuagint, VT.S 72, 1999 TRAUB, H., ouvrano,j ktl. C–D, ThWNT 5, 1954, 509–543 UCHELEN, N.A. VAN, De LXX-Interpretatie van Ps 29, NedThT 24, 1969/1970, 171–181 VANG, C., Ps 2,11–12 – A New Look at an Old Crux Interpretum, SJOT 9, 1995, 163–184 WALLIS, G., #qy, ThWAT 3, 1982, 849–855 WASCHKE, E.-J., #br, ThWAT 7, 1993, 320–325 WATSON, W.G.E., Classical Hebrew Poetry. A Guide to its Techniques, Sheffield 1984 WEBER, B., Psalm 77 und sein Umfeld. Eine poetologische Studie, BBB 103, 1995 – Werkbuch Psalmen 2: Die Psalmen 73 bis 150, Stuttgart 2003 WEINREICH, O., Ciceros Hymnus an die Philosophie und ein Psalmenvers (1958), in: DERS., Ausgewählte Schriften 3, Amsterdam 1979, 381–394 WEISER, A., Die Psalmen, ATD 14/15, 51959 WEREN, W.J.C., Psalm 2 in Luke-Acts: an Intertextual Study, in: DRAISMA, S. (Hg.), Intertextuality in Biblical Writings (FS B. van Iersel), Kampen 1989, 189–203 – Jesus’ Entry in Jerusalem. Mt 21,1–17 in the Light of the Hebrew Bible and the Septuagint, in: TUCKETT, C.M. (Hg.), The Scripture in the Gospels, BEThL 131, 1997, 117–141 WEVERS, J.W., The Rendering of the Tetragram in the Psalter and Pentateuch: A Comparative Study, in: HIEBERT, J.V. / COX, C.E. / GENTRY, P.J. (Hg.), The Old Greek Psalter, JSOT.S 332, 2001, 21–35 WILHELMI, G., Der Hirt mit dem eisernen Zepter. Überlegungen zu Psalm II 9, VT 27, 1977, 196–204 WILLIAMS, T.F., Towards a Date for the Old Greek Psalter, in: HIEBERT, J.V. / COX, C.E. / GENTRY, P.J. (Hg.), The Old Greek Psalter (FS A. Pietersma), JSOT.S 332, 2001, 248–276 WINDISCH, H., ba,rbaroj, ThWNT 1, 1933, 544–551 WOLFF, H.W., Anthropologie des Alten Testaments, München 51990 WRIGHT, B.G., Dou/loj and Pai/j as Translations of db[: Lexical Equivalences and Conceptual Transformations. IX Congress of the International Organization for Septuagint and Cognate Studies, SCSt 45, 1997, 263–277 WRIGHT, R.B., The Psalms of Solomon, the Pharisees, and the Essenes, in: KRAFT, R.A. (Hg.), Proceedings for the International Organization for Septuagint and Cognate Studies and the Society of Biblical Literature. Pseudepigrapha Seminar, SCSt 2, 1972, 136–154


1498

PSALMEN

1

WÜRTHWEIN, E., Der Text des Alten Testaments. Eine Einführung in die Biblia Hebraica, Stuttgart 51988 WUTZ, F., Die Psalmen textkritisch untersucht, München 1925 ZENGER, E., Das Mythische in den Psalmen 84 und 85, in: LANGE, A. / LICHTENBERGER, H. / RÖMHELD, D. (Hg.), Mythos im Alten Testament und seiner Umwelt (FS H.-P. Müller), BZAW 278, 1999, 233–251 – Götter- und Götterbildpolemik in Ps 112–113 LXX = Ps 113–115 MT, in: ZENGER, E (Hg.), Der Septuaginta-Psalter. Sprachliche und theologische Aspekte, HBS 32, 2001, 229–255 – Der Psalter im Horizont von Tora und Prophetie, in: AUWERS, J.M. / DE JONGE, H.J. (Hg.), The Biblical Canons, BEThL 163, 2003, 111–134 ZERNECKE, A.E., Lectio probabilior. Ein neuer Vorschlag zu Ps 22,22, Kleine Untersuchungen zur Sprache des Alten Testaments und seiner Umwelt (KUSATU) 10, 2009, 39–65 ZWICKEL, W., »Opfer der Gerechtigkeit« (Dtn. XXXIII 19; Ps. IV 6, LI 21), VT 45, 1995, 386–391

Zusammenstellung der Literatur: Ralph Brucker

ERLÄUTERUNGEN DAS ERSTE BUCH (PSALM 1–40) Psalm 1 LXX

wird christlich erstmals bei Justin, apol. 40,8–10, vollständig zitiert Psalm 1 (unmittelbar gefolgt von Ps 2). 1 In Barn 10,10 wird Ps 1,1 im Zusammenhang einer allegorischen Deutung der mosaischen Speisegebote zitiert (vgl. auch die Verwendung von mele,th aus Ps 1,2 in Barn 10,11). Selig der Mann: Die LXX übersetzt die als Ausrufesatz fungierende determinierte cstr.-Verbindung vyaih'-yrEv.a; (»Glücklich der Mensch!«) mit einem nominalen Ausrufesatz ohne Artikel: maka,rioj avnh,r. Zur undeterminierten Wiedergabe dieses determinierten Ausdrucks vgl. u.a. Ps 33,9; 39,5. Der Unterschied ist geringfügig, da man sowohl den MT als auch die LXX im Sinne von »selig, wer« oder »glücklich, wer« (HAL, 96) bzw. »selig jemand, der« oder »glücklich jemand, der« (vgl. HAL, 42; LSJ, 138) interpretieren kann. wandelte: Die LXX gibt in V.1 das hebr. Perf. mit dem griech. Aor. wieder. Diese Übersetzungsweise basiert offensichtlich auf einer Art Wiedergaberegel (vgl. SAILHAMER, 1991). Oft ist diese Art der Übs. korrekt; hier führt sie dazu, dass im Griechischen das beschriebene Handeln sich auf die Vergangenheit und nicht wie im Hebräischen auf die Gegenwart bezieht, es sei denn, der Aor. ist an dieser Stelle gnomisch zu verstehen. Sitz der Verdorbenen: Das hebr. Subst. bvwm bedeutet gewöhnlich »Wohnsitz, Aufenthaltsort«, in bestimmten Fällen auch »Sitz«, »Sitzplatz« (z.B. 1Sam 20,18; dort übersetzt die LXX wie in Ps 1,1). Die Wiedergabe mit kaqe,dra »Sitz, Stuhl« entspricht daher dem Kontext. Die Verwendung von loimo,j »Verderben, verderblich(er Mensch)« für das hebr. #l »Spötter« begegnet auch in Spr 19,25; 21,24; 22,10; 24,9; vgl. Hos 7,5. In Apg 24,5 wird Paulus von seinen Anklägern als loimo,j bezeichnet (vgl. dazu auch Demosthenes, or. 25,80). 2 Gesetz: Der Psalterübersetzer gibt das hebr. Subst. hrwt »Weisung, Gesetz« durchgängig mit no,moj »Gesetz« wieder (s. auch zu Ps 118,1). Damit macht er


PSALMOI

1

1499

sich eine Entscheidung zu eigen, die schon die Übersetzer des Pentateuchs getroffen hatten (vgl. dazu TOV, 1999, 261; AUSTERMANN, 2003, 109–114). Gefallen: Zur Wiedergabe von #px »Gefallen« verwendet die LXX mit qe,lhma ein Subst., das »Wollen« bedeutet; allerdings hat das Verb qe,lw häufig die Bedeutung »Gefallen haben an«; s. zu Ps 17,20; anders LÓPEZ VEGO, 2000, 314. sinnen: Der Psalterübersetzer gibt das relativ seltene, dem hebr. Pentateuch unbekannte Verb hgh + b »nachdenken über« mit meleta,w + evn »nachsinnen über« wieder; vgl. auch Ps 2,1; 34,28; 36,30; 37,13; 62,7; 70,24; 76,13 sowie Jos 1,8; Ijob 27,4; Spr 8,7; Jes 16,7 u.ö. 3–6 In Barn 11,6–8 wird Ps 1,3–6 erstmals christlich zitiert, und zwar als Prophetenstelle (kai. pa,lin evn a;llw| profh,th| le,gei). Hierbei werden die »Wasserbäche« und der »Baum« (xu,lon, vgl. auch zu Ps 95,10) typologisch auf die Taufe und das Kreuz bezogen (11,1.8). 3 Wasserbächen: Durch die Verwendung von die,xodoj (zu Verwendung und Bedeutungsumfang des Wortes vgl. MICHAELIS, 1954, 112f.) erhält die Wegmetaphorik im Griechischen noch mehr Gewicht als im hebr. Text (vgl. V.1b.3d.6ab); s.u. zu V.3d. abfallen: Das Verb avporre,w »abfallen« stellt eine freie Wiedergabe von lbn I »verwelken« dar. Die Verwendung des griech. Wortes erklärt sich aus dem unmittelbaren Kontext des Bildes; vgl. auch die Verwendung von avpopi,ptw für lbn I in Ps 36,2. gelingen: Mit kateuodo,w im Pass., wörtl. »guten Fortgang haben« (vgl. noch Ps 36,7; Spr 17,23; Dan 8,11Th; 1Makk 2,47), wird ein weiteres von o`do,j abgeleitetes Wort verwendet; s. zu V. 3d (»Wasserbächen«). 4 Nicht so ... nicht so: Im Griechischen tritt der Gegensatz zwischen V.1–3 und V.4 durch das wiederholte »nicht so« noch stärker in den Vordergrund als im MT. Staub: Die Wiedergabe von #m »Spreu« mit cnou/j »Staub« findet sich auch in Ps 34,5. vom Angesicht der Erde wegreißen wird: Da der LXX-Psalter im Umfang kaum vom MT abweicht, ist es denkbar, dass der Ausdruck avpo. prosw,pou th/j gh/j »vom Angesicht der Erde« auf eine entsprechende hebr. Vorlage zurückgeht, möglicherweise hmdah ynp l[m (vgl. AUSTERMANN, 2001a, 487). Das Verb evkri,ptw steht hier für das hebr. Verb @dn »auseinandertreiben« (anders in Ps 67,3a). 5 aufstehen: Der MT lässt sich in dem Sinn interpretieren, dass die Frevler im Gericht nicht »aufstehen«, d.h. nicht bestehen werden. Spätere Deutungen konnten jedoch im Verb avni,stamai (genauso wie in ~wq) den Sinn »auferstehen« erkennen. So hat Ps 1,5 in christl. Interpretation (z.B. Eusebius, PG 23, 79) eine eschatologische Auslegung erfahren, da das Verb avni,stamai mehrdeutig wurde, vgl. schon PsSal 3,12. Vgl. auch KOCH, 1994, 224–242, und MAIER, 1987, 353–365, für die jüd. Wirkungsgeschichte von Ps 1,5. Ob der Psalterübersetzer schon auf die Auferstehung der Gerechten anspielen wollte, ist angesichts der standardmäßigen Wiedergabe von ~wq »aufstehen« durch avni,stamai kaum nachzuweisen (anders SCHAPER, 1995, 47).


1500

PSALMEN

1.2

Rat: Der MT bietet das Subst. td[ »Versammlung (von)«. Bei der LXXWiedergabe boulh, handelt es sich vermutlich um die Übs. einer vom MT leicht abweichenden Vorlage tc[ »Rat (von)«. Für diese Annahme spricht, dass der Psalterübersetzer sonst an keiner Stelle boulh, als Äquivalent für hd[ gebraucht, sondern ausnahmslos sunagwgh,, und zwar in Ps 7,8; 21,17; 67,31; 73,2; 81,1; 85,14; 105,17.18; 110,1. Zugleich übersetzt er hc[ fast immer mit boulh,, so Ps 1,1; 12,3; 13,6 u.ö. Durch die Verwendung von boulh, in V.1 und V.5 wird in der LXX der gesamte Psalm gleichsam gerahmt. Eberhard Bons Psalm 2 LXX

Psalm 2 wird christlich erstmals bei Justin, apol. 40,11–19, vollständig zitiert (unmittelbar anschließend an Ps 1). 1–2 Ps 2,1–2 erfährt in 4Q174 III,18 eine eschatologische (vgl. MAIBERGER, 1988, 93–101), in Apg 4,25–27 eine christologische Deutung (vgl. WEREN, 1989, 197; BONS, 1995b, 170f.). 1 sind die Völkerschaften übermütig geworden .. . die Völker: Der LXX-Psalter hat die Tendenz, das Subst. ywg »Volk« mit e;qnoj wiederzugeben (vgl. noch V.8a), das Subst. ~al »Volk« jedoch mit lao,j (vgl. Ps 7,8; 9,9; 43,3; 104,44; 148,11). Dagegen steht e;qnoj für ~al in Ps 46,4; 64,8; 66,5(2x). Das Verb frua,ttw, das für das Hapleg. vgr »unruhig sein« steht, begegnet noch zweimal in der LXX und dient jeweils zur Beschreibung des heidnischen Herrschers (2Makk 7,34; 3Makk 2,2); das Subst. fru,agma »stolzes Benehmen« kennt Philon in der Auslegung von Gen 27,40, wo ebenfalls vom Abschütteln des Jochs die Rede ist (LA 3,193). ersonnen: Im Unterschied zu Ps 1,2 wird meleta,w hier trans. gebraucht. 2 Aufgestellt haben sich: Das Verb pari,stamai kann auch die Konnotation der militärischen Bedrohung haben (vgl. BAUER, 1268). haben sich .. . versammelt: Das Pass. von suna,gw steht für das seltene Verb dsy II »beratschlagen«; vgl. zu Ps 30,14 sowie BONS, 1992. In Mt 22,34 liegt wohl eine Anspielung an Ps 2,2b vor (so KEITH, 2000). am selben Ort: Die Wendung evpi. to. auvto, kann auch »miteinander« bedeuten (BAUER, 248). Zwischenspiel: Das Wort dia,yalma hat im MT nicht das übliche Äquivalent hls. Zu den möglichen Funktionen von dia,yalma (Strophengliederung?) vgl. IRIGOIN, 1993. 3 zerreißen .. . werfen: Phonetisch auffällig sind die Alliteration in V.3a (diarrh,xwmen .. . desmou,j) sowie die Verwendung zweier Komposita mit doppeltem r-Laut in der dritten Silbe. Im MT bilden die beiden Verben eine Alliteration. Zur Entsprechung von diarrh,gnumi und qtn vgl. Ps 106,14. ihr Joch: MT »ihre Stricke«. Nur hier sowie in Jes 5,18; Ijob 39,10 steht zugo,n für twb[ »Stricke«, dagegen in Ps 128,4 auvch,n »Hals, Nacken«, in Ps 117,27 puka,zw (Part.) »fest/dicht machen«. Die Parallelität von zugo,j/zugo,n und desmo,j, die beide metaph. gebraucht werden können, ist u.a. in Jer 2,20; 5,5; 37,8LXX bezeugt; vgl. Lev 26,13.


PSALMOI

4

5

6

7

8 9

2

1501

laut auslachen . .. verhöhnen: Der MT hat die Verba qxf »lachen« und g[l »spotten«. Die LXX gebraucht hier nicht die ebenso trans. verwendbaren nicht zusammengesetzten Verben gela,w »lachen« und mukthri,zw, eigentlich »die Nase rümpfen« (so Hieronymus, CCL 72, 182: »rugata fronte et contracto naso«; vgl. HELBING, Ks, 23; SPICQ, 1058f.), sondern dem KoineSprachgebrauch gemäß (vgl. BDR § 116,1) Komposita, hier mit evk-, wodurch die Parallelität beider Verben noch stärker zum Ausdruck kommt als im MT. Zu den gemeinten Subj. von V.4–5 s.u. zu V.7. Zorn .. . Grimm: Zum griech. Vokabular für das Wortfeld »Zorn« vgl. MURAOKA, 2001, 37–39. erschrecken: Im Psalter entspricht hebr. lhb immer griech. tara,ssw. Das griech. Verb übersetzt darüber hinaus eine große Anzahl seltener hebr. Verben (vgl. SPICQ, 1514). Ich .. . von ihm . .. seinem: Dem adversativen ynaw »ich aber« entspricht hier evgw. de,. Das hebr. Verb wurde offenbar passivisch als nif. gelesen, was entsprechende Transformationen des Satzes zur Folge hat. Der Sprecher des Verses ist daher der irdische König, der von Gott eingesetzt worden ist. Dabei mache ich . .. bekannt: Das Part. diagge,llwn hat den irdischen König als Subj. Übersetzt man mit »Dabei macht er ... bekannt«, dann ist das Part. syntaktisch abhängig von den Verben von V.5. In jedem Fall liegt es nahe, dass das gemeinte Subj. von V.5 der irdische König ist, ja dass dieser, als o` ku,rioj bezeichnet, schon in V.4b auftritt. Während V.4a sich auf Gottes Reaktion im Himmel bezieht, würde V.4b diejenige des von ihm eingesetzten Jerusalemer Königs wiedergeben (so auch Theodoret von Cyrus, PG 80, 877, der diese Differenzierung mit V.2c begründet: du,o prosw,pwn evfexh/j me,mnhtai\ kai. prw/ton me.n Kuri,ou kai. Cristou/). Wenn dagegen Gott das Subj. von V.4– 5 ist, entsteht das Problem, dass die wörtliche Rede von V.6 sehr unvermittelt einsetzt. Der MT liest »ich will kundtun«, wobei das Subj. ebenfalls mit dem irdischen König zu identifizieren ist. Im NT erfährt Ps 2,7 eine christologische Interpretation und gilt als Schriftbeweis für die Auferstehung Jesu (Apg 13,33; ausführlich dazu VAN DE SANDT, 1994, 30–33; STEYN, 1995, 170–176), für die Subordination der Engel unter ihn (Hebr 1,5; vgl. 2Clem 36,4) sowie für seine Einsetzung zum Hohenpriester (Hebr 5,5). Der Herr: Im MT fehlt ein entsprechendes hwhy. Die LXX betont also, dass das zuvor genannte pro,stagma kuri,ou in der in V.7bc enthaltenen Erklärung besteht (ähnlich RENAUD, 1998, 60). dir: Das Pronomen fehlt im MT, vgl. V.11 »ihm«. Erbe: Zu den Konnotationen von klhronomi,a, die weitgehend denen von hlxn »Erbe« entsprechen, vgl. DORIVAL, 1996, 538. weiden: Wohl aufgrund der Erwähnung des Stabs liest die LXX das hebr. Verb als h[r »weiden« (vgl. Mi 5,5; 7,14). Dabei kommt eine Art Oxymoron zustande: weiden – aber mit einem eisernen Stab (vgl. WILHELMI, 1977, 202). Die MT-Verbform ~[rt wird von [[r II »zerschlagen« abgeleitet, dem auch das parallele #pn pi. »zerschmettern« entspricht. PsSal 17,23–24 schreibt ein analoges Handeln dem endzeitlichen Davidssohn zu. Eine messianische Aus-


1502

PSALMEN

2.3

legung des Verses kennt auch Offb 19,15 (vgl. 12,5), während Offb 2,27 die Macht über die Völker dem nikw/n, dem bis zum Ende Gläubigen, zusagt. 10 lasst euch unterweisen, all ihr, die ihr die Erde richtet: Das Wort pa,ntej hat keine Entsprechung im MT; anders Ps 148,11. Zu paideu,qhte s. zu V.12 sowie PIETERSMA, 2004a, 57. 11 ihm: Das Pronomen fehlt im MT, vgl. V.8 »dir«; vgl. dazu PIETERSMA, 2004a, 59. 12 Ergreift die Unterweisung: Zum Gen. bei dra,ssomai s. HELBING, Ks, 128. Weder die LXX noch die jüd. Literatur griech. Sprache kennen den Gebrauch des Verbs mit abstraktem Obj., er ist jedoch anderswo bezeugt (Belege bei OLOFSSON, 1995, 192). Die Abweichung der LXX vom MT (rb wqvn »küsst den Sohn«?) notieren schon antike Autoren (vgl. Hieronymus, CCL 72, 182). Wie der MT zu deuten ist und ob die LXX rb wqvn paraphrasiert (so VANG, 1995, 173; CARDELLINI, 2008, 28.33f.) oder eine hebr. Textvariante wiedergibt (so OLOFSSON, 1995, 199), ist umstritten. Fest steht, dass die LXX den Appell zur Einsicht aus V.10b (paideu,qhte) entfaltet (so auch PIETERSMA, 2004a, 60) und zugleich mit dem Motiv der zu ergreifenden paidei,a einen zentralen Begriff griech. Erziehungsdenkens einführt (vgl. LAMARCHE, 1984, 33; MAIBERGER, 1988, 91). Herr: Zusatz im Vergleich zum MT. gerechten Weg: Der MT hat nur »Weg«. Mit der Thematik des gerechten Weges stellt die LXX eine im MT eher implizite Verbindung zu Ps 1,6 (o`do.j dikai,wn) her und bringt das gerechte Leben der Gesetzestreuen mit dem Gedanken der paidei,a in Verbindung (vgl. u.a. Spr 6,23LXX; 4Makk 1,17). Eberhard Bons Psalm 3 1

2 3

bezogen auf David: Der MT liest dwdl, das man gewöhnlich als »von David (verfasst)« oder als »David gewidmet« deutet (ausführlich dazu CRAIGIE, 1983, 33–35). Der griech. Dat. tw/| Dauid lässt die erste Deutung kaum zu, wiewohl sich in der LXX die Tendenz zeigt, mehr Psalmen als im MT bestimmten Situationen im Leben Davids zuzuordnen (vgl. dazu PIETERSMA, 1980). Da die LXX außerdem den Gen. tou/ Dauid kennt, der wohl im Sinne einer Verfasserangabe zu verstehen ist (Ps 25,1; 26,1; 27,1; 28,1; 36,1), hat der Dat. tw/| Dauid wohl eine andere Bedeutung, möglicherweise »bezogen auf David« (zum Dat. der Beziehung vgl. BDR § 197); so schon Didymos der Blinde (PTS 15, Frg. 16) mit Berufung auf Vorgänger (vgl. dazu DORIVAL, 1999, 168f.). wie: Zum adverbiellen ti, i.S.v. »wie!« vgl. BDR § 299,3 mit Anm. 4. vermehrt: Der Aor. steht für ein perfektisches Präs., vgl. BDR § 333,1b. in Bezug auf meine Seele: Der Dat. th/| yuch/| mou steht für hebr. yvpnl. Die in V.3b beginnende direkte Rede legt nahe, in th/| yuch/| mou kein indirektes Obj. zu sehen, sondern einen Dat. der Beziehung (BDR § 197). BRENTON hat »concerning my soul«; anders PIETERSMA, 2003, 650f. durch seinen Gott: Der MT hat nur »durch Gott«.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook