Der König der Herrlichkeit
1 VON DAVID, EIN PSALM.
Dem HERRN gehört die Erde mit allem, was sie erfüllt. Ihm gehört das Festland mit seinen Bewohnern.
2 Denn über dem Meer hat er die Erde verankert, über den Fluten der Urzeit macht er sie fest.
3 Wer darf hinaufziehen zum Berg des HERRN und wer darf seinen heiligen Ort betreten?
4 Jeder, der mit schuldlosen Händen und ehrlichem Herzen dort erscheint! Jeder, der keine Verlogenheit kennt und keinen Meineid schwört.
5 Wer das tut, wird Segen empfangen vom HERRN und gerecht gesprochen von Gott, der ihm hilft.
6 Dies ist die Generation, die nach ihm fragt: Sie suchen dein Angesicht, Gott Jakobs. SELA.
über dem Meer: Im Alten Orient gab es die Vorstellung, dass die Erde auf Pfeilern ruht, die im unterirdischen Meer verankert sind. Berg des HERRN: Der Berg Zion mit dem Tempel in Jerusalem. Meineid: Eine Lüge, die mit einem Schwur bekräftigt wird. Angesicht suchen: Wer mit einem Anliegen vor Gott treten darf, kann auf seine Hilfe hoffen. Sela: Zeichen zum Atemholen.
7 Ihr Tore des Tempels, seid hocherfreut!
Ihr Türen der Urzeit, öffnet euch weit!
Es kommt der König der Herrlichkeit!
8 Wer ist der König der Herrlichkeit?
Es ist der HERR – er ist stark und mächtig!
Es ist der HERR – er ist machtvoll im Kampf!
9 Ihr Tore des Tempels, seid hocherfreut!
Ihr Türen der Urzeit, öffnet euch weit!
Es kommt der König der Herrlichkeit!
10 Wer ist der König der Herrlichkeit?
Es ist der HERR der himmlischen Heere.
Er ist der König der Herrlichkeit! SELA.
Türen der Urzeit: Nach dieser Vorstellung wurden die Tore des Jerusalemer Tempels bereits geschaffen, als Gott die Welt gegründet hat. König: Ehrentitel für Gott, der als Herrscher der Welt verehrt wird und für Recht und Gerechtigkeit sorgt. himmlische Heere: Hebräisch Zebaot. Der Beiname bringt die ganze Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.
Eingeladen
Noch 24 Mal schlafen, dann kommt das Christkind. Damit die Zeit sich zumindest gefühlt verkürzt, öffnen Kinder jeden Tag ein Türchen des Adventskalenders. Zur Zeit des Psalmbeters
David gibt es diesen noch nicht, dennoch ist er schon voller Hoffnung auf den, der da kommt.
Der Tempel ist nicht nur ein Gebäude, sondern er ist der Ort, an dem Gott selbst wohnt. Und es stellt sich die Frage, wen Gott dort besuchen kann. Die Einlasskontrolle ist streng: schuldlos, ehrlich und gottesfürchtig muss man sein. Doch nur einer erfüllt diese Voraussetzungen zu 100 Prozent. Es ist der König der Herrlichkeit, für den sich die Tore weit öffnen sollen. Um einem Gast im Orient zu zeigen, wie willkommen er ist, hat man Türen sogar aus den Angeln gehoben. Weiter konnte man sie wirklich nicht öffnen. Seitdem Jesus in diese Welt gekommen ist, haben sich die Tore zu Gottes Wohnung nie wieder verschlossen. Sein Einzug ist die Grundlage und die Einladung, damit wir durch diese Tür schreiten und bei Gott sein können.
Die nächsten 24 Tage ermöglichen ein Nachdenken über das Kommen von Jesus in diese Welt.
Mein Bibeltagebuch
ADVENTSKALENDER
Der Adventskalender entstand im Laufe des 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Eine erste Form war ein Kalender mit Kreidestrichen: Ärmere, vor allem zunächst protestantische Familien schlossen sich dem neuen Brauch an und malten Kreidestriche an die Wand, die Schranktür oder den Türrahmen. Die Kinder durften bis zum Weihnachtsfest von den 24 Kreidestrichen jeden Tag einen Strich abwischen. Waren Wand, Tür oder Türrahmen wieder ohne Kreidestriche, war die Zeit von Heiligabend gekommen.
Ihr Tore des Tempels, seid hocherfreut! Ihr Türen der Urzeit, öffnet euch weit! Es kommt der König der Herrlichkeit! Psalm 24,7
LICHTSTRAHLEN
Das große Licht und der neue Friedenskönig
1 Das Volk, das in der Finsternis lebt, hat ein großes Licht gesehen. Es scheint hell über denen, die im düsteren Land wohnen.
2 Gott, du lässt sie laut jubeln, du schenkst ihnen große Freude. Sie freuen sich vor dir, wie man sich bei der Ernte freut. Sie jubeln wie beim Verteilen der Beute.
3 Zerbrochen hast du das drückende Joch, die Stange auf ihrer Schulter und den Schlagstock der Peiniger. Es ist wie damals, als die Midianiter besiegt wurden.
4 Verbrannt wird jeder Stiefel, mit dem die Soldaten dröhnend marschierten. Ins Feuer geworfen wird jeder Mantel, der im Krieg mit Blut getränkt wurde.
5 Denn uns wurde ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt worden. Ihm wurde die Herrschaft übertragen. Er trägt die Namen: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedefürst.
Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Hier Bild für die assyrische Fremdherrschaft. Midianiter: Vom Sieg Israels über die Midianiter erzählt Richter 7,9-25. Namen: Solche Namen wurden dem König bei seiner Thronbesteigung verliehen. Sie stellen in gewisser Weise sein Regierungsprogramm dar.
6 Seine Herrschaft ist groß und bringt Frieden ohne Ende. Er regiert als König auf dem Thron Davids und schafft Recht und Gerechtigkeit.
So festigt und stärkt er sein Königreich jetzt und für immer.
Der HERR Zebaot bewirkt das in seiner leidenschaftlichen Liebe.
Thron Davids: David wurde von Gott versprochen, dass immer ein Nachkomme aus seinem Königshaus in Jerusalem regieren wird; vgl. 2. Samuel 7,12-16.
Die Nacht ist vorbei
Krieg, Unrecht und Finsternis, das ist so oft Realität in unserer kleinen und großen Welt. Da fragt man sich unweigerlich, wann und wo endlich Frieden, Gerechtigkeit und Licht durchbrechen. Man könnte meinen, die Zeilen des Propheten sind leere Worte in einer Welt, in der sich doch nichts ändert. Denn das Volk Gottes lebt in der Fremde und wird von anderen beherrscht. Jesaja zeigt uns, was wahre Hoffnung bedeutet. Denn er trägt dieses Danklied als Gegenbild zur schwierigen Gegenwart vor. Er nimmt vorweg, was er erhofft: die Nacht ist vorbei, der Tag bricht an. Schon allein diese unerschütterliche Hoffnung vermag einen Funken Licht zu bringen. Sein Vertrauen ist deshalb so stark, weil er weiß, auf wen er hofft: auf den treuen Gott, der mitten in einem kleinen Stall, in aller Niedrigkeit ein kleines Kind in die Welt schickt, dessen Liebe alles verändert. Streit wird zu Versöhnung, Verlorenes wird gefunden und Verzweifelte finden Hoffnung. Die Realität wird neu. Was gibt mir Hoffnung?
IN LICHTGESCHWINDIGKEIT
Laut Einsteins Relativitätstheorie ist nichts schneller als das Licht. Die Lichtgeschwindigkeit beträgt im Vakuum rund 299.792.458
Meter pro Sekunde. Bei Berechnungen wird oft mit dem Näherungswert von 300.000
Kilometern pro Sekunde gearbeitet. Das Licht braucht demnach ca. 8,3 Minuten von der Sonne bis zur Erde. Vom Mond bis zur Erde sind es rund 1,3 Sekunden. Die Zahlen schwanken minimal, denn die zu überwindende Distanz variiert je nach aktuellem Abstand zwischen Mond und Erde bzw. Erde und Sonne.
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Das Volk, das in der Finsternis lebt, hat ein großes Licht gesehen. Jesaja 9,1