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Biblische TaschenbĂźcher
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Musikgeschichten der Bibel Ausgewählt und eingeleitet von Stephan A. Reinke
Deutsche Bibelgesellschaft
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Bibeltext: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Ausgabe © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Gemeinsame Bibelübersetzung im Auftrag und in Verantwortung von: Deutsche Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk) Katholisches Bibelwerk e. V. Stuttgart Österreichische Bibelgesellschaft Österreichisches Katholisches Bibelwerk Schweizerische Bibelgesellschaft Schweizerisches Katholisches Bibelwerk
Mit dem Kauf dieser Ausgabe unterstützen Sie die Arbeit der Deutschen Bibelgesellschaft. Vielen Dank! Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine gemeinnützige kirchliche Stiftung. Gemeinsam mit dem Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) fördert sie die weltweite Übersetzung und die Verbreitung der Bibel – damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. www.weltbibelhilfe.de
ISBN 978-3-438-04812-7 © 2013 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Lektorat: Christiane Herrlinger Satz: Typograffiti Birgit Neumann, Neckartenzlingen Einband: modular, Stuttgart Titelabbildung: mauritius images / Westend61 Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany www.dbg.de
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Wer Ohren hat zu hören, der höre! – Vorwort . . . . . . . . . .
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Musik im Himmel und auf Erden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Heilig, heilig, heilig Jesajas Vision . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das große Gotteslob Psalm 148 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Musikalische Gottesbegegnung Die Einweihung des Tempels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Was Gott nicht hören will Loblieder ohne rechtes Handeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein neues Lied für Himmel und Erde Das Lamm Gottes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alltagsmusik und Festmusik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesungener Geschichtsunterricht Deboras Siegeslied . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein Lied zur Heimkehr aus dem Krieg Danklied des Königs für Rettung und Sieg . . . . . . . . . . Pädagogik in Liedform Das Lied des Mose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tafelmusik Sirachs Ratschläge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein Lied zur Hochzeit Die Hochzeit des Königs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein biblisches Musikfestival Die Einweihung der Stadtmauer . . . . . . . . . . . . . . . . . Wahre Festlichkeit Der Oberste Priester Simeon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Inhalt
Musik in Freud und Leid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Trommeln vor Freude Mose und Mirjam . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Siegesfeier mit Gesang und Tanz Judit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Lied eines Schuldbewussten Davids Bitte um Vergebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eine königliche Totenklage Davids Klagelied über Saul und Jonatan . . . . . . . . . . . Hoffnung in der Klage Klagelieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Tanz in der Bibel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
Kultischer Tanz Der Tanz um das Goldene Kalb . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 Ekstatischer Tanz I Gottes Geist ergreift Saul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .106 Ekstatischer Tanz II Saul bei den Propheten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .109 Unwürdiger Tanz? David tanzt vor der Bundeslade . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110 Vergeblicher Tanz Die Entscheidung am Karmel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 Verführerischer Tanz Der Tanz der Salome . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 Musik mit besonderer Wirkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
Kriegsmusik mit Durchschlagskraft Die Mauern Jerichos fallen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 Hörnerschall als Kriegslist Gideons Sieg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125
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Inhalt
Gesang ersetzt Waffen Joschafats Sieg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 Musik mit Heilkraft David und Saul . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 Musik als Quelle der Inspiration Elischas rettende Eingebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 Musik sprengt Ketten Paulus und Silas im Gefängnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 139 Hymnen und Lobgesänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Singen, Jauchzen, Loben Ein neues Lied für den HERRN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 145 Magnifikat Lobgesang der Maria . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147 Benedictus Lobgesang des Zacharias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 151 Gloria Engelsgesang zu Jesu Geburt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155 Nunc dimittis Lobgesang des Simeon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 Das schönste aller Lieder – Das Hohelied der Liebe . . . . . 161 Ohne Musik ist alles nichts – Nachwort . . . . . . . . . . . . . . . 185
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Alltagsmusik und Festmusik
Der König begehrt dich wegen deiner Schönheit. Er ist dein Gebieter, verneige dich vor ihm! Die Leute von Tyrus bringen dir Geschenke, die reichsten Völker suchen deine Gunst. Wie prächtig sieht die Königstochter aus! In golddurchwirktem Kleid betritt sie den Palast. Über bunte Teppiche wird sie hereingeführt mit ihrem Brautgefolge von jungen Mädchen; so bringt man sie zum König. Unter Freudenrufen und lautem Jubel ziehen sie ein in die große Halle. Mein König, an der Stelle deiner Väter werden in Zukunft deine Söhne herrschen; du wirst sie in der ganzen Welt zu Fürsten machen. Mein Lied soll die Erinnerung an dich für alle Zeiten lebendig halten; immer werden die Völker dich preisen!
Ein biblisches Musikfestival Die Einweihung der Stadtmauer
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Besondere Feste brauchen besondere Musik – das ist heute so, das war auch zu biblischen Zeiten schon so. Ein solches Fest stand an, als eine Gruppe von Israeliten, die aus dem Babylonischen Exil wieder nach Jerusalem zu-
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Die Einweihung der Stadtmauer
rückkehren konnte, den Wiederaufbau der Jerusalemer Stadtmauer bewältigt hatte. Die Mauer wurde feierlich eingeweiht und dieses große Ereignis durch ein entsprechend großes Musikfestival begleitet. Von überall her kamen Musiker, brachten ihre Instrumente mit und musizierten gemeinsam. Da gab es alles, mit dem das biblische Musikinstrumentarium aufwarten konnte. Die Freude darüber, dass der Bau gelungen war, kam hier hörbar zum Ausdruck. Die Wirkung auf alle Anwesenden wird enorm gewesen sein. Ein Ereignis mit Strahlkraft war das, ein echtes Event – vielleicht so wie ein Gospelkirchentag, nur noch ein bisschen größer. (Nehemia 12,27-43)
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ur Einweihung der Stadtmauer wurden die Leviten aus dem ganzen Land nach Jerusalem geholt. Sie sollten die Feier mit Lobliedern und der festlichen Musik von Becken, Harfen und Lauten begleiten. Die Sänger kamen aus den Dörfern rings um Jerusalem, wo sie sich angesiedelt hatten, und des Weiteren aus den Siedlungen von Netofa, aus Bet-Gilgal und aus der Gegend von Geba und Asmawet. Die Priester und Leviten besprengten sich selbst mit Reinigungswasser, dann besprengten sie auch das Volk, die Mauer und die Tore. Darauf ließ ich – berichtet Nehemia – die führenden Männer von Judäa auf die Mauer steigen und stellte zwei große Festchöre zusammen. Der erste zog oben auf der Mauer nach rechts dem Misttor zu. Hinter den Sängern ging Hoschaja mit der einen Hälfte der führenden Männer.
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Alltagsmusik und Festmusik
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Danach kamen die Priester Asarja, Esra, Meschullam, Juda, Benjamin, Schemaja und Jirmeja. Sie bliesen Trompeten. Ihnen folgten die Leviten: Secharja, der über Jonatan, Schemaja, Mattanja, Michaja und Sakkur von Asaf abstammte, sowie seine Mitbrüder Schemaja, Asarel, Milalai, Gilalai, Maai, Netanel, Juda und Hanani. Sie trugen Saiteninstrumente, wie sie einst König David, der Mann Gottes, gespielt hatte. An ihrer Spitze ging Esra, der Lehrer des Gesetzes. Sie gingen weiter zum Quelltor und stiegen dann auf dem ansteigenden Mauerstück zur Davidsstadt hinauf; am ehemaligen Palast Davids vorbei kamen sie zum Wassertor im Osten der Stadt. Den zweiten Festchor mit der anderen Hälfte der führenden Männer begleitete ich selbst. Wir zogen auf der Mauer in entgegengesetzter Richtung zum Ofentor und zur »Breiten Mauer«, dann über das Efraïmtor, das Jeschana-Tor, das Fischtor und weiter am Hananel-Turm und am »Turm der Hundert« vorbei zum Schafstor; am Wachttor machten wir Halt. Nun stellten sich die beiden Chöre im Vorhof des Tempels auf. Auf meiner Seite standen außer der zweiten Hälfte der führenden Männer die Priester Eljakim, Maaseja, Mijamin, Michaja, Eljoënai, Secharja und Hananja mit Trompeten. Daneben standen die Leviten Maaseja, Schemaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malkija, Elam und Eser. Unter der Leitung von Jisrachja stimmten die Sänger ihren Lobgesang an. Anschließend wurden eine Menge Tiere für das Opfermahl geschlachtet. Alle waren fröhlich, denn Gott hatte ihr Werk
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Der Oberste Priester Simeon
gelingen lassen. Auch die Frauen und Kinder freuten sich und der Jubel Jerusalems war weithin zu hören.
Wahre Festlichkeit Der Oberste Priester Simeon Ein musikalisches Event ist nicht schlecht, aber wenn es bloß ein Event ist, allein um der Musik willen, dann ist zumindest Vorsicht geboten. Leicht gerät aus dem Sinn, was und warum eigentlich musiziert wird. Auch im Gottesdienst besteht diese Gefahr: Singt ein Chor Verdis Requiem, um sein Können zu zeigen, oder verbindet er mit seinem Musizieren eine Botschaft? Und warum spielt im Gottesdienst eine Band? Weil wir vielleicht mit Popmusik mehr Leute in die Kirche ziehen können? Es kann viele praktische und ganz weltliche Gründe für bestimmte Musik geben – sie dürfen jedoch nicht die einzigen bleiben. Musik in der Kirche, das ist immer auch Musik zum Lobe Gottes. Wie gut die Musik im Gottesdienst eingebettet sein kann, wie sehr sie dazu beitragen kann, die wahre Festlichkeit der Feier und die Ausrichtung auf Gott zu unterstützen, das zeigt das Beispiel der Gottesdienstfeier, die der Oberste Priester Simeon leitet. Das abschließende Segensgebet hat übrigens selbst einige musikalische Bedeutung erlangt. Die Übersetzung der Textstelle nach Martin Luther hat die bekannten Lieder
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