Die große Bibel für Kinder
Nacherzählt von Tanja Jeschke Illustriert von Marijke ten Cate Deutsche Bibelgesellschaft
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Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bibel.de
ISBN 978-3-438-04780-9 © 2008, 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Neu überarbeitete und erweiterte Ausgabe 2023 Nacherzählung der Bibeltexte: Tanja Jeschke Illustrationen: Marijke ten Cate Gestaltung: Jore ontwerp / Zwolle / Niederlande Druck: Tim Beijer Producties Originalausgabe: Prentenbijbel Illustrationen © Marijke ten Cate / Bible Society for the Netherlands and Flanders © 2011 Bible Society for the Netherlands and Flanders, Haarlem/Antwerpen bijbelgenootschap.nl Printed in Bosnia Alle Rechte vorbehalten
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Vorwort Die Bibel ist ein großes Bilderbuch.
Befreiung des Volkes Israel bis hin zu
In prächtigen Farben erzählt sie uns
Jesus Christus und der Hoffnung auf
vom Leben. Sie erzählt uns, woher wir
ein neues Paradies reicht der Bogen –
kommen und wohin wir gehen. Und
so wie der bunte Regenbogen in der
die Bibel erzählt uns Geschichten von
Geschichte von Noah und der Arche von
den unterschiedlichsten Menschen.
einem Ende der Erde bis zum anderen
Wie wir heute durchleben sie Angst
über den Himmel ausgespannt ist.
und Mut, Zweifel und Hoffnung, Liebe und Hass, Eifersucht, Streit, Vertrauen
Diese Kinderbibel gibt die biblischen
und Freundschaft. Doch eines ist ihnen
Erzählungen nah am „Original“ und
allen gemeinsam: Sie befinden sich in
dennoch leicht verständlich wieder.
Gottes Hand. Er führt und hält sie, wie
So ermöglicht sie ihren jungen
verschlungen ihre Wege auch erschei-
Zuhörern und Lesern eine unmittel-
nen. Wenn man die Erzählungen im
bare Begegnung mit den großen
Ganzen betrachtet, wird deutlich:
Ereignissen und Gestalten der Bibel.
Sie alle sind Teil einer noch größeren Geschichte: der Geschichte Gottes mit
Einen ganz eigenen Beitrag dazu leisten
den Menschen. Von der Erschaffung
die Illustrationen von Marijke ten Cate.
der Welt an leitet Gott sein Volk –
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen
manchmal mit Strenge, doch immer mit
und einem liebevollen Sinn für den
Liebe und Fürsorge. Von Adam und Eva
Spielgeist von Kindern hat die nieder-
im Paradies über die Erwählung und
ländische Künstlerin die biblischen >
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Geschichten in farbenfrohe und aus-
Auswahl. Wer beim Vorlesen oder Lesen
drucksstarke Bilder umgesetzt. Die
Lust auf mehr bekommen hat, der sei
großformatigen Bilder breiten das Pano-
ermutigt, die Erzählungen in ihrem
rama der Handlung großzügig vor den
größeren Zusammenhang in der Bibel
Betrachtern aus. Gleichzeitig bieten
nachzulesen. Die Stellenangaben, die
zahlreiche Details die Möglichkeit, auch
sich jeweils unter der Kapitelüberschrift
beim wiederholten Anschauen immer
finden, helfen dabei, die Texte in der
wieder Neues zu entdecken.
Bibel nachzuschlagen.
Die Autorin Tanja Jeschke hat die
In diese neu überarbeitete und erweiterte
Erzählungen aus der Bibel in einer
Ausgabe sind im Neuen Testament das
klingenden und anschaulichen
Gleichnis vom verlorenen Schaf und die
Sprache nacherzählt. Sie bietet so
Erzählung von der Sturmstillung aufge-
einen unverstellten Blick auf die
nommen worden. Im Alten Testament
biblischen Ereignisse.
ist die Erzählung von Nehemia entfallen. Einige Geschichten im Alten und Neuen
Die einzelnen Kapitel dieser Kinderbibel
Testament sind erweitert und neu auf-
sind in sich verständlich. Für den ersten
geteilt, andere gekürzt worden. Mit der
Zugang ist es daher nicht notwendig,
neuen Überarbeitung und Erweiterung
mit dem Lesen ganz vorne zu beginnen.
wurde vor allem das Interesse derer
Natürlich kann eine Kinderbibel nie
berücksichtigt, die diese Bibel zum
die ganze Bibel nacherzählen. Die hier
Vorlesen nutzen.
enthaltenen Geschichten sind eine
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Inhaltsverzeichnis Altes Testament Gott macht die Erde | 12 Der Baum im Garten | 22 Noah baut die Arche | 28 Der höchste Turm | 43 Gott verspricht einen Sohn | 51 Jakob und Esau | 60 Josef in Ägypten | 66 Gott erhört sein Volk | 80 Lass mein Volk gehen! | 87 Rahab hilft | 94
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Neues Testament Jesus wird geboren | 162 Jesus im Tempel | 172 Jesus wird getauft | 176 Rut und Noomi auf dem Weg | 101
Jesus auf dem Hochzeitsfest | 180
Hanna bekommt einen Sohn | 112
Jesus spricht mit den Menschen | 184
David und Goliat | 118 Ester, die schöne Königin | 132 Daniel in der Löwengrube | 138 Jona läuft vor Gott davon | 152
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Pfingsten | 252 Steh auf und geh! | 256 Zachäus, der Zöllner | 188
Die ersten Christen | 260
Das Boot im Sturm | 192
Paulus macht sich auf die Reise | 266
Jesus erweckt ein Mädchen vom Tod | 196
Alles wird neu! | 272
Alle werden satt | 202
Nachwort für die Erwachsenen | 277
Ihr sollt einander lieb haben! | 206 Der Hirte sucht sein verlorenes Schaf | 210 Der verlorene Sohn | 214 Das große Fest in Jerusalem | 228 Jesus lebt | 234 Thomas kann es nicht glauben | 248
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Gott erhört sein Volk 2. Mose / Exodus 2-4
Viele Jahre später lebten die Nachkommen von Josef und seinen Brüdern noch immer in Ägypten. Da kam ein neuer Pharao an die Macht. „Dieses fremde Volk wird mir viel zu groß. Deshalb werde ich all ihre kleinen Jungen umbringen lassen.“ Und das tat er. Es gab jedoch eine Mutter, die ließ sich das nicht gefallen. Sie machte einen Korb aus Binsen, der schwimmen konnte. Dahinein legte sie ihren kleinen Sohn. Dann versteckte sie den Korb am Ufer des Nils. Die große Schwester blieb in der Nähe und passte auf. Die Tochter des Pharaos kam mit ihren Dienerinnen zum Baden an den Nil. Sie entdeckte den Korb mitten im Schilf am Ufer. „Was ist das für ein kleines Kindchen? Ich werde für es sorgen!“, rief sie aus. Da trat die Schwester auf sie zu und sagte: „Ich weiß eine Mutter, die kann ihm Milch geben.“ Die Prinzessin war einverstanden. Und sie nannte das Kind Mose.
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Mose lebte als Prinz im Palast des Pharao. Aber sein eigenes Volk, das Volk Israel, musste hart arbeiten. Die Ägypter hatten sie zu Sklaven gemacht! Eines Tages beobachtete Mose, wie ein Ägypter einen Sklaven schlug. Das machte ihn sehr wütend! Er ging hin und griff ein. Er schlug den Ägypter tot! Dann floh er in die Wüste. Die Israeliten litten sehr unter ihrer Arbeit als Sklaven. Und sie baten Gott um Hilfe.
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Mose war ein Hirte geworden. Mit seiner Schafherde zog er umher. Am Fuß des Berges Horeb sah er auf einmal ein Feuer. Es kam aus einem Dornbusch! Aber der Busch wurde von dem Feuer gar nicht verbrannt. „Wie kann das sein?“, wunderte sich Mose. Da hörte er die Stimme Gottes aus dem Busch sagen: „Mose! Mose! Komm nicht näher! Ich bin der Gott von Abraham, von Isaak und Jakob. Ich habe die Gebete meines Volkes gehört. Ich schicke dich jetzt zum Pharao, um mein Volk zu befreien.“ Mose wollte aber nicht nach Ägypten zurück. „Sie werden mich fragen, wie der Gott heißt, der mir den Auftrag gegeben hat", sagte er voller Zweifel. „Sag ihnen: der ICH BIN hat mich geschickt“, antwortete Gott. „Ich werde immer da sein. Ich werde auch bei dir sein. Geh einfach los.“ Da nahm Mose seinen Stock und tat, was Gott gesagt hatte.
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Der Hirte sucht sein verlorenes Schaf Lukas 15,1-7
Jesus saß oft mit Menschen zum Essen zusammen, die verkehrte Dinge taten. Nicht jeder war damit einverstanden. „Jesus isst gemeinsam mit Sündern!“, sagten sie böse. „Ich erzähle euch eine Geschichte“, sagte Jesus zu ihnen. „Es war einmal ein Hirte, der hatte hundert Schafe. Er hatte alle seine Schafe gleich gern.
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Doch eines Tages ging ihm ein Schaf verloren. Es war von der Herde abgeirrt. Der Hirte machte sich gleich auf die Suche nach dem Schaf. Die neunundneunzig anderen Schafe ließ er zurück.“ „Überall suchte der Hirte. Und endlich fand er das Schaf. Wie froh war er darüber! Viel froher als über alle anderen Schafe. Die waren ihm ja nicht verloren gegangen, aber dieses eine Schaf wohl. Der Hirte nahm das gefundene Schaf auf seine Arme. Er legte es um seine Schultern und trug es nach Hause. Dort gab er ein Fest für all seine Freunde und Nachbarn. So glücklich war er, dass er sein Schaf wieder hatte!“ „Gott ist wie dieser Hirte“, sagte Jesus. „Er freut sich über jeden Sünder, der zu ihm kommt. Dann gibt es ein Fest im Himmel!“
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