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Kate DePalma

Fröhliche Weihnachten i n a l l e r We l t

Aus dem

Englischen von

Mathias Jeschke

Mit Illustration

Sophie Fa

en vo

tus

n


t, die besondere Zeit. m m o k n e t ch Weihna macht alles bereit! r e i e F e r e Für uns


Maria u

nd Josef erwarten das Kind.

Wie schön,

sin dass wir bald beieinander

d!


T a g d e r K e r z e n« , » n e d m a meins e g n r ie ärmen die Herzen. w r Wir fe e n e amm l F n e kernd c a l f die

Die Weihnachtszeit in Kolumbien beginnt am 7. Dezember, dem »Tag der Kerzen«, mit dem Entzünden von kleinen Lichtern.


Kolumbien

Wir beten und singen beim Bre

nnen

ht c i L r de

chte i s e G e i und große Freude erhellt d

r.

er


Wir backen »Kuswar« – Plätzchen und Kuchen. n. Es kommen uns viele Freunde besuche

Zur Weihnachtszeit treffen sich in Indien Familien und Freunde, um miteinander Leckereien zu backen und zu genießen.


Indien

ammen sind fl eißige Bäcker Wir alle zus backen, das wird richtig lecker! r i w s a w und


Was feiern wir an Weihnachten? An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus, dem Retter der Welt. Die Bibel erzählt, dass Gott einen Engel zu einer jungen Frau mit Namen Maria gesandt hat, die mit einem Mann namens Josef verlobt war. Der Engel verkündete Maria, dass sie ein Kind bekommen würde. Dieses Kind sei der Sohn Gottes und sie solle es Jesus nennen. Als Maria ihr Kind zur Welt brachte, war sie weit weg von zu Hause, in Betlehem. Es gab für sie keinen Platz in einer Herberge und so bekam sie das Kind dort, wo die Tiere untergebracht waren, in einem Stall. Die drei, Maria, Josef und ihr Kind Jesus bekamen Besuch von Hirten und Sterndeutern. Die Sterndeuter brachten sogar sehr wertvolle Geschenke mit. Das Weihnachtsfest wird auf der ganzen Erde von sehr vielen Menschen gefeiert. Heiligabend ist bei uns am 24. Dezember, die beiden Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember.

»Der Tag der Kerzen« in Kolumbien * » Día de las velitas«, der Tag der Kerzen am 7. Dezember, ist ein Feiertag in Kolumbien. Mit ihm beginnt dort die Weihnachtszeit. * Die Familien entzünden Laternen, die »faroles« heißen, und kleine Kerzen für Maria. Diese Lichter werden auf die Straßen gestellt, auf Fensterbänke, in Parks und überall dort, wo man sie sehen kann. Kolumbien auf der südlichen Hälfte der Erdkugel liegt, ist es dort * Weil Sommer an Weihnachten. In einigen Teilen des Landes werden die Kerzen am Morgen des 7. Dezember entzündet nachdem die ganze Nacht gefeiert wurde. An anderen Orten verbringt man diesen Tag damit zu feiern und zündet die Kerzen an, wenn die Sonne untergegangen ist. Menschen gehen in der Stadt spazieren und freuen sich über * Viele die Lichter vor den Häusern und Geschäften. In dieser Zeit werden besonders gerne frittierte Pfannkuchen gegessen, sie heißen »Buñuelo«.


»Kuswar« backen in Indien * Ungefähr 2% der indischen Bevölkerung feiert Weihnachten. Doch es gibt Regionen, in denen mehr Christen leben als in anderen. In Goa z.B., einem Bundesstaat an der Südwestküste Indiens, sind es etwa 25%. * In Goa ist es ein beliebter Brauch an Weihnachten, mit Freunden und der Familie Leckereien zu backen, die man »Kuswar« nennt. Kinder lernen die Rezepte von »mai« oder »pai«, das sind Mutter und Vater. »Kidiyo« oder »Kulkuls« ist ein frittiertes, geringeltes und mit Puderzucker bestreutes Gebäck, das nach seinem Aussehen benannt wird – »Kidiyo« bedeutet Wurm! * Dieses »Kuswar« gibt es in vielen Familien am Weihnachtsmorgen zum Frühstück mit Freunden. * In der Weihnachtszeit werden in Goa Gottesdienste gefeiert und Weihnachts­ krippen aufgestellt. Und am Heiligen Abend wird um Mitternacht das Jesus­kind in die Krippe gelegt.

»Simbang Gabi« auf den Philippinen * Die neun Gottesdienste von »Simbang Gabi« beginnen am Abend des 16. Dezember und enden mit der Christmette an Heiligabend. Sie werden zwar Nachtgottesdienst genannt, finden aber am Abend statt, damit alle am nächsten Tag ausgeruht zur Arbeit gehen können. * In den Gemeinden finden sich Lichtdekorationen an den Gebäuden und Weihnachtskrippen sowie sternförmige Laternen, die »Parol« heißen. Sie stehen für den Stern von Betlehem, dem die Sterndeuter folgten, um das Jesuskind zu finden. du an allen neun »Simbang Gabi«-Gottesdiensten teilnimmst, * Wenn so heißt es, wird dein Weihnachtswunsch in Erfüllung gehen. * Die Weihnachtszeit auf den Philippinen dauert fast fünf Monate! Sie beginnt im September mit den Vorbereitungen und endet in den ersten Januarwochen.


Weihnachtsbäume in Kanada * In Kanada wird es erst Weihnachten, wenn der Tannenbaum steht. Die ganze Familie schmückt gemeinsam ihn mit glitzerndem Baumschmuck. Mancher Schmuck birgt Erinnerungen. Er kann entweder selbstgebastelt sein oder feines Kunsthandwerk. In einigen Familien wird der Schmuck von Generation zu Generation weitergegeben. * Viele Familien genießen es, beim Schmücken des Baums Plätzchen zu essen und festliche Musik zu hören. Einige Familien hängen Socken an den Kaminsims, denn es heißt, dass am Heiligen Abend der Weihnachtsmann kommt, um sie mit Süßigkeiten und Geschenke zu füllen. * Weil sie das ganze Jahr über grün sind, gelten Tannenbäume als Symbol für das ewige Leben. Der Brauch, einen Tannenbaum bei sich zu Hause aufzu­ stellen und zu schmücken, entstand vor langer Zeit in Europa. Und heute gehört der Tannenbaum auf der ganzen Welt zur Weihnachtstradition.

»Las Posadas« in Mexiko * »Las Posadas« sind in Teilen Lateinamerikas die neun Tage vom 16. bis 24. Dezember. Es ist eine alte christliche Tradition, sich in einem Zeitraum von neun aufeinanderfolgenden Tagen oder Wochen dem Gebet zu widmen. * Die Menschen stellen die Geschichte von Josef und Maria auf der Suche nach einer Herberge in Betlehem dar. »Posada« bedeutet Herberge. Sie ziehen als Maria und Josef gekleidet – manchmal auch als Esel, Engel oder Hirten – jede Nacht von der Kirche zu einem Haus, klopfen an die Tür und singen. Manche Kinder bringen Weihnachtsterne mit, rote Blumen, die nicht nur in Mexiko ein Symbol für Weihnachten sind. * Die Menschen in den Häusern lassen die Besucher herein und antworten mit einem Lied. Danach gibt es ein gemeinsames Essen. Dabei werden Lieder gesungen, so genannte »Villancicos«. Und die Kinder bekommen eine »Piñata«, die sie zerschlagen, um an die Süßigkeiten zu kommen.


Fastenbrechen in Ägypten ein geringer Teil der Bevölkerung Ägyptens sind Christen und * Nur die meisten von ihnen gehören der Koptisch-Orthodoxen Kirche an. Sie feiern Weihnachten am 7. Januar. * Sie verzichten 43 Tage lang auf tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milch. Wenn das Fasten zu Ende ist, gibt es ein großes Weihnachts­ essen mit all den Lebensmitteln, die es in der Fastenzeit nicht gab. Ein beliebtes Gericht ist »Fattah« aus Lamm, Reis und Brot. Heiligen Abend machen sich alle fein und treffen sich. Nach dem * Am Fastenbrechen sehen sich manche Familien Gottesdienste im Fernsehen an, die mehrere Stunden dauern können. von Geschenke bekommen die Kinder von den Erwachsenen * Anstelle Geld. Einige Familien essen am Weihnachtsmorgen »Khak«, das ist ein süßes Gebäck, und trinken dazu Tee.

»Genna« in Äthiopien war eines der ersten Länder der Welt, das sich zum Christentum bekannt hat. * Äthiopien In der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche wird »Genna« (Weihnachten) am 7. Januar gefeiert. * Die meisten Christen fasten vor Genna 43 Tage lang und essen nur einmal am Tag ein Gericht ohne Fleisch, Milchprodukte, Eier und Öl. Viele brechen ihr Fasten mit »Doro Wot«, einem Fleisch-Gemüse-Auflauf, der auf »Injera«, einem dünnen Fladenbrot serviert wird. »Tej« ist ein Honigwein, der gerne an Genna getrunken wird. * Die Familien sitzen um den »Mesob«, einen korbähnlichen Tisch. Das Essen beginnt mit dem »Gursha«, damit, dass jeder einem anderen den ersten Bissen reicht. * Es heißt, dass die Kaffeezubereitung ein Brauch ist, der aus Äthiopien stammt. Die Bohnen werden frisch geröstet, während Weihrauch verbrannt wird. Dann wird der Kaffee sorgsam in kleinen Tassen eingeschenkt. Kaffee gibt es zu allen besonderen Anlässen. * Äthiopien ist außerdem für den Sport »Genna« bekannt, der ist so ähnlich wie Hockey und wird nur an Weihnachten gespielt. Doch diese Tradition ließ in den letzten Jahren nach.


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