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Hannah Oblau

Meine 15 wertvollsten

Bibelgeschichten Mit Illustrationen von Marijke ten Cate

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Inhaltsverzeichnis Gottes wertvolle Welt Seite 7

Gott hält sein Versprechen Seite 11

Gott geht mit Josef Seite 14

Gott rettet sein Volk Seite 18

Rut hilft Noomi Seite 22

David wird ausgewählt Seite 26

Daniel ist mutig Seite 31

Macht euch keine Sorgen Seite 34

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Zachäus macht es wieder gut Seite 38

Jesus hilft im Sturm Seite 43

Die Hoffnung nicht verliere n Seite 47

Ein Kind teilt, was es ha t Seite 51

Ein Fremder hilft sofort Seite 55

Immer bei Gott willkommen Seite 61

Thomas kann es nicht glauben Seite 67

Anhang Seite 71

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Wenn du dich in der Welt umschaust, kannst du viel entdecken: bunte Blumen, tolle Kletterbäume, rauschende Wellen am Strand, unterschiedlichste Tiere und Menschen in allen Formen und Farben. Wunderbar! Gott hat seiner Schöpfung und allen Geschöpfen darin einen großen Wert gegeben.

Gottes wertvolle Welt Am Anfang ist alles dunkel und leer. Aber Gott ist da und er sagt: „Es soll eine Welt geben.“ Zuerst macht Gott das Licht und trennt es von der Finsternis. Er nennt das Licht „Tag“ und die Finsternis „Nacht“. So vergeht der erste Tag. Gott trennt das Wasser vom Land, so dass Himmel und Erde entstehen. Auf der Erde gibt es Seen und Meere, Wüsten und Berge. In den Meeren türmen sich riesige Wellen auf. Über die Wüsten brausen Sandstürme. Auf den höchsten Bergen liegt Schnee, der niemals schmilzt. „Das ist sehr gut“, sagt Gott. So vergeht der zweite Tag. Dann macht Gott die Pflanzen: von winzigen Blumen bis zu riesigen Bäumen. Es gibt Blüten, die so zart sind, dass ein Windhauch sie wegpusten kann. Es gibt Blätter, die so groß wie ein Boot sind. Einige Pflanzen duften süß und andere tragen Früchte. „Ganz wunderbar“, sagt Gott. So vergeht der dritte Tag. Gott lässt Leuchten am Himmel entstehen. Er macht die Sonne, die am Tag hell und warm scheint und den Mond, der in der Nacht alles in ein warmes Licht taucht. Und er macht unzählige kleine funkelnde Nachtlichter: die Sterne. „Besser geht es nicht“, sagt Gott. So vergeht der vierte Tag. Auch die Tiere macht Gott. Zuerst macht er manche mit Flossen, manche mit Flügeln. Einige haben Schuppen und andere haben Federn. Sie schwimmen tief im Wasser oder fliegen hoch in der Luft. So vergeht der fünfte Tag.

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Am sechsten Tag macht Gott die Tiere auf dem Land. Manche bekommen gar keine Beine, andere mehr als hundert. Er macht welche mit spitzen Stacheln und welche mit weichem Fell. Er gibt manchen Tieren ein Haus auf dem Rücken, da kriechen sie zum Schutz hinein. Andere buddeln tiefe Höhlen oder bauen aus Zweigen Nester. Ein paar haben lange Nasen und ein paar haben große Ohren. „So ist es gut“, sagt Gott. Und Gott gibt allen Dingen Farben. Dem Himmel gibt er ein strahlendes Blau, den Wiesen ein sattes Grün. Die Wolken am Himmel macht er weiß und den Boden im Wald macht er braun. Erdbeeren lässt er rot leuchten und Zitronen glänzen gelb. Und die Tiger und die Zebras bekommen schwarze Streifen auf ihr Fell. So schafft Gott die ganze Welt. Es gefällt Gott sehr gut, was er geschaffen hat. Aber irgendetwas fehlt ihm noch. Soll Gott sich ganz allein über diese wunderschöne Erde freuen? Da sagt Gott: Ich will Menschen erschaffen. Sie sollen mir ähnlich sein und sich über diese wundervolle Erde genauso freuen wie ich. Sorgfältig formt Gott den Kopf und den Hals, die Arme und den Bauch, den Rücken und die Beine. Und er macht die Hände mit Fingern und Füße mit Zehen. Scharfe Kanten macht Gott nicht, die tun beim Umarmen weh. Aber zu rund darf der Körper auch nicht werden, sonst rollen die Menschen weg. Schließlich ist Gott fertig. Er schaut sich die Menschen noch einmal von vorne und hinten, von beiden Seiten und von oben und unten an. „Ganz wunderbar“, sagt Gott. Er sagt zu den Menschen: „Ich schenke euch die ganze Erde mit allen Pflanzen, die darauf wachsen und allen Tieren, die darauf leben. Alles ist für euch da. Geht behutsam damit um und gebt gut darauf acht.“ So vergeht der sechste Tag. Am siebten Tag ruht Gott sich aus. Nach 1. Mose / ​Genesis 1,1–2,4

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Versprochen ist versprochen und wird nicht gebro­ chen! Kennst du das: Ein Freund, eine Freundin gibt dir ein Versprechen und löst es dann nicht ein. Echt blöd, oder? Das macht traurig. Viel besser ist es, wenn man sich darauf verlassen kann, dass ein Versprechen gehalten wird.

Gott hält sein Versprechen Abraham ruht sich in der Mittagshitze unter den Bäumen aus. Er sitzt im Schatten und schaut schläfrig in die Landschaft. Das Gras ist an vielen Stellen gelb, weil die Sonne so heiß brennt. Alles ist steinig und sandig. Nur ein paar knorrige Büsche und Bäume spenden Schatten. Abraham ist lange umhergereist. Er ist inzwischen sehr alt und seine Frau Sara auch. Jetzt wohnen sie an einem Ort, der Mamre heißt. Gott hat sie immer beschützt. Sie sind reich und gesund und haben alles, was sie brauchen. Aber sie haben keine Kinder. Dabei hatte Gott ihnen schon vor langer Zeit ein Kind versprochen. Vor vielen Jahren hatte er zu Abraham gesagt: „Deine Kinder und Enkelkinder sollen so zahlreich sein wie die Sterne am Himmel.“ Aber daraus war nichts geworden. Und jetzt sind Abraham und Sara zu alt. Da kommen drei Männer auf ihn zu. Abraham kennt sie nicht. Seine Schläfrigkeit ist wie weggeblasen. Schnell steht er auf und begrüßt die Männer: „Herzlich willkommen in Mamre! Möchtet ihr euch bei mir ausruhen? Ich hole euch Wasser, damit ihr euch erfrischen könnt und bringe euch etwas zu essen.“ Die drei Männer sind verschwitzt und hungrig und nehmen die Einladung an. Abraham läuft zu seinem Zelt. Er reißt die Zeltklappe auf und ruft: „Sara, wir brauchen etwas zu essen!“ Sara kommt ihm entgegen und sagt: „Abraham, beruhige dich. Was ist denn los?“

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Abraham erklärt: „Wir haben drei Gäste! Wir müssen schnell etwas kochen!“ „Ich fange sofort an“, erwidert Sara. Schon bald ist das Essen fertig und Abraham bringt es den Gästen. Als Sara gerade mit heißem Tee aus dem Zelt gehen will, hört sie einen der Männer zu Abraham sagen: „Wenn ich nächstes Jahr wiederkomme, hat Sara einen Sohn.“ Sara trifft es wie ein Schlag. Hat sie richtig gehört? Sie soll einen Sohn bekommen? Tausend Gedanken fliegen ihr durch den Kopf. Wer ist dieser Mann überhaupt? Und woher will er das wissen? Vor vielen Jahren hat Abraham ihr erzählt, was Gott ihm versprochen hatte: „Deine Kinder und Enkelkinder sollen so zahlreich sein wie Sterne am Himmel.“ Voller Freude hatte sie damals gelacht. Und voller Hoffnung hat sie viele Jahre gewartet. Aber sie hat nie ein Kind bekommen. Irgendwann hat sie dann aufgehört, an Gottes Versprechen zu glauben.

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Sara lacht in sich hinein. Unmöglich, was dieser Mann sagt. Wie albern! Sie ist doch viel zu alt, um jetzt noch ein Kind zu bekommen. Da hört sie den Mann sagen: „Warum lacht Sara? Weiß sie nicht, was ich alles kann? Ich sage es nochmal: In einem Jahr wird Sara einen Sohn haben.“ Sara bekommt einen Schreck. Sie lässt beinahe die Tassen mit dem Tee fallen, so sehr zittern ihr die Knie. Ist das etwa Gott, der da mit Abraham am Tisch sitzt? Sollte er sein Versprechen doch noch wahrmachen? Und es ist noch kein Jahr vergangen, da bekommt Sara einen Sohn. Sara und Abraham nennen ihn Isaak. Es ist schon lange her, dass Gott sein Versprechen gemacht hatte, doch er hat es nicht vergessen. Sara lacht voller Glück und jubelt voller Freude: „Gott ist der Beste! Er hat uns Isaak geschenkt, obwohl wir viel zu alt sind. Gott hält sein Versprechen, auch wenn es unmöglich scheint.“ Dann bereitet sie ein großes Fest vor.

Nach 1. Mose / ​Genesis 18,1-15 und 21,1-8

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