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Die große Kinderbibel

für alle , die schon selber lesen

Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bibel.de.

ISBN 978-3-438-04726-7

Die große Kinderbibel – für alle, die schon selber lesen © 2022 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Texte: Christiane Herrlinger

Illustrationen: Mathias Weber

Satz: Deutsche Bibelgesellschaft

Druck und Bindearbeiten: Finidr, s.r.o., Český Těšín

Printed in Czech Republic

Alle Rechte vorbehalten

Inhaltsverzeichnis

Gott macht die Welt Seite 6

Noah und die große Flut Seite 22

Abraham und Sara Seite 38

Josef und seine Brüder Seite 54

Mose und der Pharao Seite 70

Rut und Noomi Seite 86

David und Goliat Seite 102

David und die Psalmen Seite 118

Jona und der große Fisch Seite 128

Jesaja wird Prophet Seite 144

Die Weihnachtsgeschichte Seite 154

Jesus macht Menschen gesund Seite 170

Mit Jesus auf dem See Seite 186

Der verlorene Sohn Seite 202

Die Ostergeschichte Seite 218

Himmelfahrt und Pfingsten Seite 234

Saulus wird Christ Seite 244

Johannes sieht große Geheimnisse Seite 258

Gott macht die Welt

Licht und Dunkelheit

Am Anfang machte Gott den Himmel und die Erde. Die Erde war noch leer und ohne Leben. Es war dunkel und überall war Wasser.

Da sagte Gott: „Licht soll entstehen!“ Und sofort wurde es hell. Gott sah: Das Licht war gut.

Gott trennte das Licht von der Dunkelheit. Das Licht nannte er „Tag“. Die Dunkelheit nannte er „Nacht“.

So ging der erste Tag zu Ende. Es wurde Abend – und bald darauf wieder Morgen.

Himmel, Meer und Land

Nun sagte Gott: „Im Wasser soll sich ein Dach wölben und das Wasser unter dem Dach trennen von dem Wasser darüber.“

So geschah es. Gott spannte ein weites Dach aus wie ein großes, blaues Zelt. Er nannte es „Himmel“. Weiße Wolken zogen am Himmel entlang.

So ging der zweite Tag zu Ende. Es wurde Abend –und wieder Morgen.

Nun sagte Gott: „Das Wasser unter dem Himmel soll nicht mehr alles bedecken. Es soll sich an einer Stelle sammeln. Denn es soll auch trockenes Land geben.“

So geschah es. Das Wasser floss in einem großen Becken zusammen. Gott nannte es „Meer“. Dort, wo kein Wasser mehr war, kam nun trockenes Land hervor: Berge, Täler und weite Ebenen. Gott nannte das Land „Erde“.

Und Gott sah alles an: Es war gut.

Pflanzen und Tiere

Dann sagte Gott: „Die Erde soll grün werden. Gräser, Blumen und Bäume sollen wachsen. Sie sollen Samen und Früchte tragen.“

So geschah es. Gräser wuchsen aus der Erde. Bunte Blumen blühten auf und verstreuten ihre Samen. Büsche und Bäume erhoben sich über den Wiesen. An ihren Ästen reiften Beeren, Nüsse und süße Früchte.

Gott sah alles an: Es war gut.

So ging der dritte Tag zu Ende. Es wurde Abend – und wieder Morgen.

Nun sagte Gott: „Am Himmel sollen Lichter sein, die über der Erde leuchten – am Tag und in der Nacht.“

So geschah es. Gott machte die Sonne für den Tag und setzte sie an den Himmel. Sie strahlte hell vom Morgen bis zum Abend. Für die Nacht machte Gott den Mond und die Sterne.

Gott sah alles an: Es war gut.

So ging der vierte Tag zu Ende. Es wurde Abend – und wieder Morgen.

Nun sagte Gott: „Wasser und Luft sollen voller Leben sein. Fische sollen im Wasser schwimmen und Vögel in der Luft fliegen.“

So geschah es. Gott machte die großen Walfische und alle anderen Tiere, die im Wasser leben. Und er machte die Vögel: Spatzen, Amseln, Möwen, Adler und alle anderen Arten.

Gott sah alles an: Es war gut.

Gott segnete die Fische und Vögel. Er sagte: „Vermehrt euch! Erfüllt das Wasser und die Luft!“

So ging der fünfte Tag zu Ende. Es wurde Abend – und wieder Morgen.

Nun sagte Gott: „Auch auf der Erde sollen Tiere leben –viele verschiedene Arten.“

So geschah es. Gott machte alle Tiere, die laufen, kriechen oder krabbeln: Schafe und Kühe, Schlangen und Ameisen, Bären, Löwen und Elefanten. Gott sah alles an: Es war gut.

Gott macht die Menschen

Dann sagte Gott: „Jetzt will ich Menschen machen! Sie sollen mir ähnlich sein. Ich will ihnen alles anvertrauen, was ich gemacht habe.“

Gott machte also Menschen: Er machte Mann und Frau. Sie waren sein Ebenbild. Gott segnete die Menschen und sagte: „Ihr sollt Kinder bekommen und euch über die ganze Erde ausbreiten. Ich gebe alles in eure Hände: die Pflanzen und ihre Früchte, die Fische, die Vögel und die Tiere auf dem Land. Die ganze Erde soll euch gehören. Ihr sollt euch um sie kümmern.“

Gott sah alles an, was er gemacht hatte. Es war sehr gut!

So ging der sechste Tag zu Ende. Es wurde Abend – und wieder Morgen.

Am siebten Tag ruhte Gott sich aus von seiner Arbeit. Nun war alles fertig.

Er sagte: „Auch die Menschen sollen einen Tag ohne Arbeit haben: Am siebten Tag der Woche sollen sie sich ausruhen und an mich denken.“

So hat Gott den Himmel und die Erde gemacht. Die ganze Welt kommt von ihm.

Johannes sieht große Geheimnisse

Johannes auf der Insel Patmos

Johannes lebte auf einer kleinen Insel. Die Insel hieß Patmos. Er war nicht freiwillig hier. Er war ein Gefangener. Der Kaiser von Rom hatte ihn auf die Insel bringen lassen.

Denn Johannes war ein Christ. Er sagte allen Menschen: „Jesus ist unser Herr!“

Aber der Kaiser wollte keine Christen in seinem Reich haben. Er dachte: „Die Leute sollen mich verehren – nicht diesen Jesus! Ich bin ihr Herr und Gott!“

Deshalb ließ er viele Christen festnehmen, auch Johannes. Nun musste Johannes also auf der Insel Patmos bleiben, ohne seine Familie und ohne seine Freunde. Er konnte niemanden treffen. Nur Briefe konnte er schreiben.

Doch eines Tages geschah etwas Besonderes: Gott sprach zu ihm – nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern. Johannes hörte und sah alles ganz deutlich.

So zeigte Gott ihm, was am Ende der Zeit geschehen wird. Johannes schrieb alles, was er hörte und sah, in ein Buch:

Alles wird neu

Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Den alten Himmel und die alte Erde gab es nicht mehr.

Und ich sah eine große Stadt: ein neues Jerusalem. Die Stadt kam von Gott. Sie schwebte aus dem Himmel herunter. Die Stadt strahlte und funkelte. Sie war so herrlich geschmückt wie eine Braut für die Hochzeit.

Vom Königsthron rief eine laute Stimme: „Sieh her: Das ist die Wohnung von Gott. Hier wird er bei den Menschen wohnen. Sie gehören zu ihm und er ist für sie da. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Niemand wird mehr sterben.

Niemand wird mehr traurig sein. Niemand wird mehr Schmerzen haben. Das ist für immer vorbei.“

Der, der auf dem Thron saß – das war Gott selbst.

Gott sagte: „Ich mache alles neu.“

Und zu mir sagte er: „Schreibe meine Worte auf. Denn sie sind wahr. Alles, was ich sage, wird so geschehen. Ja, es ist schon geschehen.“

Gott fuhr fort: „Ich bin der Anfang und das Ende. Alles kommt von mir und kehrt wieder zu mir zurück.

Wer Durst hat, dem gebe ich zu trinken. Ich gebe den Menschen das Wasser des Lebens. Dann leben sie für immer. Sie müssen nichts dafür tun. Ich schenke es ihnen umsonst.

Alle, die auf mich hören, werden meine Kinder sein. Und ich werde für sie da sein.“

Der Himmel kommt auf die Erde

Ein Engel kam zu mir. Er führte mich auf einen hohen Berg. Da konnte ich die ganze Stadt sehen, die vom Himmel heruntergekommen war.

Sie hatte eine hohe Mauer mit zwölf Toren. Die Mauer war ganz aus Edelstein. Die Tore bestanden aus schimmernden Perlen. An jedem Tor stand ein Engel. Die Häuser waren aus reinem Gold, aber durchsichtig wie Glas. Mitten durch die Stadt floss ein Fluss. In ihm war das Wasser des Lebens. Und an seinem Ufer wuchs der Baum des Lebens aus dem Paradies.

In der Stadt gab es keine Nacht. Es war immer hell. Doch die Stadt brauchte dafür weder Sonne noch Mond. Denn Gott selbst war ihr Licht. Er leuchtete für alle Menschen.

Jesus saß zusammen mit Gott auf dem Thron. Und Jesus versprach: „Ich komme bald.“

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