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VE RR AT EN UN D VE RU RT EI LT Schon lange ärgerten sich die führenden Priester und die Ratsältesten in Jerusalem über Jesus und über das, was er den Menschen erzählte und was er tat. Sie entschieden, dass Jesus verhaftet und umgebracht werden sollte. Judas, ein Jünger von Jesus, war bereit, Jesus für dreißig Silberlinge zu verraten. Er wartete auf eine günstige Gelegenheit …

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5 In dieser Nacht wollte Judas Jesus verraten. Die führenden Priester und Ratsältesten schickten eine große Truppe bewaffneter Männer. Mit ihnen machte sich Judas auf den Weg zum Ölberg. > 6 > 10

Start

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Am Abend feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passamahl. Beim Essen nahm Jesus das Brot und den Becher mit Wein. Er dankte Gott dafür und gab seinen Jüngern davon. Jesus erklärte: Gott schließt >2 >3 einen neuen Bund mit den Menschen.

Judas lief mit der großen Schar bewaffneter Männer direkt auf Jesus zu. Er küsste Jesus zur Begrüßung. Der Kuss war das Erkennungszeichen. Sofort packten die Männer Jesus. > 7 > 8 > 9 > 10

3 Gemeinsam mit seinen Jüngern ging Jesus in den Garten Getsemani am Ölberg. Jesus fürchtete sich vor dem, was passieren würde. Er bat die Jünger: „Bleibt wach und betet.“ Dann ging er selbst einige Schritte >4 >5 weiter, warf sich auf die Erde und betete.

4 Jesus betete: „Mein Vater, wenn es möglich ist, dann erspare mir das Leiden, das mir bevorsteht. Aber nicht das, was ich will, sondern das, was du willst, soll geschehen.“ Jedes Mal, wenn Jesus zu den Jüngern zurückkam, schliefen sie. >6 Schließlich weckte er sie auf. Nun war es soweit.

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8 Jesus sagte zu den Männern: „Nun kommt ihr – bewaffnet mit Knüppeln und Schwertern –, als ob ihr einen Verbrecher festnehmen wollt. Jeden Tag war ich im Tempel und habe dort mit den Menschen gesprochen. Aber > 9 > 10 dabei habt ihr mich nicht festgenommen.“

10 Die Männer nahmen Jesus gefangen und führten ihn mit sich mit. Sie brachten Jesus zu Kaiphas, dem Hohepriester. > 11 > 12 > 18

Die Schriftgelehrten und die Ratsältesten hatten sich im Palast des Hohepriesters versammelt. Sie suchten nach einem Vorwand, um Jesus zum Tod zu verurteilen. Obwohl viele Zeugen vor dem jüdischen Rat sprachen, konnten sie keinen Grund finden. >13 >17

19 Judas erfuhr, dass Jesus zum Tod verurteilt worden war. Da bereute er, dass er Jesus verraten hatte, denn er wusste, dass Jesus unschuldig war. > 20

17 Schließlich verhörte der jüdische Rat Jesus. Der Hohepriester fragte Jesus: „Bist du der König, den Gott gesandt hat? Bist du der lang erhoffte Retter? Bist du der Sohn Gottes?“ Jesus antwortete: „Du sagst es.“ Der Hohepriester war außer sich > 18 vor Wut. Er warf Jesus vor, Gott damit zu beleidigen.

7 Einer der Jünger wollte Jesus verteidigen. Er zog sein Schwert und hieb dabei das Ohr eines Dieners des Hohepriesters ab. Doch Jesus wollte nicht, dass die Jünger Gewalt anwendeten.* > 8 > 10

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Die führenden Priester und die Ratsältesten sprachen Jesus schuldig. Sie beschlossen, dass Jesus hingerichtet werden sollte. Sie bespuckten Jesus, schlugen ihm ins Gesicht und beleidigten ihn. Dann ließen sie ihn fesseln. Weil nur die Römer die Hinrichtung anordnen konnten, übergaben sie Jesus an Pilatus, den römischen Statthalter. > 19 > 20

9 Als die Jünger merkten, dass Jesus festgenommen wurde, bekamen sie Angst. Sie ergriffen sie die Flucht und rannten davon. > 10


SO GEHT‘S:

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2 Nachdem sie die Dankpsalmen gesungen hatten, machten sie sich auf den Weg zum Ölberg. Jesus sprach mit den Jüngern über die bevorstehende Zeit. Petrus war sich sicher: Auch wenn alle anderen sich von Jesus abwenden würden, er würde immer zu Jesus halten! Doch Jesus sagte zu ihm: „Bevor der Hahn kräht, wirst du heute Nacht dreimal abstreiten, mich zu kennen.“ > 3

20 Pilatus, der römische Statthalter, verhörte Jesus. Er fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortete ihm: „Du sagst es.“ Die führenden Priester und Ratsältesten klagten Jesus vor Pilatus an. Doch Jesus sagte nichts dazu. Darüber wunderte > 21 > 25 sich Pilatus sehr.

11 In sicherer Entfernung folgte Petrus den bewaffneten Männern und Jesus bis zum Palast des Hohepriesters. Dort ging er in den Innenhof hinein. Er setzte sich zu den Dienern, denn er wollte herauszufinden, was mit Jesus geschehen würde. > 13

21 Zum Passafest gab der römische Statthalter für gewöhnlich einen Gefangenen frei. Eine große Menschenmenge versammelte sich. > 22

13 Als Petrus im Hof des hohepriesterlichen Palastes saß, kam eines der Dienstmädchen zu ihm. Sie sagte zu ihm: „Du warst doch auch mit diesem Jesus zusammen!“ Petrus schüttelte den Kopf. Er erklärte vor allen: „Ich weiß nicht, wovon du sprichst.“ > 14

22 Pilatus fragte die Menschenmenge: „Wen soll ich euch freigeben: Den berüchtigten Barabbas oder Jesus?“ Die Menschen forderten die Freilassung von Barabbas. > 23

14 Danach sah ihn ein anderes Dienstmädchen. „Der da war auch mit diesem Jesus unterwegs!“, behauptete sie. Wieder stritt Petrus alles ab. „Ich kenne diesen Menschen gar nicht!“, rief er. > 15

23 Pilatus fragte: „Was soll ich dann mit Jesus machen?“ Die Menschenmenge forderte die Kreuzigung für Jesus. > 24 Der Tumult wurde immer größer.

15 Kurze Zeit später meinten einige, die dabeistanden: „Natürlich gehörst du zu den Freunden von diesem Jesus. An deiner Sprache erkennt man, dass du aus Galiläa kommst.“ Aber Petrus schwor ihnen: „Ich kenne diesen Menschen wirklich nicht!“ > 16

24 Aber Pilatus wollte nichts damit zu tun haben. Zum Zeichen seiner Unschuld wusch er sich deshalb vor der Menschenmenge die Hände. Dann gab Pilatus > 25 Barabbas frei und ließ Jesus auspeitschen.

16 In diesem Moment krähte der Hahn. Da erinnerte sich Petrus an die Worte von Jesus. Voller Verzweiflung lief er davon und weinte. > 17 > 18

25 Schließlich übergab Pilatus Jesus den Soldaten zur Kreuzigung. * Im Lukasevangelium wird zudem erzählt, dass Jesus das Ohr berührte und den Mann heilte.

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TATORT GRABHÖHLE Was ist hier passiert? Der Leichnam von Jesus war in die Grabhöhle gelegt worden. Die Höhle war mit einem schweren Stein verschlossen worden. Aber am dritten Tag danach ist etwas geschehen. Schau dir den Ort an. Welche Spuren siehst du? Welche Indizien kannst du entdecken? Hast du Antworten auf die Fragen? Vielleicht helfen dir die Berichte von fünf Zeugen. Auf der nächsten Seite kannst du ihre Aussagen lesen.

Warum haben die Wachen ihre Ausrüstung zurückgelassen?

Wer hat hier sein Lager aufgeschlagen?

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Wer hat den tonnenschweren Stein zur Seite gerollt?

Wo ist der Leichnam von Jesus hingekommen?

Was ist das für ein Tuch?

Wem gehört das Gewand, zu dem das weiße Stück Stoff passt? Wer ist hier gelaufen?

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ISBN 978-3-438-04662-8

9 783438 046628 ISBN 978-3-438-04662-8


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