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Such-Bibel Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bibel.de

Tanja Jeschke Marijke ten Cate ISBN 978-3-438-04206-4 © 2019 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Nacherzählungen und Texte: Tanja Jeschke Illustrationen: Marijke ten Cate Gestaltung: TinekeWerkt.nl Originalausgabe: Zoek Bijbel Illustrationen © Marijke ten Cate / Nederlands Bijbelgenootschap © 20NN Nederlands Bijbelgenootschap Postbus 620 / 2003 RP Haarlem / Niederlande bijbelgenootschap.nl Printed in NN Alle Rechte vorbehalten


Auf jeder Seite sind dieselben sieben

Figuren versteckt. Kannst du sie finden?

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1 2 Ein Huhn mit seinen Küken, die immerzu weglaufen.

Such-Bibel

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Ein Schaf mit einem roten Halsband.

Ein Junge mit einem Stock und einem Vogel.

Ein Mädchen mit einem Meerschweinchen. Sie hat ein blaues Kleid an.

Für jüngere Kinder ist die Such-Bibel auch ein Vorlesebuch. Deshalb stehen rechts neben der Bildtafel Texte zum Vorlesen.

6 5 Ein Mädchen mit einem roten Kleid und einem störrischen Esel am Strick.

* K annst du noch mehr Tiere entdecken? Die Illustratorin hat nämlich noch mehr Tiere versteckt.

7 Eine neugierige Kuh.

* Gut zu wissen: Die Hauptperson hat auf jedem Wimmelbild dieselben Sachen an.

In diesem großen Wimmelbuch findest du acht große Suchbilder. Sie erzählen dir die Geschichten von acht Personen aus der Bibel: Eva, Jakob, Josef, Mose, David, Ester, Jesus und Petrus. Auf jeder Seite gibt es wichtige Ereignisse aus ihrem Leben zu entdecken. Du kannst sehen, wie David als kleiner Junge auf die Schafe aufpasst, wie er mit Goliat kämpft und wie er Abschied nimmt von seinem Freund Jonatan.

Ein Böckchen, das überall hinaufklettert.

Hast du nicht alles entdeckt? Dann sieh nach auf Seite 38 und 39, da findest du die Auflösung.

Wenn du schon lesen kannst, willst du das Buch vermutlich selber lesen, oder? Auf der Doppelseite nach dem großen Suchbild findest du Erklärungen zu einzelnen Szenen. Je genauer du schaust, desto mehr wirst du erfahren. Nicht nur über David, Ester, Petrus und die anderen, sondern auch über die Zeit, in der sie gelebt haben, darüber, wie sie gewohnt, wie sie Kleider und Zelte gemacht und Krieg geführt haben. Hast du schon das Äffchen und das Chamäleon entdeckt? Auf den ausklappbaren Seitenteilen machen sie ihre eigenen Bemerkungen zu den Suchbildern. Viel Spaß beim Anschauen, beim Lesen und beim Suchen!

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Adam und Eva Im Paradies sind alle Tiere Freunde. Keiner frisst den andren auf.

Ups!

Adam hat viel zu tun! Jedes Tier braucht doch einen eigenen Namen! Gerade hockt er vor zwei wolligen, weißen Geschöpfen. Wie soll ich die nun nennen?, fragt er sich. Und diese ganz langsamen Tiere mit dem Dach auf dem Rücken? Die hat Gott wirklich schlau gemacht. Sie tragen ihr Zuhause immer bei sich. Und da, diese beiden Tiere, die so hohe Sprünge machen … Was für einen Namen soll er denen geben? Und die großen Vögel, die immerzu „Kikeriki“ rufen. Wie sollen die heißen? Und die hohen Wesen mit den Flecken und dem endlos langen Hals? Und das riesengroße Tier mit der lustigen, ziemlich langen Nase? Adam pflückt sich eine Birne vom Baum. Er sieht zwei edle, weiße Vögel über das Wasser gleiten. Wie wäre es mit dem Namen „Schwan“ … Wie merkwürdig. All diese Tiere sind zu zweit. Aber Adam ist ganz allein. Es wäre doch wirklich fein, wenn er auch jemanden hätte. Jemanden wie er selbst. Glücklicherweise denkt Gott genauso. Er macht eine Frau für Adam. Eine, die genau zu ihm passt!


Immer pass ich auf sie auf:

„Eine Schlange, Kain, hab acht!“ Im Paradies gab‘s keine Angst,

NICHT AM TAG NICHT IN DER NACHT Wir sahn die wilden Tiere von nah und auch von fern.

So unbesorgt und glücklich –

WIR LEBTEN MIT DEM HERRN Eva wird wach. Sie gähnt und schaut sich um. „Wo bin ich?“, fragt sie sich. „Was ist das für ein prächtiger Garten! Es duftet herrlich und ist so wunderbar warm!“ Ein kleines Kaninchen setzt sich zu ihr. Eva streichelt es.

Jetzt ist die Arbeit hart, doch sinkt mir nicht der Mut,

weil mein Gott versprochen hat:

EINES TAGS

WIRD ALLES GUT

„Hallo“, sagt eine Stimme. Eva schaut auf. Da steht ein Mann. „Hey!“, sagt sie. „Ich bin Adam“, sagt er. „Wie froh bin ich, dich zu treffen!“ Eva lacht. „Ja, ich bin eine gute Idee von Gott!“ „Das finde ich auch“, sagt Adam. „Komm mit, dann werde ich dir alles zeigen! Schau, hier können wir schwimmen und da ist der Birnbaum. Und sieh dir den Baum dort gut an. Von dem darfst du nicht essen. Das hat Gott gesagt.“ „In Ordnung!“, sagt Eva. „Lass uns schwimmen gehen!“

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die schlange

FORTGESCHICKT

Adam und Eva freuen sich: Eva hat einen kleinen Jungen bekommen. „Der Herr hat mir geholfen!“, sagt Eva. „Jetzt haben wir einen Sohn. Er soll Kain heißen.“ „Er hat deine Augen“, sagt Adam. „Und dein Kinn“, sagt Eva. Und sie geben sich einen Kuss. Ein paar Jahre später wird noch ein kleiner Junge geboren. „Was für ein Schätzchen“, sagt Eva. „Den nennen wir Abel.“

„Psssssst! Komm, isssss… Eva, komm, isssssss!“ Eva schaut sich um. Wer spricht da? Ah, eine Schlange. „Kannst du sprechen?“, fragt Eva. „Ssssssicher“, antwortet die Schlange. „Und ihr dürft also gar nichts von dem Baum essen!?“ „Ja, das hat Gott gesagt“, sagt Eva. „Tssssss“, sagt die Schlange. „Das hat er gesagt? Gott will

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dich nur daran hindern, klug zu werden. Genau so klug wie er. Das wirst du nämlich, wenn du davon isssst.“ Ob das stimmt? Eva starrt die Früchte an. Wie lecker sie aussehen! Eine einzige davon darf sie doch wohl pflücken? Nur zum Probieren! Hmm, lecker! „Adam!“, ruft sie. „Adam, komm und iss! Die sind wirklich gut! Probier mal!“

Versteck dich!

dam und Eva sind nicht mehr glücklich. Sie schämen sich, nackt herumzulaufen. Aus großen Blättern machen sie sich Kleider. Am Abend hören sie die Schritte von Gott im Garten. Er geht spazieren. „Schnell!“, flüstert Adam. „Da hinter den Busch! Wir müssen uns verstecken!“

„Ja, schon, aber das ist die Schuld der Frau, die du für mich gemacht hast“, sagt Adam rasch.

Gott macht Kleider aus Tierfellen für Adam und Eva. Die beiden dürfen nicht länger in Gottes Garten leben. Sie müssen in die harte Welt hinaus und viel arbeiten. Aber Gott lässt Adam und Eva nicht allein. Er kümmert sich um sie. Und er verspricht: Eines Tages wird alles wieder gut werden. Einer wird geboren werden, der die Macht der Schlange bricht. Dafür will Gott sorgen.

„Die Schlange hat Schuld!“, sagt Eva.

„Wer hat dir denn gesagt, dass du nackt bist?“, fragt Gott. „Habt ihr beide von dem Baum gegessen, von dem ihr nicht essen solltet?“

Gott sagt zu der Schlange. „Von nun an musst du auf dem Boden kriechen. Da kann jeder dich tot treten!“

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R

Määäh! Woher kommt das Geräusch? Oh, nein! Eins von den Schafen ist in den Fluss hineingeraten! Es versucht, auf einen Felsen zu klettern, aber es rutscht ab und wird vom Wasser mitgerissen. Abel springt über die Hecke, rennt zum Fluss und geht in das Wasser hinein. Er zieht das Schäfchen heraus, legt es sich über die Schultern und watet zurück zum Ufer. „Jetzt bleibst du aber hier!“, sagt er streng. Abel liebt Tiere. Er sucht gutes Gras für die Schafe und Ziegen und sorgt dafür, dass sie Wasser haben. Und er baut einen Zaun, damit sie vor den wilden Tieren geschützt sind.

KAIN ARBEITET AUF DEM FELD

* Fischen Wie bekommen Adam und Eva jetzt etwas zu essen? Indem sie fischen zum Beispiel. Fischen mit dem Speer ist nicht ganz einfach. Adam muss lange üben, bis es ihm endlich gelingt.

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Kain und Abel bringen ein Opfer

G

estern hat Kain seinen Weizen geerntet. Es ist so viel, dass es zum Brotbacken für den ganzen Winter reichen wird. „Ich gebe Gott von meinem Weizen ab“, sagt Kain. „Um mich bei ihm zu bedanken.“ „Das mache ich auch“, sagt Abel. „Gott sorgt so gut für uns.“ Abel sucht das allerbeste Schaf aus und schlachtet es. Das Fleisch legt er aufs Feuer. „Für dich, lieber Gott“, sagt er,

als der Rauch in den Himmel hinaufsteigt. „Ich danke dir für alles.“ Gott freut sich über das Opfer von Abel. Aber das Opfer von Kain beachtet er nicht. Da wird Kain böse. So böse, dass er Abel erschlagen will. „He, Abel“, sagt er. „Komm mal mit!“ „Ja, gern“, sagt Abel und geht mit Kain los. Draußen auf dem Feld schlägt Kain seinen Bruder tot.

9 kain flieht

Kain gefällt es, auf dem Feld mitzuhelfen. Er lernt, was Unkraut ist und welche Pflanzen man essen kann: Lauch, Kohl, Bohnen und Weizen, aus dem das Brot gemacht wird. Er entdeckt, dass Schnecken Salat lieben, dass er die Vögel fortjagen muss und dass er eine Hecke um den Gemüsegarten bauen muss, damit die Ziegen nicht alles auffressen.

„Adam“, sagt Gott. „Wo bist du?“ Adam seufzt. Dann kommt er hinter dem Busch hervor. „Ich schäme mich vor dir, weil ich nackt bin.“

NOCH EINS

A

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E RE

Adam trifft Eva

DOCH ABEL MUSS ICH TRAGEN

2

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CH UM D IE

Der Kain kann schon gut laufen,

5 EIN BABY UND

K ÜMME

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lasst mich euch das sagen!

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sind richtig klasse,

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Meine Jungs

„Kain“, sagt Gott. „Wo ist dein Bruder Abel?“ „Keine Ahnung“, sagt Kain. „Ich muss doch nicht auf meinen Bruder aufpassen!“ „Was hast du getan?“, fragt Gott. „Dein Bruder ist tot! Zur Strafe musst du fort, Kain. Du kannst hier nicht mehr bleiben.“ „Aber dann bin ich allein!“ Kain

* Wie kann man Feuer machen ohne Streichhölzer? Früher benutzten die Menschen Feuersteine. Wenn du sie gegeneinanderschlägst, springen Funken auf.

schaut ängstlich um sich. „Dann kann mir jeder Böses antun.“ „Ich werde dich beschützen“, sagt Gott. „Was du getan hast, ist nicht gut. Aber ich lasse dich nicht im Stich.“ Kain geht fort von zu Hause und wandert im Land umher. Adam und Eva sind sehr traurig. Sie haben keine Söhne mehr. Aber eines Tages bekommt Eva wieder einen Sohn. Er heißt Set. „Vielen Dank, lieber Gott“, sagt Eva.“ Und sie streichelt Set über sein zartes Gesicht.

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Jakob Was hast du da auf dem Kopf?

Psst … Das ist mein Denkstein. So einen hatte Jakob auch. Mit einem Denkstein auf dem Kopf kannst du viel besser nachdenken.

Oh, du meinst wohl einen Ge-denkstein! Der ist nicht für den Kopf! Den legt man an einen Ort, den man nicht vergessen möchte. Und dann wird Öl darüber gegossen …

„He, Jakob! Was kochst du da?“ Esau kommt nach Hause nach einem langen Tag auf der Jagd. Er hat das Haus verlassen, als es gerade hell wurde, und ist viel gelaufen. Einen Fasan hat er geschossen und ein kleines Böckchen. Jetzt ist er müde. Und Hunger hat er! Er schaut in den Kochtopf. „Was ist das für ein rotes Zeug? Es riecht gut.“ „Linsensuppe“, sagt Jakob. „Mit Tomaten und Hackbällchen.“ Er rührt im Topf. „Tu mir was davon auf einen Teller!“ „Nein“, sagt Jakob. „Es ist noch keine Essenszeit.“ „Na komm schon, Jakob, ich habe Hunger!“ „Weißt du was?“, sagt Jakob. „Du kriegst deine Suppe, aber dann bin ich von nun an der ältere Bruder. Sobald Papa gestorben ist, gehört also sein Land mir.“ Esau zuckt nur mit den Schultern. „Das ist mir jetzt egal. Wenn ich nur diese Suppe kriege! Und zwar schnell!“ „Zuerst versprechen!“, sagt Jakob. Esau seufzt. Er legt eine Hand auf sein Herz. „In Ordnung. Ich verspreche es.“ Da nimmt Jakob die Schöpfkelle und füllt einen Teller voll. „Hier. Deine Suppe. Möchtest du auch ein Stück Brot dazu?“


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jakob hilft 1 DIE SCHWANGERmama

SCHAFT

Besser als Schnitzel mit Pommes,

„Ich werde jetzt Korn mahlen“, sagt Rebekka. „Darf ich dir helfen?“, fragt Jakob. „Ja, gern! Reibe die Weizenkörner fest mit dem Stein. Daraus machen wir Mehl. Dann können wir Brot backen.“ Jakob gefällt es, der Mutter zu helfen. Er lernt Brot zu backen, Früchte einkochen und Fleisch braten. Und im Suppekochen wird er der Beste in der ganzen Familie.

besser als Kuchen vom Bäcker,

MEINE SUPPE AUS LINSEN ist so was von lecker!

Mit Tomaten und Petersilie,

vielen Bällchen aus Hack,

MUSKAT UND THYMIAN Was für ein toller Geschmack!

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ebekka ist schwanger mit Zwillingen, zwei Jungen. Bevor sie geboren werden, erzählt ihr Gott manches über die beiden Jungen. Der jüngere wird der Chef sein vom älteren. Er wird der Vater des Volkes werden, das Gott angekündigt hat.

Alles schön lange köcheln, alles muss richtig gut durchziehen.

OL HINZUGEBEN SALZ UND PFEFFER Knoblauch, so zwei, drei Zehen.

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E S AU H I

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A PA

Da kommt mein Zwillingsbruder, den ganzen Tag war er auf Jagd.

HAT EINEN BOCK GESCHOSSEN rauscht in die Küche und fragt:

, „Gibt s bei dir was zu essen? Ich habʼ so ein Loch im Bauch!“

GIB MIR WAS VON DEINER SUPPE Komm, dann belohn ich dich auch!“

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Für Esau ist das Suppekochen nichts. Er liebt es, draußen herumzurennen, auf Bäume zu klettern und herunterzuspringen. Es gefällt ihm, mit seinem Vater zusammen auf die Jagd zu gehen. Natürlich schießt er auch gern mit Pfeil und Bogen. Es gelingt ihm schon gut, einen Kürbis zu treffen.

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Esau geht ein Böckchen schießen

Papa ist alt, schwach und blind geworden. Er kann nicht mehr auf die Jagd gehen, nur noch im Bett liegen. „Esau“, sagt er, „komm mal her. Ich möchte dir Gottes Segen geben, denn ich werde sterben. Aber vorher möchte ich nochmal etwas ganz Gutes essen. So ein Böckchen aus den Bergen, wie wir es früher am Lagerfeuer hatten …“ „Ich gehe sofort los!“, sagt Esau. Er steht auf, nimmt Pfeil und Bogen und geht auf die Jagd.

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Die Begegnung mit Rahel

Jakob tut so, als ob er Esau sei „Jakob!“, flüstert Rebekka. „Hör mir zu!“ „Was ist denn?“, fragt Jakob. „Geh hinaus zur Herde und hol zwei Böckchen für mich, ich werde sie schlachten und braten. Und dann sollst du sie deinem Vater bringen und dabei so tun, als ob du Esau bist.“ „Aber das kann ich nicht!“, sagt Jakob. „Ich rieche doch ganz anders als Esau. Und auf meinen Armen sind gar keine Haare wie bei Esau.“ „Lass das mal meine Sorge sein“, sagt Rebekka. Eine Stunde später geht Jakob in das Zelt seines Vaters. Er

trägt ein Tablett mit Ziegenfleisch, Brot, Suppe und Wein. Um die Arme hat er Tierfelle gewickelt und er trägt eine schmutzige Jacke von Esau. „Hallo Papa“, sagt er. „Ich bin Esau, dein Sohn.“ „Wie komisch“, sagt Isaak. „Deine Stimme klingt wie die von Jakob. Komm mal näher zu mir … Ah, ich fühle dich und rieche dich, du bist es, Esau. Ich segne dich in Gottes Namen. Von nun an bist du der Chef dieses Landes.“

6 JAKOBS FLUCHT Jakob legt sich zum Schlafen auf den Boden, draußen, fern von seiner Familie. Esau ist sehr böse auf ihn. Deshalb ist Jakob fortgelaufen. Er ist auf dem Weg nach Haran, dem Land, in dem sein Onkel Laban lebt. Eben kommen die Sterne zum Vorschein. Jakob schläft ein. Und auf einmal sieht er etwas Seltsames: Eine Leiter führt bis hinauf in den Himmel. Engel steigen daran hinauf und hinunter. Und da ist Gott, der Herr. „Jakob, ich

9 jakob kämpft

Eine große Herde Schafe steht am Brunnen. „Warum gebt ihr ihnen nicht zu trinken?“, fragt Jakob die Hirten. „Das geht nicht“, sagen die Hirten. „Der Stein auf dem Brunnen ist zu schwer. Wir müssen warten, bis die anderen Hirten kommen.“ Da kommt ein Mädchen her mit einer Herde Schafe. Es ist Rahel, die Cousine von Jakob. Als Jakob sie sieht, läuft er zum Brunnen und rollt den schweren Stein ganz allein herunter. „Hey“, sagt er zu Rahel und gibt ihr einen Kuss, „ich bin dein Cousin.“ Rahel blinzelt mit den Augen. „Wie stark du bist! Möchtest du nicht heute Abend bei uns übernachten?“

bin dein Gott“, sagt er. „Ich sorge für dich, so wie ich auch für deinen Großvater und Vater gesorgt habe. Das Land, auf dem du hier liegst, wird später dir gehören.“ Als Jakob aufwacht, ist die Leiter weg und Gott ist auch nirgends mehr zu sehen. Aber Jakob weiß, dass das nicht einfach nur ein Traum war. „Hier wohnt Gott“, sagt er. „Dies ist ein besonderer Ort.“ Er stellt einen Stein auf und gießt Öl darüber. „Gott, weil du für mich sorgst, werde ich dich immer lieben.“

* In der Zeit von Jakob machten die Menschen Waffen und Geräte aus Bronze. Bronze ist eine Art starkes Eisen. Man kann es über dem Feuer flüssig machen. Dann lässt es sich in die Form einer Pfeilspitze oder eines Beils gießen. So ein Beil ist um einiges stärker als ein Beil aus Stein!

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LABAN „Ich bin verliebt in Rahel“, sagt Jakob zu seinem Onkel Laban. „Ich gebe sie dir zur Frau“, sagt Laban. „Aber du musst zuvor sieben Jahre für mich arbeiten.“ Das tut Jakob. Und endlich sind die sieben Jahre um! Es gibt ein großes Fest. Jakob ist sehr glücklich. Aber am nächsten Morgen sieht er, dass er mit dem falschen Mädchen verheiratet worden ist. Es ist nicht Rahel, die neben ihm im Bett liegt. Es ist Lea, ihre ältere Schwester! Jakob stürmt aus dem Haus. „Was habt ihr nur getan?“, schreit er seinen Onkel an. „Ich wollte doch Rahel heiraten!“ „Ja, aber Lea ist meine ältere Tochter“, sagt Laban. „Sie musste zuerst verheiratet werden. Weißt du was? Ich gebe dir Rahel auch noch. Aber zuvor musst du noch einmal sieben Jahre für mich arbeiten.“

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ach vielen Jahren macht sich Jakob mit seiner großen Familie auf den Weg nach Hause. Was wird Esau nur sagen, wenn er ihn sieht? Jakob hält sich daran fest, was Gott ihm versprochen hat: Ich werde für dich sorgen. Ich werde dich sicher zurückbringen. Als sie den Fluss Jabbok erreichen, lässt Jakob seine Frauen und Kinder zum anderen Ufer übersetzen. Er selbst bleibt zurück. Mitten in der Nacht wird er von einem fremden Mann überfallen, der ihn zu Boden werfen will. Jakob ringt schwer

mit ihm, bis es hell wird. Der Mann will gehen, aber Jakob sagt: „Warte! Geh noch nicht. Ich will, dass du mich erst segnest.“ „Von nun an heißt du Israel“, sagt der Mann. „Denn du hast mit Gott gekämpft und hast gewonnen.“ * Israel bedeutet: er kämpft mit Gott

10 DIE BEGEGNUNG MIT ESAU

Dann kommt Esau angeritten. Jakob hat große Angst. Denn er ist sich sicher: Esau ist noch immer böse auf ihn. Jakob steigt von seinem Kamel ab und macht eine tiefe Verbeugung vor Esau. Aber der rennt los und umarmt ihn. „Was bin ich froh, dass du zurück bist!“ „Es tut mir so leid“, sagt Jakob. Und sie weinen beide.

* Gedenksteine: Wenn Jakob etwas Besonderes erlebt hat, stellt er manchmal einen großen Stein auf. Gedenksteine sind wie Tafeln, die sagen: Hier hat Gott etwas Besonderes für mich getan. Jakob und Laban stellten so einen Stein auf als Versprechen dafür, dass sie sich nicht mehr zanken wollten.

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