WILLKOMMEN ZUR ALLERBESTEN NACHRICHT DER WELT! Echt jetzt? Die Bibel? Der alte Schinken?
Wie sähe sie für dich aus – die allerbeste Nachricht der Welt? Vielleicht so? „Meine Eltern haben sich scheiden lassen, aber mir ist – durch viele Gespräche – klar geworden: Ich bin daran nicht schuld!“ Oder: „Ich bin richtig glücklich: Meine ABF und ich können einfach über alles reden.“ Oder: „In den Augen der anderen bin ich der Versager meiner Klasse. Aber seit ich in der neuen Theatergruppe bin, erlebe ich: Da sind Leute, die an mich glauben!“ Wie cool, wenn man so was sagen kann! Auch von Gott kommen solche Ansagen: Du bist nicht schuld (denn ich habe dir vergeben)! Du kannst mit mir über alles reden! Ich glaube an dich! Die Bibel ist das Buch, in dem Gottes „gute Nachricht“ steht: Er hat die Welt geschaffen und er hat auch dich geschaffen. Deshalb weiß er, wie Leben geht. Und das Beste ist: Er will mit uns dieses Leben
gestalten. Er verschanzt sich nicht irgendwo hinter den Wolken, sondern will hier und jetzt Geschichte mit uns schreiben! Im „Vater Unser“-Gebet beten wir, dass Gottes Wille geschehen soll, als ob der Himmel auf die Erde kommt! Himmel auf Erden, stell dir vor, wie das wäre. Auf jeden Fall ein Abenteuer! Bibellesen muss auf keinen Fall langweilig oder altmodisch sein. Wir entdecken hier eine lebendige Geschichte Gottes mit echten Menschen. Und Gott lädt uns ein, selbst in diese Geschichte einzusteigen, ins Abenteuer des vollen Lebens. Damit das für dich einfacher wird, haben wir einige Einführungsseiten geschrieben. Da stehen Infos zu Büchern der Bibel, Gedanken zu Themen wie Gebet oder Zweifel, oder auch, was du mit einem Bibeltext alles machen kannst. Schau dich um und lass dich von den Infos und Ideen inspirieren. Wir wünschen dir, dass du so richtig Spaß am Abenteuer mit Gott findest. Viel Freude, Neugier und „Himmel auf Erden“-Momente wünschen dir Nicole, Anna, Pierre und Jule
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CONTENT: WORUM ES IN DER BIBEL GEHT
DER ROTE FADEN DURCH DIE BIBEL
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rst Abraham, dann Isaak, Jakob und schließlich Josef und Mose. Ganz schön viele Namen und Geschichten über eine lange Zeit. Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie das alles zusammenpasst? Ein Buch, geschrieben über 1500 Jahre von 40 Autoren. Und viele von den Geschichten verstehen wir nicht so einfach, weil sie ganz anders sind, als wir es heute aus unserem Leben kennen.
Doch wenn man einmal die ganze Bibel in einem Rutsch durchliest, sieht man, wie sich ein roter Faden hindurchzieht und ein großes Bild von Gott und seinem Weg mit den Menschen entsteht. Die Bibel wird auch Gottes Wort genannt, weil Christen glauben, dass die biblischen Geschichten und Schriften nicht nur aus menschlichen Gedanken entstanden. Während die Autoren ihre Texte schrieben, leitete Gott selbst sie durch seinen Geist, sodass die Bibel uns letztlich Gottes Wesen und seine guten Pläne für uns offenbart. So malt die Bibel ein Bild von Gottes Liebe für dich und von den Wegen Gottes, die dein Leben und die
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Geschichte der ganzen Welt zu einem guten Ziel bringen. Komm also mit auf eine Reise durch Gottes Verheißungen. Geschaffen Ganz am Anfang der Bibel heißt es in 1 Mose 1, 1+27: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. … So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und Frau.“ Zunächst steht hier einfach nur, dass Gott den Menschen geschaffen hat, also auch dich. Und zwar, damit jeder Mensch in Beziehung mit ihm leben kann, so wie es Adam und Eva im Garten Eden tun. Dort wird sichtbar, wie Gott die beiden gesegnet hat, einfach weil sie seine Geschöpfe waren. An Adam und Eva im Garten Eden können wir also sehen, wie Gott sich das gedacht hatte, als er die Menschen schuf: Er wollte, dass jeder Mensch mit ihm in vertrauensvoller Freundschaft und unter seinem Segen leben kann und die Welt, die Schöpfung Gottes, verwaltet und gestaltet. Ein echt guter Plan.
CONTENT: WORUM ES IN DER BIBEL GEHT Gestorben Doch was geschah dann? Im Garten Eden war ja fast alles erlaubt. 1 Mose 2 berichtet, dass Gott zu Adam sagt: „Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben“ (Vers 16-17). Doch Adam und Eva hielten sich nicht an Gottes Gebot und probierten die Frucht. Durch ihr Misstrauen gegen Gottes gute Absichten und ihren folgenden Ungehorsam zerbrach die ursprüngliche Gemeinschaft von Gott und Mensch. Adam und Eva mussten die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott im Garten Eden verlassen. Ebenso kam durch die Sünde auch der Tod in die Welt. Erst Jesus wird dieses Schicksal eines jeden Menschen wenden. Versprochen Das Böse, das durch Adam und Eva in die Welt gekommen war, wurde immer stärker. Gewalt, Lüge und Unterdrückung der Schwachen prägten das Leben der Menschen mehr und mehr, doch Gott setzte immer wieder alles daran, den Menschen einen Neuanfang mit ihm zu ermöglichen. Er hatte sie ja geschaffen, um in Gemeinschaft mit ihm zu leben. Dazu beauftragte er immer wieder treue Menschen, die ihm vertrauten und im Gehorsam seine Anweisungen ausführten. Mit Abraham rief er einen Menschen, aus dessen Nachkommen das Volk Israel hervorging (1 – 5 Mose). Er gab ihnen Gesetze, die ihnen als gute Lebensregeln helfen sollten, ihr Leben nach seinen guten Plänen zu gestalten. Auch gab er schon Abraham die Verheißung, dass durch einen seiner Nachkommen alle Menschen von den
zerstörerischen Folgen der Sünde befreit würden. Dieses Versprechen hat dann mit Jesus Christus seine letzte Erfüllung gefunden. Hin- und hergerissen Misstrauen gegen Gott, Ungehorsam und Sünde prägten das Leben in der Welt und tun es auch heute noch. An der Geschichte des Volkes Israel kannst du nachlesen, wie ein Volk sich immer wieder von Gott abgewandt und begonnen hat, ungerecht zu handeln. Dennoch blieb Gott ihnen treu und ermöglichte immer wieder einen Neuanfang in ihrer Beziehung zu ihm. In den Geschichtsbüchern, also den Büchern Richter, 1 und 2 Könige, 1 und 2 Samuel und den Chroniken kannst du nachlesen, wie Gott Richter und Könige einsetzte, die sein Volk regieren sollten. Leider verließen viele von ihnen Gottes gute Wege und verführten das Volk dazu, andere Götter anzubeten und ihre Nächsten ungerecht zu behandeln. Zum Beispiel wandte sich König Salomo nach einem guten Anfang immer mehr von Gott ab, folgte seinem eigenen Herzen und bewirkte so, dass die Einheit des Königreichs zerfiel. Als König nach dem Herzen Gottes wird David bezeichnet. Auch er war nicht fehlerlos, aber er bereute seine Fehltritte und kehrte immer wieder zu Gott zurück. Um das Volk Israel auf den rechten Weg zurückzuführen, sandte Gott immer wieder seine Propheten, zum Beispiel E lija oder Jesaja. Doch trotz aller ihrer Ermahnungen wandte sich das Volk Israel mehr und mehr von Gott ab, sodass er es schließlich zuließ, dass es von der
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CONTENT: WORUM ES IN DER BIBEL GEHT Großmacht der Babylonier erobert und nach Babylon weggeschleppt wurde. Die Rückkehr nach Israel und den Neuanfang beschreiben die Bücher von Esra und Nehemia und die letzten drei Propheten. Begleitet und gerettet Durch alle Zeiten hindurch haben Menschen ihre Gefühle und Gedanken vor Gott gebracht. Ihre Gebete, ihre Zweifel und Hoffnungen finden wir vor allem in den Büchern der „Schriften“ aufgezeichnet – den Psalmen, Hiob oder den Sprüchen. Und durch alle Bücher der Bibel zieht sich ein großes Versprechen, das Gott seinem Volk wieder und wieder zusagt: Er wird einen besonderen Boten und Diener senden, der die Menschen endgültig von allen bösen Wirkungen der Sünde befreit und die ungetrübte Beziehung zwischen Gott und den Menschen wiederherstellt. So lesen wir im Buch Jesaja: „Deshalb wird der Herr euch von sich aus ein Zeichen geben: Die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den wird sie Immanuël (Gott steht uns bei) nennen“ (Jesaja 7,14). Ist das nicht toll, dass bereits Jahrhunderte vorher von Jesus geschrieben wird, bevor er überhaupt geboren wurde? So wird deutlich, dass Gott die ganze Zeit bei seinem Volk war, auch wenn es sich zeitweise von ihm verlassen fühlte. Er begleitete es, bis er sein Versprechen endgültig wahr machte. Erfüllt Als Jesus geboren wurde, erfüllte sich die Vorhersage, die Gott bereits Jahrhunderte vorher gemacht hatte. Davon erzählen die Evangelien. Mit der Geburt seines Sohnes
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als Menschenkind löste Gott das Versprechen ein, zu seinen Menschen zu kommen und sie von den quälenden Auswirkungen ihres Ungehorsams zu befreien. Jesus lebte als einziger Mensch, ohne Gottes gute Lebensregeln zu verletzen. Als er starb, besiegte er die Macht der Sünde. Gott weckte ihn wieder vom Tod auf und nun kann jeder, der an ihn glaubt, teilhaben an seinem Leben. Die Menschen, die ihm während seines Lebens auf der Erde folgten, seine Jünger, zogen später in die ganze Welt hinaus und erzählten allen Menschen von dieser Guten Nachricht, dass Gott in Jesus Christus die Welt von der Sünde erlöst hat. Von ihnen und anderen Boten berichten die Apostelgeschichte und die Briefe von Paulus und anderen Aposteln. Vollkommen: Perspektive Ewigkeit Das Neue Testament berichtet uns von Jesus und was er im Leben der Menschen in dieser Welt bewirkte. Doch das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, ist geschrieben, damit wir wissen, wie es einmal sein wird. Denn Jesus hat gesagt, dass er einmal wiederkommt und es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben wird. Und wenn Jesus dann wiederkommt, wird alles, was böse ist, vernichtet und alle, die ihm vertrauen, werden bei ihm und bei Gott selbst sein – unter einem neuen Himmel auf einer neuen Erde. So heißt es in Offenbarung 21,4, dass alle Tränen, aller Schmerz vergangen sein werden. Eine großartige Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott! Jule
Spätschriften Neues Testament desDieAlten Testaments Altes Testament
D DIEeineBIBEL – Bibliothek
ie Bibel besteht eigentlich aus vielen verschiedenen einzelnen Büchern, diese wiederum lassen sich in bestimmte Gruppen einteilen.
Geschichtsbücher | 1 Mose Genesis | 2 Mose Exodus | | 3 Mose Levitikus | 4 Mose Numeri | | 5 Mose Deuteronomium | | Josua | Richter | Rut | 1. Samuel | | 2. Samuel | 1 Könige | 2 Könige | | 1 Chronik | 2 Chronik | Esra | | Nehemia |
Geschichtsbücher | Tobit | Judit | | Ester (Griechische Fassung) | | 1 Makkabäer | | 2 Makkabäer |
Poetische Bücher | Hiob | Psalmen | | Sprüche | Prediger | | Hohelied | Prophetische Bücher | Jesaja | Jeremia | Klagelieder | | Baruch | Hesekiel | Daniel | Hosea | Joel | Amos | Obadja | | Jona | Micha | Nahum | | Habakuk | Zefanja | Hagai | | Sacharja | Maleachi |
Poetische Bücher | Weisheit | | Jesus Sirach | | Anhang: Gebet Manasses |
Prophetische Bücher | Baruch | | Brief Jeremias | | Zusätze zu Daniel |
Übrige Briefe Geschichtsbücher | Hebräer | Jakobus | | Matthäus | Markus | | 1 Petrus | 2 Petrus | | Lukas | Johannes | Paulusbriefe | 1 Johannes | 2 Johannes | | Apostelgeschichte | | Römer | 1. Korinther | | 3 Johannes | Judas | | 2 Korinther | Galater | | Epheser | Philipper | Kolosser | | 1 Thessalonicher | Prophetisches | 2 Thessalonicher | Buch | 1 Timotheus | 2 Timotheus | | Offenbarung | | Titus | Philemon |
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WELTVERÄNDERER SEIN.
NICHT NUR DAMALS. AUCH HEUTE.
Hey, was ist dein Herzensanliegen? Wofür brennst du? Was ist dir wichtig? So richtig wichtig? Mose wurde als Kind des Volkes Israel in einem fremden Land, in Ägypten, geboren. Zu einer Zeit, in der sich der Pharao, der Herrscher des damaligen Ägypten, von diesem fremden Volk bedroht fühlte. Sie waren einfach zu viele. Er befahl, ihre männlichen Nachkommen töten zu lassen, und ließ das Volk hart arbeiten. Sklaventreiberei. Oh Mann! Doch Mose blieb am Leben. Seine Mutter schaffte es irgendwie, ihn zu
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verstecken. Er wurde nicht getötet. Als sie ihn nicht länger verbergen konnte, legte sie ihn ins Schilf und die Tochter des Pharaos fand ihn am Ufer des Nils. Er durfte bei ihr aufwachsen. Mose war sich wohl darüber klar, wer er war. Eigentlich hätte er das gleiche Schicksal haben sollen wie alle anderen in seinem Volk. Aber das hatte er nicht. Und dennoch bewegte es ihn. Er empfand es als ungerecht, wie sein Volk in diesem Land untergebuttert wurde, ja, fertig gemacht wurde. Ich schätze mal, es war ihm ein Herzensanliegen (2. Buch Mose). Mose
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lehnte sich auf. Er wollte mit aller Kraft gegen diese Ungerechtigkeit angehen und Gott machte sich eins mit seinem Anliegen. Auch ihn störte es, was der Pharao seinem Volk antat. Auch er litt darunter und hörte, wie die Menschen weinten. (2 Mose 2,24) Später stellte Gott sich Mose als ein Gott vor, der sein Herzensanliegen teilt. Aber nicht nur das. Er zeigte ihm, wie sie es gemeinsam angehen würden. Wie sie gemeinsam die Israeliten aus der Sklaverei befreien können. Ein einzelner Mann, der sich darüber empört, was seinem Volk widerfährt. Ein großer Gott, der mitleidet. Der die ganze Zeit dabei ist. Und gemeinsam schaffen sie es. Gemeinsam retten sie das Volk. Diese Geschichte bewegt mich. Auch ich habe Herzensanliegen. Auch mir tun Geschichten über Ausbeutung oder Armut weh. Geschichten über Menschen wie dich und mich, die einfach nur anders aufgewachsen sind. Die nichts dafürkönnen. Doch was jetzt? Kannst du dir vorstellen, dass Gott auch dein Herzensanliegen
teilt? Was wäre, wenn Gott sagen würde: „Hey, hier bin ich. Ich versteh dich. Das tut mir auch weh. Ich bin dabei! Lass uns das zusammen anpacken!“ Was wäre, wenn Gott uns im Kleinen begegnet und mit uns gemeinsam die Welt verändern möchte? Würden wir Ja sagen? Hey, wie könnte deine Geschichte aussehen? In Apostelgeschichte 2 wird von den ersten Christen erzählt. Und wenn ich Vorbilder suche, schaue ich mir diese Menschen an. Denn was soll ich sagen, ich bin ein Riesen-Fan von ihnen! Sie gaben ihren Besitz den Armen. Sie teilten Essen und Trinken miteinander. Sie hatten Freude und Frieden im Leben. Sie lobten Gott. Sie waren beliebt. Jeder mochte sie. Das, was man bei ihnen sah, gab es nicht an jeder Ecke (Apostelgeschichte 2,40-47). Noch mal zurück. Christen – beliebt???
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IMPACT: DIE BIBEL UND DIE KULTUREN Ich hab den Eindruck, diese ersten Christen haben mir einiges voraus. All die kleinen Dinge, die da aufgezählt werden, sind für mich überhaupt keine kleinen Dinge. Sie sind großartig. Einfach mal was abgeben von dem, wovon man selbst genug hat. Gemeinsam Essen und Beten. Freundlich sein. Lachen. So kleine Dinge im Alltag, die die Welt ein bisschen schöner machen. Es gibt so Tage, die sind einfach nur blöd. Der Test ist schlecht gelaufen, das Rad hat einen Platten, in der Mittagspause fällt das neue Handy runter und hat einen Sprung. Klasse! Und wieder nicht zum Essen gekommen. Solche Tage, an denen es nur noch fehlt, dass jetzt der Joghurt im Rucksack aufplatzt. Wehe. Bitte nicht schubsen. Bin doch fast zu Hause. Stell dir mal vor, genau an so einem Tag begegnet dir einer von diesen Menschen. Einer, der grinsend auf dich zukommt, dich anspricht und auf einen Döner einlädt. Einfach so. Weil der Tag so schön ist, meint er. Sein Lachen ist ansteckend. Du kannst gar nicht
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anders, als mit ihm zu grinsen. Meint er das ernst? Ja! Das wäre super. Wirklich. Dieser Mensch verändert was. An dir. An deinem Tag. Es wird heller. In der Bibel wird für Christen oft das Bild vom Licht verwendet (Matthäus 5,14-15). Sie strahlen. Leuchten, im Kleinen. Das mit dem Lächeln Schenken, das ist was ganz Kleines. Etwas, das jeder kann. Und so viel Freude bringt. Und bei den ersten Christen war es anscheinend besonders auffällig. Sie strahlten. Diese Liebe, die es bei ihnen gab, steckte an. Genau das will ich auch. Hey, du und ich, wir sind solche Lichter, die Gottes Liebe weitergeben. Wir sind Weltveränderer. Anna
IMPACT: DIE BIBEL UND DIE KULTUREN
DIE BIBEL HEUTE – Welt er all in d un d in Deutschlan
KIRIBATI
GHANA
INDIEN
700 Sprachen Bisher wurde die Bibel in rund 700 verschiedene Sprachen übersetzt. So können ca. zwei von drei Leuten auf dieser Welt die Bibel in ihrer Sprache lesen. Aber einer von drei Menschen kann das noch nicht: Damit die Bibel in jeder noch so kleinen Sprache gelesen werden kann, müssten noch fast 4000 Übersetzungen gemacht werden! Gott wirkt in Kulturen Gott ist immer derselbe. Aber er zeigt sich jeder Kultur etwas anders. Schon in der Bibel passte Gott sein Reden an die Menschen an, mit denen er unterwegs war. Als Jesus auf die Welt kam, lebte er in der damaligen Kultur Palästinas. Er redete in ihrer Sprache, trug ihre Klamotten und
arbeitete mit ihnen. Er war „in“ der Kultur. Aber gleichzeitig machte Gott nicht alles genauso wie die Menschen um ihn herum. Er war doch „anders“. So redete Jesus mit Verbrechern und gab sich mit Frauen und Kindern ab. Er fasste sogar ansteckende Leprakranke an. Für Juden damals unvorstellbar! Und wie ist das heute? Jede Kultur liest die Bibel anders. Und das ist gut so. Denn Gott wirkt auch heute in Kulturen. Er zeigt sich so, dass jede Kultur ihn verstehen und erleben kann. So liest man die Bibel in … INDIEN: In der Kultur Indiens gibt es das Kastensystem. Je nachdem, in welche der fünf Kasten du geboren wirst,
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hast du bestimmte Rechte und Aufgaben. So sind Brahmanen Priester und Kshatriyas werden Krieger oder hohe Beamte. Ganz unten stehen die Dalits, die „Unberührbaren“. Sie gelten als unrein, deshalb haben sie keine Rechte und dürfen niemanden aus einer höheren Kaste berühren – nicht einmal mit ihrem Schatten! Ein besseres Leben dürfen sie nicht haben. Ganz unten ist ihr Platz, so ist das halt. Wenn ein Dalit dann Jesus kennenlernt, gibt das ihm Hoffnung: Jesus liebt jeden Menschen. Selbst „unreine“ Menschen, wie zu Zeiten von Jesus einen Leprakranken! Jesus grenzte solche Menschen nicht aus. Er sah sie, ließ sich von ihrem Leid berühren – und berührte sie. Für einen Dalit ist Gott also jemand, der ihn berührt, liebt und „rein“ macht. KIRIBATI (Ausgesprochen „Kirebass“): Diese Inselgruppe liegt im Südpazifik. Ihre Kultur unterscheidet sich wesentlich von westlichen Kulturen wie Deutschland: Wir denken individualistisch – unser Motto ist: „Sei du selbst!“ Dagegen leben Kiribati und viele andere Völker in einer kollektivistischen Kultur: Auf die Gemeinschaft kommt es an. Das prägt auch die Art, wie sie über Gemeinde denken: Gemeinde heißt „Maneaba“, was übersetzt „Haus“ bedeutet. Allerdings ist ein Haus in Kiribati nicht wie in Deutschland ein Privatraum der Familie, sondern offen für alle Menschen. Im Maneaba wird zusammen gegessen, gelacht, sich versöhnt und einander geholfen, und das alles vor Gott. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Gottesdienst und
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dem übrigen Leben. Beides gehört zusammen, Gemeinde findet mitten im Leben statt. Wie in den Kulturen der Bibel durchzieht die Gemeinschaft von Gott und Menschen den ganzen Alltag. GHANA: Wenn man Deutsche fragt, was alles zu unserer Welt gehört, werden sie meist Dinge nennen, die man messen kann. Geister, gestorbene und ungeborene Menschen gibt es nach dieser Vorstellung nicht. Ganz anders in Ghana und anderen Ländern Afrikas: Hier sind alle Menschen, auch die, die noch nicht oder schon gelebt haben, Teil der Welt, und Geister gibt es auch. Der Mensch lebt mit ihnen in Gemeinschaft: Er ist verpflichtet, seine Ahnen zu ehren, seinen Kindern das Leben weiterzugeben und die Geister nicht zu verärgern. So lesen Christen in Ghana die Bibel anders als wir: Wir lesen von Abraham, der keine Kinder bekam. Für uns klingt es nicht so schlimm, keine Kinder zu haben. Für Afrikaner ist es aber schlimm, denn ohne Kinder kann man kein Leben weitergeben. Und wenn man gestorben ist, wird sich niemand mehr an einen erinnern. Dann wäre es so, als ob man nie gelebt hätte. Auch lesen wir, dass Jesus böse Geister austreibt. Für Deutsche klingt das wie ein Märchen. In Ghana ist man aber überzeugt, dass Geister in unserer Welt wirken und dass Gott ihnen befehlen kann. So verstehen afrikanische Christen manche Teile der Bibel leichter als wir im Westen. Nicole
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GOTT, JESUS, HEILIGER GEIST? I
n der Schule war ich sehr gut befreundet mit einem Muslim. Und weil wir uns beide gerne über unseren Glauben ausgetauscht haben, kamen wir relativ häufig zu einem bestimmten Thema: „Gott: Vater, Sohn, Heiliger Geist.“ Er behauptete: „Ihr Christen glaubt an drei Götter.“ Ich entgegnete: „Nein, keineswegs!“ Auch wenn es schwer zu verstehen ist: Als Christen glauben wir nur an einen Gott, der uns in verschiedenen Formen begegnet. Das kannst du dir etwa so vorstellen wie beim Wasser. Es kann je nach Aggregatzustand flüssig, fest oder gasförmig sein. Doch trotzdem besteht es zu jedem Zeitpunkt aus den gleichen H2O-Molekülen. Alle drei Formen sind etwas unterschiedlich. Im flüssigen Zustand kann man es trinken, im Dampfbad öffnet es die Poren und im Winter kann man darauf Schlittschuhlaufen. So kann uns auch Gott in drei verschiedenen Erscheinungsformen begegnen: Im Vater, im Sohn und im Heiligen Geist. Dabei ist der Vater für uns vor allem unser Schöpfer. Der Sohn ist das zuverlässige Abbild des Vaters und
zugleich unser Erlöser. Der Heilige Geist ist unter anderem der, der uns zu Gott beten hilft und der Gemeinschaft unter den Christen möglich macht.
n für Gott Name
Schon in der hebräischen Thora, im heiligen Buch der Juden, finden wir verschiedene Bezeichnungen für Gott. Da gibt es z.B. das Wort „ELOHIM“, das in der Bibel, die du gerade vor dir liegen hast, mit „Gott“ übersetzt wird. Das hebräische Wort JHWH wird dagegen als „HERR“ wiedergegeben. Beide Ausdrücke reden vom selben Gott, doch es schwingen leichte Bedeutungsnuancen mit. Während „ELOHIM“ eher die Jenseitigkeit Gottes betont (er steht der Welt gegenüber), zeigt der Name JHWH an, dass Gott eine Beziehung mit uns Menschen sucht. Und auch im Islam gibt es 99 Namen für Allah, die jeweils eine bestimmte Charaktereigenschaft hervorheben. Pierre
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ALTES UND NEUES TESTAMENT Mit den Spätschriften des Alten Testaments (Deuterokanonische Schriften /Apokryphen)
DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT
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Gute Nachricht Bibel Gemeinsame Bibelübersetzung im Auftrag und in Verantwortung von: Deutsche Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk) Katholisches Bibelwerk e.V. Österreichische Bibelgesellschaft Österreichisches Katholisches Bibelwerk Schweizerische Bibelgesellschaft Schweizerisches Katholisches Bibelwerk
Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. Weitere Informationen finden Sie unter: www.die-bibel.de
ISBN 978‑3-438-01716-1 Edition mit Einband zum Selbstgestalten ISBN 978‑3-438-01717-8 Edition »für dich« ISBN 978‑3-438-01720-8 Edition »für dich« mit Einband zum Selbstgestalten ISBN 978-3-438-01740-6 Gute Nachricht für Teens (Deutsche Bibelgesellschaft) ISBN 978-3-417-25789-2 Gute Nachricht für Teens (SCM R. Brockhaus) Gute Nachricht Bibel mit Spätschriften und Griffregister Durchgesehene Neuausgabe 2018 © 2019 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Druck und Bindearbeiten: Druckerei C.H. Beck, Nördlingen Printed in Germany Alle Rechte vorbehalten 7.2020
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INHALT DAS ALTE TESTAMENT
DIE SPÄTSCHRIFTEN DES ALTEN TESTAMENTS
Geschichtsbücher
Geschichtsbücher
Das 1. Buch Mose (Genesis) 3 Das 2. Buch Mose (Exodus) 53 Das 3. Buch Mose (Levitikus) 95 Das 4. Buch Mose (Numeri) 122 Das 5. Buch Mose (Deuteronomium) 158 Das Buch Josua 195 Das Buch von den Richtern 218 Das Buch Rut 242 Das 1. Buch Samuel 245 Das 2. Buch Samuel 277 Das 1. Buch von den Königen 305 Das 2. Buch von den Königen 337 Das 1. Buch der Chronik 368 Das 2. Buch der Chronik 398 Das Buch Esra 434 Das Buch Nehemia 444 Das Buch Ester 461
Das Buch Tobit 859 Das Buch Judit 872 Das Buch Ester (griechische Fassung) 887 Das 1. Buch von den Makkabäern 898 Das 2. Buch von den Makkabäern 932
Lehrbücher Das Buch der Weisheit 958 Das Buch Jesus Sirach 975
Prophetische Bücher Das Buch Baruch 1020 Der Brief Jeremias 1025 Zusätze zum Buch Daniel 1027 Anhang: Das Gebet Manasses 1032
Lehrbücher, Gebete und Lieder Das Buch Ijob (Hiob, Job) 469 Die Psalmen 498 Das Buch der Sprichwörter 582 Das Buch Kohelet (Prediger) 606 Das Hohelied 615
Prophetenbücher Der Prophet Jesaja 622 Der Prophet Jeremia 678 Die Klagelieder 737 Der Prophet Ezechiël (Hesekiël) 743 Das Buch Daniel 792 Der Prophet Hosea 807 Der Prophet Joël 816 Der Prophet Amos 819 Der Prophet Obadja 826 Der Prophet Jona 827 Der Prophet Micha 829 Der Prophet Nahum 834 Der Prophet Habakuk 836 Der Prophet Zefanja 839 Der Prophet Haggai 841 Der Prophet Sacharja 843 Der Prophet Maleachi 853
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DAS NEUE TESTAMENT
SACHERKLÄRUNGEN 1367
Geschichtsbücher
ANHANG
Die Gute Nachricht nach Matthäus 1037 Die Gute Nachricht nach Markus 1078 Die Gute Nachricht nach Lukas 1104 Die Gute Nachricht nach Johannes 1148 Die Geschichte der Apostel 1179
Nachwort zur Übersetzung 1435 Gebrauchsanleitung für diese Bibel 1438 Wo finde ich was? 1442 Zeittafel zur biblischen Geschichte 1447 Stichwortverzeichnis 1455 Ortsregister zu den Landkarten 1475 Kartenskizzen von Jerusalem 1478
Die Briefe des Apostels Paulus Der Brief an die Römer 1221 Der 1. Brief an die Korinther 1240 Der 2. Brief an die Korinther 1258 Der Brief an die Galater 1270 Der Brief an die Epheser 1277 Der Brief an die Philipper 1283 Der Brief an die Kolosser 1288 Der 1. Brief an die Thessalonicher 1293 Der 2. Brief an die Thessalonicher 1297 Der 1. Brief an Timotheus 1299 Der 2. Brief an Timotheus 1304 Der Brief an Titus 1308 Der Brief an Philemon 1310
Weitere Briefe Der Brief an die Hebräer 1312 Der Brief von Jakobus 1326 Der 1. Brief von Petrus 1330 Der 2. Brief von Petrus 1336 Der 1. Brief von Johannes 1339 Der 2. Brief von Johannes 1344 Der 3. Brief von Johannes 1345 Der Brief von Judas 1346
Ein prophetisches Buch Die Offenbarung an Johannes 1348
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ABKÜRZUNGEN DER BIBLISCHEN BÜCHER UND ALPHABETISCHES INHALTSVERZEICHNIS Am Amos 819 Apg Apostelgeschichte 1179 Bar Baruch 1020 BrJer Brief Jeremias 1025 1 Chr 1 Chronik 368 2 Chr 2 Chronik 398 Dan Daniel 792 DanZ Zusätze zu Daniel 1027 Dtn 5 Mose/Deuteronomium 158 Eph Epheser 1277 Esra Esra 434 Est Ester 461 EstG Ester, griechisch 887 Ex 2 Mose/Exodus 53 Ez Ezechiël 743 Gal Galater 1270 GebMan Gebet Manasses 1032 Gen 1 Mose/Genesis 3 Hab Habakuk 836 Hag Haggai 841 Hebr Hebräer 1312 Hld Hohelied 615 Hos Hosea 807 Ijob Ijob 469 Jak Jakobus 1326 Jdt Judit 872 Jer Jeremia 678 Jes Jesaja 622 Joël Joël 816 Joh Johannes 1148 1 Joh 1 Johannes 1339 2 Joh 2 Johannes 1344 3 Joh 3 Johannes 1345 Jona Jona 827 Jos Josua 195 Jud Judas 1346 Klgl Klagelieder 737 Koh Kohelet 606 Kol Kolosser 1288 1 Kön 1 Könige 305 2 Kön 2 Könige 337 1 Kor 1 Korinther 1240 2 Kor 2 Korinther 1258 Lev 3 Mose/Levitikus 95 Lk Lukas 1104 1 Makk 1 Makkabäer 898 2 Makk 2 Makkabäer 932
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Mal Mi Mk Mt Mose Nah Neh Num Obd Offb 1 Petr 2 Petr Phil Phlm Ps Ri Röm Rut Sach 1 Sam 2 Sam Sir Spr 1 Thess 2 Thess 1 Tim 2 Tim Tit Tob Weish Zef
Maleachi 853 Micha 829 Markus 1078 Matthäus 1037 s. unter Gen, Ex, Lev, Num, Dtn Nahum 834 Nehemia 444 4 Mose/Numeri 122 Obadja 826 Offenbarung 1348 1 Petrus 1330 2 Petrus 1336 Philipper 1283 Philemon 1310 Psalm(en) 498 Richter 218 Römer 1221 Rut 242 Sacharja 843 1 Samuel 245 2 Samuel 277 Sirach 975 Sprichwörter 582 1 Thessalonicher 1293 2 Thessalonicher 1297 1 Timotheus 1299 2 Timotheus 1304 Titus 1308 Tobit 859 Weisheit 958 Zefanja 839
In Verweisen und Bibelstellenangaben bezeich nen die Ziffern hinter der Abkürzung für das Buch die jeweiligen Kapitel. Durch Komma ab getrennt folgen die Versangaben. Mehrere Verse werden durch einen Bindestrich oder einen Punkt getrennt, mehrere Kapitel durch einen etwas längeren Strich oder ein Semikolon. So bedeutet die Angabe »Jes 6,1‑4.12; 18–20« beispielsweise: im Buch Jesaja, Kapitel 6, die Verse 1 bis 4 und Vers 12 sowie die Kapitel 18 bis 20. Die Abkürzung »Kap« bedeutet »Kapitel« und wird verwendet, um innerhalb eines Buches auf das genannte Kapitel zu verweisen.
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ABKÜRZUNGEN IN DEN ANMERKUNGEN UND VERGLEICHSSTELLEN A, B, C EÜ G H Kap Lu84 L nach par S zit
bei Verweisen auf die Spätschriften anstelle von Kapitelziffern Einheitsübersetzung der Bibel Griechischer Text des Alten Testaments (Septuaginta) Hebräischer Text des Alten Testaments, offizielle Fassung der jüdischen Schrift gelehrten (Masoretischer Text) Kapitel Lutherbibel, revidierte Fassung 1984 Lutherbibel, revidierte Fassung 2017 Zitat aus dem Alten Testament mit teilweise abweichendem Wortlaut Hinweis auf parallele Aussage(n) bei Mehrfachüberlieferung Hinweis auf »Sammelstellen« zitiert wird ... (im Neuen Testament aus dem Alten)
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Die Bücher Mose 1 Mose/Genesis (Gen) 2 Mose/Exodus (Ex) 3 Mose/Levitikus (Lev) 4 Mose/Numeri (Num) 5 Mose/Deuteronomium (Dtn)
Die Bücher Josua (Jos), Richter (Ri), Rut
Die Bücher Samuel
1 Samuel (1 Sam) 2 Samuel (2 Sam)
Die Bücher von den Königen
Die Bücher der Chronik
1 Könige (1 Kön) 2 Könige (2 Kön)
1 Chronik (1 Chr) 2 Chronik (2 Chr)
Die Bücher Esra, Nehemia (Neh), Ester (Est)
Das Buch Ijob
Die Psalmen (Ps)
Sprichwörter (Spr), Kohelet/Prediger (Koh), Hohelied (Hld)
Der Prophet Jesaja (Jes)
Der Prophet Jeremia (Jer) und die Klagelieder (Klgl)
Der Prophet Ezechiël (Ez) und das Buch Daniel (Dan) Die weiteren Propheten Hosea (Hos) Joël Amos (Am) Obadja (Obd) Jona Micha (Mi) Nahum (Nah) Habakuk (Hab) Zefanja (Zef) Haggai (Hag) Sacharja (Sach) Maelachi (Mal)
DAS ALTE TESTAMENT GNB18__Jugendausgabe_Teens_mit_GR.indb 1
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DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS) 1–11 Die Urgeschichte von Welt und Mensch: 1–2 Die Erschaffung der Welt 3–4 Paradies und Verlust des Paradieses 4–5 Von Adam bis Noach 6–9 Noach und die Sintflut 10 Ausbreitung der Menschheit 11 Der babylonische Turm. Sem bis Abraham 12–36 Die Väter und Mütter Israels: 12–18 Abrahams Berufung und Segnung 19 Untergang von Sodom und Gomorra 21–22 Geburt Isaaks und Prüfung Abrahams 24–26 Isaak und Rebekka 27 Jakob erlangt den Erstgeburtssegen 28–31 Jakob bei Laban, seine Frauen und Söhne 32–35 Jakobs Rückkehr 36 Die Nachkommen von Esau 37–50 Josef und seine Brüder: 37–41 Josefs wunderbarer Aufstieg 42–45 Die Erprobung der Brüder 46–50 Die Nachkommen Jakobs in Ägypten
Die Erschaffung der Welt
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1 v Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. a
Die Erde war noch leer und öde, Dunkel bedeckte sie und wogendes Wasser, und über den Fluten schwebte Gottes Geist*.
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3 Da sprach Gott: »Licht entstehe!«, und das Licht strahlte auf. 4 Und Gott sah das Licht an: Es war gut. Dann trennte Gott das Licht von der Dunkelheit 5 und nannte das Licht Tag, die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen: der erste Tag.
Dann sprach Gott: »Im Wasser soll ein Gewölbe b entstehen, eine Scheidewand zwischen den Wassermassen!« 7 So geschah es: Gott machte ein Gewölbe und trennte so das Wasser unter dem Gewölbe von dem Wasser, das darüber war. 8 Und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und wieder Morgen: der zweite Tag. 6
Dann sprach Gott: »Das Wasser unter dem Himmelsgewölbe soll sich alles an einer Stelle sammeln, damit das Land hervortritt.«
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So geschah es. Und Gott nannte das Land Erde, die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah das alles an: Es war gut.
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Dann sprach Gott: »Die Erde lasse frisches Grün aufsprießen, Pflanzen und Bäume von jeder Art, die Samen und samenhaltige Früchte tragen!« So geschah es: 12 Die Erde brachte frisches Grün hervor, Pflanzen jeder Art mit ihren Samen und alle Arten von Bäumen mit samenhaltigen Früchten. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 13 Es wurde Abend und wieder Morgen: der dritte Tag. 11
1 Mose /Gene sis 1
DIE URGESCHICHTE VON WELT UND MENSCH (1–11)
Dann sprach Gott: »Am Himmel sollen Lichter entstehen, die Tag und Nacht voneinander scheiden, leuchtende Zeichen, um die Zeiten zu bestimmen: Tage und Feste und Jahre. 15 Sie sollen am Himmelsgewölbe leuchten, damit sie der Erde Licht geben.« So geschah es: 16 Gott machte zwei große Lichter, ein größeres, das den Tag beherrscht, und ein kleineres für die Nacht, c dazu auch das ganze Heer der Sterne. 17 Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie der Erde Licht geben, 14
* Heiliger Geist 1392 a Das Begriffspaar Himmel und Erde bezeichnet die Welt in ihrer Gesamtheit. Vers 1 ist als Überschrift zur folgenden Schöp fungsgeschichte zu verstehen. b Vgl. Sacherklärung »Himmelsgewölbe« im Anhang. c Die Namen »Sonne« und »Mond« werden vermieden, weil sie bei manchen Nachbarn Israels als Namen für Götter verwendet wurden. Sie werden als Lichter (Lampen) bezeichnet, um klarzustellen, dass sie keine schicksalsbestimmende Macht haben – und natürlich erst recht nicht die anschließend genannten Sterne. v 1,1–2,4a P s 8 ; 1 04; Ijob 3 8,1–39,30; J oh 1 ,1‑4; Sir 16,26–17,10; 4 2,15–43,33
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den Tag und die Nacht regieren und Licht und Dunkelheit voneinander scheiden. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 19 Es wurde Abend und wieder Morgen: der vierte Tag. 18
Dann sprach Gott: »Das Wasser soll von Leben wimmeln, und in der Luft a sollen Vögel fliegen!« 21 So schuf Gott die Seeungeheuer und alle Arten von Wassertieren, ebenso jede Art von Vögeln und geflügelten Tieren. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 22 Und Gott segnete seine Geschöpfe und sagte: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Meere, und ihr Vögel, vermehrt euch auf der Erde!« 23 Es wurde Abend und wieder Morgen: der fünfte Tag.
1 M o se / G enesis 1 . 2
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24 Dann sprach Gott: »Die Erde soll Leben hervorbringen: alle Arten von Vieh und wilden Tieren und alles, was auf der Erde kriecht.« So geschah es. 25 Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alles, was auf dem Boden kriecht, alle die verschiedenen Arten. Und Gott sah das alles an: Es war gut.
Dann sprach Gott: »Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist! Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde b und über alles, was auf dem Boden kriecht.« 27 v S o schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau. c 28 v U nd Gott segnete die Menschen und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz! d 26
Ich setze euch über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer Fürsorge an.« Weiter sagte Gott zu den Menschen: »Als Nahrung gebe ich euch die Samen der Pflanzen und die Früchte, die an den Bäumen wachsen, überall auf der ganzen Erde. 30 Den Landtieren aber und den Vögeln und allem, was auf dem Boden kriecht, allen Geschöpfen, die den Lebenshauch in sich tragen, weise ich Gräser und Blätter zur Nahrung zu.« So geschah es. 29 v
Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und sah: Es war alles sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der sechste Tag.
31 v
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1 So entstanden Himmel und Erde mit allem, was lebt. 2 v A m siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus. 3 Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen* Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte. Dies ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde; so hat Gott sie geschaffen.
4a
Der Mensch im Garten Eden (Das Paradies)
Als Gott, der Herr, e Erde und Himmel machte, gab es zunächst noch kein Gras und keinen Busch in der Steppe; denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte. 6 Nur aus der Erde stieg Wasser auf und tränkte den Boden. 4b 5
* heilig, heiligen, Heiligkeit 1391 a in der Luft: wörtlich über die Erde, am Himmelsgewölbe; entsprechend in den Versen 26 und 28 am Himmelsgewölbe. b und alle Tiere ...: mit einer alten Übersetzung; H und die ganze Erde. c Wörtlich männlich und weiblich schuf er sie. d nehmt sie in Besitz: Die herkömmliche Übersetzung macht sie euch untertan hat oft Anlass gegeben zu dem M issverständnis, die Schöpfung sei der Willkür des Menschen ausgeliefert. Nach hebräischem Verständnis gehören Herr schaft und Fürsorge zusammen; die Könige und Fürsten im Alten Orient galten als »Hirten« des Volkes. Deshalb wird die Fortsetzung, die wörtlich lautet Herrscht über (die Fische usw.), wiedergegeben durch Ich setze euch über ... und vertraue sie eurer Fürsorge an. e Eigentlich der Herr Gott; ebenso in der Fortsetzung bis 3,24. »Der Herr« in dieser Schreibweise steht in der Übersetzung stets für den Gottesnamen; siehe dazu die Sacherklärung »Herr«. v 1,27 M k 10,6 par; K ol 3 ,10; W eish 2 ,23 v 1,28 Weish 9,2 v 1,29 9,3 v 1,31 1 Tim 4 ,4 v 2,2‑3 E x 2 0,8-10 S; H ebr 4 ,9‑10
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Die Erschaffung der Frau 18 Gott, der Herr, dachte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt.« 19 So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die Vögel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen würde; denn so sollten sie heißen. 20 Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tie-
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ren und den Vögeln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte. 21 Da versetzte Gott, der Herr, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch. 22 Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. 23 Der freute sich und rief: »Endlich! Sie ist’s! Eine wie ich! f Sie gehört zu mir, denn von mir ist sie genommen.« g 24 v D eshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele. h 25 Die beiden waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.
Die Menschen müssen den Garten Eden verlassen
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1 v Die Schlange* war das klügste von allen Tieren des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie fragte die Frau: »Hat Gott wirklich gesagt: ›Ihr dürft die Früchte von den Bäumen im Garten nicht essen‹?« 2 »Natürlich dürfen wir sie essen«, erwiderte die Frau, 3 »nur nicht die Früchte von dem Baum in der Mitte des Gartens. Gott hat gesagt: ›Esst nicht davon, berührt sie nicht, sonst müsst ihr sterben!‹« 4 v » Nein, nein«, sagte die Schlange, »ihr werdet bestimmt nicht sterben! 5 v Aber Gott weiß: Sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und was schlecht ist. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können.« i 6 Die Frau sah den Baum an: Seine Früchte mussten köstlich schmecken, sie anzusehen war eine Augenweide und es war verlockend, dass man davon klug werden sollte! Sie nahm von den Früchten und aß. Dann gab sie auch ihrem Mann davon und er aß ebenso.
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7 v D a nahm Gott, der Herr, Staub von der Erde, formte daraus den Menschen a und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen. b 8-9 v D ann legte Gott im Osten, in der Landschaft Eden*, einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von Bäumen wachsen. Es waren prächtige Bäume und ihre Früchte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen, den er gemacht hatte. In der Mitte des Gartens wuchsen zwei besondere Bäume: der Baum des Lebens, dessen Früchte Unsterblichkeit schenken, und der Baum der Erkenntnis, dessen Früchte das Wissen verleihen, was für den Menschen gut und was für ihn schlecht ist. c 10 In Eden entspringt ein Strom. Er bewässert den Garten und teilt sich dann in vier Ströme. 11 Der erste heißt Pischon; er fließt rund um das Land Hawila, wo es Gold gibt. 12 Das Gold die ses Landes ist ganz rein, außerdem gibt es dort kostbares Harz und den Edelstein Karneol. 13 Der zweite Strom heißt Gihon; er fließt rund um das Land Kusch*. 14 Der dritte Strom, der Tigris, fließt östlich von Assur. d Der vierte Strom ist der Eufrat. 15 Gott, der Herr, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen. 16 Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, 17 nur nicht vom Baum der Erkenntnis. e Sonst musst du sterben.«
* Eden 1379 * Kusch 1401 * Schlange 1418 a Im Hebräischen gehören Mensch (adam) und Erde (adama) auch sprachlich zusammen. Später wird Adam zum Eigennamen des ersten Menschen (siehe Anmerkung zu 3,17). Staub ist ein Hinweis auf die Hinfälligkeit des Menschen; vgl. 3,19. b Wört lich eine lebende nefesch. Das hebräische Wort nefesch wird herkömmlich mit »Seele« übersetzt. Gemeint ist damit ein Lebewesen wie Mensch oder Tier im Unterschied zu den Pflanzen (vgl. auch Sacherklärung »Seele«). c Wörtlich der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Schlechten (siehe dazu Anmerkung zu Vers 17). d Gemeint ist die Stadt dieses Namens; siehe Sacherklärung. e Erkenntnis: wörtlich Erkenntnis des Guten und Schlechten. Gemeint ist nicht die Fähigkeit, zu unterscheiden, was sittlich gut oder böse ist, sondern ein umfassendes Wissen von allem, was für das menschliche Leben nützlich oder schädlich ist. Ein solches Wissen kann den Menschen zu der Meinung verführen, sein Leben in eigener Regie führen zu können. Das würde ihn überfordern und die ihm anvertraute Schöpfung zerstören, weil er der Versuchung zum Missbrauch der damit gegebenen Möglichkeiten nicht gewachsen ist (vgl. 4,1‑8.23; 6,5; 11,1‑9 sowie Ez 28,1‑19). f Endlich ...: wörtlich Gebein von meinem Gebein, Fleisch von meinem Fleisch. g Sie gehört ...: Die Zugehörigkeit ist im Hebräischen in der Namengebung ausgedrückt. Diese enthält ein Wortspiel, das sich im Deutschen nicht nachahmen lässt: »Sie wird ischa (= Frau) genannt werden, denn vom isch (= Mann) ist sie genommen.« h sind dann eins ...: wörtlich sind dann ein Fleisch, womit die volle leiblich-seelische Einheit bezeichnet wird. i Dann werdet ihr ...: verdeutlichender Zusatz; vgl. Anmerkung zu 2,17. v 2,7 Ijob 3 3,4; P s 1 04,29‑30; Koh 1 2,7; 1 Kor 15,45‑49 v 2,8‑9 O ffb 2 2,14 v 2,24 M k 1 0,7 par; E ph 5 ,31 v 3,1‑5 Weish 2 ,24 v 3,4 J oh 8 ,44; Offb 2 0,2 v 3,5 J es 1 4,14; E z 28,2; 2 Thess 2 ,4
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6 1 M o se / G enesis 3 . 4
7 Da gingen den beiden die Augen auf und sie merkten, dass sie nackt waren. Deshalb flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Lendenschurze. 8 Am Abend, als es kühler wurde, hörten sie, wie Gott, der Herr, durch den Garten ging. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor Gott zwischen den Bäumen. 9 Aber Gott rief nach dem Menschen: »Wo bist du?« 10 Der antwortete: »Ich hörte dich kommen und bekam Angst, weil ich nackt bin. Da habe ich mich versteckt!« 11 »Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?«, fragte Gott. »Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?« 12 Der Mensch erwiderte: »Die Frau, die du mir an die Seite gestellt hast, gab mir davon; da habe ich gegessen.« 13 Gott, der Herr, sagte zur Frau: »Was hast du da getan?« Sie antwortete: »Die Schlange ist schuld, sie hat mich zum Essen verführt!« 14 Da sagte Gott, der Herr, zu der Schlange:
»Verflucht sollst du sein wegen dieser Tat! Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang – du allein von allen Tieren. 15 Und Feindschaft soll herrschen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Nachkommen und den ihren. a Sie werden euch den Kopf zertreten, und ihr werdet sie in die Ferse beißen.« 16
Zur Frau aber sagte Gott:
»Ich verhänge über dich, dass du Mühsal und Beschwerden hast, jedes Mal wenn du schwanger bist; und unter Schmerzen bringst du Kinder zur Welt. Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird über dich herrschen.« Und zum Mann b sagte Gott: »Weil du auf deine Frau gehört und mein Verbot übertreten hast, gilt von nun an:
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Deinetwegen ist der Acker verflucht. Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren, dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln werden dort wachsen, und du wirst die Pflanzen des Feldes essen. 19 v V iel Schweiß musst du vergießen, um dein tägliches Brot zu bekommen, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist. Ja, Staub bist du, und zu Staub musst du wieder werden!« 20 Der Mensch nannte seine Frau Eva, c denn sie sollte die Mutter aller Menschen werden. 21 Und Gott, der Herr, machte für den Menschen und seine Frau Kleider aus Fellen. 22 Dann sagte Gott: »Nun ist der Mensch wie einer von uns d geworden und weiß, was gut und was schlecht ist. e Es darf nicht sein, dass er auch noch vom Baum des Lebens isst. Sonst wird er ewig leben!« 23 Und er schickte den Menschen aus dem Garten Eden* weg, damit er den Ackerboden bearbeite, aus dem er gemacht war. 24 So trieb Gott, der Herr, die Menschen hinaus und stellte östlich von Eden die Kerubim* und das flammende Schwert als Wächter auf. Niemand sollte zum Baum des Lebens gelangen können.
Der Bruder erhebt sich gegen den Bruder
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Adam schlief mit seiner Frau Eva, f und sie wurde schwanger. Sie brachte einen Sohn zur Welt und sagte: »Mithilfe des Herrn habe ich einen Mann hervorgebracht.« g Darum nannte sie ihn Kain. 2 Später bekam sie einen zweiten Sohn, den nannte sie Abel. Abel wurde ein Hirt, Kain ein Bauer. 3 Einmal brachte Kain von seinem Ernteertrag dem Herrn ein Opfer. 4 v Auch Abel brachte ihm ein Opfer; er nahm dafür die besten von den erstgeborenen Lämmern seiner Herde. h Der Herr blickte freundlich auf Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer schaute er nicht an. 1
* Eden 1379 * Kerub(im), Kerubfiguren 1399 a Das hebräische Wort für Nachkommen ist der grammatischen Form nach Einzahl: Same, d. h. Nachkommenschaft. In der Alten Kirche wurde die Einzahl auf eine Einzelperson bezogen und auf Christus oder Maria gedeutet, die Schlange entspre chend auf den Teufel. b Wörtlich zum Menschen. In H wird das Wort durch die zugesetzten Vokale schon hier (nicht erst ab 4,1) als Eigenname gedeutet (ebenso in Vers 21; die Vorkommen in den Versen 20.22.23 und auch 24, wo wörtlich die Einzahl steht, lassen beide Deutungen zu). Ursprünglich ist Adam kein Name, sondern das hebräische Wort für »Mensch« (vgl. Anmerkung zu 2,7). c Der Name Eva klingt im Hebräischen wie das Wort für »Leben«. d uns ist wahrscheinlich ein Hinweis auf den himmlischen Hofstaat; vgl. Sacherklärung »Gottessöhne«. e Vgl. Anmerkung zu 2,17. f schlief mit ...: wört lich erkannte Eva, seine Frau; ebenso in den Versen 17 und 25. Das hebräische Wort bedeutet »erkennen/kennenlernen« in der persönlichen Begegnung. Zu Adam siehe Anmerkung zu 3,17. g hervorgebracht: oder erworben. Im Hebräischen ein Wortspiel mit dem Namen Kain. Abel (Vers 2) bedeutet »Windhauch, Flüchtigkeit«. Mithilfe des Herrn: Deutung unsi cher. h Oder er nahm die fetten Stücke von den erstgeborenen ... v 3,19 2 ,7; P s 9 0,3; Koh 3 ,20-21 S v 4,4 H ebr 1 1,4
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Kulturentwicklung und menschliche Überheblichkeit Kain schlief mit seiner Frau, da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn: Henoch. Danach gründete Kain eine Stadt und nannte sie Henoch nach dem Namen seines Sohnes. 18 Henochs Frau gebar ihm einen Sohn: Irad. Dieser Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech. 19 Lamech nahm sich zwei Frauen: Ada und Zilla. 17
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20 Ada gebar ihm Jabal; von dem stammen alle ab, die mit Herden umherziehen und in Zelten wohnen. 21 Sein jüngerer Bruder war Jubal, von dem kommen die Zither- und Flötenspieler her. 22 Auch Zilla gebar einen Sohn: Tubal-Kain. Er wurde Schmied und machte alle Arten von Waffen und Werkzeugen aus Bronze und Eisen. Seine Schwester war Naama. 23 v L amech sagte zu seinen Frauen:
»Ihr meine Frauen, Ada, Zilla, hört! Passt auf, wie Lamech sich sein Recht verschafft: d Ich töte einen Mann für meine Wunde und einen Jungen, wenn mich jemand schlägt! 24 v Ein Mord an Kain – so hat es Gott bestimmt – verlangt als Rache sieben Menschenleben; für Lamech müssen siebenundsiebzig sterben!«
Ersatz für Abel Adam schlief wieder mit Eva, und sie gebar noch einmal einen Sohn. Sie nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir wieder einen Sohn geschenkt! e Der wird mir Abel ersetzen, den Kain erschlagen hat.« 26 Auch Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch. Damals fingen die Menschen an, im Gebet den Namen* des Herrn anzurufen. 25
Die Nachkommen Adams durch Set (1 Chr 1,1‑4)
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Da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden. 6 Der Herr fragte ihn: »Warum bist du so zornig? Warum starrst du auf den Boden? 7 Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du Böses planst, lauert die Sünde vor der Tür deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr sein über sie!« 8 Kain aber sagte zu seinem Bruder Abel: »Komm und sieh dir einmal meine Felder an!« a Und als sie draußen waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot. 9 Der Herr fragte Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« »Was weiß ich?«, antwortete Kain. »Bin ich vielleicht der Hüter meines Bruders?« b 10 v »Weh, was hast du getan?«, sagte der Herr. »Hörst du nicht, wie das Blut deines Bruders von der Erde zu mir schreit? 11 Du hast den Acker mit dem Blut deines Bruders getränkt, deshalb stehst du unter einem Fluch und musst das fruchtbare Ackerland verlassen. 12 Wenn du künftig den Acker bearbeitest, wird er dir den Ertrag verweigern. Als heimatloser Flüchtling musst du auf der Erde umherirren.« 13 Kain sagte zum Herrn: »Die Strafe ist zu hart, das überlebe ich nicht! 14 Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land und aus deiner schützenden Nähe. Als heimatloser Flüchtling muss ich umherirren. Ich bin vogelfrei, jeder kann mich ungestraft töten.« 15 Der Herr antwortete: »Nein, sondern ich bestimme: Wenn dich einer tötet, müssen dafür sieben Menschen aus seiner Familie sterben.« Und er machte an Kain ein Zeichen, damit jeder wusste: Kain steht unter dem Schutz des Herrn. 16 Dann musste Kain aus der Nähe des Herrn weggehen. Er wohnte östlich von Eden* im Land Nod. c
Hier ist die Liste der Nachkommen von Adam. f Als Gott die Menschen erschuf, machte er sie nach seinem Bild; 2 und er erschuf sie als Mann und als Frau. Er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«. 3 Als Adam 130 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn nach seinem Bild, als sein Ebenbild, und gab ihm den Namen Set. 4-5 Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 930 Jahren. 6-8 Als Set 105 Jahre alt war, zeugte er Enosch. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 912 Jahren. 9-11 Als Enosch 90 Jahre alt war, zeugte er Kenan. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 905 Jahren. 1
* Eden 1379 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 a »Komm und sieh ...«: mit alten Übersetzungen; in H fehlt der Satz. b Hüter: Anspielung auf den Hirtenberuf des Bru ders. c Nod klingt wie das hebräische Wort für »ruhelos«. d wie Lamech ...: verdeutlichender Zusatz; H (Passt auf) auf meine Rede. e geschenkt: wörtlich gesetzt. Im Hebräischen ein Wortspiel mit dem Namen Set. f Wörtlich Dies ist das Buch der Geschichte Adams. Das hebräische Wort, das hier mit Geschichte wiedergegeben ist, steht auch in 2,4a; 6,9; 10,1; 11,10.27; 25,12; 36,1.9; 37,2. v 4,10 Ijob 16,18 S; H ebr 1 2,24 v 4,23 E x 2 1,23‑25 v 4,24 M t 1 8,22
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12-14 Als Kenan 70 Jahre alt war, zeugte er Mahalalel. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 910 Jahren. 15-17 Als Mahalalel 65 Jahre alt war, zeugte er Jered. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 895 Jahren. 18-20 Als Jered 162 Jahre alt war, zeugte er Henoch. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 962 Jahren. 21 Als Henoch 65 Jahre alt war, zeugte er Metuschelach. 22 v Danach lebte er noch 300 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 23 Er wurde 365 Jahre alt. 24 Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen. 25 Als Metuschelach 187 Jahre alt war, zeugte er Lamech. 26 Danach lebte er noch 782 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 27 Er starb im Alter von 969 Jahren. 28 Als Lamech 182 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn. 29 Er sagte: »Der wird uns Trost verschaffen bei der harten Arbeit, die uns auferlegt ist, weil der Herr den Acker verflucht hat.« Deshalb gab er ihm den Namen Noach. a 30 Danach lebte er noch 595 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 31 Er starb im Alter von 777 Jahren. 32 Als Noach 500 Jahre alt war, zeugte er Sem, Ham und Jafet.
Gott entschließt sich zum Eingreifen
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Die Menschen begannen sich zu vermehren und sich über die Erde auszubreiten. Es wurden ihnen auch viele Töchter geboren. 2 Da sahen die Gottessöhne*, dass die Töchter der Menschen sehr schön waren. Sie nahmen die von ihnen als Frauen, die ihnen am besten gefielen, und zeugten mit ihnen Kinder. 3 Der Herr aber sagte: »Ich lasse meinen Lebensgeist nicht für unbegrenzte Zeit im Menschen wohnen, denn der Mensch ist schwach und anfällig für das Böse. b Ich begrenze seine Lebenszeit auf 120 Jahre.« 4 v D amals und auch noch später lebte auf der Erde das Geschlecht der Riesen. Sie waren aus der Verbindung der Gottessöhne mit den Menschentöchtern hervorgegangen und sind als die großen Helden der Vorzeit bekannt. 5 v D er Herr sah, dass die Menschen auf der Erde völlig verdorben waren. Alles, was aus ihrem Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen, war 1
durch und durch böse. 6 Das tat ihm weh, und er bereute, dass er sie erschaffen hatte. 7 Er sagte: »Ich will die Menschen wieder von der Erde ausrotten – und nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere auf der Erde, von den größten bis zu den kleinsten, und auch die Vögel in der Luft. Es wäre besser gewesen, wenn ich sie gar nicht erst erschaffen hätte.« 8 Noach war der Einzige, der vor den Augen des Herrn bestehen konnte.
Gott gibt Noach den Befehl zum Bau der Arche Dies ist die Geschichte Noachs und seiner Nachkommen: Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen war Noach ein rechtschaffener, durch und durch redlicher Mann; er lebte in enger Verbindung mit Gott. 10 Er hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Alle anderen Menschen konnten vor Gott nicht bestehen; die Erde war voll von Unrecht und Gewalt. 12 Wohin Gott auch sah: überall nichts als Verdorbenheit. Denn die Menschen waren alle vom rechten Weg abgekommen. 13 Da sagte Gott zu Noach: »Mit den Menschen c mache ich ein Ende. Ich will sie vernichten samt der Erde; denn die Erde ist voll von dem Unrecht, das sie tun. 14 Bau dir ein Schiff, eine Arche*. Mach sie aus festem Holz und dichte sie innen und außen mit Pech ab. Im Innern soll sie viele Räume haben. 15 Sie muss 150 Meter lang sein, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. d 16 Mach oben ein Dach darüber, e zieh zwei Zwischendecken ein, sodass es dreistöckig wird, und bring an der Seite eine Tür an. 17 Ich werde eine Flut über die Erde hereinbrechen lassen, in der alles Lebendige umkommen soll. Weder Mensch noch Tier wird mit dem Leben davonkommen. 18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund*. Ich verspreche dir: Du sollst gerettet werden. f Geh mit deiner Frau, deinen Söhnen und dei nen Schwiegertöchtern in die Arche! 19 Nimm von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, damit sie mit dir gerettet werden. 20 Von je der Tierart sollst du ein Paar in die Arche brin gen, damit sie am Leben bleiben, alle Arten von Landtieren und Vögeln. 21 Nimm für jedes Tier das richtige Futter mit, und auch genug zu essen für dich und deine Familie.« 22 Noach tat alles genau so, wie Gott es ihm befohlen hatte. 9
* Gottessöhne 1390 * Arche 1371 * Bund 1377 a Noach erinnert an das hebräische Wort für »ausruhen«. b schwach und ...: wörtlich Fleisch*. c Wörtlich Mit allem Fleisch*. d Hebräische Maßangaben 300, 50, 30 Ellen*. e Möglich auch ein Fenster. Es folgt, nicht sicher zu deuten: eine Elle* hoch sollst du es machen von oben her. f Ich verspreche ...: verdeutlichender Zusatz. v 5,22‑24 H ebr 1 1,5 v 6,4 B ar 3 ,26‑28 v 6,5‑14 Weish 10,4; M t 2 4,37‑39; H ebr 1 1,7; 1 Petr 3 ,20‑21
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1 Dann sagte der Herr zu Noach: »Geh mit deiner Familie in die Arche*! Du bist der Einzige unter den Menschen, der vor mir als gerecht* bestehen kann. 2 v Nimm von allen reinen* Tieren je sieben Paare mit, aber von den unreinen Tieren nur jeweils ein Männchen und ein Weibchen. 3 Auch von den verschiedenen Vögeln nimm je sieben Paare mit. Ich möchte, dass jede Art erhalten bleibt und sich wieder auf der Erde fortpflanzen kann. 4 Noch sieben Tage, dann werde ich es vierzig Tage und Nächte lang ununterbrochen regnen lassen. Alles Leben auf der Erde, das ich geschaffen habe, wird dann ausgelöscht.« 5 Noach machte alles genau so, wie der Herr es befohlen hatte. 6 Er war damals 600 Jahre alt, als die große Flut über die Erde hereinbrach.
Die Sintflut * kommt auf die Erde
Noach ging also mit seiner Frau, seinen Söhnen und seinen Schwiegertöchtern in die Arche*. 8 Von allen reinen* und unreinen Landtieren sowie von allen Vögeln und den am Boden kriechenden Tieren 9 ließ er je ein Paar mit sich in die Arche gehen, ein Männchen und ein Weibchen, wie Gott es befohlen hatte. 10 Sieben Tage später kam die große Flut über die Erde. 11 v Im 600. Lebensjahr Noachs, am 17. Tag des 2. Monats, öffneten sich die Schleusen des Himmels und die Quellen der Tiefe brachen von unten aus der Erde hervor. 12 Vierzig Tage und vierzig Nächte lang regnete es von da an in Strömen auf die Erde. 13 An jenem Tag ging Noach mit seiner Frau, mit seinen Söhnen Sem, Ham und Jafet und mit den Frauen seiner Söhne in die Arche, 14 dazu je ein Paar von allen Tierarten: den wilden und den zahmen Tieren, den Tieren, die am Boden kriechen, und allen geflügelten Tieren. 15 Von allen Tierarten, allem, was auf der Erde lebt, gingen je zwei zu Noach in die Arche, 16 immer ein Männchen und ein Weibchen, so wie Gott es befohlen hatte. Und der Herr schloss hinter Noach die Tür zu. 17 Vierzig Tage lang regnete es ununterbrochen. Das Wasser stieg an und hob die Arche vom Boden ab. 18 Es stieg immer weiter, und die Arche schwamm jetzt frei auf dem Wasser. 19 Es stieg höher und höher, und schließlich waren auf der Erde sogar die Berge bedeckt; 20 das Wasser stand sieben Meter a über den höchsten Gipfeln. 21 Da starb alles, was auf der Erde lebte und sich 7
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regte: Vögel, zahme und wilde Tiere, all die kleinen Tiere, von denen es auf der Erde wimmelte, und alle Menschen. 22 Alles, was Lebensgeist in sich trug b und auf dem Land lebte, fand den Tod. 23 So vernichtete der Herr alles Leben auf der Erde, vom Menschen bis zum kriechenden Getier, vom Vieh bis zu den Vögeln. Nur Noach und alle, die bei ihm in der Arche waren, blieben übrig.
Gott denkt an die Überlebenden in der Arche Hundertfünfzig Tage lang war das Wasser auf der Erde gestiegen. 1 Da dachte Gott an Noach und an all die Tiere, die bei ihm in der Arche* waren. Er ließ einen Wind über die Erde wehen, sodass das Wasser fiel. 2 Er ließ die Quellen der Tiefe versiegen und schloss die Schleusen des Himmels, sodass es zu regnen aufhörte. 3 So fiel das Wasser nach hundertfünfzig Tagen. 4 Am 17. Tag des 7. Monats setzte die Arche auf einem Gipfel des Araratgebirges auf. 5 Das Wasser fiel ständig weiter, bis am 1. Tag des 10. Monats die Berggipfel sichtbar wurden. 6 Nach vierzig Tagen öffnete Noach die Dachluke, die er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben hinaus. Der flog so lange hin und her, bis die Erde trocken war. 8 Noach ließ auch eine Taube fliegen, um zu erfahren, ob das Wasser von der Erde abgeflossen war. 9 Sie fand aber keine Stelle, wo sie sich niederlassen konnte; denn die ganze Erde war noch von Wasser bedeckt. Deshalb kehrte sie zur Arche zurück. Noach streckte die Hand aus und holte sie wieder herein. 10 Er wartete noch einmal sieben Tage, dann ließ er die Taube zum zweiten Mal fliegen. 11 Sie kam gegen Abend zurück und hielt einen frischen Ölbaumzweig im Schnabel. Da wusste Noach, dass das Wasser abgeflossen war. 12 Er wartete noch einmal sieben Tage, dann ließ er die Taube zum dritten Mal fliegen. Diesmal kehrte sie nicht mehr zurück. 24
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1 M o se / G enesis 7. 8
Noach, seine Familie und die Tiere gehen in die Arche
Noachs Opfer und Gottes Zusage Am ersten Tag des Jahres, in dem Noach sechshundertundein Jahr alt wurde, hatte sich das Wasser verlaufen. Noach öffnete das Dach und hielt Ausschau. Da sah er, dass auf der Erde kein Wasser mehr stand. 14 Am 27. Tag des 2. Monats war die Erde schließlich ganz trocken. 15 Da sagte Gott zu Noach: 16 »Verlass die Arche* mit deiner Frau, deinen Söhnen und deinen Schwiegertöchtern! 17 Lass auch alle Tiere 13
* Arche 1371 * gerecht, Gerechter 1386 * rein (unrein) 1414 * Sintflut 1420 a Hebräische Maßangabe 15 Ellen*. b Wörtlich was den Atem des Lebensgeistes in der Nase hatte. v 7,2‑3 Lev 1 1,1‑47 v 7,11 E z 3 1,4
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inaus, die in der Arche sind, die Vögel, die großen h Landtiere und alles, was am Boden kriecht. Es soll wieder von ihnen wimmeln auf der Erde; sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren auf der Erde.« a 18 Da ging Noach mit seiner Familie aus der Arche, 19 und auch die Tiere kamen heraus, alle die verschiedenen Arten. 20 Noach baute einen Opferaltar für den Herrn. Dann nahm er welche von allen reinen* Tieren und allen reinen Vögeln und opferte sie darauf als Brandopfer* für den Herrn. 21 Der Herr roch den besänftigenden Duft des Opfers und sagte zu sich selbst: »Ich will die Erde nicht noch einmal bestrafen, nur weil die Menschen so schlecht sind! Alles, was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun einmal böse von Jugend auf. Ich will nicht mehr alles Leben auf der Erde vernichten, wie ich es getan habe. Von jetzt an gilt, solange die Erde besteht: Nie werden aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.«
1 M o se / G enesis 8 .9
22
Gottes Friedensbund mit den Menschen und Tieren
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Gott segnete Noach und seine Söhne und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die ganze Erde! 2 Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen: die großen Landtiere, die Vögel, die Tiere, die am Boden kriechen, und die Fische im Meer. Ich gebe sie in eure Gewalt. 3 Ihr dürft von jetzt an Fleisch essen, nicht nur Pflanzenkost; alle Tiere gebe ich euch als Nahrung. 4 v N ur Fleisch, in dem noch Blut* ist, sollt ihr nicht essen; denn im Blut ist das Leben. 5 v Euer eigenes Blut darf auf keinen Fall vergossen werden. Ich wache darüber und fordere Leben für Leben, vom Tier und erst recht vom Menschen. 6 v Wer einen Menschen tötet, muss von Menschenhand sterben; b denn der Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen. 7 Also seid fruchtbar, vermehrt euch, sodass es von euch wimmelt auf der Erde!« 8 Weiter sagte Gott zu Noach und zu seinen Söhnen: 9 »Ich schließe meinen Bund c mit euch 1v
und mit euren Nachkommen 10 und auch mit allen Tieren, die bei euch in der Arche* waren und künftig mit euch auf der Erde leben, den Vögeln, den Landtieren und allen kriechenden Tieren. 11 Ich gebe euch die feste Zusage: Ich will das Leben nicht ein zweites Mal vernichten. Die Flut soll nicht noch einmal über die Erde hereinbrechen. 12-13 Das ist der Bund, den ich für alle Zeiten mit euch und mit allen lebenden Wesen bei euch schließe. Als Zeichen dafür setze ich meinen Bogen d in die Wolken. Er ist der sichtbare Garant für die Zusage, die ich der Erde mache. 14 Jedes Mal, wenn ich Regenwolken über der Erde zusammenziehe, soll der Bogen in den Wolken erscheinen, 15 und dann will ich an das Versprechen denken, das ich euch und allen lebenden Wesen gegeben habe: Nie wieder soll das Wasser zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. 16 Der Bogen wird in den Wolken stehen, und wenn ich ihn sehe, wird er mich an den ewigen Bund erinnern, den ich mit allen lebenden Wesen auf der Erde geschlossen habe. 17 Dieser Bogen«, sagte Gott zu Noach, »ist das Zeichen für den Bund, den ich jetzt mit allen lebenden Wesen auf der Erde schließe.«
Scheidung unter Noachs Söhnen Zusammen mit Noach waren seine Söhne Sem, Ham und Jafet aus der Arche* gegangen. Ham war der Vater Kanaans. 19 Die Nachkommen der drei Söhne Noachs haben sich dann über die ganze Erde ausgebreitet. 20 Noach trieb Ackerbau. Er war der Erste, der einen Weinberg anlegte. 21 Als er von dem Wein trank, wurde er betrunken, und in seinem Rausch lag er entblößt in seinem Zelt. 22 Ham, der Vater Kanaans, sah es und ließ seinen Vater nackt daliegen, er ging sogar zu seinen Brüdern und erzählte es ihnen. 23 Da nahmen Sem und Jafet eine Decke, legten sie über ihre Schultern, gingen rückwärts ins Zelt und deckten ihren Vater damit zu. Sie hielten dabei das Gesicht von ihm abgewandt, um ihn nicht nackt zu sehen. 24 Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was sein Sohn Ham ihm angetan hatte, 25 sagte er: 18
»Fluch über Kanaan*! Er wird seinen Brüdern dienen als der letzte ihrer Knechte. 26 v G epriesen sei der Herr, der Gott Sems!
* rein (unrein) 1414 * Brandopfer 1376 * Blut 1375 * Arche 1371 * Kanaan(iter) 1398 a Bewusster Anklang an 1,28; ebenso später in 9,1.7; 17,6.20; 28,3; 35,11; 48,4. b von Menschenhand: Zu erwägen ist die Übersetzung (als Ausgleich) für den (getöteten) Menschen. c Das hebräische Wort für Bund (siehe Sacherklärung) kommt in den Versen 8‑17 siebenmal vor. Es hat oft die Bedeutung »Zusage« oder »Versprechen«; das wird durch die variierende Übersetzung verdeutlicht. d Gemeint ist der Bogen als Kriegswaffe, mit der (bildhaft gesehen) Gott im Unwetter die Blitze wie Pfeile auf die Erde schießt. v 9,1‑3 1 ,28‑29 v 9,4 Lev 1 7,10-14 S; A pg 15,20 v 9,5 E x 2 1,28‑29 v 9,6 1 ,27 v 9,26 Ri 1 ,28.30.33.35
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Nach der großen Flut lebte Noach noch 350 Jahre; 29 er starb im Alter von 950 Jahren. 28
Völker, die von Noach abstammen (1 Chr 1,5‑23)
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Hier ist die Liste der Nachkommen Noachs: Noach hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. Deren Kinder wurden nach der großen Flut geboren. 2 Jafets Söhne sind: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, b Meschech und Tiras. 3 Von Gomer stammen Aschkenas, Rifat und Togarma, 4 von Jawan Elischa, Tarschisch, die Kittäer und die Rodaniter. c 5 Die Nachkommen Jawans besiedelten die Küstenländer bis zum Rand der Erde. Diese alle wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 6 Hams Söhne sind: Kusch, Mizrajim, Put und Kanaan. d 7 Von Kusch stammen Seba, Hawila, Sabta, Ragma und Sabtecha; von Ragma stammen Saba* und Dedan*. 8 Kusch zeugte einen Sohn namens Nimrod, der war der Erste, der fremde Völker seiner Herrschaft unterwarf. 9 Er war auch ein kühner Jäger; deshalb sagt man noch heute von jemand: »Er ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod.« 10 Zuerst herrschte er über die Städte Babel, Erech und Akkad, die alle e im Land Schinar* liegen. 11 Von da aus zog er ins Land Assur. Dort baute er die Städte Ninive*, Rehobot-Ir und Kelach 12 sowie Resen, das zwischen Ninive und Kelach liegt. Ninive ist die bekannte große Stadt. 13 Von Mizrajim stammen die Luditer, Anamiter, Lehabiter, Naftuhiter, 14 Patrositer und Kasluhiter sowie die Kaftoriter, von denen die Philister* herkommen. f 15 Kanaans Söhne sind: Sidon, sein Erstgeborener, und Het*, 16 außerdem stammen von ihm die Jebusiter, Amoriter*, Girgaschiter, 17 Hiwiter, Arkiter, Siniter, 18 Arwaditer, Zemariter und Hamatiter. Die Sippen der Kanaaniter breiteten sich so stark aus, 19 dass ihr Gebiet von Sidon südwärts bis nach Gerar und Gaza reichte und ostwärts bis 1
Die Menschheit will es mit Gott aufnehmen (Der babylonische Turm)
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nach Sodom* und Gomorra, Adma, Zebojim und Lescha. 20 Diese alle sind Nachkommen Hams. Sie wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 21 Auch Sem, dem ältesten Bruder Jafets, wurden Kinder geboren. Von ihm stammen alle Nachkommen Ebers ab. 22 Sems Söhne sind: Elam*, Assur*, Arpachschad, Lud* und Aram*. 23 Von Aram stammen Uz, Hul, Geter und Masch. 24 Arpachschad zeugte Schelach, Schelach zeugte Eber. 25 Eber wurden zwei Söhne geboren. Der eine hieß Peleg (Teilung), denn zu seiner Zeit verteilte sich die Menschheit über die Erde; der andere hieß Joktan. 26 Die Söhne Joktans sind Almodad, Schelef, Hazarmawet, Jerach, 27 Hadoram, Usal, Dikla, 28 Obal, Abimaël, Saba, 29 Ofir*, Hawila und Jobab. Sie alle sind Nachkommen Joktans. 30 Ihr Gebiet reicht von Mescha über Sefar bis an das Gebirge im Osten. 31 Diese alle sind Nachkommen Sems. Sie wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 32 Alle diese Stämme und Völker sind Nachkommen der Söhne Noachs. Von den Söhnen Noachs stammen sie ab und haben sich nach der großen Flut über die ganze Erde ausgebreitet.
1 M o se / G enesis 9 .1 0 .1 1
Er mache Kanaan zu Sems Knecht! 27 Gott schaffe Jafets Leuten weiten Wohnraum, a bis mitten unter die Leute Sems. Er mache Kanaan zu Jafets Knecht!«
Die Menschen hatten damals noch alle dieselbe Sprache und gebrauchten d ieselben Wörter. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, kamen sie in eine Ebene im Land Schinar* und siedelten sich dort an. 3 Sie sagten zueinander: »Ans Werk! Wir machen Ziegel aus Lehm und brennen sie!« Sie wollten die Ziegel als Bausteine verwenden und Asphalt* als Mörtel. 4 Sie sagten: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt. Dieses Bauwerk wird uns zusammenhalten, sodass wir nicht über die ganze Erde zerstreut werden.« 5 Da kam der Herr vom Himmel herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die sie bauten. 1
* Saba 1415 * Dedan 1379 * Schinar 1418 * Ninive 1408 * Philister 1411 * Het, Hetiter 1395 * Amoriter 1370 * Sodom (und Gomorra) 1421 * Elam(iter) 1380 * Assur, Assyrien 1372 * Lud 1403 * Aram (Aramäer, -land) 1371 * Ofir 1408 * Asphalt, Asphaltgruben 1372 a Im Hebräischen ein Wortspiel zwischen weiten Raum schaffen und dem Namen Jafet. b Madai = Meder, Jawan = Jonier; Tubal siehe Sacherklärung. c Rodaniter (= Bewohner von Rhodos) mit den alten Übersetzungen und 1 Chr 1,7; H Dodaniter; zu Elischa usw. siehe Sacherklärungen. d Mizrajim = Ägypten, Put = Libyen. Kusch und Kanaan siehe Sacherklärun gen. e die alle: vermutlicher Text; H und Kalne. f von denen ...: steht in H hinter Kasluhiter; vgl. jedoch Am 9,7; Jer 47,4.
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Als er alles gesehen hatte, sagte er: »Wohin wird das noch führen? Sie sind ein einziges Volk und sprechen alle dieselbe Sprache. Wenn sie diesen Bau vollenden, wird ihnen nichts mehr unmöglich sein. Sie werden alles ausführen, was ihnen in den Sinn kommt.« 7 Und dann sagte er: »Ans Werk! Wir steigen hinab und verwirren ihre Sprache, damit niemand mehr den anderen versteht!« 8 So zerstreute der Herr sie über die ganze Erde und sie konnten die Stadt nicht weiterbauen. 9 Darum heißt diese Stadt Babel, a denn dort hat der Herr die Sprache der Menschen verwirrt und von dort aus die Menschheit über die ganze Erde zerstreut. 6
Die Nachkommen Sems bis zu Abraham (Abram) b (1 Chr 1,24‑27)
Hier ist die Liste der Nachkommen Sems: Als Sem 100 Jahre alt war, zeugte er Arpachschad. Das war zwei Jahre nach der großen Flut. 11 Danach lebte er noch 500 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 12-25 Als Arpachschad 35 Jahre alt war, zeugte er Schelach und lebte danach noch 403 Jahre. Als Schelach 30 Jahre alt war, zeugte er Eber und lebte danach noch 403 Jahre. Als Eber 34 Jahre alt war, zeugte er Peleg und lebte danach noch 430 Jahre. Als Peleg 30 Jahre alt war, zeugte er Regu und lebte danach noch 209 Jahre. Als Regu 32 Jahre alt war, zeugte er Serug und lebte danach noch 207 Jahre. Als Serug 30 Jahre alt war, zeugte er Nahor und lebte danach noch 200 Jahre. Als Nahor 29 Jahre alt war, zeugte er Terach und lebte danach noch 119 Jahre. Sie alle zeugten nach ihrem Erstgeborenen noch weitere Söhne und Töchter. 26 Als Terach 70 Jahre alt war, zeugte er Abram, Nahor und Haran. 27 Hier ist die Liste der Nachkommen Terachs: Seine Söhne waren Abram, Nahor und Haran. Haran zeugte Lot; 28 er starb noch vor seinem Vater Terach in seiner Heimatstadt Ur in Chaldäa. c 29 Abram heiratete Sarai und Nahor heiratete
1 M o se / G enesis 1 1 .12
10 v
Milka, die Tochter Harans und Schwester Jiskas. 30 v S arai aber bekam keine Kinder. 31 Terach brach aus Ur in Chaldäa auf, um ins Land Kanaan* zu ziehen. Er nahm seinen Sohn Abram, seinen Enkel Lot und seine Schwiegertochter Sarai mit. Sie kamen bis nach Haran und siedelten sich dort an. 32 Terach wurde 205 Jahre alt; er starb in Haran.
DIE VÄTER UND MÜT TER ISR AELS VON ABR AHAM BIS JAKOB (12–36)
Gott beruft Abraham (Abram) d
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Da sagte der Herr zu Abram: »Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 v I ch will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. 3 v A lle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesinnt sind.« e 4 Abram folgte dem Befehl des Herrn und brach auf, und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er seine Heimatstadt Haran verließ. 5 Seine Frau Sarai und Lot, der Sohn seines Bruders, begleiteten ihn. Sie nahmen ihren ganzen Besitz mit, auch die Menschen, die sie in Haran in Dienst genommen hatten. f So zogen sie in das Land Kanaan*, 6 in dem damals noch das Volk der Kanaaniter wohnte. Sie durchquerten das Land bis zu dem heiligen Baum g bei Sichem. 7v D ort erschien dem Abram der Herr und sagte zu ihm: »Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben!« Da baute Abram dem Herrn einen Altar* an der Stelle, wo er ihm erschienen war. 8 Von dort aus zog er in das Bergland östlich von Bet-El. Seine Zelte standen zwischen Bet-El im Westen und Ai im Osten. Auch dort baute er einen Altar und rief im Gebet den Namen* des Herrn an. 1v
* Kanaan(iter) 1398 * Altar 1370 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 a Babel wird hier durch einen Anklang an das hebräische Wort für »verwirren« gedeutet; im Akkadischen bedeutet der Name »Tor Gottes«. b Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. c Wörtlich Ur der Chaldäer; ebenso in Vers 31 (siehe Sacherklärung »Chaldäa«). d Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. e Alle Völker ...: Andere Überset zungsmöglichkeit Alle Völker der Erde werden sich wünschen, so gesegnet zu werden, wie ich dich gesegnet habe; vgl. 22,18; 26,4. G entspricht der jüdischen Auslegung, der auch Paulus (Gal 3,8) folgt: Durch dich wird Gott alle Völker auf der Erde segnen. f die Menschen ...: wörtlich die Seelen (= Lebendigen), die sie in Haran erworben hatten; vgl. Sacherklärung »Sklave«. g Wörtlich dem Wahrsagebaum (Baum = Terebinthe oder Eiche*). v 11,10 10,21‑22 v 11,30 15,2‑4; 1 7,15‑19; 2 1,1‑2 v 12,1 H ebr 1 1,8; W eish 1 0,5; S ir 4 4,19‑21 v 12,2 13,16; 1 5,5; 1 7,4‑6; 2 2,17; Hebr 1 1,12 v 12,3 1 8,18; 28,14 v 12,7 ( Land) 13,15; 15,18‑20; 17,8; 2 8,13; D tn 3 4,4; P s 105,11; ( Altar) G en 35,7; E x 17,15; Ri 6,24
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Abraham (Abram) und Sara (Sarai) a in Ägypten bewahrt
10 v Damals brach im Land Kanaan* eine schwere Hungersnot aus. Darum suchte Abram Zuflucht in Ägypten. 11 Als er an die ägyptische Grenze kam, sagte er zu Sarai: »Ich weiß, dass du eine schöne Frau bist. 12 Wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen: ›Das ist seine Frau‹, und sie werden mich totschlagen, um dich zu bekommen. 13 Sag deshalb, du seist meine Schwester, dann werden sie mich deinetwegen gut behandeln und am Leben lassen.« 14 In Ägypten traf ein, was Abram vorausgesehen hatte. Überall fiel Sarai durch ihre Schönheit auf. 15 Die Hofleute priesen sie dem Pharao in den höchsten Tönen, und er ließ sie in seinen Palast holen. 16 Ihr zuliebe war er freundlich zu Abram und schenkte ihm Schafe und Ziegen, Rinder, Esel und Kamele, Sklaven und Sklavinnen. 17 Doch weil der Pharao sich die Frau Abrams genommen hatte, bestrafte der Herr ihn mit einer schweren Krankheit, ihn und alle andern in seinem Palast. 18 Da ließ der Pharao Abram rufen und sagte zu ihm: »Warum hast du mir das angetan? Du hättest mir doch sagen können, dass sie deine Frau ist! 19 Aber du hast sie für deine Schwester ausgegeben, nur deshalb habe ich sie mir zur Frau genommen. Nun, sie gehört dir; nimm sie und geh!« 20 Der Pharao bestellte eine Abteilung Soldaten und ließ Abram mit seiner Frau und seinem ganzen Besitz über die Grenze bringen.
Abraham (Abram) b und Lot trennen sich
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Abram kehrte mit seiner Frau und seinem ganzen Besitz an Tieren und Menschen in den südlichsten Teil des Landes Kanaan* zurück. Auch sein Neffe Lot begleitete ihn. 3 c Von dort zog er von Lagerplatz zu Lager platz bis zu der Stelle zwischen Bet-El und Ai, wo er zuerst seine Zelte aufgeschlagen hatte. 4 Das war auch der Ort, an dem er den Altar gebaut hatte. Dort rief er im Gebet den Namen* des Herrn an. 2 Abram war sehr reich. Er besaß große Viehherden und viel Silber und Gold. 5 Auch Lot, der mit ihm zog, hatte viele Schafe, Ziegen und Rinder 1
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und viele Zelte, in denen seine Hirten mit ihren Familien lebten. d 6 Das Weideland reichte nicht aus für die Viehherden der beiden; sie konnten auf die Dauer nicht zusammenbleiben. 7 Es gab immer Streit zwischen den Hirten Abrams und den Hirten Lots. Außerdem wohnten damals noch die Kanaaniter und die Perisiter im Land. 8 Da sagte Abram zu seinem Neffen: »Es soll doch kein Streit zwischen uns sein, auch nicht zwischen unseren Hirten. Wir sind doch Brüder! 9 Das Beste ist, wir trennen uns. Das ganze Land steht dir offen: Du kannst nach Norden gehen, dann gehe ich nach Süden; du kannst auch nach Süden gehen, dann gehe ich nach Norden.« 10 Lot schaute sich nach allen Seiten um. Er sah, dass es in der Jordanebene reichlich Wasser gab. Bevor der Herr Sodom* und Gomorra zerstörte, war es dort wie im Garten Gottes oder wie am Nil in Ägypten – bis hinab nach Zoar. 11 Deshalb entschied sich Lot für die Jordangegend und zog nach Osten. So trennten sich die beiden: 12 Abram blieb im Land Kanaan, Lot ging ins Gebiet der Jordanstädte und kam im Lauf der Zeit mit seinen Zelten bis nach Sodom. 13 v Die Bewohner Sodoms aber führten ein schändliches Leben, das dem Herrn missfiel. 14 Nachdem Lot sich von Abram getrennt hatte, sagte der Herr zu Abram: »Sieh dich von hier aus nach allen Seiten um, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen! 15 v D as ganze Land, das du siehst, will ich für immer dir und deinen v 16 Nachkommen geben. Und ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen wie den Staub auf der Erde, den niemand zählen kann. 17 Durchzieh das Land nach allen Richtungen; dir und keinem anderen gebe ich es.« 18 Abram zog mit seinen Zelten weiter und nahm seinen Wohnsitz in Hebron, bei den Eichen* von Mamre. e Dort baute er einen Altar für den Herrn.
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9 Dann zog er von Lagerplatz zu Lagerplatz immer weiter nach Süden.
Abraham (Abram) f rettet Lot
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1-2 Um diese Zeit brach im Land Kanaan* ein Krieg aus. Vier Großkönige – Amrafel von Schinar*, Arjoch von Ellasar, Kedor-Laomer von Elam* sowie Tidal, der König vieler Völker – zogen ins Feld gegen die fünf Stadtkönige Bera von Sodom*, Birscha von Gomorra, Schinab von Adma, Schemeber von Zebojim* und den König
* Kanaan(iter) 1398 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 * Sodom (und Gomorra) 1421 * Eiche 1380 * Schinar 1418 * Elam(iter) 1380 * Zebojim 1430 a Zu den Namensformen siehe 17,5 und 17,15. b Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. c Die Verse 3 und 4 sind des besseren Zusammenhangs wegen vor Vers 2 gestellt. d in denen ...: verdeutlichender Zusatz. e Bei Mamre handelt es sich um einen Ortsnamen, nur in 14,13 um einen Personennamen. f Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. v 12,10‑20 2 0,1‑18; 26,1‑11 v 13,13 1 8,20 S v 13,15 1 2,7 S v 13,16 1 2,2 S
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von Bela, das jetzt Zoar heißt. 3 Diese fünf hatten sich zusammengeschlossen und waren mit ihren Truppen in das Siddimtal gezogen, wo heute das Tote Meer ist. 4 Zwölf Jahre lang hatten sie unter der Oberherrschaft Kedor-Laomers gestanden, im dreizehnten waren sie von ihm abgefallen. 5 Jetzt im vierzehnten Jahr rückten Kedor-Laomer und die mit ihm verbündeten Großkönige heran. Zuerst besiegten sie die Rafaïter in A schterot-Karnajim, die Susiter in Ham, die Emiter in der Ebene von Kirjatajim 6 und die Horiter in ihrem ganzen Gebiet vom Bergland Seïr* bis hinunter nach El-Paran am Rand der Wüste. 7 Von dort wandten sie sich nordwärts nach En-Mischpat, das jetzt Kadesch heißt, und verwüsteten das ganze Gebiet der Amalekiter* und die von Amoritern* besiedelte Gegend von Hazezon-Tamar. 8 Im Siddimtal stellten sich ihnen die abgefallenen Stadtkönige entgegen; 9 mit vier Großkönigen mussten es die fünf kleinen Stadtkönige aufnehmen. 10 Nun ist das Siddimtal voll von Asphaltgruben*. In diese Gruben fielen die Könige von Sodom und Gomorra, als sie sich zur Flucht wandten; die anderen Stadtkönige flohen auf das Gebirge. 11 Die Großkönige plünderten Sodom und Gomorra und nahmen alle Lebensmittelvorräte mit und alles, was wertvoll war. 12 Auch Abrams Neffen Lot, der damals in Sodom wohnte, schleppten sie mit, dazu seinen ganzen Besitz. 13 Einer von denen, die sich retten konnten, kam zu dem Hebräer* Abram und berichtete ihm alles. Abram wohnte damals bei den Eichen* des Amoriters Mamre, der war ein Bruder von Eschkol und Aner; alle drei waren mit Abram verbündet. 14 Als Abram hörte, dass sein Neffe in Gefangenschaft geraten war, rief er seine kampferprobten Leute zusammen, 318 zuverlässige Männer, die alle in seinen Zelten geboren worden waren. Mit ihnen jagte er hinter den siegreichen Königen her. In der Gegend von Dan holte er sie ein. 15 Er teilte seine Männer in zwei Gruppen, überfiel die vier Könige bei Nacht, schlug sie in die Flucht und verfolgte sie bis nach Hoba nördlich von Damaskus. 16 Er nahm ihnen die ganze Beute ab und befreite seinen Neffen Lot samt den verschleppten Frauen und den übrigen Gefangenen.
Die Begegnung mit Melchisedek Als Abram nach seinem Sieg über Kedor-Laomer und die anderen Großkönige heimkehrte, zog ihm der König von Sodom* entgegen ins Schawetal, das jetzt Königstal heißt. 18 v Auch Melchisedek, der König von Salem, a kam dorthin und brachte Brot und Wein. Melchisedek diente dem höchsten Gott als Priester*. 19 Er segnete Abram und sagte zu ihm: »Glück und Segen schenke dir der höchste Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat! 20 Der höchste Gott sei dafür gepriesen, dass er dir den Sieg über deine Feinde gegeben hat!« Abram aber gab Melchisedek den zehnten Teil von allem, was er den Königen abgenommen hatte. 21 Der König von Sodom sagte zu Abram: »Gib mir meine Leute zurück, alles andere kannst du behalten!« 22 Aber Abram erwiderte: »Ich schwöre beim Herrn, dem höchsten Gott, der Himmel und Erde gemacht hat: 23 Ich behalte nichts von dem, was dir gehört, auch nicht einen Faden oder Schuhriemen! Gott ist mein Zeuge! Du sollst nicht sagen können: ›Ich habe Abram reich gemacht.‹ 24 Ich nehme nichts für mich. Nur das nehme ich von dir an, was meine Leute verzehrt haben und was von der Beute auf meine Bundesgenossen Aner, Eschkol und Mamre entfällt. Die sollen ihren Anteil behalten.« 17
Gottes Bund mit Abraham (Abram) b
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Einige Zeit danach erging das Wort des Herrn an Abram, und er empfing eine Offenbarung*. Der Herr sagte zu ihm: »Hab keine Angst, Abram, ich bin dein Schutz! Du sollst reich belohnt werden.« 2 »Herr, mein Gott«, erwiderte Abram, »womit willst du mich denn belohnen? Ich sterbe ohne Kinder, und meinen Besitz erbt Eliëser aus Damaskus.« c 3 Weiter sagte Abram: »Sieh doch, du hast mir keine Kinder gegeben, und mein eigener Sklave* wird mich beerben!« 4 Da erging an Abram das Wort des Herrn: »Nein, nicht Eliëser wird dich beerben! Du wirst einen Sohn bekommen; der soll dein Erbe sein.« 5v U nd der Herr führte Abram aus dem Zelt und sagte: »Sieh hinauf zu den Sternen am Himmel! 1
* Seïr 1419 * Amalek(iter) 1370 * Amoriter 1370 * Asphalt, Asphaltgruben 1372 * Hebräer 1391 * Eiche 1380 * Sodom (und Gomorra) 1421 * Priester, Priesterdienst, Priestertum 1412 * offenbaren, Offenbarung 1408 * Sklave, Sklavin 1420 a Wahrscheinlich = Jerusalem. b Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. c und meinen Besitz ...: H enthält ein nicht deutbares Wort: und der MESCHEK-Sohn meines Hauses, das ist Damaskus Eliëser. v 14,18‑20 P s 1 10,4; H ebr 7,1‑10 v 15,5 1 2,2 S; R öm 4 ,18
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und Kadmoniter, 20 die Hetiter*, Perisiter und Rafaïter, 21 die Amoriter, Kanaaniter*, Girgaschiter und Jebusiter.«
Sara (Sarai) d will Gott nachhelfen: Hagar und Ismaël
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1 v Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin* namens Hagar. 2 So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der Herr hat mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu einem Sohn kommen. e Ich überlasse sie dir.« Abram war einverstanden, 3 und Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn Jahre im Land Kanaan*. 4 v A bram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin herabzusehen. 5 Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den Herrn als Richter an!« 6 Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für richtig hältst!« Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie davon. 7 In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur liegt. Da kam der Engel* des Herrn zu ihr 8 und fragte sie: »Hagar, Sklavin Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?« »Ich bin meiner Herrin davongelaufen«, antwortete sie. 9 Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter! 10 Der Herr wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind. 11 Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der Herr hat deinen Hilferuf gehört. 12 Ein Mensch wie ein Wildesel wird er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.« f 13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich anschaut?« Und sie gab dem Herrn, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen »Du bist der Gott, der mich anschaut«. g 14 Darum nennt man
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Kannst du sie zählen? So unzählbar werden deine Nachkommen sein.« 6 v A bram glaubte der Zusage des Herrn, und der Herr rechnete ihm dies als Beweis der Treue an. a 7 Weiter sagte der Herr zu Abram: »Ich bin es, der dich aus Ur in Chaldäa b geführt hat, um dir dieses Land zu geben, ich, der Herr!« 8 »Herr, mein Gott«, erwiderte Abram, »kann ich denn sicher sein, dass ich es je besitzen werde? Gib mir doch eine Bestätigung dafür!« 9 Der Herr sagte: »Bring mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Schafbock, eine Turteltaube und eine junge Taube!« 10 Abram holte die Tiere, zerteilte jedes der Länge nach in zwei Hälften und legte die Teile einander gegenüber; nur die Vögel zerteilte er nicht. c 11 Raubvögel fielen über die Stücke her, aber Abram verscheuchte sie. 12 Als die Sonne unterging, fiel Abram in einen tiefen Schlaf, und eine unheimliche, erdrückende Angst legte sich auf ihn. 13 v Der Herr sagte zu ihm: »Du sollst jetzt erfahren, wie es deinen Nachkommen ergehen wird. Sie werden als Fremde in einem Land leben, das ihnen nicht gehört. Man wird sie unterdrücken und zu Sklavendiensten zwingen. Das dauert vierhundert Jahre. 14 v Dann werde ich über das Volk, dem sie dienen müssen, ein Strafgericht halten, und sie werden von dort mit reichem Besitz wegziehen. 15 Du selbst wirst ein hohes Alter erreichen und dann in Frieden sterben und begraben werden. 16 Erst die vierte Generation wird hierher zurückkehren; denn die Schuld der Amoriter*, die jetzt dieses Land bewohnen, hat ihr volles Maß noch nicht erreicht.« 17 Als die Sonne untergegangen und es ganz dunkel geworden war, sah Abram auf einmal einen rauchenden Schmelzofen* und eine brennende Fackel, die fuhren zwischen den zerteilten Tieren hindurch. 18 v Auf diese Weise schloss der Herr damals mit Abram einen Bund* und gab ihm die Zusage: »Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land, von der Grenze* Ägyptens bis an den Eufrat, 19 das ganze Gebiet, in dem jetzt noch andere Völker wohnen: die Keniter*, die Kenasiter
* Amoriter 1370 * Schmelzofen 1419 * Bund 1377 * Grenze, ägyptische 1390 * Keniter 1399 * Het, Hetiter 1395 * Kanaan(iter) 1398 * Sklave, Sklavin 1420 * Engel 1380 a Wörtlich und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit* an (so verstanden und zitiert von Paulus; siehe Vergleichsstellen). Wird er auf Abram bezogen, so ergibt sich der Sinn: und Abram sah darin (in der Zusage) einen Beweis der Treue des Herrn. b Siehe Anmerkung zu 11,28. c Dies ist die Vorbereitung einer Schwurhandlung (vgl. Jer 34,18‑20): Der Schwö rende – nach Vers 17 Gott – schreitet zwischen den Teilen hindurch und will im Fall eines Meineids das gleiche Schicksal erleiden wie die Tiere. d Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,15. e Das Kind der persönlichen Sklavin galt rechtlich als eigenes Kind. f Gemeint ist, dass diese Wüstenstämme durch ihre strategisch äußerst günstige Position für ihre Nachbarn eine ständige Provokation sind. Sie können ihnen »auf der Nase herumtanzen«. g Der Name ist nicht sicher zu deuten. In der Bezeichnung der mich anschaut ist die helfende Zuwendung mit eingeschlossen. v 15,6 Röm 4 ,3 S v 15,13 E x 1 ,11‑14 v 15,14 E x 3 ,21‑22; 1 2,29‑30.35‑36 v 15,18 1 2,7 S v 16,1‑3 3 0,3‑5 v 16,4‑6 S pr 3 0,23
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