SOFTPROOF
14.12.2018 07:11:53
{für dich}
Gute Nachricht Bibel Neuausgabe 2018
Mit Informationsseiten rund um die Bibel
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HINWEISE ZUM SOFTPROOF: Schnittmarken, Formatrahmen und technische Nummerierung sind ausschließlich im Softproof enthalten und werden im Druck nicht ausgegeben. Der Softproof ist nicht farbverbindlich. Für eine korrekte Darstellung muss die Überdrucken-Vorschau aktiviert sein (Acrobat: Voreinstellungen - Seitenanzeige - Vorschau für Überdrucken auf "Immer").
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| GNB für dich (Gute Nachricht Bibel)
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Steig ein in die Bibel
Die Bibel und die Fragen des Lebens Die Bibel in der Hand – was nun? Die Bibel – eine Bibliothek Wie finde ich mich in der Bibel zurecht? Wegweiser durch die Bibel Bibel-Schritte Worte von damals für heute Die verlorenen Originale
19 20 37
Wenn Fragen auftauchen
49 50 51 52 53 54 55 57 59
Wenn du’s genauer wissen willst
61 62 63 65 67 68 70 72 73 78
Nützliches zum Schluss
81 82 88 89 90 95
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Kann mir die Bibel zeigen, wie ich leben soll? Ist die Bibel Gottes Wort oder Menschenwort? Sind die biblischen Geschichten wahr? Was hat es mit dem »Geist Gottes« auf sich? Wie komme ich weiter, wenn ich etwas nicht verstehe? Warum gibt es verschiedene Übersetzungen? Warum lesen wir das Alte Testament? Das Alte Testament – ein Buch voller Grausamkeiten?
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Die Bibel im Überblick Biblische Geschichte Biblische Bücher
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Die Schöpfung Der Auszug aus Ägypten (Exodus) Der Bund Die Zehn Gebote und das Gesetz Feste in Israel Gottesdienst in Israel Jesus Christus: seine Botschaft von der Herrschaft Gottes Jesus Christus: seine besondere Bedeutung Die christliche Gemeinde Biblische Geschichte auf einen Blick Christliche Feste – kurz erklärt Wichtige Texte in der Bibel zu den Feiertagen Biblische Orte und Landschaften Bildnachweis
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STEIG EIN
IN DIE BIBEL Neugierig geworden? Dann lass dich ein auf dieses Lese-Abenteuer! Alles, was du brauchst, um eine aufregende Entdeckungsreise in die Bibel zu machen, findest du hier auf den Farbseiten. Du wirst sehen: Die Bibel ist das Buch für dich!
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Ein dickes Buch, das du in der Hand hältst. Da steckt viel drin, in der Bibel »für dich«. Es geht darin um Gott und die Welt, um das Miteinander von Menschen und um dich selbst.
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Die Bibel ist ein Bestseller – mit weitem Abstand das meistverkaufte Buch der Welt. Kein anderes Buch ist in so viele Sprachen übersetzt worden. Die Texte der Bibel sind vor etwa 2000 bis 3000 Jahren aufgeschrieben worden, doch sie sind immer noch aktuell. Das ist so, weil Menschen in der Bibel bis heute Antworten auf die Lebensfragen finden, die sie beschäftigen. Es sind Fragen wie diese:
ș Woher kommt die Welt? ș Ist alles zufällig entstanden oder steht etwas dahinter? ș Warum gibt es Streit, Not und Leid in der Welt? ș Wie können Menschen zusammenleben? ș Welchen Sinn hat das Leben? ș Wie finde ich meinen Weg? ș Welche Zukunft haben wir Menschen? ș Worauf darf ich hoffen?
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Du hast dir sicher auch schon solche Fragen gestellt. Hast du im einen oder anderen Fall bereits Antworten gefunden? Die Bibel überliefert uns Geschichten, die Antworten auf diese Fragen geben. In ihr begegnest du Menschen, die das Auf und Ab des Lebens durchgemacht haben. Du stößt auf Texte, die Freude, Klage und Hoffnung ausdrücken. Oder du findest Geschichten, die dir bildhaft zeigen, wie sich Gott die Zukunft für uns Menschen vorstellt.
Vorschläge für einen Anfang Wie kann man beginnen, die Bibel zu lesen? Dazu gibt es die unterschied lichsten Wege:
Verschaffe dir einen Überblick Nimm zuerst einmal deine Bibel in die Hand und blättere in aller Ruhe darin. Schau dir die Farbseiten vorne und hinten an. Hier findest du Hinweise zu den biblischen Büchern. Außerdem bekommst du Informationen darüber, wie Bibelstellen üblicherweise angegeben werden und wie die einzelnen Bücher der
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Bibel angeordnet sind. Darüber hinaus werden Themen und Fragen rund um die Bibel erklärt. Die verschiedenen Lesetipps enthalten auch Hinweise, wo es sich lohnt, in der Bibel selbst genauer hinzuschauen. Zwei weitere wichtige Teile in deiner Bibel sind die Sacherklärungen, die du im Anschluss an den Text des Neuen Testaments findest (siehe die Seiten 1367–1432) und der Anhang (ab Seite 1433 am Ende dieser Bibelausgabe).
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Die Bibel und die Fragen des Lebens
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Inhaltsübersichten und weitere Hilfen für das Arbeiten mit der Bibel. Schau dir schließlich den Bibeltext selbst an. Welche Überschriften findest du auf einer Seite? Schau dir auch die Übersichten zu Beginn der verschiedenen Bücher an. Welche Zahlen und Abkürzungen siehst du? All dies wird auf den nächsten Seiten erklärt.
Wähle dir ein Buch oder die Geschichte einer Person aus Es ist sinnvoll, sich zu Beginn eine überschaubare Geschichte oder ein abgeschlossenes Buch der Bibel vorzunehmen. Das kann die Geschichte von Josef (1 Mose/Genesis 37–50) sein, das Buch Jona oder die Jesusgeschichte (Markus oder LukasEvangelium).
Ein Jahr mit dem Bibelleseplan Ein weiterer Weg kann sein, sich ein Jahr lang auf die Bibel einzulassen – und das jeden Tag. Doch wie stellt man das an? Auf der Innenseite der Buchdeckel ist ein Bibelleseplan für alle Tage des Jahres. Hier findest du eine Auswahl von zentralen Bibelstellen. Wenn du damit weitermachen willst: Die »Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen« (www.oeab.de) gibt in jedem Jahr kostenlos Bibellesepläne her-
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aus – für Einsteiger/innen und für Fortgeschrittene. Diese Pläne führen in vier Jahren durch das Neue Testament und in acht Jahren durch das Alte Testament.
Die Bibel in der Hand – was nun? Die Bibel einfach so in die Hand nehmen? Manche tun das. Aber dann kommen schnell Fragen auf: Wieso wird zweimal eine Schöpfungsgeschichte erzählt? Was sollen die langen Listen von Namen? Welchen Sinn haben die vielen Gesetzestexte? Warum gibt es so viele Überschriften? Wo ist der Zusammenhang? Du musst wissen: Die Bibel ist kein zusammenhängender Roman, sondern eine ganze Bibliothek. Das Wort »Biblia« kommt aus dem Griechischen und heißt »Bücher«. Die Bibel enthält 77 Bücher, die in einem Zeitraum von mehr als 1000 Jahren entstanden sind. In diesen Büchern finden sich große Erzählungen, die von Menschen wie Abraham, Mose, Jesus und Paulus berichten. Es gibt Gedichte und Lieder, die Gefühle wie Angst und Zuversicht, Zorn und Liebe zum Ausdruck bringen. Schließlich gibt es Texte von Propheten, die eine Botschaft von Gott auszurichten haben und Gottes Willen in einer bestimmten Situation »auf den Punkt bringen«. Alle diese verschiedenen Texte gehören zu den drei großen
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die im Bibeltext mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind. Im Anhang gibt es
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Die Sacherklärungen sind eine Art Bibellexikon: Hier werden alle Begriffe erklärt,
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Das Alte Testament ist das heilige Buch der Juden und wird auch Hebräische Bibel genannt. Es erzählt die Geschichte Israels bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. Das Neue Testament berichtet von Jesus und zeigt, wie sich der Glaube an ihn in den Anfängen entwickelt hat. Die Spätschriften des Alten Testaments (auch »Apokryphen« genannt) sind Schriften, die in der Zeit zwischen dem Alten und Neuen Testament entstanden sind. In der Gute Nachricht Bibel sind sie zwischen dem Alten und Neuen Testament zu finden. In allen drei Teilen der Bibel gibt es ganz unterschiedliche Bücher: Das Buch Jeremia beispielsweise ist über 50 Seiten lang, der zweite Brief von Johannes dagegen nicht einmal 50 Zeilen. Auch Inhalt und Stil der Bücher sind entsprechend vielfältig.
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Die Bibel – eine Bibliothek Die Bibel ist ein sehr umfangreiches Buch. Ja, sie gleicht geradezu einer ganzen Bibliothek, denn sie enthält insgesamt 77 unterschiedliche »Bände«: 39 im Alten Testament, 27 im Neuen Testament und 11 in den sogenannten Spätschriften des Alten Testaments. Wie in einer Bibliothek werden die Bücher der Bibel nach bestimmten Gruppen geordnet: Im Alten Testament werden sie eingeteilt in Gesetzesbücher (die fünf Bücher Mose: Genesis bis Deuteronomium oder 1. bis 5. Mose/Genesis), Geschichtsbücher (Josua bis Ester), Lehrbücher (Ijob bis Hohelied) und Prophetenbücher (Jesaja bis Maleachi). Im Neuen Testament findest du auch wieder geschichtliche Bücher: die vier Evangelien und die Apostelgeschichte, die von Jesus Christus und von den ersten Christen erzählen. Dazu kommen die Briefe, die der Apostel Paulus und andere Lehrer der frühen Christenheit geschrieben haben, sowie – als prophetisches Buch – die Offenbarung des Johannes. Dazwischen gibt es noch einen kurzen Teil mit den Spätschriften des Alten Testaments. Es handelt sich dabei um Bücher, die nur in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments enthalten sind. Sie sind im Wesentlichen in den beiden Jahrhunderten vor Christus entstanden. Es war Martin Luther, der in seiner Bibelübersetzung die Spätschriften des Alten Testaments (von ihm »Apokryphen« genannt) erstmals in einem eigenen Teil zusammengestellt hat.
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Teilen der Bibel: dem Alten Testament, dem Neuen Testament und den Spätschriften des Alten Testaments.
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Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester
Jesaja Jeremia Klagelieder Ezechiël (Hesekiël) Daniel Hosea Joël Amos Habakuk Obadja Zefanja Jona Haggai Micha Sacharja Nahum Maleachi
Lehre und Lieder Ijob (Hiob) Psalmen Sprichwörter Kohelet (Prediger) Hohelied
Altes Testament
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Tobit Judit Ester, griechisch 1 Makkabäer 2 Makkabäer Weisheit Jesus Sirach
Spätschriften des AT
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Paulusbriefe
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Baruch Brief Jeremias Zusätze zum Buch Daniel Gebet Manasses
Matthäus Markus Lukas Johannes Apostelgeschichte
Römer 1 Korinther 2 Korinther Galater Epheser Philipper Kolosser 1 Thessalonicher 2 Thessalonicher 1 Timotheus 2 Timotheus Titus Philemon
Weitere Briefe Hebräer Jakobus 1 Petrus 2 Petrus 1 Johannes 2 Johannes 3 Johannes Judas
Neues Testament
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Prophetisches Buch Offenbarung
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1 Mose/Genesis 2 Mose/Exodus 3 Mose/Levitikus 4 Mose/Numeri 5 Mose/Deuteronomium
Bücher der Propheten
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Mose/Gesetz
Geschichte
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Um sich in der Bibel besser zurechtzufinden, gibt es eine Reihe von Orientierungshilfen. Natürlich hat die Bibel ein Inhaltsverzeichnis. Du findest es auf den ersten Seiten der Bibel. Wenn du also ein bestimmtes Buch lesen willst, kannst du dort nachsehen, auf welcher Seite es beginnt. Außerdem hat diese Bibelausgabe am Rand graue Markierungen als Griffregister, das dir beim Aufschlagen der verschiedenen Bücher hilft. Wenn du das richtige Buch gefunden hast, suchst du als Nächstes das Kapitel, in dem du lesen möchtest. Dabei hilft dir der sogenannte Kolumnentitel, der mitten auf dem äußeren Rand jeder Seite steht und den Namen des Buches und die Kapitel angibt, die sich auf der Seite befinden.
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Die Namen der biblischen Bücher Manchmal gibt es mehrere Bücher mit dem gleichen Namen. Sie sind dann der Reihe nach gezählt: 1, 2 usw. Im Beispiel auf Farbseite 9 handelt es sich also um das zweite Buch Samuel. Achtung bei »Johannes«! Es gibt vier Bücher mit dieser Bezeichnung; das erste, das Evangelium nach Johannes, hat keine Nummer. Die anderen drei sind Briefe von Johannes – sie werden von 1 bis 3 gezählt. Für einige Bücher der Bibel können dir in verschiedenen Übersetzungen unterschiedliche Schreibweisen begegnen. Das liegt z. B. daran, dass sich die hebräische Sprache nicht genau in lateinische Buchstaben umsetzen lässt. Im Lauf der Zeit haben die Übersetzer hebräische Namen deshalb manchmal verschieden wiedergegeben. Luther verwendete beispielsweise die Schreibweise Hiob, während das Buch in anderen Übersetzungen Ijob bzw. Job genannt wird. Ebenso ist es bei Ezechiël (Hesekiel). Den Namen Kohelet (zu Deutsch: Versammlungsleiter, Philosoph) gab Luther mit »Prediger« wieder. Ein weiteres bekanntes Beispiel sind die ersten fünf Bücher der Bibel: Luther bezeichnete sie als erstes bis fünftes Buch Mose. Sie sind aber auch unter ihren lateinischen bzw. griechischen Namen bekannt: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium (→ mehr dazu findest du in den Erklärungen zu den jeweiligen Büchern auf den Farbseiten 37–38). Damit du auch die abweichenden Namensformen gut findest, sind sie im Inhaltsverzeichnis und am Buchanfang in Klammern mit angegeben, z. B. Ijob (Hiob, Job); Das erste Buch Mose (Genesis); Kohelet (Prediger). Bei den MoseBüchern und bei Kohelet sind auch im Kolumnentitel immer beide Bezeichnungen ganannt, z. B. 1 Mose/Ge nesis.
Kapitel und Verse Die Bücher der Bibel sind eingeteilt in Kapitel und Verse (einige ganz kurze Bücher nur in Verse). Die Angabe des Kapitels steht – wie du schon gesehen hast – zusätzlich auch
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Wie finde ich mich in der Bibel zurecht?
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Das ist die Nummer, die das Kapitel angibt.
Das ist der Name des Buches. Manchmal ist er auch abgekürzt angegeben; in diesem Beispiel lautet die Abkürzung »Sam«. Ein Verzeichnis der Abkürzungen für die biblischen Bücher findest du auf den ersten Seiten der Bibel, nach dem Inhaltsverzeichnis.
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2 Samuel 2,4-7
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Diese Zahlen bezeichnen die Verse.
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Das ist die Nummer des Buches (kommt nur vor, wenn es mehrere Bücher mit gleichem Namen gibt).
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im Kolumnentitel am äußeren Rand jeder Seite. Diese Einteilung der Bibel ist noch gar nicht so alt: Die Aufteilung in Kapitel geht auf den englischen Erzbischof Stephen Langton zurück, der im 13. Jahrhundert gelebt hat. Die Zählung der Verse hat der Genfer Buchdrucker Robertus Stephanus bei einer griechischlateinischen Ausgabe des Neuen Testaments im Jahre 1551 eingeführt. Die komplette Verszählung lag 1569 in einer kurpfälzischen Lutherbibel erstmals vor. In deutschen Bibelausgaben hat sich die Einteilung in Kapitel und Verse seit dem 17. Jahrhundert allgemein durchgesetzt. Damit können alle Texte der Bibel präzise angegeben werden, und mit ein wenig Übung findet man sie ohne langes Blättern.
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1 Der Anfang der Guten Nachricht 1–8 Jesus wirkt in Galiläa 8–10 Jesus auf dem Weg nach Jerusalem 11–12 Auseinandersetzungen in Jerusalem 13 Rede über das Ende der Welt 14–16 Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus
DER ANFANG DER GUTEN NACHRICHT (1,1‑13)
Wie es anfing
1
1v
Johannes der Täufer tritt auf und kündigt Christus an (Mt 3,1‑12; Lk 3,1‑18; Joh 1,19‑28)
Es begann, wie es im Buch des Propheten Jesaja angekündigt wurde: »›Ich sende meinen Boten vor dir her‹, sagt Gott, ›damit er den Weg für dich bahnt.‹ 3 v In der Wüste ruft einer: ›Macht
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2v
3 4 5
Die elf Jünger* gingen nach Galiläa* auf den Berg, zu dem Jesus sie bestellt hatte. 17 v Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, doch einige hatten auch Zweifel. 18 v Jesus trat auf sie zu und sagte: »Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht im Himmel und auf der Erde gegeben. 19 v Darum geht nun zu allen Völkern der Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen! b Tauft* sie im Namen des Vaters und des Sohnes* und des Heiligen Geistes*, 20 v und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Und das sollt ihr wissen: Ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.«
DIE GUTE NACHRICHT NACH MARKUS (MARKUS‑EVANGELIUM)
In diesem Buch ist aufgeschrieben, wie die Gute Nachricht von Jesus Christus*, dem Sohn* Gottes, ihren Anfang nahm. c
2
Jesus zeigt sich seinen Jüngern 16 v
Während die Frauen noch auf dem Weg waren, liefen einige von den Wächtern in die Stadt und meldeten den führenden Priestern*, was geschehen war. 12 Diese fassten zusammen mit den Ratsältesten* einen Beschluss: Sie gaben den Soldaten viel Geld 13 v und schärften ihnen ein: »Erzählt allen: ›In der Nacht, während wir schliefen, sind seine Jünger* gekommen und haben den Toten gestohlen.‹ 14 Wenn der Statthalter* von der Geschichte erfährt, werden wir mit ihm sprechen. Ihr habt nichts zu befürchten!« 15 Die Wächter nahmen das Geld und taten, wie man sie gelehrt hatte. So kam diese Geschichte 11
1
auf und wird bei den Juden bis heute weitererzählt.
den Weg bereit, auf dem der Herr kommt! Ebnet ihm die Straßen!‹« 4 Dies traf ein, als der Täufer* Johannes in der Wüste auftrat und den Menschen verkündete: »Kehrt um und lasst euch taufen, denn Gott will euch eure Schuld vergeben!« d 5 Aus dem ganzen Gebiet von Judäa* und aus Jerusalem strömten die Leute in Scharen zu ihm hinaus, bekannten öffentlich ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen. 6 v Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und um die Hüften einen Ledergurt; er lebte von Heuschrecken und dem Honig wilder Bienen. 7 Er kündigte an: »Nach mir kommt der, der
* Priester, führende 1412 * Ratsältester, Ratsmitglied 1414 * Jünger 1397 * Statthalter 1422 * Galiläa 1385 * Täufer 1424 * Söhne (Gottes) 1421 * Heiliger Geist 1392 * Christus 1378 * Sohn Gottes 1421 * Judäa 1397 a Mit den Brüdern sind an dieser Stelle die Jünger gemeint. b macht zu Jüngern und Jüngerinnen: Im Griechischen steht ein Tätigkeitswort in die Schule nehmen/belehren. Es ist von dem Hauptwort Schüler/Jünger* abgeleitet, hier aber sicher nicht nur auf männliche »Schüler/Jünger« zu beziehen. c Vers 1 wörtlich: Anfang der Guten Nachricht* von Jesus Christus, dem Sohn Gottes (dem Sohn Gottes fehlt in einigen alten Handschriften). d den Menschen verkündete ...: wörtlich verkündete die Taufe der Umkehr* zur Vergebung der Sünden. v 28,10 12,50 par; Joh 20,17 S v 28,13 27,64 v 28,16 5,1 S; 26,32 S v 28,17 14,31 S v 28,18 Dan 7,13‑14; Joh 3,35 S v 28,19 (alle Völker) 10,5‑6; 21,41.43; 24,14; Mk 16,15; Lk 24,47; (Taufe) Mt 3,15; Mk 16,16; Apg 2,38; 8,36; 1 Kor 1,13‑16; Eph 4,5; Röm 6,3‑4 S; (Vater, Sohn, Geist) 2 Kor 13,13 v 28,20a 5,2–7,27; 11,28‑30 v 28,20b 1,23; 18,20 v 1,1 3,11; 14,61; 15,39; (Anfang) Hebr 2,3; Apg 10,37‑40 v 1,2 nach Mal 3,1 und Ex 23,20; Lk 1,76 S v 1,3 nach Jes 40,3 v 1,6 2 Kön 1,8
GNB18_Gute_Nachricht_Bibel_GLC18.indb 1078
17.07.2018 16:27:07
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10 v »Habt keine Angst!«, sagte Jesus zu ihnen. »Geht und sagt meinen Brüdern, a sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.«
Der Bericht der Wache
M AT T H Ä U S 2 8 – M A R K U S 1
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Die Einteilung der biblischen Bücher in Kapitel und Verse ist nicht das einzige Hilfsmittel beim Bibellesen. Es kommt noch eine ganze Reihe weiterer Hilfen hinzu:
Überschriften
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Sie gliedern den Bibeltext in Sinnabschnitte. In den hebräischen bzw. griechischen Handschriften der Bibel gibt es noch keine Überschriften. Sie wurden erst später hinzugefügt, damit man sich besser orientieren kann. Meistens geben die Überschriften einen Hinweis auf den Inhalt des Textes oder den zentralen Gedanken, um den es geht. Weil die Überschriften später dazugekommen sind, lauten sie in verschiedenen Bibel ausgaben zum Teil ganz unterschiedlich.
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Parallelstellen
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Bei den Geschichtsbüchern des Alten und des Neuen Testaments kommt es vor, dass dieselbe Geschichte in verschiedenen Büchern parallel vorhanden ist. In den Bibel ausgaben wird darauf durch die Angabe der parallelen Textstellen hingewiesen, die direkt unter der Überschrift stehen. So kannst du z. B. das Auftreten des Täufers in allen Evangelien nachlesen – wenn auch in unterschiedlicher Ausführlichkeit. Bei Markus 1,28 findest du den Hinweis auf die Parallelstellen in Matthäus 3,112, Lukas 3,118 und Johannes 1,1928 und dort wiederum dentsprechende Hinweise auf die jeweils anderen Stellen.
Sacherklärungen
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Begriffe und Namen im Bibeltext, die am Ende mit einem Stern (*) markiert sind, werden in den Sacherklärungen auf den Seiten 1369–1432 erklärt. Unterhalb des Bibel textes ist zu allen auf der betreffenden Seite vorkommenden Wörtern mit Stern die entsprechende Seitenzahl in den Sacherklärungen angegeben.
Anmerkungen
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Zu manchen Bibelstellen gibt es Anmerkungen mit zusätzlichen Informationen zum Text. Du findest sie unten auf der Seite; ein kleiner hochgestellter Buchstabe im Bibeltext weist auf die entsprechende Anmerkung hin. Einige Anmerkungen betreffen die Überlieferung des Bibeltextes. Die Handschriften aus dem Altertum, in denen uns die Bibel überliefert ist, stimmen nicht immer überein. Manchmal wurde beim Abschreiben etwas hinzugefügt oder weggelassen. Wo es wichtige Abweichungen gibt, wird in einer Anmerkung darauf hingewiesen.
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Vergleichsstellen
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Oft wird ein Thema an verschiedenen Stellen in der Bibel behandelt, oder es gibt Anklänge und Anspielungen, die für das Verständnis wichtig sind. So hat es z. B. besondere Bedeutung, dass laut Markus 1,6 der Täufer Johannes gekleidet war wie der Prophet Elia (vgl. 2 Könige 1,8). Weil niemand all diese Übereinstimmungen und Anklänge auswendig wissen kann, gibt es in den meisten Bibelausgaben sogenannte Vergleichsstellen: Sie verweisen von einer Bibelstelle auf verwandte andere Bibelstellen. In dieser Ausgabe findest du sie ganz unten auf der jeweiligen Seite. Im Text zeigt ein kleines hochgestelltes v bei einer Versziffer an, dass zu diesem Vers mindestens eine Vergleichsstelle angegeben ist (→ mehr dazu findest du im Anhang der Bibel auf Seite 1440 in der Anleitung zum Gebrauch der Vergleichsstellen). Besonders interessant sind Verweise, die den Zusammenhang zwischen den Texten des Alten und des Neuen Testaments aufzeigen, denn in vielen Fällen macht es uns die Kenntnis des alttestamentlichen Hintergrunds leichter, eine Aussage im Neuen Testament zu verstehen (→ lies dazu auch die Farbseiten 57–58).
Der Gottesname
6
In dieser Übersetzung erscheint immer dann, wenn im hebräischen Urtext der Gottesname »JHWH« steht, das Wort »Herr« in dieser besonderen Schriftart. Diese Tradition hat Martin Luther eingeführt, weil im Judentum der Gottesname aus Ehrfurcht nicht laut ausgesprochen wird. Wenn er im Text erscheint, liest man stattdessen »adonai«, das hebräische Wort für »Herr«. Willst du mehr über den Gottesnamen und seine Bedeutung wissen, kannst du auf der Farbseite 64 und bei der Sacherklärung zum Begriff »Herr« auf Seite 1394 im Anhang dieser Bibelausgabe Genaueres erfahren.
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Oft geht es in den Anmerkungen auch um die Übersetzung. Wenn beispielsweise der Bibeltext sehr frei wiedergegeben ist, findest du in der Anmerkung eine wörtliche Übersetzung zum Vergleich. In manchen Fällen wird in einer Anmerkung eine andere Übersetzungsmöglichkeit angegeben oder man bekommt eine Hintergrundinforma tion, die an dieser Stelle von Nutzen sein kann.
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GNB18__Jugendausgabe__fuer_dich.indb 1
13.12.2018 10:54:36
GNB18__Jugendausgabe__fuer_dich.indb 2
13.12.2018 10:54:36
ALTES UND NEUES TESTAMENT Mit den Spätschriften des Alten Testaments (Deuterokanonische Schriften /Apokryphen)
DEUTSCHE BIBELGESELLSCHAFT
GNB18__Jugendausgabe__fuer_dich.indb 3
13.12.2018 10:54:36
Gute Nachricht Bibel Gemeinsame Bibelübersetzung im Auftrag und in Verantwortung von: Deutsche Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk) Katholisches Bibelwerk e.V. Österreichische Bibelgesellschaft Österreichisches Katholisches Bibelwerk Schweizerische Bibelgesellschaft Schweizerisches Katholisches Bibelwerk
Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können. Weitere Informationen finden Sie unter: www.die-bibel.de
ISBN 978‑3-438-01716-1 Edition mit Einband zum Selbstgestalten ISBN 978‑3-438-01717-8 Edition »für dich« ISBN 978‑3-438-01720-8 Edition »für dich« mit Einband zum Selbstgestalten Gute Nachricht Bibel mit Spätschriften und Griffregister Durchgesehene Neuausgabe 2018 © 2019 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Einbandgestaltung und Innentypografie: gobasil GmbH, Hamburg/Hannover Satz: pagina GmbH, Tübingen Druck und Bindearbeiten: CPI books GmbH, Leck Das Holz zur Herstellung des Papiers für diese Ausgabe stammt nachweislich aus nachhaltig und vorbildlich bewirtschafteten Wäldern. Printed in Germany Alle Rechte vorbehalten 01.2019
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INHALT DAS ALTE TESTAMENT
DIE SPÄTSCHRIFTEN DES ALTEN TESTAMENTS
Geschichtsbücher
Geschichtsbücher
Das 1. Buch Mose (Genesis) 3 Das 2. Buch Mose (Exodus) 53 Das 3. Buch Mose (Levitikus) 95 Das 4. Buch Mose (Numeri) 122 Das 5. Buch Mose (Deuteronomium) 158 Das Buch Josua 195 Das Buch von den Richtern 218 Das Buch Rut 242 Das 1. Buch Samuel 245 Das 2. Buch Samuel 277 Das 1. Buch von den Königen 305 Das 2. Buch von den Königen 337 Das 1. Buch der Chronik 368 Das 2. Buch der Chronik 398 Das Buch Esra 434 Das Buch Nehemia 444 Das Buch Ester 461
Das Buch Tobit 859 Das Buch Judit 872 Das Buch Ester (griechische Fassung) 887 Das 1. Buch von den Makkabäern 898 Das 2. Buch von den Makkabäern 932
Lehrbücher Das Buch der Weisheit 958 Das Buch Jesus Sirach 975
Prophetische Bücher Das Buch Baruch 1020 Der Brief Jeremias 1025 Zusätze zum Buch Daniel 1027 Anhang: Das Gebet Manasses 1032
Lehrbücher, Gebete und Lieder Das Buch Ijob (Hiob, Job) 469 Die Psalmen 498 Das Buch der Sprichwörter 582 Das Buch Kohelet (Prediger) 606 Das Hohelied 615
Prophetenbücher Der Prophet Jesaja 622 Der Prophet Jeremia 678 Die Klagelieder 737 Der Prophet Ezechiël (Hesekiël) 743 Das Buch Daniel 792 Der Prophet Hosea 807 Der Prophet Joël 816 Der Prophet Amos 819 Der Prophet Obadja 826 Der Prophet Jona 827 Der Prophet Micha 829 Der Prophet Nahum 834 Der Prophet Habakuk 836 Der Prophet Zefanja 839 Der Prophet Haggai 841 Der Prophet Sacharja 843 Der Prophet Maleachi 853
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DAS NEUE TESTAMENT
SACHERKLÄRUNGEN 1367
Geschichtsbücher
ANHANG
Die Gute Nachricht nach Matthäus 1037 Die Gute Nachricht nach Markus 1078 Die Gute Nachricht nach Lukas 1104 Die Gute Nachricht nach Johannes 1148 Die Geschichte der Apostel 1179
Nachwort zur Übersetzung 1435 Gebrauchsanleitung für diese Bibel 1438 Wo finde ich was? 1442 Zeittafel zur biblischen Geschichte 1447 Stichwortverzeichnis 1455 Ortsregister zu den Landkarten 1475 Kartenskizzen von Jerusalem 1478
Die Briefe des Apostels Paulus Der Brief an die Römer 1221 Der 1. Brief an die Korinther 1240 Der 2. Brief an die Korinther 1258 Der Brief an die Galater 1270 Der Brief an die Epheser 1277 Der Brief an die Philipper 1283 Der Brief an die Kolosser 1288 Der 1. Brief an die Thessalonicher 1293 Der 2. Brief an die Thessalonicher 1297 Der 1. Brief an Timotheus 1299 Der 2. Brief an Timotheus 1304 Der Brief an Titus 1308 Der Brief an Philemon 1310
Weitere Briefe Der Brief an die Hebräer 1312 Der Brief von Jakobus 1326 Der 1. Brief von Petrus 1330 Der 2. Brief von Petrus 1336 Der 1. Brief von Johannes 1339 Der 2. Brief von Johannes 1344 Der 3. Brief von Johannes 1345 Der Brief von Judas 1346
Ein prophetisches Buch Die Offenbarung an Johannes 1348
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ABKÜRZUNGEN DER BIBLISCHEN BÜCHER UND ALPHABETISCHES INHALTSVERZEICHNIS Am Amos 819 Apg Apostelgeschichte 1179 Bar Baruch 1020 BrJer Brief Jeremias 1025 1 Chr 1 Chronik 368 2 Chr 2 Chronik 398 Dan Daniel 792 DanZ Zusätze zu Daniel 1027 Dtn 5 Mose/Deuteronomium 158 Eph Epheser 1277 Esra Esra 434 Est Ester 461 EstG Ester, griechisch 887 Ex 2 Mose/Exodus 53 Ez Ezechiël 743 Gal Galater 1270 GebMan Gebet Manasses 1032 Gen 1 Mose/Genesis 3 Hab Habakuk 836 Hag Haggai 841 Hebr Hebräer 1312 Hld Hohelied 615 Hos Hosea 807 Ijob Ijob 469 Jak Jakobus 1326 Jdt Judit 872 Jer Jeremia 678 Jes Jesaja 622 Joël Joël 816 Joh Johannes 1148 1 Joh 1 Johannes 1339 2 Joh 2 Johannes 1344 3 Joh 3 Johannes 1345 Jona Jona 827 Jos Josua 195 Jud Judas 1346 Klgl Klagelieder 737 Koh Kohelet 606 Kol Kolosser 1288 1 Kön 1 Könige 305 2 Kön 2 Könige 337 1 Kor 1 Korinther 1240 2 Kor 2 Korinther 1258 Lev 3 Mose/Levitikus 95 Lk Lukas 1104 1 Makk 1 Makkabäer 898 2 Makk 2 Makkabäer 932
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Mal Mi Mk Mt Mose Nah Neh Num Obd Offb 1 Petr 2 Petr Phil Phlm Ps Ri Röm Rut Sach 1 Sam 2 Sam Sir Spr 1 Thess 2 Thess 1 Tim 2 Tim Tit Tob Weish Zef
Maleachi 853 Micha 829 Markus 1078 Matthäus 1037 s. unter Gen, Ex, Lev, Num, Dtn Nahum 834 Nehemia 444 4 Mose/Numeri 122 Obadja 826 Offenbarung 1348 1 Petrus 1330 2 Petrus 1336 Philipper 1283 Philemon 1310 Psalm(en) 498 Richter 218 Römer 1221 Rut 242 Sacharja 843 1 Samuel 245 2 Samuel 277 Sirach 975 Sprichwörter 582 1 Thessalonicher 1293 2 Thessalonicher 1297 1 Timotheus 1299 2 Timotheus 1304 Titus 1308 Tobit 859 Weisheit 958 Zefanja 839
In Verweisen und Bibelstellenangaben bezeich nen die Ziffern hinter der Abkürzung für das Buch die jeweiligen Kapitel. Durch Komma ab getrennt folgen die Versangaben. Mehrere Verse werden durch einen Bindestrich oder einen Punkt getrennt, mehrere Kapitel durch einen etwas längeren Strich oder ein Semikolon. So bedeutet die Angabe »Jes 6,1‑4.12; 18–20« beispielsweise: im Buch Jesaja, Kapitel 6, die Verse 1 bis 4 und Vers 12 sowie die Kapitel 18 bis 20. Die Abkürzung »Kap« bedeutet »Kapitel« und wird verwendet, um innerhalb eines Buches auf das genannte Kapitel zu verweisen.
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ABKÜRZUNGEN IN DEN ANMERKUNGEN UND VERGLEICHSSTELLEN A, B, C EÜ G H Kap Lu84 L nach par S zit
bei Verweisen auf die Spätschriften anstelle von Kapitelziffern Einheitsübersetzung der Bibel Griechischer Text des Alten Testaments (Septuaginta) Hebräischer Text des Alten Testaments, offizielle Fassung der jüdischen Schrift gelehrten (Masoretischer Text) Kapitel Lutherbibel, revidierte Fassung 1984 Lutherbibel, revidierte Fassung 2017 Zitat aus dem Alten Testament mit teilweise abweichendem Wortlaut Hinweis auf parallele Aussage(n) bei Mehrfachüberlieferung Hinweis auf »Sammelstellen« zitiert wird ... (im Neuen Testament aus dem Alten)
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Die Bücher Mose 1 Mose/Genesis (Gen) 2 Mose/Exodus (Ex) 3 Mose/Levitikus (Lev) 4 Mose/Numeri (Num) 5 Mose/Deuteronomium (Dtn)
Die Bücher Josua (Jos), Richter (Ri), Rut
Die Bücher Samuel
1 Samuel (1 Sam) 2 Samuel (2 Sam)
Die Bücher von den Königen
Die Bücher der Chronik
1 Könige (1 Kön) 2 Könige (2 Kön)
1 Chronik (1 Chr) 2 Chronik (2 Chr)
Die Bücher Esra, Nehemia (Neh), Ester (Est)
Das Buch Ijob
Die Psalmen (Ps)
Sprichwörter (Spr), Kohelet/Prediger (Koh), Hohelied (Hld)
Der Prophet Jesaja (Jes)
Der Prophet Jeremia (Jer) und die Klagelieder (Klgl)
Der Prophet Ezechiël (Ez) und das Buch Daniel (Dan) Die weiteren Propheten Hosea (Hos) Joël Amos (Am) Obadja (Obd) Jona Micha (Mi) Nahum (Nah) Habakuk (Hab) Zefanja (Zef) Haggai (Hag) Sacharja (Sach) Maelachi (Mal)
DAS ALTE TESTAMENT GNB18__Jugendausgabe__fuer_dich.indb 1
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DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS) 1–11 Die Urgeschichte von Welt und Mensch: 1–2 Die Erschaffung der Welt 3–4 Paradies und Verlust des Paradieses 4–5 Von Adam bis Noach 6–9 Noach und die Sintflut 10 Ausbreitung der Menschheit 11 Der babylonische Turm. Sem bis Abraham 12–36 Die Väter und Mütter Israels: 12–18 Abrahams Berufung und Segnung 19 Untergang von Sodom und Gomorra 21–22 Geburt Isaaks und Prüfung Abrahams 24–26 Isaak und Rebekka 27 Jakob erlangt den Erstgeburtssegen 28–31 Jakob bei Laban, seine Frauen und Söhne 32–35 Jakobs Rückkehr 36 Die Nachkommen von Esau 37–50 Josef und seine Brüder: 37–41 Josefs wunderbarer Aufstieg 42–45 Die Erprobung der Brüder 46–50 Die Nachkommen Jakobs in Ägypten
Die Erschaffung der Welt
1
1 v Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. a
Die Erde war noch leer und öde, Dunkel bedeckte sie und wogendes Wasser, und über den Fluten schwebte Gottes Geist*.
2
3 Da sprach Gott: »Licht entstehe!«, und das Licht strahlte auf. 4 Und Gott sah das Licht an: Es war gut. Dann trennte Gott das Licht von der Dunkelheit 5 und nannte das Licht Tag, die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen: der erste Tag.
Dann sprach Gott: »Im Wasser soll ein Gewölbe b entstehen, eine Scheidewand zwischen den Wassermassen!« 7 So geschah es: Gott machte ein Gewölbe und trennte so das Wasser unter dem Gewölbe von dem Wasser, das darüber war. 8 Und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und wieder Morgen: der zweite Tag. 6
Dann sprach Gott: »Das Wasser unter dem Himmelsgewölbe soll sich alles an einer Stelle sammeln, damit das Land hervortritt.«
9
So geschah es. Und Gott nannte das Land Erde, die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah das alles an: Es war gut.
10
Dann sprach Gott: »Die Erde lasse frisches Grün aufsprießen, Pflanzen und Bäume von jeder Art, die Samen und samenhaltige Früchte tragen!« So geschah es: 12 Die Erde brachte frisches Grün hervor, Pflanzen jeder Art mit ihren Samen und alle Arten von Bäumen mit samenhaltigen Früchten. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 13 Es wurde Abend und wieder Morgen: der dritte Tag. 11
1 Mose /Gene sis 1
DIE URGESCHICHTE VON WELT UND MENSCH (1–11)
Dann sprach Gott: »Am Himmel sollen Lichter entstehen, die Tag und Nacht voneinander scheiden, leuchtende Zeichen, um die Zeiten zu bestimmen: Tage und Feste und Jahre. 15 Sie sollen am Himmelsgewölbe leuchten, damit sie der Erde Licht geben.« So geschah es: 16 Gott machte zwei große Lichter, ein größeres, das den Tag beherrscht, und ein kleineres für die Nacht, c dazu auch das ganze Heer der Sterne. 17 Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie der Erde Licht geben, 14
* Heiliger Geist 1392 a Das Begriffspaar Himmel und Erde bezeichnet die Welt in ihrer Gesamtheit. Vers 1 ist als Überschrift zur folgenden Schöp fungsgeschichte zu verstehen. b Vgl. Sacherklärung »Himmelsgewölbe« im Anhang. c Die Namen »Sonne« und »Mond« werden vermieden, weil sie bei manchen Nachbarn Israels als Namen für Götter verwendet wurden. Sie werden als Lichter (Lampen) bezeichnet, um klarzustellen, dass sie keine schicksalsbestimmende Macht haben – und natürlich erst recht nicht die anschließend genannten Sterne. v 1,1–2,4a P s 8 ; 1 04; Ijob 3 8,1–39,30; J oh 1 ,1‑4; Sir 16,26–17,10; 4 2,15–43,33
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den Tag und die Nacht regieren und Licht und Dunkelheit voneinander scheiden. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 19 Es wurde Abend und wieder Morgen: der vierte Tag. 18
Dann sprach Gott: »Das Wasser soll von Leben wimmeln, und in der Luft a sollen Vögel fliegen!« 21 So schuf Gott die Seeungeheuer und alle Arten von Wassertieren, ebenso jede Art von Vögeln und geflügelten Tieren. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 22 Und Gott segnete seine Geschöpfe und sagte: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Meere, und ihr Vögel, vermehrt euch auf der Erde!« 23 Es wurde Abend und wieder Morgen: der fünfte Tag.
1 M o se / G enesis 1 . 2
20
24 Dann sprach Gott: »Die Erde soll Leben hervorbringen: alle Arten von Vieh und wilden Tieren und alles, was auf der Erde kriecht.« So geschah es. 25 Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alles, was auf dem Boden kriecht, alle die verschiedenen Arten. Und Gott sah das alles an: Es war gut.
Dann sprach Gott: »Nun wollen wir Menschen machen, ein Abbild von uns, das uns ähnlich ist! Sie sollen Macht haben über die Fische im Meer, über die Vögel in der Luft, über das Vieh und alle Tiere auf der Erde b und über alles, was auf dem Boden kriecht.« 27 v S o schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau. c 28 v U nd Gott segnete die Menschen und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch! Füllt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz! d 26
Ich setze euch über die Fische im Meer, die Vögel in der Luft und alle Tiere, die auf der Erde leben, und vertraue sie eurer Fürsorge an.« Weiter sagte Gott zu den Menschen: »Als Nahrung gebe ich euch die Samen der Pflanzen und die Früchte, die an den Bäumen wachsen, überall auf der ganzen Erde. 30 Den Landtieren aber und den Vögeln und allem, was auf dem Boden kriecht, allen Geschöpfen, die den Lebenshauch in sich tragen, weise ich Gräser und Blätter zur Nahrung zu.« So geschah es. 29 v
Und Gott sah alles an, was er geschaffen hatte, und sah: Es war alles sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: der sechste Tag.
31 v
2
1 So entstanden Himmel und Erde mit allem, was lebt. 2 v A m siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus. 3 Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen* Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte. Dies ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde; so hat Gott sie geschaffen.
4a
Der Mensch im Garten Eden (Das Paradies)
Als Gott, der Herr, e Erde und Himmel machte, gab es zunächst noch kein Gras und keinen Busch in der Steppe; denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte. 6 Nur aus der Erde stieg Wasser auf und tränkte den Boden. 4b 5
* heilig, heiligen, Heiligkeit 1391 a in der Luft: wörtlich über die Erde, am Himmelsgewölbe; entsprechend in den Versen 26 und 28 am Himmelsgewölbe. b und alle Tiere ...: mit einer alten Übersetzung; H und die ganze Erde. c Wörtlich männlich und weiblich schuf er sie. d nehmt sie in Besitz: Die herkömmliche Übersetzung macht sie euch untertan hat oft Anlass gegeben zu dem M issverständnis, die Schöpfung sei der Willkür des Menschen ausgeliefert. Nach hebräischem Verständnis gehören Herr schaft und Fürsorge zusammen; die Könige und Fürsten im Alten Orient galten als »Hirten« des Volkes. Deshalb wird die Fortsetzung, die wörtlich lautet Herrscht über (die Fische usw.), wiedergegeben durch Ich setze euch über ... und vertraue sie eurer Fürsorge an. e Eigentlich der Herr Gott; ebenso in der Fortsetzung bis 3,24. »Der Herr« in dieser Schreibweise steht in der Übersetzung stets für den Gottesnamen; siehe dazu die Sacherklärung »Herr«. v 1,27 M k 10,6 par; K ol 3 ,10; W eish 2 ,23 v 1,28 Weish 9,2 v 1,29 9,3 v 1,31 1 Tim 4 ,4 v 2,2‑3 E x 2 0,8-10 S; H ebr 4 ,9‑10
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Die Erschaffung der Frau 18 Gott, der Herr, dachte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt.« 19 So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die Vögel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen würde; denn so sollten sie heißen. 20 Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tie-
5
ren und den Vögeln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte. 21 Da versetzte Gott, der Herr, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch. 22 Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. 23 Der freute sich und rief: »Endlich! Sie ist’s! Eine wie ich! f Sie gehört zu mir, denn von mir ist sie genommen.« g 24 v D eshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele. h 25 Die beiden waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.
Die Menschen müssen den Garten Eden verlassen
3
1 v Die Schlange* war das klügste von allen Tieren des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie fragte die Frau: »Hat Gott wirklich gesagt: ›Ihr dürft die Früchte von den Bäumen im Garten nicht essen‹?« 2 »Natürlich dürfen wir sie essen«, erwiderte die Frau, 3 »nur nicht die Früchte von dem Baum in der Mitte des Gartens. Gott hat gesagt: ›Esst nicht davon, berührt sie nicht, sonst müsst ihr sterben!‹« 4 v » Nein, nein«, sagte die Schlange, »ihr werdet bestimmt nicht sterben! 5 v Aber Gott weiß: Sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und was schlecht ist. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können.« i 6 Die Frau sah den Baum an: Seine Früchte mussten köstlich schmecken, sie anzusehen war eine Augenweide und es war verlockend, dass man davon klug werden sollte! Sie nahm von den Früchten und aß. Dann gab sie auch ihrem Mann davon und er aß ebenso.
1 M o se / G enesis 2 . 3
7 v D a nahm Gott, der Herr, Staub von der Erde, formte daraus den Menschen a und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen. b 8-9 v D ann legte Gott im Osten, in der Landschaft Eden*, einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von Bäumen wachsen. Es waren prächtige Bäume und ihre Früchte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen, den er gemacht hatte. In der Mitte des Gartens wuchsen zwei besondere Bäume: der Baum des Lebens, dessen Früchte Unsterblichkeit schenken, und der Baum der Erkenntnis, dessen Früchte das Wissen verleihen, was für den Menschen gut und was für ihn schlecht ist. c 10 In Eden entspringt ein Strom. Er bewässert den Garten und teilt sich dann in vier Ströme. 11 Der erste heißt Pischon; er fließt rund um das Land Hawila, wo es Gold gibt. 12 Das Gold die ses Landes ist ganz rein, außerdem gibt es dort kostbares Harz und den Edelstein Karneol. 13 Der zweite Strom heißt Gihon; er fließt rund um das Land Kusch*. 14 Der dritte Strom, der Tigris, fließt östlich von Assur. d Der vierte Strom ist der Eufrat. 15 Gott, der Herr, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen. 16 Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, 17 nur nicht vom Baum der Erkenntnis. e Sonst musst du sterben.«
* Eden 1379 * Kusch 1401 * Schlange 1418 a Im Hebräischen gehören Mensch (adam) und Erde (adama) auch sprachlich zusammen. Später wird Adam zum Eigennamen des ersten Menschen (siehe Anmerkung zu 3,17). Staub ist ein Hinweis auf die Hinfälligkeit des Menschen; vgl. 3,19. b Wört lich eine lebende nefesch. Das hebräische Wort nefesch wird herkömmlich mit »Seele« übersetzt. Gemeint ist damit ein Lebewesen wie Mensch oder Tier im Unterschied zu den Pflanzen (vgl. auch Sacherklärung »Seele«). c Wörtlich der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Schlechten (siehe dazu Anmerkung zu Vers 17). d Gemeint ist die Stadt dieses Namens; siehe Sacherklärung. e Erkenntnis: wörtlich Erkenntnis des Guten und Schlechten. Gemeint ist nicht die Fähigkeit, zu unterscheiden, was sittlich gut oder böse ist, sondern ein umfassendes Wissen von allem, was für das menschliche Leben nützlich oder schädlich ist. Ein solches Wissen kann den Menschen zu der Meinung verführen, sein Leben in eigener Regie führen zu können. Das würde ihn überfordern und die ihm anvertraute Schöpfung zerstören, weil er der Versuchung zum Missbrauch der damit gegebenen Möglichkeiten nicht gewachsen ist (vgl. 4,1‑8.23; 6,5; 11,1‑9 sowie Ez 28,1‑19). f Endlich ...: wörtlich Gebein von meinem Gebein, Fleisch von meinem Fleisch. g Sie gehört ...: Die Zugehörigkeit ist im Hebräischen in der Namengebung ausgedrückt. Diese enthält ein Wortspiel, das sich im Deutschen nicht nachahmen lässt: »Sie wird ischa (= Frau) genannt werden, denn vom isch (= Mann) ist sie genommen.« h sind dann eins ...: wörtlich sind dann ein Fleisch, womit die volle leiblich-seelische Einheit bezeichnet wird. i Dann werdet ihr ...: verdeutlichender Zusatz; vgl. Anmerkung zu 2,17. v 2,7 Ijob 3 3,4; P s 1 04,29‑30; Koh 1 2,7; 1 Kor 15,45‑49 v 2,8‑9 O ffb 2 2,14 v 2,24 M k 1 0,7 par; E ph 5 ,31 v 3,1‑5 Weish 2 ,24 v 3,4 J oh 8 ,44; Offb 2 0,2 v 3,5 J es 1 4,14; E z 28,2; 2 Thess 2 ,4
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6 1 M o se / G enesis 3 . 4
7 Da gingen den beiden die Augen auf und sie merkten, dass sie nackt waren. Deshalb flochten sie Feigenblätter zusammen und machten sich Lendenschurze. 8 Am Abend, als es kühler wurde, hörten sie, wie Gott, der Herr, durch den Garten ging. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor Gott zwischen den Bäumen. 9 Aber Gott rief nach dem Menschen: »Wo bist du?« 10 Der antwortete: »Ich hörte dich kommen und bekam Angst, weil ich nackt bin. Da habe ich mich versteckt!« 11 »Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?«, fragte Gott. »Hast du etwa von den verbotenen Früchten gegessen?« 12 Der Mensch erwiderte: »Die Frau, die du mir an die Seite gestellt hast, gab mir davon; da habe ich gegessen.« 13 Gott, der Herr, sagte zur Frau: »Was hast du da getan?« Sie antwortete: »Die Schlange ist schuld, sie hat mich zum Essen verführt!« 14 Da sagte Gott, der Herr, zu der Schlange:
»Verflucht sollst du sein wegen dieser Tat! Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang – du allein von allen Tieren. 15 Und Feindschaft soll herrschen zwischen dir und der Frau, zwischen deinen Nachkommen und den ihren. a Sie werden euch den Kopf zertreten, und ihr werdet sie in die Ferse beißen.« 16
Zur Frau aber sagte Gott:
»Ich verhänge über dich, dass du Mühsal und Beschwerden hast, jedes Mal wenn du schwanger bist; und unter Schmerzen bringst du Kinder zur Welt. Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird über dich herrschen.« Und zum Mann b sagte Gott: »Weil du auf deine Frau gehört und mein Verbot übertreten hast, gilt von nun an:
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Deinetwegen ist der Acker verflucht. Mit Mühsal wirst du dich davon ernähren, dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln werden dort wachsen, und du wirst die Pflanzen des Feldes essen. 19 v V iel Schweiß musst du vergießen, um dein tägliches Brot zu bekommen, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist. Ja, Staub bist du, und zu Staub musst du wieder werden!« 20 Der Mensch nannte seine Frau Eva, c denn sie sollte die Mutter aller Menschen werden. 21 Und Gott, der Herr, machte für den Menschen und seine Frau Kleider aus Fellen. 22 Dann sagte Gott: »Nun ist der Mensch wie einer von uns d geworden und weiß, was gut und was schlecht ist. e Es darf nicht sein, dass er auch noch vom Baum des Lebens isst. Sonst wird er ewig leben!« 23 Und er schickte den Menschen aus dem Garten Eden* weg, damit er den Ackerboden bearbeite, aus dem er gemacht war. 24 So trieb Gott, der Herr, die Menschen hinaus und stellte östlich von Eden die Kerubim* und das flammende Schwert als Wächter auf. Niemand sollte zum Baum des Lebens gelangen können.
Der Bruder erhebt sich gegen den Bruder
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Adam schlief mit seiner Frau Eva, f und sie wurde schwanger. Sie brachte einen Sohn zur Welt und sagte: »Mithilfe des Herrn habe ich einen Mann hervorgebracht.« g Darum nannte sie ihn Kain. 2 Später bekam sie einen zweiten Sohn, den nannte sie Abel. Abel wurde ein Hirt, Kain ein Bauer. 3 Einmal brachte Kain von seinem Ernteertrag dem Herrn ein Opfer. 4 v Auch Abel brachte ihm ein Opfer; er nahm dafür die besten von den erstgeborenen Lämmern seiner Herde. h Der Herr blickte freundlich auf Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer schaute er nicht an. 1
* Eden 1379 * Kerub(im), Kerubfiguren 1399 a Das hebräische Wort für Nachkommen ist der grammatischen Form nach Einzahl: Same, d. h. Nachkommenschaft. In der Alten Kirche wurde die Einzahl auf eine Einzelperson bezogen und auf Christus oder Maria gedeutet, die Schlange entspre chend auf den Teufel. b Wörtlich zum Menschen. In H wird das Wort durch die zugesetzten Vokale schon hier (nicht erst ab 4,1) als Eigenname gedeutet (ebenso in Vers 21; die Vorkommen in den Versen 20.22.23 und auch 24, wo wörtlich die Einzahl steht, lassen beide Deutungen zu). Ursprünglich ist Adam kein Name, sondern das hebräische Wort für »Mensch« (vgl. Anmerkung zu 2,7). c Der Name Eva klingt im Hebräischen wie das Wort für »Leben«. d uns ist wahrscheinlich ein Hinweis auf den himmlischen Hofstaat; vgl. Sacherklärung »Gottessöhne«. e Vgl. Anmerkung zu 2,17. f schlief mit ...: wört lich erkannte Eva, seine Frau; ebenso in den Versen 17 und 25. Das hebräische Wort bedeutet »erkennen/kennenlernen« in der persönlichen Begegnung. Zu Adam siehe Anmerkung zu 3,17. g hervorgebracht: oder erworben. Im Hebräischen ein Wortspiel mit dem Namen Kain. Abel (Vers 2) bedeutet »Windhauch, Flüchtigkeit«. Mithilfe des Herrn: Deutung unsi cher. h Oder er nahm die fetten Stücke von den erstgeborenen ... v 3,19 2 ,7; P s 9 0,3; Koh 3 ,20-21 S v 4,4 H ebr 1 1,4
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Kulturentwicklung und menschliche Überheblichkeit Kain schlief mit seiner Frau, da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn: Henoch. Danach gründete Kain eine Stadt und nannte sie Henoch nach dem Namen seines Sohnes. 18 Henochs Frau gebar ihm einen Sohn: Irad. Dieser Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech. 19 Lamech nahm sich zwei Frauen: Ada und Zilla. 17
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20 Ada gebar ihm Jabal; von dem stammen alle ab, die mit Herden umherziehen und in Zelten wohnen. 21 Sein jüngerer Bruder war Jubal, von dem kommen die Zither- und Flötenspieler her. 22 Auch Zilla gebar einen Sohn: Tubal-Kain. Er wurde Schmied und machte alle Arten von Waffen und Werkzeugen aus Bronze und Eisen. Seine Schwester war Naama. 23 v L amech sagte zu seinen Frauen:
»Ihr meine Frauen, Ada, Zilla, hört! Passt auf, wie Lamech sich sein Recht verschafft: d Ich töte einen Mann für meine Wunde und einen Jungen, wenn mich jemand schlägt! 24 v Ein Mord an Kain – so hat es Gott bestimmt – verlangt als Rache sieben Menschenleben; für Lamech müssen siebenundsiebzig sterben!«
Ersatz für Abel Adam schlief wieder mit Eva, und sie gebar noch einmal einen Sohn. Sie nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir wieder einen Sohn geschenkt! e Der wird mir Abel ersetzen, den Kain erschlagen hat.« 26 Auch Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch. Damals fingen die Menschen an, im Gebet den Namen* des Herrn anzurufen. 25
Die Nachkommen Adams durch Set (1 Chr 1,1‑4)
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Da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden. 6 Der Herr fragte ihn: »Warum bist du so zornig? Warum starrst du auf den Boden? 7 Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du Böses planst, lauert die Sünde vor der Tür deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr sein über sie!« 8 Kain aber sagte zu seinem Bruder Abel: »Komm und sieh dir einmal meine Felder an!« a Und als sie draußen waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot. 9 Der Herr fragte Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« »Was weiß ich?«, antwortete Kain. »Bin ich vielleicht der Hüter meines Bruders?« b 10 v »Weh, was hast du getan?«, sagte der Herr. »Hörst du nicht, wie das Blut deines Bruders von der Erde zu mir schreit? 11 Du hast den Acker mit dem Blut deines Bruders getränkt, deshalb stehst du unter einem Fluch und musst das fruchtbare Ackerland verlassen. 12 Wenn du künftig den Acker bearbeitest, wird er dir den Ertrag verweigern. Als heimatloser Flüchtling musst du auf der Erde umherirren.« 13 Kain sagte zum Herrn: »Die Strafe ist zu hart, das überlebe ich nicht! 14 Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land und aus deiner schützenden Nähe. Als heimatloser Flüchtling muss ich umherirren. Ich bin vogelfrei, jeder kann mich ungestraft töten.« 15 Der Herr antwortete: »Nein, sondern ich bestimme: Wenn dich einer tötet, müssen dafür sieben Menschen aus seiner Familie sterben.« Und er machte an Kain ein Zeichen, damit jeder wusste: Kain steht unter dem Schutz des Herrn. 16 Dann musste Kain aus der Nähe des Herrn weggehen. Er wohnte östlich von Eden* im Land Nod. c
Hier ist die Liste der Nachkommen von Adam. f Als Gott die Menschen erschuf, machte er sie nach seinem Bild; 2 und er erschuf sie als Mann und als Frau. Er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«. 3 Als Adam 130 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn nach seinem Bild, als sein Ebenbild, und gab ihm den Namen Set. 4-5 Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 930 Jahren. 6-8 Als Set 105 Jahre alt war, zeugte er Enosch. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 912 Jahren. 9-11 Als Enosch 90 Jahre alt war, zeugte er Kenan. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 905 Jahren. 1
* Eden 1379 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 a »Komm und sieh ...«: mit alten Übersetzungen; in H fehlt der Satz. b Hüter: Anspielung auf den Hirtenberuf des Bru ders. c Nod klingt wie das hebräische Wort für »ruhelos«. d wie Lamech ...: verdeutlichender Zusatz; H (Passt auf) auf meine Rede. e geschenkt: wörtlich gesetzt. Im Hebräischen ein Wortspiel mit dem Namen Set. f Wörtlich Dies ist das Buch der Geschichte Adams. Das hebräische Wort, das hier mit Geschichte wiedergegeben ist, steht auch in 2,4a; 6,9; 10,1; 11,10.27; 25,12; 36,1.9; 37,2. v 4,10 Ijob 16,18 S; H ebr 1 2,24 v 4,23 E x 2 1,23‑25 v 4,24 M t 1 8,22
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8 1 M o se / G enesis 5 . 6
12-14 Als Kenan 70 Jahre alt war, zeugte er Mahalalel. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 910 Jahren. 15-17 Als Mahalalel 65 Jahre alt war, zeugte er Jered. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 895 Jahren. 18-20 Als Jered 162 Jahre alt war, zeugte er Henoch. Danach zeugte er noch weitere Söhne und Töchter und starb im Alter von 962 Jahren. 21 Als Henoch 65 Jahre alt war, zeugte er Metuschelach. 22 v Danach lebte er noch 300 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 23 Er wurde 365 Jahre alt. 24 Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen. 25 Als Metuschelach 187 Jahre alt war, zeugte er Lamech. 26 Danach lebte er noch 782 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 27 Er starb im Alter von 969 Jahren. 28 Als Lamech 182 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn. 29 Er sagte: »Der wird uns Trost verschaffen bei der harten Arbeit, die uns auferlegt ist, weil der Herr den Acker verflucht hat.« Deshalb gab er ihm den Namen Noach. a 30 Danach lebte er noch 595 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 31 Er starb im Alter von 777 Jahren. 32 Als Noach 500 Jahre alt war, zeugte er Sem, Ham und Jafet.
Gott entschließt sich zum Eingreifen
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Die Menschen begannen sich zu vermehren und sich über die Erde auszubreiten. Es wurden ihnen auch viele Töchter geboren. 2 Da sahen die Gottessöhne*, dass die Töchter der Menschen sehr schön waren. Sie nahmen die von ihnen als Frauen, die ihnen am besten gefielen, und zeugten mit ihnen Kinder. 3 Der Herr aber sagte: »Ich lasse meinen Lebensgeist nicht für unbegrenzte Zeit im Menschen wohnen, denn der Mensch ist schwach und anfällig für das Böse. b Ich begrenze seine Lebenszeit auf 120 Jahre.« 4 v D amals und auch noch später lebte auf der Erde das Geschlecht der Riesen. Sie waren aus der Verbindung der Gottessöhne mit den Menschentöchtern hervorgegangen und sind als die großen Helden der Vorzeit bekannt. 5 v D er Herr sah, dass die Menschen auf der Erde völlig verdorben waren. Alles, was aus ihrem Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen, war 1
durch und durch böse. 6 Das tat ihm weh, und er bereute, dass er sie erschaffen hatte. 7 Er sagte: »Ich will die Menschen wieder von der Erde ausrotten – und nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere auf der Erde, von den größten bis zu den kleinsten, und auch die Vögel in der Luft. Es wäre besser gewesen, wenn ich sie gar nicht erst erschaffen hätte.« 8 Noach war der Einzige, der vor den Augen des Herrn bestehen konnte.
Gott gibt Noach den Befehl zum Bau der Arche Dies ist die Geschichte Noachs und seiner Nachkommen: Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen war Noach ein rechtschaffener, durch und durch redlicher Mann; er lebte in enger Verbindung mit Gott. 10 Er hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Alle anderen Menschen konnten vor Gott nicht bestehen; die Erde war voll von Unrecht und Gewalt. 12 Wohin Gott auch sah: überall nichts als Verdorbenheit. Denn die Menschen waren alle vom rechten Weg abgekommen. 13 Da sagte Gott zu Noach: »Mit den Menschen c mache ich ein Ende. Ich will sie vernichten samt der Erde; denn die Erde ist voll von dem Unrecht, das sie tun. 14 Bau dir ein Schiff, eine Arche*. Mach sie aus festem Holz und dichte sie innen und außen mit Pech ab. Im Innern soll sie viele Räume haben. 15 Sie muss 150 Meter lang sein, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. d 16 Mach oben ein Dach darüber, e zieh zwei Zwischendecken ein, sodass es dreistöckig wird, und bring an der Seite eine Tür an. 17 Ich werde eine Flut über die Erde hereinbrechen lassen, in der alles Lebendige umkommen soll. Weder Mensch noch Tier wird mit dem Leben davonkommen. 18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund*. Ich verspreche dir: Du sollst gerettet werden. f Geh mit deiner Frau, deinen Söhnen und dei nen Schwiegertöchtern in die Arche! 19 Nimm von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, damit sie mit dir gerettet werden. 20 Von je der Tierart sollst du ein Paar in die Arche brin gen, damit sie am Leben bleiben, alle Arten von Landtieren und Vögeln. 21 Nimm für jedes Tier das richtige Futter mit, und auch genug zu essen für dich und deine Familie.« 22 Noach tat alles genau so, wie Gott es ihm befohlen hatte. 9
* Gottessöhne 1390 * Arche 1371 * Bund 1377 a Noach erinnert an das hebräische Wort für »ausruhen«. b schwach und ...: wörtlich Fleisch*. c Wörtlich Mit allem Fleisch*. d Hebräische Maßangaben 300, 50, 30 Ellen*. e Möglich auch ein Fenster. Es folgt, nicht sicher zu deuten: eine Elle* hoch sollst du es machen von oben her. f Ich verspreche ...: verdeutlichender Zusatz. v 5,22‑24 H ebr 1 1,5 v 6,4 B ar 3 ,26‑28 v 6,5‑14 Weish 10,4; M t 2 4,37‑39; H ebr 1 1,7; 1 Petr 3 ,20‑21
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1 Dann sagte der Herr zu Noach: »Geh mit deiner Familie in die Arche*! Du bist der Einzige unter den Menschen, der vor mir als gerecht* bestehen kann. 2 v Nimm von allen reinen* Tieren je sieben Paare mit, aber von den unreinen Tieren nur jeweils ein Männchen und ein Weibchen. 3 Auch von den verschiedenen Vögeln nimm je sieben Paare mit. Ich möchte, dass jede Art erhalten bleibt und sich wieder auf der Erde fortpflanzen kann. 4 Noch sieben Tage, dann werde ich es vierzig Tage und Nächte lang ununterbrochen regnen lassen. Alles Leben auf der Erde, das ich geschaffen habe, wird dann ausgelöscht.« 5 Noach machte alles genau so, wie der Herr es befohlen hatte. 6 Er war damals 600 Jahre alt, als die große Flut über die Erde hereinbrach.
Die Sintflut * kommt auf die Erde
Noach ging also mit seiner Frau, seinen Söhnen und seinen Schwiegertöchtern in die Arche*. 8 Von allen reinen* und unreinen Landtieren sowie von allen Vögeln und den am Boden kriechenden Tieren 9 ließ er je ein Paar mit sich in die Arche gehen, ein Männchen und ein Weibchen, wie Gott es befohlen hatte. 10 Sieben Tage später kam die große Flut über die Erde. 11 v Im 600. Lebensjahr Noachs, am 17. Tag des 2. Monats, öffneten sich die Schleusen des Himmels und die Quellen der Tiefe brachen von unten aus der Erde hervor. 12 Vierzig Tage und vierzig Nächte lang regnete es von da an in Strömen auf die Erde. 13 An jenem Tag ging Noach mit seiner Frau, mit seinen Söhnen Sem, Ham und Jafet und mit den Frauen seiner Söhne in die Arche, 14 dazu je ein Paar von allen Tierarten: den wilden und den zahmen Tieren, den Tieren, die am Boden kriechen, und allen geflügelten Tieren. 15 Von allen Tierarten, allem, was auf der Erde lebt, gingen je zwei zu Noach in die Arche, 16 immer ein Männchen und ein Weibchen, so wie Gott es befohlen hatte. Und der Herr schloss hinter Noach die Tür zu. 17 Vierzig Tage lang regnete es ununterbrochen. Das Wasser stieg an und hob die Arche vom Boden ab. 18 Es stieg immer weiter, und die Arche schwamm jetzt frei auf dem Wasser. 19 Es stieg höher und höher, und schließlich waren auf der Erde sogar die Berge bedeckt; 20 das Wasser stand sieben Meter a über den höchsten Gipfeln. 21 Da starb alles, was auf der Erde lebte und sich 7
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regte: Vögel, zahme und wilde Tiere, all die kleinen Tiere, von denen es auf der Erde wimmelte, und alle Menschen. 22 Alles, was Lebensgeist in sich trug b und auf dem Land lebte, fand den Tod. 23 So vernichtete der Herr alles Leben auf der Erde, vom Menschen bis zum kriechenden Getier, vom Vieh bis zu den Vögeln. Nur Noach und alle, die bei ihm in der Arche waren, blieben übrig.
Gott denkt an die Überlebenden in der Arche Hundertfünfzig Tage lang war das Wasser auf der Erde gestiegen. 1 Da dachte Gott an Noach und an all die Tiere, die bei ihm in der Arche* waren. Er ließ einen Wind über die Erde wehen, sodass das Wasser fiel. 2 Er ließ die Quellen der Tiefe versiegen und schloss die Schleusen des Himmels, sodass es zu regnen aufhörte. 3 So fiel das Wasser nach hundertfünfzig Tagen. 4 Am 17. Tag des 7. Monats setzte die Arche auf einem Gipfel des Araratgebirges auf. 5 Das Wasser fiel ständig weiter, bis am 1. Tag des 10. Monats die Berggipfel sichtbar wurden. 6 Nach vierzig Tagen öffnete Noach die Dachluke, die er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben hinaus. Der flog so lange hin und her, bis die Erde trocken war. 8 Noach ließ auch eine Taube fliegen, um zu erfahren, ob das Wasser von der Erde abgeflossen war. 9 Sie fand aber keine Stelle, wo sie sich niederlassen konnte; denn die ganze Erde war noch von Wasser bedeckt. Deshalb kehrte sie zur Arche zurück. Noach streckte die Hand aus und holte sie wieder herein. 10 Er wartete noch einmal sieben Tage, dann ließ er die Taube zum zweiten Mal fliegen. 11 Sie kam gegen Abend zurück und hielt einen frischen Ölbaumzweig im Schnabel. Da wusste Noach, dass das Wasser abgeflossen war. 12 Er wartete noch einmal sieben Tage, dann ließ er die Taube zum dritten Mal fliegen. Diesmal kehrte sie nicht mehr zurück. 24
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Noach, seine Familie und die Tiere gehen in die Arche
Noachs Opfer und Gottes Zusage Am ersten Tag des Jahres, in dem Noach sechshundertundein Jahr alt wurde, hatte sich das Wasser verlaufen. Noach öffnete das Dach und hielt Ausschau. Da sah er, dass auf der Erde kein Wasser mehr stand. 14 Am 27. Tag des 2. Monats war die Erde schließlich ganz trocken. 15 Da sagte Gott zu Noach: 16 »Verlass die Arche* mit deiner Frau, deinen Söhnen und deinen Schwiegertöchtern! 17 Lass auch alle Tiere 13
* Arche 1371 * gerecht, Gerechter 1386 * rein (unrein) 1414 * Sintflut 1420 a Hebräische Maßangabe 15 Ellen*. b Wörtlich was den Atem des Lebensgeistes in der Nase hatte. v 7,2‑3 Lev 1 1,1‑47 v 7,11 E z 3 1,4
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inaus, die in der Arche sind, die Vögel, die großen h Landtiere und alles, was am Boden kriecht. Es soll wieder von ihnen wimmeln auf der Erde; sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren auf der Erde.« a 18 Da ging Noach mit seiner Familie aus der Arche, 19 und auch die Tiere kamen heraus, alle die verschiedenen Arten. 20 Noach baute einen Opferaltar für den Herrn. Dann nahm er welche von allen reinen* Tieren und allen reinen Vögeln und opferte sie darauf als Brandopfer* für den Herrn. 21 Der Herr roch den besänftigenden Duft des Opfers und sagte zu sich selbst: »Ich will die Erde nicht noch einmal bestrafen, nur weil die Menschen so schlecht sind! Alles, was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun einmal böse von Jugend auf. Ich will nicht mehr alles Leben auf der Erde vernichten, wie ich es getan habe. Von jetzt an gilt, solange die Erde besteht: Nie werden aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.«
1 M o se / G enesis 8 .9
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Gottes Friedensbund mit den Menschen und Tieren
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Gott segnete Noach und seine Söhne und sagte zu ihnen: »Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die ganze Erde! 2 Alle Tiere werden sich vor euch fürchten müssen: die großen Landtiere, die Vögel, die Tiere, die am Boden kriechen, und die Fische im Meer. Ich gebe sie in eure Gewalt. 3 Ihr dürft von jetzt an Fleisch essen, nicht nur Pflanzenkost; alle Tiere gebe ich euch als Nahrung. 4 v N ur Fleisch, in dem noch Blut* ist, sollt ihr nicht essen; denn im Blut ist das Leben. 5 v Euer eigenes Blut darf auf keinen Fall vergossen werden. Ich wache darüber und fordere Leben für Leben, vom Tier und erst recht vom Menschen. 6 v Wer einen Menschen tötet, muss von Menschenhand sterben; b denn der Mensch ist nach dem Bild Gottes geschaffen. 7 Also seid fruchtbar, vermehrt euch, sodass es von euch wimmelt auf der Erde!« 8 Weiter sagte Gott zu Noach und zu seinen Söhnen: 9 »Ich schließe meinen Bund c mit euch 1v
und mit euren Nachkommen 10 und auch mit allen Tieren, die bei euch in der Arche* waren und künftig mit euch auf der Erde leben, den Vögeln, den Landtieren und allen kriechenden Tieren. 11 Ich gebe euch die feste Zusage: Ich will das Leben nicht ein zweites Mal vernichten. Die Flut soll nicht noch einmal über die Erde hereinbrechen. 12-13 Das ist der Bund, den ich für alle Zeiten mit euch und mit allen lebenden Wesen bei euch schließe. Als Zeichen dafür setze ich meinen Bogen d in die Wolken. Er ist der sichtbare Garant für die Zusage, die ich der Erde mache. 14 Jedes Mal, wenn ich Regenwolken über der Erde zusammenziehe, soll der Bogen in den Wolken erscheinen, 15 und dann will ich an das Versprechen denken, das ich euch und allen lebenden Wesen gegeben habe: Nie wieder soll das Wasser zu einer Flut werden, die alles Leben vernichtet. 16 Der Bogen wird in den Wolken stehen, und wenn ich ihn sehe, wird er mich an den ewigen Bund erinnern, den ich mit allen lebenden Wesen auf der Erde geschlossen habe. 17 Dieser Bogen«, sagte Gott zu Noach, »ist das Zeichen für den Bund, den ich jetzt mit allen lebenden Wesen auf der Erde schließe.«
Scheidung unter Noachs Söhnen Zusammen mit Noach waren seine Söhne Sem, Ham und Jafet aus der Arche* gegangen. Ham war der Vater Kanaans. 19 Die Nachkommen der drei Söhne Noachs haben sich dann über die ganze Erde ausgebreitet. 20 Noach trieb Ackerbau. Er war der Erste, der einen Weinberg anlegte. 21 Als er von dem Wein trank, wurde er betrunken, und in seinem Rausch lag er entblößt in seinem Zelt. 22 Ham, der Vater Kanaans, sah es und ließ seinen Vater nackt daliegen, er ging sogar zu seinen Brüdern und erzählte es ihnen. 23 Da nahmen Sem und Jafet eine Decke, legten sie über ihre Schultern, gingen rückwärts ins Zelt und deckten ihren Vater damit zu. Sie hielten dabei das Gesicht von ihm abgewandt, um ihn nicht nackt zu sehen. 24 Als Noach aus seinem Rausch erwachte und erfuhr, was sein Sohn Ham ihm angetan hatte, 25 sagte er: 18
»Fluch über Kanaan*! Er wird seinen Brüdern dienen als der letzte ihrer Knechte. 26 v G epriesen sei der Herr, der Gott Sems!
* rein (unrein) 1414 * Brandopfer 1376 * Blut 1375 * Arche 1371 * Kanaan(iter) 1398 a Bewusster Anklang an 1,28; ebenso später in 9,1.7; 17,6.20; 28,3; 35,11; 48,4. b von Menschenhand: Zu erwägen ist die Übersetzung (als Ausgleich) für den (getöteten) Menschen. c Das hebräische Wort für Bund (siehe Sacherklärung) kommt in den Versen 8‑17 siebenmal vor. Es hat oft die Bedeutung »Zusage« oder »Versprechen«; das wird durch die variierende Übersetzung verdeutlicht. d Gemeint ist der Bogen als Kriegswaffe, mit der (bildhaft gesehen) Gott im Unwetter die Blitze wie Pfeile auf die Erde schießt. v 9,1‑3 1 ,28‑29 v 9,4 Lev 1 7,10-14 S; A pg 15,20 v 9,5 E x 2 1,28‑29 v 9,6 1 ,27 v 9,26 Ri 1 ,28.30.33.35
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Nach der großen Flut lebte Noach noch 350 Jahre; 29 er starb im Alter von 950 Jahren. 28
Völker, die von Noach abstammen (1 Chr 1,5‑23)
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Hier ist die Liste der Nachkommen Noachs: Noach hatte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. Deren Kinder wurden nach der großen Flut geboren. 2 Jafets Söhne sind: Gomer, Magog, Madai, Jawan, Tubal, b Meschech und Tiras. 3 Von Gomer stammen Aschkenas, Rifat und Togarma, 4 von Jawan Elischa, Tarschisch, die Kittäer und die Rodaniter. c 5 Die Nachkommen Jawans besiedelten die Küstenländer bis zum Rand der Erde. Diese alle wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 6 Hams Söhne sind: Kusch, Mizrajim, Put und Kanaan. d 7 Von Kusch stammen Seba, Hawila, Sabta, Ragma und Sabtecha; von Ragma stammen Saba* und Dedan*. 8 Kusch zeugte einen Sohn namens Nimrod, der war der Erste, der fremde Völker seiner Herrschaft unterwarf. 9 Er war auch ein kühner Jäger; deshalb sagt man noch heute von jemand: »Er ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod.« 10 Zuerst herrschte er über die Städte Babel, Erech und Akkad, die alle e im Land Schinar* liegen. 11 Von da aus zog er ins Land Assur. Dort baute er die Städte Ninive*, Rehobot-Ir und Kelach 12 sowie Resen, das zwischen Ninive und Kelach liegt. Ninive ist die bekannte große Stadt. 13 Von Mizrajim stammen die Luditer, Anamiter, Lehabiter, Naftuhiter, 14 Patrositer und Kasluhiter sowie die Kaftoriter, von denen die Philister* herkommen. f 15 Kanaans Söhne sind: Sidon, sein Erstgeborener, und Het*, 16 außerdem stammen von ihm die Jebusiter, Amoriter*, Girgaschiter, 17 Hiwiter, Arkiter, Siniter, 18 Arwaditer, Zemariter und Hamatiter. Die Sippen der Kanaaniter breiteten sich so stark aus, 19 dass ihr Gebiet von Sidon südwärts bis nach Gerar und Gaza reichte und ostwärts bis 1
Die Menschheit will es mit Gott aufnehmen (Der babylonische Turm)
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nach Sodom* und Gomorra, Adma, Zebojim und Lescha. 20 Diese alle sind Nachkommen Hams. Sie wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 21 Auch Sem, dem ältesten Bruder Jafets, wurden Kinder geboren. Von ihm stammen alle Nachkommen Ebers ab. 22 Sems Söhne sind: Elam*, Assur*, Arpachschad, Lud* und Aram*. 23 Von Aram stammen Uz, Hul, Geter und Masch. 24 Arpachschad zeugte Schelach, Schelach zeugte Eber. 25 Eber wurden zwei Söhne geboren. Der eine hieß Peleg (Teilung), denn zu seiner Zeit verteilte sich die Menschheit über die Erde; der andere hieß Joktan. 26 Die Söhne Joktans sind Almodad, Schelef, Hazarmawet, Jerach, 27 Hadoram, Usal, Dikla, 28 Obal, Abimaël, Saba, 29 Ofir*, Hawila und Jobab. Sie alle sind Nachkommen Joktans. 30 Ihr Gebiet reicht von Mescha über Sefar bis an das Gebirge im Osten. 31 Diese alle sind Nachkommen Sems. Sie wurden zu Völkern, von denen jedes nach Sippen geordnet in seinem Gebiet lebt und seine eigene Sprache hat. 32 Alle diese Stämme und Völker sind Nachkommen der Söhne Noachs. Von den Söhnen Noachs stammen sie ab und haben sich nach der großen Flut über die ganze Erde ausgebreitet.
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Er mache Kanaan zu Sems Knecht! 27 Gott schaffe Jafets Leuten weiten Wohnraum, a bis mitten unter die Leute Sems. Er mache Kanaan zu Jafets Knecht!«
Die Menschen hatten damals noch alle dieselbe Sprache und gebrauchten d ieselben Wörter. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, kamen sie in eine Ebene im Land Schinar* und siedelten sich dort an. 3 Sie sagten zueinander: »Ans Werk! Wir machen Ziegel aus Lehm und brennen sie!« Sie wollten die Ziegel als Bausteine verwenden und Asphalt* als Mörtel. 4 Sie sagten: »Ans Werk! Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht! Dann wird unser Name in aller Welt berühmt. Dieses Bauwerk wird uns zusammenhalten, sodass wir nicht über die ganze Erde zerstreut werden.« 5 Da kam der Herr vom Himmel herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die sie bauten. 1
* Saba 1415 * Dedan 1379 * Schinar 1418 * Ninive 1408 * Philister 1411 * Het, Hetiter 1395 * Amoriter 1370 * Sodom (und Gomorra) 1421 * Elam(iter) 1380 * Assur, Assyrien 1372 * Lud 1403 * Aram (Aramäer, -land) 1371 * Ofir 1408 * Asphalt, Asphaltgruben 1372 a Im Hebräischen ein Wortspiel zwischen weiten Raum schaffen und dem Namen Jafet. b Madai = Meder, Jawan = Jonier; Tubal siehe Sacherklärung. c Rodaniter (= Bewohner von Rhodos) mit den alten Übersetzungen und 1 Chr 1,7; H Dodaniter; zu Elischa usw. siehe Sacherklärungen. d Mizrajim = Ägypten, Put = Libyen. Kusch und Kanaan siehe Sacherklärun gen. e die alle: vermutlicher Text; H und Kalne. f von denen ...: steht in H hinter Kasluhiter; vgl. jedoch Am 9,7; Jer 47,4.
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Als er alles gesehen hatte, sagte er: »Wohin wird das noch führen? Sie sind ein einziges Volk und sprechen alle dieselbe Sprache. Wenn sie diesen Bau vollenden, wird ihnen nichts mehr unmöglich sein. Sie werden alles ausführen, was ihnen in den Sinn kommt.« 7 Und dann sagte er: »Ans Werk! Wir steigen hinab und verwirren ihre Sprache, damit niemand mehr den anderen versteht!« 8 So zerstreute der Herr sie über die ganze Erde und sie konnten die Stadt nicht weiterbauen. 9 Darum heißt diese Stadt Babel, a denn dort hat der Herr die Sprache der Menschen verwirrt und von dort aus die Menschheit über die ganze Erde zerstreut. 6
Die Nachkommen Sems bis zu Abraham (Abram) b (1 Chr 1,24‑27)
Hier ist die Liste der Nachkommen Sems: Als Sem 100 Jahre alt war, zeugte er Arpachschad. Das war zwei Jahre nach der großen Flut. 11 Danach lebte er noch 500 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. 12-25 Als Arpachschad 35 Jahre alt war, zeugte er Schelach und lebte danach noch 403 Jahre. Als Schelach 30 Jahre alt war, zeugte er Eber und lebte danach noch 403 Jahre. Als Eber 34 Jahre alt war, zeugte er Peleg und lebte danach noch 430 Jahre. Als Peleg 30 Jahre alt war, zeugte er Regu und lebte danach noch 209 Jahre. Als Regu 32 Jahre alt war, zeugte er Serug und lebte danach noch 207 Jahre. Als Serug 30 Jahre alt war, zeugte er Nahor und lebte danach noch 200 Jahre. Als Nahor 29 Jahre alt war, zeugte er Terach und lebte danach noch 119 Jahre. Sie alle zeugten nach ihrem Erstgeborenen noch weitere Söhne und Töchter. 26 Als Terach 70 Jahre alt war, zeugte er Abram, Nahor und Haran. 27 Hier ist die Liste der Nachkommen Terachs: Seine Söhne waren Abram, Nahor und Haran. Haran zeugte Lot; 28 er starb noch vor seinem Vater Terach in seiner Heimatstadt Ur in Chaldäa. c 29 Abram heiratete Sarai und Nahor heiratete
1 M o se / G enesis 1 1 .12
10 v
Milka, die Tochter Harans und Schwester Jiskas. 30 v S arai aber bekam keine Kinder. 31 Terach brach aus Ur in Chaldäa auf, um ins Land Kanaan* zu ziehen. Er nahm seinen Sohn Abram, seinen Enkel Lot und seine Schwiegertochter Sarai mit. Sie kamen bis nach Haran und siedelten sich dort an. 32 Terach wurde 205 Jahre alt; er starb in Haran.
DIE VÄTER UND MÜT TER ISR AELS VON ABR AHAM BIS JAKOB (12–36)
Gott beruft Abraham (Abram) d
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Da sagte der Herr zu Abram: »Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 v I ch will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. 3 v A lle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesinnt sind.« e 4 Abram folgte dem Befehl des Herrn und brach auf, und Lot ging mit ihm. Abram war 75 Jahre alt, als er seine Heimatstadt Haran verließ. 5 Seine Frau Sarai und Lot, der Sohn seines Bruders, begleiteten ihn. Sie nahmen ihren ganzen Besitz mit, auch die Menschen, die sie in Haran in Dienst genommen hatten. f So zogen sie in das Land Kanaan*, 6 in dem damals noch das Volk der Kanaaniter wohnte. Sie durchquerten das Land bis zu dem heiligen Baum g bei Sichem. 7v D ort erschien dem Abram der Herr und sagte zu ihm: »Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben!« Da baute Abram dem Herrn einen Altar* an der Stelle, wo er ihm erschienen war. 8 Von dort aus zog er in das Bergland östlich von Bet-El. Seine Zelte standen zwischen Bet-El im Westen und Ai im Osten. Auch dort baute er einen Altar und rief im Gebet den Namen* des Herrn an. 1v
* Kanaan(iter) 1398 * Altar 1370 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 a Babel wird hier durch einen Anklang an das hebräische Wort für »verwirren« gedeutet; im Akkadischen bedeutet der Name »Tor Gottes«. b Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. c Wörtlich Ur der Chaldäer; ebenso in Vers 31 (siehe Sacherklärung »Chaldäa«). d Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. e Alle Völker ...: Andere Überset zungsmöglichkeit Alle Völker der Erde werden sich wünschen, so gesegnet zu werden, wie ich dich gesegnet habe; vgl. 22,18; 26,4. G entspricht der jüdischen Auslegung, der auch Paulus (Gal 3,8) folgt: Durch dich wird Gott alle Völker auf der Erde segnen. f die Menschen ...: wörtlich die Seelen (= Lebendigen), die sie in Haran erworben hatten; vgl. Sacherklärung »Sklave«. g Wörtlich dem Wahrsagebaum (Baum = Terebinthe oder Eiche*). v 11,10 10,21‑22 v 11,30 15,2‑4; 1 7,15‑19; 2 1,1‑2 v 12,1 H ebr 1 1,8; W eish 1 0,5; S ir 4 4,19‑21 v 12,2 13,16; 1 5,5; 1 7,4‑6; 2 2,17; Hebr 1 1,12 v 12,3 1 8,18; 28,14 v 12,7 ( Land) 13,15; 15,18‑20; 17,8; 2 8,13; D tn 3 4,4; P s 105,11; ( Altar) G en 35,7; E x 17,15; Ri 6,24
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Abraham (Abram) und Sara (Sarai) a in Ägypten bewahrt
10 v Damals brach im Land Kanaan* eine schwere Hungersnot aus. Darum suchte Abram Zuflucht in Ägypten. 11 Als er an die ägyptische Grenze kam, sagte er zu Sarai: »Ich weiß, dass du eine schöne Frau bist. 12 Wenn die Ägypter dich sehen, werden sie sagen: ›Das ist seine Frau‹, und sie werden mich totschlagen, um dich zu bekommen. 13 Sag deshalb, du seist meine Schwester, dann werden sie mich deinetwegen gut behandeln und am Leben lassen.« 14 In Ägypten traf ein, was Abram vorausgesehen hatte. Überall fiel Sarai durch ihre Schönheit auf. 15 Die Hofleute priesen sie dem Pharao in den höchsten Tönen, und er ließ sie in seinen Palast holen. 16 Ihr zuliebe war er freundlich zu Abram und schenkte ihm Schafe und Ziegen, Rinder, Esel und Kamele, Sklaven und Sklavinnen. 17 Doch weil der Pharao sich die Frau Abrams genommen hatte, bestrafte der Herr ihn mit einer schweren Krankheit, ihn und alle andern in seinem Palast. 18 Da ließ der Pharao Abram rufen und sagte zu ihm: »Warum hast du mir das angetan? Du hättest mir doch sagen können, dass sie deine Frau ist! 19 Aber du hast sie für deine Schwester ausgegeben, nur deshalb habe ich sie mir zur Frau genommen. Nun, sie gehört dir; nimm sie und geh!« 20 Der Pharao bestellte eine Abteilung Soldaten und ließ Abram mit seiner Frau und seinem ganzen Besitz über die Grenze bringen.
Abraham (Abram) b und Lot trennen sich
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Abram kehrte mit seiner Frau und seinem ganzen Besitz an Tieren und Menschen in den südlichsten Teil des Landes Kanaan* zurück. Auch sein Neffe Lot begleitete ihn. 3 c Von dort zog er von Lagerplatz zu Lager platz bis zu der Stelle zwischen Bet-El und Ai, wo er zuerst seine Zelte aufgeschlagen hatte. 4 Das war auch der Ort, an dem er den Altar gebaut hatte. Dort rief er im Gebet den Namen* des Herrn an. 2 Abram war sehr reich. Er besaß große Viehherden und viel Silber und Gold. 5 Auch Lot, der mit ihm zog, hatte viele Schafe, Ziegen und Rinder 1
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und viele Zelte, in denen seine Hirten mit ihren Familien lebten. d 6 Das Weideland reichte nicht aus für die Viehherden der beiden; sie konnten auf die Dauer nicht zusammenbleiben. 7 Es gab immer Streit zwischen den Hirten Abrams und den Hirten Lots. Außerdem wohnten damals noch die Kanaaniter und die Perisiter im Land. 8 Da sagte Abram zu seinem Neffen: »Es soll doch kein Streit zwischen uns sein, auch nicht zwischen unseren Hirten. Wir sind doch Brüder! 9 Das Beste ist, wir trennen uns. Das ganze Land steht dir offen: Du kannst nach Norden gehen, dann gehe ich nach Süden; du kannst auch nach Süden gehen, dann gehe ich nach Norden.« 10 Lot schaute sich nach allen Seiten um. Er sah, dass es in der Jordanebene reichlich Wasser gab. Bevor der Herr Sodom* und Gomorra zerstörte, war es dort wie im Garten Gottes oder wie am Nil in Ägypten – bis hinab nach Zoar. 11 Deshalb entschied sich Lot für die Jordangegend und zog nach Osten. So trennten sich die beiden: 12 Abram blieb im Land Kanaan, Lot ging ins Gebiet der Jordanstädte und kam im Lauf der Zeit mit seinen Zelten bis nach Sodom. 13 v Die Bewohner Sodoms aber führten ein schändliches Leben, das dem Herrn missfiel. 14 Nachdem Lot sich von Abram getrennt hatte, sagte der Herr zu Abram: »Sieh dich von hier aus nach allen Seiten um, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen! 15 v D as ganze Land, das du siehst, will ich für immer dir und deinen v 16 Nachkommen geben. Und ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen wie den Staub auf der Erde, den niemand zählen kann. 17 Durchzieh das Land nach allen Richtungen; dir und keinem anderen gebe ich es.« 18 Abram zog mit seinen Zelten weiter und nahm seinen Wohnsitz in Hebron, bei den Eichen* von Mamre. e Dort baute er einen Altar für den Herrn.
1 M o se / G enesis 12 .1 3 .1 4
9 Dann zog er von Lagerplatz zu Lagerplatz immer weiter nach Süden.
Abraham (Abram) f rettet Lot
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1-2 Um diese Zeit brach im Land Kanaan* ein Krieg aus. Vier Großkönige – Amrafel von Schinar*, Arjoch von Ellasar, Kedor-Laomer von Elam* sowie Tidal, der König vieler Völker – zogen ins Feld gegen die fünf Stadtkönige Bera von Sodom*, Birscha von Gomorra, Schinab von Adma, Schemeber von Zebojim* und den König
* Kanaan(iter) 1398 * Name (von Gott, von Jesus) 1406 * Sodom (und Gomorra) 1421 * Eiche 1380 * Schinar 1418 * Elam(iter) 1380 * Zebojim 1430 a Zu den Namensformen siehe 17,5 und 17,15. b Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. c Die Verse 3 und 4 sind des besseren Zusammenhangs wegen vor Vers 2 gestellt. d in denen ...: verdeutlichender Zusatz. e Bei Mamre handelt es sich um einen Ortsnamen, nur in 14,13 um einen Personennamen. f Zu den Namensformen siehe Anmerkung zu 17,5. v 12,10‑20 2 0,1‑18; 26,1‑11 v 13,13 1 8,20 S v 13,15 1 2,7 S v 13,16 1 2,2 S
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