Skip to main content

081697

Page 1

GUTE NACHRICHT BIBEL

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/titel.3d***10.6.2005***11:10:44 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/titel.3d***10.6.2005***11:10:44 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


G U T E NAC H R I C H T BIBEL Altes und Neues Testament Mit den Sp tschriften des Alten Testaments (Deuterokanonische Schriften /Apokryphen)

Deutsche Bibelgesellschaft

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/titel.3d***10.6.2005***11:10:44 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


Gute Nachricht Bibel Revidierte Fassung 1997 der ÂťBibel in heutigem DeutschÂŤ Gemeinsame Bibel bersetzung im Auftrag und in Verantwortung von: Deutsche Bibelgesellschaft (Evangelisches Bibelwerk) Katholisches Bibelwerk e.V. Stuttgart sterreichische Bibelgesellschaft sterreichisches Katholisches Bibelwerk Schweizerische Bibelgesellschaft Schweizerisches Katholisches Bibelwerk

Senfkornausgabe mit Sp tschriften ISBN 3-438-01604-4 Lederdesign blau 3-438-01605-2 Kunstkroko blau 3-438-01606-0 Buchleinen blau 3-438-01608-7 Farbeinband Pfefferk rner 3-438-01609-5 Farbeinband Bambus 2005 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Skizze Seite 1186 Vandenhoeck & Ruprecht, G ttingen Satz: St rtz GmbH, W rzburg Gesamtherstellung: Jongbloed, Heerenveen Alle Rechte vorbehalten Printed in The Netherlands www.bibelgesellschaft.de

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/titel.3d***10.6.2005***11:10:44 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


5*

GEBRAUCHSANWEISUNG F R DIESE BIBEL

Der Bibeltext Die ÂťGute Nachricht BibelÂŤ ist eine bersetzung der Heiligen Schrift aus den Ursprachen in ein modernes, einfaches Deutsch. ber den besonderen Charakter der bersetzung und ihr Entstehen informiert das Nachwort im Anhang (Seite 441). Die Abschnitts berschriften sind von den bersetzern hinzugef gt worden. W rter in Klammern sind erl uternde Zus tze. Die Schreibung der Personen- und Ortsnamen folgt den Loccumer Richtlinien f r die einheitliche Schreibung biblischer Namen, die in evangelisch-katholischer Zusammenarbeit aufgestellt worden sind. Ein kleiner hochgestellter Kreis ( ) im Text verweist auf die Anmerkungen zum Bibeltext im Anhang. Man findet dort wichtige abweichende Lesarten der handschriftlichen berlieferung. Der Gottesname im Bibeltext (HERR) Der hebr ische Gottesname JHWH (fr her als ÂťJehovaÂŤ gedeutet) wird nach altem Brauch durch das Ersatzwort ÂťHerrÂŤ wiedergegeben. Dieses

wird in einer besonderen Schriftart gedruckt (HERR), zur Unterscheidung von den F llen, in denen im hebr ischen Text selbst das Wort ÂťHerrÂŤ (im Sinn von Gebieter, Herrscher oder als H flichkeitsanrede) steht. Vergleichsstellen zum Bibeltext Wenn ganze Abschnitte in anderen biblischen B chern gleich oder hnlich berliefert sind, wird darauf in kleinem Druck unter der Abschnitts berschrift hingewiesen. Die verwendeten Abk rzungen sind auf Seite 8* erkl rt. Wo finde ich was? Das Inhaltsverzeichnis auf den folgenden Seiten folgt der Anordnung der biblischen B cher. Wer rasch ein bestimmtes Buch finden will, kann das Abk rzungsverzeichnis auf Seite 8* benutzen, das jeweils in der 2. Spalte die einzelnen B cher in alphabetischer Reihenfolge auff hrt. Ein berblick ber bekannte und wichtige Bibeltexte findet sich nach dem Abk rzungsverzeichnis. Eine rasche Orientierung ber den Inhalt der einzelnen biblischen B cher gibt die Inhalts bersicht jeweils vor Beginn des Buches.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/gebrauchsanweisung.3d***10.6.2005***11:10:4 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


6*

INHALT Das Alte Testament Geschichtliche B cher Das 1. Buch Mose (Genesis) . Das 2. Buch Mose (Exodus) . Das 3. Buch Mose (Levitikus) Das 4. Buch Mose (Numeri) . Das 5. Buch Mose (Deuteronomium) . . . . Das Buch Josua . . . . . . Das Buch von den Richtern . Das Buch Rut. . . . . . . Das 1. Buch Samuel . . . . Das 2. Buch Samuel . . . . Das 1. Buch von den K nigen Das 2. Buch von den K nigen Das 1. Buch der Chronik . . Das 2. Buch der Chronik . . Das Buch Esra . . . . . . Das Buch Nehemia . . . . Das Buch Ester . . . . . .

. 3 . 74 . 135 . 175 . . . . . . . . . . . . .

226 279 314 349 354 400 441 487 533 574 626 641 663

B cher in dichterischer Form Das Buch Ijob (Hiob, Job) . . . 675 Die Psalmen . . . . . . . . 717

Das Buch der Sprichw rter . . 896 Das Buch Kohelet (Prediger) . 931 Das Hohelied. . . . . . . . 943 B cher der Propheten Der Prophet Jesaja . Der Prophet Jeremia Die Klagelieder . . . Der Prophet Ezechi l (Heseki l) . . . . Das Buch Daniel . . Der Prophet Hosea . Der Prophet Jo l . . Der Prophet Amos . Der Prophet Obadja . Der Prophet Jona . . Der Prophet Micha . Der Prophet Nahum . Der Prophet Habakuk Der Prophet Zefanja . Der Prophet Haggai . Der Prophet Sacharja Der Prophet Maleachi

. . . . 958 . . . . 1036 . . . . 1120 . . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . . . . .

Die Sp tschriften des Alten Testaments B cher in dichterischer Form Geschichtliche B cher Das Buch Tobit . . . . . . . 1295 Das Buch der Weisheit . . . . Das Buch Judit . . . . . . . 1314 Das Buch Jesus Sirach . . . . Das Buch Ester (griechische Fassung). . . . 1336 Prophetische B cher Das 1. Buch von den Das Buch Baruch . . . . . . Makkab ern . . . . . . . 1352 Der Brief Jeremias . . . . . Das 2. Buch von den Zus tze zum Buch Daniel . . Makkab ern . . . . . . . 1402 Anhang: Das Gebet Manasses

1129 1200 1222 1234 1238 1248 1250 1253 1260 1263 1267 1271 1274 1287

1440 1463 1524 1531 1535 1542

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


7*

INHALT

Geschichtliche B cher Die Gute Nachricht nach Matth us. . . . . Die Gute Nachricht nach Markus . . . . . Die Gute Nachricht nach Lukas . . . . . . Die Gute Nachricht nach Johannes . . . . . Die Geschichte der Apostel

Das Neue Testament Der 1. Brief an die Thessalonicher . . . Der 2. Brief an die Thessalonicher . . . . . 3 Der 1. Brief an Timotheus . . 58 Der 2. Brief an Timotheus Der Brief an Titus . . . . . . 93 Der Brief an Philemon . .

. . . . .

. . . . .

348 351 358 363 366

Die brigen Briefe Der Brief an die Hebr er . Der Brief von Jakobus . . Der 1. Brief von Petrus . . Der 2. Brief von Petrus . . Der 1. Brief von Johannes . Der 2. Brief von Johannes . Der 3. Brief von Johannes . Der Brief von Judas . . .

. . . . . . . .

. . . . . . . .

368 387 393 400 404 410 411 412

. . 152 . . 193

Die Briefe des Apostels Paulus Der Brief an die R mer . . . . Der 1. Brief an die Korinther . . Der 2. Brief an die Korinther . . Der Brief an die Galater. . . . Der Brief an die Epheser . . . Der Brief an die Philipper . . . Der Brief an die Kolosser . . .

248 274 298 314 323 331 337

. . 343

Das prophetische Buch Die Offenbarung an Johannes . 415

Anhang Nachwort zur bersetzung . . 441 Anmerkungen zum Zeittafel . . . . . . . . . . 447 Bibeltext . . . . . . . . . 456

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


8*

ABK RZUNGEN DER BIBLISCHEN B CHER UND ALPHABETISCHES INHALTSVERZEICHNIS (N = Neues Testament, eigene Seitenz hlung!) Am Apg Bar BrJer 1 Chr 2 Chr Dan DanZ Dtn Eph Esra Est EstG Ex Ez Gal Gen Hab Hag Hebr Hld Hos Ijob Jak Jdt Jer Jes Jo l Joh 1 Joh 2 Joh 3 Joh Jona Jos Jud Klgl Koh Kol 1 K n

Amos 1238 Apostelgeschichte N 193 Baruch 1524 Brief Jeremias 1531 1 Chronik 533 2 Chronik 574 Daniel 1200 Zus tze zu Daniel 1535 5 Mose/Deuteronomium 226 Epheser N 323 Esra 626 Ester 663 Ester, griechisch 1336 2 Mose/Exodus 74 Ezechi l 1129 Galater N 314 1 Mose/Genesis 3 Habakuk 1263 Haggai 1271 Hebr er N 368 Hoheslied 943 Hosea 1222 Ijob 675 Jakobus N 387 Judit 1314 Jeremia 1036 Jesaja 958 Jo l 1234 Johannes N 152 1 Johannes N 404 2 Johannes N 410 3 Johannes N 411 Jona 1250 Josua 279 Judas N 412 Judit 1314 Klagelieder 1120 Kohelet 931 Kolosser N 337 1 K nige 441

2 K n 1 Kor 2 Kor Lev Lk 1 Makk 2 Makk Mal Mi Mk Mt

2 K nige 487 1 Korinther N 274 2 Korinther N 298 3 Mose/Levitikus 135 Lukas N 93 1 Makkab er 1352 2 Makkab er 1402 Maleachi 1287 Micha 1253 Markus N 58 Matth us N 3 Micha 1253 Mose s. unter Gen, Ex, Lev, Num, Dtn Nah Nahum 1260 Neh Nehemia 641 Num 4 Mose/Numeri 175 Obd Obadja 1248 Offb Offenbarung N 415 1 Petr 1 Petrus N 393 2 Petr 2 Petrus N 400 Phil Philipper N 338 Phlm Philemon N 366 Ps Psalm(en) 717 Ri Richter 314 R m R mer N 248 Rut Rut 349 Sach Sacharja 1274 1 Sam 1 Samuel 354 2 Sam 2 Samuel 400 Sir Sirach 1463 Spr Sprichw rter 896 1 Thess 1 Thessalonicher N 343 2 Thess 2 Thessalonicher N 348 1 Tim 1 Timotheus N 351 2 Tim 2 Timotheus N 358 Tit Titus N 363 Tob Tobit 1295 Weish Weisheit 1440 Zef Zefanja 1267 Zus tze zu Daniel 1535

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


9*

WO FINDE ICH WAS? (N = Neues Testament, eigene Seitenz hlung!)

Biblische Quellen des christlichen Lebens Feste im Kirchenjahr Weihnachten Lk 2,1-20 N 97 Mt 2,1-12 N 4 Karwoche Mk 14---15 N 85 Lk 22---23 N 143 Joh 18---19 N 184 Ostern Lk 24 N 149 Joh 20---21 N 189 Himmelfahrt Apg 1,6-11 N 193 Pfingsten Apg 2 N 195

Bergpredigt mit Seligpreisungen Christus begegnet uns im Mitmenschen Schwerter zu Pflugscharen Soziale Gerechtigkeit

Mt 5---7 N 8 Mt 25,31-46 N 49 Jes 2,1-4 960 Lev 19,9-18.33-36 159 Jak 5,1-6 N 391

Hoffnung auf das Friedensreich Jes 65,16b-25 1033 Sach 9,9-10 1281 Gottes Liebe in Christus R m 8,28-39 N 260 1 Joh 4,7-21 N 408 Frieden mit Gott R m 3,21-26 N 252 R m 5,1-11 N 255 2 Kor 5,14-21 N 303 Das ewige Wort Joh 1 N 152 Der gute Hirt Joh 10,1-30 N 171 Weg und Wahrheit Joh 14,6 N 179 Fundamente des Glaubens Christus, das und Lebens Leben Joh 11,25 N 173 Das tat er Die Zehn Gebote Ex 20,1-17 102 f r uns Jes 52,13---53,12 Das wichtigste 1020 Gebot Mt 22,34-40 N 42 Phil 2,5-11 N 333

Gebete und Lieder (Gebete f r bestimmte Anl sse siehe Seite 717) Vaterunser Mt 6,9-13 N 11 Segen Num 6,22-27 184 Lobgesang Marias (Magnificat) Lk 1,46-55 N 95 Der Herr ist mein Hirt Ps 23 740 GroĂ&#x;er Dankpsalm Ps 103 840 Gottes Hoheit und die W rde des Menschen Ps 8 724 Vergebung der Schuld Ps 51 776

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


10* Taufe Abendmahl (Eucharistie)

Mt 28,16-20 N 57 Christus kommt R m 6,1-14 N 256 wieder Mt 26,26-29 N 51 1 Kor 11,17-34 N 288

Hoffnung ber den Tod hinaus Auferstehung der Toten Lk 20,27-38 N 140 1 Kor 15 N 293

Mk 13,24-37 N 85 1 Thess 4,13-18 N 346 2 Petr 3 N 403 Gottes neue Welt Offb 21,1---22,5 N 437

Bekannte Geschichten der Bibel Weitere Hinweise in den Inhalts bersichten zu Beginn jedes biblischen Buches. Altes Testament Aus der Urgeschichte Sch pfung Gen 1,1---2,4a 3 Paradies (Adam und Eva) Gen 2,4b-25 5 S ndenfall Gen 3 6 Kains Brudermord Gen 4,1-16 7 Sintflut und Arche Noah (Noach) Gen 6---9 9 Turmbau in Babel Gen 11,1-9 14 V ter und M tter Israels Abraham und Sara Gen 12,1-9 15 Gott verspricht Sara einen Sohn: Isaak Gen 18,1-15 21 Sodom und Gomorra Gen 19,1-29 23 Isaaks Opferung Gen 22,1-19 27 Rebekka und Isaak Gen 24 29 Esau und Jakob Gen 25,19-34 33 Jakob erschleicht den Segen Gen 27 36 Die Himmelsleiter Gen 28,10-22 38

Jakobs Frauen und S hne Josef und seine Br der

Gen 29---30; 35,16-20 39 Gen 37---50 52

Von gypten nach Kanaan Moses Geburt Ex 2,1-10 75 Moses Berufung am Dornbusch Ex 3,1--- 4,17 77 Plagen ber gypten Ex 7,8---11,10; 12,29-30 82 Auszug aus gypten (Passafest) Ex 12 89 Der Bund am Sinai (Zehn Gebote) Ex 19,1---20,21 101 Ex 24,1-11 109 Das Goldene Kalb Ex 32 121 Wanderung durch die W ste Num 10---14; 20---21 187 Das versprochene Land Die Kundschafter Num 13---14 191

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


11* Die Mauern Jerichos Josua ruft das Volk zur Entscheidung

Jos 6 284 Jos 24 311

Aus der Zeit der Richter Deboras Sieg Ri 4---5 319 Gideon Ri 6--- 8 322 Simson (und Delila) Ri 13---16 335 Die Ausl nderin Rut Rut 1--- 4 349 Samuels Geburt und Berufung 1 Sam 1---3 354 Aus der Zeit der K nige Saul 1 Sam 9---15 364 David – siegt ber Goliat 1 Sam 17 377 – erobert Jerusalem 2 Sam 5,6-12 407 – nimmt sich Batseba 2 Sam 11,1---12,25 414 Gottes Zusage f r seine Nachkommen 2 Sam 7 409 Salomo – Bitte um Weisheit 1 K n 3,4-15 446 – Salomonisches Urteil 1 K n 3,16-28 447 – Bau und Einweihung des Tempels 2 Chr 3,1-14; 6 576 – K nigin von Saba 1K n10,1-13 460 Der Prophet Elija – Gottesurteil auf dem Berg Karmel 1 K n 18 475

– Elija begegnet Gott – Nabots Weinberg – Himmelfahrt

1 K n 19,11-18 478 1 K n 21 482 2 K n 2,1-12 488

Elischa erweckt den Sohn einer Witwe vom Tod 2 K n 4,17-36 493 Aus den B chern der Dichter und Propheten Ijob (Hiob) – Die Versuchungen Ijob 1---2 675 – Die Klage Ijob 3; 9---10 677 – Gottes Antwort Ijob 38--- 41 711 Der Prophet Jesaja – Berufung Jes 6 964 – Immanuel Jes 7,1-17 965 – Licht f r das Volk im Dunkel Jes 8,21---9,6 967 – Der Friedensk nig Jes 11,1-10 970 – Trost f r die Verbannten in Babylon Jes 40,1-8 1002 – Gottes Bevollm chtigter (Der »Gottesknecht«) Jes 42,1-4 1005 Jes 49,1-6 1015 Jes 50,4-9 1017 Jes 52,13---53,12 1020 Der Prophet Jeremia – Berufung Jer 1,4-19 1036 – Das falsche Vertrauen auf den Tempel Jer 7,1-15 1047

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


12* – Gottes neuer Bund Jer 31,31-34 1084 – In tiefster Not Klgl 3 1124 Ezechi l (Heseki l) – Die große Vision Ez 1 1129 – Die Berufung Ez 2---3 1130 – Der gute Hirt Ez 34 1175 – Die Auferstehung des Volkes Israel Ez 37,1-14 1180 Der Seher Daniel – Die Schrift an der Wand (das »Menetekel«) Dan 5 1208 – In der L wengrube Dan 6 1209 Jona, der widerspenstige Prophet Jona 1--- 4 1250 Die Sonne der Gerechtigkeit Mal 3,13-21 1290 Sp tschriften des Alten Testaments Tobias und der Engel Tobit 1---12 1295 Judit und Holofernes Judit 1---16 1314 Judas Makkab us 1 Makk 2,49---9,22 1357 Susanna und Daniel DanZ B 1537 Neues Testament (siehe auch: Feste im Kirchenjahr) Jesus: der Beginn seines Weges Ank ndigung der Geburt an Maria Lk 1,26-38 N 94 Geburt in Betlehem Lk 2,1-20 N 97 Die Sterndeuter (»Heilige Drei K nige«) Mt 2,1-12 N 4

Taufe im Jordan Versuchung

Mk 1,9-11 N 58 Mt 4,1-11 N 6

Heilungen und Wunder Der Hauptmann von Kafarnaum Mt 8,5-13 N 14 Der Gel hmte Mk 2,1-12 N 60 Stillung des Sturms Mk 4,35-41 N 65 Die Tochter von Ja rus Mk 5,21-43 N 66 Speisung der 5000 Mk 6,30-44 N 69 Heilung einer Frau am Sabbat Lk 13,10-17 N 126 Hochzeit in Kana Joh 2,1-11 N 154 Lazarus vom Tod auferweckt Joh 11,1-44 N 173 Begegnungen Jesus und der Reiche Mk 10,17-27 N 77 Salbung durch die S nderin Lk 7,36-50 N 110 Maria und Marta Lk 10,38-42 N 119 Zach us Lk 19,1-10 N 136 Die Samariterin am Brunnen Joh 4,1-42 N 157 Gleichnisse und Beispiele Viererlei Ackerboden Mk 4,1-20 N 63 Barmherziger Samariter Lk 10,29-37 N 119 Verlorenes Schaf und verlorene M nze Lk 15,1-10 N 129 Verlorener Sohn Lk 15,11-32 N 130 Arbeiter im Weinberg Mt 20,1-16 N 37

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


13* Paulus: Bekehrung Apg 9,1-25 N 209 Mt 25,1-13 N 47 Paulus: Missionsreisen Apg 12,25---20,38 Urgemeinde und Mission N 216 Das Apostelkonzil Apg 15 N 221 Pfingsten – Paulus in Athen Apg 17,16-34 die Sendung des N 226 Heiligen Geistes Apg 2,1-12 N 195 Paulus: Reise Die Urgemeinde Apg 2,42-47 nach Rom Apg 27---28 N 244 N 197 Apg 4,32-35 Aus der Offenbarung N 200 an Johannes Stephanus, der Das Buch mit den erste M rtyrer Apg 6,8---8,1 sieben Siegeln Offb 5 N 420 N 203 Die apokalypPhilippus und tischen Reiter Offb 6,1-8 N 421 der thiopier Apg 8,26-40 Das neue N 208 Jerusalem Offb 21,1---22,5 Petrus bei N 437 Kornelius Apg 10 N 211 Kluge und t richte Brautjungfern

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


14*

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/titelei/inhalt.3d***10.6.2005***11:10:19 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


TOBIT 1

1

DAS ALTE TESTAMENT

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/00titel.3d***10.6.2005***6:50:47 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


2

TOBIT 1

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/00titel.3d***10.6.2005***6:50:47 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


3

1 MOSE/GENESIS 1

DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS)

DIE URGESCHICHTE VON WELT UND MENSCH (Kapitel 1---11)

Inhalts bersicht Die Urgeschichte von Welt und Mensch Kap 1---11 Die Erschaffung der Welt 1---2 Paradies und Verlust des Paradieses 3--- 4 Von Adam bis Noach 4---5 Noach und die Sintflut 6---9 Ausbreitung der Menschheit 10 Der babylonische Turm. Sem bis Abraham 11 Die V ter und M tter Israels 12---36 Abrahams Berufung und Segnung 12---18 Untergang von Sodom und Gomorra 19 Geburt Isaaks und Pr fung Abrahams 21---22 Isaak und Rebekka 24---26 Jakob erlangt den Erstgeburtssegen 27 Jakob bei Laban, seine Frauen und S hne 28---31 Jakobs R ckkehr 32---35 Die Nachkommen von Esau 36 Josef und seine Br der 37---50 Josefs wunderbarer Aufstieg 37--- 41 Die Erprobung der Br der 42--- 45 Die Nachkommen Jakobs in gypten 46---50

Die Erschaffung der Welt Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. 2 Die Erde war noch leer und de, / Dunkel bedeckte sie und wogendes Wasser, / und ber den Fluten schwebte Gottes Geist.

1

3 Da sprach Gott: »Licht entstehe!«,

/

und das Licht strahlte auf. 4 Und Gott sah das Licht an:

Es war gut. Dann trennte Gott das Licht von der Dunkelheit / 5 und nannte das Licht Tag, / die Dunkelheit Nacht. Es wurde Abend und wieder Morgen: / der erste Tag. 6 Dann sprach Gott:

/ »Im Wasser soll ein Gew lbe entstehen, / eine Scheidewand zwischen den Wassermassen!« 7 So geschah es: Gott machte ein Gew lbe / und trennte so das Wasser unter dem Gew lbe / von dem Wasser, das dar ber war. 8 Und Gott nannte das Gew lbe Himmel. Es wurde Abend und wieder Morgen: / der zweite Tag.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


4

1 MOSE/GENESIS 1

9 Dann sprach Gott:

/ »Das Wasser unter dem Himmelsgew lbe / soll sich alles an einer Stelle sammeln, damit das Land hervortritt.« So geschah es. 10 Und Gott nannte das Land Erde, / die Sammlung des Wassers nannte er Meer. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 11 Dann sprach Gott:

/ »Die Erde lasse frisches Gr n aufsprießen, / Pflanzen und B ume von jeder Art, / die Samen und samenhaltige Fr chte tragen!« So geschah es: 12 Die Erde brachte frisches Gr n hervor, / Pflanzen jeder Art mit ihren Samen / und alle Arten von B umen / mit samenhaltigen Fr chten. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 13 Es wurde Abend und wieder Morgen: / der dritte Tag. 14 Dann sprach Gott:

/ »Am Himmel sollen Lichter entstehen, / die Tag und Nacht voneinander scheiden, / leuchtende Zeichen, / um die Zeiten zu bestimmen: / Tage und Feste und Jahre. / 15 Sie sollen am Himmelsgew lbe leuchten, / damit sie der Erde Licht geben.« So geschah es: 16 Gott machte zwei große Lichter, / ein gr ßeres, das den Tag beherrscht, / und ein kleineres f r die Nacht, / dazu auch das ganze Heer der Sterne. 17 Gott setzte sie an das Himmelsgew lbe, / damit sie der Erde Licht geben, / 18 den Tag und die Nacht regieren / und Licht und Dunkelheit voneinander scheiden. Und Gott sah das alles an: Es war gut.

19 Es wurde Abend und wieder

Morgen: / der vierte Tag. 20 Dann sprach Gott:

/ »Das Wasser soll von Leben wimmeln, / und in der Luft sollen V gel fliegen!« 21 So schuf Gott die Seeungeheuer / und alle Arten von Wassertieren, / ebenso jede Art von V geln / und gefl gelten Tieren. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 22 Und Gott segnete seine Gesch pfe und sagte: / »Seid fruchtbar, vermehrt euch / und f llt die Meere, / und ihr V gel, vermehrt euch auf der Erde!« 23 Es wurde Abend und wieder Morgen: / der f nfte Tag. 24 Dann sprach Gott:

/ »Die Erde soll Leben hervorbringen: / alle Arten von Vieh und wilden Tieren / und alles, was auf der Erde kriecht.« So geschah es. 25 Gott machte die wilden Tiere und das Vieh / und alles, was auf dem Boden kriecht, / alle die verschiedenen Arten. Und Gott sah das alles an: Es war gut. 26 Dann sprach Gott:

/ »Nun wollen wir Menschen machen, / ein Abbild von uns, das uns hnlich ist! / Sie sollen Macht haben ber die Fische im Meer, / ber die V gel in der Luft, / ber das Vieh und alle Tiere auf der Erde / und ber alles, was auf dem Boden kriecht.« 27 So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, / als Gottes Ebenbild schuf er sie / und schuf sie als Mann und als Frau. 28 Und Gott segnete die Menschen / und sagte zu ihnen: / »Seid fruchtbar

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


1 M O S E / G E N E S I S 1.2 und vermehrt euch! / F llt die ganze Erde und nehmt sie in Besitz! / Ich setze euch ber die Fische im Meer, / die V gel in der Luft / und alle Tiere / die auf der Erde leben, / und vertraue sie eurer F rsorge an.« 29 Weiter sagte Gott zu den Men-

schen: / »Als Nahrung gebe ich euch die Samen der Pflanzen / und die Fr chte, die an den B umen wachsen, / berall auf der ganzen Erde. 30 Den Landtieren aber und den V geln / und allem, was auf dem Boden kriecht, / allen Gesch pfen, die den Lebenshauch in sich tragen, / weise ich Gr ser und Bl tter zur Nahrung zu.« So geschah es. 31 Und Gott sah alles an, was er

geschaffen hatte, / und sah: Es war alles sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen: / der sechste Tag.

2

So entstanden Himmel und Erde / mit allem, was lebt.

2Am siebten Tag hatte Gott sein Werk

vollendet / und ruhte von aller seiner Arbeit aus. / und erkl rte ihn zu einem heiligen Tag, / der ihm geh rt, / denn an diesem Tag ruhte Gott, / nachdem er sein Sch pfungswerk vollbracht hatte.

3 Und Gott segnete den siebten Tag

4a Dies ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde; / so hat Gott sie geschaffen.

Der Mensch im Garten Eden (Das Paradies) Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, 5 gab es zun chst noch 4bAls

5

kein Gras und keinen Busch in der Steppe; denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte. 6 Nur aus der Erde stieg Wasser auf und tr nkte den Boden. 7 Da nahm Gott, der HERR, Staub von der Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen. 8 - 9 Dann legte Gott im Osten, in der Landschaft Eden, einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von B umen wachsen. Es waren pr chtige B ume und ihre Fr chte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen, den er gemacht hatte. In der Mitte des Gartens wuchsen zwei besondere B ume: der Baum des Lebens, dessen Fr chte Unsterblichkeit schenken, und der Baum der Erkenntnis, dessen Fr chte das Wissen verleihen, was f r den Menschen gut und was f r ihn schlecht ist. 10 In Eden entspringt ein Strom. Er bew ssert den Garten und teilt sich dann in vier Str me. 11 Der erste heißt Pischon; er fließt rund um das Land Hawila, wo es Gold gibt. 12 Das Gold dieses Landes ist ganz rein, außerdem gibt es dort kostbares Harz und den Edelstein Karneol. 13 Der zweite Strom heißt Gihon; er fließt rund um das Land Kusch. 14 Der dritte Strom, der Tigris, fließt stlich von Assur. Der vierte Strom ist der Eufrat. 15 Gott, der HERR, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er bertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu sch tzen. 16 Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen B umen des Gartens essen, 17 nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.«

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


6

1 M O S E / G E N E S I S 2.3

Die Erschaffung der Frau der HERR, dachte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt.« 19 So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die V gel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen w rde; denn so sollten sie heißen. 20 Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tieren und den V geln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte. 21 Da versetzte Gott, der HERR, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und f llte die Stelle mit Fleisch. 22Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen. 23 Der freute sich und rief: 18 Gott,

»Endlich! Sie ist s! Eine wie ich! Sie geh rt zu mir, denn von mir ist sie genommen.« 24 Deshalb

verl sst ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele. 25 Die beiden waren nackt, aber sie sch mten sich nicht voreinander. Die Menschen m ssen den Garten Eden verlassen Die Schlange war das kl gste von allen Tieren des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. Sie fragte die Frau: »Hat Gott wirklich gesagt: ›Ihr d rft die Fr chte von den B umen im Garten nicht essen‹?« 2 »Nat rlich d rfen wir sie essen«, erwiderte die Frau, 3 »nur nicht die

3

Fr chte von dem Baum in der Mitte des Gartens. Gott hat gesagt: ›Esst nicht davon, ber hrt sie nicht, sonst m sst ihr sterben!‹« 4 »Nein, nein«, sagte die Schlange, »ihr werdet bestimmt nicht sterben! 5Aber Gott weiß: Sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und was schlecht ist. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen k nnen.« 6 Die Frau sah den Baum an: Seine Fr chte mussten k stlich schmecken, sie anzusehen war eine Augenweide und es war verlockend, dass man davon klug werden sollte! Sie nahm von den Fr chten und aß. Dann gab sie auch ihrem Mann davon und er aß ebenso. 7 Da gingen den beiden die Augen auf und sie merkten, dass sie nackt waren. Deshalb flochten sie Feigenbl tter zusammen und machten sich Lendenschurze. 8Am Abend, als es k hler wurde, h rten sie, wie Gott, der HERR, durch den Garten ging. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor Gott zwischen den B umen. 9Aber Gott rief nach dem Menschen: »Wo bist du?« 10 Der antwortete: »Ich h rte dich kommen und bekam Angst, weil ich nackt bin. Da habe ich mich versteckt!« 11 »Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist?«, fragte Gott. »Hast du etwa von den verbotenen Fr chten gegessen?« 12 Der Mensch erwiderte: »Die Frau, die du mir an die Seite gestellt hast, gab mir davon; da habe ich gegessen.« 13 Gott, der HERR, sagte zur Frau: »Was hast du da getan?«

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


1 M O S E / G E N E S I S 3.4 Sie antwortete: »Die Schlange ist schuld, sie hat mich zum Essen verf hrt!« 14 Da sagte Gott, der HERR, zu der Schlange: »Verflucht sollst du sein wegen dieser Tat! / Auf dem Bauch wirst du kriechen / und Staub fressen dein Leben lang --- / du allein von allen Tieren. 15 Und Feindschaft soll herrschen / zwischen dir und der Frau, / zwischen deinen Nachkommen und den ihren. / Sie werden euch den Kopf zertreten, / und ihr werdet sie in die Ferse beißen.« 16 Zur Frau aber sagte Gott:

»Ich verh nge ber dich, / dass du M hsal und Beschwerden hast, / jedes Mal wenn du schwanger bist; / und unter Schmerzen bringst du Kinder zur Welt. / Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, / aber er wird ber dich herrschen.« 17 Und

zum Mann sagte Gott: »Weil du auf deine Frau geh rt und mein Verbot bertreten hast, gilt von nun an:

Deinetwegen ist der Acker verflucht. / Mit M hsal wirst du dich davon ern hren, / dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln werden dort wachsen, / und du wirst die Pflanzen des Feldes essen. 19 Viel Schweiß musst du vergießen, / um dein t gliches Brot zu bekommen, / bis du zur ckkehrst zur Erde, / von der du genommen bist. Ja, Staub bist du, / und zu Staub musst du wieder werden!«

7

20 Der

Mensch nannte seine Frau Eva, denn sie sollte die Mutter aller Menschen werden. 21 Und Gott, der HERR, machte f r den Menschen und seine Frau Kleider aus Fellen. 22 Dann sagte Gott: »Nun ist der Mensch wie einer von uns geworden und weiß, was gut und was schlecht ist. Es darf nicht sein, dass er auch noch vom Baum des Lebens isst. Sonst wird er ewig leben!« 23 Und er schickte den Menschen aus dem Garten Eden weg, damit er den Ackerboden bearbeite, aus dem er gemacht war. 24 So trieb Gott, der HERR, die Menschen hinaus und stellte stlich von Eden die Keruben und das flammende Schwert als W chter auf. Niemand sollte zum Baum des Lebens gelangen k nnen. Der Bruder erhebt sich gegen den Bruder Adam schlief mit seiner Frau Eva, und sie wurde schwanger. Sie brachte einen Sohn zur Welt und sagte: »Mit Hilfe des HERRN habe ich einen Mann hervorgebracht.« Darum nannte sie ihn Kain. 2 Sp ter bekam sie einen zweiten Sohn, den nannte sie Abel. Abel wurde ein Hirt, Kain ein Bauer. 3 Einmal brachte Kain von seinem Ernteertrag dem HERRN ein Opfer. 4Auch Abel brachte ihm ein Opfer; er nahm daf r die besten von den erstgeborenen L mmern seiner Herde. Der HERR blickte freundlich auf Abel und sein Opfer, 5 aber Kain und sein Opfer schaute er nicht an. Da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden. 6 Der HERR fragte ihn: »Warum bist du so zornig? Warum starrst du auf den

4

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


8

1 MOSE/GENESIS 4

Boden? 7 Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du B ses planst, lauert die S nde vor der T r deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr ber sie sein!« 8 Kain aber sagte zu seinem Bruder Abel: »Komm und sieh dir einmal meine Felder an!« Und als sie draußen waren, fiel er ber seinen Bruder her und schlug ihn tot. 9 Der HERR fragte Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« »Was weiß ich?«, antwortete Kain. »Bin ich vielleicht der H ter meines Bruders?« 10 »Weh, was hast du getan?«, sagte der HERR. »H rst du nicht, wie das Blut deines Bruders von der Erde zu mir schreit? 11 Du hast den Acker mit dem Blut deines Bruders getr nkt, deshalb stehst du unter einem Fluch und musst das fruchtbare Ackerland verlassen. 12 Wenn du k nftig den Acker bearbeitest, wird er dir den Ertrag verweigern. Als heimatloser Fl chtling musst du auf der Erde umherirren.« 13 Kain sagte zum HERRN: »Die Strafe ist zu hart, das berlebe ich nicht! 14 Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land und aus deiner sch tzenden N he. Als heimatloser Fl chtling muss ich umherirren. Ich bin vogelfrei, jeder kann mich ungestraft t ten.« 15 Der HERR antwortete: »Nein, sondern ich bestimme: Wenn dich einer t tet, m ssen daf r sieben Menschen aus seiner Familie sterben.« Und er machte an Kain ein Zeichen, damit jeder wusste: Kain steht unter dem Schutz des HERRN. 16 Dann musste Kain aus der N he des HERRN weggehen. Er wohnte stlich von Eden im Land Nod.

Kulturentwicklung und menschliche berheblichkeit schlief mit seiner Frau, da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn: Henoch. Danach gr ndete Kain eine Stadt und nannte sie Henoch nach dem Namen seines Sohnes. 18 Henochs Frau gebar ihm einen Sohn: Irad. Dieser Irad zeugte Mehuja l, Mehuja l zeugte Metuscha l, und Metuscha l zeugte Lamech. 19 Lamech nahm sich zwei Frauen: Ada und Zilla. 20Ada gebar ihm Jabal; von dem stammen alle ab, die mit Herden umherziehen und in Zelten wohnen. 21 Sein j ngerer Bruder war Jubal, von dem kommen die Zither- und Fl tenspieler her. 22Auch Zilla gebar einen Sohn: Tubal-Kain. Er wurde Schmied und machte alle Arten von Waffen und Werkzeugen aus Bronze und Eisen. Seine Schwester war Naama. 23 Lamech sagte zu seinen Frauen: 17 Kain

»Ihr meine Frauen, Ada, Zilla, h rt! / Passt auf, wie Lamech sich sein Recht verschafft: Ich t te einen Mann f r meine Wunde / und einen Jungen, wenn mich jemand schl gt! 24 Ein Mord an Kain --- so hat es Gott bestimmt --- / verlangt als Rache sieben Menschenleben; / f r Lamech m ssen siebenundsiebzig sterben!« Ersatz f r Abel schlief wieder mit Eva, und sie gebar noch einmal einen Sohn. Sie nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir wieder einen Sohn geschenkt! Der wird mir Abel ersetzen, den Kain erschlagen hat.«

25Adam

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


1 M O S E / G E N E S I S 4.5.6 26Auch

Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch. Damals fingen die Menschen an, im Gebet den Namen des HERRN anzurufen. Die Nachkommen Adams durch Set (1Chr 1,1-4)

Hier ist die Liste der Nachkommen von Adam. Als Gott die Menschen erschuf, machte er sie nach seinem Bild; 2 und er erschuf sie als Mann und als Frau. Er segnete sie und gab ihnen den Namen »Mensch«. 3Als Adam 130 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn nach seinem Bild, als sein Ebenbild, und gab ihm den Namen Set. 4 - 5 Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 930 Jahren. 6 - 8Als Set 105 Jahre alt war, zeugte er Enosch. Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 912 Jahren. 9 - 11Als Enosch 90 Jahre alt war, zeugte er Kenan. Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 905 Jahren. 12-- 14Als Kenan 70 Jahre alt war, zeugte er Mahalalel. Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 910 Jahren. 15-- 17Als Mahalalel 65 Jahre alt war, zeugte er Jered. Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 895 Jahren. 18 - 20Als Jered 162 Jahre alt war, zeugte er Henoch. Danach zeugte er noch weitere S hne und T chter und starb im Alter von 962 Jahren. 21Als Henoch 65 Jahre alt war, zeugte er Metuschelach. 22 Danach lebte er noch 300 Jahre und zeugte weitere S hne und T chter. 23 Er wurde 365 Jahre alt. 24 Henoch hatte in

5

9

enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er pl tzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen. 25Als Metuschelach 187 Jahre alt war, zeugte er Lamech. 26 Danach lebte er noch 782 Jahre und zeugte weitere S hne und T chter. 27 Er starb im Alter von 969 Jahren. 28Als Lamech 182 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn. 29 Er sagte: »Der wird uns Trost verschaffen bei der harten Arbeit, die uns auferlegt ist, weil der HERR den Acker verflucht hat.« Deshalb gab er ihm den Namen Noach. 30 Danach lebte er noch 595 Jahre und zeugte weitere S hne und T chter. 31 Er starb im Alter von 777 Jahren. 32Als Noach 500 Jahre alt war, zeugte er Sem, Ham und Jafet. Gott entschließt sich zum Eingreifen Die Menschen begannen sich zu vermehren und sich ber die Erde auszubreiten. Es wurden ihnen auch viele T chter geboren. 2 Da sahen die Gottess hne, dass die T chter der Menschen sehr sch n waren. Sie nahmen die von ihnen als Frauen, die ihnen am besten gefielen, und zeugten mit ihnen Kinder. 3 Der HERR aber sagte: »Ich lasse meinen Lebensgeist nicht f r unbegrenzte Zeit im Menschen wohnen, denn der Mensch ist schwach und anf llig f r das B se. Ich begrenze seine Lebenszeit auf 120 Jahre.« 4 Damals und auch noch sp ter lebte auf der Erde das Geschlecht der Riesen. Sie waren aus der Verbindung der Gottess hne mit den Menschent chtern hervorgegangen und sind als die großen Helden der Vorzeit bekannt.

6

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


10

1 M O S E / G E N E S I S 6.7

5 Der

HERR sah, dass die Menschen auf der Erde v llig verdorben waren. Alles, was aus ihrem Herzen kam, ihr ganzes Denken und Planen, war durch und durch b se. 6 Das tat ihm weh, und er bereute, dass er sie erschaffen hatte. 7 Er sagte: »Ich will die Menschen wieder von der Erde ausrotten --- und nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere auf der Erde, von den gr ßten bis zu den kleinsten, und auch die V gel in der Luft. Es w re besser gewesen, wenn ich sie gar nicht erst erschaffen h tte.« 8 Noach war der Einzige, der vor den Augen des HERRN bestehen konnte. Gott gibt Noach den Befehl zum Bau der Arche ist die Geschichte Noachs und seiner Nachkommen: Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen war Noach ein rechtschaffener, durch und durch redlicher Mann; er lebte in enger Verbindung mit Gott. 10 Er hatte drei S hne: Sem, Ham und Jafet. 11Alle anderen Menschen konnten vor Gott nicht bestehen; die Erde war voll von Unrecht und Gewalt. 12 Wohin Gott auch sah: berall nichts als Verdorbenheit. Denn die Menschen waren alle vom rechten Weg abgekommen. 13 Da sagte Gott zu Noach: »Mit den Menschen mache ich ein Ende. Ich will sie vernichten samt der Erde; denn die Erde ist voll von dem Unrecht, das sie tun. 14 Bau dir ein Schiff, eine Arche. Mach sie aus festem Holz und dichte sie innen und außen mit Pech ab. Im Innern soll sie viele R ume haben. 15 Sie muss 150 Meter lang sein, 25 Meter breit und 15 Meter hoch. 16 Mach oben ein Dach dar ber, zieh 9 Dies

zwei Zwischendecken ein, sodass es dreist ckig wird, und bring an der Seite eine T r an. 17 Ich werde eine Flut ber die Erde hereinbrechen lassen, in der alles Lebendige umkommen soll. Weder Mensch noch Tier wird mit dem Leben davonkommen. 18 Mit dir aber schließe ich meinen Bund. Ich verspreche dir: Du sollst gerettet werden. Geh mit deiner Frau, deinen S hnen und deinen Schwiegert chtern in die Arche! 19 Nimm von allen Tieren ein M nnchen und ein Weibchen mit, damit sie mit dir gerettet werden. 20 Von jeder Tierart sollst du ein Paar in die Arche bringen, damit sie am Leben bleiben, alle Arten von Landtieren und V geln. 21 Nimm jedem Tier sein Futter mit, und auch genug zu essen f r dich und deine Familie.« 22 Noach tat alles genau so, wie Gott es ihm befohlen hatte. Noach, seine Familie und die Tiere gehen in die Arche Dann sagte der HERR zu Noach: »Geh mit deiner Familie in die Arche! Du bist der Einzige unter den Menschen, der vor mir als gerecht bestehen kann. 2 Nimm von allen reinen Tieren je sieben Paare mit, aber von den unreinen Tieren nur jeweils ein M nnchen und ein Weibchen. 3Auch von den verschiedenen V geln nimm je sieben Paare mit. Ich m chte, dass jede Art erhalten bleibt und sich wieder auf der Erde fortpflanzen kann. 4 Noch sieben Tage, dann werde ich es vierzig Tage und N chte lang ununterbrochen regnen lassen. Alles Leben auf der Erde, das ich geschaffen habe, wird dann ausgel scht.« 5 Noach machte alles genau so, wie der HERR es befohlen hatte. 6 Er war

7

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


1 M O S E / G E N E S I S 7. 8 damals 600 Jahre alt, als die große Flut ber die Erde hereinbrach. Die Sintflut kommt auf die Erde 7 Noach ging also mit seiner Frau, sei-

nen S hnen und seinen Schwiegert chtern in die Arche. 8 Von allen reinen und unreinen Landtieren sowie von allen V geln und den am Boden kriechenden Tieren 9 ließ er je ein Paar mit sich in die Arche gehen, ein M nnchen und ein Weibchen, wie Gott es befohlen hatte. 10 Sieben Tage sp ter kam die große Flut ber die Erde. 11 Im 600. Lebensjahr Noachs, am 17. Tag des 2. Monats, ffneten sich die Schleusen des Himmels und die Quellen der Tiefe brachen von unten aus der Erde hervor. 12 Vierzig Tage und vierzig N chte lang regnete es von da an in Str men auf die Erde. 13An jenem Tag ging Noach mit seiner Frau, mit seinen S hnen Sem, Ham und Jafet und mit den Frauen seiner S hne in die Arche, 14 dazu je ein Paar von allen Tierarten: den wilden und den zahmen Tieren, den Tieren, die am Boden kriechen, und allen gefl gelten Tieren. 15 Von allen Tierarten, allem, was auf der Erde lebt, gingen je zwei zu Noach in die Arche, 16 immer ein M nnchen und ein Weibchen, so wie Gott es befohlen hatte. Und der HERR schloss hinter Noach die T r zu. 17 Vierzig Tage lang regnete es ununterbrochen. Das Wasser stieg an und hob die Arche vom Boden ab. 18 Es stieg immer weiter, und die Arche schwamm jetzt frei auf dem Wasser. 19 Es stieg h her und h her, und schließlich waren auf der Erde sogar die Berge bedeckt; 20 das Wasser stand sieben Meter ber den h chsten Gipfeln.

11

21 Da

starb alles, was auf der Erde lebte und sich regte: V gel, zahme und wilde Tiere, all die kleinen Tiere, von denen es auf der Erde wimmelte, und alle Menschen. 22Alles, was Lebensgeist in sich trug und auf dem Land lebte, fand den Tod. 23 So vernichtete der HERR alles Leben auf der Erde, vom Menschen bis zum kriechenden Getier, vom Vieh bis zu den V geln. Nur Noach und alle, die bei ihm in der Arche waren, blieben brig. Gott denkt an die berlebenden in der Arche 24 Hundertf nfzig Tage lang war das Wasser auf der Erde gestiegen. 1 Da dachte Gott an Noach und an all die Tiere, die bei ihm in der Arche waren. Er ließ einen Wind ber die Erde wehen, sodass das Wasser fiel. 2 Er ließ die Quellen der Tiefe versiegen und schloss die Schleusen des Himmels, sodass es zu regnen aufh rte. 3 So fiel das Wasser nach hundertf nfzig Tagen. 4Am 17. Tag des 7. Monats setzte die Arche auf einem Gipfel des Araratgebirges auf. 5 Das Wasser fiel st ndig weiter, bis am 1. Tag des 10. Monats die Berggipfel sichtbar wurden. 6 Nach vierzig Tagen ffnete Noach die Dachluke, die er gemacht hatte, 7 und ließ einen Raben hinaus. Der flog so lange hin und her, bis die Erde trocken war. 8 Noach ließ auch eine Taube fliegen, um zu erfahren, ob das Wasser von der Erde abgeflossen war. 9 Sie fand aber keine Stelle, wo sie sich niederlassen konnte; denn die ganze Erde war noch von Wasser bedeckt. Deshalb kehrte sie zur Arche zur ck.

8

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/altes testament/01mose.3d***10.6.2005***6:51:17 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


TOBIT 1

1

DAS NEUE TESTAMENT

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/00titel.3d***10.6.2005***10:33:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


2

TOBIT 1

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/00titel.3d***10.6.2005***10:33:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


M AT T H U S 1

3

DIE GUTE NACHRICHT NACH MATTH US (Matth us-Evangelium)

Inhalts bersicht Herkunft, Geburt und Vorgeschichte des Auftretens von Jesus Kap 1--- 4 Jesus lehrt: Die Bergpredigt 5---7 Jesus vollbringt Wunder 8---9 Die Aussendung der J nger 9---12 Jesus spricht in Gleichnissen 13 Machttaten und Mahnworte 13---16 Jesus auf dem Weg nach Jerusalem 16---20 Auseinandersetzungen in Jerusalem 21---23 Rede ber Endzeit und Weltgericht 24---25 Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus 26---28

HERKUNFT, GEBURT UND VORGESCHICHTE DES AUFTRETENS VON JESUS (1,1--- 4,22) Jesus --- Ziel und Erf llung der Geschichte Israels (Lk 3,23-38)

Dieses Buch berichtet ber die Herkunft und Geschichte von Jesus Christus, dem Nachkommen Davids und Nachkommen Abrahams.

1

2Abraham zeugte Isaak.

/ Isaak zeugte Jakob. / Jakob zeugte Juda und seine Br der. 3Juda zeugte Perez und Serach; die Mutter war Tamar. / Perez zeugte Hezron. / Hezron zeugte Ram. 4 Ram zeugte Amminadab. / Amminadab zeugte Nachschon. / Nachschon zeugte Salmon. 5 Salmon zeugte Boas; die Mutter war Rahab. / Boas zeugte Obed; die Mutter war Rut. / Obed zeugte Isai. 6 Isai zeugte den K nig David. David zeugte Salomo; die Mutter war die Frau Urijas. / Rehabeam zeugte Abija. / Abija zeugte Asa. 8Asa zeugte Joschafat. / Joschafat zeugte Joram. / Joram zeugte Usija. 9 Usija zeugte Jotam. / Jotam zeugte Ahas. / Ahas zeugte Hiskija. 10 Hiskija zeugte Manasse. / Manasse zeugte Amon. / Amon zeugte Joschija. 11Joschija zeugte Jojachin und seine Br der. Das war zu der Zeit, als die Bev lkerung von Jerusalem und Juda nach Babylonien in die Verbannung weggef hrt wurde. 7 Salomo zeugte Rehabeam.

12 Nach der Wegf hrung zeugte

Jojachin Schealti l. / Schealti l zeugte Serubbabel.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


4

M AT T H U S 1.2

13 Serubbabel zeugte Abihud.

/ Abihud zeugte Eljakim. / Eljakim zeugte Azor. 14Azor zeugte Zadok. / Zadok zeugte Achim. / Achim zeugte Eliud. 15 Eliud zeugte Eleasar. / Eleasar zeugte Mattan. / Mattan zeugte Jakob. 16Jakob zeugte Josef, den Mann von Maria. / Sie wurde die Mutter von Jesus, der Christus genannt wird. 17 Zusammengerechnet

sind es vierzehn Generationen von Abraham bis David, vierzehn weitere von David bis zur Wegf hrung nach Babylonien und noch einmal vierzehn von dieser Zeit bis zu Christus. Jesus --- Gottessohn und Davidssohn

18 Mit der Zeugung von Jesus Christus

verhielt es sich so: Seine Mutter Maria war mit Josef schon rechtsg ltig verheiratet, aber sie hatten die Ehe noch nicht vollzogen. Da stellte sich heraus, dass Maria ein Kind erwartete --durch die Wirkung des Heiligen Geistes. 19Josef, ihr Mann, war großm tig und wollte sie nicht vor Gericht bringen. Deshalb hatte er vor, sich stillschweigend von ihr zu trennen. 20 W hrend er noch hin und her berlegte, erschien ihm im Traum der Engel des Herrn und sagte zu ihm: »Josef, du Nachkomme Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen!DenndasKind,dassieerwartet, kommt vom Geist Gottes. 21 Sie wird einen Sohn zur Welt bringen; den sollst du Jesus nennen. Denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.« 22 Dies alles geschah, damit in Erf llung ging, was der Herr durch den Propheten angek ndigt hatte: 23 »Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den werden sie Immanu l nennen.« Der Name bedeutet: »Gott steht uns bei«.

24Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Er hatte aber keinen ehelichen Verkehr mit ihr, bis sie ihren Sohn geboren hatte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Jesus --- von den V lkern erwartet und als K nig begr ßt Jesus wurde in Betlehem in Jud a geboren, zur Zeit, als K nig Herodes das Land regierte. Bald nach seiner Geburt kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem 2 und fragten: »Wo finden wir den neugeborenen K nig der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um uns vor ihm niederzuwerfen.« 3Als K nig Herodes das h rte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. 4 Er ließ alle f hrenden Priester und Gesetzeslehrer im Volk Gottes zu sich kommen und fragte sie: »Wo soll der versprochene Retter geboren werden?« 5 Sie antworteten: »In Betlehem in Jud a. Denn so hat der Prophet geschrieben: 6 ›Du Betlehem im Land Juda! Du bist keineswegs die unbedeutendste unter den f hrenden St dten in Juda, denn aus dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk Israel sch tzen und leiten soll.‹« 7 Daraufhin rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und fragte sie aus, wann sie den Stern zum ersten Mal gesehen h tten. 8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: »Geht und erkundigt euch genau nach dem Kind, und wenn ihr es gefunden habt, gebt mir Nachricht! Dann will ich auch hingehen und mich vor ihm niederwerfen.« 9 Nachdem sie vom K nig diesen

2

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


M AT T H U S 2.3 Bescheid erhalten hatten, machten sich die Sterndeuter auf den Weg. Und der Stern, den sie schon bei seinem Aufgehen beobachtet hatten, ging ihnen voraus. Genau ber der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen. 10Als sie den Stern sahen, kam eine große Freude ber sie. 11 Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm zu Boden und ehrten es als K nig. Dann holten sie die Sch tze hervor, die sie mitgebracht hatten, und legten sie vor ihm nieder: Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 In einem Traum befahl ihnen Gott, nicht wieder zu Herodes zu gehen. So zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land zur ck. Jesus --- wie einst das Volk Israel Fl chtling in gypten 13 Nachdem die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum der Engel des Herrn und sagte: »Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach gypten! Bleib dort, bis ich dir sage, dass du wieder zur ckkommen kannst. Herodes wird n mlich das Kind suchen, weil er es umbringen will.« 14 Da stand Josef auf, mitten in der Nacht, nahm das Kind und seine Mutter und floh mit ihnen nach gypten. 15 Dort lebten sie bis zum Tod von Herodes. So sollte in Erf llung gehen, was der Herr durch den Propheten angek ndigt hatte: »Aus gypten habe ich meinen Sohn gerufen.« Jesus --- wie Mose dem Kindermord entkommen 16Als Herodes merkte, dass die Sterndeuter ihn hintergangen hatten, wurde er sehr zornig. Er befahl, in

5

Betlehem und Umgebung alle kleinen Jungen bis zu zwei Jahren zu t ten. Das entsprach der Zeitspanne, die er aus den Angaben der Sterndeuter entnommen hatte. 17 So sollte in Erf llung gehen, was Gott durch den Propheten Jeremia angek ndigt hatte: 18 »In Rama h rt man Klagerufe und bitteres Weinen: Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht tr sten lassen; denn sie sind nicht mehr da.« Jesus --- der Nazor er Herodes gestorben war, erschien dem Josef in gypten der Engel des Herrn im Traum 20 und sagte: »Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und kehre in das Land Israel zur ck; denn alle, die das Kind umbringen wollten, sind gestorben.« 21 Da stand Josef auf, nahm das Kind und seine Mutter und kehrte nach Israel zur ck. 22 Unterwegs erfuhr Josef, dass in Jud a Archelaus als Nachfolger seines Vaters Herodes K nig geworden war. Da bekam er Angst, dorthin zu ziehen. Im Traum erhielt er eine neue Weisung und zog daraufhin nach Galil a. 23 Er kam in die Stadt Nazaret und ließ sich dort nieder. So sollte in Erf llung gehen, was Gott durch die Propheten angek ndigt hatte: Der versprochene Retter wird Nazor er genannt werden. 19Als

Johannes der T ufer tritt auf (Mk 1,2-6; Lk 3,1-6; Joh 1,19-23)

Damals trat der T ufer Johannes in der W ste von Jud a auf und verk ndete: 2 » ndert euer Leben! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!« 3 Diesen Johannes hatte Gott schon durch den Propheten Jesaja angek n-

3

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


6

M AT T H U S 3.4

digt, der gesagt hat: »In der W ste ruft einer: ›Macht den Weg bereit, auf dem der Herr kommt! Ebnet ihm die Straßen!‹« 4Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und um die H ften einen Ledergurt. Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken und Honig von wilden Bienen. 5 Die Leute aus Jerusalem, aus ganz Jud a und der ganzen Jordangegend kamen zu ihm, 6 bekannten ffentlich ihre S nden und ließen sich von ihm im Jordan taufen. Der T ufer fordert zur Umkehr auf (Lk 3,7-9) 7Auch

viele Pharis er und Sadduz er kamen, um sich von Johannes taufen zu lassen. Zu ihnen sagte er: »Ihr Schlangenbrut, wer hat euch gesagt, dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht? 8 Zeigt durch euer Leben, dass ihr euch wirklich ndern wollt! 9 Ihr bildet euch ein, dass euch nichts geschehen kann, weil Abraham euer Stammvater ist. Aber das sage ich euch: Gott kann Abraham aus diesen Steinen hier neue Nachkommen schaffen! 10 Die Axt ist schon angelegt, um die B ume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Fr chte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.« Der T ufer weist auf Christus hin (Mk 1,7-8; Lk 3,15-18; Joh 1,24-28) 11Johannes

sagte auch: »Ich taufe euch mit Wasser, damit ihr euer Leben ndert. Aber der, der nach mir kommt, ist m chtiger als ich. Ich bin nicht einmal gut genug, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit dem Feuer des Gerichts taufen.

12 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand. Er wird die Spreu vom Weizen scheiden und seinen Weizen in die Scheune bringen. Die Spreu wird er in einem Feuer verbrennen, das nie mehr ausgeht.«

Jesus l sst sich von Johannes taufen (Mk 1,9-11; Lk 3,21-22; Joh 1,32-34) 13 Um

diese Zeit kam Jesus von Galil a her an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. 14Johannes versuchte, ihn davon abzubringen, und sagte: »Ich m sste von dir getauft werden und du kommst zu mir?« 15Aber Jesus antwortete: »Z gere nicht, mich zu taufen! Das ist es, was wir jetzt tun m ssen. So er ffnen wir den Weg, auf dem der Wille Gottes ohne Abstriche erf llt wird.« Da gab Johannes nach. 16 Sobald Jesus getauft war, stieg er aus dem Wasser. Da ffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. 17 Und eine Stimme aus dem Himmel sagte: »Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erw hlt.« Jesus wird auf die Probe gestellt (Mk 1,12-13; Lk 4,1-13)

Danach f hrte der Geist Gottes Jesus in die W ste, wo er vom Teufel auf die Probe gestellt werden sollte. 2 Nachdem er vierzig Tage und N chte gefastet hatte, war er hungrig. 3 Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl doch, dass die Steine hier zu Brot werden!« 4Jesus antwortete: »In den Heiligen Schriften steht: ›Der Mensch lebt nicht nur von Brot; er lebt von jedem Wort, das Gott spricht.‹«

4

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


7

M AT T H U S 4 5 Darauf f hrte der Teufel ihn in die

Heilige Stadt, stellte ihn auf den h chsten Punkt des Tempels 6 und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann spring doch hinunter; denn in den Heiligen Schriften steht: ›Deinetwegen wird Gott seine Engel schicken und sie werden dich auf H nden tragen, damit du dich an keinem Stein st ßt.‹« 7Jesus antwortete: »In den Heiligen Schriften heißt es auch: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern.‹« 8 Zuletzt f hrte der Teufel Jesus auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt in ihrer Gr ße und Pracht 9 und sagte: »Dies alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.« 10 Da sagte Jesus: »Weg mit dir, Satan! In den Heiligen Schriften heißt es: ›Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst.‹« 11 Darauf ließ der Teufel von Jesus ab, und Engel kamen und versorgten ihn. Jesus beginnt sein Wirken in Galil a (Mk 1,14-15; Lk 4,14-15) 12Als Jesus h rte, dass man Johannes

ins Gef ngnis geworfen hatte, zog er sich nach Galil a zur ck. 13 Er blieb aber nicht in Nazaret, sondern nahm seinen Wohnsitz in Kafarnaum, einer Stadt am See Gennesaret, im Gebiet der St mme Sebulon und Naftali. 14 Das geschah, damit in Erf llung ging, was Gott durch den Propheten Jesaja angek ndigt hatte: 15 »Du Land von Sebulon und Naftali, am See gelegen und jenseits des Jordans, Galil a der gottfernen V lker! 16 Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht. Und f r alle, die im

finsteren Land des Todes wohnen, leuchtet ein Licht auf!« 17 Von da an verk ndete Jesus seine Botschaft: » ndert euer Leben! Gott wird jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!« Jesus beruft vier Fischer zu J ngern (Mk 1,16-20; Lk 5,1-11) 18Als

Jesus am See von Galil a entlangging, sah er zwei Br der: Simon --bekannt unter dem Namen Petrus --und Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz aus, denn sie waren Fischer. 19Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir! Ich mache euch zu Menschenfischern.« 20 Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. 21Als Jesus von dort weiterging, sah er zwei andere Br der: Jakobus, den Sohn von Zebed us, und seinen Bruder Johannes. Sie waren mit ihrem Vater im Boot und richteten die Netze her. Jesus rief sie, 22 und sofort verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm. JESUS LEHRT: DIE BERGPREDIGT (4,23---7,29) Jesus lehrt und heilt, um ihn sammelt sich das Volk (Mk 3,7-12; Lk 6,17-19) 23Jesus

zog durch ganz Galil a. Er lehrte in den Synagogen und verk ndete die Gute Nachricht, dass Gott jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden wird. Er heilte alle Krankheiten und Leiden im Volk. 24 Die Kunde von ihm verbreitete sich sogar in ganz Syrien. Die Leute brachten alle zu Jesus, die an irgendwelchen Krankheiten oder Beschwerden litten, auch Beses-

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


8

M AT T H U S 4.5

sene, Epileptiker und Gel hmte, und er machte sie gesund. 25 Große Menschenmengen aus Galil a, aus dem Gebiet der Zehn St dte, aus Jerusalem und Jud a und von der anderen Seite des Jordans zogen mit ihm. Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einen Berg und setzte sich. Seine J nger traten zu ihm. 2a Dann begann er zu reden und lehrte sie, was Gott jetzt von seinem Volk verlangt.

5

Wer sich freuen darf ... (Die Seligpreisungen) (Lk 6,20-23)

9 Freuen d rfen sich alle,

/ die Frieden stiften --- / Gott wird sie als seine S hne und T chter annehmen.

10 Freuen d rfen sich alle,

/ die verfolgt werden, weil sie tun, was Gott will --- / mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.

11 Freuen

d rft ihr euch, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir geh rt. 12 Freut euch und jubelt, denn bei Gott erwartet euch reicher Lohn. So haben sie die Propheten vor euch auch schon behandelt.« Die Aufgabe der J nger

2b Er sagte: 3 »Freuen d rfen sich alle,

/ die nur noch von Gott etwas erwarten --- / mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.

4 Freuen d rfen sich alle,

/ die unter dieser heillosen Welt leiden --- / Gott wird ihrem Leid ein Ende machen.

5 Freuen d rfen sich alle,

/ die unterdr ckt sind und auf Gewalt verzichten --- / Gott wird ihnen die Erde zum Besitz geben.

6 Freuen d rfen sich alle,

/ die danach hungern und d rsten, / dass sich auf der Erde Gottes gerechter Wille durchsetzt --- / Gott wird ihren Hunger stillen.

7 Freuen d rfen sich alle,

/ die barmherzig sind --- / Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein.

8 Freuen d rfen sich alle,

/ die im Herzen rein sind --- / sie werden Gott sehen.

(Lk 14,34-35; 11,33) 13 »Ihr

seid das Salz f r die Welt. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wodurch kann es sie wiederbekommen? Es ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Es wird weggeworfen und die Menschen zertreten es. 14 Ihr seid das Licht f r die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. 15Auch z ndet niemand eine Lampe an, um sie dann unter einen Topf zu stellen. Im Gegenteil, man stellt sie auf den Lampenst nder, damit sie allen im Haus Licht gibt. 16 Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.« Den Willen Gottes im Gesetz ganz ernst nehmen ... (Lk 16,17) 17 »Denkt

nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Weisungen der Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen, sondern um sie

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


9

M AT T H U S 5 zu erf llen und ihnen volle Geltung zu verschaffen. 18 Ich versichere euch: Solange Himmel und Erde bestehen, wird kein i-Punkt und kein Komma im Gesetz gestrichen. Das ganze Gesetz muss erf llt werden. 19 Wer also ein noch so unbedeutendes Gebot f r ung ltig erkl rt und die Menschen in diesem Sinne lehrt, wird in der neuen Welt Gottes den letzten Platz einnehmen. Wer es aber befolgt und andere dazu anh lt, wird in der neuen Welt Gottes hoch geachtet sein. 20 Ich sage euch: Ihr werdet niemals in Gottes neue Welt kommen, wenn ihr seinen Willen nicht besser erf llt als die Gesetzeslehrer und Pharis er.« ... beim Gebot, nicht zu morden wisst, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist: ›Du sollst nicht morden! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden.‹ 22 Ich aber sage euch: Schon wer auf seinen Bruder oder seine Schwester zornig ist, geh rt vor Gericht. Wer zu seinem Bruder oder seiner Schwester sagt: ›Du Idiot‹, geh rt vor das oberste Gericht. Und wer zu seinem Bruder oder seiner Schwester sagt: ›Geh zum Teufel‹, geh rt ins Feuer der H lle. 23 Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort f llt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, 24 dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und s hne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer. 25 Einige dich mit deinem Gl ubiger rechtzeitig, solange du noch mit ihm auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird er dich dem Richter aus21 »Ihr

liefern und der wird dich dem Gerichtsdiener bergeben, damit er dich ins Gef ngnis steckt. 26 Ich versichere dir: Dort kommst du erst wieder heraus, wenn du deine Schuld bis auf den letzten Pfennig bezahlt hast.« ... beim Gebot, die Ehe nicht zu brechen (Lk 16,18) 27 »Ihr wisst, dass

es heißt: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹ 28 Ich aber sage euch: Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht, hat in seinem Herzen schon die Ehe mit ihr gebrochen. 29 Wenn dich dein rechtes Auge zur S nde verf hrt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser f r dich, du verlierst eines deiner Glieder, als dass du ganz in die H lle geworfen wirst. 30 Und wenn dich deine rechte Hand zur S nde verf hrt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser f r dich, du verlierst eines deiner Glieder, als dass du ganz in die H lle kommst. 31 Bisher hieß es: ›Wer sich von seiner Frau trennen will, muss ihr eine Scheidungsurkunde ausstellen.‹ 32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt, außer sie hat ihrerseits die Ehe gebrochen, der treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine Geschiedene heiratet, wird zum Ehebrecher.« ... beim Gebot, keinen Meineid zu schw ren wisst auch, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist: ›Ihr sollt keinen Meineid schw ren und sollt halten, was ihr Gott mit einem Eid versprochen habt.‹ 34 Ich aber sage euch: Ihr sollt berhaupt nicht schw ren! Nehmt 33 »Ihr

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


10

M AT T H U S 5.6

weder den Himmel zum Zeugen, denn er ist Gottes Thron, 35 noch die Erde, denn sie ist sein Fußschemel, und auch nicht Jerusalem, denn es ist die Stadt des himmlischen K nigs. 36 Nicht einmal mit eurem eigenen Kopf sollt ihr euch f r etwas verb rgen; denn es steht nicht in eurer Macht, dass auch nur ein einziges Haar darauf schwarz oder weiß w chst. 37 Sagt einfach Ja oder Nein; jedes weitere Wort stammt vom Teufel.«

er l sst es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten. 46 Wie k nnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch ebenfalls lieben? Das tun auch die Betr ger! 47 Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euresgleichen freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen! 48 Nein, wie die Liebe eures Vaters im Himmel, so soll auch eure Liebe sein: vollkommen und ungeteilt.«

... beim Gebot, nur maßvoll zu vergelten

Falsche und wahre Fr mmigkeit ... »H tet euch, eure Fr mmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen! Denn dann habt ihr keinen Lohn mehr von eurem Vater im Himmel zu erwarten.«

(Lk 6,29-30) 38 »Ihr wisst,

dass es heißt: ›Auge um Auge, Zahn um Zahn.‹ 39 Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand B ses tut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schl gt, dann halte auch die linke hin. 40 Wenn jemand mit dir um dein Hemd prozessieren will, dann gib ihm den Mantel dazu. 41 Und wenn jemand dich zwingt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh mit ihm zwei. 42 Wenn jemand dich um etwas bittet, gib es ihm; wenn jemand etwas von dir borgen m chte, sag nicht nein.« ... beim Gebot, den Mitmenschen zu lieben (Lk 6,27-28.32-36)

wisst, dass es heißt: ›Liebe deinen Mitmenschen; hasse deinen Feind.‹ 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet f r alle, die euch verfolgen. 45 So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er l sst seine Sonne scheinen auf b se Menschen wie auf gute, und

6

... beim Spenden f r Bed rftige du also einem Bed rftigen etwas spendest, dann h ng es nicht an die große Glocke! Benimm dich nicht wie die Scheinheiligen in den Synagogen und auf den Straßen. Sie wollen nur von den Menschen geehrt werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert. 3 Wenn du also etwas spendest, dann tu es so unauff llig, dass deine linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. 4 Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich daf r belohnen.« 2 »Wenn

... beim Beten

43 »Ihr

(Lk 11,2-4; Mk 11,25-26) 5 »Wenn

ihr betet, dann tut es nicht wie die Scheinheiligen! Sie beten gern ffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, damit sie von allen gesehen werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


11

M AT T H U S 6 6 Wenn du beten willst, dann geh in

dein Zimmer, schlieĂ&#x; die T r zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich daf r belohnen. 7 Wenn ihr betet, dann leiert nicht Gebetsworte herunter wie die Heiden. Sie meinen, sie k nnten bei Gott etwas erreichen, wenn sie viele Worte machen. 8 Ihr sollt es anders halten. Euer Vater weiĂ&#x;, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet. 9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel! Mach deinen Namen groĂ&#x; in der Welt. 10 Komm und richte deine Herrschaft auf. Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel. 11 Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen. 12 Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind. 13 Lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden, sondern rette uns aus der Gewalt des B sen. 14 Wenn

ihr den andern vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den andern nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.ÂŤ ... beim Fasten ihr fastet, dann setzt keine Leidensmiene auf wie die Scheinheiligen. Sie machen ein saures Gesicht, damit alle Welt merkt, dass sie fasten. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert.

16 ÂťWenn

17 Wenn

du fasten willst, dann wasche dein Gesicht und k mme dich, 18 damit niemand es merkt als nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich daf r belohnen.ÂŤ Das Verh ltnis zum Besitz (Lk 12,33-34; 11,34-36) 19 ÂťSammelt

keine Sch tze hier auf der Erde! Denn ihr m sst damit rechnen, dass Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen. 20 Sammelt lieber Sch tze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und k nnen auch nicht von Einbrechern gestohlen werden. 21 Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Sch tze habt. 22Aus dem Auge leuchtet das Innere des Menschen: Wenn dein Auge klar blickt, ist deine ganze Erscheinung hell; 23 wenn dein Auge durch Neid oder Habgier getr bt ist, ist deine ganze Erscheinung finster. --Wie groĂ&#x; muss diese Finsternis sein, wenn statt des Lichtes in dir nur Dunkelheit ist!ÂŤ Ungeteilter Dienst (Lk 16,13; 12,22-31) 24 ÂťNiemand

kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen vernachl ssigen und den andern bevorzugen. Er wird dem einen treu sein und den andern hintergehen. Ihr k nnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Geld. 25 Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung!

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/neues testament/01matthaeus.3d***10.6.2005***10:34:13 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


N A C H W O RT

441

NACHWORT

Zum Charakter dieser bersetzung Von einer bersetzung wird erwartet, dass sie die Aussagen ihrer Vorlage unverf lscht, genau und verst ndlich wiedergibt. Bei der Verschiedenheit der Sprachen ist dieses Ziel nicht einfach dadurch zu erreichen, dass die fremdsprachige Vorlage Wort f r Wort in die eigene Sprache umgesetzt wird. Auch die Forderung, einen Begriff der fremden Sprache jeweils mit ein und demselben Begriff der eigenen Sprache wiederzugeben, geht an der Sprachwirklichkeit vorbei. Sowenig der Satzbau in den verschiedenen Sprachen bereinstimmt, sowenig decken sich die oftmals breit gef cherten Bedeutungen eines Begriffs in der einen Sprache v llig mit denen eines entsprechenden Begriffs in der anderen. Wie beim Satzbau, so muss der bersetzer daher auch bei der Wortwahl den Gesetzen der eigenen Sprache Rechnung tragen und aus den m glichen Bedeutungen eines fremdsprachigen Begriffs diejenige zum Ausdruck bringen, die im jeweiligen Zusammenhang des Originals beabsichtigt ist. Das gilt in besonderem Maß f r eine bersetzung, die – soweit irgend m glich – f r Leserinnen und Leser ohne besondere Vorkenntnisse und zus tzliche Erkl rungen verst ndlich sein

m chte. Ihr oberster Grundsatz heißt: Der Sinngehalt des fremdsprachigen Textes muss einen der eigenen Sprache angemessenen Ausdruck finden. Eine sklavische Bindung an formale Eigent mlichkeiten des fremdsprachigen Textes ist hier nicht am Platz (z. B. die Voranstellung der Negation »Nicht sollst du stehlen« in 2Mose/ Exodus 20,15 oder Genitivkonstruktionen wie »Straßen der Rechtheit« statt »sichere Wege« in Psalm 23,3). Die sprachliche Form des Originaltextes muss notfalls preisgegeben werden, damit sein Inhalt in unserer Sprache angemessen und unmittelbar verst ndlichwiedergegebenwerdenkann. Ein solcher bersetzungstyp wird »kommunikativ« genannt, weil er auf Kommunikation angelegt ist, d.h. sich an den Verstehensm glichkeiten einer breitgestreutenZielgruppeorientiert. Eine bersetzung, die nach diesem Grundsatz verf hrt, vereint die selbstverst ndliche Treue zum Original mit dem Bem hen um gr ßtm gliche Verst ndlichkeit. Sie kann genauer als eine »w rtliche« bersetzung angeben, was die Aussage des Textes an einer bestimmten Stelle ist. Sie entfaltet den originalen Sinn einer Aussage und sch pft ihn aus, so gut das beim heutigen Stand unserer Erkenntnis m glich ist; aber sie f gt ihm keine willk rlichen, textfremden Deutungen hinzu.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


442

N A C H W O RT

Ein Beispiel f r die Entfaltung eines Begriffs bietet die Wiedergabe von »Himmelreich« oder »Reich Gottes«. Die w rtliche bersetzung wird heute von den meisten missverstanden – als ginge es um ein Reich, das im Himmel ist; gemeint ist aber in der Bibel: das Herrsein Gottes, der Bereich, in dem dieses Herrsein sich verwirklicht, und alles, was der Mensch aufgrund dieses Herrseins erwarten darf. Je nach dem Textzusammenhang sind deshalb in der vorliegenden Bibel bersetzung verschiedene Entsprechungen gew hlt worden: im Blick auf die Gegenw rtigkeit des Gottesreiches »Gott richtet seine Herrschaft auf«; im Blick auf seine Zukunftsdynamik »Wenn Gott sein Werk vollendet ...«; im Blick auf das Vollendungsziel »Gottes neue Welt«. Es gibt allerdings F lle, in denen die Form des Textes ein wesentliches Moment der Aussage, des Inhalts, darstellt. Das gilt vor allem f r die biblische Bildersprache und die dichterisch geformten St cke des Alten Testaments. Hier gilt es, nicht nur den Inhalt wiederzugeben, sondern zugleich ein passendes Gegenst ck f r die Form zu finden: das entsprechende Bild, den angemessenen Rhythmus. Wo die bersetzung Texte in Versform wiedergibt, ahmt sie nicht einfach die metrische Form des Originals nach, sondern bedient sich entsprechender Formen aus unserem eigenen Kulturkreis, weil unsere Reaktion auf sprachliche Formen durch eben diese Kultur bedingt ist. Aus diesem Grund wurde bei der bersetzung der Prophetenb cher auf die Versform sogar weitgehend verzichtet, obwohl im Original die meisten Prophetenspr che metrisch geformt sind. Im altisraelitischen Kulturkreis

verlieh die poetische Form einer Aussage erh hten Nachdruck, w hrend sie ihr f r unser Sprachgef hl den Charakter des Subjektiven oder gar Erdichteten aufpr gt. Und das w rde dem Anspruch der prophetischen Botschaft genau widersprechen. Die gr ndliche berarbeitung der »Guten Nachricht« 1997 war von der Absicht geleitet, den Textsinn noch genauer und treffender wiederzugeben, aber auch die in Bildwahl und Sprachform der Originaltexte beschlossene Information noch besser zu ber cksichtigen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es macht eben auch einen Unterschied im Informationsgehalt, ob ich in den Prophetenb chern einfach formuliere »Der Herr sagt« oder dem Original entsprechend »Das Wort des Herrn erging« und »So spricht der Herr«. Durchg ngig wurde die straffende Wiedergabe breit und wiederholungsreich formulierter Texte auf ihre Angemessenheit gepr ft und in vielen F llen eine ausf hrlichere Fassung gew hlt. Auch auf zahlreiche Umstellungen in der Informationsabfolge konnte verzichtet werden. Als Nebenergebnis dieser ver nderten bersetzungsstrategie hat sich die Anzahl der in der Z hlung zusammengefassten Verse um mehr als ein Drittel verringert. Ganz bewusst wurde bei der berarbeitung auch wieder die Br cke zu vertrauten Begriffen geschlagen. So werden die Grundw rter der Theologie des Apostels Paulus, Glaube und Gerechtigkeit, jetzt beibehalten und zugleich in entfaltender Wiedergabe verdeutlicht (vgl. R mer 1,16-17; 3,21-31; siehe die Seiten 249 und 252 im Neuen Testament). Nicht zuletzt ist es ein Anliegen der neubearbeiteten »Guten Nachricht«, eine Sprachform zu finden, die Frauen

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


N A C H W O RT nicht diskriminiert oder ausgrenzt. Dabei geht es nicht um die kurzsichtige Anpassung an einen Modetrend, sondern um einen Akt der Gerechtigkeit. Dass die Bibel aus einer patriarchalisch bestimmten Welt kommt, ist eine Tatsache, die sich in Sprache und Inhalt vielf ltig niederschl gt. Die bersetzung darf und will dies in keiner Weise vertuschen. Aber daneben gibt es den oft verkannten Anteil von Frauen an Werden und Geschichte des Volkes Israel, und es gibt un bersehbare Impulse zu einer Neuorientierung im Sinne der Gleichwertigkeit von Mann und Frau im Kreis der Menschen, die sich Jesus anschlossen, sowie in den fr hen christlichen Gemeinden. Diese Impulse sind durch m nnerzentrierte Auslegungs- und bersetzungstraditionen versch ttet worden, wie sich beispielhaft an der Anrede »Br der« in den Paulusbriefen erkennen l sst. In Ankn pfung an diese Impulse sucht die bersetzung eine Sprache zu finden, die M nner und Frauen in gleicher Weise anspricht. Es werden Anst ße aus dem Weg ger umt wie das gedankenlos viel zu h ufig gebrauchte W rtlein »man«; es wird aber zugleich darauf bestanden, dass der nach der grammatischen Form »m nnliche« Plural f r Personengruppen (Griechen, Juden usw.) nach allgemeinem deutschem Sprachgebrauch Frauen prinzipiell einschließt und nicht der disjunktiven Ausfaltung (in »Griechen und Griechinnen« usw.) bedarf. Die Textgrundlage der bersetzung bersetzt wurde aus den hebr ischen, aram ischen und griechischen Grundtexten nach den jeweils neuesten wissenschaftlichen Ausgaben.

443

F r das Alte Testament liegt zugrunde die lteste vollst ndig erhaltene hebr isch-aram ische Handschrift, der Codex Leningradensis aus dem Jahr 1008 n. Chr., der in der Biblia Hebraica Stuttgartensia abgedruckt ist. Er bietet die Textform, die von den j dischen berlieferern, den sog. Masoreten, zwischen 750 und 1000 n. Chr. einheitlich festgelegt worden ist. Da der Zeitpunkt dieser Festlegung von der Abfassungszeit der betreffenden Schriften viele Jahrhunderte entfernt ist, k nnen bermittlungsfehler nicht ausgeschlossen werden. Tats chlich ist es immer wieder m glich, unverst ndliche oder schwer verst ndliche Stellen mit Hilfe lterer Handschriften (z. B. aus Qumran) sowie der alten bersetzungen zu erhellen. Die alten bersetzungen (vor allem die griechische, syrische und altlateinische) k nnen als Zeugen f r einen urspr nglicheren Text herangezogen werden, weil sie zum Teil lange vor der Festlegung des Textes durch die Masoreten angefertigt worden sind, auf der Grundlage von lteren hebr ischen Handschriften, die uns nicht erhalten blieben. Die bersetzung geht jedoch nur in gut begr ndeten F llen vom Text der Masoreten ab. In der Beurteilung der Text berlieferung schließen sich die bersetzer weitgehend dem Urteil einer Gruppe von Fachleuten der alttestamentlichen Wissenschaft an, die im Auftrag des Weltbundes der Bibelgesellschaften Entscheidungshilfen f r Bibel bersetzer erarbeitet haben (Preliminary and Interim Report on the Hebrew Old Testament Text Project, Band 1 bis 5, United Bible Societies, Stuttgart 1976–1980 und Dominique Barth lemy, Critique textuelle de l Ancien Testa-

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


444

N A C H W O RT

ment, Band 1 bis 3 [Orbis Biblicus et Orientalis 50/1 bis 50/3], Fribourg/ Schweiz und G ttingen 1982, 1986, 1992). F r das Neue Testament wurde der griechische Text zugrunde gelegt, wie er in der 27. Auflage des Novum Testamentum Graece von Nestle-Aland und der 4. Auflage des Greek New Testament der United Bible Societies gleichlautend vorliegt. Diese Textfassung wurde von einem internationalen und interkonfessionellen Team von Fachleuten im Auftrag der Bibelgesellschaften erarbeitet. F r die »Sp tschriften des Alten Testaments«, die nicht in allen Ausgaben dieser Bibel bersetzung enthalten sind, wurde die Septuaginta-Ausgabe von Alfred Rahlfs und, soweit sie vorliegt, die große G ttinger SeptuagintaAusgabe zugrunde gelegt. Diese Sp tschriften, die vollst ndig nur in griechischer Sprache berliefert sind, z hlten zur Zeit der Entstehung des Neuen Testaments zu den Heiligen Schriften des Judentums in der griechisch sprechenden Welt und wurden von der Urchristenheit zusammen mit allen Schriften des Alten Testaments als ihre Heilige Schrift bernommen. Am Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. haben die j dischen Schriftgelehrten – auch in Abgrenzung gegen die Christen – den »Kanon« ihrer Heiligen Schriften auf die B cher beschr nkt, die seither als »Hebr ische B cher« (Biblia Hebraica, hebr isches Altes Testament) berliefert werden. Die Kirche hat jedoch die vom Judentum ausgeschiedenen Schriften bis zur Reformationszeit weiterhin ihrer Heiligen Schrift zugez hlt. Erst Martin Luther, der als Erster das Alte Testament aus dem hebr ischen Grundtext ins Deutsche bersetzte,

hat die nur griechisch berlieferten Schriften des Alten Testaments herausgezogen und ihnen einen Platz direkt vor dem Neuen Testament gegeben als Schriften, die nach seiner Auffassung »der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch n tzlich und gut zu lesen sind«. In der katholischen und den orthodoxen Kirchen sind sie bis heute vollwertiger Bestandteil des Alten Testaments. Sie werden auch in evangelischen Kreisen zunehmend beachtet als wichtiges Bindeglied zwischen Altem und Neuem Testament und als Voraussetzung f r ein besseres Verst ndnis der neutestamentlichen Schriften. Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Weltbund der Bibelgesellschaften und dem vatikanischen Sekretariat f r die Einheit der Christen ber die Erarbeitung und Herausgabe interkonfessionellerBibel bersetzungen (1968) werden sie in dieser Bibel bersetzung nach Luthers Vorbild vor dem Neuen Testament eingeordnet. In der katholischen Kirche werden diese Schriften als »Deuterokanonische Schriften«, in den evangelischen Kirchen als »Apokryphen« bezeichnet. F r diese Bibelausgabe wurde aufgrund einer Vereinbarung zwischen den evangelischen und katholischen Bibelgesellschaftenbzw. Bibelwerken des deutschsprachigen Raums die leichter verst ndliche Bezeichnung »Sp tschriften des Alten Testaments« eingef hrt, auch wenn es darunter Schriften gibt, die in etwa gleichzeitig mit den sp testen Teilen des hebr ischen Schriftenkanons entstanden sind. Mit der besonderen Geschichte dieser Sp tschriften h ngt es auch zusammen, dass sie in den verschiede-

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


N A C H W O RT nen Bibelausgaben nach unterschiedlichen Textgrundlagen und mit gelegentlich abweichender Kapitel- und Versz hlung wiedergegeben werden. Insbesondere geht die Fassung Luthers aufgrund einer unzul nglichen Textvorlage eigene Wege. Die Kapitel- und Versz hlung richtet sich in der Gute Nachricht Bibel nach den erw hnten griechischen Textausgaben, bei Abweichungen nach der G ttinger Ausgabe. Die Reihenfolge der betreffenden Schriften orientiert sich in dieser Bibel an der Abfolge der Schriftengruppen im Alten Testament: geschichtliche B cher – B cher in dichterischer Form (speziell Weisheitsschriften) – prophetische B cher. Innerhalb der geschichtlichen B cher wird die historische Abfolge (der dargestellten Ereignisse, nicht der Abfassung) gew hlt. Eine tabellarische bersicht der Abfolge und Z hlung in den verschiedenen deutschen Bibelausgaben findet sich in dem Taschenbuch »Bibelkunde im berblick«, das 1997 bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienen ist. Von manchen Sp tschriften gibt es in der griechischen berlieferung verschiedene Textfassungen. Das Buch Tobit wird in dieser Bibel bersetzung (anders als in den meisten deutschen Bibel bersetzungen bisher) nach der ausf hrlicheren Fassung des Codex Sinaiticus wiedergegeben, die Zus tze zum Buch Daniel nach der Fassung von Theodotion. Vom Buch Sirach sind außer der griechischen Fassung auch hebr ische Fragmente bekannt, die jedoch in der bersetzung nicht ber cksichtigt werden. Diese Entscheidung begr ndet sich darin, dass das griechische Buch Sirach, das allein vollst ndig vorliegt, nicht eine einfache bersetzung, son-

445

dern eine bewusste Bearbeitung darstellt und in dieser Form in die Heilige Schrift der Alten Kirche aufgenommen wurde. Entstehung der bersetzung und an der bersetzung Beteiligte Die bersetzung ist ein Gemeinschaftswerk von Theologen aus der evangelischen und aus der katholischen Kirche sowie aus dem Raum der evangelischen Freikirchen. Sie wurde erarbeitet im Auftrag der Bibelgesellschaften und Bibelwerke aller deutschsprachigenL nder Europas. Nach einer Vorstufe unter dem Titel Gute Nachricht f r Sie – NT 68, die sich stark an der amerikanischen bersetzung Good News for Modern Man (Today s English Version) orientierte, erschien 1971 das Neue Testament Die Gute Nachricht in einer stark berarbeiteten, selbst ndigen Fassung, dann 1977 eine umfangreiche Auswahl aus dem Alten Testament. Die vollst ndige Bibel mit abermals verbessertem Neuem Testament erschien 1982 unter dem Titel Die Bibel in heutigem Deutsch – Die Gute Nachricht des Alten und Neuen Testaments. An diesen Textfassungen waren zahlreiche bersetzer, auch aus der damaligen DDR, beteiligt. Die Endfassung des Textes von 1982 wurde durch einen Redaktionskreis verantwortet, dem als bersetzer Hellmut Haug, Rudolf Kass hlke und Joachim Lange angeh rten, dazu als Vorsitzender Siegfried Meurer (Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart), als bersetzungsberater des Weltbundes der Bibelgesellschaften Jan de Waard, als Vertreter des Bibelwerks in der DDR f r das Alte Testament J rgen Reich und f r das Neue Testament Ekkehard Runge. Die bersetzer wurden

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


446

N A C H W O RT

beraten durch Fachleute der alttestamentlichen Wissenschaft, deren Namen im Nachwort der Ausgabe von 1982 aufgef hrt sind. Die Revision von 1997 lag in den H nden der drei Haupt bersetzer von 1982, dazu trat f r das Alte Testament Rolf Sch fer. Beraten wurden die bersetzer durch Vertreter der Bibelgesellschaften und Bibelwerke sowie durch namhafte Fachleute der Bibelwissenschaft, die kritische Gutachten zu einzelnen B chern beisteuerten: Alfons Deissler (Freiburg), Hubert Frankem lle (Paderborn), Heinz Giesen (Hennef), Walter Groß (T bingen), Klaus Haacker (Wuppertal), Wilhelm Hemecker (Graz), Hans-Joachim Kittel (Erfurt), HansJosef Klauck (W rzburg), Friedrich Lang (T bingen), J rgen Roloff (Erlangen), Rudolf Schnackenburg (W rzburg), Heinz Schwantes (Gera), Harald Schweizer (T bingen), Michael Theobald (T bingen), Erich Zenger (M nster). Die biblischen Vergleichsstellen wurden von Klaus D. Fricke neu durchgepr ft und erg nzt. Neu ins Blickfeld trat bei der Revision von 1997 der Gesichtspunkt einer frauengerechten Wiedergabe. Es ging dabei nicht um ein Zugest ndnis an den »Zeitgeist«, sondern um das berechtigte Anliegen heutiger Frauen, sich durch die Sprachform der bersetzung nicht ausgegrenzt zu sehen; außerdem waren traditionelle Fehl bersetzungen aufgrund der fr her vorherrschenden m nnerzentrier-

ten Sichtweise auf den Pr fstand zu stellen. Um die bersetzer in dieser Frage zu sensibilisieren, wurden im Rahmen der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland sieben Frauengruppen gebildet, die 1988/89 fast den gesamten Text der Bibelausgabe von 1982 durcharbeiteten, Anst ße notierten und Verbesserungsvorschl ge machten. Kritik und Vorschl ge wurden zusammengefasst von der Initiatorin dieser Aktion, Hildburg Wegener, in Band 1 der Reihe »Bibel im Gespr ch«: Die vergessenen Schwestern. Frauengerechte Sprache in der Bibel bersetzung, Stuttgart 1993; dort sind auch die Namen der beteiligten Frauen verzeichnet. W hrend der Revisionsarbeit wurden die bersetzer beraten durch Susanne GillmayrBucher, Monika Fander, Hannelore Jahr, Renate Jost und Beate Stemmer. (Der Niederschlag im Text von 1997 wird er rtert in Band 5 der erw hnten Reihe: Die neue Gute Nachricht Bibel, Stuttgart 1998, S. 41ff., 62 ff.) Die Gedichtfassung des »Weinbergliedes« in Jesaja 5 wurde im Rahmen einer Ausschreibung in der Zeitschrift Bibelreport (1974, Heft 4, Seite 13) von Almuth Mayer geschaffen. An der Erfassung und wiederholten Korrektur der Texte haben mitgewirkt Christine Hertel, Thea Hertlein und Brigitte Reichel; um die Korrektur der Fassung 2000 in neuer Rechtschreibung hat sich insbesondere Claus Keller verdient gemacht.

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/nachwort.3d***10.6.2005***11:6:53 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


447

Z E I T TA F E L

ZEITTAFEL ZUR GESCHICHTE ISRAELS UND ZU DEN ANF NGEN DES CHRISTENTUMS

Israel um 1230 Sesshaftwerden israelitischer St mme im Land Kanaan etwa 1200---1012 Richterzeit bis auf Samuel; Philisterk mpfe 1012---1004 Saul 1004 Schlacht am Gebirge Gilboa 1004 ---998 David K nig in Hebron 997---965 David K nig in Jerusalem 965---926 Salomo 962---955 Tempelbau 926 Teilung des Reiches

Juda 926---910 Rehabeam 910---908 Abija 908--- 868 Asa

Israels Fr hzeit Assyrien/Tyrus 1274---1244 Salmanassar I.

gypten 1290---1224 Ramses II. 1224---1204 Merenptah

1115---1077 TiglatPileser I.

973---942 Hiram v. Tyrus 966---935 TiglatPileser II.

946---925 Schoschenk I. (Schischak)

932---910 Assurdan II.

Das geteilte Reich Israel 926---907 Jerobeam I. 907---906 Nadab 906--- 883 Bascha 883--- 882 Ela

Umwelt 922 Pal stinischer Feldzug Schischaks von gypten

Y:/ftb01/version8/bibel/senfkorn/umbruch/anhang/zeittafel.3d***10.6.2005***11:7:45 Format: A4 596 x 842 pts Original: 294.803 x 399.685 pts *setpagedevice*


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
081697 by Fontis-Shop - Issuu