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BasisBibel Das Neue Testament


BasisBibel Das Neue Testament


www.basisbibel.de

BasisBibel. Das Neue Testament Copyright © 2010 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Blau Petrol Hellgrün Lila Orange

ISBN 978-3-438-00965-4 ISBN 978-3-438-00966-1 ISBN 978-3-438-00967-8 ISBN 978-3-438-00968-5 ISBN 978-3-438-00969-2

Umschlaggestaltung und Konzeption: gobasil GmbH, Hamburg Satz: Buttgereit und Heidenreich GmbH, Haltern am See Gesamtherstellung: CPI – Clausen & Bosse, Leck

Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany


Inhalt

Die Evangelien

9 155 247 407

Die Gute Nachricht nach Matthäus Die Gute Nachricht nach Markus Die Gute Nachricht nach Lukas Die Gute Nachricht nach Johannes

531 Die Geschichte der Apostel Die Briefe von Paulus

679 745 809 851 875 899 917 933 949 959 979 991 999

Der Brief an die Römer Der erste Brief an die Korinther Der zweite Brief an die Korinther Der Brief an die Galater Der Brief an die Epheser Der Brief an die Philipper Der Brief an die Kolosser Der erste Brief an die Thessalonicher Der zweite Brief an die Thessalonicher Der erste Brief an Timotheus Der zweite Brief an Timotheus Der Brief an Titus Der Brief an Philemon

Die übrigen Briefe

1005 1051 1069 1087 1101 1121 1127 1131

Der Brief an die Hebräer Der Brief von Jakobus Der erste Brief von Petrus Der zweite Brief von Petrus Der erste Brief von Johannes Der zweite Brief von Johannes Der dritte Brief von Johannes Der Brief von Judas

1139 Die Offenbarung an Johannes 1209 Landkarten 1213 Nachwort


Einführung: Die Evangelien

D

as Wort »Evangelium« kommt aus dem Griechi­ schen und bedeutet »Gute Nachricht«. Gemeint ist die Gute Nachricht, dass in Jesus Christus der Sohn Gottes in die Welt gekommen ist. Er ist am Kreuz gestorben und vom Tod auferstanden. Er hat seinen Anhängern den Auftrag gegeben, die Gute Nachricht allen Menschen weiterzusagen.

Wahrscheinlich war es Markus, der als Erster seinen Bericht über das Leben von Jesus als »Evangelium« = »Gute Nachricht« bezeichnet hat (Markus 1,1). Diese Bezeichnung wurde dann auch für die Berichte von Matthäus, Lukas und Johannes übernommen. Jedes der vier Evangelien stellt das Leben, die Worte und die Taten von Jesus aus einem anderen Blickwinkel dar. Allen gemeinsam ist aber, dass sie ihre Leserinnen und Leser zum Glauben an Jesus Chris­ tus führen wollen. So gesehen handelt es sich immer um die eine Gute Nachricht, die in unterschiedlicher Weise erzählt wird. Dass sie uns in vierfacher Weise vorliegt, macht den Reichtum der Bibel aus. Vergleicht man die vier Evangelien miteinander, erkennt man sehr schnell, dass Matthäus, Markus und Lukas an vielen Stellen bis in den Wortlaut und die Reihenfolge der Darstellung übereinstimmen. Aufgrund dieser Ähnlichkeit nehmen die meisten Forscher heute an, dass Markus mit seinem Evangelium die Grundlage für die Evangelien von Matthäus und Lukas bildete. Über Markus hinaus haben Matthäus und Lukas einige Teile gemeinsam. Dabei handelt es sich vor allem um Reden von Jesus wie die Bergpredigt (Matthäus 5–7) und die Feldrede (Lukas 6,20-49). Das veranlasst viele Forscher zu der Annahme einer gemeinsamen zweiten Quelle, die meist als »Spruch-« basisbibel.de/nt_7


Einführung: Die Evangelien

oder (mit dem griechischen Begriff) »Logienquelle« bezeichnet wird. Schließlich hatte sowohl Matthäus als auch Lukas ­offenkundig Zugang zu weiteren Überlieferungen von Worten und Taten von Jesus, die in ihr Evange­ lium Eingang gefunden haben. Das Johannesevangelium, das eigene Wege geht und dessen theologischer Charakter sich deutlich von den drei anderen Evangelien abhebt, ist vermutlich erst nach den drei ersten Evangelien entstanden.

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Einführung: Matthäus

D

ie Geschichte von Jesus Christus umspannt für Matthäus einen weiten Bogen. Er beginnt mit Abraham, dem Stammvater des Volkes Israel (1,2) und endet mit dem A ­ uftrag an die Jünger, den Menschen in der ganzen Welt von Jesus zu erzählen (28,19). Die Verbindung zu Abraham macht deut­lich: Jesus ist der Retter, auf den das Volk Israel gewartet hat und der von den Propheten des Alten Testaments angekündigt wurde. Der Auftrag zur weltweiten Mission am Schluss unterstreicht, dass die neue Gemeinschaft von Menschen, die an Jesus glauben, weit über die Grenzen des Volkes Israel hinausgeht. Allen Völkern soll die Gute Nachricht (Griechisch = Evangelium) verkündet werden: Jesus ist der Retter der Welt. Ein besonderes Merkmal des Berichts von Matthäus ist es, dass er die Worte von Jesus in fünf großen Reden zusammengestellt hat: die Bergpredigt (5−7), der Auftrag an die Apostel (9,35−11,1), die Gleichnisse (13,1-53), Anweisungen für die Gemeinschaft der Jünger (18) und die Rede über Endzeit und Weltgericht (24−25). Jesus verkündet den Menschen, was der wirkliche Wille Gottes ist, und erweist sich so als der Lehrer, den Gott mit besonderer Vollmacht ausgestattet hat. Matthäus war nicht der erste, der einen Gesamtbericht über das Leben und Wirken von Jesus gab. Wahr­schein­lich konnte er auf den älteren Bericht von Markus zurückgreifen, denn beide Darstellungen haben viele Gemeinsamkeiten. Daneben standen Matthäus vermutlich eine weitere schriftliche Quelle und verschiedene mündliche Überlieferungen und Samm­lungen zur Verfügung, die in den frühen christlichen Gemeinden im Umlauf waren.

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Einführung: Matthäus

Wer Matthäus war, wissen wir nicht. Er nennt an keiner Stelle seinen Namen und hinterlässt in seinem Bericht keine Spur von sich und seiner Person. Es wird angenommen, dass er zu einer Gemeinde gehörte, die aus dem Judentum hervorgegangen war. Viele Forscher gehen davon aus, dass der Bericht von Matthäus um 80 n. Chr. entstanden ist. Es ist ursprünglich in Griechisch abgefasst, der Sprache, die in der antiken Welt so weit verbreitet war wie Englisch in unserer Zeit. Seit dem 2. Jahrhundert schreibt man das Werk dem Zöllner Matthäus zu, der zu den zwölf Aposteln gehörte (10,3). Seine Berufung wird in Kapitel 9,9 beschrieben. In der entsprechenden Darstellung bei Markus (2,2) lautet der Name allerdings Levi.

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–Ursprung:

und ein Sohn Abrahams war.

Griechisch »Genesis«; Vers 1 bezieht sich – in Anspielung auf das erste Buch Mose, das den Titel »Genesis« trägt – zunächst auf den Abschnitt 1,2-25. Er dient aber zugleich auch als Überschrift für das ganze Buch.

2 Abraham war der Vater von Isaak,

–Christus:

Die Vorgeschichte des Auftretens von Jesus Der Stammbaum von Jesus

1 Das Buch vom Ursprung 1 und der Geschichte von Jesus Christus, der ein Sohn Davids

Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern. 3 Juda war der Vater von Perez und Serach – ihre Mutter war Tamar –, Perez von Hezron, Hezron von Ram. 4 Ram war der Vater von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. 5 Salmon war der Vater von Boas – seine Mutter war Rahab –, Boas war der Vater von Obed – seine Mutter war Rut –, Obed von Isai. 6 Isai von David, dem König. David war der Vater von Salomo – seine Mutter war die Frau von Urija –, 7 Salomo von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, 8 Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija,

Wörtlich »der Gesalbte«. Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes ein­gesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Men­schen.

–Sohn: Der

Be­griff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.

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MATTHÄUS

Die Gute Nachricht nach Matthäus


Matthäus 1

–Babylonische Gefangenschaft:

Meint die Zeit zwischen 587 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel in Babylonien im Exil leben musste.

–Christus:

Wörtlich »der Gesalbte«. Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes ein­gesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Men­schen.

9 Usija von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, 10 Hiskija von Manasse, Manasse von Amon, Amon von Joschija. 11 Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern. Da kam die Wegführung in die Babylonische Gefangenschaft. 12 Die Wegführung in die Babylonische

–Geburt: griechisch »Genesis«. Hier steht im Griechischen in Anlehnung an das erste Buch der Bibel (1 Mose bzw. Genesis) derselbe Begriff wie schon in Vers 1.

Gefangenschaft war vorüber. Jojachin war der Vater von Schealtiël, Schealtiël von Serubbabel, 13 Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor, 14 Azor von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, 15 Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob, 16 Jakob von Josef. Josef war der Mann von Maria. Maria war die Mutter von Jesus, der Christus genannt wird.

–aus: Die unge-

17Alle Generationen zusammen sind:

wöhnliche Formulierung weist auf die besonderen Umstände des SchwangerWerdens hin.

–Heiliger Geist:

Geist Gottes, der im Menschen wohnt und wirkt. basisbibel.de/nt_12

von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Babylonischen Gefangenschaft vierzehn Generationen, von der Babylonischen Gefangenschaft bis zu Christus vierzehn Generationen.


Matthäus 1

Jesus ist Gottes Sohn

18 Zur Geburt von Jesus Christus kam es so:

Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Sie hatten noch nicht miteinander geschlafen. Da stellte sich heraus, dass Maria schwanger war – aus dem Heiligen Geist.

19 Ihr Mann Josef hielt Gottes Gebote,

aber er wollte Maria nicht bloßstellen. Ohne Aufsehen zu erregen, wollte er sich von ihr trennen. 20 Dazu war er entschlossen. Sieh doch: Ein Engel des Herrn erschien ihm im Traum und sagte: »Josef, du Sohn Davids, habe keine Bedenken, deine Frau Maria zu dir zu nehmen! Denn das Kind, das sie erwartet, ist aus dem Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben. Denn er wird sein Volk retten: Er befreit es von aller Schuld.«

22 Das alles geschah, damit in Erfüllung ging, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23 »Seht doch! Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Sein Name ist Immanuël.« Das bedeutet: »Gott ist mit uns.«

–Engel: Das Wort

»Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote / Gesandter« Gottes.

–Sohn: Der

Be­griff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.

–nehmen: Ge-

meint ist: Maria zu heiraten.

–sein Volk:

Gemeint ist das Volk der Juden.

–Schuld: Das Leben ohne Gott und damit gegen seinen Willen. –Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situa­ tion zu sagen hat. –gesagt: Gemeint ist der Prophet Jesaja. vgl. Jesaja 7,14.

24 Josef wachte auf. Er tat das, was ihm der Engel des Herrn befohlen hatte: Er nahm seine Frau zu sich. basisbibel.de/nt_13


Matthäus 2

–Gebet: Reden des Menschen mit Gott. –Schriftgelehrte:

Jüdische Theo­ logen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.

–Christus:

Wörtlich »der Gesalbte«. Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes ein­gesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Men­schen.

–Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situa­ tion zu sagen hat.

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25 Er schlief nicht mit Maria,

bis sie ihren Sohn zur Welt brachte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Die Sterndeuter aus dem Osten

1 Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren 2 zu der Zeit, als Herodes König war. Sieh doch:

Es kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem. 2 Sie fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen. Wir sind gekommen, um ihn anzubeten. 3Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm alle in Jerusalem. 4 Er rief zu sich alle Priester und Schriftgelehrten des Volkes. Er fragte sie: »Wo soll der Christus geboren werden?« 5 Sie antworteten ihm: »In Betlehem in Judäa! Denn im Buch des Propheten steht: 6 »Du, Betlehem im Land Juda, du bist keineswegs die unbedeutendste unter den Städten in Juda. Denn aus dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk Israel wie ein Hirte führen soll.« 7 Später rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich. Er erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war. 8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: »Geht und sucht überall nach dem Kind! Wenn ihr es findet, gebt mir Bescheid!


Matthäus 2

Dann will auch ich kommen und es anbeten.« 9 Nachdem die Sterndeuter den König gehört hatten, machten sie sich auf den Weg. Und sieh doch: Der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, ging vor ihnen her. Dann blieb er stehen, genau über der Stelle, wo das Kind war. 10Als sie den Stern sahen, waren sie außer sich vor Freude. 11 Sie gingen in das Haus und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter. Sie warfen sich vor ihm nieder und beteten es an. Dann öffneten sie die Kästen mit ihren Schätzen und gaben ihm Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Gott befahl ihnen im Traum: »Geht nicht wieder zu Herodes!« Deshalb kehrten sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

–Weihrauch: Harz eines bestimmten Baums. Beim Ver­brennen entsteht ein ­kräftiger, ­würziger Duft. –Myrrhe: Duf-

tendes Harz eines immer­ grünen Baums.

–Engel: Das Wort

»Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote / Gesandter« Gottes.

Flucht nach Ägypten

13 Die Sterndeuter waren gegangen. Sieh doch: Ein Engel des Herrn erschien Josef im Traum und sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten! Bleibe dort, bis ich es dir sage! Denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.«

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Matthäus 2

–Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situa­ tion zu sagen hat. –Rama: Name

eines Ortes, der vermutlich in der Nähe von Betlehem lag. In Rama befand sich das Grab von Rahel.

–Rahel: Sie war

die Frau von Jakob, dem Stammvater des Volkes Israel. Sie steht hier für die Frauen der Stadt.

–Engel: Das Wort

»Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote / Gesandter« Gottes.

14 Josef stand mitten in der Nacht auf, nahm das Kind und seine Mutter und zog mit ihnen nach Ägypten. 15 Dort blieb er bis zum Tod von Herodes. Dadurch ging in Erfüllung, was Gott durch den Propheten gesagt hat: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.« Herodes tötet die Kinder in Betlehem

16 Herodes merkte bald, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten. Da wurde er sehr zornig. Er ließ alle Kinder in Betlehem und in der ganzen Umgebung töten: Alle, die zwei Jahre und jünger waren. Das entsprach dem Zeitraum, den er von den Sterndeutern erfragt hatte. 17 So ging in Erfüllung, was Gott durch den Propheten Jeremia gesagt hat: 18 »Geschrei ist in Rama zu hören, Weinen und Klagen. Rahel weint um ihre Kinder. Sie will sich nicht trösten lassen, denn die Kinder sind nicht mehr da.« Rückkehr nach Nazaret

19 Herodes war gestorben.

Sieh doch: Ein Engel des Herrn erschien Josef im Traum in Ägypten. 20 Er sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutter und geh in das Land Israel! Denn es sind alle tot, die das Kind umbringen wollten.«

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Matthäus 3

21 Josef stand auf, nahm das Kind und seine Mutter und kehrte in das Land Israel zurück. 22 Er hörte, dass nun Archelaus König über Juda war – anstelle seines Vaters Herodes. Deshalb fürchtete sich Josef davor, dorthin zu gehen. Im Traum bekam er neue Weisung von Gott. Daraufhin zog er in das Gebiet von Galiläa. 23 Dort ließ er sich in der Stadt Nazaret nieder. So ging in Erfüllung, was Gott durch die Propheten gesagt hat: »Er wird Nazoräer genannt.« Johannes der Täufer

1 Zu dieser Zeit wirkte Johannes der Täufer 3 und verkündete in der Wüste von Judäa: 2 »Ändert euer Leben!

Denn das Himmelreich wird sichtbar in der Welt!« 3 Dieser Johannes ist es, von dem es bei dem Propheten Jesaja heißt: »Eine Stimme ertönt in der Wüste: ›Macht den Weg bereit für den Herrn, ebnet ihm die Straße!‹«

–Himmelreich:

Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.

–taufen: Unter­

tauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes ­Geboten leben.

–Schuld: Das Leben ohne Gott und damit gegen seinen Willen.

4 Johannes trug einen Umhang aus Kamelhaar und um seine Hüfte einen Ledergürtel. Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken und Honig von Wildbienen.

5 Die Menschen strömten zu ihm

aus Jerusalem, aus ganz Judäa und aus der ganzen Gegend am Jordan. 6 Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen und bekannten ihre Schuld. basisbibel.de/nt_17


Matthäus 3

–Pharisäer:

Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.

–Sadduzäer: Eine

jüdische Religionspartei, der die vornehmen Pries­ terfamilien und Vertreter der führenden Gesell­ schaftsschicht angehörten.

–taufen: Unter­

tauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben.

–Heiliger Geist:

Geist Gottes, der im Menschen wohnt und wirkt.

–Feuer: Bild für

eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern.

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Johannes fordert zur Umkehr auf

7 Johannes sah,

dass viele Pharisäer und Sadduzäer kamen, um sich von ihm taufen zu lassen. Er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangen! Wie kommt ihr darauf, dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht? 8 Zeigt durch euer Verhalten, dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt! 9 Und denkt ja nicht, ihr könnt sagen: ›Abraham ist unser Vater!‹ Denn ich sage euch: Gott kann diese Steine hier zu Kindern Abrahams machen. 10 Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt: Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.« Johannes weist auf Christus hin

11 Johannes sagte: »Ich taufe euch mit Wasser, denn ihr wollt euer Leben ändern. Aber nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich. Ich bin nicht einmal wert, ihm die Sandalen auszuziehen: Er wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand. Er wird sein Getreide gründlich reinigen. Seinen Weizen wird er in die Scheune bringen. Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen, das nicht ausgeht.«


Matthäus 4

Jesus wird getauft

13 Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan

zu Johannes. Er wollte sich von ihm taufen lassen. 14 Johannes versuchte, ihn davon abzuhalten, und sagte: »Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden! Und du kommst zu mir?« 15 Jesus antwortete ihm: »Das müssen wir jetzt tun. So erfüllen wir den Willen Gottes.« Da gab Johannes nach.

16Als Jesus getauft war,

stieg er sofort aus dem Wasser. Und sieh doch: Der Himmel riss über ihm auf. Er sah den Geist Gottes. Der kam wie eine Taube auf ihn herab. 17 Und sieh doch: Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel: »Das ist mein Sohn, ihn habe ich lieb, an ihm habe ich Freude.«

–Worfschaufel:

Mit einer Worfschaufel wurde bei Wind das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um es von Stroh und Spelzen zu trennen.

–danach: Gemeint ist: Nach seiner Taufe, vgl. Matthäus 3,13-17. –Teufel: Der

Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.

–vierzig Tage:

Heilige Zahl, die ausdrückt, dass es sich um einen von Gott gesetzten Zeitraum handelt.

Jesus wird auf die Probe gestellt

1 Danach wurde Jesus vom Geist in die 4 Wüste geführt. Dort sollte er vom Teufel auf die Probe gestellt werden.

2 Jesus fastete vierzig Tage und vierzig Nächte lang.

Dann war er sehr hungrig.

3 Da kam der Versucher und sagte zu ihm: basisbibel.de/nt_19


Matthäus 4

–Teufel, Satan:

Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.

–Heilige Stadt:

Gemeint ist Jerusalem.

–Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. –Heilige Schriften:

Für das Judentum zur Zeit von Jesus die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.

–Engel: Das Wort

»Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote / Gesandter« Gottes.

–Gebet: Reden des Menschen mit Gott.

basisbibel.de/nt_20

»Wenn du der Sohn Gottes bist, befiehl doch, dass die Steine hier zu Brot werden!« 4 Jesus aber antwortete ihm: »In der Heiligen Schrift steht: ›Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.‹«

5 Dann nahm ihn der Teufel mit sich

in die Heilige Stadt. Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempels 6 und sagte zu ihm: »Wenn du der Sohn Gottes bist, spring hinunter! Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Er wird seine Engel zu dir schicken. Sie werden dich auf Händen tragen, damit dein Fuß an keinen Stein stößt.‹« 7 Jesus antwortete ihm: »Es steht aber auch in der Heiligen Schrift: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen!‹«

8 Wieder nahm ihn der Teufel mit sich,

dieses Mal auf einen sehr hohen Berg. Er zeigte ihm alle Königreiche der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit. 9 Er sagte zu ihm: »Das alles werde ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest!« 10 Da sagte Jesus zu ihm: »Weg mit dir, Satan! Denn in der Heiligen Schrift steht: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihn allein verehren!‹«


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