EinfĂŒhrung: Die Bibel
Die Bibel ist das Buch, das alle Christen der Welt miteinander verbindet. Man nennt sie auch das Buch der BĂŒcher. Denn die Bibel besteht genau genommen aus einer Sammlung von Schriften, die in einem Zeitraum von ca. 1000 Jahren entstanden sind, zwischen 800 v.âChr. bis 200 n.âChr. Sie umfasst 39 Schriften des Alten Testaments und 27 Schriften des Neuen Testaments.
Das Alte Testament gliedert sich in drei Teile: Die erzĂ€hlenden BĂŒcher handeln von der Geschichte Gottes mit Israel seit Beginn der Welt bis in die Zeit des frĂŒhen Judentums. Die poetischen BĂŒcher bieten Lieder, Gebete, Sprichwörter und Lehrschriften, die einen Einblick in das persönliche GesprĂ€ch zwischen Mensch und Gott geben. Die prophetischen BĂŒcher sprechen vom Gericht Gottes und von einer Zukunft, in der Frieden ist und Gerechtigkeit herrscht.
Das Neue Testament gliedert sich ebenfalls in drei Teile: Die erzĂ€hlenden BĂŒcher bestehen aus den vier Evangelien und der Apostelgeschichte. Sie erzĂ€hlen die Geschichte von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, von seinem Tod und seiner Auferstehung, sowie von der Entstehung der ersten christlichen Gemeinden in Kleinasien und Europa. Die Briefe geben einen Einblick in das Leben dieser Gemeinden und in die Fragen, die sie beschĂ€ftigt haben. Das prophetische Buch ist die Offenbarung des Johannes, die durch die Schrecken der Zeit hindurch auf das Werden eines neuen Himmels und einer neuen Erde vorausschaut. Es bildet den Schluss der christlichen Bibel.
Die frĂŒhen Christen haben zwei wichtige Entscheidungen getroffen. Sie haben die Schriften des Alten Testaments als einen unverzichtbaren Teil der christlichen Bibel beibehalten und sie haben das Neue Testament nicht vor, sondern hinter die BĂŒcher des Alten Testaments gestellt. Dadurch wird sichtbar, dass das Alte Testament die Grundlage ist, auf der das Neue Testament aufbaut.
EinfĂŒhrung: Die Bibel
Die christlichen Kirchen haben die alttestamentlichen Schriften mit dem Judentum gemeinsam. Bezieht man sich auf die Heilige Schrift des Judentums, spricht man nicht vom Alten Testament, sondern von der HebrĂ€ischen Bibel. In ihr gilt der hebrĂ€ische Gottesname »Jahwe« als heilig. Er wird mit den vier Buchstaben JHWH geschrieben und als »Adonaj« gelesen (das heiĂt ĂŒbersetzt: Herr). Dieser Tradition folgen auch deutsche BibelĂŒbersetzungen, indem sie den hebrĂ€ischen Gottesnamen durch die vier Buchstaben Herr wiedergeben. Das bedeutet: An allen Stellen, an denen Herr in dieser besonderen Schriftart gedruckt ist, steht ursprĂŒnglich der hebrĂ€ische Gottesname, der im Judentum nicht ausgesprochen wird.
Die Bibel ist das meistgedruckte und -verbreitete Buch der Welt und in mehr als 3500 verschiedene Sprachen ganz oder teilweise ĂŒbersetzt. Sie ist nicht nur ein christliches Buch, sondern ein Buch des Lebens. Die Bibel kann von allen Menschen gelesen werden, unabhĂ€ngig davon, ob sie der Kirche nahe- oder fernstehen. Viele Menschen beziehen aus den biblischen Texten Kraft und Mut, um ihre so unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag zu bestehen.
Inhalt
Altes Testament 1 Gott erschafft die Welt 13
Adam und Eva 17
Die ersten Tage der Menschheit 21
Mose wird geboren 24
Gott fĂŒhrt Israel aus Ăgypten 27
Die Zehn Gebote 32
Israel tanzt um das goldene Kalb 37
Israel zieht durch die WĂŒste 41
Das verheiĂene Land 46
Simson und Delila 49
Die Psalmen â Klage, Lob und Dank 73
Nachdenken ĂŒber Gott und die Welt 79
Das Hohelied â Liebeslieder der Bibel 84
Trostworte im Buch des Propheten Jesaja 88 18 Zeichenhandlungen des Propheten Jeremia 92
Visionen des Propheten Amos 98 20 Jona und die Barmherzigkeit Gottes 101
Neues Testament
21 Weihnachten â Jesus wird geboren 109 22 Jesus wird im Jordan getauft 114
Die Bergpredigt 118
Gleichnisse vom Himmelreich 125 25 Jesus heilt Menschen 130 26 Jesus ruft zur Nachfolge 134 27 Jesus diskutiert mit Gegnern 139
28 Vom Vater und seinen zwei Söhnen 143 29 Die Auferweckung des Lazarus 146
30 Das letzte Abendmahl 149
31 Passion â Jesus wird verhaftet und verurteilt 154
32 Passion â Jesus wird gekreuzigt und begraben 160
33 Ostern â Jesus lebt 164
34 Pfingsten â Gott schenkt den Heiligen Geist 168
35 Paulus unterwegs in Griechenland 173
36 Der Brief an die Gemeinde in Rom 178
37 Von Liebe, Tod und Auferstehung 185
38 Leben aus der Kraft des Geistes 190
39 Ermutigung aus dem GefÀngnis 193
40 Himmel und Erde werden neu 197
Anhang
Landkarten 204
Epochen der Geschichte Israels 207
Bibelstellenverzeichnis 208
Ăbersetzungs- und Redaktionsteam 211
Altes Testament
1
Gott erschafft die Welt
1.âMose/Genesis 1,1â2,4
Am Anfang der Bibel steht die Schilderung von der Erschaffung der Welt durch Gott. Wie die Strophen eines Gedichtes schreitet sie von Station zu Station. ZunĂ€chst herrscht nur finsteres Chaos. Gott bringt Licht in die Dunkelheit und ordnet das Durcheinander. Wie ein Baumeister gestaltet er durch sein Wort und sein Tun einen Lebensraum fĂŒr Pflanzen, Tiere und Menschen. Der biblische Bericht, der vor 2500 Jahre entstanden ist, stellt keine wissenschaftliche Dokumentation dar, sondern bezeugt, dass die Welt Gottes Schöpfung ist. In ihm kommen Bewunderung und Staunen ĂŒber die Vielfalt und Ordnung des Geschaffenen zum Ausdruck, aber auch Dankbarkeit, in dieser wunderbaren Welt leben zu dĂŒrfen. Gegliedert ist der Bericht in Tagesabschnitte, die auf den siebten Tag als Ziel und Höhepunkt zulaufen: An diesem Tag hat Gott seine Schöpfung vollendet und ruht sich von seiner Arbeit aus. Gott segnet den siebten Tag und erklĂ€rt ihn fĂŒr heilig. Auch die Menschen sollen am siebten Tag ihre Arbeit ruhen lassen und der Natur eine Erholungspause gönnen. Deshalb feiern die Juden den Sabbat und die Christen den Sonntag als einen Tag der Arbeitsruhe.
Die Erschaffung der Welt
11 Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.
2 Die Erde war wĂŒst und leer, und Finsternis lag ĂŒber dem Urmeer.
Ăber dem Wasser schwebte Gottes Geist.
3 Gott sprach: »Es soll Licht werden!« Und es wurde Licht.
4 Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott trennte das Licht von der Finsternis.
5 Er nannte das Licht »Tag« und die Finsternis »Nacht«. Es wurde Abend und wieder Morgen â der erste Tag.
6 Gott sprach: »Ein Dach soll sich wölben mitten im Urmeer!
Himmel und Erde: Bezeichnet die ganze Welt.
Urmeer: Wasser, das am Anfang die ganze Erde bedeckte. Es steht fĂŒr das Chaos, das Gott bei der Erschaffung der Welt in seine Schranken weist.
Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.
Dach: Meint eine Art Platte, die auf den Bergen am ÀuĂeren Rand der Erde aufliegt. Sie bildet den Boden des Himmels und gleichzeitig das Dach der Erde.
Es soll das Wasser darunter von dem Wasser darĂŒber trennen.« Und so geschah es.
7 Gott machte das Dach und trennte das Wasser unter dem Dach von dem Wasser ĂŒber dem Dach.
8 Gott nannte das Dach »Himmel«. Es wurde Abend und wieder Morgen â der zweite Tag.
9 Gott sprach:
»Das Wasser unter dem Himmel soll sich an einem Ort sammeln, damit das Land sichtbar wird!« Und so geschah es.
10 Gott nannte das Land »Erde« und das gesammelte Wasser »Meer«. Und Gott sah, dass es gut war.
11 Gott sprach:
»Die Erde soll frisches GrĂŒn sprieĂen lassen und Pflanzen, die Samen tragen! Sie soll auch BĂ€ume hervorbringen mit eigenen FrĂŒchten und Samen darin!« Und so geschah es.
12 Die Erde brachte frisches GrĂŒn hervor und Pflanzen, die Samen tragen. Sie lieĂ auch BĂ€ume wachsen mit eigenen FrĂŒchten und Samen darin. Und Gott sah, dass es gut war.
13 Es wurde Abend und wieder Morgen â der dritte Tag.
14 Gott sprach: »Lichter sollen am Himmelsdach entstehen, um Tag und Nacht voneinander zu trennen! Sie sollen als Zeichen dienen, um die Feste, die Tage und Jahre zu bestimmen.
15 Als Leuchten sollen sie am Himmelsdach stehen und der Erde Licht geben.«
Und so geschah es.
16 Gott machte zwei groĂe Lichter
Das gröĂere Licht sollte den Tag beherrschen und das kleinere die Nacht.
Dazu kamen noch die Sterne.
17 Gott setzte sie an das Himmelsdach, um der Erde Licht zu geben.
18 Sie sollten am Tag und in der Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis trennen.
Und Gott sah, dass es gut war.
19 Es wurde Abend und wieder Morgen â der vierte Tag.
20 Gott sprach:
»Das Wasser soll von Lebewesen wimmeln, und Vögel sollen fliegen ĂŒber der Erde und am Himmel!«
21 Gott schuf die groĂen Seeungeheuer und alle Arten von Lebewesen, von denen das Wasser wimmelt.
Er schuf auch alle Arten von Vögeln.
Und Gott sah, dass es gut war.
22 Gott segnete sie und sprach:
»Seid fruchtbar, vermehrt euch und fĂŒllt das ganze Meer!
Auch die Vögel sollen sich vermehren auf der Erde!«
23 Es wurde Abend und wieder Morgen â der fĂŒnfte Tag.
24 Gott sprach:
»Die Erde soll Lebewesen aller Art hervorbringen: Vieh, Kriechtiere und wilde Tiere!«
Und so geschah es.
25 Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alle Kriechtiere auf dem Boden. Er machte sie alle nach ihrer eigenen Art. Und Gott sah, dass es gut war.
26 Gott sprach:
»Lasst uns Menschen machen â unser Ebenbild, uns gleich sollen sie sein!
1âGott erschafft
zwei groĂe Lichter: Meint Sonne und Mond.
Vögel: Meint alle fliegenden Lebewesen, von Insekten bis hin zu FledermÀusen.
Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen.
uns: Gott bespricht sich mit der himmlischen Ratsversammlung.
Ebenbild: Damit wird gesagt, dass die Menschen als Gottes Stellvertreter auf der Erde geschaffen sind.
1âGott erschafft die Welt
Himmel und Erde: Bezeichnet die ganze Welt.
er ruhte: Mit dieser Aussage wird in den Zehn Geboten das Gebot begrĂŒndet, den Ruhetag einzuhalten; vgl. 2.âMose/âExodus 20,8-11.
Sie sollen herrschen ĂŒber die Fische im Meer und die Vögel am Himmel, ĂŒber das Vieh und die ganze Erde, und ĂŒber alle Kriechtiere auf dem Boden.«
27 Gott schuf den Menschen nach seinem Bild.
Als Gottes Ebenbild schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.
28 Gott segnete sie und sprach zu ihnen: »Seid fruchtbar und vermehrt euch!
Bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz! Herrscht ĂŒber die Fische im Meer und die Vögel am Himmel und ĂŒber alle Tiere, die auf dem Boden kriechen!«
29 Gott sprach:
»Als Nahrung gebe ich euch alle Pflanzen auf der Erde, die Samen hervorbringen âdazu alle BĂ€ume mit FrĂŒchten und Samen darin.
30 Die grĂŒnen Pflanzen sollen Futter fĂŒr die Tiere sein: fĂŒr die Tiere auf der Erde, die Vögel am Himmel und alle Kriechtiere auf dem Boden.« Und so geschah es.
31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen â der sechste Tag.
21 So wurden Himmel und Erde vollendet mit allem, was darin ist.
2 Am siebten Tag vollendete Gott sein Werk, das er gemacht hatte. An diesem Tag ruhte er aus von all seiner Arbeit, die er getan hatte.
3 Gott segnete den siebten Tag und erklÀrte ihn zu einem heiligen Tag. Denn an diesem Tag ruhte Gott aus von all seinen Werken, die er geschaffen und gemacht hatte.
4 Das ist die Entstehungsgeschichte von Himmel und Erde: So wurden sie geschaffen.
Adam und Eva
1.âMose/Genesis 3,1-24
Das erste Menschenpaar, das Gott geschaffen hat, trĂ€gt die Namen »Adam« und »Eva«. Ihr Lebensraum ist der Garten Eden, der auch das Paradies genannt wird. In seinem ursprĂŒnglichen Wortsinn bezeichnet das »Paradies« einen eingezĂ€unten Park mit ObstbĂ€umen, Nutz- und Zierpflanzen. Gott gibt dem Menschen die Aufgabe, diesen Garten zu pflegen und zu bewirtschaften. In ihm sind die Menschen mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen. Wie aber kommt es, dass die Menschen nicht mehr im Paradies leben? Die Bibel beantwortet die Frage mit einer Geschichte:
Die Verbannung aus dem Paradies 3
1 Die Schlange war schlauer als alle anderen Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: »Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem der BĂ€ume im Garten essen dĂŒrft?«
2 Die Frau erwiderte der Schlange: »Von den FrĂŒchten der BĂ€ume im Garten dĂŒrfen wir essen.
3 Nur die FrĂŒchte von dem Baum, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott uns verboten. Er hat gesagt: âșEsst nicht davon, berĂŒhrt sie nicht einmal, sonst mĂŒsst ihr sterben!âč «
4 Die Schlange entgegnete der Frau: »Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.
5 Denn Gott weiĂ: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf. Ihr werdet wie Gott sein und wissen, was Gut und Böse ist.«
Garten Eden: Name fĂŒr das Paradies. Eden bezeichnet die fruchtbare und wasserreiche Landschaft, in der die ersten Menschen lebten.
Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll.
6 Da sah die Frau, dass dieser Baum zum Essen einlud. Er war eine Augenweide und verlockend, weil er Klugheit versprach. Sie nahm eine Frucht und biss hinein. Dann gab sie ihrem Mann davon, und auch er aĂ.
7 Da gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie banden FeigenblÀtter zusammen und machten sich Lendenschurze.
8 Als am Abend ein kĂŒhler Wind blies, ging Gott der Herr im Garten umher. Der Mann und seine Frau hörten ihn kommen. Da versteckten sie sich vor Gott dem Herrn zwischen den BĂ€umen im Garten.
9 Gott der Herr rief den Menschen und fragte: »Wo bist du?«
10 Der Mensch antwortete:
»Ich habe dich im Garten gehört und Angst bekommen. Ich habe mich versteckt, weil ich nackt bin.«
11 Gott fragte:
»Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem verbotenen Baum gegessen?«
12 Der Mensch entgegnete:
»Die Frau, die du mir zur Seite gestellt hast, hat mir davon gegeben, und ich habe gegessen.«
13 Da fragte Gott der Herr die Frau: »Was hast du getan?«
Die Frau erwiderte:
»Die Schlange hat mich dazu verfĂŒhrt, und ich habe gegessen.«
14 Da sagte Gott der Herr zur Schlange: »Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein âunter allem Vieh und allen Tieren auf dem Feld! Auf dem Bauch wirst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang.
15 Ich stifte Feindschaft zwischen dir und der Frau, zwischen ihrem und deinem Nachwuchs.
Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse beiĂen.«
16 Zur Frau sagte er:
»Jedes Mal, wenn du schwanger bist, wirst du groĂe MĂŒhen haben.
Unter Schmerzen wirst du Kinder zur Welt bringen. Es wird dich zu deinem Mann hinziehen, aber er wird ĂŒber dich bestimmen.«
17 Und zum Mann sagte er:
»Du hast auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen. Ich hatte dir aber verboten, davon zu essen.
Daher soll der Erdboden deinetwegen verflucht sein! Dein Leben lang musst du dich abmĂŒhen, um dich von ihm zu ernĂ€hren.
18 Dornen und Disteln wird er hervorbringen, du musst aber von den Pflanzen des Feldes leben.
19 Im SchweiĂe deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurĂŒckkehrst.
Denn aus ihm bist du gemacht:
Staub bist du und zum Staub kehrst du zurĂŒck.«
20 Der Mensch, Adam, gab seiner Frau den Namen Eva, das heiĂt: Leben.
Denn sie wurde die Mutter aller Lebenden.
21 Gott der Herr machte fĂŒr Adam und seine Frau Kleider aus Fellen. Die zog er ihnen an.
22 Dann sprach Gott der Herr: »Nun ist der Mensch wie einer von uns geworden und weiĂ, was gut und böse ist. Er soll seine Hand nicht ausstrecken und auch noch FrĂŒchte vom Baum des Lebens pflĂŒcken. Er darf sie nicht essen, sonst lebt er fĂŒr immer.«
2âAdam und Eva
zum Erdboden zurĂŒckkehren: Im HebrĂ€ischen klingen die Worte fĂŒr Mensch (adam) und Erdboden (adama) Àhnlich. Mit der RĂŒckkehr zum Erdboden ist der Tod gemeint.
Baum des Lebens: Steht im Paradies. Wer von seinen FrĂŒchten isst, wird niemals sterben.
Garten Eden: Name fĂŒr das Paradies. Eden bezeichnet die fruchtbare und wasserreiche Landschaft, in der die ersten Menschen lebten.
Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, FlĂŒgeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes.
23 Da schickte Gott der Herr ihn aus dem Garten Eden weg. Er musste von nun an den Ackerboden bearbeiten, aus dem er gemacht war.
24 Gott jagte den Menschen fort. Ăstlich des Gartens Eden stellte er Kerubim und das lodernde Flammenschwert auf. Die sollten den Zugang zum Baum des Lebens bewachen.