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Die Kompakte

BasisBibel

Neues Testament und Psalmen

Empfehlung der EKD zur BasisBibel

Die Lutherbibel 2017 ist die vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD ) für den kirchlichen Gebrauch empfohlene Übersetzung. In Ergänzung dazu empfiehlt der Rat der EKD die BasisBibel als gut lesbare Bibelübersetzung insbesondere zur Erstbegegnung mit der Bibel und im Bereich der Arbeit mit Kindern, Konfirmanden und Jugendlichen.

Ăśber die Deutsche Bibelgesellschaft

Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Durch die Weltbibelhilfe unterstützt sie in Zusammenarbeit mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel, damit alle Menschen die Bibel in ihrer Sprache lesen können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bibel.de

BasisBibel. Die Kompakte. Neues Testament und Psalmen

ISBN 978-3-438-00925-8

© 2022 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Innentypografie: Farnschläder & Mahlstedt, Hamburg Satz: pagina GmbH, Tübingen Druck- und Bindearbeiten: Druckerei C. H. Beck, Nördlingen Printed in Germany

Alle Rechte vorbehalten

09.2022

Die Evangelien

Die Gute Nachricht nach Matthäus 13

Die Gute Nachricht nach Markus 73

Die Gute Nachricht nach Lukas 111

Die Gute Nachricht nach Johannes 175

Die Geschichte der Apostel 220

Die Briefe

Der Brief an die Römer 279

Der erste Brief an die Korinther 305

Der zweite Brief an die Korinther 330

Der Brief an die Galater 347

Der Brief an die Epheser 356

Der Brief an die Philipper 365

Der Brief an die Kolosser 372

Der erste Brief an die Thessalonicher 379

Der zweite Brief an die Thessalonicher 385

Der erste Brief an Timotheus 389

Der zweite Brief an Timotheus 397

Der Brief an Titus 402

Der Brief an Philemon 406

Der Brief an die Hebräer 408

Der Brief von Jakobus 426

Der erste Brief von Petrus 433

Der zweite Brief von Petrus 440

Der erste Brief von Johannes 445

Der zweite Brief von Johannes 452

Der dritte Brief von Johannes 453

Der Brief von Judas 454

Das Buch der Offenbarung 456

Altes

Testament

Die Psalmen 484

Vorspann

Einstieg in die Bibel 7

Anhang

Zu dieser Ausgabe 653

Beteiligte 659

Förderer 660

Partner 661

Zeittafel 662

Karten 663

Einstieg in die Bibel

Eine Bibel, viele BĂĽcher

Die Bibel ist anders als andere Bücher. Bei anderen Büchern fängt ein Autor an zu schreiben und entwickelt eine Geschichte. In der Bibel haben viele verschiedene Menschen einzelne Abschnitte oder Bücher geschrieben, mal nur ein paar Seiten, mal viel mehr. Jedes Buch erzählt eine Geschichte oder enthält eine Sammlung von Gebeten, Sprüchen oder Worten, die Gott mitgeteilt hat. Diese vielen einzelnen Bücher wurden gesammelt. Zuerst entstand das Alte Testament, das Texte aus der Zeit vor Jesus Christus enthält. Für evangelische Kirchen besteht das Alte Testament aus 39 einzelnen Büchern. Andere Kirchen zählen noch weitere Bücher dazu. Beim Neuen Testament sind sich dagegen alle einig: Es besteht aus 27 einzelnen Büchern. Dazu gehören die Evangelien, die über das Leben von Jesus berichten, und viele Briefe. Auf der nächsten Seite findest du eine Übersicht, wie die Bibel aufgebaut ist.

Manche Bücher gehören inhaltlich eng zusammen. Im 1. Buch Mose/Genesis geht es um die Entstehung der Welt und die ersten Menschen. Ab 1. Mose/ Genesis 12 steht die Geschichte der Familie von Abraham und Sara im Mittelpunkt. Aus dieser Familie wird später das Volk Israel. In den folgenden Büchern wird die Geschichte dieses Volkes erzählt. Diese Erzählung endet im 2. Buch Könige und beginnt im 1. Buch Chronik dann noch einmal von vorne, aus einem anderen Blickwinkel. Sie schließt mit dem Buch Ester. Alle anderen Bücher im Alten Testament setzen diese Geschichte voraus. Im Neuen Testament ist es ähnlich: Wenn du ein Evangelium und die Apostelgeschichte liest, kennst du die ganze Geschichte von Jesus und den ersten Menschen, die an ihn glauben.

Die Geschichte von Jesus ist so wichtig, dass sie gleich viermal aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird.

Die Bibel gibt es in verschiedenen Übersetzungen und Ausgaben – als Buch, im Internet oder als App. Deshalb gibt es auch ein System, eine bestimmte Stelle in jeder Bibel wiederzufinden:

Das ist die Nummer des Buches (kommt nur vor, wenn es mehrere BĂĽcher mit gleichem Namen gibt).

Das ist der Name des Buches. Manchmal ist er auch abgekürzt angegeben. Die Abkürzung für »Korinther« ist »Kor«. Sie wird in der BasisBibel im Griffregister verwendet.

Diese Nummer gibt das Kapitel an.

Diese Nummern geben die Verse an.

Einfach loslegen!

Schau dir mal die kurzen Inhaltsangaben auf den folgenden Seiten an. Die Punkte bei jedem Buch zeigen an, wie gut ein Buch fĂĽr Einsteiger oder Fortgeschrittene geeignet ist.

Alle Bücher mit einem Punkt eignen sich für den Einstieg in das Lesen der Bibel. Wenn du mit einem Buch durch bist, mach einfach mit dem nächsten Buch mit einem Punkt weiter. Bücher mit zwei Punkten erfordern bereits etwas Hintergrundwissen. Probier einfach aus, ob dein Wissen schon reicht. Bei Büchern mit drei Punkten lohnt es sich, durchzublättern und die Abschnitte zu lesen, die dir ins Auge springen. Bücher mit vier Punkten sind etwas für Fortgeschrittene. Darin geht es oft um spezielle Themen.

â—Ľ Eignet sich besonders gut fĂĽr den Einstieg.

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â—Ľ Einfach mal ausprobieren, ob das Hintergrundwissen schon reicht.

◼ Die Texte in diesen Büchern sind sehr unterschiedlich. Manche Abschnitte sind einen Versuch wert, also einfach mal durchblättern.

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â—Ľ Etwas fĂĽr Fortgeschrittene, hier geht es um echte Spezialthemen.

Neues Testament

Evangelien

Matthäus Markus Lukas

Johannes Apostelgeschichte

Briefe

Römer

1. Korinther

2. Korinther

Galater

Epheser

Philipper

Kolosser

1. Thessalonicher

2. Thessalonicher

1. Timotheus

2. Timotheus

Titus

Philemon

Hebräer

Jakobus

1. Petrus

2. Petrus

1. Johannes

2. Johannes

3. Johannes

Judas

Offenbarung

Der Inhalt dieser Ausgabe in aller KĂĽrze

Neues Testament

Evangelien

Matthäus: Die Lebensgeschichte von Jesus unter besonderen Vorzeichen: Jesus ist derjenige, in dem sich Versprechen Gottes aus dem Alten Testament erfüllen. Die Bergpredigt steht in Kapitel 5–7. ◼

Markus: Eine Kurzfassung dessen, was man ĂĽber das Leben von Jesus wissen sollte. â—Ľ

Lukas: In den ersten Kapiteln wird erzählt, wie es zur Geburt von Jesus kam. Am Ende brauchen die Jünger von Jesus Nachhilfe, um an die Auferstehung glauben zu können. ◼

Johannes: Eine ganz andere Perspektive auf Jesus. Es geht um die Bedeutung von Jesus. Jesus selbst formuliert immer wieder, wer er ist. DarĂĽber spricht er mit verschiedenen Menschen. â—Ľ â—Ľ

Apostelgeschichte: Die Fortsetzung des Evangeliums nach Lukas. Jesus ist im Himmel. Der Heilige Geist kommt zu den Menschen, die an Jesus Christus glauben – und die starten mit seiner Hilfe durch. ◼

Briefe

Römer: Paulus fasst die für ihn wichtigsten Themen des Glaubens in einem Brief zusammen. Er begründet, warum allein der Glaube zählt. ◼ ◼

1. Korinther: Paulus schreibt, weil er von Streit in der Gemeinde in Korinth gehört hat. Außerdem beantwortet er Fragen, die ihm gestellt wurden. ◼ ◼ ◼

2. Korinther: Paulus wehrt sich gegen Kritik und Verleumdung. Er erzählt, wie er Gott in seinem Leben erlebt und warum die Gemeinden in Korinth auf seine Botschaft vertrauen können. ◼ ◼ ◼

Galater: Die Menschen in Galatien, die an Jesus Christus glauben sind in Gefahr. Sie wollen alten Traditionen folgen, statt ihre Freiheit zu leben. â—Ľ â—Ľ

Epheser: Wer daran glaubt, dass Gott den Menschen in Jesus Christus begegnet, gehört zu Gott. Deshalb sollen sich alle in Gemeinden versammeln und miteinander Gutes tun. ◼ ◼

Philipper: Paulus dankt der Gemeinde in der Stadt Philippi für ihre großzügige Spende. Obwohl er selbst im Gefängnis sitzt, ermutigt er andere, fröhlich zu sein. ◼

Kolosser: Die Mitglieder der Gemeinde in der Stadt Kolossä sind verwirrt, ob sie fasten und bestimmte heilige Tage einhalten müssen. Gibt es Engel und Mächte, die die Welt beherrschen und vor denen man sich fürchten muss? ◼ ◼

1. Thessalonicher: Paulus freut sich, dass die Mitglieder der Gemeinde in der Stadt Thessalonich trotz Verfolgung am Glauben festhalten. Er ermutigt sie und beantwortet ihre Frage, was mit den Verstorbenen passieren wird. ◼ ◼

2. Thessalonicher: Einige Mitglieder der Gemeinde in der Stadt Thessalonich glauben so fest daran, dass Jesus bald wieder auf die Erde kommt, dass sie ihre Arbeit aufgeben. Doch sie sollen lieber ein normales Leben führen. ◼ ◼

1. Timotheus: Timotheus war einer der engsten Mitarbeiter von Paulus und leitet jetzt selbst eine Gemeinde: Wie soll er mit der Herausforderung umgehen, dass manche Leute in der Gemeinde wilde Spekulationen vertreten? ◼ ◼

2. Timotheus: Timotheus soll sich zum Vorbild nehmen, was Paulus getan und erduldet hat. ◼ ◼

Titus: Auch Titus war ein enger Mitarbeiter von Paulus. Er leitet eine Gemeinde und steht vor ähnlichen Herausforderungen wie Timotheus. ◼ ◼

Philemon: Paulus bittet Philemon, den entlaufenen Sklaven Onesimus wieder aufzunehmen. Er soll ihn nicht bestrafen, weil er zum Glauben an Jesus Christus gefunden hat. â—Ľ

Hebräer: Die Bedeutung von Jesus vom Alten Testament her entfaltet. ◼ ◼ ◼

Jakobus: Eine Interpretation der Reden von Jesus. Es geht um die Macht des Wortes und darum, den Worten entsprechende Taten folgen zu lassen. â—Ľ

1. Petrus: Die verfolgten Christen werden ermutigt, auf Jesus Christus zu vertrauen. Weil er auferstanden ist, können sie Hoffnung haben. ◼ ◼

2. Petrus: Manche behaupten, Jesus komme gar nicht wieder auf die Erde. Entsprechend verhalten sich die Leute. Dagegen wird betont, was Jesus selbst sagt: Er kommt wieder, aber es dauert noch.

Altes Testament

Psalmen: Sammlung von 150 Liedern und Gebeten. Viele Sätze kann man heute noch genauso beten, allein oder gemeinsam im Gottesdienst. ◼ ◼ ◼

1. Johannes: Jesus war wirklich Mensch und hat die Menschen durch seinen Tod am Kreuz erlöst. Kein Mensch kann sich selbst erlösen. Es kommt nicht auf die Erkenntnis, sondern auf die Liebe an. ◼ ◼

2. Johannes: Es geht um dieselbe Frage wie im ersten Brief. Dieses Mal nicht allgemein formuliert, sondern direkt an eine Gemeinde geschrieben. ◼ ◼

3. Johannes: In der Gemeinde gibt es Streit. Wie soll man mit Mitgliedern aus anderen Gemeinden umgehen, die Unruhe in die Gemeinde bringen? â—Ľ â—Ľ

Judas: Vom Alten Testament her wird betont, dass sich alle Menschen vor Gottes Gericht verantworten mĂĽssen. â—Ľ â—Ľ â—Ľ â—Ľ

Offenbarung: Briefe und Visionen über das Ausharren in schwierigen Zeiten, bis Gott die Geschichte der Welt vollendet. Ein Buch voller Symbole, Zahlen und merkwürdiger Wesen. Obwohl es chaotisch wirkt, geht alles nach Plan: Gott ist der Herr über die Welt. Das soll trösten. ◼ ◼ ◼

Neues Testament

Die Gute Nachricht nach Matthäus

Die Geburt und Kindheit von Jesus 1,1‒2,23

Der Stammbaum von Jesus → Lukas 3,23‑38

11 Das Buch vom Ursprung und der Geschichte von Jesus Christus, der ein Sohn Davids und ein Nachkomme Abrahams war.

2 Abraham war der Vater von Isaak, Isaak von Jakob, Jakob von Juda und seinen Brüdern. 3 Juda war der Vater von Perez und Serach – ihre Mutter war Tamar –, Perez von Hezron, Hezron von Ram. 4 Ram war der Vater von Amminadab, Amminadab von Nachschon, Nachschon von Salmon. 5 Salmon war der Vater von Boas – seine Mutter war Rahab –, Boas war der Vater von Obed – seine Mutter war Rut –, Obed der Vater von Isai.

6 Isai war der Vater von David, dem König, David von Salomo –seine Mutter war die Frau von Urija. 7 Salomo war der Vater von Rehabeam, Rehabeam von Abija, Abija von Asa, 8 Asa von Joschafat, Joschafat von Joram, Joram von Usija, 9 Usija von Jotam, Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija, 10 Hiskija von Manasse, Manasse von Amos, Amos von Joschija. 11 Joschija war der Vater von Jojachin und seinen Brüdern. Dann kam die Verbannung nach Babylonien.

12 Als die Verbannung nach Babylonien vorĂĽber war, wurde Jojachin Vater von Schealtiel, Schealtiel von Serubbabel, 13 Serubbabel von Abihud, Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor, 14 Azor von Zadok, Zadok von Achim, Achim von Eliud, 15 Eliud von Eleasar, Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob, 16 Jakob von Josef. Josef war der Mann von Maria. Maria war die Mutter von Jesus, der Christus genannt wird.

17 Alle Generationen zusammen sind: von Abraham bis David vierzehn Generationen, von David bis zur Verbannung nach Babylonien vierzehn Generationen, von der Verbannung nach Babylonien bis zu Christus vierzehn Generationen.

Jesus wird geboren

18 Zur Geburt von Jesus Christus kam es so: Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Sie hatten noch nicht miteinander geschlafen. Da stellte sich heraus, dass Maria schwanger war – aus dem Heiligen Geist

19 Ihr Mann Josef lebte nach Gottes Willen, aber er wollte Maria nicht bloßstellen. Deshalb wollte er sich von ihr trennen, ohne Aufsehen zu erregen. 20 Dazu war er entschlossen. Doch im Traum erschien ihm ein Engel des Herrn und sagte: »Josef, du Nachkomme Davids,

Sohn Davids: David ist  ein bedeutender König  von Israel. Nachdem  das Königreich untergegangen war, hoffte man  auf einen Nachkommen  Davids als Retter und  Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.

Nachkomme Abrahams:  Ausdruck für die Zugehörigkeit zum Volk  Israel, als dessen Stamm-  vater Abraham gilt.

Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im  Alten Testament werden Könige, aber auch  Propheten und Priester  bei Amtsantritt gesalbt.  Später wird der von  Gott zum Herrscher der  Welt bestimmte Retter  so genannt. Im Neuen  Testament ist das Jesus.

Verlobung: Macht die  Verbindung zwischen  Mann und Frau rechtsgültig, ohne dass diese  bereits zusammenleben.

aus dem Heiligen Geist:  Die ungewöhnliche  Formulierung weist  auf die besonderen Umstände des SchwangerWerdens hin. Der Heilige Geist ist die Kraft,  durch die Gott in der  Welt wirkt.

Jesus: Der Name bedeutet übersetzt »der Herr rettet«.

sein Volk: Gemeint ist  das Volk Israel.

durch den Propheten  gesagt (Vers 22): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 7,14.

Herodes der Große: König  über Judäa, Samarien,  Galiläa und die angrenzenden Gebiete  (37‒4 v. Chr.).

König der Juden: Nachdem das Königreich  Israel untergegangen  war, hoffte man darauf,  dass Gott einen Nachkommen von König  David als Retter und  Erlöser Israels senden  würde.

Schriftgelehrte: Menschen,  deren Aufgabe das Studium und die Auslegung  der Heiligen Schrift ist.

Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im  Alten Testament werden Könige, aber auch  Propheten und Priester  bei Amtsantritt gesalbt.  Später wird der von  Gott zum Herrscher der  Welt bestimmte Retter  so genannt. Im Neuen  Testament ist das Jesus.

im Buch des Propheten  steht: Das Zitat nimmt  Worte aus Micha 5,1; 5,3  und 2. Samuel 5,2 auf.

Myrrhe: Kostbares duftendes Harz eines  immergrünen Baums.

fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen. Denn das Kind, das sie er wartet, ist aus dem Heiligen Geist. 21 Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben. Denn er wird sein Volk retten: Er befreit es von aller Schuld.«

22 Das alles geschah, damit in Erfüllung ging, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 23 »Ihr werdet sehen: Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Dem werden sie den Namen Immanuel geben«, das heißt: Gott ist mit uns.

24 Josef wachte auf und tat, was ihm der Engel des Herrn befohlen hatte: Er nahm seine Frau zu sich. 25 Aber er schlief nicht mit Maria, bis sie ihren Sohn zur Welt brachte. Und er gab ihm den Namen Jesus.

Die Sterndeuter aus dem Osten

21 Jesus wurde in Betlehem in Judäa geboren. Zu dieser Zeit war Herodes König. Da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem. 2 Sie fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten.« 3 Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm alle in Jerusalem. 4 Er rief zu sich alle führenden Priester und Schriftgelehrten des Volkes. Er fragte sie: »Wo soll der Christus geboren werden?« 5 Sie antworteten ihm: »In Betlehem in Judäa! Denn im Buch des Propheten steht: 6 ›Du, Betlehem im Land Juda, du bist keineswegs die unbedeutendste unter den Städten in Juda. Denn aus dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk Israel wie ein Hirte führen soll.‹ « 7 Später rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich. Er erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war. 8 Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: »Geht und sucht überall nach dem Kind! Wenn ihr es findet, gebt mir Bescheid! Dann will auch ich kommen und es anbeten.«

9 Nachdem die Sterndeuter den König gehört hatten, machten sie sich auf den Weg. Derselbe Stern, den sie im Osten gesehen hatten, ging vor ihnen her. Dann blieb er stehen, genau über der Stelle, wo das Kind war. 10 Als sie den Stern sahen, waren sie außer sich vor Freude. 11 Sie gingen in das Haus und sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter. Sie warfen sich vor ihm nieder und beteten es an. Dann holten sie ihre Schätze her vor und gaben ihm Geschenke: Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Gott befahl ihnen im Traum: »Geht nicht wieder zu Herodes!« Deshalb kehrten sie auf einem anderen Weg in ihr Land zurück.

Die Flucht nach Ägypten

13 Die Sterndeuter waren gegangen. Da erschien Josef ein Engel des Herrn im Traum. Er sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten! Bleibe dort, bis ich es dir sage! Denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten.« 14 Daraufhin stand Josef mitten in der Nacht auf. Er nahm das Kind und seine Mutter und zog mit ihnen nach Ägypten. 15 Dort blieb er bis zum Tod von Herodes.

Dadurch ging in Erfüllung, was Gott durch den Propheten gesagt hat: »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Herodes tötet die Kinder in Betlehem 16 Herodes merkte bald, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten. Da wurde er sehr zornig. Er ließ in Betlehem und der Umgebung alle Kinder töten, die zwei Jahre und jünger waren. Das entsprach dem Zeitraum, den er von den Sterndeutern erfragt hatte. 17 Damals erfüllte sich, was Gott durch den Propheten Jeremia gesagt hat: 18 »Geschrei ist in Rama zu hören, Weinen und lautes Klagen. Rahel weint um ihre Kinder. Sie will sich nicht trösten lassen, denn die Kinder sind nicht mehr da.«

Die Rückkehr nach Nazaret 19 Herodes war gestorben. Da erschien Josef in Ägypten im Traum ein Engel des Herrn. 20 Der sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutter und geh in das Land Israel! Denn alle, die das Kind umbringen wollten, sind tot.« 21 Josef stand auf, nahm das Kind und seine Mutter und kehrte in das Land Israel zurück. 22 Er hörte, dass nun Archelaus König über Judäa war – anstelle seines Vaters Herodes. Deshalb fürchtete sich Josef, dorthin zu gehen. Im Traum bekam er neue Anweisung von Gott. Daraufhin zog er in das Gebiet von Galiläa. 23 Dort ließ er sich in der Stadt Nazaret nieder. So ging in Erfüllung, was Gott durch die Propheten gesagt hat: »Er wird Nazoräer genannt.«

Johannes der Täufer, Jesus und seine Jünger 3,1‒4,22

Johannes der Täufer

→ Markus 1,2‑6; Lukas 3,1‑6; Johannes 1,19‑23

1 Zu dieser Zeit trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: 2 »Ändert euer Leben! Denn das Himmelreich kommt jetzt den Menschen nahe!« 3 Dieser Johannes ist es, von dem es bei dem Propheten Jesaja heißt: »Eine Stimme ruft in der Wüste: ›Macht den Weg bereit für den Herrn, ebnet ihm die Straße!‹ «

4 Johannes trug einen Mantel aus Kamelhaar und um seine Hüfte einen Ledergürtel. Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken und Honig von Wildbienen. 5 Die Menschen strömten zu ihm aus Jerusalem, aus ganz Judäa und aus der ganzen Gegend am Jordan. 6 Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen und bekannten ihre Sünden.

Johannes fordert dazu auf, das Leben zu ändern

→ Lukas 3,7‑9

7 Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer kamen. Sie wollten sich von ihm taufen lassen. Er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch auf den Gedanken gebracht, dass ihr dem

durch den Propheten  gesagt (Vers 15): Zitat aus Hosea 11,1. Der Vers bezieht sich ursprünglich auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

durch den Propheten  Jeremia gesagt: Zitat  aus Jeremia 31,15-16.

durch die Propheten  gesagt: Ein Prophetenwort mit diesem Wortlaut ist nicht bekannt.  Möglicherweise bezieht  sich das Zitat auf Jesaja 11,1, wo von einem  »Spross« (hebräisch:  nezer) die Rede ist, der  als Friedensherrscher in  die Welt kommt.

Johannes der Täufer:  Bereitet die Menschen  auf das Kommen von  Jesus vor.

Himmelreich: Wörtlich  »Königsherrschaft der  Himmel«. Bezeichnet  den Herrschaftsbereich,  in dem sich Gottes  Wille durchsetzt.

es heißt beim Propheten  Jesaja: Zitat aus der  griechischen Übersetzung von Jesaja 40,3.

Pharisäer: Angehöriger  einer jüdischen Glaubensgruppe, die die  biblischen Vorschriften  und Gesetze sehr streng  auslegte.

Sadduzäer: Angehörige  einer jüdischen Glaubensgruppe, in der  Priester eine bedeutende Rolle spielten.  Neben den vornehmen  Priesterfamilien gehörten ihr auch andere  Vertreter der führenden  Gesellschaftsschicht an.

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