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Ausgabe 08/2018 Stuttgart

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Wie funktioniert die Einschulung in Deutschland Unser Schwerpunktthema in dieser ArrivalNews-Ausgabe

WWW.ARRIVALAID.ORG

ZEITUNG FÜR NEUBÜRGER*INNEN

AU

D

er Sommer geht zu Ende und für viele junge Menschen beginnt nun ein ganz wichtiger neuer Lebensabschnitt - sie beginnen eine Ausbildung. Das heißt, sie erlernen meist in drei Jahren einen Beruf, in dem sie später auch arbeiten möchten - z. B. Bäcker*in, Verkäufer*in oder Koch/Köchin. Die meisten Ausbildungen beginnen im September. Aber wer noch keine Lehrstelle gefunden hat, kann sich immer noch dafür bewerben. Die Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden sind gut! Denn viele Betriebe suchen noch dringend Azubis, die dieses Jahr eine Ausbildung beginnen können. Wo gibt es noch freie Lehrstellen in Bayern? Insgesamt gibt es noch rund 40.000 freie Lehrstellen allein in Bayern. Die meisten offenen Ausbildungsplätze gibt es aktuell im Verkauf, für Mechatronik-, Energieund Elektroberufe, bei den Maschinenund Fahrzeugtechnikberufen, sowie in Hotels und Gaststätten. Auch angehende Metzger*innen und Bäcker*innen werden noch oft gesucht. Wie bewirbt man sich richtig? Zu einer Bewerbung gehört ein Anschreiben. Darin erklärt man, warum man diesen Beruf erlernen möchte und welche Interessen und Fähigkeiten man schon hat. Damit möchte man den/die Arbeitgeber*in von sich überzeugen. Außerdem wird ein Lebenslauf gewünscht, in dem persönliche Angaben wie Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer stehen und auch wann und wo man die Schule besucht hat. Ein Bewerbungsfoto muss nicht unbedingt sein, es ist aber üblich und gern gesehen. Dabei sollte aber nur ein professionell gestaltetes Foto - also von einem oder einer Fotografen*in verwendet werden und keine privaten

SBI

AUSGABE STUTTGART 08/2018

LDUNG JET

TEXT SINDY HEYN

Schnappschüsse oder Urlaubsfotos. Das Anschreiben und der Lebenslauf sollten unterschrieben werden. Auch ein Schulzeugnis gehört in die Bewerbungsmappe. Im Internet gibt es viele Vorlagen, wie man ein Anschreiben und einen Lebenslauf schreiben kann. Beim Anschreiben sollte man aber keine fertigen Musteranschreiben kopieren, sondern einen eigenen, persönlichen Text schreiben. Es muss klar werden, warum man genau diese Ausbildung in diesem Betrieb machen möchte. Wo finde ich einen Ausbildungsplatz? In der Berufsberatung, der Arbeitsagentur oder des Jobcenters kann man sich persönlich beraten lassen. Man kann herausfinden, welche Ausbildung zu einer Person passt und wo es noch freie Lehrstellen gibt. Außerdem kann man sich im Berufsinformationszentrum (BIZ oder in München JIBB) ohne Termin selbst über Berufe und Ausbildungen informieren. Dort gibt es auch spezielle Bewerbungs-Computer, an denen man Bewerbungsunterlagen erstellen und ausdrucken kann. Die meisten Ausbildungsstellen stehen in der Jobbörse im Internet unter www.jobboerse. arbeitsagentur.de oder auch unter www. ihk-lehrstellenboerse.de. Natürlich kann man auch persönlich in einem Betrieb, zum Beispiel beim Bäcker oder im Restaurant, vorbeigehen und fragen, ob sie noch Lehrlinge suchen. Außerdem finden auch im September noch Messen oder Ausbildungsbörsen statt, auf denen man sich über Ausbildungsplätze in der Region informieren kann. Im Filmportal BERUFE.TV unter berufe.tv kann man sich mehr als 300 Filme über Ausbildungs- und Studienberufe anschauen. Zudem findet man im Berufenet

GRAFIK MARION BLOMEYER

unter www.berufenet.arbeitsagentur.de viele Informationen rund um den Wunschberuf – von den Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung, über die Beschreibung der Tätigkeiten, bis hin zu den späteren Chancen am Arbeitsmarkt und Verdienstmöglichkeiten. Welche Unterstützung gibt es? Für anerkannte Geflüchtete gibt es eine Vielzahl an Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Auch während der Ausbildung durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gibt es viel Hilfe. Zum Beispiel gibt es die sogenannte „Assistierte Ausbildung“. Das ist eine betriebliche Berufsausbildung, bei der man während der Ausbildung zusätzlich unterstützt wird. Das kann ein Deutschunterricht sein oder Nachhilfe für Fächer, die man an der Berufsschule hat. Es gibt auch ausbildungsbegleitende Hilfen z. B. für die Vorbereitung auf Prüfungen oder auch Hilfe bei persönlichen Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb. Wie läuft eine Ausbildung ab? Die betriebliche Ausbildung in Deutschland dauert in der Regel 3 Jahre und findet in einem Betrieb und in der Berufsschule statt. Im Ausbildungsbetrieb erwirbt man die praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse, die für den Beruf wichtig sind. In der Schule findet der Unterricht statt, um auch das theoretische Wissen für den Beruf zu erlernen. Neben Fächern wie Deutsch oder Mathematik werden ganz bestimmte Fähigkeiten, die für den Beruf wichtig sind, vermittelt. Während der Ausbildung verdient man schon sein eigenes Geld. Die Höhe des Lehrlingsgehaltes ist von dem Ausbildungsberuf, dem Unternehmen und der Branche abhängig und steigert sich von Jahr zu Jahr während der Ausbildung. Außerdem gibt es auch schulische Ausbildungen, die nur -1-

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 

an der Berufsfachschule stattfinden. Das ist zum Beispiel eine Lehre zum/zur Altenpfleger*in oder Erzieher*in. Wer kann eine Ausbildung machen? Wer in Deutschland einen Beruf erlernen möchte, braucht eine Aufenthaltserlaubnis, um länger in Deutschland leben und die Ausbildung abschließen zu können. Wenn man eine betriebliche Ausbildung absolvieren möchte, braucht man je nach Aufenthaltsstatus eine Arbeitserlaubnis von der Ausländerbehörde. Für eine schulische Berufsausbildung wird keine Arbeitserlaubnis benötigt. Zudem sollte man schon ausreichend Deutsch sprechen und verstehen. Sonst wird es sehr schwierig, in der Berufsschule alles zu verstehen.

der/die Lebensabschnitt, -e

begrenzter Teil im Leben einer Person

der/die Betrieb, -e

Firma, Unternehmen

der/die Azubi, -s

ein*e Auszubildende*r: jemand, der eine Lehre macht

angehend

zukünftig, in Ausbildung stehend

das/die Anschreiben

ein einleitender Text einer Bewerbung, mit dem man sich vorstellt und schreibt, was man möchte

das/die Interesse, -en

Neigung; etwas, das man anstrebt

die Fähigkeit, -en

Wissen und Können einer Person

jemanden von sich überzeugen

Arbeitgeber dazu bringen, einem den Job zu geben

üblich

wenn etwas meistens auf diese Art und Weise passiert

der Schnappschuss, die Schnappschüsse

ein spontanes Foto, das nicht vorbereitet wird

das/die Musteranschreiben

Vorlage für das Anschreiben

die Messe, -n

Ausstellung auf der sich Betriebe präsentieren

die Ausbildungsbörse, -n

Veranstaltung bei der Ausbildungsstellen präsentiert und vermittelt werden

die Zugangsvoraussetzung, -en

Bedingung, damit man eine Ausbildung aufnehmen kann

die Verdienstmöglichkeit, -en

mögliche Höhe eines Gehalts

assistiert

mit Unterstützung

die Nachhilfe, -n

Lernunterstützung, meist ein ergänzender Einzelunterricht

das/die persönliche, -n Problem, -e

Konflikt, der einen selbst betrifft

praktisch

handwerklich, angewendet

theoretisch

nur gedanklich, nicht auf die Umsetzung angewendet

etwas absolvieren

etwas erfolgreich beenden

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Hotline „Arbeiten und Leben in Deutschland“ +49 30 / 18 15 11 11 Montag bis Freitag, 9:00 bis 15:00 Uhr Die Hotline beantwortet u. a. Fragen zu Arbeit und Beruf, zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und zum Deutschlernen auf Deutsch und Englisch. Bewerbungstipps:  abi.de - Bewerbungsbox  planet-beruf.de - Bewerbungstraining Informationen zu Berufen: berufe.tv Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Ausbildung: arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung


PERSPEKTIVEN

GRAFIK PIXABAY

Junger alter Migrant TEXT BILAL SHARIF, AFGHANISTAN   

M

eine Familie und ich teilen einen Großteil der Erlebnisse, die von meinen Autorenkollegen*innen in der NeuLand Zeitung beschrieben wurden. Wir können viel über Flucht und den ständigen Kampf um Anerkennung erzählen; mit dem einzigen Unterschied, dass all das jetzt schon 20 Jahre zurückliegt. Es gibt mir die Möglichkeit, die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Seit damals hat sich viel verändert. Aber vieles ist gleich.

Deutschland ist noch

FO TO PRIV AT

globalisierter als vor 20 Jahren

NeuLand-Autor Bilal Sharif vertritt die Meinung: „Wir leben in einem Land der Möglichkeiten. Mit WILLEN kann man hier alles erreichen, unabhängig der Herkunft.“

Es sind Generationen nachgekommen, für die es von Kindheit an das Normalste der Welt war; einen Murat oder einen Ali im Freundeskreis zu haben. Ob das die Gründe für die Unterschiede sind, kann ich nicht sagen. Aber auffällig ist die Hilfsbereitschaft, und ich würde noch weiter gehen: die Liebe der Deutschen seinem Nächsten gegenüber. Ohne jede Übertreibung kann ich sagen, dass mich die vielen Aktionen, sei es die Versorgung am Münchner Bahnhof oder das Kleidersortieren in der Bayern-Kaserne, stark beeindruckt und inspiriert haben, selbst auch mehr mitzuwirken. Denn das waren Aktionen ohne jeglichen politischen Hintergrund. Sie waren von den Bürgern selbst organisiert und untermauern die These, dass sich in den letzten beiden Jahrzehnten viel zum Guten verändert hat. Klar wurde uns damals auch viel geholfen. Aber das waren meistens staatliche oder kirchliche Organisationen. Jedoch war damals die Hilfsbereitschaft nicht in einem so großen Teil der Bevölkerung wiederzufinden. An dieser Stelle möchte ich eine kurze Anekdote aus meinem Leben erzählen. Eines morgens habe ich auf dem Handy gesehen, dass mich mein Studienkollege Tim um zwei Uhr morgens mehrmals angerufen hatte. Ich habe die Anrufe nicht mitbekommen, da ich beim Schlafen immer den berühmten Flugmodus im Handy eingeschaltet habe. Ich fragte ihn am nächsten Tag, warum er angerufen hatte. Er antwortete, dass er kurz meine Hilfe gebraucht hätte. Er hatte einen afghanischen Jungen getroffen, der ganz alleine in München war und seine Familie in Berlin suchen wollte. Der Junge sprach kaum Deutsch und war am Josephsplatz verloren und verzweifelt. Er hatte ihn daraufhin mit dem Taxi zum Hauptbahnhof gebracht. Dort wollte der 14-Jährige hin und wurde dort von Helfern empfangen. Tim und der Afghane haben sich herzlich verabschiedet. Es gibt bestimmt einige, für die das selbstverständlich sein mag. Aber es gibt auch viele, die sich nicht um die Probleme anderer kümmern. Tim jedoch machte das Problem des Jungen zu seinem und verwarf aus Güte die eigenen Pläne. Auf der anderen Seite gibt es den Gegenpol, nämlich den Rechtsradikalismus. Den gab es auch schon bei unserer Ankunft in Deutschland und den wird es wohl auch immer geben. Dass der Mensch Angst vor dem Fremden hat, ist verständlich und menschlich. Man kann als deutscher Bürger auch mit der Situa-

tion überfordert sein, insbesondere bei der Zurückhaltung der Regierung. Aber dass sich die Angst dann in Aggressionen und mehr noch in kriminelle Handlungen umwandelt, geht nicht. Als Bürger hat man nur einen begrenzten Handlungsspielraum, um dem entgegenzuwirken. Eine Möglichkeit wäre der Dialog. Aufzuzeigen, mit welchen Problemen die Migranten konfrontiert wurden oder warum sie flüchten mussten, hilft den Menschen zu verstehen und Empathie zu empfinden. Meine persönliche Devise ist: Radikalen so wenig Bühne wie möglich geben. Damit ist gemeint, dass eine Demonstration, beispielsweise gegen die AFD, direkt eine Gegenreaktion bewirkt. Wenn sich das dann über die Zeit verstärkt, kann es zu einer Radikalisierung der Bevölkerung führen. Das sollte man vermeiden. Erstaunlicherweise ist die Angst vor dem Fremden genau in den Regionen am stärksten, die am geringsten direkt davon betroffen sind. In stark betroffenen Regionen hingegen, wie hier in Bayern, habe ich festgestellt, dass die Neuzugewanderten in den Dörfern auch als Bereicherung wahrgenommen werden. Als Beispiel: die Gemeinde Reichersbeuern bei Bad Tölz. Hier wurden die Migranten*innen schnell in Beruf und Sportverein integriert. Und das zum Vorteil aller Beteiligten. Ähnliches ist mir auch von Trostberg beim Chiemsee bekannt. Nichtsdestotrotz gibt es viele, die den Migranten*innen gegenüber negativ eingestellt sind. Und ja, auch ich hatte meine Zweifel wegen der großen Anzahl an Geflüchteten. Aber man muss den Leuten erst einmal die Chance geben, ein Teil der Gesellschaft zu sein, um sich selbst positiv einzubringen.

Sprach- und Kennenlernkurse sind ein guter Anfang Aber der nächste Schritt, nämlich die Integration in die Berufswelt, könnte deutlich vereinfacht und damit beschleunigt werden. Ich kenne kaum eine*n Migranten*in, der/die nicht arbeiten will. Sie wollen eine Beschäftigung, sie wollen die sprachlichen Fähigkeiten weiter verbessern und sie wollen ihre neue Existenz auf einem stabilen Fundament errichten, wofür ein regelmäßiges Einkommen wichtig ist. Den unzähligen Kleinunternehmern, die händeringend nach Arbeitskräften suchen, wäre auch geholfen. Klar darf man nicht so naiv sein, zu denken, dass das Eine die direkte Lösung für das Andere wäre. Viele Steine stehen einer Einstellung im Weg. Hervorzuheben wäre da die Sprachbarriere. Ein Bauunternehmer hat mir aber mal gesagt, dass man diesen Schritt einfach mal wagen muss. Sie haben einen afghanischen Migranten mit starken Sprachproblemen eingestellt. Der Junge entwickelte sich gut und übernahm innerhalb kürzester Zeit große Verantwortung auf den Baustellen. Abschließend möchte ich eine Frage aufgreifen, die man als Migrant, der schon lange in Deutschland lebt, oft zu hören bekommt: „Fühlst du dich als Deutscher oder als Afghane?“ Meistens ist es nicht leicht, diese

Frage zu beantworten. Bevor eine Antwort gefunden werden kann, muss eine Selbstreflexion stattfinden. Da ich schon immer ein Pragmatiker war, habe ich diese Fragestellung auch aus pragmatischer Sichtweise betrachtet. Ich habe mir die Gegenfrage gestellt: Wozu überhaupt diese Frage? Hat es für irgendwen einen Nutzen? Bringt es mir etwas, zu wissen, dass ich 70 % deutsch und 30 % afghanisch bin oder andersrum? Diese Fragen sind überflüssig, denn in dieser globalisierten Welt ist ein SchwarzWeiß-Denken veraltet. Der Artikel wurde für die ArrivalNews gekürzt und vereinfacht. Den Originaltext finden Sie unter www.neulandzeitung.com

die Anerkennung, -en

eine respektvolle Behandlung; wenn etwas angenommen wird

der/die Blickwinkel

der Standpunkt von dem aus man etwas betrachtet

globalisiert

mit anderen Ländern verbunden

die Hilfsbereitschaft

wenn jemand gerne hilft, ist er hilfsbereit

die Übertreibung, -en

eine zu starke Darstellung

inspiriert

wenn jemand sich ermutigt fühlt, etwas Ähnliches zu unternehmen

etwas untermauern

etwas mit guten Behauptungen unterstützen

die These, -n

eine Aussage, eine Behauptung, eine Theorie

die Anekdote, -n

eine kurze Geschichte

der/die Studienkollege, -n die Studienkollegin, -nen

jemand, der*die mit dir zusammen zur Universität geht

der Flugmodus

der Zustand, in dem sich ein Handy befindet, wenn es keine Internetverbindung hat und keine Anrufe und SMS bekommen kann

verzweifelt

wenn man unglücklich ist und keine Lösung für sein Problem sieht

selbstverständlich

wenn etwas für jemanden ganz normal ist

etwas verwerfen

wenn jemand seinen Idee aufgibt oder seinen Plan absagt

die Güte

eine großzügige und freundliche Einstellung gegenüber anderen Menschen

der/die Gegenpol, -e

die entgegengesetzte Position

der Rechtsradikalismus

eine nationalsozialistische, fremdenfeindliche Einstellung

die Zurückhaltung, -en

eine Einstellung, in der man sich nicht besonders einmischt

der Handlungsspielraum die Handlungsspielräume

die Möglichkeiten, die man insgesamt hat

der/die Dialog, -e

ein von zwei oder mehreren Personen abwechselnd geführte Gespräch

die Empathie

die Fähigkeit, die Einstellungen und Gefühle anderer Menschen zu verstehen

die Devise, -n

ein Motto, eine persönliche Vorstellung

die Bereicherung, -en

ein Gewinn

nichtsdestotrotz

trotzdem

händeringend

wenn jemand etwas sehr dringend braucht

naiv

treuherzig, arglos, unkritisch; mit wenig Sachverstand

die Sprachbarriere, -n

die Schwierigkeit in der Verständigung zwischen Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen

die Selbstreflexion, -en

das genaue Nachdenken über das eigene Handeln und die eigenen Einstellungen

der/die Pragmatiker die Pragmatikerin, -nen

jemand, mit einer neutralen, praktischen, lösungsorientierten Einstellung

der/die Nutzen

ein Vorteil; wenn etwas jemandem weiterhelfen kann

überflüssig

wenn etwas nicht gebraucht wird

das Schwarz-Weiß-Denken

wenn es in der Einstellung einer Person nur das eine, oder das andere gibt

Dieser Text wurde ArrivalNews mit freundlicher Unterstützung von NeuLand e.V. zur Verfügung gestellt.

Das ist NeuLand NeuLand e.V. gibt geflüchteten Menschen und Migrant*innen eine Stimme, um Begegnung und Dialog auf Augenhöhe zu initiieren. Die Münchner NeuLand-Zeitung, der NeuLand-Blog sowie öffentliche Lesungen und Autorentage dienen geflüchteten Menschen und Migrant*innen als Sprachrohr für ihre Geschichten, Empfindungen und Träume. NeuLand-Autoren entwickeln und schreiben ihre Geschichten selbst und setzen der medialen Berichterstattung über Geflüchtete eine authentische Stimmen entgegen. So vermitteln sie etwas von sich an die einheimische Bevölkerung. So wird Fremdes zu Bekanntem und Teilhabe möglich. Die NeuLand-Zeitung erscheint dreimal jährlich in einer Auflage von 10.000 Stück und ist an etwa 100 Auslagestellen in München kostenlos erhältlich. Weitere Informationen unter: www.neulandzeitung.com -2-

Auch du kannst für N euLand schreiben!

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LEBEN Der dunkle Hund neben dir:

Volkskrankheit Depression TEXT DAVID J. OFFENWANGER

FOTO MARION BLOMEYER

 

M.

geht es schlecht. Er musste aus Afghanistan fliehen und lebt nun seit zwei Jahren in Deutschland. Schon länger hat er keine Lust mehr morgens aufzustehen. Manchmal auch einfach keine Kraft. In der Nacht kann er nicht richtig schlafen. Oft hat er keinen Hunger. Alles fühlt sich schwer an, irgendwie ist alles belastend und fühlt sich dunkel an. Er kann sich nicht konzentrieren. Dabei wäre es so wichtig, dass M. sich aufrafft. Nach einem Arbeitsplatz sucht. Aber er hat oft dieses Gefühl, dass jeden Moment etwas Schlimmes passieren kann. M. hat keine Freude mehr. Immer öfter fragt er sich, ob sein Leben überhaupt noch einen Sinn hat. Ein Freund erzählt M.: „Ich habe manchmal ein Gefühl, als würde mich ein großer dunkler Hund verfolgen. Überall wo ich hingehe, ist er schon da, wie ein schlechtes Gefühl. Es ist, als würde er an mir ziehen und alles langsamer machen. Dann fühle ich mich leer, bin manchmal gereizt und nicht ich selbst. Er zieht meine Stimmung runter und vermiest mir das Leben.“

Der dunkle Hund hat einen Namen. Er heißt Depression

Man versteht unter einer Depression eine psychische Krankheit. Eine „Störung der Grundstimmung“. Das bedeutet: man ist zum Beispiel meistens sehr schlecht gelaunt, hat im Alltag kein Interesse oder Freude mehr. Man kann nicht mehr gut denken, ist immer müde und schlaff. Auch wenn eine Depression eine psychische Krankheit ist, gibt es auch viele körperliche Symptome, die Menschen große Probleme machen können. Manchmal haben die Menschen sogar Schmerzen, obwohl mit dem Körper alles okay ist. Der große dunkle Hund beißt sie, obwohl ihn niemand sehen kann. Viele leiden an der Krankheit Depression. Ungefähr 5 % der Menschen in Deutschland haben schon mal eine depressive Episode gehabt. Das sind über vier Millionen Menschen. Dabei bekommen Frauen diese Probleme doppelt so häufig wie Männer. Am häufigsten betroffen ist man im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Aber prinzipiell kann jedes Geschlecht in jedem Alter und unabhängig von sozialem Status oder anderen Faktoren eine Depression bekommen. Manchmal kann auch ein schreckliches Erlebnis oder eine sehr belastende Erfahrung eine Depression auslösen. Man spricht im schlimmsten Fall von einem traumatischen Erlebnis. Das bedeutet, dass man etwas so Erschütterndes erlebt hat, dass die Seele des Menschen verletzt ist. Man ist traumatisiert. Ein Trauma kann verschiedene Ursachen haben. Manchmal ist man grausam von anderen Menschen behandelt worden und hatte Angst um sein Leben. Oder man hat eine Katastrophe erlebt, wie zum Beispiel einen schlimmen Unfall oder ein Erdbeben. Manchmal reicht es auch, wenn man sieht, wie anderen Menschen etwas Schlimmes zustößt. Auch das kann die Seele eines Menschen so stark verletzten, dass man immer wieder psychische Probleme hat. So ein Problem kann dann eben eine Depression sein. Viele Menschen, die vor Krieg oder Elend geflüchtet sind, haben sehr Schlimmes erlebt. Manche von ihnen sind traumatisiert. Expert*innen sagen, dass bis zu 40 % aller Geflüchteten traumatisiert sind und psy-

Weitere Informationen über die Krankheit Depression: Ein Film über den Hund namens Depression in englischer Sprache: youtube.com/watch?v=XiCrniLQGYc Und in in deutscher Sprache: youtube.com/watch?v=1UiA32Qv4yE Ein Film über die psychischen Folgen von Flucht und Migration – in sehr vielen Sprachen: psych.mpg.de/refpsych

Hier finden Sie Hilfe in Stuttgart: Krisen- und Notfalldienst Evangelische Gesellschaft (EVA) Mo bis Fr: 9 bis 24 Uhr, Sa, So und feiertags 12 bis 24 Uhr Telefon: 0180 5110444 www.eva-stuttgart.de Kinder- und Jugendtelefon Mo bis Fr: 15 bis 18 Uhr Telefon: 0180 111 0 333 Psychiatrischer Rufbereitschaftsdienst in der Notfallpraxis Stuttgart Mo bis Fr: 19 bis 0 Uhr, Sa, So und feiertags: 7 bis 0 Uhr www.notfallpraxis-stuttgart.de/ Telefonseelsorge Telefon: 0800 111 0 111 (Beratungstelefon rund um die Uhr) oder Telefon: 0800 111 0 222 (Beratungstelefon rund um die Uhr)

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chische Probleme haben. Das bedeutet nicht, dass alle eine Depression bekommen müssen. Aber es besteht die Gefahr, eine solche Krankheit zu bekommen. Leider gehen nicht alle Menschen mit diesen Problemen zu einem Arzt oder einer Ärztin. Oft wissen sie nicht, dass sie an einer Krankheit leiden könnten. Oder sie schämen sich. Sie glauben, nicht stark genug zu sein. Sie möchten sich selbst nicht eingestehen, nicht richtig zu „funktionieren“. Aber der Mensch ist keine Maschine. Und wie man eine Wunde auf der Haut behandeln kann, muss man auch eine Wunde in der Psyche behandeln. Das ist ganz normal. Weil die Krankheit so viele Gesichter hat, erkennen auch die Ärztinnen und Ärzte manchmal nicht, dass ein/e Patient*in an einer Depression leidet. Dabei gibt es gute Hilfe: 80 % der Erkrankten kann dauerhaft und erfolgreich geholfen werden. Deswegen ist es wichtig, über die Krankheit aufzuklären und sie zu verstehen. Und es ist wichtig, sich schnell Hilfe zu holen und die Gefühle anzusprechen. Denn von allein wird es meistens nicht besser. M. hat sich Hilfe geholt. Er war bei einer Ärztin, die ihm helfen konnte. Langsam fühlt er sich nun wieder besser, hat weniger Angst und kann sein Leben wieder aktiv gestalten. Der große dunkle Hund ist immer noch da. Aber M. hat gelernt, mit ihm zu leben. Er weiß jetzt wie er den Hund unter Kontrolle hält. Und immer öfter vergisst M., dass es den dunklen Hund überhaupt gibt.

die Volkskrankheit, -en

Krankheit, die sich in einem Land stark ausbreitet und viele Menschen betrifft

etwas belastet jemanden

jemand hat ein Problem, das schwer zu lösen ist und durch das sie/er sich nicht gut fühlt

sich konzentrieren

seine Gedanken/Aufmerksamkeit auf ein Thema/eine Person lenken und sich nur damit beschäftigen

sich aufraffen

sich zusammenreißen, sich ordnen, sich sammeln

gereizt sein

angespannt sein, nicht ruhig sein, empfindlich sein

etwas vermiesen

etwas schlecht machen

psychisch

alles Fühlen, Empfinden und Denken; Seele

der Alltag

der tägliche Ablauf im Leben eines Menschen

das/die Symptom, -e

Anzeichen/Hinweise auf eine Krankheit

die Episode, -n

eine bestimmte Zeitspanne

der soziale Status

Position einer Person in einer sozialen Gesellschaft

der/die Faktor, -en

Merkmal, Aspekt

erschütternd

ergreifend, katastrophal, tragisch

die Seele, -n

alles Fühlen, Empfinden und Denken eines Menschen, ein unsichtbarer Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich ist und nach dem Tode weiterlebt

das/die Trauma, -ta

starke psychische Erschütterung, die einen Menschen noch lange beschäftigt

das/die Erdbeben

starkes Wackeln und Vibrieren der Erde

sich schämen

jemandem ist etwas peinlich und sie/er will nicht, dass andere Menschen davon erfahren

funktionieren

hier: das tägliche Leben zu schaffen, also arbeiten, einkaufen, kochen, ...

die Kontrolle, -n

Leitung, Überwachung, Beherrschung


DOSSIER

Wie funktioniert die Einschulung in Deutschland?

TEXT ANJA SCHMIDT

 

FOTOS MARION BLOMEYER

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DOSSIER

A

lmotasem wird dieses Jahr eingeschult. Er freut sich schon sehr auf die Schule. Endlich darf er richtig Lesen und Schreiben lernen. Im Kindergarten hat er schon gelernt, seinen Namen zu schreiben und er kann schon einige Buchstaben erkennen. Almotasems Eltern kommen aus Syrien und er ist das erste ihrer vier Kinder, das eingeschult wird. Der Weg zur Einschulung war für sie nicht einfach, weil sie viele Entscheidungen treffen mussten. In Deutschland wird jedes Kind, das 6 Jahre alt ist, schulpflichtig. Viele Kinder kommen aber erst mit 7 Jahren in die Schule. Die Eltern und die Pädagog*innen des Kindergartens können das zusammen entscheiden. Ein Grund für eine spätere Einschulung kann sein, dass ein Kind mehr Zeit zum Sprachelernen braucht. Oder die Eltern möchten, dass ihr Kind noch ein Jahr länger mit seinen Freunden im Kindergarten spielen darf. Um zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für die Einschulung ist, sollten Eltern mit den Pädagog*innen im Kindergarten sprechen. In München oder Stuttgart gibt es zum Beispiel außerdem die „Sonderpädagogischen Förderzentren“. In anderen Städten gibt es ähnliche Einrichtungen. Dort arbeiten Pädagog*innen, die die Kindergärten regelmäßig besuchen und sich die Kinder ansehen. Wenn sie denken, dass ein Kind mehr Förderung braucht, sprechen sie mit den Eltern und helfen ihnen. Gemeinsam wollen sie eine gute Lösung für das Kind finden. Almotasems Eltern haben zusammen mit den Pädagog*innen entschieden, dass er ein Jahr mehr Zeit bekommt. Dadurch kann er sein Deutsch spielerisch im Kindergarten verbessern. Es ist aber wichtig zu sagen, dass viele Städte in diese frühe Sprachförderung zu wenig Geld investieren. Es müsste für Kinder wie Almotasem viel früher und öfter Sprachkurse geben, um sie bestmöglich beim Deutschlernen zu unterstützen. In München gibt es Sprachförderung erst im letzten Jahr des Kindergartens und das nur einmal die Woche. Deswegen ist es gut, wenn Eltern noch andere Sprachlernangebote für Kinder in Anspruch nehmen. Almotasems Eltern haben ihn deswegen in seinem letzten Kindergartenjahr beim KIKUS-Deutschkurs angemeldet. Dort lernen Kinder spielerisch Deutsch und Almotasem konnte sich gut auf die Schule vorbereiten. Ein Jahr vor der Einschulung bekommen die Eltern einen Brief mit Informationen über die Termine. Ein Termin ist zum Beispiel die Gesundheitsuntersuchung zur Einschulung. Dort überprüft ein*e Schulärzt*in, ob das Kind schon bereit ist für die Schule. Hierzu werden die motorischen und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes eingeschätzt. Ein weiterer wichtiger Termin ist die Anmeldung bei der Grundschule. Die Anmeldung findet im April statt. Der Wohnort des Kindes bestimmt, welche Grundschule es besucht. Diese Schule wird „Sprengelschule“ genannt. In Ausnahmefällen kann ein Gastschulantrag gestellt werden. Das ist ein Antrag, dass das Kind auf eine andere Grundschule gehen darf. Ein Grund kann sein, dass es in der Sprengelschule des Kindes keine Integrationsklassen mit Deutschförderung gibt. Auch Almotasems Eltern haben überlegt, ob sie einen Gastschulantrag stellen sollen, so dass Almotasem eine Integrationsklasse besuchen kann. Aber zusammen mit den Pädagog*innen im Kindergarten, dem „Sonderpädagogischen Förderzentrum“ und mit der Schulleiterin der Sprengelschule haben sie sich dagegen entschieden. Wenn die Einschulung geschafft ist, ist es wichtig, dass sich Eltern Gedanken machen, wie sie ihr Kind im Schulalltag unterstützen können. Hausaufgaben sind ein sehr wichtiges Thema. Lehrer*innen geben Hausaufgaben, um Gelerntes zu verfestigen. Die Kinder haben außerdem so die Chance, in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu lernen. Dafür brauchen aber vor allem Erstklässler die Hilfe von ihren Eltern. Almotasems Eltern befürchten, dass sie ihren Sohn bei den Hausaufgaben nicht richtig unterstützen können. Sie lernen selber noch Deutsch. Deswegen haben sie ihn zur Mittagsbetreuung angemeldet. Dort bekommt er mittags Essen und kann dann in der Schule seine Hausaufgaben machen. Die Mittagsbetreuung kostet monatlich etwa 180 Euro. Aber Eltern können bei der Wirtschaftlichen Jugendhilfe einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. So soll jedes Kind die Unterstützung bekommen, die es braucht. Egal ob seine Eltern wenig oder viel Geld haben. Die Einschulung für Almotasem ist jetzt also geschafft. Wenn seine drei kleinen Geschwister in den nächsten Jahren in die Schule kommen, werden den Eltern von Altmotasem die vielen Entscheidungen leichter fallen.

ArrivalNews Interview Almotasem (7) kommt in die Schule. ArrivalNews hat mit ihm gesprochen. ArrivalNews: Freust du dich auf die Schule? Almotasem: Ja. Auf was freust du dich am meisten? Darauf, neue Freunde zu finden und mit ihnen Fahrrad zu fahren.

FO TO PR IVA T

Weißt du schon, was dein Lieblingsfach sein wird? Sport. Auf was hast du nicht so viel Lust? Im Kindergarten schubsen die anderen Kinder immer so viel. Vielleicht schubsen Schulkinder etwas weniger. Was glaubst du, ist in deiner Schultüte drin? Vielleicht eine Schere, Stifte und Radiergummi. Feiern du und deine Familie deine Einschulung? Ja, es gibt eine kleine Party mit Freunden und Familie. Was möchtest du werden, wenn du groß bist? Architekt oder Ingenieur. Gibt es noch etwas, was dir wichtig ist und du mir noch sagen möchtest? Ja. Ich hoffe sehr, dass meine Lehrerin nett ist.

die Einschulung, -en

Infos zu Hausaufgaben: Auch wenn das Kind in der Mittagsbetreuung ist, müssen Eltern jeden Tag überprüfen, ob das Kind alle seine Hausaufgaben gemacht hat. Denn in der Mittagsbetreuung sind viele Kinder und die Lehrer*innen können nicht alle Kinder individuell betreuen. Zudem wird von Eltern erwartet, dass sie mit ihren Kindern für Schulaufgaben üben und mit ihnen zusammen lesen üben.

Folgende Tipps geben Pädagog*innen den Eltern:

 Hausaufgaben sollten immer am gleichen Arbeitsplatz gemacht werden. Ablenkungsmöglichkeiten vermeiden (kein Spielzeug, keine Musik, kein Fernseher, keine kleinen Geschwister im Raum).  Feste Zeiten für die Hausaufgaben mit dem Kind vereinbaren (gleich nach der Schule, nach dem Essen, vor dem Abendessen evtl. Lern- und Lesehausaufgaben).  Das Hausaufgabenheft sollten Eltern täglich kontrollieren.  Die Konzentration des Kindes kann schon nach 20 Minuten sinken. Eine kurze Pause mit Bewegung ist ratsam.  Das Federmäppchen und der Schulranzen sollten täglich überprüft werden. Anfangs sollte dies noch mit dem Kind zusammen gemacht werden. Dann muss das Kind selbstständig dafür sorgen, dass alles komplett und ordentlich ist.  Sollten Eltern bei den Hausaufgaben helfen? Bei mündlichen Hausaufgaben ist Unterstützung notwendig (abfragen, beim Auswendiglernen helfen). Schriftliche Aufgaben sollten möglichst ohne zusätzliche Hilfen erledigt werden. Die Eltern sollten nicht neben Ihrem Kind sitzen. Sie sollten aber in der Nähe bleiben, falls das Kind Hilfe braucht.  Kinder lernen besser, wenn ihnen die Hausaufgaben Spaß machen. Es ist also wichtig, dass Eltern ein positives Umfeld schaffen. Lob und Belohnungen sind sehr gut. Schimpfen und Drohen sind nicht so gut.  Kinder, die viel fernsehen oder mit dem Smartphone spielen, sind schlechter in der Schule. Eltern sollten kontrollieren, wie oft ihre Kinder fernsehen oder YouTubeVideos schauen. Für Kinder im Grundschulalter empfehlen Pädagog*innen nicht mehr als 20 Minuten pro Tag.  Manche Kinder brauchen sehr lange für die Hausaufgaben oder haben Probleme sie zu machen. Dann sollten sich die Eltern an die Lehrer*innen wenden. Zusammen können Lösungen gefunden werden.

-5-

Aufnahme eines Kindes in eine Schule

der/die Buchstabe, -n

Zeichen aus dem Alphabet, die zusammen ein Wort bilden

schulpflichtig

wenn das Gesetz vorschreibt, dass man in diesem Alter zur Schule gehen muss

der/die Pädagoge, -n die Pädagogin, -nen

Person, deren Beruf die Erziehung oder Bildung von anderen Menschen betrifft

die Einrichtung, -en

Organisation, die zu einem bestimmten Zweck besteht

die Förderung, -en

spezielle Unterstützung

spielerisch

nicht so ernst; manchmal mit einem Spiel verbunden

bestmöglich

so gut es geht

etwas in Anspruch nehmen

etwas nutzen; eine Leistung wahrnehmen

bereit sein

für etwas vorbereitet sein; fähig sein

motorische Fähigkeiten

Fähigkeiten, die mit dem Körper und Bewegung zu tun haben

die Grundschule, -n

Schule für Kinder in den Klassen 1 bis 4 (meistens im Alter von 6 bis 10)

die Integrationsklasse, -n

eine Klasse, in der Deutsch besonders gefördert wird und auf den Wechsel in andere Klassen vorbereitet wird

die Sprengelschule, -n

die Schule, die im nahen Umkreis des Wohnortes liegt

die Hausaufgabe, -n

Aufgaben, die man nach dem Unterricht zuhause erledigen soll

Gelerntes verfestigen

wenn man etwas, das man schon gelernt hat nochmal macht, damit man es sich noch länger merken kann

die Geschwindigkeit, -en

die Angabe, wie schnell oder langsam etwas ist bzw. passiert

der/die Erstklässler die Erstklässlerin, -nen

jemand, der die erste Klasse der Grundschule besucht

befürchten

vor etwas Angst haben; sich über etwas Sorgen machen

schubsen

jemanden weggestoßen

die Schultüte, -n

eine große und verzierte Papiertüte mit Sachen für die Schule, die ein Kind zum ersten Schultag bekommt

die Schere, -n

Gerät, das man zum Schneiden von Papier braucht

der/die Stift, -e

Gegenstand, den man zum Schreiben benutzt

der/die Radiergummi, -s

Gegenstand mit dem man Gemaltes von Papier wegmachen kann

jemanden individuell betreuen jede Person bekommt die Unterstützung, die sie braucht etwas erwarten

etwas von jemandem verlangen, fordern

die Schulaufgabe, -n

Prüfung in der Schule

etwas vermeiden

es nicht zu etwas kommen lassen; einer Sache aus dem Wege gehen

etwas mit jemandem vereinbaren

Abmachung gemeinsam treffen; z. B.: "Ok, wir machen das jetzt so - abgemacht!"

ratsam

etwas ist zu empfehlen, angeraten; z. B.: "Es ist besser, wenn Du das so machst - es ist ratsam."

das/die Federmäppchen

kleine Tasche oder Behältnis aus Leder oder Kunststoff; Schüler*innen haben darin z. B. Stifte, Radiergummi und Lineal

der/die Schulranzen,

Tasche, die Schüler*innen auf dem Rücken tragen zum Transport von Schulsachen; ähnlich wie ein Rucksack

etwas überprüfen

kontrollieren, ob etwas in Ordnung ist, seine Richtigkeit hat, funktioniert

selbstständig

ohne fremde Hilfe; eigenständig

komplett

vollständig; als Ganzes

mündlich

in gesprochener Form; nicht schriftlich

das Auswendiglernen

etwas im Gedächtnis haben, ohne nachschauen zu müssen; z. B. ein Gedicht oder einen Song-Text auswendig lernen

das positive Umfeld

hier: eine Atmosphäre, in der sich ein Kind gut entwickeln kann

das Lob

anerkennende Worte für ein gute Leistung oder gute Tat

die Belohnung, -en

etwas, womit man jemanden für etwas belohnt; ein Geschenk z. B. für eine gute Leistung

schimpfen

den Ärger über jemanden mitteilen; jmd. zurechtweisen

drohen

jemanden eine negative Konsequenz ankündigen; jemanden einschüchtern


ARBEIT

Verkäufer*in Obst, Gemüse und viel mehr als das! TEXT MARTIN RUBIN

E

  

Ali hat viele Praktika gemacht, bevor er sich für den Beruf des Verkäufers entschieden hat. Er erzählt: „Ich habe Praktika als Anlagenmechaniker, Kfz-Mechatroniker und Elektroniker für Gebäudetechnik gemacht. Aber Verkäufer hat mir am besten gefallen.“ Ali ist froh, dass Alexander Breuer ihm einen Ausbildungsplatz angeboten hat. Er berichtet: „Insgesamt habe ich über 40 Bewerbungen geschrieben. Ich habe viele Absagen bekommen. Manchmal war ich deswegen total kaputt. Aber am Ende hat es geklappt. Es ist wichtig, immer dranzubleiben und niemals aufzugeben.“

s gibt Menschen, die mögen es gar nicht, einkaufen zu gehen. Sie kaufen jede Woche dasselbe. Hauptsache, der Einkauf geht schnell: Schnell in den Laden rein und schnell wieder raus. Für andere Menschen ist einkaufen wie ein Fest. Sie bleiben sehr lange in einem Geschäft, probieren alles aus und reden viel mit den Verkäufern*innen. Egal wie jemand seine Einkäufe erledigt: Jeder muss einkaufen. Denn jeder braucht etwas zu essen und zu trinken. Jeder Mensch braucht Kleidung und Schuhe. Und noch vieles mehr zum Leben. All diese Dinge müssen wir kaufen. Dazu gehen wir in Geschäfte. Dort sorgen Verkäuferinnen und Verkäufer dafür, dass wir diese Dinge bekommen. Alexander Breuer ist Chef von Breuers Frischemarkt. Das ist ein EDEKA Lebensmittelgeschäft in Unterföhring bei München. Er hat 11 Angestellte. Seine Frau und seine Tochter arbeiten auch in seinem Geschäft. „Wir sind eine Händlerfamilie“, sagt Herr Breuer. Sein Vater und sein Großvater waren auch Händler. „Wenn ich Kunden habe, die zufrieden sind, weil sie bei mir alles bekommen haben, was sie brauchen, dann bin ich glücklich“, erzählt Herr Breuer. „Ein Sortiment dem Kunden so zu präsentieren, dass alles da ist, was er braucht, macht mich stolz. Das ist ein tolles Gefühl. Das ist meine Motivation, diese Arbeit zu machen.“ Ali kommt aus Afghanistan. Er wird im September eine Ausbildung bei Herrn Breuer als Verkäufer beginnen. Ali hat bereits Erfahrung als Verkäufer. „Ich habe in Afghanistan als Verkäufer gearbeitet“, erzählt er. „Aber das war ganz anders als hier. Hier in Deutschland gibt es überall große Geschäfte, in denen du alles bekommst, was du brauchst. In Afghanistan gibt es nicht so viele Geschäfte wie hier. Die Läden sind kleiner. Zum Einkaufen muss man meistens in mehrere Läden gehen, um alles zu bekommen, was man einkaufen möchte. Hier gibt es auch viel mehr Angestellte, viel mehr Technik und viel mehr Geräte und Computer. Zum Beispiel elektronische Kassen und Warenwirtschaftssysteme. Es gibt immer sehr viel zu tun.“

STECKBRIEF

Verkäufer*in

„In Afghanistan war verkaufen

Mangelberuf in Deutschland: Nein

manchmal etwas langweilig.

Das ist hier nicht so.“

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Der Umgang mit Computer und Technik ist auch für Herrn Breuer sehr wichtig. „Wir haben hier ein hochmodernes Auto-Dispositionssystem“, erklärt er. „Das bedeutet: Alle Waren werden zentral per Computer erfasst. Alle Preise und Preisnachlässe sind in diesem System. Das muss exakt geführt werden. Ohne dieses System läuft nichts.“

Voraussetzungen: Haupt- oder Realschulabschluss oder ähnliche Qualifikation 

Schwerpunkte: Arbeiten in Supermärkten oder Kaufhäusern. Annahme von Warenlieferungen, Einräumen der Ware in Regale, Preisauszeichnung, Kontrolle des Warenbestands, Kundenberatung, kassieren, Präsentation der Waren 

Aber das ist nur eine Seite des Berufs. Für Herrn Breuer sind auch ganz andere Dinge wichtig: „Der Umgang mit Menschen ist essenziell. Man darf keine Angst vor Menschen haben. Wir beraten Menschen und helfen ihnen, das richtige Produkt zu finden.“ In einem Lebensmittelmarkt gibt es noch eine weitere grundlegende Voraussetzung: „Man muss Lebensmittel mögen“, erklärt er. „Man muss Freude an der Vielfalt und der Qualität von Lebensmitteln haben. Bei uns zu Hause zum Beispiel war es immer wichtig, gutes Essen mit guten Zutaten zu kochen. So habe ich meine Freude an dem Thema entdeckt. Wenn ich heute einem Kunden einen sehr speziellen Wunsch erfüllen kann – zum Beispiel nach einem exotischen Gewürz – dann macht mich das glücklich. Den Kunden diese Vielfalt in meinem Geschäft zu geben, finde ich toll.“

Das solltest du mitbringen: Das solltest du mitbringen: Kommunikationsfähigkeit, Kontaktbereitschaft, Einfühlungsvermögen im Umgang mit Menschen, rechnerische Fähigkeiten (Lagerhaltung), wirtschaftliches Denken, Sorgfalt

Herr Breuer ist durch eine Stammkundin auf Ali aufmerksam geworden. „Sie hat mich eines Tages gefragt, ob ich Ali als Azubi nehmen würde“, erzählt er. „Dann kam Ali zum Probearbeiten. Er hat einen guten Eindruck gemacht. Er spricht gut Deutsch und er hat ein sicheres Auftreten.“ Herr Breuer ist froh, dass er einen Azubi wie Ali hat. „Nur wenige junge Menschen wollen diesen Beruf erlernen“, erklärt er. „Die Arbeit ist anstrengend. Man verbringt viel Zeit damit, Regale einzuräumen. Wir haben Schichtarbeit, also Frühschicht und Spätschicht. Am Samstag arbeiten wir auch. Nicht jeder ist bereit, unter diesen Voraussetzungen zu arbeiten.“ Ali freut sich auf seine Ausbildung. Er weiß, dass es nicht immer einfach sein wird. Er sagt: „Ich habe zwar Abitur in Afghanistan gemacht, aber hier muss ich noch einmal von vorne anfangen. Ich muss viel lernen. Ich muss schauen, wie es in der Berufsschule laufen wird. Meine Noten waren bisher immer so zwischen 2 und 3. Ich hoffe, das bleibt so. Vielleicht muss ich aber auch Nachhilfe nehmen.“ „Im ersten Lehrjahr sind die Azubis nicht so oft im Betrieb“, ergänzt Herr Breuer. „Schule ist im ersten Jahr an anderthalb Tagen pro Woche. Im zweiten Jahr noch einen Tag pro Woche. Darüber hinaus hat EDEKA noch ein eigenes Programm für Azubis. Und natürlich muss auch ein Azubi ab und zu mal Urlaub machen.“

Nach dem zweiten Lehrjahr möchte Ali sich in einem weiteren Jahr zum Einzelhandelskaufmann ausbilden lassen. Für die Zeit danach hat er noch keine konkreten Pläne. „Schau mer mal“, sagt er und lacht. „Wenn es mir bei EDEKA gefällt werde ich dort sicher noch eine Weile bleiben.“ Herr Breuer berichtet über die vielen Möglichkeiten, wie es nach einer Ausbildung als Verkäufer*in weitergehen kann: „Wer im dritten Jahr die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann oder zur Einzelhandelskauffrau abschließt, kann sich danach zum/zur Handelsfachwirt*in weiterqualifizieren. Mit diesem Abschluss kann man ein Studium beginnen, zum Beispiel als Kaufmann oder Kauffrau. Man kann aber auch einfach ganz normal weiter arbeiten und mehr Verantwortung übernehmen. Zum Beispiel für ein bestimmtes Sortiment. Manche Einzelhandelskaufleute machen sich irgendwann selbstständig und eröffnen ein eigenes Geschäft. Man kann nach ein paar Jahren Marktleiter*in werden und hat dann Personal- und Budgetverantwortung. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in der Lebensmittelindustrie oder im Vertrieb zu arbeiten.“ Insgesamt sieht Herr Breuer die Zukunft für Verkäufer*innen positiv: „Es wird immer Kunden*innen geben, die Beratung brauchen. Und die dort einkaufen gehen, wo Waren mit Liebe präsentiert werden und ihnen ein schönes Erlebnis geboten wird. So etwas schaffen nur Verkäufer*innen.“

Verkaufen macht auch Ali Spaß. Er sagt: „Ich möchte, dass mir meine Arbeit Spaß macht. Ich bin gerne mit Menschen zusammen und ich arbeite gern im Team. Ich mag es auch, mit den Händen zu arbeiten. Das alles bietet mir der Beruf des Verkäufers.“ -6-

FOTOS SHUTTERSTOCK


ARBEIT

BUCH-TIPP Visuelles Fachwörterbuch Einzelhandel: Ideal für Auszubildende in den Berufen Verkäufer/in und Einzelhandelskauffrau/mann Die Hueber-Reihe der Visuellen Fachwörterbücher bekommt Verstärkung mit dem neuen Titel für den Einzelhandel. Bereits erhältlich sind Friseurhandwerk und Kfz-Mechatronik. Ziel der Reihe ist es, den Berufseinstieg für Auszubildende mit der Zweitsprache Deutsch zu vereinfachen. Dazu bedient sich das Konzept vieler Bilder, Fotos und Illustrationen, um die relevanten Fachbegriffe der Branche zu erklären. Zu den mehr als 500 Stichwörtern zählen Ausdrücke für Verkauf und Beratung ebenso wie Wissen zu Marketing und Werbung und Begriffe rund um Kasse, Warenkunde oder rechtliche Rahmenbedingungen. Die Visuellen Fachwörterbücher sind praktische Referenzwerke für Berufsschule und Ausbildungsbetrieb und ideal auch für die Prüfungsvorbereitung: Sie enthalten wichtige Begriffe und Abkürzungen aus den Prüfungsverordnungen und -inhalten sowie hilfreiche Tipps zu Vorschriften in der jeweiligen Branche.

ArrivalNews Interview Ali wird eine Ausbildung als Verkäufer bei EDEKA Breuer in Unterföhring beginnen. ArrivalNews hat mit ihm gesprochen.

Ein kostenloser MP3-Download mit einer Vertonung aller relevanten Wörter und Redewendungen verhilft zusätzlich zu noch mehr Sprachsicherheit im Berufsalltag.

ArrivalNews: Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Ali: Ich habe bereits in Afghanistan als Verkäufer gearbeitet und deswegen schon ein bisschen Erfahrung in diesem Beruf. In Deutschland habe ich auch in anderen Berufen Praktika gemacht, aber Verkäufer hat mir am besten gefallen. Außerdem arbeite ich gerne mit Menschen und gerne in einem Team. Das macht mir Spaß. Ich finde, das Wichtigste sollte sein, dass einem der Beruf Spaß macht. War es schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Ich fand es schon schwer, eine Ausbildung zu bekommen. Ich habe über 40 Bewerbungen geschrieben, Praktika gemacht und trotzdem viele Absagen bekommen. Ich freue mich aber, dass es am Ende geklappt hat und ich im Herbst meine Ausbildung beginnen kann Was sind die Unterschiede zwischen der Arbeit eines Verkäufers hier und der Arbeit eines Verkäufers, wie du sie aus Afghanistan kennst? In Afghanistan ist es ganz anders als hier. Hier gibt es überall Geschäfte. Sie sind viel größer und es gibt viel mehr Personal. Oft kannst du hier in einem Laden alles kaufen, was du brauchst. In Afghanistan sind die Läden meistens viel kleiner und die Auswahl ist nicht so groß. Dann gibt es hier viel mehr Technik, wie zum Beispiel elektronische Kassen oder Computerprogramme, mit denen die Waren verwaltet werden. In Afghanistan war mir als Verkäufer manchmal langweilig. Das wird hier nicht so sein.

Erschienen im Hueber Verlag: Visuelles Fachwörterbuch Einzelhandel Buch (144 Seiten) mit kostenlosem MP3-Download ISBN 978-3-19-037480-9 € 15,00 (D)

Infos siehe unten

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Fachbegriffe für die Ausbildung mit Bildern lernen! Visuelles Fachwörterbuch Einzelhandel 144 Seiten € 15,ISBN 978-3-19-037480-9

Was würdest du anderen Geflüchteten raten, die sich auf diesen Beruf bewerben wollen? Auf was sollten sie achten? Auf jeden Fall sollten sie einen Schulabschluss haben. Das ist immer gut. Ohne Schulabschluss ist es viel schwieriger, eine Ausbildung zu bekommen. Dann sind Praktika sehr wichtig. So findet man heraus, ob einem der Beruf Spaß macht. Es ist wichtig, dass einem der Beruf Spaß macht, denn bei der Arbeit verbringt man ja viel Zeit. Bei einem Praktikum in einem Laden merkt man, ob es einem Spaß macht, Verkäufer oder Verkäuferin zu sein. Sprachkenntnis ist natürlich auch sehr wichtig. Wir beraten ja die Kunden. Wenn mich ein Kunde fragt: „Wo ist Milch?“, dann kann ich nicht sagen: „Da!“. Es gibt verschiedene Arten von Milch – H-Milch, Vollmilch, fettarme Milch und viele andere. Als Verkäufer habe ich mit Menschen zu tun. Da muss man immer nett, freundlich und geduldig sein.

Visuelles Fachwörterbuch Kfz-Mechatronik 120 Seiten € 15,ISBN 978-3-19-027480-2 Visuelles Fachwörterbuch Friseurhandwerk 144 Seiten € 15,ISBN 978-3-19-047480-6

Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung? Nach zwei Jahren Ausbildung zum Verkäufer möchte ich im dritten Jahr die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann machen. Was danach kommt weiß ich noch nicht. Wenn es mir bei EDEKA gefällt, werde ich dort bleiben und arbeiten.

Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Hueber Verlag. Tel.: +49 (0)89 9602-9603 E-Mail: kundenservice@hueber.de

EDEKA

Name eines Unternehmens; Zusammenschluss von vielen Lebensmittelgeschäften in Deutschland

das Sortiment, die Sortimente

alle Waren in einem Laden oder alle Waren in einem bestimmten Bereich; zum Beispiel ein Getränkesortiment

das Warenwirtschaftssystem

ein Computerprogramm, in dem ganz genau drinsteht, wo sich ein Artikel befindet

das Auto-Dispositionssystem

ein Computerprogramm, das automatisch Ware nachbestellt

der Preisnachlass, die Preisnachlässe

man muss für ein Produkt weniger Geld zahlen; man bekommt auf den Preis einen Nachlass

essentiell

grundlegend; das, was am Wichtigsten ist; etwas ist Voraussetzung für etwas anderes

die Zutat, -en

verschiedene Lebensmittel, aus denen man ein Essen kocht

exotisch, die Exotik

fremd; unbekannt; geheimnisvoll; von weit her

die Vielfalt; vielfältig

etwas, das viele unterschiedliche Dinge umfasst und nicht langweilig ist

die Stammkundin, der Stammkunde

ein Kunde, der regelmäßig im selben Geschäft einkaufen geht

das Auftreten

die Art und Weise, wie jemand beim ersten Kontakt auf andere Menschen wirkt

die Nachhilfe, -n

wenn jemand außerhalb der Schule mit einem Lehrer zusätzlich lernt

anderthalb

1,5

der Einzelhandelskaufmann, die Einzelhandelskauffrau

nach Verkäufer*in der nächste Ausbildungsschritt

„Schau mer mal“

umgangssprachlich für „Schauen wir einmal“, „Ich warte ab, was kommt“

der/die Handelsfachwirt*in

nächste Qualifizierungsstufe nach Einzelhandelskaufmann/-frau

die Personal- und Budgetverantwortung

wenn jemand in einem Unternehmen für die Mitarbeiter und für das Geld verantwortlich ist

die Lebensmittelindustrie

alle Firmen, die Lebensmittel herstellen

der Vertrieb

Menschen, die Produkte von Firmen an andere Firmen verkaufen

die Preisauszeichnung, -en

etwas mit einem Preis versehen, zum Beispiel „4,99 Euro“

der Warenbestand, die Warenbestände

eine Übersicht, was alles an Waren in einem Geschäft ist

kassieren

an der Kasse arbeiten; Geld gegen Ware verrechnen

die Kontaktbereitschaft

wenn jemand gerne mit anderen Menschen redet

das Einfühlungsvermögen

spüren zu können, wie sich jemand anders fühlt

der Umgang mit Menschen

wie man sich gegenüber anderen Menschen verhält; wie man mit ihnen spricht und sie respektiert

die rechnerischen Fähigkeiten

gut rechnen können

die Lagerhaltung, -en

etwas auf Vorrat kaufen; etwas speichern, um es später zu verbrauchen

sorgfältig; die Sorgfalt

etwas in Ruhe ganz genau machen

Wir verlosen 5 Bücher!

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Bücherverlosung – gleich mitmachen! Mit ein wenig Glück gewinnen Sie eines von 5 Visuellen Fachwörterbüchern Einzelhandel. Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Einzelhandel” an gewinnspiel@arrivalaid.org. Einsendeschluss ist am 01.10.2018

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30.08.18 12:44


WIR ZUSAMMEN

„

Das Rentensystem in Deutschland TEXT DAVID PROCHNOW

  

J

Was ist eine Rente?

Wie hoch ist der Beitrag zur Rentenversicherung?

Das Wort Rente kommt vom lateinischen Wort reddere und bedeutet zurückgeben oder erstatten. Es wird in vielen Bereichen verwendet, z. B. in der Wirtschaft, in der Finanzmathematik oder im Bereich der Altersversorgung nach einem Arbeitsleben (Altersrente). Wenn man in Deutschland von Rente spricht, ist meistens die Altersrente gemeint.

Wer in Deutschland einen Job hat oder eine Ausbildung macht, ist versichert in der Rentenversicherung. In diesem Fall wird vom monatlichen Brutto-Gehalt ein bestimmter Betrag automatisch abgezogen. Das sind zur Zeit 18,6 %. Die eine Hälfte zahlt die/der Arbeitnehmer*in und die andere Hälfte der/die Arbeitgeber*in. Der/die Arbeitgeber*in überweist den gesamten Betrag an die Rentenkasse. Wenn man ein eigenes Geschäft oder eine eigene Firma hat, muss man selbst Geld für die Rente zu sparen. Man kann dann aber auch freiwillig Geld in die Rentenkasse einzahlen.

GRAFIKEN FREEPIK

Heute schon an morgen denken!“ Das hört man oft in Deutschland. Meistens in Bezug auf eine finanzielle Situation. Das heißt: arbeite „heute“ viel (also wenn man jung ist), damit man „morgen“ (also im höheren Alter) eine finanzielle Absicherung hat. So bezieht sich diese Aussage auch auf die Rente. Aber was ist eigentlich eine Rente? Wo kommt sie her? Wer bekommt sie? Und wie hoch ist die Rente eigentlich?

DEUTSCHE RENTENVERSICHERUNG Kostenloses Servicetelefon 0800 1000 480 28 deutsche-rentenversicherung.de

Wer bekommt die Rente und wann bekommt man sie? Man muss mindestens fünf Jahre versichert und 67 Jahre (bei Schwerbehinderung 65 Jahre) alt sein. Dann bekommt man in Deutschland eine Rente. Es gibt auch die Möglichkeit, schon früher in Rente zu gehen. Zum Beispiel, wenn man ganz lange in die Rentenversicherung eingezahlt hat (mind. 35 Jahre). Aber dann wird die monatliche Rente um einen bestimmten Betrag für immer gekürzt. Damit die Rente pünktlich auf das Konto überwiesen wird, muss man einen Rentenantrag stellen. Dies kann man bei der Deutschen Rentenversicherung machen. Von allein erhält man keine Rente.

Wie hoch ist die Rente?

Entstehung der Rente in Deutschland Im 19. Jahrhundert (1800-1900) wurden mehr und mehr Maschinen erfunden. Dadurch hat sich das Arbeiten und das Leben in vielen Teilen Europas verändert. Man nennt das auch „Industrielle Revolution“. Die Arbeiter*innen waren bis zu diesem Zeitpunkt nicht sozial abgesichert. Das heißt, wenn ein*e Arbeiter*in krank geworden ist oder ihren/seinen Job auf Grund eines Arbeitsunfalles nicht machen kann, hat sie/er kein Geld mehr bekommen. Die Person musste dann in Armut leben. Ende des 19. Jahrhunderts gab es Deutschland noch nicht, wie wir es heute kennen. Zu der Zeit war Deutschland ein Kaiserreich. Es hieß „Deutsches Kaiserreich“. Wilhelm I. war der Kaiser dieses Reiches. Er forderte die Politiker auf, neue Gesetze zu machen. Diese Gesetze sollten die Arbeiter*innen schützen, wenn sie krank werden, nicht mehr arbeiten können oder alt sind. Daraufhin hat der Reichstag (heute nennt man das Bundestag) im Jahr 1889 unter anderem ein Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz beschlossen. Damit war es möglich, Menschen gegen Armut abzusichern. Eine Rente hat man damals erhalten, wenn man 70 Jahre alt geworden ist. Sie wurde von den Arbeitnehmern*innen und Arbeitgebern*innen finanziert. Jede/-er hat einen gleich hohen Anteil in die Rentenkasse eingezahlt. Das Kaiserreich hat ebenfalls einen Zuschuss eingezahlt. Dieses Prinzip gilt zum großen Teil noch heute.

Entwicklung der Rente in Deutschland In den folgenden Jahrzehnten gab es viele Anpassungen im Rentensystem. Viele Veränderungen gab es in den Jahren 19571968. Es wurde ein sogenanntes Umlageverfahren eingeführt. Das heißt, Arbeitnehmer*innen zahlen einen bestimmten Beitrag in die Rentenkasse ein und gleichzeitig erhalten Rentner*innen einen Beitrag aus dieser Rentenkasse ausbezahlt. Den Beitrag, den ich als Arbeitnehmer*in heute in die Rentenkasse einzahle, zahle ich also nicht für meine eigene Rente ein sondern für die älteren Menschen, die nicht mehr arbeiten müssen. Das nennt man auch Generationsvertrag – die jüngere Generation zahlt die Leistungen für die ältere Generation. Bis zum Jahr 2006 konnte man mit 65 Jahren in Rente gehen. Heute kann man regulär erst mit 67 Jahren in Rente gehen.

Jetzt wird es etwas komplizierter. Die Rente berechnet sich nämlich aus verschiedenen Faktoren. Das ist einmal die Höhe des Gehalts und die Anzahl der Jahre, die man gearbeitet hat. Weiterhin wird auch die Anzahl der Kinder berücksichtigt, die man bekommen hat. Daraus wird eine Zahl ermittelt. Diese nennt man Entgeltpunkte. Diese Entgeltpunkte werden dann noch einmal mit weiteren Zahlen multipliziert. Das Ergebnis ist dann die monatliche Rente. Die durchschnittlich gezahlte Rente in Westdeutschland beträgt im Jahr 2016 ca. 1.078 Euro bei Männern und 606 Euro bei Frauen.

Wird die Rente besteuert? Ja. Seit dem Jahr 2005 wird die Rente zur Hälfte besteuert. Ab dem Jahr 2040 wird sie voll besteuert. Ein Beispiel: Bekommt man im Jahr 2005 eine Rente von 1.000 Euro im Monat muss man auf 50 % - also auf 500 Euro - Einkommenssteuer zahlen. Bekommt man im Jahr 2040 ebenfalls eine Rente von 1.000 Euro im Monat muss man auf 100 % - also auf 1.000 Euro Einkommenssteuer zahlen. Als Rentner*in ist man auch kranken- und pflegeversichert. Hierfür wird ebenfalls ein bestimmter Betrag von der monatlichen Rente abgezogen. Daher sollte man „heute schon an morgen denken“, damit man weiß, was auf einen zukommt.

Welche weitere Renten gibt es in Deutschland? Neben der Altersrente gibt es noch die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, die Witwen-/Witwerrente und die Waisenrente. -8-

BERATUNGSANGEBOT IN STUTTGART Eine Auswahl von Beratungsstellen finden Sie hier: stuttgart.de/gesetzliche-rentenversicherung

die Absicherung, -en

sich vor etwas schützen in Bezug auf die Zukunft, hier z. B.: vor fehlendem Einkommen als alter Mensch

die Rente, -en

monatlich zu zahlender Geldbetrag, den jemand als Einkommen erhält

die Altersversorgung, -en

Mittel/Geld, die alte Menschen bekommen

die Altersrente, -en

Rente, die man nach seinem Arbeitsleben erhält

die Industrielle Revolution

im 18 Jhr. beginnende Umgestaltung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, Arbeitsbedingungen und Lebensumstände in Europa und den USA

der Arbeitsunfall, die Arbeitsunfälle

Unfall, der im Zusammenhang mit dem Job passiert

die Armut

wenn man keine Mittel zum Leben hat

das Kaiserreich

das Land oder das Gebiet, das von einem Kaiser oder Kaiserien regiert wird

der Reichstag

Volksvertretung im Deutschen Reich

der Bundestag

Parlament der Bundesrepublik Deutschland

die Invalidität

sehr große ständige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit

die Rentenkasse, -en

die gesetzliche Rentenversicherung

der Zuschuss, die Zuschüsse

Betrag, der jemandem zur Verfügung gestellt wird, um ihm bei der Finanzierung einer Sache zu helfen; finanzielle Hilfe

das/die Prinzip, -ien

Grundsatz, den jemand seinem Handeln und Verhalten zugrunde legt; eine allgemeine Regel oder ein Schema

das/die Umlageverfahren

Prozedur, Vorgehensweise zur Finanzierung von Versicherungen

der/die Rentner die Rentnerin, -nen

jemand der/die eine Rente bezieht

regulär

einer Regel, Vorschrift entsprechend

die Schwerbehinderung, -en

durch eine schwere körperliche Einschränkung dauernd geschädigt

kompliziert

schwierig; schwer zu durchschauen

multipliziert

malnehmen, eine bestimmte Zahl vervielfachen

die Einkommenssteuer, -n

Steuer, die der Staat vom Gehalt nimmt

vermindert

weniger

die Erwerbsfähigkeit, -en

Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen

die Witwe, -n

Frau, deren Ehemann, Ehefrau oder Lebenspartnerin gestorben ist

der/die Witwer

Mann, dessen Ehefrau, Ehemann oder Lebenspartner gestorben ist

die Waise/ -n

Kind, das einen Elternteil oder beide Eltern verloren hat


Kinderseite

Dornröschen

antwortete die Alte. Die Prinzessin nahm die Spindel in die Hand. Und da erfüllte sich der schlechte Wunsch der 13. weisen Frau und die Prinzessin stach sich in den Finger. Sie sank auf das Bett und fiel in einen tiefen Schlaf. Aber nicht nur die Prinzessin, nein, das ganze Schloss fiel in einen sehr tiefen Schlaf. Die Königin und der König, ihre Diener, die Köche, die Pferde, die Vögel, die Spinnen, ja sogar die Fliegen schliefen mitten im Flug ein und hingen reglos in der Luft. Um das ganze Schloss herum wuchs eine riesige Dornenhecke. Sie war so dicht, dass man das Schloss nicht mehr sehen konnte.

Ein deutsches Märchen von den Brüdern Grimm nacherzählt von JUDITH KAISER 

E

s waren einmal eine Königin und ein König. Sie wünschten sich schon lange ein Kind. Eines Tages schwamm die Königin im königlichen Badesee. Da kam ein Frosch auf sie zu und quakte: „Euer Wunsch wird erfüllt werden. Du wirst noch dieses Jahr eine Tochter zur Welt bringen.“

Mit der Zeit verbreitete sich im Land die Sage vom schlafenden Schloss und Dornröschen. So nannte man die schlafende Prinzessin jetzt. Viele Königssöhne kamen vorbei und wollten Dornröschen befreien. Viele aber blieben in der Dornenhecke hängen und konnten sich nicht mehr befreien. Keiner schaffte es durch die Hecke und ins Schloss.

Der Frosch hatte die Wahrheit gesagt und die Königin brachte eine schöne Tochter zur Welt. Der König freute sich so sehr, dass er ein großes Fest veranstaltete. Er lud viele Freunde, Bekannte, Verwandte und auch die weisen Frauen ein. Es gab 13 weise Frauen im Land des Königs. Jede sollte der jungen Prinzessin etwas Gutes mit auf ihren Weg geben. Bei der Vorbereitung des Fests stellte der König fest, dass er nur zwölf goldene Teller hatte. Es gab aber 13 weise Frauen. Also lud er nur zwölf von ihnen ein.

Nach vielen Jahren kam ein junger Königssohn. Er hatte von der Sage gehört und wollte sein Glück versuchen. Viele Menschen warnten ihn. Aber der Königssohn war mutig. Er sagte: „Ich habe keine Angst. Ich will Dornröschen befreien.“ Der Königssohn näherte sich der Dornenhecke. Doch als er mit seinem Schwert auf sie einschlagen wollte, geschah etwas Seltsames. Die Dornen verwandelten sich in große schöne Blumen und der Königssohn konnte einfach hindurch und zum Schloss gehen. Gerade in diesem Augenblick waren die 100 Jahre vorbei und Dornröschen sollte wieder aufwachen. Der Prinz ging ins Schloss und an den schlafenden Fliegen, Spinnen, Vögeln, Pferden, Köchen, Dienern, an Königin und König vorbei und hinauf zum Turm. Er machte die Tür auf und sah Dornröschen auf dem Bett liegen. Sie war so schön. Der Prinz konnte nicht anders. Er küsste sie. In diesem Moment schlug sie die Augen auf. Und mit ihr das ganze Schloss. Dornröschen sah den Prinzen an und lächelte. Zusammen gingen sie hinunter, wo sie die Königin und den König trafen. Alle sahen sich glücklich an und freuten sich, wieder wach zu sein.

Das Fest wurde ein voller Erfolg. Alle feierten bis tief in die Nacht. Bevor alle Gäste nach Hause gingen, beschenkten die weisen Frauen die kleine Prinzessin mit ihren guten Wünschen. Eine weise Frau schenkte ihr Schönheit, eine andere Reichtum und wieder eine andere schenkte ihr Glück. Als schon elf Frauen ihre Wünsche überbracht hatten, kam plötzlich die 13. weise Frau herein. Es war die, die nicht eingeladen worden war. Sie war sehr wütend. Und weil sie so wütend war, schrie sie aus vollem Hals: „Mein Wunsch ist, dass sich die Prinzessin an ihrem 15. Geburtstag an einer Spindel sticht und tot umfällt!“ Dann verließ sie das Königsschloss. Alle waren sehr erschrocken über diesen schlimmen Wunsch. Da sagte die zwölfte weise Frau, die ihren Wunsch noch nicht überbracht hatte: „Ich kann diesen schlimmen Wunsch leider nicht aufheben. Aber ich kann ihn mildern. Ich wünsche der Prinzessin, dass sie nicht stirbt, sondern in einen 100-jährigen Schlaf fällt.“

Gleich am nächsten Tag heiratete der Königssohn Dornröschen und es gab ein großes Fest mit vielen Gästen, das bis tief in die Nacht hinein dauerte. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

Der König wollte seine Tochter beschützen. Und so ließ er alle Spindeln verbrennen, die es in seinem Königreich gab. Die Prinzessin wuchs auf und alle guten Wünsche der zwölf weisen Frauen erfüllten sich. An ihrem 15. Geburtstag lief die Prinzessin alleine durch das Schloss. Sie sah einen Turm und ging die Treppe hinauf. Ganz oben war eine Tür. Die Prinzessin öffnete sie. Da saß eine bucklige alte Frau mit einer Spindel und spann ihre Fäden. „Guten Tag“, sagte die Prinzessin, „was machst du denn da?“ Die alte Frau sagte: „Ich spinne.“ „Was ist das für ein lustiges Ding, das die ganze Zeit hin- und her hüpft?“, fragte die Prinzessin weiter. „Das ist eine Spindel“,

QUELLE ORIGINALTEXT grimmstories.com/de/grimm_maerchen/dornroschen

der Frosch/die Frösche

kleines, meist grünes Tier, lebt im See, kann weit springen, hat vier Beine

quaken

das Geräusch, das ein Frosch macht, klingt wie „quaaak“

zur Welt bringen

gebären, ein Kind bekommen

weise

klug, schlau, intelligent

der Reichtum/die Reichtümer viele wertvolle Dinge haben, z. B. Geld, große Häuser, Diamanten, Gold

Start

Labyrinth

Finde den Weg durch den Rosenstrauch zu dem schlafenden Dornröschen! Auflösung Seite 12

GRAFIK+IDEE KATRIN BOHLINGER

-9-

aus vollem Hals

sehr laut

die Spindel, -n

ein länglicher Gegenstand, auf dem Fäden aufgewickelt werden können

stechen

pieksen, sich durch einen spitzen Gegenstand verletzen

schlimm

schlecht, böse

etwas aufheben

etwas ungültig machen, beenden; auch: etwas vom Boden nehmen

mildern

abschwächen, besser machen

beschützen

Gefahren von jemandem abwenden; auf jemanden aufpassen, damit ihr/ ihm nichts passiert

bucklig

krumm, nicht gerade; hier: die Frau hat einen krummen Rücken

spinnen

alte Technik, um (Woll-)fasern zu einem Faden zu machen, aus dem Faden macht man danach z. B. Kleidung; auch: jemand ist verrückt

hin- und her hüpfen

sich schnell und zackig bewegen

sinken

sich langsam nach unten bewegen

der/die Diener

gab es v. a. früher: Hausangestellte, Butler, Page

reglos

ohne sich zu bewegen

die Dornenhecke, -n

wie eine Mauer, aber aus Sträuchern, Gebüsch und Ästen, die Stacheln haben

dicht

undurchdringlich; so eng beieinander, dass man nicht durchkommt

die Sage, -n

Geschichte, Legende, Gerücht, aber niemand weiß, ob es tatsächlich stimmt

Dornröschen

Name der Prinzessin, das Wort kommt von „Dorn“ und „Rose“ und wird verkleinert durch die Endung „-chen“

sein Glück versuchen

ausprobieren, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht klappt

jemanden vor etwas warnen

jemanden auf eine Gefahr hinweisen

mutig

ohne Angst, stark, tapfer

das Schwert/die Schwerter

alte Waffe mit einem kurzen Griff und einer langen Klinge; benutzten früher v. a. die Ritter

seltsam

komisch, ungewöhnlich

die Augen aufschlagen

die Augen öffnen/aufmachen


KOMPASS

INFOS, TIPPS & TERMINE IN STUTTGART Grillfest Scharnhauser Park

Vielleicht das letzte Mal den Sommer genießen, sollte die Sonne tatsächlich scheinen: Beim Grillfest im Scharnhauser Park. Es gibt Musik und genug zu essen und zu trinken. Am 17.09., ab 17:30 Uhr, Scharnhauser Park, 73760 Ostfildern-Nellingen.

White Noise Grand Slam

Für alle, die Tischtennis mögen: Kommt zum Turnier ins White Noise und zeigt was ihr könnt! Haut euch den kleinen weißen Ball um die Ohren und findet heraus, wer der Beste ist. Am 17.09. um 18:30 Uhr im White Noise, Eberhardstr. 35, 70173 Stuttgart-Mitte.

Bingo am Österreichischen Platz

men und Lieder aus Westafrika auf der traditionellen Djembe. Immer montags in der Kulturinsel Stuttgart, 19:00 Uhr, Güterstr. 4, Stuttgart-Bad Cannstatt. Gebühr pro Abend 20 Euro (ermäßigt 18 Euro).

Waiblingen erfrischt

Vielleicht das allerletzte Mal den Sommer genießen, sollte die Sonne tatsächlich scheinen: Weingüter aus dem Remstal laden zur Weinprobe ein. Am 20.09. ab 17:00 Uhr auf dem Marktplatz in 71334 Waiblingen.

Brauereiführung

Bier ist sicher etwas, für das Deutschland weltweit bekannt ist. Doch wie sieht es eigentlich aus in einer Bierbrauerei und wie wird Bier hergestellt? Das erfahrt ihr bei einer Führung durch die Dinkelacker Brauerei am 18.09. und 20.09. jeweils um 18:00 Uhr. Treffpunkt ist die Brauereigaststätte in der Tübinger Str. 46 in 70178 StuttgartSüd.

Esslingen unterirdisch

Krypta, Keller, Katakomben – jeder kennt die Fachwerkstadt Esslingen für ihre beeindruckenden Häuser, die über der Erde stehen. Doch das, was es unter der Erde zu entdecken gibt, ist nicht weniger beeindruckend. Eine Führung durch die Esslinger Unterwelt. Am 20.09. um 16:00 Uhr und 07.10. um 18:00 Uhr. Anmeldung bei der Esslinger Stadtinformation unter 0711 / 396939-69.

Stuttgart Language Exchange

Man sagt, Bingo würden nur Rentner spielen. Ob das stimmt könnt ihr selber herausfinden. Und zwar am BingoAbend am 17.09.um 19:00 Uhr am Österreichischen Platz, 70178 Stuttgart-Süd. ArrivalNews wünscht euch viel Glück!

Eine tolle Gelegenheit, Sprachkenntnisse zu verbessern und neue Freunde zu finden! Im Paris, Forststr. 7, StuttgartMitte, finden sich Sprachpaare an verschiedenen Tischen zusammen um gemeinsam zu sprechen und sich auszutauschen. Am 18.09. und 28.08. jeweils ab 19:00 Uhr.

Jam Bar

Jam Bar bedeutet: jeder kann kommen und mit anderen Musik machen. Also jammen. Spontan und kreativ. Immer einen Besuch wert! Vielleicht magst du auch mitmachen? Dann komm vorbei am 17.09. um 19:00 Uhr im Jugendhaus Club Zentral, Hohe Str. 9, 70174 Stuttgart-Mitte.

Djembe Trommelworkshop

Du hast noch nie getrommelt? Kein Problem! Der Workshop ist ein guter Einstieg für alle, denn wir lernen nicht nach Noten, sondern mit allen Sinnen! Gespielt werden verschiedene Rhyth-

Die deutsche Ayse

Ein Theaterstück über drei türkische Frauen aus der ersten Einwanderergeneration. Sie kommen in ein fremdes Land, das so ganz anders ist, als ihre Vorstellungen davon waren. Sie wollen nicht lange bleiben, und stehen doch vor der Herausforderung, sich mit ihrer neuen Heimat anzufreunden. Wie schwer ist es, sich in ein anderes Land zu integrieren? Und was tut dieses Land dafür? Am 19.09. um 20:00 Uhr im Theaterhaus, 70469 Stuttgart-Feuerbach, Eintritt 18 Euro, ermäßigt 14 Euro.

Chor unter der Paulinenbrücke

Wem das Bingo am Österreichischen Platz gefallen hat, kann gerne am 20.09. um 20:30 Uhr an dieselbe Stelle kommen und mitsingen. Der Chor unter der Paulinenbrücke formt sich spontan aus Menschen, die Lust am Singen haben und vorbeilaufenden Passanten. Immer ein riesen Spaß!

Slam auf der Couch

Poetryslam der entspannten Art beim Sitzen auf dem Sofa. Die Bühne ist auch offen für Leute aus dem Publikum, die spontan ihr Können zum Besten geben wollen. Am 20.09. um 20:00 Uhr im Jugendhaus Mitte, Hohe Str. 9, 70174 Stuttgart-Mitte.

Park(ing) Day

Wundert euch nicht, wenn am 21.09. in der Stadt auf öffentlichen Parkplätzen

allerlei merkwürdige Dinge passieren. Am 21.09. ist Park(ing) Day. Jeder, der sich vorher bei der Stadtverwaltung angemeldet hat, kann auf einer Parkfläche irgendwas machen: Einen Marktstand auf bauen, Blumentöpfe aufstellen oder zu einem Minigolfspiel einladen. Lauft mit offenen Augen durch die Stadt, lasst euch inspirieren, unterhalten und kommt miteinander ins Gespräch.

Erna haut auf den Putz: Die andere Esslinger Stadtführung Eine Führung durch die Stadt in ihrer wohl traditionellsten Form: Erna erzählt euch alles über die Kehrwoche und viele andere schwäbische Eigenheiten. Am 21.09. um 17:00 Uhr. Anmeldung über esslingen-marketing.de, Preis: 18 Euro.

Nachtschicht auf der Kulturinsel

Ein Abendgottesdienst der ganz besonderen Art: Mit Konzert und Musik und vielen interessanten Gästen. Am 21.09. um 18.00 Uhr auf der Kulturinsel, Güterstr. 4, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt.

Schlösslesfest

Ok, das ist jetzt aber echt das wirklich allerletzte Sommerfest dieses Jahr: Das Schlösslesfest in Ludwigsburg. Musik, Events, ein Fußballturnier und Angebote für Kinder. Am 21.09. um 19:00 Uhr, und 22.09. ab 10:00 Uhr, Schlösslesfeldschule, Corneliusstr. 36, 71640 Ludwigsburg.

Kulturinsel Biergarten

Liegestühle, kühle Getränke, Snacks, gute Laune und viel Entspannung: Am 22.09. von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Kulturinsel, Güterstr. 4, 70372 StuttgartBad Cannstatt.

Sommerfest des Freien Radios Stuttgart

Noch ein Sommerfest? Ende September? Nennen wir es einfach das erste Herbstfest des Jahres. Das Freie Radio Stuttgart feiert und macht Radio unter freiem Himmel. Es gibt Live-Musik, Essen und Getränke. Am 22.09. ab 18:00 Uhr in der Stöckachstr. 16A, 70190 Stuttgart-Ost.

Theatersport

Was beim Theatersport trainiert wird sind die Lachmuskeln – und das extrem! Das Harlekin Theater Tübingen präsentiert wieder Theatersport vom Feinsten. Absolut erlebenswert! Am 22.09. um 20:00 Uhr im LLT, Eberhardstr. 6, 72072 Tübingen.

Cannstatter Wasen

Es ist wieder soweit: Vom 28.09. bis 14.10. lädt eines der schönsten Volksfeste der Welt wieder zum Feiern ein! Riesenrad, Achterbahnen, Geisterbahnen, Losbuden – alles da, was man sich nur wünschen kann. Dazu 7 Bierzelte (Prost!), ein Weinzelt (nochmal: Prost!) und das berühmte Almhüttendorf (Holleradijöh!) sorgen dafür, dass niemand hungrig oder durstig nach Hause gehen muss. Ebenfalls sehenswert: Der Krämermarkt uns das Landwirtschaftliche Hauptfest, das nur alle 4 Jahre stattfindet (dieses Mal vom 29.09. bis 07.10.). Das Hauptfest dreht sich komplett um das Thema Landwirtschaft, hier gibt es alles zu sehen von echten Bullen bis zu bullenstarken Traktoren.

In unserer neuen Reihe stellen wir klassische Bücher vor, die tief in den Köpfen vieler Menschen in Deutschland verankert sind und die vielleicht mehr über dieses Land und dessen Bewohner*innen aussagen, als man denken würde.

Keine Angst die wollen nur gelesen werden… BUCHREZENSION

TITEL: Moby Dick

DAVID J. OFFENWANGER

 

AUTOR: Herman Melvill

Das Buch: Der Roman Moby Dick stammt von dem amerikanischen Schriftsteller Herman Melville und erschien im Jahr 1851. Das Buch ist schon oft verfilmt worden, häufig mit sehr bekannten Schauspieler*innen. Auch viele Hörspiele erzählen die Geschichte von der Jagd auf den weißen Wal - genannt Moby Dick. Deshalb kennen viele Menschen das Buch, obwohl sie es vielleicht noch gar nicht gelesen haben. Der Autor Melville arbeitete selbst auf vielen Schiffen. Seine Erfahrungen flossen in seine Bücher ein. Inhalt: Mein Name sei Ismael. So beginnt die Erzählung eines Matrosen, der auf einem Schiff namens Pequod anheuert. Der Kapitän auf dem Walfänger heißt Kapitän Ahab. Er jagt mit blindem Hass den weißen Wal Moby Dick, der ihm ein Bein abgerissen hat. Ahab ist ein gefährlicher Mensch, der alles besiegen und beherrschen möchte. Der weiße Wal ist für ihn der Inbegriff von allem, was er verabscheut. Das Freie, das Wilde und

Ungebundene. Er schwört seine Mannschaft darauf ein, den Wal zu finden und zu töten. Egal, was es kostet. Aber die Jagd ist nicht nur für den Wal gefährlich und zerstörerisch: Am Ende versenkt Moby Dick den Walfänger. Alle Seeleute und Kapitän Ahab sterben. Nur der Ich-Erzähler - der Matrose - überlebt. Das Buch handelt aber nicht nur einfach von der Jagd auf einem Walfänger. Man erfährt viel über die Zeit, die Gesellschaft, die Schifffahrt und das damalige Arbeiten auf einem Schiff. Es handelt aber auch von der Suche nach Erkenntnis und dem Sinn des Lebens. Und wie Hass das Leben zerstört, wie er Menschen antreibt und auffrisst. Ein kleiner Auszug: „Und er bürdete dem Buckel des weißen Wals die Summe der Wut und des Hasses der ganzen Menschheit auf. Wäre sein Leib eine Kanone, er hätte sein Herz auf ihn geschossen.“

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Von „Moby Dick“ gibt es zahlreiche Übersetzungen ins Deutsche. Eine Ausgabe in einfacher Sprache ist im Spaß am Lesen Verlag erschienen. Taschenbuch, 72 Seiten, 10 EUR, Deutsch, Sprachniveau A2/B1, ISBN-10: 3944668863 Man findet „Moby Dick“ aber auch in jeder gut sortierten Stadtbücherei.

der/die Roman, -e

Buch, das eine bestimmte Geschichte erzählt

etwas verfilmen

wenn man über etwas einen Film macht

der/die Schauspieler die Schauspielerin, -nen

Person, die in einem Film mitspielt

das/die Hörspiel, -e

wenn eine Geschichte nur zum Hören aufgenommen ist (z. B. auf CD, im Radio)

der/die Wal, -e

ein oft sehr großes, im Wasser lebendes Säugetier

der/die Walfänger die Walfängerin, -nen

hier: ein Schiff, auf dem Menschen arbeiten, die Wale jagen und fangen wollen

der/die Kapitän, -e die Kapitänin, -nen

Person, die die Befehle auf einem Schiff erteilt

der blinde Hass

ein sehr starker Hass, bei dem man keine anderen Dinge mehr bemerkt und seine Meinung nicht mehr ändern kann/will

der/die Inbegriff, -e

etwas, das als treffende Verkörperung für ein ganzes Thema angesehen wird

jemdanden einschwören

jemanden zu etwas verpflichten

die Seeleute

Menschen, die auf dem Schiff arbeiten

der/die Ich-Erzähler*in

jemand, der die Geschichte aus seiner eigenen/persönlichen Perspektive erzählt

die Schifffahrt

alle Aktivitäten, die auf einem Schiff passieren (z. B. bei einer Reise, Transport, Fischerei)

die Erkenntnis, -se

Wissen, das einem hilft bewusster zu sein und Schweres zu verstehen

aufbürden

jemandem oder sich eine Last (Bürde) auflegen

der/die Buckel

gewölbter Rücken bei Tieren

die Kanone, -n

Feuerwaffe, die eine große Kugel schießt


MARKTPLATZ

STELLENANGEBOTE IN STUTTGART UND UMGEBUNG Beiköche (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, Ausbildung als Beikoch/Koch, freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild Aufgaben: Speisen/Getränke und Waren nach Vorgabe kommissionieren, kontrollieren und vorbereiten, Zubereiten einfacher Speisen und für Front-Cooking, allgemeine Ordnung und Sauberkeit sicherstellen, Maschinen und Gerätschaften in Betrieb nehmen, einstellen und bedienen, Innerbetriebliche Versorgungsfahrten durchführen, Ausliefern, Eindecken von Konferenzbewirtungen, Eindecken von Tisch Ort: Sindelfingen Kontakt: stuttgart@social-bee.de

IT-Systemadministrator (m/w)

Anforderungen: Deutsch B1, erfolgreich abgeschlossene Ausbildung im IT-Bereich oder entsprechende einschlägige Berufserfahrung, kundenorientiert Aufgaben: First und Second Level Support für Windows + OS X Clients, Azure Cloud/Office 365, Mitwirkung bei Beschaffung und Verwaltung von Hard- und Software, Selbstständige Planung, Durchführung und Controlling von Projekten Ort: Böblingen Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Du bist neu in Deutschland? Du hast eine Idee und möchtest ein Unternehmen gründen? Wir unterstützen dich um deine Idee zu realisieren.

Was wir machen SINGA Business Lab ist ein fünf monatiges Startup Programm für Neuankommer mit Fluchtoder Migrationshintergrund die in Deutschland ein Unternehmen gründen möchten. Wir bieten Workshops, Mentoring, Coaching und Netzwerkzugang um deine Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Aushilfe in der Küche (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, Schichtbereitschaft, Zuverlässigkeit, sorgfältige Arbeitsweise Aufgaben: Vorbereiten der Speisen und Snacks Ort: Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Für wen Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, mit Sprachkenntnissen auf einem B1-Niveau in Deutsch oder Englisch und mit guten Kenntnissen der jeweils anderen Sprache. Motiviert ihr eigenes innovatives Unternehmen mit ihrer eigenen Projektidee aufzubauen. Engagiert mit mindestens 20h pro Woche an ihrer Idee zu arbeiten.

Verkäufer (m/w)

Interesse? Melde dich jetzt an und werde informiert sobald du dich für das SINGA Business Lab Programm im Sommer 2018 bewerben kannst: https://bit.ly/2E85MHP

Gabelstaplerfahrer / Hubstaplerfahrer (m/w)

Anforderungen: Deutsch B1, Erfahrung im Verkauf, Schichtbereitschaft, Fit im Kopfrechnen, Freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild Aufgaben: Verkauf und Lager im Lebensmittelmarkt, Kasse, Kundenkontakt Ort: Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Anforderungen: Deutsch B1, Staplerschein, Zuverlässigkeit, Flexibilität Aufgaben: Gabelstapler fahren, Lagertätigkeiten, Kommissionieren mittels Pick by Voice Ort: Vaihingen/Enz Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Kontakt: singabusinesslab.de | facebook.de/singabusinesslabstuttgart | peter@singa-deutschland.de

Gabelstaplerfahrer / Hubstaplerfahrer (m/w)

Anforderungen: Deutsch B1, Staplerschein + Erfahrung mit der Ameise, Schichtbereitschaft Aufgaben: Gabelstapler fahren, Lagertätigkeiten, Kommissionieren Ort: Kornwestheim Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Produktionshelfer (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, handwerkliches Geschick, Schichtbereitschaft Aufgaben: Helfertätigkeiten in der Produktion mit Blechen und deren Montage, Bohren, Stanzen, Werkzeuge bereitlegen Ort: Ditzingen Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Metallbauer (m/w)

Anforderungen: Deutschniveau mind. A2, Ausbildung als Metallbauer oder Berufserfahrung im Bereich Metallbau, alternativ Metall-Ingenieur, Belastbarkeit Teamfähigkeit und Engagement Aufgaben: Herstellung und Montage von Metallbauarbeiten, Reparatur und Instandhaltung Ort: Remshalden-Grunbach Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Lagerarbeiter (m/w)

Anforderungen: Deutsch B2, Zuverlässigkeit, sorgfältige Arbeitsweise, körperliche Belastbarkeit Aufgaben: Gleitschleifen und Waschen aller Produkte, Verpacken in Verpackungseinheiten, Transport und Ladearbeiten, Betreuung der Wasserauf bereitungsanlage, Reinigung und Putzarbeiten Ort: Remshalden Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Metallbauingenieur (m/w)

Anforderungen: Deutschniveau mind. A2, abgeschlossenes Bauingenieurstudium (Schwerpunkt Metallbau) und/ oder mehrjährige Erfahrung als Metallbauingenieur Aufgaben: Planung und Konzeption von Metallbauarbeiten, selbstständige Abwicklung und Betreuung von Projekten Ort: Remshalden-Grunbach Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Möbel-Monteure (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, körperliche Belastbarkeit, handwerkliches Geschick, freundliches Auftreten, Teamfähigkeit Aufgaben: Transport und Auf bau von Büromöbel Ort: Zentrale: Plieningen Aufträge rund um Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Produktionshelfer Fleischhandel (m/w)

Anforderungen: Deutsch mind. A2, sorgfältige Arbeitsweise, körperliche Belastbarkeit, gepflegtes Erscheinungsbild Aufgaben: Portionieren von verschiedenen Fleischsorten, Landjäger aufhängen, Putzarbeit, Verräumen von Waren, Einhaltung von hygienischen Vorschriften, Arbeiten im Kühlbereich +2°C bis +7°C Ort: Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Installateur/ Techniker (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, Englisch B1, Erfahrung als Elektriker oder Techniker, handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit, Zuverlässigkeit Aufgaben: Einrichtung und Montage elektrischer Geräte in Büroräumen Ort: Stuttgart-Vaihingen Fasanenhof Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Aushilfe in der Küche (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild, körperliche Belastbarkeit Aufgaben: Vorbereitung der Speisen, Essensausgabe, Küchenlager, Regale auffüllen, Kontrolle der Bestände Ort: Sindelfingen Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Lager- und Transportarbeiter (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, sorgfältige Arbeitsweise, körperliche Belastbarkeit Aufgaben: Kommissionieren und Verteilung von Waren Ort: Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Architekt/Bauingenieur (m/w)

Anforderungen: Deutsch B1, abgeschlossenes und anerkanntes Architektur- oder Bauingenieurstudium, selbstständig und teamorientierte Arbeitsweise Aufgaben: Projektsteuerung, Unterstützung der Projektleitung der Auftraggeber zur erforderlichen Entscheidungsfindung sowohl hinsichtlich Funktion, Konstruktion als auch hinsichtlich Organisation, Qualität, Kosten und Termine Ort: Stuttgart Kontakt: stuttgart@social-bee.de

Montagehelfer (m/w)

Anforderungen: Deutsch A2, gute Kfz-Kenntnisse, hohes Engagement Aufgaben: Schadensfeststellung, sowie Reparatur- und Servicearbeiten vor Ort beim Kunden, Instandhaltungsarbeiten von Hydraulikanlagen und Fahrzeugelektrik Ort: Böblingen Kontakt: stuttgart@social-bee.de

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MARKTPLATZ

WEITERE ANGEBOTE IN STUTTGART UND UMGEBUNG ArrivalAid Anhörungsbegleitung WASEN-ZEIT! WAS IST DAS CANNSTATTER VOLKSFEST?

Seit über einem Jahr bereiten von ArrivalAid ausgebildete ehrenamtliche Helfer in Stuttgart Geflüchtete auf ihre Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor.

Cannstatter Volksfest

Das Programm ist keine Rechtsberatung. Zielsetzung ist, Geflüchtete über die Anhörung aufzuklären. Die Beratung ist für Geflüchtete kostenlos. Wenn Sie Interesse an einer Beratung haben können Sie sich ganz einfach über unser Online-Formular anmelden unter www.arrivalaid-stuttgart.org

Der Faktencheck

Begleitung von Geflüchteten während der Asylklage durch ArrivalAid Im Rahmen der ArrivalAid-Anhörungsbegleitung unterstützen wir auch Geflüchtete, die gegen einen negativen Bescheid des Bundesamts Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht haben.

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Das Volksfest (Wasen) ist ein traditionelles Fest.

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Man kann auch die traditionelle Kleidung – die Tracht – anziehen.

Es ist schon 173 Jahre alt!

Dieses Programm ist keine Rechtsberatung. Ebenso vermittelt ArrivalAid keine Anwälte. Zielsetzung ist, Transparenz über den weiteren Fortgang des Asylverfahrens herzustellen und Geflüchtete bestmöglich auf die Kooperation mit ihren Rechtsbeiständen vorzubereiten.

Es ist eines der größten Feste dieser Art auf der Welt! Es ist riesengroß. Jedes Jahr kommen über 4 Millionen Besucher! Auf dem Wasen wird gegessen, Bier getrunken, Musik gemacht, getanzt und gespielt!

Die Beratungsleistung ist für Geflüchtete kostenlos und wird von speziell qualifizierten ehrenamtlichen Helfern durchgeführt. Wenn Sie Interesse an einer Beratung haben können Sie sich ganz einfach über unser Online-Formular anmelden unter www.arrivalaid-stuttgart.org

IntegrAid

Spaß haben! Tanzen! Singen!

Essen probieren! Göckele, Zuckerwatte, Gebrannte Mandeln!

IntegrAid ist ein Personalentwicklungsprogramm für Mitarbeiter mit und ohne Fluchthintergrund, das speziell für Unternehmen entwickelt wurde. Die Inhalte sind für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Geflüchteten, Personalabteilungen und angestammten Mitarbeitern konzipiert und individuell kombinierbar. Parallel steht den Teilnehmern ein telefonischer Experten-Helpdesk sowie die laufende Unterstützung durch ArrivalAid-Mitarbeiter zur Verfügung.

Achterbahn fahren! — Frauen ohne Begleitung werden oft angesprochen!

Kinder lieber an die Hand nehmen, sie gehen leicht im Getümmel verloren.

Sie haben Interesse oder benötigen weitere Informationen? Schreiben Sie uns: info@arrivalaid.org

Nicht von Betrunkenen provozieren lassen! —

Kein eigenes Essen und Trinken in Bierzelte bringen!

GRAFIKEN FREEPIK

Wir freuen uns auf Ihre Anzeige in der nächsten ArrivalNews-Ausgabe! Bitte wenden Sie sich an redaktion@arrivalaid.org

Start

Nicht auf den Tischen tanzen!

Auflösung Kinderseite „Dornröschen“

Nicht zu viel Alkohol trinken!

Wir haben die Texte in dieser ArrivalNews-Ausgabe mit Sternen markiert. Daran kann man den Schwierigkeitsgrad erkennen: Einfacher Text

 

Moderater Text

  

Anspruchsvoller Text

IMPRESSUM

WAS IST ARRIVALAID? ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Geflüchteten. In zwei eigenständigen Projekten – der ArrivalAid Anhörungsbegleitung und der ArrivalAid Integrationsbegleitung – bereiten unsere qualifizierten Ehrenamtlichen zunächst Asylsuchende auf deren Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor. Danach unterstützen wir anerkannte Geflüchtete bei deren ersten und drängendsten Integrationsschritten.

ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

ARRIVALAID STANDORTE

Die ArrivalAid Integrationsbegleitung ist zudem Anfang 2017 als Pilotprojekt in München gestartet. Anerkannte Geflüchtete werden von qualifizierten Ehrenamtlichen bei den wichtigsten Integrationsschritten nach der Anerkennung unterstützt.

Herausgeber: David J. Offenwanger und David Prochnow Redaktion: David J. Offenwanger Adlzreiterstr. 8 80337 München

Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung wird in München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und Köln angeboten. Die ArrivalAid Integrationsbegleitung und die ArrivalAid Akademie sind bereits in München gestartet.

Teil der Integrationsbegleitung ist die ArrivalAid Akademie, in der Geflüchtete und Helfer viel Wissenswertes erfahren. Die Akademie ist kostenlos und steht für alle offen.

Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung ist in München (Gründungsstandort seit 2015), Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart aktiv.

info@arrivalaid.org Tel.: 089 / 5528 5176 Fax: 089 / 20205365 Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München HRB 219221 eingetragen.

Layout: diefirmendesigner.de Grafik: Marion Blomeyer -12-

Copyright © 2018 ArrivalAid. Alle Rechte vorbehalten.


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Ausgabe 08/2018 Stuttgart by ArrivalAid - Issuu