LEBENSMITTEL EINKAUFEN Unser Schwerpunktthema in dieser Ausgabe
ZEITUNG FÜR NEUBÜRGER*INNEN
AUSGABE MÜNCHEN 04/2018
GRAFIK MARION BLOMEYER
WWW.ARRIVALAID.ORG
Z
wei Jahre verändern die deutsche Politik In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2015 trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel eine wichtige Entscheidung. Sie entscheidet, dass tausende Menschen, die aus ihren Ländern flüchten, über die Grenze nach Deutschland kommen dürfen. Zu den Deutschen sagt Merkel: Wir schaffen es, diesen Menschen zu helfen. Zwischen September 2015 und September 2016 kommen hunderttausende Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern nach Deutschland. Zwei Jahre später, am 24. September 2017 wählen die Deutschen ein neues Parlament. Eine neue Partei kommt in den Bundestag: die Alternative für Deutschland (AfD). Diese Partei will die Menschen aus Kriegsländern wieder zurückschicken. Sie will keine neuen Geflüchteten ins Land lassen. Die AfD behauptet, dass viele Menschen aus dem Ausland kriminell sind. Sie sagt, dass der Islam gefährlich für Deutschland ist. Die AfD hetzt gegen Flüchtlinge. Bei der Wahl geben 12,6 Prozent der Deutschen der AfD ihre Stimme. Das heißt: Etwa jede*r zehnte Deutsche wählt die AfD. Warum haben so viele Deutsche Angst? Als im Herbst 2015 viele Geflüchtete kommen, wollen tausende Menschen in Deutschland helfen. Sie geben Essen, Trinken, Kleidung und mehr. Das Fernsehen und die Zeitungen berichten gute Geschichten über geflüchtete Menschen. Aber nach einigen Monaten haben immer mehr Deutsche Sorgen und Ängste. Sie denken, dass zu viele Zuwander*innen nach Deutschland kommen. Sie glauben, dass die Deutschen zu viel
Geld zahlen, damit alle Geflüchteten eine Wohnung und Essen bekommen. Und damit sie in die Schule und zum Arzt gehen können. Einige Menschen haben Angst vor den anderen Kulturen und Religionen. Sie fürchten sich vor dem Islam. Sie denken, dass der Islam keine friedliche Religion ist. Manche verstehen nicht den Unterschied zwischen Muslimen und dem Daesch. Viele Deutsche sagen: Frauen und Männer sind im Islam nicht gleichberechtigt. Das finden sie nicht gut. Sie denken, dass Frauen im Islam unterdrückt werden, zum Beispiel weil sie ein Kopftuch tragen. Sie haben Angst, dass es bald viele Moscheen in Deutschland gibt und sich zu vieles verändert.
ein Kriegsland gehen müssen? Und sie hat keine Ideen, wie man die Situation in den vielen armen Ländern dieser Welt verbessern kann. Die AfD sagt: die Geflüchteten kosten Deutschland viel Geld. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Im Jahr 2016 hat Deutschland ca. 21 Milliarden Euro für die Geflüchteten ausgegeben. Mit dem Geld wurden unter anderem Asylverfahren durchgeführt, Unterkünfte gebaut, und Essen und Trinken bezahlt. Wahr ist
hat Einfluss. Auch andere Parteien machen heute eine Politik, die Geflüchteten schadet. Die Politiker*innen wollen nämlich die Wähler*innen der AfD zurückgewinnen. Jetzt sagen sie wie die AfD: Viele Menschen sollen abgeschoben werden und keine Arbeitserlaubnis bekommen. In Bayern wird im Oktober ein neuer Landtag gewählt. Die größte Partei in Bayern ist die CSU. Sie sagt: Möglichst wenige Zuwander*innen sollen ihre Familie nach Deutschland nachholen. Die CSU hat Angst, ihre Wähler an die AfD zu verlieren. Deshalb übernimmt sie manche Forderungen der AfD.
POLITIK DER ANGST
Die AfD verstärkt die Angst der Menschen Die AfD verstärkt die Angst. Sie behauptet immer wieder, dass Zuwanderer kriminell seien. Sie sagt: Wir müssen sie abschieben. Häufig verbreitet die Partei falsche Informationen über Geflüchtete. Wenn ein Zuwanderer etwas Verbotenes tut, erzählt die Partei überall laut davon und sagt: Die Geflüchteten sind kriminell. Und manchmal beschuldigt sie Geflüchtete, auch wenn sie gar nichts getan haben. Wie zum Beispiel vor einigen Wochen bei einem Gewaltverbrechen in der Stadt Münster. Die AfD sagt meistens nicht, wie man Probleme lösen kann. Zum Beispiel hat sie keine Antwort auf die Frage: Was passiert mit den Menschen, die zurück in
Die Stimmung in Deutschland hat sich verändert In den letzten Jahren ist die Zahl der Straftaten gegen Zuwander*innen größer geworden. Im Internet beschimpfen viele Menschen die Geflüchteten. Trotzdem TEXT PAUL KUHLMANN sind die meisten Menschen in Deutschland immer noch tolerant und hilfsbereit. Nur aber auch: Ein sehr großer Teil des Gel- eine*r von zehn wählt die AfD. Die podes für Geflüchtete geht zurück in die litischen Parteien und die Menschen in deutsche Wirtschaft. Zum Beispiel zu Su- Deutschland haben jetzt die Aufgabe, permärkten, die Lebensmittel verkaufen diese Toleranz zu stärken. Die Politik und Bauunternehmen, die Unterkünfte sollte mehr Kontakte zwischen den Menbauen. Und zu BAMF-Mitarbeiter*innen, schen fördern. Das kann zum Beispiel die über Asylanträge entscheiden. Das gelingen, wenn alle Zuwander*innen hilft auch den Menschen in Deutschland, arbeiten dürfen und bei der Arbeit Kontakte knüpfen können. Es wird schwierig, weil sie dadurch Geld verdienen. den ängstlichen Menschen ihre Sorgen Die Partei ist klein, aber verändert die zu nehmen. Es braucht eine kluge, tolerante Politik. Es braucht nicht die Politik Gesellschaft Die AfD ist eine kleine Partei, doch sie der AfD.
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der Bundestag
das deutsche Parlament
die Alternative, -en
die andere Möglichkeit
gegen jemanden hetzen
jemanden schlecht machen und anderen Angst vor ihm/ ihr machen
sich fürchten
Angst haben vor etwas
der Daesch
in Deutschland sprechen die meisten vom Islamischen Staat
gleichberechtigt sein
die gleichen Rechte haben
jemanden unterdrücken
jemanden mit Gewalt verbieten, frei zu entscheiden und zu handeln
der/die BAMF-Mitarbeiter/ -innen
die Menschen, die im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge arbeiten
jemanden zurückgewinnen
eine Person wieder holen
der/die Landtag, -e
das Parlament in einer Region, zum Beispiel in Bayern
die Straftat, -en
eine Handlung, die laut Gesetz nicht erlaubt ist
tolerant sein, die Toleranz
offen und respektvoll gegenüber anderen Menschen sein
Kontakte knüpfen
Menschen kennenlernen
PERSPEKTIVEN
FOTO MARION BLOMEYER
DIE ANGST ist eine starke, negative Macht Projekte der Menschlichkeit können diese Macht transformieren
W
enn wir Geflüchteten in Deutschland ankommen, ist das erste worüber wir nachdenken, wie wir in diesem neuen Land mit der neuen Sprache und der neuen Kultur leben können. Das zweite ist, wie die Deutschen uns sehen und wie wir mit ihnen in Kontakt kommen können. Und viele andere Fragen. Das alles macht uns Flüchtlingen Angst vor dem neuen Leben. Gleichzeitig gibt es ein paar Deutsche, die nicht viel über Fremde wissen und Angst vor ihnen haben. Sie verstehen ihr Benehmen nicht oder was die Geflüchteten hier wollen. Da stehen sie sich gegenüber, diese zwei Gruppen, voller Angst. Und hier kommt eine dritte Gruppe: Die Gruppe der Deutschen, die den Geflüchteten hilft aber auch den Deutschen, indem sie Kontakte zwischen den Gruppen herstellt. Damit sie sich die Hände reichen können. Einige Deutsche kommen zwei oder drei Mal in der Woche in die Flüchtlingslager. Sie unterrichten dort Deutsch oder machen Ausflüge mit uns und informieren uns über ihre Traditionen.
TEXT TAREK ALHAFEEZ, SYRIEN Andere Deutsche organisieren Koch-Projekte, in denen alle Nationalitäten und Deutsche alle 2 bis 3 Wochen eingeladen werden. Dann kochen und essen sie alle zusammen. Dabei kommen alle ins Gespräch, lernen viel übereinander und über ihre Heimatländer. Sie hören Fluchtgründe und -geschichten und viele Probleme. Manche Deutsche, die zum ersten Mal zu dem Essen kommen, hatten vorher nie Kontakt zu Geflüchteten. Und beim Essen ist viel Zeit, sich näher kennenzulernen.
Beim Essen kann man Angst verlieren Einmal kam ein Mann als Gast, der am Anfang sehr ernst und reserviert war uns gegenüber. Er hatte natürlich schon mal Geflüchtete gesehen, aber nie mit einem gesprochen. Die erste halbe Stunde sprach er nur mit Deutschen. An diesem Tag war ich in der Küche eingeteilt. Eine Mitarbeiterin des Projektes brachte ihn dann zu uns vor die Küche, wo wir erst mal nur die Namen austauschten und wer wo herkommt und wer was studiert
oder gearbeitet hat in seinem Heimatland. Dann, nach etwa einer Stunde haben wir gegessen. Der Mann saß mit mir, 3 anderen Deutschen und 3 Geflüchteten am Tisch. Wir haben über das Essen geredet, erklärten die Zutaten und Zubereitung. Wir fragten ihn, was er braucht und was wir ihm bringen dürfen. In der nächsten Stunde veränderten sich die Fragen, und sie wurden sehr persönlich und freundlich. Auch sein Gesicht veränderte sich deutlich von ernst zu lächelnd. Er fragte: Wo und wie kann ich in den Lagern helfen? Ich habe ihm meine Nummer geben und er hatte mich sogar nach 4 Tagen angerufen. Und nach 2 Wochen hat er selber 2 syrische Familien und Deutsche in eine Kirche zum Kochen eingeladen. Er kam mit seiner Frau und seinen Kindern. Er war so freundlich, spielte mit den Kindern und Luftballons und wirkte auf mich sehr glücklich.
Dieses Beispiel ist für mich so schön, weil das Einzige, was zwischen uns stand, die Angst war. Mit Hilfe dieses Projekts konnten wir sie überwinden und jetzt Hand in Hand gehen.
Der größte Wunsch von NeuLand-Autor Tarek Alhafezz wäre, in Deutschland als Jounalist arbeiten zu können. FOTO PRIVAT
die Angst/Ängste
Furcht, Panik, Horror, Schreck
die Macht/Mächte
Gewalt, Kraft, Einfluss
die Menschlichkeit
das gute Verhalten von Menschen gegenüber anderen Menschen
transformieren
umwandeln, verändern, umgestalten
das Benehmen
wie man sich gegenüber anderen Menschen verhält, gut oder schlecht
die Tradition, -en
Rituale, bestimmte Verhaltens- und Denkweisen einer Kultur oder einer Gruppe von Menschen
der Fluchtgrund/ die Fluchtgründe
der Grund, warum jemand sein Land verlässt oder verlassen muss, obwohl er es eigentlich nicht will
reserviert sein
sehr verschlossen, nicht offen zu anderen Menschen
eingeteilt/einteilen
jemandem für eine bestimmte Zeit eine bestimmte Arbeit/Aufgabe geben
austauschen
reden, sich unterhalten, auch: sich gegenseitig Dinge geben
die Zutat, -en
alles, was man braucht, um ein Essen zu kochen, zum Beispiel Salz, Kartoffeln, Salat,...
die Zubereitung, -en
wie man ein Essen macht, zum Beispiel zuerst die Kartoffeln schälen, dann den Salat waschen,...
Als ich ihn das erste Mal sah, hatte ich ein bisschen Angst, dass er uns Geflüchtete vielleicht nicht mag, weil er so ernst war. Aber nach dem Essen war ich so glücklich: er war wirklich interessiert an mir und meiner Geschichte. Und jetzt habe ich sogar jemanden, auf dessen Schulter ich mal meinen Arm legen kann, wenn ich Hilfe brauche.
Dieser Text wurde ArrivalNews mit freundlicher Unterstützung von NeuLand e.V. zur Verfügung gestellt.
Das ist NeuLand NeuLand e.V. gibt geflüchteten Menschen und Migrant*innen eine Stimme, um Begegnung und Dialog auf Augenhöhe zu initiieren. Die Münchner NeuLand-Zeitung, der NeuLand-Blog sowie öffentliche Lesungen und Autorentage dienen geflüchteten Menschen und Migrant*innen als Sprachrohr für ihre Geschichten, Empfindungen und Träume. NeuLand-Autoren entwickeln und schreiben ihre Geschichten selbst und setzen der medialen Berichterstattung über Geflüchtete eine authentische Stimmen entgegen. So vermitteln sie etwas von sich an die einheimische Bevölkerung. So wird Fremdes zu Bekanntem und Teilhabe möglich. Die NeuLand-Zeitung erscheint dreimal jährlich in einer Auflage von 10.000 Stück und ist an etwa 100 Auslagestellen in München kostenlos erhältlich. Weitere Informationen unter: www.neulandzeitung.com
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Auch du kannst für NeuLand schreiben! Du bist neu in Deutschland? Du hast viel erlebt? Du möchtest von deinen Erfahrungen erzählen? Wir freuen uns auf dich! Kontakt: neuland-zeitung@web.de 0160/93050896
LEBEN
Vereine in Deutschland TEXT DAVID OFFENWANGER
Warum sind Menschen in Vereinen? Man sagt: Ein Verein ist eine soziale Gruppe, in der sich Menschen freiwillig zusammenfinden und organisieren. Gemeinsam wollen sie ein bestimmtes Ziel erreichen. Oder sie möchten zusammen einem Hobby nachgehen. Oft sind Vereine gemeinnützig. Das bedeutet: Die Mitglieder haben ein Ziel, das anderen Menschen, Tieren oder der Natur hilft. Sie möchten gemeinsam Verantwortung übernehmen. Oder das Leben einer Gruppe oder der ganzen Gesellschaft verbessern. Und sie haben keine wirtschaftlichen Zwecke. Das heißt, die Mitglieder verdienen mit ihrem Engagement kein Geld. Deshalb zahlen Vereine auch keine Steuern an den Staat. Gute Beispiele sind: Die Freiwillige Feuerwehr in kleinen Städten oder auf dem Land. Naturschutzvereine, die sich für den Erhalt der Umwelt oder einer Tradition einsetzen. Oder Vereine, die sich für den Schutz von Menschenrechten einsetzen. Der größte deutsche Verein ist der ADAC - das heißt „Allgemeiner Deutscher Automobil Club“. Der Verein hat 16 Millionen Mitglieder und setzt sich für die Interessen von Autofahrer*innen ein. Viele gemeinnützige Organisationen haben sich gegründet, als Geflüchtete im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen sind und Asyl gesucht haben. Die Ehrenamtlichen helfen Geflüchteten z. B. dabei, Arbeit zu finden oder bei Problemen im Asylverfahren. Sie machen das aus unterschiedlichen Motivationen (siehe auch Artikel auf Seite 8 in dieser Ausgabe). Man spricht von „bürgerschaftlichem Engagement“. Das bedeutet, Menschen setzen sich für die Zivilgesellschaft ein. Also für ein lebendiges Land, in dem die Bürger*innen aktiv das Zusammenleben mitgestalten und Verantwortung übernehmen.
Gemeinsam Freizeit verbringen Viele Menschen sind auch in Vereinen, um zusammen eine Freizeitbeschäftigung zu erleben. Die besten Beispiele: Der Fußballverein oder ähnliche Sportvereine, in denen Menschen zusammen trainieren, Wettkämpfe austragen oder einfach nur Spaß haben. Eine lange Tradition haben auch Gesangsvereine, in denen Menschen zusammen singen. Oder Schützenvereine, in denen die Mitglieder zusammen das Schießen üben und vergleichen, wer eine Scheibe aus Papier besser treffen kann. Ein Klassiker unter den Vereinen ist der Hasenzüchterverein – in ihm kommen Menschen zusammen und züchten Hasen. Anscheinend macht das großen Spaß. Vereine gibt es schon lange in Deutschland: Im 18. Jahrhundert gab es die ersten Vereine. Auch damals hatten sie oft ein gesellschaftliches oder sogar politisches Ziel: z. B. Arbeitervereine, in denen sich Menschen für die Rechte und den Schutz von Arbeiter*innen einsetzen konnten. Auch damals schon haben Vereine oft Aufgaben übernommen, die der Staat nicht übernehmen konnte oder nicht übernehmen wollte.
Wie gründet man einen Verein? Einen Verein zu gründen ist eigentlich nicht so schwer. Man braucht erst einmal 7 Menschen, die später in dem Verein Mitglieder sein möchten. Man nennt diese Menschen Gründungsmitglieder. Dann muss man eine Satzung schreiben. Darin wird erklärt, was der Verein machen möchte – also welchen Zweck der Verein hat. Wenn alle Formalitäten passen und der Zweck gemeinnützig ist, kann man den Verein bei einem Amtsgericht eintragen lassen. Dann ist es ein e.V. - also ein eingetragener Verein. Okay, vielleicht ist es doch nicht ganz so einfach. Aber offenbar haben es schon viele Menschen geschafft. Im Internet findet man auch viele Seiten, die bei einer Gründung mit Informationen helfen. FOTO PIXABAY
E
s gibt in Deutschland ein Sprichwort: „Treffen sich zwei Deutsche, gründen sie einen Verein.“ Das ist natürlich sehr übertrieben und ein Spaß. Aber es steckt auch ein bisschen Wahrheit in diesem Sprichwort. Denn sehr viele Menschen in Deutschland sind Mitglieder in einem Verein. Es gibt ungefähr 580.000 Vereine in Deutschland und die Zahl wächst weiter. Statistisch gesehen ist jede und jeder Deutsche Mitglied in mindestens einem Verein. Aber was machen alle diese Menschen in Vereinen? Und was ist ein Verein überhaupt?
Hier findet man mehr Informationen zur Vereinsgründung: www.akademie.de/wissen/e-v-leitfaden-verein-gruenden www.verein-aktuell.de/vereinsgruendung/vereinsgruendung-leichtgemacht/-einen-verein-gruenden
etwas übertreiben
viel zu viel machen oder sagen als nötig
das/die Mitglied, -er
jemand, der/die zu einer Gruppe dazugehört
das Sprichwort, die Sprichwörter
ein Wort oder ein Satz, der etwas kluges über eine Situation im Leben sagt
statistisch
etwas, das durch Zahlen aus Untersuchungen bewiesen wird
die soziale Gruppe, - en
eine Gruppe, in der sich die Menschen gegenseitig helfen, zusammen Ausflüge unternehmen und gleiche Interessen haben
freiwillig
etwas tun, weil man es will und nicht, weil man es muss
das Hobby, die Hobbys
eine Beschäftigung, die man in seiner Freizeit gerne macht, z. Bsp. Fußballspielen oder malen
gemeinnützig
für einen sozialen Zweck, nicht, um Geld zu verdienen
die Verantwortung, -en
wenn man eine wichtige Aufgabe oder Arbeit macht, bei der man nichts falsch machen darf, weil das schlimme Folgen haben kann, dann hat man eine große Verantwortung
die Gesellschaft, -en
viele Menschen, die zusammen in ähnlichen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnissen leben
der/die Zweck, -e
Plan, Ziel, Absicht
der Erhalt
bestehen bleiben, nicht verändern, behalten
die Tradition, -en
Brauch, Kultur, Ritual
die Motivation
warum man etwas machen will
das/die Interesse, -en
Gefallen, Sympathie, Begeisterung
das Engagement
sich für etwas oder jemanden einsetzen, um etwas zu verändern oder einer Person zu helfen
die Zivilgesellschaft
viele Bürger*innen, die selbständig, politisch und sozial engagiert sind
die Freizeitbeschäftigung, -en
Hobby (siehe oben)
einen Wettkampf austragen
gegeneinander antreten, z. B. in einem Fußballspiel, der bessere Spieler oder die bessere Mannschaft gewinnt
etwas züchten
sich um Pflanzen oder Tiere kümmern, damit sie wachsen und man sie später verkaufen kann
etwas gründen
einen Verein, eine Firma, Organisation bilden/machen/ins Leben rufen
die Formalität, -en
offizielle Dokumente, Anträge, Unterschriften, Bescheinigungen
das/die Amtsgericht, -e
Justiz/Gericht für kleinere Dinge
etwas eintragen
in eine Liste schreiben
die Geborgenheit
Sicherheit, Wohlfühlen, Zuwendung
die Geselligkeit
Gemeinschaft, Gesellschaft, Zusammensein
der/die Gleichgesinnte, -n
Menschen, die ähnliche Hobbys und Leidenschaften haben
Neben allen unterschiedlichen Zielen, die Vereine haben, darf man einen wichtigen Zweck nicht vergessen: Oft suchen Menschen auch nur die Geborgenheit einer Gruppe. Und die Geselligkeit mit anderen Gleichgesinnten. Und wenn dabei auch noch etwas Gutes gemacht wird, ist das doch schön!
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„Behördendeutsch verständlich gemacht“ NEU
Damit die Kommunikation mit dem Amt auch Neuankömmlingen gelingt: 1000 wichtige Begriffe in leichter Sprache erklärt, mit Übersetzungen ins Arabische, Persische, Englische und Französische. Ein praktischer Helfer für Flüchtlinge und Arbeitsmigranten sowie ehrenamtliche Unterstützer und Hilfsorganisationen. ISBN 978-3-468-20294-0 · 15,00 € [D]
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DOSSIER
LEBENSMITTEL EINKAUFEN IN DEUTSCHLAND TEXT NINA LIEBHABER & DAVID OFFENWANGER
Lebensmittel landen in Deutschland jährlich auf dem Müll
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FOTO MARION BLOMEYER
18 Mio. Tonnen
DOSSIER
Bio-Produkte sind gesünder und besser für die Natur. Sie sind oft auch teurer. Ein anderes Siegel ist das Fairtrade-Siegel. „Fair trade“ kommt aus dem Englischen und bedeutet: fairerer, gerechter Handel. Es ist zum Beispiel auf Produkten wie Kaffee, Kakao, Schokolade, Orangensaft oder Bananen. Diese Lebensmittel können nicht in Deutschland produziert oder angepflanzt werden. Sie kommen aus Afrika oder Südamerika. Dort werden sie auf Plantagen angepflanzt. Die Menschen dort arbeiten oft unter sehr harten Bedingungen. Sie haben keine passende Schutzkleidung. Sie müssen viele Stunden arbeiten und haben keinen Urlaub. Manchmal müssen sogar Kinder arbeiten. Es gibt aber auch Plantagen mit dem Fairtrade-Siegel. Das bedeutet: die Arbeiter*innen bekommen hier einen gerechten Lohn für ihre Arbeit. Und wenn sie krank sind, müssen sie nicht hungern, sondern werden versorgt. Für vegetarische und vegane Lebensmittel gibt es auch ein Siegel. Vegetarisch sind alle Lebensmittel ohne Fleisch oder Fisch. Vegan sind alle Lebensmittel, in denen keine tierischen Stoffe enthalten sind. Ein Ei ist vegetarisch aber nicht vegan, weil es von einer Henne gelegt wird. Auch Milch ist vegetarisch, aber nicht vegan. Obst und Gemüse ist vegetarisch und vegan. Es ist kompliziert. Acht Millionen Menschen in Deutschland leben vegetarisch. 1,3 Millionen Menschen leben vegan. Es gibt viele Gründe für ihre Entscheidung. Ein Grund sind die schlechten Lebensbedingungen der Tiere in den großen Fabriken. Viele Tiere leben dort auf sehr wenig Raum. Sie dürfen nicht nach draußen und leben nur, um geschlachtet zu werden. Ein anderer Grund ist, dass manchen Menschen Fleisch generell nicht schmeckt. Früher haben die Menschen weniger Fleisch gegessen, denn sie mussten die Tiere selbst züchten und versorgen. Jetzt wird es oft industriell produziert, in Form von Massentierhaltung in großen Hallen. Dadurch ist das Fleisch sehr billig geworden. Die Qualität ist aber auch nicht mehr so gut. Da immer mehr Menschen auf Fleisch verzichten, gibt es auch immer mehr fleischlose Lebensmittel in Geschäften.
Auch Religion spielt eine Rolle beim Einkaufen von Nahrung. Oft gibt es in größeren Städten Geschäfte, die Lebensmittel speziell für bestimmte Religionen verkaufen,
In manchen Städten gibt es sogenannte „Fair-Teiler“. Dort kann man Ware, die nicht perfekt genug für ein Geschäft ist, kostenlos bekommen. Sie sieht zwar vielleicht nicht so schön aus, schmeckt aber noch genauso gut.
vzbv.de/sites/default/files/mediapics/einkaufsfuehrer_muslime.pdf
zum Beispiel halal oder koscher. Auch dafür gibt es oft ein Siegel auf dem Produkt.
LINKTIPP
EINKAUFSMÖGLICHKEITEN VON LEBENSMITTELN IM VERGLEICH
An diesen Orten gibt es regelmäßig gratis Lebensmittel für alle. Sie werden von Geschäften abgeholt, weil sie nicht mehr perfekt aussehen. Sie schmecken aber immer noch gut und werden deswegen von foodsharing München e.V. verteilt. Wer will kann einfach vorbeischauen und sich was mitnehmen. So spart man Geld und Ressourcen. Fair-Teiler im EineWeltHaus Schwanthalerstraße 80 im 1. Stock fast immer von früh bis abends geöffnet
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Fair-Teiler im Kreativquartier Dachauerstraße 114 Mittwoch 19:00 – 20:00 Uhr und Samstag 14:00 – 15:00 Uhr geöffnet
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Fair-Teiler in Haidhausen Kuglerstraße 2 Samstag 10:30 – 11:30 Uhr geöffnet
Die große Auswahl an Supermärkten kann sehr verwirrend sein. Aber sie bietet auch eine Chance: Jeder Mensch kann genau das finden, was sie oder er am liebsten mag!
EINKAUFSFÜHRER FÜR MUSLIME KOSTENLOS ZUM DOWNLOAD:
FAIR-TEILER IN MÜNCHEN:
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Wo die Menschen in Deutschland ihre Lebensmittel kaufen, ist sehr unterschiedlich. Es gibt verschiedene Supermärkte und Geschäfte. In manchen sind die Produkte teurer, weil die Geschäfte zum Beispiel schöner sind. Billigere Supermärkte heißen Discounter. Die Produkte und deren Qualität ist aber oft sehr ähnlich. Manche Menschen kaufen auch auf Bauern- oder Wochenmärkten. Auf solchen Märkten bieten Bauern und andere Produzenten ihre eigenen Waren an. Wie früher, als es noch keine Supermärkte gab. Die Lebensmittel kommen aus der Region und sind nicht sehr teuer. Solche Märkte sind oft einmal die Woche und immer an bestimmten Plätzen in der Stadt.
EINKAUFSMÖGLICHKEITEN
VORTEILE
NACHTEILE
Bauern- und Wochenmärkte (Eine Übersicht für München findet man hier: www.muenchner-bauernmaerkte.de und www.mein-wochenmarkt.com/muenchen)
In der Nähe, frische Lebensmittel direkt von den Produzenten
Oft nur an einem Tag in der Woche, manchmal teuer
Kleine Geschäfte
Persönliche Beratung, billiger
Gibt es nicht in der ganzen Stadt
Bioladen (z.B. Alnatura, Vollcorner, denn‘s, Basic)
Große Auswahl an Bio-Lebensmitteln
Teurer
Supermarkt (z.B. Rewe, Edeka)
Große Auswahl
Discounter (z.B. Aldi, Lidl)
Billig
FOTO PIXABAY
Um die Qualität eines Produkts erkennen zu können, gibt es verschiedene Siegel. Sie sind auf die Verpackung gedruckt. Ein Siegel soll den Kunden*innen dabei helfen, die für sie richtige Wahl zu treffen. Es gibt zum Beispiel das Bio-Siegel. Alle Produkte mit dem Bio-Siegel werden biologisch produziert. Das bedeutet: • Der Bauer oder die Bäuerin darf kein künstliches Mittel auf die Pflanzen sprühen. Dieses Mittel kann zwar helfen, damit keine Schädlinge die Pflanzen zerstören. Es ist jedoch meistens auch giftig für den Boden oder die Menschen. • Tiere dürfen keine starken Medikamente fressen, wie zum Beispiel Antibiotika. • Tiere bekommen mehr Platz und dadurch ein schöneres Leben. • Es darf keine Gentechnik verwendet werden.
Leider werden in Deutschland viele Lebensmittel weggeschmissen. Sie landen auf dem Müll. Häufig werfen Menschen Lebensmittel weg, obwohl sie noch gut sind. Sie glauben das Essen ist „abgelaufen“. Denn auf jedem Produkt im Supermarkt steht ein Datum. Das ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) oder Verbrauchsdatum. Das MHD zeigt, wie lange ein Produkt auf jeden Fall noch gut ist. Viele Produkte sind auch danach noch gut. Joghurts zum Beispiel. Oft sind sie drei Wochen nach dem MHD auch noch lecker. Wir müssen also: anschauen, riechen und schmecken. Dann wissen wir, ob es noch essbar ist und müssen es nicht wegschmeißen. Neben dem MHD gibt es auch das Verbrauchsdatum. Das Verbrauchsdatum ist zum Beispiel auf Fleisch, Fisch, Sprossen und fertigem Essen. Man erkennt das Verbrauchsdatum daran, dass dort steht: „verbrauchen bis und das Datum“. Wenn das Verbrauchsdatum abgelaufen ist, sollte man das Lebensmittel nicht mehr essen. Es können sich gefährliche Keime auf dem Lebensmittel bilden. Das kann krank machen.
LEBENSMITTEL AUS DEM NAHEN OSTEN UND ANDEREN LÄNDERN:
das/die Nahrungsmittel
Dinge, die man essen kann
der/die Konsument/in
Person, die einkauft
Produkte aus dem Mittelmeerraum: Forumstar Supermarkt Aubingerstr. 49, 81243 München
die Qual/en
etwas, das sehr weh tut
das/die Produkt, -e
etwas, das man in einem Geschäft kaufen kann, zum Beispiel Computer, Lebensmittel, Geräte
der/die Inhaltsstoff, -e
Dinge, aus denen ein Nahrungsmittel besteht
die Qualität, -en
wie gut ein Produkt gemacht ist
Produkte aus der Türkei: Verdi Süpermarket Landwehrstraße 46, 80336 München
das/die Siegel
Zeichen auf Produkt, das eine bestimmte Qualität beschreibt
die Verpackung, -en
Plastik oder Papier, in dem das Essen ist
biologisch
aus natürlichen Stoffen/Zutaten hergestellt
der/die Schädling, -e
kleine Tiere oder Bakterien, die Pflanzen kaputtmachen oder fressen
Orientalische Lebensmittel: Güney Çavuşoğlu Implerstraße 23, 81371 München
giftig, das/die Gift,-e
ein Stoff, der für Menschen, Tiere und Pflanzen gefährlich oder sogar tödlich sein kann
FOTO PIXABAY
I
n Deutschland gibt es viele verschiedene Orte, wo man Nahrungsmittel kaufen kann. Auch die Entscheidung was man kauft, ist oft nicht einfach. Man sagt, die Konsumenten*innen haben „die Qual der Wahl“. Der Einkauf wird zur Qual, weil es in deutschen Supermärkten eine riesige Auswahl an Produkten gibt, z. B. viele verschiedene Sorten Milch, Käse, viele Nudelsorten in verschiedenen Formen. Man kann außerdem Gemüse und Obst aus der ganzen Welt kaufen. Die Menschen hatten noch nie so viel Auswahl an Nahrungsmitteln. Sie müssen beim Einkaufen also viele Entscheidungen treffen. Das ist nicht immer einfach. Oft erkennt man nicht sofort, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind.
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das/die Medikament, -e
Medizin, die Menschen gesund macht
das Antibiotikum/die Antibiotika
ein Stoff, der Menschen und Tiere vor Krankheiten schützt, er wird in die Haut gespritzt oder mit Tabletten eingenommen
die Gentechnik
unnatürliche Veränderung der Art einer Pflanze, damit sie größer und schöner wird
produzieren
herstellen, bauen
anpflanzen
Samen von Pflanzen, Gemüse oder Obst im Garten in die Erde säen oder stecken, damit später Bäume, Blumen und Früchte wachsen
die Plantage, -en
großes Feld mit Bäumen oder Pflanzen
die Henne, -en
ein weibliches Huhn
schlachten
ein Tier töten, weil man es essen möchte
züchten
ein Tier füttern und pflegen, damit es groß und stark wird und man es schlachten kann
die Massentierhaltung
viele tausende Tiere auf wenig Platz züchten
der Müll
Abfall, Dreck
ablaufen
wenn ein Datum schon vorbei ist, dann ist es abgelaufen
der/die Keim, -e
Zwei Bedeutungen: 1. etwas Kleines, aus dem etwas Großes wächst, zum Beispiel kann aus einem kleinen Pflanzenkeim ein großer Baum wachsen 2. etwas sehr Kleines, das die Ursache für eine Krankheit sein kann
ARBEIT
Friseur*in Waschen, schneiden, föhnen – gut aussehen! TEXT & FOTOS MARTIN RUBIN
Trotzdem gab es am Anfang einige Schwierigkeiten. „In diesem Beruf hast du mit Menschen zu tun“, erklärt Mark Astrath. „Mit ihnen reden, sie beraten, das ist ganz wichtig. Deshalb sind Deutschkenntnisse unbedingt notwendig. Ich finde es gut, dass Asad die vorbereitende Berufsfachschule besucht. Dort wird den ganzen Tag Deutsch gesprochen und es ist bewundernswert, wie gut er mittlerweile die Sprache beherrscht. Ohne Sprachkenntnis kann man nicht auf Kunden zugehen. Dann ist man schüchtern, hat Angst, mag nicht reden. In diesem Beruf ist aber genau diese Offenheit sehr, sehr wichtig – und zwar gegenüber Frauen wie Männern.“ In der Berufsfachschule lernt Assad auch die Fachbegriffe. „Das ist schon schwierig“, sagt er. „Ich muss zum Beispiel wissen, was alles in einem Shampoo drin ist. Oder einem Mittel, mit dem man Haare färbt. Dazu muss ich einiges über Chemie wissen. In meinem Heimatland habe ich nur Männern die Haare geschnitten. Keiner von denen hat sich die Haare färben lassen.“
E
s gibt Berufe, die wird es immer geben, solange es Menschen gibt. Friseur*in ist einer davon. Menschen haben Haare. Haare wachsen. Weil Haare immer wachsen, muss es Menschen geben, die sie schneiden. Selbst Menschen mit ganz langen Haaren müssen manchmal zum Friseur. Denn auch lange Haare müssen gepflegt aussehen. Manche Menschen haben keine Haare. Man sagt auch: sie haben eine Glatze. Die müssen nicht zum Friseur. Außer, sie haben einen Bart. Auch Barthaare müssen geschnitten werden. „Bärte habe ich noch keine geschnitten“, sagt Asad und lacht. „Aber ich habe schon von vielen Freunden die Haare geschnitten und wasche Haare. Außerdem arbeite ich an den Haaren von einem Friseurkopf. Das ist wie der Kopf einer Puppe, an dem ich üben kann.“ Asad hat eine Ausbildung zum Friseur angefangen. Momentan ist er in der einjährigen Berufsfachschule. Das bedeutet: An vier Tagen in der Woche geht er in die Berufsschule. Den Rest der Zeit (und in den Schulferien) ist er im Betrieb. Asad kam auf Umwegen zu diesem Beruf. „Ich habe in meinem Heimatland auf Baustellen gearbeitet“, erzählt er. „Einmal in der Woche mussten die Haare der Leute auf der Baustelle geschnitten werden. Das haben Freunde von mir gemacht. Irgendwann habe ich es selber gemacht und es hat mir Spaß gemacht. Hier in Deutschland habe ich dann ein Praktikum bei MAKS Friseure gemacht und habe danach die Zusage zur Ausbildung bekommen.“ Mark Astrath ist der Inhaber von MAKS und der Chef von Asad. „Ich habe sofort gesehen, dass Asad schon erste Erfahrungen in dem Beruf hatte“, berichtet er. „Das merkt man gleich: Wie jemand Kamm und Schere hält, wie jemand auf den Kunden zugeht, wie jemand Haare schneidet. Bei Asad wusste ich gleich: Er wird in diesem Beruf keine Probleme haben.“
STECKBRIEF
Friseur*in Mangelberuf in Deutschland: Nein Ausbildungsdauer: 3 Jahre Voraussetzungen: Haupt- oder Realschulabschluss Schwerpunkte: Gesamte Pflege der Haare (waschen, schneiden, färben und vieles mehr), Kundenberatung, Kosmetik (schminken, Haut- und Nagelpflege), Umgang mit Perücken Das solltest du mitbringen: Handwerkliches Geschick, Freude am Umgang mit Menschen, gewissenhaftes Arbeiten, Kommunikations- und Beratungsfähigkeit, Sinn für Ästhetik
GRAFIKEN FREEPIK
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Dies ist aber nicht der einzige Unterschied zu Deutschland. „In Deutschland ist es üblich, dass man in einen Friseursalon geht, um sich die Haare schneiden zu lassen“, erklärt Asad. „Ich habe das immer dort gemacht, wo die Leute waren. Da ging niemand zum Haareschneiden in einen Laden.“ Asad arbeitet gerne im Friseursalon. Der Beruf macht ihm Spaß. Mit seinen Kollegen oder Mitschülern hat er keine Probleme. „Alle sind sehr nett und hilfsbereit“, sagt er. Manchmal wird er von Kunden auf seine Herkunft angesprochen. „Bisher hat aber jeder sehr positiv reagiert“, berichtet er. „Unsere Mitarbeiter kamen schon immer aus verschiedenen Ländern“, erzählt Mark Astrath. Zurzeit arbeiten bei MAKS 6 Personen und Asad als Auszubildender. Die wichtigsten Fähigkeiten, die jemand für den Beruf mitbringen muss, sind für ihn handwerkliches Geschick, Zielstrebigkeit und die Freude am Arbeiten. „Man braucht auch die richtige Persönlichkeit dafür“, sagt er. „Der Beruf muss zu einem passen.“ Und ganz wichtig: „Sprachkenntnis natürlich!“ Praktika hält Mark Astrath für sehr wichtig. „Das ist ein guter Weg, um herauszufinden, ob dies die richtige Arbeit für einen ist. Außerdem lernt man dabei viel über die täglichen Arbeitsabläufe und die Arbeitsorganisation.“ Nach der Ausbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man sich weiter qualifizieren oder fortbilden kann. Asads Chef zählt einige auf: „Nach der Ausbildung besuchen einige die Meister-Schule und können dann einen eigenen Friseursalon eröffnen. Andere gehen in den Bereich Kosmetik und werden Visagist*in. Es gibt aber auch die Möglichkeit, zum Beispiel im Schulungsbereich zu arbeiten oder für Firmen, die Haarpflegeprodukte herstellen. Wieder andere wechseln in kreative Bereiche wie Fotografie oder Mode.“ Soweit denkt aber Asad heute noch nicht. „Wenn Kunden zufrieden sind und sich freuen, nachdem ich ihnen die Haare geschnitten habe, das ist meine Motivation“, sagt er.
ARBEIT
BUCH-TIPPS Visuelle Fachwörterbücher Friseurhandwerk und Kfz-Mechatronik Die neue Hueber-Reihe der Visuellen Fachwörterbücher startet mit zwei klassischen Handwerksbranchen: Friseurhandwerk und Kfz-Mechatronik. Ziel der Reihe ist es, den Berufseinstieg für Auszubildende mit der Zweitsprache Deutsch zu vereinfachen. Dazu bedient sich das Konzept vieler Bilder, Fotos und Illustrationen, über die das Wissen zu Wortschatz und Grammatik vermittelt wird. Mehr als 500 Stichwörter zu relevanten Fachbegriffen der jeweiligen Branche verhelfen zu mehr Sicherheit im Berufsalltag. Dazu zählen Ausdrücke für die Kundenkommunikation und Fachbegriffe wie Haarschnitt und Frisur im Friseurhandwerk ebenso wie technische Begriffe rund um Fertigung und Fahrzeug im Kfz-Fachwörterbuch. Ideal sind die beiden Handbücher auch für die Prüfungsvorbereitung: Sie enthalten wichtige Begriffe und Abkürzungen aus den Prüfungsverordnungen und -inhalten sowie hilfreiche Tipps beispielsweise zu Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.
ArrivalNews Interview
Für beide Bücher gibt es einen kostenlosen MP3-Download mit allen relevanten Wörtern und Redewendungen. Titel zu weiteren Berufszweigen sind in Vorbereitung.
Asad absolviert seine Ausbildung als Friseur bei MAKS Friseure in Ludwigsburg. ArrivalNews hat mit ihm gesprochen. Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Ich hatte bereits erste Erfahrungen in meinem Herkunftsland mit der Arbeit. Sie hat mir Spaß gemacht, deswegen habe ich mich in Deutschland dazu entschieden, eine Ausbildung als Friseur zu machen. War es schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Für mich war es nicht so schwierig, weil ich bereits Erfahrung hatte. Ich hab ein Praktikum gemacht und mein Chef hat gesehen, dass ich bereits ein bisschen was kann. Ist die Ausbildung so, wie du sie dir vorgestellt hast? Was hat dich am meisten überrascht? Die Ausbildung ist vielfältig. Es ist mehr als nur Haare waschen und schneiden. Ich färbe Haare, wickle Locken. Wir lernen etwas über Perücken und über Kosmetik. Jeder Mensch hat unterschiedliche Vorstellungen, wie seine Haare aussehen sollen. Das muss ich alles umsetzen können. Was ist der schwierigste Teil der Ausbildung? Was fällt dir leicht? Haare schneiden und waschen fällt mir leicht. Es ist ein gutes Gefühl, wenn Kunden meine Arbeit gefällt. Die Theorie ist manchmal ein bisschen schwierig. Zum Beispiel, wenn es um die chemischen Dinge geht, die in Haarpflegemitteln sind. Und die Sprache ist schwierig, denn ich muss ja viel mit den Menschen reden. Ich muss sie verstehen, wenn sie mir sagen, wie ihre Haare aussehen sollen.
Erschienen im Hueber Verlag: Visuelles Fachwörterbuch Friseurhandwerk 144 Seiten ISBN 978-3-19-047480-6 € 15,00 (D) Visuelles Fachwörterbuch Kfz-Mechatronik 120 Seiten ISBN 978-3-19-027480-2 € 15,00 (D)
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Fachbegriffe für die Ausbildung mit Bildern lernen!
Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus? Momentan bin ich in der Berufsfachschule an vier Tagen pro Woche. Einmal pro Woche bin ich im Friseursalon. Dort wasche ich Haare und helfe meinen Kollegen. Manchmal kommen auch Freunde vorbei, deren Haare ich dann schneide. Ansonsten übe ich am Frisierkopf oder unterstütze, wo ich kann. Visuelles Fachwörterbuch Friseurhandwerk
Musst du auch am Wochenende arbeiten? Am Sonntag nicht. Aber samstags ist für mich ein Arbeitstag und da ist immer auch viel los.
144 Seiten € 15,ISBN 978-3-19-047480-6
Wie kommst du mit deinen Kollegen zurecht? Gibt es Probleme, weil du aus einem anderen Land kommst? Nein, es gibt keine Probleme. Auch nicht in der Berufsschule. In der Schule sind auch Menschen, die geflüchtet sind. Wir kommen aber auch gut mit den Menschen aus, die hier geboren wurden. Wir sind alle ähnlich alt und haben dieselben Interessen. Was hat dich in der Zusammenarbeit mit deinen Kollegen am meisten überrascht? Als Friseur*in macht man hier viel mehr, als ich es kannte. Nicht nur Haare waschen und schneiden. Auch Haare färben oder Kosmetik. Außerdem ist es wichtig, eine gute Beziehung zum Kunden aufzubauen. Den Kunden zu beraten. Was würdest du anderen Flüchtlingen raten, die sich auf diesen Beruf bewerben wollen? Auf was sollten sie achten? Sie sollten auf jeden Fall ein Praktikum machen. Dann erfahren Sie, was dieser Beruf alles beinhaltet. Die Kommunikation mit den Kunden ist sehr wichtig.
Visuelles Fachwörterbuch Kfz-Mechatronik 120 Seiten € 15,ISBN 978-3-19-027480-2
Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Hueber Verlag. Tel.: +49 (0)89 9602-9603 E-Mail: kundenservice@hueber.de www.hueber.de
Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung? Ich weiß noch nicht. Vielleicht mache ich eine weitere Ausbildung.
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gepflegt
wenn etwas ordentlich und gut aussieht
der/die Umweg, -e
nicht der direkte Weg zu einem Ziel, sondern ein anderer Weg, der länger ist
vorbereitend
die Vorbereitung; etwas, was man macht, bevor eine Sache beginnt
das/die Shampoo, -s
ein Mittel zum Haare waschen
färben
etwas farbig machen oder einer Sache eine andere Farbe geben. Zum Beispiel Haare, aber auch Kleidungsstücke
der/die Friseursalon, -s
der Laden, in dem man seine Haare schneiden lässt
das handwerkliche Geschick
wenn jemand gut in handwerklicher Arbeit ist
die Zielstrebigkeit
ein Ziel verfolgen und nicht aufgeben, bis man es erreicht hat
die Persönlichkeit, -en
die Art, wie ein Mensch ist und wie er von anderen wahrgenommen wird
der/die Visagist*in
ein Beruf, der sich mit Hautkosmetik beschäftigt
das/die Haarpflegeprodukt, -e
zum Beispiel Shampoo oder Haarspray
die Locke, -n
Haare, die nicht glatt sind, sondern wie Rollen oder Röhrchen aussehen
die Perücke, -n
künstliche Haare, die wie echte Haare aussehen, für Menschen, die keine eigenen Haare mehr haben
die Ästhetik
etwas, das schön aussieht oder zu einem Menschen gut passt
Mit ein wenig Glück gewinnen Sie eines von 10 Fachwörterbüchern “Friseurhandwerk” oder “Kfz-Mechatronik”. Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff “Friseur” oder “Kfz-Mechatronik” an gewinnspiel@arrivalaid.org. Einsendeschluss ist am 30.05.2018
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WIR ZUSAMMEN
Ehrenamt in Deutschland Warum arbeiten so viele Deutsche für umsonst? TEXT AMY JOY STARK
F
ast jede/er zweite Deutsche ab 14 Jahren (44 %) übt ein freiwilliges Engagement aus. Das bedeutet, dass eine Person arbeitet, ohne Geld oder eine andere Bezahlung zu bekommen. Wenn man kein Geld für die Arbeit bekommt, heißt das auch unentgeltlich. Die unentgeltliche, freiwillige Arbeit findet in der Freizeit statt; oft auch nach Feierabend oder am Wochenende.
Engagement. Das bedeutet, dass Menschen (=Bürger) ihren Mitmenschen helfen. Diese Hilfe wird nicht vom Staat organisiert, sondern von den Bürgern selbst. Andere Menschen engagieren sich langfristig. Wenn sich eine Person langfristig, freiwillig und unentgeltlich engagiert, nennt man das auch Ehrenamt.
Der Begriff Ehrenamt
Immer mehr Menschen engagieren sich. Das ist in vielen Bereichen möglich. Die meisten Deutschen engagieren sich im Bereich „Sport und Bewegung“. Ein Beispiel dafür ist ein/e Fußballtrainer*in, der/die eine Mannschaft von Kindern unentgeltlich trainiert.
Worten zusammen: Ehre
Seit 2015 ist das Engagement in der Flüchtlingshilfe stark angestiegen. Immer mehr Personen setzen sich also freiwillig für Geflüchtete ein. Es gab viele Menschen, die kurzfristig und spontan geholfen haben. Ein Beispiel: Der Empfang von Geflüchteten am Bahnhof in München. Da heißt bürgerschaftliches
Das Wort Ehre ist schwer zu erklären. Man sagt oft, dass eine Person sich ihre Ehre verdienen muss. Man muss etwas dafür tun. Wenn eine Person etwas Gutes tut, dann finden andere Menschen das toll. Die Person hat sich ihre Ehre verdient. Amt bedeutet so etwas wie Aufgabe. Einfach gesagt: Eine Aufgabe wird
setzt sich aus zwei und Amt
wegen der Ehre gemacht, nicht, weil man dafür Geld oder eine andere Bezahlung bekommt. Aber warum machen das so viele Deutsche? Soziale Gerechtigkeit Es gibt viele Gründe, warum sich so viele Menschen engagieren. Manche Ehrenamtliche (=Personen, die ein Ehrenamt machen) möchten, dass jeder Mensch die gleiche Chance hat. Jeder und jede soll dieselben Rechte haben. Eine Person soll nicht anders behandelt werden, weil er oder sie zum Beispiel einen anderen Glauben oder eine andere Hautfarbe hat. Das nennt man „soziale Gerechtigkeit“. Das ist auch zum Beispiel bei ArrivalAid sehr wichtig. In der Anhörungsbegleitung bereiten Ehrenamtliche Geflüchtete auf die Anhörung vor. Die Anhörung vor dem BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) ist sehr wichtig. Durch die Anhörungsbegleitung lernen die Geflüchteten, welche Rechte sie bei der Anhörung haben. Sie lernen aber auch, was sie tun müssen. Die Vorbereitung auf die Anhörung hilft, das Asylverfahren gerechter zu machen.
Was sagen Ehrenamtliche von ArrivalAid? „Ich erachte diese Arbeit als wertschöpfend.“ „ArrivalAid ermöglicht mir, mit verschiedensten Menschen in Kontakt zu kommen, sowohl Ehrenamtlichen als auch Menschen aus aller Welt.“ „Eine wichtige Sache.“ „Die Begleitung von Flüchtlingen bei der Anhörung ist absolut sinnvoll. Die Anhörung ist das zentrale Element beim Asylverfahren. Da wäre ich selber - an der Stelle des Flüchtlings - auch sehr froh, wenn ich nicht alleine hingehen müsste. Unsere Begleitung sorgt für mehr Fairness bei der Befragung.“ „ArrivalAid bietet Geflüchteten kompetente, konkrete Hilfe bei einer für den Geflüchteten entscheidenden Situation. Mir persönlich gibt es die Möglichkeit dafür Sorge tragen zu können, dass ein faires, ordentliches Asylverfahren stattfindet und eingehalten wird und der Geflüchtete bestmöglich über seine Rechte und Pflichten aufgeklärt und darauf vorbereitet wird.“ „Bei ArrivalAid geht es um ein wichtiges Grundrecht, das meiner Meinung nach als ein unentbehrlicher Schutz der Menschenwürde dient. Dieses Recht sollte für jeden Betroffenen maximal „ausgeschöpft“ werden können.“
umsonst
ohne Geld oder eine andere Bezahlung zu bekommen
das Engagement
der Einsatz; die Anstrengungen
der Feierabend
die Zeit nach dem Ende des Arbeitstages; der Feierabend beginnt meistens zwischen 16-18 Uhr
kurzfristig
nur für kurze Zeit; nicht lange
spontan
nicht geplant
der Empfang
die Begrüßung; eine Person willkommen heißen
langfristig
für längere Zeit
das Asylgesetz
das Gesetz, welches das Asylverfahren regelt und alle Normen dafür enthält
eine große Rolle spielen
wichtig sein für etwas oder jemanden
Werte Manche Personen machen ein Ehrenamt wegen ihrer Werte. Werte sind zum Beispiel Ehrlichkeit (die Wahrheit sagen), Zuverlässigkeit (Versprechen einhalten), Fairness (man behandelt jede Person gleich), Nächstenliebe (man behandelt seine Mitmenschen gut) und Mitgefühl. Mitgefühl bedeutet, eine andere Person zu verstehen. Man fühlt mit jemandem. Man möchte, dass es der anderen Person gut geht.
ge, die man lernen kann. Zum Beispiel kann man eine neue Sprache lernen. Oder man lernt neue Kulturen kennen. Oder man lernt mehr über den Bereich, in dem man sich engagiert. In der Flüchtlingshilfe kann man zum Beispiel mehr über das Asylverfahren und das Asylgesetz lernen.
Mitgefühl und Nächstenliebe sind für viele Ehrenamtliche wichtige Werte. Die Ehrenamtlichen möchten anderen Personen helfen, denen es nicht gut geht.
Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement spielen eine große Rolle in Deutschland und sind sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Sie tragen zu einer lebendigen Demokratie bei. Das bedeutet, dass sich die Bürger aktiv für das gemeinsame Leben in Deutschland einsetzen.
Erfahrungen sammeln Durch ein Ehrenamt kann man auch etwas Neues lernen. Es gibt sehr viele Din-
Es gibt noch viele weitere Motive (=Gründe), warum sich fast jede/r zweite Deutsche freiwillig engagiert.
FOTO ARRIVALAID
FOTO FREEPIK
Quelle: Befragung zum Thema „Motivation von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit“; Amy Joy Stark, München 2017
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Kinsi
Rotkäppchen GRAFIK EVA HILLREINER
E
Ein deutsches Märchen von den Brüdern Grimm nacherzählt von JUDITH KAISER s war einmal ein kleines Mädchen. Es war sehr lieb und jeder mochte es. Es hatte eine Großmutter, die schenkte ihm viele Geschenke. Ein Geschenk mochte das Mädchen am liebsten. Es war ein rotes Kopftuch. Es trug das Kopftuch jeden Tag, deshalb nannten alle das Mädchen Rotkäppchen.
Eines Tages wurde die Großmutter krank. Rotkäppchens Mutter sagte: „Rotkäppchen, bring deiner Großmutter ein Stück Kuchen und diese Flasche Wein, damit es ihr bald wieder besser geht! Geh durch den Wald direkt zum Haus der Großmutter. Bleib auf dem Weg und trödel nicht.“ Das Rotkäppchen machte sich auf den Weg. Auf halbem Weg zur Großmutter traf es den Wolf. Das Rotkäppchen wusste nicht, dass der Wolf ein gefährliches Tier war und redete mit ihm. Der Wolf sagte: „Hallo Rotkäppchen! Wo gehst du hin?“ „Zur Großmutter“, sagte das Rotkäppchen, „es geht ihr nicht gut und ich bringe ihr Wein und Kuchen, damit es ihr bald wieder besser geht.“ „Und wo wohnt deine Großmutter?“, fragte der Wolf interessiert. „Noch etwas weiter geradeaus auf diesem Weg. Vor Großmutters Haus stehen drei große Eichen.. Es ist leicht zu finden“, antwortete das Rotkäppchen leichtgläubig.. Der Wolf dachte sich: „Dieses junge Mädchen ist ein leckerer Bissen. Sie wird noch besser schmecken als ihre Großmutter. Ich muss mich beeilen, damit ich beide fressen kann.“ Der Wolf ging eine Weile neben dem Rotkäppchen her, dann sagte er: „Rotkäppchen, schau wie bunt die Blumen sind und wie schön die Vögel singen! Warum schaust du dich hier nicht ein bisschen um? Ich muss leider schon weiter.“ Das Rotkäppchen sah sich um und dachte: „Wie schön die Blumen hier blühen. Wenn ich der Großmutter einen großen Strauß Blumen mitbringe, wird sie sich bestimmt freuen.“ Es verabschiedete sich vom Wolf und verließ den Weg, um Blumen zu pflücken.
in den Bauch gelegt hatten, nähte der Jäger den Bauch wieder zu. Als der Wolf aufwachte, hatte er viel Durst. Sein Bauch war schwer von den Steinen. Aber das wusste der Wolf nicht. Er schleppte sich zu einem Brunnen, um Wasser zu trinken. Als er sich in den Brunnen beugte, rutschten die Steine in seinem Bauch nach vorne. Der Wolf fiel in den Brunnen und ertrank. ertrank Der Jäger, die Großmutter und das Rotkäppchen freuten sich sehr. Die Großmutter aß den Kuchen und trank den Wein und fühlte sich schon viel besser. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Der Wolf aber ging direkt zum Haus der Großmutter und klopfte an die Tür. „Wer ist da?“, rief die Großmutter von drinnen. Der Wolf verstellte seine Stimme und rief: „Ich bin es, das Rotkäppchen. Ich bringe Kuchen und Wein.“ Die Großmutter antwortete: „Komm nur herein! Ich bin zu schwach um aufzustehen.“ Der Wolf öffnete die Tür, ging zum Bett der Großmutter und fraß sie auf. Dann zog er ihre Kleider an, legte sich in ihr Bett und wartete auf das Rotkäppchen.
Schneide mit einer Schere die Wolfsmaske an der roten Linie aus. Klebe dann die Maske auf eine etwas festere Pappe und bohre rechts und links mit der Scherenspitze zwei kleine Löcher hinein. Durch diese Löcher fädelst du ein Gummiband. Fertig ist die Wolfsmaske!
Das Rotkäppchen hatte sich viel Zeit genommen, um einen großen, schönen Strauß Blumen zu pflücken. Nun kam es endlich beim Haus der Großmutter an. Die Tür des Hauses stand offen. Das Rotkäppchen wunderte sich ein bisschen und ging dann hinein. Es rief: „Hallo Großmutter. Ich bin es, das Rotkäppchen.“ Doch die Großmutter antwortete nicht. Das Rotkäppchen ging zum Bett und schaute hinein. Die Großmutter hatte sich ihre Haube weit ins Gesicht gezogen. Sie sah irgendwie komisch aus. Das Rotkäppchen fragte: „Großmutter, was hast du für große Ohren?“ Der Wolf antwortete mit verstellter Stimme: „Damit ich dich besser hören kann.“ „Aber Großmutter, warum hast du so große Augen?“, fragte das Rotkäppchen weiter. „Damit ich dich besser sehen kann“, antwortete der Wolf. „Aber … aber Großmutter“, fragte das Rotkäppchen entsetzt „warum hast du so ein großes Maul?“ „Damit ich dich besser fressen kann“, rief der Wolf, sprang aus dem Bett und fraß auch das Rotkäppchen auf. Jetzt war der Wolf so vollgefressen, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Er legte sich zurück ins Bett und fing laut an zu schnarchen. Da kam ein Jäger am Haus der Großmutter vorbei. Er hörte das laute Schnarchen und dachte: „Wie laut die Großmutter aber schnarcht. Ich sehe besser nach, ob es ihr gut geht.“ Der Jäger ging ins Haus und sah den Wolf schnarchend im Bett der Großmutter liegen. „Aha“, dachte er sich, „ich wusste doch, dass hier etwas nicht stimmt.“ Er nahm sein Gewehr und wollte den Wolf erschießen. Doch dann hielt er inne und dachte sich: „Was, wenn der Wolf die Großmutter gefressen hat? Vielleicht kann ich sie noch retten.“ Der Jäger nahm eine große Schere und schnitt dem Wolf den Bauch auf. Da sah er das rote Kopftuch und Rotkäppchen sprang aus dem Bauch des Wolfs heraus und sagte: „Oh, es war so dunkel im Bauch vom Wolf. Danke für die Rettung Herr Jäger!“ Nach dem Rotkäppchen befreite der Jäger auch die Großmutter aus dem Bauch des Wolfs. „Schnell“, sagte der Jäger zum Rotkäppchen, „sammle ein paar große Steine und bring sie mir! Wir legen sie dem Wolf in den Bauch.“ Rotkäppchen beeilte sich. Nachdem sie dem Wolf die Steine QUELLE ORIGINALTEXT grimmstories.com/de/grimm_maerchen/rotkaeppchen
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das Kopftuch, die Kopftücher
ein Tuch/Stück Stoff, das man als Bedeckung der Haare auf dem Kopf trägt
das Rotkäppchen
„Käppchen“ ist die Verkleinerungsform von „Kappe“. Es wird so gesagt, weil das Mädchen noch sehr jung ist und seine Kappe deswegen auch nicht so groß ist
trödeln
sich Zeit lassen, langsam sein, sich nicht beeilen
die Eiche, -en
eine typische Baumart in Deutschland, ein Eichenblatt ist auf den 1, 2 und 5 Cent-Münzen des deutschen Euro
leichtgläubig
ohne Zweifel glauben, was andere sagen
der Strauß, die Sträuße
Zwei Bedeutungen: 1. viele verschiedene gepflückte Blumen zusammen binden, wird oft verschenkt 2. ein großer Vogel aus Afrika, der sehr schnell laufen kann
pflücken
eine Blume aus dem Boden ziehen oder abschneiden
sich verstellen
so tun als wäre man jemand anders
die Haube, -en
eine Art Mütze, die man früher zum Schlafen auf dem Kopf trug
schnarchen
beim Schlafen ein- und ausatmen, laute Geräusche mit dem Mund machen
der/die Jäger
ein Beruf, bei dem man wilde Tiere im Wald jagt
jagen
ein Tier fangen und töten
innehalten
in einer Bewegung stoppen
zunähen
mit Nadel und Faden etwas verschließen, zum Beispiel ein Loch in der Socke
sich schleppen
mühsam gehen, sich mit großer Anstrengung fortbewegen
der/die Brunnen
ein tiefes Loch im Boden, aus dem man Wasser holen kann
rutschen
sich ohne Kontrolle fortbewegen, zum Beispiel auf glattem Eis
ertrinken
unter Wasser sterben, weil man keine Luft mehr bekommt
innehalten
in einer Bewegung stoppen
zunähen
mit Nadel und Faden etwas verschließen, zum Beispiel ein Loch in der Socke
sich schleppen
mühsam gehen, sich mit großer Anstrengung fortbewegen
der/die Brunnen
ein tiefes Loch im Boden, aus dem man Wasser holen kann
rutschen
sich ohne Kontrolle fortbewegen, zum Beispiel auf glattem Eis
ertrinken
unter Wasser sterben, weil man keine Luft mehr bekommt
KOMPASS
INFOS, TIPPS & TERMINE IN MÜNCHEN
Am 12. Mai findet von 17:00 bis 23:30 Uhr der Nachtflohmarkt im Bavaria Loft statt. Es gibt nicht nur viele Stände, sondern auch Musik, Essen und Platz zum Tanzen. Wann: 12.05.18 von 17:00 bis 23:30 Uhr | Wo: Bavaria Loft, Theresienhöhe 7
Second Hand Gebrauchtwarenkaufhaus Halle 2
Die Halle 2 ist ein Haus, das wie ein Flohmarkt funktioniert. Das Haus ist immer von Dienstag bis Samstag geöffnet. Man kann dort viele Dinge billig kaufen und alte Dinge abgeben. Wann: Immer Dienstags – Freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr & Samstags von 9:00 bis 14:00 Uhr | Wo: Abfallwirtschaftsbetrieb München Halle 2, Peter-Anders-Straße 15
Internationaler Museumstag
Am 13. Mai ist internationaler Museumstag. Das bedeutet, dass viele Museen in verschiedenen Ländern ihre Türen für Besucher öffnen. In München sind an diesem Tag viele verschiedene Museen geöffnet. Der Eintritt ist je nach Museum unterschiedlich. Wann: 13.05.18 verschiedene Zeiten | Wo: verschiedene Museen in München | Eintritt unterschiedlich, mehr Informationen zum Museumstag unter museumstag.de
Café Gans am Wasser
KulturWerkRaum Miteinander Museum entdecken, erleben und gestalten
Muster gehören zum Alltagsleben. Wie haben sich Menschen in früheren Jahrhunderten im Vergleich zu heute gekleidet? Aus welchen Materialien können Kunstwerke hergestellt werden? Am 13. und 17. Mai gibt es im Bayerischen Nationalmuseum einen Workshop zu diesen Themen. Jung und Alt aller Länder sind eingeladen, daran teilzunehmen. Wann: 13.05.18 von 11:00 bis 13:00 Uhr, 17.05.18 von 15:30 bis 17:30 Uhr | Wo: Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstr. 3 | Anmeldung unter kulturwerkraum@mpz.bayern.de oder Tel.: 089 / 12 13 23 42 (Mo. - Fr. 9:00 bis 16:00 Uhr)
Munich Unplugged
Am 2. und 3. Juni findet in München das Straßenmusikfestival statt. In 23 Kneipen, Bars und Restaurants der Innenstadt treten Bands auf. Die Bands wechseln die Bars regelmäßig. Man kann entweder selbst durch verschiedene Bars touren oder man bleibt in einer Bar und wartet die verschiedenen Bands ab. Es gibt außerdem After-Live-Partys. Wann: 2.5. von 15:00 bis 22:00 Uhr & 3.5. von 13:00 bis 21:00 Uhr | Wo: verschiedene Bars und Kneipen in der Innenstadt | Eintritt kostenlos | Mehr Informationen unter munichunplugged.com
Kulturstrand München
Das Café am Mollsee im Westpark bietet Musik, Theater und eine entspannte Atmosphäre. Jeden Tag ab 10:00 Uhr und bei gutem Wetter hat das Café geöffnet. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Eltern, Senioren, für jeden ist hier der passende Schaukelstuhl, die passende Bierbank oder Schaukel dabei. Wann: täglich ab 10:00 Uhr, bei schönem Wetter | Wo: Siegenburgerstr. 43 | Mehr Informationen unter gansamwasser.de
Am 11. Mai öffnet der Münchner Kulturstrand am Vater-Rhein-Brunnen. Es wird dort bis zum 11. August Musik, Lesungen, Filme, Kinderprogramm, Kunst und Kultur geben. Der Kulturstrand ist ein Ort der Begegnung und Entspannung mit einem Kulturprogramm für alle Münchner*innen. Alle sind herzlich eingeladen, zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten. Wann: 11.05.-11.08.18, täglich von 12:00 bis 24:00 Uhr | Wo: Vater-Rhein-Brunnen, Auf der Insel (Ludwigsbrücke) | Mehr Informationen unter kulturstrand. org
Theatron Pfingstfestival
Vom 19. bis 21. Mai findet auf der Seebühne im Olympiapark das Theatron Pfingstfestival statt. Es kommen 18 Bands aus der ganzen Welt und machen Musik. Jeder darf kommen und zuhören. Wann: 19. bis 21.05.18 von 16:00 bis 22:00 Uhr | Wo: Theatron im Olympiapark, Spiridon-Louis-Ring 21 | Eintritt frei | Mehr Informationen zum Programm: www.muenchen.de/veranstaltungen/ event/11933.html
Wanderprojekt für alle – A.L.M. Alpen. Leben. Menschen.
Der Deutsche Alpenverein bietet Wandertouren für geflüchtete Menschen an. Auf Wandertouren kann man andere Menschen kennenlernen, Freundschaften knüpfen und den Kopf frei machen von zu vielen Gedanken. Bis Juli gibt es noch über 25 Touren. Bei einer Tour sind immer auch Tourguides dabei, die sich in den Bergen auskennen. Welche Touren man gehen kann und wann sie stattfinden, findet man unter www. alpenlebenmenschen.de
Wannda Nachtflohmarkt
Am 19. Mai findet im Kreativquartier der künstlerische Nachtflohmarkt Wannda statt. Es gibt Mode, Musik, Kostüme, Kunst, Requisiten und Zirkuszelte. Wann: 19.05.18 ab 16:00 Uhr | Wo: Kreativquartier, Dachauer Str. 110-114 | Eintritt: 3 Euro
Kino am Olympiasee
Am 17. Mai startet das OpenAir-Kino am Olympiasee. Unter freiem Himmel werden auf einer Riesenleinwand viele verschiedene Filme gezeigt. Man kann auf Liegestühlen oder Picknickdecken sitzen. Essen darf mitgebracht werden, Getränke muss man dort kaufen. Wann: ab 17.05.18, täglich und bei jedem Wetter, Einlass: 19:00 Uhr, Vorstellungsbeginn: 21:15 Uhr | Wo: Auf der Liegewiese am Olympiasee im Olympiapark München | Mehr Informationen unter www.kinoamolympiasee.de
VERANSTALTUNGEN FÜR KINDER Kinderflohmarkt
Am 12. Mai findet von 9:00 bis 13:00 Uhr der Kinderflohmarkt im Bavaria Loft statt. Hier kann man Kinderkleidung, Bücher, Spielzeug und vieles mehr kaufen, verkaufen, tauschen und handeln. Der Eintritt kostet 2 Euro. Kinder bis 12 Jahre müssen keinen Eintritt zahlen. Wann: 12.05.18 von 9:00 bis 13:00 Uhr | Wo: Bavaria Loft, Theresienhöhe 7 | Eintritt: 2 Euro
Münchner Ferienpass für Kinder
Abenteuer, Sport, Sprachen, Lesen, Musik, Kunst oder Wissen. Der Münchner Ferienpass ist für alle Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren, die ihre Ferien in München und Umland verbringen wollen. Er bietet viele Tipps für aufregende Unternehmungen in und um München zu kostenfreien oder ermäßigten Preisen. Der Ferienpass ist ein kleines Heft mit Gutscheinen, die man herausnehmen kann. Es gibt Unternehmungen, Aktionen und Kurse für alle Ferien. Der Ferienpass kostet 14 Euro für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre und 10 Euro für Jugendliche von 15 bis 17 Jahre. Mehr Informationen zum Ferienpass unter www.muenchen.de/ Rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Jugendamt/Ferienangebote/ Ferienpass.html
Münchner Familienpass
Mit dem Familienpass bekommt man viele Dinge billiger, zum Beispiel WorkshopAngebote, Gutscheine für freien Eintritt und viele Ermäßigungen, beispielsweise für Museen, Tier- und Freizeitparks, Sportvereine oder Biomärkte. Der Familienpass gilt für zwei Erwachsene und bis zu vier Kindern, die nicht älter als 17 Jahre alt sind. Familien mit mehr als vier Kindern bekommen einmalig einen weiteren, kostenlosen Familienpass. Der Familienpass kostet 6 Euro. Er gilt für ein ganzes Jahr. Mehr Informationen und Online-Bestellung unter muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/ Sozialreferat/Jugendamt/Ferienangebote.html
Uferlos Festival in Freising
In fünf Zelten und der Luitpoldhalle gibt’s Kabarett, Tanz und Musik. Es ist ein Mix aus Internationalem und Heimatverbundenheit. Spaß und gute Laune sind garantiert. Im Glückskinderland wartet auf die kleinen Besucher eine bunte und aufregende Welt voller Spiel und Spaß. Es gibt eine Hüpf burg, Kinderschminken, einen Spielbus, Tanzen und Basteln. Wann: 04.05. bis 13.05.18 | Wo: Luitpoldstraße 1, 85356 Freising | Mehr Informationen unter uferlos-festival.de
Ausstellung „Die Verwandlung“
Vom 24. bis 29. Mai 2018 findet im Münchner Künstlerhaus das Kunstprojekt „Die Verwandlung“ statt. Die teilnehmenden Kinder und Jugendliche bemalen während der Vernissage am 24. Mai Papierbahnen, die dann in der anschließenden Ausstellung von den 8 Meter hohen Decken flattern. Wann: 24.05 bis 29.05.18, Mo-Fr 10:00 bis 17:00 Uhr | Wo: little ART im Münchner Künstlerhaus, Lenbachplatz 8, 80333 München, 2. OG | Eintritt frei | Mehr Informationen unter www.familie-muenchen.de/ detail/neue-ausstellung-die-verwandlung/ dedb57900d34bab78d6a0fd077dc3f17
TEXT & REZEPT IMR AAN SAFI / BRIGITTE SCHNOCK
Aloogak!
Essen ist Heimat
Ramadan ist der Name des 9. Monats des Islamischen Kalenders. 2018 beginnt er in Deutschland am 15. Mai und endet am 14. Juni. Das Fasten im Ramadan ist ein wichtiges Gebot, es beginnt in der Morgendämmerung und endet mit dem Sonnenuntergang. Wenn sich Familie und Freunde bei Sonnenuntergang versammeln, um gemeinsam das Fasten zu brechen, werden bestimmte Speisen gegessen. Aloogak ist ein typischer Snack für diesen Anlass, eine Art Chips, die man natürlich auch zu anderen Gelegenheiten wunderbar genießen kann. ZUTATEN: 4 Kartoffeln 150 g Mehl 1/2 TL Backpulver 1/2 TL Currypulver 1/2 TL Korianderpulver 1/2 TL Cayennepfeffer 1 Knoblauchzehe lauwarmes Wasser Salz, Pfeffer Öl zum Frittieren Joghurt als Dip
ZUBEREITUNG:
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Mehl, Backpulver, Currypulver, Korianderpulver und die Knoblauchzehe in eine große Schüssel geben. Unter ständigem Rühren (Mixer oder Handrührgerät) nach und nach das Wasser hinzufügen, bis ein gleichmäßiger, flüssiger Teig entsteht.
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Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen und eine halbe Stunde ruhen lassen. Kartoffeln schälen, waschen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Öl in eine Pfanne geben. Die Kartoffelscheiben einzeln in den Teig hineintauchen und anschließend vorsichtig in die Pfanne geben. Etwa 5 Minuten frittieren, bis die Kartoffeln goldbraun sind. Die frittierten Kartoffeln auf Küchenpapier legen, damit das Öl gut abtropfen kann. Mit Joghurt oder einem anderen Dip servieren!
Zusammenkochen.com — der Blog über eine afghanisch-deutsche Küchenbegegnung WAS ? Zusammenkochen.com ist ein Blog voller afghanisch-deutscher Rezepte zum einfachen Nachkochen. Er bietet außerdem jede Menge Tipps rund um das Thema Kochen, Ernährung und Einkaufen. Auch Informationen zu den Hintergründen der Esskultur in Afghanistan und Deutschland kann man hier nachlesen. Ein Glossar hilft beim Deutschlernen. WER ? Imraan Safi ist ein kochbegeisterter junger Afghane. In seiner Freizeit kocht er gerne leckeres Essen aus seiner Heimat. Brigitte Schnock ist Soziologin und arbeitet seit 2015 im Bereich Flucht und Migration. Zusammen veröffentlichen sie regelmäßig Rezepte und Tipps auf ihrem Blog. Beide sind bei ArrivalAid als Anhörungs- und Klagebegleiter tätig und schreiben für die ArrivalNews. KONTAKT: Wer sich näher für den Blog oder seine Betreiber interessiert, ein Feedback geben möchte oder Fragen hat, kann sich unter info@zusammenkochen.com melden.
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FOTO + GRAFIKEN FREEPIK
Nachtflohmarkt - Midnightbazar
MARKTPLATZ
STELLENANGEBOTE IN MÜNCHEN UND UMGEBUNG Zeitungszusteller (m/w)
Praktikanten im Bereich Softwarelösungen (w/m)
Praktikum/Ausbildung – Garten- und Landschaftsbau (Bayern)
SEI DEIN EIGENER BOSS
Mindestalter 18 Jahre, faire und leistungsgerechte Bezahlung mit Nachtzuschlag, bezahlter Urlaub, morgens um 6.00 Uhr bereits Feierabend, tägliche Arbeitszeit ca. 2 Stunden, Zustellbezirk in Ihrer Nähe HEIMATZEITUNGEN Kontakt: vertrieb@merkur.de merkur.de tz.de oder 089/5306-134
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Münchner Startup sucht Mitarbeiter für die Installation von Elektrozapfsäulen für Elektroautos. Anforderungen: Abgeschlossene Ausbildung zum Elektroniker oder Berufserfahrung. Deutschkenntnisse: mind. B1. Kontakt: hallo@staywelcome.de
Im Social Impact Lab München gibt es Workshops und Coachings rund um das Thema Selbstständigkeit. Wir begleiten dich in Themen wie Marketing, Finanzierung, Businessplan, usw. für deine eigene Idee. Die Teilnahme ist für dich kostenlos!
Gastronomie-Ausbildung Turning Tables organisiert Workshops und Fortbildungen für Geflüchtete, die Interesse an einer Ausbildung in der Gastronomie und Hotellerie haben. Durch das Step-IN Programm bereitet Turning Tables Geflüchtete auf eine Ausbildung vor, vermittelt sie an offene Ausbildungsplätze und begleitet sie mit langfristigem Mentoring.
Wir haben dein Interesse geweckt? Ruf uns an 089 80 91 35 110 oder schreib uns auf Whatsapp +49 176 16 113 554 oder komm zu unserer offenen Sprechstunde immer dienstags 14.00 – 18.00 Uhr in die Balanstr. 73 | Haus 21a | 3. OG 81541 München
Das Step-IN Programm beginnt am 4. Juni. Geflüchtete, welche an einer Ausbildung in der Gastronomie oder Hotellerie interessiert sind, bekommen durch die Teilnahme am Step-IN Programm einen Zugang zu Ausbildungsplätzen im Hotelfach, in Restaurants, in der Küche, als Fachkraft im Gastgewerbe oder für Systemgastronomie. Das Programm beinhaltet Training, Praktikum und langfristiges Mentoring. Anschließend werden die Teilnehmer in Ausbildungsverhältnisse vermittelt. Anmeldung und weitere Informationen finden Sie unter www.turningtables.de, per E-Mail unter info@turningtables.de oder unter +49 89-46132183.
Zeitungsausträger (m/w)
Anforderung: Deutsch A2, höchste Zuverlässigkeit, Bereitschaft in der Nacht und draußen zu arbeiten Aufgaben: Sortieren der Zeitung, Lieferung mit dem Fahrrad Ort/Zeit: Mehrere Arbeitsorte möglich Kontakt: info@social-bee.de
Montagehelfer (m/w)
Anforderung: Deutsch A2, handwerkliche Erfahrung, körperliche Fitness Aufgaben: Möbelmontage auf Kundenterminen Ort/Zeit: Freiham Kontakt: info@social-bee.de
Mitarbeiter im Labor (m/w)
Anforderung: Deutsch mind. B1, Vorerfahrung im Labor Aufgaben: Einfache Tätigkeiten im Labor, Kontrolle/Transport von Laborproben Ort/Zeit: Garching Kontakt: info@social-bee.de
Elektrohelfer (m/w)
Anforderung: Deutsch A2 – B1, elektrotechnische Erfahrung Aufgaben: Tätigkeiten im Elektrobereich auf verschiedenen Baustellen, handwerkliche Arbeit Ort/Zeit: Schwabing Kontakt: info@social-bee.de
Mitarbeiter in der Produktion (m/w)
Anforderung: Gutes A2 oder B1 Aufgaben: Allgemeine Produktionstätigkeiten, Verpacken Ort/Zeit: Greifenberg Kontakt: info@social-bee.de
Grafikdesigner (m/w)
Anforderung: B1 – B2, Erfahrung im Bereich Grafikdesign/Photoshop Aufgaben: Mitarbeit im Bereich Marketing Ort/Zeit: München Stadt Kontakt: info@social-bee.de
Mitarbeiter in der Dateneingabe (m/w)
Anforderung: B1 – B2, Computerkenntnisse Aufgaben: Einfache Dateneingabe am Computer, Bürotätigkeiten, Verwaltung Ort/Zeit: Donnersbergerbrücke Kontakt: info@social-bee.de
Lagerist (m/w)
Anforderung: B1, Gabelstaplerführerschein Aufgaben: Lagertätigkeiten im Kühllager, Fahren von Flufahrzeugen Ort/Zeit: Garching Kontakt: info@social-bee.de
Wir freuen uns auf Ihre Anzeige in der nächsten ArrivalNews-Ausgabe! Bitte wenden Sie sich an redaktion@arrivalaid.org
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MARKTPLATZ
WEITERE ANGEBOTE IN MÜNCHEN UND UMGEBUNG
Career Day 2018
FOTO JOEL DE VEYRA
Unternehmen treffen Bewerber*innen mit Fluchthintergrund WANN: Freitag, 29. Juni 2018 15:00 - 18:00 Uhr WO: Evangelische Stadtakademie Herzog-Wilhelm-Str. 24 80331 München Anmeldung für Bewerber*innen und Unternehmen: www.arrivalaid.org/careerday
RÜCKBLICK: Verleihung des Förderpreises „Münchner Lichtblicke“ an ArrivalAid Am 10. April hat ArrivalAid den Förderpreis „Münchner Lichtblicke“ im Alten Rathaus überreicht bekommen. Jedes Jahr zeichnet der Verein Lichterkette e.V., der Migrationsbeirat München und die Landeshauptstadt München Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen aus, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und für ein friedliches Miteinander, Toleranz und kulturelle Vielfalt einsetzen. Die Münchner Bürgermeisterin Christine Strobl überreichte den Preis in Form eines Schecks über 3.500 Euro und eine Urkunde an David Offenwanger, Paul Kuhlmann, Cornelius Nohl und David Prochnow, die den Preis stellvertretend für das ganze Team von ArrivalAid entgegennahmen.
Preisträger der Münchner Lichtblicke 2017
TEXT JUDITH KAISER
Wir haben die Texte in dieser ArrivalNews-Ausgabe mit Sternen markiert. Daran kann man den Schwierigkeitsgrad erkennen: Anspruchsvoller Text
Moderater Text
Einfacher Text
IMPRESSUM
WAS IST ARRIVALAID? ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Geflüchteten. In zwei eigenständigen Projekten – der ArrivalAid Anhörungsbegleitung und der ArrivalAid Integrationsbegleitung – bereiten unsere qualifizierten Ehrenamtlichen zunächst Asylsuchende auf deren Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor. Danach unterstützen wir anerkannte Geflüchtete bei deren ersten und drängendsten Integrationsschritten.
ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)
ARRIVALAID STANDORTE
Die ArrivalAid Integrationsbegleitung ist zudem Anfang 2017 als Pilotprojekt in München gestartet. Anerkannte Geflüchtete werden von qualifizierten Ehrenamtlichen bei den wichtigsten Integrationsschritten nach der Anerkennung unterstützt.
Herausgeber: David J. Offenwanger David Prochnow Adlzreiterstr. 8 80337 München
Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung wird in München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und Köln angeboten. Die ArrivalAid Integrationsbegleitung und die ArrivalAid Akademie sind bereits in München gestartet.
Teil der Integrationsbegleitung ist die ArrivalAid Akademie, in der Geflüchtete und Helfer viel Wissenswertes erfahren. Die Akademie ist kostenlos und steht für alle offen.
Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung ist in München (Gründungsstandort seit 2015), Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart aktiv.
info@arrivalaid.org Tel.: 089 / 5528 5176 Fax: 089 / 20205365 Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München HRB 219221 eingetragen.
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