WWW.ARRIVALAID.ORG
ZEITUNG FÜR NEUBÜRGER/-INNEN
AUSGABE MÜNCHEN 02/2017
Goodbye Welcome to Jamaica
A
m 26.09.2017 haben die Menschen in Deutschland ihr Parlament gewählt. Sieben Parteien sind im neuen Bundestag: CDU, CSU, SPD, FDP, die Grünen, die Linke und die AfD. Das sind so viele Parteien wie noch nie. Die letzten vier Jahre haben die Union (CDU/ CSU) und die SPD zusammen regiert. Alle drei Parteien haben aber bei der Wahl im September viele Stimmen verloren. Viele in der SPD denken, dass die „Große Koalition“ nicht gut war für die SPD. Sie möchte daher nicht mehr mit der Union (CDU/ CSU) regieren und geht in die Opposition. CDU und CSU („die Union“) haben mit 246 die meisten Sitze bekommen. Das ist aber nicht genug, um regieren zu können. Die CDU muss deswegen Parteien suchen, die mit ihr zusammenarbeiten wollen. Zusammen müssen sie die Mehrheit der Sitze im Parlament haben. Im Moment gibt es im Parlament 709 Sitze. Eine stabile Regierung braucht also mindestens 355 Sitze. Die einzige Möglichkeit ist eine Zusammenarbeit von CDU, CSU, FDP und die Grünen. Sie hätte 393 Sitze im Parlament. Die Farben dieser Parteien sind Schwarz, Gelb und Grün. Das sind dieselben Farben wie in der Flagge von Jamaika. Deshalb nennt man sie Jamaika-Koalition. Damit die Parteien zusammenarbeiten können, müssen sie vorher zusammen sprechen. Sie müssen sich einigen. Das ist nicht einfach: CDU, CSU, FDP und die Grünen haben noch nie in einer Bundesregierung zusammengearbeitet. Bei vielen Themen haben sie sehr unterschiedliche Ideen. Diese Gespräche heißen Sondierungs- und Koalitionsgespräche. Wenn
TEXT OLIVIA RECKMANN
GRAFIK MARION BLOMEYER
solche Gespräche erfolgreich sind, werden die Ergebnisse in einen Koalitionsvertrag geschrieben. An diesen Vertrag müssen sich die Parteien dann halten.
nen deutlich ihre Meinung beim Thema Migration sagen: CDU und CSU wollen nicht mehr als 200.000 neue Menschen pro Jahr nach Deutschland lassen. Die Grünen wollen das nicht. Sie wollen mehr legale Möglichkeiten für Personen, die in Deutschland arbeiten wollen (Einwanderungsgesetz). Die Grünen wollen auch, dass Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz ihre Familien nach Deutschland holen können. CDU und CSU wollten das bei den Verhandlungen auf keinen Fall. Die FDP wollte das nur in Ausnahmen erlauben. Die FDP hat aber überraschend die Verhandlungen abgebrochen. Die Partei sieht nach vier Wochen und vielen Gesprächen keine Möglichkeit einer guten Zusammenarbeit mit den anderen Parteien. Das Aus für Jamaika.
Die Verhandlungen sind aber nach vier Wochen gescheitert. Die Jamaika-Parteien haben ohne Erfolg über alle wichtigen Themen gesprochen. Dazu haben Geld, Bildung, Arbeit, Soziales, Gesundheit und Sicherheit gehört. Besonders schwierige Themen waren Klima, Europa und Migration. Kompromisse bei diesen Themen haben die Parteien nicht finden können. Sie wurden sich nicht einig. Um in einer Regierung zusammen zu arbeiten, hätten alle 4 Parteien Kompromisse schließen müssen. Das hat nicht funktioniert.
Besonders schwierig war eine Einigung beim Thema Migration
Und die Opposition im neuen Bundestag? Die SPD möchte nicht regieren. Sie ist in der Opposition. Die Opposition hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und kritisch zu beobachten. Sie kann der Regierung zum Beispiel kritische Fragen stellen. Die SPD ist die größte Partei in der Opposition. Die AfD ist neu in der Opposition. Viele Äußerungen der Abgeordneten der AfD sind sehr provozierend und aggressiv. Sie verbreitet eine fremdenfeindliche Stimmung. Das ist ein Problem. Alle anderen Parteien überlegen, was man dagegen tun kann. Sie müssen verhindern, dass nur über die AfD und ihre Themen geredet wird. Das war im Wahlkampf so und das hat die AfD gestärkt.
Viele Menschen haben bei der Wahl die AfD gewählt. Die AfD ist eine neue rechtspopulistische Partei und ist vor allem gegen Flüchtlinge und Fremde. Die CDU/CSU will die Stimmen zurückholen. Viele Menschen in der CDU/CSU wollen die Ideen der AfD übernehmen um Stimmen zu bekommen. Aber das ist riskant: es kann die AfD und ihre Ideen auch stärker machen. Das ist in Bayern passiert. Die CSU hat trotzdem viele Stimmen an die AfD verloren. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wird kritisiert. Kritiker*innen sagen, sie hat vor zwei Jahren zu viele Flüchtlinge nach Deutschland gelassen.
Die interessante Frage ist jetzt: Wer wird die nächsten vier Jahre mit wem regieren? Oder: Wird es neue Wahlen geben? Die nächsten Wochen und Monate bleiben
Für viele Flüchtlinge und ihre Unterstützer*innen ist es wichtig, dass die Grü-
-1-
spannend: Niemand weiß gerade, was passieren wird. Die Jamaika-Parteien haben nicht zusammen gefunden. Und wenn es in Deutschland keine stabile Regierung gibt, ist das auch für andere Länder in der Welt und Europa ein Problem.
die Große Koalition
große Parteien bilden zusammen eine Regierung
die Opposition
die Parteien im Parlament, die sich gegen die aktuelle Regierung stellen
die Sitze
Stühle im Parlament, auf denen gewählte Politiker sitzen
die Mehrheit
über die Hälfte
stabil
nicht brüchig, belastbar
das Parlament
das Gebäude, in dem die gewählten Politiker sitzen und entscheiden
die Flagge
das Zeichen oder Symbol eines Landes, häufig in den Landesfarben
sich einigen
zu einer Lösung kommen/einen Kompromiss finden, wenn man unterschiedliche Meinungen hat
die Sondierungs- und Koalitionsgespräche
Gespräche zwischen Parteien, die zusammen regieren wollen
der Kompromiss
ein Konflikt wird gelöst, weil alle auf Teile ihrer Forderungen freiwillig verzichten
riskant
mit Risiko verbunden; es kann etwas Negatives passieren
der/die Kritiker*in, -*innen
ein Mensch, der/die etwas schlecht findet
legal
durch das Gesetz erlaubt
das Einwanderungsgesetz
ein Gesetz, in dem steht, wer nach Deutschland kommen darf und wer nicht
der subsidiäre Schutz
eine spezielle Begründung, warum ein Flüchtling in Deutschland bleiben kann
der/die Abgeordnete, -en
ein*e gewählte*r Politiker*in im Parlament
provozierend
etwas sagen/tun, um eine andere Person herauszufordern
der Wahlkampf
Parteien streiten vor einer Wahl um die Stimme der Wähler*innen
PERSPEKTIVEN
MAGIC IS HERE! Was ist das Beste in Deutschland? TEXT JAMES TUGUME, UGANDA
In Uganda ist es normal, Menschen zu sehen ohne Zähne. Nur in der Stadt kann man für viel Geld zum Zahnarzt gehen. Aber für die allermeisten ist das nicht möglich. In Uganda gibt es keine Krankenversicherung. Entweder man zahlt selber, oder man lebt ohne Zähne oder man betet zu Gott für neue Zähne (was schwierig wird!). Alte Leute haben selten Zähne. Das ist normal in Uganda. Das Schlimmste aber sind schwere Verletzungen oder schlimme Krankheiten, die unversorgt bleiben. In Uganda gibt es zum Beispiel viele schreckliche Verkehrsunfälle, weil viele junge Leute ohne Führerschein und manchmal unter Drogen Auto oder „Boda Boda“ (Taxi-Motorrad) fahren. Entweder sterben die Opfer auf der Straße oder sie haben Glück und werden mit einem Boda Boda oder mit einem „Special Hire“ (Autotaxi) ins Krankenhaus gebracht. Aber die meisten werden dort nicht versorgt, weil sie kein Geld haben. Einen Notarztwagen bekommt man sehr selten und auch nur, wenn man das Benzin vorher zahlt und dann die Fahrer nochmal extra mit Geld oder Tee. Als ich ein Kind war, habe ich viele Menschen sterben sehen, auch meine Eltern. Wir waren arm und es war für mich normal, dass wir keine medizinische Hilfe bekommen. Mit acht Jahren war ich Vollwaise und lebte auf der Straße, ganz auf mich alleine gestellt. Mit etwa zehn Jahren kam mir zum ersten Mal der Gedanke, was passieren würde, wenn ich krank werden würde. Dieser Gedanke war so schrecklich und er kam jeden Tag. Zum Glück war ich nie krank oder ernsthaft verletzt. Aber trotzdem war die Angst immer da. Mit 22
bekam ich Malaria. Damals arbeitete ich für einen Schweden auf einem Campingplatz. Ich hatte Glück: Mein Chef half mir, gab mir zu trinken und starke Medikamente und blieb bei mir, bis es mir besser ging.
bin? Und was ist, wenn das Motorrad dann kaputt ist? Es ist ja auch sehr schwierig, etwas zu verkaufen, wenn man selber krank oder schwer verletzt ist. Zurück zu meinem Unfall gleich bei meiner Ankunft in München: Mit meinen Erfahrungen aus Uganda war ich sehr traurig, weil ich dachte, meine Zähne sind für immer weg. Nach vier Tagen hatte ich einen Termin bei einer Zahnärztin. Ich hatte ein
Menschen in Uganda haben alle Angst vor Krankheit oder vor einem Unfall. Das Einzige, was sie tun können, ist selber vorzusorgen und ein bisschen übriges Geld in eine Ziege, eine Kuh, ein Auto oder Mo-
Ein kleines Grundstück, ein paar Fahrräder und ein Motorrad – meine „ugandische Krankenversicherung“ torrad oder in ein Extra-Grundstück zu investieren. Das könnte man dann verkaufen, wenn man das Geld für eine medizinische Versorgung braucht. Ich hatte selber aus diesem Grund ein kleines Grundstück, ein paar Fahrräder und ein Motorrad – meine „ugandische Krankenversicherung“. Aber es war auch immer der Gedanke da: Was kann ich verkaufen, wenn ich krank
schreckliches Gefühl, weil ich dachte, meine Freundin muss furchtbar viel Geld für meine Zähne zahlen und ich bin jetzt ein schlimmes Problem für die Familie meiner Freundin. Sie erklärte mir, dass ich ja krankenversichert sei und diese Versicherung für mich zahlen würde. Dann kam der magische Moment: Ich saß wie eine ugandischer Präsident oder ein großer Politiker
FOTO PRIVAT
I
ch komme aus Uganda und lebe seit 2014 in München. Als ich hier ankam, knallte ich gleich nach meiner Ankunft gegen eine Glastür und verletzte mich schwer an meiner Lippe und brach mir die Schneidezähne ab. Mein erster Gedanke war: Ich bin jetzt 28 Jahre, hatte in Uganda nie Probleme und jetzt komme ich nach München und verliere für immer meine Zähne. Wie kann das sein? Meine Freundin sagte, kein Problem, wir gehen zum Arzt. Das konnte ich mir nicht vorstellen.
2014 kam James Tugme nach München und lebt heute mit seiner Freundin Julia und der gemeinsamen Tochter Lilly zusammen. Er arbeitet als Sozialarbeiter beim ASB in der Münchner Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Meindlstraße. Sein Artikel „Magic is here!“ erschien erstmals in der NeuLand Zeitung Ausgabe 3/2016 des NeuLand e.V. www.neulandzeitung.com
in Uganda auf einem höhenverstellbaren Sessel, alles war schick und weiß und sauber, zwei Frauen beugten sich über mich, 40 Minuten lang hörte ich die Geräusche der Werkzeuge, Absauger, Luft, Bohrer und dann gab mir die nette Zahnärztin einen Spiegel: Die Zähne waren wie vorher. Magisch! Ein Wunder! Aber hier war es Realität. Die Zahnärztin lachte, ich ging nach Hause und da war keine Polizei. In Uganda hätte das Krankenhaus längst die Polizei gerufen, damit sie ihr Geld bekommen. Von diesem Tag an habe ich es als das Allertollste in Deutschland angesehen, dass es hier eine Krankenversicherung gibt. Meine schreckliche Kinderangst, krank zu werden, ist jetzt weg und wenn es etwas gibt, das ich mir für mein Land Uganda wünschen könnte, dann wäre es eine Krankenversicherung – das wäre wie ein Gott für alle. Jetzt beten dort alle und nichts passiert. Aber mit kostenloser medizinischer Versorgung wäre wirklich alles besser für Alle. Dieser Text wurde ArrivalNews mit freundlicher Unterstützung von Neuland e.V. zur Verfügung gestellt.
gegen etwas knallen
heftig mit einer Sache zusammenstoßen
die Glastür
eine Tür, die ganz aus Glas ist
der Schneidezahn
einer der vorderen Zähne im Mund
der Zahnarzt
ein Arzt, zu dem man geht, wenn man Zahnschmerzen hat
die Krankenversicherung
ein Vertrag mit einer Krankenkasse, die gegen einen monatlichen Beitrag die Kosten für Arztbesuche und Medikamente bezahlt
der Verkehrsunfall
ein plötzliches und unbeabsichtigtes Ereignis mit zum Beispiel Autos, Fahrrädern oder Bussen, bei dem Menschen oder Fahrzeuge zu Schaden kommen
der Führerschein
die Erlaubnis, ein Auto zu fahren
der Notarztwagen
das Auto mit dem der Notarzt zu einem verletzten oder kranken Menschen fährt
der/die Vollwaise
ein Kind, das ohne Vater und ohne Mutter aufwächst
der Campingplatz
ein Platz, auf dem Menschen in ihrer Freizeit in Zelten oder Wohnmobilen übernachten können
das Grundstück
ein abgegrenztes Stück Boden
der Unfall
ein Ereignis, das unbeabsichtigt geschieht und Schaden anrichtet und bei dem auch Menschen verletzt oder getötet werden können
der höhenverstellbare Sessel
ein Stuhl, den man hoch- und runterfahren kann, um die Höhe anzupassen, z.B. beim Arzt
das Werkzeug
etwas, das einem hilft, etwas zu tun, z.B. Schere, Zange, Hammer
das Wunder
ein außergewöhnliches Ereignis, das man sich nicht erklären kann
das Allertollste
das Beste, was es gibt
kostenlos
wenn man für etwas kein Geld zahlen muss; gratis
Das ist NeuLand NeuLand e.V. gibt geflüchteten Menschen und Migrant*innen eine Stimme, um Begegnung und Dialog auf Augenhöhe zu initiieren. Die Münchner Neuland-Zeitung, der NeuLand-Blog sowie öffentliche Lesungen und Autorentage dienen geflüchteten Menschen und Migrant*innen als Sprachrohr für ihre Geschichten, Empfindungen und Träume. NeuLand-Autoren entwickeln und schreiben ihre Geschichten selbst und setzen der medialen Berichterstattung über Geflüchtete eine authentische Stimmen entgegen. So vermitteln sie etwas von sich an die einheimische Bevölkerung. So wird Fremdes zu Bekanntem und Teilhabe möglich. Die NeuLand-Zeitung erscheint viermal jährlich in einer Auflage von 10.000 Stück und ist an etwa 100 Auslagestellen in München kostenlos erhältlich. Weitere Informationen unter: www.neulandzeitung.com
-2-
FOTO MARION BLOMEYER
LEBEN
Mein Freund und Kovu TEXT ISABELLA BAUER
V
iele Menschen in Deutschland leben zuhause mit Tieren. Katzen, Hunde, Hasen sind für viele Personen die besten Freunde. Warum ist das so?
Ich habe eine Katze – einen Kater, um es genau zu sagen. Sein Name ist Kovu. Mein Kovu ist schwarz, auf der Brust hat er einen weißen Fleck. Kovu kostet mich viel Geld. Er braucht Futter und er muss regelmäßig zum Tierarzt. Meine Freundin hat einen Hund. Sein Name ist Paul. Er ist ein Golden Retriever und ziemlich groß und schwer. Paul kostet meine Freundin noch viel mehr Geld. Er frisst sehr viel. Der Tierarzt ist viel teurer. Ich hatte immer Haustiere: einen Hasen, dann eine erste Katze, jetzt Kovu. Meine
Ich spreche mit einem Freund über Kovu. Er kommt nicht aus Deutschland. Er schaut mich komisch an und fängt an zu lachen: „Warum fütterst du den Kater? Er ist ein Tier. Er kann jagen.“
ich in der Küche. Kater Kovu kommt zu uns. Er springt auf den Tisch. Mein Freund wirft ihn runter. Ich frage ihn: „Was machst du da? Das tut ihm weh!“ Ich erkläre weiter: „Kovu weiß, dass er nicht auf den Tisch darf. Ich sage ihm das oft. Irgendwann versteht er mich. Ich bin mir sicher. Sei bitte nicht so grob zu ihm.“
Wir haben sehr lange diskutiert. Mein Freund erzählt: „Wo ich herkomme hat fast niemand Haustiere. Die Menschen haben genug mit sich selbst zu tun.“ Ich erkläre ihm, dass es in Deutschland anders ist. Hier haben viele Menschen ein Haustier. Sie sind Begleiter und Freunde. Wir können uns nicht einigen.
Ein paar Tage später spazieren wir im Englischen Garten. Meine Freundin und der Hund Paul sind auch dabei. Meine Freundin wirft einen Stock für Paul. Paul bringt ihn zurück. Das machen die beiden 30 Minuten. Paul bekommt ganz viel Lob: „Das hast du ganz toll gemacht! Braver Hund!“ Sie spricht mit sehr hoher Stimme. Fast wie mit einem Kind. Mein Freund sieht meine Freundin ganz komisch an. Er lacht laut, aber sagt nichts. Ein anderes Mal sitzen mein Freund und
„Aber es ist nur eine Katze“, sagt mein Freund. „Er gehört nicht ins Haus und nicht auf den Tisch. Er gehört auf die Straße.“ So denkt mein Freund auch über Hund Paul. Er sagt: „Sie wirft ihm einen Stock, immer wieder. Und lobt ihn, wenn er den Stock zurückbringt. Wie bescheuert ist das denn bitte?“ Mein Freund denkt, meine Freundin kann bessere Hobbys finden. Ich bin wütend. Kovu und Paul gehören zu unserer Familie. Sie sollen nicht auf der Straße leben müssen.
Später sitzen wir vor dem Fernseher. Ich sitze im Sessel. Mein Freund liegt auf der Couch. Kovu kommt ins Zimmer. Er hüpft auf das Sofa setzt sich auf den Bauch von meinem Freund. Mein Freund schaut irritiert, streckt aber seine Hand aus und streichelt Kovu am Kopf. Kovu drückt seinen Kopf gegen seine Hand und kuschelt sich an ihn. Mein Freund sagt: „Er ist ja ganz warm und gemütlich. Das fühlt sich schön an!“ Ich muss lachen und sage nichts.
Freundin hatte auch immer Haustiere. Wir haben uns nie gefragt, warum.
Terrarien
1%
Katzen sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland
Ziervögel
4%
Anteil der Haushalte mit folgender Tierhaltung (2016)
Fischteiche
4%
Aquarien
4%
Kleintiere
6%
Hunde
17 %
Katzen
22 %
der Tierarzt
QUELLE STATISTA.COM / ZENTRALVERBAND ZOOLOGISCHER FACHBETRIEBE DEUTSCHLANDS E.V. (ZZF)
-3-
ein Arzt, der sich um Tiere kümmert
komisch
seltsam; merkwürdig; lustig
jemanden anschauen
jemanden ansehen/angucken
das Lob
die Anerkennung; Worte, die ausdrücken, dass jemand etwas gut gemacht hat
grob
heftig; nicht sanft
bescheuert
blöd; verrückt; dumm
wütend
sauer; verärgert
sich einigen
zu einer Lösung kommen/einen Kompromiss finden, wenn man unterschiedliche Meinungen hat
hüpfen
springen
gemütlich
angenehm; bequem; zum Wohlfühlen
WANDERLUST
Raus aus dem Alltag — Freizeit in den Bergen Die Liebe zum Wandern
FOTO MARION BLOMEYER
TEXT ARNOLD ZIMPRICH
V
iele Menschen lieben Ruhe und Natur. Deswegen wandern viele Menschen in ihrer Freizeit. Wandern bedeutet zu Fuß gehen, einen Spaziergang machen. Menschen, die wandern, heißen Wanderer. Wandern ist ein Sport für alle, für Jung und Alt. Und Wandern kann man fast überall und zu jeder Jahreszeit. Wandern ist fast auf der ganzen Welt eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Eine Wanderung kann eine Stunde dauern, mehrere Stunden, Tage oder Wochen. Wichtig sind Wanderschuhe, eine Regenjacke und ein Rucksack mit Essen und Trinken.
WAS IST WANDERN? In der Freizeit zu Fuß einen Weg gehen in der schönen Natur – das ist Wandern. Aber Wandern ist mehr als nur ein Spaziergang. Spaziergänge dauern nicht lange. Wanderungen können auch mehrere Stunden, Tage oder sogar Wochen dauern.
Wo wandern die Menschen in Deutschland? Viele Menschen wandern in den Bergen. In Deutschland gibt es die Deutschen Mittelgebirge oder die Alpen. Aber auch der Harz, der Schwarzwald, der Thüringer Wald und der Bayerische Wald sind beliebt. Wanderführer zeigen die besten Wege. Auf dem Wanderweg gibt es Schilder. Niemand soll sich verlaufen. Achtung: In den Bergen kann es schwere Unwetter geben. Das ist gefährlich. Vor der Wanderung immer den Wetterbericht checken! Im Notfall hilft die Bergrettung. Telefonnotruf 112.
WANDERN ALS SPORT FÜR ALLE Fußball, Laufen, Schwimmen: Das sind Sportarten, die in Deutschland viele Menschen machen. Man nennt es auch „Volkssport“. Auch das Wandern ist ein Volkssport. Es machen Kinder, Erwachsene und auch oft alte Menschen.
Alle Wanderer können Mitglied in einem Verein werden. Der Deutsche Alpenverein e. V. (DAV) hat über eine Million Mitglieder. Den Deutschen Alpenverein e. V. gibt es seit 1869. Aber Menschen wandern schon viel länger. Wandern ist also nichts Neues. Und: Wandern macht Spaß! Wanderer lernen oft neue Menschen kennen. Alle haben ein Ziel: den Gipfel. Der Aufstieg ist anstrengend. Lieber mit einem leichten Weg beginnen. Wer es schafft, wird belohnt: Auf dem Gipfel warten ein wunderschöner Ausblick und gute Luft. Das ist ein schönes Gefühl.
WANDERVERBÄNDE Viele Menschen lieben Sport gemeinsam mit anderen zu machen. Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat knapp 7 Millionen (!) Mitglieder! Im Deutschen Wanderverband (DWV) sind ca. 600.000 Menschen. Im Deutschen Alpenverein (DAV) sind sogar doppelt so viele Menschen. Sie alle machen gerne zusammen Sport.
Unser Fazit: Wandern ist gesund, macht fit, entspannt und ist kostet fast nichts. Wandern gehört zu Deutschland wie das Bier, die Autobahn und die Bockwurst. Doch was ist Wandern eigentlich — und warum ist es so beliebt in Deutschland?
-4-
WANDERLUST
SEIT WANN WANDERN MENSCHEN IN DEUTSCHLAND?
BEKANNTE WANDERGEGENDEN
Wandern hat in Deutschland eine lange Tradition. Viele Dichter, Schriftsteller und Maler der Romantik hatten es als Thema. Sie lockten die Menschen damit in die Natur. Ab 1850 gab es in Deutschland immer mehr Industrie. Die Menschen sehnten sich nach Natur.
Wandern kann man (fast) überall. Zum Beispiel in den Deutschen Mittelgebirgen sowie an den Alpen kann man sehr schön wandern gehen. Der Harz, der Schwarzwald oder auch der Thüringer und der Bayerische Wald sind tolle Wanderregionen. Aber auch in vielen Städten gibt es große Parks, in denen man kleine Wanderungen machen kann.
WARUM WANDERN? Warum gehen Menschen wandern? Das ist leicht zu beantworten: Sie haben viel Spaß dabei! Wandern hat keinen Zweck. Wandern kann Ausgleich für einen anstrengenden Beruf sein. Menschen, die zum Beispiel in stressigen Büros arbeiten, finden beim Wandern Entspannung. Aber auch alle anderen finden Ruhe beim Wandern. Wandern ist auch gesund und hilft bei vielen Krankheiten am Herz oder dem restlichen Körper.
die Freizeit
die Zeit, in der man nicht arbeiten muss und machen kann, was man möchte
der Spaziergang
zu Fuß gehen in der Freizeit
die Jahreszeit
Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind die vier Jahreszeiten
(sich) verlaufen
den Weg verlieren, nicht mehr wissen, wo man ist
(etwas) checken
etwas nachschauen, nachschlagen, verstehen
der Telefonnotruf
die Nummer, die man anrufen kann, wenn eine Person in Not ist. Hilfe von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst bekommt man über die Nummer 112
der Verein
Menschen, die ein gemeinsames Interesse oder Hobby haben, bilden oft einen Verein
das Fazit
eine kurze Zusammenfassung, eine Bewertung oder Meinung am Schluss
die Tradition
etwas, das seit langer Zeit in einer bestimmten Art gemacht wird und einen kulturellen Wert hat
Wandern im Münchner Umland Drei Wandertipps in der Umgebung von München Von Icking nach Wolfratshausen Start: S7 - Haltestelle „Icking“ Weg: 1 Von Haltestelle Icking S-Bahn S7, Haltestelle Icking über die Bundesstraße 11 vorbei an der Kirche hinunter zum Fluss „Isar“ Richtung „Ickinger Wehr” 2 Den Schildern Richtung „Wolfratshausen“ folgen durch die Pupplinger Au zum Gasthof „Aujäger” 3 Ab dem Gasthof führen Schilder zum S-Bahnhof Wolfratshausen An- und Abreise: Mit der S-Bahn S7 (Richtung Wolfratshausen, Haltestelle: Icking) Dauer der Wanderung: ca. 3 Stunden Strecke: ca. 8 km Pause: Gasthaus Aujäger | www.aujaeger-puppling.de
Von der Großhesseloher Brücke nach Grünwald Start: Haltestelle „Großhesseloher Brücke” (Straßenbahn) Weg: 1 Die Straße „Geiselgasteigstraße“ überqueren die Bahngleise entlanglaufen Richtung „Großhesseloher Brücke“ 2 Die Treppen zum Fluss „Isar“ runterlaufen. 3 Den Fluss entlanggehen vor der „Grünwalder Brücke“ Richtung der Burg „Grünwalder Burg“ abbiegen (Achtung: es geht steil den Berg hoch) weiterlaufen bis zum „Derbolfinger Platz“ 4 Am „Derbolfinger Platz“ mit der Tramlinie 25 zurück in die Münchner Innenstadt fahren An- und Abreise: Tramlinie 25 (Richtung: Grünwald, Haltestelle Großhesseloher Brücke) Dauer: ca. 2,5 Stunden Strecke: ca. 6 km Pause: Biergarten Menterschwaige | www.menterschwaige.de/de/biergarten
Von Herrsching nach Andechs Start: S-Bahnhaltestelle Herrsching (S8) Weg: 1 Den Schildern Richtung „Kloster Andechs“ folgen. Der Weg geht einen kleinen Berg hoch, durch einen Wald 2 Auf dem Berg liegt das „Kloster Andechs“ das Kloster besichtigen im Biergarten essen 3 Den Weg zurücklaufen und am See „Ammersee“ spazieren gehen 4 Mit der S-Bahn S8 wieder zurück nach München fahren An- und Abreise: S-Bahn S8 (Richtung: Herrsching, Haltestelle: Herrsching) Dauer: ca. 3,5 Stunden Strecke: ca. 8,5 km Pause: Klosterbräu Andechs | www.andechs.de/die-klosterbrauerei
-5-
WIR ZUSAMMEN
Neu in München Wie lerne ich Menschen kennen? TEXT PAUL KUHLMANN
Mein erster Gedanke war: Ist doch kein Problem. Es gibt wirklich genug Menschen in München. Und es gibt genug Gelegenheiten, Leute zu treffen. Die Innenstadt ist jeden Tag voll. Es gibt hunderte Bars, Cafés, Clubs und Biergärten. Überall kann man Leute treffen. Aber das heißt nicht, dass man sie auch kennenlernt. Meiner Erfahrung nach lernt man Menschen in Deutschland (wie in vielen anderen Ländern) besonders gut über die Schule, die Ausbildung oder die Arbeit kennen. Denn dort verbringt man viel Zeit miteinander. Menschen, die zu alt für die Schule sind, keine Arbeit oder Arbeitserlaubnis besitzen, haben diese Möglichkeit nicht. Bekanntschaften knüpft man außerdem häufig in der eigenen Nachbarschaft. Aber was tun, wenn die eigene Unterkunft zwischen einer Autobahn und einem Fabrikgebäude liegt? Das ist bei vielen Gemeinschaftsunterkünften so. Hier gibt es leider wenige Nachbar*innen.
Wer aus dem Ausland nach München kommt kann zum Beispiel an einem TandemProgramm teilnehmen. Das funktioniert in der Regel so: Eine Person, die schon länger in München lebt und sich gut auskennt, unterstützt eine andere Person, die neu in der Stadt wohnt. Er oder sie hilft dann zum Beispiel beim Deutschlernen, bei Arztbesuchen, bei der Arbeits- oder der Wohnungssuche. Die neu zugereiste Person bringt dafür dem/ der anderen zum Beispiel die eigene Muttersprache bei. Manchmal freundet man sich dadurch an. Manchmal lernt man über diese Person wieder neue Personen kennen. Tandem-Programme gibt es viele in München: zum Beispiel beim Münchner Flüchtlingsrat, Save Me und ArrivalAid. Einfach mal im Internet schauen und nachfragen!
Sport kann auch ein gutes Mittel sein, um Leute kennenzulernen. Zum Beispiel gibt es viele Fußballvereine in München: die interkulturelle Straßenfußball-Liga München „buntkicktgut“. Die Stadt München hat außerdem verschiedene Sportangebote für junge und ältere Menschen. Viele Münchner und Münchnerinnen gehen Klettern oder Bouldern. Es gibt Klettergruppen, in die man eintreten kann. Auch das Bergwandern kann eine gute Gelegenheit sein, um andere kennenzulernen. Viele Leute gehen in Kleingruppen in die Berge und es gibt extra organisierte Wandergruppen für Neubürger*innen, zum Beispiel über das Programm „Alpen.Leben. Menschen“ vom Deutschen Alpenverein und den Maltesern. Wer schon ein paar Freunde gefunden hat, kann mit dem Bayernticket der Deutschen Bahn günstig in einer Gruppe in die Berge fahren. Es gibt viele kulturelle Treffpunkte für zugewanderte Menschen: Die Münchner Kammerspiele haben ein Welcome Café. Hier geht es ums Theaterspielen. Der nächste Termin ist am 18.12.2017. Im Bellevue die Monaco im Glockenbachviertel findet mittwochabends das Open House statt, ein Treffen bei gutem Essen, Musik und netten Leuten. Im EineWeltHaus München gibt es regelmäßig Workshops und kulturelle Events, wie die Open Stage. Die Open Stage gibt es jeden zweiten und vierten Montag im Monat. Wer Konzerte mag, kann ins Feierwerk in der Hansastraße gehen.
FOTO MARION BLOMEYER
W
ie können wir in München Leute kennenlernen?“ Diese Frage stellten mir neulich drei junge Männer in einer Unterkunft für Asylbewerber*innen. Sie grinsten mich dabei an und doch bemerkte ich ihre Frustration: Seit über einem Jahr sind sie in der Stadt. Aber sie haben noch fast keinen Kontakt zu Menschen, die schon lange hier leben.
Für Tandem-Programme:
Gut zu wissen: Viele Angebote im kulturellen und sportlichen Bereich bekommt man günstiger mit dem „München Pass“. Kostenlose Konzertkarten gibt es bei „Kulturraum München“. Tipps für weitere Umsonst-Angebote gibt es auf der Website der Stadt München. http://www.muenchen.de/freizeit/tippsfuer-ein-kostenloses-muenchen.html
ArrivalAid: www.arrivalaid.org Münchner Flüchtlingsrat: www.muenchner-fluechtlingsrat.de Save Me: www.save-me-muenchen.de
Für Sportangebote: Fußball: www.buntkicktgut.de Übersicht der Münchner Boulderhallen: www.muenchen.de/freizeit/kletternbouldern.html
Das Internet bietet viele Möglichkeiten zum Kennenlernen. Bei Facebook gibt es Gruppen wie „Neu in München“. Hier lernt man leicht Menschen kennen. Die Seite „Willkommen in München“ bietet einen Überblick über Veranstaltungen und Events in der Stadt. Einen guten Überblick zu Konzerten und Partys bietet die Seite www.munichmag.de.
Projekt Bergwandern: www.alpenlebenmenschen.de
Kulturangebote: Welcome Café: www.muenchner-kammerspiele.de/pressebereich/welcome-cafe Bellevue di Monaco: www.bellevuedimonaco.de EineWeltHaus München: www.einewelthaus.de Feierwerk: www.feierwerk.de
Menschen gut kennenzulernen braucht Zeit – aber es gibt viele Möglichkeiten dafür. Nutzen wir sie!
Kulturraum München: www.kulturraum-muenchen.de
Im Internet: www.willkommen-in-muenchen.de der/die Asylbewerber*in
eine Person, die Schutz in Deutschland sucht
die Frustration
Gefühl, wenn viele Dinge schlecht laufen
Tipps für kostenlose Angebote in München:
der Biergarten/die Biergärten
ein Garten in einem Restaurant, in dem für Geld getrunken und gegessen wird
die Bekanntschaft
Menschen, die sich kennen, aber nicht befreundet sind
www.muenchen.de/freizeit/tipps-fuer-ein-kostenloses-muenchen.html
das Tandem-Programm
Menschen, die sich gegenseitig helfen, ohne befreundet oder verwandt zu sein
interkulturell
zwischen zwei Kulturen, Nationalitäten, Ländern
das Bouldern
Form des Kletterns, meist an einer Wand
Gute Tipps für Konzerte etc.:
der/die Zugewanderte
jemand, der neu nach Deutschland kommt
www.munichmag.de
-6-
KOMPASS
INFOS, TIPPS & TERMINE FÜR GEFLÜCHTETE IN MÜNCHEN EDV Kurse für Geflüchtete von den Maltesern Die Malteser Hilfsdienst e.V, Plant a Talent gGmbH und der IBBV GmbH bieten kostenlose EDV-Grundkompetenzkurse für Geflüchtete, die nie oder sehr selten einen Computer benutzt haben. Die Kurse finden jede Woche statt: Jeden Dienstag um 15:30 und 17:30 Uhr bei IBBV in der Lindwurmstr. 23 (Sendlinger Tor). Anmeldung und Fragen: Sophie Hédon | sophie.hedon@malteser.org 0151-11103301 Jeden Freitag um 16:00 Uhr bei Plant a Talent in der Balanstraße 73 | Haus 21a Anmeldung und Fragen: Ilona Bamiller ib@ plant-a-talent.org | 0157-74510700
AVANTA Steps Das Jobcenter der Landeshauptstadt München bietet ein Qualifizierungsprogramm mit Abschlussprüfung für Frauen an. Jobcenter befinden sich jeweils in den zwölf Münchner Sozialbürgerhäusern. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem genauen Wohnort. Nähere Information und Suche dazu unter www.muenchen.de/sbh
Bildungszentrum Berufseinstieg Beim BzB erhalten Geflüchtete einen Überblick über die Berufsfelder und Ausbildungsstätten in Deutschland, Einblicke in den Berufsalltag und können bei einem Bewerbungstraining mitmachen. Weitere Informationen unter: www.aka-muenchen.de/bzb.php
Basar der Kulturen
Freikarten für Mitbürger *innen mit Fluchterfahrung im Galli-Theater
Der Basar der Kulturen, welcher im 13. Jahr abgehalten wird, trägt zum interkulturellen Dialog bei und zeigt einen Teil der Vielfalt Münchens. Erkunden Sie, was die Gruppen in München und in ihren Ländern so vielfältig an Projekten umsetzen. Anmeldung unter: www.einewelthaus.de/events/basarder-kulturen-5
Das Freikartenangebot des Galli-Theaters gilt bis Ende 2018. Das Niveau der Deutschkenntnisse kommt auf die Vorstellung an. Weitere Informationen unter: http://galli-amalienpassage.de Ansprechpartner: Emanuel Eitle garten@gruenstreifen-muc.de
Migrationsberatung – Offene Sprechstunde in der Müllerstraße 2
Projekt Alpen.Leben.Menschen (A.L.M.):
Beratung für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund bei allen grundlegenden Fragen zum Leben und Alltag in Deutschland. Findet bis zum 21.12.2017 jeden Dienstag 16:00 bis 18:00 Uhr und Donnerstag 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Weitere Informationen unter: http://bellevuedimonaco.de/events/ migrationsberatung-do
Das Gemeinschaftsprojekt von Malteser Hilfsdienst e.V. und dem Deutschen Alpenverein möchte Kontakt zwischen Einheimischen und Geflüchteten bei gemeinsamen Bergwanderungen schaffen. Kosten entstehen keine. Nähere Informationen unter www.alpenlebenmenschen.de oder auf www.facebook.de/alpenlebenmenschen
Psychologische Sprechstunde auf Dari, Patscho oder Arabisch in Haar
Poetry Workshop im Café Bellevue di Monaco am 02.12.2017 um 14:00 Uhr
Das Isar-Amper-Klinikum bietet neben den herkömmlichen ambulanten Angeboten ab August eine feste psychiatrische Sprechstunde für Dari/Paschto sowie Arabisch sprechende Geflüchtete in Haar an. Das Angebot wird zunächst 14-tägig stattfinden und wird bei Bedarf auf weitere Sprachen ausgeweitet. Ansprechpartnern: Franziska Scheuerecker M.A. Franziska.Scheuerecker@kbo.de http://www.iak-kmo.de
ARRIVALAID AKADEMIE Die ArrivalAid Akademie bietet zur Integrationsbegleitung passende Vertiefungs- und Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche und Geflüchtete an. Diese richten sich an die Teilnehmer der Integrationsbegleitung und sind offen für externe Interessierte. Viele Seminare werden in Englisch, Arabisch und Dari übersetzt. Neben Arbeits- und Wohnungssuche werden unter anderem Themen wie Familiennachzug, Verträge und rechtliche Pflichten in Deutschland, Kindergarten und Schulsystem behandelt. Bei regelmäßiger Teilnahme können Geflüchtete ein Zertifikat erhalten.
Bellevue Di Monaco Goes Poetry – In regelmäßigen Workshops erlernen die Teilnehmer*innen verschiedene Schreibtechniken und lyrische Stilmittel, um gemeinsam mit erfahrenen Poetry-Slammern an eigenen Texten zu arbeiten, bis hin zur Performance. Für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund, Teilnahme kostenlos. Genauere Informationen unter: http://bellevuedimonaco.de/ events/poetry-workshop-dec17
Offener Treff für geflüchtete Frauen ab 17 Jahren: Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat im „ClubIN Internationaler Treff“ für weibliche Geflüchtete ab dem 17. Lebensjahr. Mütter mit Kindern sind willkommen, für Kinderbetreuung ist gesorgt. Bei Interesse bitte vorher telefonisch anmelden. Ansprechpartnerin: Bianca Bär | bianca.baer@vij-muenchen.de Wo: ClubIn Internationaler Treff | Friedrich-Loy-Straße 16
Sprachcafé für junge Frauen ab 17 Jahre Die Frauen haben die Möglichkeit bei Tee und Kaffee in Kleingruppen sprachliche Handlungsmuster einzuüben und anzuwenden. Die mündliche Kommunikation sowohl am Kaffeetisch als auch in authentisch herbeigeführten Alltagssituationen z. B. beim Bäcker, in der Bibliothek, im Supermarkt steht dabei im Vordergrund. Das Sprachcafe findet jeden Montagnachmittag von 14:00 bis 16:00 Uhr statt. Teilnehmerinnen können jederzeit dazukommen. Ansprechpartnerin: Bianca Bär | bianca.baer@vij-muenchen.de Wo: ClubIn Internationaler Treff | Friedrich-Loy-Straße 16
Lyrik & Oud aus dem Orient am 18.12.2017 von 19:00 bis 20:30 Uhr im Bellevue di Monaco
Diese Benefizveranstaltung kommt dem Bellevue di Monaco zugute. Mit Sabine Kastius und Roman Bunka | Eintritt: 12 € (empfohlen), 8 € (ermäßigt), 0 € (social)
TERMINE
SEMINARE
22.11.2017
Praxismodul Arbeitssuche | Referenten: Sebastian Halden, Social-Bee gGmbH + Anja Schmidt, Stay Welcome e.V.
13.12.2017
Wie finde ich eine Wohnung in Deutschland? Referentin: Petra Mühling, Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V.
20.12.2017
Praxismodul Wohnungssuche | Referentin: Petra Mühling, Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V.
10.01.2018
Neu in Deutschland: Worauf muss ich achten? Referentin: Sadja Klepo, Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.
17.01.2018
Ausbildungsberufe in Deutschland | Referentin: Stefanie Gutzeit, IHK München und Oberbayern
24.01.2018
Berufliche Entwicklung in Deutschland | Referent/in angefragt
26.01.2018
IntegrAid Career Day | Lokale Unternehmen stellen sich vor Ort: Green City Orange Bar, Zirkus-Krone-Straße 10
14.02.2018
Erlaubt oder verboten in Deutschland? Referentin: Danica Stanjojevic, Anwältin
21.02.2018
Kindergarten und Schule in München | Referentin: Naemi Mühlstein, Diplom Psychologin
03.03.2018
Akademie Abschlussevent | Gemeinsamer Kochabend und Essen mit Lokalpolitikern Weitere Informationen ab Januar 2018
-7-
MARKTPLATZ
STELLENANGEBOTE IN MÜNCHEN UND UMGEBUNG Praktika als Koch/Köchin
Zeitungszusteller (m/w)
Integratives Projekt im Münchner Zentrum Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Mindestalter 18 Jahre, faire und leistungsgerechte Bezahlung mit Nachtzuschlag, bezahlter Urlaub, morgens um 6 Uhr bereits Feierabend, tägliche Arbeitszeit ca. 2 Stunden, Zustellbezirk in Ihrer Nähe HEIMATZEITUNGEN Kontakt: vertrieb@merkur.de oder 089/5306-134 merkur.de tz.de
Auszubildende als Fachinformatiker*in für Systemintegration und Biologielaborant*in für 2018 Renommiertes Forschungsinstitut in Martinsried Praktikum vorher erwünscht Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Lackierer*in ab sofort
Stellenanforderung: Deutsch A2, Erfahrungen als Auto-/Fahrrad-Lackierer Aufgaben: Lackieren von Fahrrädern/Automobilteilen, Unterstützung der Produktionsmitarbeiter Ort: Taufkirchen Kontakt: info@social-bee.de
Auszubildende als Koch/Köchin und Hotelfachfrau/mann für 2018 Internationale Hotelkette, Standort Unterhaching Praktikum vorher erwünscht Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Gabelstapler*in ab sofort
Stellenanforderung: Deutsch B1, Gabelstaplerführerschein Aufgaben: Arbeit im Lager, Bedienung und Fahren von Gabelstaplern Ort: Maisach/Gernlinden, Arbeitszeiten: 06:00 – 14:45 Uhr Kontakt: info@social-bee.de
Barkeeper und Küchenhilfen (m/w) Burgergrill im Münchner Zentrum in Teilzeit oder auf 450€-Basis Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Lagermitarbeiter*innnen ab sofort
Stellenanforderung: Deutsch A2, gutes Hörverständnis Aufgaben: Kommissionierung in der Obst & Gemüse Abteilung, Regale einräumen, Pakete transportieren Ort: Eitting, Arbeitszeiten: 14:00 – 22:45 Uhr Kontakt: info@social-bee.de
Engagierte Mitarbeiter in Vollzeit (m/w)
Firma für Schadstoffsanierung und Taubenabwehr, Taufkirchen, sucht Mitarbeiter die Interesse daran haben, in einem spannenden, abwechslungsreichen Bereich eingearbeitet und geschult zu werden und Interesse an einem langfristigen Beschäftigungsverhältnis haben. Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Produktionsmitarbeiter*innen ab sofort
Stellenanforderung: Deutsch B1, Vorerfahrung im Kfz-/Mechanik-/Metallverarbeitungsbereich Aufgaben: allgemeine Produktionstätigkeiten Ort: Garching Kontakt: info@social-bee.de
Zeitungsausträger*in für Taufkirchen
Lagermitarbeiter*innen ab sofort
Logistikunternehmen, Unterhaching Ortskenntnisse von Vorteil Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Stellenanforderung: Deutsch A2 Aufgaben: allgemeine Produktionstätigkeiten Ort: Taufkirchen/Brunnthal, Arbeitszeiten: ab 05:30 Uhr Kontakt: info@social-bee.de
Runner und Barkeeper (m/w)
Produktionsmitarbeiter*innen ab Januar 2018
Münchner Kulturverein, für eine Veranstaltung in Sendling vom 29.11. bis 30.12. 2017 von 16:00 bis 23:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 01:00 Uhr Kontakt: hallo@staywelcome.de oder 0162 257 2007 (auch WhatsApp)
Stellenanforderung: Deutsch B1 Aufgaben: allgemeine Produktionstätigkeiten Ort: Parsdorf, Arbeitszeiten: 12:00 – 20:30 Uhr Kontakt: info@social-bee.de
IMPRESSUM
WAS IST ARRIVALAID?
Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung ist in München (Gründungsstandort
seit 2015), Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart aktiv.
Herausgeber: David J. Offenwanger David Prochnow
Die ArrivalAid Integrationsbegleitung ist zudem Anfang 2017 als Pilotprojekt in München gestartet. Anerkannte Geflüchtete werden von qualifizierten Ehrenamtlichen bei den wichtigsten Integrationsschritten nach der Anerkennung unterstützt.
ARRIVALAID STANDORTE Die ArrivalAid Anhörungsbegleitung wird in München, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und Köln angeboten. Die ArrivalAid Integrationsbegleitung und Akademie sind bereits in München gestartet.
Teil der Integrationsbegleitung ist die ArrivalAid Akademie, in der Geflüchtete und Helfer viel Wissenswertes erfahren. Die Akademie ist kostenlos und steht für alle offen.
-8-
Adlzreiterstr. 8 80337 München info@arrivalaid.org Tel.: 089 / 5528 5176 Fax: 089 / 20205365 Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München HRB 219221 eingetragen.
Layout: diefirmendesigner.de Grafik: Marion Blomeyer
Copyright © 2017 ArrivalAid. Alle Rechte vorbehalten.
ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Geflüchteten. In zwei eigenständigen Projekten – der ArrivalAid Anhörungsbegleitung und der ArrivalAid Integrationsbegleitung – bereiten unsere qualifizierten Ehrenamtlichen zunächst Asylsuchende auf deren Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor. Danach unterstützen wir anerkannte Geflüchtete bei deren ersten und drängendsten Integrationsschritten.
ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)