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AUSGABE MÜNCHEN 04/2024
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Schwierige Zeiten, schlaue Strategien:
So überstehen Tiere den Winter TEXT MAGDALENA KLEE
Der Winter ist für viele Tiere eine große Herausforderung. Deswegen bereiten sie sich schon im Herbst darauf vor. Was genau sind die Schwierigkeiten im Winter? Wie schaffen es die Tiere, diese Zeit zu überstehen? Und wie können wir Menschen dabei helfen?
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m Winter wird es kalt, und der Schnee macht es Tieren schwer, Nahrung und Wasser zu finden. Gefrorene Böden und gefrorenes Wasser machen das Überleben schwer. Auch wir Menschen machen es Tieren im Winter oft nicht leicht. Auf Straßen wird zum Beispiel Salz gestreut, das für viele Tiere giftig sein kann. Es verschwinden auch immer mehr Wälder und Wiesen. Deshalb müssen Tiere oft in die Städte ziehen, um Futter und Unterschlupf zu finden. Das ist jedoch gefährlich für sie. Der Klimawandel macht die Situation noch schwieriger. Das Wetter wird immer unvorhersehbarer, manchmal zu warm, manchmal zu kalt. Tiere wissen oft nicht mehr genau, wann sie sich auf den Winter vorbereiten oder in den Winterschlaf gehen sollen. Wie überstehen Tiere den Winter? Tiere haben verschiedene Wege, um den Winter zu überstehen: Winterschlaf Einige Tiere, wie Igel, Fleder-
I L LU S T R AT ION E VA H I L L R E I N E R
mäuse und Murmeltiere, machen Winterschlaf. Im Herbst suchen sie sich einen geschützten Ort. Das kann eine Höhle, ein Erdhügel oder ein Laubhaufen sein. Dort verstecken sie sich vor Kälte und Feinden. Während des Winterschlafs wird ihr Körper kälter. Ihre Temperatur sinkt auf etwa 5 bis 8 °C. Auch ihr Herz schlägt langsamer, bei Igeln zum Beispiel nur 5 Mal pro Minute. Diese Veränderungen helfen den Tieren, weniger Energie zu verbrauchen. Die Tiere wachen erst wieder auf, wenn es wieder wärmer wird und sie Futter finden können. Es ist wichtig, dass sie im Herbst genug essen, damit sie den Winter überstehen. Winterruhe Tiere wie Eichhörnchen, Bären und Dachse machen keinen richtigen Winterschlaf. Sie gehen in eine Winterruhe. Diese Tiere wachen manchmal auf, um Futter zu suchen. Bären können während der Winterruhe ihre Körpertemperatur senken und ihre Energie sparen. Eichhörnchen ruhen sich in ihren Nestern aus und suchen nach ihren versteckten Vorräten. Im Herbst sammeln sie viele Nüsse und Samen. So haben sie genug zu essen, wenn sie aufwachen.
Laub. Ihr Blut gefriert nicht, und wenn es wieder wärmer wird, können sie aktiv werden. Schlangen verstecken sich in Erdspalten oder unter Steinen, wo es warm bleibt.
Verstecke lassen: Für Igel und andere kleine Tiere sind Laubhaufen oder Holzstapel wertvolle Verstecke. Wenn möglich, lass sie im Garten und auf Wiesen liegen. Auch Vogelhäuschen oder ein kleines Igelhaus bieten guten Schutz.
Zugvögel Einige Vögel haben eine andere Strategie. Sie fliegen im Winter in wärmere Länder. Diese Vögel heißen Zugvögel. Störche, Kraniche und Gänse sind Beispiele dafür.
Tiere in Ruhe lassen: Wichtig ist, dass du Tiere im Winterschlaf oder in der Winterruhe nicht störst. In der Natur ist es gut, sich leise zu verhalten und auf Wegen zu bleiben. Beispiel: Der Igel im Winter
Zugvögel sind sehr gute Flieger und fliegen oft viele 1.000 Kilometer. Sie fliegen in großen Gruppen. Die Vögel müssen sich gut vorbereiten und genug essen, um die lange Reise zu schaffen. Diese verschiedenen Wege zeigen, wie vielfältig die Tierwelt ist und wie gut sich Tiere an den Winter anpassen können. Wie können wir den Tieren im Winter helfen? Trotz ihrer Strategien bleibt der Winter für Tiere eine schwere Zeit. Doch wir können ihnen helfen:
Winterstarre Einige Tiere, wie Frösche, Schlangen und bestimmte Insekten, machen Winterstarre. Diese Tiere bewegen sich fast nicht mehr und brauchen sehr wenig Energie.
Futterstellen einrichten: Vögel, Eichhörnchen und auch Igel freuen sich im Winter über Futter. Achte darauf, dass du nur das Futter gibst, das für die Tiere gut ist. Vögel mögen Körner und Samen. Igel können zum Beispiel Katzenfutter oder gekochte Eier bekommen – aber kein Obst oder Gemüse und keine Milch.
Zum Beispiel graben sich Frösche in den Boden ein oder verstecken sich unter
Wasser bereitstellen: Viele Wasserstellen frieren zu. Eine Schale mit frischem Wasser hilft vielen Tieren.
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Igel sind nachts aktiv und schlafen tagsüber. Sie suchen in der Nacht nach Essen und fressen im Herbst viel, um sich einen „Winterspeck“ anzufressen. Dieser Winterspeck hilft ihnen, den Winter zu überstehen. Wenn der Winter kommt, suchen sich Igel ein warmes Nest, oft unter Laub oder in Hecken. Im Winterschlaf sinkt ihre Körpertemperatur auf etwa 8 °C, und ihr Herz schlägt nur noch etwa 5 Mal pro Minute. So sparen sie Energie und können bis zu 4 bis 6 Monate schlafen, bis der Frühling kommt und es wieder warm wird. Der Winter bringt viele Herausforderungen für die Tiere in der Natur. Es gibt unterschiedliche Strategien, wie die Tiere den Winter überstehen. Wir können ihnen helfen, indem wir Futterstellen einrichten, frisches Wasser bereitstellen und sichere Verstecke schaffen.
die Strategie, -n
ein Plan, um ein Ziel zu erreichen oder ein Problem zu lösen
die Nahrung, -en
Essen, das Tiere zum Leben brauchen
gefroren
hart oder eisig durch Kälte
der Unterschlupf, -e
sicherer Ort, an dem sich Tiere verstecken
der Klimawandel, Klimawandel
die Erde wird wärmer, und das Wetter verändert sich dadurch stark
unvorhersehbar
nicht genau planbar
die Höhle, -n
ein Loch im Berg oder Baum als Schutzraum
der Erdhügel, Erdhügel
ein kleiner Berg aus Erde als Unterschlupf
der Laubhaufen, Laubhaufen
ein Haufen aus vielen Blättern, die auf dem Boden liegen
die Energie, -n
Kraft, die ein Lebewesen zum Leben braucht
überstehen
eine schwierige Zeit durchhalten
das Nest, -er
ein geschützter Platz, den Tiere bauen
der Vorrat, Vorräte
Essen, das für später gelagert wird
der Samen, -n
kleine Körner, aus denen Pflanzen wachsen
der Erdspalt, -e
schmale Lücke im Boden zum Verstecken
das Korn, Körner
Samen von Getreide, wichtiges Futter für Tiere
die Wasserstelle, -n
ein Ort, an dem Tiere Wasser trinken können
der Winterspeck
das Körperfett, das Tiere sich im Herbst anfressen
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