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Ausgabe 08/2019 München

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Alt werden in Deutschland Unser Schwerpunktthema in dieser ArrivalNews-Ausgabe

WWW.ARRIVALAID.ORG

ZEITUNG FÜR NEUBÜRGER*INNEN

AUSGABE MÜNCHEN 08/2019

50 Jahre Mondlandung „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ Das sagte Neil Armstrong, als er als erster Mensch den Mond betrat. Das war vor 50 Jahren. Genauer gesagt: am 21. Juli 1969.

F

as zi n atio n We l t a l l . Das Weltall (auch: All, Universum oder Kosmos) umfasst allen Raum, alle Zeit und alle Materie und Energie darin. Das bedeutet: Das Weltall ist alles. Es ist größer, als wir uns vorstellen können. Weil die Entfernungen im Weltall so groß sind, geben Forscher*innen Entfernungen im All in Lichtjahren an. Ein Lichtjahr bedeutet: Die Strecke, die Licht in einem Jahr zurücklegen kann. Ein Lichtjahr sind circa 9,5 Billionen Kilometer (9.500.000.000.000 Kilometer). Forscher*innen schätzen: Das Weltall hat etwa einen Durchmesser von 93 Milliarden Lichtjahren (also 93.000.000.000 x 9.500.000.000.000 Kilometer). Zum Vergleich: Die Erde hat nur einen Durchmesser von circa 12.800 Kilometern. Das Weltall fasziniert uns Menschen. Vor allem, weil es so unvorstellbar groß ist. Das Sonnensystem Viel kleiner (aber trotzdem noch sehr groß) ist unser Sonnensystem. Unser Sonnensystem besteht aus der Sonne, acht Planeten, den Monden der Planeten und Zwergplaneten. Die acht Planeten in unserem Sonnensystem sind: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Bis jetzt war noch kein Mensch auf einem

anderen Planeten außer auf der Erde. Aber es gab schon Menschen auf dem Mond. Genauer gesagt: dem Erd-Mond, also dem Mond von unserer Erde. Aufbruch zum Mond Vor 50 Jahren – am 21. Juli 1969 – landeten die ersten Menschen auf dem Mond. Die Mission hieß ‚Apollo 11’. Der Flug war ein Teil des Apollo-Programms der NASA. Die NASA ist die Nationale Aeronautikund Raumfahrtbehörde der USA. Das bedeutet: Die NASA ist für die Raumfahrt und Flugwissenschaft zuständig. Der erste Mensch auf dem Mond war der Amerikaner Neil Armstrong. Bei seinem ersten Schritt auf der Mondoberfläche sagte er die berühmten Worte, die heute jeder kennt: „Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ Zusammen mit Neil Armstrong auf dem Mond war Buzz Aldrin. Die Mondlandung wurde im Fernsehen gezeigt – etwa 560 Millionen Menschen auf der ganzen Welt schauten zu. Damit war die Mondlandung auch das erste globale Fernseh-Ereignis. Viele Menschen, die die Mondlandung im Fernsehen gesehen haben, können sich noch heute genau daran erinnern. Ein sehr einprägsames Ereignis, das eine ganze Generation geprägt hat. Für viele Amerikaner*innen aber auch Nicht-Amerikaner*innen war Neil Armstrong ein Held. Und jetzt? Für viele Menschen ist es ein Traum, selbst einmal zum Mond zu fliegen. Bisher waren aber nur 12 Astronauten (alles Männer) auf dem Mond. Das muss aber nicht immer so bleiben. In Zukunft sollen auch ‚normale’ Menschen (also Nicht-As-

I L LU S T R AT ION M A R I ON BLO M E Y E R

tronautinnen und Nicht-Astronauten) zum Mond fliegen können. Das nennt man dann Mond-Tourismus. Das amerikanische Unternehmen SpaceX hat gesagt, dass sie Yusaku Maezawa 2023 zum Mond bringen wollen. Yusaku Maezawa ist ein japanischer Milliardär – und vielleicht bald der erste Mond-Tourist. Was bringt uns die Raumfahrt? Auch wenn nicht jeder von uns zum Mond fliegen kann: Es gibt viele Erfindungen und Weiterentwicklungen aus der Raumfahrt, die nützlich für unseren Alltag sind. Die NASA hat eine natürliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren entdeckt. Sie sind sehr wichtig für uns Menschen: für ein gesundes Gehirn, Herz und gesunde Augen. Wir können Omega-3-Fettsäuren über unser Essen, zum Beispiel Fisch, aufnehmen. Vor allem für Babys sind Omega-3-Fettsäuren sehr wichtig. Babys bekommen sie über die Muttermilch. Durch die Forschung der NASA wurde eine neue und natürliche Quelle von Omega-3-Fettsäuren entdeckt: Algen. Seit der Entdeckung verwenden fast alle Hersteller*innen von Babynahrung diese Alge. Die NASA will natürlich nicht, dass ihre Geräte im Weltall kaputt gehen oder verkratzt werden. Deswegen haben sie herausgefunden, wie man die Oberfläche der Geräte schützen kann. Die Erfindung wird inzwischen von Hersteller*innen für Sonnenbrillen verwendet. Deswegen haben wir kratzfeste Sonnenbrillen. Es gibt noch viel mehr Erfindungen und Weiterentwicklungen der Raumfahrt, die für unseren Alltag wichtig sind: von kabellosen Geräten, über bessere GPS-Systeme, die Möglichkeit zu telefonieren, -1-

 

fernzusehen und im Internet zu surfen, bis hin zu durchsichtigen Zahnspangen. Aber es gibt auch Kritik an der Raumfahrt. Kritik an der Raumfahrt Raumfahrt ist teuer. Manche sagen: Die Raumfahrt lohnt sich nicht. Sie kostet zu viel Geld, bringt uns Menschen nichts und vermüllt den Weltraum. Dass die Raumfahrt Müll im Weltraum hinterlässt, stimmt. Das nennt man dann Weltraumschrott. Expertinnen und Experten sagen: Es befinden sich 6.500 Tonnen (6.500.000 Kilogramm) Schrott im Weltraum. Wenn der Schrott zum Beispiel ein Gerät wie einen Satelliten trifft, ist das sehr gefährlich. Und es gibt noch mehr Kritik. Aber, obwohl es viele Kritiker*innen gibt: Das Weltall fasziniert uns Menschen. Es gibt noch so viel, was wir nicht wissen. Und es gibt noch so viele Planeten, auf welchen noch nie Menschen waren. Und heute klingt es gar nicht mehr so unwahrscheinlich, wenn man sagt: Ich möchte einmal zum Mond fliegen. Wer weiß, was die Zukunft bringt. die Mondlandung, -en

das Ankommen auf dem Mond

die Faszination, -en

die Begeisterung, Anziehung

umfassen

enthalten, beinhalten

die Materie, -n

aller Stoff, aus dem Dinge sind; stoffliche Substanz

schätzen

etwas vermuten, weil man es nicht genau weiß

der Planet, -en

runder Körper am Himmel (Himmelskörper), z.B. die Erde, der Mars

die Mission, -en

der Auftrag

die Raumfahrt, -en

alle Handlungen/Versuche von Menschen, in den Weltraum zu kommen

die Flugwissenschaft, die Wissenschaft vom -en Fliegen, Luftfahrt einprägsam

leicht zu merken; bleibt im Gedächtnis; schwer zu vergessen

prägen

einen Einfluss haben auf etwas

die Erfindung, -en

etwas Neues, was es davor nicht gab

die Weiterentwicklung, die Verbesserung; der -en Fortschritt die Muttermilch

die Milch, die nach der Geburt von einem Kind in der Brust der Mutter ist

verkratzen

wenn die Oberfläche von etwas durch einen spitzen/ scharfen Gegenstand beschädigt wird

kratzfest

wenn die Oberfläche von etwas (hier: Sonnenbrille) nicht durch einen spitzen/scharfen Gegenstand beschädigt werden kann

der Satellit, -en

hier: ein technisches Gerät, das im Weltraum ist und um die Erde/den Mond fliegt; Satelliten sind z. B. für die Navigation, die Wettervorhersage usw. wichtig

GRAFIK FLATICON

TEXT AMY JOY STARK

Scanne den QR-Code und höre dir viele Texte aus der ArrivalNews auf deinem Handy an. Jeden Monat kommen unter www.soundcloud.com/arrivalnews neue Texte hinzu.


GOOD NEWS, EVERYONE...!

SERIE

Neue Hoffnung für Masood bei Social-Bee

  TEXT SOFIE CALHEIROS FOTOS MA X KR ATZER

In den letzten Jahren begegneten die europäischen Gesellschaften vielen Herausforderungen durch Migration. Viele Menschen, Medien und Politiker*innen diskutieren oft sehr aufgeheizt und emotional. Mit der Serie “Good News, Everyone...!” möchten wir Erfolgsgeschichten aus unserer Arbeit erzählen und Einblicke geben, was Neubürger*innen mit ein wenig Hilfe erreichen konnten. Auf Seite 2 der ArrivalNews heißt es daher monatlich: Gute Nachrichten für alle!

Bewirb dich bei Social-Bee!  Du lebst in München oder Stuttgart?  Du suchst eine Vollzeit-Arbeit?  Du sprichst mindestens A2 Deutsch? Schicke deinen Lebenslauf inklusive Kontaktdaten an: München Per E-Mail an bewerbung@social-bee.de Per WhatsApp an 0176 4381 6314 Du hast keinen Lebenslauf? Dann ruf einfach an: 0176 4381 6314 Stuttgart Per E-Mail an stuttgart@social-bee.de Per WhatsApp an 0152 32 18 18 09 Du hast keinen Lebenslauf? Dann ruf einfach an: 0152 32 18 18 09

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In unserem Marktplatz auf Seite 11 findest du jeden Monat aktuelle Stellen von Social-Bee!

ehemalig

früher, damalig

fließend

fehlerlos, ohne Pausen

psychisch krank

für lange Zeit depressiv oder ängstlich

das SDI München

das Sprachen- und Dolmetscher Institut München, eine Hochschule für Dolmetscher*innen, Übersetzer*innen und Fremdsprachenkorrespondent*innen

jemandem etwas leihen

jemandem etw. geben, was man später zurückbekommt

das Jobcenter

Zusammenschluss aus Arbeitsagentur und Sozialamt, die Menschen betreut die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe brauchen

der Spüler, Spüler die Spülerin, -nen

jemand, der in einem gastronomischen Betrieb Geschirr spült

kündigen

einen Vertrag beenden

der Biomarkt, Biomärkte

Lebensmittelgeschäft, wo Produkte aus biologischem Anbau verkauft werden

der Einzelhandel

Geschäft, Verkauf von Produkten

der Vertrag, die Verträge

Vereinbarung, Abmachung

jemanden übernehmen

Mitarbeiter*in von einem anderen Unternehmen einstellen

sozial

gemeinnützig, hilfsbereit, gemeinschaftlich

ökologisch

umweltbewusst, grün

der Kredit,-e

von einer Bank geliehenes Geld

das Grundstück, -e

ein Stück Land, das jemandem gehört

etwas abbezahlen

nach und nach zurückzahlen

die Zeitarbeit

Leiharbeit, Mitarbeiter*innen werden bei einem Unternehmen angestellt und für eine gewisse Zeit an ein anderes Unternehmen verliehen

der Zuschuss, die Zuschüsse

finanzielle Hilfe

I

Masood bei der Arbeit im Biomarkt.

ch treffe Masood im Büro von Social-Bee. Er begrüßt viele der Mitarbeiter*innen. Alle fragen, wie es ihm geht und freuen sich ihn zu sehen. Sie sind ehemalige Kolleginnen und Kollegen!

Masood Sutanzadeh kommt aus Afghanistan und ist 25 Jahre alt. Er ist im Sommer 2016 nach Deutschland gekommen. Damals sprach Masood 5 Sprachen. Inzwischen spricht er auch noch eine sechste Sprache fließend: Deutsch. „Ich spreche Dari, Paschtu, Englisch, Persisch und Urdu. Weil ich so viele Sprachen und auch Englisch kann, habe ich im Flüchtlingscamp oft als Übersetzer geholfen. Einmal war ich sogar bei einem Interview mit Politiker*innen dabei, das im Fernsehen gezeigt wurde“, erzählt Masood. „Aber die Zeit war nicht einfach. Ich war 12 Jahre in der Schule in Afghanistan. Und ich spreche 5 Sprachen. Aber das alles hat mir am Anfang in Deutschland nicht geholfen. Und meine Familie war weit weg in Afghanistan“, erzählt er. „Das war hart für mich. Ich bin psychisch krank geworden.“ Dann kam er in ein Camp in Jetzendorf, 45 Kilometer von München entfernt. Es war eine andere Situation. Masood konnte noch kein Deutsch. Und ihm wurde plötzlich klar: „In diesem Land leben 83 Millionen Menschen. Sie sprechen alle Deutsch. Ich muss diese Sprache lernen.“ Aber das war nicht so einfach. Dort gab es keine Sprachkurse. Deswegen ist er jeden Tag nach Ingolstadt gefahren. 2 Stunden hin und 2 Stunden zurück. „Aber das war gut. Wenn ich zuhause bin und nichts zu tun habe, mache ich mir Gedanken. Ich habe schlimme Erinnerungen“, erzählt er. Als der Kurs zu Ende war, war er 2 Monate lang wieder nur zuhause. Dann hat er eine Frau vom SDI kennengelernt. Mit ihrer Hilfe konnte er nach München fahren und dort noch einen Deutschkurs machen. „Das war ein Neuanfang für mich. Aber es gab ein Problem: die Fahrkarte nach München hat jeden Monat 185 € gekostet. Aber ein Mann aus dem Camp hat mir geholfen. Er hat mir das Geld geliehen, damit ich den Kurs machen kann.“ Nach einem Jahr war sein Deutsch gut genug, um arbeiten zu können. „Ich habe 50 Bewerbungen geschickt. Ich wollte aktiv sein. Ich habe 2 Arme, 2 Beine, ich fühlte mich scheiße, Geld vom Sozialamt zu bekommen. Ich bin zum Jobcenter in Pfaffenhofen gefahren. Aber dort habe ich eine schlimme Erfahrung gemacht. Die Frau hat mit mir gesprochen wie mit einem Kind. Sie hat mir nochmal einen Deutschkurs gegeben. Aber der war für Anfänger*innen. Ich habe das nicht verstanden. Aber ich musste den Kurs machen, bis ich einen Job finde. Ich dachte: Ich komme nicht voran.“ Am Ende ist er nochmal zum Jobcenter gegangen und hat gesagt: „Ich will das nicht. Ich will Hilfe, eine Arbeit zu finden.“ Dann haben sie ihm ein Praktikum als Spüler vermittelt. Masood ist jeden Tag mit dem Fahrrad 8 Kilometer dorthin gefahren: „Nach einer Woche Praktikum habe ich gefragt, ob ich dort arbeiten kann. Aber sie haben gesagt, ich muss noch eine Woche Praktikum machen. Das habe ich gemacht.“ Als sie ihm gesagt haben, dass er noch eine 3. Woche Praktikum machen soll, reichte es Masood. Er kündigte und schickte wieder Bewerbungen. Im September 2017 bewarb er sich bei Social-Bee. Sie luden ihn zum Vorstellungsgespräch ein und er konnte dort anfangen. Im Winter kam die gute Nachricht: Er kann Probearbeiten in einem Biomarkt in Allach. „Ich dachte ‚wow‘, ich arbeite im Einzelhandel!“, freut sich Masood. Am nächsten Tag sagten die Mitarbeiter*innen: „Du kannst morgen anfangen!“ „Ich habe -2-

Was ist ? Social-Bee ist eine soziale, non-profit Zeitarbeits-Firma. Die Mitarbeiter*innen sind bei Social-Bee angestellt, werden aber für 12-18 Monate an andere Firmen verliehen. Die Einnahmen der Partner-Firmen werden für ein Integrations- und Weiterbildungsprogramm genutzt. Neben einer Vollzeitarbeit bekommen die Kandidatinnen und Kandidaten Hilfe von Social-Bee: Es gibt Integrationsmanager*innen, die bei allen Fragen weiterhelfen, Weiterbildungen, Deutschkurse (2x pro Woche) und bis zu 100 € Zuschuss zum Jobticket. Ziel ist es, dass die Bewerber*innen danach von den Unternehmen übernommen werden.

mich so frei gefühlt“, erzählt Masood. Er geht am nächsten Tag zusammen mit Sarah Schilberg und Robert Kratzer von Social-Bee dorthin und sie unterschrieben den Vertrag. „Ich musste eine Stunde dort hinfahren. Aber das war okay. Social-Bee hat mir 100 € von den Fahrtkosten bezahlt. Und ich konnte nochmal einen Deutschkurs machen. Ich habe vormittags einen Deutschkurs in München gemacht, danach bin ich nach Allach gefahren und habe die Spätschicht gemacht.“ Inzwischen hat ihn der Betrieb übernommen und er ist sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Dann gab es noch ein anderes Problem: „Langsam wollte ich ausziehen aus der Unterkunft. Wir waren 4 Leute im Zimmer. Ich dachte: ich habe jetzt mein eigenes Geld, ich will raus hier. Ich habe auch meinen Kolleginnen und Kollegen erzählt, dass ich eine Wohnung suche.“ Und er hatte Glück! Seine Kollegin Corinna aus dem Biomarkt hat gesagt: „Wir haben ein Zimmer frei! Du kannst einziehen!“. „Ich war so froh. Mein Kopf war endlich frei!“, erzählt Masood. „Das Haus in dem ich wohne ist ein sozialökologisches Wohnprojekt. Das ist etwas Besonderes. Die Gründer*innen haben einen Kredit aufgenommen und ein Grundstück mit zwei Häusern gekauft. Alle zusammen reparieren die Häuser. Mit der Miete wird der Kredit abbezahlt. Es werden dort Menschen mit Schwierigkeiten aufgenommen. Im Moment leben dort 11 Leute. Erwachsene und Kinder. Wir kochen und essen zusammen. Und morgen ist Sommerfest“, bemerkt Masood und lächelt. Am Ende frage ich Masood noch nach seinem Traum für die Zukunft. „In der Vergangenheit habe ich viele Dinge nicht geschafft. Aber im Moment habe ich die Möglichkeit und die Kraft, anderen zu helfen. Ich habe das Gefühl, ich bewege mich in die richtige Richtung. Mein Tipp an alle, die neu sind in Deutschland: von nix kommt nix. Wenn du eine Sache willst, dann musst du sie selber machen!“ Dann muss Masood los. Morgen ist Sommerfest im sozialökologischen Wohnprojekt und er hilft, die Bühne aufzubauen. Er verabschiedet sich von mir und lädt das Social-Bee Team noch zum Sommerfest ein. Danke an Masood für deine Geschichte! Wir wünschen dir alles Gute für deine Zukunft!


LEBEN

Pressefreiheit: Auch Freiheit braucht Regeln TEXT ANJA SCHMIDT

P

ressefreiheit bedeutet, dass Journalistinnen und Journalisten über alles schreiben dürfen. So können sie zum Beispiel über Korruption in der Politik schreiben. Und sie brauchen keine Angst haben, dass die Politiker*innen ihnen deswegen Probleme machen. Die Freiheit der Presse ist in einer Demokratie sehr wichtig. Denn nur so bekommen Bürger*innen alle wichtigen Informationen. Diese Informationen brauchen sie. Denn bei einer Wahl müssen sie sich entscheiden, welcher Partei sie ihre Stimme geben. Aber bedeutet „frei“ ohne Regeln? Dürfen Journalistinnen und Journalisten alles schreiben, was sie wollen? Der Deutsche Presserat ist eine Organisation von deutschen Journalistinnen, Journalisten und Zeitungen. Dort wird entschieden: Was bedeutet Pressefreiheit? Der Deutsche Presserat sagt: Auch eine freie Presse braucht Regeln. Denn Journalistinnen und Journalisten tragen eine große Verantwortung. Wenn sie lügen und nicht die Wahrheit schreiben, dann haben die Bürger*innen die falschen Informationen. Sie können dann keine guten Entscheidungen treffen. Deswegen hat der Deutsche Presserat selber Regeln aufgestellt. Diese Regeln sind freiwillig. Sie heißen: Pressekodex.

 

Der Pressekodex hat

u Punkte: und Achtung der Menschenwürde 1 Wahrhaftigkeit Journalistinnen und Journalisten sollen sich an die Wahrheit halten. Sie dürfen nicht lügen. Und sie dürfen Menschen nicht in ihrer Würde verletzen.

2 Sorgfalt Journalistinnen und Journalisten sollen gut recherchieren. Das bedeutet: Sie müssen alle Informationen zu einem Thema sammeln.

3 Richtigstellung Manchmal machen Journalistinnen und Journalisten Fehler. Dann schreiben sie Dinge, die falsch sind. Sie müssen dann nochmal einen Text schreiben und die Wahrheit sagen. der Recherche 4 Grenzen Journalistinnen und Journalisten sammeln viele Informationen. Sie dürfen aber nicht lügen, um diese Informationen zu bekommen.

5 Berufsgeheimnis Journalistinnen und Journalisten hören von vielen Menschen Geheimnisse. Die dürfen die Geheimnisse erzählen. Aber sie dürfen die Namen der Menschen nur sagen, wenn sie zustimmen. von Tätigkeiten 6 Trennung Journalistinnen und Journalisten sollen keine andere Arbeit haben. Vor allem sollen sie keine Politiker*innen oder Firmenchef*innen sein. von Werbung und Redaktion 7 Trennung Werbung und Journalismus muss getrennt sein. Deswegen dürfen Journalistinnen und Journalisten von Unternehmen oder Personen kein Geld bekommen.

8 Persönlichkeitsrechte Journalistinnen und Journalisten sollen nicht über das Privatleben von Menschen schreiben. Es gibt aber Ausnahmen. der Ehre 9 Schutz Journalistinnen und Journalisten sollen Menschen nicht in ihrer Ehre verletzen.

q w

die Presse

Religion und Weltanschauung Journalistinnen und Journalisten sollen nicht schlecht über Religionen oder über Weltanschauungen schreiben. Sensationsberichtserstattung und Jugendschutz Journalistinnen und Journalisten dürfen Gewalt, Brutalität und Leid nicht unangemessen darstellen. Und sie beachten den Jugendschutz.

e Diskriminierungen Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.

r Unschuldsvermutung Journalistinnen und Journalisten schreiben oft über laufende Ermittlungsver-

Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk (Radio), Fernsehen und Internet

die Korruption, -en

Bestechung mit z. B. Geld

die Verantwortung, -en

Verpflichtung für z. B. andere Menschen

freiwillig

ohne Zwang, aus freiem Willen

das Geheimnis, -se

etwas, das nur einer oder wenige Personen wissen dürfen

zustimmen

ja sagen

die Weltanschauung, -en

bestimmte Art, die Welt, die Natur und das Wesen des Menschen zu verstehen

unangemessen

nicht in richtiger oder guter Art

diskriminieren

jemanden anders behandeln, weil er zum Beispiel einer anderen Religion angehört

die Rüge, -n

Schimpfen, Tadel

fahren oder Strafverfahren der Polizei. Sie dürfen keine Vorurteile fällen und sagen: Diese Person ist schuldig!

t Medizin-Berichterstattung Bei medizinischen Themen müssen die Informationen sehr gut recherchiert sein. Leser*innen sollen keine falschen Hoffnungen oder Angst gemacht werden.

y Vergünstigungen Journalistinnen und Journalisten dürfen sich nicht bestechen lassen. Sie dürfen zum Beispiel kein Geld dafür nehmen, dass sie Informationen nicht verwenden.

u Rügenveröffentlichung Jede Person kann sich bei dem Presserat über Zeitungen oder journalistische Artikel aus dem Internet beschweren. Der Presserat prüft dann die Beschwerde. Und wenn die Beschwerde berechtigt ist, spricht sie eine öffentliche Rüge aus. Diese Rüge muss die Zeitung dann veröffentlichen (Punkt 16). Die Zeitung mit den meisten Rügen ist die BILD-Zeitung.

FOTOS MARION BLOMEYER (2x), UNSPLASH (2x)

-3-


DOSSIER

Alt werden in Deutschland

TEXT GIANNA LEPOLD

  

FOTOS MARION BLOMEYER

-4-


DOSSIER

E

s gibt eine Schweizerin, die mit 84 Jahren den Kilimandscharo besteigt. In Japan gibt es einen 105-jährigen Sprinter. Und auch in Deutschland sind Seniorinnen und Senioren im Durchschnitt gesünder und vitaler als früher.

Die Menschen in Deutschland leben im Durchschnitt 30 Jahre länger als noch vor 100 Jahren. Das liegt unter anderem am deutschen Gesundheitssystem. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Themen Gesundheit und medizinische Versorgung immer wichtiger. Die Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung 1883 war dabei besonders wichtig. Noch nie wurden so viele Menschen so alt wie heute.

Engagement gegen die Einsamkeit In Großbritannien gibt es dafür extra einen Regierungsposten. Auch in Deutschland gibt es Organisationen, die gegen Alterseinsamkeit vorgehen. Menschliche Nähe und Freundschaften sind in jedem Alter wichtig. Sogenannte Seniorentreffs bieten Möglichkeiten sich zu vernetzen. Sie bieten Seniorinnen und Senioren viele Aktivitäten in der Freizeit: Wandern, Tanzen, Radfahren und Ausflüge. Bei diesen Aktivitäten können ältere Menschen Freund*nnen und Freunde kennen lernen. Man kann sich aber auch nur hin und wieder zum Karten spielen und Kaffee trinken treffen. Hauptsache ist dabei, mit anderen Menschen zusammen zu sein.

Altenheim - Seniorenheim - Pflegeheim Manchmal kann man das Alltagsleben im Alter nicht mehr allein meistern. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Zum Beispiel geistige oder körperliche Einschränkungen. Früher übernahmen Angehörige noch öfter die Pflege der älteren Verwandten. Heutzutage haben Angehörige oft nicht mehr genug Zeit. Oft wohnen sie auch nicht in der gleichen Stadt. Aus diesem Grund leben manche Seniorinnen und Senioren in bestimmten Einrichtungen. Im Altenheim oder Seniorenheim leben Menschen, die nicht mehr ganz allein leben können. Trotzdem steht das selbstbestimmte Leben im Mittelpunkt. Die Menschen finden hier einen Wohnraum mit Unterstützung und Betreuung. Die Bewohner*innen haben ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad. Sie kochen und putzen aber zum Beispiel nicht mehr selbst. Das übernehmen die Angestellten. Außerdem schauen regelmäßig Ärztinnen und Ärzte nach den Bewoh-

ein Läufer/eine Läuferin, der/die sehr schnell kurze Strecken laufen kann

der Durchschnitt, -e

1. aus mehreren Größen errechneter Mittelwert; z. B. der Notendurchschnitt 2. Mittelmaß als Vergleichspunkt für eine Wertung; z. B. der Schüler/die Schülerin gehört zum Durchschnitt

vital

voller Lebenskraft

das Gesundheitssystem, -e

öffentliches System, nach dem die medizinische Versorgung der Bevölkerung geregelt ist

die politische Frage, -n

Einige Dinge gehen nur euch etwas an und sind privat. Andere Dinge sind politisch. Sie gehen jeden etwas an.

ner*innen des Heims. Oft gibt es aber auch Angebote zur Unterhaltung der Menschen. Es wird gemeinsam gegessen und es gibt oft Freizeitbeschäftigungen. In einem Pflegeheim leben Menschen, die aufgrund von Krankheit kein selbstbestimmtes Leben mehr führen können. Sie werden von Pflegekräften versorgt und gepflegt.

Mehrgenerationenhäuser Auch beim Wohnen gibt es viele Optionen: Mehrgenerationenhäuser zum Beispiel sind Orte, an denen verschiedene Generationen miteinander leben. Die jüngeren Menschen helfen den älteren Menschen. Und die älteren Menschen helfen den jüngeren Menschen. Jedes dieser Häuser hat einen sogenannten „offenen Treff“. Dort kommen Menschen ins Gespräch, trinken Kaffee oder spielen Spiele zusammen. Es ist sozusagen ein Wohnzimmer für alle. Oft gibt es in diesen „offenen Treffs“ alle möglichen Angebote: Unterstützungsangebote für Pflegebedürftige, Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten, Aktivitäten für Kinder und vieles mehr. Die Mehrgenerationenhäuser unterstützen die Menschen in jedem Alter und jeder Lebenslage. Die freiwilligen Mitarbeiter*innen spielen hier eine wichtige Rolle. Sie gestalten das Leben in den Häusern, geben Deutschkurse oder helfen den Bewohner*innen mit Computern.

Digitales Verstehen Viele Menschen über 65 kennen sich nämlich nicht in der digitalen Welt aus. Sie wissen oft nicht, wie man einen Computer, ein Smartphone oder ein Tablet bedient. Aber gerade das Internet bietet auch viele Möglichkeiten, neue Leute kennen zu lernen. Mobile Technologien können Seniorinnen und Senioren dabei helfen, wieder mehr am Leben teilzunehmen. Oft finden die älteren Menschen digitale Anwendungen viel zu kompliziert. Aus diesem Grund gibt es Projekte wie „Wir versilbern das Netz“ in Berlin und Hamburg. Seniorinnen und Senioren lernen hier zum Beispiel den Umgang mit verschiedenen technischen Geräten. Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit für Fragen wie: „Wie recherchiere ich im Internet?“, „Wie melde ich mich im WLAN an?“ Solche Projekte sind besonders wichtig. Denn der Wunsch mit anderen in Kontakt zu bleiben lässt sich manchmal schnell erfüllen. Zum Beispiel durch die Nutzung von E-Mails oder WhatsApp.

intensiv

gründlich und auf etwas konzentriert; z. B. intensiv arbeiten, üben, trainieren

fortschreitend

sich langsam steigernd

chronisch

dauernd, ständig

der Angehörige, -n die Angehörige, -n

eine Person aus dem engsten Kreis der Familie

die Einsamkeit

ein Gefühl, das man hat, wenn man sich alleine fühlt; z. B. Max ist einsam, denn er hat keine Freunde.

das Risiko, -en

ein Vorhaben mit möglichem negativen Ausgang; z. B. Anna hat nicht gelernt. Deswegen ist das Risiko einer schlechten Note höher.

die Ursache,-n

etwas, was eine Erscheinung oder einen Zustand bewirkt; z. B. die Ursache für Fridas Bauchschmerzen sind unklar. Vielleicht hat sie zu viel gegessen.

die Entwicklung,-en

der Ausbau, die Entfaltung, die Ausbreitung; z. B. wenn sich etwas verändert

fortsetzen

etwas geht in dieser Art weiter; z. B. es wird eine Fortsetzung dieser Serie gemacht.

der Regierungsposten, Regierungsposten

die Regierung leitet, lenkt und beaufsichtig die Politik. Es gibt viele Mitarbeiter*innen in einer Regierung. Sie alle haben einen anderen Posten.

die Alterseinsamkeit

eine besondere Form der Einsamkeit/des Alleinseins im Alter

etwas meistern

etwas, das Schwierigkeiten macht, bewältigen; schaffen; z. B. jemand meistert die schwierige Aufgabe

die Einrichtung, -en

1. die Ausstattung; z. B. die Wohnung hat eine schöne Einrichtung 2. die soziale Einrichtung; z. B. Altenheime, Kindergärten, Schulen usw.

selbstbestimmt

eigenständig, nach eigenem Willen, eigenverantwortlich

die Unterstützung,-en

das Helfen, das Fördern

die Betreuung,-en

die Pflege, die Sorge; z. B. die Mutter betreut die Kinder

die Unterhaltung,-en

1. das Gespräch, der Dialog, der Gedankenaustausch; z. B. die zwei Frauen führen eine Unterhaltung 2. die Belustigung, das Vergnügen, die Freude; z. B. es gibt Angebote zur Unterhaltung; es gibt Angebote zur Belustigung

die Generation,-en

eine gemeinsame Altersgruppe

die Lebenslage,-n

der Lebensumstand, die Lebensumstände; eine bestimmte Situation im Leben

die digitale Welt,-en

alles, was im Zusammenhang mit digitalen Sachverhalten steht, z. B. das Internet oder der Computer

die mobile Technologie, mobilen Technologien

z. B. Smartphones oder Tablets

kompliziert

mühsam, problematisch, schwer, schwierig

ignorieren

nicht beachten, nicht zur Kenntnis nehmen

Egal ob durch Seniorentreffs, Mehrgenerationenhäuser oder Computerkurse: Die Einsamkeit der Seniorinnen und Senioren darf man nicht ignorieren. Es braucht auch weiterhin solche Projekte, damit Personen wie Herr W. weniger einsam sind.

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-5-

GRAFIK FLATICON

Herr W., 78 Jahre alt, ist einsam. Er hat seit zwei Wochen mit keinem Menschen mehr gesprochen. Wir alle erleben dieses Gefühl manchmal. Wenn dieses Gefühl allerdings zu lange andauert, kann es sogar krank machen. Vor allem alte Menschen sind davon betroffen und brauchen Unterstützung. Oft können sie es nur so schaffen, aus ihrer Einsamkeit herauszufinden. Besonders bei Frauen über 80 steigt das Risiko. Das kann verschiedene Ursachen haben: Schicksalsschläge, Erkrankungen, Armut im Alter. Oft werden Frauen älter als Männer. In Deutschland fühlen sich insgesamt rund 15 Millionen Menschen im Alter zwischen 40 und 85 einsam. Das geht aus dem Deutschen Alterssurvey (DEAS) im Februar 2014 hervor. Es wird vermutet, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzt. Einsamkeit zu verhindern, muss also eine gesellschaftliche Aufgabe werden. Alle Altersgruppen müssen unterstützt werden.

der höchste Berg in Afrika

der Sprinter, Sprinter die Sprinterin,-nen

die Krankenversicherung,-en die Krankenversicherung übernimmt Kosten für Arztbesuche, Medikamente usw.

Eine Gesellschaft des langen Lebens muss sich auch intensiver mit Problemen des Alters auseinandersetzen. Mit fortschreitendem Alter nimmt auch die Anzahl der chronisch Kranken zu. Man steht wahrscheinlich selbst einmal vor so einem Problem. Oft verlieren Menschen im Alter eine Angehörige oder einen Angehörigen, zum Beispiel wegen einer Krankheit. Oder Menschen verlieren ihre sozialen Kontakte, nachdem sie aufhört haben zu arbeiten.

Einsamkeit im Alter

der Kilimandscharo


ARBEIT

Bäcker*in Da geht der Teig! TEXT + FOTOS MARTIN RUBIN

D

ie Deutschen und das Brot: Das ist eine besondere Geschichte. Man sagt, es gibt kein anderes Land auf der Welt, in dem es so viele unterschiedliche Sorten Brot gibt. Das Deutsche Brotinstitut hat eine Liste, in der über 3.000 unterschiedliche Brotsorten stehen, die in Deutschland verkauft werden. Natürlich hat nicht jede Bäckerei in Deutschland 3.000 unterschiedliche Brote. Aber wer schon mal in einem anderen Land in einer Bäckerei war, der weiß: Meistens gibt es dort nicht so eine große Vielfalt an Broten.

Schon vor vielen 1.000 Jahren haben Menschen Brot gebacken 3.000 unterschiedliche Brotsorten – wer stellt die alle her? Das machen Bäcker*innen. Bäcker*in ist ein Handwerksberuf, den es schon sehr lange gibt. Die ältesten Reste von Brot, die Forscher gefunden haben, stammen aus Jordanien und sind über 14.000 Jahre alt. Vermutlich backen Menschen Brot aber schon viel länger. Die ältesten Hinweise darauf, dass Menschen Getreide verarbeiten, sind 40.000 Jahre alt. Jedoch haben die Menschen ihr Brot damals etwas anders hergestellt als heute. Axel Weiss ist stellvertretender Betriebsleiter und Ausbilder bei der Bäckerei Trölsch in Korntal-Münchingen bei Stuttgart. Er führt mich durch seine Backstube. Von einer „Stube“ zu sprechen, passt in diesem Fall aber nicht. Es ist eine riesige Halle, in der große Maschinen stehen und sehr viele Menschen arbeiten. Auf den ersten Blick sieht es hier aus wie in einer Fabrik. Aber: Wie das duftet! Es riecht nach warmem, frisch gebackenem Brot. Die ganze Luft ist voll von diesem herrlichen Geruch. Brote und Brötchen liegen in Körben und auf Blechen. Von Hand werden aus Teigrollen Brezeln geformt oder leckere Teigtaschen gebacken. Ware wird für den Versand zusammengestellt, Teig wird in großen Wannen geknetet und Brote rollen über Förderbänder durch den Raum. „Wir haben viele Filialen, die wir mehrmals am Tag mit frischer Ware beliefern“, erklärt Herr Weiss. „Deswegen muss alles gut organisiert sein. Von der Herstellung des Teigs, dem Backen der Brote und Brötchen bis zum Versand der Ware. Niemand möchte ein Brötchen kaufen, das nicht mehr frisch ist.“ Bei der Bäckerei Trölsch arbeiten fast 800 Menschen. Aber nicht alle sind Bäcker*innen. Die meisten Menschen arbeiten in den Filialen im Verkauf. Einige arbeiten in der Verwaltung oder als Fahrer*innen. Dann gibt es noch Konditor*innen, die Torten, Kuchen und süßes Gebäck herstellen. Konditor*in ist ein anderer Ausbildungsberuf. Herr Weiss zeigt mir auch diesen Bereich. Im Gegensatz zur Backstube, wo es sehr warm ist, ist es bei den Konditoren kühl. „Hier muss es kalt sein“, erklärt Herr Weiss, „da wir unter anderem mit Milch, Eiern und Sahne arbeiten. Wenn es zu warm ist, wird die Ware schlecht und kann nicht mehr verkauft werden.“

An einem normalen Arbeitstag arbeiten ungefähr 50 bis 60 Menschen in der Backstube. Ab September wird Hussein einer von ihnen sein. Er beginnt eine Ausbildung als Bäcker bei Herrn Weiss. Hussein kommt aus Eritrea und hat bereits im Sudan als Bäcker gearbeitet. Er erzählt: „Mir hat schon früher die Arbeit als Bäcker gut gefallen. Hier in Deutschland habe ich erst mal die Sprache gelernt und hatte einige andere Jobs. Ich wollte aber eine Ausbildung machen. Da ich Erfahrung als Bäcker hatte, habe ich mich bei Bäckereien beworben. Die Bäckerei Trölsch hat mich zu einem Vorstellungsgespräch und danach zu einem Praktikum eingeladen. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich dann das Angebot bekam, hier eine Ausbildung zu machen.“ „Insgesamt haben wir 20 Azubis“, berichtet Frau Dörrer. Pia Dörrer arbeitet bei der Bäckerei Trölsch im Personalwesen. Sie kümmert sich um die Mitarbeiter*innen. Sie erzählt: „Wir haben noch andere Azubis mit Fluchthintergrund, so wie Hussein. Für uns macht es keinen Unterschied, aus welchem Land ein Azubi kommt. Wichtig ist, dass gute Sprachkenntnisse vorhanden sind und die Motivation da ist, den Beruf zu erlernen. Das Wichtigste dabei ist wirklich die deutsche Sprache. Wenn jemand nicht gut Deutsch spricht, dann wird es sehr schwierig, durch die Ausbildung zu kommen.“ Bei Hussein ist beides der Fall. Herr Weiss sagt: „Hussein war bei uns im Praktikum, er spricht gut Deutsch und ich habe gemerkt, dass er diesen Beruf machen will. Es ist wichtig, dass einem der Beruf Spaß macht. Als Bäcker muss man früh aufstehen. Einige fangen bereits nachts um 23:30 Uhr mit der Arbeit an und arbeiten bis zum Morgen. Das kann man nur, wenn man Freude an dieser Arbeit hat.“

Nach der Ausbildung zur Bäckerin oder zum Bäcker hat man viele Möglichkeiten Was macht Herrn Weiss Freude an der Arbeit als Bäcker? „Ich mag es, mit Lebensmitteln zu arbeiten“, antwortet er. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, was wir alles an einem Tag produzieren und wenn die Menschen sagen, dass es ihnen schmeckt. Wir arbeiten mit Naturprodukten. Daher ist die Zusammensetzung unserer Teige immer ein bisschen anders. Wir müssen immer schauen, dass die Qualität gleich bleibt und ein Brot immer so schmeckt, wie es schmecken soll. Das macht es spannend. In diesem Beruf wird es nie langweilig.“ Als Bäcker*in hat man auch viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige davon zählt Herr Weiss auf: „Nach der Ausbildung kann man zur Meisterschule gehen. Wenn man Meister*in ist, kann man sich zum* zur Betriebswirt*in fortbilden. Weiter kann man viele andere Berufe machen, die mit Lebensmitteln zu tun haben oder auch stärker in die kaufmännische Richtung gehen. Eines ist sicher: Auch nach der Ausbildung als Bäcker*in kann man noch viel lernen.“

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ARBEIT

STECKBRIEF

Bäcker*in Mangelberuf in Deutschland: Nein  Ausbildungsdauer: 3 Jahre  Voraussetzungen: Haupt- oder Realschulabschluss  Schwerpunkte: Herstellen von Brot und Brötchen, aller Arten von Gebäck, Torten, Süßspeisen oder kleinen Gerichten. Mischen von Teig, Überwachen des Backvorgangs, Umgang mit Maschinen  Das solltest du mitbringen: Freude am Umgang mit Nahrungsmitteln, Bewusstsein für Hygiene (Einhalten von Vorschriften im Lebensmittelbereich), körperliche Belastbarkeit, Sinn für Ästhetik

ArrivalNews Interview Hussein kommt aus Eritrea und wird im September eine Ausbildung als Bäcker bei der Bäckerei Trölsch in Korntal-Münchingen beginnen. ArrivalNews hat mit ihm gesprochen. ARRIVALNEWS: Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden? Hussein: Ich habe bereits 5 Jahre im Sudan als Bäcker gearbeitet. Ich liebe diesen Beruf. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, hier in Deutschland eine Ausbildung als Bäcker zu machen. War es schwierig, einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Ja und nein. Ich kannte den Bewerbungsprozess in Deutschland nicht und fand es schwierig, Bewerbungen zu schreiben. Es war nicht einfach, ein Anschreiben und einen Lebenslauf auf Deutsch zu schreiben und eine Bewerbungsmappe zu erstellen. Zum Glück hatte ich Menschen, die mir dabei geholfen haben. Nachdem ich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde, war es nicht mehr schwierig. Ich hatte Erfahrung als Bäcker und konnte im Praktikum zeigen, was ich alles kann. Danach habe ich eine Ausbildung angeboten bekommen. Als Bäcker muss man früh aufstehen. Ist das nicht anstrengend? Das gehört einfach zum Beruf dazu. Im Sudan habe ich abends um 19:00 Uhr in der Bäckerei angefangen und die ganze Nacht gearbeitet. Hier in Deutschland muss ich als Bäcker normalerweise erst am frühen Morgen anfangen. Ich finde es schön, dass ich davor noch ein bisschen schlafen kann. Das frühe Aufstehen macht mir nichts aus. Nur muss ich zu einer Uhrzeit in der Backstube sein, zu der

noch keine Busse und Bahnen fahren. Deswegen bin ich umgezogen, um näher an der Bäckerei zu wohnen, damit ich morgens pünktlich bin. Eine andere Wohnung zu finden, war nicht einfach, aber ich hatte Glück. Mit dem Fahrrad brauche ich jetzt nur 20 Minuten bis zur Arbeit. Hygiene und Sauberkeit ist in diesem Beruf sehr wichtig. Wie gehst du damit um? Auch das gehört zum Beruf dazu. Hier gibt es klare Vorschriften, die man einhalten muss. Das alles lernt man in einer Belehrung beim Gesundheitsamt, die ich bereits absolviert habe. Ich habe auch schon in Restaurants gearbeitet, da war das ähnlich. Es gibt genaue Regeln, wenn man die befolgt, ist alles gut. Was würdest du anderen Geflüchteten raten, die sich auf diesen Beruf bewerben wollen? Auf was sollten sie achten? Man muss herausfinden, ob einem der Beruf gefällt. Deshalb sollte man vorher ein Praktikum machen. Jeder muss für sich eine Antwort auf die Frage finden: „Warum möchtest du diesen Beruf machen?“ Man muss für sich ein Ziel festlegen und dieses Ziel verfolgen. Und: es sollte einem nichts ausmachen, früh aufzustehen. Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung? Ich möchte nach der Ausbildung eine Zeit lang arbeiten und Erfahrungen sammeln. Danach gehe ich vielleicht zur Meister-Schule und kann eines Tages meine eigene Bäckerei eröffnen.

das Gebäck

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alles, was gebacken wird

die Süßspeise, -n

Nachtisch, der süß schmeckt, zum Beispiel Pudding

die kleinen Gerichte

eine kleine Mahlzeit, wie zum Beispiel ein belegtes Brötchen oder ein Salat

der Teig, -e

um Brot oder Brötchen backen zu können, muss man erst einen Teig machen

die körperliche, -n Belastbarkeit, -en

wenn jemand mit körperlich anstrengender Arbeit gut zurechtkommt

die Ästhetik, -en

etwas, das schön aussieht

der Teig geht

manchmal kann man aus einem fertigen Teig nicht sofort ein Brot backen, weil der Teig eine Weile ruhen muss, um größer zu werden/aufzugehen. Man sagt dazu: „Der Teig geht.“

Da geht der Teig!

Umgangssprachliche Bezeichnung für: Da passiert etwas, da ist was los, da arbeiten Menschen erfolgreich zusammen.

die Vielfalt

wenn es etwas in sehr vielen Varianten gibt

das Getreide, Getreide

Pflanzen, die auf Feldern wachsen. Die Körner werden für Lebensmittel verarbeitet. Zum Beispiel für Brot oder auch für Bier.

die Backstube, -n

der Raum, wo Brot und Brötchen gebacken werden

die Stube, -n

altes Wort für Zimmer oder Wohnraum

auf den ersten Blick

wenn man nicht genau hinsieht und noch nicht die Details erkannt hat

die Wanne, -n

eine sehr große Schüssel, ein sehr großer Behälter, ein sehr großes Gefäß

kneten

etwas mit den Händen kräftig drücken

das Förderband, die Förderbänder

so etwas wie eine kleine Straße, auf der Gegenstände transportiert werden

das Naturprodukt, die Naturprodukte

etwas, das aus der Natur kommt und nicht von Menschen hergestellt wird

die Zusammensetzung, -en

die Kombination aus verschiedenen Einzelteilen, die eine Sache ergeben, zum Beispiel aus Mehl, Wasser und Salz ergibt sich ein Brot

der Betriebswirt, -e die Betriebswirtin, -nen

ein Beruf, bei dem man einen Betrieb/eine Firma aufbaut, organisiert und leitet.

das Gesundheitsamt, Gesundheitsämter

eine Stelle in der Stadtverwaltung, die sich unter anderem darum kümmert, dass in Restaurants und Lebensmittelbetrieben alles entsprechend der gesetzlichen Vorschriften abläuft

ICONS FLATICON


WIR ZUSAMMEN

Fahrradfahren in der Stadt TEXT MARGAUX METZE

I

 

mmer mehr Menschen in Deutschland nutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit. Oder um Sport zu treiben. Oder für Radtouren mit Freunden und der Familie. Denn Radfahren hat viele Vorteile: Es ist umweltfreundlich, gut für die Gesundheit und spart bei kurzen Strecken oft Zeit.

Deutschland ist ein Fahrradland. Die Menschen in Deutschland besitzen über 70 Millionen Fahrräder. Also hat fast jeder der 82 Millionen Einwohner ein Fahrrad. Sehr beliebt sind Trekkingräder und City Bikes. Es werden aber auch immer mehr E-Bikes benutzt. Das Fahrrad ist nicht nur ein praktisches Fortbewegungsmittel. Fahrradfahren ist auch ein Hobby und ein Sport. Viele Menschen fahren begeistert Rennrad und nehmen ihre Räder mit in den Urlaub. In Deutschland kann man lange Fahrradtouren unternehmen. Ein sehr beliebter Fernradweg führt 1.260 Kilometer an der Elbe entlang und durch 6 Bundesländer. Dieser Weg heißt „Elbe-Radweg“. Die Stadt Münster in Westfalen ist so etwas wie eine Fahrrad-Hauptstadt. In Münster gibt es circa 500.000 Räder, das sind doppelt so viele Räder wie Einwohner*innen. Es gibt nur wenige Städte, die so ein gutes Radwegenetz haben. Karlsruhe ist auch so eine Stadt. Viele andere Städte wollen Fahrradwege weiter ausbauen.

Das Fahrrad als umweltfreundliche Alternative zum Auto

Wer kein eigenes Rad hat, kann sich ein Rad ausleihen. In fast jeder Großstadt gibt es mehrere Bike-Sharing-Anbieter, zum Beispiel „Call a Bike“. Die positive Wirkung: Mehr Menschen nehmen das Fahrrad anstatt des Autos. So wird die Luft weniger verschmutzt. Das Fahrrad ist in der Stadt viel praktischer als das Auto. Denn man muss damit nicht lange nach einem Parkplatz suchen. In München gab es Ende Juni eine Fahrrad-Demonstration. Die Menschen fuhren auf ihren Rädern durch die Stadt, um sich für eine Fahrrad freundlichere Stadt einzusetzen. Sie wollten damit auch dazu aufrufen, weniger Auto zu fahren und mehr mit dem Fahrrad. Einen Monat später hatten 160.000 Menschen die Bürgerbegehren für den Altstadt-Radlring und den Radentscheid in München unterschrieben. Der Stadtrat hat am 24. Juli 2019 die Forderungen der beiden Bürgerbegehren beschlossen. Der Radentscheid fordert sichere und breitere Radwege in der Stadt. Es soll ein besseres Radverkehrsnetz geben und auch mehr Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern.

Bike-Sharing in München

Fahrradfahren kann jede*r lernen

Für das Bike-Sharing müsst ihr fast

Nicht alle Menschen können Rad fahren. Aber man ist nie zu alt, um es zu lernen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet Radfahrkurse und Touren an. Eine Übersicht über Fahrradschulen gibt es auf der Internetseite vom ADFC: www.adfc-radfahrschule.de/ radfahrschulen-vor-ort.html

immer eine App auf eurem Smartphone installieren. Die App bekommt ihr im Play Store oder App Store.

der Vorteil, -e

etwas, das für jemanden gut/positiv ist

das Trekkingrad, Trekkingräder

ein Fahrrad, mit dem man lange Strecken mit viel Gepäck fahren kann

das City Bike, -s

ein Fahrrad, mit dem man gut in der Stadt fahren kann

das E-Bike, -s

ein Fahrrad mit einem elektrischen Motor, der beim Fahren hilft. Es heißt auch Elektrofahrrad.

das Fortbewegungsmittel, Fortbewegungsmittel

ein Gerät, mit dem man von einem Ort zum anderen kommt; zum Beispiel: Auto, Bus, Bahn, Fahrrad

das Rennrad, Rennräder

ein Fahrrad, mit dem man sehr schnell fahren kann. Es hat sehr dünne Reifen.

der Fernradweg, -e

sehr lange Fahrradwege, die mit Schildern gekennzeichnet sind

die Elbe

ein Fluss, der in Tschechien und Deutschland fließt

das Radwegenetz, -e

alle Radwege, die es in einer Stadt oder in einer Region gibt

das Bürgerbegehren, Bürgerbegehren

ein politisches Instrument in einer Stadt oder Gemeinde; damit können Angelegenheiten von den Bürgerinnen und Bürgern selbst beschlossen werden

der Altstadt-Radlring

ein Kreis aus Fahrradwegen, der um die Altstadt, also das Zentrum einer Stadt geht

der Radentscheid, -e

eine amtliche, offizielle Entscheidung über ein Fahrrad-Thema

das Radverkehrsnetz, -e

verbundene Straßen in einer Stadt für Fahrräder; so wie das Radwegenetz

der Verkehrspolizist, -en Polizistinnen und Polizisten, die sich die Verkehrspolizistin, -nen um den Verkehr kümmern, Strafzettel verteilen und für Ordnung auf der Straße sorgen das Handzeichen, Handzeichen

Zeichen mit den Händen, um die Fahrtrichtung anzuzeigen

der tote Winkel

ein Bereich im Seitenspiegel eines Autos, in dem eine Person andere Personen im Straßenverkehr nicht sehen kann

die Geschwindigkeit, -en

Schnelligkeit, Tempo

der Fahrradhelm, -e

ein Kopfschutz für Fahrradfahrer*innen

die Lebensqualität, -en

Dinge im Leben, die das Leben gut oder nicht gut machen, zum Beispiel Gesundheit, Arbeitsbedingungen, Freizeitangebote

_ Call a bike www.callabike-interaktiv.de/de

_

_

Radfahrschule in München:

Nextbike

Radfahrschule München Platenstr. 4 80336 München Telefon: 089-773429 Fax: 089-778537 E-Mail: radfahrschule@adfc-muenchen.de Internet: www.adfc-muenchen.de/ veranstaltungen/kurse/radfahrschule

www.nextbike.de/de _ MVG Rad www.mvg.de/services/ mobile-services/mvg-rad.html

In der Radfahrschule für Erwachsene lernen die Teilnehmer*innen das Fahrradfahren von Grund auf. Seit 17 Jahren haben mehrere 100 Anfänger*innen an den Schulungen teilgenommen und das Fahrradfahren gelernt.

Jedes Jahr machen tausende Grundschüler*innen den Fahrradführerschein. Unterstützt werden sie von Verkehrspolizistinnen und Verkehrspolizisten. Dabei lernen die Kinder, wie man sich mit dem Fahrrad auf der Straße richtig verhält und was sie beachten müssen: Handzeichen, Fahren auf Gehwegen oder der tote Winkel. Der Fahrradführerschein ist keine Pflicht. Jeder darf Fahrradfahren, auch ohne diese Prüfung. Aber es bereitet die Kinder auf den Straßenverkehr vor. Denn jedes Jahr gibt es viele Fahrradunfälle. Im Jahr 2018 sind 445 Menschen gestorben, weil sie mit dem Fahrrad einen Unfall hatten. Die Geschwindigkeit beim Fahrradfahren liegt zwischen 10 bis 25 km pro Stunde. Fahrradfahren kann also auch gefährlich sein. Deswegen tragen viele Menschen einen Fahrradhelm. Man muss keinen Helm tragen, aber er ist sehr nützlich. Vor allem bei einem Unfall schützt er den Kopf. Fahrräder sind gut für den Klimaschutz. Außerdem sorgen sie für eine bessere Lebensqualität in den Städten. Fahrradfahren verbessert auch die Gesundheit, weil man sich viel bewegt. Vor allem macht Fahrradfahren sehr viel Spaß - also steigt aufs Rad und fahrt los!

Scanne den QR-Code und höre dir viele Texte aus der ArrivalNews auf deinem Handy an. Jeden Monat kommen unter www.soundcloud.com/ arrivalnews neue Texte hinzu. -8-

ICONS FLATICON FOTOS PIXABAY (OBEN), MARION BLOMEYER (UNTEN)

Fahrradführerschein in der Grundschule


Kinderseite

Die 6 Schwäne Ein deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm NACHERZÄHLUNG JUDITH KAISER

Es war einmal

I L LU S T R AT ION A N N E T T E G R A N A D O S H UG H E S  

ein König. Der König ging gerne in den Wald. Eines Tages verirrte er sich. Er suchte und suchte, aber er fand den Weg zu seinem Schloss nicht mehr. Da traf er eine alte Frau. Sie war eine Hexe. Aber das wusste der König nicht. Er fragte die Hexe: „Liebe Frau, ich habe mich verirrt. Kannst du mir den Weg aus dem Wald zeigen?“ „Na klar“, antwortete die Hexe, „ich kenne den Weg. Aber es gibt eine Bedingung.“ „Was für eine Bedingung denn?“, fragte der König. „Du musst meine Tochter heiraten! Dann zeige ich dir den Weg aus dem Wald.“ Der König musste die Bedingung akzeptieren. Die Hexe brachte ihn zu ihrer Tochter. Die Tochter war schön. Aber der König mochte sie nicht. Er musste sie trotzdem heiraten. Die Hexe zeigte den beiden den Weg aus dem Wald und kurze Zeit später heiratete der König die Tochter der Hexe. Es war schon seine zweite Hochzeit. Davor war er mit einer anderen Frau verheiratet. Mit ihr hatte er 7 Kinder. 6 Jungen und 1 Mädchen. Der König hatte Angst, dass seine neue Frau seine Kinder schlecht behandeln würde. Deshalb nahm er seine Kinder und versteckte sie in einem Schloss im Wald.

Der König besuchte seine Kinder sehr oft. Er hatte eine Schnur. Es war eine Zauberschnur. Er musste sie nur auf den Boden legen. Dann rollte sie sich von selbst aus und zeigte ihm den Weg zum Waldschloss. Dort warteten seine 7 Kinder schon auf ihn. Die neue Königin merkte aber, dass der König oft weg war. Sie bestach die Diener. Und die Diener erzählten ihr von dem Waldschloss. Die neue Königin hatte kein gutes Herz. Sie war eifersüchtig auf die Kinder des Königs. Also nähte sie kleine weiße Hemden aus Seide. Und sie machte einen Zauber in die Hemden. Den Zauber hatte sie von ihrer Mutter, der Hexe, gelernt. Dann wartete sie, bis der König schlief. Sie nahm die Zauberschnur und die Hemden und ging zum Waldschloss. Als die Kinder sahen, dass jemand kam, rannten sie aus dem Schloss. Die böse Königin aber nahm die Hemden und warf sie über die Jungen. Und die Jungen verwandelten sich in große weiße Schwäne und flogen davon. Das Mädchen war als einzige nicht aus dem Schloss gelaufen. Sie war nun allein und weinte. Die böse Königin freute sich. Sie glaubte, dass sie die Kinder des Königs nun los wäre. Am nächsten Tag ging der König wieder einmal zum Waldschloss. Aber seine Kinder waren weg! Er fand in einem Zimmer nur seine weinende Tochter. „Was ist passiert?“, fragte der König besorgt, „wo sind deine Brüder?“ „Sie sind weg“, schluchzte das Mädchen, „und sie haben mich hier allein gelassen.“ Dann erzählte sie ihm davon, wie ihre Brüder zu Schwänen geworden waren.

Schwanensuche Finde die Schwäne, indem du andere bunt ausmalst!

„Komm mit ins Schloss“, sagte der König zu seiner Tochter, „dort bist du sicher!“ Aber die alles Tochter hatte Angst vor der Königin. Sie sagte zu ihrem Vater: „Bitte, lass mich noch 1 Nacht hier im Waldschloss schlafen. Morgen komme ich mit dir mit.“ Der König nickte und ging nach Hause.

Am Abend schlich sich das Mädchen aus dem Schloss und lief davon. Es lief die ganze Nacht. Früh am nächsten Morgen sah es eine kleine Hütte. Es ging hinein. Dort waren weiche Betten. Das Mädchen wollte sich in ein Bett legen. Doch da hörte es ein Rauschen. Es sah 6 weiße Schwäne hereinfliegen. Als sie gelandet waren, fielen die Federn von ihnen ab. Und ihre Haut zogen sie aus wie ein Hemd. Es waren die 6 Brüder des Mädchens! Sie freuten sich alle sehr. Aber schon bald sagten die Brüder zu ihrer Schwester: „Du kannst hier nicht bleiben! Hier wohnen Räuber. Es ist gefährlich hier. Du musst weg!“ „Könnt ihr mich nicht beschützen?“, fragte das Mädchen. „Nein. Wir dürfen nur eine Viertelstunde Mensch sein jeden Tag. Danach verwandeln wir uns wieder in Schwäne.“ „Aber wie kann ich euch helfen?“, fragte das Mädchen verzweifelt. „Du kannst uns nicht helfen“, sagten die Brüder, „es ist zu schwer. Um den Zauber zu brechen, darfst du 6 Jahre lang nicht sprechen. Und nicht lachen. Und du musst 6 Hemden aus Sternblumen nähen. Wenn du auch nur 1 Wort sprichst, ist alles verloren.“ Als sie das gesagt hatten, verwandelten sich die Brüder wieder in Schwäne. Und sie flogen davon. Das Mädchen beschloss, ihnen zu helfen. Es ging in den Wald und sammelte Sternenblumen und fing an zu nähen. Dabei sagte es kein Wort. Nach langer Zeit kam ein Prinz vorbei. Er fragte das Mädchen: „Wer bist du?“ Aber das Mädchen schüttelte nur den Kopf. „Woher kommst du?“, probierte es der Prinz noch einmal. Aber wieder schüttelte das Mädchen den Kopf. Der Prinz mochte das stumme Mädchen. Er nahm es mit auf sein Schloss und heiratete es. Nun war das Mädchen eine Königin. Und der Prinz ein König. Er war sehr -9-

glücklich. Seine Mutter aber war nicht glücklich. Sie traute der Königin nicht. „Wer weiß, woher sie kommt“, sagte sie immer wieder. Aber der König hörte nicht auf sie. Nach 1 Jahr gebar die Königin einen Sohn. Die böse Mutter nahm ihr das Kind weg. Der König fragte die Königin: „Wo ist unser Sohn?“ Aber die Königin durfte nicht antworten. Sie war sehr traurig. Die böse Mutter sagte zu ihrem Sohn: „Bestimmt hat die Königin ihr Kind weggegeben. Sie liebt dich nicht.“ Aber der König hörte nicht auf sie. Nach 2 Jahren gebar die Königin ein Mädchen. Wieder nahm die böse Mutter ihr das Kind weg. Der König fragte die Königin wieder: „Wo ist unsere Tochter?“ Aber die Königin durfte nicht antworten. Die böse Mutter sagte zu ihrem Sohn: „Bestimmt hat die Königin auch ihr zweites Kind weggegeben. Sie liebt dich nicht.“ Aber der König hörte nicht auf sie. Er sagte: „Sie hat so eine gute Seele. Niemals könnte sie unsere Kinder weggeben!“ Nach einigen Jahren gebar die Königin ihr drittes Kind. Und wieder nahm die böse Mutter das Kind weg. „Sie liebt dich nicht!“, schrie die böse Mutter. Und diesmal glaubte der König ihr. Er war so enttäuscht von der Königin, dass er sie aus dem Schloss verjagte. Die Königin sagte immer noch nichts. Sie nähte weiter stumm an ihren 6 Hemden. Als die Soldaten des Königs die Königin nahmen und wegbringen wollten, kamen 6 weiße, große Schwäne herangeflogen. Die Königin warf die Hemden über sie. Und die Schwäne verwandelten sich in ihre Brüder zurück. Nur bei einem Hemd fehlte ein Ärmel. Und deswegen fehlte ihrem jüngsten Bruder ein Arm. Er hatte dafür einen Schwanenflügel auf dem Rücken. Die Königin weinte vor Freude und sagte zum König: „Mein lieber Mann. Ich durfte 6 Jahre weder sprechen noch lachen. Ich habe meine Brüder von einem schrecklichen Zauber befreit. Deine Mutter hat gelogen. Ich habe unsere Kinder nicht weggebracht. Sie hat sie mir weggenommen. Aber ich durfte die ganze Zeit nicht reden.“ Der König war entsetzt. Er rief nach seiner Mutter. Sie musste zeigen, wo sie die Kinder versteckt hatte. Und dann wurde sie zur Strafe aus dem Schloss verjagt und durfte nie wieder zurückkommen. Der König und die Königin aber lebten von diesem Tag an glücklich und zufrieden mit ihren Kindern und den 6 Brüdern. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

QUELLE ORIGINALTEXT https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_sechs_schwane

die Hexe, -n

eine Figur aus Märchen; oft eine hässliche, alte Frau mit einer langen krummen Nase, die zaubern kann und böse ist

die Bedingung, -en

Kondition, Grundlage, Voraussetzung

die Schnur, Schnüre

dünnes Seil, dicker Faden

der Zauber, Zauber

Magie, Hexerei, Hokuspokus

jemanden bestechen

jemandem heimlich Geld geben, damit er/sie etwas tut

nähen

mit Nadel und Faden Kleidung machen

das Hemd, -en

Kleidung, die man am Oberkörper trägt, mit Knöpfen und einem Kragen

die Seide, -n

feiner, dünner, teurer Stoff

sich verwandeln

sein Aussehen verändern, hier: die Brüder werden zu Schwänen

der Schwan, Schwäne

ein großer weißer Vogel mit einem langen Hals, einem roten Schnabel und schwarzen Augen

jemanden los sein

von jemandem befreit sein; wenn eine lästige Person weg ist, ist man sie los und freut sich

schluchzen

weinen, jammern

das Rauschen

Klang/Geräusch von Flügeln von Vögeln

die Flügel, Flügel

Arme von Vögeln, mit denen sie fliegen können

die Feder, -n

Material, mit dem der Körper von Vögeln bedeckt ist

der Räuber, Räuber

Verbrecher, Dieb, Einbrecher, Gangster

verzweifelt

niedergeschlagen, frustriert, panisch

einen Zauber brechen

den Zauber einer Hexe unwirksam/kaputt/neutral machen

die Sternblume, -n

Blume mit Blättern, die aussehen wie Sterne

stumm

wenn man nicht sprechen kann

jemandem trauen

jemandem glauben, vertrauen

gebären

ein Kind zur Welt bringen, entbinden, ein Kind bekommen

der Ärmel, Ärmel

der Teil von einem Kleidungsstück, der die Arme bedeckt

der Schwanenflügel, Schwanenflügel

Körperteil, mit dem ein Schwan fliegt


KOMPASS

INFOS, TIPPS & TERMINE IN MÜNCHEN Biergärten

Sommerzeit ist in München Biergartenzeit. Ganz egal ob mal kurz in der Mittagspause, zum Entspannen nach der Arbeit oder gemütlich am Wochenende. Wenn die Sonne scheint, sind die Biergärten Münchens einer der beliebtesten Treffpunkte überhaupt. Dort kann man in netter Umgebung sitzen, sich mit Freunden unterhalten und essen und trinken. Die Getränke kauft man sich vor Ort. Das Essen kann man, wenn man möchte, auch selbst mitbringen. Zu den bekanntesten Biergärten Münchens gehören der Hirschgarten, der Biergarten am chinesischen Turm (im Englischen Garten) und der Biergarten am Wiener Platz. Eine Übersicht über die beliebtesten Biergärten, inklusive Adresse findet man unter www.biergärtenmünchen.de.

Nußbaumpark

Ein anderer zentraler Treffpunkt in München ist der Nußbaumpark. Zur Sommerzeit verwandelt sich der Park in eine Gemeinschaftsterrasse mit Biergarten, Liegestühlen, Food Truck und wechselndem Kultur- oder Musikprogramm. Achtung, bei schlechtem Wetter bleibt der Park geschlossen. Komm einfach mal mit deiner Familie und deinen Freunden vorbei! Es wird bestimmt viele schöne Sachen zu entdecken geben. Wann: Montag - Donnerstag und Sonntag 16:00 – 23:00 Uhr, Freitag und Samstag, 16:00-24:00 Uhr, bis 30.08 | Wo: Nußbaumpark (Haltestelle: Sendlinger Tor), Nußbaumstraße, 80336 München | Eintritt: kostenlos

Streetlife Festival / Corso Leopold

Autofrei und Spaß dabei. Zum zweiten Mal in diesem Jahr verwandeln sich die Leopoldstraße und Ludwigstraße in eine aufregende Erlebnismeile. Beim Streetlife Festival steht Musik, Kabarett

und spontane Verrücktheiten auf dem Programm. Der Corso Leopold bietet Kultur, Politik, Spiel und Spaß. Wann: 07.09.2019, 16:00 – 02:00 Uhr, 08.09.2019, 11:00 – 20:00 Uhr | Wo: Ludwigstraße/Leopoldstraße | Eintritt: kostenlos

Isarinselfest

Zeit an der Isar zu verbringen, kann so schön sein. Man kann schwimmen, ein Picknick machen oder in Ruhe das warme Wetter genießen. Das ist aber nicht alles. Man kann nämlich auch auf das Isarinselfest gehen und dort eine schöne Zeit verbringen. Das Isarinselfest bietet 3 Tage lang ein buntes und lebhaftes Fest rund um die Praterinsel. Spaßiges Programm, Bühnen mit Live-Musik und eine Budenmeile mit vielen Ständen dürfen hier natürlich nicht fehlen. Du kannst dort dein Glück versuchen und vielleicht gewinnst du auch etwas Tolles. Genauere Informationen und einen Geländeplan findest du unter www. isarinselfest.de Wann: 13.09.2019 ab 18:00 Uhr, 14.09.2019 ab 10:00 Uhr, 15.09.2019 ab 10:00 Uhr | Wo: Rund um die Praterinsel, Haltestelle (Tram 16): Maxmonument | Eintritt: kostenlos

Outdoorsportfestival

Sportbegeisterte aufgepasst! Beim Outdoorsportfestival kann mal so richtig Energie abgelassen werden. Einen ganzen Tag lang kann man über 50 verschiedene Sportaktivitäten ausprobieren. So ist für jeden Geschmack etwas geboten. Ganz egal ob es Stand-up-Paddeln am Olympiasee, Mountainbiken am Olympiaberg oder Paragliding sein soll. Also schaut vorbei und entdeckt euren Sport. Es empfiehlt sich Sportkleidung und festes Schuhwerk zu tragen. Jegliche Ausstattung, die man für bestimmte Sportarten braucht, bekommt man zur Verfügung gestellt.

Wann: 15.09.2019, 10:00 – 18:00 Uhr |Wo: Olympiapark (Haltestelle (U3): Olympiapark) | Eintritt: frei

Hip-Hop Island Open Air

Aufgepasst! Hier kommt etwas für alle Hip-Hop Fans unter euch! Am 18. August findet ein Open Air Hip-Hop-Festival am Olympiasee statt. Auf der Steginsel, wo normalerweise Sonnenliegen und eine Beach Bar sind, wird an diesem Tag Musik gespielt. Vielleicht findest du dort deinen neuen Lieblings Hip-Hop-Künstler. Oder du lernst Leute kennen, die genau die gleiche Musik und Musiker mögen wie du. Auf jeden Fall ist an diesem Tag viel Spaß, tolle Musik und gute Stimmung geboten. Falls das Wetter an dem Tag schlecht ist, wird das Hip-Hop Island Open Air verschoben. Wann: 18.08.2019, 14:00 – 23:59 Uhr | Wo: Olympiasee (Haltestelle: Olympiaberg oder Olympiazentrum) | Eintritt: 13,73 €

Lisar Bücherflohmarkt

Lisar – steht für: Lesen an der Isar. Und genau das erwartet dich am 14.09.2019. Jede*r die/der gerne neue Bücher oder alte Klassiker entdeckt, darf sich diesen Bücherflohmarkt nicht entgehen lassen! Das Schöne an der Isar ist, dass es viele Bänke und schattige Plätze gibt. Diese sind perfekt, um in Ruhe ein Buch lesen zu können. Da es ein Flohmarkt ist, kann man Bücher für relativ wenig Geld kaufen. Das tolle ist, dass es nicht nur Bücher zu kaufen geben wird. Du kannst dort Zeitschriften, Postkarten und auch Musiknoten kaufen. Man kann auch einfach den anderen zuhören, wie sie etwas aus ihren eigenen Büchern vorlesen. Wann: 14.09.2019, 9:30 – 17:00 (fall das Wetter an dem Tag schlecht wird, findet der Flohmarkt am 28.09.2019 statt) | Wo: Wiedenmayerstr. 1, 80538 München | Eintritt: kostenlos

Für Kinder: Sommerfest des Besucherparks des Münchner Flughafens

Dich faszinieren Flugzeuge und das ganze Drumherum? Dann komm doch mit deinen Eltern zum Sommerfest in den Besucherpark des Münchner Flughafens. Das Motto dieses Jahr ist „Bühne frei“. Es erwarten dich verschiedene Künstler und spannende Aktionen, bei denen du mitmachen kannst. Auch auf verschiedene Spielstationen und eine Wasserrutsche musst du nicht verzichten. Wenn du willst, kannst du auch den Flugzeugen beim Starten zusehen. Wann: 15.08.2019, 11:00 – 17:00 Uhr | Wo: Besucherpark, Nordallee 7, 85356 München (Haltestelle (S-Bahn-Linie S1 und S8): Besucherpark) | Eintritt: kostenlos

Sternwarte im Deutschen Museum

Hast du schon einmal nachts in den Sternenhimmel geschaut? Wirklich beeindruckend, wie viele Sterne und Sternbilder man erkennen kann. Wie wäre es dann wohl, mit einer riesigen Lupe in den Sternenhimmel zu sehen? Genau das kannst du jetzt herausfinden und zwar in der Sternwarte des Deutschen Museums. Spät abends, wenn du normalerweise schon schläfst, kannst du mit deinen Eltern ins Museum kommen. Nach einer kurzen, spannenden Führung kannst du durch die großen Teleskope schauen. Hier kannst du den Sternenhimmel wie durch eine Lupe erkunden. Vielleicht entdeckst du auch einen neuen Planeten! In der Sternwarte ist es oft sehr kühl, zieht euch deswegen etwas Warmes an! Bei schlechtem Wetter entfällt die Führung. 2 Stunden vor Beginn der Führung unter www.beobachtergruppe.de oder unter Tel. 089/2179211 kann nachgefragt werden, ob die Führung stattfindet.

Wann: jeden Dienstag und Freitag , 21:00 Uhr ( August – September) | Wo: Deutsches Museum (Haltestelle: Isartor), Treffpunkt: Hof des deutschen Museums/vor dem Aufgang zur Ostkuppel | Eintritt: kostenlos, die Beobachtergruppe freut sich über eine Spende

Sommerbäderpass

An heißen Sommertagen gibt es doch nichts Schöneres als ins kalte Wasser zu springen. Genau das hat sich die Stadt München auch überlegt. Dafür müsst ihr euch nur den Sommerbadpass holen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können damit jeden Tag einmal umsonst ins Freibad gehen. Also Badesachen holen und los geht‘s! Wichtig: 1. Du musst den Pass vor deinem ersten Besuch holen. 2. Du musst ihn immer mitnehmen, wenn du den Pass benutzen willst. Und so geht’s: • Den Pass kannst du zusammen mit deinen Eltern bei einer der Ausgabestellen beantragen • Zum Beantragen musst du deinen Ausweis/Pass und ein (Pass)Bild von dir mitnehmen • Den Pass füllst du dann vor Ort mit Name, Geburtsdatum und Adresse aus • Zuletzt überprüft ein Mitarbeiter deine Daten und stempelt den Pass ab Ausgabestellen: Entweder an der Freibadkasse: Bad Georgenschwaige, Dantebad, Michaelibad, Naturbad Maria Einsiedel, Schyrenbad, Ungererbad, Westbad, genauere Informationen zu Adresse und Anfahrt unter www.swm.de/privatkunden/m-baeder/ schwimmen/freibaeder.html oder im SWM Shop im Zwischengeschoss am Marienplatz und im Kundencenter in der SWM-Zentrale, Emmy-Noether-Str. 2 Geschafft! Und jetzt ab ins Freibad!

In unserer Reihe stellen wir klassische Bücher vor, die tief in den Köpfen vieler Menschen in Deutschland verankert sind – und die vielleicht mehr über dieses Land und dessen Bewohner*innen aussagen, als man denken würde.

Keine Angst - die wollen nur gelesen werden!… TITEL: 1x Pech und 11x Glück BUCHREZENSION

AUTOR: Alyssa Hollingsworth

EMMA FERRANDO

das Pech, -e

unglückliche Fügung, Missgeschick

das Instrument, -e

Gegenstand, mit dem man Musik machen kann

verdienen

hier: Lohn, Gehalt bekommen für seine Arbeit

tatsächlich

wirklich, in der Tat, echt

auftreiben

finden, organisieren, bekommen

die Hilfsorganisation,-en

Organisation, die Menschen in Notsituationen hilft

 

Der Inhalt: Sami ist ein afghanischer Flüchtlingsjunge. Als seine Eltern von den Taliban erschossen werden, flieht er mit seinem Großvater in die USA. Die einzige Erinnerung, die sie aus ihrem Heimatland haben, ist ein afghanisches Instrument, die Rubab. Samis Großvater spielt die Rubab auf den Straßen und damit verdienen sie ihr Geld. Als die Rubab gestohlen wird, beschließt Sami, sie wiederzufinden. Tatsächlich findet er sie in einem Musikladen, doch sie kostet 700 Dollar. Er hat die 4 Wochen des Ramadan Zeit, um das Geld aufzutreiben. In diesen 4 Wochen findet er neue Freunde. Können sie ihm helfen, das gestohlene Instrument zurückzubekommen? Der Autor: Alyssa Hollingsworth ist in Florida, USA geboren. Sie ist selbst nach Afghanistan gereist und hat dort bei einer Hilfsorganisation mit Geflüchteten gearbeitet. Die Geflüchteten haben ihr auch geholfen, das Buch mit vielen Details zu füllen. 1x Pech und 11x Glück ist der Debütroman von Alyssa Hollingsworth.

das Detail, -s

Einzelheit

der Debütroman, -e

erster Roman eines Schriftstellers/ einer Schriftstellerin

übersetzen

etwas in eine andere Sprache übertragen

Das Buch 1x Pech und 11x Glück von Alyssa Hollingsworth ist im Loewe Verlag erschienen: Gebundenes Buch, 352 Seiten, 14,95 Euro ISBN-13: 978-3743201606 Eine Leseprobe gibt es online: www.loewe-verlag.de/_files_ media/leseproben/9028.pdf

Das Buch: 1x Pech und 11x Glück ist im September 2018 erschienen. Es ist im Original auf Englisch geschrieben, aber von Ann Lecker ins Deutsche übersetzt worden. Im Original heißt das Buch „The Eleventh Trade“. Es ist für Kinder zwischen 10 und 14 Jahren.

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ICONS FLATICON


MARKTPLATZ

STELLENANGEBOTE IN MÜNCHEN UND UMGEBUNG Zeitungszusteller (m/w)

Verkäufer in einer Bäckerei (m/w/d)

Mindestalter 18 Jahre, faire und leistungsgerechte Bezahlung mit Nachtzuschlag, bezahlter Urlaub, morgens um 6.00 Uhr bereits Feierabend, tägliche Arbeitszeit ca. 2 Stunden, Zustellbezirk in Ihrer Nähe HEIMATZEITUNGEN Kontakt: vertrieb@merkur.de merkur.de tz.de oder 089/5306-134

Anforderung: Berufserfahrung oder abgeschlossene Ausbildung im Lebensmittelhandwerk/Gastronomie von Vorteil (aber nicht zwingend erforderlich), gepflegtes Erscheinungsbild, gute B1-Deutschkenntnisse oder besser Aufgaben: Verkauf von Backwaren, Kundenkontakt, Bedienung der Kasse Orte: Rot-Kreuz-Platz, Schwabinger Tor Job-ID: BEE-1936 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Altenpflegerhelfer (m/w/d) – Einjährige Ausbildung

Barista (m/w/d)

Anforderungen: Deutsch B1, Abgeschlossene Schulausbildung Inhalt: Betreuung und Pflege von alten Menschen, Freude am Umgang mit Menschen und Verantwortungsbewusstsein Ort: Obermenzing, Neuhausen und Bogenhausen Job-ID: JOB-0762 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Anforderung: B1-Deutschkenntnisse, Begeisterung für Kaffeezubereitung von Vorteil, Verkaufserfahrung wünschenswert Aufgaben: Kaffee zubereiten an Siebträgermaschinen, Kasse bedienen & Bestellungen entgegennehmen, Ware präsentieren Ort: Olympiapark Schwabing Job-ID: BEE-1937 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Garten- und Landschaftsbau (m/w/d) – Ausbildung

Anforderungen: Deutsch B2 Inhalt: Vielfältige Arbeit im Freien z.B. Pflastern, Schneiden von Gehölz, Gartenpflege und Bau von Schwimmteichen Ort: München Oberhaching Job-ID: JOB-0983 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Zimmermädchen/Roomboy (m/w/d)

Anforderung: Sinn für Ordnung und Sauberkeit, Arbeitserfahrung in vergleichbarer Tätigkeit von Vorteil, starke Serviceorientierung, genaues Arbeiten und ein Auge für Details, mind. A1-Deutschkenntnisse und gute Englischkenntnisse, zeitliche Flexibilität Aufgaben: Reinigung der Gästezimmer und der Hotelflure im Früh-, Mittel- und Spätdienst Ort: Hauptbahnhof Job-ID: BEE-1938 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Restaurantfach (m/w/d ) – Ausbildung

Anforderungen: Deutsch B2, Abgeschlossene Schulausbildung, gepflegtes Auftreten, Motivation und Engagement Inhalt: Betreuung von Gästen, Servieren von Speisen und Getränken, etc. Ort: Taufkirchen Job-ID: JOB-0975 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Montagehelfer (m/w/d)

Anforderung: Mind. B1-Deutschniveau, Sorgfalt, handwerkliches Geschick, gute Augen Aufgaben: Bohren & Schrauben, einfache Steck- und Schraubarbeiten, Handzettel lesen Ort: Seefeld Job-ID: BEE-1939 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Hotelfach (m/w/d) – Ausbildung

Anforderungen: Deutsch B2, Abgeschlossene Schulausbildung, gepflegtes Auftreten, Motivation und Engagement Inhalt: Betreuung von Gästen, Vorbereitung von Veranstaltungen, Aufgaben in Buchhaltung und Marketing, etc. Ort: TaufkirchenJob-ID: JOB-0974 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Möbelpacker (m/w/d) – Vollzeit

Anforderungen: Deutsch B1, Führerschein und Berufserfahrung von Vorteil, Teamfähigkeit und Belastbarkeit Inhalt: Möbel ein-/auspacken und transportieren Ort: München FeldmochingJob-ID: JOB-1003 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Zimmermädchen/Roomboy (m/w/d) - Vollzeit

Anforderungen: Deutsch A2, Montag - Freitag von 08:00 – 16:00 Uhr Inhalt: Reinigung und Auf bereiten der Hotelzimmer Ort: Isartor Job-ID: JOB-1038 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Zimmermädchen/Roomboy (m/w/d) - Vollzeit

Anforderungen: Deutsch A2, Schichtbetrieb von Montag – Sonntag von 08:00 – 22:30 Uhr Inhalt: Reinigung und Auf bereiten der Hotelzimmer Ort: Königsplatz Job-ID: JOB-1039 Bewerbung: jobs@arrivalaid.org, bitte Job-ID angeben

Kommissionierer (m/w/d)

Anforderung: Mind. B2-Deutschkenntnisse, fleißige Persönlichkeit, Erfahrungen als Kommissionierer vorteilhaft Aufgaben: Annahme und Kontrolle von gelieferten Waren, kommissionieren und entpacken der Ware Ort: Ebersberg Job-ID: BEE-1942 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Kommissionierer (m/w/d)

Anforderung: Mind. B1-Deutschkenntnisse, deutsche Bezeichnungen müssen gelesen und verstanden werden, hohe Zuverlässigkeit Aufgaben: Bearbeitung von Bestellungen, Waren aus Lagerbestand heraussuchen und Bestellungen komplettieren Ort: Bergkirchen Job-ID: BEE-1940 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Reinigungskraft Lager (m/w/d)

Anforderung: Mind. B1-Deutschkenntnisse, hohe Zuverlässigkeit, sorgfältige und proaktive Arbeitsweise, Sinn für Unordnung und Sauberkeit Aufgaben: Zerschneiden sowie entsorgen von Kartons, Verpackungen und Paletten. Sauberhalten der Verkaufsflächen Ort: Ebersberg Job-ID: BEE-1943 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Kommissionierer (m/w/d)

Anforderung: Mind. A2-Deutschkenntnisse, körperliche Belastbarkeit, hohe Eigenmotivation, gutes Verständnis der Arbeitsanweisungen Aufgaben: Körbe mit Brot ausladen und auf unterschiedliche Lieferfahrzeuge verteilen, Kommissionieren von Bestellungen Ort: Schwanthalerhöhe Job-ID: BEE-1941 Bewerbung: bewerbung@social-bee.de oder WhatsApp 0176/43816314, bitte Job-ID angeben

Wir freuen uns

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Rückblick

 Umfrage zur ArrivalNews – deine Meinung zählt!

ArrivalAid Sommerfest 2019 Am 17. Juli 2019 fand das Sommerfest von ArrivalAid statt. Zusammen haben wir den Abschluss eines erfolgreichen Jahres gefeiert! Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Ehrenamtlichen bedanken! Ohne Euch wäre unsere Arbeit nicht möglich! Wer zum Fest nicht kommen konnte, kann auf unserem ArrivalNews Blog Fotos und ein Video vom Sommerfest ansehen.

Wir brauchen deine Hilfe! Wir möchten die ArrivalNews weiter verbessern. Und du kannst uns dabei helfen! Beantworte einfach unsere kurze Umfrage. Das dauert circa 3 Minuten. Du kannst entweder den QR-Code scannen oder diesen Link im Internet öffnen: www.arrivalnews.de/umfrage Dann kommst du zur Umfrage. Vielen Dank für deine Hilfe!

FOTOS ARRIVALAID

Hast du Fragen zur ArrivalNews oder zur Umfrage? Schreib uns einfach eine E-Mail an redaktion@arrivalaid.org. Wir freuen uns auf deine Antworten!

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Dieter Düsedau (Gründer von startsocial e.V.), Nina Liebhaber (TranslAid), Bundeskanzlerin Angela Merkel (Schirmherrin von startsocial e.V.), Sausan Jindawi (TranslAid)

Du willst wissen, was gerade aktuell ist? Was macht

Zeitung zum Hören! Zeitung lesen – Zeitung hören. Mit der ArrivalNews geht beides. Wir stellen ab sofort Monat für Monat ausgewählte Texte auch als Audio-Datei zur Verfügung. Damit kannst Du noch besser Deutsch lernen und deine Aussprache verbessern. Das Symbol zeigt dir, welche Texte Du auch anhören kannst. Nimm einfach dein Handy und scanne den QR-Code.

Die aktuelle ArrivalNews auch online auf

Oder Du gehst auf die Internetseite: https://soundcloud.com/ arrivalnews. Dort findest Du alle Audio-Dateien.

www.arrivalnews.de Wir haben die Texte in dieser ArrivalNews-Ausgabe mit Sternen markiert. Daran kann man den Schwierigkeitsgrad erkennen:      

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ArrivalAid? Womit beschäftigen sich die Redakteurinnen und Redakteure der ArrivalNews? Welche Themen sind in den ArrivalNews-Städten München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt am Main gerade aktuell? Das alles erfährst du in unserem ArrivalNews Blog unter www.arrivalnews.de/blog Schau doch mal vorbei und lass dich unterhalten!

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WAS IST ARRIVALAID?

ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) Herausgeber: David J. Offenwanger und David Prochnow

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Weitere Informationen zu unseren Programmen finden Sie unter www.arrivalaid.org

Redaktion: David J. Offenwanger Ringseisstraße 11a 80337 München info@arrivalaid.org Tel.: 089 / 5587 1688 Fax: 089 / 20205365 Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München HRB 219221 eingetragen.

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ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. In verschiedenen eigenständigen Programmen arbeiten wir in den Bereichen Asyl, Integration und Arbeitsmarktzugang. ArrivalAid gibt es bislang in München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt.


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