Polizei in Deutschland Unser Schwerpunktthema in dieser ArrivalNews-Ausgabe
ZEITUNG FÜR NEUBÜRGER*INNEN
AUSGABE MÜNCHEN 01/2019
ILLUSTRATION MARION BLOMEYER
WWW.ARRIVALAID.ORG
Scheitert die EU in diesem Jahr?
D
TEXT PAUL KUHLMANN
ie Europäische Union (EU) ist eine Gemeinschaft von 28 europäischen Ländern. Diese arbeiten in der Politik und besonders in der Wirtschaft zusammen. Die EU wurde nach dem 2. Weltkrieg gegründet. Die Idee war: Wenn die Länder Europas zusammenarbeiten, führen sie keine Kriege mehr gegeneinander. Heute gibt es eine europäische Währung, den Euro. Es gibt ein europäisches Parlament mit Politiker*innen aus allen EU-Ländern und ein europäisches Gericht. Die Grenzen zwischen den meisten EU-Ländern sind offen und die Länder handeln ohne Zölle miteinander. Der Austausch zwischen den Menschen, Kulturen und Unternehmen in Europa ist stärker als je zuvor. Es gibt Probleme in der EU, weil die Länder unterschiedlich sind. Sie haben auch nach 60 Jahren noch verschiedene Politiken und Wirtschaften. Sehr vereinfacht gesagt: Es gibt reiche Länder im Norden und Westen der EU mit einer starken Wirtschaft. Und es gibt ärmere Länder im Süden und Osten mit einer schwächeren Wirtschaft. Die Länder streiten darüber, ob die reicheren Länder die ärmeren Länder unterstützen sollen. Und sie streiten darüber, ob ärmere Länder mehr sparen müssen oder nicht. Auch das Thema Zuwanderung sorgt für Streit: Einige Länder (z. B. Italien und Schweden) nehmen mehr geflüchtete Menschen auf als andere Länder (z. B. Polen oder Ungarn). Es gibt kaum Solidarität zwischen den Ländern. Das Jahr 2019 wird wichtig für die EU. In diesem Jahr wird das Land Großbritannien die EU verlassen. Das hat vorher noch kein anderes Land getan. Man spricht vom Brexit, dem britischen Exit aus der EU. Die Menschen in Großbritannien sind unzufrieden mit der EU-Politik. Deshalb wollen sie wieder ihre eigenen Regeln machen, ohne die EU. Aber es gibt viele offene Fragen: Wie soll der Handel zwischen den Ländern funktionieren, wenn die Grenzen wieder kontrolliert werden? Gibt es dann wieder Zölle? Und was passiert mit den Briten*innen, die in anderen europäischen Ländern leben?
Der umstrittene UN-Migrationspakt
D
Diese Fragen müssen schnell beantwortet werden. Schon am 29. März 2019 wollen die Briten*innen austreten. Gerade ist aber nicht sicher, ob sie den Termin wirklich einhalten können. Die Politiker*innen in Großbritannien streiten seit Monaten über den Brexit, weil alles so kompliziert ist.
er UN Migrationspakt sorgte zum Jahresende für viel Aufregung. Der Pakt wurde am 10. und 11. Dezember 2018 in Marrakesch beschlossen. Er soll legale Migration erleichtern und illegale Migration reduzieren. Flüchtlingsströme sollen besser organisiert und Rechte der Migranten*innen gestärkt werden. Der Pakt ist ein Rahmen für eine internationale Kooperation. Die internationale Zusammenarbeit der Staaten ist enorm wichtig: Inzwischen leben weltweit rund 280 Millionen Migranten*innen außerhalb ihrer Heimat. Die Staaten behalten ihr souveränes Recht, ihre Migrationspolitik alleine zu bestimmen. Der Migrationspakt ist kein Gesetz, sondern eine politische Erklärung. Eine Vereinbarung über gemeinsame Absichten. Er ist nicht rechtsverbindlich.
Es ist möglich, dass bald auch andere Länder die EU verlassen wollen. In Italien und Frankreich gibt es z. B. große Parteien, die gegen die Europäische Union sind. Man nennt sie euroskeptisch. Diese Parteien sind in den letzten Jahren immer stärker geworden. Dieses Jahr im Mai findet die nächste Europawahl statt. Die Europäer*innen wählen ein gemeinsames Parlament. Bei der Wahl wird sich zeigen, wie stark die Euroskeptiker*innen werden. Wenn sie sehr viele Stimmen bekommen, hat Europa ein neues Problem.
Die Kritik an dem Pakt ist groß. Dennoch stimmten Vertreter aus 164 Ländern dafür, auch Deutschland. Einige Länder stimmten gegen den Pakt, darunter die USA, Australien, Ungarn, Österreich, Tschechien, Polen und Israel.
Der Brexit zeigt: Der Austritt eines Landes aus der EU ist möglich. Aber er ist kompliziert und teuer. Werden jetzt weitere Länder die EU verlassen und sie so zerstören? – Eher nein. In der heutigen Welt ist Kooperation sehr wichtig. Es ist möglich, dass in Zukunft noch das ein oder andere Land austritt. Die EU wird aber weiter existieren und die Zusammenarbeit enger werden. Alle Länder, die bleiben, werden profitieren.
scheitern
keinen Erfolg haben oder sogar zerstört werden
der Zoll, die Zölle
Geld, das für Produkte beim Transport über eine Grenze gezahlt wird
die Zuwanderung
Was steht in dem Vertrag? Der Migrationspakt ist ein 32 Seiten langes Dokument. Darin werden 23 Ziele „für eine sichere, geordnete und reguläre Migration“ festgelegt. Zum Beispiel sollen Geflüchtete besseren Zugang zu Schulen, Arbeit und Gesundheitsversorgung erhalten. Es soll in die Ausbildung und Weiterbildung von Migranten*innen investiert werden. Die Anerkennung von Fähigkeiten und Qualifikationen und Zeugnissen soll erleichtert werden. Generell verpflichten sich die Staaten, bessere Möglichkeiten für legale Migration zu schaffen. Damit ist vor allem die legale Migration für Arbeit gemeint. Jedes Land entscheidet selbst, wie legale Migration geregelt wird. Die Staaten verpflichten sich in dem Vertrag nicht zur Aufnahme von Migranten*innen.
wenn Menschen in ein Land kommen um dort zu leben
die Solidarität
gegenseitige Hilfe
der Exit
der Ausgang
einen Termin einhalten
pünktlich sein
euroskeptisch sein
gegen die Europäische Union sein
die Kooperation, -en
die Zusammenarbeit
profitieren
einen Nutzen haben; einen Gewinn bringen
TEXT MARGAUX METZE
Zudem sollen Fluchtursachen bekämpft werden. Auch das Schleusen von Migranten*innen und der internationale Menschenhandel sollen bekämpft -1-
werden. Genauso wie Rassismus und Diskriminierung. Die Integration soll allgemein gestärkt werden. Was wird kritisiert? Der Migrationspakt ist zwar offiziell nicht rechtsverbindlich. Kritiker*innen befürchten aber, dass sich Gerichte bei Entscheidungen auf den Pakt berufen. So müssten Länder eventuell doch Migranten*innen aufnehmen. Kritiker*innen denken auch, dass der Pakt Flüchtlingsströme auf der Welt steigern wird. Der Pakt könnte falsche Hoffnungen wecken, sodass mehr Menschen ein Leben in den reichen Industriestaaten beginnen wollen. Kritiker *innen denken auch, dass der Pakt kriminelle Schleuserringe nicht eindämmen wird. Außerdem wird kritisiert, dass sich in Ländern wie China und Russland die Bedingungen für Migranten*innen nicht ändern werden. Der UN-Migrationspakt ist online hier zu finden: http://www.un.org/depts/german/migration/ A.CONF.231.3.pdf die UN
United Nations, (deutsch: Vereinte Nationen), Zusammenschluss von 193 Staaten zu einer internationalen Organisation
die Migration
Bewegung oder Abwanderung in ein anderes Land, an einen anderen Ort
der/die Pakt, -e
Vertrag, Abkommen
legal
gesetzlich erlaubt, dem Gesetz entsprechend
illegal
gesetzlich nicht erlaubt, ohne behördliche Erlaubnis
der Flüchtlingsstrom, die Flüchtlingsströme
große Zahl von ankommenden Flüchtlingen
enorm
sehr, besonders
weltweit
global, international
souverän
selbstbestimmt, autonom, eigenständig
rechtverbindlich
wirksam, rechtskräftig, vor dem Recht gültig
die Fluchtursache, -en
Gründe für Flucht, z. B. Krieg oder Verfolgung
schleusen
transportieren, schmuggeln
der Menschenhandel
Handel mit Menschen als Ware
die Integration
das Ziel, dass verschiedene Personen oder Gruppen gleichberechtigt in einer Gesellschaft zusammenleben
GOOD NEWS, EVERYONE...!
Samson im Glück
SERIE
„Barkeeper ist mein Traumberuf!“
In den letzten Jahren begegneten die europäischen Gesellschaften vielen Herausforderungen durch Migration. Viele Menschen, Medien und Politiker*innen diskutieren oft sehr aufgeheizt und emotional. Mit der Serie “Good News, Everyone...!” möchten wir Erfolgsgeschichten aus unserer Arbeit erzählen und Einblicke geben, was Neubürger*innen mit ein wenig Hilfe erreichen konnten. Auf Seite 2 der ArrivalNews heißt es daher monatlich: Gute Nachrichten für alle!
INTERVIEWERIN SOFIE CALHEIROS I N T E RV I E W PA R T N E R * I N S A M S O N U D UA K M O S E S + C L A R I S S A (C L A I R ) G Ü N T H E R
I
ch treffe Clair und Samson bei Hans im Glück Burgergrill, wo es aussieht wie in einem Wald aus Birken. Samson arbeitet dort seit Februar 2018 als Barkeeper. „Barkeeper ist mein Traumberuf!“ sagt Samson. Im September 2017 ist er zum heutigen ArrivalAid Jobs & Careers-Team gekommen. Er war auf der Suche nach einer Arbeit. Er hat uns erzählt: „In Nigeria habe ich schon 6 Jahre lang als Barkeeper in einer Diskothek gearbeitet!“. Das ist super, denn in der Gastronomie werden immer Leute gesucht! Doch wie ist er zu Hans im Glück Burgergrill gekommen? 2 Wochen vorher haben Birgit Gutwald und Clair Günther aus der Trainingsabteilung von Hans im Glück Burgergrill das Team von ArrivalAid angerufen. „Wir waren auf der Suche nach sozialem Engagement. Bei uns arbeiten sowieso sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Deswegen haben wir beschlossen, auch Menschen mit Fluchthintergrund einzustellen.“ Birgit und Clair haben dann zusammen mit ArrivalAid einen Bewerbertag in der Filiale in der Sonnenstraße organisiert. Dorthin sind ungefähr 15 Menschen gekommen, die sich für eine Arbeit in der Gastronomie interessieren. Die Mitarbeiter*innen von Hans im Glück Burgergrill haben den Bewerber*innen die verschiedenen Bereiche (Küche, Bar und Service) gezeigt. Sie haben auch erklärt, welche Aufgaben es dort gibt und wie gut man Deutsch können muss. Samson war natürlich auch dabei. Er hat gefragt: „Darf ich einen Cocktail mixen?“. „Klar!“ hat Igor Kalem gesagt. Er ist der Leiter der Filiale in der Sonnenstraße. Wenige Minuten später stand ein perfekter Cocktail auf der Bar. Samson hat sofort einen Teilzeit-Arbeitsvertag bekommen. Aber dann hat die Ausländerbehörde den Vertrag nicht genehmigt. Beim zweiten Versuch hat es aber geklappt, 2 Monate später. „Die Arbeit hier macht total Spaß. Aber man muss natürlich gut mit Stress umgehen können. Für mich ist Langeweile aber viel schlimmer als Stress! Zuhause sitzen ohne Aufgabe finde ich schrecklich.“, erzählt Samson. „Hier ist es total locker. Du kannst in die Arbeit kommen wie du willst. Einfach in normaler Kleidung! Und ich finde es auch schön, dass Musik läuft! Wenn ich Freunden erzähle, dass ich hinter einer Bar arbeite, finden sie das sehr cool. Und sie sagen, ‚das ist eine VIP-Arbeit‘! Mein Deutsch ist mit dem Job hier auch schon viel besser geworden. Die Gäste bestellen bei mir Getränke und wenn das Telefon klingelt, gehe ich inzwischen auch ran!“ Clair lacht und sagt „Wir haben keine Uniformen. Hier ist es nicht so streng. Und unser Team ist auch super international. In manchen Schichten arbeiten Menschen aus 15 unterschiedlichen Nationen!“. Das ist wirklich viel. Wie klappt das? „Es klappt eigentlich sehr gut. Die Vielfalt bringt viel Positives! Wir haben auch einen Workshop für unsere Mitarbeiter*innen, der heißt ‚interkulturelle Kompetenzen stärken‘. Es geht um Themen wie ‚Was ist typisch deutsch?‘ oder ‚Was erwarten unsere Gäste?‘. Unsere Mitarbeiter*innen können auch helfen, Hans im Glück Burgergrill noch besser zu machen. Sie können Ideen für neue Speisen oder Getränke an die Zentrale schicken!“. „Manchmal mache ich auch Getränke, die nicht auf der Karte stehen“, sagt Samson, „zum Beispiel Caipirinha. Das bestellen die Leute manchmal. Inzwischen kann ich alle Cocktails und Getränke auswendig. Und wenn neue Mitarbeiter anfangen, dann erkläre ich ihnen alles!“ Clair erzählt: „Eine große Herausforderung sind die Behörden! Es dauert oft Wochen oder Monate, bis die Arbeitsgenehmigung da ist. So wie bei Samson. Wir brauchen aber sofort Verstärkung! Zum Glück hat uns ArrivalAid geholfen. Wir können nicht mit den Leuten zusammen in die Ausländerbehörde gehen.“ Am Ende will ich von Samson noch wissen, was am wichtigsten ist, wenn man an einer Bar arbeiten will: „Es muss okay für dich sein, am Wochenende zu arbeiten oder am Abend. Sprache ist natürlich wichtig, wenn man Kontakt mit Gästen hat. Und man muss sich die Getränke merken können!“
FOTO PRIVAT
Hans im Glück ist übrigens der Name von einem deutschen Märchen. Es geht um Hans, der Gold geschenkt bekommt. Er tauscht auf seinem Weg das Gold gegen ein Pferd, das Pferd gegen ein Schwein, und so weiter. Am Ende hat er gar nichts mehr, aber er ist trotzdem glücklich. Bei Samson ist es genau andersherum: Am Anfang hatte er gar nichts und jetzt hat er einen Job mit dem er sehr glücklich ist!
der/die Barkeeper, -in, die Barkeeper, -innen
Person, die an der Bar steht und Getränke macht
der/die Traumberuf, -e
der Beruf, den man am liebsten machen will
die Birke,-n
Baum mit weißer Rinde
die Gastronomie,-n
alles, wo Gäste bewirtet werden, zum Beispiel Restaurants, Hotels, Bars
die Trainingsabteilung, -en
Abteilung in einer Firma, die sich um Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter*innen kümmert
das soziale Engagement
Einsatz von Zeit oder Geld, um Menschen zu helfen
jemanden einstellen
einer Person einen Job geben
die Filiale, -n
einzelnes Lokal aus einer Gruppe gleicher Lokale
der/die Cocktail, -s
(meist alkoholisches) Mischgetränk mit Früchten, Fruchtsaft und anderen Zutaten
der/die VIP
wichtige Persönlichkeit
die Uniform, -en
gleiche Kleidung für alle Mitarbeiter*innen
die Schicht, -en
Zeitraum, in dem man arbeitet (Früh-, Spät-, oder Nachtschicht)
die Vielfalt
Menschen mit unterschiedlicher/-m Kultur, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, Religion innerhalb einer Gruppe
die interkulturelle, -n Kompetenz, -en
Fähigkeit, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen gut miteinander umgehen und sich verstehen
die Behörde, -n
das Amt, Ort der staatlichen Verwaltung
die Verstärkung, -en
mehr Mitarbeiter, -innen
das/die Märchen
traditionelle Geschichte/ Erzählung
FOTO HANS IM GLUECK
Samson hat an der Bar alles im Griff.
-2-
LEBEN
Tierschutz in Deutschland Bello, Waldi & Co. TEXT DAVID J. OFFENWANGER
Tierschutzverein in München e.V. Wenn man ehrenamtlich Tieren helfen möchte, gibt es viele Möglichkeiten. Auf der Homepage des Tierschutzvereins findet man alle Infos und Kontaktdaten www.tierschutzverein-muenchen.de/ ehrenamt.html
I
n unserem Büro bei ArrivalAid warten seit Monaten alle Mitarbeiter*innen auf eine junge Türkin. Sie hat an einem Strand in der
Türkei gelebt. Sie war obdachlos und niemand hat sich um sie gekümmert. Sie sollte sogar umgebracht werden. Dann haben Menschen sie dort gerettet. Sie wurde in ein Flugzeug gesetzt und nach Deutschland geflogen. Jetzt wartet sie seit langer Zeit in einem Tierheim bei München darauf, dass sie aus der Quarantäne kommt. Und sie wartet auf ein neues Zuhause bei unserer Kollegin und ab und zu auch in unserem Büro. Ihr Name ist Wilma und sie ist ein Hund aus dem Tierheim.
Aber warum kommt ein Straßenhund aus der Türkei nach Deutschland, um hier zu leben? Er wurde durch eine Tierschutz-Organisation vermittelt, die sich um arme Tiere kümmert. Hunde werden zum Beispiel gerettet und nach Deutschland gebracht. Dort kommen sie in ein Tierheim und können dort adoptiert werden. Es gibt viele solche Organisationen im Tierschutz. Tierschutz bedeutet: Menschen kümmern sich um Tiere und um den richtigen Umgang mit ihnen. Tiere zu schützen bedeutet auch, dass man ihnen nicht schaden darf. Oder, dass man Tieren nicht unnötiges Leid zuzufügen darf und sie artgerecht halten muss. Tierschutz hat eine lange Tradition in vielen Kulturen und Religionen. Der respektvolle Umgang mit Tieren, ihre Haltung wird immer wieder thematisiert. Auch wie man sie töten darf ist in vielen Religionen festgeschrieben. Auch in der Philosophie gibt es eine eigene Disziplin, die sich um den richtigen Umgang zwischen Mensch und Tier Gedanken macht: die Tierethik.
Ein Vordenker, sehr bekannter deutscher Philosoph und Arzt war Albert Schweitzer. Er hat sich sehr viele Gedanken dazu gemacht, welche Verantwortung Menschen gegenüber allen Lebewesen haben. Ein bekannter Satz von ihm ist: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Für ihn war es nur schwer zu erklären, warum Menschen das Recht haben, Tiere zu töten. Denn jedes Lebewesen möchte leben, so wie wir Menschen auch. In Deutschland ist der Tierschutz in einem eigenen Gesetz geregelt, dem Tierschutzgesetz (TierSchG). In ihm heißt es gleich am Anfang: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen.“ Aber sogar im deutschen Grundgesetzt (Art. 20a GG) ist der Tierschutz als Staatsziel festgesetzt. Man darf in Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern Tiere nicht einfach quälen oder verletzten. Dabei ist das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren in Deutschland auch nicht ganz einfach: Viele Menschen lieben ihre Haustiere, also z. B. ihre Katzen, Vögel oder Hunde. Gleichzeitig werden in Deutschland durchschnittlich ca. 59 kg Fleisch pro Person im Jahr gegessen. Es werden zwar keine Katzen oder Hunde gegessen, dafür aber zum Beispiel viele Kühe, Hühner oder Schweine. Diese Tiere nennt man Nutztiere. Also Tiere, die genutzt, verarbeitet oder eben zum Schluss gegessen werden. Das ist ein kleiner Widerspruch, wenn man lange genug drüber nachdenkt. Warum isst man das eine, aber nicht das andere Tier? Viele Menschen beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Tieren. Sie haben ein Haustier oder kümmern sich ehrenamtlich um fremde Tiere aus Tierheimen. Sie machen für sie sauber oder gehen mit ihnen regelmäßig Gassi. Das bedeutet: man hat einen Hund an der Leine und geht mit ihm spazieren und spielt mit ihm. Der Tierschutzverein in München hat eine lange Warteliste, auf der man sich anmelden kann. Dann bekommt man eine kleine Ausbildung und darf ab und zu mit einem Hund Gassi gehen. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Menschen netter zu den Haustieren sind, als zu ihren Mitmenschen. Zu einem Problem kann die Tierliebe werden, wenn man zu viel Liebe in Form von Leckerchen gibt. Dann wird der kleine Mops manchmal so dick, dass er kaum mehr laufen oder atmen kann. Schnell wird dann die Zuneigung zu einer Qual für das Tier, weil es falsch gehalten wird. Im Büro warten wir immer noch auf Wilma, die Hündin aus der Türkei. Es ist gar nicht so einfach, einen Hund zu adoptieren. Aber das ist auch gut so: Das Tier soll es ja auch gut haben in seinem neuen Zuhause. Das ArrivalAid Team freut sich aber schon sehr auf die neue Mitarbeiterin mit vier Pfoten und einem schönen Fell. -3-
Co.
Abkürzung für "Compagnie"; bedeutet, dass es neben den genannten Namen oder Personen noch weitere gibt, die nicht genannt werden
obdachlos
wenn jemand keine Wohnung hat und auf der Straße leben muss
die Quarantäne, -n
wenn ein Mensch oder Tier für eine bestimmte Zeit keinen Kontakt zur Umwelt haben darf, weil er oder es eine ansteckende Krankheit hat oder haben könnte
das/die Tierheim, -e
ein Ort, wo Tiere leben, die niemandem gehören oder von Menschen abgegeben wurden, die sie nicht mehr haben wollen
adoptieren
ein fremdes Kind oder ein Tier in seine eine Familie aufnehmen, als wäre es sein eigenes Kind oder Tier
der Umgang
die Art und Weise, wie man einen anderen Menschen oder ein Tier behandelt
artgerecht halten; die artgerechte Haltung
ein Umfeld schaffen, in dem ein Tier so leben kann, wie in der Natur – dass es ihm gut geht und es glücklich ist
der/die Vordenker, -in
jemand, der ein bestimmtes Thema als Erste*r behandelt und grundlegende Gedanken dazu hatte
das/die Lebewesen
alles, was auf der Erde lebt: Menschen, Tiere und Pflanzen
vernünftig
durchdacht; gut überlegt; rational; etwas, was nach langem Nachdenken gemacht wird und einen guten Grund hat
das/die Verhältnis,-se
wie und in welcher Form sich Menschen oder Dinge gegenüberstehen
das/die Haustier, -e
Tiere, die sich Menschen zuhause halten, weil sie ihnen gefallen, zum Beispiel Katzen. Gegenteil: Nutztiere (zum Beispiel Kühe, die im Stall oder auf einer Wiese leben)
durchschnittlich; der/die Durchschnitt, -e
wenn man aus vielen unterschiedlichen Zahlen den Mittelwert errechnet
genutzt; etwas nutzen
etwas zu seinem eigenen Vorteil gebrauchen, weil es einem etwas bringt
der Widerspruch, die Widersprüche
zwei gegensätzliche Dinge oder Meinungen; etwas, was nicht gut zusammenpasst
die Leine, -n
ein Seil, mit dem man ein Tier festhält, damit es nicht wegläuft
die Warteliste, -n
wenn ganz viele Leute etwas wollen und es nicht alle sofort bekommen können, macht man eine Warteliste. Auf die schreibt man die Leute und arbeitet die Warteliste nach und nach ab
das/die Leckerchen
kleine Snacks (Essen) für Tiere, die ihnen sehr gut schmecken und die man ihnen gibt, um sie zu belohnen. Etwa so wie Schokolade bei Menschen
der Mops, die Möpse
eine Hunderasse, die klein und dick ist. Der Begriff wird manchmal auch für anderes verwendet, das klein und dick ist
die Zuneigung, -en
das Gefühl, wenn man jemanden sehr mag
die Qual, -en
ein längerer Prozess, der weh tut und schmerzt
das/die Fell, -e
die dichten Haare, die auf der Haut von Tieren wachsen
FOTO PIXABAY
DOSSIER
Die Polizei, dein Freund und Helfer?
T E X T E M I LY S P A N L
FOTO MARION BLOMEYER
-4-
DOSSIER
W
enn man in Deutschland durch die Straßen geht, dann sieht man sie sehr oft: die Polizei. Meistens sind die Polizisten*innen zu zweit unterwegs. Zu Fuß, auf Fahrrädern, im Auto oder sogar auf dem Pferd. Aber was macht die Polizei eigentlich genau? Und welche Rolle spielt die Polizei in der deutschen Gesellschaft? Die Aufgabe von Polizisten*innen ist es, für Sicherheit zu sorgen. Dabei verfolgen sie Straftaten. Und sie verhaften auch manchmal Menschen. Aber nur, wenn sie etwas tun, das laut Gesetz verboten ist. Manchmal regelt die Polizei den Verkehr, zum Beispiel, wenn eine Ampel kaputt ist. Außerdem versuchen sie Straftaten zu verhindern, bevor sie passieren. Das nennt man Verbrechensprävention. Polizisten*innen sind die einzigen Personen in Deutschland, die Gewalt ausüben dürfen. Das ist im Rahmen des Gewaltmonopols des Staates festgelegt. Das heißt, die Polizei darf Waffen tragen. Und diese zur Not auch benutzen. Es heißt „Polizei ist Ländersache“. Das bedeutet, dass jedes Bundesland seine Polizei so auf bauen kann, wie es will. Zum Beispiel ist die bayerische Polizei ein bisschen anders als die Polizei in Berlin. Dennoch gibt es in den meisten Bundesländern die gleichen Abteilungen. Es gibt den Streifendienst. Diese Streifenpolizisten*innen trifft man auf der Straße. Sie stellen den Kontakt zwischen der Polizei und den Bürgern*innen her. Außerdem verhindern sie Straftaten und Gefahren. Die Kriminalpolizei kümmert sich um Verbrechen wie Mord. Die Bereitschaftspolizei kümmert sich darum, dass große Veranstaltungen sicher sind; wie zum Beispiel ein großes Fußballspiel. Jede*r, der bei der Polizei arbeitet, muss am Anfang zur Bereitschaftspolizei. Deshalb sind die Polizisten*innen dort meistens sehr jung. Die Polizei kümmert sich auch um die Sicherheit auf dem Wasser; dafür gibt es die Wasserschutzpolizei. Eine Spezialeinheit der Polizei ist das GSG 9. Die Polizei ruft das GSG 9 in sehr gefährlichen und schlimmen Situationen, zum Beispiel bei Terroranschlägen.
Beratungsstelle für Opferschutz und Prävention in München Dort kann man sich informieren • wenn man zuhause geschlagen wird • bei sexueller Belästigung • bei Extremismus • bei Drogenproblemen • oder anderen Fragen und Problemen
Bayerstr. 35-37, 80335 München Tel: 089 29103430
Wenn man die Polizei braucht, kann man die Nummer 110 wählen. Folgende Fragen werden dann gestellt: • Wo sind Sie? • Was ist passiert? • Wann ist das passiert? • Wie viele Menschen brauchen Hilfe? • Wie heißen Sie?
In Deutschland gibt es das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Das bedeutet: die Rechtsprechung, die Polizei und die Regierung getrennt sind. Dieses Prinzip ist sehr wichtig für viele Bürger*innen. Deshalb vertrauen sie der Rechtsprechung, der Polizei und der Regierung. Die Polizei ist für die meisten ein Zeichen der Sicherheit. Viele Menschen fühlen sich sicherer, wenn die Polizei da ist. Dennoch sehen manche Bürger*innen die Polizei auch kritisch. Vor allem in den letzten Jahren. Die Polizei ist besonders wegen ihrem Vorgehen gegen Demonstranten*innen kritisiert worden. 2010 gab es zum Beispiel eine große Demonstration gegen „Stuttgart21“. „Stuttgart21“ ist ein Projekt der Deutschen Bahn: Der Bahnhof in Stuttgart soll vergrößert werden. Aber es gab einige Schwierigkeiten. Denn das Projekt kostet sehr viel Geld. Deshalb sind sehr viele Menschen auf die Straße gegangen und wollten das Projekt stoppen. Die Polizei hat die Demonstrationen mit Wasserwerfern, Tränengas und Gewalt aufgelöst. Ein Mann ist dadurch sogar blind geworden. Andere Beispiele sind der „G20-Gipfel“ in Hamburg 2017 und die Demonstrationen in Chemnitz 2018. Auch dort wird der Polizei Versagen vorgeworfen.
die Gesellschaft, -en
viele Menschen, die zusammen in ähnlichen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Verhältnissen leben
die Straftat, -en
jemand tut etwas, das laut Gesetz nicht erlaubt ist
das/die Gesetz, -e
eine rechtliche Vorschrift legt fest, was man tun darf und was nicht
die Verbrechensprävention
ein Verbrechen wird verhindert bevor es passiert
das Gewaltmonopol des Staates
die Polizei darf, wenn es notwendig ist, Gewalt in Deutschland anwenden
das Bundesland/die Bundesländer
16 deutsche Staaten haben sich zur Bundesrepublik zusammen geschlossen; sie werden Bundesländer genannt
die Abteilung, -en
mehre Stellen, die zusammenarbeiten
der/die Bürger, -in, die Bürger, -innen alle Menschen, die in einem Staat leben das/die Verbrechen
etwas, das laut Gesetz nicht erlaubt ist
Es gibt auch einzelne wenige Fälle von Korruption in der Polizei. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern sind deutsche Polizisten*innen unbestechlich. Es gab nur sehr wenige Fälle von Korruption in den letzten Jahren. 2017 wurden nur 14 Beamten*innen wegen Korruption angezeigt - in ganz Deutschland.
der/die Mord, -e
wenn eine Person getötet/umgebracht wird
die Veranstaltung,-en
Menschen treffen sich zu bestimmten Anlässen an einem Ort
die Spezialeinheit, -en
speziell ausgebildete Polizisten*innen oder Soldaten*innen
das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit
die Rechte der Bürger*innen werden vom Staat geschützt
Abschließend lässt sich sagen: Das Vertrauen in die Polizei ist hoch in Deutschland. Das zeigt eine Umfrage: 83 % der Bevölkerung haben Vertrauen in die Polizei. Trotz verschiedener Kritik am Handeln der Polizei. Und in einer Gefahrensituation kann man sich darauf verlassen, dass die Polizei kommt und versucht zu helfen.
die Rechtsprechung, -en
Richter verkünden ein Urteil
der/die Regierung, -en
besteht aus Politiker*innen, die das Land regieren
das/die Zeichen
Symbol
kritisch
wenn man etwas hinterfragt, nicht nur positiv ist
das Vorgehen
wie man etwas macht
die Demonstration, -en
man versammelt sich, um die eigene Meinung zu einem bestimmten Thema zu zeigen
die Schwierigkeit, -en
wenn etwas nicht leicht ist
der/die Wasserwerfer
ein Gerät der Polizei, aus dem mit hohem Druck Wasser kommt
das Tränengas
ein Gas, das in den Augen brennt
etwas auflösen
etwas beenden, entfernen
das Versagen
wenn etwas nicht funktioniert
die Korruption
wenn z. B. einem Politiker Geld bezahlt wird, damit er etwas macht, was nicht rechtmäßig ist/laut Gesetz nicht erlaubt ist
unbestechlich
nicht bestechlich, ehrlich, korrekt
der/die Beamte, -n die Beamtin, -nen
Menschen, die für den Staat/ die Stadt arbeiten
die Umfrage, en
Personen beantworten Fragen zu einem bestimmten Thema
-5-
FOTOS PIXABAY
ARBEIT
Anlagenmechaniker*in – Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik …und niemand muss im Winter frieren
G
Es hat lange gedauert, bis Jan eine Ausbildung beginnen konnte. War das nicht frustrierend für ihn? Jan antwortet: „Natürlich möchte ich, dass es schneller geht. Aber ich muss geduldig sein. Ich musste erst die Sprache lernen. Dann gibt es viele Fachbegriffe. Die musste ich auch erst lernen. Dann musste ich lernen, wie man in Deutschland arbeitet. Wenn ich gut sein will in meinem Beruf, dann muss ich mir diese Zeit nehmen.“ Herr Eißler ergänzt: „Jan konnte keine deutsche Schule besuchen, wo man viele Grundlagen lernt: Deutsche Sprache, aber auch Mathematik oder Naturwissenschaften. Deswegen ist es gut, einen Haupt- oder Realschulabschluss zu machen, wenn man eine Ausbildung machen möchte.“
erade zu dieser Zeit spüren wir wieder: Im Winter kann es in Deutschland sehr kalt werden. Wie schön, dass man dann zu Hause die Heizung aufdrehen kann. Dann wird es im Haus warm. Oder, dass man nach einem langen Spaziergang in der Kälte heiß duschen kann. Niemand muss dazu erst ein Feuer anzünden oder Wasser in die Wohnung schleppen. Wie funktioniert das genau? Warum wird die Heizung warm? Warum fließt Wasser aus dem Wasserhahn? Woher kommt es und wohin geht es? Und was tun, wenn das mal nicht funktioniert? Für diese Fragen gibt es Fachleute: Die Anlagenmechaniker*innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Ihre Arbeit ist es, dass alles im Bad funktioniert. Sie bauen Heizungsanlagen ein und reparieren sie. Sie kümmern sich um Klimaanlagen, Solaranlagen und um die Steuerung dieser Geräte.
Eine Einstiegsqualifizierung (EQ) ist eine gute Vorbereitung für eine Ausbildung Jan hatte bereits in Afghanistan auf Baustellen gearbeitet und konnte dort erste Erfahrungen sammeln. Er erzählt: „Das war handwerkliche Arbeit, schweißen, Fliesen legen, solche Sachen. Aber nicht zu vergleichen mit einer Ausbildung wie hier in Deutschland.“ Als Jan 2015 nach Deutschland kam, hat er sich verschiedene handwerkliche Berufe angeschaut. Er erzählt weiter: „Ich habe drei Praktika gemacht. Zuerst als Industriemechaniker. Das war gut, aber damals konnte ich die Sprache noch nicht so gut sprechen. Das war ein Problem. Danach hab ich ein Praktikum als Schlosser gemacht. Das hat mir nicht so gut gefallen. Das dritte Praktikum war dann als Anlagenmechaniker in dem Betrieb, in dem ich heute die Ausbildung mache.“
Qualität, Genauigkeit und Sicherheit sind wichtig
TEXT MARTIN RUBIN
Jan ist 30 Jahre alt und kommt aus Afghanistan. Er macht eine Ausbildung bei der Firma Vohmann GmbH in Stuttgart-Bad Cannstatt als Anlagenmechaniker. Er ist im ersten Lehrjahr. „Ich kann schon einiges alleine machen“, sagt er stolz. „Zum Beispiel eine Armatur auswechseln“.
In Deutschland wird viel nach Plan gearbeitet.
Was genau meint Jan, wenn er sagt: „Ich musste lernen, wie man in Deutschland arbeitet“? Jan erklärt: „In Deutschland ist es wichtig, erst ganz genau zu verstehen, was man macht, bevor man mit der Arbeit anfängt. Zum Beispiel eine Wand aufreißen. Beim ersten Mal dachte ich: ‚Was schauen die so lange auf den Plan? Was messen die? Einfach Hammer nehmen – zack, fertig!‘ Aber man weiß nie, was alles unter der Wand ist. Leitungen, Kabel – wenn etwas kaputt geht, hast du ein großes Problem! Außerdem wird in Deutschland immer so gearbeitet, damit alles hundert oder zweihundert Jahre hält. Nicht nur ein oder zwei Jahre. Am Anfang habe ich das nicht verstanden. Aber jetzt verstehe ich es. Qualität ist sehr wichtig.“ Jan macht die Arbeit viel Spaß. Er erzählt: „Jeder Tag ist anders. Wir sind viel bei Kunden, reparieren und tauschen Geräte aus. Jeder Kunde hat ein anderes Problem. Da muss man mitdenken, es wird nie langweilig. Viele Menschen sagen, die Arbeit sei anstrengend für den Körper und schmutzig. Das stimmt. Aber ich finde, sie ist auch anstrengend für den Kopf.“ Herr Eißler ist sehr zufrieden mit Jan. „Jan zeigt großes Interesse an der Arbeit. Er lernt gerne dazu, er ist konzentriert und immer 100 % bei der Sache. Das finde ich gut. Jan ist sehr ordentlich und pünktlich. Wir verstehen uns sehr gut. In einem kleinen Betrieb wie bei uns, ist das sehr wichtig.“
Jan hat aber nicht sofort einen Ausbildungsplatz bekommen. Er berichtet: „Das Praktikum lief gut und mein Chef hat mir danach für ein Jahr eine Einstiegsqualifizierung (EQ) angeboten. So konnte ich mich gut auf die Ausbildung vorbereiten. Ich habe dadurch auch meine Sprachkenntnis verbessert. Seit September bin ich in der Ausbildung.“
Für die Zeit nach der Ausbildung hat Jan noch keine konkreten Pläne. „Jetzt mache ich erst mal die Ausbildung fertig“, sagt er. Danach arbeite ich zwei oder drei Jahre und gehe vielleicht zur Meister-Schule.“ Herr Eißler sieht viele Möglichkeiten, wo man als Anlagenmechaniker*in arbeiten kann. Er sagt: Nicht alle Anlagenmechaniker*innen arbeiten in einem Sanitärbetrieb. Manche arbeiten als Verkäufer*in in Sanitärgeschäften oder im Vertrieb bei Großhändlern. Die Ausbildung ist auch eine gute Grundlage für Menschen, die später als Hausmeister*in arbeiten wollen.“
Ralf Eißler ist der Chef von Jan. In seinem Betrieb arbeiten 5 Mitarbeiter, Jan ist der einzige Azubi. Er sagt: „Sprachkenntnis ist das Wichtigste. Es reicht dabei nicht, nur die Worte sprechen zu können. Man muss auch den Zusammenhang verstehen. Das erfordert viel Übung für Menschen, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind. Das braucht viel Zeit.“
Sicher ist: Bei den kalten Wintern in Deutschland haben Jan und Herr Eißler viel zu tun. -6-
ARBEIT
ArrivalNews Interview Jan absolviert eine Ausbildung als Anlagenmechaniker bei der Firma Vohmann GmbH Ralf Eißler in Stuttgart-Bad Cannstatt. ArrivalNews hat mit ihm gesprochen. ARRIVALNEWS: Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
STECKBRIEF
Anlagenmechaniker*in – Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
JAN: Ich habe in Afghanistan auf Baustellen gearbeitet und schon etwas Erfahrung mit handwerklicher Arbeit gesammelt. Deswegen habe ich hier nach ähnlichen Berufen geschaut. War es schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Ich habe drei Praktika gemacht und ein Jahr Einstiegsqualifizierung (EQ), bis ich meine Ausbildung beginnen konnte. Das war eine lange Zeit. Es war mir wichtig die richtige Ausbildung für mich zu finden. Ich hatte viele Menschen, die mir dabei geholfen haben. Ohne diese Hilfe hätte ich das nicht geschafft. Ist die Ausbildung so, wie du sie dir vorgestellt hast? Was hat dich am meisten überrascht? Mich hat überrascht, wie viel man mit dem Kopf arbeiten muss. Erst, wenn man alles verstanden hat, beginnt man mit der Arbeit. Wichtig ist auch, dass alles sauber ist: Werkstatt, Werkzeug, Kleidung. Wir sind oft bei Kunden. Da müssen wir sauber und ordentlich aussehen. Was ist der schwierigste Teil der Ausbildung? Was fällt dir leicht?
Mangelberuf in Deutschland: Ja
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Voraussetzungen: Haupt- oder Realschulabschluss oder ähnliche Qualifikation
Schwerpunkte: Einbau und Wartung von Anlagen und Gegenständen im Sanitärbereich (Duschen, Waschbecken, Toiletten), Arbeit an Leitungen und Rohren in Bädern und Küchen, Installation und Wartung von Heizungen, Klimaanlagen und Solaranlagen, prüfen und Einstellen von Steuerungssystemen (Smart-Home-Anlagen) und Beratung von Kunden.
Das solltest du mitbringen: Handwerkliches Geschick, Freude am sorgfältigen Arbeiten, technisches Verständnis, Teamfähigkeit, Bereitschaft zu körperlicher Arbeit
Der Anfang war sehr schwer für mich. Vieles lernt man erst bei der Arbeit. Darauf kann man sich nicht vorbereiten. Niemand kann sich vorstellen, wie viele verschiedene Dichtungen es für Wasser und für Gas gibt! Und dann gibt es noch ganz viele Fachbegriffe, die man lernen muss. Schwierig ist auch die Theorie. Besonders Physik. Außerdem lernen wir in der Theorie sehr viel, was man in der Praxis dann gar nicht so oft braucht. Gibt es Probleme, weil du aus einem anderen Land kommst? Nein, Kollegen, Chef, Meister – alle sind sehr nett. Wir sind eigentlich wie Freunde. Wenn ich etwas nicht weiß, erklären sie es mir. Da gibt es keine Probleme. Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus? Im Moment habe ich Schule, Blockunterricht, 6 Wochen lang. Im Betrieb starten wir um 7 Uhr und arbeiten bis 16.30 Uhr. Wir haben eine Stunde Mittagspause. Unter der Woche arbeiten wir etwas länger, damit wir freitags früher Feierabend machen können. Manchmal arbeiten wir auf Baustellen, meistens sind wir im Kundenservice: Bäder umbauen, Armaturen tauschen, Heizungen, Pumpen oder Heizkessel reparieren, kaputte Rohre tauschen und vieles mehr. Was würdest du anderen Geflüchteten raten, die sich auf diesen Beruf bewerben wollen? Auf was sollten sie achten? Ganz viele Geflüchtete möchten eine Ausbildung machen. Ich finde, bei jeder Ausbildung sind ein paar Dinge ganz wichtig: Ausbildung ist nichts für faule Leute. Man muss Interesse an der Ausbildung haben. Man muss bereit sein, jeden Tag etwas Neues zu lernen. Man muss mit dem Kopf arbeiten. Außerdem gehört zu einer Ausbildung, auch den Müll wegzubringen und die Werkstatt zu fegen. Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Ausbildung? Ich möchte ein oder zwei Jahre arbeiten und danach zur Meister-Schule gehen. Danach möchte ich vielleicht studieren. Aber so genau weiß ich das heute noch nicht. Ich denke in Schritten und mein erster Schritt ist, die Ausbildung fertig zu machen
frieren
das Gefühl, wenn einem ganz kalt ist
schleppen
etwas sehr Schweres tragen
der Stolz, auf etwas stolz sein
wenn man mit seiner Leistung sehr zufrieden ist
die Armatur, -en
ein Wasserhahn für ein Waschbecken oder eine Dusche mit allem Zubehör
die Fliese, -n
findet man oft in Bädern oder Toiletten an Wänden und Böden, meistens viereckige kleine Platten
die Einstiegsqualifizierung, -en (EQ)
ein Programm, das vor einer Ausbildung absolviert werden kann, um sich besser auf die Ausbildung vorbereiten zu können
der Frust, frustrierend
ein Gefühl, das man hat, wenn man ganz oft etwas probiert, es aber nicht klappen will und man dann keine Lust mehr hat
aufreißen
etwas mit Gewalt öffnen
konkret
genau beschrieben und ausgearbeitet
die Wartung, -en
regelmäßige Pflege
der/die Sanitärbereich, -e
der Bereich in einem Haus, wo Bad, Dusche und Toiletten sind
das/die Steuerungssystem, -e
der Teil einer Maschine, der für alle Einstellungen verantwortlich ist
die Smart-Home-Anlage, -n
eine Software, mit der elektrische Funktionen in einem Haus eingestellt werden können. Zum Beispiel das zu einer bestimmten Zeit immer das Licht angeht oder die Heizung wärmer wird
das handwerkliche Geschick
wenn jemand gut in handwerklicher Arbeit ist
das sorgfältige Arbeiten
sehr genau, vorsichtig und umsichtig arbeiten und sich für seine Arbeit Zeit nehmen
die Teamfähigkeit
wenn jemand gut in einer Gruppe von Menschen arbeiten kann und sich gut in die Gruppe einfügt
der/die Heizkessel
großer Behälter, in dem heißes Wasser zum Duschen oder Heizen gespeichert wird
die Dichtung, -en
ein kleines rundes Teil, oft aus Gummi, das dafür sorgt, dass eine Verbindung wasserdicht ist
FOTOS FREEPIK
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WIR ZUSAMMEN
Fleisch oder kein Fleisch, das ist hier die Frage Warum stellen manche Deutsche ihre Ernährung um und welche Ernährungsstile gibt es? TEXT AMY JOY STARK
D
urchschnittlich
essen
die
Deutschen 59 Kilogramm (kg)
Fleisch pro Jahr. Das ist ganz schön viel. Am häufigsten essen die Deutschen Schweinefleisch (ca. 36 kg/Jahr). Danach kommt Geflügel (12 kg/Jahr) und danach Rind- und
Kalbfleisch (9 kg/Jahr). Um für alle Deutschen so viel Fleisch produzieren zu können, braucht man viele Tiere, viel Futter und viel Platz. In Deutschland wird 60 % des Getreides als Tierfutter verwendet. Für ein Kilogramm Rindfleisch braucht man 15.415 Liter Wasser und 27 bis 49 Quadratmeter Nutzfläche. Manche Menschen sagen, dass das eine Verschwendung ist. Anstatt 1 kg Rindfleisch kann man z. B. mehrere Kilogramm Brot machen. Außerdem: Die Produktion von Fleisch verursacht auch sehr viele Emissionen. Für ein Kilogramm Rindfleisch fallen etwa 21 kg Treibhausgase an. Experten*innen sagen: Menschen in reichen Ländern wie Deutschland müssen weniger Fleisch essen. Nur so kann die Fleischproduktion nachhaltig werden. Die Umwelt muss geschont und weniger Tiere geschlachtet werden. Tierschützer*innen sagen: Die meisten Tiere werden schlecht behandelt. Damit Fleisch und andere tierische Produkte (z. B. Eier und Milch) billig verkauft werden können, sparen die Hersteller*innen. Viele Tiere werden gemästet, also sehr schnell sehr dick gemacht. Außerdem werden viele Tiere auf wenig Raum gehalten. Damit die Tiere nicht krank werden, bekommen sie Antibiotika. Damit sie sich nicht verletzen, werden ihnen z. B. die Hörner oder Zähne abgeschnitten. Das Ganze heißt Massentierhaltung. Die Tiere in Massentierhaltung leben unter schlechten Bedingungen. Es gibt aber auch Hersteller*innen, die möchten, dass es den Tieren gut geht. Sie lassen die Tiere z. B. länger leben, geben ihnen Auslauf und halten sie in größeren Ställen. Das kostet mehr. Aber immer mehr Deutsche sagen: Ich zahle lieber mehr für Fleisch, wenn es den Tieren dann gut geht. Das Fleisch von ‚glücklichen’ Tieren schmeckt auch besser. In den letzten Jahren haben viele Deutsche erkannt: Es ist nicht gut, so viel Fleisch und tierische Produkte zu essen. Zu viel davon ist schlecht für die Tiere, die Natur und die Gesundheit. Deswegen gibt es immer mehr Menschen, die ihre Ernährung umstellen. Es ist in Ordnung, wenn man nicht ganz auf Fleisch und tierische Produkte verzichten will. Es ist aber wichtig zu wissen, welche Auswirkungen unser Essverhalten auf unsere Umwelt, die Tiere und unsere eigene Gesundheit hat. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir eine Verantwortung haben. Mit jedem Essen beeinflussen wir ein bisschen, in welcher Welt wir leben möchten.
Die bekanntesten alternativen Ernährungsstile sind: Ovo-Lacto-Vegetarismus
Ovo steht für Ei, Lacto steht für Milch. Ovo-Lacto-Vegetarier (umgangssprachlich als Vegetarier bezeichnet) essen kein Fleisch und keinen Fisch, aber Eier und Milchprodukte, wie z. B. Käse, Butter und Joghurt.
Ovo-Vegetarismus
Ovo-Vegetarier essen kein Fleisch, kein Fisch und auch keine Milchprodukte. Dafür stehen aber Eier auf der Speisekarte.
Lacto-Vegetarismus
Lacto-Vegetarier essen Milchprodukte, aber kein Fleisch, kein Fisch und auch keine Eier.
die Ernährung
das Essen, die Nahrungszufuhr
der/die Ernährungsstil, -e
eine bestimmte Weise sich zu ernähren/zu essen
das/die Rind, -er
ein Oberbegriff für Kühe, Ochsen und Bullen
das Kalb, die Kälber
ein junges Rind (bis zu sieben Monate alt)
produzieren
etwas machen, herstellen
das Futter
das Essen für Tiere
die Nutzfläche, -n
hier: die Fläche/der Bereich, der für Landwirtschaft benutzt werden kann
die Verschwendung, -en
wenn man etwas nicht vollständig nutzt
die Emission, -en
wenn schlechte Stoffe/Gase ausgestoßen werden
das/die Treibhausgas, -e
Gase, die die Temperatur beeinflussen, z. B. Kohlenstoffdioxid (CO2)
Pesce steht für Fisch. Pescetarier könnte man auch Ovo-Lacto-Pesce-Vegetarier nennen (noch so ein langes deutsches Wort). Sie essen nämlich Fisch, Eier und Milchprodukte, verzichten aber auf Fleisch.
nachhaltig
für lange Zeit, nicht nur für den Moment
jemanden/etwas schonen
jemanden/eine Sache nicht überlasten
schlachten
umbringen, töten
Veganismus
Pescetarismus
Veganer ernähren sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten. Sie essen also kein Fleisch, kein Fisch und keine Milchprodukte. Inzwischen ist es nicht schwer, vegan zu leben. In fast jedem Restaurant gibt es zumindest ein veganes Essen. Im Supermarkt gibt es sogar ganze Regale voll von veganen Produkten. Auf den Verpackungen von vielen veganen Produkte steht ‚vegan’, dass man sie sofort erkennen kann.
der/die Tierschützer, -in
eine Person, die sich für den Schutz von Tieren einsetzt
das Antibiotikum, die Antibiotika
das Medikament/die Medizin
das Horn, die Hörner
spitzer, harter Auswuchs am Kopf von manchen Tieren, z. B. von Kühen; wird zum Kämpfen verwendet
der Auslauf
im Freien laufen, sich bewegen
der Stall, die Ställe/Stallungen
das Gebäude, wo Tiere untergebracht sind/wohnen
das/die Essverhalten
was und wie wir essen
umgangssprachlich
im Alltag benutztes Wort, nicht förmlich
ausschließlich
nur
pflanzlich
wenn etwas von Pflanzen kommt
Flexitarismus
Flexitarier sind flexible Vegetarier. Viele Menschen entscheiden sich, ihren Fleischkonsum zu reduzieren, also weniger Fleisch zu essen. Sie möchten aber nicht ganz darauf verzichten. Manche entscheiden sich dann bewusst dazu, ab und zu ein ‚gutes’ Stück Fleisch von glücklichen Tieren zu kaufen. Andere essen zum Beispiel nur im Restaurant Fleisch, aber kochen selbst immer vegetarisch. Das nennt man dann Flexitarismus.
GRAFIKEN FREEPIK
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Kinderseite
Der Froschkönig
Finde die Unterschiede!
Ein deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm NACHERZÄHLUNG JUDITH KAISER
E
I L LU S T R AT ION E VA H I L L R E I N E R
Der Froschkönig hat beim Suchen nach dem Ball der Prinzessin einiges durcheinander gebracht. Finde die 10 Dinge, die er verloren, verändert oder gefunden hat.
s war einmal ein König. Der König hatte drei Töchter, die Prinzessinnen des Königreichs. Die jüngste Prinzessin war die schönste von allen. Ihr Gesicht war so schön wie die strahlende Sonne und viele Menschen drehten sich nach ihr um. In der Nähe des Schlosses gab es einen Wald. Am Waldrand war ein kleiner aber sehr tiefer See. Die schöne Prinzessin ging fast jeden Tag zum See und spielte mit einem goldenen Ball. Sie warf den Ball hoch in die Luft und fing ihn wieder auf. Das machte ihr Spaß.
Eines Tages spielte die Prinzessin wieder einmal am See. Doch als sie den Ball das siebte Mal in die Luft geworfen hatte, fing sie ihn nicht wieder auf. Der Ball rollte in den See und verschwand in der Tiefe. Die schöne Prinzessin weinte sehr. Der See war so tief, dass sie den Ball nicht mehr sehen konnte. Und die Prinzessin konnte nicht schwimmen.
Auflösung Seite 12
Nachdem sie ein paar Minuten lang geweint hatte, rief plötzlich jemand: „Hey! Prinzessin! Warum weinst du?“ Die Prinzessin trocknete ihre Tränen und schaute umher. Aber sie konnte niemanden sehen. „Hallo, Prinzessin. Ich bin hier unten! Was ist denn los?“ rief die Stimme noch einmal. Da sah die Prinzessin einen dicken, schrumpeligen Frosch. „Ach“, seufzte die Prinzessin, „ich habe meinen goldenen Ball aus Versehen in den See geworfen. Und ich kann nicht schwimmen. Ich habe ihn verloren.“ „Aha.“, sagte der Frosch quakend. „Ich kann dir helfen. Aber was gibst du mir für meine Hilfe?“ Die Prinzessin war so froh, dass der Frosch ihr helfen wollte, dass sie sagte: „Ich gebe dir alles was du willst.“ „Sehr gut“, antwortete der Frosch zufrieden, „wenn ich dir deinen Ball zurückhole, will ich dein Freund sein. Du nimmst mich mit ins Schloss, wir essen zusammen und wir schlafen in einem Bett.“ Die Prinzessin nickte, ohne richtig zuzuhören. Sie dachte nur an ihren goldenen Ball. Der Frosch sprang in den See und kam nach einiger Zeit wieder zurück. Er hatte den goldenen Ball gefunden. Die Prinzessin freute sich so sehr, dass sie sofort überglücklich zurück ins Schloss rannte. Den Frosch und ihr Versprechen hatte sie ganz vergessen. Am nächsten Tag saß die Prinzessin mit ihrem Vater, dem König, beim Mittagessen im Schloss. Plötzlich klopfte es an die Tür und jemand rief: „Jüngste Prinzessin! Mach die Tür auf!“ „Wer ist denn das?“, fragte der König. „Ich weiß es nicht“, log die Prinzessin. Sie erkannte die Stimme des Froschs und erinnerte sich an ihr Versprechen. Als sie daran dachte, mit dem Frosch ihren Teller und ihr Bett teilen zu müssen, grauste es ihr. „Na, komm schon, mach die Tür auf“, sagte ihr Vater, denn der Frosch rief schon wieder: „Haaaalllooooooo! Jüngste Prinzessin! Mach mir die Tür auf!“ Also ging die Prinzessin zur Tür und öffnete sie. Der Frosch hüpfte herein und zu ihrem Stuhl. „Heb mich hoch!“, quakte er. Die Prinzessin machte nichts. „Du hast es mir versprochen!“, quakte der Frosch ärgerlich. „Was hast du ihm versprochen?“, fragte der König die Prinzessin besorgt. „Der Frosch hat mir gestern geholfen, meinen goldenen Ball aus dem See zu holen. Ich musste ihm versprechen, dafür mein Bett und meinen Teller mit ihm zu teilen. Aber er ist so eklig.“, sagte die Prinzessin leise. „Was man verspricht, muss man auch halten!“, antwortete der König streng, „jetzt hilf dem Frosch auf den Tisch!“ Die Prinzessin hob den Frosch mit zwei Fingern auf den Tisch. Er hüpfte zu ihrem Teller und begann zu essen. Die Prinzessin hatte plötzlich keinen Hunger mehr. Als der Frosch fertig gegessen hatte, sagte er zur Prinzessin: „Ich bin müde. Bring mich in dein Bett!“ Die Prinzessin wollte widersprechen. Aber der König sah sie streng an. Also nahm sie den Frosch und rannte so schnell sie konnte in ihr Zimmer. Dort setzte sie ihn in eine Ecke. Dann legte sie sich in ihr Bett. Aber der Frosch war nicht zufrieden: „Du hast versprochen, dass ich in deinem Bett schlafen kann. Nicht hier in der dreckigen Ecke!“ Da wurde die Prinzessin sehr wütend. Sie nahm den Frosch und pfefferte ihn mit aller Kraft gegen die Wand. Doch als der Frosch gegen die Wand und dann auf den Boden klatschte, war er kein Frosch mehr. Der Frosch hatte sich in einen schönen, jungen Prinzen verwandelt. Der Prinz sagte: „Danke, schöne Prinzessin! Du hast mich befreit! Eine Hexe hat mich verhext und ich musste als Frosch leben. Jetzt bin ich endlich wieder frei. Willst du mich heiraten?“ Die Prinzessin war so begeistert von dem jungen Prinz, dass sie sofort „Ja“ sagte. Der König freute sich für seine Tochter. Der Prinz nahm die Prinzessin mit in sein Königreich. Bei ihrer Ankunft freuten sich die Menschen sehr und es gab ein großes Fest. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. QUELLE ORIGINALTEXT www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_froschkonig_oder_der_eiserne_heinrich GRAFIK HERZ FREEPIK
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der Waldrand/die Waldränder
die Stelle, an der ein Wald anfängt oder aufhört
verschwinden
unsichtbar werden, weg gehen
tief
sehr weit unten, z. B. tief im Meer
umherschauen
nach links und rechts sehen
schrumpelig
mit vielen Falten, runzlig, knittrig
aus Versehen
unabsichtlich, ohne es zu wollen
verlieren
etwas nicht wieder finden
quaken
das Geräusch, das ein Frosch macht
lügen
nicht die Wahrheit sagen
grausen
sich vor etwas ekeln oder fürchten
besorgt
voller Sorgen sein über jemanden oder etwas
teilen
jemandem etwas, z. B. Essen abgeben
widersprechen
nicht einverstanden sein; eine andere Meinung haben und sie sagen
pfeffern
umgangssprachlich: mit viel Schwung etwas werfen
mit aller Kraft
so fest man kann
klatschen
mit einem lauten Geräusch gegen eine Wand oder auf den Boden fallen
sich/jemanden verwandeln
sich oder jemanden so verändern, dass er/sie ganz anders aussieht
jemanden verhexen
eine Hexe verzaubert oder verändert jemanden, z. B. den Prinz in einen Frosch
begeistert
fasziniert; etwas oder jemanden toll/super finden
KOMPASS
INFOS, TIPPS & TERMINE IN MÜNCHEN TIPP
PhilBox – Die Münchner Philharmoniker auf 3 Quadratmetern
ten im Ost-, West- und Luitpoldpark. Alle sind herzlich eingeladen, ob groß oder klein, alt oder jung. Die Spielnachmittage finden bei Regen nicht statt. Wann: immer sonntags, 13:30 – 16:30 Uhr | Wo: Feichstr. 19, 81735 München, Sendling-Westpark, 81373 München, Brunnerstraße 2, 80804 München | Eintritt: kostenlos
Eislaufen in München
Für alle, die gerne Musik hören. Die PhilBox der Musikbibliothek im Gasteig ermöglicht den Klang des Münchner Orchesters auf kleinstem Raum zu hören. Erleben sie bekannte und unbekannte Aufnahmen, Filmmaterial und Literatur zu Geschichte und Gegenwart. Wann: Montag bis Freitag, 10:00 – 19:00 Uhr, Samstag: 11:00 – 16:00 Uhr | Wo: Rosenheimer Straße 5, 81667 München | Eintritt: kostenlos
Wintersport ist nicht nur in den Bergen schön. In der kalten Jahreszeit ist Eislaufen ein herrliches Vergnügen! Es geht ganz einfach und macht besonders viel Spaß, wenn man gemeinsam mit Freunden seine Runden auf der Eisbahn dreht. Solange die Seen und Kanäle noch nicht zugefroren sind, gibt es folgende Eislaufzentren:
Bau mit! München baut
Wer plant und baut eigentlich Schulen und Straßen? Wie werden Spielplätze und Bahnhöfe gebaut? Wieso fallen Häuser nicht um und wofür braucht man ein Baugerüst? Das alles findest du im Kindermuseum heraus. Dort kannst du selbst auch bei der Baustelle mitmachen. Wann: Dienstag bis Sonntag, bis 28. April 2019 | Wo: Arnulfstraße 3, 80355 München | Eintritt: 5,50 € ab 4 Jahren
Eislaufzentrum Ost, Staudingerstr. 17, 81735 München noch bis 10.03.2019 Eissportzentrum Olympiapark, Willi-Daume-Platz 1, 80809 München die Eissporthalle bietet fast das ganze Jahr über Schlittschuhspaß für alle
Shalom Salami
Gemeinsam Kochen und Essen! Alle Kulturen, Jung und Alt, jeder ist eingeladen zusammen zu kochen. Die Lebensmittel kommen von einer Kooperation mit einer Supermarktfiliale und sind kostenlos. Kommt zu KAP 37 und kocht mit! Wann: Jeden Dienstag, 17:30 – 21:00 Uhr | Wo: Kapuzinerstraße 37, 80469 München | Eintritt: Essen ist kostenlos, Getränke müssen bezahlt werden
Prinzregentenstadion, Prinzregentenstr. 80, 81675 München Montag und Donnerstag geschlossen Eissportzentrum West, Agnes-Bernauer-Str. 241, 81241 München noch bis zum 10.03.2019
Kinder können Kunst
Vor Ort kann man sich Schlittschuhe ausleihen. Eintritt: für Kinder bis 6 Jahre kostenlos, ab 6 bis 15 Jahre 4,10 €, für Erwachsene 5,60 €.
Singbar
Haben Sie Spaß am Singen? Mögen Sie Lieder aus der ganzen Welt? Die Singbar ist der perfekte Ort um zusammen zu singen und Spaß zu haben. Noten- oder bestimmte Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Wann: Immer am ersten Montag im Monat | Wo: Goethestraße 53, 80336 München | Eintritt: 0-8 € (Jeder gibt so viel wie er/sie kann)
Reparaturcafé in der Messestadt Fachmänner helfen alte Dinge wieder zu reparieren. Das passende Werkzeug dafür gibt es hier in der Werkstatt.
Wann: 26. Januar, 15:00 – 17:00 Uhr | Wo: Grünwerkstatt, Helsinkistraße 75, 81829 München | Eintritt: kostenlos
Flohmarkt im Olympiapark
Jeder ist herzlich eingeladen die vielen verschiedenen Stände des Flohmarkts zu entdecken. Wann: Freitag und Samstag, von 7:00 – 16:00 Uhr | Wo: Parkharfe im Olympiapark, Toni-Merkens-Weg 8, 80809 München | Eintritt: kostenlos
Für Kinder: Münchner Sternstunde für Kinder
Wenn dich der Himmel, die Sterne und Planeten begeistern, dann ist die Kinderführung durch das Planetarium perfekt für dich. Die Kinderführung durch die Ausstellung dauert ungefähr 2 Stunden. Danach gibt es noch eine Planetarium-Vorstellung unter dem Sternenhimmel.
Wann: immer freitags, 17:00 – 19:00 Uhr, bis 26.04.2019 | Wo: Bayrische Volkssternwarte, Rosenheimer Straße 145h, 81671 München | Eintritt: Kinder 4 €, Erwachsene 6 €
Spielnachmittage im Winter
Schlitten, Stelzen, Einräder, Hockeyausrüstung, Schaufeln, Eimer und noch vieles mehr bieten die Spielnachmittage des FreizeitSports an. Spielleiter helfen bei den abwechslungsreichen Aktivitä-
In der Pinakothek der Moderne können Kinder von 5 bis 12 Jahren Kunst entdecken und erleben. Es gibt verschiedene Stationen mit Aktivitäten und die Kinder lernen dabei das Museum kennen. Die Eltern können in der Zeit das Museum besuchen. Wann: jeden Sonntag, 13:00 – 17:00 Uhr | Wo: Barer Str. 40, 80333 München | Eintritt: 1 €
Winterspielplatz
Im kalten Winter fragen sich viele Eltern mit Kleinkindern: Was machen wir in der Freizeit? Der Winterspielplatz ist eine wunderbare Möglichkeit, denn er ist in einem warmen Gebäude. Er ist für Kinder von 0 bis 3 Jahren. Wann: Dienstag 15 – 17 Uhr, Mittwoch 09:30 –12 Uhr & 15 – 17 Uhr, Donnerstag 09:30 – 12 Uhr | Wo: Holzstraße 9, 80469 München | Eintritt: kostenlos
In unserer Reihe stellen wir klassische Bücher vor, die tief in den Köpfen vieler Menschen in Deutschland verankert sind – und die vielleicht mehr über dieses Land und dessen Bewohner*innen aussagen, als man denken würde.
Keine Angst - die wollen nur gelesen werden!… BUCHREZENSION
JUDITH KAISER
TITEL: Effi Briest AUTOR: Theodor Fontane Das Buch: Der Roman „Effi Briest“ wurde vom deutschen Schriftsteller Theodor Fontane geschrieben und im Jahr 1896 veröffentlicht. Die Hauptfigur ist Effi Briest. Sie ist 17 Jahre alt und heiratet den 38-jährigen Baron von Instetten. Sie ist aber nicht glücklich. Sie ist einsam und ihr ist langweilig. Dann lernt sie den Major von Crampas kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. Doch ihr Ehemann, der Baron von Instetten, erfährt davon. Das hat schlimme Folgen für Effi und den Major von Crampas. Der Autor Theodor Fontane gilt als der bekannteste Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland. Der poetische Realismus ist ein Stil in der Literatur. Er behandelt vor allem das Leben des damaligen Bürgertums, ohne es zu kritisieren. Im poetischen Realismus soll die
Gesellschaft möglichst realistisch und trotzdem ästhetisch dargestellt werden. Inhalt: „Der Eindruck, den Effi empfing, war überall derselbe: mittelmäßige Menschen, von meist zweifelhafter Liebenswürdigkeit, die, während sie vorgaben, über Bismarck und die Kronprinzessin zu sprechen, eigentlich nur Effis Toilette musterten, die von einigen als zu prätentiös für eine so jugendliche Dame, von andern als zu wenig dezent für eine Dame von gesellschaftlicher Stellung befunden wurde.“ Im neunten Kapitel lernt Effi Briest nach der Hochzeitsreise ihre neue Heimat kennen – die Stadt Kessin. Bei Besuchen bei Bekannten ihres Ehemanns, dem Baron von Instetten, fühlt sie sich jedoch nicht sehr willkommen.
Effi Briest von Theodor Fontane erschienen z. B. im Reclam Verlag, Textausgabe mit Kommentar und Materialien. Taschenbuch, 381 Seiten, Euro 5,80 ISBN-13: 978-3150193792 oder kostenlos online lesen unter http://www.zeno.org/Literatur/M/Fontane, +Theodor/Romane/Effi+Briest
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der/die Baron, -e
Namenstitel für einen Adligen bis 1919
der/die Major, -e
Namenstitel für einen Offizier im Militär im 18. Jahrhundert
die Affäre, -n
Beziehung, Verhältnis, Seitensprung (wenn man eine sexuelle Beziehung mit einem Menschen eingeht, obwohl man mit einem anderen Menschen verheiratet oder in einer Liebes-Beziehung ist
der/die Stil, -e
hier: Art und Weise, wie etwas geschrieben ist
das Bürgertum
altes Wort für die Gesellschaftsschicht der Bürgerinnen und Bürger
ästhetisch
schön, stilvoll, künstlerisch
mittelmäßig
durchschnittlich, nicht sehr gut und nicht sehr schlecht, in der Mitte
zweifelhaft
unsicher, nicht glaubhaft
Otto von Bismarck
Gründer und Kanzler des Deutschen Reiches im 18. Jahrhundert
die Toilette, -n
hier: Kleidung
prätentiös
überheblich, wichtigtuerisch; so tun, als ob man besser wäre als andere Menschen
dezent
bescheiden, unaufdringlich; ohne groß aufzufallen
MARKTPLATZ
STELLENANGEBOTE IN MÜNCHEN UND UMGEBUNG Zeitungszusteller (m/w)
Servicekraft/Barista/Koch/Bäcker (m/w/d) - Minijob
Mindestalter 18 Jahre, faire und leistungsgerechte Bezahlung mit Nachtzuschlag, bezahlter Urlaub, morgens um 6.00 Uhr bereits Feierabend, tägliche Arbeitszeit ca. 2 Stunden, Zustellbezirk in Ihrer Nähe HEIMATZEITUNGEN Kontakt: vertrieb@merkur.de merkur.de tz.de oder 089/5306-134
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse, Spaß an der Arbeit mit Menschen Aufgaben: Mitarbeit in einem kleinen Kaffee, je nach Erfahrung Ort: München Haidhausen Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Verkäufer in Bäckerei als Springer (m/w)
Anforderung: Deutsch B1, Verkaufserfahrung wünschenswert aber nicht notwendig Aufgaben: Verkauf von Backwaren und Brotzeit, Backen von Brezen, Organisation und Reinhaltung der Filiale Ort: mehrere Standorte in München Kontakt: info@social-bee.de
Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) - Ausbildung/ Praktikum
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse zu Ausbildungsbeginn, Vorkenntnisse im IT-Bereich Aufgaben: Arbeit mit IT-Systemen Anfang der Ausbildung: September 2019 Deutschkenntnisse: B1 zu Ausbildungsbeginn Ort: München, Isarvorstadt Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Montagehelfer (m/w)
Anforderung: Deutsch B1, handwerkliche Ausbildung wünschenswert, aber nicht notwendig Aufgaben: Montage von Steckverbindern, Kleinbaugruppen und anderen Maschinenteilen Ort: Sauerlach Kontakt: info@social-bee.de
Fachkraft für Messtechnik (m/w/d) - Ausbildung/Praktikum Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse zu Ausbildungsbeginn, Technisches Talent Aufgaben: Finden und beheben von Fehlern in Stromkreisläufen Anfang der Ausbildung: September 2019 Ort: München Feldmoching Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Veranstaltungskaufmann (m/w/d) - Ausbildung/Praktikum
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse zu Ausbildungsbeginn, Flexibilität und die Bereitschaft auch Abends zu Arbeiten Aufgaben: Organisieren von Events Anfang der Ausbildung: September 2019 Ort: München Haidhausen Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Schlosser (m/w/d) - Ausbildung/Praktikum
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse zu Ausbildungsbeginn, Spaß am handwerklichen Arbeiten Aufgaben: Arbeit in der Metallverarbeitung Anfang der Ausbildung: September 2019 Ort: München Feldkirchen Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Mitarbeiter für Qualitätskontrolle (m/w/d) - Vollzeit
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse, sorgfältiges Arbeiten, Bereitschaft zur Schichtarbeit Aufgaben: Sichtkontrolle von produzierten Teilen und Dokumentation fehlerhafter Teile Ort: München Milbertshofen/Eching Kontakt: jobs@arrivalaid.org
U-Bahnfahrer und Busfahrer (m/w/d) - Vollzeit
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse, Lust sich weiterzubilden und Spaß am Transport von Personen, Führerschein Klasse B (Busfahrer*in) Aufgaben: Personentransport Bonus: Bezahlter Führerschein der Klasse D/E (140 Fahrstunden und IHK Prüfung) Ort: verschiedene Standorte in München Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Mechaniker (m/w)
Anforderung: Deutsch B1, chemische Vorerfahrung Aufgaben: Arbeiten an Hartchrom-Tauchbädern, Chemischer-Nickel-Anlage, Bestücken der Chargen-Gestelle, Chargen-Prüfungen und Qualitätssicherung, Wartung und Pflege der Anlagen Ort: Gräfelfing Kontakt: info@social-bee.de
Pakethelfer (m/w/d) - Teilzeit
Anforderungen: A1 Deutschkenntnisse, Motivation, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, gute körperliche Fitness, Bereitschaft zur Schichtarbeit Aufgaben: Be- und Entladen von LKWs Ort: Kirchheim bei München Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Warennachschub und Kommissionierer (m/w) Anforderung: Deutsch A2 mit C1 Englisch oder Deutsch B1.2 Aufgaben: Scannen, packen, kommissionieren Ort: Bergkirchen Kontakt: info@social-bee.de
Eventhelfer (m/w/d) - Vollzeit/Teilzeit/Minijob
Anforderungen: B1 Deutschkenntnisse, Anpassungsfähigkeit, strukturiertes Arbeiten, körperliche Belastbarkeit, zeitliche Flexibilität Aufgaben: Auf- und Abbau von Events Ort: Münchner Innenstadt Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Möbelmonteur (m/w)
Anforderung: Deutsch B1 Aufgaben: Auf bau von Möbeln und Küchen bei Kunden Ort: Vatterstetten und Friedberg Kontakt: info@social-bee.de
Gärtner (m/w/d) - Teilzeit
Anforderungen: A2 Deutschkenntnisse, Lust an der frischen Luft zu arbeiten und gut anpacken können Aufgaben: Bearbeitung und Pflege von Gärten und Landschaften Ort: München Laim Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Mitarbeiter in einem Fanshop (m/w)
Anforderung: Deutsch B1 oder besser Aufgaben: etikettieren, einräumen, aufräumen, Warenannahme, Beratung der Kunden, kassieren Ort: mehrere Standorte in München Kontakt: info@social-bee.de
Servicekraft, Spüler (m/w/d) - Minijob
Anforderungen: Deutsch Grundkenntnisse, Bereitschaft, auf engem Raum in einem kleinen Team zu arbeiten, Spaß an der Arbeit mit Menschen und Essen Aufgaben: aufräumen, spülen, Service im Mittagsgeschäft Zeit: tägl. zwischen 10 und 15 Uhr (nach Absprache) Ort: Viktualienmarkt München Kontakt: jobs@arrivalaid.org
Wir freuen uns auf Ihre Anzeige in der nächsten ArrivalNews-Ausgabe! Bitte wenden Sie sich an redaktion@arrivalaid.org
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MARKTPLATZ
ArrivalAid Akademie:
DAS AKTUELLE PROGRAMM
Jetzt mitmachen!
Die ArrivalAid Akademie ist ein Fortbildungsprogramm für Menschen mit Fluchthintergrund und Menschen, die Geflüchtete unterstützen möchten. Die Seminare finden in einfachem Deutsch statt. Alle Seminare sind kostenfrei. Information & Anmeldung: www.arrivalaid.org/akademie
Für unsere drei Programme suchen wir wieder ehrenamtliche Mentoren*innen!
Rückfragen an: info@arrivalaid.org Termine: Mittwochabends von 18:30 bis 20:30 Uhr
Schon ab 2 Stunden pro Woche
1 ArrivalAid Jobmentoring
Ort: Bellevue di Monaco, Müllerstraße 2, 1. Stock, linker Raum
Fokus Arbeits- und Ausbildungssuche Als Jobmentor*in unterstützen Sie eine*n Bewerber*in mit Fluchthintergrund bei der Suche nach einer Arbeitsstelle, beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen und Vorbereiten auf Vorstellungsgespräche.
Termine
Seminare
16.01.2019
Arbeiten als Geflüchtete*r in Deutschland Referentinnen: Anja Schmidt und Margaux Metze, ArrivalAid
Einstiegsschulungen in 2019 zur Auswahl: Mo, 28. Januar
Mi, 27. März
Do, 23. Mai
Mo, 15. Juli
Mi, 25. September
Do, 28. November
Die Schulungen finden jeweils abends statt. Zeitaufwand: Ab 2 Stunden pro Woche für mindestens 3 Monate
23.01.2019
Praxisworkshop Arbeitssuche Referent*innen: Sebastian Halden, Social-Bee gGmbH und Sofie Calheiros, ArrivalAid
30.01.2019
Rechtliches Hintergrundwissen zur Arbeit von Geflüchteten Referentin: Danica Stanojevic, Anwältin Gute Deutschkenntnisse erforderlich
2 ArrivalAid Klage- und Anhörungsbegleitung Fokus Asylverfahren Als Klagebegleiter*in bereiten Sie Asylbewerber*innen auf die entscheidenden Termine im Asylverfahren vor. Sie sprechen mit ihnen über die Fluchtgeschichte und simulieren die Anhörungssituation vor dem Bundesamt oder die Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht. Einstiegsschulungen in 2019 zur Auswahl: Sa, 16. / So, 17. März
Sa, 12. / So, 13. Oktober
06.02.2019
Jobcenterleistungen für Geflüchtete in München Referentin: Mürvet Kasap, Jobcenter München
13.02.2019 12 - 15 Uhr
Fotoshooting für Bewerbungsbilder Fotografin: Luise Aedtner Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unbedingt erforderlich
3 ArrivalAid Integrationsbegleitung
21.02.2019 15:30 - 18 Uhr
Besuch im Berufsinformationszentrum (BiZ) Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unbedingt erforderlich
Als Integrationsbegleiter*in unterstützen Sie eine Einzelperson oder Familie beim Start in Deutschland. Sie helfen z. B. bei der Kommunikation mit Behörden, beim Deutschlernen oder der Wohnungssuche.
27.02.2019
ArrivalAid Kochevent Begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung unbedingt erforderlich
Die Schulungen sind jeweils zweitägig. Zeitaufwand: Ab 4 Stunden pro Monat für mindestens 1 Jahr
Fokus soziale Unterstützung
Einstiegsschulungen in 2019 zur Auswahl: Sa, 06. April
Sa, 09. November
Die Schulungen sind jeweils eintägig. Zeitaufwand: Ab 2 Stunden pro Woche für mindestens 6 Monate
Jetzt bewerben! Senden Sie eine Mail mit Lebenslauf an ausbildung@arrivalaid.org Weitere Infos unter www.arrivalaid.org/mitmachen ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) | Ringseisstraße 11a | 80337 München | Sitz der Gesellschaft: München | Amtsgericht München HRB 219221 Geschäftsführer: David J. Offenwanger, David Prochnow | Bankverbindung: GLS Bank Bochum | IBAN: DE94 4306 0967 8223 6729 00 | BIC: GENODEM1GLS Steuernummer: 143/237/03362
Auflösung Kinderrätsel von Seite 12
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ArrivalAid gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) Herausgeber: David J. Offenwanger und David Prochnow
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Weitere Informationen zu unseren Programmen finden Sie unter www.arrivalaid.org
Redaktion: David J. Offenwanger Ringseisstraße 11a 80337 München info@arrivalaid.org Tel.: 089 / 5587 1688 Fax: 089 / 20205365 Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München HRB 219221 eingetragen.
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ArrivalAid ist eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. In verschiedenen eigenständigen Programmen arbeiten wir in den Bereichen Asyl, Integration und Arbeitsmarktzugang. ArrivalAid gibt es bislang in München, Stuttgart, Köln, Düsseldorf und Frankfurt.