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Standardisiertes Bauen – Kurz erklärt Die wichtigsten Aspekte kompakt zusammengefasst
Leitfaden standardisiertes Bauen in der Armee Standards nutzen, Effizienz gewinnen!
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Das Wichtigste in Kürze Der Leitfaden «Standardisiertes Bauen in der Armee» bietet eine einheitliche Orientierung für Bauprojekte der Schweizer Armee. Durch klar definierte Standards, Prozesse und Rollen werden Effizienz, Kostenkontrolle, Qualität und Nachhaltigkeit gesteigert. Einheitliche Abläufe und Dokumente ermöglichen Projekte konsistent zu realisieren. Der Leitfaden fasst die zentralen Grundsätze, Organisationsstrukturen und Prozesse zusammen und unterstützt deren konsequente Umsetzung in den Projekten. Die frühzeitige und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist zentral, das heisst zwischen Eigentümervertretenden (armasuisse Immobilien), Mietervertretenden (Immobilien Verteidigung), Nutzervertretenden (z. B. Waffenplatzkommando), Betreibenden (z. B. Logistikbasis der Armee) sowie externen Partnern und Behörden. Klare Kommunikationsstrukturen, definierte Verantwortlichkeiten und regelmässige Abstimmungen sind die Voraussetzung, um funktionale, zukunftsfähige und termingerechte Militärinfrastrukturen zu realisieren. Standardisiertes Bauen bedeutet keine starren Strukturen und Vorgaben, sondern kontinuierlich zu lernen. Erfahrungen und Kennzahlen sollen systematisch ausgewertet, bewährte Lösungen wiederverwendet und damit Fehler vermieden werden. Dies steigert die Qualität nachhaltige, über alle Bauvorhaben hinweg.
Grundsätze Standardisiertes Bauen in der Armee basiert auf folgenden Leitprinzipien: Erfüllung militärischer Anforderungen und Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Szenarien Multifunktionalität und Nutzungsflexibilität, vielseitig nutzbar und anpassungsfähig Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Normen und raumplanerischer Bestimmungen Berücksichtigung der Sicherheits- und Verteidigungsstrategie des VBS Wahrung von Denkmalpflege und Naturschutz zur Sicherung von Kulturerbe und Landschaften
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Was ist Standardisiertes Bauen Standardisiertes Bauen bezeichnet einen einheitlichen, modularen Ansatz für Planung, Realisierung und Betrieb von Militärbauten. Wiederkehrende Bautypen, Modul- und Elementbauweisen sowie abgestimmte Prozesse sind nachhaltig, indem sie Planungsaufwand reduzieren, Flexibilität erhöhen und Qualität und Sicherheit verbessern. Nebst der baulichen Standardisierung umfasst der Ansatz auch standardisierte Prozesse in Bestellung, Planung, Steuerung und Betrieb. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind integrale Bestandteile, das heisst ressourcenschonende Materialien einsetzen, Bauteile wiederverwenden und recyceln sowie hohe energetische Standards gemäss Energiekonzept VBS 2020 umsetzen.
Ebenfalls werden Resilienz und Schutzanforderungen von Beginn an berücksichtigt. Militärbauten müssen unter aussergewöhnlichen Belastungen funktionsfähig bleiben und verfügen im Bedarfsfall über entsprechende Schutz-, Redundanzund Notfallsysteme.
Bauweisen – Begriffsdefinitionen
Warum Standardisiertes Bauen
Konventionelle Bauweise: Bauausführung überwiegend vor Ort ohne nennenswerte Vorfertigung
Standardisiertes Bauen optimiert Qualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit:
Elementbauweise: Vorfertigung einzelner Bauelemente, Montage auf der Baustelle Modulbauweise: Vorfertigung kompletter Raummodule, Zusammenbau vor Ort Semi-mobile Modulbauweise Rückbaubare und wiederverwendbare Bauten Temporäre Bauten: Provisorische oder mobile Bauten als Übergangslösung für den akuten Bedarf
Der gezielte Einsatz von Digitalisierung und Building Information Modeling (BIM) ermöglichen durchgängige Informationen über den gesamten Lebenszyklus. Die Integration von Smart-BuildingTechnologien steigern Energieeffizienz, Sicherheit und Betriebsqualität. Standardisierung ermöglicht zudem Kostenund Energieeinsparungen durch optimierte Planung, effiziente Beschaffung, Nutzung von Synergien, Einsatz von nachhaltigen Bauweisen und erneuerbarer Energien. Einheitliche Prozesse und verbindliche Standards sichern die Qualität und ermöglichen eine bestmögliche Abstimmung von Kosten, Terminen und Risiken.
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Ziele
Nutzen
Ziel ist die Effizienz, Nachhaltigkeit und Kostenkontrolle zu steigern und dabei die militärischen Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit sicherzustellen. Bauprojekte sollen schneller, wirtschaftlicher und ressourcen schonender realisiert werden.
Einheitliche Bestellung pro Objektart
Standardisiertes Bauen schafft Mehrwert für alle Beteiligten: Kontinuierlicher Wissensaustausch durch systematische Auswertung von Erfahrungen Klare Rollen und Verantwortung fördern Zusammenarbeit und Identifikation Eindeutige bauliche Vorgaben für wiederkehrende Bedürfnisse reduzieren Sonderlösungen und Doppelspurigkeit Professionelles Prozess- und Schnittstellenmanagement stärkt Entscheidungsqualität und Umsetzungssicherheit
Organisation / Rollen
Raschere Umsetzung der Projekte durch eindeutige Vorgaben Hohe Flexibilität bei Objektarten mit Umnutzungspotenzial Verkürzung der Reaktionszeit (Planung/Bau) Steigerung der Planungsund Kostensicherheit Optimale Abdeckung des «Standardbedarfs» (z.B. Unterkunft) und Betrieb
Prozess Der Prozess des Standardisierten Bauens orientiert sich an der Norm SIA 112 sowie am Life-Cycle-, Steuerungs- und Aufgabenmodell des Immobilienmanagements VBS. Er stellt eine einheitliche Steuerung über den gesamten Lebenszyklus sicher – von der strategischen Planung bis zur Nutzung und Rückgabe. Klare Phasen, Meilensteine und Dokumente gewährleisten eine rechtssichere, wirtschaftliche und zweckmässige Umsetzung.
Eine klare Projektorganisation ist zentraler Erfolgsfaktor. Die Rollen Nutzer, Mieter, Eigentümervertreter, Betreiber, IKT-Leistungserbringer und Departementsebene sind klar definiert und aufeinander abgestimmt. Je nach Projekt werden sie bedarfsgerecht zusammengesetzt, um eine effiziente und zielgerichtete Umsetzung sicherzustellen.
Version 01/2026