Erker Der
Jahrgang 38 - September 2026
Poste Italiane SpA – Versand im Postabonnement Einzelnummer 0,75 Euro G.D. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1,1 - Fil. Bozen - Postgebühr bar bezahlt
Monatszeitschrift für das südliche Wipptal - Mensile per l’Alta Val d’Isarco
Das Geschäft mit der Hoffnung Gesellschaft | Verdiente Wipptaler Kultur | 100 Jahre Radio Sport | Gekreuzte Schläger, rundes Leder
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Erker 09/26
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Impressum
Editorial
Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454 Bürozeiten: 8.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 17.00 Uhr Freitagnachmittag geschlossen
Liebe Leserin, lieber Leser,
Eigentümer und Herausgeber: WIPP-Media GmbH
mit der Hoffnung der Menschen lässt sich ein gutes Geschäft machen. Das war schon immer so. Nicht erst seit der Flüchtlingskrise von 2015, als große Migrationsbewegungen und Wanderströme nach Europa einsetzten, starke politische Verwerfungen auslösten und zu gesellschaftlichen Krisen führten, versuchen Menschen vor Krieg, Not und Elend zu fliehen und auf unserem Kontinent Schutz und ein besseres Leben zu finden. Seit der sogenannten „Migrationskrise“ gerät das demokratische Gefüge aber immer öfter unter Druck. Populistische Heilsversprecher schießen wie Pilze aus Europas demokratischem Boden – mitunter giftig und kaum genießbar – und bringen den Parlamentarismus mancherorts an seine Grenzen. Immer öfter treiben rechte Parteien die anderen politischen Kräfte vor sich her, bestimmen damit die öffentliche Debatte und ziehen den Fokus politischer Agenden auf sich. Denn mit der Hoffnung lässt sich auch politisches Kleingeld machen. Illegale Flucht- und Schmugglerrouten nach und innerhalb Europas gibt es viele. Es hat sie schon immer gegeben. In unserer Gegend hier in besonderem Maße seit der Trennung Tirols. Steile und manchmal unwegsame Schmugglerpfade führten von Pfitsch ins Zillertal sowie über das „Brennermairl“ und die Brennerberge am Sattelberg ins nördliche Wipptal. Das Schmugglergeschäft florierte – damals vor allem aus wirtschaftlicher Not und Armut heraus. Und es blüht weiterhin. Nur haben sich die Vorzeichen geändert – am Brenner ebenso wie an den Außengrenzen Europas. Während einst Waren des täglichen Bedarfs und Vieh über die Grenze geschmuggelt wurden, dreht sich das Geschäft heute um Menschen, Waffen und Drogen.
Redaktionsanschrift: Der Erker Neustadt 20 A, 39049 Sterzing Tel. 0472 766876 I info@dererker.it www.dererker.it facebook.com/erker.sterzing/ Instagram: dererker_zeitschrift_wipptal Presserechtlich verantwortlich: Renate Breitenberger (rb) Chefredakteur: Ludwig Grasl (lg) ludwig.grasl@dererker.it Redaktion: Barbara Felizetti Sorg (bar) barbara.felizetti@dererker.it Renate Breitenberger (rb) renate.breitenberger@dererker.it Sportredaktion & Lektorat: Barbara Felizetti Sorg (bar) sport@dererker.it Redaktion italienischer Teil: Silvia Pergher (sp) silvia.pergher@dererker.it Sekretariat & Werbung: Barbara Fontana barbara.fontana@dererker.it Grafik & Layout: Alexandra Martin grafik@dererker.it Mitarbeiter dieser Nummer: Heinrich Aukenthaler, Lorenz Grasl (log), Thomas Schwitzer (ts), Karl-Heinz Sparber, Stefan Troyer, Chiara Martorelli (cm), Dario Massimo (dm)
Eine der von kriminellen Schlepperbanden häufig genutzten Routen führt über den
Titelseite: © Martin Schaller
Brenner. Immer wieder kommt es dort zu illegalen Grenzübertritten. Diesem Phänomen
Druck: Tezzele by Esperia, Bozen
spürt unser Mitarbeiter Lorenz Grasl in der Titelgeschichte dieser Erker-Ausgabe nach.
Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro.
Seine Recherche eröffnet aufschlussreiche Einblicke in eine Entwicklung, die auch unsere Region unmittelbar betrifft. Der Migrationsdruck auf Europa – er verläuft in Wellen. Dies hat uns die spanische Exklave Ceuta an der marokkanischen Mittelmeerküste erst kürzlich wieder klar vor Augen geführt. An der „Festung Europa“ wird gerüttelt. Zwar konnten die Menschen, die nach Wegen in ein vermeintlich sichereres Leben suchen, zunächst einmal mehr aufgehalten werden. Eines sollte uns aber bewusst sein: Die Geschichte hat es immer und immer wieder gezeigt: Menschen, die ihr Land verlassen wollen, lassen sich über lange Zeit nicht aufhalten. Da können Zäune und Mauern noch so hoch sein.
Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
- Chefredakteur Erker 09/26
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© Bruneck Kronplatz Tourismus Gianvito Coco
© Martin Schaller
Inhalt
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Politik
Kultur
22 Sterzing: Debatte um Tarife im Balneum
48 Jubiläum: 100 Jahre Radio
80 Energie sparen & heizen
26 Genehmigt: Klimaplan für Franzensfeste
54 Porträt: Vivianas Festung
88 Schule & Weiterbildung
56 Bauwerke: Das Elektrizitätswerk in Wiesen und Pfitsch
30 Ladurns: Bauleitplan für Sommerrodelbahn geändert
Wirtschaft
Pagine italiane 60 Politica: Consiglio comunale di Vipiteno
11 Transit: Schwerverkehr nimmt weiter zu
63 BBT: Italia e Austria unite sotto il Brennero
12 BBT: Historischer Meilenstein
66 Attualità: Settanta stagisti del Gruppo HTI a lezione dal campione del mondo greco AJ Ginnis
34 Freienfeld: Ein Badesee wie in Gais
Gesellschaft 14 Titelgeschichte: Das Geschäft mit der Hoffnung 20 Abschied: Hauptmann Francesco Lorenzi im Interview 40 Ehrung: Verdienstmedaille für drei Wipptaler
67 Sport: La nuova stagione dei Broncos
Sport 68 Fußball: Start in die neue Saison 74 Yoseikan Budo: Kampfsport mit Werten 78 Eishockey: Optimistisch in die neue Spielzeit
Redaktionsschluss:
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Extra
15.09.26 Erker 09/26
Rubriken 3 Impressum 5 Leserbriefe 8 Aufgeblättert ... 28 Laut § 44 Kinderseite 46 Jugendseite Whats Upp?! 73 Sportpsychologie 96 Sportmedizin 98 Veranstaltungen 99 Leute 100 Jahrestage 101 Aus der Seelsorgeeinheit 104 Unterhaltung 106 Kleinanzeiger 109 Sumserin 109 Gemeinden 110 Vor 100 Jahren
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Wir geb Diamo.s
Leserbriefe
Sterzing 20/30 Mit den Träumen ist es so eine Sache: zuerst sind sie einem ganz deutlich in Erinnerung, dann aber plötzlich weg. Mir ging es genauso, bis neulich in einer der Straßen ein Auto wie im Feuerwehr-Einsatz unterwegs war. Nur - es war nicht die Feuerwehr, sondern jemand mit viel „Stress“; dabei ist der doch ungesund und vermindert das Wohlbefinden, um das es uns doch geht. Wieso überhaupt der „Stress“? Vom Himmel fällt er nicht und wie die Pilze wächst er auch nicht plötzlich aus dem Boden heraus. Nein, der ist ganz echt und unverfälscht selbst gemacht. Und dann auf diesen wirklich nicht uneingeschränkt vorzeigbaren Straßen! Dass es dort neuerdings keine Randsteine mehr gibt, mag zwar für schnelleres Fahren gut sein, ist es aber nicht für Fußgänger; schon gar nicht im Winter oder bei Regen. Weil ich beim Regen bin: Seinerzeit hat man die Randsteine sogar etwas höher gemacht, weil die Sterzinger von „Stadtbächen“ die Nase voll hatten. Bei Sterzing 20/30 wäre das alles einfacher, da in diesem Fall Höflichkeit, Rücksicht, wir Menschen und we-
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Vostra Vita,
der das Auto noch ein „i hons gneatig“ im Vordergrund stehen würden; wäre doch auch ein guter Tourismus-Slogan! Toni Hueber, München/Sterzing
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Grazie! Tutti, almeno una volta nella vita, abbiamo giocato a Monopoli. A fine febbraio, però, abbiamo pescato una vera e propria “carta degli imprevisti” che ci ha costretti a cambiare i nostri piani e a rientrare in Alto Adige. Qui la nostra famiglia ha trovato accoglienza e serenità dopo alcune settimane particolarmente intense vissute a Dubai. Oggi, dopo quasi cinque mesi, ripartiamo per gli Emirati Arabi Uniti e desideriamo cogliere l’occasione per ringraziare tutti per il sostegno e la disponibilità dimostrati. Un ringraziamento speciale va alla Scuola dell’Infanzia „Fate e Folletti“ di Vipiteno, all’Asilo Nido „Silva“ di Vipiteno, al Comune di Val di Vizze e alla Polizia del Brennero. Grazie di cuore a tutti e arrivederci!
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Leserbriefe
Herzlichen Dank!
1.500 m lagen alte Kabel von Telefonleitungen längs des Weges, auch die alten Stangen Wir alle haben mindestens lagen noch herum. Dies ist nicht einmal im Leben Monopoly genur für Wanderer gefährlich, spielt. Ende Februar haben wir jedoch eine echte „Ereigniskarte“ sondern vor allem für das Wild. Vom optischen Zustand möchgezogen, die uns dazu gezwungen hat, unsere Pläne zu ändern te ich gar nicht reden. Ob die Liftgesellschaft dafür zuständig und nach Südtirol zurückzukehren. Hier hat unsere Familie nach ist oder die alten Telefongesellschaften, Tim oder Sip, entzieht einigen besonders intensiven Wochen in Dubai Aufnahme und sich meinen Kenntnissen. Auch trifft man immer wieder auf Geborgenheit gefunden. Stacheldrahtzäune, obwohl sie Heute, nach fast fünf Monaten, schon lange verboten sind. brechen wir wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate auf. Ich persönlich meine und auch etliche andere Wanderer haben Wir möchten diese Gelegenheit darauf hingewiesen, dass bei den nutzen, um uns von Herzen bei allen für die entgegengebrachte Glastüren der Seilbahn ein Klebeband mit Vögeln angebracht Unterstützung und Hilfsbereitwerden sollte, damit die Gäste schaft zu bedanken. nicht dagegenrennen. Oft schon Ein besonderer Dank gilt dem beobachtet. Dies wären keine Kindergarten „Fate e Folletti“ in großen Spesen. Sterzing, der Kita „Silva“ in Sterzing, der Gemeinde Pfitsch sowie Von vielen Leuten kam der Vorschlag, dass an den Wochender Bahnpolizei am Brenner. enden die Seilbahnen bis 18.00 Ein aufrichtiges Dankeschön an Uhr fahren sollte. alle und auf Wiedersehen! Auf dem Radweg Brenner-SterFamilie Abbate zing stehen mitten auf der Strecke zwei Pfosten, die sehr gefährlich sind. Ob diese als Mehr Sicherheit Pistenrettung vorgesehen sind, kann ich nicht nachvollziehen, und Pflege aber wenn, dann sollte man diese mit einer Signalfarbe anVor kurzem bin ich vom Rossstreichen. kopf den Weg Nr. 19 Richtung Ich habe beobachtet, dass in FlaSterzing abgestiegen. Auf etwa
NEIN
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TED ERGEBNIS AUGUST Sollte es auf unseren Passstraßen mehr Verkehrskontrollen geben? DIE SEPTEMBER - FRAGE Wünschen Sie sich für das Wipptal einen Badesee? 6
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JA
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ding bei der Bushaltestelle nur eine kleine Bank steht. Wenn die Wanderer müde sind, ist kaum Platz für mehrere Personen. Der Wanderweg Richtung Telfer Weißen ist – gelinde gesagt – eher holprig. Und die „Stiege“ Richtung Ochsenscharte ist eine Zumutung. Einige Stufen mehr hätte alles viel angenehmer gemacht. Der weitere Weg Richtung Vallming ist unbedingt zu sanieren. Insgesamt ist der Abschnitt von der Abzweigung des Ridnauner Höhenweges bis zur Ochsenscharte wohl mit einem Spinnenbagger herzurichten. Ich habe heuer im Frühjahr bei einer Frau, die im Auftrag der Gemeinde unterwegs war, deponiert, dass auf der Sterzinger Seite immer noch kein Zaun gemacht wurde für Kinder, die mit dem Fahrrad auf der Rampe unterwegs sind; dies ist bei Hochwasser sehr gefährlich. Die Ostseite, Gemeinde Wiesen, hat schon lange einen Zaun.
weg klar erkennt? Will man die wahren Pioniere von 1961 bewusst vergessen, die in mühsamer Handarbeit die Wege mit Brücken und Zäunen aus Holz begehbar machten? Franz Gitzl, Stange
Wertschätzung sieht anders aus!
Täglich leisten die Pfleger sowie alle Mitarbeiter in den Altersheimen eine unersetzliche, schwere und verantwortungsvolle Arbeit am Menschen. Sie halten das System unter schwierigen Bedingungen am Laufen. Doch anstatt dieses Rückgrat unserer Gesellschaft zu stärken, schlägt man ihm ins Gesicht. Wie kann es sein, dass das Pflegepersonal trotz der enormen Belastung mit niedrigen Löhnen abgespeist wird? Diejenigen, die am Schreibtisch Karl Schwazer, Sterzing über die Gehälter entscheiden, sollten selbst erst einmal für ein paar Wochen effektiv in der Pflege mitarbeiten. Sie würVerschönerungsden schnell merken, wie viel Knochenarbeit in diesem Beruf verein 1961 steckt und dass dieser Lohn eine Farce ist. In Jaufensteg steht am Eingang zur Gilfenklamm eine neue, große Als ob das nicht genügen würde, mutet man den Beschäftigten Info-Tafel. Dort liest man u. a., auch noch finanzielle und organidass „1961 die Gilfenklamm vom Tourismusverein Ratschings satorische Hürden im Alltag zu. Anstatt kostenfreie Arbeitsbeumfassend restauriert wurde“. dingungen zu schaffen, müssen Richtig ist, dass der „restlos Angestellte mancherorts dafür verfallene Weg zur Klamm vom bezahlen, dass sie überhaupt zur Verschönerungsverein RatArbeit kommen dürfen, etwa für schings im Jahr 1961 wieder den hauseigenen Parkplatz. instandgesetzt“ wurde, und Und wer den ganzen Tag arbeitet zwar im Auftrag von Karl Gitzl, oder im harten Schichtwechsel damals Obmann dieses Vereins steht, scheitert oft schon an und Bürgermeister der Gemeinder Verpflegung. Statt flexible de Ratschings. kostenlose Mahlzeiten – egal ob Diese Infotafel in Jaufensteg ist man nun mittags oder abends wahrheitsgemäß neu zu schreieine Pause braucht –, wird das ben. Wieso wird ein wichtiger Personal mit starren Regeln Name einfach ausgetauscht, oder zusätzlichen Kosten schiobwohl man die ursprüngliche kaniert. Marmortafel auf dem Gilfen-
Wer vom Fachkräftemangel spricht, darf das Personal nicht durch solche Absurditäten vergraulen. Es braucht endlich faire Löhne und kostenfreie wertschätzende Rahmenbedingungen. Annemarie Auckenthaler, Niederflans
Grenzüberschreitende Umweltkämpfe
© Kronen Zeitung
Ich habe den historischen Rückblick auf die Umweltbewegung im Wipptal in der Juli-Ausgabe sehr geschätzt, allerdings nicht ohne eine gewisse Sorge um die Gegenwart, da es in der Region
den müssen, indem man die Sensibilitäten von Innsbruck bis nach Trient vereint. Am 30. Mai habe ich an der Veranstaltung „Weniger Verkehr, besseres Leben“ in Matrei teilgenommen, wo ich auch vom österreichischen Magazin „Kronen Zeitung“ interviewt wurde, aber – ich sage das mit aufrichtigem Bedauern – auf der Bühne war kein einziger Bürgermeister aus unserem Wipptal, sondern nur jene aus dem österreichischen Wipptal. Ich möchte hinzufügen, dass der Landeshauptmann von Tirol, Anton Mattle, als einfacher Bürger anwesend war. Abschließend ist es mein Wunsch, dass wir das Erbe dieser im Artikel geschilderten Geschichte annehmen, indem wir gemeinsam mit unseren Cousins aus Nordtirol voranschreiten – denn das Schicksal, das uns erwartet, ist unweigerlich ein gemeinsames –, aber auch, um jenen Mut zu fassen, der hier offenbar verloren gegangen ist. Angelo D’Errico, Gossensaß
keine Umweltgruppe gibt, die das Erbe von Debiasi, Forer und Seppi weiterführt. Zwei Seiten zuvor informiert uns ein Artikel derselben Redakteurin (rb) über die Initiativen, die junge Menschen ergriffen haben, um aktive Politik zu betreiben. Nun, ich setze großes Vertrauen in sie, in ihr Umweltbewusstsein und in das dringende Bedürfnis, das sie verspüren, die vielen Schäden zu beheben, die eine bestimmte Vorstellung von Entwicklung in diesem äußerst sensiblen Teil der Euregio verursacht hat. Warum spreche ich eher von der Euregio als vom Wipptal? Weil ich davon überzeugt bin, dass bestimmte Umweltkämpfe (aber nicht nur diese) grenzüberschreitend angegangen wer-
Esclusione dal centro estivo di bambini (BES) Alcune famiglie di Vipiteno segnalano l‘interruzione della partecipazione dei propri figli con Bisogni Educativi Speciali (BES) e disabilità a un centro estivo gestito da una cooperativa presso strutture scolastiche del territorio. Secondo quanto riferito dai genitori, i cinque minori coinvolti erano stati iscritti fin dall‘inizio del programma e avevano iniziato regolarmente le attività il 22 giugno, con la prospettiva di frequentare il centro per tutta Erker 09/26
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Wirtschaft
geblättert ... vor 30 Jahren im Erker
Auf
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Leserbriefe
09/1996 Die Sterzinger Gemeindeverwaltung will verhindern, dass das Schulgebäude am Stadtplatz und die Turnhallen unentgeltlich in das Eigentum des Landes übergehen. Die Verfassungsmäßigkeit des Landesgesetzes soll geprüft werden. –––––
Kein Megakraftwerk Die Idee geht auf die 1980er Jahre zurück: Freienfeld und Franzensfeste sprechen sich nun aber gegen die Nutzung des Eisacks als Energiequelle für ein Wasserkraftwerk zwischen Mauls und Franzensfeste aus. –––––
Südtirol-Aktivist Fritz Mandl Der Erker spricht mit dem ehemaligen Südtirol-Aktivisten Fitz Mandl über die Zeit der Anschläge – ihm wurde u. a. die Beteiligung an der Sprengung des „Aluminium-Duce“ in Waidbruck angelastet –, die Feuernacht, seine Haft und seine Begnadigung. –––––
Hans Widmann im Gespräch Kammerabgeordneter Hans Widmann debattiert mit dem Erker über die Regierung Prodi und die Situation in der SVP: „Die Rechten in der Volkspartei sind zur Zeit vorlaut.“ –––––
50 anni Polisportiva La Polisportiva Vipiteno compie 50 anni. Calcio, sci, bob ed atletica sono le discipline che caratterizzarono i primi anni di vita della „Poli“.
• Sadobe: Fahrtechnikzentrum oder Golfplatz? • Gossensaß: Unterschriftenaktion für Umfahrungsstraße • Arbeiten an Kläranlage eingestellt • Sterzing: Kaufboom stark nachgelassen • Zehn Jahre Jochropp‘n
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la durata prevista. Le prime settimane si sarebbero svolte senza particolari difficoltà. I bambini avrebbero partecipato alle attività in modo sereno, instaurando rapporti educativi significativi con gli operatori e prendendo parte alla vita del gruppo insieme ai coetanei. La situazione sarebbe però cambiata dopo la quarta settimana, quando le famiglie avrebbero ricevuto dalla cooperativa una comunicazione che annunciava l‘interruzione della partecipazione dei minori con disabilità al servizio estivo. Una decisione che, secondo i genitori, sarebbe stata comunicata senza un adeguato confronto preventivo e senza motivazioni ritenute sufficientemente chiare. L‘interruzione improvvisa avrebbe avuto conseguenze non solo per i bambini, ma anche per le famiglie, che avevano organizzato il periodo estivo sulla base del servizio garantito e che si sono trovate a fronteggiare difficoltà assistenziali, lavorative e organizzative. Tra le principali preoccupazioni dei genitori vi è la brusca interruzione di un percorso educativo e relazionale che appariva positivo. Per molti bambini con bisogni speciali, infatti, la continuità delle attività e delle figure di riferimento rappresenta un elemento fondamentale per favorire benessere, sicurezza e inclusione. Le famiglie esprimono inoltre rammarico per quella che ritengono una carenza di mediazione tra le parti coinvolte. Pur riconoscendo che il servizio non fosse gestito direttamente dal Comune, ritengono che una situazione così delicata avrebbe richiesto un maggiore impegno nel promuovere il dialogo e la ricerca di soluzioni condivise. Al di là del singolo caso, l‘episodio riapre il dibattito sul tema dell‘inclusione nei servizi educativi e ricreativi. Le famiglie sottolineano di non
chiedere trattamenti privilegiati, ma dialogo, trasparenza e attenzione ai bisogni dei propri figli. L‘auspicio è che venga fornito un chiarimento sulle ragioni che hanno portato all‘interruzione del servizio e che da questa vicenda possa nascere una riflessione costruttiva, affinché tutti i bambini possano accedere alle stesse opportunità educative e relazionali, in un contesto realmente inclusivo e attento alle diverse esigenze. Egla Salliu, Racines, Mariann Suga, Racines, Raffaele Maiello, Vipiteno
Ein großes Dankeschön!
Unser aufrichtiger Dank gilt den Freiwilligen Feuerwehren von Pflersch, Gossensaß und Sterzing für den Brandeinsatz in Pflersch im vergangenen Juli. Durch ihr professionelles Handeln konnten ein Großbrand verhindert und größere Wasserschäden erfolgreich abgewendet werden. Besonders bemerkenswert war auch die Hilfsbereitschaft nach dem Brand. Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, die uns in irgendeiner Weise so großartig unterstützt haben. Familie Christian Aukenthaler, Pflersch
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Was für ein wunderbarer Anblick! Brigitte Gschliesser aus Mareit hat uns dieses Foto von ihrem Balkon geschickt: Die Petunien erstrahlen in den leuchtendsten Farben und sind ein wahrer Blickfang. Man sieht sofort, wie viel Liebe und Pflege in diesen Blumen steckt.
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Wie rätselhaft ist doch die Welt ob sie uns auf die Probe stellt – macht sie das Klima ständig neu als wär sich unsre Welt nicht treu? Nein, nein, das macht der Mensch allein sonst könnt das Wetter besser sein wohl war der Sommer mehr als warm doch auch der Grund für den Alarm! Der Mensch verdirbt sich die Natur für Reichtum schaltet er auf stur weil wir auch meistens gierig sind sind wir für die Probleme blind. So wunderbar wär unsre Welt sie würde gerne uns bekehren auch helfen und belehren Doch Mensch bleibt Mensch. Maria Schumann
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Pfitsch
WIPPTAL-CHRONIK
Bankomat-Knacker gefasst
AUGUST 2026
Gossensaß
25 Feuerwehreinsätze © FF Sterzing
Ein heftiges Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen zieht am 9. August über das Wipptal. Innerhalb von eineinhalb Stunden rücken die Freiwilligen Feuerwehren von Sterzing, Wiesen, Thuins, Telfes, Ratschings und Elzenbaum zu nicht weniger als 25 Unwettereinsätzen aus, vor allem um vollgelaufene Keller und Garagen auszupumpen. Mehrere Unterführungen stehen unter Wasser, in Unterackern tritt ein Bach über die Ufer.
Am 14. August wird die FF Gossensaß zu einem Brand in einer Wohnung gerufen. Unter Atemschutz löschen die Wehrleute das Feuer und verhindern, dass es sich auf die ganze Wohnung ausbreitet. Vor Ort ist auch das Weiße Kreuz.
© FF Gossensaß
Wohnungsbrand
Wipptal
In der Nacht auf den 9. August beschädigen Unbekannte einen Geldautomaten in St. Jakob. Bargeld kann aufgrund der aktiven Sicherheitssysteme nicht entwendet werden. Am 14. August stellen die Carabinieri die Täter beim Versuch, einen Geldautomaten in Villnöß zu manipulieren. Die beiden Männer aus Moldau, wohnhaft in Padua, werden in das Bozner Gefängnis überstellt. Suchaktion nimmt gutes Ende Die Suche nach Alois Gruber, 84, aus Schrambach, der sich tags zuvor von zu Hause entfernt hat, nimmt am 13. August ein glückliches Ende. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung finden die Einsatzkräfte sein Auto in Pfitsch. Der Mann hat die Nacht auf der Hochfeilerhütte verbracht und ist am Morgen zum Gipfel aufgebrochen. Die Suchaktion wird abgebrochen.
Gasteig © Carabinieri
Blutige Schlägerei
Sterzing
Vermisster Wanderer wohlauf
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Erker 09/26
© Aiut Alpin
Aus bislang ungeklärter Ursache geraten vier Männer in der Nacht auf den 4. August in Gasteig aneinander. Dabei erleidet ein Beteiligter einen Messerstich in den Rücken und muss im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer zieht sich eine leichte Handverletzung zu. Da die vier Beteiligten den Tathergang widersprüchlich schildern, versuchen die Carabinieri den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Die mutmaßliche Tatwaffe wird sichergestellt.
Eine großangelegte Suchaktion im Gebiet der Prantneralm oberhalb von Sterzing nimmt am 9. August ein glückliches Ende. Ein 61-jähriger Urlauber ist am späten Nachmittag gemeinsam mit seinem Sohn unterwegs, als die beiden den Sichtkontakt zueinander verlieren. Der orientierungslose Mann wird von den Einsatzkräften im Bereich zwischen der Prantneralm und dem Saun unversehrt aufgefunden und ins Tal begleitet.
Franzensfeste
Mehrere Personen verletzt In der Nacht auf den 21. August gerät auf der Nordspur der Brennerautobahn ein PKW ins Schleudern. Ein Bus und ein weiterer PKW können nicht rechtzeitig bremsen und fahren auf das Fahrzeug auf. Mehrere Personen werden verletzt. Sie werden vom Weißen Kreuz ins Krankenhaus gebracht. An den beiden Autos entsteht Totalschaden, der Bus kann seine Fahrt fortsetzen.
BRIXEN Haus Guggenberg- Unterdrirtelgasse, 17 Brenner
Schwerverkehr nimmt weiter zu
Er steigt und steigt. Allen Baustellen zum Trotz: der Schwerverkehr über den Brenner. Im ersten Halbjahr 2026 fuhren 1,26 Millionen Lastwagen über den Brenner. Das waren von Jänner bis Juli in etwa 3,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einschränkungen wie jene an der Luegbrücke scheinen da nicht wirklich ein Hindernis zu
sein und den LKW-Verkehr zu einer Änderung der Routenwahl zu bewegen. Zu billig ist die Brennerachse im Vergleich zu anderen Alpentransversalen nach wie vor. Das gesamte Verkehrsaufkommen stieg laut Asfinag auf 6.570.975 Fahrzeuge. Das waren über 150.000 mehr als im ersten Halbjahr 2025.
24.09.2026,
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Sterzing
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Neue Radverbindung Kleiner Eingriff, große Wirkung: Eine neue Radüberquerung verbindet seit kurzem die Radwege in der Deutschhausstraße mit der Radspur in der Wilhelm-Egger-Straße, damit Radfahrer diese Strecke sicherer und ohne Umwege zurücklegen können.
Rekord-Investitionen Das Land Südtirol investiert so viel in die Radmobilität wie nie zuvor. Zwischen 2022 und 2026 wurden insgesamt knapp 83 Millionen Euro bereitgestellt, um das Rad zu einem echten Alltagsverkehrsmittel zu machen. Das entspricht jährlich mehr als 30 Euro pro Einwohner. Die Mittel – zusammengesetzt aus Landeshaushalt (46,9 Millionen Euro), europäischen EFRE-Geldern (22,6 Millionen Euro) und Ministerialmitteln
(13,4 Millionen Euro) – fließen derzeit in den Bau und die Verbesserung von rund 60 Radwegkilometern. Auch im Wipptal zeigen die Investitionen Wirkung: Im Rahmen der bereits abgeschlossenen Maßnahmen wurde der Ausbau der Brennerstaatsstraße (SS12) im Bereich „Plunger“ in Franzensfeste, wo ein neuer Radweg entsteht, mit einem Kostenaufwand von 685.000 Euro realisiert. Erker 09/26
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Aktuell
Historischer Meilenstein Fünftes Baulos genehmigt
© BBT SE
Der Interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung und nachhaltige Entwicklung (CIPESS) hat vor kurzem die Finanzierung des fünften und damit vorletzten Bauloses des Brenner Basistunnels (BBT) genehmigt. Für die italienische Seite wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 456,77 Millionen Euro bewilligt. Das Baulos umfasst die letzten wesentlichen baulichen Maßnahmen, die für die Fertigstellung des Tunnels notwendig sind. Das anschließende und letzte sechste Baulos wird die bahntechnische Ausrüstung des Tunnels betreffen.
Es ist geschafft: Am Morgen des 28. Juli wurde der historische BBT-Durchschlag vollendet. Nur Augenblicke später betraten die Mineure und Projektleiter unter Jubel den Tunnelabschnitt der anderen Seite und reichten ihren italienischen Kollegen die Hand. Mit dem Durchschlag
schloss der österreichische Vortrieb aus dem Baulos H53 Pfons-Brenner an die bereits fertiggestellten Haupttunnelröhren des italienischen Bauloses H61 Mauls 2-3 an. Rund 1.400 m unter
dem Brennerpass entstand damit erstmals eine durchgehende Verbindung zwischen den beiden Staaten. Die Staatsgrenze tief unter dem Brennerpass ist somit überwunden – Österreich und Italien sind nun durch die beiden Eisenbahntunnel des Brenner Basistunnels dauerhaft zusammengeschlossen. Auf italienischer Seite trieben die Tunnelbohrmaschinen „Virginia“ und „Flavia“ die beiden Haupttunnelröhren maschinell bis zur Staatsgrenze vor. Auf österreichischer Seite erfolgte der Vortrieb konventionell im bergmännischen Sprengvortrieb. Der Durchschlag verbindet damit nicht nur zwei Länder und zwei Baustellen, sondern auch zwei bewährte Methoden des modernen Tunnelbaus. Mit dem Durchschlag richtet sich der Blick bereits auf den nächsten großen Bauabschnitt. In den kommenden Monaten konzentrieren sich die Arbeiten auf die beiden letzten Tunnelbohrmaschinen, welche die Haupttunnelröhren in Richtung Innsbruck vorantreiben. Mit Abschluss dieser Vortriebe werden die gesamten Röhren der Eisenbahntunnel durchgehend hergestellt sein.
TOTALAUSVEKAUF SVENDITA
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- 17.10.2026 GOP~
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Brenner
© Ingo Dejaco
Züge ohne Umstieg nehmen Form an
Schon bald soll für grenzüberschreitende Pendler sowie Reisende zwischen Tirol und Südtirol der Umstieg bei Zugfahrten an der Grenze am Brenner entfallen. Eingeführt werden soll die umstiegsfreie Verbindung von Innsbruck nach Bozen und weiter nach Meran und Mals im Stundentakt ab Mitte 2027. Vom Fortschritt der Fahrzeugproduktion konnten sich Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und sein Tiroler Amtskollege
René Zumtobel Ende Juli in Savigliano im Piemont persönlich überzeugen. Hier werden in einer Produktionshalle des Zugherstellers Alstom aktuell die von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bestellten sechs Garnituren fertiggestellt, die ab 2027 ausgeliefert werden sollen. Insgesamt werden 22 Züge gemeinsam von der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) und den ÖBB angekauft.
Sterzing
Neuer Kreisverkehr geplant
Der Stadtrat von Sterzing hat Mitte August einstimmig beschlossen, das Projekt zur technisch-wirtschaftlichen Machbarkeit für die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Staatsstraßen SS44 (Jaufenstraße) und SS508 (PenserJoch-Straße) auf den Weg zu
bringen. Mit der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie wurde die Ingenieurgemeinschaft Pardeller GmbH aus Sterzing mittels Direktvergabe beauftragt. Der Gesamtauftragswert beläuft sich inklusive Nebenkosten und Mehrwertsteuer auf rund 25.000 Euro.
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Titelgeschichte
Das Geschäft mit der Hoffnung Die Zahl der Aufgriffe ist in Tirol deutlich zurückgegangen, verschwunden ist die Schlepperbewegung über den Brenner aber keineswegs. Die Netzwerke passen ihre Routen und Methoden laufend an, organisieren Transporte zunehmend digital und verdienen mit der Hoffnung armer Menschen auf ein besseres Leben sehr viel Geld. Ein genauerer Blick auf die Kontrollen entlang der Brennerroute und auf ein kriminelles Geschäft, das sich ständig verändert. I Lorenz Grasl Am Transitknotenpunkt Brenner ist vieles Alltag, was für die meisten Menschen in der heutigen Zeit kaum besonders erscheint. Züge fahren über die Grenze, Autos und Lastwagen passieren sie auf der Autobahn, Pendler und Urlauber bewegen sich zwischen Nord- und Südtirol. Für die Polizei ist der Brenner dagegen ein Ort ständiger Beobachtung. Nicht jeder, der die Grenze passiert, ist einfach nur auf dem Weg in den Urlaub oder zur Arbeit. Und nicht jeder, der unerlaubt einreist, ist alleine unterwegs. Hinter zahlreichen Fahrten stehen Menschen, die für ihre Weiterreise viel Geld an Netzwerke bezahlen, die daraus ein Millionengeschäft machen. Dass dieses Geschäft zumindest über die Brennerroute hinweg kleiner geworden ist, lässt sich an den Zahlen erkennen. In Tirol wurden nach Angaben von Daniel Heißenberger, Inspektionskommandant der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung am Brenner, im Jahr 2024 noch
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2.628 Aufgriffe registriert, während 2025 nur noch 1.820 verzeichnet wurden. Das entspricht einem Rückgang von rund 31 Prozent. Österreichweit ging die Zahl im selben Zeitraum um 25 Prozent zurück. Besonders deutlich wird die Entwicklung im Vergleich mit dem bisherigen Höchststand der letzten Jahre: 2022 wurden in Tirol noch 5.580 Aufgriffe registriert. Seitdem zeigt die Kurve klar nach unten. Auch das Bundeskriminalamt spricht von einem deutlichen Rückgang. Österreichweit wurden 2024 insgesamt 5.736 geschleppte Personen registriert – gegenüber 35.483 im Jahr 2023. Gleichzeitig sank die Zahl der festgenommenen Schlepper von 751 auf 225. Die häufigsten Herkunftsstaaten der geschleppten Personen, die in
Österreich festgestellt wurden, waren 2024 Syrien, Afghanistan, die Türkei und Marokko. Diese Staaten zählen auch bei den Aufgriffen am Brenner zu den häufigsten Herkunftsstaaten, wie Heißenberger erklärt. Von einem Ende der Bewegung am Brenner kann trotzdem keine Rede sein. Im Gegenteil, die Route bleibt eine wichtige Transitachse. Tirol, genauso wie Südtirol, ist dabei in erster Linie meist nicht Zielgebiet, sondern Durchgangsraum in beide Richtungen. Menschen werden sowohl von Süden nach Norden als auch von Norden nach Süden aufgegriffen. Autos, Busse, Transporter und Züge werden dafür genutzt, teilweise wird auch versucht, die Grenze zu Fuß über freies Gelände zu überwinden. Gerade dieser Punkt macht die Einordnung
schwierig: Die Polizei kann nur jene Bewegungen registrieren, die sie tatsächlich feststellt. „Wie groß die nicht entdeckte Bewegung ist, lässt sich natürlich nicht zuverlässig sagen“, räumt Heißenberger ein. Weniger Aufgriffe bedeuten deshalb nicht automatisch, dass die Zahl der tatsächlichen Schleusungen im selben Ausmaß zurückgegangen ist. Gleichzeitig beobachten die Beamten aber eindeutig eine abnehmende Bewegung über Tirol. Der hohe Kontrolldruck habe Wirkung gezeigt. Es werde außerdem deutlich, dass die Schlepper immer wieder auf den Druck reagieren. Denn Schleuserorganisationen gehen sehr organisiert vor und hoffen nicht einfach darauf, dass ihre „Transporte“ am Brenner nicht kontrolliert werden. Sie verändern Mittel und
Titelgeschichte
Wege. Wenn eine Route schwieriger wird, werden andere Möglichkeiten interessanter. Nach Einschätzung der Polizei am Brenner deutet derzeit einiges darauf hin, dass teilweise vermehrt auf andere Wege gesetzt wird und so etwa von Süden aus direkter in Richtung Frankreich gesteuert wird. Ob tatsächlich eine konkrete Ausweichbewegung vom Brenner auf eine andere Route stattfindet, lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres beweisen. Der Brenner bleibt trotzdem wichtig. Das liegt nicht zuletzt an seiner Geografie. Die Brennerachse verbindet Italien und Österreich und führt auf angenehmem Wege weiter in Richtung Deutschland und Nordeuropa – ausgesprochen häufige Zielländer. Für Menschen, die nach ihrer Ankunft in Europa weiter nach Norden wollen, ist sie damit eine naheliegende Verbindung. Genau das macht sie auch für Schlepper interessant. „Aber auch in die entgegengesetzte Richtung verzeichnen wir Aufgriffe“, unterstreicht Heißenberger. Für das Wipptal bedeutet das: Was am Brenner passiert, ist Teil einer größeren europäischen Entwicklung. Die internationale
Daniel Heißenberger, Inspektionskommandant der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung am Brenner
Schleuserbewegung macht auch vor dem Wipptal nicht halt, nur bekommen wir im Alltag meist nur wenig davon mit. Ständiges Katz-und-Maus-Spiel Für die Beamten geht es beim Kampf gegen Schleppernetzwerke vor allem um Flexibilität. Kontrollen finden zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlicher Form statt. Kontrolliert werden Autobahn und Bundesstraße, aber auch internationale und regionale Personenzüge sowie Güterzüge. Die sogenannte „grüne Grenze“ wird hauptsächlich vom Bundesheer überwacht. Die Polizei arbeitet dabei zum einen mit
Zahlen & Fakten zur Schleuserbewegung am Brenner
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Entwicklung der Aufgriffe am Brenner
2022:
2024:
2025:
5.580 Personen
2.628 Personen
1.820 Personen
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Die Zahl der von der österreichischen Polizei aufgegriffenen geschleppten Personen am Brenner ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.
Österreichweit
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2023
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2024
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35.483 geschleppte Personen
5.736 geschleppte Personen
Auch österreichweit zeigt sich ein deutlicher Rückgang.
Quelle: Bundeskriminalamt-Schlepperei und Menschenhandel 2024
stichprobenartigen Kontrollen und genauen Beobachtungen, aber auch mit Hinweisen und Informationen aus der Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Staaten. Heißenberger beschreibt das Verhältnis zwischen Polizei und Schleppern als ständige Aktion und Reaktion. Die Beamten wollen möglichst flexibel und schwer berechenbar sein, während die Schleuser versuchen, möglichst genau zu wissen, wo, wie und wann kontrolliert wird. „Schlepper scheinen immer top informiert und organisiert zu sein“, lautet seine Einschätzung. Hinter dieser Professionalität stehe ein Geschäft, in dem es um sehr viel Geld gehe. Damit einhergehend kann man erkennen, dass es am Brenner längst nicht nur um die Frage geht, ob jemand eine Grenze unerlaubt überquert. Die Fremden- und Grenzpolizeiliche Abteilung ist nämlich auch mit grenzüberschreitender Kriminalität beschäftigt. Migration und Kriminalität überschneiden sich dazu in manchen Fällen: Ein Aufgriff kann verwaltungsrechtliche Folgen haben, in anderen Fällen ergeben sich strafrechtliche Ermittlungen. Auch Suchtmittel spielen bei den Kontrollen eine wichtige Rolle. Jeder Fall müsse deshalb für sich betrachtet werden, so Heißenberger.
Darüber hinaus ist für ihn ein Begriff besonders wichtig, wenn auch oft missverständlich: Die Beamten sprechen bei ihrer Arbeit nicht von flächendeckenden „Grenzkontrollen“; am Brenner und generell entlang der Brennerroute werden vielmehr sogenannte Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt, die punktuell u. a. der Bekämpfung von illegaler Migration und grenzüberschreitender Kriminalität dienen. Für die Beamten bedeutet das einen Alltag, in dem kein Einsatz dem anderen gänzlich gleicht. Die Verkehrsmittel, die Schleuser für ihre „Transporte“ nutzen, sind so unterschiedlich wie ihre Methoden. Autos, Busse und Transporter gehören ebenso dazu wie Züge. Gerade der Bahnverkehr spielt am Brenner nämlich eine wichtige Rolle. Internationale und regionale Personenzüge werden kontrolliert, aber auch Güterzüge. Letztere waren für die Menschen, die darin unerlaubt die Grenze überqueren wollten, teilweise besonders gefährlich. Heißenberger erinnert sich aus seiner früheren Zeit im Außendienst vor allem an Transporte in Güterzügen. Menschen versuchen auf diese Weise die Grenze zu überwinden und das unter teils lebensgefährlichen Bedingungen. „Solch waghalsige Versuche bleiben einem natürlich im Erker 09/26
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Gedächtnis“, sagt Heißenberger. Dieses Phänomen sei inzwischen aber eindeutig rückläufig und komme heute nicht mehr in dem Ausmaß vor. Polizei und Schlepper reagieren aufeinander. Genau deshalb könne man die Entwicklung auch nicht mit einer einzigen Maßnahme erklären. Technische Hilfsmittel helfen der Polizei inzwischen dabei, Muster zu erkennen und Zusammenhänge herzustellen. Gleichzeitig bleibt Erfahrung entscheidend. Bei der Fahndung brauche es nämlich auch ein gutes Gespür dafür, dass hinter einem scheinbar gewöhnlichen Vorgang auch etwas anderes stecken könnte. Vom einzelnen Fahrer zum internationalen Netzwerk Wer bei Schleusung nur an einen Fahrer denkt, der einige Menschen für Geld über eine Grenze bringt, denkt zu kurz. Hinter einem großen Teil der Fälle stehen größere, international vernetzte Strukturen. Wie genau diese aufgebaut sind, unterscheidet sich von Fall zu Fall und ist meist nicht gänzlich zu erschließen. Manchmal wird eine komplette
Reise organisiert, in anderen Fällen werden einzelne Etappen von unterschiedlichen Beteiligten übernommen. Auch am Brenner erleben die Beamten beides. Nach Angaben von Heißenberger werden manche Reisen bereits vom Ausgangspunkt in Nordafrika bis zu einem Ziel in Deutschland organisiert. In anderen Fällen funktioniert die Reise Schritt für Schritt. Besonders häufig handelt es sich bei den Geschleppten um junge Männer. Die Herkunftsregionen verändern sich, wobei weiterhin Menschen aus dem Maghreb und dem Nahen Osten die wohl größte Rolle spielen. Europol zeichnet ein ähnliches Bild für Europa. Außerdem beschreibt die Behörde Schleusernetzwerke als flexibel und anpassungsfähig. Sie arbeiten über Grenzen hinweg, reagieren auf politische und geopolitische Entwicklungen und können sich mit anderen Formen organisierter Kriminalität überschneiden. In einzelnen Fällen bestehen Verbindungen zu Drogenhandel, Waffenhandel, Dokumentenfälschung oder Geldwäsche. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder einzelne Schleuser zugleich
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Geschleppte Personen in Österreich nach Nationalität 2024
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Quelle: Bundeskriminalamt-Schlepperei und Menschenhandel 2024
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in all diesen Bereichen tätig ist. Es zeigt vielmehr, wie eng unterschiedliche kriminelle Märkte miteinander verbunden sein können. Das Geschäft funktioniert dabei zunehmend digital, so Heißenberger. Soziale Medien und Messenger-Dienste werden genutzt, um Kontakte herzustellen, Reisen anzubieten und einzelne Etappen zu organisieren. Das erschwert die Arbeit der Ermittler zusätzlich, weil die eigentlichen Organisatoren häufig nicht irgendwo entlang der Route der geschleppten Menschen zu finden sind. Der Fahrer, der etwas oder jemanden über den Brenner schmuggelt, ist in den allermeisten Fällen sowieso nur ein winziger Teil des Netzwerks. Einen einzelnen Transport zu stoppen, ist dabei nur der erste Schritt. Wesentlich schwieriger ist es, die Personen dahinter zu identifizieren, ihre Kommunikation nachzuvollziehen und ein ganzes Netzwerk strafrechtlich nachzuweisen. Aber mit kleinen Erfolgen setzt man solchen mafiösen Strukturen doch ordentlich zu, so Heißenberger.
miteinander verbunden. Für die Polizei am Brenner bedeutet das einen ständigen Informationsaustausch. Heißenberger spricht von einer sehr guten bi- und trilateralen Zusammenarbeit, die von den höheren Ebenen bis zu den operativen Dienststellen ausgesprochen gut funktioniere. Sie reicht von Informationen über neue Methoden der Schleuser bis hin zu gemeinsamen Zugdurchsuchungen und stationären Autokontrollen. Für die Beamten ist diese Zusammenarbeit nicht bloß organisatorischer Zusatz, sondern ein entscheidender Teil der Arbeit. Eine Schleuserorganisation denkt schließlich ebenfalls nicht in Landesgrenzen. „Wenn ein Netzwerk in Italien Personen aufnimmt, sie über Tirol transportiert und weiter nach Deutschland bringt, kann auch eine erfolgreiche Ermittlung nur funktionieren, wenn Informationen über diese Grenzen hinweg weitergegeben werden“, so Heißenberger. Auch von italienischer Seite wird diese grenzübergreifende Zusammenarbeit als wichtiger Bestandteil hervorgehoben. Das italienische Innenministerium nennt in der Drei Länder, eine Route Jahresbilanz der Bahnpolizei für Österreich, Italien und Deutsch- 2025 etwa insgesamt 20.434 land sind auf dieser Achse eng kontrollierte ausländische Per-
sonen in den Grenzbereichen von Brenner und Tarvisio. 729 Personen wurden dabei in einer „irregulären Position“ festgestellt. Die Zahlen, die allein für den Brenner leider nicht vorliegen, zeigen, dass die Kontrollen auch auf italienischer Seite tagtäglich stattfinden und eng mit den österreichischen und deutschen Behörden abgestimmt werden. Denn genau diese Zusammenarbeit wird bei dieser hohen Zahl an Kontrollen vom Ministerium als entscheidend bezeichnet. Warum die Hintermänner so schwer zu finden sind Ein Aufgriff am Brenner liefert nicht bereits die Informationen, die Ermittler brauchen. Im Gegenteil: Die geschleppten Menschen wissen teilweise selbst nicht, wer genau hinter ihrer Reise steht. Andere schweigen bewusst. Manche haben Angst vor den Schleppern oder ihren Familien. Wieder andere wurden nach Angaben der Polizei darauf vorbereitet, was sie bei einer Kontrolle sagen sollen. Heißenberger beschreibt die Befragung deshalb als besonders schwierigen Teil der größeren Ermittlungsarbeit. Die Betroffenen würden teilweise von den Schleusern „gebrieft“,
also darauf vorbereitet, welche Angaben sie bei einem Aufgriff machen sollen. Auch die Vernichtung von Beweisen spiele eine Rolle. „Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Menschen, die tatsächlich wichtige Informationen liefern können und damit Ermittlungen gegen Schleuserorganisationen ermöglichen“, so Heißenberger. Genau hier zeigt sich auch die menschliche Seite des Problems. Wer über einen Schlepperring nach Europa kommt, ist nicht automatisch ein freiwilliger Teil einer kriminellen Organisation. Viele Menschen befinden sich in einer Situation, in der sie ihre Flucht hart erkämpfen und sehr viel Geld an Schleuser zahlen müssen. Zugleich liefern sie sich diesen komplett aus. Die Polizei hat dabei einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und es gleichzeitig mit Menschen zu tun, deren persönliche Geschichte häufig von Krieg, Verfolgung, Armut oder anderen Notlagen geprägt ist. „Die Menschen, die man da aufgreift, haben ihre ganz eigene bewegende Geschichte, das darf man nie vergessen“, sagt Heißenberger. Der notwendige Respekt und die Menschlichkeit müssten deshalb immer vorhanden sein. Man arbeite nach dem gesetzlichen Auftrag, aber dieser gesetzliche Rahmen verbiete keine Menschlichkeit. Das ist für die Beamten nicht immer leicht. Besonders Situationen, in denen Kinder betroffen sind, bleiben in Erinnerung, so Heißenberger.
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bezahlen, macht Schleusung zu einem lukrativen Geschäft. „Wie viel Geld dabei im Spiel sein kann, ist ganz unterschiedlich und teilweise auch nicht vorstellbar“, so Heißenberger. Das zeigt auch ein von Europol 2024 veröffentlichter Fall: Ein seit 2021 aktives syrisch dominiertes Schleusernetzwerk soll insgesamt mehr als 3,4 Millionen Euro an illegalen Gewinnen erwirtschaftet haben. Für eine Schleusung wurden je nach Route und Leistung zwischen 4.500 und 12.000 Euro verlangt. Solche Fälle zeigen die Größenordnung eines Geschäfts, das enorme Gewinne verspricht. Und genau deshalb verschwinden die Netzwerke nicht einfach, wenn einzelne Hintermänner festgenommen werden. Vielmehr ist es eine Art Nachrücken: Werden einzelne Personen aus einer Struktur herausgenommen, übernehmen andere unmittelbar ihre Aufgaben, das merke man sofort. Trotzdem seien solche Ermittlungen wichtig und Teilerfolge wertvoll.
Was morgen passiert, weiß niemand Heißenberger hat sich nach eigenen Angaben abgewöhnt, langfristige Prognosen über die Entwicklung der Schlepperbewegung abzugeben. Zu groß sei der Einfluss geopolitischer Ereignisse. Kriege, politische Konflikte und andere Krisen können innerhalb kurzer Zeit neue große Migrationsbewegungen auslösen. Der Rückgang der vergangenen Jahre ist zwar deutlich, aber nicht gleichbedeutend mit einer Entwarnung. Der hohe Kontrolldruck zeigt derzeit Wirkung, ebenso die technische Entwicklung und die Zusammenarbeit der Behörden. Gleichzeitig wissen die Beamten, dass sie nicht jede Bewegung erkennen können. Auch das gehört zur Realität am Brenner. Und so liegt er auch weiterhin auf einer Route, die genau beobachtet werden muss. Für das Wipptal bedeutet das, dass die Schleuserbewegung „direkt an uns vorbei“ zwar deut-
Italienische Bahnpolizei Die italienische Bahnpolizei kontrollierte im Jahr 2025 insgesamt 20.434 ausländische Personen in den Grenzbereichen Brenner und Tarvisio. Dabei wurden 729 Personen in einer irregulären Position festgestellt. Die Zahlen aus dem Jahr 2024 sind nahezu deckungsgleich.
lich weniger geworden ist als noch während der großen Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre, aber nicht ganz verschwunden ist. Genau deshalb bleibt die Arbeit der Beamten am Brenner ein ständiges Katz-undMaus-Spiel. Die Polizei versucht Muster zu erkennen und Routen zu kontrollieren. Die Schlepper suchen neue Wege, neue Transportmittel und neue Kommunikationskanäle. Dazwischen stehen die Menschen, die sich auf eine oft lange und gefährliche Reise begeben haben, um ein besseres Leben führen zu können und am Brenner manchmal zum ersten
Mal direkt mit der Polizei konfrontiert werden, die ihre Reise stoppt. Heißenberger bringt das Spannungsfeld seiner Arbeit auf einen einfachen Nenner: „Der gesetzliche Auftrag muss erfüllt werden, aber Menschlichkeit bleibt trotzdem möglich.“ Vielleicht ist das auch die wichtigste Erkenntnis hinter den Zahlen: Hinter jedem Aufgriff steht nicht nur ein Fall für die Statistik, sondern ein Mensch. Und hinter jeder Schleusung steht ein Geschäft, an dem Kriminelle verdienen, während sie Menschen, die auf ein besseres Leben hoffen, in Gefahr bringen.
Entwicklung der Personenaufgriffe in Österreich 2013 bis 2024
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19.274 2019
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21.236 2018
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27.753 2017
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50.848 2016
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94.262 2015
0 21.641
34.070 2014
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Ein von Europol 2024 veröffentlichter Fall zeigt die Größenordnung, die hinter solchen Netzwerken stehen kann: • Das betreffende syrisch dominierte Schleusernetzwerk war seit 2021 aktiv. • Die Ermittler schätzten die illegalen Gewinne auf mehr als 3,4 Millionen Euro. • Für eine Schleusung wurden je nach Route und Leistung zwischen 4.500 und 12.000 Euro verlangt.
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Internationales Schleusergeschäft
Quelle: Bundeskriminalamt-Schlepperei und Menschenhandel 2024
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Aktuell
„Kein Lebewohl, sondern ein Auf Wiedersehen“ Vier Jahre lang leitete der aus Brixen stammende Hauptmann Francesco Lorenzi die Carabinieri-Kompanie Sterzing. Nun führt ihn sein Weg nach Sizilien zur Kompanie Agrigent. Im Interview mit dem Erker blickt er auf seine Dienstzeit im Wipptal zurück, spricht über präventive Polizeiarbeit, emotionale Einsätze und seinen Auftrag an die Bürger.
Hand mit Feuerwehr und Zivilschutz im Einsatz. Ist Sterzing aus Sicht der Sicherheit eine „Insel der Seligen“? Man kann es so nennen, aber man muss dennoch ein wachsames Auge auf die Stadt werfen.
Erker: Herr Lorenzi, nach vier Jahren an der Spitze der Carabinieri in Sterzing: Wie fällt Ihre Bilanz aus? Francesco Lorenzi: Es ist für mich ein sehr emotionaler Moment. Da ich aus Brixen stamme, verlasse ich ein Stück Heimat. Sterzing ist grundsätzlich ein Hauptmann Francesco Lorenzi: „Man muss ein ruhiges Gebiet – ich war wachsames Auge auf die Stadt werfen.“ davor in Kalabrien, wo der operative Druck weit höher war. In vier Jahren haben wir immerAber wenn hier etwas passiert, hin 33 Festnahmen vollzogen hat es oft nationale Tragweite. und 760 Personen angezeigt. Ich denke etwa an die Lawinen- Mir war immer wichtig, dass jede tragödie in Ridnaun im März mit Anzeige ernst genommen wird vier Todesopfern. Dieser Einsatz – vom Fahrraddieb über Vandahat uns voll gefordert und stand lismus bis hin zur Aufdeckung auch im Blickpunkt der Medien. von Falschangaben bei IPES-SoInsgesamt war mein Hauptziel, zialwohnungen. Ein wichtiger Sterzing als sicheren Ort zu be- Erfolg war die Aufklärung des wahren. Der Schlüssel dazu lag versuchten Raubüberfalls auf in der Prävention: Wir haben die das Juweliergeschäft „Aster“, Nachtstreifen in Wiesen, Gos- bei dem der Täter ausgeforscht sensaß und Freienfeld verstärkt werden konnte. Wie steht es um das Vertrauund so die Dämmerungseinbrüche im Winter massiv gesenkt. en der Bürger in die CarabiniAuch bei extremen Staus auf eri? der Autobahn oder bei Kata- Das Vertrauen ist hoch – und wir strophen stehen wir Hand in haben es auch aktiv gepflegt.
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Neben Präventionsvorträgen an Schulen haben wir gemeinsam mit der Gemeinde Sterzing und Banken über Online-Betrug und die Masche der „falschen Carabinieri“ aufgeklärt. Wenn Kriminelle im Namen der Ordnungshüter Ersparnisse ergaunern, hat die Ermittlung oberste Priorität. Im Vergleich zu Süditalien zeichnet sich das Wipptal durch vorbildliche Mithilfe aus: Zeugen melden sich umgehend und stellen Videomaterial zur Verfügung. Diese enge Zusammenarbeit mit Bevölkerung, Gemeinden und Rettungsdiensten ist unbezahlbar. Welche Einsätze bleiben Ihnen besonders in Erinnerung? Der drastischste Moment war der Lawineneinsatz in Ridnaun. Ich leistete in der Einsatzzentrale Dienst. Den Angehörigen der ersten Opfer die Todesnachricht überbringen zu müssen, war extrem belastend. Ein emotionaler Glücksmoment war dagegen die Dankbarkeit einer Juwelierin, als wir nach einem Überfall den Täter festnehmen konnten. Zu sehen, dass man einem Opfer sein Sicherheitsgefühl wieder zurückgeben kann, berührt zutiefst. Ein wichtiges Anliegen war Ihnen auch das Thema häusliche Gewalt. Ja, in Kooperation mit der Gemeinde Sterzing haben wir viel Aufklärungsarbeit geleistet.
Wichtig dabei ist, kein Signal zu unterschätzen. Hinter angeblichen Streitigkeiten verbirgt sich oft jahrelanger Terror. Häusliche Gewalt und Stalking kommen auch in allen Bevölkerungsschichten vor. Durch den „Codice Rosso“ kann die Justiz heute rasch eingreifen. Dass die Zahl der Anzeigen steigt, sehen wir positiv: Es zeigt, dass mehr Opfer den Mut fassen, Hilfe zu suchen. Nun wechseln Sie nach Sizilien. Was erwartet Sie dort? Ich übernehme dort das Kommando der Kompanie Agrigent. Die Verantwortung wächst dadurch deutlich: Die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt sich, die der Stationen steigt von sieben auf zwölf – auch die Dienststelle auf Lampedusa gehört dazu. Damit werde ich direkt mit der Migrationsaufgabe konfrontiert. Da meine Frau Sizilianerin ist, kenne ich die Insel, aber die neue Aufgabe ist eine große Herausforderung für mich. Was sagen Sie den Wipptalern zum Abschied? Ich sage kein Lebewohl, sondern nur „Auf Wiedersehen“. Als Brixner werde ich regelmäßig ins Wipptal zurückkehren, zum Skifahren und Wandern, aber auch zum Einkaufen. Auch die hier entstandenen Freundschaften bleiben mit Sicherheit bestehen. Mein Appell an die Wipptaler: Zögern Sie bei Straftaten nie, uns sofort zu kontaktieren! Je schneller wir alarmiert werden, desto wirksamer können wir helfen. Interview: bar
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Politik
Sterzing
Debatte um Tarife im Balneum Die Tarifgestaltung und die Praxis der Ausweiskontrollen bei Menschen mit Zivilinvalidität im Schwimmbad „Balneum“ in Sterzing hatte auf der jüngsten Ratssitzung eine Anfrage von Gemeinderat Massimo Bessone („Futuro Nazionale“) zum Inhalt. In einer Anfrage übte Massimo Bessone Kritik an der gängigen Praxis an der Kasse des Balneum. Laut dem Gemeinderat haben sich Nutzer darüber beschwert, dass das Kassenpersonal nach
der genauen Prozentzahl der Zivilinvalidität frage. Der von der Autonomen Provinz Bozen ausgestellte offizielle Ausweis weise nämlich zum Schutz der Privatsphäre lediglich eine allgemeine Makro-Kategorie aus. Bessone sieht in der Abfrage von exakten Prozentzahlen einen potentiellen Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung und eine unmögliche Hürde für schutzbedürftige Bürger. Zudem hinterfragte er die Gründe für die Erhöhung bzw. Staffelung der Ta-
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Balneum: Seit dem 1. Jänner 2026 gelten neue Tarife für Zivilinvaliden.
rife seit Anfang des Jahres und forderte eine Rückkehr zu den einfachen Makro-Kategorien des Landes. In seiner Antwort stellte Bürgermeister Peter Volgger klar, dass der Auslöser für die genauer gehandhabte Praxis unberechtigte Inanspruchnahmen von reduzierten Tarifen waren. Bis Ende 2025 erhielten Personen ab einer Invalidität von 80 Prozent freien Eintritt, während für Personen zwischen 65 und 80 Prozent eine Ermäßigung galt. Da der Ausweis des Landes nur die breite Spanne zeige, hätten in der Vergangenheit immer mehr Personen falsche Angaben gemacht, um kostenlosen Eintritt zu erlangen. Um diesen Missbrauch zu unterbinden, verlange das Kassenpersonal seither die Vorlage einer genauen Bestätigung. Wie Volgger betonte, stel-
le das Nationale Fürsorgeinstitut INPS auf Wunsch auch eine Kopie des Invaliditätsbescheides aus, in der sensible medizinische Daten geschwärzt sind und lediglich die exakte Prozentzahl sichtbar bleibt. Das Personal im Balneum fertige davon weder Kopien an noch vermerke es Daten, weshalb der Datenschutz gewahrt bleibe. Die Gemeinde habe den Wechsel zum Jahresbeginn 2026 zudem genutzt, um das Tarifsystem nach dem Vorbild anderer Südtiroler Bäder neu und zugleich fairer zu gestalten. Die Ermäßigungen reichen nun von zehn Prozent Rabatt bei einer Invalidität von 45 bis 74 Prozent über 50 Prozent Rabatt bei 75 bis 89 Prozent bis hin zum Gratiseintritt ab 90 Prozent Invalidität. Neu ist außerdem, dass notwendige Begleitpersonen von Menschen
mit Behinderung ebenfalls freien Eintritt erhalten. Bürgermeister Volgger unterstrich zudem, dass keinem Gast der Zutritt verwehrt worden sei und die Regeln gleichzeitig notwendig seien, um ein reibungsloses Funktionieren der Struktur zu gewährleisten. Darüber hinaus versprach er, das Personal im Balneum im Umgang mit betroffenen Personen zu sensibilisieren. Bilanzänderung Im Zuge einer Bilanzänderung und teilweisen Anwendung des Verwaltungsüberschusses von 2025 wurden 2.700 Euro für die außerordentliche Instandhaltung des Rathauses, 56.443 Euro für die Einrichtung des italienischen Kindergartens „Fate e Foletti“, 6.800 Euro für die Grundschule „Dr. J. Rampold (Ausstattung
und außerordentliche Instandhaltung), 28.001 Euro für die Sanierung der deutschen Mittelschule, 1.175 Euro für die Beteiligung an den Investitionskosten der italienischen Mittelschule in Brixen sowie 173 Euro für jene an der Musikschule Bruneck vorgesehen. Weitere 47.607 Euro fließen in das Balneum (Hardware und außerordentliche Instandhaltung), 4.240 Euro in die außerordentliche Instandhaltung der Sportzone, 3.500 Euro in die außerordentliche Instandhaltung der Traglufthalle und 327.063 Euro in das PPP-Projekt für die Multifunktionssporthalle. Gelder wurden auch für die außerordentliche Instandhaltung von Gärten, Parkanlagen und Kinderspielplätzen (12.199 Euro) reserviert, für die außerordentliche Instandhaltung der Wasserleitungen (6.100 Euro) sowie der Abwasserleitungen und der Kanalisierung (7.200 Euro). 44.548 Euro fließen in die Kanalisierung in Flans. 10.000 Euro wurden für Überdachungen bzw. Sonnenschutz an Straßen und Plätzen vorgesehen sowie 1.575.900 Euro für die Errichtung der Eisenbahnunterführung in Ried. Der Investitionsbeitrag an die Bezirksgemeinschaft Wipptal für das Seniorenwohnheim beläuft sich auf 8.178 Euro. Die Änderung wurde bei fünf Enthaltungen von SVP und SüdTiroler Freiheit mehrheitlich gutgeheißen.
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Tel.+Fu 0472647519
39040Freienfe'.kl (BZ)
Mob.l35 7040a92
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Erker 09/26
Energetische Sanierung der Turn- und Mehrzweckhalle in Ratschings abgeschlossen
Die Gemeinde Ratschings hat die umfassende energetische Sanierung der Turn- und Mehrzweckhalle in der Sportzone Ratschings erfolgreich abgeschlossen. Bürgern, Schulen sowie örtlichen Sportvereinen steht damit eine rundum modernisierte, energieeffiziente und zukunftsfähige Infrastruktur zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes wurde die Gebäudehülle der Halle einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Dach und Fassade wurden energetisch verbessert, veraltete Fenster erneuert und eine moderne Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Durch diese Maßnahmen konnte die Energieeffizienz des Gebäudes deutlich gesteigert werden, was einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde leistet. Die erneuerte Sportanlage, die 1993 errichtet worden war, konnte unmittelbar nach Fertigstellung wieder in Betrieb genommen werden. Der FC Südtirol konnte die Anlage im Rahmen seines Sommertrainingslagers in Ratschings bereits nutzen. Damit bewährt sich die sanierte Infrastruktur direkt im intensiven Sportbetrieb und bietet sowohl Profi- als auch Amateursportlern optimale Trainingsbedingungen. „Mit der abgeschlossenen Sanierung investieren wir nicht nur in
ein Gebäude, sondern vor allem in die Zukunft unseres Sports in der Gemeinde Ratschings. Unsere Vereine, die Schulen und alle sportbegeisterten Bürger profitieren von einer modernen, nachhaltigen und funktionalen Sportstätte“, so Vizebürgermeister und Sportreferent Thomas Strickner. Die Gesamtkosten für die Sanierung beliefen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Das Projekt wurde mit einer Million Euro aus den Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms EFRE Südtirol 2021–2027 gefördert und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Modernisierung der öffentlichen Infrastruktur der Gemeinde Ratschings. Mit der erfolgreichen Umsetzung wurde ein weiteres zukunftsweisendes Projekt abgeschlossen, das ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und attraktive Rahmenbedingungen für den Sport in der Gemeinde miteinander verbindet.
UNTERWEGS MIT WIPPOLINO
Auf die Sattelbergalm Sterzing
Alte Ulme gefällt Einem aufmerksamen Passanten ist es zu verdanken, dass am 21. August eine Katastrophe verhindert werden konnte: Der Stamm einer alten Ulme in der MeinhardII.-Gasse in Sterzing war der Länge nach geklüftet, der Baum drohte umzustürzen. Die Gasse wurde umgehend gesperrt, die Besitzer der geparkten Fahrzeuge wurden verständigt. „Dank des perfekten
Zusammenspiels von Feuerwehr, Bauhof, Stadtpolizei und Wipptaler Unternehmen konnte der Baum, der eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellte, innerhalb kürzester Zeit entfernt werden“, betont Bürgermeister Peter Volgger. Die Arbeiten wurden innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen, sodass die Gasse wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Sterzing
Fußgängerbrücke gesperrt Die Fußgängerbrücke über den Eisack, welche die Mühlgasse und die Brückengasse in Sterzing verbindet, wurde Anfang August komplett gesperrt. Grund für die Maßnahme ist eine akute Beeinträchtigung der Tragsicherheit des Bauwerks. Bei einer statischen Überprüfung wurde festgestellt, dass die Stahlstruktur der Brücke durch erhebliche Korrosionsschä-
den stark beschädigt ist. Eine Sanierung der bestehenden Struktur ist technisch nicht mehr sinnvoll, die Kosten einer Verstärkung würden jenen eines Neubaus entsprechen. Die Sperrung bleibt bestehen, bis eine geeignete Ersatzlösung oder ein Neubau umgesetzt werden kann.
Sterzing
Treppenaufgang wieder geöffnet Der Treppenaufgang zwischen dem Stadtplatz und der Innsbrucker Straße bzw. der Brücke zum City Center wurde Mitte August wieder geöffnet. Die alte Treppe war in den vergangenen Jahren zunehmend baufällig geworden und stellte ein Sicherheitsrisiko dar. Die Gemeinde entschied sich daher zu einer umfassenden Erneuerung.
Diesen Monat erkunden Wippolino und seine Rabenfreundin Rita das Gebiet rund um Gries am Brenner. Ihr Ziel ist die Sattelbergalm, eine gemütliche Wanderung, die mit einem abwechslungsreichen Weg, plätschernden Bächen und schönen Ausblicken auf die Bergwelt begeistert. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz unterhalb der Autobahnbrücke in Gries am Brenner. Von dort führt der Weg zunächst über einen Forstweg, bevor er in den Grieser Wassersteig abzweigt. Entlang des plätschernden Baches geht es durch den Wald bergauf. Für Kinder gibt es unterwegs viel zu entdecken: Kleine Wasserläufe laden zum Beobachten und Spielen ein, mehrere Tafeln mit Märchen sorgen für abwechslungsreiche Lesepausen. Nach etwa eineinhalb Stunden ist die Sattelbergalm auf 1.637 m erreicht. Die gemütliche Almhütte lädt zu einer wohlverdienten Pause ein und bietet
einen herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt. Für die kleinen Besucher gibt es direkt vor der Alm einen schönen Spielplatz. Wer noch höher hinaus möchte, kann von der Alm weiter zum Sattelberg aufsteigen. Auf 2.115 m wartet ein beeindruckendes Panorama über das Wipptal und die umliegenden Gipfel. Ein abwechslungsreicher Ausflug für kleine und große Wanderer. Nadine Pichler Der Ausflugstipp stammt aus „Wippolinos Reisetagebuch“, einem grenzüberschreitenden Kleinprojekt, das im Rahmen des Programms Interreg Italien-Österreich 2021 – 2027 – Interreg-Rat Wipptal finanziert und von der EU kofinanziert wurde. Projektträger sind die Gemeinde Sterzing und der Planungsverband Wipptal in Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des nördlichen und südlichen Wipptales.
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Politik
Klimaplan für Franzensfeste
Die Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol einen „Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klimaschutz“ ausgearbeitet. Der Klimaplan trägt dazu bei, Energie nachhaltig und effizient zu nutzen und Klima-Risiken zu senken. Ganz Südtirol hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden, den Ausstoß von fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas) also stark zu senken. Bis dahin soll auf Zwischenziele hingearbeitet werden. Der Klimaplan, ausgearbeitet nach der international anerkannten SECAP-Methode, dient dabei als Fahrplan. 2023 wurden in Franzensfeste 21.054 MWh Energie verbraucht. Mehr als ein Drittel entfielen auf das produzierende Gewerbe, gefolgt vom Privatsektor (22 %) und dem tertiären Sektor (20 %). Die Stromproduktion durch erneuerbare Energieträger deckte 2023 bereits knapp 60 Prozent des Energieverbrauchs ab. Zwischen 2019 und 2023 konnte der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß in Franzensfeste um 16 Prozent gesenkt werden. 2023 verbrauchte jeder Einwohner 19,1 MWh Energie und sparte im Vergleich zu 2019 über eine Tonne CO₂ ein. Ein guter Anfang. Der Ausstieg aus fossilen Energiequellen stellt die Gemeinde dennoch vor große Aufgaben. Zugleich muss sie sich gegen Ex-
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© Mader GmbH / Fabian Leitner
Ende Juli hat sich der Gemeinderat von Franzensfeste u. a. mit dem Klimaplan, einer Landschaftsplanänderung und der neuen Führung der Sportanlagen beschäftigt. Sieben der acht Tagesordnungspunkte wurden einstimmig genehmigt.
An das Fernheizwerk in Franzensfeste werden nun auch Haushalte zwischen Sams und Eisackbrücke angeschlossen.
tremwetter wappnen: Dürre, Wasserknappheit, Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche werden mit steigenden Temperaturen immer wahrscheinlicher. In der engen Talschlucht begünstigt Hitze in Kombination mit den Abgasen des starken Durchzugsverkehrs die Bildung von Ozon. Entlang der Eisenbahnlinie steigt die Gefahr für Waldbrände, die schwer zu bekämpfen sind. Starkregen macht die steilen Hänge anfälliger für Murenabgänge. Hochwasser in Eisack oder Nebengewässern könnte die Brennerachse lahmlegen. Bei Starkregen kann die Kanalisation das Wasser nicht mehr aufnehmen, weil der Talboden durch Infrastrukturen wie Eisenbahn, Autobahn, Industrie- und Siedlungsgebiete versiegelt worden ist. Auch der Rückgang der Schneeschmelze und anhaltende Trockenheit bergen Risiken: Sie verringern Durchflussmengen der Flüsse und beeinträchtigen die Stromerzeugung aus Wasser-
kraft. Zudem schwächt anhaltende Trockenheit Nadelbäume; der Wald verliert seine Schutzfunktion, Steinschlag- und Murengefahr steigen. Umstürzende Bäumen und heftige Stürme können Freileitungen beschädigen und die Stromversorgung unterbrechen. Diese und mehr Risiken soll der Aktionsplan so weit wie möglich reduzieren. Mit dem Bau und der anstehenden Erweiterung des Fernwärmenetzes, der Gründung der Energiegemeinschaft Isarcus, der Nutzung erneuerbarer Energiequellen durch die Gemeindeverwaltung, Privatpersonen und Unternehmen, der energetischen Sanierung gemeindeeigener Gebäude, der Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf LED und der Erneuerung der Trinkwasserleitungen hat die Gemeinde bereits wichtige Energieund Klimamaßnahmen gesetzt. Als weitere Maßnahmen empfiehlt der Aktionsplan u. a. den weiteren Ausbau erneuerbarer
Energieträger, um die Energieproduktion zu diversifizieren, ein intelligentes Energiesystem, um den Energieverbrauch zu überwachen und zu optimieren, effiziente Produktionssektoren, die Förderung von Kreislaufwirtschaft und umweltfreundliche Mobilität. Da Klimaschutz alle angeht, soll auch jeder Bürger seinen Teil der Verantwortung übernehmen, hieß es auf der Gemeinderatssitzung. Die Gemeinde soll eine Vorbildrolle übernehmen. Letztlich hängt der Erfolg jedoch vom Engagement und der Beteiligung aller Bürger und Nachbargemeinden ab. Dieses beginnt bei der achtsamen Mülltrennung, dem sparsamen Konsum von Strom, Heizung und Wasser sowie dem Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Aus Wald wird Dauerwiese Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Umwidmung eines 5.407 m2 großen Wald-
~ Franzensfeste Fortezza
Familientag Mitmach-Programm für alle stücks in Landwirtschaftsgebiet. Die Fläche im Bereich der Abzweigung Radweg Richtung Mülldeponie liegt in einem Landesschutzgebiet. Durch die Umwidmung wird dieser Schutzstatus aufgehoben. Der betroffene Wald mit einer Neigung bis zu 25 Prozent ist im Gefahrenzonenplan als Zone mit hoher Muren- und Steinschlaggefahr (H4), mittelhoher bis hoher Wassergefahr (H2-H4) und geringer Lawinengefahr (H1) eingestuft. Da die Fläche wegen Witterungseinflüssen und Borkenkäferbefalls weitgehend brachliegt, möchte sie Antragsteller Johann Huber künftig als Dauerwiese nutzen. Laut Umweltvorbericht sind durch die Rodung keine nennenswerten Auswirkungen zu erwarten. Zu diesem Schluss kam auch die Gemeindekommission für Raum und Landschaft. Eine Strategische Umweltprüfung (SUP) sei deshalb auch nicht erforderlich. Gleichzeitig betont die Kommission, dass eine Rodung nur dann vertretbar sei, wenn sich Bodenstabilität, hydrogeologisches Gleichgewicht, hydraulische Funktionalität und die Sicherheit des Territoriums nicht verschlechtern. Besonderes Augenmerk sei auf die unterhalb gelegene Gemeindestraße und den Radweg zu legen. Zudem seien geeignete Ausgleichsmaßnahmen vorzusehen, abgestimmt mit der zuständigen Landeskommission. Der Gemeindeausschuss hat den Entwurf der Abänderung im März genehmigt. Innerhalb der Einspruchsfrist hat der Dachverband für Natur- und Umweltschutz Stellung bezogen. Er verweist u. a. auf die Bedeutung des Waldes als Klimaschützer und
CO2-Speicher, die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen würden deshalb nicht ausreichen. Anders sieht es die Landeskommission für Raum und Landschaft: Südtirolweit sei eine Zunahme des Waldbestandes feststellbar, außerdem trage auch eine Wiesenfläche zur CO2-Reduktion bei. Die Kommission genehmigte die Umwidmung unter der Bedingung, dass entlang des Berglerbachs ein Stillwasserbereich mit seichtem Wasserlauf, Flachufern, aquatischen und terrestrischen Zonen geschaffen wird. Diese soll selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten und einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten. Zudem muss entlang des Hangfußes am Westrand der Umwidmungsfläche ein Erdwall errichtet werden. Auf diesen weist auch Geologe Gianfranco Dragà in seinem Bericht hin. Durch die Rodung werde die Bodenrauigkeit verringert, was angrenzende Grundstücke, also Wald und Landwirtschaftsgebiete, hydrogeologisch stärker gefährden könnte. Am Hangfuß seien deshalb Schutzmaßnahmen wie ein 80 m langer und 4 m hoher mit Steinschlagschutzdamm einer Aufnahmekapazität von mindestens 2.500 Kilojoule notwendig. Dieser könne bei Murenabgängen zugleich als Ableitungskanal dienen. Nach ausführlicher Diskussion hat der Gemeinderat auf seiner Sitzung den Abänderungsvorschlag genehmigt – unter der Bedingung, dass die Auflagen der Landeskommission für Raum und Landschaft berücksichtigt werden. rb
20.09.2026
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Laut
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Aktuell
Kondominiumsspesen im Mietvertrag Wann ist eine monatliche Pauschale zulässig? Die Kondominiumsspesen sorgen immer wieder für Diskussionen zwischen Vermieter und Mieter. Nicht selten wird zwischen den Parteien im Mietvertrag ein pauschaler monatlicher Betrag vereinbart. Doch bedeutet eine solche Pauschale automatisch, dass am Jahresende keine Abrechnung mehr erfolgen muss? Die Antwort lautet: Es kommt auf die Art des Mietvertrages sowie auf die Formulierung der entsprechenden Vertragsklausel an. Zunächst ist zwischen einer monatlichen Vorauszahlung und einer echten Pauschale zu unterscheiden. Wird im Vertrag festgehalten, dass die Zahlung lediglich als Anzahlung erfolgt oder ein späterer Ausgleich vorgesehen ist, muss der Vermieter nach Genehmigung der Kondominiumsabrechnung die tatsächlich angefallenen Kosten abrechnen. Zu viel bezahlte Beträge sind zurückzuerstatten, Mehrkosten können nachgefordert werden. Anders verhält es sich, wenn die Parteien ausdrücklich vereinbaren, dass es sich um eine fixe und endgültige Pauschale handelt. Dann kann weder der Vermieter Nachforderungen stellen noch der Mieter eine Rückerstattung verlangen. Allerdings muss dieser Wille aus dem Vertrag eindeutig hervorgehen. Die bloße Angabe eines monatlichen Betrages für Kondominiumsspesen genügt dafür in der Regel nicht. Ob eine solche Regelung zulässig ist, hängt zudem von der Art des Mietvertrages ab. Bei freien Mietverträgen (4+4 Jahre) hat das Oberlandesgericht von Mailand mit Urteil Nr. 362/2024 entschieden, dass eine pauschale Regelung der Nebenspesen grundsätzlich zulässig sein kann. Das Gericht stellte klar, dass Art. 9 des Gesetzes Nr. 392/1978, der die Nebenspesen regelt, in diesen Fällen grundsätzlich vertraglich abgeändert werden kann, sofern die Pauschale nicht dazu dient, einen Teil des Mietzinses zu verschleiern oder zwingende gesetzliche Vorschriften zu umgehen. Anders ist die Rechtslage bei begünstigten Mietverträgen (3+2 Jahre). Das in der Provinz Bozen anwendbare Gebietsabkommen vom 27.11.2018 sieht eine unabdingbare und bereits vorgegebene Aufteilung der Nebenspesen zwischen Vermieter und Mieter vor. Ein Pauschalbetrag dürfte aus diesem Grund bei derartigen Mietverträgen nicht zulässig sein. Auch wenn eine Pauschalvereinbarung im Einzelfall zulässig sein kann, bietet ein jährlicher Ausgleich die größte Rechtssicherheit. Er schafft Transparenz und schützt beide Vertragsparteien vor unerwarteten Nachforderungen oder Rückzahlungen.
Stefan Griesser Rechtsanwalt – Kanzlei D’Allura & Gschnitzer
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Stange
„Bewusst mehrsprachig ausgerichtet“
Die Sprachsituation in der Kindertagesstätte von Ratschings beschäftigte vor kurzem den Südtiroler Landtag. Anlass dafür war eine schriftliche Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit, die sich auf Hinweise aus der Bevölkerung stützt. Demnach werde die einzige Kindertagesstätte in Ratschings einsprachig geführt, da nur italienischsprachige Erzieherinnen beschäftigt seien. In ihrer Anfrage wollten die Landtagsabgeordneten u. a. wissen, welche Maßnahmen die Landesregierung setze, um deutschsprachigen Kindern eine Betreuung in ihrer Muttersprache zu ermöglichen
und wie viele Mitarbeitende in der Einrichtung den jeweiligen Sprachgruppen angehören. Wie die zuständige Landesrätin Rosmarie Pamer in ihrer Antwort erklärte, seien die Kinderbetreuungsdienste für Kinder zwischen null und drei Jahren in Südtirol grundsätzlich nicht einer einzelnen Sprachgruppe zugeordnet. Vielmehr handle es sich um bewusst mehrsprachig ausgerichtete Angebote. In den Einrichtungen werde Deutsch und Italienisch gesprochen, in ladinischen Tälern zusätzlich auch Ladinisch; teilweise komme auch Englisch zum Einsatz. Ziel sei vielmehr, Kinder frühzeitig mit mehreren Sprachen vertraut zu ma-
Aktuell
chen und sie auf den späteren Übergang in Kindergarten und Schule vorzubereiten. „Insbesondere in der Eingewöhnungsphase stellt die Familiensprache des Kindes bzw. jene Landessprache, die dem Kind am vertrautesten ist, die interaktive Grundlage dar für den Beziehungsaufbau mit dem Kind. Dabei steht das emotionale Wohlbefinden des Kindes im Mittelpunkt. Sofern die Situation (z. B. durch ein vom Kind signalisiertes Bedürfnis) und die Eingewöhnung hierdurch unterstützt werden, sprechen die Fachkräfte die Kinder
zusätzlich auch in anderen Landessprachen an. Die Kleinkindbetreuungsdienste in Südtirol sind hierdurch mindestens zweisprachige, in der Regel jedoch mehrsprachige Bildungsorte“, betont die Landesrätin. Zudem betonte die Landesregierung, dass für Mitarbeitende in diesem Bereich kein Zweisprachigkeitsnachweis vorgeschrieben sei. „Die Suche nach Personal fällt in die Verantwortung der jeweiligen Sozialgenossenschaft, gegebenenfalls mit Unterstützung der Gemeinden“, so Pamer.
Zu den konkreten Sprachkenntnissen der Mitarbeitenden in der Kindertagesstätte Ratschings lägen dem Ressort keine detaillierten Daten vor. Gleichzeitig verweist die Landesrätin auf Informationen der Betreiberorganisation „Casa Bimbo Tagesmutter“: „Diese führt mehrere Kinderbetreuungseinrichtungen in Südtirol und erklärt auf ihrer Homepage, dass das Personal über Zweisprachigkeit verfüge und zweisprachige Aktivitäten im Alltag gefördert würden.“ Auch auf die Frage, ob private Kindertagesstätten in über-
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wiegend deutschsprachigen Gebieten künftig zu einem zweisprachigen Betreuungsangebot verpflichtet werden sollten, verweist Landesrätin Pamer auf bestehende gesetzliche Qualitätsstandards. Diese sehen vor, dass frühkindliche Bildung und Betreuung in deutscher und italienischer Sprache erfolgen. Zusätzlich werde laut Rahmenplan besonderer Wert auf Sprachförderung und die Berücksichtigung der jeweiligen Familiensprache gelegt. bar
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Aktuell
Ladurns
Bauleitplan für Sommerrodelbahn geändert
Mit einem Beschluss des Gemeindeausschusses Brenner um Bürgermeister Martin Alber am 16. Juli wurde das Verfahren zur Abänderung des Bauleitplanes eingeleitet, um auf einer Fläche von knapp 2,4 Hektar auf der Grundparzelle 1153/1 in der Katastralgemeinde Pflersch eine spezifische „Zone für Freizeitanlagen“ auszuweisen. Das technische Konzept der Freizeitanlage wurde vom Brixner Ingenieurbüro „dorfmann ingenieure“ im Auftrag der Betreibergesellschaft ausgearbeitet. Die Trassenführung ist im Umfeld der Mittelstation der bestehenden Kabinenbahn angesiedelt und nutzt Flächen, die derzeit teils als Wald und teils als Skipiste ausgewiesen sind. Die eigentliche Sommerrodelbahn weist eine Gesamtlänge von rund 1.300 m auf und windet sich von der Ausstiegsstelle des Förderers in mehreren Kurven und Schleifen über einen Höhenunterschied von etwa 170 m hinab zur Einstiegsstelle. Für den Transport der Rodeln und Fahrgäste ist ein rund 475 m langer Bergförderer vorgesehen. Dieser wird auf der Höhe der Mittelstation der Kabinenbahn durch den Ein- und Ausstiegsbereich unterbrochen, um eine optimale
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© dorfmann ingenieure
In Pflersch stehen die Zeichen auf eine Erweiterung des touristischen Infrastrukturangebots. Die Bergbahnen Ladurns GmbH strebt die Errichtung einer Sommerrodelbahn samt Aufstiegsanlage im Bereich der Mittelstation an, um die Ganzjahresnutzung des Gebiets weiter auszubauen und neue Angebote zu schaffen.
Ladurns: In der Nähe der Mittelstation der Kabinenbahn soll eine Sommerrodelbahn entstehen.
Anbindung an die bestehende Infrastruktur des Skigebiets zu gewährleisten. Um den Eingriff in das natürliche Gelände so gering wie möglich zu halten, setzt die Planung auf eine landschaftsschonende Bauweise. Die Verankerung der Schienen und Trassenelemente erfolgt vorwiegend über Einzelfundamente und Erdanker, wodurch großflächige Erdarbeiten vermieden werden. Zudem werden die notwendigen Betriebs- und Garagengebäude zum Großteil unterirdisch angelegt, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen. Die wenigen sichtbaren, oberirdischen Bauteile sollen mit einer Holzverkleidung versehen werden, die sich optisch harmonisch an die Umgebung anpasst. Gutachten und Sicherheitsauflagen Da das Projektgebiet im alpinen Gelände liegt, bildeten geologische und naturgefahrentechnische Untersuchungen einen zentralen Schwerpunkt im Vorfeld der Entscheidung. Ein von
der Firma „Geo3“ erstelltes Gutachten bewertet die Umwidmung der Flächen hinsichtlich Lawinen- und Wassergefahren grundsätzlich als vertretbar, da das Plangebiet großteils auf einem morphologischen Rücken liegt. Allerdings verweist die Untersuchung auf spezifische Risikozonen im Nahbereich, die ein genaues Hinsehen erfordern. Besondere Aufmerksamkeit verlange der westliche Rand des Projektgebiets nahe dem sogenannten Röckgraben bzw. Bichlbach. In diesem Steilhangbereich ist es in der Vergangenheit nach Starkregenereignissen wiederholt zu kleineren Rutschungen und Hangmuren gekommen. Aus diesem Grund wurden im Zuge der Begutachtung streng einzuhaltende Schutzmaßnahmen und Auflagen definiert. Der äußerste westliche Streifen direkt an der Steilhangkante bleibt von jeglicher Bebauung ausgeschlossen, um die Stabilität des Hanges nicht weiter zu belasten. Darüber hinaus muss ein umfassendes Entwässerungskonzept umgesetzt werden: Sämtliche Oberflächenwässer
von der Skipiste und den Forstwegen müssen konsequent gesammelt und gezielt in den Bichlbach geleitet werden, damit kein Wasser unkontrolliert in die rutschgefährdeten Hangbereiche einsickern kann. Auch im Bereich der Forstwegquerung sind bauliche Anpassungen am Bachbett erforderlich, damit das Wasser selbst bei Murgängen oder Materialverklausungen sicher im Grabenbett geführt wird. Weiteres Verfahren Bevor der Gemeindeausschuss den Beschluss zur Abänderung des Bauleitplanes fassen konnte, wurden die Fachgutachten der zuständigen Landesämter eingeholt. Nach einer Überarbeitung der ursprünglichen Projektunterlagen haben das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord sowie das Forstinspektorat Sterzing bereits im Herbst 2025 ihre positiven Stellungnahmen abgegeben. Auch das Amt für Seilbahnen sowie die Militärbehörden haben keine Einwände gegen das Bauvorhaben geäußert. Mit dem Beschluss geht das Projekt nun in die nächste Phase des Genehmigungsverfahrens. Auf Empfehlung der Gemeindekommission für Raum und Landschaft wird die Bauleitplanänderung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) unterzogen, bei der u. a. das Amt für Natur, das Amt für Umweltprüfungen, das Landeswarnzentrum sowie das Amt für Landschafts- und Gemeindeplanung detaillierte Gutachten erarbeiten. bar
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Aktuell
Mauls
Asphalt oder Alternativen? Verkehr, Lärm, Abgase. Dass Anrainer an viel befahrenen Straßen darunter leiden, ist Klauspeter Dissinger, Vorsitzender der Initiative „Oldies for future“, bewusst. Aber sind neue Umfahrungsstraßen auch immer die beste Lösung? „Nein“, meint Dissinger in seinem Brief an Bürgermeister, Landespolitiker und Presse. Umfahrungen machen nur an viel befahrenen Straßen Sinn – obwohl sie die Natur- und Kulturlandschaft beeinträchtigen und zusätzlichen Boden versiegeln. Bei weniger stark frequentierten Straßen wären andere Maßnahmen weit umweltschonender und kostengünstiger. Als Beispiel nennt Dissinger Natz-Schabs und Mauls: Durch Mauls fahren täglich durchschnittlich 5.000 Fahrzeuge, an einigen Sommerwochenenden bei überlasteter Autobahn bis zu 12.000. An solchen Tagen sollte der Umwegverkehr auf der Staatsstraße wie in Nordtirol bereits auf der Autobahn unterbunden werden, indem die Ausfahrt nur für den Zielverkehr freigegeben wird. Ansonsten würden verbreiterte Gehsteige und Tempo 30 genügen, um die Bevölkerung zu entlasten. Auch die angedachte Umfahrung der Zufahrtsstraße, die von Brixen zur Pustertalerstraße führt und Schabs vom Durchfahrtsverkehr entlasten sollte, führe nicht nur durch Kulturgut, sondern auch durch naturbelassenen Raum. Die Einführung einer 30er-Zone im Wohnbereich würde hier bereits eine wesentliche Entlastung für
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© Charlotte Pichler
Ein offener Brief hat die Diskussion über die geplante Umfahrung in Mauls neu entfacht.
Die geplante Umfahrung (Variante 11) führt mitten durch Wiesen und Felder – ein Kompromiss aus Verhandlungen mit Provinz, Gemeinde und Grundeigentümern. Die lange favorisierte Trasse nahe am Eisack war im Genehmigungsverfahren gescheitert, da sich ein Bereich in einer roten Gefahrenzone befindet.
Anrainer bringen. Mehr Angebote im öffentlichen Verkehr und eine bessere Förderung der Elektromobilität könnten Lärm und Abgase deutlich stärker reduzieren als eine Umfahrung und auch den ambitionierten Klima- und Mobilitätsplänen besser gerecht werden. Der Gemeinderat Freienfeld hat die rund elf Millionen Euro teure Umfahrung in Mauls, die durch BBT-Ausgleichgelder und Landesbeiträge finanziert werden soll, Anfang des Jahres genehmigt – mit Gegenstimmen der SVP (Erker 03/2026). Die 1,48 km lange Trasse führt mitten durch Wiesen hindurch, rund 2,8 ha Grund werden gebraucht. „Ein großer Eingriff in die Natur“, findet Dissinger. Zeitgleich warnt auch der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in einer Aussendung vor dem „Verlust wertvoller Flächen durch widersprüchliche
Raumplanung“. Eine groß dimensionierte neue Straße quer durch landwirtschaftliche Flächen sei keine nachhaltige Lösung. Der Bau zerstöre wertvolle Böden und kleinräumige Agrarökosysteme und locke zusätzlichen Verkehr an, da die Umfahrung eine attraktive Ausweichroute zur Autobahn biete. Auch der Bauernbund bewerte die derzeit geplante Variante kritisch. „Hier zeigt sich, dass Landwirtschaft und Umweltschutz gemeinsame Interessen haben können. Der Schutz unserer Böden und der Erhalt wertvoller Flächen sind Ziele, die beide Organisationen verbinden“, so die Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz Elisabeth Ladinser. Mit dem Bau der Umfahrung sind nicht alle fünf Grundeigentümer einverstanden. Im Februar sprachen zwei Landwirte in einem Brief an die Maulser Bevölkerung von einem
Wenn’s eng wird in Mauls …
„massiven Eingriff“ in die Landschaft, von dem nur wenige profitieren würden. Die Engstelle könne nachhaltiger, günstiger und flächenschonender entschärft werden. Das BBT-Ausgleichsgeld könnte in Projekte fließen, die allen zugutekommen. Bürgermeisterin Verena Überegger hat auf Dissingers Brief reagiert. „Verkehrssicherheit und Wohnqualität der Anrainer haben den Ausschlag für die Umfahrung gegeben“, so Überegger. Die Engstelle am „Kerscherhaus“, an der es bereits mehrere Unfälle gab, stelle einen absoluten Handlungsbedarf dar. Auch die Verkehrsbelastung sei augenscheinlich: Zu Stoßzeiten gelinge es erst nach Minuten, die Straße zu queren. Gerade weil Straßen wertvolle Kulturgründe benötigen, tausche sich die Gemeindeverwaltung mit Landesämtern, Landespolitikern und Grundeigentümern
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Aktuell
aus, um so wenig Grund wie möglich zu verbrauchen. Durch lange Diskussionen und fortlaufende Optimierung sei es u. a. gelungen, dass ein Teil der Staatsstraße rückgebaut werden kann. Auch für eine schonende Ausführung werde man sich stark machen. Für Dissingers Anregungen engagiere sich die Gemeinde seit Jahren, etwa mit einem Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 12 m und Tempolimit 30, das mittlerweile in allen Dorfkernen gelte. „Die Verkehrssicherheit aller ist uns ein großes Anliegen“, so Überegger. „Die geplante Umfahrungsstraße mit Verlegung der Terna-Leitung ist eine einmalige Gelegenheit, um Mauls für diese und kommende Generationen lebenswerter und attraktiver zu gestalten.“
In einem Gastbeitrag auf salto. bz meldete sich auch Charlotte Pichler, 22, „Generation Fridays for Future“ und Anrainerin in Mauls, zu Wort. Als Kleinkind wohnte sie an der Hauptstraße, aber ihre Eltern zogen weg, nachdem sich die Ladeluke eines vorbeifahrenden LKW gelöst hatte, in die Hauswand einschlug, den Fensterstock löste und daraufhin Hausmauer und Steine in ihre Kinderwiege fielen. Jahre später kehrte die Familie zurück, „um festzustellen, dass alles noch gefährlicher geworden war“: mehr Verkehr, mehr Tempo, mehr Unfälle. „Jahrzehntelang haben sich Anrainer dafür eingesetzt, nicht mehr unter diesen Bedingungen leben zu müssen, schließlich wurde ein Plan für die Umfahrungsstraße ausgearbeitet. Über
Jahre haben Ingenieure, Landesämter und Landespolitiker dieses Projekt entwickelt und mit den Grundeigentümern diskutiert, um den Grundverbrauch so gering wie möglich zu halten. Bei einer Informationsveranstaltung in Mauls erklärten die Planer genau, wie die Umfahrungsstraße aussehen wird. Fragen von Anrainern und Bewohnern wurden beantwortet, Bedenken angehört und berücksichtigt, manchmal durch ein wenig Erklärung gleich aus dem Weg geräumt. Warum es überhaupt dazu gekommen sei, diese Umfahrung so weit zu bringen, wie sie jetzt ist? Weil all die anderen Möglichkeiten, die die ‚Oldies for Future‘ angesprochen haben, keine ausreichende Lösung gebracht hätten. Es geht nicht darum, dass
es mich nervt, dass täglich ein paar Tausend Autos einen Meter neben meinem Schlafzimmer vorbeirauschen, sondern darum, dass diese Lärmbelastung Auswirkungen auf meine Gesundheit und die meiner Nachbarn hat und die Belastung bereits bei der Volksanwaltschaft und anderen Stellen aufgezeigt wurde. Und die Frage ist doch: Sollen die Menschen aus dieser kleinen Fraktion wegziehen, weil sie die Belastung nicht mehr aushalten, oder schaffen wir es, eine Straße aus einem Ortskern herauszuverlegen, damit die Dorfbewohner sich hier ein Leben aufbauen können?“, so Pichler.
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© Bruneck Kronplatz Tourismus/Gianvito Coco
Aktuell
Der Badesee in Freienfeld soll ein Wipptaler Projekt, ein Generationenprojekt werden. Im Bild der Badesee in Gais.
Ein Badesee wie in Gais Der HGV Freienfeld hat eine Idee. Neben der neuen Sportzone Blieger könnte ein Naturbadesee entstehen – wenn die Bevölkerung es will. Fünf Hitzewellen liegen hinter uns – ein Sommer mit anhaltenden Temperaturen über 35 Grad Celsius und einer der heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Kurzzeitige Abkühlung gab es im Wipptal am Mareiter Bach, in der Kneippanlage Wiesen, im Schwimmbad, in Bergbächen oder in Bergseen. Früher, erzählt Roland Volgger, Gastwirt im Wirtshaus und Hotel „Lener“, konnte man sich im Vahrner See abkühlen – dieser sei jetzt leider nicht mehr zugänglich. Bis in die 1960er Jahre tauchten die Freienfelder auch in den Blieger Teich neben der Carabinieri-Station ein. Sogar Boote fuhren darauf. Mit der Zeit ist er verlandet, heute ist er ein Biotop. Die Idee, einen Badesee anzulegen, trägt
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der HGV schon seit über zehn Jahren mit sich herum. Auch weil Freienfeld zwar Wanderwege hat, aber kein Museum wie Ridnaun und keine Gilfenklamm wie Ratschings. „Der See“, sagt Volgger, „wäre ein Highlight“. Von der Machart und dem Führungskonzept her imponiert dem HGV vor allem die „Baggalocke“ in Gais: ein Naturbadesee mit Liegewiese, Bäumen, Holzbrücke und Piratenschiff am Ufer, auf dem es Eis, Brote und Getränke gibt. Kein Zaun rundherum, Eintritt frei, mit Öffis erreichbar, vor Ort ein Bademeister, finanziert von Gemeinde und Tourismusverein. Der Gemeindebauhof pflegt die Liegewiese, ein lokaler Verein betreibt den Kiosk und hält die Anlage sauber. Ein Konzept, das den HGV überzeugt. Nur: Wo könnte ein solcher See entstehen? Aus der Idee, ihn auf dem ehemaligen Fußballplatz in Trens anzulegen, wurde am Ende nichts. Grundbesitzer waren skeptisch,
zudem gab es Bedenken wegen Parkmöglichkeiten, und der See hätte mit einer Kunststoffschicht abgedichtet werden müssen (kostenintensiv und ökologisch nicht ideal). Heute steht dort ein Auffangbecken zum Schutz vor Unwettern – und Trens braucht dieses Becken auch. Bürgermeisterin Verena Überegger sei laut HGV vor zehn Jahren grundsätzlich für eine Naherholungszone gewesen. Ein Standort in der Nähe der Sportzone sei ihr aber sinnvoller erschienen. Ursprünglich wollte Roland Volgger, auch als Landwirt tätig, den Acker neben der Zufahrt nach Stilfes auffüllen und ihn als Wiese nutzen. Dann kam ihm der Gedanke, nur einen Teil aufzufüllen und der Gemeinde und der Bevölkerung die Chance zu geben, daraus einen „Badesee für alle“ zu machen. Weil sich auf Papier Ideen besser veranschaulichen lassen, beauftragte der HGV auf eigene Kosten den Landschaftsplaner
ingena. „Wir wollen nicht einfach eine Idee in den Raum stellen, sondern zunächst professionell prüfen lassen, ob und wie ein solches Projekt umgesetzt werden kann“, sagt Angelika Stafler, Obfrau des HGV-Freienfeld. Die Studie zeigt auf, wie groß das Areal mindestens sein müsste, damit ein Badesee attraktiv ist und das dazugehörige Konzept funktioniert. Die Techniker empfehlen einen naturnahen Badesee mit einer Wasserfläche von 5.000 m2, großzügiger Liegewiese, Kiosk, Umkleidekabinen und Toiletten. Den Standort stufen sie als „sehr gut bzw. ideal“ ein, weil er direkt am Fahrradweg liegt und vom Bahnhof, von der Bushaltestelle aus und zu Fuß gut erreichbar ist. Einen Parkplatz gibt es in der angrenzenden Sportzone, der außerhalb der Fußballsaison weitgehend frei ist. Für den Standort spricht laut einer geologischen Untersuchung auch der Untergrund: Der Boden ist lehmig und
Aktuell
somit wasserundurchlässig, eine Kunststofffolie für den See wäre daher nicht notwendig. Speisen könnte ihn eine nahegelegene, derzeit nicht genutzte Trinkwasserquelle, die momentan ungenutzt durch die Wiese rinnt, konstant fließt und auch nach längeren Hitzeperioden nicht versiegt. Vorgesehen ist auch ein Regenerationsbereich. Dadurch könnte sich der See im Sommer auf bis zu 26 Grad erwärmen. Das ausgehobene Material soll auf der angrenzenden Wiese deponiert werden. „Der Badesee wäre eine Bereicherung, für Gäste wie für Einheimische“, sagt Volgger. „Bis jetzt hieß Freizeit in Freienfeld meistens: wegfahren. Mit dieser naturnahen Attraktion vor ihrer Haustür bleiben die Freienfelder vielleicht eher in ihrer Gemeinde und laden Freunde zu sich ein.“ Der See könnte somit auch zum sozialen Treffpunkt werden – für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren. Genau solche Begegnungsräume wurden kürzlich bei Workshops zum Gemeindeentwicklungsprogramm von der Bevölkerung besonders häufig gewünscht. „Der See wäre ein solcher Ort – vom Frühjahr bis in den Herbst hinein. Und wer gerne eisbadet, könnte ihn sogar im Winter nutzen“, so Stafler. Füße ins Wasser stecken, planschen, am Ufer picknicken, Musik machen, grillen, schwimmen, tauchen, trainieren, ratschen, bleiben, wie lange man möchte, Stand-upPaddling, Bootsfahrten … All das soll möglich sein. Die endgültigen Ergebnisse liegen zwar erst in Kürze vor, doch die bisherigen Erkenntnisse stimmen den HGV positiv – genauso wie erste Rückmeldungen, auch wenn einzelne Bedenken geäußert haben. Manche befürchten, dass der Badesee zu viele Besucher anziehen könnte. Gais zählt an Spitzentagen bis zu 1.000 Ba-
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Zahlen zum See Aushub Badesee und Liegewiese: ca. 7.300 m2 Auffüllung Meliorierung neu: ca. 15.000 m2 Fläche Renaturierung Projekt Meliorierung: ca. 2.500 m2 Fläche Renaturierung Projekt Badesee: ca. 4.780 m2 Fläche Badesee: ca. 5.380 m2 Fläche Regenerationszone See: ca. 1.760 m2
degäste. Das Einzugsgebiet dort sei jedoch größer als im Wipptal, sagt Stafler. Auch sei nicht mit einer Entwicklung wie am Pragser Wildsee zu rechnen. „Unser See würde eine ganz andere Klientel anziehen. Mindestens 80 Prozent der Besucher werden aus Südtirol kommen.“ Manche befürchten mehr Verkehr. Aber gerade die zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit könnte ein Vorteil sein, weil der See auch mit Rad, zu Fuß oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sei. Ob er gebaut wird, hängt in erster Linie davon ab, ob die Bevölkerung und die Gemeinde Freienfeld hinter dem Projekt stehen. Tun sie es, sollen die Gespräche ausgeweitet werden – mit anderen Wipptaler Gemeinden, Tourismusvereinen und weiteren Beteiligten, um über die Umsetzung und ein geeignetes Betreibermodell zu sprechen. „Wir sehen den Badesee als Bezirksthema und wollen auf dieser Ebene einen Konsens finden. Schließlich profitiert davon die gesamte Bevölkerung des Wipptales“, so Stafler. Den Kiosk könnten Vereine betreiben, ähnlich wie die Bars an den Eisplätzen in Mauls oder Stilfes. Auch eine Zusammenarbeit mit Jugendlichen, Senioren oder Menschen mit Behinderung
wäre denkbar. „Der Badesee soll ein Freienfelder, ein Wipptaler Projekt, ein Generationenprojekt werden“, so Stafler. Jegliches Feedback aus der Bevölkerung sei deshalb ausdrücklich willkommen. Und warum nicht eine Arbeitsgruppe gründen, in der alle mitarbeiten können, die Interesse haben? Zerreden wolle man das Projekt allerdings nicht. „Wenn es extremen Widerstand gibt, werden wir wohl oder übel zurückrudern müssen“, so Stafler. Länger als fünf Jahre soll nicht gewartet werden. „Wir hoffen, in zwei oder drei Jahren mit dem Bau beginnen zu können – die eigentlichen Arbeiten dauern schätzungsweise nur einige Monate. Optimal wäre übernächstes Frühjahr.“ Die große offene Frage ist natürlich die Finanzierung. „Der See ist eine größere Investition, ja, aber die Folgekosten könnten mit dem richtigen Führungskonzept relativ niedrig gehalten werden“, meint Volgger. In Gais ist von Instandhaltungskosten in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro pro Jahr die Rede. „Leicht wird es sicher nicht, die Finanzierung aufzutreiben. Aber wenn du davon überzeugt bist – und das sind wir – findet man auch einen Weg“, so Stafler. Eine Möglichkeit wäre, den See als Leader-Projekt um-
zusetzen, vielleicht gibt es auch Landesförderungen, der Rest müsste mit Eigenmitteln der Gemeinde finanziert werden. Rund eineinhalb Hektar Grund werden benötigt. Ihn zu kaufen, würde ein Vermögen kosten. Roland Volgger würde deshalb die Fläche gegen einen landwirtschaftlichen Pachtpreis zur Verfügung stellen. Weil er selbst gern am und im Wasser ist. Die eineinhalb Hektar sieht er deshalb „nicht als Grundverbrauch, sondern als Naturraumgestaltung“. In der Gemeinde gab es erste Vorgespräche. „Wir wissen von der Intention der Touristiker“, so die Bürgermeisterin. „Das Projekt sehen wir als attraktives Angebot für Einheimische und Gäste – wobei sowohl das Projekt als auch die Rahmenbedingungen und die Finanzierung noch zu klären sind.“ Gais zeigt jedenfalls, dass ein Badesee nicht zwangsläufig ein großes, kostenintensives Schwimmbad sein muss und dass dieses Konzept funktionieren kann, wenn Gemeinde, Tourismus und örtliche Vereine gut zusammenarbeiten. Den Badesee in Freienfeld also bauen oder nicht? Das ist nun die Frage. Mit der Machbarkeitsstudie ist die Diskussion darüber offiziell eröffnet. rb Erker 09/26
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© Renato Grassi
Umwelt
Unter Geiern Heinrich Aukenthaler
Die Bartgeier sind dank vieler Auswilderungsprojekte in die Alpen zurückgekehrt. Nun brüten einzelne Paare bereits in unserem Land.
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Die neuerdings häufigeren Beobachtungen beschränken sich nicht auf unseren westlichen Landesteil. Auch hier im Wipptal sorgten und sorgen Geiersichtungen für staunende Aufmerksamkeit. Im hinteren Ratschings und in Ridnaun, in Pflersch und Pfitsch sahen Bergwanderer, Hirten und Jäger heuer immer wieder Geier am Himmel kreisen. Es wurden einzelne Bartgeier gesehen, vor allem aber Gänsegeier, die eine Neigung zu größeren Ansammlungen haben. So wurden zum Beispiel Anfang August über den Ratschinger Weißen zwölf Geier gezählt. In der Nähe lagen zwei Schafskadaver, welche die Vögel offensichtlich angezogen hatten. Die Fotos verrieten, dass es mehrheitlich Gänsegeier waren. Aber auch ei-
nige Bartgeier waren mit dabei. Sie sind am auffallenden Flugbild mit dem gestuften Schwanz leicht zu identifizieren. Für die Ausbreitung der Geier werden mehrere Gründe vermutet. Das Verständnis um die Rolle und Bedürfnisse der früher verfolgten Tierarten ist gestiegen. Es gibt dank des guten Wildbestandes immer wieder Fallwild in unseren Bergen. Auf unseren Almen werden immer noch viele Nutztiere gesömmert. Die Schafherden suchen wegen der angestiegenen Temperaturen die höchsten Lagen als Weideland auf und die genäschigen Hausgeißen finden ohnedies bis ins höchste felsige Gelände ihren Teil. Mit steigender Höhe nehmen aber die Gefahren auch für das Kleinvieh zu. Die wegen der Sommerhitze
häufiger und heftiger werdenden Gewitter werden von unzähligen Blitzeinschlägen begleitet. Gerade an der letztgenannten Ursache können gleich ganze Gruppen von Weidetieren zugrunde gehen. Ein solches Ereignis hat sich im Sommer 2025 in Mauls im hinteren Gansör oberhalb des Nornsees zugetragen. Dort sind knapp zwei Dutzend von Vals herübergewechselte Schafe Opfer einer Blitzentladung geworden. Wenig später haben sich an die 40 Geier eingefunden, die eine gute Zeit lang an den Kadavern gefressen haben. Auch übers Land vorbeiziehende Geier wurden und werden häufiger beobachtet. Im Herbst 2025 entdeckten Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz (AVK) insgesamt zehn über den Jaufen nach Süden ziehende Gänsegeier. Dies alles hat dann auch in Vogelkundlerkreisen für Beachtung gesorgt. Im letzten Nachrichtenjournal des Jahres 2025 der AVK berichtet der Greifvogelexperte Egon Comploi von einem außergewöhnlichen Geierjahr. Es habe
© Walter Brunner
Wenn in unserer Umwelt neue Arten auftreten, wird dies in der Regel nicht als positiv empfunden. Als wir vor wenigen Wochen vor einem Gasthaus in Schlanders in einer kleinen Gruppe mit Ortsansässigen zusammensaßen, den sommerlichen Sonnenberg mit den dort schön hergerichteten Höfen und wohlbestellten Feldern im Blick, da kamen wir bald auf die Berglandwirtschaft zu reden. Dabei ging es auch um die Mühen und Gefahren, mit denen der wirtschaftende Bergbauer zurechtkommen muss. Dass zu den neuen Herausforderungen auch die Rückkehr der großen Raubtiere gehört, liegt auf der Hand. Einer der Anwesenden kleidete die alten und neuen Sorgen mancher Betroffenen in einen prägnanten Satz: „Zuerscht kimmt der Bär, dann kemmen die Wölf, iatz die Geier. Jo, wos kimmt denn no olls af ins zue?“ Rund ein halbes Hundert dieser großen und bislang kaum bekannten Greifvögel sollen sich heuer am Vinschger Sonnenberg oberhalb der Waldgrenze aufhalten. Die Geier, so berichteten die mit der Gegend Vertrauten, würden vom irgendwie umgekommenen Weidevieh angelockt. Bei den gesehenen Geiern dürfte es sich zumindest vorwiegend um Gänsegeier handeln. Denn nur die Gänsegeier finden sich in so großen Gruppen zusammen. Sie ernähren sich ausschließlich von Aas.
Der Bartgeier sucht die Bergflanken nach den Resten toter Tiere ab. Er ernährt sich zu einem guten Teil von aufgefundenen Knochen, die er verschlingen und verdauen kann. Große Knochen lässt er aus der Höhe auf Steinplatten fallen, wo sie zersplittern und somit vom Geier verzehrt werden können.
Umwelt
alsbald eine große Geiergesellschaft am gefundenen Beutetier versammelt ist. Die Gänsegeier Gänsegeier sind auch bei uns immer häufiger, manchmal zu Dutzenden, fressen zunächst die Eingeweide zu sehen. Diese großen Greifvögel ernähren sich von tot aufgefundenen Tieren und stehen somit am Ende der Nahrungskette. und natürlich auch das Muskelfleisch. Die Haut, Sehnen und bereits 2022 einen ersten Höhe- den vor. Dort, etwa im Rheintal, Knochen bleiben unberührt. punkt von Gänsegeiersichtungen haben sie früher auch gebrütet. mit Schwerpunkt im Passeier Als im Spätmittelalter das Klima Der Bartgeier oder „Painprichl“ gegeben, aber den bislang abso- kälter wurde, verschwanden die luten Höhepunkt habe das Jahr Geier als Brutvögel des mittel- An den Knochen kann der viel2025 erbracht. Auf der Online- europäischen Raumes. In den Ho- leicht gleich oder auch später Plattform Ornitho.it seien 50 hen Tauern waren die Gänsegeier hinzukommende Bartgeier seiGänsegeiermeldungen aus unse- aber immer schon gelegentliche nen Hunger stillen. Die Knochen rem Land aufgezeichnet. Auch Sommergäste. In Friaul im Tal bilden einen guten Teil seiner die Bartgeier ließen sich in Ge- des Tagliamento in der „Riserva Nahrung. Darüber hinaus vergenden sehen, wo sie sonst nur Naturale Regionale del Lago di schmäht er das Muskelfleisch sporadisch auftauchen. In den Cornino“ läuft seit Längerem ein nicht. Er bevorzugt aber Fleisch Pfunderer Bergen etwa wurden Wiederansiedlungsprojekt. Dort im frischen Zustand. Die Bartdrei verschiedene Bartgeier iden- sind bereits Bruten gelungen. Die geier sind wendige Flieger. Sie rutifiziert. Sogar zwei Mönchsgeier Gänsegeier brauchen als Lebens- dern und segeln im Gleitflug die kamen bei uns vorbei. Sie sind die raum gebirgige und geglieder- Bergflanken entlang und können allergrößten unter den Geiern te Landschaften. Sie benötigen dabei auch das eine oder andere der alten Welt. Zum Brüten hat Aufwinde, um segelnd fliegen geschwächte oder unvorsichtige es bislang nur der Bartgeier ge- zu können; dabei bewältigen sie Tier zum Absturz bringen und erbracht, der dank der Wiederein- erstaunlich weite Strecken. Eine beuten. Im mediterranen Streifbürgerungen nunmehr fast den extensiv betriebene Weidewirt- gebiet gehören auch die Schildgesamten Alpentraum unter sei- schaft bietet ihnen die nötige kröten zu ihrem Beutespektrum. ne mächtigen Fittiche nehmen Nahrung an, weil dabei mitunter Dazu gibt es eine interessante kann. einzelne Tiere zugrunde gehen. Anekdote aus der griechischen Diese Entwicklung ist Grund ge- Die Artgenossen zeigen sich zu- Antike. Der Tragödiendichter Aisnug, die beiden häufigeren Geier einander verträglich, territoriales chylos, dem wir das dreiteilige unserer Gegend etwas näher zu Verhalten mit Revierverteidigung Schauspiel von Orest, dem Sohn beschreiben. kennen sie nicht. Deshalb brüten des Agamemnon verdanken, soll sie gern in Kolonien. Sie stehen auf Sizilien an einem sicher sehr sich auch gegenseitig bei der seltenen Missgeschick zu Tode Der Gänsegeier Nahrungssuche bei, indem sie gekommen sein. Ein Adler soll Die Gänsegeier sind am unbefie- sich das zu erkundende Territo- aus großer Höhe eine erbeutete derten kleinen weißen Kopf, der rium untereinander aufteilen. Die Schildkröte fallen gelassen und nur von kurzen feinen Dunen be- einzelnen Vögel bleiben dabei dabei die Glatze des Dichters mit deckt ist, zu erkennen. Im Flug am Himmel kreisend in Sicht- einem Stein verwechselt haben, wird der lange ebenfalls unbe- weite ihrer nächsten Nachbarn. auf dem er, der Vogel, die Schildfiederte Hals eingezogen und in Sobald ein Geier einen Kadaver kröte zerschmettern wollte. Es einer an der Halsbasis befindli- entdeckt hat, lässt sich der Fün- dürfte sich aber nicht um einen chen flaumigen Federkrause ver- dige mit angewinkelten Flügeln Adler, sondern um einen Bartborgen. Das gegenwärtige euro- auf die Nahrungsquelle abwärts geier gehandelt haben, denn die päische Brutgebiet liegt auf der trudeln. Dieses Signal wird von Bartgeier beherrschen die TechIberischen Halbinsel, in Südfrank- den anderen in der Nähe fliegen- nik, Knochen aus großer Höhe reich, auf Sardinien, vereinzelt im den Geiern sofort verstanden. auf eine Steinplatte fallen zu lasApennin und ziemlich verbreitet Die Kommunikation innerhalb sen, um darauf die Bruchstücke auf dem Balkan. Im Sommer wa- der Kolonie läuft weiter und brei- verschlingen zu können. Deshalb gen sich die Geier weit nach Nor- tet sich konzentrisch aus, sodass wurden die Bartgeier zumindest
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bei uns im deutschsprachigen Alpenraum als „Painprichl“ bezeichnet. Mit den Artnamen hat es nun einmal eine eigene Bewandtnis. Der Name Geier deckt eine breite Bedeutungspalette ab. In der Vogelwelt verstand und versteht man unter Geiern so gut wie alle Taggreifvögel. In unserem Dialekt wird bei einigen Arten die bevorzugte Beute der Sammelbezeichnung vorangestellt: „Mausgeir“ für Bussard, „Hennengeir“ für Habicht und „Lämprgeir“ für Adler. „Unter Geiern“ lautet der Titel eines Karl-May-Buches. Es enthält eine der spannendsten Geschichten des Autors, der ganze Jugendgenerationen mit seinen Werken begeistert hat und heute noch zu den meistgelesenen Schriftstellern des deutschen Sprachraumes zählt. Die Geier in der Erzählung sind allerdings keine Vögel, sondern hinterhältige Betrüger, denen die bekannten Karl May‘schen Helden Winnetou, Old Shatterhand und der dank seiner Schießkünste hervorragende Old Surehand ihr intrigantes Handwerk legen. Der Name „Geier“ für die Bande ist nicht zufällig gewählt. Der Begriff hatte stets einen negativen Beigeschmack, da doch die Geier als geduldig auf geschwächte Beute lauernde Wesen empfunden wurden. Nun ist diese Konnotation dank besseren Wissens überwundern, und wenn wir immer mehr Geier über uns kreisen sehen sollten, so können wir dies als Zeichen ansehen, dass darunter Endverwerter von Kadavern zu verstehen sind. Sie schließen als Konsumenten letzter Ordnung den Nahrungskreislauf. Erker 09/26
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Gesellschaft
Suizid im Badezimmer Ein Vater sucht Worte. Und findet sie.
Drei Jahre nach der Selbsttötung seines Sohnes spricht Robert Stafler offen über Schuldgefühle, stilles Leid und seinen ganz persönlichen Weg aus dem Schweigen. Sie wollten in den Urlaub fahren. Der Camper stand bereit. Noch kurz einkaufen, ins Büro, bei Johannes vorbeischauen. Sein Vater Robert Stafler fand ihn im Badezimmer – tot. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche kam jede Hilfe zu spät. Johannes hatte sich zwei Stunden zuvor erhängt. „Johannes war kein Problemkind“, erzählt sein Vater über ihn. „Er war zurückhaltend, ein cooler Typ, herzliches Lachen, gern unter Freunden.“ Nie hätte er gedacht, dass sein Sohn sich das Leben nehmen könnte. Dass es doch geschah, zerbrach ihm das Herz. Doch schweigend trauern konnte er nicht. In seiner Verzweiflung suchte er das Gespräch mit Freunden und anderen Betroffenen. Anfangs fand er kaum Worte für das Unaussprechliche und manche, mit denen er sprach, hielten das Zuhören kaum aus. Um die Stille zu durchbrechen, organisierte Robert im Mai, drei Jahre nach Johannes‘ Tod, zusammen mit dem Kiwanis-Club sowie Moderator Markus Frings in Meran und Brixen den Gesprächsabend „Über das Schweigen hinaus“. Dort suchte er gemeinsam mit Experten Antworten: Wie erkennen wir Warnsignale? Und wie können Hinterbliebene trotz Schmerz weiterleben? Johannes hat seinen Tod nicht angekündigt. „Ich habe die ersten Zeichen auch nicht erkannt“, stellt Robert heute mit tiefem Bedauern fest. „Könnte ich die Zeit
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Viel Publikum beim Gesprächsabend in Brixen
zurückdrehen, würde ich hartnäckiger dranbleiben, wirklich zuhören.“ Er hatte es versucht. Vier Monate vor seinem Tod hatte Johannes gesagt: „Papi, hol mi, i pock‘s nimmer“. Er brach sein Studium in Wien ab und zog sich immer weiter zurück, ihm wurde psychologische Hilfe angeboten. Robert wollte helfen, mit Optimismus und Sätzen wie „Das Leben ist schön!“ Erst später merkte er, dass Johannes nichts (mehr) damit anfangen konnte. Lange quälten ihn Schuldgefühle und die Frage nach dem Warum. Die Antwort kennt er bis heute nicht. Sein Sohn sah offenbar keinen anderen Ausweg. Das Schicksal der Familie Stafler teilen viele weitere. In Italien nehmen sich jedes Jahr fast 4.000 Menschen das Leben, mehr als 500 davon sind Jugendliche und Kinder; hinzu kommen über 50.000 Selbstverletzungen und Suizidversuche. Das Deutsche Statistische Bundesamt hat im Jahr 2024 festgestellt, dass
mehr Zehn- bis 25-Jährige durch Suizid sterben als durch Verkehrsunfälle oder Tumore. In Südtirol sind 60 Prozent der Suizidopfer 30 bis 64 Jahre alt. Auffällig zugenommen haben Suizide bei über 65-Jährigen (31 %). Neun Prozent sind jünger als 30. Die jährliche Selbstmordrate in Südtirol schwankt zwischen 38 und 54 Fällen. Es sieht so aus, als würde sie steigen, doch das Gegenteil ist der Fall. In den vergangenen 25 Jahren ist ein leichter Rückgang bemerkbar. Für Erwin Steiner, Leiter der Notfallpsychologie und des psychologischen Krisenmanagements, sagen Statistiken wenig aus. „Jeder, der aus dem Leben geht, ist einer zu viel.“ In Österreich und Deutschland ist die Suizidrate höher als in Südtirol, in Kampanien und Kalabrien niedriger. Sind also „Nordländer, die wenig über Emotionen reden“, gefährdeter als die „temperamentvollen Südländer“? Möchte man meinen, doch auch dieser Eindruck täuscht. Sardinien ver-
zeichnet ähnlich viele Fälle wie Südtirol. „Wir dürfen es uns mit Erklärungen nicht zu leicht machen“, mahnt Steiner. „Suizid hängt von vielen Faktoren ab, genauso wie Krebs. Äußerlich ist einem Menschen oft nichts anzumerken. Innen aber höhlt ihn das Leiden aus wie ein Tumor.“ Viele, die einen Suizidversuch überlebt haben, sagen: „Ich wollte nicht sterben. Ich wollte nur, dass das Leiden aufhört.“ Diesen inneren Konflikt greift auch der preisgekrönte Kurzfilm „Gioccatoli“ auf, den Robert Stafler mit Alessandro Martini produziert hat, um offen über das Tabu-Thema Suizid zu sprechen. Der Film erzählt von Claudio, einem neunjährigen Jungen aus einer scheinbar normalen Mittelschichtfamilie. Doch im hektischen, chaotischen Alltag ist wenig Zeit für familiären Dialog und Zuwendung. Claudio zieht sich zurück, bis er keinen Ausweg mehr sieht und sich das Leben nimmt, um nicht mehr leiden zu müssen und seine Lieben
Gesellschaft
Robert Stafler mit seinem Sohn Johannes
nicht zu belasten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass im näheren sozialen Umfeld (also im Umkreis von bis zu 135 Personen) sechs bis zehn Menschen Suizid begehen oder nahe dran sind, es zu tun. Jeder von uns kennt demnach mindestens sechs Menschen, die in großer seelischer Not sind. Wie können wir ihnen helfen? Die WHO rät: hinschauen, zuhören (ohne sofort Ratschläge zu geben), sich vernetzen. Auch das „Netzwerk Suizidprävention“ versucht, Betroffene zu erreichen. Auf der Plattform www. dubistnichtallein.it kann sich jeder, der über seinen seelischen Schmerz reden möchte, Hilfe holen. Das Krisentelefon (Grüne Nummer 800 101 800) ist rund um die Uhr erreichbar, auch abends, nachts und am Wochenende, „wenn es außen leise und innen laut wird“. Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Jeder Fünfte erkrankt einmal in seinem Leben daran, Frauen häufiger als Männer. Die meisten Menschen mit einer Depression begehen keinen Suizid. Und nicht jeder Suizid steht im Zusammenhang mit einer Depression. Eine schwere Depression kann das Risiko aber erhöhen. Die Forschung zeigt, dass Psychotherapie bei vielen Menschen psychisches Leiden lindern oder verhindern kann. Für Psychotherapeut Hartmann Raffeiner ist
sie sogar vergleichbar mit einem neurochirurgischen Eingriff, weil sie nachweislich und langanhaltend die Hirnstruktur verändern kann und hilft, Beziehungen zu sich und anderen zu verbessern und Herausforderungen im Leben positiver zu begegnen. Nachweislich wirkungsvoll sind u. a. auch Berührungen durch andere Menschen oder Eigenmassagen im Gesicht und an den Händen, Schwimmen und Wassergymnastik (fördern den Lymphfluss und die Ausschüttung von stresslinderndem Oxytocin), Musik, Singen, Schreiben als Selbstreflexion und Meditation. Schon fünf Minuten Meditation am Tag machen einen messbaren Unterschied. Marlene Kranebitter, Landesleiterin der Notfallseelsorge im Weißen Kreuz und Direktorin an der Landeshotelfachschule Bruneck, beschäftigt bis heute der Suizid zweier Schüler in den Jahren 2015 und 2017. Ein Vater sagte einmal zu ihr: „Iatz meg es eppas tian, es Schualn mit enkern Leistungsdruck!“ Für Kranebitter ist vor allem der Erfolgsdruck ein Problem. „Wir haben das Gespür für das normale Leben verloren – nicht nur an Schulen, auch in der Gesellschaft. Lieber spielen wir uns Theater vor, anstatt uns zu sagen, wie es uns wirklich geht.“ Golli Marboes, Autor des Buches „Notizen an Tobias – Gedanken eines Vaters zum Suizid seines Sohnes“, trifft genau diesen Nerv:
Wir tauschen bei körperlichen Verletzungen wie selbstverständlich Kontakte und Tipps aus, bei seelischen Verletzungen schweigen wir, weil wir uns schämen. Kranebitter plädiert deshalb für ein neues Schulfach, „Persönliche Entwicklung“, in dem Schüler – frei von Benotungen – lernen, miteinander zu reden und sich gegenseitig wirklich kennenzulernen. Gewisse Wunden kann auch Zeit nicht heilen. Aber Zeit kann helfen, das Unfassbare anzunehmen und es für sich einzuordnen. Kleine Rituale können Hinterbliebene dabei begleiten: Schüler pflanzten einen Baum für ihren verstorbenen Mitschüler und luden junge Betroffene ein, die erzählten, was ihnen in Krisen geholfen hat. Robert Stafler gibt der Gedanke Halt, dass jeder Verantwortung für sein Leben trägt. „Johannes war für sein Leben verantwortlich. Ich bin verantwortlich, dass mein Leben weitergeht.“ Aufs und Abs bleiben. Manchmal fällt Robert abends in ein schwarzes Loch. „Aber ich lerne langsam, damit umzugehen. Es ist hart, aber es geht. Und ich wünsche mir sehr, dass Johannes seinen Platz in unserer Familie, bei seinen Freunden und in der Gesellschaft hat, dass wir über ihn erzählen, über den Menschen, der er war und immer noch ist.“ Im Film „Lichter im Chaos“, der beim Gesprächsabend in Ausschnitten gezeigt wurde, berichten junge Erwachsene von ihrem Kampf gegen Depressionen und ihrem Weg aus dem Dunkel. Oft sind es gerade banale Dinge, die große Veränderungen bewirken. Filmemacher Fabian Zöggeler hat seinen Vater durch Suizid verloren. Beide lebten mit Depressionen. In einem ihrer verzweifeltsten Momente sagte sein Vater zu ihm: „Du hosch no dein gonzes Leben vor dir.“ Fabian empfand es als einen blöden Satz. Kurze Zeit darauf nahm sich sein Vater
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das Leben. Bei der Beerdigung konnte Fabian nicht weinen, da er selbst stark depressiv war. Sein Leben drehte sich weiter in eine Abwärtsspirale. Als ihn ein weiterer Schicksalsschlag traf, saß er in einem chinesischen Restaurant und nahm einen Glückskeks mit. Darauf stand: „You are going to have a long life!“ Sofort fiel ihm der Satz seines Vaters wieder ein. Er fuhr ans Grab, weinte zum ersten Mal seit langem und gab dort sein Versprechen: zu kämpfen, zu leben und alt zu werden. Den Glückskeks ließ er zurück – holen will er ihn erst als alter Mann. Den Film „Lichter im Chaos“ hat Fabian Zöggeler seinem Vater gewidmet. rb
Über das Schweigen hinaus Am 10. September findet im Noi Park in Bruneck um 20.00 Uhr ein Gesprächsabend über Suizid statt. Der von Markus Frings moderierte Abend verbindet persönliche Geschichten mit fachlichem Wissen. Der autobiografische Film „Lichter im Chaos“ zeigt berührende Erfahrungsberichte von Betroffenen. Der Kurzspielfilm „Giocattoli“ erzählt eine realitätsnahe Geschichte, die unter die Haut geht. Robert Stafler, der seinen Sohn durch Suizid verloren hat, erzählt von seinen Erfahrungen, was bleibt und warum er diesen Abend ins Leben gerufen hat. Fachleute sprechen über Warnsignale, Hilfsangebote und darüber, wie jeder von uns einen Unterschied machen kann. Ein weiterer Gesprächsabend folgt am 29. Oktober um 19.30 Uhr im Kolpinghaus in Bozen.
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Gesellschaft
Verdienstmedaille für drei Wipptaler Der Hohe Frauentag steht in Tirol traditionell im Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Heuer erhält diese Botschaft eine besondere Bedeutung: Das Jahr 2026 ist in Tirol das „Jahr des Ehrenamts“ und rückt Menschen ins Rampenlicht, die sich Tag für Tag freiwillig für andere einsetzen und damit einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Beim Festakt in der Kaiserlichen Hofburg haben die Landeshauptleute Arno Kompatscher (Südtirol) und Anton Mattle (Tirol) am 15. August verdiente Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol geehrt – drei davon kommen aus dem Wipptal.
Es wurden 46 Verdienstkreuze sowie 140 Verdienstmedaillen des Landes Tirol verliehen. Zudem wurden 23 Menschen ausgezeichnet, die durch ihren mutigen Einsatz andere aus Lebensgefahr gerettet hatten. Auch aus dem Wipptal wurden drei Personen mit der Verdienstmedaille geehrt. Peter Heidegger (Sterzing) wurde für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen im Bezirk Wipptal ausgezeichnet, Helene Hilber Nössing (Freienfeld) für ihre Verdienste um Senioren und um das Gemeinwohl im Wipptal sowie Annemarie Schwitzer Ralser (Freienfeld) für ihre Verdienste im kirchlichen, sozialen und kulturellen Bereich. „Ehrenamt und gelebte Verantwortung für die Gemeinschaft verbinden Tirol und Südtirol seit jeher. Die hier ausgezeichneten Menschen stehen stellvertretend für viele, die sich mit großer Selbstverständlichkeit und viel persönlichem Einsatz für andere engagieren. Ihr Beitrag stärkt den Zusammenhalt und macht unsere Gesellschaft lebenswerter. Gerade in einer Zeit, in der Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung besonders wichtig sind, ist es ein starkes Zeichen, dieses Engagement sichtbar zu würdigen“, sagte Kompatscher. Das Jahr des Ehrenamts mache sichtbar, was Tirol jeden Tag trage, betonte Mattle und ergänzte: „Zahlreiche Menschen übernehmen freiwillig Verantwortung und leisten weit mehr, als von ihnen erwartet wird. Sie schenken ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Kraft für andere in Vereinen, Einsatzorganisationen, im Sozial- und Gesundheitsbereich, in Kultur und Brauchtum, im Sport, in der Bildung, in der Landwirtschaft und in vielen weiteren Bereichen – und retten mit Engagement und Zivilcourage in vielen Fällen sogar Leben. Dieses Engagement ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tragende Säule unseres Landes.“
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Peter Heidegger mit der Wehr Thuins den ersten Landesfeuerwehrleistungs- und Jugendbewerb in Sterzing. Zudem war er im selben Jahr maßgeblich an der Gründung der Feuerwehrjugend beteiligt. Neben seiner Funktion auf Ortsebene übernahm er auch Aufgaben auf Bezirksund Landesebene: Von 1995 bis 2000 wirkte er als Abschnittsinspektor und von 2000 bis 2005 als Bezirksinspektor. Ab 1995 war er Mitglied des Bezirksausschusses und vertrat von 2000 bis 2015 die Interessen der Feuerwehren im Landesfeuerwehrausschuss. Zwischen 2005 und 2010 gehörte er dem Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes an und leitete von 2005 bis 2015 als Bezirkspräsident die Geschicke des Bezirks. Für seine langjährigen und verdienstvollen Leistungen für das Feuerwehrwesen wurde Peter Heidegger 2015 zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sterzing ernannt.
Peter Heidegger wurde am 31. Juli 1956 in Sterzing geboren. Seine Laufbahn bei der Feuerwehr begann bereits im Jahr 1972, als er im Alter von 16 Jahren – auf Verantwortung seiner Mutter – der Organisation beitrat. Nach Absolvierung der ersten Ausbildungen erfolgte am 1. März 1975 seine offizielle Angelobung. Im Laufe der Jahre absolvierte er zahlreiche Fachund Führungslehrgänge und übernahm zunehmend Verantwortung im Feuerwehrwesen. Im Jahr 1988 wurde er zum Schriftführer ernannt. Im selben Jahr initiierte und erarbeitete er den ersten Feuerwehrkalender für das Kalenderjahr 1989 – den landesweit ersten Vereinskalender dieser Art, der sich bis heute als wichtigste Spenden-Einnahmequelle der Wehr Sterzing bewährt. Von 1995 bis 2005 stand Peter Heidegger der Freiwilligen Feuerwehr Sterzing als Kommandant vor. In dieser Funktion organisierte er 1996 gemeinsam
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Gesellschaft
Helene Hilber Nössing Helene Hilber Nössing, geboren am 17. August 1957 in Sterzing, bewirtschaftet mit ihrem Mann den Schmalzerhof in Fleins bei Mauls. Die ehemalige Grundschullehrerin und Mutter eines Sohnes engagiert sich seit Jahrzehnten mit viel Herzblut, organisatorischem Geschick, Beharrlichkeit, Weitblick und einem weitreichenden Netzwerk in zahlreichen Vereinen. Tätig war sie u. a. im Pfarrgemeinderat Sterzing (vier Jahre) und Mauls sowie im Liturgieausschuss (15 Jahre), in der Jugendarbeit Mauls (3 Jahre) sowie im Ausschuss des KFS der Zweigstelle Mauls (15 Jahre). Als Gründungsmitglied und Vorsitzende des Bildungsausschusses Mauls (seit 2020) stärkte sie die Zusammenarbeit mit den Bildungausschüssen Trens und Stilfes und initiierte Projekte wie die „Lebensgeschichten in Freienfeld“, das Flurnamenbuch, das Repaircafè, naturnahe Gartengestaltung sowie das Programmheft „kribiskrabis“. 15 Jahre lang
wirkte sie im Bezirksausschuss Eisacktal/Wipptal der SBB-Seniorenvereinigung mit; seit 2002 organisiert sie als Ortspräsidentin ein breites Kultur-, Gesellschafts- und Weiterbildungsprogramm. Ein Herzensanliegen ist ihr auch die Pflege der echten, bodenständigen Volksmusik. Seit 16 Jahren engagiert sie sich im Ausschuss des Volksmusik- und Volkstanzkreises Wipptal, 2018 gründete sie die Singgruppe „Wipptaler Singvögel“. Politisch war sie 23 Jahre als Gemeinderätin in Freienfeld tätig, davon fünf Jahre als Referentin und fünf Jahre als Vizebürgermeisterin. Seit 2022 gehört sie dem Gemeindeseniorenbeirat an, seit 2025 dem Landesseniorenbeirat. Zudem war sie Mitglied im SVP-Ortsausschuss Mauls (25 Jahre), Schriftführerin und Kassierin der Alminteressentschaft Gansör (23 Jahre) sowie Schriftführerin und Kassierin der SBBOrtsgruppe Freienfeld (28 Jahre).
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Annemarie Schwitzer Ralser Annemarie Schwitzer Ralser, geboren am 21. Juni 1962 in Sterzing und wohnhaft in Mauls, hat sich jahrzehntelang im kirchlichen, sozialen und kulturellen Bereich engagiert und tut es heute noch mit viel Talent für Organisation, Teamfähigkeit, Empathie und Voraussicht. Als Mitglied der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Bozen-Brixen (kfb) leitete sie viele Jahre lang die Pfarrgruppe von Mauls. Sie gründete eine Frauensinggruppe, stand der Katholischen Frauenbewegung vor und war von 2008 bis 2024 Mitglied des Diözesanvorstandes, vier Jahre davon als Stellvertreterin der Diözesanvorsitzenden und Vertretung der Katholischen Frauenbewegung in der diözesanen Kommission für Sakramentenkatechese. Als Mitglied des Diözesanvorstandes begleitete sie Teams verschiedener Dekanate und organisierte Veranstaltungen. Nach wie vor ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe „das Netz“
(Arbeitsheft für kfb-Mitarbeiterinnen). Ein großes Anliegen war und ist ihr die Begleitung von Familien bei der Taufkatechese auf Ebene der Seelsorgeeinheit Wipptal. Auf Pfarreiebene ist sie seit Jahren im Pfarrgemeinderat als Mitglied sowie als Leiterin von Wortgottesfeiern, Kommunionhelferin und Lektorin tätig. Bereits in jungen Jahren leitete sie Jungscharund später Jugendgruppen im Dorf. Über einen längeren Zeitraum arbeitete sie im Bibliotheksteam und im Ausschuss mit. Durch ihre feine, einfühlsame und zugleich beharrliche Art hat es Annemarie Schwitzer Ralser, Ehefrau und Mutter von drei Kindern, immer wieder geschafft, die Rolle der Frau sichtbar zu machen und zahlreiche Menschen für das kirchliche, soziale und kulturelle Leben und für eine aktive Mitarbeit zu begeistern.
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SCHAlZUNGEN UNTERNEHMENS- UND ltOFUßE.RGABEN
ZAHNARZTPRAXIS
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Gesellschaft
Pilgerin der Hoffnung
1.145 Kilometer – vom Brenner bis nach Rom – hat Pilgerin Justine Markart, 57, zu Fuß und ohne Geld zurückgelegt. Sie wollte in Armut pilgern und war auf Hilfe anderer angewiesen. Die Herausforderungen, Momente und Begegnungen haben ihr gezeigt: Alles ist möglich, wenn du den ersten Schritt wagst! 2025 war ein besonderes Jahr – eines, das es nur alle 25 Jahre gibt. Papst Franziskus rief ein Heiliges Jahr aus, diesmal unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“. Justine Markart fühlte sich berufen, als „Pilgerin der Hoffnung“ vom Brenner nach Rom zu ziehen, auch wenn sie anfangs nicht genau wusste, was das bedeutete. Ende April, kurz vor dem Aufbruch, entschied sie sich, in Armut zu gehen. Sie wollte am eigenen Leib erfahren, wie es ist, ohne Geld unterwegs zu sein – wie Pilger einst oder Obdachlose oder Flüchtlinge heute. Ist das überhaupt möglich? Wie weit würde sie kommen? Am 1. Mai startete sie am Brenner mit Rucksack, Pilgerstab und weißem Friedenstuch. Weil sie sich anfangs nicht traute,
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um Geld und Obdach zu bitten, übernachtete sie nach der ersten Etappe bei ihrer Mutter in Stilfes, tags darauf bei ihrem Bruder – und überlegte, wie sie die Pilgerreise angehen sollte. Zwar hatte sie einen Pilgerführer in der Tasche, doch bis Bologna gab es kaum Herbergen. Am vierten Tag wurde ihr klar: Sie brauchte Zelt, Schlafsack und Matte, auch wenn es auf das Rucksackgewicht schlägt, und besorgte sich die Ausrüstung in Meran, wo sie wohnte. Eine deutsche Pilgerin, die sie unterwegs traf, riet ihr, in Pfarreien nachzufragen, ob sie dort übernachten könne. Justine wagte es: Sie stellte sich als Pilgerin ohne Geld vor und bat um Quartier im Widum, in einer Turnhalle oder Bibliothek, um die Nacht in Sicherheit zu verbringen. Bis Bologna nahmen sie Pfarreien auf, danach Klöster. Pfarrer, Pater und Klosterfrauen luden sie sogar zum Essen ein – für Justine eine große Bereicherung, auch wenn es ungewohnt war, mit ihnen am
Tisch zu sitzen. Sie lauschten fasziniert ihren Erlebnissen, wollten wissen, ob pilgern in Armut in der heutigen Zeit wirklich möglich ist. Sieben- oder achtmal zeltete sie im Freien – immer mit Erlaubnis der Grundbesitzer, mit denen sie ebenfalls ins Gespräch kam. Eine Bancomat-Karte hatte sie für den Notfall dabei. Sollte sie scheitern, würde sie eben mit Geld nach Rom pilgern und ihr Projekt, in Armut zu gehen, abbrechen. Die Karte brauchte sie nur einmal in Ferrara, für neue
Wanderschuhe, weil ihre alten kein Profil mehr hatten. Anfangs kostete es Justine viel Mut und Überwindung, um Geld zu bitten. Oft dachte sie: „Den frage ich jetzt!“, ging hin – und
kehrte um. Das erste Mal, als sie jemanden wirklich ansprach, trat sie zögernd auf einen zeitunglesenden Mann in einer Bar hinzu, da sie auf die Toilette musste, und fragte ihn, ob er ihr einen Kaffee zahlen würde. Er musterte sie und lehnte ab. Da traten vier Frauen ein. Justine fasste Mut, sprach sie an – und eine von ihnen sagte sofort „Gerne!“ Als sie der Wirt argwöhnisch musterte, verstand sie, dass sie ihm erzählen musste, dass sie ohne Geld von Brenner nach Rom pilgert. Plötzlich zeigte er Interesse und bot ihr eine Jause an, die Justine dankend ablehnte. Seine Frau und die Kellnerin gaben ihr fünf Euro („Damit du nicht mit Hunger schlafen gehen musst“). Bei diesem ersten Versuch lernte sie, dass sie klar sein, die richtigen Worte finden und ihre Geschichte teilen müsse. Sie tat es – und erhielt nicht nur Kaffee, sondern vor allem Herzenswärme, von Jungen und
Schönes Unsichtbares
Alten, Männern und Frauen. Viele wollten teilhaben und mitwirken an ihrem Projekt, damit es gelingt. Die schönsten Momente kamen unerwartet: Eine Frau, die kein Geld mit sich trug, gab ihr die Adresse der „Trattoria“ ihres Onkels in der nächsten Stadt und lud sie dort zum Essen ein. Neins gab es auch, vor allem in hektischen Städten wie Bologna, wo die wenigsten zuhören konnten oder wollten. Doch Justine erlebte auch Begegnungen wie diese: Als sie einer Kellnerin ihre Geschichte erzählte, stand ein Gast auf, lud sie auf einen Kaffee ein, gab ihr 30 Euro und sagte, dass er jemandem vor vielen Jahren seine Hilfe verweigert habe. Das habe ihn lange gequält. Jetzt möchte er es wieder gutmachen. Und Justine erkannte: „Ein Ja, ein Nein – beides verändert uns. Den Bittenden und den Gefragten.“ Nach einem Zwischenstopp zu Pfingsten in Assisi erreichte Justine nach 1.145 Kilometern und 49 Tagen am 19. Juni, genau zu Fronleichnam, freudig und stolz die Stadt Rom. Sie hatte es tatsächlich geschafft, anzukommen, hatte sich auf ihrem Weg stets von Gott begleitet, geführt und beschützt gefühlt. Nicht eine Blase, nie Schmerzen, immer Kraft, Vertrauen und Lust weiterzugehen. Drei Tage blieb sie noch in Rom: Dort pilgerte sie 18 Kilometer, besuchte die sieben Heiligen Kirchen, durchschritt die vier Heiligen Pforten und nahm nach Vorlage der Pilgerstempel, die sie in den Pilgerstationen erhalten hatte, das „Testimonium“, die Pilgerurkunde, entgegen. Am Sonntag nahm sie an der Fronleichnamsprozession mit Papst Leo XIV teil. Papst Franziskus war kurz vor ihrem Pilgerstart gestorben. Ihr Wunsch, einen Blick auf den neuen Papst zu erhaschen, erfüllte sich: Er lächelte ihr zu, nur zwei Meter von ihr entfernt. „Das war für mich der krönende Abschluss.“
Die Rückkehr in den Alltag ging schnell – per „Frecciarossa“ in vier Stunden und 45 Minuten zurück nach Südtirol – freudig, demütig, dankbar, aber auch wehmütig. Die Idee, ihre Eindrücke mit weiteren Menschen zu teilen, war auf ihrer Pilgerreise entstanden. Ihr „Warum“ (Warum bist du gestartet? Warum bist du auf dem Weg?) hatte so viele Menschen inspiriert. Seit Herbst 2025 hält sie in Südtirol Vorträge über Landschaften, Begebenheiten und Begegnungen, die ihre Geschichte erst möglich gemacht haben. Justines tiefe Erkenntnis: „Wir haben verlernt, um Hilfe zu bitten. In unserer individualisierten Gesellschaft meinen wir oft, alles allein schaffen zu müssen – ohne andere Menschen, ohne Gott, ohne Glauben. Das führt manchmal zu Überforderung, Ziellosigkeit oder Depression. Wir müssen um Hilfe fragen, sonst weiß niemand, dass wir Hilfe brauchen.“ Hoffnung beginne mit dem ersten Schritt. Wer vertrauensvoll fragt, erfahre nicht nur Hilfe, sondern auch Veränderung. Ihre Geschichte soll uns auch die Augen für Bedürftige in unserer Nähe öffnen: Nachbarn, Freunde, Bekannte, die Hilfe brauchen, sich aber nicht trauen, danach zu fragen. „Wir alle sind Pilger der Hoffnung, ein Leben lang“, sagt Justine. Pilgern weckt eine tiefe Sehnsucht, auch wenn viele Menschen noch nicht wissen wonach. Man muss nicht auf den perfekten Moment warten und kann auch vor der eigenen Haustür pilgern, einfach losgehen und spüren, was es mit dir macht. Als ausgebildete Pilgerbegleiterin bietet Justine in und außerhalb von Südtirol verschiedene Pilgerschaften an. „Du schenkst dir Zeit, begegnest dir selbst, anderen Menschen, der Natur und Gott. Gerade in Krisen zeigt dir Pilgern, was im Leben wirklich zählt.“
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Platschjoch Der Bergrücken, der sich zwischen dem Jaufen und Gasteig hinzieht, hat für mich etwas Erhabenes. Eine mächtige, kraftspendende Energie-Ader, die an ihm entlangfließt, für die Landschaft und zum Regenerieren.
Ob lieblicher Sommer, goldener Herbst, klarer Winter oder sprudelnder Frühling: Es ist ein Ort mit vielen Gesichtern, zum Wandern, zum Verweilen und zum Auftanken. Weite Almwiesen, die Wildheit der Naturelemente und die Sanftheit der verschiedenen Plätze. Die beeindruckende Aussicht rundum – ein Gefühl von innerer Zufriedenheit und Wohlwollen umgibt mich. Ein Naturparadies, das ich mit größter Achtsamkeit genießen darf und das mit aller Liebe „so gelassen“ werden sollte. Beim Wort „gelassen“ fällt mir ein: Ich kann „gelassen“ sein, wenn ich den Dingen in meinem Leben immer wieder erlaube, sie „gehen zu lassen“. Das macht das Leben freier und leichter. Jene Dinge, die zu mir gehören, kommen ohnehin in mein Leben oder bleiben bei mir.
Thor Volgger Erker 09/26
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Eulen aus Toilettenpapierrollen basteln
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Das brauchst du für eine Eule: • Toilettenpapierrolle • Bleistift • Pinsel • Farben • schwarzen Stift • Klebeband
2. Zeichne die Umrisse deiner Eule mit Bleistift auf der Papierrolle vor. 3. Nun kannst Du deine Farben herausholen und kreativ werden! Male die vorgezeichnete Papierrolle an und ergänze individuelle Details wie die Augen mit einem schwarzen Stift. 4. Befestige auf der Rückseite mit Klebeband die gepressten Blätter. Schon hat deine Eule Flügel und ist fertig.
Zeit schenken Als Vertreterin der Senioren im KVW-Ortsausschuss Wiesen hat sich Rosa Staffler Trenkwalder Gedanken gemacht, wie sie
einsamen, älteren Menschen helfen könnte. Gedacht, getan. So wandte sie sich an die Lehrpersonen der 5. Klasse der Grundschule Wiesen. Diese vervielfältigten ihren Flyer „Zeit schenken“ und verteilten ihn an die Schüler. In kürzester
Zeit haben sich sieben von ihnen gemeldet. Seitdem begleiten sie Rosa regelmäßig, sei es bei Hausbesuchen von Senioren, bei einer Runde „Mensch ärgere dich nicht“ oder beim Besuch von Heimbewohnern in Schloss Moos. Mit Begeisterung schieben sie Rollstuhlfahrer ins Freie. Wenn in ihrer WhatsAppGruppe „Zeit schenken“ eine Anfrage eingeht, sind sie gleich zur Stelle. „Deshalb ein großes Lob und Anerkennung für unsere Jugendlichen!“, so Rosa Staffler Trenkwalder. Wer in Wiesen ebenfalls Lust hat, Menschen Zeit zu schenken oder selbst Besuch bekommen möchte, kann sich jederzeit bei Rosa (Tel. 340 1415278) melden.
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Marni-Talk: DO I CIO 24.o9.,15.10., 19.11~ 17.12.ore 09.30 Uhr, Frühe Hilfen Wippta.11Sostegno familiare precoce Beckenbodentirai ni ng I G nnastlea per il pa\limen:to pelv eo: M 11M ER 07.10.[6 E:inheiten I u nita) ore 09.00 & 10.10Uhr Elabyma,ss-ag I M-assa99lo per neonaU: MO I LUN 09.17.{4 Einheiten I unita) o:re 10.30 • 17.-45Uhr
Schwangerschaft, cieburt und Wochenbett (dt, 11 ted.}: DI 10.1n.von 18.00 bis 20.30 u hr [3 E.inheiten)
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Frauennachtwallfahrt Am 1. Oktober lädt die Katholische Frauenbewegung der Seelsorgeeinheit Wipptal zur 15. Frauennachtwallfahrt nach Maria Trens. Seit vielen Jahren ist diese besondere Wallfahrt ein Zeichen der Verbundenheit, des gemeinsamen Unterwegsseins und des Gebets. Unter dem Leitgedanken „Was ich dir wünsche …“ machen sich Frauen auf den Weg und nehmen dabei all jene Wünsche mit, die Menschen im Herzen tragen: Wünsche nach Frieden, Freude, Mut, Vertrauen, Liebe und Hoffnung. Treffpunkt ist um 19.00 Uhr beim Gasthof „Burgfrieden“. Von dort führt der gemeinsame Weg zur Wallfahrtskirche Maria Trens, wo die Pilgerinnen eine Liturgiefeier erwartet, musika-
lisch gestaltet vom Kirchenchor Mauls. Manuela Unterthiner, geistliche Assistentin des KFS, wird mit den Frauen unterwegs sein. Wie in den vergangenen
Nikolausbesuch im Elkfl I sa n N cc«o arilva al'E kii:
so I DOM 06,12:.ore 14.308.15.30Uhr
FESTE UND EVENTS I FESTE ED EVENTI !Gd$ Oktoberfest FR I VEN 25.09.ore 15.00- '17.00Uhr GossensassI Col le lsarco Kastantenf~.st I Fesla d~lle castagne, FR I VEN 16.10.
ore 15'00 - 17.00Uhr
Puppe;ntheat.er I Teabo, delle m.arionet!i.e,,.3kle,ine Wunder;; (d,t.1 t.ed.}: SA 28.11.um 16.00 Uhr, Vigil Rab@r Sa,al
KURSE UND VOR'TRÄC::E I CORSI E CON FERiEN ZE Tod, Trauer und Trost I Mcne, lutto e conforto (dt. 1 1ed~)l 00 lS..10. von 719.30 bis 21.00 Uhr, Raiffeisensaal Ster;zin.g Kindern.otfa lkur.. (d<t.1ted;): DO I C.1012: . von 18..00
bis 20.30 Uhr im Elki Sterzi ng
Jahren werden Spenden für bedürftige Menschen in unserem Bezirk gesammelt. Für die Rückkehr zum Gasthof „Burgfrieden“ steht ein Shuttlebus bereit. Es wird gebeten, eigene Kerzen oder Laternen mitzubringen. Wer keine mitführt, erhält vor Ort eine Kerze.
Eltern.we:rkstatt "Wolke Sex'' (dt, 11ted,>, DO 19.11.von 19,00 Uhr bis 2100 Uhr im Elki Sterzi ng I ORARIO
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PROGRAMM & ANMELDUNG PROGRAMMA & ISCRIZION Erker 09/26
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Whats Upp?! im Wipptol von Tobi vom Jugenddienst
Ein starkes Team, jede Menge Action und ganz viel Gemeinschaft: Ministrant zu sein, ist viel mehr als nur ein Hobby am Sonntagmorgen. Es bedeutet, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Feste und Gottes-
Mehr als nur ein Hobby ... dienste zu feiern und als Gruppe durch dick und dünn zu gehen. Jedes Jahr im Herbst werden in den Wipptaler Ministrantengruppen neue Ministranten aufgenommen. Passend dazu stellen wir euch diese neuen
Gruppen vor. Bei Interesse kann sich jeder, der gerne zu den Ministranten kommen würde, im Herbst bei den jeweiligen Ministrantenleitern oder Pfarrern melden.
Auch der Spaß und die Gemeinschaft dürfen nicht zu kurz kommen. Im Bild der Ausflug aller Ministrantengruppen des Wipptales nach Gardaland.
STILFES: Neun neue Ministranten
STERZING: 17 neue Ministranten
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WIESEN: 41 Ministranten (davon 21 Mädchen und 20 Buben). Eine Ministrantin (Jahrgang 2010) ministriert seit 2019, vier Minis (Jahrgang 2011) seit 2020. Fixe Events im Laufe eines Kirchenjahres sind die Sternsingeraktion, das MinistrantenHüttenlager und viele Angebote vom Jugenddienst Wipptal.
KEMATEN: Acht Ministranten
TRENS: Acht neue Ministranten
Gesellschaft
Freienfeld
Geschichten, die verbinden Am 1. Oktober findet im Vereinshaus Stilfes erstmals ein Seniorentag der Gemeinde Freienfeld statt. Organisiert wird er vom Seniorenbeirat und den Seniorenvereinen der Gemeinde. Unter
dem Motto „Freienfeld früher & heute“ steht vor allem eines im Mittelpunkt: miteinander ins Gespräch zu kommen. Herzstück des Nachmittags ist ein Erzählcafé mit Thementischen, an denen Senioren aus der Gemeinde von ihren persönlichen Erinnerungen aus früheren Zeiten erzählen, etwa über bäuerliches Leben, Schule und Kindheit, Musik und Theater, Bräuche, die Jagd oder be-
sondere und lustige Begebenheiten aus den Dörfern. Alle sind eingeladen, eigene Erinnerungen beizusteuern, nachzufragen und gemeinsam Geschichten wieder lebendig werden zu lassen. So soll ein ungezwungener Austausch entstehen, bei dem nicht nur zurückgeblickt, sondern vor allem miteinander geredet, gelacht und erzählt wird. Passend dazu steht der erste Seniorentag unter dem Gedanken „Geschichten, die verbinden“. Denn herzlich willkommen sind nicht nur Senioren, sondern auch Familien, Kinder, Jugendliche, Junggebliebene und Interessierte. Gerade der Austausch zwischen den Generationen soll den Nachmittag bereichern. Ein kleiner musikalischer Rahmen sowie Speis und Trank sorgen für einen gemütlichen Ausklang und genügend Zeit zum Beisammensein. Der Seniorentag beginnt um 14.00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sterzing
Auf runde Geburtstage angestoßen Die Freiwillige Feuerwehr Sterzing hat vor kurzem bei einer gemütlichen Marende auf die runden Geburtstage dreier verdienter Ehrenmitglieder angestoßen. Neben den Mitgliedern aus den jeweiligen Gruppen der Jubilare und dem Ausschuss ließen es sich auch die weiteren Ehrenmitglieder nicht nehmen, den drei Kameraden persönlich zu gratulieren. Zusammen blicken sie auf stolze 240 Lebensjahre und jahrzehntelangen, unermüdlichen Dienst zurück. Zu den Jubilaren gehö-
ren Karl Wechselberger, der seinen 80. Geburtstag feierte, Josef Unterthiner, der auf 90 Lebensjahre zurückblickte, sowie Peter Heidegger, der seinen 70. Geburtstag beging. Unter den Gratulanten befand sich auch Bürgermeister Peter Volgger, der selbst Ehrenmitglied der Sterzinger Wehr ist. Er dankte ihnen für ihren lebenslangen Einsatz und betonte, wie wichtig ihr Vorbild sei. Anschließend wurden noch viele alte Erinnerungen und Kameradschaftsgeschichten ausgetauscht.
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Oldie-Treffen
Amfang August rückte die Freiwillige Feuerwehr Franzensfeste mit ihrem Fiat Campagnola (Baujahr 1971) erstmals zum Oldie-Treffen der Freiwilligen Feuerwehr Unsere Liebe Frau im Walde aus. Unter dem Motto „Erzähl deine Geschichte von damals” versammelten sich im Ortszentrum hunderte Teilnehmer mit ihren Oldtimern, Motorrädern, Vespas und Traktoren sowie alten Uniformen, Werkzeug und anderen Raritäten, die vor 1990 gebaut wurden. Neben einer Ausstellung bot das Fest Marktstände mit regionalen und handgefertigten Produkten, Dorffest-Atmosphäre mit Live-Musik und Verpflegung sowie eine spektakuläre Schauübung, an der mehrere Wehren mitwirkten.
Neues Familienmitglied Der MC Falken ist der „Federazione Motociclistica Italiana“ (FMI) beigetreten – und ist damit der nördlichste Motorradclub Italiens. Der Wipptaler Motorradclub ist seit vielen Jahren eine feste Anlaufstelle für Motorradbegeisterte und hat sich mit seinen Veranstaltungen und Initiativen in der internationalen Biker-Szene einen Namen gemacht. Durch den Beitritt zur FMI kann der Club seine Tätigkeit in einem klar geregelten rechtlichen Rahmen ausüben. Zugleich ist er Teil der großen FMI-Familie, dem nahezu 2.000 Motorradclubs in ganz Italien angehören. Hannes Pattis steht dem MC Falken als Präsident vor, Vizepräsident ist Günther Mair. Komplettiert wird der Vorstand durch Matthias Rainer, Thomas Strickner sowie Schriftführer Meinrad Larch. Erker 09/26
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Kultur
100 Jahre Radio Wer im August durch die Ausstellung „100 Jahre Radio“ in der Brixner Stadtbibliothek gegangen ist, begegnete dort einer überaus beeindruckenden Sammlung alter Radios. Die mehr als 100 ausgestellten Geräte erzählten von einer Zeit, in der Radioempfang noch etwas Besonderes war, von technischer Entwicklung und vom Wandel des Rundfunks. Einen großen Teil dieser Ausstellung stellte ein Wipptaler bereit: Ekkehard Gröbner aus Gossensaß, der zu den leidenschaftlichsten Sammlern historischer Radiogeräte in Südtirol zählt. Gröbner ist Gründungsmitglied des Radio Museums Vereins Südtirol und besitzt selbst mehr als 350 historische Radiogeräte – die größte Sammlung innerhalb des Vereins und höchstwahrscheinlich auch Südtirols. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung wurde schnell deutlich, dass er die Geräte nicht nur sammelt, sondern auch ihre Technik und Geschichte genauestens kennt. Zu vielen Modellen kann er detailliert erklären, wann sie gebaut wurden, wie sie funktionierten, woher sie stammen und was sie so besonders macht. Seine eigene Geschichte als Sammler begann vor rund 40 Jahren auf einem Flohmarkt. Dort kaufte Gröbner sein erstes altes Radiogerät, ohne zunächst zu wissen, was genau vor ihm stand. Erst später stellte sich heraus, dass es sich um einen Volksempfänger aus der Zeit des Nationalsozialismus handelte. Das ehemalige Propagandagerät, vergleichbar mit dem „radio rurale“ in Italien, weckte sein Inter-
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Ausstellung „100 Jahre Radio“ in der Stadtbibliothek Brixen
esse, und aus dem anfänglichen Stöbern auf Flohmärkten entwickelte sich über die Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung. Heute findet Gröbner historische Geräte sowohl über das Internet als auch auf großen Sammlermärkten in Deutschland und Norditalien. Besonders beschäftigt er sich inzwischen mit den Radios der ehemaligen Südtiroler Firma UNDA. Max Glauber gründete das Unternehmen vor etwa 100 Jahren in Toblach. UNDA stellte zunächst einzelne Radiokomponenten her und entwickelte später eine große Zahl eigener Radioempfänger. Die Geräte wurden teilweise mit aufwendig gefertigten Holzgehäusen versehen. Gerade diese Verbindung von erster, außergewöhnlicher Radiotechnik und enorm vielseitiger Gestaltung macht diese historischen Radios für Sammler wie Ekkehard Gröbner interessant. Mittlerweile besitzt er acht dieser seltenen
UNDA-Geräte. Das älteste Radio der Brixner Ausstellung stammt aus dem Jahr 1927 und ist eines der ersten Geräte der Firma „Philips“. Die frühen Geräte arbeiteten damals noch mit Elektronenröhren. Diese verstärkten die über die Antenne empfangenen Signale so weit, dass sie erstmals über einen Lautsprecher hörbar wurden. Erst mit der Transistortechnik wurden Radios ab den 1950er und 1960er Jahren deutlich kleiner und leichter, die schweren Röhrengeräte verschwanden nach und nach aus den Wohnzimmern. Viele der ausgestellten Stücke sind zudem nicht nur technische Geräte, sondern auch aufwendig gestaltete Möbelstücke mit großen Holzgehäusen. Für Gröbner gehört nicht nur das Sammeln dazu. Er restauriert auch alte Radios und Plattenspieler für andere Menschen. „Gerade Geräte aus den 1950er und
1960er Jahren stehen noch in so manchem Haushalt, funktionieren oftmals aber nicht mehr“, so Gröbner. Ersatzteile sind teilweise schwer und nur teuer zu bekommen. Über das Internet und vor allem durch den Austausch unter den Vereinsmitgliedern lässt sich so manches dennoch reparieren. Viele historische „und eigentlich hochspannende“ Geräte landen auch heute noch auf Recyclinghöfen. Gröbner hat deshalb auch dort bereits Kontakte geknüpft und wird auch des Öfteren verständigt, wenn dort ein interessantes Stück auftaucht. Die Ausstellung in Brixen hat gezeigt, dass das Thema für viele Besucher mit persönlichen Erinnerungen verbunden ist. Besonders bei Geräten aus den 1950er und 1960er Jahren erkannten viele Besucher Radios wieder, die einst in den eigenen Eltern- oder Großelternhäusern standen. Bei ganz alten Geräten ist dagegen
Kultur
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doch sowieso sehr viel näher sierte Besucher kommen dabei – nämlich in Gossensaß. Dort nicht nur aus dem Wipptal, sonhat Gröbner seine eigene Samm- dern auch von sehr viel weiter lung in den Räumlichkeiten eines angereist. ehemaligen Geschäftslokals So endete die Aufmerksamkeit untergebracht. Ein klassisches rund um die historischen Radios Museum mit regelmäßigen Öff- gewiss nicht mit dem Abbau der nungszeiten ist es nicht, Besich- Ausstellung in Brixen. Ein Teil der tigungen sind aber nach Verein- Geräte kehrt mit Ekkehard GröbEkkehard Gröbner neben einem besonders aufwendigen UNDA-Stück barung möglich. Mittlerweile ner nun wieder nach Gossensaß besitzt Gröbner so viele Geräte, zurück, wo sowieso weiterhin geeher die Technik selbst der Blick- Der Radio Museums Verein Süd- dass er in der Ausstellung sogar sammelt, repariert und nach befang. Manche der empfindlichen tirol versucht deshalb, die Geräte auswählen muss, welche Stücke sonderen Stücken gesucht wird. Lorenz Grasl Röhrenradios werden deshalb nicht nur zu sammeln, sondern überhaupt Platz finden. Interesgar nicht mehr in Betrieb genom- Wissen darüber zu erhalten und men, um sie nicht zu beschädi- weiterzugeben. Die Gründungsgen – auch wenn sich restaurier- mitglieder besitzen zusammen te Geräte durchaus wieder zum rund 750 historische Geräte und Spielen bringen lassen. Zum Teil inzwischen sind noch viele Mitkönnen mit entsprechenden Ad- glieder und Geräte dazugekomaptern sogar moderne Tonquel- men. Sie helfen einander bei Relen wie ein Smartphone ange- paraturen, tauschen Wissen aus schlossen werden. Gerade darin und arbeiten daran, die Sammsieht Gröbner auch eine Möglich- lungen zu dokumentieren und keit, jüngere Menschen für die langfristig öffentlich zugänglich alte Technik zu begeistern. Das zu machen. Ziel ist ein dauerhaf„Problem“ des Vereins sei näm- tes Museum, in dem die Geräte lich nicht die Zahl der Geräte, nicht nur hinter Glas stehen, sonsondern eher der fehlende Nach- dern auch erklärt und teilweise in wuchs. Viele Sammler sind schon Betrieb gesetzt werden können. Ko,nzerte der Gemeindeka e 1 • älter, während junge Menschen Als möglicher Standort war u. a. bisher nur selten zu diesem Hob- die Festung in Franzensfeste im by finden. Wenn aus einem Radio Gespräch, die sich allerdings aus den 1930er Jahren plötz- nicht unbedingt für die empfindlich wieder modernere Musik er- liche alte Technik eignet. klingt, ändert sich das Interesse Für die Wipptaler liegt ein Zumanchmal allerdings schnell, so gang zu dieser Technik und zu historischen Radiogeräten jeGröbner.
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Kultur
„Gemeinsam im Takt“ Ein Wochenende voller Musik, Natur und Gemeinschaft erlebte Anfang August die Jugendkapelle Mareit auf der Steinalm am Brenner. Bereits der Aufstieg stimmte die Jungmusikanten auf die kommenden Tage ein. Oben angekommen wurden nach kurzer Verschnaufpause
Junger Sound im Nordpark
Erneut begeisterten Ende Juli junge Musiker aus dem Wipptal sowie aus Nord- und Südtirol beim diesjährigen Nordpark-Festival des Jugenddienstes das Publikum. Auf der Bühne standen u. a. Bands und Sänger der Musiksommerwoche, die Wipptaler Band „Cauchella“, „Pechvogel“ aus Innsbruck sowie „Outhouse“ aus Bruneck. Danach sorgten „three and a half cent“ aus Brixen, „The
Fever Week“ sowie „Fratelli Stonati“ aus dem Schlerngebiet – der Höhepunkt des Abends – für Stimmung. Für gute Bewirtung sorgten die „Hotdawgs“. Um das Festival – es wurde heuer zum fünften Mal ausgetragen – auf die Beine zu stellen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, haben viele engagierte Unterstützer und Helfer mitgearbeitet.
Stilfes
gleich die Instrumente ausgepackt. Statt im gewohnten Probelokal hallten die Trommeln, Trompetensignale und Holzbläsertöne dieses Mal über die grünen Bergwiesen. In intensiven Voll- und Teilproben feilten die Nachwuchstalente mit Kapellmeister Hannes Tratter an den Stücken. Nach den Proben kam auch der Spaß nicht zu kurz. Beim Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmellows, einer Wanderung zum Gebirgsbach und verschiedenen Gemeinschaftsspielen wurde der Zusammenhalt abseits des Notenblattes gestärkt. Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von der Idylle auf der Alm. Doch davor gab es noch ein kleines Abschlusskonzert unter freiem Himmel, was bei den Familien und Fans für große Begeisterung sorgte. Erschöpft, aber glücklich und mit vielen Erinnerungen im Gepäck traten die jungen Musiker den Heimweg an. Das Almwochenende hat einmal mehr gezeigt, dass die Jugendkapelle nicht nur musikalisch perfekt harmoniert, sondern auch eine starke Gemeinschaft ist, die optimistisch in die Zukunft blickt.
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© Sabrina Hofer
Musikfest begeistert Besucher
Ein voller Festplatz, beste Stimmung und hochkarätige musikalische Darbietungen prägten das Musikfest der Musikkapelle Stilfes Ende Juli beim Vereinshaus von Stilfes. Die Mitglieder der Musikkapelle Stilfes konnten sich über einen außergewöhnlich großen Besucherandrang freuen. Den musikalischen Auftakt machte die Musikkapelle Tiers unter der Leitung von Kapellmeister Johannes Heim, der gleichzeitig auch die Musikkapelle Stilfes dirigiert. Mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm sorgten die Musiker für einen gelungenen Start in das Festwochenende. Im Anschluss begeisterte die Band „Hofenbrass“ aus dem Allgäu das Publikum mit hervorragender Blasmusik, mitreißender Unterhaltung und großartiger Bühnenpräsenz. Der Sonntag begann mit einer Messfeier im
Pavillon. Dekan Andreas Seehauser gestaltete den Gottesdienst, musikalisch umrahmt von einer Bläsergruppe der Musikkapelle Stilfes. Anschließend stellten die Jungmusikanten der Musikkapelle Stilfes ihr Können unter Beweis. Es folgten eindrucksvolle Konzertdarbietungen der Musikkapellen Mauls und Trens, die das Publikum mit abwechslungsreichem Programm überzeugten. Den musikalischen Abschluss bildete die Jungfelder Böhmische. Die Mitglieder der Musikkapelle Stilfes zeigten sich nach dem Festwochenende äußerst zufrieden. Der große Zuspruch und die vielen positiven Rückmeldungen der Besucher waren für die Musikanten die schönste Bestätigung für die erfolgreiche Organisation des Festes.
Kultur
Sterzing
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Konzertshow mit der Joe Smith Band
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„Music, Dance & Sax“ mit der Joe Smith Band
Am 10. Oktober wird die Joe Smith Band im Stadttheater Sterzing eine ganz neue Konzertshow präsentieren und den Bogen von Latin über Rock, Pop & Soul bis hin zu Tanz spannen. Einmal mehr stehen einige der erfolgreichsten internationalen vokalen und instrumentalen Mega-Titel auf dem Programm. Auch in diesem Jahr hat sich Bandleader Peppi Haller alias Joe Smith wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht: Das P rof i -Ta n z p a a r Kaja Pfüller und Christoph Hanisch aus Villach wird das Publikum mit lateinamerikanischen und StandardTänzen ganz in ihren Bann ziehen. Gastsolist Chris Haller – Saxophonist, Arrangeur und Komponist – wird auch heuer wieder mit dabei sein. Das Fundament der Show bildet einmal mehr der einzigartige Sound der Joe
Tribut an Opernlegende Maria Callas
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Smith Band mit ihrem hervorragenden Bläsersatz und delikatem Backgroundgesang. Und wie immer wird jeder Titel eigens für die Joe Smith Band neu arrangiert und auf die Band zugespitzt. Heike Vigl wird wiederum wortgewandt und mit viel Charme durch die Konzert-Show führen. Diese beginnt um 20.00 Uhr. Die Band Peppi Haller (Sologesang, Posaune & Trompete), Silvia Sellemond, Sarah Haller, Tamara Rieder (Gesang), Ingo Ramoser (Keyboard Stagepiano), Michael Keim (E-Gitarre), Hannes Mair (E-Bass), Manuel Gschnitzer (Schlagzeug), Tobias Pfeifhofer (Percussion), Walter Plank (Trompete), Jürgen Federer (Saxophon), Alexander Egger (Posaune), Armin Rainer (Tonmeister) Kartenvorverkauf ab 14.09.2026: Tourismusverein Sterzing und Filiale der Sparkasse Sterzing Online-Verkauf: www.ticket.bz.it Kartenreservierung: Tel. 0471 053 800 (Dienstag - Freitag: 14.30 - 19.00 Uhr, Samstag: 15.30 - 19.00 Uhr), E-Mail: info@ticket.bz.it Kartenvorverkauf empfohlen/ freie Platzwahl
Einen hochkarätigen kulturellen Leckerbissen erlebte das Publikum Anfang August im voll besetzten Vigil-Raber-Saal bei der Veranstaltung „Maria Callas – Il Tributo“. Die Hommage an die wohl berühmteste Sopranistin des 20. Jahrhunderts zeichnete sich durch eine feinfühlige Mischung aus musikalischer Exzellenz, Biografie und historischer Einordnung aus. Den Auftakt bildete eine profunde Einführung von Giacomo Fornari, der die vielschichtige Persönlichkeit und künstlerische Bedeutung der „Divina“ beleuchtete. Musikalisch glänzte Sopranistin Renata Campanella unter der Leitung von Maestro Stefano Giaroli mit einer emotionalen Darbietung der beliebtesten Arien aus dem Callas-Repertoire. Ergänzt wurde die Musik durch biografische Anmerkungen, die Maestro Giaroli persönlich als Erzähler vortrug und so das Leben der Ikone lebendig werden ließ. Ermöglicht wurde die gelungene Veranstaltung vom Verein „L’Obiettivo“ in Zusammenarbeit mit UPAD, „Centro Studi e Ricerche Palladio“ und dem Bildungsausschuss Sterzing.
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Kultur
Magari Sterzing
„Großes geschieht, wenn Mensch und Berg sich treffen“ Die aus Sterzing stammende und in Lajen wohnhafte Künstlerin Elisabeth Frei zeigt noch bis zum 5. September - dienstags bis samstags von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie von 14.00 bis 16.00 Uhr – in der Galerie des Kunstforums Unterland in Neumarkt ihre Arbeiten. „Magari“, so nennt sich die Ausstellung, führt ein in den Kosmos Südtiroler Befindlichkeiten und wirkt doch niemals plakativ, sondern ist Ausdruck des besonderen Blicks von Elisabeth Frei. Der künstlerische Zugang, den sie eröffnet, gewinnt Jahr um Jahr an Wert als artistisches Seismogramm unseres Landes.
FORT biennale_2
Waltraud Alpögger
Josef Seidner
Ende Juli wurde in den Räumlichkeiten der Raiffeisenkasse Wipptal die Ausstellung der beiden Hobbykünstler Waltraud Alpögger und Josef „Peppi“ Seidner eröffnet. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung zur Vernissage und nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Werke der beiden Kunstschaffenden zu betrachten. Unter dem Leitgedanken „Großes geschieht, wenn Mensch und Berg sich tref-
ZU DEN KÜNSTLERN Waltraud Alpögger, geb. 1942
Noch bis zum 8. November ist in den Gemäuern der Festung Franzensfeste die zweite Ausgabe der FORT biennale zu sehen. Die Erzählung der diesjährigen Ausstellungsreihe ist eine Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Gegenwart: Von der Zunahme von Konflikten über die Ausbreitung autoritärer Systeme. Von der Klimakrise bis zur Krise der Menschenrechte. Von den Chancen der Digitalisierung bis zur Erosion zwischenmenschlicher Beziehungen.
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Am Fuße des Tribulauns in Innerpflersch geboren, war Waltraud Alpögger als Krankenschwester tätig. Seit ihrer Pensionierung widmet sie sich mit großer Begeisterung der Malerei und Kunst. Mit 62 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Wandern und Bergsteigen und bestieg mit über 70 Jahren ihren geliebten Hausberg. Ihre Werke sind eng mit ihrer Heimat verbunden. Besonders inspirieren sie der Tribulaun, den sie als „Majestät des Wipptales“ bezeichnet, sowie die beeindruckende Bergwelt der Feuersteine in Pflersch.
fen“ zeigt die Ausstellung die enge Verbundenheit der Künstler mit ihrer Heimat und der beeindruckenden Bergwelt. Die Ausstellung kann noch bis zum 30. September während der Schalteröffnungszeiten im Hauptsitz in Sterzing besucht werden und lädt dazu ein, die faszinierende Verbindung von Mensch, Natur und Bergwelt näher kennenzulernen.
Josef Seidner, geb. 1943 Geboren in Gossensaß, war Josef „Peppi“ Seidner bis 2009 als Sportlehrer an der Mittelschule in Sterzing tätig. Seit seiner Pensionierung widmet er sich intensiv seinen vielfältigen Interessen. Sein Alltag folgt dabei einem bewussten Rhythmus: täglich eine Stunde für den Körper, eine Stunde für den Kopf sowie eine Stunde für Seele und Geist – das Zeichnen und Malen ist somit ein fixer Bestandteil in seinem Tagesablauf. Peppi ist gerne draußen unterwegs, dabei begleitet ihn stets ein Skizzenblock mit Bleistift, um Eindrücke und Ideen festzuhalten, die zu Hause finalisiert werden.
Sterzing
„Bello ciao“ Am 22. September präsentieren die Autorin Barbara Bachmann und die Fotografin Franziska Gilli um 19.00 Uhr im Stadttheater Sterzing ihr neues Buch „Bello ciao – Italiens Männlichkeit im Wandel“.
Männer bewegen sich nicht nur in Italien zwischen Klischees und Erwartungsdruck, zwischen Privileg und Krise. Doch hier prägen zudem Kirche, Fußball, Mutterkult und die aktuelle Politik das Bild davon, was einen Mann ausmacht. Für ihr neues Buch haben Bachmann und Gilli Männer und Frauen in ganz Italien getroffen und nach unterschiedlichen Vorstellungen von Männlichkeit gefragt. Sie porträtieren eine Fußballmannschaft der Amateurliga, berichten von einem verstörenden Fest zu Ehren des männlichen Geschlechts in einem entlegenen Dorf, sprechen mit einem schwulen Paar
mit Kind über Rollenverteilungen und besuchen ein Anti-Gewalt-Training. In Texten und Fotografien entsteht so ein vielschichtiges Bild von Männlichkeit im Wandel. Bereits 2021 veröffentlichten die beiden Journalistinnen ihr erstes gemeinsames Buch „Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“. Die gleichnamige Ausstellung ist noch bis Ende Oktober jeweils Donnerstag bis Samstag von 10.00 bis 12.30 Uhr sowie von 14.00 bis 17.00 Uhr im Stadt- und Multschermuseum in Sterzing zu sehen. Barbara Bachmann ist freie Reporterin und arbeitet für deutschsprachige Magazine und Wochenzeitungen, darunter „Reportagen“, „mare“, das „Süddeutsche Magazin“ und „Die Zeit“. Franziska Gilli lebt als freie Fotografin in Hannover. Sie studierte Kulturmanagement sowie Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. Ihre Arbeiten wurden u. a. in der „Neuen Zürcher Zeitung“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlicht. Die von der Stadtbibliothek Sterzing veranstaltete Buchpräsentation ist frei zugänglich. Erker 09/26
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© Viviana Penz
Kultur
Vivianas Festung Herumwerken, mit Menschen zusammenarbeiten, Dinge instandhalten – das tat Viviana Penz aus Mauls schon immer gern. Seit März 2020 ist sie Hausmeisterin in der Festung Franzensfeste. Dort kontrolliert und wartet sie Anlagen und Haustechnik, pflegt Wege und Grünflächen, betreut Ausstellungen, Events, Besuchereinrichtungen und Bauarbeiten. An ihrem Arbeitsplatz – neun Fußballfelder groß – gibt es immer Habsburgerreich vor feindlichen was zu tun. Angriffen zu schützen. 20 MilVerirrt hat sie sich in den ver- lionen Lehmziegel, 250.000 m3 schlungenen Gängen und Räu- exakt geschliffener Granit und men noch nie. Mittlerweile kennt 300.000 m3 Lärchen-Festholz sie jeden Winkel. Nur zwei Ecken stecken in der sogenannten „Feshat sie noch nie betreten: den zu- tung aus Silber“, die 1838 eingegewachsenen Schützengraben weiht wurde. Vor kämpferischen auf der anderen Seite der Pus- Einsätzen blieb sie verschont. tertalerbahn Richtung Aicha und Stattdessen diente sie als Depot, das Blockhaus in der Nähe der u. a. für Waffen, Kunst und das Stauschleuse. An der Festung italienische Reichsbankgold, das beeindruckt Viviana weniger, wa- von der SS bewacht wurde. 170 rum sie gebaut worden ist, son- Jahre lang war sie militärisches dern mit welcher Präzision. Oft Sperrgebiet, bis das Land vor stehen Besucher minutenlang rund 15 Jahren ein Museum aus am Haupttor, um den Anblick der ihr machen durfte. Seitdem gegewaltigen Alpenfestung erst- hen hier täglich Arbeiter, Künstmal zu verdauen. Kaiser Franz I. ler und Besucher (bis zu 30.000 von Österreich ließ das mächtige jährlich) ein und aus. Bollwerk von 6.200 Arbeitern Im ehemaligen Goldstollen, wo bauen, um die strategische Bren- einst das Gold der Banca d’Itaner-Route zu sichern und das lia lagerte, verlegen Arbeiter
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derzeit zwei Metallschienen. Das viele Begehen hat den Magerbeton und den Schotter an manchen Stellen abgetragen. Ein neues Fundament ist nötig, damit niemand stolpert. Viviana zeigt den Handwerkern, wo sie Anschlüsse und Steckdosen finden. Dann setzt sie ihren täglichen Rundgang fort, diesmal vorbei an Porträts des Künstlers Robert Bosisio, der während seiner Militärzeit kranke Soldaten skizzierte, die später auf Holzpaneele gedruckt wurden. „Ho fatto la guardia qua fuori!“, sagt ab und zu ein ehemaliger Soldat, der nach Jahrzehnten als Besucher in die Festung zurückkehrt. Einer von ihnen verbrachte einst unfreiwillig an einem Weihnachtsabend seinen Geburtstag im Wächterhäuschen. Seine Ka-
meraden waren erkrankt und er musste die Schicht übernehmen. Er fror und war traurig, allein und ohne seine Familie diesen Abend zu verbringen – bis Schnee zu fallen begann und sich eine unheimliche Stille über die Festung legte, die sein Herz mit einem tiefen Frieden erfüllte. „Er sagte ganz in Gedanken versunken zu mir, dass es der schönste Geburtstag seines Lebens war“, erzählt Viviana. Kaum ist dieser Satz verklungen, dröhnen von irgendwoher Motorsägen. Würde die Forstbehörde an den Außenmauern und in den Gräben nicht regelmäßig Sträucher, Bäume und Büsche roden, würde die Festung im Nu zuwachsen. Die Dächer auch. Viviana hebt einen Ziegel auf, den wucherndes Gestrüpp heruntergeworfen hat. 5.000 bis 10.000
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Das Fotografieren ist Vivianas große Leidenschaft.
Schritte legt sie jeden Tag zurück – mit Rasenmäher und Buckelmäher bis zu 30.000. Am liebsten hält sie sich in der oberen Festung auf, dort ist es am ruhigsten und am grünsten. Vier Bäume in der Festung hat sie besonders in ihr Herz geschlossen: die Birke mit den üppig herabhängenden Ästen, die Linde, auf der sich Hunderte von Bienen tummeln, den Feigenbaum, der von alleine gewachsen ist, und die Esche, die als letztes aus dem Winterschlaf erwacht. Gelegentlich postet Viviana verborgene Ein- und Ausblicke auf Facebook: im Morgentau glänzende Spinnweben in einer Schießscharte, blühend weißen und blauen Salbei, Glockenblumen, Disteln, Esparsetten, verschiedenste Kleesorten – die Biodiversität hier ist unendlich. Das Fotografieren ist Vivianas große Leidenschaft. Es gäbe noch mehr zu zeigen, wie den Auf- und Abbau der Zelte für Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Gästen oder den logistischen Aufwand hinter Kunstinstallationen – doch dafür fehlt ihr oft die Zeit. Eidechsenbabys dagegen dürfen jederzeit über ihre Hand spazieren. „Krabbeltiere sind meine Freunde. Sie verschönern den Tag, wenn mal was nicht so läuft wie geplant.“ In den alten Gemäuern leben auch ein Turmfalkenpärchen mit seinen Jungen, vier Bienenvölker, unzählige Schmetterlinge sowie Schwärmer, Marder, Mäuse, Schlangen, Frösche, Feuersalamander, Smaragdeidechsen und Fledermäuse. Alte Berichte schildern, wie Soldaten einst eimerweise Fledermauskot zusammenfegten. Zusammen mit
dem Naturkundemuseum plant Viviana, eine Wöchnerinnenstube für Fledermäuse ausfindig zu machen. Das Mobiltelefon ist Vivianas ständiger Begleiter. An manchen Tagen klingelt es andauernd: Eine wartende Firma am Eingangstor, Arbeiter, die sich im Festungsgelände verirrt haben, in den Baustellenbereich eingewiesen oder vom Bahnhof – dorthin schickt sie Google Maps oft – zum Haupteingang gelotst werden müssen. Nach Plan verläuft hier selten ein Tag. Tags zuvor wollte Viviana mähen – erst mussten aber unerwartete Reparaturen erledigt und eine Kunstinstallation abgebaut werden. Oft rinnt ihr die Zeit durch die Finger. „Manchmal ist der Tag schon rum, bevor du richtig losgelegt hast. Aber alles zugleich machen geht nun mal nicht.“ Eine zusätzliche Hausmeister-Halbtagsstelle war zwar im Vorjahr ausgeschrieben, konnte aber nicht besetzt werden, also schultert Viviana die Festung bis auf weiteres allein – zusammen mit dem Museumsteam. „Der Job“, sagt Viviana, „macht mir unglaublich viel Spaß.“ Auch weil sie hier alles anwenden kann, was sie in ihrem bisherigen Leben gelernt hat – und täglich lernt sie etwas Neues dazu. Flexibel reagieren inklusive. „Ja, sie hat schon so ihre Tücken, die alte Dame“, sagt Viviana und lächelt. Zwei, drei Handwerker schauen fast täglich vorbei: Hydrauliker, Elektriker, Kanalreiniger, Brandmeldetechniker, Klimatechniker … Mal ein Türchen reparieren, damit es besser schließt, mal eine defekte
In den alten Gemäuern lebt auch ein Turmfalkenpärchen mit seinen Jungen.
Beleuchtung auswechseln, mal ein Stück Mauer erneuern, den Spagat zwischen Denkmalschutz und modernem Kulturbetrieb schaffen. „Alles, was zurzeit etwas schief ausschaut, ist schon zur Sanierung beauftragt.“ Nur vergehe meistens eine sehr lange Zeit zwischen der Meldung der Schäden und dem Abschluss der Arbeiten. Geduld und ein gutes Gedächtnis sind hier von Vorteil. Ein jahrhundertealtes Bauwerk ist und bleibt eben eine
Dauerbaustelle. Viviana hält deswegen immer die Augen offen. „Besser ein Problem sofort lösen – kleiner wird’s nicht.“ Zum Glück entgeht ihr wenig. Eine Lösung – oder zumindest Zwischenlösung – findet sie immer. „Geht nicht, gibt’s nicht“, ist Vivianas Motto. Für eine alte Dame wie die Franzensfeste die besten Voraussetzungen für ein langes Leben.
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Seelsorgeeinheit Erker 09/26
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Das Elektrizitätswerk in Wiesen und am Pfitscher Stausee von Karl-Hainz Sparber
Der Pfitscher Stausee im August 2021
Der Stausee in der Wöhr Mit dem Schmelzen der letzten Eiszeitgletscher in der Spätwürmzeit (17.000 - 11.700 vor heute) kam es aufgrund des fehlenden Seitendruckes zunehmend zu natürlichen Abbrüchen von Berghängen, die zu Tal stürzten. So war es wohl auch im Pfitscher Hochtal, als ein gewaltiger Felssturz im Bereich der westlich gelegenen Leitnerwände-Überseilspitze den Pfitscherbach aufstaute und das ganze Tal absperrte. Es entstand ein natürlicher Stausee, der bis nach St. Jakob im hintersten Hochtal gereicht haben soll (Deckengemälde an der alten Kirche zu Kematen) und hinter dem Staudamm an die 200 m tief war. Um das Jahr 1080 soll dann eine enorme Schneelawine in den Pfitscher Stausee gestürzt sein und diesen zum Ausbruch gebracht haben. Durch die dadurch entstandene Flutwelle wurde das Dorf Wiesen und wahrscheinlich auch die römische Mansion Vepitenum dem Erdboden gleich gemacht. Der Pfitscher Stausee füllte sich wieder auf natürliche Weise, allerdings war er in der Folge um einiges kleiner, sodass er nur noch bis Burgum zurückreichte.
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Der Bergsturz hatte auf der Nordseite sehr viel Material aufgefüllt, wodurch der Pfammeshügel entstand. Erste Höfe siedelten sich bereits im 14. Jahrhundert dort an (drei Pfammeshöfe werden urkundlich genannt), unter der sogenannten Wehr („Wöhr“: da, wo das Wasser abgewehrt, aufgestaut wurde) lagen die zwei Leitenhöfe, doch gab es kaum eine Möglichkeit, das Pfitscher Hochtal – außer mit Saumtieren – überhaupt zu erreichen. Es gab den schmalen Fußweg durch die „Untere Wöhr“ von der Wehr-Säge oberhalb
von Afens den Pfitscherbach entlang und weiter durch einen kurzen Stollen hinauf zum See („Wehr-Egg“). Die „Obere Wöhr“ war ein steiler, häufig vermurter Saumpfad, der ab 1926 von der „Società Idroelettrica del Vizze“ im Zuge des Kraftwerkbaues zu einer Straße mit den beiden Kehren von der Wehr-Säge zum See ausgebaut wurde. Am natürlichen Staudamm selbst wurde im Kataster von 1777 eine schlechte Behausung erwähnt (das halbe „Wörguethl“ samt zwei Kapellen), worauf dann um 1850 erstmals ein „Wirt an der Wöhr“
aufschien. Dieses sogenannte „Wehrgasthaus“ war um 1900 ein beliebtes Ausflugsziel für die zahlreichen „Fremden“, die im Sterzinger Raum in zahlreichen Hotels (Parkhotel „Stötter“ und Hotel „Rose“ in Sterzing, „Grandhotel“ in Gossensaß …) und Pensionen Erholung suchten. Die Errichtung des Elektrizitätswerkes Der italienische Staat hatte nach dem Ersten Weltkrieg das in den Londoner Verträgen von 1915 versprochene Land Südtirol in
Der Pfitscher Stausee reichte vor 1998 noch bis Burgum zurück.
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Das Wehrgasthaus „Elefant“ vor dem Kraftwerksbau
Besitz genommen. In der Zeit des Faschismus (1922 – 1943) wurden viele italienische Familien, Beamte, Lehrpersonen, Arbeiter und vor allem Soldaten hier angesiedelt. Südtirol besaß zum Zeitpunkt der Besetzung durch italienische Truppen so gut wie keine Industrie. Doch gerade in der Industrialisierung des Landes sahen die faschistischen Machthaber eine Möglichkeit, Gesellschaft und Wirtschaft zu unterwandern. Die neuen Firmen, die Industrieanlagen und die Eisenbahn benötigten Unmengen an elektrischer Energie, weshalb die Italiener zahlreiche Elektrizitätswerke errichten ließen. Ein Königliches Dekret von 1923 verlieh dem Staat das italienische Wasserrecht und die notwendigen Enteignungsrechte. In Marling entstand 1925 das erste große E-Werk, es folgte Kardaun mit dem größten E-Werk Europas und jenes in Pfitsch ein Jahr später. Der „Tiroler Anzeiger“ meldete im November 1925: „Ein Stauseewerk im Pfitschertale. Die Generaldirektion der hydraulischen Werke in Rom hat das Gesuch der Trentiner Bergbaugesellschaft vom 9. März 1925, versehen mit dem Projekt des Ing. Giuseppe Gavazzi, um Bewilligung der Stauung des Pfitscherbaches zwecks Erzeugung von 23.058 Pferdekräften für Industriezwecke angenommen. Der Stausee wird unmittelbar hinter der ‚Wöhr‘, beim Steilfelsen, der das Feld gegen das Tal zu begrenzt, beginnen, einen großen Teil der Felder von Ried und Burgum, die ‚Schweizer Möser‘ und das ‚Dürre Moos‘ unter Was-
Bericht über den Baufortschritt Ende 1926 Aber lassen wir einen Kenner der Materie selbst berichten. Alois Hofer (1888 – 1978),
bekannt als „Pfitscher Presse“, berichtete im Tiroler Anzeigen vom 18. August 1926 über den Baufortschritt: „Vor wenigen Tagen stieg ich den steilen Weg zu jener Höhe empor. Von der Wöhr bis hinab über die letzten Häuser von Wiesen, wird von der Pfitscher Wasserkraft-Elektrizitätsgesellschaft ein Stollen getrieben, der in der
Wöhr das Wasser des Pfitscherbaches aufnehmen, dieses durch das Gestein vier Kilometer weit bei dem geringen Gefälle von 60 Metern an den Absturz des Saun leiten wird, von wo es 360 Meter senkrecht ins Dorner niederstürzen und eine elektrische Energie von 42.000 Pferdekräften erzeugen wird. (…) Erst erstand das ansehnliche Barackendorf im Dorner, einem Gebiete, das bis jetzt noch immer das Arbeitszentrum geblieben ist, da dort die Zentrale des Werkes erbaut wird. Nun erfordert der Bau der Zentrale ungeheuer viel Arbeit, da sie ins ehemalige Bachbett des Pfitscherbaches verlegt wird. Also mußte vorerst ein Kanal für den Pfitscherbach geschaffen werden, der den einstigen Mittelpunkt des Werkes, die Zentrale, im Bogen umfaßt. Dieser Kanal ist bereits vollendet (11. Juni 1926). Eine Brücke führt über ihn zur Zentrale, ein Abzugskanal für das Nutzwasser mündet in denselben. Eben sind die Hunderte von Arbeitern daran, das trockengelegte Bachbett mit dem freigewordenen Gerölle auszufüllen. Den 360 Meter hohen, senkrechten Felsen empor, führt eine Rollbahn, das Werk eines deutschsprachigen Schweizers aus Zürich. Mit dieser Bahn wird das beim Stollenbau Die Rollbahn diente dem Material- und Arbeitererforderliche Material die transport von der neuen Zentrale hinaus zum Wasserschloss (1926) ansehnliche Höhe empor-
ser setzen und bis zum Sägewerk des Christian Hofer in Burgum heranreichen. Die untersten Häuser des Weilers Ried hingegen fallen dem Stausee zum Opfer.“ So kam es dann auch: Die Montecatini-Werke ließen von der Firma „Montedison“ das Elektrowerk in Wiesen im Frühjahr 1926 errichten. Die Baugründe für diesen Zentralbau wurden einfach enteignet. Es wurden zwar Entschädigungen versprochen, doch keine Verträge abgeschlossen. Hinter Wiesen in der Örtlichkeit „Dorn“ (die Wiesner nennen das EWerk heute noch immer nur „Zentrale“) wurden ab dem 1. Februar 1926 Baracken aufgestellt und von einigen Hundert italienischen Arbeitern aus dem Cadoretal im Bellunesischen und aus dem Trentino bezogen. Einige dieser Arbeiter fanden auch private Unterkunft in Tulfer und Wiesen. Im März 1926 waren es 300, im April bereits 500 Arbeiter. Im Juli bauten 400 Pioniere die Straße nach Pfitsch aus; sie lagerten in Zelten bei der Kirchbrücke. Im August folgen weitere 600 Mann.
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Eckdaten Am Eingang in das Pfitschtal in Oberwiesen befindet sich orographisch rechts des Pfitscherbaches das Wasserkraftwerk Wiesen-Pfitsch mit der Zentrale, in dem das Krafthaus untergebracht ist. Errichtet ab Mai 1926 nach den Plänen von Ingenieur Giuseppe Gavazzi im Auftrag der „Società Idroelettrica del Vizze“ und seither mehrfach modernisiert. Inbetriebnahme am 27. Dezember 1927. Grundlegende Erneuerung im Zuge der Brennerbahnlinie auf Gleichstrom in den 1990er Jahren: alte Generatoren wurden durch moderne Aggregate ersetzt. Heutige mittlere Jahresproduktion: 55 GWh Im Jahr 1943 betrug die Produktion 71.346.000 kWh, die wie folgt verteilt wurden: - Eisenbahnstrom 26,5 GWh - SAPEZ Bergwerk Ridnaun 3.2 kWh - Montecatini (Forst bei Meran) 41,6 GWh Der Wehrsee in Pfitsch auf 1.361 m dient als Staubecken mit einem maximalen Fassungsvermögen von 400.000 m³. Die Wehrmauer ist 7,63 m hoch und 76 m lang. An der linken Seite am Ende der Mauer befindet sich ein Stauwächterhaus mit Wohnung. Durch einen Freispiegelstollen gelangt das Wasser vom Stausee zum Wasserschloss oberhalb des Krafthauses in Wiesen. Der Freispiegelstollen (1927 gebaut) hat einen Querschnitt von 4,9 m² und eine Länge von 3.782 m Gefälle 60 m. An der Stelle, wo der Stollen in einen Kanal mündet und das Tal des Afenserbaches überquert, wird auch dieser eingeleitet. Am Ende des Stollens ist ein Überlauf, gefolgt von einem Wasserschloss mit einer Kapazität von 8 000 m³. Vom Wasserschloss führen zwei parallel laufende, sichtbare Druckleitungen aus genieteten Stahlrohren mit einem Durchmesser zwischen 1,50 und 1,05 m und einer Länge von 531 m die direkt zum Krafthaus. Die Fallhöhe beträgt 359,58 m. Ein kurzer Freispiegelkanal mit einer Länge von 14 m leitet das abgearbeitete Wasser vom Kraftwerk der Zentrale in den Pfitscherbach. Der Maschinenpark im ursprünglichen Zustand umfasste: - 2 Peltonturbinen mit doppelten Laufrädern, 4.200 Volt - 1 Peltonturbine mit doppelten Laufrädern, 6.000 Volt - 1 Peltonturbine und Generator, 6.000 Volt Die gesamte Turbinenleistung betrug 42.250 PS, die Generatorleistung 30.600 kVA Die Abnahmeprüfung wurde am 1. Juli 1932 vom Staatsbauamt in Trient durchgeführt. Das Krafthaus in Wiesen hat eine Grundfläche von 497 m². Es handelt sich dabei um einen schlichten Zweckbau. Die Bauparzelle 536 wurde 1989 geteilt und verfügt im Erdgeschoss über zwei Hofräume, eine Zufahrt, eine Schalteranlage, zwei Umspannungskabinen (Trafos), einen Lastenaufzug zum ersten Stock, einen Stiegenraum und zwei Lokale für die ENEL. Darüber befindet sich ein Lager in zwei Dachräumen mit Dachfenstern und zwei Dachgauben.
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Der 3 km lange Freiwasserstollen von der Wehr bis zum Wasserschloss über der Zentrale 1927
geschafft. Auf dreiviertel Höhe der Rollbahn, etwas abseits davon, auf steilem, rasenbedecktem Hang ist eine Barackengruppe fast vollendet.
Die Zentrale im „Dorner“ hinter Wiesen
beneiden, hier in diesen stickigen Räumen, aber sie sind gut bezahlt. Dies herrliche Alpental gibt dem eben erstehenden Elektrizitätswerke den Namen Pfitscher Wasserkraftwerk.“
Peltonturbinen im Maschinenhaus 2002
Zwei parallele Druckleitungen und rechts daneben die Rollbahn
Außerhalb der Weilers Afens, am Beginne des Haselgrabens, ein weiteres Barackenlager. Von hier aus führen die Fußsteige empor zu den Öffnungen 9 und 8, 7 und 6, und vom Schutzengelkirchlein des Weilers, in dem die Sommermonate hindurch der Arbeiterseelsorger Don Angelo Dulio aus Novara die heilige Messe liest (werktags in Afens und sonntags in der Wöhr und am Bauplatz der Zentrale), steigt man die Felder empor zu den Öffnungen 5 und 4. In diesen und in den Öffnungen 8 und 9 tönt das Surren der Bohrmaschinen; weite Strecken läuft in dünnen Röhren das Wasser, das zum Kühlen der Maschinen bestimmt ist. Haare und Bart der Mineure sind mit dichtem Staub bedeckt. Sie sind nicht zu
1927 wurden die Ständer für die Hochspannungsleitungen aufgestellt; am 13. August 1927 wurde der 3 km lange Stollen für die Wasserleitung von der Wehr im Pfitscher Hochtal quer durch die Afener und Wiesner Köfel durchgebrochen und an der Wehr ein Stauwerk gebaut. Bis dahin war der See völlig ausgetrocknet bzw. nur noch Sumpfgebiet.
„Am 4. Dezember 1927 wurde auf Verlangen der Bauleitung des Elektrischen Werkes um 10 Uhr zu Ehren der Heiligen Barbara eine Hl. Messe mit Ansprachen gehalten von Pater Josaphat, Guardian in Sterzing. Dazu erschienen etwa 50 Arbeiter, viele waren bereits in ihre Heimat abgereist. Am 20 März 1929 verließ der Buchhalter des Elektrischen Werkes Wiesen. Damit ist die Baukanzlei aufgehoben.“ So schrieb Pfarrer Rupert Eberhard in der „Wiesner Chronik“.
BRENNER BASISTUNNEL GALLERIA DI BASE DEL BRENNERO
TAG DES .. OFFENENTUNNELS BBT UND SUDZULAUF (RFI) FRANZENSFESTE - BAUSTELLE EISACKUNTEROUERUNG SAMSTAG, 26. SEPTEMBER 2026 VON 09.00 BIS 17.00 UHR 71 PROGRAMM - Baustellenbesichtigungen: BBT und Südzulauf (RFI-Baustelle „Forch") - Virtual-Reality-Show im Tunnel - Spiel und Spaß für Kinder - Festzeit mit Bewirtung
Es wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen.
71 ANFAHRT - Die Zufahrt zur Baustelle ist NUR mit unserem kostenlosen Shuttle-Service möglich. - Die Shuttle-Busse verkehren von 08:45 bis 17:45 Uhr vom Bahnhof Franzensfeste und vom Parkplatz der Festung Franzensfeste zum Veranstaltungsgelände auf der BBT-Baustelle Eisackunterquerung und zurück. - Wir weisen darauf hin, dass die Parkmöglichkeiten am Bahnhof Franzensfeste und bei der Festung begrenzt sind. • Für die Anfahrt nach Franzensfeste empfehlen wir die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
Vipiteno, riaperta la scalinata verso via Innsbruck
A metà agosto è stata riaperta la scalinata che collega Piazza Città con via Innsbruck e con il ponte in direzione del City Center, uno dei collegamenti pedonali più frequentati del centro di Vipiteno. La vecchia struttura, nel corso degli ultimi anni, aveva mostrato segni sempre più evidenti di deterioramento, fino a rappresentare un problema anche sotto il profilo della sicurezza. L’amministrazione comunale ha quindi deciso di intervenire con un rinnovamento completo della scalinata. I lavori hanno permesso di mettere in sicurezza il passaggio e di restituire alla città un collegamento importante tra il centro storico e la zona oltre il ponte. Con la riapertura, residenti e visitatori possono nuovamente utilizzare la scalinata, ora completamente rinnovata e più sicura.
Vipiteno, nuova connessione per le biciclette Un piccolo intervento con un effetto concreto sulla mobilità ciclabile: da poco una nuova attraversamento collega le piste ciclabili di via della Commenda con la corsia ciclabile di via Wilhelm Egger. La nuova soluzione consente ai ciclisti di percorrere questo tratto in modo più diretto, evitando deviazioni e migliorando al tempo stesso la sicurezza. L’intervento si inserisce nel percorso di potenziamento della rete ciclabile cittadina e punta a rendere gli spostamenti in bicicletta più semplici e agevoli.
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Comune di Vipiteno
Balneum, tariffe e controlli al centro del dibattito Le tariffe e le modalità di controllo previste per le persone con invalidità civile al Balneum, la piscina coperta e scoperta di Vipiteno, sono state al centro di un’interrogazione presentata dal consigliere comunale Massimo Bessone. Bessone ha criticato la prassi adottata alla cassa della struttura, riferendo le segnalazioni di alcuni utenti ai quali sarebbe stata richiesta l’esatta percentuale di invalidità. Il tesserino ufficiale rilasciato dalla Provincia autonoma di Bolzano, infatti, per ragioni di tutela della privacy indica soltanto una categoria generale. Secondo il consigliere, la richiesta di conoscere la percentuale precisa potrebbe sollevare dubbi sotto il profilo della protezione dei dati personali e rappresentare un ostacolo per persone particolarmente vulnerabili. Bessone ha inoltre chiesto chiarimenti sulla revisione e sulla differenziazione delle tariffe introdotte all’inizio dell’anno, auspicando un ritorno alle più semplici categorie previste dalla Provincia. Nella sua risposta il sindaco Peter Volgger ha spiegato che l’introduzione di controlli più puntuali si è resa necessaria a seguito di alcuni utilizzi impropri delle agevolazioni. Fino alla fine del 2025, alle persone con un’invalidità pari o superiore all’80 per cento spettava l’ingresso gratuito, mentre per percentuali comprese tra il 65 e l’80 per cento era prevista una riduzione. Poiché il tesserino provinciale indica soltanto una fascia generale, in passato sarebbero aumentati i casi di dichiarazioni non corrette finalizzate a ottenere l’ingresso gratuito. Per evitare abusi, il personale richiede ora un documento che attesti la percentuale esatta. Volgger ha ricordato che l’INPS può rilasciare, su richiesta, una copia del certificato di invalidità nella quale i dati medici sensibili risultano oscurati e rimane visibile soltanto la percentuale riconosciuta. Il personale del Balneum non effettua
copie né registra tali informazioni, garantendo così, secondo il Comune, il rispetto della privacy. Con l’inizio del 2026 l’amministrazione comunale ha inoltre colto l’occasione per rivedere l’intero sistema tariffario, prendendo a riferimento altre strutture dell’Alto Adige e introducendo una maggiore gradualità nelle agevolazioni. È ora previsto uno sconto del 10 per cento per un’invalidità compresa tra il 45 e il 74 per cento, una riduzione del 50 per cento tra il 75 e l’89 per cento e l’ingresso gratuito a par-
tire dal 90 per cento. Una novità riguarda inoltre gli accompagnatori necessari delle persone con disabilità, ai quali viene riconosciuto l’accesso gratuito. Il sindaco ha infine precisato che a nessun utente è stato negato l’ingresso e ha sottolineato la necessità di regole chiare per garantire il corretto funzionamento della struttura. Ha inoltre assicurato che il personale del Balneum verrà ulteriormente sensibilizzato affinché i controlli siano effettuati con la dovuta attenzione nei confronti delle persone interessate. Nel corso della seduta il Consiglio comunale si è occupato anche di una variazione di bilancio e dell’applicazione parziale
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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
Carabinieri, il comandante lascia Vipiteno: “Non è un addio, ma un arrivederci” dell’avanzo di amministrazione 2025. Sono stati destinati 2.700 euro alla manutenzione straordinaria del municipio, 56.443 euro all’arredamento della scuola dell’infanzia italiana “Fate e Folletti” e 6.800 euro alla scuola primaria “Dr. J. Rampold” per attrezzature e interventi straordinari. Altri 28.001 euro sono stati stanziati per il risanamento della scuola media tedesca. Per il Balneum sono previsti ulteriori 47.607 euro destinati a hardware e manutenzione straordinaria. Alla manutenzione della zona sportiva vanno 4.240 euro. La somma di 327.063 euro riguarda invece il progetto PPP per il palazzetto sportivo multifunzionale. Sono stati inoltre stanziati 12.199 euro per la manutenzione straordinaria di giardini, parchi e aree gioco, 6.100 euro per la rete idrica e 7.200 euro per le condotte fognarie e la canalizzazione. Al sistema fognario di Flanes sono destinati 44.548 euro. Diecimila euro serviranno per coperture e sistemi di ombreggiamento lungo strade e piazze, mentre 1.575.900 euro sono previsti per la realizzazione del sottopasso ferroviario di Novale. Il contributo agli investimenti della Comunità comprensoriale Wipptal per la casa di riposo ammonta infine a 8.178 euro. La variazione di bilancio è stata approvata a maggioranza,
con cinque astensioni da parte di SVP e Süd-Tiroler Freiheit. All’unanimità il Consiglio comunale ha inoltre approvato la modifica d’ufficio del piano urbanistico relativa alla demolizione e ricostruzione della struttura residenziale psichiatrica di via Dr. Sebastian Baumgartner a Vipiteno. Via libera unanime anche alla vendita a Sabrina Sparber, della Pension Schneider, della particella fondiaria 463/1 a Vipiteno, della superficie di 49 metri quadrati. La bozza del Documento unico di programmazione (DUP) per il periodo 2027-2029 è stata approvata con i voti contrari di Evi Frick e Werner Graus (SVP) e le astensioni di Daniel Seidner e Paul Eisendle (SVP) e Jonas Gasser (STF). Modificato anche il regolamento del mercato: il mercato mensile di Vipiteno si terrà d’ora in avanti ogni secondo giovedì del mese. La modifica è stata approvata con il voto contrario del consigliere SVP Werner Graus, critico nei confronti dell’abbandono di una tradizione consolidata a favore di esigenze commerciali, e con le astensioni di Evi Frick, Daniel Seidner e Paul Eisendle (SVP) e Jonas Gasser (STF). Dopo le dimissioni presentate nel mese di giugno, la consigliera comunale Verena Debiasi di “Für Sterzing-Wipptal” è stata ufficialmente congedata all’inizio della seduta consiliare di luglio. Il sindaco Peter Volgger l’ha ringraziata per gli oltre trent’anni di attività nel Consiglio comunale di Vipiteno e, a nome dell’amministrazione cittadina, le ha consegnato un omaggio. Contestualmente è stata accolta in Consiglio Stefanie Amrain. sp
Dopo quattro anni alla guida della Compagnia di Vipiteno, il comandante Francesco Lorenzi si prepara a trasferirsi ad Agrigento. Nel bilancio dell'esperienza, prevenzione, collaborazione con i cittadini e alcuni interventi rimasti particolarmente impressi. Quattro anni intensi, vissuti a pochi chilometri da casa, per il comandante dei Carabinieri di Vipiteno, originario di Bressanone. Ora il prossimo incarico lo porterà in Sicilia, alla guida della Compagnia di Agrigento, una realtà più grande che comprenderà anche la Tenenza di Lampedusa. “Vipiteno è una realtà tranquilla – racconta – ma quando accade qualcosa può avere anche una rilevanza nazionale” Tra i momenti più difficili ricorda la tragedia della slavina in Val Ridanna, con quattro vittime: “Ero al campo base con sei elicotteri impegnati nei soccorsi. Ho dovuto accompagnare le famiglie al riconoscimento delle vittime. È stato sicuramente uno dei momenti più intensi” Uno dei principali obiettivi di questi anni è stato rafforzare la prevenzione. In particolare, le pattuglie sono state concentrate nelle fasce serali e notturne nelle zone maggiormente interessate dai furti in abitazione, come Prati di Vizze, Colle Isarco e Campo di Trens. “Gli effetti si sono visti: quest'anno abbiamo avuto pochissimi furti in abitazione” Nel complesso, nei quattro anni sono state arrestate 33 persone e denunciate circa 760. Il comandante sottolinea l'importanza di seguire ogni denuncia, anche quelle apparentemente meno gravi: “Se viene rubata una bicicletta o c'è un danneggiamento, bisogna comunque cercare l'autore” Fondamentale anche il rapporto con la popolazione. Incontri con cittadini, Comuni e banche hanno permesso di affrontare temi come le truffe online e i falsi carabinieri. “La collaborazione dei cittadini è sempre stata importante: ci forni-
scono informazioni, testimonianze e immagini delle telecamere. È una fiducia che dobbiamo mantenere” Particolare attenzione è stata dedicata anche alla violenza di genere. “Non bisogna sottovalu-
tare nessun episodio e conviene denunciare fin dal primo caso” L'aumento delle denunce, osserva, può essere anche un segnale positivo: “Significa forse che più vittime hanno trovato il coraggio di parlare.” Tra gli insegnamenti più importanti di questi anni c'è soprattutto quello di non sottovalutare mai un evento: “Pensate al peggio, auguratevi il meglio, ma agite di conseguenza” Un principio valido anche nei casi di persone scomparse o allontanate, particolarmente delicati in un territorio di montagna. Ora lo attende Agrigento, con dodici stazioni contro le sette di Vipiteno e responsabilità maggiori, compreso il tema dei flussi migratori a Lampedusa. Ma il legame con l'Alto Adige resterà. “Non dirò addio a nessuno, solo arrivederci. Sono di Bressanone e tornerò più volte l'anno. In questi quattro anni ho costruito legami che penso rimarranno nel tempo“. Prima della partenza, il suo messaggio ai cittadini è semplice: “Quando vi accade qualcosa di negativo, chiamateci subito” Che si tratti di un furto, di una violenza o di una truffa, intervenire tempestivamente può fare la differenza: “Più tardi si fa e meno si riescono a ottenere risultati”. sp Erker 09/26
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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
Comune di Fortezza
Il caldo e il primo allarme rosso Un consiglio comunale all’insegna del caldo torrido, quello tenutosi recentemente a Fortezza. Un caldo che preoccupa e che ha fatto finire il paese, prima volta nella sua storia, tra le zone “rosse”, ovvero quei luoghi ove porre in atto misure di salvaguardia per la popolazione “debole” e tentare il più presto possibile il raggiungimento delle emissioni-zero, oltre a contenere i consumi energetici e di acqua e discutere di misure possibili da porre in atto e poi, per contro, prendere atto di una realtà momentanea e per certi versi, non reversibile o quantomeno difficilmente migliorabile.
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La seduta consiliare si è aperta, con il lungo intervento di Sonia Abrate
e di Anna Maier dell’Ökoinstitut provinciale, che hanno presentato il “Piano d’azione per l’energia sostenibile e il clima” con uno studio specifico dedicato alla realtà fortezzina (lo stesso è stato fatto per altri comuni altoatesini). Nella premessa allo studio, le parole del sindaco e dell’assessore all’ambiente Tobias Steinmann: “Con questo Piano-Clima compiamo un passo importante per affrontare una serie di sfide in modo strutturato e lungimirante, contribuendo concretamente a limitare il progredire del cambiamento climatico. La tutela del clima e la transizione energetica – hanno dichiarato - possono essere concepite e realizzate solo attraverso una collaborazione condivisa, che va oltre i confini comunali. La stretta cooperazione con i comuni limitrofi di Naz-Sciaves e Varna, nonché con Bressanone, rappresenta per noi un fattore di successo fondamentale, in particolare nei settori della mobilità, dell’approvvigionamento energetico e della pianificazione territoriale. Molte delle soluzioni necessarie possono essere sviluppate e attuate efficacemente solo insieme. Il nostro comune è caratterizzato da numerose attività che, attraverso le loro emissioni,
influenzano il bilancio climatico. Rientrano tra queste tutte le attività legate ai consumi (energia elettrica, calore, carburanti e prodotti), così come i processi di smaltimento e valorizzazione dei rifiuti, sia da parte della popolazione sia da parte dell’industria, dell’agricoltura e degli altri settori economici. Per questo è fondamentale promuovere con determinazione la transizione energetica a livello locale, incentivare soluzioni di mobilità sostenibile e assumere, insieme a tutti gli attori coinvolti, la responsabilità necessaria nei rispettivi ambiti di intervento. L’obiettivo è preservare Fortezza, nel lungo periodo, come un comune vivibile e attrattivo sia per i residenti sia per gli ospiti”. Ed hanno aggiunto: La protezione del clima è una responsabilità condivisa. Il comune può e deve svolgere un ruolo di esempio, ma il successo dipenderà in ultima analisi dall’impegno e dalla partecipazione di tutte le cittadine e di tutti i cittadini. Con questo piano poniamo le basi per costruire insieme un futuro sostenibile per Fortezza, a beneficio delle generazioni future e per la tutela del nostro straordinario paesaggio alpino”. Buone intenzioni e tanti fatti, in parte già compiuti, con la realizzazione del teleriscaldamento, ad esempio, e dunque la limitazione e il controllo delle emissioni, con il rifacimento dell’acquedotto e l’assicurazione di perdite-zero tramite le nuove tubature e la prossima-fu-
Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
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Italia e Austria unite sotto il Brennero tura creazione di una comunità energetica funzionante ad energia solare. Dunque, un piano d’azione per energia sostenibile e per il clima a contributo di quel “Piano Clima Alto Adige 2040” che dovrebbe portare la provincia ad essere neutrale nei confronti dei cambiamenti climatici. In tale contesto sono state rilevate le emissioni di CO2 nel territorio comunale e il potenziale di risparmio energetico. Sulla base dei risultati ottenuti è stato elaborato un catalogo delle misure. In particolare, sono stati presi in considerazione: l’ottimizzazione dell’efficienza energetica e sfruttamento del potenziale di risparmio esistente negli edifici di proprietà del Comune; la riduzione delle emissioni di CO₂ su tutto il territorio comunale; l’utilizzo di energia da fonti rinnovabili su tutto il territorio comunale; la limitazione dell’inquinamento luminoso. “Questo è ciò che si può fare, che abbiamo già in parte fatto e che faremo” ha commentato Thomas Klapfer che però ha anche sottolineato come i cantieri, il traffico su gomma, la presenza di ancora un migliaio di addetti al tunnel che abitano nelle strutture dei pur moderni “campi base” i quali però hanno l’aria condizionata accesa 24 ore su 24 per 365 giorni l’anno e tutte le strumentazioni (camion, bulldozer, furgoni) oltre ai consumi energetici e di acqua, falsino quella che potrebbe essere una realtà ben diversa oltre a ridurre di gran lunga la competenza comunale sul catalogo delle misure da adottare. dm
Un momento storico per la Galleria di Base del Brennero: Austria e Italia sono ora unite anche attraverso le due gallerie ferroviarie principali. I diaframmi sono stati abbattuti quasi simultaneamente, suggellando anni di lavoro nel cuore delle Alpi. A circa 1.400 metri sotto il Passo del Brennero è stata scritta una nuova pagina nella storia delle grandi infrastrutture europee. Il 29 luglio, alle 10.35, gli ultimi diaframmi di roccia che separavano Austria e Italia nelle due gallerie principali, est e ovest, della Galleria di Base del Brennero sono stati abbattuti quasi contemporaneamente.
Nel giro di pochi minuti, gli escavatori hanno rimosso gli ultimi centimetri di roccia. La polvere si è sollevata, la luce ha attraversato per la prima volta le nuove aperture tutti gli operatori di progetto coinvolti hanno potuto oltrepassare il confine sotterraneo, incontrando i colleghi dell’altro versante. Con questo traguardo, lo scavo austriaco del lotto H53 Pfons-Brennero si è congiunto alle gallerie principali già realizzate nel lotto italiano H61 Mules 2–3. Dopo l’abbattimento del diaframma nel cunicolo esplorativo, avvenuto il 18 settembre 2025, Italia e Austria sono dunque collegate sotto il Brennero attraverso tre tunnel. L’evento segna anche l’incontro di due cantieri portati avanti per anni in maniera indipendente e con tecniche differenti. Sul versante italiano le TBM Virginia e Flavia hanno scavato meccanicamente le gallerie principali fino al confine di Stato. Sul lato austriaco, invece, l’avanzamento è stato effettuato con il metodo tradizionale mediante esplosivo.
L’abbattimento dei diaframmi rappresenta quindi molto più di un successo tecnico: unisce due Paesi, due cantieri e due differenti metodologie di scavo, diventando simbolo della cooperazione internazionale e dell’eccellenza ingegneristica che caratterizzano l’intero progetto. Per i membri del Consiglio di Gestione di BBT SE, Martin Gradnitzer e Umberto Lebruto, si tratta di una delle tappe più importanti nella storia della Galleria di Base del Brennero. Le due gallerie principali saranno infatti destinate, in futuro, al transito dei treni passeggeri e merci tra Italia e Austria. Il risultato raggiunto viene considerato anche una dimostrazione concreta di quanto possa essere realizzato quando competenze, risorse e persone di due Paesi lavorano insieme verso un obiettivo comune. Fondamentale per il raggiungimento del traguardo è stata anche l’altissima precisione topografica. Già durante lo scavo del cunicolo esplorativo, avviato dagli accessi di Wolf e Mules con sofisticati sistemi di misurazione, lo scostamento registrato al momento dell’incontro delle due sezioni, nel settembre 2025, era stato di appena pochi centimetri. Questa precisione ha costituito la base anche per l’avanzamento delle gallerie ferroviarie principali, consentendo ai due cantieri di incontrarsi con estrema accuratezza nel cuore della montagna. Dietro questo risultato ci sono soprattutto le donne e gli uomini che per anni hanno lavorato sottoterra. Il lotto H53 Pfons-Brennero ha richiesto un impegno costante da parte del team di progetto, del consorzio esecutore ARGE H53, formato da PORR e Marti, e della direzione lavori. Sul versante italiano un contributo determinante è stato dato anche dal Consorzio BTC, composto da Webuild, Ghella, Cogeis e PAC, che ha condotto gli scavi fino al Brennero. Con il nuovo collegamento transfrontaliero, il progetto compie dunque un ulteriore passo verso il completamento. Lo sguardo è ora rivolto alle TBM Wilma e Olga, impegnate nello scavo delle due gallerie principali in direzione di Innsbruck. Quando anche questi lavori saranno terminati, le gallerie ferroviarie della Galleria di Base del Brennero saranno collegate senza interruzioni. Sotto le Alpi, il confine tra Italia e Austria sarà allora definitivamente attraversato da una delle più importanti infrastrutture ferroviarie d’Europa. cm Erker 09/26
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Maria Callas – Il Tributo
Il Coro Cima Bianca a Premilcuore in Romagna
Artisti ed organizzatori
Grande partecipazione e sala al completo sabato 8 agosto alle 20.30 alla Sala Vigil Raber per “Maria Callas – Il Tributo”, la serata dedicata alla più celebre interprete della lirica del Novecento. Un appuntamento molto atteso che ha registrato il tutto esaurito e una risposta di pubblico attenta e calorosa. L’evento è stato realizzato grazie al sostegno del Comune di Vipiteno, con il Vicesindaco Fabio Cola, rappresentato dalla Consigliera Chiara Martorelli, e della Regione Autonoma Trentino-Alto Adige/Südtirol, con il sostegno dell’Assessore Angelo Gennaccaro. La serata si è aperta con l’introduzione storica del Prof. Giacomo Fornari, che ha ripercorso con chiarezza e competenza la figura di Maria Callas, offrendo al pubblico utili chiavi di lettura per comprenderne il contesto umano e artistico. Al centro del programma, la conduzione musicale del Maestro Stefano Giaroli e l’interpretazione del soprano Renata Campanella, che hanno proposto un percorso attraverso alcune delle pagine più amate del repertorio legato alla Callas. Ad accompagnare l’esecuzione, le note biografiche sulla vita e la carriera della Divina, curate e narrate dallo stesso Maestro Giaroli. L’evento è stato organizzato dall’Associazione L’Obiettivo, in collaborazione con UPAD, Centro Studi e Ricerche Palladio e Comitato di Educazione Permanente Vipiteno. Una serata riuscita, che ha saputo celebrare con equilibrio tra musica e racconto l’eredità artistica di Maria Callas, offrendo al pubblico un momento culturale di qualità e di sincera emozione.
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Quando una compagine canora raggiunge i 30 cantori, vuol dire che c’è entusiasmo. Quando le esibizioni del gruppo si fanno numerose, vuol dire che c’è voglia di cantare e riscontro da parte del pubblico. Quando si viene chiamati fuori dai ristretti confini provinciali a rappresentare la musica popolare e di montagna, oltre alla propria città, vuol dire essere bravi. È questa l’escalation del Coro Cima Bianca di Vipiteno, un tempo fatto di voci solo maschili e forzatamente ridotto ad un piccolo manipolo di appassionati, oggi (come molte altre compagini) forte delle sue voci miste, che con la recentissima trasferta in Romagna ha mostrato tutte le proprie potenzialità. Lo ha fatto in un paese relativamente piccolo, a Premilcuore, che più che paese è una cittadina di lontane origini medievali e dalle tradizioni locali ben radicate, come quella del 50. della Festa degli Alpini, festa che si tiene annualmente a fine luglio; il Gruppo Alpini ha al suo interno anche il corpo bandistico de “I Carrettieri” assieme i quali il Cima Bianca si è anche esibito restando comunque indiscusso protagonista della festa e mostrando nelle tre giornate d’impegno canoro, la plasticità del suo repertorio. La maestra Roberta Baviera, grazie alla quale è maturato l’invito alla partecipazione, lo ha mirabilmente diretto in chiesa, di fronte al numerosissimo pubblico giunto anche dai dintorni per la sfilata in centro, assieme agli alpini e ai noti e premiati “Sciucarèn “, i “frustatori”,
durante il rito sacro in piazza, cantando anche assieme alla banda musicale e in altre, estemporanee occasioni, mostrando il suo ampio repertorio, della tradizione montana e popolare, adatto ed adattabile alle più diverse occasioni. Come sempre accade in queste occasioni, la fortunata trasferta, nella quale i coristi sono stati accolti ed ospitati con affettuoso entusiasmo e con tutti gli onori, ha consentito al gruppo vipitenese di scoprire le caratteristiche di uno degli angoli più suggestivi e decantati di quel crinale appenninico a cavallo tra Romagna e Toscana, solcato dal fiume Rabbi e inserito nella cornice del Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi Monte Falterona e Campigna, con la Riserva naturale integrale di Sassofratino, celebrata dal National Geographic, da trasmissioni televisive sull’ambiente come Geo ed Eden e riconosciuta , come le nostre Dolomiti, patrimonio dell’Umanità UNESCO. Una trasferta non solo musicale ma anche culturale e naturalistica, che ha registrato la mobilitazione dell’intera comunità e le associazioni di Premilcuore con in testa il sindaco Sauro Baruffi e Giulia Bragaglia, promotrice e animatrice del fortunato, estemporaneo “gemellaggio”, la Proloco col Presidente Adamo Biondi e Federica Turchi e il Gruppo Fratres Premilcuore, una storica associazione di volontari per la donazione di sangue. dm
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Notizie dall‘Alta Val d‘Isarco
Da Brennero a Bologna, la staffetta della memoria passa per Vipiteno Anche Vipiteno è stata attraversata dalla staffetta ciclistica “Per non dimenticare”, l’iniziativa che ogni anno unisce idealmente il
Brennero a Bologna nel ricordo delle vittime della strage alla stazione del 2 agosto 1980. La staffetta è partita lunedì 27 luglio dal Brennero, facendo successivamente tappa a Vipiteno. Qui i partecipanti sono stati accolti dal vicesindaco Fabio Cola. In occasione del passaggio della staffetta sono stati inoltre distribuiti ai ciclisti yogurt e acqua, con il prezioso aiuto dell’ANA, l’Associazione Nazionale Alpini. Da Vipiteno il gruppo ha poi proseguito verso Fortezza, Bressanone e Chiusa, per continuare il
proprio viaggio verso sud fino a Bologna. La manifestazione rappresenta un lungo percorso nel segno della memoria e dell’impegno civile, nato per mantenere vivo il ricordo delle vittime della strage di Bologna e per trasmetterne il significato soprattutto alle nuove generazioni. Alle 10.25 del 2 agosto 1980 una bomba esplose nella stazione di Bologna, provocando 85 morti e oltre 200 feriti. Una tragedia che ha segnato profondamente la storia italiana e che, attraverso iniziative come la staffetta “Per non dimenticare”, continua a essere ricordata anno dopo anno. Il passaggio da Vipiteno ha rappresentato così una delle prime tappe di un viaggio della memoria che, partendo dal confine del Brennero, ha attraversato numerose località italiane fino a raggiungere Bologna in occasione delle commemorazioni del 2 agosto. sp
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Dalla volontà al successo: settanta stagisti del Gruppo HTI a lezione dal campione del mondo greco AJ Ginnis. Nella storica residenza Jöchlsthurn di Vipiteno l’incontro tra lo sciatore e i giovani talenti arrivati in Alto Adige da Europa e Stati Uniti: perseverare e guardare sempre avanti
Perseverare e guardare sempre avanti con convinzione per raggiungere i propri obiettivi. È stato questo il messaggio che lo sciatore greco AJ Ginnis ha affidato a un gruppo di giovani talenti arrivati in Alto Adige da mezza Europa e dagli Usa per confrontarsi con il mondo del lavoro attraverso uno stage in HTI. L’incontro è avvenuto allo Jöchlsthurn, la storica residenza di proprietà dello stesso Gruppo, nell’ambito dell’annuale evento dedicato agli stagisti che partecipano al programma di stage estivi. I 70 giovani, provenienti da diverse sedi e aree aziendali, hanno colto l’occasione per ripercorrere le proprie esperienze e confrontarsi tra loro. I partecipanti provenivano da Italia, Germania, Austria, Svizzera, Francia e Stati Uniti. Ospite speciale dell’evento è stato AJ Ginnis, primo atleta greco a conquistare una medaglia ai Campionati Mondiali di sci alpino. Durante il suo intervento ha raccontato il percorso che lo ha portato a diventare uno sportivo professionista, parlando delle difficoltà affrontate, degli infortuni e della costruzione della squadra nazionale greca di sci alpino, il cui momento culminante è stato il secondo posto ai Mondiali francesi di Courchevel. L’atleta ha inoltre sottolineato l’importanza della perseveranza,
della capacità di guardare sempre avanti e del sostegno di un contesto personale affidabile. Al termine dell’incontro, i partecipanti hanno avuto l’opportunità di confrontarsi personalmente con lo sportivo originario di Atene. Il programma di stage estivi del Gruppo HTI offre ai giovani la possibilità di acquisire esperienza pratica, conoscere diversi ambiti professionali e ottenere una prima visione del mondo del lavoro. Allo stesso tempo, le aziende del gruppo beneficiano di nuove prospettive e del confronto diretto con giovani talenti motivati. L’esperienza degli anni passati dimostra che il programma di stage produce effetti che vanno ben oltre il periodo estivo: molti ex stagisti, dopo aver completato il proprio percorso di studi o di formazione, tornano nel Gruppo HTI e vengono accolti come collaboratori. Il programma rappresenta quindi un contributo prezioso alla valorizzazione dei giovani talenti e allo sviluppo a lungo termine di professionisti qualificati all’interno del gruppo. L’evento conclusivo ha rappresentato la cornice ideale per ringraziare gli stagisti e le stagiste per il loro impegno e augurare loro il meglio per il futuro percorso formativo e professionale. sp
Calendarietto
Hockey, i Broncos guardano alla nuova stagione con ottimismo Dopo un’estate segnata da alcune partenze importanti, i Broncos si presentano al via della nuova stagione con una squadra profondamente rinnovata, ma con tanto entusiasmo e soprattutto con un grande potenziale. Il direttore sportivo Egon Gschnitzer ha dovuto lavorare per compensare gli addii di Alex Planatscher, Gabriel Nitz e Luciano Zandegiacomo, mentre resta ancora da definire il futuro del capitano Paul Eisendle, orientato verso il ritiro. La nuova squadra punta fortemente sui giovani, senza rinunciare all’esperienza degli elementi già affermati. Tra i pali il principale volto nuovo sarà quello dello statunitense Jarrett Fiske, 27 anni, chiamato a raccogliere l’eredità di Dominik Groh. In difesa, invece, i Broncos tornano a schierare due stranieri: l’americano Nic Belpedio e lo svedese Hugo Hell, entrambi considerati elementi dalle importanti prospettive. Anche il reparto offensivo presenta un mix di esperienza e gioventù. In attacco sono stati confermati Bryson Cianfrone, Davide Conci, James Livingston e Alex Zecchetto, oltre a diversi giovani come Fabian Gschliesser, Erik Hofer, Jonas Kerschbaumer, Leo Kruselburger e Marco Niccolai. A loro si aggiungono gli innesti di Mattia Covelli e Tobia Pisetta e, soprattutto, dei nuovi stranieri Kristers Ansons e Carter Randklev, due attaccanti con caratteristiche differenti ma dotati di importanti qualità offensive.
La guida tecnica resta nelle mani di Johan Sjöquist, pronto a iniziare la sua quarta stagione sulla panchina dei Broncos. Al suo fianco ci sarà Patrick Vetter, nuovo assistente allenatore e coach dei portieri, mentre Danilo Zanarotto assumerà la responsabilità della preparazione atletica. Anche la Alps Hockey League conferma il proprio format, con 13 squadre al via. La regular season sarà seguita dalla Master Round e dai due gironi di qualificazione, prima di pre-playoff e quarti di finale. L’obiettivo dei Broncos è chiaro: trovare maggiore continuità. La scorsa stagione la squadra aveva pagato a caro prezzo un autunno negativo, con una sola vittoria e appena sei punti raccolti in undici partite tra ottobre e novembre. Una partenza che aveva complicato il cammino sia in Serie A sia in Alps Hockey League. “Abbiamo analizzato a fondo le cause e siamo molto fiduciosi di poter vivere un autunno migliore”, sottolinea Gschnitzer. I traguardi sono ambiziosi ma realistici: raggiungere la semifinale del campionato italiano e conquistare un posto nella Master Round della Alps Hockey League. La concorrenza, però, si è rafforzata. Per i Broncos sarà quindi fondamentale evitare passi falsi e valorizzare al massimo un gruppo giovane che, secondo la società, ha tutte le carte in regola per trasformarsi nelle nuove colonne della squadra. sp
Calcio, al via la nuova stagione della Wipptal È iniziata la nuova stagione del calcio dilettantistico e sono sette le squadre della Wipptal impegnate nei campionati: tre in 1ª Categoria, due in 2ª e due nuove formazioni in 3ª Categoria. In 1ª Categoria, la Selezione Ridanna punta a confermarsi ai vertici dopo il terzo posto della scorsa stagione. Confermato l’allenatore Manuel Rella, l’obiettivo è lottare ancora per le prime posizioni e valorizzare i giovani. Il Campo di Trens, affidato al nuovo tecnico Michael Siller, punta invece a un campionato tranquillo e alla crescita dei propri giovani. L’AFC Vipiteno, dopo due promozioni negli ultimi tre anni, affronta la nuova categoria con l’obiettivo di consolidarsi e tenersi lontano dalla zona
retrocessione. In 2ª Categoria, il Colle Isarco riparte con una rosa profondamente rinnovata e con la salvezza come obiettivo principale. Il Prati, neopromosso, vuole invece conquistare il prima possibile la permanenza in categoria. Le novità arrivano dalla 3ª Categoria, dove debuttano le seconde squadre di Ridanna e Vipiteno. Entrambe saranno dedicate soprattutto ai giovani, con l’obiettivo di offrire loro esperienza e minuti nel calcio dei grandi. Una stagione quindi all’insegna di nuove sfide, giovani talenti e voglia di crescere per il calcio della Wipptal. sp
C.A.I. Brennero 13.09.26: Raduno regionale organizzato dal CAI di Brunico 20.09.26: Escursione in Val di Fassa al rifugio Vajolet 20.09.26: Biciclettata con meta ancora da definire 26.09.26: Escursione a Tirolo al rifugio per rapaci C.A.I. Vipiteno 13.09.26: Raduno regionale organizzato dal CAI di Brunico 13.09.26: Escursione in val di Landro - Escursione molto interessante sia dal punto di vista paesaggistico che storico. Il Monte Piana è un crinale montuoso che si trova nella val di Landro. La posizione del monte offre panorami meravigliosi sulle Tre Cime di Lavaredo, sul monte Cristallo, sui Cadini di Misurina e sulla Croda Rossa d’Ampezzo. Lunghezza: 13 km, Dislivello: m 982, Difficoltà: EE (Escursionisti Esperti). Contatti: Mariassunta 333 5476147, Alessandra 347 9640240. 27.09.26: Escursione alle Tre cime di Lavaredo e ferrata torre di Toblino Biblioteca Civica 11.09.26: Inaugurazione di un’opera d’arte di Peter Kaser. L’arte contemporanea incontra l’ambiente storico: con l’inaugurazione di una nuova opera di Peter Kaser, il museo amplia il suo dialogo tra passato e presente. Museo civico ore 17:00 - ingresso libero Coro Cima Bianca 26.09.26: Vari canti nei vicoli e nelle piazze di Vipiteno durante il Tappeto rosso Diverse associazioni 12.09.26: Camminata gastronomica – Il sapore delle associazioni (info e prenotazioni: ufficio turistico di Vipiteno, tel. 0472 765325 - info@vipiteno.com)
Udienza della difensora civica presso la sede dell'Ispettorato all'agricoltura, via Stazione 2 a Vipiteno, venerdì, 25 settembre 2026 dalle ore 9.00 alle ore 12.00, appuntamento necessario. Per informazioni: tel. 0471 946020. Per medici e farmacie di turno vedi pag. 98
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Sport
Fußball
Start in die neue Saison Am letzten August-Wochenende sind die Amateurmannschaften in die neue Saison gestartet. Drei Wipptaler Teams spielen in der 1. Amateurliga und zwei in der 2. Amateurliga. Zwei weitere, neu gegründete Mannschaften gehen in der 3. Amateurliga an den Start. 1. Amateurliga Auswahl Ridnauntal Die Auswahl Ridnauntal startete am 20. Juli mit der Vorbereitung. Das Trainerteam um Manuel Rella (Trainer), Stefan Siller (Co-Trainer) und Lukas Mangger (Athletiktrainer) wurde bestätigt. Im Kader gab es einige Änderungen: Patrick Graus (Wiesen), Raphael Leitner (Freienfeld) und Alex Leitner (Gitschberg Jochtal) haben den Verein verlassen. Neu zur Mannschaft gestoßen sind Benjamin Volgger (Schabs), Omar Balde (Brixen), Mattia Di Bello (Brixen) und Aaron Sailer (eigene Jugend). „Ziel ist es, wiederum vorne in der Tabelle mitzumischen. Zudem sollen die jungen Spieler vermehrt in die Mannschaft eingebaut werden“, erklärt Präsident Kurt Eisendle. Die Auswahl Ridnauntal hatte schon letzte Saison eine gute Meisterschaft gespielt und wurde hinter Latzfons und Kiens Dritte. Diese beiden Mannschaften sind in die Landesliga aufgestiegen, somit kann man heuer die Mannschaft zum engeren Favoritenkreis in der 1. Amateurliga Gruppe B zählen. Die Auswahl Ridnauntal startet mit einem Heimspiel gegen Stegen in die neue Saison.
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Die erste Mannschaft des AFC Sterzing möchte sich in der 1. Amateurliga etablieren.
ASV Freienfeld Der ASV Freienfeld startet mit einigen personellen Veränderungen und einer klaren Richtung in die neue Saison. Mit Michael Siller übernimmt ein neuer Cheftrainer die sportliche Leitung der Mannschaft, unterstützt wird er von Patrick Zingerle als Co-Trainer und Patrick Fleckinger als Tormanntrainer. Der Trainingsauftakt zur neuen Spielzeit erfolgte am 21. Juli. Nach den Abgängen von Gabriel Messner und Tobias Pichler, die ihre aktive Karriere beendet haben, sowie Lautaro Bartoloni und Uriel Marquez, die zum ASV Gitschberg Jochtal wechseln, können auch mehrere Neuzugänge begrüßt werden: Mit Marius Mader und Yuriy Parigger schaffen zwei Eigengewächse den Sprung aus der Jugend in die Kampfmannschaft. Von der Auswahl Ridnauntal kommt Raphael Leitner, vom ASV Wiesen wechselt Simon Rainer nach Freienfeld. Mit Norman Hofer kehrt zudem ein bekanntes Gesicht nach einer Pause zurück. Komplettiert wird die Liste der Neuzugänge durch Matthias Chi-
metto, der nach mehreren Jahren in Gossensaß eine neue sportliche Herausforderung sucht. „Ziel ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln, den eingeschlagenen Weg mit heimischen Spielern konsequent fortzusetzen und gleichzeitig in der Meisterschaft einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu erreichen. Die jungen Spieler sollen nachhaltig in der ersten Mannschaft etabliert werden“, so der Verantwortliche Fabian Ganterer. Der ASV Freienfeld startet mit dem Derby auswärts gegen Sterzing in die neue Saison. AFC Sterzing Mit großer Vorfreude ist der AFC Sterzing am 21. Juli in die Vorbereitung auf die neue Fußballsaison gestartet. Nach dem Aufstieg in die 1. Amateurliga wartet eine besonders spannende Spielzeit, die gleichzeitig einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des gesamten Vereins darstellt. Kontinuität gibt es auf der Trainerbank der ersten Mannschaft. Das Trainerduo Matthias Markart und Mirko Minzoni wurde be-
stätigt und wird die Mannschaft auch in der kommenden Saison betreuen. Personell gab es im Sommer einige Veränderungen. Verabschieden musste sich der Verein von Raphael Gander und Elia Bontempelli, die in den vergangenen Jahren wichtige Bestandteile der Mannschaft waren. Gleichzeitig konnte der AFC Sterzing mehrere Neuzugänge begrüßen: Manuel Rimessi, Luca Rimessi, Aaron Pellizzari, Fatjon Thaqi und Jimmy Limani Guxim verstärken den Kader. Hinzu kommen mehrere talentierte Spieler aus den eigenen Jugendmannschaften, die Schritt für Schritt an den Erwachsenenfußball herangeführt werden. „Die Ziele für die neue Saison sind klar definiert. Mit der ersten Mannschaft möchte sich der AFC Sterzing in der 1. Amateurliga etablieren und möglichst früh den Abstand zu den Abstiegsplätzen groß halten“, so der Verantwortliche Philipp Prantner. Nach dem Aufstieg gilt es, sich in der neuen Liga zu behaupten und Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Der AFC Sterzing startet mit
Sport
einem Wipptalderby in Sterzing schaft los. Der ASV Gossensaß startet mit einem Auswärtsspiel gegen Freienfeld in die Saison. gegen Klausen in die neue Saison. 2. Amateurliga ASV Gossensaß ASV Wiesen Mit dem Start der neuen Sai- Der ASV Wiesen startete am son hat sich der ASV Gossensaß 20. Juli mit der Vorbereitung aufgrund zahlreicher Abgänge für das Abenteuer 2. Amateurerneut stark verändert. „Die Ver- liga. Nach dem Aufstieg in der einsführung hat zwar viele gute letzten Saison ist es den VerantSpieler verpflichtet, doch die wortlichen Matthias Haller und Frage nach ihrer Wettbewerbs- Thomas Schwitzer gelungen, fähigkeit bleibt bestehen“, so der das Trainerteam um Michele De Verantwortliche Ottavio Spada- Angelis (Trainer), Jonas Tolpeit (Co-Trainer) und Stefan Kofler vecchia. Trainer der Mannschaft ist in die- (Tormanntrainer) zu bestätigen. sem Jahr Fabio Falchi, der den Beim Kader gab es einige ÄndeJob von Walter Paolazzi über- rungen: Christoph Holzer, Philipp nimmt, der eine neue Herausfor- Lanthaler, Simon Rainer, Lorenz derung beim ASV Schabs sucht. Frick und Michael Leitner haben „Wir wünschen Fabio alles Gute den Verein verlassen. Neu zur für seinen Mut, mit dem er diese Mannschaft gestoßen sind PaAufgabe angegangen ist. Es ist trick Graus, Peter Jocher, Stefan klar, dass der Klassenerhalt auch Fuchs, Noah Abram, Leo Cloche, in diesem Jahr unser Hauptziel Marian Mössner, Dominik Aubleibt“, erklärt Ottavio Spadavec- kenthaler und Domenico Nemia. chia. „Ziel ist es vor allem, die jungen Ein Freundschaftsspiel gegen Spieler an die erste Mannschaft den AFC Pflersch wurde mit 3:0 heranzuführen und so schnell gewonnen. Nach einem weiteren wie möglich den Klassenerhalt Freundschaftsspiel gegen Rid- zu schaffen“, so Matthias Haller. nauntal geht es mit der Meister- „Natürlich wird die Meisterschaft
heuer komplett anders sein, es gibt keine vermeintlich leichten Spiele mehr, sondern es muss um jeden Punkt gekämpft werden. Mit der richtigen Einstellung und Bereitschaft sind wir aber überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität hat, gegen jeden Gegner zu bestehen“, so Präsident Thomas Schwitzer. Der ASV Wiesen startet mit einem Heimspiel gegen Reischach in die neue Saison. 3. Amateurliga Auswahl Ridnauntal B und AFC Sterzing B Die Auswahl Ridnauntal B wird von Michel Braunhofer trainiert. Ihm zur Seite steht Martin Nössing als Co-Trainer. Die Mannschaft bereitet sich seit dem 27. Juli auf die neue Saison vor. Ziel ist es, vor allem jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, Pflichtspielminuten zu sammeln, sich weiterzuentwickeln und den eigenen Nachwuchs zu fördern. Weiters ist es eine „Backup-Mannschaft“ für die erste Mannschaft, wobei sich erste und zweite Mannschaft gegenseitig unter-
stützen. Der AFC Sterzing B wird vorwiegend aus Spielern der eigenen Jugend bestehen und soll jungen Talenten die Möglichkeit geben, regelmäßig Spielpraxis im Erwachsenenfußball zu sammeln. Damit setzt der Verein konsequent auf die Förderung des eigenen Nachwuchses und schafft eine wichtige Brücke zwischen Jugend- und Seniorenbereich. Die neue Mannschaft in der 3. Amateurliga wird von Dominik Königsrainer und Dieter Kerschbaumer geführt. Bei der zweiten Mannschaft steht nicht das sportliche Ergebnis im Vordergrund, vielmehr soll sie den eigenen Nachwuchsspielern wertvolle Einsatzminuten ermöglichen und ihnen die Chance geben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Auswahl Ridnauntal B startet mit einem Heimspiel gegen Schlern B in die Saison. Der AFC Sterzing B hingegen muss zum Start auswärts gegen Eggental ran.
Thomas Schwitzer
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Sport
Fußball
Leichtathletik
Gemeinsames Training
Erfolgreicher Sommer-GP in Sterzing
Nach monatelanger Vorbereitung war es Ende Juli endlich so weit: Das erste gemeinsame Training zwischen dem FC Südtirol und den Special Kickers des ASV Sport & Friends Südtirol wurde abgehalten. Die Vorfreude und Spannung waren bei allen Beteiligten deutlich zu spüren, denn für beide Teams war dieses gemeinsame Training eine neue Erfahrung. Umso erfreulicher war die Erkenntnis, dass die Begegnung für alle ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis darstellte. Sport, Freude, Respekt und das Miteinander standen dabei im Vordergrund. Erste Gespräche haben bereits gezeigt, dass dieses besondere Ereignis kein einmaliges bleiben soll. Beide Vereine möchten den eingeschlagenen Weg fortsetzen und gemeinsam prüfen, wie eine langfristige Zusammenarbeit aufgebaut werden kann. Ziel ist es, Schritt für Schritt eine nachhaltige Partnerschaft zu entwickeln und die Inklusion im Fußball gemeinsam weiter zu fördern.
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zweiten Zeitlauf und belegte in der Gesamtwertung den 4. Rang. © C. Blaas
Nach vielen Jahren Pause fand Anfang August erstmals wieder ein Wettkampf des beliebten Sportler-GP in Sterzing statt. Ursprünglich sollte das Treffen zur Einweihung der neuen Vier-Bahnen-Anlage in Passeier ausgetragen werden. Da deren Homologierung jedoch noch fehlte, sprang die Sportanlage in Sterzing kurzfristig als Austragungsort ein. Trotz der Hitze fanden die Nachwuchsathleten auf der Sterzinger Anlage, die in den nächsten Jahren umfassend erneuert werden soll, gute Bedingungen vor. Das Meeting war vor allem in den Einzelwettbewerben sehr gut besucht. Besonders in der Kategorie U16 drückten die Sterzinger Athletinnen dem Wettkampf ihren Stempel auf. Für ein Highlight über 1.000 m sorgte Lokalmatadorin Theresa Gasser, die sich in hervorragenden 3.04,49 Minuten den Tagessieg sicherte. Ihr folgte Vereinskollegin Anna Kruselburger auf dem 2. Rang in 3.09,31 Minuten. Ein beeindruckendes Teamergebnis gelang den Sterzingerinnen auch im Kugelstoßen, wo das gesamte Podium fest in heimischer Hand lag: Clara Seehauser siegte mit 11,27 m vor Theresa Seehauser mit 9,32 m und Emma Frost mit 9,16 m. Im Speerwurf drehte Emma Frost den Spieß um und sicherte sich mit 35,17 m den Wettkampfsieg knapp vor Clara Seehauser, die 34,19 m erzielte. Die Sterzinger Erfolgsbilanz in der U16-Klasse komplettierte Nadja Seidner, die im Weitsprung mit 4,79 m den 3. Platz belegte. Dahinter erreichten Charlotte Amort mit 4,68 m den 6. Platz und Emma Frost mit 4,57 m den 9. Platz. Über die 300 m sicherte sich zudem Debora Tana in 47,24 Sekunden den Sieg im
Theresa Gasser (1. v. r.) und Anna Kruselburger (2. v. r.) vom ASV Sterzing
Auch die Sterzinger U16-Buben präsentierten sich vor heimischem Publikum von ihrer besten Seite. Ivan Partacini erkämpfte sich über die 300-m-Distanz in 42,52 Sekunden den 3. Platz, während Armin Aukenthaler dicht dahinter in 42,72 Sekunden auf dem 4. Rang landete. Über 80 m lief Aukenthaler in 10,42 Sekunden ebenfalls auf den 4. Platz. Den Sprung auf das Podest schaffte er im Weitsprung, wo er mit einer Weite von 5,22 m den 3. Rang belegte. In der Altersklasse U14 wusste der Gastgeberverein ebenso zu überzeugen. Elias Magoni entschied den 600-m-Lauf in einer Zeit von 1.39,61 Minuten für sich und sicherte sich damit den Tagessieg. Mit Ivan Bacher auf dem 4. Platz in 1.45,45 Minuten unterstrich ein weiterer Sterzinger Läufer seine Stärke auf dieser Strecke. Bei den U14-Mädchen lief Hanna Volgger über 600 m in 1.53,47 Minuten als Dritte auf das Podest, während Amalia Plank im Ballwurf mit 28,66 m als Vierte nur knapp die Top 3 verpasste.
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1905 1968 Erker 09/26 71 STERZING
Sport
Armin Larch ist nicht zu schlagen Berglauf
Rund 230 Athleten haben Anfang August bei der Mareiter Stein Attacke, organisiert vom ASV Mareit, ihr Lauftalent unter Beweis gestellt. Beim beliebten Kidsrace maßen rund 115 Kinder und Jugendliche rund um Schloss Wolfsthurn ihre Kräfte. © ASV Mareit 65 Athleten gingen in der Kategorie „Race“ an den Start. Dabei erreichte Armin Larch (ASV Mareit) in einer Zeit von 46.27,4 Minuten erneut als Erster den Gipfel des Mareiter Steins, gefolgt von Niklas Holz (BSSV, 50.20,1) und David Thöni (ASV Gossensaß Skialp, 52.19,9). Bei den Damen ging der Sieg an Annelise Felderer (ASC Sarntal, 57.09,2) vor Heidi Pfeifer (TT Vinschgau, 1:03.18) und Denise Palla (Vertical Col de Lana, 1:04.04,4). Beim Staffellauf holte sich das Team „Die Pardauner“ (Bacher/Bacher) mit einer Zeit von 59.14,9 den Sieg vor „Höhenmeterfresser“ (Brunner/Volgger) sowie „Rainer & Rainer“ (Rainer/Rainer). In der Hobby-Klasse kam Paul Wild (ASV Mareit) der Mittelzeit am nächsten, bei den Damen Maria Salcher (Laufverein ASV Freienfeld).
Erste offizielle Frauenbestzeit Das Becherhaus auf 3.195 m Höhe gilt aufgrund seiner ausgesetzten Felslage inmitten der Stubaier Alpen als eine der spektakulärsten Schutzhütten Südtirols. Während bei den Herren seit Jahren Rekordzeiten für den Aufstieg dokumentiert sind, fehlte bislang eine offizielle Frauen-Richtzeit. Diese Markierung wurde nun erstmals gesetzt: Auf der knapp 12 km langen und mit rund 1.900 Höhenmetern extrem anspruchsvollen Strecke vom Tal bis zur Hütte hat Severine Petersen aus Gossensaß die erste offizielle Frauenzeit aufgestellt. Eine durchdachte Tempoeinteilung auf den ersten Kilometern und maximale Ausdauer am finalen, steil ansteigenden Becherfelsen gaben den Ausschlag für den Erfolg. Nach ex-
akt 2:23.17 Stunden schlug Petersen an der Schutzhütte an und etablierte damit die erste Richtzeit für Frauen auf dieser Strecke. Nach dem sportlichen Kraftakt stand jedoch nicht die schnelle Rückkehr ins Tal, sondern der gemeinsame Ausklang auf der Hütte im Vordergrund. „Die einzigartige Lage des Becherhauses hat mich schon lange fasziniert. Als klar war, dass es noch keine offizielle Frauenzeit gab, stand fest: Das Projekt packe ich an. Am Becherfelsen musste ich zwar ordentlich keuchen, aber nach der Ankunft schmeckten die Buchweizentorte und das kühle Getränk im Kreis von Freunden umso besser. Denn sportlicher Ehrgeiz und Genuss gehören einfach zusammen“, so Petersen.
Generationsübergreifender Basil Hofer Lauf Platz 2 beim Stettiner Cup
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© Martin Schaller
Armin Larch, der unangefochtene Dominator des Stettiner-Cups der vergangenen Jahre, belegte bei der 27. Auflage des renommierten Berglauf-Klassikers im Hinterpasseier Anfang August den hervorragenden 2. Platz. Er musste sich auf der 10 km langen Strecke über 1.255 Höhenmeter nach einem packenden Duell nur dem Grödner Samuel Demetz geschlagen geben. Mit einer Zeit von 1:04.02,5 Stunden überquerte Armin Larch die Ziellinie auf 2.875 m Höhe und sicherte sich knapp eineinhalb Minuten hinter Demetz (1:02.34,5) den 2. Platz. Komplettiert wurde das Podium von Noe Thaler (1:06.18,7).
Anfang August fand bereits zum achten Mal der Basil Hofer Lauf in Pfitsch statt. Die traditionsreiche Veranstaltung, die ursprünglich als Basil Hofer Marsch ins Leben gerufen wur-
de und seit 2018 vom Pfitscher ASV Eisbär als Laufevent mit Kinderläufen, Hauptlauf und Wanderer-Wertung ausgetragen wird, lockte
auch heuer wieder rund 100 Sportbegeisterte an, darunter sehr viele Kinder, die mit großer Begeisterung die verschiedenen Nachwuchsbewerbe absolvierten. Auf der anspruchsvollen Hauptlaufstrecke über 10,5 km und 350 Höhenmeter setzte sich bei den Damen Lea Trenkwalder vom Laufverein ASV Freienfeld durch. Bei den Herren triumphierte Andreas Penn aus Kollmann/ Barbian. Die Wanderer bewältigten eine rund 6 km lange Strecke mit etwa 240 Höhenmetern. Der Mittelzeit kam Lasse Keim (Jahrgang 2012) am nächsten und durfte sich über den Sieg freuen. Besondere Auszeichnungen erhielten der jüngste Teilnehmer Jonas Volgger (Jahrgang 2024) sowie der älteste Teilnehmer Wilfried Achilles aus Berlin (Jahrgang 1944).
Sportpsychologie Führen hat mit Herrschen nichts zu tun
Kartsport
Knapp am Podium vorbeigeschrammt den hinteren Startreihen in Angriff nehmen musste, kämpfte sich Frasnelli dank eines enorm © Sportinphoto
Großartige Leistung von Julian Frasnelli beim vierten und entscheidenden Lauf der Mondokart. com FIA Karting Europameisterschaft, die vom 30. Juli bis zum 2. August auf dem traditionsreichen Asum Ring im schwedischen Kristianstad ausgetragen wurde. Beim Saisonfinale der europäischen Serie, das den Kategorien OK und OK-Junior vorbehalten war, zeigte der junge Tony-KartWerksfahrer eine spektakuläre Aufholjagd. Nachdem er das Finale der Kategorie OK-Junior aus
hohen Renntempos und einer langen Serie von Überholmanövern kontinuierlich nach vorne. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf einem hervorragenden 4. Platz und schrammte damit nur hauchdünn am Podium vorbei.
Bogenschießen
Maili Röck ist Italienmeisterin
© Fitarco
Vom 30. Juli bis zum 2. August verwandelte sich Schilpario in der Lombardei zum Epizentrum des nationalen Bogensports. Der italienische Bogensportfachverband
FITARCO trug dort die Italienmeisterschaft im 3D-Bogenschießen aus. Rund 750 Athleten aus 18 Regionen sorgten für eine Rekordkulisse. Für den sportlichen Höhepunkt aus Südtiroler Sicht sorgte das Nachwuchstalent Maili Röck (13) vom ASV Freienfeld
Sektion Bogensport: Sie sicherte sich in einem spannenden Wettkampf den Italienmeistertitel in der Klasse Blankbogen bei den Junioren. Beim 3D-Bogenschießen gilt es, dreidimensionale Tierattrappen in unbekannten Entfernungen im freien, oft steilen Gelände zielsicher zu treffen. In Schilpario wurden fünf anspruchsvolle Parcours mit je 24 Stationen errichtet. In der technisch schwierigen Klasse, dem Blankbogen, bei der komplett ohne Visier, Stabilisatoren oder Zielhilfen geschossen wird, zeigte Maili Röck mentale Stärke. Trotz wechselnder Lichtverhältnisse und steilen Hängen behielt die junge Athletin den Fokus und setzte sich gegen die nationale Elite durch.
Die Zahlen sind beunruhigend. Bossing und Mobbing verursachen durch Fehlzeiten, Produktionsverlusten und Frühpensionierungen Kosten in Milliardenhöhe (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie Mobbing-Report). Besonders schwer wiegen die gesundheitlichen Folgen von fehlverstandener Führung und Mobbing in den Betrieben. Internationale Untersuchungen zeigen klar, dass Menschen, die Bossing/ Mobbing ausgesetzt sind, ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko haben, an Depressionen, Burnouts oder Angstproblematiken zu erkranken. Leider wird Führung häufig mit Macht verwechselt. Doch zwischen Führen und Herrschen besteht ein grundlegender Unterschied. Während Herrschen auf Kontrolle, Druck und Gehorsam setzt, lebt echte Führung von Vertrauen, Respekt und gemeinsamer Verantwortung. Aus psychologischer Sicht folgen Menschen nicht dauerhaft einer Position, sondern einer Persönlichkeit. Wer als Führungskraft glaubwürdig handelt, aufmerksam zuhört und Orientierung gibt, stärkt die Motivation und die Selbstwirksamkeit seiner Mitarbeiter. Menschen erleben, dass ihr Beitrag zählt – und genau daraus entstehen Leistungsbereitschaft, Kreativität und Zusammenhalt. Herrschendes Verhalten bewirkt meist das Gegenteil. Wer ständig kontrolliert, Fehler bestraft oder Entscheidungen ausschließlich von oben trifft, erzeugt Unsicherheit und Angst. In einem solchen Klima werden Probleme verschwiegen, Eigeninitiative nimmt ab und die Identifikation mit der gemeinsamen Aufgabe schwindet. Besonders im Sport zeigt sich dieser Unterschied deutlich. Erfolgreiche Trainer erreichen Spitzenleistungen nicht allein durch Disziplin, sondern indem sie Vertrauen schaffen, Potentiale erkennen und ihre Athleten auch in schwierigen Phasen stärken. Das Gleiche gilt für Unternehmen, Schulen, Vereine und Familien. Menschen entwickeln ihre besten Leistungen dort, wo sie sich respektiert und ernst genommen fühlen. Führung bedeutet deshalb auch, sich selbst zu führen. Wer die eigenen Emotionen kennt, Kritik annehmen kann und Fehler eingesteht, vermittelt Sicherheit und Authentizität. Autorität entsteht nicht durch Lautstärke oder Macht, sondern durch Kompetenz, Verlässlichkeit und Menschlichkeit. Echte Führung hinterlässt Spuren – nicht durch Einschüchterung, sondern durch Inspiration. Wer Menschen stärkt, statt sie klein zu halten, schafft die Grundlage für nachhaltigen Erfolg. Führung ist daher keine Frage der Macht, sondern der Haltung. Und genau diese Haltung entscheidet darüber, ob Menschen lediglich gehorchen oder bereit sind, gemeinsam über sich hinauszuwachsen. Führung zeigt sich nicht darin, wie viele Menschen hinter einem gehen. Sie zeigt sich darin, wie viele Menschen durch eine gute Führung über sich selbst hinauswachsen.
Martin Volgger, Sportpsychologe Erker 09/26
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Sport
Kampfsport mit Werten Die Geschichte des Yoseikan Budo in Sterzing
die Leitung der Sektion von Nicola Poto und Roman Patuzzi. Unter ihrer Führung entwickelte sich die Sektion sowohl sportlich als auch organisatorisch weiter. Ab 1999 wurden sie von Birgit und Stefan Rainer unterstützt. Gemeinsam legten sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Diese kontinuierliche Nachwuchsarbeit prägt die Sektion bis heute.
erringen. Darüber hinaus schafften es immer wieder Mitglieder in die Südtiroler Auswahlmannschaften und die italienische Nationalmannschaft und vertraten ihre Heimat bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. Neben den sportlichen Erfolgen engagierte sich die Sektion auch als Veranstalter bedeutender Wettkämpfe und Trainingsveranstaltungen. 2015 wurde die Südtiroler Landesmeisterschaft im Yoseikan Budo in Sterzing ausEin bedeutender Meilenstein Entwicklung und folgte 1992, als Yoseikan Budo sportliche Erfolge getragen. Rund 130 Athleten aus offiziell als eigenständige Sektion ganz Südtirol nahmen daran teil. in die Polisportiva Sterzing aufge- In den folgenden Jahrzehnten Die erfolgreiche Organisation nommen wurde. Damit erhielt die entwickelte sich die Sektion zu unterstrich die Bedeutung der Disziplin eine feste organisatori- einem etablierten Yoseikan-Bu- Sektion innerhalb des Landesversche Struktur und konnte ihr Trai- do-Verein in Südtirol. Zahlrei- bandes. nings- und Wettkampfangebot che Athleten qualifizierten sich Ebenfalls 2015 fand erstmals kontinuierlich ausbauen. für Landes-, Regional- und Ita- das Südtiroler Wintertraining in 1995 übernahmen die Brüder lienmeisterschaften und konnten Sterzing statt. Junge Sportler Thomas und Andreas Schölzhorn dort Medaillen und Meistertitel aus ganz Südtirol kamen zusammen, um gemeinsam zu trainieren und sich auf die WettkampfsaiYoseikan Budo bedeutet wörtlich son vorzubereiten. Die YO Erziehung: Nahrung für die Seele Veranstaltung zeigte SEI Geradlinigkeit: Ehrlichkeit für sein Gewissen, Sinn für Gerechtigkeit zugleich, dass Yoseikan KAN Großes Haus oder Schule: Ort der Einigkeit Budo in Sterzing nicht BU Suche nach Frieden: Lanze zerbrechen, „Gewissenskonflikt“ beenden nur als WettkampfDO Weg: der Weg, der zum Ziel führt sport verstanden wird. Die Geschichte des Yoseikan Budo in Sterzing reicht bis ins Jahr 1978 zurück. Damals wurde die von Hiroo Mochizuki entwickelte japanische Kampfkunst erstmals in Sterzing unterrichtet. Damit zählt Sterzing zu den ältesten Yoseikan-Budo-Standorten Südtirols und nahm landesweit bereits früh eine wichtige Rolle bei der Verbreitung dieser Kampfkunst ein.
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Einen ebenso wichtigen Stellenwert haben Respekt, Fairness, Disziplin und gegenseitige Wertschätzung. Nachwuchsarbeit und Trainerteam Über die Jahre hat sich die Sektion insbesondere durch ihre kontinuierliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet. Viele junge Menschen fanden über Yoseikan Budo den Einstieg in den Kampfsport und entwickelten sich zu erfolgreichen Wettkämpfern oder übernahmen später selbst Verantwortung als Trainer und Übungsleiter. Neben der sportlichen Ausbildung vermittelt die Sektion die traditionellen Budo-Werte wie Höflichkeit, Selbstbeherrschung, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei das engagierte und gut ausgebildete Trainerteam. Die sportliche Leitung liegt heute in den Händen der Instruktoren 2. Grades Thomas und Andreas Schölzhorn. Unterstützt werden sie von den Trainern 1. Grades Birgit Rai-
ner, Stefan Rainer und Nadine Schölzhorn sowie den Trainerassistentinnen Nicole Schölzhorn, Doris Graber und Samantha Schneider. Gemeinsam betreuen sie die verschiedenen Trainingsgruppen und sorgen insbesondere im Kinder- und Jugendbereich für eine kontinuierliche und altersgerechte Ausbildung. Die Trainer verfügen über umfangreiche eigene Wettkampferfahrung und können dadurch ihre sportlichen Kenntnisse unmittelbar an die nächste Generation weitergeben. Thomas Schölzhorn erreichte unter anderem den 5. Platz bei der YoseikanBudo-Weltmeisterschaft in Lille (Frankreich) und nahm an zahlreichen internationalen Turnieren teil. Andreas Schölzhorn gewann mehrere Italienmeistertitel und Vize-Italienmeistertitel. Stefan Rainer wurde Vizeweltmeister bei der Weltmeisterschaft in Tunesien 2017, während Birgit Rainer mehrere Vize-Italienmeistertitel erringen konnte. Auch die jüngere Trainergeneration blickt auf erfolgreiche Wettkampfkarrieren zurück. Nadine
Schölzhorn wurde mehrfach Vize-Italienmeisterin und war über viele Jahre Mitglied des Südtiroler Landeskaders. Internationale Erfahrung sammelte sie unter anderem bei der Europameisterschaft in Luxemburg (3. Platz). Nicole Schölzhorn und Doris Graber erreichten mehrere VizeLandesmeistertitel und Regionalmeistertitel. Nach der Trainerausbildung übernahm Nadine Schölzhorn 2019 das Kindertraining. Gemeinsam mit Nicole Schölzhorn, Doris Graber und Samantha Schneider bringt sie seither ihre sportlichen Erfahrungen und ihr Wissen in die Nachwuchsarbeit ein. Dadurch profitieren die jungen Athleten unmittelbar von den Erfahrungen einer Trainergeneration, die selbst über viele Jahre aktiv am Wettkampfsport teilgenommen hat. Nachwuchstalente im Landeskader Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit zeigt sich auch in der Berufung mehrerer Athleten in den
Südtiroler Landeskader. Besonders hervorzuheben sind Leonie Braunhofer und Alexander Telemaco, die sich durch ihre sportlichen Leistungen für den Landeskader qualifizieren konnten. Ihnen folgte Daniel Di Santo, der ebenfalls aufgenommen wurde. Im Rahmen spezieller Förderprogramme und intensiver Kadertrainings in Frankreich und Südtirol trainieren die jungen Sportler gemeinsam mit den besten Athleten des Landes. Dabei werden sie gezielt auf regionale, nationale und internationale Wettkämpfe vorbereitet. Ziel ist es, die Nachwuchstalente langfristig an große Meisterschaften heranzuführen und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, ihr Können bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften unter Beweis zu stellen. Die Geschichte des Yoseikan Budo in Sterzing ist damit geprägt von Tradition, sportlichen Erfolgen, engagierter Nachwuchsarbeit und der Weitergabe der Budo-Werte. Was 1978 mit den ersten Trainingsstunden begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einer festen Größe im
Yoseikan Budo ist die moderne Umsetzung der jahrelangen Forschungsergebnisse der Familie Mochizuki und des Begründers Meister Hiroo Mochizkuki. Es ist eine ganzheitliche Kampfkunst, die weit über reine Techniken hinausgeht. Im Zentrum stehen Körperbeherrschung, geistige Stabilität und ein strategischer Geist. Durch konsequentes, diszipliniertes Training entwickeln Praktizierende nicht nur physische Stärke, sondern auch Beweglichkeit — sowohl im Körper als auch im Denken. Kraft und Technik sollen sich ergänzen, sodass jede Bewegung effizient, kontrolliert und zugleich elegant ausgeführt wird. Ein weiterer zentraler Aspekt ist das strategische Denken: Situationen werden vorausgedacht, Handlungsoptionen abgewogen und taktisch klug reagiert. Diese Fertigkeiten übertragen sich direkt in den Alltag und fördern Ruhe, Konzentration und Problemlösungskompetenz in allen Lebensbereichen. Im Mittelpunkt steht eine ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit und der körperlichen Fähigkeiten.
Südtiroler Yoseikan Budo entwickelt. Die Verbindung aus erfahrenen Trainern, erfolgreichem Nachwuchs und einer starken Gemeinschaft bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Sektion.
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Brazilian Jiu-Jitsu kommt nach Sterzing
Il Brazilian Jiu-Jitsu arriva a Vipiteno
Ab September erweitert der Da settembre il Wallhalla Sport Wallhalla Sport & Fight Club & Fight Club di Vipiteno amplia in Sterzing sein Angebot um la propria offerta con un nuoeinen neuen Kurs für Brazilian vo corso di Brazilian Jiu-Jitsu Jiu-Jitsu (BJJ) und Grappling. (BJJ) e Grappling, realizzato in Das Training wird collaborain Zusammenarbeit zione con la mit der CSA ComCSA Combat Sports Acadebat Sports my – gegründet vom A c a d e m y, mehrfachen Chamfondata dal pion und Schwarzpluricamgurtträger Matteo BJJ © CSA Combat Sports Academy pione e cinParolin – durchgeführt; als lei- tura nera Matteo Parolin, con tender Trainer fungiert Chris- Christian Pisetta come tecnico tian Pisetta. responsabile del corso. Ob Anfänger oder erfahrener Athlet: Du trainierst nach einem strukturierten, technischen Lehrplan und erlernst eine der weltweit umfassendsten und am schnellsten wachsenden Kampfsportarten – und das in einem professionellen, für alle geeigneten Umfeld. Buche jetzt dein kostenloses Probetraining!
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Tennis
Ganz im Zeichen des Nachwuchses
Die Turniersieger des Promo Grand Prix in Ratschings
Anfang August stand die Tennisanlage des TC Ratschings ganz im Zeichen des Nachwuchses. Im Rahmen des Promo Grand Prix FIT-VSS richtete der Verein auch heuer wieder ein Jugendturnier aus, um den jüngsten Nachwuchstalenten wertvolle Turniererfahrungen zu vermitteln. Mit 36 Spielern stellte der Gastklub TC Ratschings ein beeindruckendes Teilnehmerfeld. Die intensive Jugendarbeit des Vereins zahlte sich voll aus, denn bis auf die beiden U10-Kategorien gingen sämtliche Turniersiege in den Altersklassen U8, U12 und U14 an die Gastgeber. Die Kategorie U18 konnte aufgrund einer zu geringen Teilnehmerzahl nicht ausgetragen werden. In der Kategorie U8 der Buben sicherte sich Tobias Siller vom TC Ratschings den Turniersieg vor Maximilian Wolf (Tennis Padel Brixen) und Ben Larch (TC Ratschings). In der U8 der Mädchen feierte der Gastgeber einen Doppelsieg: Alena Gschnitzer gewann vor ihrer Vereinskollegin Lea Rainer, während Nina Femminella (ASV Freienfeld Tennis) und Linda Siller (TC Ratschings) die weiteren
Plätze belegten. In der Klasse U10 der Buben setzte sich Theo Rottensteiner vom TC Rungg durch. Er verwies Samuel Marenco (Tennis Padel Brixen), Alexander Gögele (TC Ratschings) und Tobias De Gasperi (ASV Terlan) auf die Plätze. In der U10 der Mädchen ging der Titel an Sophia Rehmann vom TV Niederdorf, gefolgt von Maya Fleckinger (Tennis Padel Brixen) und Sophie Costanzo (TV Niederdorf). Der Bewerb der U12-Buben endete mit einem Erfolg für Fabian Siller vom TC Ratschings, der sich gegen Benno Pichler (ATC Passeier), Charly Lageder (SV Lana) und Philipp Pöhl (ATC Passeier) behauptete. Bei den U12Mädchen triumphierte Jana Gschnitzer vom TC Ratschings vor Lea Gruber (ATC Sterzing) und ihrer Vereinskollegin Sarah Kruselburger. In der U14 der Buben gewann Hannes Vieider vom TC Ratschings vor Niklas Rehmann (TV Niederdorf), Lukas Plank (TC Ratschings) und Samuel Siller (ATC Sterzing). In der U14 der Mädchen holte sich Annalena Kruselburger den Turniersieg vor ihren Klubkolleginnen Lara Gschnitzer und Selina Siller.
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Biathlon
Patrick Braunhofer geehrt Am Sitz der Sektion der Nationalen Vereinigung der Carabinieri in Sterzing fand im August eine feierliche Ehrung für Patrick Braunhofer, Athlet des Sportzentrums der Carabinieri, statt. Braunhofer hat ein historisches Kapitel des italienischen Biathlonsports geschrieben. Am 1. Februar 2025 gewann Braunhofer in Martell die Goldmedaille bei den Biathlon-Europameisterschaften und war damit der erste italienische Athlet in der Geschichte, der einen Europameistertitel im Biathlon erringen konnte. Dieser herausragende Erfolg stellt einen bedeutenden Meilenstein nicht nur in der sportlichen Laufbahn des Athleten, sondern auch für
die Carabinieri und den gesamten italienischen Biathlonsport dar.
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Im Rahmen der Feier wurde Patrick Braunhofer eine Anerkennungsurkunde überreicht, die vom Nationalen Präsidenten der Carabinieri, Generalleutnant A. D. Libero Lo Sardo, verliehen wurde. Das Sportzentrum verlieh ihm zudem die Bronzemedaille für Verdienste um die Carabinieri.
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Sieg für RG Wipptal
FÜRKINOER AB OEZEM8ER. Bei der FISI Sommerolympiade in der Olympic Arena in Antholz sicherte sich das Team „RG Wipptal FIS“ den Sieg in der Kategorie „Junior & Over“ und stellte zugleich die Tagesbestzeit des gesamten Events auf. Mit einer herausragenden Staffelzeit von 7.51,41 Minuten meisterten die Athleten die vielseitigen Disziplinen (Laufen, Mountainbike, Hindernislauf,
Laserschießen und Rollerblade) am schnellsten von allen angetretenen Mannschaften. Als Belohnung für die Spitzenleistung durfte sich das Siegerteam über einen Gutschein für einen Trainingsaufenthalt freuen. Insgesamt versammelte die Sommerolympiade des Landeswintersportverbandes Südtirol mehr als 320 Teilnehmer in 65 Fünferteams.
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Sport
Eishockey
Broncos gehen optimistisch in neue Spielzeit Erneut musste der sportliche Leiter der Wildpferde Egon Gschnitzer mehrere Abgänge kompensieren, da Alex Planatscher und möglicherweise auch Paul Eisendle die Schlittschuhe an den Nagel hängen. Das Team mag zwar auf dem Papier deutlich weniger stark erscheinen als in den letzten Jahren, doch es scheint sehr großes Potential im Kader zu stecken. Neben Kapitän Eisendle, der zu Redaktionsschluss noch keinen definitiven Entschluss gefasst hatte, und „Plane“ Planatscher werden auch der Verteidiger Gabriel Nitz und der Stürmer Luciano Zandegiacomo nicht mehr im Kader der Broncos stehen. Nitz hat das Sprungbrett der Alps Hockey League genutzt: Er konnte in Finnland beim renommierten Verein HPK Hämeenlinna ein Engagement ergattern, um in seiner Entwicklung noch weiter zu kommen. „Zande“ konnte sich hingegen beim HC Pustertal empfehlen. Neuer Hoffnungsträger im Tor Jarrett Fiske heißt der Mann, der zwischen den Pfosten in die Fußstapfen von Publikumsliebling Dominik Groh treten soll. Der großgewachsene US-Amerikaner aus Erie (Pennsylvania) ist mit 27 Jahren im besten Eishockey-Alter und kann auf zwei Saisonen Europa-Erfahrung zählen. Bei den Dundee Stars in der britischen Elite Ice Hockey League avancierte er in der ersten Saison zum Matchwinner, doch in der vergangenen Spielzeit konnte auch er in einem hoffnungslos unterlegenen Team nicht den Unterschied machen. Er ist ein Torhüter, der auf starkes Positionsspiel baut, keine Bewegung zu viel macht
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DIE NEUZUGÄNGE BEI DEN BRONCOS
Carter Randklev
Hugo Hell
Kristers Ansons
Nic Belpedio
und dadurch viel Ruhe auf das Team ausstrahlt. Ihm zur Seite stehen werden erneut Fabian Klammer und Damian Leitner. Zwei Imports in der Verteidigung Da die Spielerdecke in der Verteidigung nach dem Abgang von Nitz sehr dünn geworden war – mit Alexander Brunner, Johannes Gschnitzer, Liam Nardon, Alessio Niccolai und Daniel Soraruf standen nur mehr fünf einheimische Verteidiger zur Verfügung –, entschied man sich zum ersten Mal seit 13 Jahren, wieder zwei Importspieler aufzustellen. Damals waren es Derek Eastman und Louis Liotti, heute sind es der 24-jährige Nic Belpedio und der 2005 geborene Hugo Hell. Der aus Skokie im US-Bundesstaat Illinois gebürtige Belpedio kommt direkt aus der starken
College-Liga NCAA zu den Broncos, wo er fünf Saisonen mit Colgate und Ferris State gespielt hat. Während seine Statistiken auf den ersten Blick nicht sonderlich ins Auge stechen, ist er ein exzellenter Schlittschuhläufer, der sowohl offensiv als auch defensiv einen wertvollen Beitrag leisten kann. Der Schwede Hugo Hell ist mit knapp 25 Jahren noch sehr jung und Teil der Strategie, welche die Regel ausnutzt, wonach anstelle eines erfahrenen Importspielers auch zwei U22-Spieler verpflichtet werden können. Er kommt mit exzellenten Referenzen aus der dritten schwedischen Liga, wo er bei Forshaga bereits drei Saisonen lang eine tragende Rolle als Offensivverteidiger innehatte. Zusammen mit den bewährten und zwar noch jungen, aber schon sehr erfahrenen einheimischen Kräften ergibt dies eine Mischung, die sehr viel Potential hat.
Jarrett Fiske
Bewährtes und Neues im Sturm Im Sturm konnten die „Senatoren“ Bryson Cianfrone, Davide Conci, James Livingston und Alex Zecchetto bestätigt werden und auch die „junge Garde“ um Fabian Gschliesser (2004), Erik Hofer (2006), Jonas Kerschbaumer (2004), Leo Kruselburger (2007) und Marco Niccolai wird diese Saison im blauweißen Trikot der Wildpferde auflaufen. Zu ihnen gesellen sich der bald 22-jährige Mattia Covelli, der in den letzten drei Saisonen bei Brixen, Toblach und erneut Brixen sein Offensivtalent unter Beweis gestellt und vor zwei Jahren schon einmal AHL-Luft bei den Broncos schnuppern konnte, sowie der 26 Jahre alte Tobia Pisetta, der in seiner Karriere hauptsächlich bei Unterland gespielt hatte und im Vorjahr in Brixen knapp einen Punkt pro Spiel erzielte. Paul Eisendle ten-
diert zum Karriereende, doch ein kleines Fünkchen Hoffnung besteht weiterhin. Mit Kristers Ansons und Carter Randklev stehen zwei neue Imports im Aufgebot, die über viel Offensivpotential verfügen. Der Lette Ansons, der mit 192 cm und 103 kg beeindruckende Körpermaße vorweisen kann, ist erst 20 Jahre alt und wurde auf Anraten von ex Bronco Olegs Sorokins verpflichtet, der ihn sowohl bei Riga als auch in der lettischen U18-Nationalmannschaft gecoacht hat. Seine Stärken sind sehr gute Hände und ein Schuss, der seinesgleichen sucht. Es ist also kein Zufall, dass er in den letzten beiden Saisonen trotz seines jungen Alters bereits 34 Tore in 67 Spielen in der ersten lettischen Liga erzielt hat. Der 1999 geborene Carter Randklev hingegen ist schon etwas erfahrener und kommt vom norwegischen Erstligisten Lorenskog ins Wipptal. Mit nur 173 cm und 74 kg ist er körperlich sozusagen das Gegenstück zu Ansons. Bei seinem ersten Europa-Abenteuer war er beim Absteiger immerhin zweitbester Torschütze, nachdem er in Übersee bereits in der renommierten College-Liga NCAA sowie in der ECHL eine gute Entwicklung gemacht hatte. In seinem besten College-Jahr 2023/24 erzielte er nicht weniger als elf Tore und 20 Assists in 37 Spielen. Insgesamt sollte der Sturm trotz der Abgänge tief genug besetzt sein, um mit vier starken Linien bestehen zu können, zumal die jungen Wilden letzte Saison sehr wertvolle Erfahrung machen konnten und sich auf dem besten Weg befinden, zu echten Stützen zu werden. Trainerteam bleibt (fast) intakt Headcoach Johan Sjöquist geht in seine vierte Saison bei den Broncos und soll für Kontinuität in
der Entwicklung der jungen Spieler sorgen. Nach den Wirren des letzten Spätsommers, wo Alex Gschliesser dankenswerterweise als Assistenzcoach eingesprungen war und damit allerdings die Position des Goaliecoaches offen blieb, können die Broncos heuer wieder auf einen Assistenz- und Torhütertrainer bauen, der das Team in Vollzeit unterstützt und auch in der Jugend wertvolle Arbeit leisten kann. Der aus Memmingen in Bayern stammende Patrick Vetter ist in Südtirol kein Unbekannter, denn er war schon in Kaltern und auf dem Ritten im Einsatz. In den letzten beiden Saisonen bei DVTK Jegesmedvék tätig, wird er heuer Johan Sjöquist unterstützen. Danilo Zanarotto übernimmt von Valentin Mur den Athletikpart und wird mit seinem Team die Broncos betreuen. Konstanz als Zielsetzung Nach dem 3. Platz bei den Milano Hockey Finals der Serie A im Vorjahr, der Last-Minute-Qualifikation für die Master Round und dem erneuten Scheitern an den Zeller Eisbären, diesmal allerdings schon im Viertelfinale, wollen die Broncos vor allem eines: Konstanz in die Ergebnisse bringen. Die Qualifikation sowohl für das Halbfinale der Italienmeis-
terschaft wie auch für die Master Round wären wesentlich einfacher zu haben gewesen, wäre man nicht erneut im Herbst auf dem letzten Tabellenplatz gestanden. Zwischen dem 9. Oktober und dem 15. November legten die Broncos erneut eine rabenschwarze Serie mit nur einem Sieg und mageren sechs Punkten in elf Spielen hin. „Natürlich wollen wir das verhindern, wer will das nicht?“, meint der sportliche Leiter Egon Gschnitzer. „Damit haben wir uns das Leben unnötig schwer gemacht und es ist nicht das erste Mal, dass das passiert ist. Wir haben die Ursachen aber gründlich analysiert und sind sehr zuversichtlich, dass wir heuer einen besseren Herbst erleben. Die Ziele sind wieder die Teilnahme am Halbfinale der Serie A und das Erreichen der Master Round in der Alps Hockey League – und beides wird alles andere als einfach. Die Konkurrenz hat sich sehr gut verstärkt, die Luft im oberen Tabellendrittel wird sicher noch einmal dünner. Auch deshalb dürfen wir nicht leichtfertig Punkte verschenken, aber ich denke, dass sehr viel Potential in unserem jungen Team steckt.“ Stefan Troyer
DIE LIGA Wie fast jedes Jahr gibt es auch heuer wieder eine Veränderung in der Zusammensetzung der Liga, nachdem der EC Bregenzerwald nach vielen Beteuerungen des Gegenteils sein Glück in der deutschen Oberliga Süd suchen wird. Es werden aber auch heuer wieder 13 Teams an der Alps Hockey League teilnehmen, da der KAC nach zwei Jahren Pause wieder ein Zweitteam in der AHL stellen wird. Daher wird der Modus gegenüber der letzten Saison nicht verändert: Es wird in der Regular Season eine Dreifachrunde gespielt und anschließend teilt sich die Liga wieder in Master Round und zwei Qualifikationsrunden auf, denen Pre-Playoffs und anschließend die Viertelfinalspiele folgen werden. Die Alps Hockey League beginnt am 19. September. Die Broncos treffen auswärts auf SG Cortina.
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ENERGIE SPAREN & HEIZEN
Energie sparen & heizen WELTTAGE IM SEPTEMBER Saubere Luft für blauen Himmel Der „Internationale Tag der sauberen Luft für einen blauen Himmel“ am 7. September will uns bewusst machen, dass Mensch, Tier und Pflanze saubere Luft zum Leben brauchen. Verschmutzte Luft schadet nicht nur unserer Gesundheit, sondern beschleunigt auch den Klimawandel und die landwirtschaftliche Produktivität. Weg von fossilen Brennstoffen hin zu Sonne, Wind und grünem Wasserstoff, Bus und Bahn fahren statt Auto, plastikfrei, regional und saisonal einkaufen – jeder kleine Schritt zählt. Lebenswichtige Ozonschicht Der Internationale Tag für die Erhaltung der Ozonschicht am 16. September erinnert an die Unterzeichnung des Montrealer Protokolls am 16. September 1987, in dem sich Staaten weltweit verpflichten, ozonschädigende Gase wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zu verbieten, weil sie die lebenswichtige Ozonschicht der Erde zerstören. Was jeder tun kann: Alte Kühlschränke und Klimaanlagen im Wertstoffhof entsorgen, um das Entweichen von RestFCKW zu verhindern. Auto- und Hausklimaanlagen regelmäßig auf Lecks überprüfen, damit keine Kühlmittel entweichen. Beim Kauf neuer Kühlgeräte oder Wärmepumpen darauf achten, dass diese natürliche Kältemittel statt fluorierter Gase nutzen.
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Energie sparen beginnt im Alltag Energie zu sparen, beginnt nicht erst bei einer neuen Heizung oder einer Photovoltaikanlage. Auch im Alltag lässt sich einiges verändern und dabei kommt es nicht nur darauf an, wie viel Energie verbraucht wird, sondern auch wann. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann versuchen, möglichst viel des selbst erzeugten Stroms auch selbst zu nutzen. Waschmaschine, Geschirrspüler oder andere stromintensive Geräte lassen sich, wenn es der Alltag erlaubt, bevorzugt in den sonnenreichen Stunden rund um die Mittagszeit einschalten. Dann produziert die Anlage besonders viel Strom und ein größerer Teil davon kann unmittelbar im eigenen Haushalt genutzt werden. Ähnlich wichtig ist ein bewusster Umgang mit der Heizung. Nicht jeder Raum muss gleich warm sein und nicht jeder Raum wird den ganzen Tag über genutzt. Wer die Temperatur an die tatsächliche Nutzung an-
passt und darauf achtet, Wärme nicht unnötig zu verlieren, kann den Energieverbrauch reduzieren, ohne auf an-
genehme Temperaturen verzichten zu müssen. Bei Strom und Wärme hängt also sehr viel auch vom richtigen Timing ab und letztlich geht es vor allem darum, den eigenen Energieverbrauch bewusster wahrzunehmen. Kleine Veränderungen bei den täglichen Gewohnheiten können sich über die gesamte Heizperiode und das Jahr hinweg summieren. Energie sparen heißt deshalb nicht unbedingt, auf etwas verzichten zu müssen – oft geht es vielmehr darum, vorhandene Energie möglichst sinnvoll zu nutzen.
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ENERGIE SPAREN & HEIZEN
Heizkosten
Warum mein Nachbar weniger zahlt als ich Der Nachbar läuft im Winter im T-Shirt durch die Wohnung, während man selbst mit Pullover dasitzt – und trotzdem ist seine Heizkostenabrechnung niedriger. Spätestens dann beginnt im Kondominium die beliebte Disziplin des Heizkostenvergleichs. Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht. Zwei ähnlich große Wohnungen im selben Gebäude können einen sehr unterschiedlichen Energiebedarf haben. Eine Wohnung zwischen beheizten Nachbarwohnungen profitiert etwa von deren Wärme, während eine Eckwohnung oder eine Wohnung unter dem Dach deutlich mehr Energie benötigen kann. Auch Fenster, Dämmung, Raumtemperatur und Lüftungsverhalten machen einen Unterschied. Wo Heizkosten nach dem tatsächlichen Verbrauch verteilt werden, braucht es eine verlässliche Messung. Dafür kommen je nach Heizsystem unterschiedliche Geräte zum Einsatz, etwa Wärmemengenzähler oder Heizkostenverteiler an den Heizkörpern. Sie sollen
nachvollziehbar machen, welcher Verbrauch einer Wohnung zugerechnet wird. Denn nur wenn die Messung stimmt, kann auch die spätere Abrechnung auf einer vernünftigen Grundlage erfolgen. Auch kleine Messgeräte verdienen Aufmerksamkeit. Wärmemengenzähler müssen regelmäßig überprüft werden, denn sie bleiben nicht unbegrenzt präzise. Deshalb sollte bei älteren Geräten geprüft werden, wann die nächste Kontrolle oder ein Austausch erforderlich ist. Ein genauer Blick auf die jährliche Abrechnung lohnt sich. Wie hoch war mein Verbrauch im Vorjahr? Welcher Anteil entfällt auf meine Wohnung? Welche Gesamtkosten sind im Gebäude entstanden? Und nach welchem Schlüssel wurden sie verteilt? Im Kondominium sollte man zudem Saldo und Kostenvoranschlag vergleichen: Fallen die effektiven Kosten höher aus als veranschlagt, wird im kommenden Jahr eine entsprechende Nachzahlung fällig werden.
Eine hohe Rechnung bedeutet noch lange nicht, dass falsch abgerechnet wurde. Große oder unerklärliche Abweichungen sollte man aber hinterfragen. Denn wer seine Heizkosten versteht, erkennt auch leichter, wo sich tatsächlich Energie und Geld sparen lassen. Drei Tipps • Heizkosten und Verbrauch jedes Jahr mit dem Vorjahr vergleichen, auch auf Saldo. • Bei auffälligen Abweichungen Zählerstände und Verteilungsschlüssel kontrollieren. • Bei älteren Messgeräten nachfragen, wann diese zuletzt überprüft, geeicht oder ausgetauscht wurden.
Reinhard Bauer, Rechtsberater der Verbraucherzentrale Südtirol
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Franzensfeste
EFRE fördert Fernwärme © Fabio Brucculeri
„Wärmewende – so schnell es geht“
Neun Projekte in Südtirol werden über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, darunter auch die Erweiterung des Fernheizwerks in Franzenfeste. Der dritte und letzte EFRE-Aufruf zur Förderung von Fernwärmenetzen (EFRE-Programm 2021–2027) ist abgeschlossen. Von zehn eingereichten Projektanträgen hat der EFRE-Lenkungsausschuss im Sommer neun genehmigt. Insgesamt standen EFRE-Beiträge in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung. Vergeben wurden 3,3 Millionen Euro für die Erweiterung der Fernwärmenetze in Franzensfeste/Sams, Mühlwald, Latsch, St. Valentin, Brixen/Tils, Brixen/Mahr, Natz Schabs, Bozen (Quireinerstraße) und Elvas. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten 40 Prozent der anerkannten Projektkosten, großen Unternehmen wird ein Fördersatz von 30 Prozent gewährt.
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Der Klima Club Südtirol zeigt sich tief betroffen über die jüngsten Extremwetterereignisse in Europa, darunter über 10.000 Hitzetote und 300.000 Menschen, die infolge von Waldbränden evakuiert werden mussten. Angesichts des Klimawandels fordert der Verein eine radikale Wärmewende und empfiehlt den schnellen Ausstieg aus fossilen Heizungen durch Nutzung der bis zu 80-prozentigen Landesförderung. In einer Aussendung spricht der Verein den Angehörigen der tausenden Menschen, die in den vergangenen Monaten infolge der extremen Hitzewellen in Europa ihr Leben verloren haben, sein tiefes Mitgefühl aus. Ebenso gilt seine Solidarität den unzähligen Menschen, die durch die
verheerenden Waldbrände ihr Zuhause verloren haben oder zur Flucht gezwungen wurden. Allein auf Sizilien, Sardinien, in Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland mussten mittlerweile mehr als 300.000 Menschen ihre Häuser verlassen und in Notunterkünften Schutz suchen. Ein großer Dank gelte den Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen und oft rund um die Uhr im Einsatz waren, um Menschenleben zu retten und die Brände zu bekämpfen. Ihr außergewöhnlicher Einsatz verdiene höchste Anerkennung und größten Respekt. „Die jüngsten Extremereignisse zeigen deutlich, dass die Auswirkungen des Klimawandels immer gravierender werden“, so die Vereinsmitglieder. „Wissenschaftliche Erkenntnisse
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ENERGIE SPAREN & HEIZEN
© IDM/Südtiroler Apfelkonsortium Patrick Schwienbacher
belegen, dass Hitzewellen und Waldbrände durch die fortschreitende Erderwärmung verstärkt werden. Sollte sich die globale Erwärmung wie prognostiziert fortsetzen, ist mit einer weiteren Zunahme solcher Katastrophen zu rechnen.“
Um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch abzuwenden, brauche es jetzt entschlossenes und rasches Handeln. Rund 80 Prozent der Erderwärmung sind auf die Verbrennung fossiler Energieträger zurückzuführen. Auch in Südtirol bestehe weiterhin großer Handlungsbedarf: Noch immer werden mehr als die Hälfte aller Heizungen mit
fossilen Energieträgern – insbesondere Erdgas – betrieben. Der Klima Club Südtirol fordert daher einen konsequenten und möglichst schnellen Ausstieg aus fossilen Heizsystemen. Dass dieser Wandel möglich und von vielen Menschen gewünscht ist, zeigt sich bereits heute: Immer mehr Südtiroler ersetzen ihre Gasheizung durch klimafreundliche Alternativen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Landesförderungen für Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen deutlich gestiegen. Das Land Südtirol hat auf diese Entwicklung reagiert und weitere finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Landesrat Brunner habe mitgeteilt, dass „jeder Antrag, der den Kriterien entspricht, angenommen wird“. Der Klima Club Südtirol empfiehlt allen Hausbesitzern, die Möglichkeit zu nutzen, möglichst rasch auf erneuerbare Heizsysteme umzusteigen und die sehr großzügigen
Landesförderungen von bis zu 80 Prozent in Anspruch zu nehmen. „Gerade im Heizungsbereich verfügt Südtirol über die technischen Möglichkeiten, das notwendige Knowhow und attraktive Förderinstrumente, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zügig voranzutreiben. Jetzt gilt es, diese Chancen konsequent zu nutzen – für den Klimaschutz, für mehr Versorgungssicherheit und für die kommenden Generationen.“
KLIMA CLUB SÜDTIROL Der ehrenamtliche Verein Klima Club Südtirol wurde 2021 von einer Gruppe erfahrener Experten aus dem Umwelt-, Energieund Rechtsbereich gegründet. Gemeinsam setzen sie sich für die Erreichung der Klimaziele ein, die im Pariser Klimaabkommen von 192 Vertragsparteien am 12. Dezember 2015 bei der Weltklimakonferenz beschlossen wurden. „Ziel ist es, unsere langjährige Erfahrung einzubringen und mitzuhelfen, konkrete Antworten auf diese existentielle Herausforderung zu geben“, so der Verein auf www.klimaclub.it.
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ENERGIE SPAREN & HEIZEN
Klimaplan Südtirol 2040 und die energetische Sanierung von Gebäuden Das Brixner Ingenieurbüro TIB CONSULTING ENGINEERING hat sich auf die energetische Sanierung von großen Gebäuden, im Speziellen Mehrfamilienhäusern und Tourismusbetriebe, spezialisiert. Geschäftsführer Werner Hunglinger erklärt im Gespräch, was es mit dem Klimaplan Südtirol 2040 auf sich hat und ob die energetische Sanierung von Gebäuden nur etwas für die Reduzierung der Heizkosten ist.
Herr Hunglinger. Unsere Politik hat nicht nur direkt mit der Reduzierung der sich mit dem Klimaplan Südtirol 2040 Heizkosten gegenrechnen, denn diese auf die Fahnen geschrieben, bis 2040 Rechnung geht effektiv nicht auf. Meist ist klimaneutral zu sein. Was bedeutet es aber so, dass über Jahrzehnte an der Fasdas? sade nichts gemacht wurde und wenn man Werner Hunglinger: Das Ziel ist, die Emission von Treibhausgasen massiv zu reduzieren und sogar 2040 die Klimaneutralität zu erreichen. Dieser Plan ist ein ganzheitliches Konzept. Er ist ganzheitlich, da er alle relevanten Bereiche der Gesellschaft zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zusammenfasst. Der Immobilienbereich ist dabei ein wichtiger Sektor. Es gilt hier, den Energiebedarf drastisch zu senken. Mit einer Isolierung kann man sicher im Winter den Energiebedarf senken und die Heiz© wow-project.it kosten reduzieren. Aber bei diesen Hitzewellen im Sommer denkt schon an einen neuen Anstrich der Fassade man wohl eher an die aktive Kühlung denkt, sollte man auch an eine Isolierung mittels einer Klimaanlage als an eine denken. Denn diverse Grundkosten wie Isolierung. beispielsweise ein Gerüst fallen immer an. Nun, eine gute Isolierung eines Gebäudes Mit einer energetischen Sanierung erreicht bedeutet, dass der Wärmefluss durch die man aber viel mehr: Es werden WärmebrüGebäudehülle stark verlangsamt wird. cken gelöst, also fallen SchimmelprobleDie Gebäudehülle ist sehr träge, was den me weg, es erhöht sich die Wohnqualität Energietransport anbelangt. Und das gilt in der Wohnung und im gesamten Haus in beide Richtungen. Ein gut gedämmtes und nicht zuletzt steigert sich der Wert Haus heizt sich also im Sommer auch nicht der Immobilien um 16 bis 20 Prozent. Ich so schnell auf. Und wenn man noch mit bin sogar der Meinung, dass eine Immoeiner Beschattung die direkte Sonnenein- bilie der niederen Energieklassen morgen strahlung möglichst verhindert und in den nicht mehr verkäuflich ist. Und was die fiNachtstunden gut lüften kann, kann man nanzielle Unterstützung anbelangt, so gibt auf eine Klimaanlage sogar verzichten – es über das Amt für Energie wichtige Beieben mit entsprechender Reduzierung des träge: für Kondominien bis zu 80 Prozent Energiebedarfs. der anerkannten Kosten, für Unternehmen Eine energetische Sanierung ist ja sehr 40 bis 50 Prozent je nach Größe des Unterkostenintensiv. Rechnet es sich über- nehmens. Da nicht alle Kosten gefördert haupt mit der Reduzierung der Heiz- werden, reduziert sich der Gesamtförderund Stromkosten? Wenn dem Land satz. Jedoch liegt er bei Kondominien imSüdtirol die Klimaneutralität so wich- mer noch in er Regel bei zwei Dritteln der Gesamtkosten. Man bezahlt also nur ein tig ist, gibt es da auch Beiträge? Eine energetische Sanierung darf man Drittel der gesamten Kosten.
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Und wie läuft das Ansuchen um einen Beitrag ab? Angesucht wird ausschließlich zwischen dem 1. Jänner und dem 31. Mai des Jahres. Innerhalb desselben Jahres bekommt man vom Amt Bescheid, wie hoch der Beitrag ist, und nach Ende der Arbeiten, meist innerhalb von sechs Monaten, wird der Beitrag auf das Konto überwiesen. Voraussetzung ist die Erreichung der Klimahausklasse B und die reguläre Zahlung der Rechnungen. Also sehr unkompliziert. Und die nicht anerkennbaren Kosten können von der Steuer als sogenannter „Bonus Casa“ abgeschrieben werden. Was empfehlen Sie den ErkerLesern? Sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, die eigene Immobilie zukunftsfähig zu machen und mit Jänner 2027 das Ansuchen für einen Beitrag zu stellen. Wir begleiten unsere Kunden ab dem Ansuchen bis zum Ende aller Arbeiten und decken mit unserem Team alle technischen Leistungen wie Planung und Bauleitung ab. Wer Interesse hat, kann sich bei uns für ein unverbindliches Gespräch gerne melden.
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Wärme, die bleibt In einer Zeit, in der die moderne Heiztechnologie plötzlich globale politische Bedeutung gewinnt, wirkt ein traditioneller Keramikofen wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Doch der Eindruck täuscht. Immer mehr Menschen legen wieder gerne Holz auf die knisternde Glut. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung.
Kachelöfen sind leise. Sie brauchen keine App, kein 5G-Signal und keine komplexen
Der Kachelofen: kein Produkt, sondern Atmosphäre
Lieferketten. Sie funktionieren, wenn andere Systeme versagen. Ein Kachelofen nutzt Holz als erneuerbaren Energieträger, verbrennt CO₂-neutral und funktioniert auch bei Stromausfall. Ein beruhigender Gedanke – erst recht in einer Zeit, in der Energiekosten, die Versorgungssicherheit und damit auch das Vertrauen wanken. Holz wächst vor Ort, nicht in geopolitischen Spannungszonen. Wo ein Kachelofen betrieben wird, riecht es nach Wald, nicht nach Tanker. Wer einen Kachelofen betreibt, sieht Scheit für Scheit die Ressource, die er verwendet. Keine Zahlen im Display, sondern ein reales Maß. Auch die Wärme, die ein Kachelofen ausstrahlt, beruhigt. Allergiker und Rheumapatienten profitieren davon. Denn Strah-
lungswärme fühlt sich anders an als Luft, die aus Lüftungsschlitzen drückt. Sie ist kein Produkt – sie ist eine Atmosphäre. Ein Kachelofen entsteht nicht in einer Fabrik, sondern in Werkstätten, in Gesprächen, in Grundrissen. Er wird Stück für Stück geplant, gesetzt, verputzt, poliert. Das schafft lokale Wertschöpfung, regionale Kreisläufe und Fachwissen, das bleibt. Aber: „Damit ein Kachelofen optimal funktioniert, braucht es Fachleute“, erklärt Christian Gross, Obmann der Hafner im lvh. „Falscher Brennstoff, falscher Aufbau, falscher Betrieb – und schon ist aus einer nachhaltigen Lösung eine schlechte Idee geworden. Der Unterschied ist Handwerk.“ Richtiges Anzünden – von oben, mit trockenem Holz, kein Müll, keine Lackreste – sorgt dafür, dass nicht Rauch entsteht, sondern Wärme. Moderne Öfen stoßen heute bis zu 90 Prozent weniger Emissionen aus als alte Feuerstätten. Und während andere Heizsysteme Geräusche machen, blinkende Lichter haben, mit Software-Updates kämpfen, macht ein Kachelofen nichts. Er steht einfach da und arbeitet. Er liefert keine schnelle Wärme, sondern schenkt bleibende. Gerade in Zeiten von Jetzt-Gleich-Sofort-Dienstleistungen umgibt den alten Kachelofen auch deswegen ein ganz eigener, rebellischer Charme.
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Heizen, aber richtig! Wer die Wärme und Energie eines Kachelofens gut nutzen möchte, sollte einige Grundregeln beachten. Eine Feuerstätte sollte nur von Fachleuten angeschlossen werden, die anschließend eine Konformitätserklärung ausstellen. Zum Heizen sollte trockenes Holz mit weniger als 17 Prozent Restfeuchte verwendet werden. Um so wenig wie möglich Rauch zu erzeugen und den besten Wirkungsgrad zu erzielen, sollte Brennholz immer von oben entzündet werden: Unten werden die großen Stücke hingelegt, darüber das kleine Holz. Die Luftzufuhr erst schließen, sobald keine gelben, sondern nur noch kleine blaue Flammen im Brennraum zu sehen sind. Wichtig: Der Ofen ist kein Verbrennungsort für Müll, plastifiziertes Papier oder behandeltes Holz. Genauso wichtig ist es, den Ofen und den Kamin regelmäßig zu warten und sich von einem Fachmann professionell beraten zu lassen. Öfen können auch sehr gut mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Moderne Speicheröfen ermöglichen eine effiziente, CO2-neutrale Verbrennung mit geringen Emissionen und schonen damit auch die Umwelt.
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Nachhaltig Bauen und Sanieren: Rundum-Beratung für Ihr Zuhause Planen Sie einen Neubau, eine Sanierung oder den Austausch Ihrer Heizanlage? Die Initiative „KlimaLand“ bündelt die Kompetenzen verschiedener Einrichtungen, um Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende und kostenlose Erstberatung zu bieten.
„Die Beratungen bieten den Bürgerinnen und Bürgern eine wertvolle Gelegenheit, fundierte und praxisnahe Informationen rund um nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz zu erhalten“, betont Landesrat Peter Brunner. „Egal ob Neubau oder Sanierung, wir möchten alle dabei unterstützen, die richtigen Schritte für ein klimafreundliches Zuhause zu gehen.“ Landesrat für Energie Peter Brunner
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Ziel dieser vom Land Südtirol geförderten Initiative ist es, eine unabhängige und kostenlose Erstberatung zu den vielen technischen Fragen des nachhaltigen Bauens und Sanierens sowie zu den Fördermöglichkeiten anzubieten.
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Mehr Geld für Energieförderungen Der Landtag hat Ende Juli zusätzliche 50 Millionen Euro für die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien, Investitionen in die Abfallwirtschaft sowie die Modernisierung der Infrastruktur im Bereich Gewässerschutz genehmigt. Mit 32 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt werden die Fördermaßnahmen im Energiebereich deutlich aufgestockt. Grund dafür sei die anhaltend hohe Nachfrage nach Beiträgen für Energieeffizienzmaßnahmen, erneuerbare Energien und den Ausbau der Netzinfrastruktur, betont das Ressort für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport. Bis Ende Juni seien bereits 1.750 Förderanträge eingereicht worden – rund 450 mehr als ur-
sprünglich erwartet. Das damit verbundene Investitionsvolumen belaufe sich auf rund 140 Millionen Euro. Dies entspreche einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber 2025 und einer Verdoppelung gegenüber 2024. Je nach Maßnahme decken die aktuellen Förderungen bis zu 80 Prozent der Investitionskosten ab und ermöglichen damit auch Haushalten mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten Investitionen in Energiesparen und erneuerbare Energien. Auch die Abfallwirtschaft wird im Nachtragshaushalt weiter gestärkt. Zu den bereits vorgesehenen zehn Millionen Euro kommen weitere 500.000 Euro hinzu. Mit diesen Mitteln werden Recyclinghöfe der Gemeinden an die neuen technischen Richtlinien des Landes angepasst sowie Verbesse-
rungsmaßnahmen an den Wertstoffzentren der Bezirksgemeinschaften umgesetzt. Dadurch sollen die Voraussetzungen für eine moderne, effiziente und umweltgerechte Abfallbewirtschaftung geschaffen werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Nachtragshaushalts ist der Gewässerschutz: Rund acht Millionen Euro zusätzliche Mittel fließen in die Modernisierung und Weiterentwicklung der entsprechenden Infrastruktur. Die Investitionen dienen der Erneuerung und Verbesserung bestehender Anlagen und tragen dazu bei, die hohe Qualität der Südtiroler Gewässer langfristig zu sichern. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und der heimischen Ökosysteme.
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Auch beim Heizöl zählt für kostner ENERGY SUPPLY vor allem eines: dass die Wärme dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird. Dank seiner hohen Energiedichte sorgt Heizöl rasch und gleichmäßig für Wärme und lässt sich auch bei niedrigen Temperaturen über längere Zeit lagern. Beim Bestellzeitpunkt unterstützt Kostner mit einem Blick auf die Marktentwicklung und individueller Beratung zu möglichen Einsparungen. Beim Strom setzt Kostner mit KOSI, dem hauseigenen Stromanbieter, auf grünen Strom zu einem klar verständlichen Tarif für Haushalte und Betriebe in Südtirol. Anmeldung, Unterlagen und Rechnungen lassen sich online verwalten, den Wechsel vom bisherigen Anbieter übernimmt Kostner. Für Fragen steht ein persönlicher Kundenservice vor Ort zur Verfügung. Kostner ENERGY SUPPLY ist Teil der kostner GROUP 1947. Zur Unternehmensgruppe gehören auch Servicestationen in ganz Südtirol, der Umweltdienstleister Ekos sowie das Unternehmen Ide²n, spezialisiert auf Energiesysteme und Elektromobilität. Tel. +39 0472 979 600 sales@kostner.net - www.kostner.net Erker 09/26
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SCHULE & WEITERBILDUNG
Schule & Weiterbildung Ergebnisse an Wipptals Schulen Im Schulsprengel Sterzing II schafften in der Grundschule alle 288 ABC-Schützen den Aufstieg in die nächste Klasse. Die 428 Schüler der Mittelschule Sterzing lernten nach Auflösung des Schulsprengels Sterzing III erstmals gemeinsam im neuen Schulgebäude. Fünf Schüler beendeten die Abschlussprüfung
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Im vergangenen Schuljahr wurden im Schulsprengel Sterzing I von 628 Grundschülern 626 in die nächste Klasse versetzt. An der Mittelschule Gossensaß erreichten alle 53 Schüler das Klassenziel. Sechs Schüler schafften bei der Abschlussprüfung die Note 9; einmal wurde die Note zehn zuerteilt.
mit der Note 10 mit Auszeichnung, 14 mit der Note 10 und 49 mit der Note 9. Die 134 Schüler des italienischsprachigen Schulzentrums „Alexander Langer“ in Sterzing haben allesamt das Klassenziel erreicht, genauso wie die 25 Schüler der italienischsprachigen Grundschule „San G. Bosco“ in Gossensaß. An der italienischsprachigen Mittelschule wurden 112 von 113
Schülern versetzt. Zwei Schüler haben die Mittelschule mit der Note 10 mit Auszeichnung, drei mit der Note 10 und acht mir der Note 9 abgeschlossen. Am Oberschulzentrum „Michael Gaismair“ in Sterzing beendeten 345 Schüler das Schuljahr mit positivem Erfolg. Bei der Matura erreichten Martin Bussola, Emma Ghirardello Pichler und Sophia Steiger jeweils die Höchstpunktezahl von 100.
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OBERSCHULZENTRUM STERZING
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Sterzing
Maturanten gebührend gefeiert Die letzten Junitage haben jene 63 Schüler des Oberschulzentrums Sterzing, die sich in dieser Zeit der Reifeprüfung stellten, wohl ordentlich ins Schwitzen gebracht. Nach intensiven Wochen des Lernens und der Anspannung durfte schließlich gefeiert werden: Alle Kandidaten haben die Matura erfolgreich bestanden.
29 Absolventen kamen aus dem Sportgymnasium, 20 aus der Wirtschaftsfachoberschule sowie jeweils sieben aus dem Sprachen- und dem Realgymnasium. Bei der feierlichen Diplomverleihung in der Aula Magna sorgte Direktor Christian Salchner für begeisterten Applaus, als er die diesjährige 100-prozentige Er-
folgsquote mitteilte. Besonders ausgezeichnet wurden drei Schüler, welche die Höchstbewertung von 100 Punkten erreichten: Emma Pichler Ghirardello und Sophia Steiger (beide Klasse 5b Sportgymnasium) sowie Martin Bussola (Realgymnasium). Als Anerkennung erhielten sie von der Raiffeisenkasse Wipptal Einkaufsgutscheine. Nur knapp an der Bestnote vorbeigeschrammt sind vier weitere Absolventen – ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Leistungsniveau. Für den musikalischen Rahmen sorgte Josef Wieser, ehemaliger Absolvent des Sportgymnasiums, auf seiner Steirischen Harmonika. Emotionale Rückblicke der Klassenvorstände, Grußworte von Schulratspräsidentin Ilona Bonomo sowie der Schülerratsvorsitzenden Sarah Federici und Jonas Schölzhorn erinnerten an fünf gemeinsame Jahre voller Herausforderungen, Erfolge, Freundschaften und unvergesslicher Erlebnisse. Sichtlich erleichtert und zugleich stolz nahmen die frisch gebackenen Maturanten ihre Diplome entgegen, begleitet von ihren selbst gewählten Lieblingsliedern. Den traditionellen Schlusspunkt setzte der gemeinsame Hutwurf vor dem Haupteingang des Oberschulzentrums, ehe der Abend bei einem Umtrunk in geselliger Runde ausklang. Erker 09/26
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Gut verstehen – in jedem Alter
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Mit dem Schulbeginn rücken Zuhören, Lernen und Verstehen wieder stärker in den Mittelpunkt. Gutes Hören ist jedoch nicht nur im Klassenzimmer wichtig. Es begleitet Menschen im Beruf, bei Weiterbildungen, in Gesprächen und überall dort, wo Aufmerksamkeit und Austausch gefragt sind. Denn gutes Hören spielt in jedem Alter eine wichtige Rolle. Veränderungen des Hörvermögens entwickeln sich häufig schleichend: Einzelne Wörter werden undeutlicher, Gespräche in Gruppen anstrengender oder Hintergrundgeräusche zunehmend störend. Ein kostenloser Hörtest kann unkompliziert erste Klarheit schaffen. Bei Besser Hören stehen die persönlichen Bedürfnisse und unterschiedlichen Hörsituationen im Mittelpunkt. Die Begleitung reicht vom ersten Hörtest über die individuelle Beratung und sorgfältige Anpassung einer passenden Hörlösung bis hin zur langfristigen Betreuung. So wird gemeinsam eine Lösung gefunden, die auch im Alltag wirklich unterstützt. Mit 27 Standorten in ganz Südtirol ist Besser Hören wohnortnah erreichbar. Wenn ein Besuch vor Ort nicht möglich ist, werden zudem kostenlose Hausbesuche angeboten. Wenden Sie sich an eine unserer 27 Servicestellen in ganz Südtirol oder vereinbaren Sie einen Termin unter Tel. 0471 263390 oder per E-Mail an info@besserhoeren.it
„Hond in Hond – Freizeit mitanond“ Inklusives Freizeitprojekt begeistert Jugendliche im Wipptal
Mit Beginn des Schuljahres 2025/26 ist das neue sozial-integrative Projekt „Hond in Hond – Freizeit mitanond“ im Wipptal gestartet. Die Kooperation zwischen dem Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft Wipptal, dem Oberschulzentrum Sterzing „Michael Gaismair“, der AEB – Aktive Eltern von Menschen mit Behinderung, dem pädagogischen Beratungszentrum Brixen und der Lebenshilfe verfolgt das Ziel, junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen und inklusive Freizeitgestaltung aktiv zu fördern. Bereits in den ersten Monaten zeigte sich, wie wertvoll das Projekt für alle Beteiligten ist. Jeweils zwei Oberschüler gestalten gemeinsam mit einem oder mehreren Kindern/Jugendlichen mit Behinderung regelmäßig Freizeitaktivitäten und verbringen dabei mehrere Stunden miteinander. Ob beim Schwimmen, Basteln, gemeinsamen Kochen, Spielen, Zugfahren, musizieren oder bei kreativen Nachmittagen – die Treffen waren geprägt von Freude, Offenheit und vielen gemeinsamen Erlebnissen. Die Freizeitangebote werden individuell an die Wünsche und Interessen der Teilnehmenden angepasst. Dadurch entstehen nicht nur abwechslungsreiche Nachmittage, sondern auch neue Freundschaften und wertvolle Begegnungen auf Au-
genhöhe. Gleichzeitig werden Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung entlastet und junge Menschen dazu motiviert, soziale Verantwortung zu übernehmen und neue Erfahrungen zu sammeln. Besonders positiv fällt das erste Fazit der teilnehmenden Jugendlichen aus. Maya und Nina aus der 4. Klasse vom Oberschulzentrum Sterzing berichten begeistert von ihren Erfahrungen: „Als wir bei ‚Hond in Hond‘ mitgemacht haben, wussten wir am Anfang nicht genau, wie es wird. Aber ziemlich schnell haben wir gemerkt, dass es einfach richtig Spaß macht. Die Treffen waren jedes Mal etwas, worauf wir uns gefreut haben. Egal ob wir schwimmen waren oder gebastelt haben – die Zeit zusammen war immer locker
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Kathrin Elzenbaumer, Sozialpädagogin am Oberschulzentrum Wipptal: Tel. 379 2133522 Barbara Postal, Mitarbeiterin im Pädagogischen Beratungszentrum PBZ: Tel. 0472 251571 Veronika Schwärzer, Sozialpädagogin im Sozialsprengel Wipptal: Tel. 331 6180714 Eva Breitenberger, Ansprechperson AEB Bezirk Wipptal: Tel. 338 7060932 Thomas Frei, Lebenshilfe, Präsident Bezirk Wipptal: Tel. 335 7098526 Die Anmeldefrist für das Schuljahr 2026/27 endet am 25. September.
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Zwischen Likes und Lebensrealität Jugend-Event zu Social Media und verantwortungsvollem Umgang mit Geld
und lustig und wir haben viel zusammen gelacht. Für uns war das Ganze mehr als nur ein Projekt. Es war einfach eine schöne Abwechslung im Alltag und eine Erfahrung, die uns positiv in Erinnerung bleiben wird. Am Ende können wir sagen, dass es sich total gelohnt hat. Wir würden jederzeit wieder mitmachen und können es nur weiterempfehlen.“ Das Projekt richtet sich an Schüler der Oberschulen aller Fachrichtungen der Klassenstufen drei bis fünf sowie an Kinder und Jugendliche mit Behinderung aus dem Wipptal und deren Familien. Durch die enge Zusammenarbeit von Schule, Familien, Sozialdiensten und lokalen Organisationen soll
„Hond in Hond – Freizeit mitanond“ auch in Zukunft nachhaltige Impulse für Inklusion und soziale Teilhabe setzen. Die positiven Rückmeldungen der ersten Teilnehmenden zeigen bereits jetzt, dass das Projekt nicht nur den beteiligten Jugendlichen zugutekommt, sondern auch ein wichtiges Zeichen für Solidarität, Gemeinschaft und gelebte Inklusion im Wipptal setzt. Interessierte Familien sowie Jugendliche, die sich am Projekt beteiligen möchten, können sich an die Kontaktstellen der Bezirksgemeinschaft Wipptal, des Oberschulzentrums Sterzing, des pädagogischen Beratungszentrums Brixen, der AEB oder der Lebenshilfe wenden.
Social Media prägt heute nicht nur die Kommunikation junger Menschen, sondern beeinflusst zunehmend auch ihr Konsumverhalten und ihren Umgang mit Geld. Trends, Empfehlungen von Influencern und vermeintlich schnelle Erfolgsversprechen sind allgegenwärtig. Um Jugendliche für diese Themen zu sensibilisieren und ihnen praktische Orientierung für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu geben, lädt die Raiffeisenkasse Wipptal gemeinsam mit dem Jugenddienst Wipptal zu einem besonderen Jugend-Event ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die viele Jugendliche beschäftigen: Wie beeinflussen soziale Medien unsere Kaufentscheidungen? Welche Finanzmythen kursieren online? Und wie gelingt es, den Überblick über die eigenen Ausgaben zu behalten? Gemeinsam und in gemütlicher Runde werden diese Themen auf verständliche und lebensnahe Weise aufgegriffen. Der Abend endet bei Pizza, Mocktails und DJ-Beats, wobei das Miteinander im Mittelpunkt steht und die Jugendlichen den Abend gemeinsam ausklingen lassen können. Also: Freunde schnappen und vorbeikommen! Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
BAUBEGINN VERSCHOBEN In zehn Jahren werden rund 160 Schüler die Grundschule Wiesen besuchen. Weil das derzeitige Gebäude nicht mehr als 100 Schüler aufnehmen kann, soll es umgebaut und erweitert werden. Die Bauarbeiten hätten im Frühjahr 2026 begonnen werden sollen, nun ist von einem möglichen Baubeginn im Frühjahr 2027 die Rede. Aufgrund der Projektgröße muss der Bau vom Land EU-weit ausgeschrieben werden. Der Umbau kostet voraussichtlich rund sieben Millionen Euro. Erker 09/26
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Bei einem gemeinsamen Aperitif trafen sich Anfang August der bisherige und der neue Bil-
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sphäre wurden Erfahrungen, wichtige Informationen und Ideen weitergegeben. Damit ist eine vorbildliche und wertschätzende Übergabe gelungen, die eine gute Grundlage für die künftige Arbeit des Bildungsausschusses schafft. Der neue Bildungsausschuss, dem Christian Schölzhorn (Vorsitzender), Jessica Sanfilippo (Stellvertreterin), Werner Plank (Stellvertreter und Kassier), Romina Keim (Kassierin) und Stefanie Amrain (Schriftführerin) angehören, freut sich darauf, die erfolgreiche Bildungsarbeit in Sterzing weiterzuführen, Bewährtes fortzusetzen sowie gemeinsam neue Ideen und Projekte für Sterzing auf den Weg zu bringen.
sein muss, sondern ein Abenteuer, das für jeden anders beginnt. Das spannende Kinderbuch über Freundschaft, Mut und detektivischen Spürsinn für Kinder ab acht Jahren, geschrieben von Heidi und Nathaly Troi, ist im Effekt! Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.
Mehr Beratung Das Land baut sein Beratungsangebot aus. Es richtet sich an Menschen mit Behinderungen oder eingeschränkter Handlungsfähigkeit – etwa aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer Abhängigkeit oder Alzheimer – sowie an deren Angehörigen und an Fachkräfte der Sozialdienste. Die entsprechenden Richtlinien wurden vor kurzem genehmigt. Ab 2027 wird die rechtliche Beratung rund um die Themen Barrierefreiheit, Abbau von (architektonischen) Hindernissen am Wohn- und Arbeitsort sowie Kommunikation erweitert. Der Dienst wird in Bozen, Meran, Bruneck und Brixen sowie in ambulanter Form angeboten und unterstützt Menschen mit Behinderungen auf ihrem Weg zum selbstbestimmten Leben. Hinzu kommt ab 2028 ein Beratungsdienst zum Thema Se-
xualität und Liebe für Menschen mit Behinderungen, um auch in diesem Lebensbereich Selbstbestimmung zu fördern. Ab 2028 informiert außerdem ein Rechtsberatungsdienst zum Thema Sachwalterschaft. Die Anlaufstellen in Sterzing, Bozen, Meran, Schlanders, Brixen, Bruneck, St. Ulrich und Neumarkt begleiten u. a. beim Verfahren zur Bestellung der Sachwalter. Zusätzlich werden Aus- und Weiterbildungen angeboten, für tätige Sachwalter sowie alle, die eine Sachwalterschaft übernehmen möchten. Sachwalter unterstützen Menschen, die – auch nur vorübergehend – aufgrund einer Krankheit oder einer psychischen oder physischen Behinderung nicht mehr in der Lage sind, ihre Interessen selbst wahrzunehmen.
„Estatissima“ Auch in diesem Sommer hat der Verein „La Strada – Der Weg“ Sommercamps u. a. in Franzensfeste organisiert. Damit wurde vielen Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, ein pädagogisch wertvolles, sicheres und anregendes Ferienumfeld mit viel Spiel und Kreativität geboten. In Franzensfeste waren Ausflüge in die Natur besonders beliebt. Insgesamt nahmen über 1.100 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren an den elf Ferienwochen teil, davon 163 in Franzensfeste und Brixen.
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Anfang August fand in Sterzing im zur Unternehmensgruppe HTI gehörenden Ansitz Jöchlsthurn das jährliche Praktikantenevent des diesjährigen Sommerpraktikumsprogramms statt. Praktikanten aus verschiedenen Standorten und Fachbereichen nutzten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen Revue passieren zu lassen und sich auszutauschen. Die Teilnehmenden stammten aus Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und den USA. Als besonderer Gast gewährte AJ Ginnis, erster WM-Medaillengewinner Griechenlands im Ski-Alpin-Sport, spannende Einblicke in seine Karriere. Er berichtete von seinem Weg zum Profisportler, von Rückschlägen und Verletzungen sowie vom Aufbau des griechischen Ski-alpin-Teams, der mit dem zweiten Platz bei der Ski-WM in Courchevel seinen bisherigen Höhepunkt fand. Dabei betonte er, wie wichtig Durchhaltevermögen, der Blick nach vorne und ein verlässliches persönliches Umfeld sind. Im Anschluss
nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit dem aus Athen stammenden Spitzensportler. Das Sommerpraktikum der Unternehmensgruppe HTI bietet jungen Menschen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, unterschiedliche Fachbereiche kennenzulernen und erste Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von neuen Perspektiven und dem direkten Austausch mit engagierten Nachwuchstalenten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass das Praktikumsprogramm weit über einen Sommer hinauswirkt: Viele ehemalige Praktikanten kehren nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium in die Unternehmensgruppe zurück und werden als Mitarbeitende willkommen geheißen. Damit leistet das Programm einen wertvollen Beitrag zur Förderung junger Talente und zur langfristigen Entwicklung qualifizierter Fachkräfte innerhalb der Unternehmensgruppe.
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Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Zertifikat ist noch keine Qualifikation Das Internet bietet heute unzählige Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Ob Sprachkurs, Programmierausbildung, Marketing-Coaching oder KI-Seminar – mit wenigen Klicks versprechen Anbieter neue Karrierechancen, finanzielle Freiheit oder den schnellen beruflichen Aufstieg. Doch längst nicht jedes Zertifikat hält, was die Werbung verspricht. Gerade in sozialen Medien werben Influencer und Online-Coaches häufig mit beeindruckenden Erfolgsgeschichten, hohen Einkommen oder angeblich garantierten Karrierechancen. Die italienische Wettbewerbsbehörde hat in den vergangenen Jahren mehrfach gegen Anbieter eingegriffen, die mit irreführenden Werbeaussagen und unrealistischen Erfolgsversprechen für kostenpflichtige Onlinekurse geworben haben. Wer sich für eine Weiterbildung entscheidet, sollte deshalb genauer hinsehen. Wichtig ist zunächst die Frage, wer hinter dem Angebot steht. Handelt es sich um eine seriöse Bildungseinrichtung oder lediglich um eine professionell gestaltete Verkaufsplattform? Ebenso entscheidend ist, ob das ausgestellte Zertifikat tatsächlich anerkannt wird oder lediglich den Abschluss eines privaten Kurses bestätigt. Auch die Vertragsbedingungen verdienen Aufmerksamkeit.
Was ist im Preis enthalten? Gibt es zusätzliche Kosten? Wie lange besteht Zugang zu den Lerninhalten? Und welche Möglichkeiten bestehen, wenn der Kurs nicht den Erwartungen entspricht? Gerade bei hochpreisigen Online-Ausbildungen lohnt es sich, diese Fragen vor Vertragsabschluss zu klären. Weiterbildung ist eine Investition in die eigene Zukunft. Umso wichtiger ist es, nicht auf große Versprechen, sondern auf Qualität, Transparenz und nachvollziehbare Informationen zu setzen. Denn der Wert einer Ausbildung zeigt sich nicht im Hochglanz-Zertifikat, sondern darin, ob das erworbene Wissen im Berufsalltag tatsächlich weiterhilft.
Zur Waldorfschule Brixen gehören zwei Kindergärten, ein Kinderhort sowie Grund- und Mittelschule. Eine Oberschule befindet sich im Aufbau. Der Unterricht folgt den Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen. Über mehrere Wochen tauchen die Schüler:innen in ein Fachgebiet ein. So stehen beispielsweise Ackerbau, das menschliche Skelett oder erste chemische Experimente dann auf dem Stundenplan, wenn sie an Fragen und Erfahrungen des jeweiligen Alters anknüpfen. In ihren Epochenheften verbinden die Schüler:innen Texte und Bilder. Sie malen, musizieren, schnitzen, schmieden und weben und lernen durch eigenes Tun. Entstanden ist die Schule im Jahr 2000 aus einer Elterninitiative. Heute sind Kindergarten, Grund- und Mittelschule den staatlichen Einrichtungen gleichgestellt. Ein dreijähriger Lehrgang am Bühlerhof bereitet Pädagog*innen auf die Arbeit an WaldorfEinrichtungen und den Aufbau neuer Initiativen vor. waldorfbrixen.it
Drei Tipps • Prüfen Sie, wer den Kurs anbietet und ob der Abschluss anerkannt oder branchenweit geschätzt wird. • Lesen Sie Vertragsbedingungen, Laufzeit und Rücktrittsmöglichkeiten sorgfältig durch. • Lassen Sie sich nicht von Erfolgsversprechen oder Luxusbildern in sozialen Medien unter Druck setzen.
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Gesundheit
Sportmedizin HOP oder DROP
Je nach Alter, körperlichem Entwicklungsstand, individuellen Interessen und sportmotorischen Fähigkeiten entscheidet sich in der Altersspanne zwischen zehn und 17 Jahren häufig, wohin die Reise geht. Für einige entwickelt sich aus der Freude an Bewegung die Leidenschaft für einen bestimmten Sport und der Drang nach sportlichem Wettbewerb und Erfolg. Dabei wird zwischen Sportarten mit einem relativ frühen Spezialisierungsfenster (z. B. Kunstturnen, Eiskunstlauf, Schwimmen und Tennis) und anderen Disziplinen unterschieden, in denen der Einstieg in den Leistungssport auch später, d. h. mit zwölf bis 14 Jahren erfolgen kann (Leichtathletik, Radsport, Fußball). Die Entscheidung für eine Sportart auf Leistungsniveau und damit gegen andere Disziplinen kann schwer fallen, ist aber unvermeidlich, um Überlastung zu vermeiden. Überzogener Leistungsdruck, Zeitkonflikte mit der schulischen oder beruflichen Ausbildung sowie die Veränderung der Interessen in der Freizeit und im sozialen Umfeld erhöhen in dieser Lebensphase aber auch das Risiko, dass junge Menschen (zeitweise) dem Sport den Rücken kehren. Nach diesem Drop-out fällt der Weg zurück in den organisierten Sport erfahrungsgemäß schwer. Bedenkt man die entscheidende Bedeutung eines aktiven Lebensstils für die körperliche, soziale und psychische Gesundheit junger Menschen, ist es Aufgabe der Gesellschaft und der Politik, ein möglichst breites, leistbares und interessantes Angebot zu schaffen, um den unterschiedlichen Interessen und der individuellen Motivation junger Menschen gerecht zu werden und sie durch diese manchmal turbulente Lebensphase zu begleiten.
Kai Schenk, Facharzt für Sportmedizin
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„Neurology in clinical Practice“ Experten der Neurorehabilitation am Krankenhaus Sterzing haben an einem der renommiertesten internationalen Standardwerke für klinische Neurologie mitgewirkt. Der Primar der Neurorehabilitation Dr. Luca Sebastianelli, die Neurologen Dr. Davide Ferrazzoli, Dr. Viviana Versace sowie die Neuropsychologin Dr. Paola Ortelli haben mit Professor Nir Giladi das Kapitel 25 „Gait Disorders“ der 9. Auflage von Bradley and Daroff‘s „Neurology in Clinical Practice“ (Elsevier) verfasst. Das Werk ist seit nahezu fünf Jahrzehnten weltweit führendes Referenzhandbuch der klinischen Neurologie und wird an Universitäten sowie in der Facharztausbildung für Neurologie auf der ganzen Welt verwendet. Dass die Sterzinger Spezialisten Teil des rund 150-köpfigen © Elsevir
Der Stellenwert von Bewegung und Sport unter Kindern und Jugendlichen ist in unserem Land besonders hoch. Gemeinsame sportliche Aktivitäten mit der Familie oder mit Freunden in der Freizeit sind ebenso beliebt wie das regelmäßige, organisierte Training im Rahmen des Vereinssports. Spaß, Gemeinschaftserfahrung und Anerkennung sind dabei wichtige Motivationsfaktoren. Umgekehrt sind den jungen Menschen aber auch die negativen Auswirkungen eines bewegungsarmen Lebensstils bewusst.
internationalen Autorenteams der neuen Auflage sind, ist eine besondere Anerkennung für ihre fachliche Expertise. Das Buch unterstreicht auch das hohe klinische und wissenschaftliche Niveau der Abteilung für Neurologie und Neurorehabilitation des Krankenhauses Sterzing. Möglich wurde dies durch ein Umfeld, das über viele Jahre hinweg die fachliche Weiterentwicklung, die Forschungstätigkeit und die internationale Zusammenarbeit nachhaltig gefördert hat. Zugleich würdigt es Professor Nir Giladi, einen der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Bewegungsstörungen. Er hatte für eine gewisse Zeit mit der Neurorehabilitation in Sterzing zusammengearbeitet und verstarb noch vor der Veröffentlichung des Buches.
Pflegeeinstufung bei Demenz Seit dem 1. Mai greift eine Maßnahme, die wesentlich zur Beschleunigung der Pflegeeinstufung bei einer Demenzdiagnose beiträgt: Wenn die Bewertung des Gesundheitszustandes durch eine der Südtiroler Memorykliniken vorliegt, entfällt die Pflegeeinstufung. Das heißt, dass die Zuweisung in einer der Pflegestufe von Amts
wegen, auf Basis der beigelegten ärztlichen Bescheinigung, erfolgt. Damit verkürzt sich für die Antragstellenden die Wartezeit und das Pflegegeld kann an Demenzbetroffene schneller ausbezahlt werden. Die Maßnahme ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpaketes, an dessen Umsetzung seit Herbst des Vorjahres gearbeitet wird.
PR D
Die Wahl der richtigen Hörgeräte:
Zwei Experten, ein Ziel Wer zum ersten Mal den Verdacht hat, nicht mehr alles richtig zu hören so wie früher, steht oft vor einer überraschend einfachen Frage: Wohin zuerst? Zum HNO-Arzt oder besser gleich zum Akustiker? Bei uns im Hörzentrum Südtirol erleben wir diese Unsicherheit fast täglich. Die gute Nachricht ist: Man kann dabei eigentlich nichts falsch machen, solange am Ende beide Seiten mit im Boot sitzen. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist der erste und wichtigste Ansprechpartner, wenn es um die medizinische Abklärung geht. Er untersucht das Ohr und stellt fest, ob eine Erkrankung, Verstopfung oder ein anderer behandelbarer Grund hinter dem Hörverlust steckt, und erstellt bei Bedarf ein audiometrisches Gutachten. Diese Untersuchung ist die Grundlage, auf der alles Weitere aufbaut – und bei jenen Menschen, die Anrecht auf einen Beitrag von der Krankenkasse haben, auch die Voraussetzung, damit sie um diesen ansuchen können. Die Hörakustiker und -akustikerinnen vom Hörzentrum Südtirol übernehmen den Teil, der aus der medizinischen Diagnose eine tatsächliche Verbesserung im Alltag macht. Bei uns im Hörzentrum Südtirol in Sterzing bedeutet das: Mirco de Manincor hört
in aller Ruhe zu und versteht, welches Hörgerät jemand wirklich braucht. Die Wahl der Hörgeräte trifft der Hörakustiker zusammen mit dem Kunden, die technische Umsetzung ist ausschließlich Aufgabe des Hörakustikers. Der Hörakustiker oder die Hörakustikerin kann bereits anhand der durchgeführten Tests verstehen, wo das Problem der Schwerhörigkeit liegt: im Innenohr, wie beim Großteil der Bevölkerung, oder im Mittel- oder Außenohr, ob es sich um eine Schallleitungsstörung handelt oder vielleich um eine Kombination aus beiden Möglichkeiten. Diese Art von Tests können ausschließlich im Hörzentrum oder im Krankenhaus gemacht werden; auf alle anderen Orte sollte man verzichten, wenn man eine genaue und präzise Analyse des Gehörs erhalten möchte. Im Hörzentrum Südtirol arbeiten wir eng mit den HNO-Fachärzten aus ganz Südtirol zusammen. Wir verstehen uns als Systempartner der Südtiroler Gesundheitsvorsorge und als wichtiges Bindeglied zwischen medizinischer Diagnose und gelebtem Alltag. Wer unsicher ist, wo er anfangen soll, darf sich gerne direkt bei uns melden – wir führen erste wichtige Tests durch und erklären diese genau und zuverlässig. Anschließend begleiten wir Sie Schritt für Schritt auf dem Weg zu einem besseren Gehör. Es gibt uns sieben Mal in Südtirol – einmal direkt in Ihrer Nähe in Sterzing am Untertorplatz. Kommen Sie direkt bei Bianca im Hörzentrum vorbei oder rufen Sie uns für einen Termin einfach an unter Tel. 0472 628173. Wir freuen uns auf Sie!
Mirco, unser Hörakustiker vor Ort, tut nach wie vor das, was er am besten kann: zuhören, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn
Die Adresse für Hörgeräte im Wipptal
ÖFFNUNGSZEITEN
Montag I Mittwoch I Donnerstag
8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag (Mirco de Manincor)
8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
STERZING, Untertorplatz 7/B
Tel. 0472 628173 www.hoerzentrum-suedtirol.it FOLLOW US ON
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Veranstaltungen
APOTHEKEN 29.08.-04.09.: Apotheke Wiesen Tel. 760353 05.09.-11.09.: Apotheke Gilfenklamm Tel. 755024 12.09.-18.09.: Apotheke Paracelsus Tel. 377 3130989 19.09.-25.09.: Stadtapotheke Tel. 765397 26.09.-02.10.: Apotheke Wiesen 03.10.-09.10.: Apotheke Gilfenklamm Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet. ÄRZTE 05.09.:
Dr. Massimiliano Baccanelli Tel. 334 9156458 06.09.: Dr. Alberto Bandierini Tel. 388 7619666, 764144 12.09.: Dr. Giuliana Bettini Tel. 320 6068817 13.09.: Dr. Barbara Faltner Tel. 335 1050982 19.09.: Dr. Markus Mair Tel. 329 2395205 20.09.: Dr. Esther Niederwieser Tel. 335 6072480, 755061 26.09.: Dr. Marco Lucio Romani Tel. 376 0935937 27.09.: Dr. Pietro Stefani Tel. 349 1624493, 760628 Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend. ZAHNÄRZTE: Notdienst Samstag und Feiertage dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187 TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE) 05./06.09.: Dr. Stefan Niederfriniger 12./13.09.: Dr. Michaela Röck 19./20.09.: Dr. Stefan Niederfriniger 26./27.09.: Dr. Michaela Röck 03./04.10.: Dr. Stefan Niederfriniger Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666 Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673 Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222 Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496 Kleintier-Notfalldienst: Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994
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Sonnenaufgangskonzert mit „Hondmade“, Sterzing, Rosskopf.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
Infoabend „Sachwalterschaft. Schutz und Selbstbestimmung in schwierigen Lebenslagen“, Sterzing, Raiffeisensaal, 18.30 Uhr.
3.9. Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr. 4.9. Testspiel Wipptal BroncosBellinzona Snakes, Sterzing, Eishalle, 19.00 Uhr. 5.9. Konzert der MK Wiesen, Sterzing, Stadtplatz, 20.30 Uhr. Testspiel Wipptal Broncos-Bellinzona Snakes, Sterzing, Eishalle, 17.30 Uhr. 7.9. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr. 10.9. Gilfenklamm Magic Light, 21.00 Uhr. 11. und 12.9. Oktoberfest des AHC Blue Kings, Wiesen, Festhalle. 12.9. Almabtrieb, Telfes, Sportplatz, ab 11.00 Uhr. 13.9. Sterzinger Knödelfest, Sterzing, Fußgängerzone, ab 11.00 Uhr. Nachtwallfahrt nach Maria Trens. Treffpunkt: Reiterkapelle um 19.30 Uhr, Gottesdienst um 20.00 Uhr.
19.9. Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone. Almabtrieb, Jaufental, Festzelt beim Sennerhof, ab 10.00 Uhr. 20.9. Kirchtagsfrühschoppen der FF Kematen, Kematen, Feuerwehrhalle, ab 10.00 Uhr.
1.10. Frauennachtwallfahrt der Katholischen Frauenbewegung nach Maria Trens. Treffpunkt: Gasthof Burgfrieden, 19.00 Uhr. 2.10.
21.9.
Jugendevent „Cash & Clicks. Wie Social Media deinen Umgang mit Geld beeinflusst“, Sterzing, Jugendtreff, 18.00 Uhr.
Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
3.10.
22.9.
Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone.
Familientag, Franzensfeste, Festung, ab 10.00 Uhr.
Buchvorstellung „Bello ciao – Italiens Männlichkeit im Wandel“, Barbara Bachmann und Franziska Gilli, Sterzing, Stadttheater, 19.00 Uhr. 24.9. Heimspiel Broncos-HC Gröden, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr 26.9. Almabtrieb, Ridnaun, Maiern, ab 10.00 Uhr. Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone. Tag des offenen Tunnels, Franzensfeste, BBT-Baustelle Eisackunterquerung, 9.00 – 17.00 Uhr.
Konzerte der Gemeindekapellen, Mareit, Festplatz, 11.00 Uhr. 5.10. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr. 9.10. Informationsabend für Firmlinge, Sterzing, Aula der Grundschule „Dr. J. Rampold“, 19.00 Uhr. 10.10. Der Rote Teppich, Sterzing, Fußgängerzone. Joe Smith Konzert, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.
28.9. Führung Knappenkirche St. Magdalena, Ridnaun, 16.00 Uhr.
Gemeinsames Singen in Maria Trens bei der Messfeier am Rosenkranzsonntag (4. Oktober). Proben finden am 8., 15., 22. und 29. September jeweils um 19.30 Uhr im Probelokal des Kirchenchores Maria Trens unter der Leitung von Chorleiter Heinrich Pramsohler statt. Alle Singbegeisterten mit und ohne Erfahrung sind herzlich eingeladen. Informationen: Obmann Albert Plaikner (Tel. 349 0894738) oder Adele Wild (Tel. 371 6153293) nach 17.00 Uhr.
Märkte 1., 8., 15., 22., 29.9.: Sterzlmarkt, Stadtplatz. 4., 11., 18., 25.9.: Bauernmarkt, Stadtplatz. 5., 19.9.: Brennermarkt. 12., 26.9.: Vieh- und Krämermarkt, Sterzing. 20.9.: Flohmarkt, Sterzing.
Leute
Sprechstunde Sprechstunde der Volksanwältin in der Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates, Bahnhofstr. 2 in Sterzing, am Freitag, 25. September 2026 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Voranmeldung notwendig unter Tel. 0471 946020.
Ausstellungen bis 30.9. „Cactus“ mit Werken von Mischa Sanders und Philipp Putzer, Sterzing, Vitrinen von LURX. „Großes geschieht, wenn Mensch und Berg sich treffen“ mit Werken von Waltraud Alpögger und Josef „Peppi“ Seidner, Sterzing, Raiffeisenkasse Wipptal.
Bis 31.10. „Hure oder Heilige – Frau sein in Italien“ von Franziska Gilli und Barbara Bachmann, Sterzing, Stadt- und Multschermuseum. Bis Anfang November „Jagd-Hund-Mensch“, Mareit, Schloss Wolfsthurn. Fort Biennale „Reclaiming Collective“, Franzensfeste, Festung. „Silber, Blei & Bauernkriege“, Ridnaun, Landesmuseum Bergbau. Dauerausstellung „Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung. „Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.
Liebe, Glück und keine Sorgen. Gesundheit, Mut für heut und morgen. All das wünschen dir zum Feste, für dich natürlich nur das Beste. Andreas Wieland in Pfitsch feierte am 25. August seinen 50. Geburtstag. Dazu gratulieren wir ihm nachträglich und wünschen ihm viel Glück, Gottes Segen und ganz viel Gesundheit auf dem weiteren Lebensweg. Deine Susy, Nathalie und Kevin mit Familie, die Eltern Monika und Peter sowie deine Schwester Barbara mit Familie
Die FF Wiesen gratuliert ihrem langjährigen Mitglied a. D. Robert Marginter zum 75. Geburtstag und wünscht ihm noch viele gesunde Jahre.
Zi dein bsundern runden Feste wünschen mir dir lei is Beste – und welln dir a amol sogn, wia froah mir sein, di zu hobm! Deine Lieben
Was für ein Glück, so lange gemeinsam durchs Leben zu gehen! Mit Liebe, Respekt und ganz viel Miteinander.
Herta & Rudolf feiern Diamantene Hochzeit.
Herzliche Glückwünsche von euren Lieben Erker 09/26
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Jahrestage
Zum 10. Mal jährt sich der traurige Tag, an dem wir von dir Abschied nehmen mussten.
3. Jahrestag
Hermann Heidenberger
Ganz besonders denken wir an dich beim Gottesdienst am Sonntag, den 13. September in der Pfarrkirche von Trens.
* 16.09.1936
Ein Teil von dir wird in uns weiterleben und ein Teil von uns wird immer bei dir sein.
In Liebe deine Familie
Gottfried Ralser
† 01.09. 2023
Deine Familie
4. Jahrestag
Daniel Steckholzer
Danksagung
Alfred Prossliner Kaminkehrer i. R.
* 28.10.1934
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich, lieber Daniel, bei der hl. Messe am Samstag, den 19. September um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Wir danken herzlich für die große Anteilnahme sowie für die vielen Zeichen des Mitgefühls und der Verbundenheit in dieser schwierigen Zeit. Die Trauerfamilie
* 14.12.1933 in Kastelruth † 19.07.2026 in Sterzing
† 19.09.2022
Menschen, die wir lieben, sterben nie. Sie bleiben uns im Herzen erhalten.
Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten. In Liebe deine Familie
13° anniversario della scomparsa
13. Jahrestag
Ti ricorda con amore la tua famiglia.
Deine Familie erinnert sich in Liebe an dich. Silvana Nervi Dell’Anna * 21.08.1940 † 10.09.2013
100
Erker 09/26
Martina Röck geb. Kinzner * 31.03.1930 † 11.06.2026
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
Ein herzliches Vergelt‘s Gott allen, die ihre Anteilnahme am Abschied von Martina durch tröstende Worte, Blumen und Kerzen zum Ausdruck gebracht haben. Unser besonderer Dank gilt all jenen, welche die Messfeier und die Rosenkränze so würdevoll gestaltet haben. Danke auch dem Hauspflegedienst sowie den beiden Badantinnen Maria und Anna für ihre liebevolle und großartige Begleitung. Die Trauerfamilie
Johann Wolfgang von Goethe
Neun Jahre sind vergangen, seit du nicht mehr bei uns bist.
Ferdinand Sparber * 31.03.1952 † 14.09.2017
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Samstag, den 12. September um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Stilfes. Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott.
Manchmal bist du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken, immer in unserer Mitte, für ewig in unseren Herzen. Wir vermissen dich!
In Liebe deine Familie
Seelsorgeeinheit Der Letzte macht das Licht aus! Mit dem 1. September haben zahlreiche Seelsorger in der Diözese Bozen-Brixen wieder neue Aufgaben übernommen. Wiederum haben einige Pfarreien ihren bisher am Ort lebenden Seelsorger verloren. In so manchem Pfarrhaus wird das Licht sicherlich für längere Zeit erlöschen. Es ist dies eine unabwendbare Folge des Priestermangels, sagen die einen. Es sind dies die Auswirkungen einer sturen römischen Haltung, die eine Diskussion über Zölibat und Frauenpriestertum nicht zulässt, meinen die anderen. Der Schwund des Interesses an Glaubensfragen, der angeblich schwach ausgeprägte Glauben bei den Jugendlichen und die fehlende Glaubenspraxis in den Familien sind Folgen oder Ursachen für den Schwund an Priestern. Jedenfalls ist in dieser Problematik das Festhalten an Traditionen und das Nichtzulassen von neuen Möglichkeiten nicht zu übersehen. Im Oktober 2019 fand in Rom die von Papst Franziskus einberufene Amazonassynode mit dem Titel „Neue Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ statt. Da wurde offen über die Weihe von bewährten Männern („viri probati“) diskutiert. Im nachsynodalen Schreiben des Papstes, das die Ergebnisse der Besprechungen zusammenfassen sollte, wurde das Thema erst gar nicht angegangen. Der Papst wollte sich offensichtlich nicht noch mehr mit der römischen Kurie anlegen. Als bei der Weltsynode im Jahr 2024 das Thema der Diakonenweihe für Frauen heftig diskutiert wurde , vertraute es Papst Franziskus einer eigenen Expertengruppe an. Im Dezember 2025 sprach sich die Expertengruppe klar gegen die Diakonenweihe für Frauen aus. Papst Leo war lange Zeit in Peru als Missionar und Bischof tätig. Er kennt also aus erster Hand die leidige Frage des Priestermangels. Und trotzdem ist ihm die „Änderung der Zulassungsbestimmungen zum Priesteramt“ anscheinend kein Anliegen. Utopisch und zynisch klingen seine Worte vom 9. August 2026, wenn er eindringlich die Wichtigkeit der Teilnahme an der sonntäglichen Messfeier betont.
Armin Hochrainer *31.05.1983 † 14.09.2022
4 Jahre ohne dich ... Und immer, wenn wir von dir sprechen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Herzen und halten dich fest umfangen, so als wärst du nie gegangen.
Das Argument, Jesus selbst sei ein Mann gewesen und nur Männer könnten daher in seinem Auftrag handeln, überzeugt heute niemanden mehr. Auch nicht die Tatsache, er habe nur Männer zu Aposteln berufen. Was wäre ihm damals auch anderes übriggeblieben! Heute aber ist es dringend notwendig, endlich neue Wege in der Kirche zu gehen. Es müssen ja nicht Lösungen sein, die weltweit Gültigkeit haben. Europa hat andere Bedürfnisse als Südamerika, Afrika wiederum andere als der asiatische Raum. Die Kirchenleitung muss sich bald aufmachen, um gangbare Lösungen zu finden, damit nicht noch mehr Lichter in den Pfarrhäusern erlöschen.
Du fehlst uns! Deine Familie
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In Liebe gedenken wir deiner beim Gottesdienst am Sonntag, den 13. September um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun und am Sonntag, den 13. September um 20.00 Uhr in der Kapelle beim Hotel Plunhof.
THOMAS STÜRZ
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Jahrestage 5. Jahrestag
7. Jahrestag
Maria Trenkwalder geb. Gschnitzer
Marianna Sparber Schulhaus-Marianna † 19.09.2019
* 09.07.1931
In Liebe denken wir an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 20. September um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Herzlichen Dank allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten. Mame, Omile, bitte komm kurz vom Himmel herunter und umarme uns …
Deine Familie, besonders deine Heidi, dein Taufpatenkind und Urenkel Jantje und dein Sohn Herbert. Dein Sohn Seppl ist bei dir im Himmel.
Du bist nicht vergessen. Du wirst immer fehlen. Und du wirst immer ein Teil von uns bleiben.
Bereits zum fünften Mal jährt sich am 20. September der Tag, an dem du, geliebte Oma, uns verlassen hast. Wir denken immer an dich, aber ganz besonders am Samstag, den 12. September um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Wir vermissen dich sehr! Deine Familie
Günther Wieland
Es war so leicht, dich zu lieben. Es ist so schwer, dich gehen zu lassen.
„Sheriff“
Gerhard Obex
* 18. Juni 1953 † 27. Juli 2026
* 22.03.1962 † 24.09.2021
Von Herzen danken wir allen, die uns in der schweren Zeit des Abschieds durch ihre Anteilnahme, tröstenden Worte, Blumen und Kerzen, eine stille Umarmung oder einen liebevollen Händedruck begleitet haben. Es hat uns tief berührt und uns viel Trost und Kraft gegeben. Danke für eure Verbundenheit und Nähe. Die Trauerfamilie
Fünf Jahre ohne dich. Nicht der Tod kann die Liebe trennen. Sie lebt weiter in jedem Gedanken, in jedem Lächeln und in jedem Augenblick, in dem wir an dich denken. Für immer geliebt. Für immer vermisst.
Niggele-Jule * 12.07.1926 † 08.09.2018
Pino Scandurra
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich am Sonntag, den 20. September bei der hl. Messe um 8.00 Uhr in der Pfarrkirche von Kematen/Pfitsch.
† 09.09.2025
In Liebe deine Familie Per sempre nei nostri cuori I tuoi cari
Manchmal bist du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken, immer in unserer Mitte, für ewig in unseren Herzen.
Deine Lebenszeit hier war begrenzt, doch deine Liebe ist unendlich.
1. Jahrestag
Christian Hofer * 24.02.1981 † 23.09.2025
In Liebe denken wir an dich am Sonntag, den 20. September um 9.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß. Danke allen, die unseren lieben Christian ins Gebet einschließen und ihn in lieber Erinnerung behalten. In Liebe Mami, Sarah und all deine Lieben Erker 09/26
In unendlicher Liebe Helga, Gabriela und Sonja
Julia Delueg geb. Riederer
1. Jahrestag 1° anniversario * 31.08.1951
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 27. September um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.
8. Jahrestag
Ein Jahr ohne dich! Unser Herz hält dich fest, egal wie viele Tage vergehen.
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† 20.09.2021
Allen, die daran teilnehmen, einen herzlichen Dank. In Liebe deine Familie
Jahrestage 2. Jahrestag
Notburga Platzer geb. Kruselburger Tembl-Burgl * 07.01.1966
† 05.10.2024
In Liebe und Dankbarkeit denken wir ganz besonders an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 4. Oktober um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche von Ridnaun. Es gibt Menschen, die bringen die Sonne mit ins Leben und lassen die Wärme zurück, wenn sie gehen.
Maria Unterholzner geb. Kruselburger Goll-Marie * 03.02.1955 † 24.07.2026
11 Jahre sind vergangen, seit Du nicht mehr bei uns bist.
Christoph Hofer
Allen, die daran teilnehmen, ein herzliches Vergelt’s Gott.
* 27. Februar 1996 † 12. September 2015
Deine Familie
In liebevoller Erinnerung gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 13. September um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.
Ein herzliches Vergelt‘s Gott allen, die ihre Anteilnahme am Abschied von Maria durch tröstende Worte, Umarmungen, Blumen und Kerzen zum Ausdruck gebracht haben. Danke für die würdevolle Gestaltung der Messfeier und für die Begleitung von Maria auf ihrem letzten Weg.
Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt‘s Gott.
Die Trauerfamilie
Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.
Ein Teil von dir wird in uns weiterleben und ein Teil wird immer bei dir sein.
Du fehlst uns sehr!
In Liebe deine Familie
Danksagung
Peter Kra:us Architekt 22.10.1956
t 09.08.2026
Herzlic:hen Dank an alle, die uns in d1anStunden des Absc.hieds Ihre Wertschätzung Für Peter, ihre Verbundenheit und Freundschaft spüren haben l.;issen, Dank!a! fur jeden Händedruck,
ür jede Umarmung, ür die
11. Jahrestag
Rosa Tötsch geb. Volgger
21. Jahrestag
Arnold Tötsch
In Liebe und Dankbarkeit denken wir an euch ganz besonders am Samstag, den 12. September um 19.00 Uhr beim Gedächtnisgottesdienst in der Pfarrkirche von Kematen/Pfitsch.
lieben Worte und allE>and2mn Zeichen der Nahe, Danke für jede Blume, die Kerzen und die Sp ndE:m.
Danke allen, dle da waren danke allen, die da sind. Die rauerfärnilie
In Liebe eure Kinder mit Familien Erker 09/26
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© Martin Schaller
Unterhaltung
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Pfiffikus Pfiffikus sucht ein eigenartiges Gestell in einem Museum. Wer den genauen Standort oder den Namen des Museums kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker, Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. September. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen. Auflösung des Vormonats: Das gesuchte Sterzinger „Goldene Dachl“ schmückt seit Juni 2026 die Kapelle des hl. Nepomuk an der Kreuzung Dantestraße-Rathausgasse. Das Dachl besteht zwar nicht aus Gold, doch das neue Kupferdach glänzt in der Abendsonne besonders „goldig“. 20 Jahre nach der erfolgreichen Entsumpfung des Sterzinger Mooses (1877) wurde 1897 die Kapelle, die dem hl. Nepomuk gewidmet ist, außerhalb des Pfitschertores in der Rathausgasse errichtet. Die Statue des beliebten Brückenheiligen stammt aus der ehemaligen Kapelle bei der Haidenschaft, die 1867 dem Bau der Brennerbahn weichen musste. Die Sterzinger Moosentsumpfungsgenossenschaft (gegründet von Stadtapotheker und Gutsbesitzer Johann Kofler am 20. Jänner 1872) zahlte 1921 die Schulden von 250.000 Gulden endgültig ab.
Das Los bestimmte Isabel Pramstraller zum Pfiffikus des Monats August. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von
rick Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.
Wir gratulieren!
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ERKOKU R T
G P
G R A S H G A S C A
AUFLÖSUNGEN DES VORMONATS
C E S G T R H T A
1
S T
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LÖSUNG: SCHWITZEN
Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Gelegenheit von Aussprachen zwischen Eltern und Lehrpersonen).
FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN: A
C
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A S H R A M • • K T • • C C
• C E J S L I C E • D O C H
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LÖSUNG: SINFONIEROMANE
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DAS WIPPTAL-RÄTSEL
verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald
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Sumserin GEBURTEN Brenner: Pia Hofer (10.06.2026, Innsbruck). Zahra Mohammadi (03.07.2026, Brixen). Salar Khan Muhammad (27.07.2026, Brixen). Freienfeld: Hiyma Imran (01.07.2026, Brixen). Pfitsch: Hassan Mahboob (01.07.2026, Brixen). Levi Rainer (08.07.2026, Brixen). Theo Braunhofer (20.07.2026, Brixen). Klara Messner (20.07.2026, Bozen). Ratschings: Phil Hofer (13.07.2026, Brixen). Tina Kruselburger (27.07.2026, Brixen). Moiza Tafa (30.07.2026, Brixen). Sterzing: Busa Asim (07.07.2026, Brixen). Daris Shabani (11.07.2026, Brixen). Vera Obermüller (15.07.2026, Brixen). Emma Leider (18.07.2026, Brixen). Samu Holzknecht (22.07.2026, Brixen). Mara Gschnitzer (29.07.2026, Brixen).
TODESFÄLLE Brenner: Maria Volgger, 83 (11.07.2026, Sterzing). Freienfeld: Klara Saxl, 71 (17.07.2026, Sterzing). Pfitsch: Judith Holzer, 22 (07.07.2026, Sterzing). Roberto Bernardi, 84 (13.07.2026, Pfitsch). Leopold Nestl, 91 (14.07.2026, Pfitsch). Ratschings: Heinrich Schölzhorn, 80 (03.07.2026, Ratschings). Erich Spreng, 83 (12.07.2026, Ratschings). Alfred Prossliner, 92 (19.07.2026, Sterzing). Josef Volgger, 90 (20.07.2026, Sterzing). Maria Kruselburger, 71 (24.07.2026, Bozen). Sterzing: Giuseppe Stefani, 87 (08.07.2026, Sterzing). Hermann Braunhofer, 94 (17.07.2026, Sterzing). Heinrich Dellago, 56 (23.07.2026, Sterzing). Reinhilde Declara, 82 (26.07.2026, Sterzing). Günther Wieland, 73 (27.07.2026, Sterzing).
EHESCHLIESSUNGEN Brenner: Lisa Prieth und Peter Plank (11.07.2026, Gossensaß). Freienfeld: Alexandra Asper und Alex Lanz (17.07.2026, Montan). Christina Sorarui und Armin Wurzer (18.07.2026, Stilfes). Melanie Ploner und Simon Zorzi (18.07.2026, Stilfes). Evelyn Maria Wieser und Manfred Moling (25.07.2026, Sand in Taufers). Pfitsch: Johanna Tratter und Christian Geyr (11.07.2026, Pfitsch). Beatrix Steurer und Markus Eisendle (24.07.2026, Pfitsch). Carolina Garcia Feregrino und David Montagnini (24.07.2026, Pfitsch). Ratschings: Sonja Stampfer und Simon Gschnitzer (11.07.2026, Jaufental).
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BAUGENEHMIGUNGEN Franzensfeste: Harald Steinmann, Riolstraße 13: Errichtung eines Treppenaufganges, Sanierungs- und Adaptierungsarbeiten, energetische Sanierungsmaßnahmen, Bp.18, K.G. Neustift II. Peter Franz Aigner, Mittewald: Errichtung eines Forstweges, versch. Gp., K.G. Mittewald. Freienfeld: Aktivbau GmbH, Gewerbezone, Reifenstein: Errichtung eines Betriebsgebäudes im Gewerbegebiet von Landesinteresse Sadobre, Gp.1269/58, K.G. Stilfes. Pfitsch: Giuseppe Nicastro, Wiesen, Brennerstraße 19/A: Errichtung von zwei eingelassenen Balkonen, Bp.420, m.A.17 und 21, K.G. Wiesen. Klaus Steckholzer, Wiesen, Hintere Gasse 157/D: Errichtung eines überdachten Holzlagers, Bp.981, Gp.831/10, K.G. Wiesen. Ratschings: Berghotel Ratschings GmbH, Innerratschings, Unterdorf 12: Erweiterung der Pension Rosenheim, Bp.515, K.G. Ratschings. Martin Schölzhorn, Ridnaun, Ried 10/A: Erweiterung der Hofstelle durch Errichtung eines neuen Wohngebäudes mit Garagen, Gp.1583/1, K.G. Ridnaun. Erwin Gander, Gasteig, Jaufenstraße 11: Bauliche Umgestaltung durch Erweiterung des Gebäudes, Bp.493, m.A.1, K.G. Jaufental. Paul Trenkwalder, Mareit, Fürholz 4: Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle und eines überdachten Holzlagerplatzes, Gp.14/1, K.G. Mareit. Rosamunde Braunhofer, Ridnaun, Bergl: Errichtung von landwirtschaftlichen Lagerräumen, Bp.491, Gp.1057, K.G. Ridnaun. Wilfried Inderst, Ridnaun, Maiern 35: Bauliche Umgestaltung durch energetische Sanierung und Erweiterung des Wohngebäudes, Bp.298, K.G. Ridnaun. Sterzing: Institut für den Sozialen Wohnbau des Landes Südtirol, St.-Jakob-Weg 3: Energetische Sanierung des Gebäudes und der Garage, Bp.705, K.G. Sterzing. Kondominium Thuinerwaldele, Thuins 64: Sanierung des Wohngebäudes, Bp.200, K.G. Thuins. Hans Peter Thaler, Johann-Kofler-Straße 3: Errichtung eines Parkplatzes, Gp.336/15, K.G. Sterzing.
Iatz, vour a poor Wochn, sein in Innschbrugg wiedr amol a Haufe Leit zommkemmin. Ba der greaschtn Summerhitze sein do Mannder in der Trocht oder in feinschtn Onzug und Fraudn in ihmener schianschtn Trocht in der Houfburg einmarschiert. Ober de Hitzn und des Schwitzn hobm se gearn derlietn, weil es isch drum gongin, ‘s Tiroler Verdienschtkreiz oder ebm die Tiroler Verdienschtmedaile in Empfong zi nemmin, de ihmen die beadn Londeshaupleite ibergebm hobm. Und a drei Wipptoler sein geehrt wordn. I selber bin woll wieder amol laar ausgongin. Schode! Weil i decht gimuant hatt, dass i mi in mein longin Lebm olm schun sozial, sportlich, kulturell und iberhaupp kinschtlerisch ausgizeichnt hätt. Des weard sich holt nit bis zi die oubern Scharschn van zueschtändign Komittee durchgschprochn hobm. In Gozznomm: Hon i holt Pech ghobb. Huire sein frisch siebm Mittige in der Stodt de Lompm-Feschte giwesn. Uanmol lei hon i mier den Auflauf ungitun. Va zinterscht bis zöberscht der Stodt isch kamm a Durchkemmin giwesn. Ober dechter hott sich‘s a fir mi rentiert, derbeizisein. In beschtn hobm mir de Schtelzngitschn und die Plattlergruppm gfolln. Ba der gonzn Musig isch schun a fir jedn eppas Passats derbei giwesn. Viele hattn holt gemuent, dass sich die Betreiber den Aufwond und die Orbat gonz schien zohln gilott hättn. Jo wie: Hättn sich die Betreiber va die gonzn Standler de groaße Müeh umsischt und gratis untien gsollt? Sou tumm war nit amol i!
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Vor hundert Jahren ...
1926
Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber
01.09.1926 Flans. Brand Am Mittwoch zur Mittagsstunde brannte die kleine Ortschaft Flans, auf dem Maulser Berggraben ungefähr 1000 Meter hoch gelegen, nieder. Nur ein etwas entfernt gelegener Hof wurde vom rasenden Feuer verschont. Die kleine Kirche, ja sogar die weiter unten gelegene Kapelle wurden ein Raub des Feuers. Wasserarmut, weite Entfernung und der gewöhnliche stärkere Luftdurchzug durchs Höhental erschwerten die Löscharbeiten der Feuerwehr der Umgebung. Es war eine alte Ansiedlung, die Grundmauern dieser Häuser datierten wahrscheinlich aus Römerzeiten. Dort droben zog sich einst die Römerstraße aus dem Pustertal über Vals nach Vipiteno vorbei. Alpenzeitung
01.09.1926 Mauls
Hochfeiler als Rifugio di „Gran Pilastro“ begrüßen muß, ob das Volksstück „Zwiderwurzen“ von Schmidt nur unter der Mitwirkung der „ballerini da Vipiteno“ zu deutsch der Schuhplattler von Sterzing in Szene gesetzt werden kann (wer lacht da nicht mit!), es ist überall das gleiche Leid - ein urdeutsches Volk der Beraubung seiner innersten Herzensgüter, der Verwelschung und Verknechtung ausgesetzt! Es ist erstaunlich, was man da an neuen Herren aus dem südlichen Nachbarlande zu sehen bekommt. Bald still und bescheiden, meistens aber laut und lärmend. Man muß übrigens bekennen, daß das italienische Weib ohne „Bubikopf“ an Würde und Ansehen nicht unerheblich absticht von der österreichischen Jugend, wie sie, wenigstens nach den Blüten der Wiener und Budapester Gesellschaft zu urteilen, an den Kärntner Seen allabendlich bis Mitternacht an den Klängen einer Jazzband sich vergnügt.
Alpenzeitung
Alpenzeitung
Aus Sterzing wird gemeldet: Das am 10. vorigen Monats abgebrannte Jaufenhaus wird wieder aufgebaut und im kommenden Sommer wieder bewirtschaftet werden. Ostdeutsche Rundschau
Tiroler Anzeiger
08.09.1926 Wiederaufbau des Jaufenhauses
10.09.1926 Stimmungsbild auf der Südseite unserer Alpen Überall ob dem Lande südlich vom Brenner und der Zentral-Alpenkette liegt es trotz der materiellen Billigkeit wie ein tiefer Schleier. Ob man nun im gemütlichen Talbecken von Sterzing (Vipiteno) das Pfitschertal als Val di Vizze wiederfindet oder die Wiener Hütte am
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Tiermarkt in Sterzing um 1925
Die Ehe einzugehen, haben sich entschlossen: Herr Dr. Baumgartner Sebastian, Arzt, geb. in Aica di Sciaves (Aicha), wohnhaft in Vipiteno, 28 Jahre alt, mit Fräulein Kinigadner Josefa, Privat, 25 Jahre alt, geb. in Fortezza di Mezzaselva (Mittewald).
16.09.1926 Waldbrand bei Mittewald im Eisacktale Der Waldbrand im Weißenbach, von dem bereits in unserem Blatte berichtet wurde, daß er am Erlöschen sei, hat sich in der letzten Woche noch einige Male durch mächtige Rauchwolken bemerkbar gemacht. Der Brand hat sich schon auf mehrere Tausend Hektar ausgedehnt, doch ist es nur abgeholztes Waldgebiet, aber um so schwieriger gestalten sich die Löscharbeiten, weil es steile, felsige Abhänge sind, wo man nicht ohne Lebensgefahr zukommen kann. Nur ein starker Regen vermag vollends den Brand zu löschen. Der Brandplatz ist nicht Besitz des Herrn von Pretz in Mittewald, sondern ein Interessentschaftswald mehrerer Besitzer der genannten Gemeinde.
Alpenzeitung
Sehr stark tritt diese Seuche in unserem Bezirke, auch in der Gemeinde Vipiteno, auf. Der Podestà von Vipiteno hat daher scharfe
Vorkehrungen getroffen, um dieser für die Landwirte beinahe katastrophalen Epidemie wirksam entgegentreten zu können. Einige Maßregeln der königlichen Präfektura sind noch verschärft worden. An den Grenzen dieser verseuchten Zone, und zwar an den Zugängen in dieselbe, müssen sofort große Tafeln angebracht werden mit der Aufschrift: „Verseuchte Zone wegen Maul- und Klauenseuche“. Die Gehöfte, in welchen diese Seuche herrscht, haben strenge Stallsperre zu halten und auch den anderen Viehbesitzern der Gemeinde Vipiteno ist das Weiden von Klauentieren, sowie das Fuhrwerken mit solchen strengstens verboten. Personen, welche das Vieh in verseuchten Stallungen warten, haben eigene Stallkleider und Schuhe im Stalle anzuziehen, welche beim Verlassen desselben wieder zu wechseln sind. Zur Desinfektion der Hände muß in jedem Stalle eine Lysol- oder Creolinlösung bereitstehen. Weiterer Seuchenausbruch ist sofort in der Gemeindekanzlei anzuzeigen. Das Übernachten fremder Leute in verseuchten Stallungen ist strengstens verboten. Das Verenden, sowie Notschlachten von Klauentieren ist sofort zu melden. (…) Am 16. Oktober ist hier einer der drei größten Märkte im Jahre, der Gallimarkt. Es ist wohl vorauszusehen, daß bis dort diese Krankheit kaum erloschen sein kann und daher der Viehmarkt nicht stattfinden darf. Möge es der Kunst der Tierärzte und durch die selbstlose Befolgung der behördlichen Anordnungen gelingen, dieser Epidemie ein baldiges Ende zu bereiten!
Grazer Volksblatt
Nun haben auch wir Maulser die wärmere Sommerzeit, wenngleich nicht so wie in Merano, es ist gerade zurecht warm. Der Frischlerzuzug dauert noch immer an, das heißt, die einen gehen und immer wieder wirds von neuem besetzt, ja unser Mules ist im Sommer gar herrlich, wie überhaupt die ganze Stilveser Gegend, die hauptsächlich von Bürgerfamilien aus Merano und Bozen gerne aufgesucht wird.
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