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ERKER 03 2026

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Der große GebührenCheck

Verkehr | Mehrheit für Variante 11

V•rk•hr I Mehrheit für Variante 11

Kultur | 40 Jahre Sterzinger Osterspiele

Kultur l 40 Jahre Sterzinger Ost rspiele

Seelsorge | Über Kirchenkrise und den Ruf Gottes

Seelsorge I Über Kirchenkrise und den Ruf Gottes

Liebe Leserin, lieber Leser,

manchmal sagt eine Zahl mehr über unsere Lebensqualität aus als jede große politische Debatte. Und manchmal zeigt erst der direkte Vergleich, wie unterschiedlich die Bedingungen selbst in einem überschaubaren Bezirk wie dem Wipptal sind. Unsere Titelgeschichte „Der große Gebührencheck“ führt das eindrucksvoll vor Augen.

Trinkwasserversorgung sowie Abwasser- und Müllentsorgung: Das sind Grundpfeiler des Alltags. Dennoch reicht die jährliche Gesamtbelastung für eine vierköpfige Familie von rund 455 Euro in Freienfeld bis zu fast 650 Euro in der Gemeinde Brenner. Auch bei den Kindergartentarifen zeigen sich deutliche Unterschiede. Während etwa Ratschings beim zweiten Kind völlig entlastet, müssen Familien anderswo spürbar tiefer in die Tasche greifen. Diese Differenzen sind keine bloßen Rechenbeispiele. Sie berühren unmittelbar die Frage, wie familienfreundlich und sozial ausgewogen unsere Gemeinden aufgestellt sind. Und wie attraktiv sie für junge Menschen sind. Gebühren sind immer auch Ausdruck politischer Prioritäten. Sie zeigen, wo investiert wird, wo Spielräume bestehen und wo Belastungen einfach weitergegeben werden. Der Blick auf die Zahlen soll dabei nicht trennen, sondern sensibilisieren, denn erst Vergleichbarkeit ermöglicht Diskussion.

Infrastrukturell ist im Wipptal Bewegung spürbar. So soll die geplante Neuorganisation des Bahnhofsbereichs mehr Sicherheit und Übersichtlichkeit schaffen. Das Referendum zur italienischen Justizreform indes erinnert uns daran, wie wichtig funktionierende Institutionen für das Vertrauen in den Rechtsstaat sind.

Neben finanziellen und politischen Fragen prägen auch gesellschaftliche Entwicklungen unser Zusammenleben. Die Diskussionen rund um Seelsorge, kirchliche Strukturen und konkrete Entscheidungen vor Ort zeigen, wie sensibel Glauben, Tradition und Wandel wahrgenommen werden. Im Interview geht Dekan Andreas Seehauser u. a. auf gerade diese Themen ein. Auch die demografische Entwicklung und das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen stellen uns vor neue Aufgaben. Ehrenamtliche Arbeit bleibt dabei ein unverzichtbares Fundament unserer Gemeinschaft. Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von selbst – er wächst dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen.

Das beweisen auch weitere Themenschwerpunkte in dieser Ausgabe. Die Sterzinger Osterspiele feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Was einst als ambitioniertes Projekt begonnen hat, ist heute ein Fixpunkt im Kulturkalender. Eindrucksvolle Bilder hat auch der Weltcup im Alpinrodeln im Jaufental geliefert: Packende Duelle, ambitionierte Athleten und begeisterte Zuschauer – solche Großereignisse rücken das Wipptal in das internationale Rampenlicht.

Diese Ausgabe spannt also einmal mehr einen weiten Bogen und zeigt das Wipptal in all seinen Facetten. Bleiben wir neugierig, kritisch und engagiert! Dann können wir gemeinsam Zukunft gestalten.

- Redakteurin -

Der Erker erscheint monatlich in einer Auflage von über 7.200 Exemplaren. Eintragung am Landesgericht Bozen am 20.09.1989, Nr. 22/89 R.St., Eintragung im ROC: Nr. 005454

Bürozeiten: 8.00 - 12.00 Uhr 14.00 - 17.00 Uhr

Freitagnachmittag geschlossen

Eigentümer und Herausgeber: WIPP-Media GmbH

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Der Erker

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Presserechtlich verantwortlich: Renate Breitenberger (rb)

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Redaktion: Barbara Felizetti Sorg (bar) barbara.felizetti@dererker.it Renate Breitenberger (rb) renate.breitenberger@dererker.it

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Redaktion italienischer Teil: Silvia Pergher (sp) silvia.pergher@dererker.it

Sekretariat & Werbung: Barbara Fontana barbara.fontana@dererker.it

Grafik & Layout: Alexandra Martin grafik@dererker.it

Mitarbeiter dieser Nummer: Heinrich Aukenthaler, Paul Felizetti, Lorenz Grasl, Rudolf Pichler, Thomas Schwitzer, Nadia Sorg, Karl-Heinz Sparber, Caterina Fantoni (cf), Chiara Martorelli (cm), Dario Massimo (dm)

Titelseite: Erker

Druck: Tezzele by Esperia, Bozen

Preise: Einzelnummer 0,75 Euro; Jahresschutzgebühr Wipptal 5 Euro; Jahresabo Inland 44 Euro; Jahresabo Ausland 75 Euro.

Im Sinne des Art. 1 des Gesetzes Nr. 903 vom 9.12.1977 wird eigens darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in dieser Zeitung veröffentlichten Stellenangebote, sei es im Kleinanzeiger wie auch in Formatanzeigen, sich ohne jeden Unterschied auf Personen sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechtes beziehen.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen und Beiträge unter Umständen zu kürzen, abzuändern oder zurückzuweisen. Für den Inhalt von Anzeigen gewerblicher Art zeichnet die Redaktion nicht verantwortlich. Eingesandte Bilder und Texte verbleiben im Eigentum der Redaktion. Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder und sind von der Redaktion nicht in allen Einzelheiten des Inhalts und der Tendenz überprüfbar. Nachdruck sowie Vervielfältigung jeder Art ausschließlich mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.

Politik

10 Referendum: Justizreform

14 Titelgeschichte: Gebührencheck

26 Franzensfeste: Gemeinderat

Wirtschaft

9 Wipptal: Wie steht es um das Hochspannungsprojekt?

16 Abfallwirtschaft: Neue Regeln für Recyclinghöfe

28 Brenner: Begrenztes Potential für Windkraft

Gesellschaft & Umwelt

36 Wipptal: Aufforsten –aber richtig!

42 Interview: „Gott begleitet uns, egal was passiert“

44 Bergrettung: Mehr als 6.200 ehrenamtliche Stunden

del comprensorio

72 Consiglio comunale di Fortezza

74 Il Coro Cima Bianca al femminile

77 Il Festival di Pasqua compie

40 anni

78 Alpinrodeln: Packende Duelle um den Gesamtweltcup

82 Ski alpin: Premiere für Tirol-Südtirol Trophy

86 Sportkegeln: Top-Ergebnisse bei Bezirksmeisterschaften

88 Fit in den Frühling

100 Sportmedizin

102 Veranstaltungen

104 Leute

106 Jahrestage

111 Aus der Seelsorgeeinheit

112 Unterhaltung

114 Kleinanzeiger

118 Sumserin

118 Gemeinden

119 Vor 100 Jahren

© Martin Schaller

Eines Wallfahrtsortes unwürdige Aktion!

„Der Pfarrgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 2. Feb. 2026 beschlossen, dass die Verstorbenen nicht in der Kirche, sondern in der Friedhofskapelle aufgebahrt werden.“

Mit Befremden mussten wir diese Aussage dem Pfarrzettel der Pfarrei Maria Trens entnehmen, viele Bürger sind entsetzt. Trens hat nun mal keine Totenkapelle (der angedachte Bau im Zuge der Friedhofserweiterung wurde leider verworfen) und durch die obige Entscheidung wird den Trauernden die Möglichkeit genommen, in der Zeit bis zum Begräbnis beim Verstorbenen zu verweilen. Die Friedhofskapelle beherbergt zwar eine wunderschöne Muttergottes, entspricht aber keineswegs den Erfordernissen einer Totenkapelle, d. h. sie ist viel zu klein, kalt und – abgesehen von Sarg, Blumen- und Kerzenspenden – ist weder Platz für die Angehörigen noch für weitere Trauergäste.

Kaum jemand hat noch die Möglichkeit zur Aufbahrung zu Hause, somit war dies in der Kirche sehr zu begrüßen: Sie ist die meiste Zeit leer, eine hl. Messe wird bestenfalls noch am Sonntag abgehalten und kein Pilger oder Andächtiger stört sich daran, im Gegenteil, mir wurden bisher nur positive Rückmeldungen zugetragen. Zudem öffnet sich hiermit einigen Menschen wieder der Weg in die Kirche. Alternativ bliebe noch die früher häufig genutzte Aufbahrung im Pfarrsaal, der heute komplett ungenutzt ist. Ich empfehle dem Pfarrge-

meinderat, den genannten Beschluss nochmals zu über denken. Ich glaube kaum, dass es im Sinne der Kirche ist, durch eine derart undurch dachte Maßnahme noch mehr Menschen zu vertreiben und die Kirche weiter verwaisen zu lassen, denn auch die Variante des Rosenkranzbetens in der Kirche, während der Verstor bene fernab der Gemeinschaft alleine draußen in der Kapelle liegt, wird von der Mehrheit als pietätlos empfunden.

La matematica non fa paura

Vedo ogni giorno quanto i ragazzi possano avere paura della matematica. Troppo spesso crescono convinti di non esse re “portati” per i numeri, e questa convinzione li allontana dalla matematica molto prima di scoprire quanto possa esse re utile e affascinante. L’errore viene vissuto come fallimento, la difficoltà come limite, e così si costruiscono muri invisibili intorno a concetti che, invece, possono diventare strumenti di crescita. La matematica non è un talento misterioso riservato a pochi eletti. È un linguaggio, un modo di pensare, un allena mento: chi non capisce non è incapace, semplicemente non ha ancora trovato la chiave giusta. Ed è compito di chi insegna aiutare i ragazzi a sco prire questa chiave, guidandoli con pazienza e incoraggiamen to. Ogni errore diventa così

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un’opportunità, ogni difficoltà un’occasione per imparare qualcosa di nuovo, ogni passaggio difficile un piccolo trionfo quando viene superato.

Ho visto ragazzi che all’inizio della scuola media avevano paura dei numeri, pensavano di non essere “bravi” e si scoraggiavano davanti a ogni esercizio. Con il tempo, con piccoli obiettivi, spiegazioni pazienti e tanta pratica, quegli stessi ragazzi hanno finito per superare gli esami con risultati eccellenti, scoprendo non solo che potevano farcela, ma che la matematica poteva essere interessante e divertente.

Ho anche visto studenti con grandi potenzialità che, all’inizio, non avevano mai partecipato a gare o concorsi perché pensavano di non essere all’altezza. Con il giusto supporto e allenamento mirato, alcuni di loro hanno affrontato le olimpiadi di matematica, gare nazionali e internazionali, e hanno ottenuto risultati straordinari. Non perché fossero “superdotati” fin dall’inizio, ma perché hanno imparato a credere nelle loro capacità e ad affrontare le sfide passo dopo passo.

Quando i ragazzi iniziano a capire, vedo occhi illuminarsi, sorrisi di orgoglio, e soprattutto scoprono che comprendere non è solo possibile, ma anche bello. La matematica insegna molto più dei numeri: insegna a ragionare, a trovare soluzioni, a fidarsi delle proprie capacità e a non arrendersi davanti alle difficoltà. Queste sono abilità che servono nella scuola, certo, ma soprattutto

nella vita.

Per questo credo che il compito di un inse gnante di matematica non sia solo spiegare formule o far risolvere esercizi, ma aiutare i ragazzi a sentirsi sicuri con la matematica, a capire che è possibile affrontare problemi passo dopo passo e che sbagliare fa parte del percorso di apprendimento. In altre parole, costruire con loro un rapporto di fi ducia con la materia significa far capire che la matematica può essere una compagna preziosa, non un ostacolo da temere. Mi piacerebbe che più ragazzi potessero avvicinarsi alla matematica con curiosità e serenità, scoprendo che può aprire porte e creare opportunità. Non è un privilegio riservato a pochi: chiunque può imparare, capire e amare questa materia. E forse, se guardiamo con attenzione, vedremo che il vero “miracolo” non è il numero in sé, ma la fiducia e la gioia di poter comprendere.

Briefkasten auf dem Untertorplatz geworfen. Dabei war auch einer nach Rom (siehe Foto). Er kam erst am 20. Jänner 2026 an, trägt den Stempel 05.12.2025 (Bozen – sicher Hauptpost für Südtirol).

Unsere Post scheint ihren üblichen Sinn verloren zu haben und nur mehr den Banken (Anlagen ...) Konkurrenz zu machen.

Scrivo an

Simona Pascu, Vipiteno

Sinnlose Post

Wie wir alle wissen, lässt unsere Post sehr zu wünschen übrig, auch wenn sie vor allem mit unserem Geld finanziert wird. Anbei zwei Fotos. Ich gehöre zu den Menschen, die zu gewissen Anlässen schreiben. Anfang Dezember hatte ich einige Weihnachtswünsche in den

Vipiteno. Il timbro sul francobollo è del 05.12.2025 (Bolzano). A Roma è arrivata il 20.01.2026! Evelin Aster, Sterzing

ERGEBNIS FEBRUAR

Schenken Sie Ihrem Horoskop Glauben?

DIE MÄRZ - FRAGE

Sind Sie für ein Social-Media-Verbot unter 16 Jahren? TED

Du, muansch des isch’s giwesen mitn huirign Winter?

FUGGERROPPE

WIPPTAL-CHRONIK

FEBRUAR 2026

Sterzing Waggon in Brand

Am 6. Februar kommt es in einem Waggon im Bahnhofsbereich in Sterzing zu einer Rauchentwicklung, die zur automatischen Auslösung der Sprinkleranlage führt. Die Feuerwehr Sterzing führt Kontrollmaßnahmen durch und kann schließlich Entwarnung geben.

Sterzing Mann mit Springmesser angezeigt

Am 7. Februar werden die Carabinieri von Sterzing in den Pfarrangerweg gerufen, wo ein aufgebrachter Mann im Treppenhaus eines Wohnhauses angetroffen wird. Dieser verlässt auf Anweisung das Gebäude, ein Springmesser wird sichergestellt. Ermittlungen ergeben, dass er zuvor Passanten belästigt und sich unbefugt Zutritt verschafft hat. Er wird auf freiem Fuß wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Hausfriedensbruches angezeigt. Aufgrund seines Zustandes wird medizinisches Personal hinzugezogen.

Brenner

Im Reisebus verhaftet

Im Zuge verstärkter Grenzkontrollen während der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 nehmen Beamte der Staatspolizei gemeinsam mit der Abteilung für Verbrechensprävention am 9. Februar am Brenner einen Mann fest. Der 33-jährige Italiener will in einem aus München kommenden Reisebus nach Italien einreisen. Bei der Kontrolle stellt sich heraus, dass er wegen Drogendelikten in Catania zu fünf Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt worden ist.

Pflersch Auto geborgen

Am 19. Februar befreit die Feuerwehr ein steckengebliebenes Fahrzeug und bringt es wieder sicher auf die Straße. Verletzt wird niemand.

Tödlich verletztes Pferd

Am 11. Februar ereignet sich auf der Brennerstaatsstraße zwischen Mauls und Grasstein ein aufsehenerregender Unfall. Ein offenbar entlaufenes Pferd gelangt auf die Straße und stößt mit einem Auto zusammen. Das Tier wird beim Aufprall tödlich verletzt. Am Auto entsteht beträchtlicher Sachschaden, der Fahrer bleibt unverletzt.

Freienfeld Auffahrunfall

Am 2. Februar ereignet sich auf der Staatsstraße in Freienfeld ein Auffahrunfall. Glücklicherweise wird dabei niemand verletzt. Die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Trens kümmern sich um die Sicherungs- und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle. Im Einsatz stehen auch die Behörden.

Aufgeblättert...

vor 30 Jahren im Erker

Großflächige Freizeitzone

In Unterackern ist eine weitläufige Sportund Naherholungs zone mit Attraktionen, künstlichem Badet

1990 haben die Gemeinden Sterzing und Ratschings eine Studie dazu erstellt.

Protest nimmt zu

Der Widerstand gegen die neue Zufahrtsstraße nach Pfitsch wächst: Nach der Gemeinde Sterzing sprechen sich nun auch Verbände und Vereinigungen gegen dieses „Megaprojekt“ aus.

Schulneubau in Sterzing

Seit 1993 bemüht sich Sterzing um einen Neubau für die namenlose Oberschule. Der Name „Michael Gaismair“ entpuppt sich als Zankapfel – und wird fallengelassen. Heute trägt das Oberschulzentrum dennoch seinen Namen.

Franz Hochrainer scheitert

Franz Hochrainer aus Freienfeld verliert die Wahl zum Obmann des Südtiroler Bauernbun des. Neuer SBB-Obmann wird Georg Mayr.

• K ünstliche Beschneiung: Risiken und Gefahren

• Sportz one Pfitsch: Grünes Licht

• Werbung mit Faschistenwappen

• Pr emiere für Bezirksblasorchester

• Weltcup-Finale der Naturbahnrodler

ist mit geltendem EU-Recht nicht vereinbar. Das geht aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 5. Februar zu einem vergleichbaren Fall in Mailand hervor, sind sich EU-Rechtsexperten einig. Der EuGH stellt klar, dass ein solches Vorrangsrecht gegen den Gleichbehandlungs- und Wettbewerbsgrundsatz verstößt. Damit darf ein Vorrecht, mit dem ein angewendet werden.

Nach Ansicht der Experten ist dieses Urteil direkt auf die A22-Ausschreibung übertragbar. Ohne Vorzugsrecht müssten alle Bewerber gleichbehandelt werden – mit der Folge, dass die Brennerautobahn AG am Ende der Ausschreibung leer ausgehen könnte. Nun liegt es am Transportministerium zu entscheiden, wie das Verfahren weitergeführt wird.

Verkehrsdaten für Euregio

l 9 9 -=~6

Seit 2005 sammeln Tirol, Südtirol und das Trentino sowie die Zentralschweiz im Netzwerk iMONITRAF! Verkehrszahlen, Daten und Fakten, starten gemeinsame Initiativen und tauschen sich über Maßnahmen aus. Vor kurzem wurde die Zusammenarbeit bis 2028 verlängert. Oberste Priorität bleibt die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. 2026 stehen die einheitliche Gestaltung der Studienergebnisse, Verkehrszählungen und Messwerte zur Luftgüte im Fokus – die Basis für fundierte Empfehlungen an Entscheidungsträger. Zudem soll das Monito-

ring der Ladeinfrastruktur an den Alpenkorridoren verstärkt und die Umstellung batterieelektrischer, energieeinsparender LKW vorangetrieben werden. Ähnlich engagiert ist die Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB), die an der Verlagerung von Gütern auf die Schiene und der Etablierung des intermodalen Verkehrs (Langstreckengüterverkehr auf der Schiene, letzte Meile auf der Straße) arbeitet. Ein kürzlich abgehaltener Workshop sollte Terminalbetreiber motivieren, stärker zusammenzuarbeiten, Wissen auszutauschen und die Infrastruktur zu verbessern.

Wipptal

Wie steht es um Hochspannungsprojekt?

Energielandesrat Peter Brunner hat Ende Jänner Vertreter der vom Hochspannungsprojekt im Wipp- und Eisacktal betroffe nen Gemeinden zu einem Aus tausch in Bozen geladen. Ziel des germeister über den aktuellen S nächsten Schritte zu informie ren.

V

betreibers Terna erläuterten den bisherigen V nehmigungsverfahrens und den Planungsstand in den einzelnen Gemeinden, darunter auch die Gemeinden Franzensfeste und Freienfeld. Das Projekt wurde Ende Oktober 2025 von der staatlichen Umweltverträglichkeitsprüfung positiv bewertet. Ausständig ist noch die Genehmigung des technischen Ausführungsplans (PTO) durch die zuständige Dienststellenkonferenz des Ministeriums für Umwelt und Energiesicherheit. Die endgültige Projektgenehmigung wird für Sommer 2026 erwartet. Im Anschluss soll Terna mit der Ausführungsplanung beginnen. Dabei werden auch die genaue Positionierung der Strommasten sowie Fragen zu Servituten und Entschädigun-

gen in Zusammenarbeit mit gerungen auf nationaler Ebene gibt sich zugleich zusätzlicher Spielraum, um auf Anliegen der

Die Umsetzung eines neuen

forderlich machen der Bau des cken sowie die Verbesserung ersorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft im nordöstlichen Landesteil. Dies sei 2018 mit der Unter zeichnung einer Konvention zwischen Terna, RFI und Land gelungen. Zwar müssen 127 km oberirdische Leitungen neu errichtet werden, gleichzeitig aber werden rund 263,3 km an oberirdischen Leitungen abge baut. In jeder Gemeinde gebe es damit eine positive Bilanz zwischen vorher und nachher, und die neuen Linien werden weitgehend aus den Siedlungs bereichen entfernt. Im unteren Eisacktal werden die Leitungen von sechs auf vier reduziert, die Linie zwischen Mauls und Bo zen wird gänzlich unterirdisch verlegt.

Referendum

Die italienische Justizreform

Für und Wider

Das römische Parlament hat im Oktober 2025 mehrere Änderungen der Verfassung beschlossen, die eine tiefgreifende Reform der italienischen Justiz zur Folge haben. Da das Gesetz in zweiter Lesung nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreichte, muss die Reform einem konfirmativen (bestätigenden) Referendum (Volksentscheid) unterzogen werden. Der Urnengang findet am 22. und 23. März statt.

Das bestätigende Referendum, das Verfassungsänderungen betrifft, sieht im Gegensatz zum weitaus häufigeren abrogativen Referendum kein spezifisches Beteiligungsquorum vor – die vom Parlament beschlossene Justizreform tritt in Kraft, wenn sie die Mehrheit der Abstimmenden, unabhängig von der Höhe der Wahlbeteiligung, gutheißt, also die auf dem Wahlzettel aufscheinende Frage mit Ja beantwortet. Die oft komplexen Themen der Referenden, wie auch im vorliegenden Fall, überfordert die Wähler nicht selten und hält sie häufig vom Wahlgang ab. Dem soll diese Grundinformation entgegenwirken.

Zunächst ein Wort zum Begriff „Justiz“. Diese ist die rechtsprechende Gewalt (Judikative), neben der Legislative und Exekutive eine der drei Säulen des Rechtsstaates. Sie umfasst alle Einrichtungen, die für die Rechtsprechung und deren Durchsetzung zuständig sind, einschließlich

Gerichte, Staatsanwaltschaften und Justizvollzugsanstalten. Sie dient der Rechtsfindung, der Lösung von Rechtskonflikten und dem Strafvollzug.

In Italien zählt die Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsbehörde zur Judikative, während sie in den meisten europäischen Ländern, wie auch in Deutschland, zur Exekutive gehört.

Die gegenständliche Reform zielt nicht darauf ab, vielbeklagte Grundübel wie langwierige Prozesse, Personalmängel und überfüllte Gefängnisse zu beheben. Ihr zentrales und einziges Ziel ist die strikte Trennung von Richteramt und Staatsanwaltschaft. Künftig sollen Richter und Staatsanwälte zwei vollkommen getrennte Laufbahnen einschlagen. Bereits im Einstellungsverfahren wird zwischen richterlicher und staatsanwaltlicher Karriere unterschieden, ein Wechsel zwischen beiden Ämtern ist – anders als bisher –nicht mehr möglich. Damit sollen Richter und Anklagevertreter nicht mehr denselben beruflichen Hintergrund teilen können. Die Unparteilichkeit der Richter gegenüber Anklage und Verteidigung soll stärker zum Ausdruck gebracht werden.

Derzeit bilden Richter und Staatsanwälte (überbegrifflich „Magistratur“ genannt) eine berufliche Einheit (Ordine della Magistratura) mit gemeinsamer Ausbildung. Entsprechend gab es bisher nur ein Selbstverwaltungsorgan (Consiglio Superiore della Ma-

gistratura). Der CSM entschied über sämtliche Karriereangelegenheiten – von Beförderungen bis Versetzungen bis hin zu Disziplinarmaßnahmen. Von den 27 Mitgliedern dieses Gremiums, dem der Präsident der Republik vorsteht, wurden ein Drittel vom Parlament und zwei Drittel von der Magistratur, also von den Richtern und Staatsanwälten, gewählt.

Die Reform zielt auf eine Neuordnung der Selbstverwaltung der Magistr atur und zwar auf die Aufspaltung des Consiglio Superiore della Magistratura (CSM) in zwei separate Gremien: eines für die Richterschaft und eines für die Staatsanwaltschaft (Consiglio Superiore della Magistratura Giudicante, Consiglio Superiore della Magistratura Requirente). Diese beiden Räte sollen jeweils über Einstellungen, Beförderungen, Versetzungen und Laufbahnen in ihrem Bereich entscheiden. Durch die Trennung erhofft man sich, Machtzirkel und Lagerbildungen innerhalb der Magistratur (correnti) aufzubrechen, auch weil mit der Reform der Großteil der Mitglieder der beiden CSM per Los bestimmt wird. Schließlich etabliert die Reform

ein neues Organ, die Alta Corte Disciplinare. Diese wird künftig die Disziplinarrechtsprechung über Richter und Staatsanwälte übernehmen, die bislang beim Consiglio Superiore della Magistratura (CSM) lag. Verfassungsrechtlich bedeutet die Reform einen Paradigmenwechsel in der Gewaltenteilung. Die Oppositionsparteien und auch ein Großteil der ANM (Associazione Nazionale dei Magistrati) sehen in der Reform eine „Strafaktion“ gegen die Justiz und befürchten, dass die Staatsanwaltschaft allmählich der Weisungsbefugnis der Regierung unterstellt wird, wie es etwa in Deutschland der Fall ist. Die Regierung Meloni mit Justizminister Nordio, der selbst Staatsanwalt war, bezeichnet die Reform als „historischen Meilenstein“, der durch die Teilung der Karrieren die Unabhängigkeit der Richter stärke und die Justiz entpolitisiere und effizienter gestalte. Die Rechtspar-

teien werfen Teilen der Justiz schon seit Berlusconi-Zeiten vor, parteipolitisch links zu stehen und die Regierungsarbeit durch unliebsame Urteile zu behindern.

Abgesehen von den heftigen parteipolitischen Auseinandersetzungen plädieren vor allem die Strafverteidiger sowie auch namhafte Rechtsprofessoren und viele Richter und Staatsanwälte für die Reform. Diese stärke die funktionelle Unabhängigkeit der Gerichte, indem sie die Richter (rund 7.000 an der Zahl) von einer zu engen „Kumpanei“ mit der Anklagebehörde (etwa 2.000 Staatsanwälte) befreie.

Sollte die Reform beim Referendum bestätigt werden, sind noch die Durchführungsgesetze zu erlassen, die hoffentlich noch offene Fragen klären.

Wie dem auch sei, die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Justiz wird von der Reform nicht berührt – im Gegenteil, sie wird im Art. 104 der Verfassung ausdrücklich festgeschrieben.

Die Entscheidung liegt nun bei den Wählern. Wenn die Mehrheit mit Nein stimmt, bleibt die Struktur der Justiz so, wie sie heute ist. Wenn das Ja überwiegt, tritt die Reform in Kraft.

Neues Organisationskonzept vorgestellt

Der Bereich vor dem Bahnhof SterzingPfitsch gilt seit Jahren als verkehrstechnisch problematisch. Unübersichtliche Verkehrsführung, enge Wartezonen und Konflikte zwischen Autos, Bussen, Radfahrern und Fußgängern machen besondere Vorsicht erforderlich. Um diese Situation nachhaltig zu verbessern, haben die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), das Amt für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität sowie die Gemeinde Pfitsch ein neues Organisationskonzept erarbeitet

(STA) und Tobias Vieider (Amt für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität). Aufgrund eingeschränkter Sichtverhältnisse entstünden dabei gefährliche Situationen, die durch das neue System vermieden werden sollen. Durch die neue Position der Bushaltestellen könne außerdem der Zebrastreifen verkürzt werden. Das bedeute laut Planern auch eine Verringerung des Gefahrenbereichs für Fußgänger, da weniger Fahrbahn überquert werden muss.

Verkehrsströme klarer getrennt und Warte bereiche übersichtlicher organisiert werden. Ein zentraler Punkt der Planung ist die Verlegung der Bushaltestellen direkt auf die jeweilige Fahrbahn. Diese Maßnahme stieß im Publikum auf gemischte Reaktionen. Mehrere Bürger äußerten Zweifel, ob haltende Busse auf der Fahrbahn tatsächlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. „Die derzeitige Situation ist vor allem beim Wiedereinscheren der Busse problematisch“, erklärten die Projektleiter Alessandro Xausa

Konkret vorgesehen ist, dass die Parkplätze direkt vor dem Supermarkt „Lidl“ entfernt werden. An dieser Stelle soll ein überdachter Buswartebereich tstehen, der den Fahrgästen mehr Platz und bietet. Zusätzlich ist vor dem Supermarkt eine eigene Auf- und Abladezone geplant. Derzeit müssen Lieferfahrzeuge beim Entladen ahrbahn stehen, was als erhebliche Ge-

Gehsteig soll künftig hinter der Ladezone und dem Buswartebereich entlangführen. Die Parkplätze vor der Bar „Enjoy“ bleiben hingegen ehen. Der Zugangs- und Wartebereich vor dem Bahnhof sowie vor der Bar „Buffet“ soll verbreitert werden, während die bisherige Bushaltebucht verkleinert wird. Direkt vor dem Bahnhof sind ein Taxistand sowie ein Kiss-&-Ride-Parkplatz vorgesehen. Die bisherigen Kurzzeitparkplätze neben der Bar „Buffet“ sollen entfallen und durch Fahrradabstellplätze ersetzt werden. Zusätzlich sind anstelle der derzeitigen Bushaltestelle abschließbare Fahrradboxen für Pendler geplant. Daran anschließend sollen einige Parkplätze für die Bar sowie Behindertenparkplätze entstehen. Auch der bestehende

Fahrradabstellplatz in Richtung Pfitsch soll erneuert werden.

Pendlerparkplatz mit Schrankenlösung

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den großen kostenlosen Parkplatz in Bahnhofsnähe. Dieser wird derzeit zu rund 40 Prozent von Dauerparkern genutzt. Künftig soll er als Pendlerparkplatz mit Schranken- und Abrechnungssystem geführt werden. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist und wieder zurückkehrt, soll weiterhin kostenlos parken können. Für alle anderen Nutzer sind Parkgebühren vorgesehen. „Ziel ist es, den Parkplatz gezielt für Pendler verfügbar zu machen und Fremdnutzungen einzuschränken“, so die Projektleiter.

Vorschläge eingeholt

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zahlreiche Anregungen aus der Bevölkerung eingebracht. So wurde u. a. eine direkte Fußund Radwegverbindung vom Moosfeld zum Bahnsteig vorgeschlagen, die am Kasernenareal vorbeiführt. Die Verantwortlichen signalisierten Offenheit für solche Ideen und kündigten an, alle Vorschläge nun im Detail zu prüfen und – soweit technisch und rechtlich möglich – in die weitere Planung einzuarbeiten.

Gleichzeitig wurde klargestellt, dass bestimmte Themen, etwa der Einbau von Aufzügen oder bahninternen Einrichtungen, nicht Gegenstand des Projektes sind, da diese in den Zuständigkeitsbereich der staatlichen Eisenbahngesellschaft (RFI) fallen und nicht von der Gemeinde beeinflusst werden können.

„Mit der Veranstaltung sollte die Bevölkerung frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden“, so die Projektleiter. Die Vorschläge werden nun – sofern möglich – in das Projekt integriert, um eine zeitnahe Umsetzung zu ermöglichen. bar

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Gemeindetarife im Vergleich

Wie stark sich die Lebenshaltungskosten von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden, zeigt ein Vergleich der Tarife für Trinkwasser, Abwasser und Hausmüllentsorgung für das Jahr 2025, den das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) vor kurzem veröffentlicht hat. Anhand zweier beispielhafter Haushaltstypen werden die Gebühren in den einzelnen Gemeinden gegenübergestellt – mit teils deutlichen Unterschieden. Auch die Tarife in den Kindergärten divergieren sehr stark.

I Barbara Felizetti Sorg

Trinkwasserversorgung sowie Abwasser- und Müllentsorgung sind klassische Pflichtleistungen der Gemeinden. Sie entziehen sich dem freien Markt und lassen kaum Spielraum zur Anpassung. Dennoch fallen die Tarife im Wipptal sehr unterschiedlich aus – und haben sich gegenüber dem Vorjahr teils spürbar verändert. Für den Vergleich des ASTAT wurden zwei typische Situationen herangezogen. Beispiel A beschreibt eine vierköpfige Familie mit zwei Erwerbstätigen und zwei Kindern, einem jährlichen Bruttoeinkommen von 50.000 Euro sowie einem Wasserverbrauch von 200 Kubikmetern und einem Müllaufkommen von 1.200 Li-

tern. Beispiel B hingegen steht für einen Zwei-Personen-Haushalt (Pensionist und Hausfrau) mit 20.000 Euro Jahreseinkommen, 100 Kubikmetern Wasserverbrauch und 600 Litern Müll.

Trinkwasser:

Pfitsch am teuersten

Beim Tarif für die Versorgung mit Trinkwasser zeigt sich ein klares Gefälle zwischen den einzelnen Gemeinden. Am teuersten ist die Gemeinde Pfitsch mit 167,20

Wipptal: Trinkwassertarife im Vergleich für eine vierköpfige Familie (Beispiel A)* GemeindeTrinkwasser±2024

Brenner 99,00±0

Franzensfeste101,20+8,80

Freienfeld138,60±0

Pfitsch 167,20+13,20

Ratschings109,36±0

Sterzing88,00-77,00

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Wipptal: Trinkwassertarife im Vergleich für einen Zwei-Personen-Haushalt (Beispiel B)* GemeindeTrinkwasser±2024

Brenner49,50±0

Franzensfeste50,60+4,40

Freienfeld69,30±0

Pfitsch83,60+6,60

Ratschings54,68±0

Sterzing44,00-38,50

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Wipptal

Euro für Beispiel A bzw. 83,60 Euro für Beispiel B – mit einem Anstieg gegenüber 2024 um 13,20 bzw. 6,60 Euro. Deutlich günstiger kommen Haushalte in Sterzing davon, wo 88 bzw. 44 Euro zu zahlen sind. Auffällig ist hier der starke Rückgang gegenüber dem Vorjahr: Die Trinkwassergebühr ist um 77 Euro bzw. 38,50 Euro gesunken. Unverändert geblieben sind die Trinkwassertarife in Freienfeld, Ratschings und Brenner. Franzensfeste hingegen verzeichnete moderate Erhöhungen von 8,80 Euro für die vierköpfige Familie und 4,40 Euro für den Zwei-Personen-Haushalt.

Im südtirolweiten Vergleich ist der Trinkwasser-Tarif in der Gemeinde Lajen konkurrenzlos günstig: Er beläuft sich dort auf sage und schreibe 0 Euro, sowohl für Beispiel A als auch für Beispiel B. Am teuersten ist er indes in der Gemeinde Truden, wo eine vierköpfige Familie (Beispiel A) 349,80 Euro pro Jahr hinblättern muss, ein Paar (Beispiel B) mit 174,90 Euro die Hälfte davon.

Wipptal: Abwassertarife im Vergleich für eine vierköpfige Familie (Beispiel A)*

GemeindeAbwasser±2024

Brenner396,00±0

Franzensfeste253,00+6,60

Freienfeld242,00±0

Pfitsch297,00±0

Ratschings301,84±0

Sterzing288,20-8,80

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Abwasser:

Brenner an der Spitze

Noch ausgeprägter sind die Un terschiede bei den Abwasserge bühren. Während Freienfeld mit 242 Euro (Beispiel A) bzw. 121 Euro (Beispiel B) zu den günstige ren Gemeinden zählt und die Ta rife dort gegenüber 2024 stabil geblieben sind, positioniert sich Brenner mit 396 bzw. 198 Euro klar an der Spitze der Rangliste. Auch in Ratschings und Pfitsch liegen die Abwassergebühren für eine vierköpfige Familie mit über 290 Euro bzw. knapp 300 Euro im oberen Bereich, ohne Ver änderung zum Vorjahr. Leichte Rückgänge sind hingegen in Ster zing zu verzeichnen, wo die Ab wassergebühr um 8,80 Euro (A) bzw. 4,40 Euro (B) gesunken ist. Franzensfeste hat die Abwasser gebühr um 6,60 bzw. 3,30 Euro moderat erhöht.

Unterstützung für junges Skitalent

Landesweit am günstigsten fällt der Abwasser-Tarif in der Gemeinde Proveis aus: 180 Euro für die Beispiel-Familie A und 90 Euro für das Beispiel-Paar B.

Wipptal: Abwassertarife im Vergleich für einen Zwei-Personen-Haushalt (Beispiel B)*

GemeindeAbwasser±2024

Brenner198,00±0

Franzensfeste126,50+3,30

Freienfeld121,00±0

Pfitsch148,50±0

Ratschings150,92±0

Sterzing144,10-4,40

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Als Ratschings Tourismus Genossenschaft freuen wir uns sehr, die junge Skirennläuferin Emma Wieser aus Telfes seit dieser Wintersaison zu unterstützen. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, talentierte Sportlerinnen und Sportler aus unserer Region auf ihrem Weg zu begleiten und zu fördern”, so Präsident Norbert Haller. Die 22-Jährige war in dieser Saison im Slalom des Europacups im Einsatz und konnte dort wertvolle Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln.

Mit viel Einsatz, Ehrgeiz und Leidenschaft arbeitet Emma konsequent an ihren Zielen. Wir wünschen ihr für die restliche Saison viel Erfolg, starke Rennen und vor allem Gesundheit. Für ihren weiteren sportlichen Weg drücken wir ihr fest die Daumen und freuen uns, sie als Vertreterin unserer Destination unterstützen zu dürfen.

Ratschings Racines

deutig definiert und von Recyclinghöfen abgegrenzt. Recyclinghöfe bleiben jene überwachten Anlagen, in denen Bürger ihre Abfälle nach festen Vorgaben abgeben können. Die Richtlinien legen fest, wie solche Anlagen gebaut, ausgestattet und betrieben werden müssen. Dazu gehören u. a. Anforderungen an den Standort, die Verkehrsführung, den Schutz der Umwelt sowie die sichere Lagerung unterschiedlicher Abfallarten. Die Lagerdauer aller Abfallfraktionen bleibt klar geregelt und darf maximal drei Monate betragen. Neu aufgenommen wurden die Wertstoffinseln, die in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben. Sie sind öffentlich zugängliche, nicht dauerhaft überwachte Sammelstellen, an denen Gemeinden bestimmte verwertbare Abfälle entgegennehmen können. Zulässig sind ausschließlich Papier, Karton, Glas, Metalle, Textilien, Grünabfälle und Kunststoffverpackungen. Auch halbunterirdische Container können künftig eingesetzt werden. Jede Gemeinde muss ihre Wertstoffinseln innerhalb eines Jahres an die neuen Vorgaben anpassen. Der Rat der Gemeinden hat die neuen Richtlinien bereits positiv bewertet und mehrere Anregungen eingebracht. Ein Teil davon wurde übernommen, etwa die Ergänzung bestimmter Abfallarten und die Möglichkeit, halbunterirdische Sammelbehälter zu verwenden. Andere Vorschläge konnten aufgrund übergeordneter gesetzlicher Vorgaben nicht berücksichtigt werden, etwa eine längere Lagerdauer gefährdeter Abfallfraktionen. Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt treten die neuen Vorgaben offiziell in Kraft. Gemeinden haben ab diesem Zeitpunkt ein Jahr Zeit, ihre Anlagen anzupassen und die vorgesehenen Planungen vorzulegen.

Welsberg-Taisten hingegen weist mit 462 Euro (A) bzw. 231 Euro (B) die höchsten Gebühren aus.

Müllentsorgung: Freienfeld am günstigsten

Bei der Hausmüllentsorgung fallen die Unterschiede etwas geringer aus, allerdings zeigen sich im Vergleich zu 2024 mehrere relevante Verschiebungen. Am günstigsten ist die Müllgebühr in Freienfeld, wo für Beispiel A 74,80 Euro und für Beispiel B 37,40 Euro jährlich anfallen – ohne Veränderung zum Vorjahr.

In Pfitsch und Ratschings sind die Müllgebühren hingegen deutlich gesunken: In Pfitsch um 29,92 Euro (A) bzw. 14,96 Euro (B), in Ratschings um 14,84 Euro bzw. 7,42 Euro. Demgegenüber steht eine Erhöhung in der Gemeinde Brenner (+14,52 bzw. +7,26 Euro). Leichte Erhöhungen gab es auch in Sterzing (+4,80 bzw. +2,40 Euro).

Am höchsten liegen die Müllgebühren weiterhin in Franzensfeste mit 180,40 Euro (A) und 105,60 Euro (B) mit leichten Erhöhungen im Vergleich zu 2024

(+1,32 bzw. +0,88 Euro). Der Vergleich wird allerdings durch unterschiedliche Mindestentleerungsgebühren beeinflusst. Landesweit ist die Müllentsorgung in Tisens (60,85 Euro für A) und in Wolkenstein (31,68 Euro für B) am günstigsten, während Meran mit 310,77 Euro bzw. 201,82 Euro die höchsten Kosten aufweist.

Gesamtbelastung: Teures Pflaster Brenner

In der Gesamtschau zeigt sich ein sehr differenziertes Bild. Die jährliche Belastung für eine vierköpfige Familie (Beispiel A) reicht im

Mülltarife im Vergleich für eine vierköpfige Familie (Beispiel A)* GemeindeHausmüll±2024

Brenner150,92+14,52

Franzensfeste 180,40+1,32

Freienfeld74,80±0

Pfitsch153,12-29,92

Ratschings146,28-14,84

Sterzing150,00+4,80

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Abwassertarife im Vergleich für einen Zwei-Personen-Haushalt (Beispiel B)* GemeindeHausmüll±2024

Brenner75,46+7,26

Franzensfeste105,60+0,88

Freienfeld37,40±0

Pfitsch76,56-14,96

Ratschings73,14-7,42

Sterzing75,00+2,40

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Wipptal:
Wipptal:

Wipptal von 455,40 Euro in Freienfeld bis 645,92 Euro in Brenner. Während Brenner gegenüber 2024 eine Mehrbelastung von 14,52 Euro verzeichnet, sind die Gesamtkosten in Pfitsch, Ratschings und Sterzing gesunken, in Sterzing sogar deutlich um 81 Euro. Franzensfeste weist hingegen eine Mehrbelastung von 16,72 Euro auf. In Freienfeld wurden die Tarife im Vergleich zum Vorjahr nicht erhöht. Für den Zwei-Personen-Haushalt (Beispiel B) ergibt sich eine Gesamtbelastung von 322,96 Euro in Brenner (+7,26 Euro), 308,66 Euro in Pfitsch (-8,36 Euro) und 263,10 Euro in Sterzing (-40,50

Euro). Am günstigsten bleibt auch hier Freienfeld mit 227,70 Euro, unverändert zum Vorjahr. Für dieselbe Grundversorgung zahlt eine vierköpfige Familie in Brenner damit weiterhin fast 200 Euro mehr als in Freienfeld, für einen Zwei-Personen-Haushalt beläuft sich die Differenz auf immerhin rund 95 Euro pro Jahr.

Wipptal:

Kein IRPEF-Zuschlag

Eine erfreuliche Nachricht betrifft den kommunalen IRPEFZuschlag. Dieser wird von den Gemeinden autonom festgelegt und knüpft an den Wohn-

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Wipptal: Gesamtbelastung im Vergleich für eine vierköpfige Familie (Beispiel A)*

Gemeindegesamt±2024

Brenner645,92+14,52

Franzensfeste534,60+16,72

Freienfeld455,40±0

Pfitsch617,32-16,72

Ratschings557,48-14,84

Sterzing526,20-81,00

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

Wipptal: Gesamtbelastung im Vergleich für einen Zwei-Personen-Haushalt (Beispiel B)*

Gemeindegesamt±2024

Brenner322,96+7,26

Franzensfeste282,70+8,58

Freienfeld227,70±0

Pfitsch308,66-8,36

Ratschings278,74-7,42

Sterzing263,10-40,5

* Alle Angaben in Euro; Quelle: ASTAT

sitz am 1. Jänner des jeweiligen Steuerjahres an. Die Höhe des Zuschlags kann variieren, wobei einige Gemeinden Einkommensgrenzen vorsehen, unterhalb derer eine Befreiung greift. Im Bezirk wird dieser Zuschlag derzeit von keiner Gemeinde eingehoben, wodurch den Wipptaler Steuerzahlern eine zusätzliche finanzielle Belastung erspart bleibt.

Kindergarten: Familienfreundliches Ratschings

Nicht nur bei Trinkwasser, Abwasser und Müll, sondern auch bei den Kindergartengebühren (Halbtagstarif) zeigen sich in den sechs Wipptaler Gemeinden teils erhebliche Unterschiede. Beim Tarif für ansässige Familien reicht die Spannweite von 35 Euro in Ratschings bis zu 63 Euro in Franzensfeste. Ebenfalls vergleichsweise günstig sind die Gemeinden Freienfeld (46 Euro) und Pfitsch (45 Euro); in Pfitsch beinhaltet dieser Tarif jedoch keine Jause – wird auch dieses Angebot genutzt, erhöht sich die

Gebühr um 10 Euro. In Sterzing liegt der Tarif mit 62 Euro deutlich höher, allerdings nur knapp hinter Franzensfeste. Dazwischen positioniert sich Brenner mit 54 Euro.

Entlastungen gibt es in allen Gemeinden für das zweite Kind ansässiger Familien, allerdings in sehr unterschiedlichem Ausmaß. In Pfitsch halbiert sich der Tarif auf 22,50 Euro (27,50 Euro mit Jause), in Freienfeld sinkt er auf 35 Euro, in Brenner auf 44 Euro. Deutlich geringer fällt die Entlastung in der Gemeinde Sterzing aus, wo für das zweite Kind noch 57 Euro zu berappen sind. Am günstigsten ist auch hier die Gemeinde Ratschings: Dort ist der Kindergarten für das zweite Kind sogar kostenlos.

Noch günstiger als in Ratschings ist der Kindergartenbesuch für das erste Kind im landesweiten Vergleich in der Gemeinde Lüsen, die 30 Euro monatlich berechnet. In Wolkenstein wird hingegen ein Pauschalbetrag von 180 Euro für das gesamte Kindergartenjahr berechnet. Am teuersten ist der Kindergartenbesuch in Bozen und Meran, wo pro Monat 78

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Euro für das erste Kind zu berappen sind.

Besuchen in einer Familie zwei Kinder den Kindergarten, wird der Tarifunterschied besonders eklatant. In Sterzing werden dafür monatlich 119 Euro fällig, in Ratschings hingegen ist der Kindergartenbesuch für das zweite Kind kostenlos – genauso wie in der Gemeinde Terenten. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Eltern in Bruneck, wo 75 Euro für das zweite Kind anfallen. Für nicht in der Gemeinde ansässige Kinder ist der Kindergartenbesuch fast überall deutlich teurer. Besonders hoch fällt der Tarif in Ratschings und Sterzing mit jeweils 78 Euro pro Monat aus, gefolgt von Freienfeld (75 Euro). Franzensfeste mit 63 Euro, Pfitsch mit 62 Euro (72 Euro mit Jause) und Brenner mit 54 Euro liegen zum Teil deutlich darunter, bleiben aber ebenfalls deutlich über den Tarifen für Ansässige. Im landesweiten Vergleich führt die Gemeinde Lüsen mit 30 Euro das Ranking der günstigsten Gemeinden an. Landesweit am tiefsten in die Tasche greifen müssen Eltern in Innichen: Dort müssen für ein nicht ansässiges Kind monatlich 120 Euro berappt werden. Gerade bei den Kindergartentarifen zeigt sich deutlich, wie unterschiedlich in den Wipptaler Gemeinden familienpolitische Schwerpunkte gesetzt werden. Familienfreundlichkeit ist demnach keine Selbstverständlichkeit, sondern auch eine Frage des Wohnortes. Positiv hervorzuheben ist allenfalls, dass die Tarife in allen Gemeinden im Vergleich zum Kindergartenjahr 2023/24 nicht erhöht wurden.

Kindertagesstätte: Einheitliche Tarife

Kindertagesstätten werden derzeit in den Gemeinden Sterzing, Ratschings und Pfitsch angeboten. Die Führung dieser Einrichtungen wurde der Bezirksgemeinschaft Wipptal übertragen, die Kosten bewegen sich landesweit in allen Kindertagesstätten in einem einheitlichen Rahmen. Im Gegensatz zu anderen Gemeindeleistungen bestehen hier somit keine Unterschiede zwi-

Wipptal: Kindergartentarife 2024/25 im Vergleich*

Gemeinde Monatstarif

ansässignicht ansässig 1. Kind2. Kind1. Kind

Brenner54,0044,0054,00

Franzensfeste63,0045,0063,00

Freienfeld46,0035,0075,00

Pfitsch**45,0022,5062,00

Ratschings35,00 0,00 78,00

Sterzing62,0057,0078,00

schen den einzelnen Standorten. Der Mindeststundentarif liegt bei 0,90 Euro, der Höchststundentarif bei 3,65 Euro. Innerhalb dieser Bandbreite werden die effektiven Kosten individuell berechnet. Maßgeblich dafür sind einerseits das Einkommen der Familie, andererseits der Umfang der gebuchten Betreuungsstunden. Familien mit geringerem Einkommen profitieren somit von deutlich niedrigeren Tarifen, während bei höherem Einkommen der maximale Stundensatz zur Anwendung kommt. Durch dieses einkommensabhängige Modell wird eine soziale Staffelung gewährleistet, die den Zugang zur Kindertagesstätte auch für finanziell schwächere Haushalte erleichtert.

Wipptal: Deutliche Unterschiede

Der Blick auf die Gemeindetarife im Wipptal macht deutlich, wie stark sich kommunal-

politische Entscheidungen auf die alltäglichen Lebenshaltungskosten auswirken. Unterschiede bei Pflichtleistungen wie Wasserversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung sowie Kinderbetreuung sind nicht allein durch geografische oder strukturelle Gegebenheiten erklärbar, sondern spiegeln auch unterschiedliche Prioritätensetzungen und finanzpolitische Spielräume der einzelnen Gemeinden wider. Natürlich lassen sich von den einzelnen Bürgern Wasser sparen und Müll reduzieren. Doch Gemeindetarife sind zu einem beträchtlichen Teil Fixkosten – je geringer das Einkommen einer Familie bzw. eines Paares, desto größer ist dann aber auch ihre relative Belastung.

Der Vergleich zeigt damit nicht nur bloße Zahlen, sondern auch, wie stark Lebensqualität und finanzielle Belastung innerhalb eines relativ kleinen Raumes auseinandergehen können. Gerade für Familien und Haushalte mit begrenztem Einkommen können gerade diese Unterschiede zu einem relevanten Standortfaktor werden.

Verstärkte

Plus für Bezirkspräsident

Im Februar hat die Landesregierung die Amtsentschädigungen der Bezirkspräsiden ten angehoben. Die Präsidenten der Bezirks gemeinschaften erhalten damit nun 5.538 Euro brutto monat lich statt 4.746 Euro. Für jene sechs Bezirkspräsidenten, die zugleich ein Bürgermeisteramt ausüben, bleibt die bisherige Re gelung bestehen: Sie dürfen 60 Prozent dieser Entschädigung mit ihrem Bürgermeistergehalt kumulieren. Unterm Strich be deutet das dennoch ein deutliches Plus. Martin A gemeinschaft Wipptal und Bürgermeister der Gemeinde Brenner, profitiert spürbar von dieser Neuregelung. Aus der Bezirksge meinschaft stehen ihm künftig 3.322 Euro

(60 % von 5.538 Euro) zu. Hinzu kommt die Entschädigung für das Bürgermeisteramt, das am 1. Jänner von bisher 4.453 Euro auf 5.120 Euro erhöht worden war 12/2026). Insgesamt bezieht Alber nun 8.443 Euro

Die Landesregierung begründet die Anhebung mit dem Abbau einer langjährigen Benachteiligung: Seit 2001 verdienten äsidenten mit Bürgermeisteramt weniger als ihre ollegen ohne Zweitfunktion. 2014 wurde zusätzlich die 60-Prozent-Deckelung eingeführt, die weiterhin gilt. Mit der nun beschlossenen Erhöhung soll diese doppelte eduzierung zumindest teilweise kompensiert werden.

Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen Mailand-Cortina hatte Quästor Giuseppe Ferrari verstärkte Sicherheitskontrollen angeordnet. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Überwachung der Brennergrenze. Die Maßnahmen wurden von Beamten des örtlichen Kommissariats mit Unterstützung der Abteilung Kriminalprävention der Staatspolizei durchgeführt. Kontrolliert wurden u. a. der Bahnhof Brenner, die Mautstelle Sterzing sowie der Bereich entlang der Staatsstraße. Allein in den ersten Februar-Tagen wurden 557 Personen identifiziert und 216 Fahrzeuge überprüft. Zusätzlich fanden in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Polizei gemeinsame Streifen auf Zügen aus Innsbruck statt.

Kondominiumsversammlung –Risiken der Nichtteilnahme

Die Miteigentümer- bzw. Kondominiumsversammlung ist das zentrale Organ des gemeinschaftlichen Wohnens. Hier werden Ausgaben beschlossen, Instandhaltungen geplant, der Verwalter bestellt oder abberufen und die jährliche Abrechnung genehmigt. Auch wenn die Teilnahme gesetzlich nicht aus drücklich vorgeschrieben ist, entfalten die dort gefassten Beschlüsse weitreichende rechtliche Wirkung für alle Miteigentümer.

Gemäß Art. 1137, Abs. 1 ZGB verpflichten ordnungsgemäß gefasste Beschlüsse alle Miteigentümer. Voraussetzung ist, dass die Versammlung korrekt einberufen wurde und die erforderlichen Quoren sowie Miteigentumsanteile vertreten sind. Ist dies der Fall, sind auch jene gebunden, die nicht anwesend waren und keine entsprechende Vertretungsvollmacht erteilt haben. Die Abwesenheit schützt daher nicht vor finanziellen Verpflichtungen oder organisatorischen Entscheidungen, die unter Umständen erhebliche Auswirkungen haben können.

Gerade bei zentralen Themen wie der Abrechnung der Miteigentümergemeinschaft, außerordentlichen Instandhaltungsmaßnahmen oder der Bestellung des Verwalters ist die eigene Mitwirkung von Bedeutung. Wer nicht teilnimmt, verzichtet faktisch auf die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Informationen einzufordern oder Einfluss auf die Entscheidungsfindung zu nehmen. Nachträgliche Einwände sind grun dsätzlich nur im Wege der fristgebundenen Anfechtung (30 Tage) möglich und setzen Rechtsverstöße bzw. Verstöße gegen die Gemeinschaftsordnung voraus. Bloße Unzufriedenheit mit dem Ergebnis genügt nicht. Die einzige Ausnahme, bei der ein Eigentümer seinen Widerspruch auch außerhalb der Versammlung äußern kann, betrifft B eschlüsse der Versammlung hinsichtlich der Einleitung bzw. Widersetzung eines Rechtsstreits. In diesem Fal l muss der abwesende Eigentümer seinen Widerspruch innerhalb von 30 Tagen nach Kenntnisnahme dem Verwalter mitteilen, um sich von der Haftung für die Folgen des Rechtsstreits im Fall des Unterliegens zu befreien. Von praktischer Relevanz ist in jedem Fall die ordnungsgemäße Einberufung. Wird ein Eigentümer nicht korrekt oder verspätet geladen, kann dies die Anfechtbarkeit der Beschlüsse begründen. Zus ammenfassend zeigt sich, dass die Teilnahme an der Eigentümerversammlung rechtlich keine Pflicht, faktisch jedoch von erheblicher Bedeutung ist. Wer fernbleibt, überlässt anderen die Entscheidung über gemeinschaftliches Eigentum und mus s die Ergebnisse grundsätzlich akzeptieren. Eine aktive Mitwirkung, persönlich oder durch Vollmacht, ist daher empfehlenswert.

Freienfeld 2040

Als letzte Wipptaler Gemeinde startet nun auch Freienfeld das Gemeindeentwicklungsprogramm (GProRL). Beim Auftakt am 9. Februar im Vereinshaus Stilfes stellten Techniker den 18-monatigen Prozess vor.

Das Gemeindeentwicklungsprogramm definiert und steuert die Entwicklung der Gemeinde. Es ist seit 2018 gesetzlich vorgesehen und berücksichtigt auch, wie sich Siedlungen, Landschaft, Tourismus, Mobilität und Erreichbarkeit in den nächsten 15 Jahren entwickeln sollen. Die Gemeindeverwaltung nutzt ihn als Kompass bei wichtigen Entscheidungen wie neue Wohngebiete, Ortskernsanierungen, Rad- und Verkehrsinfrastruktur oder ökologische Grünraumgestaltung. Bürgermeisterin Verena Überegger lädt alle Bürger – insbesondere Jugendliche („die Erwachsenen von morgen“) – ein, sich an der Ausarbeitung zu beteiligen, indem sie an Versammlungen und Experteninterviews teilnehmen, einen Fragebogen ausfüllen, Anregungen in der Ideenbox einbringen und in Arbeitsgruppen mitarbeiten. Über 18 Monate überlegen Gemeinde, Bürger, Verbände und Techniker gemeinsam, wie Freienfeld morgen aussehen soll. Eng wird mit Sterzing, Pfitsch und Brenner zusammengearbeitet, besonders in den Bereichen Mobilität, Tourismus und öffentliche Einrichtungen. Landschaftsarchitekt Marco Molon (Firma Ingena) koordiniert das Projekt und betreut den Bereich Landschaft, Grün- und Freiräume. Architekt Frank Weber (Ingena) widmet sich der Siedlungsentwicklung, Mobilitätspla-

nerin Licia Bernini (Ingenieurbüro Netmobility) der Mobilität, Tourismusberater Michael Hinteregger (Valomontis Tourism Consulting) dem Tourismus. Die Agentur Helios ist für die Moderation der Veranstaltungen, Workshops und die Kommunikation nach außen zuständig.

Bei der Auftaktveranstaltung, moderiert von Patrick Kofler (Helios), stellten die Techniker die vier Fachbereiche vor. Zentrales Thema war die demografische Entwicklung. ASTAT-Prognosen zufolge wird die Bevölkerung in Freienfeld altern und abnehmen. Andererseits zieht die Wirtschaftskraft viele Arbeitskräfte an. Die Siedlungsgrenze ist das Herzstück des neuen Raumordnungsgesetzes. Innerhalb dieser entscheidet die Gemeinde flexibel. Neben leistbarem Wohnen, Leerstandsmanagement, Energiegemeinschaften und der Neugestaltung des öffentlichen Raumes bewegt die Bürger vor allem der belastende Verkehr. Dies bestätigte auch eine Mentimeter-Umfrage. Verkehr war mit großem Abstand das meistgenannte Wort, das sie mit Freienfeld verbinden. Laut Klimaplan Südtirol soll der Anteil des motorisierten Individualverkehrs innerhalb 2040 um 30 Prozent sinken. Für Freienfeld bedeutet dies ein Umdenken hin zu sicheren Rad- und Fußwegen, verbessertem öffentlichen Nahverkehr und verkehrsberuhigten Ortszentren. Zu den großen Herausforderungen zählen auch der Klimawandel und dessen Auswirkungen wie Extremwetterereignisse, Borkenkäfer und Verlust der Biodiversität. In Freienfeld sind die typischen Goldhaferwiesen mit über 40 Pflanzenarten weitgehend verschwunden.

Durch bewusste Strategien können Grün- und Freiräume wieder aufgewertet, ökologische Netzwerke gefördert und Flächen entsiegelt werden. Im Bereich Tourismus soll ein zukunftsfähiges Profil Raumverträglichkeit und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen.

Zunächst sammeln Techniker Daten, u. a. über Fragebögen. Die Antworten werden analysiert, Stärken und Schwächen und damit Chancen und Risiken zugeordnet. Eine Arbeitsgruppe von 16 bis 25 Gemeindebürgern erarbeitet in Workshops ebenfalls Stärken und Schwächen. Die Zwischenergebnisse werden in einem halben Jahr bei einer Bürgerversammlung in Trens präsentiert. Anschließend entsteht in weiteren sechs Monaten eine konkrete Vision für Freienfeld 2040, samt realistischen Wegen dorthin. Die finale Präsentation findet bei einer Bürgerversammlung in Mauls statt, bevor der Entwurf dem Gemeinderat und der Landesregierung zur Genehmigung vorgelegt wird. Der Plan

wird auch einer Umweltprüfung unterzogen.

Eine Live-Umfrage, an der sich 54 Anwesende beteiligten, lieferte ein erstes Stimmungsbild: Gemeinschaft und Zusammenleben (29 Stimmen), Versorgung und Dienstleistungen (25), Mobilität und Verkehrsanbindung (25) sowie Wohnraum und leistbares

Wohnen (23) werden als wichtigste Themen empfunden. 85 Prozent blicken trotz Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Auf die Frage, wie die Gemeinde im Jahr 2040 aussehen soll, antwortete die überwältigende Mehrheit mit einem Wort: „lebenswert“.

Rund 80 Bürger aus allen Fraktionen nahmen an der Auftaktveranstaltung teil, 22 verfolgten sie per Livestreaming.

Freienfeld

Vorzug für „Variante 11“

Ende Jänner hat der Gemeinderat Freienfeld den Verlauf der Umfahrung von Mauls festgelegt. Die Trasse führt nicht am Eisack entlang, sondern mitten durch Felder – ein Kompromiss, mit dem nicht alle einverstanden sind.

Schon seit Jahren suchen Gemeinde und Bürger eine Lösung. Regelmäßig kommt es auf der Brennerstaatstraße in Mauls zu Blech- und Mauerschäden, Fahrzeuge quetschen sich aneinander vorbei, einmal fiel ein Fahrzeugteil eines LKW durch ein Fenster in eine Kinderwiege – ein Wunder, dass niemand verletzt wurde. 2011 sammelten Anrainer Unterschriften für mehr Sicherheit. Die Pfeifer Partners GmbH arbeitete daraufhin ein Konzept aus. Doch verkehrsberuhigende Maßnahmen wurden als nicht ausreichend empfunden, eine unterirdische Umfahrung (Romantikhotel-Bushaltestelle) scheiterte an Kosten und fehlender Einigung mit Grundbesitzern/Anrainern. 2016 stand ein Projekt zur Verkehrsberuhigung und unterirdischen Verlegung der Hochspannungsleitung – sie führt mitten durch das Dorf – kurz vor der Ausschreibung. Die Gemeindeverwaltung stoppte es, um doch eine westliche Umfahrung zu prüfen. Anfangs schlug das Land eine Trasse durch Felder vor, später eine eisacknahe, „grundbesitzsparende“ Variante zwischen Pfulterer Brücke und Raut-Kapel-

Umfahrung Mauls: Mit Kompromiss nicht alle einverstanden

nigten sich Gemeinde und Land, nen Euro) zu bauen und sie mit

Kreisverkehr und Mobilitätszentrum

Variante 11

und Gesprächen zwischen Technikern, Fachämtern, Gemeinde und Grundeigentümern und einem aufwändigen Variantenstudium kristallisierten sich für das Landesamt für Tiefbau schließlich zwei Varianten als technisch machbarste und sinnvollste heraus: Variante 6bis und Variante 11. Beide verlaufen westlich von Mauls, binden das Dorf nördlich und südlich an die Staatsstraße an und haben eine zentrale Zufahrt mit Kreisverkehr und Mobilitätszentrum. Die beiden bestehenden Ortszufahrten (rund 500 m) werden rückgebaut und in landwirtschaftliches Grün umgewandelt, die Hochspannungsleitung wird unterirdisch verlegt, das Dorf ans Radwegenetz angebunden, das Ortszentrum (Projekt der Gemeinde) verkehrsberuhigt und aufgewertet. Im Dezember ersuchte das Straßenamt Nord/Ost die Gemeinde um eine Stellungnahme, welche Variante sie priorisiert, um Bauleitplanänderung und Verfahren im Umweltbereich starten zu können. Eine einstimmige Entscheidung im Gemeinderat war nicht zu erwarten: Die lange favorisierte eisacknahe Trasse war im Genehmigungsverfahren gescheitert, da sich ein Bereich in einer roten Gefahrenzone befindet. Planer präsentierten dem Gemeinderat deshalb in einer inoffiziellen Sitzung „Variante 6bis“. Diese liegt außerhalb der Bannzone, braucht aber über fünf Hektar Grund. Grundeigen-

TECHNISCHE DATEN

Gesamtlänge: 1.480 m

Grundverbrauch: ca. 2,8 ha

Gesamte Neuversiegelung: 1,3 ha

Kosten: ca. 11 Mio. Euro

F inanzierung: BBT-Ausgleichsmaßnahmen (4,5 Mio. Euro), Landesbeiträge (6,5 Mio. Euro)

Weitere Schritte: Definition Projektvariante, Bauleitplanänderung, strategische Umweltprüfung (Screening SUP)

Variante 11 zweigt von Süden kommend vor den letzten Anrainerhäusern links in Felder ab, quert einen Bach, Acker- und Wiesenflächen und führt westlich des Staflergutes und des Wielandhofes durch zwei Unterführungen, um den Landwirten die Bewirtschaftung der Felder zu erleichtern und die Beweidung zwischen Umfahrung und Eisack zu ermöglichen. Die Trasse führt weiter bis kurz vor dem Maulserbach (gegenüber Gasthof „Jägerheim“), wo von einem Kreisverkehr ausgehend die Ortschaft Mauls angebunden wird. Eine Wendeschleife gewährleistet die Funktionalität der öffentlichen Mobilität. In diesem Bereich kann auch ein Intermodalzentrum für Bus, Fahrrad und Fußgänger sowie Parkplätze für Pendler errichtet werden. Vom Kreisverkehr aus führt die Umfahrung weiter nach Norden, nahe am Eisack, um hier die Zerstückelung der Felder zu reduzieren. Überlegt wird, im Bereich der Umfahrungsstraße Schutzwälle (Lärmschutz) zu errichten und geschwindigkeitsbeschränkende Maßnahmen im Dorfzentrum zu ergreifen.

tümer lehnen sie ab. So fiel die Wahl – auch auf deren mehrheitlichem Wunsch hin – auf Variante 11. Diese verbraucht 2,8 Hektar Fläche und führt mitten durch die Felder. „Der beste Kompromiss aus Verhandlungen mit Provinz, Gemeinde und Grundeigentümern“, so die Bürgermeisterin. Ende Jänner brachte sie den Variantenvorschlag im Gemeinderat zur Abstimmung vor. Die Wortmeldungen zeigten, wie kontrovers die Meinungen dazu sind: SVP-Rat Alfred Sparber bemängelte die fehlende breite Diskussion. „Innerhalb weniger Tage eine wenig durchdachte Entscheidung treffen ist Horror. Hier geht es um eine Umfahrung, nicht um ein neues Auto für den Bauhof.“

Dass sich Anrainer für eine Um-

fahrung stark machen, sei legitim. „Bauern zahlen aber durch Flächenverluste massiv drauf. Steht das in Relation? Darüber haben wir nie diskutiert. Versetzt euch in ihre Lage. Was würdet ihr tun? Dafür sein oder euch wehren?“ Alternativen seien nie wirklich thematisiert worden. Dabei wäre ein Anrainer sogar bereit gewesen, sein Haus zu verlegen, damit die Engstelle sicherer und übersichtlicher gestaltet werden kann. Das sei weit günstiger und sinnvoller. „Sicherheit ist wichtig. Aber die Flächen gehören den Bauern. Jeder würde sich wehren, wenn eine Straße durch seinen Garten geplant wäre“, so auch SVP-Rat Matthias Überegger. „Es macht einen großen Unterschied, wo die Umfahrung verläuft“, fand

SVP-Rat Ulrich Rainer. „Die neue Variante liegt näher am Dorf, die Lärmbelästigung ist höher, die Autos sind sichtbarer.“ Sparber wandte sich an Vizebürgermeister, Anrainer, Grundbesitzer und Landwirt Andreas Stafler. Dieser habe die Feldtrasse anfangs als „Wahnsinn“ bezeichnet, nun sei er dafür. Dazu meint Stafler: „Die Variante ist nicht optimal, verbraucht aber am wenigsten Fläche und war bis zum Schluss die beste.“ Variante 11 ist auch nicht der Favorit von Stefanie Eisendle (FLF). Perfekt sei keine, so die Referentin, jede habe Vorund Nachteile. „Die schlechteste ist Variante Null, denn die Gefahr an der Straße ist dringend zu entschärfen.“ Es sei auch gut, nach jahrelanger Diskussion endlich

„Lebensqualität für die Maulsner”

Elisabeth Prünster kämpft seit 23 Jahren für eine Umfahrung. Ein LKW-Teil durchschlug damals ihr Stubenfenster samt Fensterstock und landete in der Wiege ihrer Zwillinge, die kurz zuvor darin geschlafen hatten. Drei Wochen vor dem Unfall waren sie von Bozen nach Mauls gezogen, „flohen” danach aber sofort aus dem denkmalgeschützten Zuhause, weil sie sich nicht sicher fühlten, und kehrten vor zehn Jahren zurück. Ihre drei Kinder lernten, mit der Gefahr zu leben; inzwischen sind sie erwachsen. Die Belastung ist geblieben. „Das Land hätte die Umfahrung schon vor 20 Jahren gebaut, aber die Gemeinde war dagegen”, sagt Prünster. „Die SVP, damals Regierungspartei, wollte davon nichts wissen.” Anrainer wandten sich an die Volksanwältin, doch es blieb dabei: „Land und Gemeinde schoben sich jahrelang die Verantwortung zu.“ Erst unter Bürgermeister Peter Faistnauer und Verena Überegger sei Bewegung in die Sache gekommen: 2021 hat der Gemeinderat die Umfahrung beschlossen. Dass sie nur Anrainern nützt, hört Prünster oft. „Ein Schwimmbad wird für Schwimmer gebaut, ein Vereinshaus für Vereine, eine Umfahrung für Anrainer”, kontert sie. „Immer mehr Dorfbewohner erkennen aber den Vorteil für alle: sicherer Weg zur Bushaltestelle, endlich eine Dorfrunde, oberes und unteres Dorf wachsen zusammen ... Auch Autopendler wollen sie, weil ständig Unfälle passieren.”

Den Widerstand der Grundeigentümer versteht sie, nicht aber, dass zwei Bauern, die nicht an der Straße wohnen, „schlechte Stimmung machen”. „Wir leben in einer Demokratie. Wie wir jahrzehntelang hinnehmen mussten, dass keine Umfahrung kommt, soll heute akzeptiert werden, dass eine gebaut wird.” Die Verlegung des leerstehenden Wielandhofes löse ein Problem für den Besitzer, nicht für Anrainer. Der Verkehr würde weiter durchdonnern. „Die Engstelle betrifft das Haus unserer Familie und das Kerscher-Haus vis a vis.” Früher habe man überlegt, Anrainer aus dem seit Jahrhunderten bewohnten Ortsviertel auszusiedeln, damit die Straße bleiben kann. Dagegen wehrte sie sich. Seit die Umfahrung beschlossen ist, entstehe hier wieder Wohnraum wie das Mehrfamilienhaus Roderer, auch im „Stafler-Stadel” sind Wohnungen geplant. „Leerstehende Bausubstanz zu nutzen, ist sinnvoll. So müssen keine neuen Gründe ausgewiesen werden”, so Prünster. Die Umfahrung sei eine große Chance für die nächste Generation. „Es ist ein uriges Wohnviertel mit Gasthaus, Friseursalon und Hotel – wäre da nicht der störende Verkehr. Ich möchte ein sicheres Zuhause in Mauls. Nicht die Menschen sollen das Dorf verlassen, sondern die Straße.“

Variante 6bis

TECHNISCHE DATEN

Gesamtlänge: 1.550 m

Grundverbrauch: ca. 3 ha

Gesamte Neuversiegelung: 1,4 ha Nicht mehr bewirtschaftbare Fläche zwischen Straße und Eisack: ca. 3 ha Gesamtkosten: ca. 12 Mio. Euro

zu einem Ende zu kommen. FLF-Rat Markus Leitner pflichtete ihr bei. „Ich verstehe Grundeigentümer und Wirtschaftstreibende. Aber Sicherheit geht vor.“ Viele Jahre lang habe er die Engstelle auf dem Weg zu Schule und Arbeit zu Fuß passieren müssen. „Der tödliche Unfall 2022 wäre mit Umfahrung wohl nicht passiert.“ Nochmal über Variante Null zu diskutieren, kommt für ihn nicht in Frage. Der Bauernrat hat zu beiden Varianten ein negatives Gutachten abgegeben („zu hoher Grundverbrauch“). Drei Landwirte und Grundeigentümer lehnen eine Umfahrung grundsätzlich ab. Der Bau sei nur deshalb interessant, weil BBT-Gelder zur Verfügung stehen, zitiert die „Neue Südtiroler Tageszeitung” Landwirt Michael Ralser. Ansonsten würde das Projekt nie realisiert, da nur wenige profitieren (die Staatstraße durchschneidet nicht das Dorf) und die Verkehrszahlen vergleichsweise niedrig sind. Laut zuständigem Landesamt fahren täglich rund 5.500 Fahr-

zeuge auf der Brennerstaatsstraße durch Mauls, an verkehrsreichen Tagen sind es bis zu 12.500. Auf der Pustertalerstraße in Vintl sind täglich durchschnittlich 21.000 Fahrzeuge unterwegs, an Verkehrsspitzen 28.000.

„Wissend, dass nicht alle Grundeigentümer zufrieden sind, haben wir stets versucht, im engen, regelmäßigen Austausch auf ihre Vorschläge einzugehen“, so Bürgermeisterin Überegger. Die Umfahrung sei schon lange Thema, seit 2021 gebe es einen Mehrheitsbeschluss.

„Es gibt nie für jeden das ideale Projekt, nie für jeden den idealen Zeitpunkt. Uns ist wichtig, eine Entscheidung zu treffen und dem Land unseren politischen Willen zu bekunden, dass wir für eine Umfahrung sind und Variante 11 priorisieren.“ Die Umfahrung ist in ihren Augen eine einmalige Chance für die Orts- und Dorfentwicklung. „Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen. Es geht nicht um die Interessen einer einzelnen Frak-

tion oder eines einzelnen Grundeigentümers, sondern um den Mehrwert für die Allgemeinheit.

Neun Räte stimmten dafür, Variante 11 den Vorzug zu geben und Variante 6bis als zweitbeste Lösung in Betracht zu ziehen. Vier Räte (Alfred Sparber, Ulrich Rainer, Thomas Rainer, Matthias Überegger, SVP) stimmten dagegen.

Bei einem Infotag Ende März (Datum und Ort standen bei Drucklegung noch nicht fest) haben Bürger die Möglichkeit, sich über die geplanten Arbeiten in Mauls zu informieren. Gemeinde, Projektanten und Bauherr beantworten Fragen.

Nach zehn Jahren nimmt die Umfahrung nun konkrete Form an. Die Debatte geht jedoch weiter: Wenige Tage nach der Beschlussfassung im Gemeinderat richteten die Landwirte und Grundeigentümer Michael Ralser und Walter Saxl einen offenen Brief an die Bürger. Die vorgesehene Variante sei ein „massiver Eingriff“ in Landschaft,

Landwirtschaft und die Zukunft. Mauls brauche „keine Lösungen von gestern, sondern Mut für morgen.“ Anstatt Millionen in Asphalt, Beton und weitere Versiegelung zu investieren, sollte die Engstelle beim Stafler nachhaltig, günstig und flächenschonend entschärft werden. Das BBT-Ausgleichsgeld sollte in Projekte fließen, die allen zugutekommen, etwa in einen Schwimmteich mit Kiosk und Liegewiese – im Feld der Energiegenossenschaft Mauls. Die Umfahrung verursache nur noch mehr (Umweg-)Verkehr. Durch den Rückbau der Nordund Südspur verlängere sich im Dorf auch die Anfahrt und Ab fahrt für Anrainer und Einsatz kräfte.

Ende Februar war die Umfah rung auch Thema in der Tages schau auf Rai Südtirol. An der Brennerstaatsstraße gibt es etliche Kubaturen, die verbaut werden können. Bauliche Tätig keiten sind bereits in Planung. SVP-Rat Alfred Sparber sieht durch die Umfahrung und die damit verbundene Wertstei gerung von Immobilien eher Chancen für Immobilienbesitzer als einen Gewinn für das ganze Dorf. Laut Bürgermeisterin Ve rena Überegger erhöhe die Um fahrung die Lebensqualität der Anrainer und die Attraktivität des gesamten Ortsteils.

Bürgermeisterin und Bürger liste halten trotz Gegenwind am eingeschlagenen Kurs fest. Die Umfahrung soll schnellst möglich gebaut werden. Die Grundeigentümer sollen weiter hin über die Verfahrensschritte informiert und eingebunden werden.

Besser vorbereitet

Das EU-finanzierte Forschungsprojekt X-RISK-CC beschäftigte sich drei Jahre lang mit Risiken von Extremwetterereignissen und unterstützte Entscheidungsträger dabei, sie besser zu bewältigen.

Aufgrund des Klimawandels ist künftig mit intensiveren und häufigeren Starkniederschlagsereignissen zu rechnen. Diese können sich gravierend auf das Land auswirken. Umso wichtiger ist es, sich mit der Verbesserung der Prävention, Vorbereitung, Bewältigung und Wiederaufbau bei Extremwetterereignissen auseinanderzusetzen. Im Fokus der Analysen standen das Sturmtief Vaia im Oktober 2018 und ein Unwet

terereignis im Pflerschtal im Jahr 2021. Abgehalten wurden auch Infoveranstaltungen über das Warn- und Alarmierungssystem sowie die Weiterentwicklung der Zivilschutzplanung, an denen Bürgermeister, Gemeindevertreter, Zivilschutzreferenten und Feuerwehrkommandanten teilnahmen. Für die Studiengebiete werden nun Berichte und gemeinsam abgestimmte Aktionspläne erstellt. Geplant sind u. a. ein Frühwarnsystem für Gewitter, regelmäßige und standardisierte Debriefings nach Naturereignissen sowie die Verbesserung der Risikokommunikation an vulnerable Personen.

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Franzensfeste

Wechsel im Gemeinderat

Nach dem Rücktritt von Bettina Cipolletta (Luce per Fortezza –Licht für Franzensfeste) sind Al fredo Ravazzolo in den Gemein derat und Franca Rossignoli in den Ausschuss nachgerückt.

Auslöser war der Artikel „Fort ezza futura – si apre il dibattito“ im Jänner-Erker. Dieser berichtet u. a. über die Diskussion, ob der Fußballplatz in Oberau, der we gen Bauarbeiten für den Brenner basistunnel weichen musste, wie vertraglich vorgesehen wieder errichtet werden soll. Einige Ge meinderäte fordern den Fußball platz zurück, andere schlagen Alternativen wie einen Eislauf-, Bowling- oder Curling-Platz vor, da Franzensfeste derzeit keine Fußballmannschaft hat. Im Artikel wird auch Vizebürgermeister Richard Amort zitiert. Dieser plädiert für die Wiedererrichtung, da verbliebene Spieler von Franzensfeste in Aicha trainieren müssen, die Bevölkerung wachse und Fußball den sozialen Zusammenhalt stärke. Als Seitenhieb empfanden einige Ratsmitglieder, die dem Verein „Gruppo Sportivo Fortezza“ angehören, seine Äußerung, es fehle an Engagement und es sei an der Zeit, sich mit Taten zu engagieren anstatt Worte zu verlieren oder Ideen in den Wind zu werfen. Der Sportverein führt den Tennisplatz, den Kleinfeld-Fußballplatz und die Bar. Cipolletta, Ausschussmitglied des Sportvereins, sah in Amorts Aussagen eine grundlose, öffentliche Diffamierung von Menschen, die der Gesellschaft ihre Freizeit zur Verfügung stellen, und gab Mitte Jänner ihren Rücktritt

bekannt. Amort entschuldigte sich für Aussagen, die als beleidigend empfunden wurden. Seine Äußerungen seien im Artikel unvollständig wiedergegeben worden, was zu Fehlinterpretationen geführt habe. Er habe gewiss niemanden diffamieren oder die wertvollen Aktivitäten des Sportvereins verunglimpfen wollen. Als einstiger Mitbegründer des Fußballvereins wollte er sein Bedauern über das aktuell geringe Interesse am Fußballsport zum Ausdruck bringen, der einst viel Enthusiasmus erzeugte. Trotz einer langen Aussprache blieb Bettina Cipolletta bei ihrer Entscheidung. An einer Koalition mit der Liste „Luce per Fortezza – Licht für Franzensfeste“ (vier Sitze) will die SVP (elf Sitze) weiterhin festhalten, da man bisher stets gut zusammengearbeitet habe. Bei der Gemeinderatssitzung am 3. Februar rückten Alfredo Ravazzolo in den Gemeinderat und Franca Rossignoli in den Ausschuss nach. Ravazzolo,

ehemaliger Gemeinderat (2020 – 2025), ist der Nächstgewählte auf der Liste von „Luce per Fortezza – Licht für Franzensfeste“. Bei den Gemeinderatswahlen 2025 hatte er gleich viele Stimmen erhalten wie sein Kollege Alex Gemmato, der aufgrund der vorgereihten alphabetischen Position in den Gemeinderat aufgenommen wurde. In den Ausschuss wurde auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Klapfer Franca Rossignoli, Bürgermeisterkandidatin bei den Gemeinderatswahlen 2025, berufen. Mit ihrer Nachbesetzung wird sowohl die Sprachgruppenzugehörigkeit als auch die weibliche Vertretung berücksichtigt. Bürgermeister Klapfer hieß die beiden neuen Mitglieder willkommen und dankte der Bürgerliste und der scheidenden Referentin, die bei der Sitzung nicht persönlich anwesend war, für die langjährige gute Zusammenarbeit. „Bettina Cipolletta war eine tüchtige Referentin. Es tut

mir sehr leid, dass sie sich zu diesem Schritt entschieden hat“, so Klapfer. Cipolletta, Gründungsmitglied der Liste „Luce per Fortezza“, war seit 2015 Mitglied im Gemeinderat und seit 2020 Referentin.

Am 24. Februar hat Bürgermeister Klapfer alle Bürger zu einem Diskussionsabend über die Zukunft des Fußballplatzes eingeladen. Dort sollte geklärt werden, ob sich Freiwillige für einen Verein bzw. Fußballclub finden. Andernfalls sollte untersucht werden, wie das Gelände anderweitig einen Mehrwert für die Gemeinde schaffen könnte. „Noch nie sind so viele Bürger zu einer Versammlung gekommen wie dieses Mal“, so Klapfer – ein Zeichen, wie relevant das Thema in der Bevölkerung ist. Klapfer spricht von einer „guten, konstruktiven Diskussion ohne Polemik“. Eine Initiativgruppe für einen Fußballverein kristallisierte sich an diesem Abend nicht

Auf Referentin Bettina Cipolletta (l.) folgen Referentin Franca Rossignoli (Mitte) und Gemeinderat Alfredo Ravazzolo (r.)

heraus. Vielmehr schlugen Bürger ein Mehrzweckareal vor - mit Fußball-, Padel-, Pickleball- und Beachvolleyballplatz, Eis- und Bolzplatz, Grillplätzen, Minigolf, Nordic-Walking-Strecke, Radparcours, Badeteich, Kiosk, Bar sowie Möglichkeiten für Veranstaltungen wie Dorffeste. Der Gemeinderat prüft nun die Ideen und wird dann eine Entscheidung treffen. Welche Strukturen am Ende gebaut werden können, hängt davon ab, ob die Staatsstraße, die wegen der BBT-

Rege Bürgerbeteiligung beim Diskussionsabend im Mehrzwecksaal in Franzensfeste

Baustelle näher zur Autobahn verlegt worden ist, wie vertrag lich vorgesehen zurückgebaut werden muss oder ob sie bleiben darf. Eine Antwort vom zuständigen Ministerium in Rom steht

Studio Tock setzt neue Maßstäbe in der Unternehmenskultur

Ein modernes Arbeitsumfeld entsteht dort, wo Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung den Berufsalltag prägen. Genau diesen Ansatz verfolgt das Studio Tock Wirtschafts- und Steuerberatungsbüro in Sterzing, das in seiner täglichen Arbeit bewusst neue Wege geht.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die fachliche Qualifikation, sondern vor allem der Mensch. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden umfassend eingearbeitet, persönlich begleitet und Schritt für Schritt an ihre Aufgaben herangeführt. Teamarbeit bedeutet bei Studio Tock, Wissen zu teilen, einander zu unterstützen und gemeinsam zu arbeiten – unabhängig von Erfahrung oder beruflichem Hintergrund. Ein zentrales Element der Unternehmenskultur ist das Arbeitszeitmodell: Als erster Arbeitgeber im privaten Sektor Südtirols hat Studio Tock die 36-Stunden-Woche eingeführt. Flexible Zeiteinteilung, Vertrauen statt Kontrolle und ein hohes Verständnis für Work-Life-Balance prägen den Arbeitsalltag. Geprägt wird das Miteinander von Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitiger Unterstützung. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen sich wohlfühlen, Sicherheit erleben und gerne Teil eines Teams sind – weil Wertschätzung hier nicht nur formuliert, sondern täglich gelebt wird. Ein Ansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt und den Arbeitsalltag nachhaltig prägt.

Vereinbarung auf den ursprünglich geplanten Fußballplatz verzichten kann, um stattdessen im Sinne der Bürger gelingen werde.

Mehr Präsenz vor Ort

Warum die Ortspolizei auch im Wipptal neu gedacht werden sollte

Sicherheit ist ein Thema, das doch viele Menschen im Alltag beschäftigt. Geht es um Einbrüche, um Verkehrsprobleme, um Ordnung bei Veranstaltungen oder schlicht um das Gefühl, dass „jemand da ist“, rückt die Ortspolizei zunehmend in den Fokus. Mit einem neuen Ge setzentwurf will das Land Süd tirol diesen Bereich nun deut lich stärken. Auch im Wipptal wirft das Fragen auf: Wie ist der Ortspolizeidienst derzeit orga nisiert? Wo liegen seine Auf gaben – und wo seine Grenzen? Und was würde eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden bedeuten?

Mit dem am 19. Dezember von der Landesregierung geneh migten Gesetzentwurf zur „Ordnung der Ortspolizei“ verfolgt Sicherheitslandesrätin Ulli Mair ein klares Ziel: Die Ortspolizei soll aufgewertet, personell ausgebaut und besser ausgebildet werden. Hintergrund ist eine Entwicklung, die laut Mair nicht nur Südtirol betreffe. Die staatlichen Sicherheitskräfte würden insgesamt weniger, während die Anforderungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit zunehmen. Als autonomes Land sei Südtirol daher gefordert, seine eigenen Kompetenzen stärker wahrzunehmen, insbesondere auf Gemeindeebene. Kern des Gesetzes ist ein Anreizsystem. Die Gemeinden werden also nicht verpflichtet, ihre Ortspolizei auszubauen, erhalten aber zusätzliche finanzielle Unterstützung, wenn sie sich

am vorgesehenen Richtwert orientieren. Dieser sieht einen Ortspolizisten (Vollzeitäquivalent)

zeichnet diese Zusammenarbeit als bewährt. Grundsätzlich stehe man weiteren gemeinsamen Lö-

liege der Landesdurchschnitt bei etwa 1 zu 2.000, wobei größere und touristisch geprägte Gemeinden diesen Wert teils schon erreichen. Besonders gefördert werden außerdem übergemeindliche Zusammenschlüsse, da größere Einheiten aus Sicht des Landes professioneller arbeiten und besser ausgestattet werden können.

Unterschiedliche Modelle

Ein Blick ins Wipptal zeigt, wie unterschiedlich die Ausgangslagen sind. In Franzensfeste etwa gibt es keine eigene Ortspolizei. Die Gemeinde arbeitet über eine Konvention mit der Stadtpolizei Brixen zusammen, u. a. bei Geschwindigkeitskontrollen. Bürgermeister Thomas Klapfer be-

allem dann, wenn zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt würden. Für kleine Gemeinden bringe die Bündelung von Diensten klare Vorteile, wie Franzensfeste sie bereits aus anderen Bereichen kenne. Ganz anders stellt sich die Situation in Ratschings dar. Die Gemeinde verfügt über keine Ortspolizei und setzt im Sicherheitsbereich auf die Zusammenarbeit mit der Carabinieristation. Bürgermeister Sebastian Helfer sieht übergemeindliche Kooperationen grundsätzlich positiv, betont aber, dass jede Gemeinde selbst entscheiden müsse, was sinnvoll und praktikabel sei. Skeptisch äußert er sich insbesondere zum vorgeschlagenen Richtwert von einem Ortspolizisten pro 1.000 Einwohner. Für eine Gemeinde

wie Ratschings würde das vier bis fünf Beamte bedeuten – ein Bedarf, den er in dieser Form keinesfalls als notwendig erachtet. Der etzesvorschlag könne in dieser Hinsicht für größere Zentren sinnvoll sein, für ändliche Gemeinden wie Ratschings werfe er laut Helfer jedoch praktische

Auch in der Gemeinde Brenner ist der Ortspolizeidienst derzeit nur sehr chränkt organisiert. Aktuell verrichtet lediglich ein Ortspolizist mit einem 50-Prozent-Auftrag seinen Dienst. Zu seinen Aufgaben zählen u. a. der zweimal im Monat stattfindende Brenner-Markt, Zustellungen ür Gerichte und andere öffentliche Organe sowie ein begrenzter Ordnungsdienst. Der Polizist agiert dabei eigenständig und bislang ohne Konvention mit anderen Gemeinden. Bürgermeister Martin Alber bezeichnet die Arbeitsbelastung als erheblich, die vorhandenen Ressourcen seien „derzeit sicher unbefriedigend“. Ein umfassender Ordnungsdienst auf der Straße sei nur in Zusammenarbeit mit den staatlichen Sicherheitsorganen möglich.

Hinter den Kulissen

Wie komplex die Realität der Ortspolizei ist, zeigt die Situation in Sterzing. Dort besteht eine Konvention zwischen der Stadtpolizei und den Gemeinden Pfitsch und Freienfeld. Kommandant Egon Bernabé beschreibt

die derzeitige Lage als herausfordernd, denn es herrscht Personalmangel: Mehrere erfahrene Kollegen sind oder gehen in den Ruhestand, ein junger Anwärter hat sich für eine Fixanstellung in Brixen entschieden. Gleichzeitig Ersatz für mehrere Kräfte zu finden, sei schwierig, der Personalmangel deshalb spürbar. Entsprechend eingeschränkt könne der Dienst aktuell aufrechterhalten werden. Dabei ist das Aufgabenspektrum der Ortspolizei weit größer, als es oft wahrgenommen wird. Rechtlich gesehen decken sich nämlich viele Zuständigkeiten mit jenen der staatlichen Polizeikräfte. Der entscheidende Unterschied liegt dabei im räumlichen Geltungsbereich: Ortspolizisten dürfen ihre polizeilichen Befugnisse ausschließlich innerhalb der angeschlossenen Gemeinden ausüben. Ein Carabiniere hingegen ist landesweit und quasi jederzeit einsatzberechtigt.

In der Praxis übernehmen die Ortspolizei dennoch häufig andere Schwerpunkte. Während die Carabinieri aufgrund ihrer Ausstattung und Ausbildung etwa bei Einbruchsermittlungen oder komplexen Delikten federführend sind, liegt die Stärke der Ortspolizei in der Nähe zur Bevölkerung. „Präsenz zeigen, ansprechbar sein, vermitteln – das sind zentrale Aufgaben“, betont Bernabé. Verkehrskontrollen, für welche die Ortspolizei manchmal ja „berühmt“ ist, machten heute nur noch rund 30 Prozent der Arbeit aus. Hinzu kommen nämlich Tätigkeiten wie die Organisation von Veranstaltungen, Prozessionen und Straßen-

sperren, Schülerlotsendienste, Kontrollen im Bereich Müllentsorgung, Wohnsitzerklärungen oder der Umgang mit verlorenen Gegenständen und kleineren Delikten. Gerade diese Alltagsnähe sei es, die den Beruf verändert habe und ausmache. Das Bild des reinen „Strafzettelverteilers“ werde der (heutigen) Realität jedenfalls nicht mehr gerecht. Vielmehr gehe es um öffentliche Ordnung, Prävention und das Funktionieren des Zusammenlebens in der Gemeinde. „Und der Wunsch nach noch mehr Präsenz und längere Kontrollen ist in der Bevölkerung klar spürbar“, wie Bernabé, der solche Wünsche nahezu täglich persönlich angetragen bekommt, betont. „Dafür ist aber mehr Personal und bessere Ausrüstung notwendig. Personal würden wir mit Geduld auch so wieder aufstocken können, doch die Initiativen der Landesrätin werden dabei sicher helfen. Ich kann sie jedenfalls nur gutheißen“, sagt Bernabé.

Warum das Land ansetzt

Genau an diesem Punkt setzt auch der Gesetzentwurf des Landes an. Ziel sei es, die Ortspolizei künftig besser auszubilden, einheitlicher auszustatten und klarer als Polizei zu definieren –nicht als bloßes Kontrollorgan. Durch verpflichtende Grund- und Weiterbildungen sowie durch gemeinsame Standards bei Ausrüstung und Organisation sollen die formellen Kompetenzen, die Ortspolizisten bereits haben, auch tatsächlich nutzbarer werden. Übergreifende Strukturen spielen dabei eine zentrale Rol-

le. Zusammenschlüsse mehrerer Gemeinden ermöglichen nicht nur eine bessere Finanzierung, sondern auch eine stärkere Präsenz, etwa über erweiterte Dienstzeiten oder eine bessere Erreichbarkeit. Landesrätin Mair betont, dass es nicht um Zwang gehe, sondern um Anreize. Die Gemeinden sollen selbst entscheiden, welches Modell für sie passe. Dort, wo neue Strukturen gut funktionieren, könnten auch skeptischere Gemeinden später nachziehen. Als Bezirkspräsident bestätigt Martin Alber zudem, dass derzeit die Möglichkeit eines Bezirkspolizeikorps geprüft werde. Eine Entscheidung hänge jedoch von einer tatsächlichen Effizienzsteigerung und einer Kostenreduktion für die Gemeinden ab. Für eine abschließende Bewertung fehlten derzeit noch Detailinformationen zur Landesinitiative sowie der endgültige Gesetzestext und die dazugehörigen Durchführungsbestimmungen.

Für Bernabé sind diese Überlegungen nachvollziehbar. Eine

besser ausgestattete Ortspolizei könne ihre Rolle als bürgernahe Sicherheitskraft stärken, ohne in Konkurrenz zu den Carabinieri zu treten. Große Delikte sollen natürlich weiterhin Aufgabe der staatlichen Kräfte bleiben. Die Stärke der Ortspolizei liege eben in dieser lokalen Verankerung, der Zweisprachigkeit und im „natürlichen“ direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort.

Ein Thema, das bleibt

Ob und wie sich die Ortspolizei im Bezirk weiterentwickelt, wird letztlich von mehreren Faktoren abhängen: von den finanziellen Rahmenbedingungen, vom verfügbaren Personal und von den Entscheidungen der einzelnen Gemeinden. Klar ist jedoch, dass das Thema Sicherheit auf lokaler Ebene an Bedeutung gewinnt. Der neue Gesetzentwurf gibt dafür einen Rahmen vor – wie er genutzt wird, entscheidet sich vor Ort. Welche Möglichkeiten hier im Wipptal genutzt werden, wird sich erst noch zeigen.

Sterzing

Bürgernähe, Sicherheit und Prävention

Die Stadtpolizei Sterzing blickt auf ein arbeitsintensives und vielseitiges Jahr 2025 zurück. Ihr Jahresbericht zeigt eindrucksvoll, wie breit das Aufgabenspektrum der Stadtpolizei ist und wie konsequent sie ihre Rolle als bürgernahes Dienstleistungsorgan wahrnimmt. Ziel bleibt es, Sicherheit, Ordnung und Lebensqualität in der Stadt Sterzing sowie in den Partnergemeinden Freienfeld und Pfitsch zu gewährleisten.

Das Kommando der Stadtpolizei Sterzing besteht aus fünf festen Mitarbeitenden: dem Kommandanten, einem Beamten im Innendienst, einer Beamtin im Außendienst, einem Hilfspolizisten sowie einer Verwaltungsassistentin. Trotz dieser überschaubaren Personalstärke konnte auch 2025 ein zuverlässiger Dienst für die Bevölkerung sichergestellt werden. In Spitzenzeiten wurde die Personalstärke flexibel angepasst. Der reguläre Dienstbetrieb erfolgte von Montag bis Freitag sowie nach Möglichkeit auch samstags; an Sonn- und Feier-

Top-10-Übertretungen (2025)

Beschreibung

Stadtpolizei: Prävention und

besonderen Anlässen und Veran staltungen im Einsatz.

Dienstleistung für die Bevölkerung

Die Stadtpolizei Sterzing versteht sich nicht als reines Straforgan, sondern als „Freund und Helfer“. Prävention, Dialog und

AnzahlAnteil (%)

Parken auf gebührenpflichtigem Parkplatz ohne Bezahlung56339,3

Parken in Kurzparkzone ohne ausgelegte Parkscheibe 194 13,5

Parken mit abgelaufener Parkscheibe 956,6

Durchfahrt in einer Fußgängerzone 926,4

Parken im Lade-/Entladebereich ohne Parkscheibe 684,8

Durchfahrt in einer verkehrsbeschränkten Zone 402,8

Parken auf durchgezogener Linie 342,4

Parken außerhalb gekennzeichneter Flächen 312,1

Parken in verkehrsbeschränkter Zone (Zeitüberschreitung)251,7

Parken an verbotener Stelle 231,6

standen auch im abgelaufenen Jahr im Vordergrund. Diese Philosophie spiegelt sich in zahlreichen Tätigkeitsfeldern wider – vom Straßenverkehr über Verwaltungsaufgaben bis hin zur Präsenz im Stadtgebiet zur Stärkung des Sicherheitsgefühls. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 950 Genehmigungen für die Fußgängerzone verwaltet, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das Fundamt registrierte 73 verlorene Gegenstände, die nach Möglichkeit rasch an ihre Besitzer zurückgegeben wurden. Zudem stellte die Stadtpolizei 26 Behindertenausweise sowie 38 Kaminkehrerbüchlein aus und führte zahlreiche Wohnsitzkontrollen durch, die für korrekte Einwohnerdaten unerlässlich sind.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Kontrolle illegaler Vermietungen. In Zusammenarbeit mit dem Lizenzamt konnten zwei Fälle illegaler Zimmervermietung

den. „Ab März wird das Lizenzamt organisatorisch der Stadtpolizei angegliedert – ein Schritt, der effizientere Abläufe verspricht“, so Kommandant Egon Bernabè.

Verkehrssicherheit als zentrales Anliegen

Dialog stehen im Vordergrund.

2025 acht Verkehrsunfälle aufgenommen. Insgesamt stellte die Stadtpolizei 1.433 Verkehrsübertretungen fest. Dabei, wie Kommandant Bernabè betont, stehe nicht die Anzahl der Strafen im Vordergrund, sondern deren präventive Wirkung zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Auch die Verwaltung der 13 Parkscheinautomaten fällt in den Zuständigkeitsbereich der Stadtpolizei. Die Einnahmen beliefen sich 2025 auf 234.047 Euro, davon 63.395 Euro über Park-Apps. Die stetig steigende Nutzung digitaler Parklösungen zeigt einen klaren Trend hin zu mehr Komfort und Digitalisierung im Alltag.

Märkte und Veranstaltungen

Die Stadtpolizei betreute auch 2025 die zwölf Monatsmärkte sowie den Viehmarkt, inklusive Standplatzverwaltung und Einhaltung der Marktordnung. Darüber hinaus war sie bei zahlreichen Prozessionen, Feiern und

satz. Besonders hervorzuheben sind Großereignisse wie der Ötztal-Marathon und die Tour of the Alps mit Ziel in Sterzing, bei denen die Stadtpolizei gemeinsam mit anderen Einsatzkräften für Verkehrsregelung und Sicherheit sorgte.

Verkehrserziehung als Erfolgsprojekt

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verkehrserziehung in Schulen und Kindergärten. Spielerisch wurde Kindern richtiges Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Mit dem Start des Projektes „Pedibus“ konnte ein nachhaltiger Erfolg erzielt werden, denn der gemeinsame Schulweg fördert Sicherheit, reduziert Verkehr und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Für 2026 ist geplant, das Projekt weiter auszubauen und noch mehr Familien dafür zu gewinnen.

Ausblick

„Zusammenfassend zeigt der Jahresbericht, dass die Stadtpolizei Sterzing überall dort tätig ist, wo das tägliche Zusammenleben der Bevölkerung Organisation, Ordnung und Sicherheit erfordert“, so Kommandant Egon Bernabè. „Auch im kommenden Jahr wollen wir diesen Weg fortsetzen: mit Augenmaß, Bürgernähe und gesundem Menschenverstand und mit dem klaren Ziel, Sterzing weiterhin sicher und lebenswert zu gestalten.“

bar

Sterzing

Leichter Rückgang der

Straftaten

Die Carabinieri der Kompanie Sterzing haben die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgelegt. Insgesamt wurden 506 Straftaten angezeigt – im Jahr 2024 waren es 524. Die häufigsten Delikte waren Diebstähle (153 Fälle), Betrugsdelikte einschließlich Internetbetrug (89 Fälle) sowie Sachbeschädigungen (60 Fälle). Ein Großteil der Diebstahlsanzeigen betraf den Verlust von Dokumenten. Zudem wurden 186 Personen angezeigt. Davon entfielen 22 Anzeigen auf Diebstahlsdelikte und 29 Anzeigen auf Betrug bzw. Internetbetrug. Besonders hervorzuheben sind 13 Anzeigen wegen Falschangaben und unrechtmäßiger Inanspruchnahme staatlicher Leistungen im Zuge von Kontrollen bei IPESWohnungen. Zudem wurden zwei Personen wegen Betrugs

VORTRAG

Fundamt: 73 verlorene

Gegenstände registriert

angezeigt, da sie sich als Carabinieri ausgegeben hatten. Zehn Personen wurden wegen Gewalt im Geschlechterkontext angezeigt.

Die Zahl der festgenommenen Personen belief sich auf 15, hauptsächlich im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchsdiebstählen, Suchtmittelhandel und Hehlerei. Darüber hinaus kam es zu drei Festnahmen wegen Stalkings sowie zu einer Festnahme wegen sexueller Handlungen mit Minderjährigen. Zusätzlich wurden vier Maßnahmen in Form von Annäherungsverboten bzw. Wegweisungen aus der Familienwohnung verfügt.

Im Rahmen der Kontroll- und Präventionsarbeit identifizierten die Carabinieri 11.050 Personen und kontrollierten 9.650 Fahrzeuge. bar

Patientenverfügung - Die letzten Dinge regeln Volkshochschule Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Sterzing und der Caritas Hospizbewegung

Unerledigte Dinge und nicht mitgeteilte Informationen können gerade am Ende des Lebens zur Herausforderung und Belastung werden. Sie können sich und Ihre Angehörigen darauf vorbereiten, indem Sie sich früh genug mit der Zeit am Lebensende auseinandersetzen. Sie erfahren auch, wie Sie über Ihren Tod hinaus persönliche Zeichen setzen können.

Leitung: Angelika Kranebitter I Koordinatorin der Caritas Hospizbewegung Eisacktal/Wipptal Dr.med. Adolf Putz, Msc I Urologe a.D., ehrenamtlicher Mitarbeiter der Caritas Hospizbewegung Ort: Sterzing, Stadttheater, Johann-W.-v.-Goethe-Platz 1, Konferenzraum im UG

Termin: Donnerstag, 12.03.2026, 19:00-20:30 Uhr I Beitrag: freiw. Spende/ Keine Anmeldung erforderlich

Begrenztes Potential für Windkraft

Die Idee eines Windparks am Brenner sorgt weiter für Diskussionen. Aber wie viel Windenergiepotential hätte Südtirol eigentlich? Wäre sie eine umweltfreundliche und kostengünstige alternative Energiequelle? Eine im Jahr 2025 durchgeführte Studie der Universität Trient im Auftrag des Amtes für Energie und Klimaschutz gibt darüber Aufschluss. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts bestehender Planungen für einen Windpark am Sandjoch in der Gemeinde Brenner haben die Grünen eine Landtagsanfrage eingebracht.

Die Verfasser der Studie der Universität Trient haben zunächst verschiedene Karten von Südtirol erstellt, in denen Lawinengefahrenzonen, Trinkwasserschutzgebiete, Seen, UNESCO-Stätten oder Landschaftsschutzgebiete von vornherein ausgeschlossen wurden. Anschließend erarbeiteten die Experten mehrere Szenarien, die potentiell geeignete Flächen aufzeigen. Dazu zählen Gebiete bei Göflan, Fennberg, Steinmannwald, Klausen und das Gebiet südlich des Reschensees. In einer umfassenden Analyse kamen die Autoren zum Schluss, dass letzteres am interessantesten sei, wobei es sich nur für die Installation einer begrenzten Anzahl von Windkraftanlagen eigne. Für alle anderen Gebiete zeigten vertiefende Untersuchungen, dass sich die ermittelten Flächen kaum für die Errichtung großflächiger Windparks eignen. Sie seien – so das Fazit – besser geeignet für Anwendungen im Mik-

ro- oder Kleinwindbereich, etwa für die Einrichtung von Energiegemeinschaften. Zudem herrsche hierzulande im Vergleich zur Alpennordseite und dem Alpenvorland ein geringeres Windaufkommen.

Im Regierungsprogramm der aktuellen Landesregierung wurde angekündigt, die Möglichkeit von Wettbewerben zur Vergabe von Konzessionen für Windkraftanlagen auf eigens dafür ausgewiesenen Flächen zu prüfen. Zudem sieht der Klimaplan des Landes ausdrücklich die Durchführung einer Potentialanalyse für die Nutzung der Windkraft einschließlich der gesellschaftlichen Akzeptanz vor. Vor diesem Hintergrund richteten die Landtagsabgeordneten der Grünen Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler eine Anfrage an die Landesregierung. Darin wollten sie in Erfahrung bringen, wie weit die angekündigte Prüfung fortgeschritten sei, einen Wettbewerb zur Vergabe einer Konzession für einen Windpark durchzuführen, und

für einen Windpark auf einer privaten Fläche brauche. Landesrat Peter Brunner stellte in seiner Antwort zunächst klar, dass für die Errichtung eines Windparks nach geltender Gesetzeslage keine Konzessionsvergabe vorgesehen sei. „Für Windkraftanlagen auf privaten Flächen ist eine Baugenehmigung erforderlich. Ab einer Leistung von einem Megawatt unterliegt das Projekt zudem einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)“, so Brunner. Auf die Frage nach den Ergebnissen der im Klimaplan vorgesehenen Potentialanalyse verwies Landesrat Brunner auf die Studie der Universität Trient. Diese komme zum Schluss, dass aufgrund der besonderen Sensibilität des alpinen Raumes, der komplexen Erschließung hochgelegener Standorte, der dicht besiedelten Talböden sowie des im Vergleich geringeren Windaufkommens generelle Aussagen zu geeigneten Standorten kaum möglich seien. Eine mögliche Ausweisung von Flächen könne daher aus-

schließlich auf Basis detaillierter Einzelfallanalysen erfolgen. Auf die Frage der Grünen, wie der Landesrat zum geplanten Windpark am Sandjoch in der Gemeinde Brenner (Erker 10/2025, 12/2025, 02/2026) stehe, antwortete Brunner schließlich, dass ihm als zuständigem Landesrat bisher keine detaillierte Studie zu einem Windpark an diesem Standort vorgelegt worden sei. Zwar sei dem Gemeinderat von Brenner in seiner Anwesenheit eine allgemeine Studie zum Potential erneuerbarer Energien – Photovoltaik sowie Wind- und Wasserkraft – präsentiert worden, eine spezifische Machbarkeits- oder Projektstudie für einen Windpark am Sandjoch liege jedoch noch nicht vor. „Aus diesem Grund kann ich derzeit keine Stellungnahme zu diesem Vorhaben abgeben“, so Brunner. Zudem sei die Landesverwaltung weder in die Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie eingebunden noch seien bisher Projektunterlagen eingereicht worden. bar

Brenner
Windpark am Sandjoch: für großflächigen Windpark „kaum geeignet“

Radon-Gefahr im Wipptal

Die Landesregierung hat erstmals Radon-Risikogebiete in Südtirol definiert. Grundlage sind ausgewertete Messungen der vergangenen 20 Jahre. Fast das gesamte Wipptal ist rot eingefärbt und als Risikogebiet gekennzeichnet. Schätzungsweise mehr als 15 Prozent der Wohnungen weisen in den Gemeinden Brenner, Ratschings, Sterzing, Freienfeld und Franzensfeste eine durchschnittliche jährliche Radonkonzentration von über 300 Bq/m³ auf. Pfitsch gilt als „zu vertiefende Gemeinde“. Das bedeutet, dass nicht ausreichend Daten vorliegen und neue Messungen durchgeführt werden. Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es kann durch Risse im Mauerwerk, undichte Kellerböden oder Leitungsdurchführungen in Gebäude eindringen und sich vor allem in Kellern und Erdgeschossen anreichern. Problematisch ist, dass Radon selbst zwar ausgeatmet werden kann, seine radioaktiven Zerfallsprodukte jedoch an Staubpartikel in der Luft binden. Beim Einatmen gelangen diese Partikel in die Lunge und können dort das Lungengewebe schädigen. Durch die radioaktive Strahlung wird das Erbgut der Zellen angegriffen,

was langfristig zu Zellveränderungen und schließlich zu Lungenkrebs führen kann. Wer sich über viele Jahre hinweg einer erhöhten Radonkonzentration aussetzt, trägt daher ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko. Das Risiko steigt mit der Höhe der Konzentration und der Dauer der Belastung. Besonders gefährdet sind Raucher, da sich die schädliche Wirkung von Tabakrauch und Radon gegenseitig verstärkt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Die Einstufung der Gemeinden bedeutet nicht, dass unmittelbare Gefahr besteht. Die Radonkarte soll in erster Linie informieren, damit Menschen bewusst vorsorgen können. Da Radon unsichtbar und geruchlos ist, sind Messungen notwendig und ratsam, um dessen Konzentration und empfohlene Maßnahmen zu bestimmen. Lüften oder Kellerräume abdichten können die Werte bereits deutlich senken. In Risikogebieten werden weitere Messungen durchgeführt, insbesondere in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Räumen für den öffentlichen Wohnbau. Das Land will auch Eigentümer motivieren, in ihren Häusern Messungen vorzunehmen.

Zecken auf dem Vormarsch

Die Ausbreitung von Zecken macht auch vor alpinen Regionen nicht halt. Nachdem Zecken früher vor allem in tieferen Lagen vorkamen, werden sie in den letzten Jahren zunehmend auch in höheren Gebieten festgestellt. Mit Jahresbeginn wurde daher das internationale Zeckenmonitoring-Projekt MONZEC ausgeweitet, u. a. auch auf das Wipptal.

Ziel des Projektes ist es, Zecken systematisch zu erfassen und zu dokumentieren, um ein besseres Bild über Vorkommen, Höhenverbreitung sowie mögliche Risiken für Mensch und Tier zu erhalten. Zecken können verschiedene Krankheitserreger über tragen. Neben der Früh sommer-Meningoenze phalitis (FSME), gegen die es eine Imp zählen dazu auch Borre lien, für die derzeit keine Impfung verfügbar ist. Darüber hinaus können auch weniger bekannte Erreger wie Anaplasmen, Rickettsien oder Babe sien übertragen werden. Eine frühz nung ist entscheidend, um schwere Krankheits verläufe zu vermeiden. Jäger, Landwirte, Forstarbeiter, Sportler sowie Hunde- und Katzenhalter zählen zu den besonders betroffenen Gruppen. Ein zentraler Bestandteil des Projektes ist die aktive Beteiligung der Bevölkerung. Über eine kostenlose SmartphoneApp können Zeckenfunde einfach und anonym gemeldet werden. Erfasst werden dabei u. a. die GPS-Daten des Fundortes, das betroffene Lebewesen, die Anzahl der Zecken sowie ein Foto. Die gesammelten Daten fließen in eine zentrale Daten-

bank und werden auf einer digitalen Karte dargestellt. Besonders wichtig sind auch Meldungen von Zeckenstichen beim Menschen, da diese Rückschlüsse auf das tatsächliche Stichrisiko in einer Region ermöglichen. Auffällige oder ungewöhnliche Zeckenarten sollen zusätzlich dokumentiert werden, um mögliche neue oder eingeschleppte Arten frühzeitig zu erkennen. Wer wissen will, ob eine Zecke Krankheitserreger enthält, kann über die Projektseite www. zeckencheck.at ein „Zeckenkit“ bestellen und die Zecke einsenden. Sie wird untersucht, der Patient wird über notwendige Therapien informiert.

Das gelungene Zusammenspiel zwischen .andwlrtsch;::ift:,Gastwirt und Gast - der Drelklang der Eisacktaler Kost.

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Besondere Köstlichkeiten bei der Eisacktaler Kost 2026

Vom 13. bis zum 29. März steht das Eisacktal wieder ganz im Zeichen regionaler Kulinarik. Im Rahmen der Eisacktaler Kost, der ältesten Spezialitätenwoche Südtirols, laden 19 ausgewählte Betriebe von Sterzing bis Villanders dazu ein, den kulinarischen Frühling zu genießen.

Eine traditionsreiche Spezialitätenwoche

Wenn die Tage länger werden und die Natur langsam erwacht, beginnt im Eisacktal eine Zeit des Genusses. Seit Jahrzehnten ist die Eisacktaler Kost ein fixer Bestandteil des Südtiroler Veranstaltungskalenders und begeistert Einheimische wie Gäste mit einer Küche, die Tradition und Kreativität verbindet. Zwei Wochen lang stehen Frühlingsgerichte und regionale Produkte im Mittelpunkt – von klassischen Rezepten bis hin zu zeitgemäßen Neuinterpretationen.

Regionalität, die man schmeckt

Ein zentrales Anliegen der Eisacktaler Kost ist die enge Verbindung zwischen lokalen Produzenten, Gastwirten und Gästen. Dieses Zusammenspiel stärkt die Regionalität und macht die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft erlebbar. Viele der verwendeten Zutaten stammen direkt aus der Umgebung und prägen den authentischen Geschmack der Gerichte. Heimische Produkte wie Milchprodukte, FreilandEier, Weine, Wildfleisch, Gemüse wie Sauerkraut, Kartoffeln und Rüben, Kräuter und Gewürze sowie Getreide wie Gerste, Buchweizen, Roggen sind feste Bestandteile der Gerichte. Auch heuer arbeiten die Eisacktaler Kost Betriebe wieder mit den Qualitätsprodukten Südtirols und dem Südtiroler Apfel g.g.A. zusammen, die aktiv in das kulinarische Rahmenprogramm eingebunden werden.

Mitmachen und gewinnen

Zur Eisacktaler Kost gehört auch das beliebte Gewinnspiel. Gäste, die während der Spezialitätenwoche in einem der teilnehmenden Betriebe zum Essen einkehren, haben die Möglichkeit, einen Essensgutschein in einem der teilnehmenden Betriebe zu gewinnen. Der Teilnahmecoupon kann sowohl vor Ort als auch online ausgefüllt werden – ein Anreiz, den kulinarischen Frühling im Eisacktal zu genießen.

Genuss, der Gutes tut

Auch heuer zeigen die Betriebe der Eisacktaler Kost wieder soziale Verantwortung und übergeben einen Teil der Erlöse an die Lebenshilfe. Die Spende geht an die Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation „Trotzdem reden“ in Brixen, die Menschen hilft, die nicht oder nur eingeschränkt über Lautsprache kommunizieren können, und ihnen so mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Die Organisatoren der Eisacktaler Kost bedanken sich herzlich bei allen Partnern und Sponsoren, die diese besondere Spezialitätenwoche Jahr für Jahr möglich machen. Auch 2026 wird das Eisacktal damit wieder zu einem Treffpunkt für Liebhaber der regionalen Küche.

Alle Informationen zur „Eisacktaler Kost“ finden sich auch im Internet unter www.eisacktalerkost.info

Sterzing

Außergewöhnlicher Genussabend

Im Jänner wurde das Restaurant „Derby“ in Sterzing zur Bühne für kulinarische Spitzenklasse. Rund 100 Gäste erlebten einen außergewöhnlichen Genussabend mit Fernsehkoch Ralf Zacherl (im Bild), der ein exklusives 5-Gänge-Menü präsentierte. Mit Kreativität, handwerklicher Präzision und hochwertigen Produkten begeisterte er das Publikum und setzte geschmacklich wie optisch Akzente. In stilvollem Ambiente wurde eine fein abgestimmte Menüfolge mit modernen Einflüssen und überraschenden Aromen serviert. Die ausgewählte Weinbegleitung der Kellerei Andrian

Trens

rundete das kulinarische Erlebnis genussvoll ab. Unterstützt wurde der prominente Gast von Chefkoch Ewald sowie einem engagierten Küchen- und Serviceteam, das für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Zwischen den Gängen gewährte Zacherl persönliche Einblicke in seine Kochphilosophie und schuf mit Charme und Humor eine besondere Nähe zu den Gästen. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Familienmusik Pichler, während Zauberer Peet mit verblüffenden Momenten begeisterte. DJ Armino setzte den stimmungsvollen Schlusspunkt des Abends.

Ein Fest der Inklusion und Begegnung

Anfang Februar verwandelte sich beim

Südtirol, der ganz im zwichen des Miteinanders stand, das Vereinshaus von Trens in einen Ort der Begegnung und der gelebten Inklusion. Menschen mit mentaler Behinderung und Unterstützungsbedarf feierten gemeinsam mit ihren Angehörigen, Unterstützern und Gästen auf Augenhöhe und mit viel Herzlichkeit.

Auch heuer sind zahlreiche Ehrengäste der Einladung gefolgt, darunter

Landesrätin Rosmarie Pamer, die Bürgermeister Verena Überegger und Peter Volgger, Bezirkspräsident Martin Alber, AEB-Präsidentin Angelika Stampfl, Gemeinder eferentin Sonja Ainhauser und Arthur Braunhofer, Geschäftsführer der Firma Wolf aus Freienfeld, sowie Altbürgermeister Ferdinand Rainer, die frühere Bezirkspräsidentin Monika Reinthaler und die Direktorin des Sozialdienstes Wipptal Brigitte Mayr.

In festlicher Atmosphäre wurde getanzt, gelacht und gefeiert. Die fröhliche Stimmung im Saal zeigte einmal mehr, wie wichtig solche Veranstaltungen sind: Sie schaffen Räume, in denen Vielfalt selbstverständlich ist und Gemeinschaft spürbar wird.

Spenden an den Lions Club Sterzing

Die Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld hat dem Lions Club Sterzing Wipptal vor kurzem einen Spendenscheck in Höhe von 1.750 Euro übergeben. Die Mittel wurden im Rahmen der „Sterzinger Glockenweihnacht“ durch verschiedene Initiativen gesammelt.

Mit der Spende unterstützt der Lions Club gezielt lokale Notfälle und hilft bedürftigen Familien im Wipptal. „Jede Spende trägt dazu bei, Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein Stück weit zu entlasten. Der Lions Club kann schnell, unkompliziert und punktuell helfen. Wir danken der Tourismusgenossenschaft sowie allen Spendern herzlich für diese wertvolle Unterstützung“, betont Maria Grazia Mick, Präsidentin des Lions Club Sterzing. Im Bild (v. l.) Johann Planatscher, Matthias Knollenberger, Alois Bacher, Maria Grazia Mick, Fritz Karl Messner, Fini Schafer und Markus Reifer.

Sterzing

Sterzinger Erfolgsmodell

Seit 15 Jahren stärken die „Sterzinger Einkaufs- und Genussgutscheine“ die re gionale Wirtschaft. Was 2010 als Initiative zur Förderung lokaler Wertschöpfung ge startet ist, hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt: Die Gutscheine sind heute in über 100 Geschäften, Gastronomiebetrieben und Beherbergungsbetrieben in Sterzing und Umgebung einlösbar. Wie bereits 2024 wurde auch 2025 ein Gutscheinvolumen von über 500.000 Euro in Umlauf gebracht. „Wir sind sehr zufrieden“, betont Markus Reifer, Geschäftsführer der Tourismusgenossenschaft Sterzing Pfitsch Freienfeld. Die hohe Nachfrage – sowohl von Unternehmen als auch von Privatpersonen – zeige die große Akzeptanz des Angebots über die Weihnachtszeit hinaus. Die Gutscheine sind in der Tourist-Info am Stadtplatz sowie in den Wipptaler Raiffeisenkassen erhältlich.

Schönes Unsichtbares

Franzensfeste

Ein historischer Ort mit seiner versteckten Kraft

Mein Blick schweift Richtung Süden, gen Stausee mit der Autobahnbrücke und den dahinterliegenden Festungsmauern. Dieser Aussicht kann ich nur mit Feingefühl etwas Schönes entlocken. Dennoch hat, pragmatisch gesehen, auch diese von Menschenhand gestaltete Landschaft ihren Nutzen.

Brücken sind immer eine freie Verbindung, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. Wasser spiegelt Gefühle und Leichtigkeit.

Langsam spaziere ich am Ufer des Eisacks entlang Richtung Norden. Der Lärm der Autobahn wird allmählich vom wilden Rauschen des Baches übertönt. Der natürliche Klang des Wassers lässt mich tiefer in die Energie eintauchen. Es ist, als ob das Wasser und die Felsen von der archaischen Kraft dieses Ortes erzählen würden – in der Sprache der Natur ist es ja wirklich so. Die wilde, bestimmende und doch auch liebliche Urkraft wird spürbar. Es ist „natürlich“ laut – und trotzdem eine beruhigende Stille.

Hier sage ich: „Die Stille spricht!“

Erlaube dir, manchmal die Blickrichtung zu ändern, nicht um das weniger Schöne auszublenden, sondern dem, was dir gut tut, mehr Kraft zu verleihen.

Aufforsten –aber richtig!

Vaja-Sturm, Schneedruck, Dürre, Hitze und der Borkenkäfer haben den Wald massiv geschwächt. Wie stärken wir ihn für die Zukunft? Der Schweizer Forstingenieur Samuel Zürcher empfiehlt Naturverjüngung, Baumvielfalt und gezielte Aufforstung.

Dank regenreicher Jahre 2024 und 2025 ist der Wald zumindest etwas zu Kräften gekommen. 2021 fraß sich der Borkenkäfer durch 13 Hektar Wald, 2022 zerstörte er 300 Hektar, 2025 beschränkte sich die Schadensfläche auf 15 Hektar. Erstmals wird wieder mehr Nutzholz als Schadholz ausgezeigt, 2024 waren es noch 90 Prozent Käferholz. Die Nachfrage und damit auch der Holzpreis sind europaweit derzeit so hoch wie schon lange nicht mehr. „Doch nach dem Borkenkäfer ist vor dem Borkenkäfer“, so Philipp Oberegger, Direktor des Forstinspektorates Sterzing, Ende Jänner beim Forstinfotag im Kulturhaus Trens. Das Klima wird wärmer, Trockenphasen und Extremereignisse häufen sich. Um dafür gewappnet zu sein, sind die vielen steilen, kahlen Flächen, darunter Schutzwälder, dringend wiederaufzubauen. Doch ein Wald ist kein Acker, wo jedes Jahr neu ausgesät und geerntet wird, sondern ein Mehr-Generationen-Projekt. Die Unsicherheit ist groß. Wie kann man eine derartige Herausforderung angehen? orstingenieur Samuel Zürcher leitet die Fachstelle für Gebirgswaldbau im Bildungszentrum ald in Graubünden. Er sagt:

„Kein Waldbau mehr ohne Berücksichtigung des Klimawandels!“ In seinem Online-Vortrag zeigte er, wie die Schweiz versucht, stabile flächenschützende Gebirgswälder aufzubauen. Statt wie bisher Lücken mit Fichten zu füllen (diese sollen künftig von allein nachwachsen), setzt das Land auf Naturverjüngung. Seit 2000 wurden nicht mehr als 100.000 Bäume nachgepflanzt – nur dort, wo es sinnvoll und notwendig war, denn große Aufforstungen sind teuer, aufwendig und schwierig. Da reine Fichtenbestände anfällig für Schädlinge sind und Naturereignissen nicht ausreichend genug standhalten, raten Experten zu widerstandsfähigen Mischwäldern mit (heimischer) Lärche, Föhre, Eiche, Linde, Buche und Tanne; Artenvielfalt soll Risiken verteilen und dadurch Schäden minimieren. Gepflanzt wird nicht großflächig, sondern in Trupps: vier bis zwölf Pflanzen – idealerweise derselben Art – in ein bis zwei Metern Abstand. Dazwischen bleiben zehn bis 20 Meter für Naturverjüngung. Nebenarten wie Vogelbeere unterstützen Hauptarten, konkurrieren aber manchmal. Oft setzen sich nur ein bis zwei Arten durch. Mit geringen Kosten kann auch ver-

eigt.

Jenachdem,welcheFunktionderWalderfüllensoll(Klimaresilienz,Biodiversität,Schutz-oderWirtschaftswald...),istgutabzuwägen,obandiesemStandortdieNaturverjüngungdurchAufforstung(AussaatoderPflanzung)ergänztwerdensoll.

sucht werden, neue Baumarten wie Ahorn oder Lärche einzuführen. Gute Erfahrungen hat die Schweiz mit Direktsaat auf geschürften Böden gemacht. Wenig verbreitete Arten wie Linden und Kastanien pflanzt man in drei bis fünf Kilometern Abstand, damit sie einander bestäuben können – pro Art braucht es etwa 500 Mutterbäume.

Je sorgfältiger ein Wald neu aufgebaut wird, desto besser entwickelt er sich. Dabei sollten wichtige Grundregeln beachtet werden: „Frische-Kette“ zwischen Forstgarten und Pflanzort einhalten (Wärme und Sonne meiden), ausreichend großes Loch ausheben (Wurzel braucht genug Platz), sauberer Wurzelschnitt

vor dem Einsetzen (fördert das Wachstum), Bewässerung bei Trockenheit, maximal zwei Sommer lang in der Anwuchsphase, sonst investiert die Pflanze nicht genug eigene Kraft ins Wurzelwachstum.

Nach dem Pflanzen heißt es: viele Jahre dranbleiben, kontrollieren, dokumentieren (idealerweise mit GPS), ausmähen, den Jungwald pflegen … Wildschutz ist zwar teuer, aber essentiell, um vor allem klimaresistente Pflanzen (sie sind ein Leckerbissen für das Wild) zu schützen. In der Schweiz, wo in Schutzwäldern ausschließlich erfolgreiche Aufforstung gefördert wird, beauftragen Waldbesitzer zunehmend Forstpersonal oder spezialisierte

Unternehmen.

In Südtirol werden die Wälder mit Pflanzen aufgeforstet, die in Forstgärten (Piglon-Laimburg, Prad, Ulten, Welsberg) aus südtirolweit zusammengetragenen Samen aufgezogen werden. Forstinspektor Oberegger rät, vor allem Schutzwälder umgehend wiederaufzubauen, um sie langfristig zu stabilisieren – trotz Rüsselkäfer-Risiko, der eine Aufforstung zunichte machen kann. Der Schädling legt seine Eier in Wurzelstöcken gefällter Fichten ab, die geschlüpften Käfer fressen die Rinden junger Nadelbäume, wodurch diese absterben. Käfermonitorings im Wipptal haben bislang jedoch keine Auffälligkeiten für eine Vermehrung

Förderungen sollen Waldbesitzer motivieren, ihre Wälder sorgfältig und effizient aufzuforsten zu pflegen. Am 23. Jänner hat die Landesregierung neue Beiträge für das Schadholzmanagement von Windwurf, Schnee äfer und Maßnahmen zur Vielfaltentwicklung, Klimaresilienz und Biodiversität im Wald estgelegt. Die meisten Ansuchen sind online über mycivis ellen. Nähere Infos dazu auf forstdienst.provinz.bz.it, im Forstinspektorat und in den rb

Bei Interesse organisiert das Forstinspektorat Ende April einen Praxistag zur Auffors-

Waldkampagne

Am Tag des Baumes am 21. März startet die Abteilung Forstdienst eine dreijährige Waldkampagne. Sie soll der Bevölkerung bewusst machen, wie wichtig der Wald für uns alle ist. Er schützt vor Naturgefahren, speichert Sauerstoff, filtert Wasser, bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum und dem Menschen Erholung, liefert den nachhaltigen Rohstoff Holz, schafft Arbeitsplätze ... Jeder Schritt durch einen Wald verlangt deshalb Respekt: vor dem Leben darin (Tiere, Pflanzen) und vor den Grundbesitzern, die den Wald durch Schutz, Pflege und Bewirtschaftung erhalten.

Prächtig und selten –die Krickente

Es gibt in unserem Land eine Fülle von Vogelarten. Dasselbe gilt für die Blumen. Dies hängt mit der vielgestaltigen Landschaft, mit den Höhenstufen, den daraus sich ergebenen Kleinklimazonen, mit der Bandbreite unterschiedlichster Lebensräume zusammen. Rund 150 Vogelarten brüten bei uns, dazu kommen noch einmal 200 Arten, die nur zwischendurch und zeitweise hier Halt machen und rasten. Noch bunter präsentiert sich unsere Blumenwelt. Im Naturmuseum in Bozen sind über 2.100 heimische Pflanzenarten und Unterarten registriert. Und in Pareys Bergblumenbuch scheinen über 600 Arten auf, die typisch für die Gebirgsgegenden sind. Die meisten davon blühen auch bei uns. Von den vielen Vogelarten sehen wir einige immer wieder und wir kennen auch ihre Namen. Andere fallen uns kaum auf, einige wenige aber entgehen ganz unserer Aufmerksamkeit, entweder weil sie so selten oder sehr scheu sind und sich uns kaum einmal zeigen.

Als Beispiel für eine zwar sehr hübsche aber eher wenig bekannte Vogelart kann uns die Krickente dienen. Wer letztes Jahr zwischen August und Oktober auf dem Jaufenkamm unterwegs war und an einem kleinen Bergsee vorbeikam, der konnte diesen seltenen Zugvogel sehen, der sich dort immer wieder blicken ließ. Der Jaufen gilt als eine der meistbenutzten Überflugrouten nicht nur unseres Landes und bietet im Herbst und

Frühjahr für Vogelkundler eine Fundgrube verschiedenster Sichtungen und Nachweise. Jedes Jahr zur Zugzeit sind mehrere Hobbyornithologen dort vor Ort. Sie zeichnen alle Arten auf, die vorbeifliegen. Die Ergebnisse werden in den „Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz“ veröffentlicht. Einer der Autoren, Arnold Rinner aus dem Passeier, rechnet die Krickenten-Sichtung zu einem der Highlights des letzten Herbstes. Auch auf dem Pfitscher Joch waren letzten Herbst Vogelkundler mit dem Überwachen des Zuggeschehens befasst. Dort gibt es mehrere kleine Seen und auf einem dieser Gewässer machte ein gutes Dutzend

Krickenten Rast auf ihrer nächtlichen Flugreise, denn die Krickenten gehören zu den Nachtziehern.

Nun kommen Krickenten-Sichtungen zur Zugzeit in unserem Land vor allem auf den größeren Seen immer wieder vor, am Kalterer See zum Beispiel, auch auf dem Haidersee im oberen Vinschgau und auf anderen Schutz und Futter bietenden Gewässern. Die Art ist weit verbreitet, brütet besonders häufig im Norden und Osten Europas, in Skandinavien etwa, und muss von dort im Winter nach Süden oder Westen ausweichen. Nördlich und südlich der Alpen nehmen die Sichtungen zu, es fehlt bei uns aber fast völlig

an Brutnachweisen. Eine einzige Ausnahme aus unserem Land ist bekannt. Auf der Villanderer Alm liegen auf rund 2.000 m Meereshöhe die Schwarzseen. Sie sind teilweise von dichter Ufervegetation eingefasst. Gerade dort ist vor einigen Jahren eine Brut bestätigt worden, denn es ließ sich ein Weibchen mit Küken sehen. Das Sich-sehen-lassen sagt sich leicht, ist aber alles andere als alltäglich. Denn die Krickenten lieben die Heimlichkeit, sie verstecken sich und die Brut während der Fortpflanzungszeit so umsichtig und gekonnt, dass sie viel öfter übersehen als gesehen werden. Das Nest wird im Schilf oder zwischen dem die Seen säumenden Ried-

Krickenten sind klein, nicht größer als eine Taube. Die Männchen sind prächtig gefärbt, die Weibchen tragen ein Tarngefieder. Am grün schillernden Flügelspiegel ist das Weibchen gut der Art zuzuordnen.
Heinrich Aukenthaler
Zur Zugzeit lassen sich die Krickenten auch tagsüber auf offenem Wasser sehen.

zu den Schwimmenten gehören, die im Gegensatz zu den Tauchenten gründelnd mit dem gezähnelten Schnabel das grundnahe Wasser seihen und dabei alles Essbare aus dem Wasser herausfiltern und verschlucken, brauchen sie die Augen bei der Unterwassersuche nicht, denn sie finden auch im Dunkeln ihren Teil. Wenn das allein brütende Weibchen aber einmal tagsüber sein Nest mit den Eiern verlassen muss, dann deckt es mit den eigenen ausgezupften Daunen das Gelege zu. Dem Männchen obliegt während dieser heiklen Phase die Bewachung des Nestes. Sollte sich aber doch ein beutehungriger Fleischfresser dem Gelege nähern, dann haben die Krickenten einen Trick auf Lager, den allerdings auch viele andere auf dem Boden brütende Vögel anwenden. Das Weibchen, das auf den Eiern sitzt, versucht den Gegenspieler vom Nest wegzulocken, indem es so tut, als sei es verletzt und nicht flugfähig. Es hüpft vom wertvollen Gelege zunächst humpelnd und sich dann flügellahm stellend weg und bietet sich sozusagen zum Schein dem Fuchs oder Marder oder wem auch immer als leichte Beute an, aber immer darauf bedacht, den die Verfolgung aufnehmenden Räuber auf Distanz zu halten. Ist der Beutegreifer dann weit genug vom Nest weggelockt, dann wird das die Verletzung mimende

demnach gelernt haben, dass ein verleitender Elternvogel ihn täuschen will und dass er nicht dem humpelnden und flügellahmen Vogel folgen darf, sondern in der entgegengesetzten Richtung suchen muss und dort mit großer Wahrscheinlichkeit fündig wird.

Fliegende Krickenten erkennt man auch aus größerer Entfernung am rasanten Flug. Messungen haben zwar ergeben, dass die Kricknicht schneller als die Stockente fliegt, es sieht aber so aus. Das liegt vielleicht daran, dass die meist in Gruppen oder „Flügen“ am Himmel erscheinenden Vögel schneller mit den Flügeln schlagen, weitgehend synchron, dass die Enten mehrfach abrupt und alle gleichzeitig die Richtung wechseln, dass sie steil auf die angesteuerten Gewässer einfallen, und wenn sie wieder auffliegen, dann erhebt sich die ganze Gruppe gleichzeitig und nahezu senkrecht aus dem Wasser. Die zu hörenden Rufe klingen wie „krick“ oder „kreck“ und haben der Ente den deutschen und wissenschaftlichen Namen beschert, „Krickente“/„Anas crecca“. Die Italiener waren, wie so oft bei der Namensgebung, phantasievoller und nennen die Krickente „alzàvola“, wörtlich zu übersetzen mit „steigt auf und fliegt“, freier formuliert „die Senkrechtstartende“. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass

flügelschlagend Wasser treten, um vom feuchten Element abzuheben.

Im Fortpflanzungsverhalten unterscheiden sich die Krickenten nicht von den meisten anderen Schwimmentenarten. Die Gruppenbalz beginnt bereits im Herbst. Die Paarbildung erfolgt noch im Winterquartier und intensiviert sich im Februar/März. Die Vögel treten nun den Rückflug zu einem ihnen zusagenden Brutplatz an, den sie für die nächsten Monate als Wohnsitz behaupten. Dort übernimmt das Weibchen das Kommando. Es baut allein das Nest, legt nach der Paarung jeden Tag ein Ei hinein und entscheidet auch darüber, wann es mit dem Brüten beginnt. Es muss die dem Weibchen vorschwebende Gelegegröße erreicht sein. Wenn dann die Küken nach drei Wochen ziemlich gleichzeitig schlüpfen, so folgen sie nach Entenart ihrer Mutter auf dem Fuß, und wenn sich eines im Dickicht der Wasserpflanzen verirren und verlieren sollte, dann helfen ihm die Stimmfühlungs- und Locklaute dabei, zur Mutter zurückzufinden. Nach eineinhalb Monaten erst sind die Jungen flugfähig. Der Familienverband löst sich bald einmal auf und die Mitglieder gehen getrennte Wege. Das Männchen hat sich ohnedies gleich nach dem Schlüpfen der Jungen aufgemacht und

sehen kriegen, dann fällt uns vielleicht auch ihre geringe Größe auf. In Tirol gibt es die auf die Kleinheit sich beziehende Bezeichnung „Viertlant“, im weiteren deutsche Sprachraum soll auch der Name „Halbente“ bekannt sein. Die Kalterer, welche die Krickente ja am ehesten gut kennen, nennen sie „Grilerla“. In den Jagdtagebüchern des letzten Sterzinger Berufsfischers und Jägers Karl Leitner aus den Jahren ab 1914 werden einige Entenarten mit Namen bezeichnet, die Stockente als „Blobkopf“, die Löffelente, mit der „Duckente“ müsste ein Zwergtaucher gemeint sein, dann aber schreibt er oder sein Bruder Hans von „mittleren“ und von „kleinen“ Enten. Bei den „kleinen Wildenten“ dürfte es sich fast sicher um Krickenten gehandelt haben. Die Tagebücher sind vom Sterzinger Historiker Dieter Thaler und vom Bozner Limnologen Vito Adami ausgewertet und im Schlernheft 7/2006 auszugsweise veröffentlicht worden.

Es fällt auf, dass keine der genannten Artbezeichnungen auf das auffallendste und schönste Merkmal unserer kleinen Ente verweist, auf das sattleuchtende Grün im Flügel beider Geschlechter. Nur die Amerikaner gehen darauf ein. Sie nennen die Krickente „Green-winged Teal“, die Grünflügelige. Und daran ist sie allemal eindeutig zu erkennen.

Außerhalb der Brutzeit scharen sich die Krickenten gern in Gruppen zusammen. Sie fliegen schnell, heben und senken die Flügel nahezu gleichzeitig, verändern mehrfach abrupt die Flugrichtung und sind allein schon daran zu erkennen.

Wiener Gärtner mit Sterzinger Wurzeln

Martin Niederstätter ist nun fast gleich lang in der pulsierenden Metropole Wien, wie er im beschaulichen Sterzing gelebt hat. Kontrastreicher könnten diese beiden Lebensabschnitte kaum sein: Der ruhigen Kindheit steht ein Leben in der multikulturellen Metropole gegenüber.

I Nadia Sorg

Martin Niederstätter wurde am 9. Mai 1991 in Sterzing geboren und wuchs dort auf. Die ersten Jahre seines Lebens vergingen idyllisch und ruhig. Eine besonders prägende Rolle in dieser Zeit spielten neben seinen Freunden seine Großeltern, deren Herzlichkeit, großer Garten und Lebenseinstellung sein frühes Leben positiv beeinflussten und ihm wichtige Lektionen für das Leben mitgaben. Zur Gänze hat er deren Wert erst in Wien richtig realisiert. Er verbrachte viel Zeit bei ihnen, sie lebten im selben Haus und Martin schätzte sie als extrem gute und aufmerksame Zuhörer in seiner Kinder- und Jugendzeit. Viele Probleme, die typisch für diese Zeit sind, konnte er bei ihnen deponieren und er fand den nötigen Halt.

Nach der Mittelschule in Sterzing besuchte er die Landesberufsschule „Emma Hellenstainer“ in Brixen und wechselte später nach Bruneck, wo er die Ausbildung zur Servicefachkraft (früher Kellnerprüfung) abschloss. Diesen Beruf übte er anschließend fünf Jahre lang aus. Als richtig erfüllend empfand

er ihn aber nicht. Den entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben hat er einem Freund zu verdanken, als dieser ihm ein Zimmer in Wien vermittelte. Die Aktion war zwar sehr spontan, aber Martin sagte zu. So zog er nach Wien, wo er seit her lebt – eine Zeit spanne, die mit etwa 14 bis 15 Jahren fast genauso lang ist wie seine Zeit in Sterzing.

Der Umzug von der provinziellen Land schaft Südtirols in die Großstadt Wien kam anfangs einem „Kulturschock“ gleich, wenn auch nur einem kleinen. Gerade der multikulturelle Bezirk Favoriten, der auch der bevölkerungsreichste ist, wurde zu Martins neuem Wohnort. Trotz des schlechten Rufs von Favoriten – es gibt dort Messerstechereien, Schießereien und Morde, wie Google erklärt –möchte er das Leben dort nicht mehr missen. Zumindest noch nicht. Er schätzt die positiven Seiten der Multikulturalität, wie etwa günstige Speisen und die langen Öffnungszeiten der türkischen Bäckereien, die an sieben Tagen die Woche bis 22.00 Uhr geöffnet haben. „Man darf nur nicht zur falschen Zeit am falschen Ort sein, aber daran gewöhnt man sich rasch“, meint er. An diese Regel müsse man sich in anderen Stadtteilen und Städten übrigens auch halten.

seines Dialekts klar als Südtiroler identifiziert. Und er sieht sich nach wie vor auch als sol-

misst und sich wünschen würde, wäre etwas mehr Risikobereitschaft. „Aber das ist leichter gesagt als getan, das ist mir vollkommen klar.“ Als weiteren typischen Südtiroler Charakterzug sieht er deshalb den mitgebrachten Arbeitseifer, der ihn

In Wien wird Martin aufgrund

cher. Die Sprache stellte anfänglich eine Hürde dar: In Wien verstand ihn, obwohl alle die deutsche Sprache beherrschen, kaum jemand. Mittlerweile hat er sich ein „Kauderwelsch“ aus Wienerisch, Hochdeutsch und Südtiroler Dialekt zusammengestellt. Seinen Südtiroler Dialekt behält er bewusst bei, da er ein Teil seiner Identität ist. Auch die allseits bekannten und beliebten authentischen Südtiroler Rezepte hat er mitgenommen. „Die Südtiroler Küche hat ja auch viel zu bieten“, betont er. Ein großer Vorteil ist, dass man mit dieser Grundlage auch vegetarisch gut aufkochen kann. Südtirol hat sich in Martins Augen zu einem innovativen und kreativen Wirtschaftsstandort entwickelt, der am Weltmarkt einen guten Ruf hat und dort wunderbar bestehen kann. Das einzige, was er ver-

Gearbeitet hat er immer. Nach einigen Jobs fand Martin Niederstätter während der Corona-Zeit durch einen Zufall – und aufgrund des falschen Lesens einer Stellenanzeige – seine berufliche Bestimmung als Gärtner beim Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser. Er ist dort für die Betreuung von zwei Grünanlagen zuständig. Sein Arbeitsalltag umfasst das Putzen, Wässern und Pflegen der insgesamt 15.000 m2 Grünfläche. Besonders herausfordernd und bereichernd ist die Betreuung der privaten Gärten der Bewohner, inklusive deren Gemüsegärten, Obstbäume und Hochbeete. Er ist für den Einkauf und Verkauf zuständig und versorgt sie mit dem Nötigsten. Die älteren Bewohnerinnen nennt er liebevoll seine „Gartenladys“.

Seine Zukunft lässt Martin Niederstätter offen. Er lässt sich vom Leben überraschen. „Mein größter, wenngleich desillusionierter Wunsch ist und bleibt jedoch der Weltfrieden.“

Herzen im Einsatz

3.500 Stunden – fast 146 Tage. So lange haben die 52 Freiwilligen des Sozialdienstes im vergangenen Jahr geholfen. „Wenn‘s uns braucht, sind wir da.“

Am 9. Jänner duftete es im Seniorenwohnheim nach frischem Kaffee: Die Helfer trafen sich zum „Neujahrscafé“, um einander besser kennenzulernen, Geschichten auszutauschen und Pläne fürs neue Jahr zu schmieden. Am Tisch eine bunte Runde. Anna spricht im „Sprachencafé“ mit den Teilnehmern Deutsch, Christine Italienisch, Pat Englisch. Ian moderiert einen „ChatRoom“ im „Steindl“. Marianne hilft anders: Zweimal wöchentlich spielt sie mit Bewohnern Karten oder schiebt sie im Rollstuhl durch die Stadt, damit sie am sozialen Leben teilhaben können. Das genießen sie sehr. Loredana kümmert sich u. a. um zwei ältere Frauen und acht ukrainische Mütter, deren Männer gestorben oder in russischer Gefangenschaft sind. Neben ihr sitzt Brigitte: Sie liest mit einem Kind wöchentlich Bücher. Montags von halb vier bis halb sechs ist sie beim Stricktreff im Seniorenwohnheim. Dort ist jeder willkommen, stricken zu lernen und wertvolle Tipps weiterzugeben – sogar 90-Jährige stricken begeistert mit. Martha spielt mit Heimbewohnern Karten, macht Spaziergänge und organisiert kleine Veranstaltungen. Josefine stolperte zufällig in die Freiwilligenarbeit: Im November fand sie die Seniorenwohnheim-Bar geschlossen vor und sprang ein. Seitdem steht sie sonntags hin-

term Tresen. Danilo hilft montags bis freitags vormittags aus. „Helfen wollte ich immer schon“, sagt Hildegard. „Ich komme gut mit alten Menschen zurecht.“ Seit ihrer Pensionierung bas telt sie mit Heimbewohnern, hilft in der Küche, spaziert mit Senioren durch die Stadt, be sucht Menschen mit Demenz und backt Kuchen sowie Krapfen. „Egal was – ich helfe, wo ich gebraucht werde.“ Über 50 Freiwillige stützen den Sozialdienst – das sind viele. Und doch braucht er noch mehr, am dringendsten für „Essen auf Rädern“, den Fünf-Tage-Dienst. Täglich rollen warme Mahlzeiten aus der Küche des Seniorenwohn heimes zu Personen, die nicht mehr kochen können. 2025 fuhren 13 Helfer aus Ster zing, Pfitsch, Freienfeld und Ratschings Essen aus, 1.144 Stunden lang. Auch von ihnen hilft jeder auf eine besondere Art: Christine besucht zweimal pro Woche vormittags Heimbewohner und fährt mittags Essen aus. Gundi hilft im Tagespflegeheim und möchte demnächst auch Essen zustellen. Margit ist seit kurzem dabei, Ugo seit sechs Jahren ein zuverlässiger Helfer beim Dienst Essen auf Rädern. Sepp liefert Essen aus und organisiert Wanderungen. „Es macht Freude – und eines Tages brauche ich die Hilfe vielleicht selbst“, sagt Robert, der neben der Essenszustellung Begleitdienste, u. a. zum Arzt, übernimmt. Karl prüft bei jeder Zustellung, ob es aus dem Kamin raucht: „Ein Zeichen, dass noch Leben im Haus ist.“ Für viele ist das Klingeln an

der Tür der Kontakt zur Außenwelt – und weit mehr als ein Essensservice. Schon ein paar Wor

Mittlerweile ist der Dienst Essen auf Rädern in diesem Ausmaß nur dank Unterstützung der Freiwilligen möglich. Ohne Freiwillige müssten qualifizierte Pflegekräfte den Dienst vollständig übernehmen – diese werden aber dringend in der Pflege gebraucht. 2025 erhielten 109 Wipptaler 13.984 Mahlzeiten zugestellt, zehn nahmen die Mahlzeiten im Seniorenwohnheim ein (1.912 Essen ohne Zustellung). Die Küche soll nun auf ein Zubereitungssystem umsteigen, das flexiblere Zustellungszeiten ermöglicht. Ziel ist es, für die Zustellung der Mahlzeiten nur noch in Ausnahmen Pflegekräfte einsetzen zu müssen. Freiwillige sind für den Dienst unentbehrlich.

Bei den monatlichen Treffen

sammelt Claudia Zampol, Koordinatorin der Freiwilligen, nicht nur Erfahrungen, sondern auch Ideen. Im Wipptaler Freiwilligenjahr 2025 gab es Fahrsicherheitstraining, Erste Hilfe, Wanderungen und neue Westen für den Dienst „Essen auf Rädern“. Für dieses Jahr wünschen sich die Freiwilligen einen „Kellner-Kurs“ (Suppe schöpfen!), einen Englischkurs, Erste Hilfe oder ein Gesprächstraining –plus Tipps zur Selbstfürsorge. Eine Helferin hat schon einen Rat parat, wie man belastende Gedanken schnell wieder los wird: „Ich stelle mich unter die Dusche, lasse alles abfließen. Dann geht’s mir wieder gut.“ Supervision bietet der Sozialdienst bei Bedarf an.

Claudia Zampol dankte allen, die Tag für Tag mit Herz im Einsatz sind; die Freiwilligen dankten ihr und dem Sozialdienst. „Wir sind gut betreut.“ „Hoffentlich helfen noch mehr Wipptaler mit.“ „Helfen bereichert – und alle profitieren davon!“, sagt eine Freiwillige. Die Dankbarkeit erfüllt sie am meisten. „Die Leute sagen: Gehst du schon? Bleib doch noch! Sie warten nicht nur auf das Essen. Nein. Sie warten vor allem auf dich!“

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft (E-Mail: claudia.zampol@wipptal.org; Tel. 0472 726 406) zu melden.

Für den Dienst Essen auf Rädern werden dringend freiwillige Helfer gesucht.

„Gott begleitet uns, egal was passiert“

Andreas Seehauser ist seit dem 1. September Dekan in Sterzing und gesetzlicher Vertreter der 16 Pfarreien in der Seelsorge einheit Wipptal. Ein Gespräch über Berufung, Krankheit, Kir chenkrise und den Ruf Gottes.

Erker: Herr Dekan, haben Sie sich gut im Wipptal einge lebt?

Andreas Seehauser: Fürs Erste ja. Mein persönliches Leben im Pfarrhaus gemeinsam mit Seel sorger Josef Gschnitzer und P. Vincent Safi OSS verläuft sehr gut. Das Kennenlernen der Pfar reien war intensiv, da die Seelsor geeinheit umstrukturiert wird. Früher waren vier Pfarrer für 16 Pfarreien zuständig, jetzt bin ich alleiniger gesetzlicher Vertreter. Gemeinsam suchen wir den bes ten Weg in die Zukunft. War es schwierig, die Zelte im Hochpustertal abzubrechen? Trotz elf schöner Jahre mit vielen Freundschaften ist mir der Ab schied nicht schwergefallen, weil ich mich mehrere Monate lang auf diesen Schritt vorbereiten konnte. Man lässt etwas zurück, öffnet sich aber auch für Neues – in diesem Fall für meinen Hei matbezirk. Mit Ausnahme meines Heimatdorfes Mauls und meiner Verwandtschaft kannte ich nur wenige Wipptaler – jetzt darf ich täglich viele von ihnen kennenlernen.

Von außen wirken Sie nicht wie ein Geistlicher. Äußerlichkeiten waren mir nie wichtig. Nur sonntags trage ich Festtagsgewand: Anzug, weißes Hemd, Kreuz auf der Jacke. Begeln.

Wann wurde Ihnen klar, dass Sie Priester werden wollen?

Die Entscheidung fiel knapp vor meinem 17. Geburtstag. Monate zuvor spürte ich schon: Das könnte mein Weg sein. Durch den Glauben erfuhr ich tiefe Freude im Leben und eine wachsende Beziehung mit Gott. Zunächst wollte ich Arzt werden, doch mir wurde bewusst: Mehr als einen

Immer noch glücklich mit Ihrer Berufswahl?

Ja. Ich bin seit 25 Jahren Priester. Erfahrungen, Herausforderungen und der Austausch mit Priesterkollegen haben mich reifen lassen. Ich würde dieselbe Entscheidung wieder treffen. Gesundheitlich hat Sie das Leben mehrmals auf die Probe gestellt.

Als Jugendlicher litt ich aufgrund

eines kleinen Unfalls an verschobenen Wirbeln. Vor 13 Jahren ankte ich an einer schweren Herzmuskelentzündung. Es e eineinhalb Jahre, bis ich wieder einen halbwegs normalen Alltag leben konnte. Im ersten Moment fragte ich mich, wie es weitergehen soll. Heute hilft mir diese Erfahrung im Umgang mit Kranken, Sterbenden und Leidenden. Ich habe gelernt, alles Gott zu überlassen. Ich sagte zu ihm: Wenn du mich als kranken Priester brauchen kannst, bin ich bereit. Sollte ich gesund werden, tue ich meinen Teil, um wieder auf die Beine zu kommen.

Herausforderungen annehmen können … ist das Um und Auf – auch wenn wir anfangs vielleicht nicht verstehen, welchen Sinn sie haben. Oft wird Gott für alles verantwortlich gemacht. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Gott uns begleitet, egal was passiert. Diese innere Ruhe zu spüren, ist ein großes Geschenk. Welches Motto trägt Sie?

„Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen“ (1 Thess 3,12). Dieser Satz begleitet mich tagtäglich. Glaube und Liebe sind Geschenke Gottes. Man kann sie nicht einfordern, sich aber für sie öffnen.

Die Kirche hat derzeit große Herausforderungen zu meistern, angefangen beim Umgang mit Missbrauchsfällen. Wir alle sind Erben unserer Vergangenheit. Es liegt an uns, was wir daraus machen. Es ist gut, dass sich die Kirche ihren Heraus-

Dekan Andreas Seehauser: „Gott darf uns nicht inmitten der schönen christlichen Traditionen verloren gehen.“

forderungen stellt sowie Aufklärung und Prävention leistet. Genauso wie die Kirche muss sich auch jeder von uns seinen Herausforderungen stellen. Jeder Verein, jede Religionsgemeinschaft, jede Familie gibt Mitbringsel aus der Vergangenheit an ihre Nachkommen weiter – was nicht negativ sein muss, aber zu hinterfragen ist. Jede gute Veränderung ist mitunter ein lebenslanger Prozess, da man oft in alte Muster zurückfällt. Änderungen können nur in kleinen Schritten gelingen – wir brauchen nur an den Umwelt- und Klimaschutz zu denken.

Wie ist es in Südtirol um den Priesternachwuchs bestellt? Dass sich weniger Menschen für das Priesteramt berufen fühlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es geht dabei nicht um moralische Verurteilung, sondern darum, die Wirklichkeit zu sehen. Früher waren Familien kinderreicher. Heute leben wir in einer Welt, vor allem in Europa, in der Glaube privat sein soll, in einer Wohlstandsgesellschaft, in der es Gott anscheinend nicht mehr braucht. Wir wollen Freiheit spüren, uns nicht binden lassen, tun, was wir wollen. Unverbindlichkeit und ständiger Neuanfang in Beruf und Beziehungen haben Vorteile, schaffen aber auch persönliche, emotionale und oft ökonomische Unsicherheit. Die äußere Erscheinungsform der Kirche wird sich in den nächsten Jahren stark ändern.

In welcher Hinsicht?

In fast allen Berufssparten reden wir von Arbeitskräftemangel. Viele Dörfer sind ohne Arztpraxis und Geschäft, leben aber weiter. So wird es auch mit der Kirche sein. Der Glaube wird aber nicht untergehen, weil Gott lenkt. In 15 Jahren werden wir die Kirche von heute nicht mehr wiedererkennen. Es wird weniger Pfarreien geben, weniger mitarbeitende

Gläubige. Christ ist nur noch derjenige, der es bewusst sein will. Im Begriff Berufung steckt das Wort Ruf, es ruft jemand. Damit ich einem Ruf folgen kann, muss ich ihn erst hören.

Manche hören ihn erst im höheren Alter.

Das Alter spielt keine Rolle. Berufung kann zu jeder Lebenszeit kommen. Gott ruft immer. Die Frage ist, ob wir ihn hören. Das gelingt nur, wenn wir eine persönliche Beziehung zu Gott aufgebaut haben. In unserer Gesellschaft gibt es wundervolle Traditionen, doch die Botschaft – die persönliche Beziehung zu Gott – kommt oft nicht zur Sprache. Das finde ich schade. Wer weiß beispielsweise, dass die Laterne des hl. Martin Jesus symbolisiert, der ihn erleuchtet und ihm zeigt, wie er sich dem Bettler gegenüber verhalten soll?

Gott darf uns nicht inmitten der schönen christlichen Traditionen verloren gehen. Glaube ist nichts Irrationales, sondern lässt unseren Verstand offen werden, dass es mehr gibt als das, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen.

In welchen Momenten spüren Sie Gott am stärksten?

Gott ist überall. Besondere Momente sind für mich das tägliche persönliche Gebet in der Stille, wo ich nachspüre, wo ich im Leben stehe. Gott spüre ich auch beim Wandern und beim Feiern der Sakramente. Als Priester bin ich ein Instrument in den Händen Gottes und lasse ihn durch mich wirken. Bei der Krankensalbung und der Beichte nehme ich am greifbarsten wahr, wie Gott wirkt. Für die Leute ist Beichten das Schwerste.

Ist es das?

Ja. Viel leichter ist es für sie, bei einer Messe dabei zu sein. Aber manch einer geht in die Kirche und merkt gar nicht, dass Gott da ist. So viele Menschen sehnen sich nach Vergebung. Gott ver-

zeiht immer. Die Frage ist, ob ich bewusst oder unbewusst offen bin, Vergebung zu empfangen. Eines ist zu denken, dass mir mein Gegenüber nach einem Streit schon verzeihen wird. Etwas völlig anderes und eine tiefe, glücklich machende Erfahrung ist es, im direkten Gespräch um Vergebung zu bitten und zu hören, wie mein Gegenüber sagt: „Ich verzeihe dir.“ Es ist nicht egal, wie ich lebe. Was ich tue oder nicht tue, wirkt sich auf unsere Mitmenschen, auf eine ganze Gemeinschaft aus. Da genügt es nicht nur, den Herrgott um Vergebung zu bitten, das ist zu wenig. Die Beichte schenkt uns Versöhnung mit Gott und gibt uns die Kraft, uns mit den Mitmenschen zu versöhnen. Wer etwas zerstört, muss es versuchen, wieder gutzumachen. Das sollten wir als Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Kirche noch besser lernen. Heilung ist aber möglich, wo Verletzung geschehen ist.

Was aber, wenn die Verletzung zu stark war? Gibt es auch unverzeihliche Fehler?

Die Heilung von tiefgehenden Verletzungen braucht Zeit, oft auch viel Zeit. Manchmal braucht es auch Hilfe von außen, um einen Heilungsweg gehen zu können. Als Christen glauben wir, dass es keine unverzeihlichen Fehler gibt. Allerdings braucht es für die Versöhnung immer zwei Personen: eine, die verzeiht, und die andere, die um Verzeihung bittet und um Wiedergutmachung bemüht ist.

Ihr Wunsch an die Gläubigen?

Zur Person

Andreas Seehauser ist am 6. November 1976 in Brixen geboren und am elterlichen Hof im Maulser Tal aufgewachsen. Die Mittel- und Oberschule besuchte er im Vinzentinum in Brixen, anschließend studierte er Fachtheologie im Priesterseminar in Brixen. 2000 wurde Seehauser zum Diakon, 2001 zum Priester geweiht. Von 2001 bis 2004 wirkte er als Kooperator in Brixen, von 2004 bis 2013 als Pfarrer in der Pfarrei „Don Bosco – Maria in der Au“ in Bozen. Nach einem Sabbatjahr in Loppiano in der Toskana (2013 – 2014) übernahm er bis 2025 seelsorgliche Tätigkeiten im Hochpustertal.

Seit dem 1. September 2025 ist Andreas Seehauser Dekan von Sterzing und Leiter der Seelsorgeeinheit Wipptal.

Wir leben zwei Extreme. Einerseits ist alles erlaubt, andererseits: Wehe, wenn etwas passiert! Wir brauchen keine Sündenböcke. Wer jemanden zum Sündenbock macht, will oft seine eigenen Fehler verdecken oder sich höherstellen als andere. Wir sollten uns gegenseitig eingestehen, dass wir Fehler machen dürfen, weil sie zum Leben gehören und wir Menschen sind. Das bedeutet nicht, aufzugeben oder gleichgültig zu werden. Keine Fehler macht nur derjenige, der nichts tut. Und das ist der größte Fehler. In jeder Messfeier ist der Friedensgruß wichtig, egal ob man sich dabei die Hand gibt, Blicke austauscht oder ein Wort des Friedens sagt. In der Eucharistiefeier verwandelt Gott nicht nur Brot und Wein, er will auch uns und unsere Beziehungen verwandeln, unsere Verletzungen heilen. Gott kann in unserer Welt nur für uns spürbar wirken, wenn wir für ihn und für die Mitmenschen offen sind. Lernen wir, aneinander das Positive zu sehen. Dann tun wir uns auch leichter, das Negative an uns selbst und an anderen anzunehmen.

Interview: rb

Ratschings

183 Einsätze seit Beginn der Saison

Seit Beginn der Skisaison bis zum 11. Februar haben die Carabinieri von Sterzing, die im Pis tenrettungsdienst im Skigebiet RatschingsJauf ze durchgeführt und dabei 186 verletzten Personen Hilfe geleistet. Das bedeutet einen Durchschnitt von rund drei Einsätzen pro Tag, mit einem Anstieg der Verletzten um zehn Prozent im Vergleich zur vergangenen Wintersaison.

Der Dienst wird täglich durch die ständige Präsenz von zwei spezialisierten Beamten gewährleistet, die sowohl in der Rettungstätigkeit als auch in der Präventions-, Überwachungs- und Kontrollarbeit auf den Pisten eingesetzt sind. Die einsatzintensivsten Tage waren der 26. Dezember sowie der 21. Jänner, an denen jeweils acht Einsätze verzeichnet wurden.

Die meisten Verletzungen betrafen die unteren Extremitäten und den Kopf. In nahezu allen Fällen handelte es sich um Stürze, die häufig auf eine nicht den Pistenverhältnissen oder dem persönlichen Können angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen waren. Zudem wurden 19 Zusammenstöße zwischen Skifahrern registriert. In vier Fällen war der Einsatz des Rettungshubschraubers erforderlich.

Parallel zur Rettungstätigkeit führten die Carabinieri umfangreiche Kontrollen zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften durch, insbesondere der Helmpflicht, die von allen kontrollierten Skifahrern ordnungsgemäß eingehalten wurde. Dagegen wurden mehrere Verwaltungsstrafen gegen Personen verhängt, welche die Pisten mit Tourenskiern bergauf benutzten.

Erker 03/26

Ridnaun/Ratschings
Mehr als 6.200 ehrenamtliche Stunden geleistet

Der Bergrettungsdienst Ridnaun/Ratschings zog bei seiner Jahresversammlung im Jänner eine umfassende Bilanz über das abgelaufene Einsatz- und Tätigkeitsjahr.

Im vergangenen Jahr wurde der Bergrettungsdienst zu 79 Einsätzen gerufen. Der Schwerpunkt lag mit 53 Alarmierungen im Gebiet von Ridnaun. Weitere Einsätze entfielen auf die Fraktionen Außer- und Innerratschings (13) und Mareit (3) sowie Jaufental, Telfes und Gasteig (je 1). Darüber hinaus assistierten Mitglieder des Bergrettungsdienstes auch bei mehreren Einsätzen außerhalb des Gemeindegebietes.

Das Einsatzspektrum reichte von Unfällen beim Wandern (25), beim Langlaufen, Rodeln und Radfahren (9) über Suchaktionen (9) und medizinische Notfälle (1) bis hin zu Tierbergungen (4), Arbeitsunfällen (2) sowie Einsätzen im freien Skiraum (7), auf Klettersteigen (3) und bei Hoch- bzw. Gletschertouren (3). In 24 Fällen wurde der Bergrettungsdienst von einem Rettungshubschrauber unterstützt. Zusätzlich übernahmen die Einsatzkräfte mehrfach den Pistendienst im Skigebiet Ratschings-Jaufen.

Die 35 aktiven Mitglieder leisteten rund 607 Stunden im direkten Einsatzgeschehen. Weitaus größer war jedoch der zeitliche Aufwand für die übrigen Tätigkeiten, die für eine funktionierende Berg-

rettung unerlässlich sind. Für interne Übungen wurden über 1.000 Stunden aufgewendet, für Bereitschaftsdienste (u. a. bei Sportveranstaltungen) knapp 1.600 Stunden. Hinzu kamen mehr als 1.700 Stunden für die Teilnahme an Veranstaltungen und Treffen, 238 Stunden für die Arbeit der Hundeführer sowie über 1.000 Stunden für die Teilnahme an Landes- und Spezialkursen. Insgesamt summierte sich der ehrenamtliche Einsatz auf beeindruckende 6.263 Stunden. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung. Im Jahresverlauf wurden eine Winter-, eine Fels- und eine Eisübung organisiert. Bei der Winterübung an der oberen Entholzalm standen Lawinenszenarien im Mittelpunkt, darunter der Ablauf eines Lawineneinsatzes sowie der Standplatzbau mit Skiern. Die Felsübung wurde am Klettersteig „Ibex“ in Ratschings abgehalten, wo Führungstechniken im Klettersteig und die Bergung von Verletzten geübt wurden. Bei einer Eisübung wurden Führungstechniken im hochalpinen Gelände trainiert.

Darüber hinaus beteiligte sich der Bergrettungsdienst an der Bezirkshubschrauberübung im Lazzachertal und an der jährlichen Lift-Evakuierungsübung an der Kabinenbahn im Skigebiet Ratschings-Jaufen, die erstmals als Nachtübung durchgeführt wurde. bar

Gossensaß

Verdiente Mitglieder geehrt

(v. l.) Vizekommandant Christian Prast, Bürgermeister Martin Alber, die Geehrten Matthias Zössmair, David Thöni, Stefan Keim und Christian Plattner, Bezirkspräsident-Stellvertreter Christoph Siller und Kommandant Markus Mayr

Im Rahmen der Jahresversammlung Ende Jänner zog die Freiwillige Feuerwehr Gossensaß Bilanz über das Jahr 2025, in dem die Wehr 1.958 ehrenamtlich geleistete Stunden verzeichnete.

Die Wehrleute wurden 2025 zu 43 Einsätzen alarmiert. Davon entfielen acht auf Brandeinsätze und 35 auf technische Einsätze. Dafür wurden 741 Stunden aufgewendet. Besonders hervorzuheben sind verschiedene Verkehrsunfälle auf Autobahn und Staatsstraße, u. a. ein LKW-Vollbrand, bei dem sowohl Fahrzeug als auch Ladung vollständig zerstört wurden, als auch einige kleine Brände, Chemieeinsätze und die Unterstützung anderer Wehren nach einem Unwetterereignis.

Zudem investierte die Feuerwehr viel Zeit in Ausbildung und Prävention. Im Laufe des Jahres wurden 19 Übungen abgehalten. Zusätzlich übernahmen die Mitglieder acht Brandschutz- und Ordnungsdienste. Besonders eindrucksvoll war eine großangelegte Waldbrandübung am Giggelberg, die gemeinsam mit anderen Feuerwehren

des Bezirks durchgeführt wurde. Mithilfe eines Hubschraubers wurde dabei ein Waldbrandszenario äußerst realistisch dargestellt. Ein weiterer Höhepunkt war ein gemeinsamer Übungsnachmittag mit den Feuerwehren von Pflersch und Sterzing sowie der Bergrettung und dem Weißen Kreuz. Dabei wurden verschiedenste technische Einsatzszenarien simuliert und die gemeinsame Zusammenarbeit vertieft. Beim Faschingsumzug „Gossywood“ war die Feuerwehr Teil des Ordnungsdienstes und trug somit zu einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung bei. Darüber hinaus organisierte und betreute sie erneut das Dorfturnier im Eisstockschießen und richtete wiederum den Kirchtag in Gossensaß aus. Bei der Versammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt: David Thöni, Stefan Keim und Christian Plattner erhielten das Verdienstkreuz in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst, Matthias Zössmair erhielt die Ehrung in Bronze für 15 Jahre. Sechs Mitglieder feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum.

Pflersch Über 600 Einsatzstunden

geleistet

Anfang Februar hielt die Freiwillige Feuerwehr Pflersch ihre Jahresversammlung ab. Kommandant Marco Schölzhorn begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder sowie die Ehrengäste.

Zu Beginn der Versammlung wurde in einer Gedenkminute der verstorbenen Feuerwehrpatin Rosa Schölzhorn geb. Fleckinger gedacht.

In seinem Tätigkeitsbericht blickte Kommandant Schölzhorn auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Als besonderer Meilenstein wurde der Ankauf des neuen Löschfahrzeuges hervorgehoben; das bisherige Einsatzfahrzeug konnte bereits veräußert werden. Im Jahr 2025 ist die Wehr zu 18 Einsätzen ausgerückt, darunter drei Brandeinsätze und 15 technische Hilfeleistungen. Dabei wurden 605 Einsatzstunden von insgesamt 156 eingesetzten Wehrmännern geleistet. Zusätzlich fielen rund 300 Stunden für Brandschutz- und Ordnungsdienste an, u. a. bei der Veranstaltung „Gossywood“.

Auch im Ausbildungsbereich zeigte sich eine hohe Aktivität: Insgesamt wurden rund 400 Übungsstunden verzeichnet. Dazu zählten eine gemeinsame Waldbrandübung mit Hubschrauberunterstützung gemeinsam mit der Wehr Gossensaß und der Forstbehörde sowie zwei technische Übungen in Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz Sterzing und dem Bergrettungsdienst Gossensaß/Pflersch. Im Rahmen der Versammlung wurde Dominik Kinzner für 15 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Zu zehn Einsätzen ausgerückt

Zur Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kematen konnte Kommandant Matthias Knollenberger zahlreiche Mitglieder der Wehr und der Jugendfeuerwehr sowie Ehrengäste begrüßen. Er zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Jugendgruppe wieder aus neun Jugendlichen besteht und vollzählig zur Versammlung erschienen war. Im Jahr 2025 musste die Feuerwehr Kematen zu zehn Einsätzen ausrücken, darunter eine nicht dringliche Hilfeleistung und ein Ordnungs- bzw. Brandschutzdienst. Insgesamt wurden bei Einsätzen, Übungen, Versammlungen und Beerdigungen von 341 Wehrleuten 1.068 Stunden geleistet. Ein besonderes Highlight war das 75-jährige Jubiläumsfest im Juli, das dank der Mithilfe vieler freiwilliger Helfer und Sponsoren ein voller Erfolg war.

Thomas Knollenberger und

Franz Josef Tötsch wurden in den Dienst aufgenommen. Für seine 25-jährige Tätigkeit erhielt Patrick Delueg das Verdienstkreuz in Silber. Die langjährigen Rechnungsprüfer Hans Delueg und Josef Mair erhielten als Dank ein Präsent. Die Funktion haben nun Thomas Knollenberger und Erwin Tötsch inne.

Die Ehrengäste betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit der Wehr und dankten für die gute Zusammenarbeit. Vor dem abschließenden „Gut Heil“ erinnerte Kommandant Knollenberger daran, dass jeder Feuerwehrmann seine Aufgaben und Pflichten ernst nehmen und gewissenhaft durchführen soll.

Im Bild (v. l.) Bürgermeister Stefan Gufler, Vizekommandant Simon Tötsch, der Geehrte Patrick Delueg, Kommandant Matthias Knollenberger und Bezirksfeuerwehrpräsident Christian Huebser.

Telfes Bilanz eines arbeitsreichen Jahres

fes zog Ende Jänner bei ihrer Jahresversammlung Bilanz über das Einsatz- und Tätigkeitsjahr 2025. Kommandant Daniel Walter begrüßte neben den aktiven Mitgliedern zahlreiche Ehrengäste und Vertreter der benachbarten Einsatzorganisationen.

Zu Beginn der Versammlung wurde in einer Gedenkminute des verstorbenen Kameraden Karl Gschliesser gedacht. Anschließend wurden der Tätigkeitsbericht sowie der Kassabericht vorgestellt und einstimmig genehmigt.

Im Jahr 2025 wurde die Feuerwehr Telfes zu insgesamt sieben Einsätzen gerufen, darunter zwei Brandeinsätze, vier technische Einsätze sowie ein Fehlalarm. Besonders fordernd war ein Unwettereinsatz Ende Juni, bei dem es in Obertelfes zu mehreren Schadensstellen kam. Insgesamt leisteten die Mitglieder 119 Einsatzstunden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Ausbildung und Übungen: Bei elf Übungen sowie mehreren Lehrgangsbesuchen an der Landesfeuerwehrschule in Vilpian

gewendet. Hervorgehoben wurden die Gemeinschaftsübungen mit der Feuerwehr Thuins sowie mit dem Bergrettungsdienst Ridnaun/Ratschings. Den Tätigkeitsbericht der Jugendgruppe verlas Jugendbetreuer Igor Zanarini. Ein besonderer Höhepunkt war die Durchführung des Wissenstests der Feuerwehrjugend, der anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Jugendgruppe in Telfes stattfand.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch Ehrungen und Angelobungen vorgenommen. Elisa Tomasi erhielt beim Jugend-Wissenstest das Goldabzeichen, das ihr von Bezirksjugendreferent Thomas Wurzer überreicht wurde. Florian Lanthaler erhielt das Verdienstabzeichen in Bronze für 15 Dienstjahre. Zwei neue Kameraden – Tobias Walter und Tommy Graus – wurden in den Dienst aufgenommen.

Der aktuelle Mannschaftsstand umfasst 34 aktive Mitglieder, sechs Mitglieder außer Dienst, ein Ehrenmitglied sowie 13 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. bar

Kematen

S Zum Ehrenmitglied ernannt

Kommandant

Im abgelaufenen Jahr leisteten bei der Freiwilligen Feuerwehr Stilfes 524 Mann bei Einsätzen, Übungen, Lehrgängen, Ordnungs-, Park-, Strecken- und Brandschutzdiensten über 1.420 Stunden. Die Wehr rückte zu 15 Einsätzen aus, darunter ein Motorradunfall, zwei Suchaktionen, drei PKW- und eine Motorradbergung, ein Dachstuhlbrand in Trens, ein nicht vollständig abgebranntes Herz-Jesu-Feuer, die Behebung von Unwetterschäden in Sterzing und Rauchentwicklung in einem Bunker. Darüber hinaus war die Wehr bei weltlichen und kirchlichen Anlässen vertreten, u. a. beim Bezirksfeuerwehrtag, bei der Fahrzeugweihe der Feuerwehr Sterzing, bei der Beerdigung des ehemaligen Mitglieds Karl Steiner, bei der Fronleichnamsprozession, bei der 150-Jahr-Feier der Feuerwehr Sterzing und 75-Jahr-Feier der Feuerwehr Kematen, bei der Florianifeier, bei der Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges und der erweiterten Feuerwehrhalle der FF Elzenbaum. Es gab auch Gelegenheit zum geselligen Beisammensein, etwa beim Calcetto- und Wattturnier, beim Frühschoppen und beim Törggelen. Im Dezember führte die Wehr ihre

traditionelle Kalenderaktion durch. Bei der Jahresversammlung überbrachte Feuerwehrbezirkspräsident Christian Huebser die Grüße des Bezirksfeuerwehrverbandes und blickte auf die wichtigsten Tätigkeiten zurück und voraus. Bürgermeisterin Verena Überegger dankte der Wehr für die geleisteten Stunden und wünschte ein unfallfreies, gesundes Jahr. Abschnittsinspektor Simon Hofer lobte die gute Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren und der Gemeindeverwaltung. Grußworte kamen auch von der Forststation Freienfeld, der Musikkapelle und der Fraktion Stilfes. Felix Brida wurde als neuer Feuerwehrmann angelobt, Lukas Wieser erhielt eine Auszeichnung für 15 Dienstjahre (Bronze), Martin Saxl für 25 Dienstjahre (Silber). Wilhelm Wieser und Michael Sparber wurden in Abwesenheit ebenfalls mit Silber geehrt.

Mit Dank aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet wurden

Konrad Hasler sowie Hans Georg Kofler. Kofler wurde zudem zum Ehrenmitglied ernannt; er hat den Löschzug Egg mitgegründet und war von 1990 bis 2020 Zugskommandant.

gesamt leisteten 274 Mann rund 520 Stunden Dienst an der Allgemeinheit. Die Wehr wurde zu 15 Einsätzen gerufen, darunter vier Brände sowie elf technische Einsätze. Zudem traf sie sich zu 15 Proben und Übungen, darunter zwei Gemeinschaftsübungen. Mit einer Delegation und Fahnenabordnung nahm sie außerdem an der Bezirkstagung in Sterzing teil. Das Jahr startete die FF Elzenbaum mit dem traditionellen Eisstockschießen. Im Februar feierte sie die Übergabe des neuen Kleinlöschfahrzeugs (MAN), das bei der Zivilschutzmesse in Bozen ausgestellt wurde. Die Fahrzeugsegnung folgte im August. Die Wehr beteiligte sich zudem an drei Kirchgängen in Sterzing sowie an Jubiläen anderer Wehren. Am 30. Dezember begleitete sie das ehemalige Feuerwehrmitglied Christian Häusler zu Grabe. Mit der Kalenderaktion endete das Jahr. Derzeit zählt die Freiwilli-

im Februar wurde Manuel Hofer angelobt, zwei Mitglieder wurden für ihren langjährigen Dienst geehrt: Armin Häusler erhielt das Verdienstkreuz in Bronze (15 Jahre), Zeno Frei das Verdienstkreuz in Silber (25 Jahre).

In ihren Grußworten hoben die Ehrengäste die große Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung und das ehrenamtliche Engagement hervor. Sie dankten den Wehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Positiv hervorgehoben wurde auch der fertiggestellte Löschteich in Gupp. Er stellt insbesondere bei Waldbränden die Löschwasserversorgung sicher. Im Bild (v. l.) KommandantStellvertreter Armin Larcher, Kommandant Tobias Engl , Zeno Frei, Armin Häusler, Bürgermeisterin Verena Überegger und Bezirksfeuerwehrinspektor Markus Mayr.

(v.l.)
Michael Gasser, Konrad Hasler, Hans Georg Kofler, Bürgermeisterin Verena Überegger, Lukas Wieser, Martin Saxl und Vizekommandant Hannnes Huebser

Whats Upp?!

im Wipptol von Tobi vom Jugenddienst

Jugendbeirat?! Was ist das?!

Vielleicht hast du schon mal davon gehört, dich aber gefragt, was ein Jugendbeirat denn überhaupt ist. In mehreren Gemeinden in Südtirol gibt es diesen bereits, andere planen derzeit, einen solchen einzuführen. Jede Gemeinde in Südtirol sollte einen Jugendbeirat haben, da dieser die Interessen, Anliegen und W ünsche der Jugendlichen und jungen Menschen in der Gemeinde sammelt und diese an die Gemeinde weitergibt.

Das bedeutet konkret: Der Jugendbeirat sagt der Politik, was junge Leute wirklich brauchen, z. B. mehr T reffpunkte, coole Events, bessere Busverbindungen oder Projekte für Umwelt und Nachhaltigkeit. Er sammelt Ideen, gibt Stellungnahmen zu wichtigen Themen ab und setzt sich dafür ein, dass die Anliegen der Jugendlichen bei Entscheidungen ernst genommen werden.

Jeder Jugendliche , der sich dafür interessiert, kann sich dazu melden und sich für den Jugendbeirat aufstellen lassen – du brauchst da keine Erfahrung oder ir gendwelche besonderen Voraussetzungen.

Derzeit entstehen in mehreren Gemeinden auch hier im Wipptal Jugendbeiräte. Deshalb: Wenn du interessiert bist, schau auf die Websites der Gemeinde oder des Jugenddienstes. Auch auf der Instagram Seite des Jugenddienstes findest du in den nächsten Wochen genauere Infos, wie du bei einem Jugendbeirat dabei sein kannst.

R•c:ht. angeh rt zuwe,rden

Gemelncl~ auuchun holt d[e Me nung dff Jugendbe'-t"" H•ln

Re-cht • Obe-rseine Titlglc;en 81 bffld!ten

Auf aben

Aogebote f r cten A.1.1stausch z sehen Jugendlkhen aus verschledeft!iten Kontei,.-ten{Spradie, Kultur, soih,~ ~hlcht)f&rdetn

f6rderung und forden1ng welle rer attr• tlver l'relzeli.n~bot• f r die versthledel\en lnte;-essensgrup~n

lnforma1ion der Kindfl und Jugendlic;ti.n über vorh•nd'en• Angebote tord rn und·!O'fd rn,

Trens

Tobias Saxl neuer Hauptmann

Ende Jänner hielt die Schützenkompanie

Maria Trens im Schützenheim ihre Jah-

mann Tobias Saxl (er folgt auf Bernhard Platzer), Oberleutnant Christian Leitner, Fähnrich Fabian Saxl, Fahnenleutnant Stefan Rainer, Oberjäger Elmar Gruber, Zugleutnant Bernhard Platzer, Schriftführerin Tanja Plaikner sowie Kassier

Harald Hofer. Die Kompanie dankte Bernhard Platzer für seine langjährige Tätigkeit als Hauptmann sowie Andreas Staudacher für seine engagierte Mitarbeit im Ausschuss.

uch im heurigen Jahr werden die Schützen bei den traditionellen Prozessionen in Trens vertreten ein und an Ausrückungen im In- und Ausland teilnehmen, u. a. am Alpenregionstreffen in Innsbruck und am Bataillonsfest in Ellbögen. Im März wird erneut das Gedenkschießen für das verstorbene Mitglied Johannes Plattner abgehalten. Den Reinerlös spenden die Schützen einem wohltätigen Zweck. Am 18. April – ein Höhepunkt in diesem Jahr – wird die Kompanie als „Ehrenkompanie“ bei der Bundesgeneralversammlung in Bozen vertreten sein.

Im Bild der neue Ausschuss mit (v. l.) Fabian Saxl, Stefan Rainer, Elmar Gruber, Tanja Plaikner, Tobias Saxl, Christian Leitner, Bernhard Platzer und Harald Hofer.

Faszination Beruf

Praktische Berufe sind vielfältig. Davon überzeugten die Junghandwerker im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) sowie die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) kürzlich die Schüler an der Mittelschule Sterzing. Bei einem Vortrag vor acht dritten Mittelschulklassen zeigte Elias Priller, Koordinator der Junghandwerker im lvh, dass das Handwerk vielfältig, stabil, praxisnah und voller Karrierechancen ist (im Bild). Über 60 Berufe eröffnen Jugendlichen echte Zukunftsperspektiven – gerade in einer Zeit, in der qualifizierte Fachkräfte gefragter denn je sind. Über Berufe und Ausbildungen im Hotel- und Gastgewerbe informierte HGJ-Koordinatorin Manuela Holzhammer. Bei ihrem Vortrag hatten die Schüler auch die Möglichkeit, spielerisch Aufgaben in Service, Küche, Rezeption und Management zu lösen.

Kinderseite

Male aus!

März

Der März klopft an mit Wind und Licht, der Winter geht, doch ganz noch nicht. Im Morgenfrost ein grüner Traum, erste Knospen am kahlen Baum.

Die Sonne lacht, dann zieht sie fort, der Regen tanzt von Ort zu Ort. Ein Vogel ruft: „Es ist so weit!“

Der Frühling übt schon seine Zeit.

Suche die 10 März-Wörter!

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Bastelanleitung:

HandabdruckBild zum Vatertag

Das brauchst du:

• ein Blatt Papier oder dünnen Karton

• Fingerfarben oder Wasserfarben

• einen Pinsel (falls nötig)

• ein feuchtes Tuch zum Hände sauber machen

• einen Filzstift

So gehst du vor:

1. Hand anmalen

2. Abdruck machen

3. trocknen lassen

4. verzieren

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Frühling, Blume, Gras, Vogel, Marienkäfer, Hase, Schmetterling, Sonne, Regen, Wind

Sterzing

Besonderes Geschenk für Neugeborene

Die Gemeinde Sterzing ergänzt seit Anfang des Jahres das Willkommenspaket der Provinz Bozen um ein persönliches Zeichen der Wertschätzung: Alle Neugeborenen der Gemeinde erhalten zusätzlich ein handgemachtes Geschenk der Gemeinde. Dabei handelt es sich um liebevoll gestrickte Patschler, die Wärme schenken und den jüngsten Bürgern von Beginn an zeigen sollen, dass sie in Sterzing herzlich willkommen sind. Die Initiative wurde von Christine Eisendle Recla und Melanie Ploner im Rahmen ihrer Tätigkeit

als Gemeindevertreterinnen für die Familie umgesetzt.

Ein besonderer Dank gilt Veronika Eisendle, welche die Patschler unentgeltlich und mit großer Hingabe gestrickt hat, und Ingeborg Hutcap Unterthiner, die mit ihrer Zeichnung des Zwölferturms dem Geschenk eine starke emotionale und lokale Verbundenheit verleiht. Die Willkommensgeschenke wurden im Rathaus von (im Bild v. l.) Melanie Ploner, Christine Eisendle Recla, Bürgermeister Peter Volgger und Marina Niccolini öffentlich präsentiert.

Für „Südtirol hilft“

Am 28. März findet auf dem Stadtplatz der traditionelle Ostermarkt statt. Das Team des Adventmarktes Stilfes verkauft dort erneut Frühlings- und Osterdekorationen zugunsten von „Südtirol hilft“. Der gesamte Reinerlös wird an die Hilfsorganisation gespendet. Der Stand ist von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Sterzing Segensfeier für werdende Eltern

Schwangerschaft bedeutet Vorfreude und Hoffnung – zugleich aber auch Unsicherheit und viele offene Fragen. Die Erwartung eines Kindes ist eine zutiefst beglückende Erfahrung, die jedoch nicht frei von Sorgen und Herausforderungen ist. Werdende Mütter stehen in dieser besonderen Lebensphase im Mittelpunkt liebevoller Aufmerksamkeit, erleben aber auch körperliche und seelische Belastungen. Gerade in dieser Zeit kann es wohltuend sein, innezuhalten, Dankbarkeit zu spüren und eigene Bitten und Hoffnungen vor Gott zu bringen. Ein bewusster

Moment der Stille und des Segens kann Kraft schenken und Zuversicht stärken – im Vertrauen darauf, dass nicht alles allein in menschlicher Hand liegt. Die Katholische Frauenbewegung der Seelsorgeeinheit lädt daher alle schwangeren Frauen ein, sich in dieser einzigartigen Lebenszeit Gottes Nähe und Segen zusprechen zu lassen. Ebenso herzlich willkommen sind werdende Väter, Großeltern, Angehörige und Freunde. Die Segensfeier findet am 28. März um 16.00 Uhr in der Kapuzinerkirche in Sterzing statt.

Wie kommt es zum Bet1r1ugim Internet, per E-Mail, SMS oder Telefon und wie schütze ich mich?

Die Carabinieri Sterz:ing und weitere Experten informieren.

Eine ganz besondere Pilgerschaft

Im Mai 2025 machte sich Justine Markart auf den Weg: 1.145 Kilometer vom Brenner bis nach Rom. Zu Fuß. Ohne Geld. Im Vertrauen. Als „Pilgerin der Hoffnung“ im Heiligen Jahr. Sieben Wochen war sie unterwegs – getragen von Begegnungen, Herausforderungen und Momenten, die Mut und Freude machen. Was passiert, wenn man alles loslässt? Wenn Geld keine Rolle spielt und jeder Tag ein Schritt ins Ungewisse ist? Genau davon erzählt Justine Markart in ihrem Vortrag am 24. März. Mit eindrucksvollen Videobeiträgen und Bildern, persönlichen Erlebnissen und berührenden Geschichten nimmt sie ihr Publikum mit auf diesen außergewöhnlichen Weg. Es geht um Aufbruch, Vertrauen und die Erkenntnis: Alles ist möglich, wenn man den ersten Schritt wagt. Die gebürtige Sterzingerin aus Stilfes ist ausgebildete Pilgerbegleiterin. Ihr Abend ist eine Einladung zum Innehalten, Staunen und Neu-Denken. Ein Vortrag für alle, die sich inspirieren lassen wollen – und vielleicht selbst spüren, dass es Zeit ist aufzubrechen.

Der Vortrag findet mit Beginn um 19.30 Uhr im Vigil-Raber-Saal in Sterzing statt.

Weltgebetstag

„Kommt! Bringt eure Last“ heißt es am 6. März, wenn weltweit der ökumenische Weltgebetstag der Frauen gefeiert wird. In diesem Jahr wurde die Liturgie von christlichen Frauen aus Nigeria vorbereitet.

Seit über 100 Jahren engagieren sich Frauen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg für den Weltgebetstag. Jährlich verbindet dieser besondere Gottesdienst Christinnen und Christen auf der ganzen Welt im gemeinsamen Gebet.

Der Titel „Kommt! Bringt eure Last“ greift die Worte Jesu aus dem Matthäusevangelium auf: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt 11,28). Im Gottesdienst erzählen nigerianische Frauen von ihren alltäglichen Herausforderungen, von Belastungen und Schicksalsschlägen und davon, wie sie im Glauben Kraft, Hoffnung und neue Zuversicht finden.

Der Weltgebetstag 2026 lädt dazu ein, die Stärke und Widerstandsfähigkeit der Frauen

Sterzing

in Nigeria wahrzunehmen, ihre Geschichten zu hören und sich im Gebet mit ihnen zu verbinden. Zugleich ist er eine Einladung, eigene Sorgen und Lasten vor Gott zu bringen und Solidarität über Grenzen hinweg zu leben.

Mit der Kollekte werden weltweit Frauen- und Mädchenprojekte unterstützt.

In Sterzing wird der Weltgebetstag mit Beginn um 8.30 Uhr in der Kapuzinerkirche begangen.

Zu Ehren des Stadtpatrons

Zu Ehren des Stadtpatrons Sebastian hat die Gemeinde Sterzing am 20. Jänner die traditionelle Sebastianiprozession abgehalten. Zahlreiche Gläubige sowie Vertreter aus Politik, Schule und Vereinen nahmen daran teil.

Die Prozession mit der Sebastianistatue führte vom Stadtplatz in die Pfarrkirche. Bürgermeister Peter Volgger, Mitglieder des Stadt- und Gemeinderates, die 4. Klassen der Grundschule in Sterzing, Mitarbeiter der Stadtpolizei und der Gemeindeverwaltung sowie die Wipptaler Handwerker zogen gemeinsam mit vielen Gläubigen durch die Stadt. Musikalisch begleitet wurde der Zug von der Musikkapelle Wiesen und der Bürgerkapelle Sterzing.

Der Festgottesdienst in der Pfarrkirche wurde von Domdekan Ulrich Fistill gemeinsam mit Dekan Andreas Seehauser und Diakon Roman Aukenthaler zelebriert. Die musikalische Gestaltung übernahm die Bürgerkapelle Sterzing.

Sterzing

Für Finale qualifiziert

Vor kurzem fand im Posthotel „Lamm“ in Sterzing eine weitere Vorausschei

ten sich Hannes Hofer und Thomas terfrauner aus Feldthurns gegen ihre Mitstreiter durchsetzen. Die beiden sicherten sich das Ticket für die Teilnahme am großen Finale am 9. Mai in der Spezialbier-Brauerei Forst.

dung des landesweiten Wattturniers „Südtiroler Wattkönig“ statt. Nach einem spannenden Turnier konn-

Im Bild oben Verena Bacher, die beiden Sieger Hannes Hofer und Thomas Unterfrauner, die Zweitplatzierten Eduard Ninz und Rene Wild sowie Enzianclubmitglied Hannes Kahn.

Bei einem weiteren Qualifikationsturnier in Steinegg setzten sich Thomas Schwitzer aus Wiesen und Hermine Fleckinger aus Freienfeld (im Bild unten) gegen ihre Mitstreiter durch.

1.500 Euro für Wünschewagen

Bei seiner Jahresversammlung im Jänner hat der Bildungsausschuss Trens dem Weißen Kreuz und der Caritas eine Spende in Höhe von 1.500 Euro für das Projekt „Wünschewagen“ übergeben. Dank der Großzügigkeit der Bevölkerung und des engagierten Einsatzes vieler Helfer konnte im Dezember beim 2. Trenser Advent diese beachtliche Summe gesammelt werden. Die Verantwortlichen des „Trenser Advents“ bedankten sich bei der Übergabe bei allen Mitwirkenden und Unterstützern für ihren wertvollen Beitrag. Der Wünschewagen erfüllt schwerstkranken Menschen letzte Herzenswünsche und wird ausschließlich über Spenden finanziert.

Große Aktion für Leinwände in den Monaten März und Aprfl.

Große Auswahl an Osterdekorationen

40 Jahre Osterspiele

1986 – vor nunmehr genau 40 Jahren – hat das Vigil Raber Kuratorium zum ersten Mal die Sterzinger Osterspiele veranstaltet. Heute ist das historische Festival in der vorösterlichen Zeit fester Bestandteil im kulturellen Leben Sterzings. Zum diesjährigen Jubiläum werden Theaterstücke dargeboten, eine musikalische Reise angeboten, historische und zeitgenössische Konzerte gespielt und eine Ausstellung gezeigt. Eine Ausstellung, die auf das breit gefächerte Programm von 40 Jahren Osterspielen zurückblickt.

Ausstellung

Den Auftakt zu den Osterspielen bildet die Eröffnung „40 Jahre Osterspiele“ am 13. März im Stadttheater Sterzing. Von Norbert Kühbacher 1986 ins Leben gerufen, veranstaltet das Vigil Raber Kuratorium seither das historische Festival und hat damit eine jahrhundertealte Tradition neu aufgegriffen. Vigil Raber, einer eingesessenen Sterzinger Familie entstammend und Namensgeber des Kuratoriums, war Wappenmaler, Spielleiter, Sammler und Bearbeiter von Fasnacht- und Passionsspielen an der Wende zur frühen Neuzeit. Jener Zeit, als Sterzing dank des florierenden Bergbaus in den umliegenden Tälern eine reiche Blütezeit erlebte. Von der streng historischen Ausrichtung abgehend bringt das vor 40 Jahren gegründete Vigil Raber Ensemble heute auch zeitgenössische Stücke zur Aufführung. Der diesjährige Leitgedanke ist dem Hier und Jetzt verpflichtet. Die Ausstellung mit großformati-

gen Bildern und Videosequenzen sowie Kostümen aus dem reichen Fundus des Kuratoriums ist wäh rend der gesamten Osterspiel zeit – diese dauert bis zum 5. Ap ril – im Stadttheater zu sehen.

„A Million Dreams“

Beim Eröffnungskonzert „A Mil lion Dreams“ am 13. März be geistern die vier Schwestern Melanie, Judith, Natalie und Ju lia Ploner aus Pflersch ihr Pu blikum mit ausdrucksstark ar rangierten zeitgenössischen Liedern. Es war immer der große Wunsch ihres Vaters, seine Töchter zusammen musizieren zu se-

Schneewittchen und die singenden Zwerge

hen. Wenn sie heuer die Osterspiele eröffnen, sind sie sicher, dass er ihnen vom Himmel aus zuhört. Getragen wird das Ensemble „fiarenk & friends“ vom Wunsch, die Zuhörer glücklich zu machen.

Begleitet wird es von Andreas Benedikter (Klavier), Michael Keim (Gitarre), Werner „Haifisch“ Heidegger (Bass) und Paolo „Jack“ Alemanno (Schlagzeug).

Ab dem 15. März sind im Stadttheater „Schneewittchen und die singenden Zwerge“ zu sehen. Nach dem bekannten GrimmMärchen neu in Szene gesetzt, erzählt das Stück für Kinder ab fünf Jahren über die Eifersucht zwischen Mutter und Tochter. Die alternde Stiefmutter fühlt

Regie führt Monika Leitner Bonell.

Das perfekte Geheimnis

heit ihrer Tochter bedroht, der Vater versucht sich neutral zu verhalten und es beiden recht zu machen. Nach mancherlei Verwicklungen kommt das Stück am Ende doch noch zu einem guten Ende. Dem Prinzen sei Dank.

In die Wirrungen unserer Zeit entführt „Das perfekte Geheimnis“, basierend auf einem Film von Paolo Genovese. Ab dem 24. März ist das Theaterstück in einer Inszenierung von Monika Leitner Bonell im Stadttheater zu sehen. Dargeboten vom Vigil Raber Ensemble gemeinsam mit Darstellern aus dem Bezirk, wird gezeigt, was passiert, wenn dein Handy plötzlich dein größtes Geheimnis preisgibt. Was als scheinbar harmloses Spiel von sieben Freunden beginnt, endet in einem explosiven Verwirrspiel voller Überraschungen, Lügen und schockierender Wahrheiten. Dargeboten in pointierten Dialogen – unterhaltsam und nachdenklich zugleich – bietet das Stück eine tiefgründige

Das Ensemble „fiarenk“
Die Darsteller von „Das perfekte Geheimnis”
Schneewittchen und die singenden Zwerge

Auseinandersetzung über Vertrauen und digitale Transparenz.

Oma Sonja

Ganz ohne Worte erzählt „Oma Sonja“ eine zarte Geschichte über Liebe, Erinnerungen und das Wachsen. In seiner musikalischen Reise entführt das Ensemble „WirkWerk“ sein Publikum in eine Reise voller Fantasie, leiser Wunder, Träume und tiefer Verbundenheit. Die vier Künstler (Annette Fritz, Violine, Schauspiel; Michael Stark, Klarinette, Schauspiel; Josef Haller, Klavier, Schauspiel; Ching-Tien Lin Anzu, Schauspiel, Inszenierung, Kon-

suitenkirche Innsbruck in der Heiliggeist-Kirche Gregorianische und Gesänge von Hildegard von Bingen zu Gehör. Geleitet wird

Brigitte Wurzer (kl. Bild) leitet die Gregorianischen Gesänge in der HeiliggeistKirche.

Bürgerkapelle Sterzing: „Magie der Blasmusik“

Die Gruppe WirkWerk: Erlebnis mit Tiefgang

zept) verbinden Musik, Schauspiel und Bewegung zu einem Erlebnis mit Tiefgang. Zu sehen und zu hören ist das Stück, das sich in erster Linie an Familien mit Kindern im Vorschulalter (aber nicht nur) richtet, am 30. März im Stadttheater.

Gregorianik zur Karwoche

In der Karwoche (31. März) bringt die Damenschola der Je-

das Konzert „Ubi caritas et amor“ von Kirchenmusikdirektorin Brigitte Wurzer.

Osterkonzert der Bürgerkapelle

Den Abschluss der Osterspiele bildet traditionell das Osterkonzert der Bürgerkapelle Sterzing am Ostersonntag. Unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Roland Fidler steht es

in diesem Jahr unter dem Motto „Magie der Blasmusik“. Den Auftakt macht die temperamentvolle und besonders anspruchsvolle „Festive Overture, Op. 96“ von Dmitri Shostakovitch, gefolgt von Alfred Reeds mitreißendem „El Camino Real“, das mit spanischen Rhythmen begeistert. Mit „Perseus“ von Satoshi Yagisawa steht ein heroisches Werk auf dem Programm. Auch mit dabei ist das Medley „80er-KULT(tour) 2“, das für unterhaltsame Abwechslung sorgt und die bekann-

testen Hits der 80er Jahre auf die Bühne bringt.

Alle Termine samt den genauen Uhrzeiten im Veranstaltungskalender und auf Erker online.

„Zu Reflexion und Diskussion anregen“

Im Gespräch mit Kuratoriumspräsident Armin Haller

Erker: Herr Haller, seit 40 Jahren gibt es die Sterzinger Osterspiele. Sie stehen dem veranstaltenden Vigil Raber Kuratorium seit 2014 als Präsident vor. Woran erinnern Sie sich besonders gern zurück?

Armin Haller: Ich bin seit der Gründung dabei und habe mit wenigen Unterbrechungen in den jährlichen Theaterproduktionen des Vigil Raber Ensembles mit Leidenschaft selbst gespielt. Ob als Jesus in der Sterzinger Passion oder später noch einmal bei „Krach im Hause Gott“, als Mephisto, als Pilatus oder als Biedermann; in die Rollen zu schlüpfen war immer eine spannende Herausforderung, die das Ensemble zusammengeschweißt hat.

Seit ich für die Gesamtorganisation verantwortlich bin, geht sich das Theaterspielen zeitlich leider nicht mehr aus. Zu Anfang hatte ich das noch versucht, habe aber gemerkt, dass in dieser Kombination entweder das eine oder das andere leidet. Das Entwickeln des Programms aus Theater, Konzerten, Ausstellungen an verschiedenen Spielstätten und die organisatorische Umsetzung zusammen mit meinem Team erfordert einiges an Zeit, belohnt aber letztlich, wenn es von den Besuchern angenommen wird.

Rückblickend: Welche Aufführungen waren besonders erfolgreich?

Das ist nicht so einfach zu beantworten. Was die Besucherzahlen betrifft, kommen Stücke, bei denen durchaus auch tiefgründige Themen in Humor verpackt sind, in der Regel besser an als ernste. Andererseits bekommen wir oft von

Besuchern letzterer sehr positive Rückmeldungen. Eine Rolle spielt auch der passende Spielort. Immer wieder suchen wir besondere Umgebungen, oft auch historische Räumlichkeiten in Sterzing und Umgebung.

Hervorzuheben war sicher in den ersten Jahren Vigil Rabers „Passion“, die wir mehrmals vor voller Pfarrkirche inszeniert haben. Gut erinnern kann ich mich aber auch an spätere Erfolge von Stücken wie „Biedermann und die Brandstifter“, „Die Päpstin“, „Krach im Hause Gott“, „Hexenjagd“, „Johanna“ und zuletzt „Gaismair“, um nur einige zu nennen.

Die Spiele stehen in der Tradition Vigil Rabers, Namensgeber des Kuratoriums und Ensembles. Er setzte zu Beginn der Neuzeit in Sterzing Mysterien- und Fasnachtspiele in Szene. Norbert Kühbacher hat als Begründer des Kuratoriums im Jahr 1986 diese Tradition wieder aufgegriffen.

Ich erinnere mich noch an unsere ersten Versuche mit dem Stück „Von den zween Stend“, in dem die

beiden Stände, Geistlichkeit und Adel, auf die Schippe genommen wurden, oder an den „Tiroler Urfaust“. Es folgten etliche Inszenierungen historischer Stücke von Vigil Raber oder Zeitgenossen. Dabei war es immer eine Gratwanderung, möglichst nahe am Originaltext zu bleiben, ohne jedoch die Darsteller und das Publikum zu überfordern.

Immer wieder gelingt es dem Kuratorium seither, historische und aktuelle Themen geschickt miteinander zu verbinden. Später kamen auch neuere oder zeitgenössische Autoren zur Aufführung, teils mit historischem Bezug oder auch aktuellen bzw. zeitlosen Themen. Eine gewisse Gesellschaftskritik und Tiefe, verpackt einmal in dramatische, dann wieder humorvolle Geschichten, blieb aber immer unsere Leitlinie. Theater, Konzerte, Lesungen – all das bietet ein abwechslungsreiches Programm. Von der Aufführung von Stücken Rabers, in den Gründerjahren des historischen Festivals gängige Praxis, ist man inzwischen mehr und mehr abgekommen. Das liegt einmal daran, dass nicht allzu viele Texte von Vigil Raber überliefert sind, von denen etliche bereits zur Aufführung gekommen sind, aber vor allem auch daran, dass für aufwendige Inszenierungen wie etwa die Passion einfach nicht mehr genug Schauspieler und Helfer gefunden werden können. Und nicht zuletzt stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit man die historischen Texte und Stoffe einem heutigen breiteren Publikum zumuten kann. Eines ist der Wert der Stücke aus ge-

schichtswissenschaftlicher Sicht, für die es sicher eine, wenn auch begrenzte Zielgruppe gibt. Wir möchten aber natürlich auch eine breitere Schicht erreichen und zu Reflexion und Diskussion anregen. Wohin sollen sich die Osterspiele als historisches Festival entwickeln?

Aus den oben genannten Überlegungen benennen wir die Sterzinger Osterspiele seit einigen Jahren nicht mehr als ausdrücklich „historisches“ Festival und haben diesen Begriff durch den Zusatz „sehen – hören – erleben“ ersetzt. Das heißt nicht, dass wir nicht immer wieder auch Bezug zur Geschichte nehmen, so etwa im Gaismair-Jahr 2025. Die Wurzeln unserer Gesellschaft zu kennen, ist für das Verständnis der Gegenwart allemal hilfreich. 2028, zum 750-jährigen Bestehen der Stadt Sterzing, bietet sich eine solche Verbindung wieder an.

Bleiben möchten wir auf alle Fälle bei unserem Programm aus Theater, Musik und gelegentlichen Ausstellungen oder Fachtagungen zu gesellschaftsrelevanten Themen mit oder ohne historischen Bezug. Worauf dürfen sich die Zuschauer in diesem Jahr freuen, wenn der Spielzyklus unter dem Leitgedanken der Stoiker des „Hic et nunc“ steht? Wir leben in bewegten Zeiten, in denen unterschiedlichste, oft beunruhigende Informationen aus aller Welt unmittelbar auf uns einwirken. Da tut es gut, sich zwischendurch auf das Hier und Jetzt zu besinnen. Unsere Konzerte und Theaterproduktionen wollen Gelegenheit dazu bieten.

Interview: lg

Szene aus der Sterzinger Passion, 1988

Wipptal

202268.190

202372.301

202462.250

ren die Museumsbesucher er Museen (Museum Franzensfeste, seum Schloss Wolfsturn, Landesmuseum Bergbau in Maiern, Stadtmuseum Sterzing) stark zurückgegangen. Mit 62.250 Besuchern wurden um knapp 10.000 weniger gezählt als 2023. Die Besucherzahl von 97.677 im Jahr 2017 wurde niemals mehr erreicht.

Kein Tag ohne Liebe

Bis zum 27. März ist in den Schaufenstern des Vereins „Kunst und Kultur LURX“ in der Sterzinger Altstadt eine neue „invista“-Ausstellung zu sehen. Unter dem Titel „Kein Tag ohne Liebe“ zeigt Paul Volgger mit einer guten Portion Augenzwinkern und Leidenschaft seine Liebe zur Stadt Sterzing.

Stilfes

4 Adamgelisten

Wenn sich vier Män ner Gedanken über das Fundament der Kirche machen, wird schon mal der eine oder andere Stein da von abgetragen. Beim Improvisationstheater „4 Adamgelisten“ mit Julian Stuefer, Erich Meraner, Hannes Re chenmacher und Thomas Ebner treffen im Vereinshaus Stilfes am 20. März

Abba im Stadttheater

(20.00 Uhr) Humor und Blödsinn auf tiefgründige Überlegungen und religiöse Überzeugungen. aube trifft auf Spontaneität – der Ausgang ist offen. Veranstaltet wird der Theaterabend vom KFS Stilfes. Platzwahl und Eintritt (freiwillige Spen-

Am 7. März (20.00 Uhr) schlüpfen per fekt aufeinander abgestimmte interna tionale Darsteller und Sän ger im Stadttheater Sterzing in die Rollen von Agnetha, Anni-Frid, Benny und Björn und präsentieren in einer zweistündigen Show alle legendären Abba-Hits der vergangenen 50 Jahre. „ABBA –Mamma Mia and much more“ sorgt mit Hits wie „Waterloo“, „Fernan do“, „Money Money“, „Dancing Queen“, das Publikum in die 1970er und 80er Jahre zurückversetzt.

Buchpreis

Alljährlich sind die Leser der Zeitschrift „Wild und Hund“ dazu aufgerufen, die besten Neuerscheinungen auf dem Jagdbuchmarkt zu wählen. In diesem Jahr stand auch das neue Buch „Alte Hüte, gute Bräuche – Jägerbrauch in Südtirol“ auf der Bestenliste. Das Gemeinschaftswerk der

Autoren Heinrich Aukenthaler und Ulli Raffl sowie der Fotografinnen Simone und Nicol Santer wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Der s tellvertretende Landesjägermeister Guido Marangoni nahm den Preis auf der Messe „Jagd & Hund“ in Dortmund entgegen.

Das indische Tuch

70 Jahre Heimatbühne Ridnaun

Mit einem besonderen Bühnen stück in der Inszenierung von Annal matbühne Ridnaun in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Ab dem 27. März ist im örtlichen Vereinshaus die Kriminalkomödie „Das indische Tuch“ von Edgar Wallace zu sehen. In diesem Stück treffen mehrere Erben in einem abgelegenen schottischen Schloss zur Testamentseröffnung des reichen Lord Lebanon aufeinander. Doch das Erbe ist an eine seltsame Bedingung geknüpft: Die Gäste müssen einige Tage gemeinsam im Schloss verbringen. Ein Unwetter schneidet sie von der Außenwelt ab – und plötzlich geschieht ein Mord. Misstrauen breitet sich aus, alte Geheimnisse kommen ans Licht und jeder könnte der Täter sein. Zwischen Spannung, düsterer Atmosphäre und überraschendem Humor entfaltet sich ein klassischer Edgar-Wallace-Krimi, der bis zum Schluss rätseln lässt. Das Stück ist ab 12 Jahren geeignet.

Ehrungen

Mitte Jänner zog die Heimat-

haus Bilanz über ein äußerst olgreiches Theaterjahr. Mit der Komödie „Rent a Family“ feierte die Bühne einen echten Publikumsrenner. Damit zählt sie erneut zu den erfolgreichsten Theatervereinen im Bezirk. „Zwei Jahre hintereinander über 1.000 Besucher zu erreichen,

keit“, hieß es in der Rückschau. Obmann Michael Gasteiger sieht sich – wie viele Organisationen des sogenannten „dritten Sektors“ – mit stetig wachsenden bürokratischen Anforderungen konfrontiert. Dank des großen Engagements der Mitglieder bleibe diese Mehrarbeit jedoch bewältigbar.

Geehrt wurden Ulrike Volgger (35 Jahre) und Albin Volgger (15 Jahre) für ihr langjähriges Engagement bei der Bühne.

Freienfeld

Sex im Alter – ein Tabu?

Die Seniorentheatergruppe „Überholspur“ zeigt am 6. März (17.00 Uhr) im Gasthof „Burgfrieden“ in Freienfeld das aufklärende, aufwühlende und sinnliche Theaterstück „Unerhört! Sex im Alter – ein Tabu?“. In einer Inszenierung von Maria Thaler Neuwirth soll das dreisprachige Stück Ansporn für ein lustvolles Altern sein. Mit Gesang, Witz und Eigenironie wird in dem Stück offen über Sexualität gesprochen. Es fordert dazu auf, Vorurteile zu

überdenken und neue Perspektiven zu gewinnen.

Der Eintritt ist frei (freiwillige Spende). Reservierungen unter Tel. 334 3031297.

Brenner

70 Texte von Schreibenden aus dem deutschsprachigen Raum über den „Brenner. Nadelöhr der Geschichte/n“ sind vor kurzem in der Publikationsreihe pyjamaguerilleros* erschienen.

Den Aufruf zu dieser Anthologie, die sich mit dem wohl bekanntesten aller Alpenpässe auseinandersetzt, hat Herausgeber Thomas Schafferer bereits im Jahr 2023 gestartet. Das über 230 Seiten starke Buch beinhaltet Gedichte, Kurzprosa und Geschichten, berichtet von Schmugglern, Goethe, Urlaubsreisenden und Flüchtlingen, erzählt vom Brenner als Sinnbild für Grenze und Transit, vom Tor zum Süden, an dem die Touristen in südliche Gefilde eintauchen, sich schon mal kurze Hosen überstreifen und genüsslich eine Mortadellasemmel verzehren, die bei keiner Brennerjause fehlen darf. Es lässt uns teilhaben an Leidvollem, Lustigem, Spannendem und Erfreulichem, an

Anekdoten, Erinnerungen und Gedanken, fiktiv oder wirklich geschehen. Es schwelgt in Nostalgie, rückt den unaufhörlichen Verkehr in den Mittelpunkt, legt Träume offen oder stellt die Geschichte in seinen Mittelpunkt. Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft setzen so „dem Brennerpass ein poetisches Denkmal“, wie es am Ende des Klappentextes treffend heißt.

TEXTAUSZÜGE

Brenner – Nadelöhr der Geschichte/n

An jenem 11. November 1918 besetzen wir ihn. Den niedrigsten Übergang über den Alpenhauptkamm. Bin ein Handlanger. Wir treffen auf keinen Widerstand. Wir führen aus, was andere bestimmen. Hier wird die Grenzlinie gezogen. Eine Grenze, die niemals zuvor hier verlaufen ist. Sie wird alles verändern.

Fahre holländische Schweine über den Pass. Nach Parma zur Schinkenproduktion. Bin ein LKW-Fahrer. Transportiere, was sie mir an die Zugmaschine packen. Nordseekrabben, die in Marokko geschält werden. Frischen Müll aus Neapel nach Süddeutschland. Oder norddeutsche Kartoffeln nach Italien, die dort gewaschen werden.

Thomas Schafferer

Grenz-Erfahrungen

Der Brenner: In meiner Kindheit und Jugend DAS Mekka vor al-

lem für Lederwaren in Form von Schuhen, Taschen, Jacken. Nur erwischen lassen durfte man sich nicht am Grenzübergang nach Österreich, denn das Meiste des Erstandenen war zu verzollen – wäre zu verzollen gewesen. Schmuggeln war angesagt, zur Not, indem wir mehrere Kleidungsstücke übereinander anzogen.

Und heute? Es gibt zwar immer noch Leute, die eigens „auf den Brenner“ fahren, um dort den zweiwöchentlichen Markt unsicher zu machen oder im großen Supermarkt günstig einzukaufen, doch an Flair hat dieser Ort seit dem De-facto-Fall der Grenzen im Zuge der EU-Einführung massiv verloren.

Der Bahnsteig, an dem man von der österreichischen S-Bahn in den italienischen Regionalzug umsteigt, ist öde und vermittelt den Eindruck, am Ende der Zivilisation angekommen zu sein.

Tina Bader

Der doppelte Brennereffekt „Panini, vino, birra!“ Immer noch denke ich an diesen Ruf, jedes Mal, wenn ich über den Brenner fahre. Doch der Mann, der mit seinem Wägelchen den Bahnsteig entlang ging, ist schon lange verschwunden, so wie die Züge, bei denen man die Fenster aufmachen konnte, um sich hinauszulehnen und etwas zu kaufen.

Der Tunnel ist immer noch nicht fertig, doch das ist vielleicht gut so, denn so bleibt der Übergang von einer Welt in die andere spürbarer, als wenn man im Finstern durch einen sterilen Tunnel fährt. Und das Lebensgefühl von damals kann dann auf der Passhöhe noch einmal ganz kurz in mir aufblitzen: Ja, so war es damals, panini, vino, birra.

Susanne Costa

Brennerepisoden

Brenner, du einstiges Eldorado der östlichen Alpen, du erschwingliche Mortadella mit

Buchtipp

südlichem Beigeschmack, du Niemandsland, du Schreckgespenst, du finsteres Tal, dessen kurvenreiche Straßen in die Tristesse

der Einsamkeit führen. Wenn ich deine schlängelnden Wege entlangfahre, zu den Orten meiner Wurzeln bist du noch mehr ein Überbleibsel der in Ödnis verbannten Erinnerungen meiner Kindheit.

Nadja Ayoub

Thomas Schafferer aus Pfons im Wipptal, 52, ist Autor, Maler, Konzeptkünstler, Verleger, Projektmanager sowie Begründer und Mitherausgeber des Tiroler Literaturmagazins „Cognac & Biskotten“. 2006 hat Schafferer zusammen mit Peter Kaser aus Gossensaß und anderen auch an der künstlerischen Installation „Scalini 84 Stufen“ mitgewirkt.

BrennerpassKaleidoskop

Die Mutter: Mortadella! Die Mortadella. Rosarote große Räder, eiße Fettstückchen, Pistazien. Chianti dazu. Am Brenner.

Irene Scherz

Ort der Gegensätze

Der Brenner – schon als Kinder für uns so nah und doch so fern. Ausland, andere Sprache und im Sommer sogar eine andere Uhrzeit, sehr exotisch. Anderes Geld, andere Preise, teilweise in Millionenhöhe, Passkontrollen und die Suche nach Schmugglern an der Grenze, sogar am Bahnhof, spannend.

Frage eines deutschen Gastes in einem Café am Brenner: sind wir schon in Italien oder noch in Deutschland, die Existenz Österreichs scheint nicht bekannt zu sein.

Das Tor zum Süden, nach Italien, dem „Land, wo die Zitronen blühn“ (wie schon Goethe verkündete), Meer, Sonne, Wärme, Gardasee, dolce far niente, einfach Urlaub, im Freien sitzen am Abend. Schöne Gedanken!

Sylvia Tschenett

Wetterscheide –Wasserscheide –Staatsscheide

Die Grenzbalken gibt es seit 1998 nicht mehr. Und seit 2015 – das Jahr der sogenannten Flüchtlingskrise – wieder. Der Brenner trennt. Und er verbindet. Er trennt das Land Tirol. Er verbindet Europa und dient als Tor Richtung Süden. Für Menschen und Güter. Der Ort wirkt

Der BrennerHommage an einen besonderen Grenzort

etwas trostlos. Nur auf den ersten Blick. Kasernenhochhäuser. Zäune. Schmutzige Fassaden. Geschäfte. Restaurants und Cafés. Ein in die Jahre gekommener Bahnhof. Italienische Polizisten und Soldaten. Seit 2007 ein riesiges Einkaufszentrum.

Reinhold Steinacher

Brenner die faschistischen bauten haben ihre sprache verloren die fassaden bröckeln und eisiger wind peitscht gegen die fensterscheiben

hier will niemand leben der noch ein bisschen sehnsucht in sich trägt hier will auch niemand sterben Christa Issinger

Brenner-Visionen

Alle Probleme Mitteleuropas wird Herr Salvini durch seine Vision vom Brenner mit einem Schlag gelöst haben, und der Brenner wird samt Autobahn wieder den Tirolern und Tirolerinnen gehören, nicht nur auf Werbeplakaten und Schriftbildern der Tirol-Werbung. Was für eine Vision! Lina Hofstädter

Thomas Schafferer

Gossensaß

Blasmusik fasziniert

Die 13 Wipptaler Musikkapellen im VSM bereichern das ganze Jahr hindurch das gesellschaftliche Leben im Bezirk. Immer wieder erklingt ihr Spiel auch bei liturgischen Feiern. In diesem Jahr wird auch darauf ein Themenschwerpunkt gesetzt. Auf seiner 76. Jahresversammlung blickte der VSM-Bezirk Sterzing um Bezirksobmann Daniel Ungerank Ende Jänner in Gossensaß auf ein interessantes und breit gefächertes Musikjahr 2025 zurück. Ein Jahr, das u. a. auch von mehreren innovativen Projekten wie dem Gemeinschaftskonzert „Faszination Blasmusik“ geprägt war. Dieses, so Bezirkskapellmeister Joachim Bacher, soll heuer fortgeführt werden. Besondere Erwähnung fanden auch die für einen Auftritt bei der VSM-Landesversammlung in Bozen eigens

konzipierte Bezirkskapelle oder ein gemeinsamer Auftritt mit Musizierenden aus dem nördlichen Wipp- und Stubaital auf dem Oktoberfest in München.

den Wunsch, dass das Angebot an der Musikschule Sterzing erweitert werde. Auf regen Zuspruch stießen die Jungbläsertage in Ratschings.

Bezirksjugendleiterin Julia Zöggeler berichtete über die Jugendarbeit und musikalische Nachwuchsförderung im Bezirk und äußerte

Verbandsvertreter und Ehrengäste würdigten die wertvolle kulturelle Arbeit der Wipptaler Musikkapellen im VSM.

Smart, schnell, proaktiv: Willkommen im neuen myCIVIS.

Seit dem 24. Februar präsentiert sich das Portal der öffentlichen Dienste myCIVIS im neuen Kleid und mit neuen Funktionen. Der Zugang zu Informationen und Diensten soll für die Bürgerinnen und Bürger damit noch leichter werden.

Das neue myCIVIS ist mehr als ein reines Schaufenster der Dienste der öffentlichen Verwaltung: Mit der Einführung der künstlichen Intelligenz wird das Portal zum digitalen Lotsen, der nicht nur an Fälligkeiten erinnert, sondern seine Nutzer und Nutzerinnen kennt, Empfehlungen unterbreitet, die Suche nach Diensten unterstützt und die Abwicklung von Verfahren erleichtert. Entwickelt wurde das neue myCIVIS im Rahmen der Digitalisierungsoffensive, welche die Abteilung Informatik des Landes Südtirol mit Geldern aus dem staatlichen WIederaufbaufonds PNRR vorantreibt. Das neu gestaltete Portal fußt auf einem modernen Citizen Relationship Management, das die Bürger und Bürgerinnen in den Mittelpunkt stellt. Diese können sich

mit ihren Fragen zunächst an einen digitalen Assistenten wenden, der Auskunft gibt und bei der Suche nach Informationen hilft. Gibt es weiteren Informationsbedarf, stehen zusätzliche Optionen für die K ontaktaufnahme bereit: über Telefon oder Kurznachricht bis hin zum Videoanruf oder zu der Möglichkeit, einen Termin mit dem zuständigen Amt zu vereinbaren. Wer bei der Nutzung der digitalen Dienste Hilfe braucht, kann sich an einen der Digi Points wenden, die es mittlerweile in vielen Gemeinden Südtirols gibt. Dort bietet geschultes Fachpersonal kostenlos Unterstützung an. Den größten Mehrwert bietet das Portal im persönlichen Nutzerbereich. Dort gibt

es eine Reihe neuer Funktionen, wie etwa die Aktivierung personalisierter Hinweise. Jede Anfrage erzeugt zudem ein Ticket –die Bürgeranfrage geht somit nicht verloren und bleibt nachvollziehbar.

Mit klarem Design und einfacher Sprache macht myCIVIS den Zugang zu öffentlichen Diensten somit schnell, intuitiv und unkompliziert.

sikkapelle Mareit unter der Leitung von Kapellmeister Hannes Tratter erwartet die Zuhörer am 28. März im örtlichen Vereinssaal ein abwechslungsreiches Programm.

Mit „Sympatria“ von Thomas Asanger beginnt das Konzert, gefolgt von der nordischen Sage „Fate of the Gods“ von Steven Reineke. Schottische Klänge führen das Programm fort. Im zweiten Teil sind das „Full of Beans“ von Thimo Kraas sowie

hören. Mit dem Medley „80er KULT(tour)“ von Thiemo Kraas wird das Publikum anschließend musikalisch in die 80er Jahre entführt. Zum Abschluss erklingt die Polka „Unter Schloss Wolfsthurn“ von Johanna Dumfart – ein besonderer Höhepunkt des Abends, ist dieses Werk doch eine Uraufführung, die der Musikkapelle Mareit gewidmet ist. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr.

Unter der Leitung von Daniel Steixner präsentiert die Musikkapelle Wiesen am 14. März im Haus der Dorfgemeinschaft ihr Frühjahrskonzert. Der Abend steht unter dem Motto „à la carte“ und bietet ein abwechslungsreiches Programm aus Altbewährtem und Modernem: von traditionellen

Einschreibungen in die Musikschule

Der März steht an den Musikschulen des Landes auch heuer wieder ganz im Zeichen der Einschreibungen. Eltern und Erziehungsberechtigte können Kinder und Jugendliche, die Interesse daran haben, ein Instrument zu lernen oder sich in der Gruppe gesanglich und tänzerisch auszudrücken, in der Zeit vom 1. bis zum 31. März über das allgemeine Bürgernetz „myCivis“ in die Musikschule einschreiben. Um einen Einblick in die Musikschule und in den Unterricht zu erhalten, werden vom 9. bis zum 20. März „Schnupperwochen“ angeboten. In diesen zwei Wochen können Unentschlossene nach Vormerkung (ab 2. März) im Büro der Musikschule (Tel.

0472 760266) in den Unterricht reinschauen, Kindern und

Jugendlichen beim Musizieren zuhören und ihre vielleicht künftige Lehrperson kennenlernen. „Kommt vorbei, hört hinein und lasst euch von unserer Begeisterung für die Musik anstecken. Wir freuen uns auf euren Besuch“, so Musikschuldirektor Bernhard Pircher.

Märschen und Polkas aus dem Repertoire der Egerländer Musikanten und Julius Fučík bis hin zu modernen Kompositionen und einem Solistenwerk für Posaune ist für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr.

EI NSCH REI.BUNG

Schuljahr 2026/27 01. -31 März 2026 oolirw über d~s Südti ro!e Bur9('!rneti

Mareit

Der Brennerwolf

von Karl-Heinz Sparber

Es ist nicht einfach, das ehemalige Bauwerk am Brenner eindeutig zu lokalisieren und zu benennen: Der heutige Gasthof „Zum Wolf“ am Brenner wird in der Literatur „Zöhrengut“ oder „Gattenhof“, „Wolfenwirt“, „Wolfengasthaus“ und auch „Brennerwolf“ genannt. Unser Brennerwolf ist wahrscheinlich ein Hospiz am Brenner gewesen, das 1288 bereits erwähnt wurde und wo die Türen bei Tag und Nacht unversperrt blieben. 1968 musste der stattliche Hof samt der Wolfenkapelle dem Autobahnbau weichen und weiter östlich und an höherer Stelle wieder aufgebaut werden.

Ein Stück Brennergeschichte

Der Brenner ist neben dem Semmering, dem Tauern, dem San Bernhardino, dem Gotthard und dem Mont Cenis einer der wichtigsten Alpenübergänge und mit lediglich 1.372 m Meereshöhe der niedrigste der Ostalpen. Der Brennerpass, er ist mehr ein Hochtal denn ein Pass, wurde spätestens seit der frü-

hen Bronzezeit (etwa 1.700 v. Chr.) regelmäßig begangen. Ein römisches Heer unter der Leitung von Drusus zog 15 n. Chr. über den Brenner und fand dort illyrische Stämme vor, die jedoch nur schwachen Widerstand leisten konnten. Breonen, Räter und Noriker besiedelten die karge Gegend zur Zeit der Völkerwanderung. Um 580 ließ sich der germanische Stamm der Bajuwaren

im Gebiet nördlich und südlich des Brenners nieder (Norigau).

Der Weg über den Brenner wurde bedeutsam, als König Otto I. im Jahr 962 zum Papst nach Rom musste, um die römische Kaiserkrone zu erhalten. Bis zur letzten Kaiserkrönung durch einen Papst (Kaiser Karl V. 1530 in Bologna) führten die meisten der 66 Römerzüge der deutschen Könige über den Brenner. Die gewaltigs-

te Heerfahrt sah der Brennerpass im Jahr 1158, als Kaiser Friedrich Barbarossa mit 100.000 Mann Fußtruppen und 15.000 Reitern nach Mailand zog. Im Laufe der Jahrhunderte überquerten diese bedeutendste Nord-Süd-Verbindung über die Alpen Kaiser und Könige, Fürsten und Grafen, Prälaten, Dichter und Musiker, Geschäftsleute und Warentransporteure, Wanderer und Reisen-

Der Gasthof „Zum Wolf” wurde 2025 komplett saniert und wieder eröffnet

de, Heere und Soldaten in beide Richtungen.

Die Brennersenke ist an die 200 m breit und zieht sich vom Brennersee über die Wasserscheide bei der Passhöhe in Richtung Süden, wo beim ehemaligen Gasthof Kerschbaumer ebenfalls

ein kleiner See bestand, in den die Sill vom Wolfendorn (2.774 m) hoch über dem Brennerwolf herunter mündete. Ungefähr 2 bis 3 km weiter südlich liegt die Gegend Wolfen, wo einst der Durnsee in der Nähe des Brennerwolf lag. Die unwirtliche,

lawinengefährdete, bewaldete und sumpfige Wildnis wurde von den Römern erstmals entsumpft und für Fuhrwerke befahrbar gemacht (1936 wurde eine römische Pflasterstraße beim Brennersee ausgegraben).

Wenngleich die großen Kaiserzüge aufgehört hatten, war die Straße über den Brenner doch allzeit sehr in Anspruch genommen und sehr großen Belastungen ausgesetzt. Die Grafen von Tirol sorgten zu Beginn des 14. Jahrhunderts für eine gute Instandhaltung, die stete Verbesserung des Straßenzuges und die Sicherheit der Wege, indem sie den anliegenden Gemeinden und Hofbesitzern diese Arbeiten übertrugen. Die Zollstellen in Lurx bei Sterzing und in Lueg

resia (1740 - 1780) wurde die Brennerstraße erheblich verbessert und um 1840 neu angelegt. Um 1300 gingen jährlich etwa 3.000 Tonnen an Waren mit Frachtwägen und Fuhrwerken über den Brenner, um 1500 bereits 5.000 Tonnen, um 1730 etwa 10.000 Tonnen, um 1850 bei 60.000 Tonnen. Die Brennerchronik berichtet, dass vor dem Bau der Brennereisenbahn von 1864 bis 1867 das Fuhrwesen noch eine große Bedeutung hatte: „Die Wirte entlang der Brennersenke hatten eine bedeutende Einnahmequelle und waren sehr wohlhabend. Sie hielten sehr viele Pferde für den Vorspann der Fuhrwerke: Beim Kerschbaumer Wirtshaus wurden vorwiegend Ochsen ge-

Die originale 400 Jahre alte denkmalgeschützte Wirtsstube (2026)

bei Gries am Brenner dienten der Finanzierung, Zollregale und Wegmacherpfründe, Steuererleichterungen und großzügige landesfürstliche Unterstützungsgelder reichten jedoch kaum aus, die „bösen Wege“ ordentlich instand zu halten. Unter Maria The-

halten, bei der Post waren 20 bis 30 Pferde, beim Wolfenwirt standen vier Pferde zur Verfügung, in Brennerbad und beim Badwirtshaus vier oder mehrere Pferde nebst Ochsen. Auch Private (besonders Pröbste, Knechte, Mägde, Kellnerin) hatten schöne

Die Wolfenkapelle musste 1968 der Brennerautobahn weichen.

Wipptaler Bauwerke erzählen

Besitzabfolge

Die relativ gut gesicherte Quellenlage ermöglicht es, die Geschichte des Brennerwolf annähernd vollständig zu rekonstruieren. Der letzte Wolfenwirt Hans-Jörg Orgler (1938 - 2021) war ein eifriger Sammler und passionierter Chronist, dem die Geschichte des Brennerwolf sehr am Herzen lag. Seine Aufzeichnungen, alte Urbare, Steuerlisten, Urkunden, Kataster, die Brennerchronik von Isidor Alverá (1852 - 1921, Pfarrer am Brenner seit 1888), das umfangreiche Buch „Brenner Brennero, 1999“ von Alois Trenkwalder (Pfarrer am Brenner von 1972 bis 1999), Grundbuchsauszüge sowie weiterführende Literatur und Zeitungsartikel belegen diese Über sicht.

1288: Datz Mittenwalde ein swaige (Schwaighof)

1297: swaigerius in dem walde

1298: H. in dem walde

1300: swaigerius in dem walde 1311: Fridericus dictus Zaerre in dem walde. Von ihm erhielt der Schwaighof den Namen Zehrenhof. 1315: hof in dem wald datz dem Zerren

1317: curia in dem wald swaigalis 1321: curia in dem Wald 1324: curia swaigalis in dem wald 1328 1337 1338: curia in dem wald 1360: ein hoff auf dem Prenner diente dem Zerhelm (Salperger) 1443: der Rigel im wald im Prenner 1454: der Rigel gab vom Zorrhof 1 Pfund Zehend

1459: Hansen Khornprästls Erben vom Hof Salperger

1463: Contz im Wald auf dem Prenner

1502: vom See auf dem Prenner zinste der Jöchl. Die Jöchl hatten um 1470 zahlreiche Grundherrschaften gekauft.

1535: Junghker Jacob Jöchl zinste vom See auf dem Prenner

1548: Hans Helbn saß auf dem halben Zerrenhof, neue Grundherrin war Dorothea Jöchl.

1557: Oswald Hellwirt war Pächter am Zerrenhof, 1574 schien er als

Wirt in Gries am Brenner auf. 1577 und 1592: Kaspar Wolf, Wirt auf dem Zerrenhof am Brenner. Dazu gehörte auch der Gatten- oder Lattenhof und der Kaltenbachhof. Nach ihm wurde der Hof „Zum Wolf“ oder „Brenner Wolf“ zukünftig genannt. Kaspar starb 1597.

1612: Kaspar Wolf jr. (geboren 1586). Auf ihn folgte sein Sohn Christian (gestorben 1650), dessen Sohn Stephan starb bereits nach seiner Hochzeit mit Barbara Mader 1656. Die Witwe ehelichte Veit Lener vom Prennerhof, mit dem sie den Sohn Mathäus hatte. Dieser wiederum vermählte sich mit Margarethe Santner und aus dieser Ehe entstammte der nächste Wolfenwirt Anton Wolf (geboren 1682).

1719 und 1725: Anton Wolf, Wirt und Gastgeb

1750: Christian Wolf (geboren 1711) steuerte vom Wirtshaus, vom halben Zöhrenhof und vom halben Kaltenbachhof. 1754 erhielt er für seine alte Betkapelle die Messlizenz. 1757 gelobte er zum Dank für se ine Rettung aus großer Wassergefahr, eine neue Kapelle zu bauen und eine Chr istusfigur darin anzubringen, die seiner Körpergröße entspr ach. Er ließ auch die Votivtafel anfertigen, die heute noch im neuen Brennerwolf-Gasthaus ausgestellt ist.

1761: Christian Wolf hinterließ das Zörr- oder Lottengut, im Wald genannt, dem Sohn Anton Wolf, der als Postmeister tituliert wurde. 1796 wurde er zum letzten Mal genannt. Das Zörrengut erbte seine Enkelin Maria, Tochter des Leopold Wolf.

1826: Georg Haller

1834: Bartlmä Orgler

1896: Johann Orgler (gestorben im März 1910)

1910: Maria Witwe Orgler geborene Silbergasser

1925: Johann Orgler (geboren 1895)

1971: Hans-Jörg Orgler (1938 - 2021, er wurde in seiner Wolfenkapelle aufgebahrt)

2023: Vera Mair (Schenkungsurkunde)

Einnahmequellen. Doch wie gewonnen, so zerronnen.“

Über das Wolfenwirtshaus schrieb der Chronist Isidor Alverá nichts Gutes: „Das Wirtshaus beim Wolfen war seit langer Zeit der Ort geworden, wo Tag und Nacht bei erlaubten und unerlaubten Zeiten getanzt wurde. Man sagt nicht mit Unrecht, daß die Töchter des Wirtes noch vor dem Schulgehen tanzen gelernt hatten. Wie es in solchen Orten zugeht, wenn die Leute zu viel getrunken haben, weiß doch ein Jeder.“ Der Kurat Plaseller hatte deswegen 1879 in der Kirche gegen die Tanzunterhaltung im Wolfenwirtshaus am Faschingsdienstag gewettert, doch die ledigen und verheirateten Männer und Frauen,

Der lebensgroße Christus in der Wolfenkapelle (2026)

Jünglinge und Jungfrauen gingen erst recht hin und blieben bis morgens früh des Aschermittwochs. Um 3.00 Uhr in der Früh verließ der Bahnwächter Valentin den Tanzboden Richtung Brennerbad, wo er und sein Sohn Wilhelm durch eine Lawine zu Tode kam.

Votivtafel von 1757: Sie hängt heute im Eingangsbereich des sanierten Gasthofes.

Mit dem Bau der Brennerautobahn musste der traditionsreiche Brennerwolf 1968 an der Brennerstraße abgetragen werden. Er lebte aber weiter, da man den Hof und die Wolfenkapelle unter Bewahrung des alten Bestandes etwas höher am östlichen Berghang unter Anleitung des Denkmalamtes wieder aufgebaut hatte. Das Glanzstück ist dabei die 400 Jahre alte Wirtsstube, in der noch der Glanz vergangener Fuhrmannszeiten gezeigt wird.

Gossensaß

Obfrauenwechsel im Pfarrchor

Zur Jahresversammlung des Pfarrchores Gossensaß im Hotel „Erna“ konnte Obfrau Edith Mair als Ehrengäste Pfarrer Josef Gschnitzer, Bürgermeister Martin Alber, Pfarrgemeinderatspräsidentin Maria Putzer und den Obmann des Chorverbandes Erich Deltedesco begrüßen.

Die Chorgemeinschaft blickt auf ein intensives Musikjahr mit über 80 Auftritten und Proben zurück. Zu den kirchlichen und weltlichen

Höhepunkten zählten die Aufführung der „Missa Beati Omnes“ von Rathgeber zu Ostern und die Pastoralmesse op.150 von R. Führer zu Weihnachten. Geselliger Höhepunkt war das Preiswatten.

Obfrau Mair dankte allen Sängern für ihren Fleiß, Chorleiter Christoph Teissl für sein Engagement und Organistin Anni Hofer für ihre Bereitschaft, die Chorgemeinschaft zu bereichern.

Der Obmann des Chorverbandes Erich Deltedesco überreichte Erna Aukenthaler für 40-jährige Chortreue die Ehrenurkunde. Großer Dank für ihren 24-jährigen Einsatz als Obfrau gebührt auch Edith Mair.

Bei den Neuwahlen wurde Martina Florian zur neuen Obfrau gewählt. Dem neuen Ausschuss gehören zudem Heinrich Gogl, Armin Strickner, Sabine Gogl und Maria Salzburger an.

Telfes Singgemeinschaft wählt neuen Ausschuss

Bei der Jahresversammlung der Telfer Singgemeinschaft wurde Ende Jänner ein neuer Ausschuss gewählt. Obfrau Andrea Lanthaler stellte sich nicht mehr der Wahl. Ihr wurde für ihr großes Engagement und ihre wertvolle Arbeit gedankt. An ihre Stelle tritt nun erneut Klara Gschließer, der bereits seit dem Gründungsjahr 16 Jahre lang dieses Amt oblag. Mit Sigrid Wild erhält der Aus schuss zudem tatkräftige Unterstützung. Auch sie hatte bereits in den Jahren der Gründung mehrere Jahre

im Auschuss mitgewirkt. Mit Zuversicht blickt die Telfer Singgemeinschaft auf das kommende Jahr, geprägt von Zusammenhalt und Begeisterung. Die Chorleitung von Esther Falkensteiner trägt maßgeblich dazu bei, dass es auch in Zukunft viele bereichernde musikalische Momente geben wird.

Im Rahmen der Versammlung wurde Sigrid Wild für ihre 25-jährige Mitgliedschaft sowie ihre Dienste in der Pflege der Chormusik geehrt.

#multilingual

Am 21. März, dem Tag der kulturellen Vielfalt, findet in Bibliotheken und Sprachzentren ein #mulitlingualVorlesetag für Kinder aller Muttersprachen statt. Die Aktion soll Vorlesende in ihrem sprachlich-kulturellen Selbstwert stärken, kleinen Kindern ein Leseerlebnis in ihrer Sprache bieten und zeigen, wie vielfältig die gesprochenen Sprachen und Kulturen in Südtirol sind. Vorleser (Mittel- und Oberschüler, Studierende und Eltern) können sich bis zum 20. März online auf sprachen.provinz.bz.it/ anmelden.

Organisiert wird die Aktion vom Amt für Weiterbildung und Sprachen, dem Amt für Bibliotheken und Lesen der Abteilung Deutsche Kultur sowie dem Amt für Weiterbildung, Bibliotheken und audiovisuelle Medien der Abteilung Italienische Kultur.

Die Bremer Stadtmusikanten

Am 21. März gibt es in der Stadtbibliothek Sterzing um 10.00 Uhr das zweisprachige Kamishibai „Die Bremer Stadtmusikanten“ für Kinder von drei bis sechs Jahren, vorgestellt von Margit und Roberto. Im Anschluss sind alle Kinder zu einer Bastelei eingeladen.

Bibis – Bücher für die Allerkleinsten

Am 26. März findet in der Stadtbibliothek um 10.00 Uhr wieder der Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“ statt.

Bär Brummi und Vorleserin Agata begrüßen unsere null- bis dreijährigen Bücherfans, um gemeinsam zu reimen, zu singen, zu spielen und zu lesen.

Die Teilnehmerzahl der Veranstaltungen ist begrenzt, weshalb ist eine Anmeldung notwendig (Tel, 0472 723760, bibliothek@sterzing.eu) ist.

Ein ungleiches Paar

Die Ridnauner Riesin und der Pfunderer Zwerg

Vor etwas mehr als einem Jahrhundert erregten zwei Südtiroler Persönlichkeiten die Aufmerksamkeit der internationalen Presse, allerdings nicht wegen besonderer Leistungen, sondern wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens. Würde man die Zeitungsartikel über die beiden sammeln, könnte man daraus ein interessantes und dickes Lesebuch gestalten. Dabei hätten die zwei unterschiedlicher gar nicht sein können: Die eine war nämlich die als die „Tiroler Riesin“ in die Geschichte eingegangene Maria Fassnauer aus Ridnaun, während der andere, Alois Unterkircher, als „Pfunderer Zwerg“ für Aufsehen sorgte. Ob sich die beiden persönlich gekannt oder getroffen haben, ist nicht bekannt. Ich kann mich zwar erinnern, dass man mir vor vielen Jahren in Pfunders erzählt hat, dass es ein Foto geben sollte, auf dem die beiden gemeinsam abgebildet sind, mir ist ein solches allerdings nie untergekommen und auch in den vielen Presseberichten war nie die Rede von einem gemeinsamen Zirkusauftritt.

Am 28. Februar 1879 konnten sich die Bauersleute Josef Fassnauer und Theresia Eder vom kleinen Staudnerhof, hoch über Maiern zuhinterst in Ridnaun gelegen, über Nachwuchs freuen. Ein Mädchen wurde ihnen geboren, das auf den Namen Maria getauft wurde.

Als sie so zwei, drei Jahre alt war, setzte ein unheimliches Wachstum ein. Bereits als Volksschülerin hatte sie die Größe eines Erwachsenen erreicht. Und sie wuchs immer weiter und wurde schließlich ein „Mords-Weibis“. Wie groß sie tatsächlich geworden ist, kann nicht mehr genau gesagt werden, die Angaben in den zahlreichen zeitgenössischen Berichten schwanken zwischen 2,17 und 2,48 Metern. Am öftesten ist aber von 2,27 m die Rede. Ihre fünf Geschwister erreichten übrigens allesamt nur eine ganz „normale“ Körpergröße.

Während sich die Ridnauner bald an diese außergewöhnliche Erscheinung gewohnt hatten, gab es überall, wo sie hinkam, einen großen Auflauf. Nachdem sie ihr Vater einmal auf eine Wallfahrt nach Riffian und auf eine „Reise“ nach Innsbruck mitgenommen hatte, meinte er: „Mit dir weart man lai ungegåfft!“

Es dauerte nicht lange und es erschienen die ersten Zeitungsberichte über das Riesenmädchen in Ridnaun. Die Familie lehnte erste Angebote von „Managern“, die in Ridnaun auftauchten und sie in ihre Dienste nehmen wollten, dankend ab, obwohl sie das angebotene Geld auf dem armseligen Höfl gut hätte brauchen können.

Schließlich schlug die Moidl aber dennoch ein und es begann

Am 26. März 1889 wurde in Pfunders im Pustertal dem Ehepaar Josef Unterkircher und Maria Schiner, Pächter in Dun, ein Sohn geboren, der auf den Namen Alois getauft wurde.

Bis zu seinem zweiten Lebensjahr ein ganz normales Kind, fing er an zu kränkeln, litt bis zum zehnten Lebensjahr an der Englischen Krankheit und musste meistens das Bett hüten. Mit dem Wachsen war es bald vorbei. Mit 25 Jahren war er dann ausgewachsen. Die Angaben über seine Körpergröße „ohne Fuß- und Kopfbekleidung“ schwanken zwischen 71 und 75 cm, sein Gewicht betrug wohl an die 20 bis 24 kg. Der Kopf war von normaler Größe, während die Beine nur 30 cm lang gewesen sind. Zum Gehen war Alois auf Krücken angewiesen, weshalb er den Übernamen „Jutta Krückla“ bekam. Beim „Jutter“ lebte nämlich die Familie Unterkircher. Böse Zungen wussten zu berichten, dass man der Mutter den „Krückla“ aus Rachsucht angewünscht hatte. Seine Geschwister waren von ganz normaler Größe.

Wegen seiner Krankheit – sein Leben lang litt er an Atemnot –konnte Alois keine Schule besuchen. Das Lesen und Schreiben brachte ihm seine Mutter bei. Später nahm er Privatstunden und brachte es zu einer „großen geistigen Bildung“. Mit 14 Jahren erlernte er das Schneiderhandwerk, musste es aber aufgeben, da es seiner Gesundheit nicht recht zuträglich war. Der Pfunderer Zwerg hatte ein gutmütiges Wesen, dafür verfügte er über ein „gutes Mundwerk“.

Der kleine Kerl ist natürlich überall aufgefallen, wo er sich sehen ließ, auch einem „Deutschländer“, mit dem bald auch der Zwerg viel Geld verdient haben soll, weshalb er

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ein unstetes Wanderleben durch ganz Europa, nach Wien, München, Berlin, Hamburg, Köln, um nur ein paar Stationen zu nennen. Auch in Belgien sind Auftritte von „Mariedl, der größten Dame der Welt“ bezeugt. Ein ganzes Jahr lang dauerte ein Engagement in England. Sogar eine Reise nach Amerika wurde in der Presse angekündigt. Dazu ist es aber nicht gekommen. Eine Liebesaffäre mit dem Riesen Clive Darril aus Australien wird wohl bloß ein cleverer Werbegag gewesen sein. Jedenfalls reiste dieser der Angebeteten lange Zeit zu all ihren Auftritten hinterher.

Auf ihren Reisen wurde die Riesin stets von ihrer Schwester Rosa begleitet. Trotz ihres guten Verdienstes war sie dabei todunglücklich, wurde von verschiedenen gesundheitlichen Problemen geplagt und litt unter großem Heimweh.

Nur 38 Jahre alt ist die Moidl geworden. Am 4. Dezember 1917 ist sie auf dem elterlichen Hof verstorben und fand auf dem Friedhof von Ridnaun ihre letzte Ruhestätte, wo ihr Grab auch heute noch zu sehen ist.

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in Pfunders gleich der „Geld-Lois“ gerufen wurde. Mit einem Zirkus, in dem er als Zauberkünstler auftrat, reiste er durch Österreich und Deutschland. Die weiteste Reise soll ihn bis nach Lübeck geführt haben. In der Presse war wegen seiner „außergewöhnlichen“ Körpergröße bald vom „kleinsten Zauberkünstler der Welt“ die Rede. Wieder zu Hause konnte er dann seinen neugierigen Landsleuten interessante Geschichten von der großen weiten Welt erzählen.

Alois Unterkircher war Zeit seines Lebens sehr belesen. Er ließ sich sogar Zeitungen ins entlegene Dun nach Pfunders schicken.

Gestorben ist er am 3. November 1918 im Alter von 29 Jahren an „Grippe mit Schlagfluss“, wie Ortspfarrer Alois Rainer im Sterberegister vermerkte. Er wurde wohl ein Opfer der damals grassierenden Spanischen Grippe. Zwei Tage später wurde er auf dem heimatlichen Friedhof beerdigt.

Wipptal tra stabilità e longevità: nascite in calo, migranti in aumento e quattro centenari

All’inizio del 2025 la Wipptal conta 21.183 abitanti, un numero praticamente stabile rispetto all’anno precedente. La popolazione, che da anni cresceva costantemente, mostra ora un aumento minimo di appena quaranta persone, un segnale che il ritmo demografico dell’area si sta leggermente stabilizzando. La composizione della popolazione evi denzia una leggera predominanza maschile: i maschi sono 10.793, mentre le femmine sono 10.390, con l’unica eccezione di Vipiteno, dove le donne superano di poco gli uomini. Alcuni comuni registrano incrementi più evidenti: Campo di Trens e Fortezza hanno visto la loro popolazione crescere di 26 unità ciascuno, mentre altri, come Vipiteno e Val di Vizze, hanno subito un lieve calo. A Campo di Trens, in particolare, l’aumento è dovuto in gran parte all’arrivo di nuovi migranti, a testimonianza di una comunità sempre più aperta e diversificata.

Nonostante il rallentamento della crescita, il saldo migratorio resta positivo, seppur ridotto: su 904 nuovi arrivi, 858 persone hanno lasciato il territorio. Il saldo più favorevole si registra ancora una volta a Campo di Trens, seguito da Fortezza, mentre a Vipiteno le emigrazioni superano le immigrazioni. Parallelamente, il numero di residenti con origini straniere continua a crescere, raggiungendo quota 2.522 persone, pari all’11,9% della popolazione. La maggior parte sono cittadini non comunitari, 1.914, mentre i cittadini UE sono 608. Fortezza resta il comune con la percentuale più alta di residenti stranieri (31,4%), seguita da Brennero, che supera per la prima volta il 20%, mentre Vipiteno si attesta al 13%. Anche a Campo di Trens si registra un aumento significativo, mentre a Val di Vizze il flusso migratorio straniero appare leggermente diminuito.

La natalità continua a calare in quasi tutti i comuni della Wipptal. Nel 2024 sono nati 196 bambini, 17 in meno rispetto all’anno precedente, con una leggera prevalenza di maschi (102) sulle femmine (94). L’unico comune in controtendenza è Fortezza, dove è nato un bambino in più rispetto all’anno

popolazione. Quest’anno, in ben quattro comuni, i cittadini più anziani hanno superato i cento anni di età, un traguardo che testimonia non solo il miglioramento delle condizioni di vita, ma anche la longevità crescente delle famiglie locali. Il residente più anziano è Josef Gschließer di Vipiteno, che a gennaio ha compiuto 103 anni. La più longeva tra e donne è Anna Lucca di Fortezza, nata nel 1923 e prossima ai 103 anni. Elsa Priller

significativo dei decessi, mentre Vipiteno ha visto una lieve diminuzione. A Racines, invece, la mortalità è rimasta invariata, con 33 decessi.

Il 2025 ha visto anche una crescita dei matrimoni, con 108 coppie che hanno celebrato la loro unione, venti in più rispetto all’anno precedente. La maggior parte delle celebrazioni si è svolta con rito civile, mentre 28 coppie hanno scelto quello religioso. L’aumento più significativo si è registrato a Brennero e Vipiteno (+9 coppie ciascuno), mentre Racines e Campo di Trens hanno registrato un leggero calo.

Tra i dati più sorprendenti della Wipptal, emerge il progressivo invecchiamento della

trambi nati nel 1925 hanno già festeggiato oro centesimo compleanno.

La Wipptal si conferma così una valle dalla demografia complessa e in evoluzione, dove la popolazione rimane stabile ma invecchia, dove le nuove generazioni nascono in numero leggermente inferiore, ma dove l’arrivo di nuovi cittadini e la crescente diversità culturale compensano in parte il calo naturale. È una comunità in cui la storia e la tradizione convivono con i cambiamenti del presente, e dove la vita lunga dei centenari è simbolo di continuità, resilienza e appartenenza a un territorio che mantiene forti legami con le proprie radici.

Battuta d’arresto per l’Autostrada del Brennero S.p.A.: la Corte UE boccia il diritto di prelazione

Nuovo colpo di scena nella gara per l’assegnazione della concessione cinquantennale dell’A22. Secondo una recente sentenza della Corte di giustizia dell’Unione europea, il diritto di prelazione previsto a favore dell’Autostrada del Brennero S.p.A. non è compatibile con il diritto dell’Unione europea. Gli esperti di diritto europeo parlano di un importante passo indietro per l’attuale società concessionaria.

La decisione della Corte riguarda un caso analogo avvenuto a Milano. Il Comune aveva affidato la realizzazione e la gestione di circa 70 servizi igienici pubblici automatizzati al promotore del progetto, concedendogli però un diritto di prelazione. Un concorrente, che aveva presentato un’offerta migliore, ha impugnato la decisione. Nonostante ciò, il promotore ha potuto esercitare il diritto di prelazione, adeguare la propria offerta e ottenere l’appalto. La questione è arrivata fino alla Corte UE, che ha stabilito che un simile privilegio viola il principio di parità di trattamento tra gli offerenti e le regole sulla concorrenza.

Secondo il professor Walter Obwexer, esperto di diritto europeo, il diritto di prelazione contrasta con la libertà di stabilimento e con la direttiva europea sulle concessioni. Di conseguenza, anche il diritto riconosciuto all’Autostrada del Brennero S.p.A. nell’ambito della gara per l’A22 non sarebbe conforme al diritto vigente. Tale diritto permetterebbe alla società di eguagliare eventuali offerte migliori presentate dai concorrenti, assi-

curandosi così la concessione. Il Ministero dei Trasporti italiano aveva sospeso nel 2025 la procedura di gara, per poi riattivarla sostenendo che, in caso di bocciatura del diritto di prelazione da parte della Corte UE, la gara avrebbe potuto proseguire senza tale meccanismo, garantendo pari condizioni a tutti i partecipanti. Ora resta da vedere quali decisioni verranno prese.

Anche il professor Peter Hilpold definisce la situazione più critica rispetto al passato. La sentenza non rappresenta una catastrofe, ma rende necessario rivedere alcuni aspetti della gara. Eventuali nuove condizioni dovranno comunque rispettare il principio di non discriminazione e consentire a tutti i candidati di partecipare alle stesse condizioni.

La gara prevede investimenti per oltre 9 miliardi di euro nei prossimi 50 anni. Tra i progetti principali figurano la realizzazione della terza corsia dinamica tra Bolzano Sud e Verona Nord e lo spostamento in galleria di alcuni tratti autostradali a Bolzano, Trento e Rovereto. Oltre all’Auto -

strada del Brennero S.p.A., si prevede la presenza di diversi altri concorrenti. Entro fine febbraio dovrebbe essere comunicato chi accederà alla seconda fase della procedura.

Dopo la sentenza si torna inoltre a parlare di una possibile soluzione “in house”. Il commissario europeo ai Trasporti Apostolos Tzitzikostas ha sottolineato che ogni gara che non rispetti i criteri dell’affidamento in house deve svolgersi in modo assolutamente trasparente, quindi senza diritti

di prelazione. L’opzione in house consentirebbe l’assegnazione diretta della concessione a una società interamente pubblica regionale, senza gara. Una soluzione già presa in considerazione in passato, ma che aveva incontrato ostacoli politici ed economici. Il futuro della concessione dell’A22 resta dunque incerto. È chiaro però che, dopo la pronuncia della Corte di giustizia, la posizione dell’Autostrada del Brennero S.p.A. appare oggi decisamente più debole. sp

REFERENDUM SULLA

GIUSTIZIA: COSA VOTEREMO IL 22 E 23 MARZO 2026

Il 22 e 23 marzo 2026 gli italiani saranno chiamati alle urne per un referendum costituzionale sulla giustizia. Non si tratterà di votare partiti o leader politici, ma di esprimersi su una riforma costituzionale già approvata dal Parlamento che riguarda l’ordinamento giudiziario italiano e che può entrare in vigore solo con il consenso popolare.

La legge in questione modifica alcuni articoli della Costituzione e introduce una separazione più netta tra magistrati giudicanti (i giudici) e magistrati requirenti (i pubblici ministeri). Oggi, in base alla Costituzione vigente, giudici e pubblici ministeri fanno parte dello stesso ordine e possono cambiare ruolo nel corso della carriera; con la riforma dovranno scegliere fin dall’inizio se diventare giudici o procuratori e non potranno più transitare da una funzione all’altra.

Un altro elemento centrale della riforma riguarda l’autogoverno della magistratura. L’idea è di creare due Consigli superiori della magistratura (CSM) distinti — uno per i giudici e uno per i pubblici ministeri — e di istituire una Alta Corte disciplinare con funzioni specifiche per la disciplina dei magistrati. Nella scheda elettorale i cittadini troveranno una sola domanda: se approvano o no il testo della legge costituzionale che contiene queste norme. Votare Sì significa confermare la riforma così come è stata approvata dal Parlamento, permettendo alla legge di entrare in vigore; votare No significa respingerla, mantenendo l’attuale assetto costituzionale. Va ricordato che si tratta di un referendum confermativo: non è previsto alcun quorum di partecipazione, quindi il risultato sarà valido qualunque sia l’affluenza alle urne e deciderà la maggioranza dei voti espressi. Il dibattito pubblico è vivace: chi sostiene il “Sì” afferma che la separazione delle carriere renderà la giustizia più chiara e percepita come più imparziale, mentre i sostenitori del “No” temono che la riforma possa indebolire l’unità dell’ordine giudiziario o introdurre rischi per l’indipendenza dei pubblici ministeri. Per tutti gli elettori, quindi, il voto del 22 e 23 marzo è un’occasione per decidere non solo su una legge, ma sul modo in cui è organizzata e governata una delle istituzioni fondamentali della nostra democrazia.

Fortezza: assessore dimesso, consiglio imprevisto,

surroga-lampo

Consiglio comunale lampo e data desueta quella del martedì, per la sua convocazione, ma tutti presenti nella sala deputata del Municipio di Fortezza. All’ordine del giorno, di fatto, la surroga del consigliere e assessore Bettina Cipolletta (Luce per Fortezza), dimessasi a seguito della polemica ormai stranota col vicesindaco Richard Amort a proposito del futuro campo da calcio.

Riassumendo: Amort, in un’intervista sul futuro legato alle strutture del paese, aveva auspicato la ricostruzione del campo da calcio, nell’area ove questo già preesisteva: campo cancellato dal cantiere del Bbt che si im pegnò, allora, al ripristino dell’area.

Ne era seguita la presen tazione di un progetto di massima, che prevedeva, in fondo, l’ampliamento dell’idea e la creazione di un parco sportivo e ricreativo, con la realizzazione di un laghetto balneabile oltre a strutture per bambini e famiglie.

Negli anni però, la squadra di calcio si è dissolta e qualcuno, tra cui Cipolletta, avrebbe ventilato la possibilità di rinunciare al campo da calcio in favore di altre strutture sportive, alternativa questa che ha strappato ad Amort una bonaria critica sull’attuale gestione delle strutture già esistenti in paese da parte del gruppo sportivo del quale Cipolletta fa parte. Tanto è bastato per innescare una reazione a catena la cui prima “esplosione” sono state le dimissioni dell’assessore. Ieri la surroga: in luogo di Cipolletta è stata chiamata nel ruolo Franca Rossignoli. La scelta ha consentito di “coprire” regolarmente come stabilito dalla legge, sia le “quote rosa”, sia la percentuale italiana in giunta. Nel ruolo di consigliere comunale è stato invece chiamato Alfredo Ravazzolo, già in passato consigliere di “Luce per

Fortezza” e che alle ultime elezioni aveva ottenuto lo stesso numero di voti del collega Alex Gemmato, entrato in Consiglio questi però, grazie all’essere stato più in alto nella lista composta in ordine alfabetico. Lunga disquisizione del Segretario Comunale per confermare, punto per punto, di aver vagliato tutte le eventuali cause di ineleggibilità del nuovo entrato: una novità rispetto alle ultime elezioni in cui detta analisi era stata data per scontata. Il sindaco Thomas Klapfer, nel ringraziare Cipolletta per il suo ontributo ha anche sottolineato di aver avuto un lungo colloquio con l’assessore dimissionario, la quale però ha ribadito la sua decisione; inoltre ha colto l’occasione del consiglio “imprevisto” per annunciare come siano in arrivo i quattro componenti prefabbricati che costituiranno il nuovo ponte a Mezzaselva; che la prossima settimana inizieranno i lavori di realizzazione in zona “Flagger” di barriere paramassi e che a breve si terrà un’assemblea pubblica per sondare i desideri della popolazione sul si o il no al campo da calcio della discordia.

Il sindaco ha comunque espresso alcuni dubbi: “Bbt è pronto a partire con la ricostruzione del campo – ha affermato – ma il consiglio deciderà e dobbiamo ascoltare la gente. Ci sono comunque molte incertezze e molte domande: se dicessimo “no” sarebbe il Bbt disposto a stornare l’importo e realizzare qualcos’altro? E siamo certi che invece non voglia tener fede al contratto iniziale riguardante il campo da calcio?”

Domande certamente lecite e da porsi, come il riaffermare che ben 14 ragazzi di Fortezza giocano oggi altrove, in squadre di paesi limitrofi.

Restyling del piazzale

della stazione

di Vipiteno-Val

di Vizze: più sicurezza e nuovi collegamenti

L’area antistante la stazione ferroviaria di Vipiteno-Val di Vizze è da tempo considerata un punto critico per la viabilità locale. Tra autobus in manovra, automobili in transito, ciclisti e pedoni diretti ai binari, la situazione richiede spesso particolare attenzione. Per questo motivo è stato

per chi si sposta a piedi o in bicicletta e che costeggia l’area della caserma. Questo intervento permetterebbe di evitare attraversamenti complicati e rendere più agevole l’accesso alla stazione.

elaborato un nuovo progetto di riorganizzazione complessiva dello spazio, con l’obiettivo di migliorare sicurezza, funzionalità e qualità urbana.

La  Strutture Trasporto Alto Adige Spa (STA), in collaborazione con il Comune di Val di Vizze, ha presentato il piano nel corso di un incontro pubblico in municipio. La serata non è stata pensata come una semplice esposizione tecnica, ma come un momento di dialogo diretto con la cittadinanza. I promotori hanno infatti invitato residenti e pendolari a esprimere osservazioni, suggerimenti e possibili migliorie, con l’intenzione di integrare nel progetto le proposte ritenute realizzabili.

Il nuovo concetto prevede una redistribuzione più chiara degli spazi, così da separare meglio i flussi di traffico e ridurre le situazioni di pericolo. Particolare attenzione sarà riservata a pedoni e ciclisti. Tra le proposte avanzate vi è la creazione di un collegamento diretto da Campo Palù ai binari, attraverso un percorso sicuro

Uno dei punti più discussi riguarda lo spostamento della fermata degli autobus sulla carreggiata, sul lato del supermercato Lidl. Alcuni cittadini hanno manifestato dubbi sull’effettivo aumento della sicurezza, temendo possibili rallentamenti o nuove criticità. I responsabili del progetto, Alessandro Xausa e Tobias Vieider della STA, hanno però spiegato che la soluzione proposta nasce da un’analisi tecnica approfondita. Attualmente, infatti, il rientro degli autobus sulla corsia opposta comporta rischi significativi, soprattutto a causa della visuale limitata degli autisti. La nuova disposizione dovrebbe invece semplificare le manovre e rendere il traffico più fluido e prevedibile.

Oltre agli aspetti legati alla sicurezza, il progetto punta anche a una riqualificazione estetica dell’area, con una sistemazione più ordinata degli spazi e una maggiore attenzione alla fruibilità complessiva. L’intento è trasformare il piazzale in un vero nodo di mobilità moderna, capace di rispondere alle esigenze di pendolari, studenti e turisti.

Se l’iter amministrativo procederà senza intoppi, i lavori potranno iniziare già entro quest’anno. L’auspicio dei promotori è che il nuovo assetto contribuisca a rendere la stazione non solo più sicura, ma anche più accogliente e funzionale per tutta la comunità.

Rafforzata la fornitura elettrica regionale a Vipiteno

Un passo importante per l’energia locale e sostenibile.

La Multiservizi Vipiteno Srl ha firmato dal notaio il contratto di acquisto di una rete elettrica aggiuntiva nel comprensorio. A sottoscrivere l’atto sono stati l’amministratore delegato Ivan Seeber e l’amministratore unico Philipp Fallmerayer. Venditori della rete sono Andreas ed Edith Kruselburger.

Alla firma erano presenti anche il sindaco di Vipiteno, Peter Volgger, e l’assessore Benno Egger. Con l’acquisizione della rete elettrica Kruselburger a Mareta, la gestione verrà completamente integrata nel sistema tecnico e organizzativo delle municipalizzate di Vipiteno. In questo modo, anche in quest’area sarà garantito lo stesso livello di qualità strutturata e di contatto diretto con i clienti già offerto agli utenti cittadini. L’operazione rientra in una strategia di sviluppo che punta a rafforzare il ruolo dell’azienda come fornitore energetico radicato sul territorio. L’obiettivo è offrire a cittadini e imprese un servizio energetico regionale, competente e facilmente accessibile.

Nel medio periodo, l’acquisizione apre nuove possibilità di ampliamento dei servizi, ad esempio nella lettura dei contatori o nel supporto amministrativo. Allo stesso tempo, l’estensione della rete contribuisce a migliorare la stabilità e l’efficienza del servizio.

«Investiamo non solo in nuove infrastrutture, ma soprattutto nel futuro e nella sicurezza dell’approvvigionamento energetico regionale», ha sottolineato l’amministratore delegato Ivan Seeber. L’operazione consentirà inoltre di potenziare il personale specializzato e sviluppare nuove competenze nei prossimi anni. Sono allo studio anche ulteriori servizi, come l’installazione di wallbox per la ricarica di auto elettriche. Secondo l’amministratore unico Philipp Fallmerayer, questo passo rappresenta una base importante per aumentare la produttività e migliorare i servizi ai clienti. L’espansione segna un traguardo significativo nel percorso che porta l’azienda da semplice municipalizzata a partner energetico innovativo, vicino ai cittadini e fortemente radicato nel territorio.

Il sindaco Volgger ha parlato di un rafforzamento della sicurezza dell’approvvigionamento per la popolazione, garantita da un’azienda che opera in modo responsabile e orientato al futuro per l’intera Val di Vizze e l’alta Val d’Isarco.

sp

Un coro alpino a maggioranza femminile: intervista alla direttrice del Cima Bianca, Roberta Baviera

Il coro Cima Bianca ha da poco compiuto i quarant’anni di attività e, da quasi dieci, vive una nuova stagione. La direttrice Roberta Baviera è una musicista appassionata, diplomata in pianoforte e didattica della musica al Conservatorio “G.B. Martini” di Bologna; è arrivata a Vipiteno nel 2011 come insegnante di musica della scuola primaria e secondaria e, dal 2019, ha iniziato a dirigere il coro alpino vipitenese.

Direttrice Baviera, come è iniziata la sua collaborazione con il coro Cima Bianca? Nel 2019 mi è stato chiesto di subentrare alla direttrice Verena Palfrader. All’inizio ero un po’ titubante, perché non avevo esperienza con i cori alpini. Ho voluto prendermi del tempo: per quattro mesi ho cantato con

accettato con convinzione ed entusiasmo. Il coro Cima Bianca è oggi a maggioranza femminile ed è piuttosto anomalo per un coro alpino.

Infatti, i cori alpini nascono come cori maschili. Il nostro non è l’unico coro alpino misto, né in Italia né in Alto Adige: nell’ultima decina d’anni la tendenza generale è stata di allargare la partecipazione anche alle donne. Per quanto riguarda il nostro, è stata la sua salvezza, dato che, a un certo punto, aveva rischiato di chiudere l’attività e l’ingresso delle donne nel 2016 ha rappresentato una svolta decisiva. Oggi è decisamente un coro a maggioranza femminile: su 25 membri, 15 sono donne, la presidente è Roberta Zanella

Quali sono le difficoltà nella conduzione di un coro alpino?

Innanzitutto, il pregiudizio nei confronti della presenza femminile in un coro alpino non è ancora del tutto superato. La difficoltà maggiore dal punto di vista didattico è trasmettere la musica a persone che non la leggono. Ho sempre diretto cori di bambini e il canto per loro fa parte di un processo di apprendimento, che li porta in modo graduale a decodificare gli spartiti. Con gli adulti devo lavorare in modo molto diverso: la maggior parte dei miei coristi interpreta le canzoni a orecchio. Servono quindi molto studio e molte prove. Nello specifico, il nostro problema è la continuità dei coristi: abbiamo avuto diversi membri trasferiti per

Ilavoro o che, per impegni familiari o lavorativi, non riescono a garantire la presenza costante. La nostra sfida è proprio mantenere stabilità e partecipazione.»

Come riuscite a imparare nuovi brani senza decifrare gli spartiti?

a quattro voci e sicuramente, nell’esecuzione, il timbro maschile è fondamentale; perciò, sarebbe auspicabile che si unissero a noi altri uomini e, idealmente, giovani.

Come è recepito il vostro genere dai giovani?

Un

caldo benvenuto ai neonati e le neonate di Vipitenoun dono speciale

Abbiamo sviluppato un metodo molto pragma tico: io registro al pianoforte la base musicale incido le tracce vocali nelle quattro tonalità corrette. Le invio poi ai coristi, che le imparano

ascoltandole e memorizzandole. È un lavoro impegnativo, ma funziona molto bene. All’inizio di ogni brano do l’incipit a ciascuna sezione con la tonalità giusta, e sono bravissimi a sintonizzarsi. Preparo volentieri anche parti da solista, in alcuni pezzi mi concedo infatti piccole modifiche per valorizzare al meglio le doti dei coristi.

Che tipo di repertorio proponete?

Il nostro è un repertorio ricco, comprende i canti degli Alpini e i canti popolari delle Dolomiti, ma anche sardi e friulani. Accanto ai compositori storici, facciamo riferimento anche a compositori contemporanei, come Maiero. La caratteristica peculiare di un coro alpino è la scrittura

Nel nostro coro l’età media è intorno ai 65 anni e corrisponde anche a quella del target di pubblico che ci segue; il corista più giovane tra noi è Marco. Sarebbe fondamentale far conoscere e apprezzare il nostro genere anche ai giovani. Oggi i social network sono probabilmente lo strumento più efficace per raggiungere i ragazzi, perché oltre ai brani ci offrono la possibilità di diffondere il significato e il valore storico della tradizione canora alpina.

Quali sono i punti di forza del coro Cima Bianca?

Il nostro punto di forza è senz’altro il nostro repertorio, perché interpreta un patrimonio culturale importante e lo tramanda. La dimensione divulgativa dei concerti poi è fondamentale: portiamo in giro i canti alpini e popolari, che sono custodi di una lunga storia e sono un tramite tra il passato e la nostra contemporaneità; garantiscono la sopravvivenza di una certa tradizione popolare che altrimenti andrebbe del tutto persa. La funzione sociale del nostro coro è altrettanto importante: è un luogo di incontro, di amicizia e di condivisione sia tra i coristi che con il pubblico.

Qual è la soddisfazione maggiore per il Cima Bianca?

Prossimi eventi del coro Cima Bianca:

21 marzo: concerto a Varna

17 maggio: concerto itinerante a Soave (VR)

2 giugno: concerto per la Festa della Repubblica Prima settimana di agosto: Premilcuore (Forlì-Cesena)

Agosto: partecipazione all’iniziativa “Vicoli e Piazze”

Settembre: partecipazione all’iniziativa “Tappeto Rosso”

Dicembre: vari concerti natalizi

Ce ne sono state tante, abbiamo cantato in chiese meravigliose, in sale prestigiose e abbiamo fatto tournée anche lontane. La soddisfazione più grande per i membri del coro è partecipare a questi concerti per il puro merito del canto, anche senza una formazione musicale specifica. Per il 2026 abbiamo già numerosi appuntamenti e inviti da parte di associazioni. Tra i più importanti, la trasferta estiva a Premilcuore, nel Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi. La Pro Loco e il Comune hanno già programmato la nostra permanenza, organizzando tre concerti nell’ambito di manifestazioni promosse dall’associazione Fratres (donatori di sangue), dalla Banda dei Carrettieri e dagli Alpini locali. Nel corso dell’anno si aggiungeranno sicuramente anche altri eventi, ma sono in via di definizione. cf

A partire dall’inizio del 2026, il Comune di Vipiteno arricchirà il pacchetto di benvenuto della Provincia di Bolzano con un ulteriore pensiero: tutti i neonati e le neonate del Comune riceveranno infatti un dono artigianale da parte dell’amministrazione comunale. Si tratta di scarpine lavorate a maglia con grande cura, pensate per donare calore e per far sentire accolti questi piccoli e piccole vipitenesi fin dal primo momento di vita. L’iniziativa è stata realizzata dall’assessora alla famiglia Christine Eisendle Recla e dalla consigliera Melanie Ploner. Un ringraziamento speciale va a Veronika Eisendle, che ha realizzato le scarpine gratuitamente e con grande dedizione. Il Comune desidera inoltre esprimere un sentito ringraziamento alla signora Ingeborg Hutcap Unterthiner, residente della casa di riposo, che con il suo disegno della Torre delle Dodici ha conferito al dono un forte valore emotivo e un profondo legame con il territorio.

I doni di benvenuto sono stati presentati pubblicamente in municipio da Melanie Ploner, Christine Eisendle Recla, dal sindaco Peter Volgger e da Marina Niccolini. (In foto da sinistra).

Assemblea annuale dei soci AVIS

Venerdì 13 febbraio si è tenuta l’assemblea dei soci Avis di Vipiteno, un appuntamento fondamentale che ogni anno riunisce volontari e rappresen tanti dell’associazione per fare il punto sulle attività svolte e programmare i progetti futuri. All’evento erano presenti au torità locali e rappresentanti del mondo Avis: il sindaco di Vipiteno, Peter Volgger, la vi cepresidente della Comunità Comprensoriale Wipptal, Evi Frick, il presidente provinciale Avis, Peter Paul Hofer. Ad aprire la serata sono stati i saluti ufficiali della presidente Valeria Casazza e del vicepresidente Erwin Astenwald, che hanno accolto i partecipanti e sottolineato l’importanza di questo momento di condivisione e confronto. Nel corso degli interventi istituzionali, sia il presidente provinciale Hofer che il sindaco Volgger hanno ricordato il ruolo fondamentale che l’Avis svolge per l’intera comunità,

la relazione annuale, ripercorrendo le tappe principali del 2025. L’Avis di Vipiteno è attiva dal lontano 1992 e al 31 dicembre 2025 contava ben 1153 soci donatori. Nell’anno 2025 sono state effettuate 1346 donazioni presso il Centro trasfusionale dell’ospedale di Vipiteno. Casazza ha poi evidenziato come il Consiglio Direttivo, nel corso dell’anno, si sia riunito

Consiglio comunale degli anziani: Ruth Achammer rimane presidente

A novembre gli anziani hanno eletto il nuovo Consiglio degli anziani di Vipiteno. A gennaio è seguita l’elezione della commissione. In base al risultato elettorale, il Consiglio composto da undici membri è formato da Ruth Achammer, Valeria Casazza, Helga Pedri Überegger, Loredana Gazzini Marazzo, Franca Kaswalder ved. Schiavo, Julius Kritzinger, Beatrix Vittur, Helmut Erspamer, Ulrich Gruber, Anna Hochgruber e Nikolaus Keim (nella foto). In base allo statuto vigente per il Consiglio comuna le degli anziani, otto membri devono appar tenere al gruppo linguistico tedesco e tre al gruppo linguistico italiano, inoltre devono

più volte per garantire una presenza costante al fianco dei donatori. Ha inoltre sottolineato l’importante ollaborazione con l’ADMO, che ha potuto organizzare anche quest’anno la tradizionale vendita di panettoni, a sostegno delle oprie attività.

Il direttivo composto da Valeria Casazza, Erwin Astenwald, Claudio Capuzzo, Stefano Linossi, Mirco Mauloni, Angelika Niedermair e Alex Origo ha ringraziato l’ottima collaborazione con la segretaria Maria Ossanna, con i medici e il personale del centro trasfusionale dell’ospedale di Vipiteno e tutti i donatori. Sono stati poi premiati i donatori che nel 2025 hanno raggiunto importanti traguardi, consegnando loro 25 medaglie d’argento e 7 d’oro. sp

mer è stata rieletta presidente, la sua vice è aleria Casazza, mentre gli altri membri del comitato sono Ulrich Gruber e Helga Pedri Überegger (segretaria). Il Consiglio comunale degli anziani e il suo comitato rappresentano gli interessi degli anziani della città, collaborano con l’amministrazione comunale, presentano proposte e avviano progetti propri.

Il Festival di Pasqua di Vipiteno compie 40 anni

Il Festival di Pasqua di Vipiteno festeggia nel 2026 un traguardo importante: 40 anni di storia, arte e partecipazione culturale. Nato nel 1986 per iniziativa di Norbert Kühbacher, il festival affonda le sue radici nel lavoro e nello spirito di Vigil

Vigil Raber è affidata ad Armin Haller.

Raber, artista poliedrico attivo a Vipiteno intorno al 1500 come pittore, restauratore, archivista e autore teatrale. Già all’epoca, durante la Settimana Santa, veniva rappresentata la Passione di Vipiteno, accanto a testi profani e rappresentazioni carnevalesche che, in modo ironico, raccontavano eventi locali e costumi dell’epoca.

Ispirandosi a questa tradizione, Kühbacher fondò il Vigil Raber Curatorium e diede vita al Vigil Raber Ensemble, mettendo in scena numerose opere storiche e costruendo nel tempo un ricco patrimonio di costumi e scenografie. Accanto al teatro, il festival ha sempre ospitato concerti, mostre e conferenze, ampliando negli anni il proprio repertorio anche ad autori classici e contemporanei. Dal 2014 la presidenza del Kuratorium

Per celebrare i 40 anni, la mostra allestita nel Teatro comunale ripercorre l’evoluzione del festival attraverso fotografie in grande formato, brevi scene video, costumi storici e oggetti di scena, offrendo uno sguardo suggestivo sulla arietà della programmazione. estival di Pasqua 2026 si apre vener13 marzo con il concerto “A Million Dreams” dell’ensemble “fiarenk” & friends. Le quattro sorelle Melanie, Judith, Natalie e Julia Ploner, unite non solo dal legame familiare ma anche da una profonda amicizia, propongono un programma di canzoni contemporanee e arrangiamenti espressivi, guidate dalla gioia di suonare insieme e dal desiderio di emozionare il pubblico.

Domenica 15 marzo debutta una nuova messa in scena di “Biancaneve e i nani cantanti”, tratta dalla celebre fiaba dei fratelli Grimm e rappresentata in lingua tedesca. Lo spettacolo esplora i complessi legami emotivi tra madre, figlia e padre, offrendo una rilettura intensa e insieme ironica di una storia senza tempo. Sono previste ulteriori repliche il 18, 19 e 21 marzo.

perfekte Geheimnis”, adattamento teatrale del film “Perfetti sconosciuti” di Paolo Genovese. Una cena tra amici e un gioco apparentemente innocente danno vita a una commedia brillante e pungente che riflette su segreti, fiducia e vita digitale. Lo spettacolo sarà replicato il 26, 28 e 29 marzo

Luned ì 30 marzo è dedicato alle famiglie con “Nonna Sonja”, produzione dell’Ensemble WirkWerk di Innsbruck, un viaggio poetico tra musica, racconto e movimento che parla di ricordi, amore e crescita, adatto a bambini dai sei anni ma capace di toccare il pubblico di tutte le età.

Il 31 marzo, nella Chiesa di Santo Spirito, l’ensemble della Chiesa dei Gesuiti di Innsbruck propone il concerto “Ubi caritas et amor”, con canti gregoriani per la Settimana Santa e composizioni sacre di Hildegard von Bingen, in un’atmosfera di raccoglimento e spiritualità.

Il festival si conclude domenica 5 aprile, giorno di Pasqua, con il tradizionale Concerto di Pasqua della Banda musicale di Vipiteno al Teatro comunale, chiudendo simbolicamente un’edizione che unisce memoria storica, creatività contemporanea e forte radicamento nel territorio.

Per maggiori informazioni visitare il sito: www.osterspiele.it

Calendarietto

C.A.I. Brennero

07.03.26: Ciaspolata

13.03.26: Assemblea dei soci con elezione direttivo

25.03.26: Scialpinistica

C.A.I. Vipiteno

14.03.26: Gruppo Presanella – Monte Serodoli. Da Madonna di Campiglio – Loc. La Zangola 1631 m. Dislivello 1.100 m ca., Difficoltà BS

22.03.26: Vivere e scoprire la montagna – escursione in ambiente con nozioni di sopravvivenza e osservazione naturalistica

Biblioteca Civica

21.03.26: Kamishibai bilingue per bambini dai 3 ai 6 anni con bricolage sulla fiaba di “I musicanti di Brema” – ore 10:00 (Prenotazione necessaria).

Udienza della difensora civica presso la sede dell' Ispettorato all'agricoltura, via Stazione 2 a Vipiteno, venerdì, 27 marzo 2026 dalle ore 9.00 alle ore 12.00, appuntamento necessario Per informazioni: tel. 0471 946020.

Per medici e farmacie di turno vedi pag. 102

Packende Duelle um den Gesamtweltcup

Das Podium der Damen

Nico Edlinger (Österreich) den Tagessieg. Paur/Hofer belegten Rang 3. Damit drehten die Lambachers das Gesamtklassement und holten sich mit 585 Punkten zum zweiten Mal nach 2023/24 „Es war eine sehr schwierige Saison für uns. Es lief nie wirklich rund. Umso schöner ist es, jetzt mit einem Sieg die große Kugel zu holen“, zeigte sich Matthias Lambacher erleichtert.

Sportrodeln

Sieg für Florian

Schölzhorn

Ende Jänner stieg in Latzfons auf der Lahnwiesen-Piste der 21. Große Preis von Europa der Sportrodler. Besonders erfreulich aus Wipptaler Sicht ist der Erfolg von Florian Schölzhorn, der sich in der Kategorie „Master 1“ den Europameistertitel sichern konnte. Der Rodler vom ASV Jaufental bestätigte damit einmal mehr seine Klasse auf internationalem Niveau.

Bei der letzten Etappe des Raiffeisen Südtirol Cups in Deutschnofen trugen sich indes Marius Rainer (Jugend 2) und Theresa Rainer (Junioren 1), beide vom ASV Jaufental, als Tagessieger in die Ergebnislisten ein.

bei den Damen

Auch im Damen-Einsitzer schrieb das Finale emotionale Geschichten. Bei starkem Schneefall kam Europameisterin Nina Castiglioni mit den Bedingungen am besten zurecht. Mit einem furiosen zweiten Lauf sicherte sie sich in 1.46,33 Minuten ihren ersten Weltcupsieg.

Schwester Jenny Castiglioni hatte zur Halbzeit geführt, verpasste ihren Premierensieg jedoch um 0,30 Sekunden. Rang 3 ging an Nadine Staffler. Gesamtweltcupsiegerin Riccarda Ruetz aus Österreich musste sich im Finale mit Platz fünf begnügen, stand jedoch bereits vor dem Rennen als Gewinnerin der großen Kristallkugel fest. Mit 610 Punkten dominierte sie die Saisonwertung

klar vor Nina Castiglioni und der

„Mit dem ersten Weltcupsieg die Saison zu beenden, ist einfach nur schön“, sagte Nina Castiglioni

Gruber holt Gesamtweltcup

Im Herren-Einsitzer entwickelte sich ein Duell um den Gesamtweltcup zwischen Daniel Gruber und Fabian Achenrainer. Beide wirkten im Finale nervös und lagen zur Halbzeit nur im Mittelfeld. Am Ende reichte Gruber Rang 5, um sich mit 580 Punkten erstmals zum Gesamtweltcupsieger zu krönen, knapp gefolgt

Den Tagessieg holte sich Hannes Unterholzner mit zwei Laufbestzeiten in 1.43,90 Minuten. Matthias Lambacher und Alex Oberhofer komplettierten den Südtiroler Dreifacherfolg. Matthias Lambacher kündigte im Anschluss eine sportliche Neuausrichtung an: Künftig wolle er sich gemeinsam mit Bruder Peter ganz auf den Einsitzer konzentrieren. Beide Disziplinen auf höchstem Niveau zu fahren, sei kaum mehr möglich.

In der Nationenwertung setzte sich Italien mit 5.372 Punkten klar vor Österreich (3.798) und Deutschland (1.030) durch. Zwölf Nationen schafften es in die Weltcupwertung – ein klares Zeichen für die internationale Entwicklung des Sports.

Organisatoren ziehen positive Bilanz

Auch organisatorisch fiel das Fazit durchwegs positiv aus. Andre-

as Castiglioni, Direktor für Sport und Technik Alpin Rodeln, lobte die neue Generation von Athleten sowie die hohe sportliche Qualität. „Wir haben eine extrem spannende Saison mit mehreren Premierensiegern und hervor-

ragend organisierten Rennen erlebt“, so Castiglioni.

OK-Chef Walter Volgger unterstrich die Leistung des Organisationsteams im Jaufental. „Trotz nassen Schneefalls hat das Eis gehalten, es war ein absolut fai-

res Rennen“, so Volgger. Besonders hob er den Einsatz der freiwilligen Helfer hervor, die „unter schwierigen Bedingungen Großartiges geleistet haben“.

Mit Blick in die Zukunft steht für die Tonnerboden-Bahn noch ein

großes Ziel aus: Nach den FIL-Jugendspielen im kommenden Jahr ist die Weltmeisterschaft der Allgemeinen Klasse für 2029 geplant.

bar

Matthias und Peter Lambacher holten sich den Tagessieg und den Gesamtweltcup. Daniel Gruber entschied den Kampf um den Gesamtweltcup knapp für sich.
SONKLARHOF

Jäger am Start

Ende Jänner lud das Jagdrevier Sterzing Südtirols Jäger zur Landesmeisterschaft im Skigebiet Rosskopf. Den Mannschaftssieg holte sich das Revier Sarntal vor Moos in Passeier und Sterzing mit Andreas Nestl (Aufstieg), Thomas Holzknecht (Rodel) und Aaron Hofer (Ski). Die schnellsten Jäger in ihrer Kategorie waren außerdem Josef Plattner (1., Elzenbaum) und Andreas Thaler (3., Sterzing) in der Kategorie Ski, Adolf Thaler (3., Brenner), Johann Delueg (2., Pfitsch) und Daniel Graus (3., Wiesen) in der Kategorie Rodeln sowie Michael Mühlsteiger (1., Brenner) in der Kategorie Aufstieg.

Im Landessportbeirat

Die Landesregierung hat am 13. Februar die Mitglieder des neuen Landessportbeirates ernannt. Unter den bestellten Ersatzmitgliedern befindet sich auch Maria Rabensteiner aus Wiesen. Der Landessportbeirat fungiert als beratendes Organ der Landesregierung in sportpolitischen Fragen sowie in Angelegenheiten der allgemeinen Sportförderung. Das Land Südtirol unterstützt den Sport auf vielfältige Weise – von der Förderung von Vereinen und Organisationen bis hin zum Auftreten als Sponsor bei bedeutenden Initiativen.

Jäger messen sich beim Jubiläumsbiathlon

Das Jagdrevier Ridnaun hat erneut gerufen – und rund 350 Jäger aus dem gesamten Alpenraum sind der Einladung gefolgt. Die 25. Ausgabe des traditionellen Jägerbiathlons im Biathlonzentrum Ridnaun am 7. Februar wurde einmal mehr zu einem sportlichen und geselligen Höhepunkt im winterlichen Veranstaltungskalender.

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ist der Jägerbiathlon in Ridnaun ein Fixtermin für Teilnehmer aus Südtirol, dem übrigen Italien, aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Auch heuer stellten sich die Sportler der bewährten Herausforderung: Drei Langlaufrunden zu je 1,5 km, unterbrochen von zwei Schießeinlagen.

Mit Einzellader-Gewehren im Kaliber 22 wurden jeweils fünf Schüsse liegend und stehend auf die 11,5 cm große Biathlonscheibe auf 50 m Distanz abgegeben.

In der Kategorie Jägerinnen 1 (1975 und jünger) setzte sich Lena Dreher (Dürbheim/Tuttlingen) mit einer Gesamtzeit von 16.45,8 Minuten durch und verwies Nadia Wieser Pixner (Moos in Passeier) sowie Ramona Eller (Neustift im Stubaital) auf die Plätze zwei und drei. Bei den Jägerinnen 2 (1974 und älter) triumphierte Lokalmatadorin Karin Kristanell vom Jagdrevier Ridnaun in 19.11,6 Minuten vor Barbara Moser (Bayerische Staatsforste) und Walburga Rienzner (Toblach).

naun). In der Kategorie Jäger 2 (1988–1974) siegte Alexander Inderst (Ridnaun) mit 13.59,2 Minuten vor Daniele Pescosta (Caviette) und Hans Strehhuber (BJV-Kreisgruppe Traunstein). Ernst Schwingshackl (St. Martin/Gsies) entschied die Kategorie Jäger 4 (1963–1956) in 17.35,0 Minuten für sich. Bei den Jägern 5 (1955 und älter) war Herbert Complojer (Enneberg) mit 17.34,5 Minuten nicht zu schlagen. In der Mannschaftswertung der Reviere setzte sich das gastgebende Jagdrevier Ridnaun mit

Die Sieger in der Mannschaftswertung.

Schnellster Jäger des Tages war Peter Taferner (Antholz) in der Kategorie Jäger 3 (1973–1964). Mit einer fehlerfreien Schießleistung und einer Zeit von 13.14,4 Minuten setzte er sich klar an die Spitze. Auf den Plätzen folgten Andreas Niederstätter und Alois Niederstätter (beide Aldein). In der Kategorie Jäger 1 (1989 und jünger) war Manuel Maierhofer (St. Ulrich) mit einer Zeit von 13.51,8 Minuten am schnellsten unterwegs, gefolgt von Aaron Hofer (Sterzing) und Peter Hochrainer (Rid-

einer Gesamtzeit von 45.35,0 Minuten an die Spitze. Platz zwei ging an Antholz vor Aldein. Im Anschluss an den klassischen Biathlonbewerb stand die beliebte Schneeschuh-„Ciaspolata“ auf dem Programm. Dabei galt es, einen Rundkurs mit Schießeinlagen möglichst schnell und treffsicher zu absolvieren. Bei den Jägerinnen siegte Verena Obkircher (Deutschnofen) in 16.20,6 Minuten vor Gaby Braunhofer (Wiesen) und Caroline Bladt (BJVKreisgruppe). Den Bewerb der Jäger entschied erneut Peter Taferner (Antholz) für sich: Mit 10.14,4 Minuten ließ er der Konkurrenz keine Chance.

Bei der anschließenden Siegerehrung im Kulturhaus von Ridnaun klang der sportliche Jubiläumstag bei angeregten Fachgesprächen und bester Stimmung aus.

Licht und Schatten

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz waren für Patrick Braunhofer ein Meilenstein in seiner Karriere – und eine Bühne großer Emotionen. Der Ridnauner nutzte sein Olympia-Debüt, um sich eindrucksvoll im internationalen Spitzenfeld zu positionieren, erlebte in der Staffel jedoch einen rabenschwarzen Tag.

Im Einzelrennen zeigte Braunhofer eine bemerkenswerte Leistung. Mit

hofer erneut im Fokus, diesmal als Startläufer der Herren-Staffel. Mit berechtigten Medaillenhoffnungen angetreten, musste sich das Quartett letztlich mit Rang 14 zufriedengeben.

nur einer Strafminute und einer starken Laufperformance hielt er sich lange im erweiterten Spitzenfeld. Am Ende stand Rang 14 (+3.30,2 Minuten), das beste Einzelresultat seiner Karriere. Zum Vergleich: Seine bisher beste Weltcup-Platzierung war ein 19. Platz. Der Olympiasieg ging an den Norweger Johan-Olav Botn, der die Goldmedaille seinem verstorbenen Teamkollegen Sivert Guttorm Bakken widmete.

Wenige Tage später stand Braun-

Am Schießstand präsentierte sich das Team solide: Insgesamt neun Nachlader sprechen für eine konkurrenzfähige Leistung. Braunhofer selbst begann engagiert, musste jedoch zwei Fehler im Liegendanschlag hinnehmen. Ein Stockbruch in der ersten Runde sowie schwierige Bedingungen auf der tiefen Loipe erschwerten zusätzlich einen optimalen Rennverlauf. Als Vorletzter übergab er an seine Teamkollegen. Doch in der Loipe lief auch für diese nichts zusammen. Mit einem Rückstand von 4.28 Minuten auf Olympiasieger Frankreich überquerte Italien die Ziellinie. Es war die schwächste Laufzeit des gesamten Feldes. Auch Trainer Klaus Höllrigl rang nach dem Rennen um Erklärungen. Die Schießleistung stimmte, doch läuferisch blieb das gesamte Quartett weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich Tommaso Giacomel redete Klartext und sprach von schlechtem Material. Während bei Italien Ernüchterung herrschte, feierte Frankreich den Olympia-Sieg. Nach einer Strafrunde von Startläufer Fabien Claude kämpften sich Emilien Jacquelin, Quentin Fillon Maillet und Eric Perrot eindrucksvoll zurück und sicherten sich Gold. Silber ging an Norwegen, Bronze an Schweden.

Biathlon Doppelsieg für ASV Ridnaun

Bei den Italienmeisterschaften der Kategorien U13 und U15 Anfang Februar in Entracque (Piemont) präsentierten sich die Wipptaler Nachwuchs-Biathletinnen in bestechender Form.

Im Sprintbewerb der U15 feierte der ASV Ridnaun einen beeindruckenden Doppelsieg.

Lia Rainer sicherte sich den Italienmeistertitel.

Direkt hinter ihr komplettierte Lea Hochrainer mit Rang 2 den Triumph für Ridnaun. Auch im Verfolgungsrennen bestätigte Hochrainer ihre Klasse. Sie erkämpfte sich mit einer erneut starken Vorstellung die Silbermedaille.

Beeindruckende Leistungen

Bei der 5. Etappe des Biathlon Italienpokals in Bionaz (Aosta) zeigten die Wipptaler Athleten Anfang Februar beeindruckende Leistungen und sorgten mit starken Ergebnissen für wichtige Erfolge.

Im Sprintbewerb erreichte Andreas Braunhofer aus Ridnaun (Carabinieri) in der Jugendklasse den 2. Platz, gefolgt von Aaron Niederstätter (Carabinieri) auf Platz 3 und Elias Niederstätter (ASV Ridnaun) auf Platz 7. Sara Eisath vom ASV Ridnaun belegte bei den Anwärterinnen Rang 4, Birgit Schölzhorn aus Sterzing (Carabinieri) sicherte sich bei den Seniorinnen souverän den Sieg.

Im Verfolgungsbewerb entschied Andreas Braunhofer das Rennen für sich, Aaron Niederstätter beendete das Rennen auf Rang 4, Elias Niederstätter auf Rang 9. Sara Eisath klassierte sich als Fünfte, Birgit Schölzhorn feierte einen weiteren Sieg.

Durch seine konstanten Leistungen hat sich Braunhofer für die Jugend-Weltmeisterschaft qualifiziert, die vom 25. Februar bis zum 8. März in Arber (Deutschland) stattfindet.

Ski alpin

Wertvolle Erfahrungen gesammelt

Beim 20. FIS Europacup Ski Alpin in Reinswald Anfang Februar sammelten Ivy Schölzhorn (im Bild) und Leonie Girtler von der Renngemeinschaft Wipptal wichtige internationale Rennerfahrung auf höchstem Niveau.

Im ersten Super-G auf der anspruchsvollen Schöneben-Piste beendete Ivy Schölzhorn ihr Rennen auf Rang 67 und nahm wertvolle Eindrücke aus einem stark besetzten Teilnehmerfeld mit. Teamkollegin Leonie Girtler schied im ersten Rennen leider aus.

Deutlich besser verlief der zweite Super-G: Ivy Schölzhorn zeigte eine starke Leistungssteigerung und klassierte sich als 31. im Endklassement. Leonie Girtler erreichte mit Rang 33 ebenfalls das Ziel und bestätigte damit ihre positive Entwicklung im Europacup-Zirkus.

Top-Ergebnisse bei Bezirksrennen

Großen Zulauf fand das Bezirksrennen der Zone Mitte im Februar in Villnöß. Im Riesentorlauf der U14 ging der Sieg an Elias Magoni (RG Wipptal), in der U16 setzte sich Carmen Gschliesser (RG Wipptal) durch. Zum Tagessieger der U14 im Bewerb „Piedi Veloci“ kürte sich erneut Elias Magoni (RG Wipptal).

Premiere für Tirol-Südtirol Trophy

Die erste Auflage der Tirol-Südtirol Trophy Anfang Februar am Rosskopf stand ganz im Zeichen hochklassigen Master-Skisports. Am Sterzinger Hausberg zeigten auch die Athle ten der Renngemeinschaft Wipptal starke Leistungen und setzten in mehreren Kategorien sportliche Ausrufezeichen.

Allen voran überzeugte Mirjam Gschnitzer, die bei den Damen nicht nur ihre Altersklasse gewann, sondern sich auch die Tagesbestzeit sicherte. Mit einer souveränen Vorstellung unterstrich sie einmal mehr ihre Rolle als Aushängeschild des Wipptaler Master-Skisports.

Eisendle, der in der Kategorie B8 (65 – 69 Jahre) mit einem 5. Rang zu den Besten seiner Klasse zählte und damit wertvolle Punkte für

Auch bei den Herren war das Wipptal prominent vertreten. Michael Hinteregger sicherte sich den Sieg in der Kategorie A1 (30 – 34 Jahre). In der stark besetzten Altersklasse A6 fuhr Hartmuth Volgger mit einem hervorragenden 2. Platz ebenfalls auf das Podest. Ein weiteres starkes Ergebnis lieferte Alfred

Die Tirol-Südtirol Trophy, organisiert vom WSV Sterzing Ski, erwies sich als ideale Plattform für den sportlichen Vergleich über den Brenner hinweg, bei der Fairness, Teamgeist und Leidenschaft für den alpinen Skisport im Mittelpunkt standen.

Leonie Girtler trägt olympische Fackel

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 kam Leonie Girtler zu besonderen Ehren: Die Nachwuchsathletin der Renngemeinschaft Wipptal war als Fackelträgerin in Predazzo im Fleimstal im Einsatz.

Für Girtler war dieser Moment von außergewöhnlicher Bedeutung. Als leidenschaftliche Skifahrerin, die ihr Leben dem Leistungssport verschrieben hat, bedeutete das Tragen der olympischen Fackel weit mehr als eine symbolische Geste. „Fackelträgerin

in Predazzo zu sein, war für mich ein unbeschreiblicher Moment. Als Skifahrerin habe ich mein ganzes Leben dem Sport gewidmet, und plötzlich diese olympische Flamme in den Händen zu tragen, war pure Gänsehaut. Es war nicht nur eine Ehre, sondern auch ein sehr emotionaler Augenblick, der mir gezeigt hat, warum ich diesen Weg gehe. Die Olympischen Spiele stehen für Träume, harte Arbeit und Zusammenhalt. Teil davon zu sein, auch in dieser Form, bedeutet mir unglaublich viel und ich werde dieses Erlebnis nie vergessen.“

Ski alpin

Landescup in Ratschings

Anfang Februar stieg in Ratschings auf der Rinneralm-Piste die dritte Etappe des Raiffeisen Grand Prix Landescups, organisiert vom ASV Ratschings. Am ersten Renntag waren die U16 Athleten im Super-G im Einsatz. In der U16 holten sich bei über 110 Startern Carmen Gschliesser (RG Wipptal/55,74 Sekunden) und Simon Kaser (Seiser Alm Skiteam/54,20) den Tagessieg. Auf das Mädchenpodest kletterten außerdem die beiden SC-Gröden-Athletinnen Francesca Miribung (56,01) und Vicky Insam (56,58). Michael Thaler (ASC Sarntal) wurde mit nur einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Kaser Zweiter bei den Her ren, Juri Gufler (Skiteam Passeiertal) holte sich mit einer Zeit von 54,90 Sekunden Platz 3.

vom TZ Gitschberg Jochtal mit einer Zeit von 59,18 Sekunden die Einzige, die den Kurs in weniger als einer Minute absolvierte. Platz 2 holte sich ihre Vereinskollegin

In der U14 waren am zweiten Renntag über 180 Skirennläufer beim Super-G im Einsatz. Bei den Damen war Mia Molling

fia Lanz (TZ Gitschberg Jochtal/1.00,62 Minuten), Platz 3 Arianna Vareschi (RG Wipptal/1.01,06). Bei den Herren siegte Robin Kelder vom SC Gröden (59,33) vor Elias Magoni von der RG Wipptal (59,75) und Elias Rudiferia vom Skiteam Alta Badia (59,89).

Überzeugende Leistungen

Beim Marlene Cup in Innichen sorgten Athleten der Renngemeinschaft Wipptal Anfang Februar für starke Auftritte. Leonie Girtler fuhr mit einer Gesamtzeit von 2.13,09 Minuten auf den 2. Platz in der U21-Wertung und verpasste den Sieg nur um sieben Hundertstelsekunden. Alex Rastner sicherte sich mit 2.12,25 Minuten die U18-Wertung und platzierte sich im Gesamtklassement ebenfalls im Vorderfeld.

Bei der achten Etappe in Ulten fuhr Valentin Sparber im Riesentorlauf auf den starken 2. Platz. Bei den Damen behauptete sich Leonie Girtler ebenfalls auf dem 2. Platz.

Ski alpin

Langlauf

Erfolgreiche FISDIRItalienmeisterschaften

Mit beeindruckenden Leistungen präsentierten sich die vier Wipptaler Langlaufathleten der Lebenshilfe Südtirol bei den FISDIR-Italienmeisterschaften in Tarvis. An den Titelkämpfen nahmen Sportler aus ganz Italien teil, wobei die Lebenshilfe Südtirol – wie schon in den vergangenen Jahren – die zahlenmäßig größte Mannschaft stellte.

In der allgemeinen Klasse sorgte Matthias Hochrainer für besondere Glanzpunkte: Er sicherte sich gleich zwei Italienmeistertitel über 500 m sowie in der 3x500-m-Staffel gemeinsam mit Maxi und Daniel. Über 1.000 m zeigte er trotz eines Sturzes großen Kampfgeist und belegte am Ende noch den 5. Platz.

Felix Forer kehrte mit gleich drei Silbermedaillen nach Sterzing zurück. Er wurde jeweils Zweiter über 500 und 1.000 m sowie mit der 3x500-m-Staffel.

Auch Mirko Frei zeigte starke Leistungen: Über 500 m und 1.000 m belegte er jeweils den hervorragenden 4. Platz. Die Silbermedaille errang er gemeinsam mit Felix und Katja in der 3x500-mStaffel.

Peter Schroffenegger überzeugte in der Rennklasse: Über 5.000 m holte er sich den Italienmeistertitel. Zudem gewann er jeweils die Bronzemedaille über 3.000 m sowie in der 3x1.000-m-Staffel.

Die Erfolge der drei Athleten unterstreichen einmal mehr die hervorragende Arbeit der Lebenshilfe Südtirol im Behindertensport und den hohen sportlichen Stellenwert des Langlaufs im Wipptal.

Italienmeister gekürt

Im Februar absolvierten die Mannschaf ten aus dem Bezirk Wipptal die Italien meisterschaften im Mannschafts spiel auf Eis. In der Serie C gingen in Kaltern gleich drei Mannschaften an den Start: ASV Wiesen 1 mit Tho mas Schwitzer, Werner Mair, Werner Sailer und Andreas Gschnitzer, ASV Wiesen 2 mit Michael Ainhauser, Christian Siller, Hermann Siller und Martin Tratter und der ASV Mareit mit Manfred Griesser, Josef Wurzer, Johann Wurzer und Ernst Kaneider. Am Ende des zweiten Spieltags si cherte sich der ASV Niederdorf ver dient den Titel. Den 2. Platz belegte der ASV Mareit, der 3. Platz ging an ASV Wiesen 1. Diese drei Mannschaften steigen in die Serie B auf. Der ASV Wiesen 2 musste bis zum Schluss zittern, konnte aber die Klasse halten.

In der Serie D in Toblach waren der ASV Wiesen 3 mit Ernst Radler, Hansjörg Siller, Kurt Sailer und Peter Keim, in der

Beide Mannschaften spielten eine gute Meisterschaft und konnten die jeweilige Klasse halten: Der ASV Wiesen 3 kam auf Platz 4 (es fehlte lediglich ein Punkt auf Platz 2), der ASV Wiesen 4 auf Platz 5.

Europacup in Ratschings

Ratschings wird am 14. und 15. März erneut zum internationalen Treffpunkt der Snowboard-Elite: Auf der Rennpiste „Rinneralm 2“ finden zwei FIS Snowboard-Eu-

ropacup-Rennen im Parallelslalom statt. Organisiert wird die Veranstaltung vom Snowboardclub „Ridnauner Schneasur-

fer“. Pro Renntag werden rund 80 Athleten aus etwa zwölf Nationen erwartet. Neben zahlreichen europäischen Teams nehmen erfahrungsgemäß auch internationale Mannschaften aus Kanada, Korea, Japan und Australien teil.

An beiden Renntagen erfolgt der Start der Qualifikationsläufe jeweils um 10.00 Uhr, die Finalläufe beginnen um 12.00 Uhr. Die Preisverteilungen finden im Anschluss im Zielgelände statt.

Der Snowboard-Europacup gilt als zweitwichtigste Rennserie nach dem Weltcup und bietet sowohl etablierten Fahrern als auch vielversprechenden Nachwuchstalenten eine bedeutende Plattform auf internationalem Niveau.

Stocksport
Snowboard

Sterzinger Tennishalle Tennis auf höchstem Niveau geboten. Bei den Damen konnte sich

lingen eines solchen Events beigetragen haben“, so die Organisatoren.

Nils Larch fährt zu Paralympics

Das Paralympische Komitee Italiens hat das Aufgebot für die 14. Paralympischen Win terspiele vom 6. bis zum 15. März in Mailand Cortina bekanntgegeben. Insgesamt 40 Athleten – 35 Herren und fünf Damen – werden Italien vertreten. Mit dabei sind auch sieben Südtiroler, darunter Nils Larch aus Sterzing, der im italienischen Para-Hockey-Nationalteam auflaufen wird. Für den 28-Jährigen ist die Nominierung ein

Ein Wort, das alles sagt

Warum Alcaraz nach dem Match gegen Zverev „believe“ auf die Kamera schrieb

Zehn Stunden Tennis habe ich geschaut – und konnte mich kaum von der „Kiste“ losreißen. Beide Halbfinale waren an Spannung kaum zu überbieten und voller mentaler Höhepunkte. Ein Moment stach heraus: Als Carlos Alcaraz nach seinem Sieg gegen Alexander Zverev den Filzstift nahm und nur ein einziges Wort auf die Kameralinse schrieb: „believe“. Kein Jubel, kein großes Pathos. Nur dieses eine Wort. Und genau darin lag seine Kraft.

Botschaften auf der Kameralinse gehören im Profitennis längst zum Ritual. Meist sind es Grüße, Dankesworte oder Smileys. Alcaraz’ „believe“ wirkte jedoch anders: reduziert, bewusst, fast programmatisch. Es war weniger eine Geste für das Publikum als ein mentales Statement – ein Einblick in die innere Haltung eines Ausnahmeathleten.

Glauben woran?

An den nächsten Ball.

An den eigenen Matchplan.

An sich selbst – besonders dann, wenn es eng wird.

Das Match gegen Zverev war kein Selbstläufer. Es war geprägt von intensiven Ballwechseln, Drucksituationen und mentalen Bewährungsproben. Genau in solchen Phasen entscheidet sich Spitzensport nicht nur über Technik oder Physis, sondern über Selbstwirksamkeit: die Überzeugung, auch unter maximalem Stress handlungsfähig zu bleiben. „believe“ ist in diesem Kontext kein Motivationsspruch, sondern eine mentale Handlungsanweisung. Wer glaubt, bleibt aktiv. Wer zweifelt, wird reaktiv.

In der Sportpsychologie gilt der Glaube an die eigene Kompetenz als zentraler Faktor für Leistungskonstanz. Athleten wie Alcaraz trainieren daher nicht nur Schläge und Beinarbeit, sondern auch ihre inneren Dialoge: bei sich bleiben, dem eigenen Spiel vertrauen, Fehler akzeptieren und weiterspielen. Genau dafür steht dieses eine Wort.

Interessant ist, dass „believe“ auf zwei Ebenen wirkt: als Bestätigung für sich selbst und als Botschaft nach außen – an Fans, junge Spieler und auch an den Gegner.

weiterer Meilenstein in seiner sportlichen Laufbahn und die

veau. Der Stürmer gehört seit Jahren zum festen Stamm des Nationalteams und hat sich mit Einsatz, Spielintelligenz und körperlicher Präsenz einen Namen gemacht.

„Believe“ als Haltung, nicht als Hoffnung Wichtig ist die Unterscheidung: Glauben im Leistungssport bedeutet nicht hoffen. Es bedeutet Vertrauen in den Prozess. In das, was man trainiert hat. In Entscheidungen unter Druck. In die eigene Fähigkeit, Lösungen zu finden.

Genau das machen Sinner und Alcaraz so gut: Ihr Glaube ist nicht aufgesetzt, er ist mit Klarheit und Spielintelligenz verbunden. Mit einem einzigen Wort hat Carlos Alcaraz nach dem Match gegen Alexander Zverev gezeigt, was moderne Spitzenleistung ausmacht. „Believe“ ist kein Zufall, kein PR-Gag, kein dekorativer Abschluss. Es ist ein mentales Fundament.

Und vielleicht die wichtigste Botschaft des Abends: Wer an sich glaubt, bleibt im Spiel – bis zum letzten Punkt.

Para Hockey

Crosslauf

Starkes Wipptaler Duo

Einen gelungenen Saisonauftakt feierten zwei Athletinnen vom ASV Sterzing Volksbank beim 48. Cross Internazionale della Vallagarina. Allen voran präsentierte sich Anna Kruselburger in ausgezeichneter Form. Auf der anspruchsvollen Crossstrecke über 2 km lief sie ein starkes Rennen und sicherte sich mit einer Zeit von 7.42 Minuten den hervorragenden 2. Platz. Lediglich zwei Sekunden trennten sie vom Sieg. Auch Teamkollegin Theresa Gasser wusste zu überzeugen. Sie behauptete sich in einem stark besetzten Feld und erreichte mit 8.02 Minuten den 9. Rang.

Yoseikan Budo Große Erfolge beim Winterturnier

Sportkegeln

Top-Ergebnisse bei Bezirksmeisterschaften

Im Zeitraum von Mitte Dezember bis Mitte Jänner wurden auch heuer wieder die Eisacktaler Bezirksmeisterschaften im Sportkegeln ausgetragen. Der Austragungsmodus sah zwei Qualifikationsrunden sowie ein Finalspiel vor, während in den Kategorien U13 und U15 ausschließlich ein Finaldurchgang gespielt wurde. Zahlreiche Athleten aus dem Wipptal waren im Einsatz, die Medaillenbilanz konnte sich sehen lassen.

wurde Dritte. Auch das Finale der Sportkegler Herren war hochkarätig besetzt. Thomas Rainer triumphierte mit beeindruckenden 635 Holz und verwies Florian Thaler mit 616 Holz sowie Egon Ralser mit 600 Holz, alle ASKC Fugger, auf die weiteren Plätze. Die Kombinationswertung entschied Florian Thaler klar für sich, während Thomas Rainer Rang 3 belegte. Die Platzierungen in der Kombinationswertung gelten zugleich als Qualifikation für die anstehenden Spiele zur Staatsmeisterschaft

Ende Jänner fand in Algund das Wintertur nier im Yoseikan-Stick-Fight statt, bei dem

die Sterzinger Budokas der Polisportiva Sterzing große Erfolge erzielten. In der U16 konnte sich Alexander Telemaco den Sieg sichern und sich für die Regionalmeisterschaft qualifizieren. In der U10 siegte Laurin Klotz und qualifizierte sich damit ebenfalls für die Regionalmeisterschaft. Daniel Di Santo gewann im Unterturnier in der U12 und erreichte im Gesamtwettbewerb den 3. Platz. Jeweils den 4. Platz sicherten sich in der U16 Leonie Braunhofer, in der U14 Dora Abdeljelil und in der U10 Michael Hasler.

In der Kategorie U13, in der mit der klei nen Kugel 120 Wurf ins volle Bild absol viert wurden, sicherte sich Finn Überegger vom ASKC Fugger Ster zing den Sieg. Die Plätze vier und fünf gingen an Nora Declara und Jas min Gschnitzer, eben falls vom ASKC Fugger Sterzing. In der Kategorie U15 mit der mittleren Kugel und 120 Wurf Vol le und Abräumen durfte sich der ASKC Fugger gleich über zwei Podest plätze freuen: Maria Saxl holte sich Rang 1, Paul Untergasser erreichte Platz 3. Bei den Freizeit Damen belegte Wally Baier vom ASKC Stange mit 500 Kegeln den 3. Platz, während Judith Untergasser von den Schneeflocken mit 484 Kegeln Vierte wurde. In der Kategorie Freizeit Herren sicherte sich Franz Renzler vom ASKC Stange mit starken 586 Holz den Titel. Reinhard Haller von den Stöckelgeistern erreichte mit 552 Holz den 2. Platz. Spannend verlief das Finale der Sportkeglerinnen. Silena Hochrainer überzeugte mit einem Topergebnis von 593 Holz und gewann vor Marion Thaler mit 574 Holz, beide ASKC Fugger, sowie Edith Pfattner vom ASKC A. Ridnauntal mit 569 Holz. In der Kombinationswertung erreichte Silena Hochrainer den 2. Platz, Marion Thaler

beiden Einzelergebnisse aus den Vorrunden sowie ein gemeinsamer Durchgang. Für das Finale qualifizierten sich die 16 besten Sportkegler-Teams und die acht besten Freizeit-Teams, ehe im K.-o.-System um die Titel gespielt wurde. Im Freizeitbewerb setzten sich Herta Eisath und Robert Gasser vor Christine Tschöll und Alexander Mair durch, Rang 3 ging an Wally Baier und Franz Renzler vor Brigitte Marginter und Stefan Gufler. Im Bewerb der Sportkegler triumphierten Silena Hochrainer und Manuel Hofer vor Vera Rabanser und Wilfried Hofer. Den 3. Platz belegten Nathalie Profanter und Andreas Brunner, gefolgt von Verena Peer und Helmuth Hofer.

Amateurligen erwachen aus dem Winterschlaf

Landesliga: schon im Spielbetrieb

Der ASV Freienfeld ist schon am 9. Jänner mit der Vorbereitung für die Rückrunde gestartet. Eine personelle Veränderung gab es im Kader: Gabriel Messner wird aus pri vaten Gründen in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr zur Verfügung stehen. „Gleich zeitig nutzten mehrere A Gelegenheit, die gesamte Vorbereitung zu

entwickeln und das vorhandene Potential auf den Platz zu bringen“, so Sparber.

1. und 2. Amateurliga: Start am 7. März

absolvieren und erstmals Landesliga-Luft zu schnuppern – ein wertvoller Schritt für die Entwicklung junger Talente“, so Sektions leiterin Karin Sparber. Während der Vorbereitung standen drei fordernde Testspiele auf dem Programm: gegen Gröden (Oberliga), Ridnaun (1. Amateurliga) und Lüsen (1. Amateurliga). Trotz der anspruchsvollen Gegner zeigte die Mannschaft bereits in diesen Begegnungen großen Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft und eine starke Motivation. Diese positive Dynamik nahm das Team mit in die ersten Pflichtspiele der Rückrunde und konnte dort mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wichtige sechs Punkte einfahren. „Das Ziel des Vereins und der Mannschaft bleibt klar: von Spiel zu Spiel zu denken, ohne sich selbst unter Druck zu setzen – nicht mit dem Gedanken ‚wir müssen‘, sondern mit der Überzeugung ‚wir können‘. Dieses Mindset soll den Grundstein legen, um die Mannschaft kontinuierlich weiterzu-

nicht zur Verfügung. Alex Leitner aus Mühl bach hat die Vorbereitung mitgemacht, der Transfer sollte Ende Februar fixiert werden. „Unser Ziel ist es, die Leistung der Hinrunde zu wiederholen. Wir wollen uns in den Top 5 der Tabelle halten und solange wie möglich die Schlagdistanz zur Tabellenspitze halten“, so Präsident Kurt Eisendle. Der AFC Sterzing hat die Vorbereitung für die Rückrunde ebenfalls am 26. Jänner aufgenommen. Vier Freundschaftsspiele gegen Latzfons/Verdings, Lüsen, Vahrn und Wiesen sind geplant. Elia Bontempelli verlässt den Verein aus Arbeitsgründen. Dafür rückt Elsayed Orabi Ahmed aus der eigenen Jugend nach und versucht sich in der Kampfmannschaft. „Nach Platz 2 in der Hinrunde gehen wir mit viel Selbstvertrauen in die Rückrunde. Bleiben wir verletzungsfrei, wollen wir vorne mitspielen und hoffen, wieder

ganz oben mit dabei zu sein“, erklärt der sportliche Leiter Philipp Prantner. Der ASV Gossensaß hat am 27. Jänner mit der Vorbereitung für die Rückrunde begonnen. Geplant sind vier Freundschaftsspiele gegen Ridnaun, Don Bosco, Untermais und Neugries. Durch die Neuzugänge Omar Khairane und Rachid Khairane (beide von Plose), Guxim „Jimmy“ Limani, der am letzten Spieltag der Hinrunde verpflichtet wurde, und die Rückkehr von Ferdinando Maceroni, der die gesamte Hinrunde verpasst hatte, erhält Trainer Walter Paolazzi weitere Möglichkeiten, um neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen. „Angesichts der aktuellen Tabellensituation bleibt der Klassenerhalt das Ziel und wir sind uns sicher, dass es bis zum letzten Spieltag ein harter Kampf mit den anderen Teams bleiben wird“, so der Verantwortliche Ottavio Spadavecchia.

3. Amateurliga: Beginn am 13. März

Der ASV Wiesen startet als letzte Mannschaft des Bezirks in die Meisterschaft. Am 4. Februar hat die Mannschaft die Vorbereitung für die Mission Aufstieg aufgenommen. Geplant sind Freundschaftsspiele gegen Ridnaun, Sterzing und Teis/Villnöß. Am Kader gab es eigentlich keine Änderungen; einige Spieler, die über die gesamte Hinrunde ausgefallen sind, stehen wieder zur Verfügung und können fast wie „Neuzugänge“ angesehen werden. „Das Ziel bleibt dasselbe wie vor der Hinrunde: Wir wollen die Meisterschaft gewinnen und aufsteigen“, so Sektionsleiter Thomas Schwitzer. „Mit einer sehr guten Hinrunde haben wir den Grundstein dafür gelegt: Wir haben fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten, sind uns aber durchaus bewusst, dass es noch ein hartes Stück Arbeit wird. Aber wenn wir mit der richtigen Einstellung in die Spiele gehen, sind wir sicher, dass wir die nötigen Punkte holen. Wichtig ist vor allem ein guter Start in die Rückrunde, da wir die direkten Spiele alle auswärts bestreiten müssen“, so Schwitzer. ts

Fußball
Auswahl Ridnauntal: Klassenerhalt als Ziel

FrühlingFitness, Mode & Kosmetik

Gartenarbeit gegen Stress

Der Garten gilt als wichtiger Fundus, um Stress abzubauen und vorzubeugen. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Grundsätzlich gilt, dass Bewegung in der Natur Körper und Geist guttut. Man kommt bei der Gartenarbeit auf andere Gedanken und konzentriert sich auf eine sinnvolle, gewinnbringende Tätigkeit – vorausgesetzt, wir machen dies bewusst und konzentriert.

Gartenarbeit ist eine sehr vielseitige Tätigkeit, denn die verschiedenen Jahreszeiten bringen diverse Notwendigkeiten und Freuden mit sich. Und nicht zuletzt reicht die Arbeit vom frühen Frühling bis in den späten Herbst hinein. Planen, umgraben, pflanzen, pflegen, gießen, ernten – Gartenarbeit macht Spaß und hilft Anspannung abzubauen, egal ob auf dem Balkon, im Schrebergarten oder einem größeren Grundstück. Studien belegen, dass sich Gartenarbeit auf unsere Gesundheit sehr positiv auswirkt. Sie wird sogar als Therapieform eingesetzt.

OUTDOOR-FITNESSTRAINING

Gartenarbeit trainiert den gesamten Körper durch die verschiedensten Arbeiten, sozusagen fungiert der Garten als Freiluft-Fitnesscenter mit Vogelgezwitscher und Blätterrauschen. Damit tun wir auch

unserer Figur Gutes. Da ist das Umhergehen genauso dabei wie Krafttraining.

SELBSTWIRKSAMKEIT

MACHT GLÜCKLICH

Dann kommen noch die Erfolgserlebnisse dazu. Wenn wir expe-

rimentieren, wenn etwas gedeiht und wenn wir etwas geschaffen haben, dann tut das unserem Geist und unserer Seele gut. Beim selbstständigen Gestalten eines Fleckchens Erde kommt Freude auf, denn man erntet, was man sät.

GESUNDE KOST AUS DEM EIGENEN REICH Wenn wir dann noch achtsam und genüsslich verzehren, was der Garten hergibt, dann ist das eine große Befriedigung. Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten sind gesund und entlasten unseren Geldbeutel. Wir wissen hier genau, was drin ist, im Gegensatz zu den Einkäufen aus dem Supermarkt.

AUSZEIT IM AUSSENWOHNZIMMER Außerdem können wir im Garten eine Entspannungsinsel einrichten, wo wir den Schmetterlingen zusehen, ein gutes Buch lesen oder einfach die Seele baumeln lassen. Wenn es wärmer wird, können wir unseren Wohnraum sozusagen um den Garten und die Terrasse erweitern. Eine stille Ecke, wo man auch mal seine Ruhe hat und Kraft tanken kann, sollte jeder haben.

Mit Achtsamkeit in der Natur arbeiten kann Stress vorbeugen und abbauen.

GEMEINSAMKEITEN

VERBINDEN

Im Garten lässt sich fein grillen, kochen und essen, womit auch der soziale Aspekt nicht zu kurz kommt. Und der Ratscher mit dem Nachbarn, anderen Gartenliebhabern oder der Besuch eines Samentauschmarktes sorgt für soziale Kontakte, woraus vielleicht sogar tolle Freundschaften werden.

GRÜN TUT GUT

Grün – sei es die Farbe oder der Aufenthalt in der Natur –ist ein wirksames Mittel gegen Stress, da es nachweislich den Herzschlag verlangsamt, den Blutdruck senkt und den Cortisolspiegel reduziert. Schon 20 Minuten im Grünen reichen aus, um Stresshormone deutlich abzubauen und die Psyche zu beruhigen.

IDEALER ENTSPANNUNGSORT

Dies alles sind empfohlene Maßnahmen im Umgang mit Stress. Damit wird der Garten zum idealen Entspannungsort. Gärtnern ist auch eine hochwirksame Vorbeugung gegen Burnout. Wer tagtäglich mit Stress, Leistungsdruck und Reizüberflutung konfrontiert ist, erreicht im Garten mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Frischluft, Licht, Farben und die Arbeit in der Erde hebt die Stimmung und erdet uns im wahrsten Sinne des Wortes.

Ärzte sagen, dass schon eine knappe halbe Stunde Aufenthalt im Garten wie ein Kurzurlaub wirkt. Die Herzfrequenz sinkt, der Puls wird ruhiger und der Blutdruck ausgeglichen. Das Atemvolumen beim Arbeiten an der frischen Luft erhöht sich. Wer tiefer atmet, fühlt sich automatisch besser, weil alle Regenerationsprozesse im Organis-

mus in Schwung kommen. Durch Sonnenlicht versorgen wir uns außerdem mit reichlich Vitamin D, das maßgeblich für die Regulation des Kalziumhaushalts und der Knochenmineralisation verantwortlich ist.

GEDULD UND AKZEPTANZ

Viele Menschen in Südtirol haben das Glück, vor ihrem Haus einen eigenen Garten zu haben. Wer diesen nicht hat, kann sich jedoch trotzdem entfalten. Ein Minigarten kann auch auf kleinstem Raum entstehen: Balkon, Fensterbank, Schreibtisch … Hochbeete sind vor allem für Balkone und Terrassen eine gute Lösung. Egal wie groß: Wichtig ist, dass uns hier kein Perfektionismus treibt. Immer soll der Garten Entspannung, Erdung und ein Erfolgserlebnis bieten. Und dazu zwingt uns das langsame Wachstum auch ein bisschen – ganz nach dem Sprichwort „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“. Es stammt aus dem Afrikanischen und bedeutet, dass man Dinge nicht durch übermäßigen Druck oder Ungeduld beschleunigen kann. Es ist ein Appell zu Geduld und Akzeptanz, dass Entwicklung ihre Zeit braucht.

Also rein ins Gartenvergnügen, denn es ist ein wunderbares, entspannendes Hobby!

Gesundheit im Fokus:

Vortrag zu Omega-3 und Vitamin D in der Apotheke Paracelsus

Eine ausgewogene Versorgung mit essenziellen Nährstoffen spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Doch gerade Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D kommen in der täglichen Ernährung oft zu kurz. Um über deren Bedeutung, Wirkung und eine sinnvolle Substituierung aufzuklären, lädt die Apotheke Paracelsus am 11. März zu einem informativen Vortrag ein.

Gemeinsam mit der Firma NORSAN, einem Hersteller hochwertiger Omega-3-Produkte, werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich erklärt. Im Mittelpunkt stehen die Funktionen von Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D für Herz, Gehirn, Immunsystem und allgemeines Wohlbefinden. Zudem wird erläutert, worauf bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel zu achten ist und für wen eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein kann.

Der Vortrag richtet sich an alle Gesundheitsinteressierten, die aktiv etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich individuell zu informieren.

Eine Voranmeldung zum Vortrag ist erwünscht.

Das Apothekenteam freut sich auf Ihr Kommen!

PARACELSUS

Gesundheit ist individuell.

Als junge.s.engagiertes Apo hekenteam begleiten wir Sie l<ompeenl rund um Mikronährstoffe, Nah.irheilku11deund AromaiPFLege- persönlic , gam:heitllch und mit viel Zeil rn Ihre Fragen.

FRÜHLING

Fit in den Frühling –mit gutem Hören

Wenn die Tage länger werden und die Natur neu erwacht, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, auch der eigenen Gesundheit Aufmerksamkeit zu schenken.

Ein kostenloser

Hörtest ermöglicht eine verlässliche Einschätzung des eigenen Hörvermögens und zeigt, ob eine Unterstützung sinnvoll sein kann. Besser Hören bietet dazu eine persönliche Beratung sowie moderne Hörsysteme, die individuell abgestimmt werden. Hörgeräte können einen Monat lang unverbindlich im eigenen Alltag getestet werden, um in Ruhe die passende Lösung zu finden.

Besser Hören ist in ganz Südtirol vertreten und auch mit einem Hörzentrum in Sterzing für die Menschen vor Ort da. Zusätzlich werden Hausbesuche angeboten, sodass Beratung und Anpassung bei Bedarf direkt im vertrauten Umfeld erfolgen können.

Gesund und mit Schwung

Der Winter verabschiedet sich langsam – höchste Zeit, Körper und Geist auf „Neustart“ zu stellen. Unter dem Motto „Fit in den Frühling“ laden längere Tage und mildere Temperaturen dazu ein, wieder aktiver zu werden und frische Energie zu tanken.

RAUS AN DIE FRISCHE LUFT

Ob ein Spaziergang im Park, eine kleine Joggingrunde oder eine Fahrradtour ins Grüne – Bewegung im Freien stärkt das Herz-Kreislauf-System und hebt die Stimmung. Schon 30 Minuten moderate Aktivität täglich reichen aus, um das Immunsystem zu unterstützen und neue Vitalität zu spüren. Wer es sanfter mag, probiert Yoga oder leichte Dehnübungen im Garten oder auf dem Balkon.

LEICHTE KÜCHE, VIEL FARBE

Mit dem Frühling beginnt die Saison für frisches Obst und Gemüse. Spargel, Radieschen, Spinat oder Erdbeeren bringen nicht nur Farbe auf den Teller, sondern versorgen uns mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Grün, ausreichend Wasser und weniger Zucker

hilft dem Körper, sich nach der kalten Jahreszeit zu regenerieren.

FRÜHJAHRSPUTZ

FÜR DIE SEELE

Nicht nur die Wohnung profitiert von einem Frühjahrsputz – auch unsere Gedanken. Kleine Auszeiten, bewusste Atemübungen oder ein Tagebuch können helfen, Klarheit zu gewinnen und neue Ziele zu formulieren. Wer sich realistische Vorsätze setzt, bleibt motiviert und erlebt Erfolgsmomente.

GEMEINSAM AKTIV WERDEN

In der Gruppe fällt der Einstieg oft leichter. Ob Lauftreff, Radgruppe oder gemeinsames Kochen mit saisonalen Zutaten – zusammen macht es mehr Spaß und stärkt das Gemeinschaftsgefühl in unserer Region.

Der Frühling ist die perfekte Gelegenheit, Gewohnheiten zu überdenken und mit frischer Energie durchzustarten. Nutzen wir die Kraft der neuen Jahreszeit – für mehr Bewegung, bewusste Ernährung und positive Gedanken. So starten wir gesund und voller Schwung in die sonnigen Monate.

Montag bis F.-e1tag

Fabian Meraner

Gossensaß

Gelungener Auftakt ins neue Jahr

Ende Jänner lud die Tourismusgenossen schaft Gossensaß gemeinsam mit Stay Fit by Astrid zum besonderen Wohlfühl-Event „Pilates & Brunch“ ins Feuerstein Nature Family Resort. Unter dem Motto „Stabilität und Kraft unterm Tribulaun“ starteten die Teilnehmer mit einer energiegeladenen Pilates-Einheit in den Tag, bevor sie sich bei einem genussvollen Brunch verwöhnen ließen. Die Kombination aus Bewegung und Kulinarik fand großen Anklang: In der inspirierenden Naturkulisse des Pflerschtales konnten die Gäste nicht nur ihre innere Balance stärken,

„Mit ‚Pilates & Brunch‘ wollten wir ein An gebot schaffen, das Körper und Geist glei-

chermaßen anspricht. Die positive Resonanz eigt uns, dass solche Erlebnisse den Nerv der Zeit treffen. Wir danken allen Teilnehmern sowie unseren Partnern für die gelungene Umsetzung und freuen uns schon auf weitere Veranstaltungen, die Bewegung, Genuss und Natur verbinden“, so Geschäftsführerin ah Auckenthaler. Das Event ist Teil einer Reihe von Aktivitäten, die den ter in Gossensaß und im Pflerschtal auf besondere Weise erlebbar machen.

BesuchenSie uns i'nunserem Showroom im Sarntal, leicht erreichbar am Taleingang, 10 Minuten von Bozen{Gries.

Verletzung als Chance: Aktiv aufgebaut. Individuell betreut. Nachhaltig wirksam.

Zurück in Bewegung: Wie moderne Physiotherapie Menschen stärker macht als zuvor

Ein falscher Tritt auf der Treppe. Ein

Aktiv statt passiv

Auf dieser Basis entsteht ein maßgeschneiderter Plan, der Behandlung und aktives Training intelligent verbindet. Heilungsphase, Leistungsstand und persönliche Ziele bestimmen das Tempo. Transparenz

spielt dabei eine Schlüsselrolle: Wer versteht, was im eigenen Körper passiert, gewinnt Vertrauen – und dieses Vertrauen ist oft der erste Schritt zur echten Genesung.

Lange Zeit galt Physiotherapie als etwas, das „mit einem gemacht wird“. Heute ist klar: Nachhaltige Stabilität entsteht nur durch aktive Mitarbeit.

Früh integrierte Übungen stärken gezielt Kraft, Beweglichkeit und Koordination. Ein Büroangestellter mit chronischen Rückenbeschwerden trainiert andere Bewegungsmuster als eine Fußballerin nach einer Kreuzbandverletzung – doch das Prinzip bleibt gleich: Der Körper soll nicht nur heilen, sondern belastbarer werden als zuvor.

Dabei geht es nicht um blindes Durchziehen, sondern um strukturierten Aufbau. Trainingsreize werden bewusst gesetzt, Überlastungen vermieden. Moderne Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten eng im Team und stimmen sich regelmäßig mit behandelnden Ärztinnen, Ärzten oder Chirurgen ab. So greifen medizinische Vorgaben und Training optimal ineinander.

Fortschritt, der messbar ist

Motivation entsteht durch sichtbare Ergebnisse. Deshalb werden Kraftwerte, Beweglichkeit und Stabilität regelmäßig überprüft. Fortschritte sind nicht nur ein Gefühl – sie werden messbar. Das schützt vor dem klassischen Fehler vieler Ehrgeiziger: zu früh zu viel zu wollen. Die Entscheidung über volle Belastbarkeit fällt nicht nach Kalender, sondern nach tatsächlicher körperlicher Bereitschaft. Für

Sportler ist das essenziell. Für Nicht-Sportler ebenso – etwa wenn es darum geht, wieder ohne Angst zu heben, zu laufen oder lange Spaziergänge zu genießen.

Mehr als schmerzfrei

Der größte Perspektivwechsel moderner

Rehabilitation? Sie endet nicht bei Schmerz freiheit. Sie nutzt die Verletzung als Chance. Bewegungsabläufe werden analysiert und optimiert. Schwachstellen gezielt gestärkt. Stabilität systematisch aufgebaut. Für viele bedeutet dieser Weg mehr als ein Comeback – sie gehen gestärkt, achtsamer und belastbarer daraus hervor.

ysiotherapie ist damit weit mehr als Nachsorge. Sie ist ein strukturierter Weg zurück zu Selbstvertrauen, Belastbarkeit und einem aktiven Lebensstil. Denn am Ende geht es nicht allein darum, dass etwas wieder funktioniert – sondern darum, dem eigenen Körper wieder uneingeschränkt vertrauen zu können.

Eisackstraße 1, 39040, Vahrn Löwe Center, 3. Stock. 0472 055030 +39 3280048287

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/ THERAPY & TRAINING

Unser Leistungsspektrum:

- Physiotherapie

- Manuelle Lymphdrainage

- Manuelle Therapie

- Osteopathie

- Faszientherapie

- Stoßwellentherapie (Radiär & fokussiert)

- Human Tecar Therapy

- Sportphysiotherapie - Craniomandibuläre Therapie (CMD)

- Rehatraining

- Neuroathletik-Training

- BlackBoard-Training

- Spiraldynamik

- Testbatterien (VALD Performance)

„Fasten setzt Glückshormone frei“

Fasten entschlackt, entsäuert, entgiftet – und beugt gängigen Wohlstandskrankheiten vor. Fastenleiterin Paula Maria Holzer erzählt, warum Verzicht gut tut.

Erker: Frau Holzer, auf Ihrer Website schreiben Sie: „Nirgendwo gibt es wohl so viel Fastenbegeisterung wie in der kleinen Gemeinde Freienfeld und deren Umgebung.“ Woran liegt das?

Paula Maria Holzer: Ich begleite seit mehreren Jahren für den Bildungsausschuss Trens und Mauls Fastengruppen in Trens –zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Die Begeisterung war von Anfang an groß. Die Teilnehmer haben schnell den positiven Effekt gespürt und es erzählen es begeistert weiter. Die Gruppen werden immer größer.

Fasten Sie auch regelmäßig?

Seit 30 Jahren, meistens im Frühjahr und Herbst. In „Zeiten der Überfülle“ habe ich rasch gemerkt, wie wohltuend ein leerer Bauch ist. Fasten-Neulinge staunen, dass sie ab dem zweiten Tag keinen Hunger mehr spüren und trotzdem genug Energie für den Alltag haben.

Was passiert im Körper?

Der Körper stellt in den Fastenstoffwechsel um und zapft Reserven an. Er nutzt die Fastenzeit, um sich selbst zu heilen, indem er alles abbaut, was ihn belastet und

Paula Maria Holzer: „Fasten verändert den Menschen. Und Menschen verändern die Welt.“

krank macht. Dieses Phänomen nennt man Autophagie. Die westliche Lebensweise führt zu Übersäuerung, Ablagerungen in Blutgefäßen und Gelenken, Gallen-, Blasen- und Nierensteinen, Gicht und Rheuma, Bluthochdruck, hohen Blutzucker- und Blutfettwerten, chronischer Müdigkeit und Energielosigkeit. Fasten beugt genau dem vor: Es entlastet Herz, Gelenke und Wirbelsäule, verbessert die Haut und ist ein „Albtraum für Krebszellen“, wie

Zellbiologe Valter Longo in der Zeitschrift „Science“ schreibt. Viele Onkologen raten zu Fasten neben der Chemotherapie, weil es gesunde Zellen stärkt und kranke schwächt. Überschüssiges Eiweiß, das zu Ablagerungen in Gefäßen, Gelenken und Organen führt, baut der Körper als erstes ab.

Welchen Effekt spüren Sie an sich selbst?

Leichtigkeit und Klarheit im Kopf, Kraft im Körper und die Erkennt-

nis, wie wenig ich brauche. Fasten lehrt mich achtsames Genießen und bewussten Verzicht. Ich werde achtsam mir gegenüber, spüre mich selbst, jeder Duft, jede Regung, jedes Gewürz wird zur Geschmacksexplosion. Nach einer Fastenwoche will ich mich auch nicht sofort wieder mit irgendwelchem künstlichen Schundessen vollstopfen, sondern nur noch hochwertige Nahrungsmittel genießen. Ähnliche Erfahrungen melden mir auch Fasten-Teilnehmer zurück.

Wie läuft eine Fastenwoche ab?

Eine Woche vorher verzichten wir auf Zucker, Kaffee und Alkohol und essen nur leicht verdauliche Kost. Der erste Fastentag beginnt mit einer gründlichen Darmreinigung. Es wird viel getrunken: Wasser, Kräutertees, Zitronenwasser, mittags ein Glas Obstsaft, abends Gemüsebrühe. Leberwickel und Einläufe begleiten den Fastenprozess. Abends treffen wir uns und tauschen uns – auch heiter und humorvoll – aus, wie es uns geht. Ich beantworte alle Fragen und gebe den Teilnehmern Inspirationen für ein gelungenes, wohltuendes Leben. Welche Fehler unterlaufen Teilnehmern oft beim Fasten? Fasten ist seit Jahrtausenden in unseren Genen gespeichert. Die Fähigkeit, lange Hungerperioden zu überstehen, hat das Fortbestehen der menschlichen

VHS Sterzing – Kurse, Seminare und Vorträge vor Ort

Die neuen Kurse sind da! Mit Kulturreisen, Seminaren für den Beruf, Sprachkursen, Gymnastik, Kreativem u. v. m. startet die Volkshochschule ins neue Jahr! Alle Angebote in und um Sterzing sowie in ganz Südtirol sind jetzt online und auf www.vhs.it buchbar.

Bildung für alle – mitten im Leben

Die VHS ist ein lebendiger Ort des Lernens, der Vielfalt und des Miteinanders. Das zeigt sich erneut im aktuellen Kurspro-

gramm. Informationsabende zur Künstlichen Intelligenz und zum Erbrecht, Vorträge zu Gesundheitsthemen – „Patientenverfügung – Die letzten Dinge regeln“ am 12. März und „Die Niere – das Klärwerk des Menschen“ am 29. April – sowie Kurse zur Gemmotherapie und der Kreativ-Technik „Punch Needle“ bietet dieses Frühjahr.

IVHS und Sommerwochen für Kinder

Das „I“ in IVHS steht für Integrierte Volkshochschule und kennzeichnet Kurse für

Menschen mit Beeinträchtigung. Das angepasste Lerntempo in der Kleingruppe ermöglicht es, verschiedenste Dinge auszuprobieren: voltigieren am Reiterhof oder malen mit verschiedenen Techniken.

Mit den Mottos „Lucky Luke“ und „Pippi Langstrumpf“ erwarten Kinder und Jugendliche abenteuerliche Ferienwochen am Reiterhof. Aufgaben wie das Putzen, Satteln und Zäumen werden gemeinsam gelernt und das Reiten geübt.

Kulturreisen, berufliche Bildung und mehr Der Blick in das südtirolweite Programm lohnt sich! Von der Frühlingssonne auf Sizilien bis zur frischen Brise in Nordengland: Die Kulturreisen der VHS Südtirol eröffnen neue Perspektiven auf Kultur, Geschichte, Sprache und Literatur und richten sich an neugierige Menschen jeden Alters, die nicht nur reisen, sondern Zusammenhänge verstehen und sich austauschen möchten.

Lehrgänge wie „Lead & Speak“ und „Prompt-to-Practice“ reihen sich neben etablierten Fortbildungen wie „Human-Re-

source-Management“ und „Praxislehrgang Coaching“ ins neue Programm ein.

Freuen darf man sich zudem auf die Neuauflage des Intensivlehrgangs „Traditionelle Kräuterheilkunde“ in Issing – ganz neu im Programm hingegen „Süßes Handwerk“, der Kompaktlehrgang zur Konditorei mit Sieglinde Pircher in Bruneck.

Info & Anmeldung

VHS Südtirol

Tel. 0472 836 424 info@vhs.it I www.vhs.it

Irland war das Ziel der letzten Sprach- und Kulturreise. Heuer geht es nach Nordengland.
Das neue VHS-Programm: Kurse, Seminare und Vorträge in und um Sterzing und südtirolweit

Rasse ermöglicht. Der Mensch besitzt zwei Energieprogramme: Ernährung von außen für Zeiten des Überflusses und Ernährung von innen für Zeiten des Fastens. Da Fasten etwas Natürliches ist, man kann nicht viel falsch ma chen. Es kommt allerdings im mer wieder vor, dass Teilnehmer ihrem Körper nach dem Fasten zu wenig Zeit für die Umstellung des Verdauungsstoffwechsels geben.

Darf jeder fasten?

Nein, fasten ist nicht für alle eine gute Option. Kranke gehören in die Hände eines Fastenarztes. Schwangere und Stillende sollen nicht fasten. Auch Menschen mit Essstörungen und sehr junge Menschen gehören nicht in eine Fastengruppe.

Wie oft empfehlen Sie das Fasten?

Einmal, manchmal zweimal im

Jahr. Man spürt, wann es wieder Zeit ist dafür. Wer einmal gefastet hat, tut es immer wieder, weil er dieses Wohlgefühl erleben möchte. Fasten setzt viele Glückshormone frei.

Was halten Sie von Intervallfasten, Diäten und Fasten-

„Alles, was mir gut tut“

Natürliche Heilkraft in jeder Lebensphase

Frau sein heißt, in vielen Rollen unterwegs zu sein – und trotzdem bei sich selbst zu bleiben. Auch wenn die wechselnden Lebensphasen immer wieder Veränderungen mit sich bringen, ist die innere Balance von Körper, Geist und Seele der Grundpfeiler allen Wohlbefindens. Am 6. März leitet Hildegard Kreiter in der Bibliothek Trens die Zuhörer auf unterhaltsame Weise an, wie sie ihre Gesundheit ohne größeren Aufwand im Alltag unterstützen können. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

Hildegard Kreiter, Autorin des Buches „Alles, was mir gut tut“ ist Kneipp-Gesundheitstrainerin und Kräuterpädagogin sowie Garten-, Natur- und Landschaftsführerin.

trends? Intervallfasten erleichtert den Körper und hält ihn gesund. Von Diäten halte ich nicht viel, der Jojo-Effekt ist hinlänglich bekannt. Besonders warne ich vor Nahrungsergänzungsmitteln, Pulvern, Pillen, Shakes, Riegeln und allem, was sonst noch im Handel erhältlich ist. Es ist ein Milliardengeschäft, das mit unserer Gesundheit spielt. Konzerne gaukeln uns vor, dass uns qualitativ hochwertige Lebensmittel nicht mit allen nötigen Nährstoffen versorgen. Viele Menschen lassen sich davon verunsichern und geraten so in diesen Teufelskreis hinein. Wenn eines der Wundermittel die Versprechungen halten würde, gäbe es heute nur schlanke, energiegeladene und gesunde Menschen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Das sollte uns doch zu denken geben! Fasten ermutigt uns, wieder aus unserem inneren Vertrauen heraus zu leben: Mit Hausverstand und einer abwechslungsreichen, hochwertigen Ernährung bekommt der Körper alles, was er braucht.

Sie sind auch begeisterte Pilgerin. Fasten und Pilgern. Wo

Fasten und Pilgern haben viele Gemeinsamkeiten. Sowohl beim Fasten als auch beim Pilgern erleben wir die wohltuende und reinigende Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Die bewusste Entscheidung für die Langsamkeit und das Heraustreten aus Gewohnheiten sind Erfahrungen, die prägen. Sie motivieren uns, das eigene Leben zu überdenken, Bilanz zu ziehen, uns neu auszurichten. Bewegung in freier Natur ist für fastende Menschen unerlässlich. Pilgernd zu fasten ist eine Herausforderung, da man sich beim Pilgern jeden Tag auf eine neue Unterkunft einstellen muss und bestimmte Rituale wie Leberwickel, Mittagsschläfchen und Einlauf nicht so einfach zu organisieren sind. Fastend, mit der inneren Haltung des Pilgerns in freier Natur zu wandern, macht den Geist klar, die Seele frei und tut dem Körper gut. Was empfehlen Sie uns gerade jetzt vor Ostern?

Lasst euch auf das Abenteuer ein und macht bei einer Fastenwoche mit! Nutzt die Zeit vor Ostern, um in euch hineinzuhören und nachzuspüren, wo Veränderung gut tun würde, und setzt sie konsequent um! In der Fastenzeit verzichten viele Menschen bewusst auf Alkohol, Zucker, das Handy oder andere Dinge, die sie im Alltag meist unkritisch konsumieren. Jesus, Moses, Buddha, Mohammed, der hl. Franziskus – alle haben gerade in langen Fastenzeiten zu den Grundordnungen des Lebens gefunden. Fasten, sagen die Mönche, verändert zwar nicht die Welt. Aber Fasten verändert den Menschen. Und Menschen verändern die Welt.

Frühling in bester Gesellschaft

Mit ihren nachhaltig gefertigten Produkten schafft die Zingerle Group Platz fürs Miteinander. Mit Beginn des Frühlings zieht es viele nach draußen. In den Garten, wo es sich an den ersten warmen Tagen Platz nehmen und Sonnenstrahlen sammeln lässt. Wer (sich) auf klappbare Gartenmöbel wie die Bierzeltgarnitur von RUKU1952® –auch bekannt als „Forstbank“ – setzt, hat die Terrasse im Handumdrehen frühlingsfertig gemacht.

RUKU1952® gehört zur Markenfamilie der Zingerle Group, einem Familienunternehmen mit Hauptsitz in Schabs. In den modernen Produktionshallen des im Sommer 2025 neu bezogenen Firmengebäudes der Gruppe werden täglich mit höchster Präzision Faltzelte, aufblasbare Zelte und Bierzeltgarnituren gefertigt. Von Südtirol aus werden die Produkte in die ganze Welt verschickt.

ken, der die Unternehmenskultur auch noch heute prägt.

Unter CEO Stefan Zingerle, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt, beschäftigt die Zingerle Group welt-

Schon in den 1970er Jahren begann die Zingerle Group – damals noch Zingerlemetal – mit der serienmäßigen Produktion von Bierzeltgarnituren, getragen durch den Innovations- und Fortschrittsgedan-

Lösungen für Räume im Freien zu entwickeln, an denen Menschen zusammenkommen. Die „Forstbank“ vermittelt dabei eine klare Botschaft: Sie lädt zum Dazuhocken und Zusammensitzen ein. Denn fast

weit über 400 Angestellte in 11 Tochtergesellschaften – unter anderem in den USA, Spanien, Polen und den Niederlanden. Trotz der internationalen Ausrichtung bleibt der Ursprung fest verankert: Die treibenden Ideen entstehen in Südtirol. Seit ihrer Gründung 1948 verfolgt die Zingerle Group die Mission, nachhaltige

jede*r kennt einen Moment, in dem eine RUKU1952® Bierzeltgarnitur im wahrsten Sinne des Wortes die tragende Rolle spielt: das Dorffest, die Vereinsfete, die Jause auf der Berghütte, die Hochzeitsfeier. Mit ihren Produkten schafft die Zingerle Group Raum für genau diese Augenblicke: Sie fertigt, was Menschen verbindet.

Gefährlicher Parasit

Das Tierseuchenlabor hat bei zwei erlegten Füchsen im Jagdrevier Brenner den Parasit „Echinococcus multilocularis“ nachgewiesen.

Dieser Bandwurm lebt im Darm des Fuchses und kann über den Kot auf Waldbeeren, Kräuter oder Pilze gelangen. Die winzigen Eier sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Dadurch können sie leicht auf den Menschen übergehen. Eine Infektion ist zwar selten, aber tückisch. Gelangen die Parasiten in den Darm, nisten sie sich in der Leber ein und bilden dort ein tumorähnliches Gewebe, welches das Organ langsam zerstört. Ohne Behandlung kann dies sogar zum Tod führen. Typische Symptome wie Oberbauchschmerzen, Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Gelbsucht treten jedoch oft erst nach zehn bis 15 Jahren auf, wenn das Organ bereits stark geschädigt ist. Im Anfangsstadium ist eine operative Entfernung der Zysten die einzige gute Therapieoption. Eine medikamentöse Therapie ist nur in Einzelfällen wirksam.

Um sich gut vor dem Parasiten zu schützen, sollten Pilze aus dem Wald, Gemüse aus dem Garten und Fallobst vor dem Verzehr gründlich gewaschen und idealerweise auf über 60° C erhitzt werden. Vom Konsum roher Beeren raten Ärzte generell ab, da die Eier auch durch gründliches Waschen nicht entfernt werden. Ebenso wichtig ist es, sich nach Arbeiten im Garten oder auf dem Feld sorgfältig die Hände zu waschen. Hunde- und Katzenhalter tun gut daran, ihre Tiere regelmäßig auf Bandwurmeier zu untersuchen und bei Bedarf zu entwurmen. Füchse sollten weder durch Futter oder Abfälle angelockt noch angefasst werden. Auch Freunde und Bekannte sollten auf die Ausbreitung des Fuchsbandwurmes im Bezirk aufmerksam gemacht werden.

Mentaler Frühjahrsputz

Wenn die Tage länger werden und die Natur neu erblüht, wächst auch in uns der Wunsch nach Veränderung. Der Frühling steht wie keine andere Jahreszeit für Neubeginn. Während Wohnungen gründlich gereinigt und Schränke aussortiert werden, bleibt ein Bereich jedoch oft unbeachtet: unser Inneres. Genau hier setzt das Thema „Mentaler Frühjahrsputz“ an. Gedanken, Glaubenssätze und alte Gewohnheiten sammeln sich über Monate – manchmal über Jahre – an. Nicht alles davon tut uns gut. Negative Selbstgespräche, überholte Erwartungen oder ungelöste Konflikte wirken wie unsichtbarer Ballast. Sie kosten Energie, mindern Selbstvertrauen und blockieren persönliche Entwicklung. Ein bewusster mentaler Frühjahrsputz hilft dabei, innezuhalten und sich zu fragen: Was möchte ich behalten? Was darf gehen?

Im Zentrum steht die Reflexion. Welche Denkmuster begleiten mich täglich? Wo bin ich besonders streng mit mir selbst? Und welche Verpflichtungen erfüllen mich vielleicht längst nicht

mehr? Methoden wie Achtsamkeitsübungen oder gezielte Selbstreflexion unterstützen dabei, Klarheit zu gewinnen. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen – sondern darum, bewusste Entscheidungen für das eigene Wohlbefinden zu treffen. Ein mentaler Neustart bedeutet auch, Raum für Positives zu schaffen. Wer sich von belastenden Gedankenmustern löst, schafft Platz für neue Perspektiven, kreative Ideen und mehr Gelassenheit im Alltag. Studien zeigen: Wer regelmäßig reflektiert und innere Ordnung schafft, stärkt langfristig seine psychische Widerstandskraft und steigert das allgemeine Wohlbefinden.

„Fit in den Frühling“ heißt daher nicht nur, körperlich aktiv zu werden. Es bedeutet auch, sich mental auszurichten, Prioritäten neu zu setzen und mit frischer Energie in die kommenden Monate zu starten. Der Frühling bietet die ideale Gelegenheit, innezuhalten, aufzuräumen und gestärkt nach vorne zu blicken – mit mehr Klarheit, Leichtigkeit und innerer Balance.

Gleichstrom gegen Depression

Seit einigen Jahren wird erfolgreich erprobt, dass extrem geringer elektrischer Gleichstrom von zwei Milliampere, der von einer Elektrode am linken Stirnhirn zu einer Elektrode am rechten Stirnhirn fließt – eine Zone des Gehirns, die dorsolateraler präfrontaler Cortex heißt – in günstiger Weise beeinflusst. Der Stromfluss bewirkt vermehrte Tätigkeit im linken Bereich, der seinerseits den rechten dämpft. Und im rechten Bereich werden die ungünstigen Einflüsse, die für den Betroffenen selbst Bedeutung haben, gewissermaßen gesammelt. Diese Zone ist bei Depressionen hoch aktiv und muss beruhigt werden. Das gelingt mit elektrischer Beeinflussung sehr elegant, indem man die

Querverbindungen der beiden Hirnhälften nutzt. Der elektrische Strom dringt zu 45 Prozent ins Gehirngewebe ein und ist so schwach, dass er Nervenzellen nicht zum Entladen bringt, aber ihre Bereitschaft, sich zu entladen, günstig beeinflusst. Übererregte Zonen werden durch den Stromfluss beruhigt, wenig aktive Bereiche hingegen angeregt. Dadurch entsteht nachhaltig eine ausgeglichene elektrische und in der Folge auch chemische Aktivität des Gehirns. Vor allem werden Nervenwachstumsfaktoren vermehrt, die zur Erholung des Gehirngewebes und zum Sprießen seiner Verbindungen beitragen, ganz besonders bei Depressionen und bei chronischen Schmerzzuständen. Die

20 Jahre Gelencsér Dental in Südtirol

Premium Zahnklinik mit Partnerpraxis in Vintl

Preiswert. Professionell. Langlebig.

Die Gelencsér Dental Zahnklinik wurde vor über 45 Jahren als Familienunternehmen gegründet und hat ihr zahnmedizinisches Leistungsspektrum seither kontinuierlich erweitert. Heute zählt sie mit mehr als 90 Mitarbeitenden, 25 modernen Behandlungsräumen und einem vollständig digitalisierten, hauseigenen Dentallabor inklusive Fräszentrum zur größten Zahnklinik und zum führenden Implantat-Zentrum Ungarns.

Leistungen: Ob ästhetische Zahnbehandlungen, Zirkonkronen und Brücken oder implantatgetragene Zahnersatzlösungen mit oder ohne Knochenaugmentation – die Klinik bietet das gesamte Spektrum der modernen Zahnmedizin. Modernste Technologie, spezialisierte Fachzahnärzte und präzise gefertigte Zahnersatzmaterialien aus unserem eigenen Labor garantieren höchste Qualität, bestätigt durch unser TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001

Unsere Tanja leitet seit 20 Jahren die Organisation der Klinik für Patienten aus ganz Südtirol. Sie ist Ansprechpartnerin, organisiert Fachberatungen sowie Erstvisiten und leitet die Koordinierung –persönlich und zuverlässig. Für unsere Südtiroler Patienten steht ein wöchentlicher Transfer nach Ungarn bereit – rundum organisiert.

Partnerpraxis in Vintl

Unsere langjährige Partnerpraxis in Vintl ermöglicht Erstuntersuchungen, Röntgendiagnostik sowie vorbereitende und nachsorgende Behandlungen – vor Ort in Südtirol.

Ihr strahlendes Lächeln liegt uns am Herzen!

Methode ist im Gegensatz zu Medikamenten unabhängig vom Blutfluss, kann also auch bei sehr alten Menschen, die an einer Verengung der Gehirngefäße leiden, angewandt werden. Sie verstärkt die Wirkung antidepressiver Medikamente, kann aber auch bei schwangeren oder stillenden Frauen erfolgreich sein.

Eine große wissenschaftliche Übersichtsstudie ergibt, dass auf diese Weise bei depressiv Erkrankten in 20 Prozent eine Heilung und in zusätzlichen 50 Prozent eine Besserung erreicht werden kann.

In Südtirol wird die Gleichstromhaube bereits in mehreren Krankenhäusern erfolgreich eingesetzt, u. a. im Krankenhaus Brixen.

Die größte ungarische Zahnklinik mit Partnerpraxis in Südtirol

» Wöchentlicher Transfer nach Ungarn

» Persönliche Beratung durch unser Ärzteteam – kompetent und selbstverständlich auf Deutsch und Italienisch.

» Für jeden individuellen Fall stehen spezialisierte Fachärzte zur Verfügung – auf Wunsch auch mit Behandlung im Dämmerschlaf. Unsere Expertise umfasst Implantologie, Kiefer- und Oralchirurgie, Prothetik, Endodontie, Parodontologie und weitere Fachbereiche der modernen Zahnmedizin.

Dr. med. dent. Kálmán Gelencsér Inhaber der Klinik
Die Zahnklinik in Hévíz - Ungarn

Sportmedizin

AUF! Lauf!

Es ist schon möglich und manchmal ganz wunderbar, vor der Haustür die Laufschuhe zu schnüren und einfach drauf loszulaufen: über die Uferpromenade, den Radweg entlang oder über alle Berge. Damit es aber auch nach Steigerung der Trainingshäufigkeit und der Laufstrecke keine körperlichen Probleme gibt und die Vorbereitung auf einen Wettkampf störungsfrei funktioniert, sollten einige Punkte berücksichtigt werden:

1. Richtiges Laufen will gelernt sein: Um Beschwerden zu vermeiden und Fortschritte zu garantieren, lohnt es sich, an Lauftrainings im Verein teilzunehmen. Hier erfährst du von Trainern und erfahrenen Läufern, wie du deinen Laufstil verbessern und dein Training planen kannst.

2. Langsames Laufen ist kein Warm up: Dem eigentlichen Lauftraining sollten Übungen vorgeschaltet werden, die bestimmte Muskelgruppen gezielt aktivieren und auf die Belastung vorbereiten. Das Lauf-ABC besteht aus verschiedenen (technischen) Bewegungsabläufen, die auf die Verfeinerung der Technik abzielen.

3. Laufschuhe dürfen schön sein, sollten aber vor allem funktionieren: Während die Außensohle beim Trail Run ausreichend Grip bieten soll, sind Straßenlaufschuhe mittlerweise überraschend glatt besohlt. Die Mittelsohle bietet je nach Körpergewicht, Strecke und Niveau zum einen Dämpfung, zum anderen durch dynamische Elemente auch Stabilität und Vortrieb. Das Obermaterial kann atmungsaktiv oder wasserfest sein und gibt dem Fuß ausreichend Platz. Die Fersenkappe, die Sprengung (Höhenunterschied zwischen Vor- und Rückfuß) und stabilisierende Elemente, individuelle Einlagen und die Schnürung sind für die Stabilität entscheidend und richten sich nach möglichen Besonderheiten der Belastungsachse von Bein und Fuß und nach dem Laufstil. Kompetente Beratung bietet der Fachhandel.

4. Laufanalysen sind übrigens nicht nur für Profis, sondern begründen im Idealfall die Entscheidung für ein bestimmtes Schuhmodell und bieten viel Information bezüglich des Laufstils.

5. Eine realistische Zielsetzung garantiert Spaß und Erfolg. Es muss (oder sollte) nicht immer gleich ein Marathon sein.

6. Ärztlicher Rat: Eine medizinische Bestandsaufnahme in der Vorbereitung auf das Training macht auch ohne Wettkampfbeteiligung Sinn. Treten während oder nach dem Laufen Beschwerden auf, sollten Ursachen und Risiken abgeklärt werden.

Viel Spaß!

Primaria

Sonia Prader bestätigt

Dr. Sonia Prader, Primaria der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe Brixen und Sterzing, wurde nach erneut durchlaufenem Auswahlverfahren in ihrer Funktion bestätigt. Prader hat in Innsbruck Medizin studiert und ihre Facharztausbildung 2004 in München abgeschlossen. Seit 1998 ist sie im Südtiroler Sanitätsbetrieb tätig, von 2010 bis 2013 als Verantwortliche der gynäkologischen Onkologie im Gesundheitsbezirk Brixen, seit 2020 als Primaria der Gynäkologie und Geburtshilfe im Gesundheitsbezirk Brixen am Standort Brixen und Sterzing. Primaria Prader verfügt über eine Schwerpunktausbildung in gynäkologischer Onkologie der Ärztekammer Nordrhein/ Deutschland, ihre Fachkenntnisse in diesem Bereich konnte sie in rund sieben Jahren beruflicher Tätigkeit am Klinikum Essen-Mitte in Deutschland ausweiten und perfektionieren. Zudem weist sie Zusatzausbildungen in den Bereichen Robotikchirurgie, genetische Beratung und Dysplasie auf. Sie ist Mitglied der Jury des Wissenschaftspreises „Research Award und Women in Science

Award Südtirol/Alto Adige“ sowie der landesweiten Fach- und Arbeitsgruppe „Gender Health Gender Medicine“. Sie ist Tutorin und beteiligt sich an der Tuto-

renausbildung von Ärzten, auch hat sie mehrere Ausbildungen im Bereich Management und Führung absolviert. Sonia Prader ist u. a. im wissenschaftlichen Beirat der Vereinigung „Mamazone“ und Autorin mehrerer internationaler Publikationen. Sie leitet und begleitet wissenschaftliche Studien und ist Leiterin des zertifizierten Brustzentrums BrixenMeran. Weiters zeichnet sie sich durch ein hohes Engagement für Sensibilisierungskampagnen zum Thema Brustkrebs sowie für Präventions- und Informationskampagnen aus.

Darmkrebs-Vorsorge

Früherkennung rettet Leben. Alle Südtiroler zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahre vom Sanitätsbetrieb eine Einladung zum kostenlosen Darmkrebs-Screening. Die Testkits und Informationsblätter können sie künftig in öffentlichen und privaten Apotheken abholen. Das Apothekenpersonal erfasst die Daten digital und beantwor-

tet Fragen. Für jede Ausgabe erhalten die Apotheken 2,50 Euro zur Finanzierung der Registrierung, Bürgerinformation und datenschutzrechtlichen Abwicklung. Dafür sind rund 75.000 Euro im Landeshaushalt vorgesehen.

Mehr Infos im Bürgernetz Civis unter „Screening auf Dickdarmkrebs“.

Warum ein Hörtest ab 40 besonders wichtig ist

Gutes Hören ist ein zentraler Bestandteil unserer Lebensqualität. Es ermöglicht uns, Gespräche zu führen, soziale Kontakte zu pflegen, Gefahren wahrzunehmen und aktiv am Alltag teilzunehmen. Dennoch wird das Gehör oft vernachlässigt – vor allem, weil sich eine Hörminderung meist schleichend entwickelt und lange unbemerkt bleibt.

Ab etwa dem 40. Lebensjahr beginnt bei vielen Menschen ein natürlicher Alterungsprozess des Gehörs. Diese sogenannte altersbedingte Hörminderung schreitet langsam voran. Zunächst gehen vor allem hohe Frequenzen verloren. Das bedeutet: Man hört zwar noch Geräusche, versteht aber Sprache – besonders in lauter Umgebung – immer schlechter. Stimmen klingen undeutlich, Gespräche werden anstrengend und häufiges Nachfragen wird zur Gewohnheit. Wenn sich jemand im Lärm aufgehalten hat, wird dieses Phänomen noch verstärkt.

Das Tückische daran ist, dass sich das Gehirn an die schrittweise Verschlechterung anpasst. Viele Betroffene merken lange nicht, dass sie schlechter hören, oder schieben die Schwierigkeiten auf andere Ursachen wie Konzentrationsprobleme oder Hintergrundlärm. Oft fällt das Problem zuerst dem Umfeld auf – etwa wenn der Fernseher lauter gestellt wird oder Gespräche vermieden werden.

Ein regelmäßiger Hörtest schafft hier Klarheit. Er ist schnell, schmerzfrei und liefert verlässliche Informationen über den aktuellen Hörstatus. Im Hörzentrum Südtirol wird der Hörtest stets kostenlos durchgeführt und professionell erklärt. Bereits kleine Veränderungen können frühzeitig erkannt werden, bevor sie den Alltag

spürbar beeinträchtigen. Je früher eine Hörminderung festgestellt wird, desto besser kann gegengesteuert werden.

Unbehandelter Hörverlust hat nicht nur Auswirkungen auf die Kommunikation, sondern auch auf das allgemeine Wohlbefinden. Studien zeigen, dass dauerhaft schlechtes Hören mit sozialem Rückzug, erhöhter geistiger Ermüdung und einer geringeren Lebensqualität verbunden sein kann. Gespräche werden anstrengend, Missverständnisse häufen sich und die Freude an gemeinsamen Aktivitäten nimmt ab.

Ein Hörtest ab 40 sollte daher ähnlich selbstverständlich sein wie ein Sehtest oder eine Vorsorgeuntersuchung. Auch wer subjektiv noch gut hört, profitiert von einer regelmäßigen Kontrolle. Sie dient als Referenz für die Zukunft und gibt Sicherheit.

Moderne Hörlösungen sind heute unauffällig, komfortabel und individuell anpassbar. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass eine Hörveränderung rechtzeitig erkannt wird. Ein einfacher Hörtest ist der erste Schritt – für besseres Verstehen, mehr Lebensqualität und ein aktives, selbstbestimmtes Leben in jedem Alter.

APOTHEKEN

28.02.-06.03.: Apotheke Paracelsus

Tel. 377 3130989

07.03.-13.03.: Stadtapotheke, Tel. 765397

14.03.-20.03.: Apotheke Wiesen, Tel. 760353

21.03.-27.03.: Apotheke Gilfenklamm

Tel. 755024

28.03.-03.04.: Apotheke Paracelsus

Die Turnusapotheke ist sonntags und feiertags von 9.30 bis 12.00 Uhr geöffnet.

ÄRZTE

01.03.: Dr. Barbara Faltner

Tel. 335 1050982

07.03.: Dr. Robert Hartung

Tel. 333 5216003, 764517

08.03.: Dr. Massimiliano Baccanelli

Tel. 334 9156458

14.03.: Dr. Esther Niederwieser

Tel. 335 6072480, 755061

15.03.: Dr. Pietro Stefani

Tel. 349 1624493, 760628

21.03.: Dr. Alberto Bandierini

Tel. 388 7619666, 764144

22.03.: Dr. Giuliana Bettini

Tel. 320 6068817

28.03.: Dr. Sonila Veliu

Tel. 349 6732243

29.03.: Dr. Valbona Kurtallari

Tel. 324 0953522

Der jeweils diensthabende Arzt kann von 8.00 Uhr (an Vorfeiertagen ab 10.00 Uhr) bis 8.00 Uhr des darauffolgenden Tages unter der angegebenen Telefonnummer erreicht werden und ist von 9.00 bis 11.00 Uhr sowie von 16.30 bis 17.00 Uhr in seinem Ambulatorium anwesend.

ZAHNÄRZTE: Notdienst Samstag und Feiertage dental clinic Dalla Torre, 9.00 – 12.30 Uhr, Tel. 335 7820187

TIERÄRZTE (NUR GROSSTIERE)

07./08.03.: Dr. Stefan Niederfriniger 14./15.03.: Dr. Michaela Röck

21./22.03.: Dr. Stefan Niederfriniger 28./29.03.: Dr. Michaela Röck

Dr. Stefan Niederfriniger, Tel. 388 8766666

Dr. Michaela Röck, Tel. 347 1375673

Dr. Johanna Frank, Tel. 347 8000222

Dr. Carmen Huber, Tel. 348 9232496

Kleintier-Notfalldienst:

Tierklinik Thumburg, Tel. 335 7054058, 335 1206704, 335 259994

Tierarztpraxis Sterzing, Geizkoflerstr. 20A, Tel. 388 8766666, 328 0514167

1.3.

Theater „Die schlimmen Buben in der Schule“, Theaterverein Pflersch, Pflersch, Vereinshaus, 15.00 und 18.00 Uhr. Theater „Terror. Schuldig oder nicht – Ihr Urteil“, Spielgemeinschaft Vintl/Weitental, Franzensfeste, Festung, 17.00 Uhr. Weitere Aufführungstermine: 8., 15.3. (17.00 Uhr), 3., 5., 6., 7., 10., 11., 13., 14.3. (20.00 Uhr).

4.3.

Theater „Le indie de qua“, Teatro Stabile, Sterzing, Stadttheater, 20.30 Uhr.

5.3.

Heimspiel der Broncos gegen KHL Sisak, Sterzing, Eishalle, 20.00 Uhr.

6.3.

Weltgebetstag „Kommtbringt eure Last!“, Sterzing, Kapuzinerkirche, 8.30 Uhr.

Seniorentheater „Überholspur“, Freienfeld, Gasthof Burgfrieden, 17.00 Uhr.

Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.30 – 12.30 Uhr.

Vortrag „Alles, was gut tut“, Hildegard Kreiter, Trens, Bibliothek, 19.30 Uhr.

7.3.

Musical „ABBA – Mamma Mia and much more“, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

8.3.

Suppensonntag, Pfarrchor Wiesen, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 10.30 Uhr.

12.3.

Vortrag „Patientenverfügung – die letzten Dinge regeln“, Sterzing, Stadttheater, 19.00 Uhr.

Vortrag „Alter ist keine Krankheit!“, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 19.30 Uhr.

13.3.

Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.30 – 12.30 Uhr.

13.3.

Eröffnungskonzert „A Million Dreams“, Sterzinger Osterspiele, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr

14.3.

Frühjahrskonzert der MK Wiesen, Wiesen, Haus der Dorfgemeinschaft, 20.00 Uhr.

14. und 15.3.

Snowboard Europacup Parallelslalom, Ratschings.

15.3.

Kindertheater „Schneewittchen und die singenden Zwerge“, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.

17.3.

Mau-Mau-Turnier, Zeit schenken, Sterzing, Kolpingheim, 14.00 Uhr

18.3.

Kindertheater „Schneewittchen und die singenden Zwerge“, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.

19.3.

Kindertheater „Schneewittchen und die singenden Zwerge“, Sterzing, Stadttheater,

17.00 Uhr.

Informationsabend „Schütze deine Daten. Schütze dein Geld“, Sterzing, Aula Magna, 18.30 Uhr.

20.3.

Improvisationstheater „4 Adamgelisten“, Stilfes, Vereinshaus, 20.00 Uhr.

Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.30 – 12.30 Uhr.

Offener Kleiderschrank, Mauls, Grundschule, 17.00 Uhr.

21.3.

Lederhosen im Schnee, Ladurns.

Kamishibai „Die Bremer Stadtmusikanten“, Sterzing, Stadtbibliothek, 10.00 Uhr.

Kindertheater „Schneewittchen und die singenden Zwerge“, Sterzing, Stadttheater, 17.00 Uhr.

24.3.

Theater „Das perfekte Geheimnis“, Vigil Raber Ensemble, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

Vortrag „Eine ganz besondere Pilgerschaft“, Justine Markart, Sterzing, Vigil-Raber-Saal, 19.30 Uhr.

26.3.

Theater „Das perfekte Geheimnis“, Vigil Raber Ensemble, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

Büchertreff „Bibis – Bücher für die Allerkleinsten“, Sterzing, Stadtbibliothek, 10.00 Uhr. Alte Kartenspiele neu entdecken und wiederbeleben. Trischettn, Perloggn, Troggn,

Freienfeld, Wirtshaus Lener, 19.00 Uhr. Anmeldung (Whats-App): Bernadette Markart, Tel. 348 7969194.

27.3.

Theater „Das indische Tuch“, Heimatbühne Ridnaun, Ridnaun, Kulturhaus, 20.00 Uhr.

Vortrag „Honig im Kopf! Was in meinem Kopf geschieht, wenn das Vergessen beginnt“, Sterzing, Raiffeisensaal, 19.30 Uhr.

Diggy-Treff, Sterzing, Stadtbibliothek, 9.30 – 12.30 Uhr.

28.3.

Theater „Das perfekte Geheimnis“, Vigil Raber Ensemble, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr. Frühjahrskonzert der MK Mareit, Mareit, Vereinssaal, 20.00 Uhr

Segensfeier für werdende Eltern, Sterzing, Kapuzinerkirche, 16.00 Uhr

29.3.

Theater „Das indische Tuch“, Heimatbühne Ridnaun, Ridnaun, Kulturhaus, 18.00 Uhr.

Theater „Das perfekte Geheimnis“, Vigil Raber Ensemble, Sterzing, Stadttheater, 18.00 Uhr.

30.3.

Musikalische Reise „Oma Sonja“, Ensemble WirkWerk, Sterzing, Stadttheater, 18.00 Uhr.

31.3.

Theater „Das indische Tuch“, Heimatbühne Ridnaun, Ridnaun, Kulturhaus, 20.00 Uhr.

1. – 4.4.

SKIDS – The Snow Festival, Sterzing, Rosskopf.

5.4.

Osterkonzert der Bürgerkapelle Sterzing, Sterzing, Stadttheater, 20.00 Uhr.

Theater „Das indische Tuch“, Heimatbühne Ridnaun, Ridnaun, Kulturhaus, 18.00 Uhr.

6.4.

Konzert „Ubi caritas et amor“, Damenschola der Jesuitenkirche Innsbruck, Sterzing, Heiliggeist-Kirche, 20.00 Uhr. 1.4.

Theater „Das indische Tuch“, Heimatbühne Ridnaun, Ridnaun, Kulturhaus, 18.00 Uhr.

jeden Dienstag

Dem Seniorengemeinderat ist es gelungen, einen Seniorentag am Roßkopf einzuführen: Senioren ab 65 Jahren erhalten jeden Dienstag bis Saisonende eine 50-prozentige Ermäßigung auf eine Berg- und Talfahrt (13,50 Euro).

Filmclub

5.3.: Vita privata (it.), 20.00 Uhr.

6.3.: Altweibersommer (Senioren), 16.00 Uhr.

6.3.: Sorry, Baby!, 20.00 Uhr.

12.3.: I colori del tempo (it.), 20.00 Uhr.

13.3.: Sentimental Value, 20.00 Uhr.

20.3.: Checker Tobi 3 (Kinder), 16.30 Uhr.

Sprechstunde

Sprechstunde der Volksanwältin in der Außenstelle des Landwirtschaftsinspektorates, Bahnhofstr. 2 in Sterzing, am Freitag, 27. März 2026 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Voranmeldung notwendig unter Tel. 0471 946020.

Märkte

5., 20.3.: Brennermarkt.

24.3.: Markt in Sterzing.

28.3.: Ostermarkt, Stadtplatz.

31.3.: Sterzlmarkt, Stadtplatz.

Ausstellungen

Bis 27.3.

„Kein Tag ohne Liebe“, Paul Volgger, Sterzing, LURX.

Dauerausstellung

„Die Kathedrale in der Wüste“, Franzensfeste, Festung.

Beginndes

Dauerausstellung

„Eingebunkert. Bunker in Südtirol“, Franzensfeste, Festung. 13.3. – 5.4.

„40 Jahre Osterspiele“, Sterzing, Stadttheater, jeweils 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn sowie Di und Fr 10.00 – 12.00 Uhr.

Nähere Infos für WERBESCHALTUNGEN bei Barbara Fontana

INFOS:

Tel. 0472 766876, barbara.fontana@ dererker.it

65 Jahre Organistendienst

Am 7. Februar wurde im Rahmen der Jahresversammlung des Verbandes der Südtiroler Kirchenchöre Franz Seeber aus Ratschings für seine mehr als 65-jährige Tätigkeit als Organist ein besonderer Dank ausgesprochen.

Nach der feierlichen Messe mit Bischof Ivo Muser im Brixner Dom, die vom Stiftschor Neustift musikalisch gestaltet wurde, fand in der Cusanus-Akademie in Brixen die Versammlung mit Ehrungen verdienter Kirchenmusiker statt. Gemeinsam mit dem Organisten Larone Chizzali aus St. Martin in Thurn und dem Chorleiter Ägidius Überbacher aus Raas wurde Franz Seeber mit der Diözesanmedaille ausgezeichnet – einer besonderen Würdigung für langjährigen, treuen Dienst im Zeichen der Kirchenmusik.

Franz Seeber wurde im Mai 1946 in Ratschings geboren, nur wenige Meter von der Pfarrkirche entfernt. Die Kirchenmusik liegt ihm gewissermaßen im Blut: Bereits sein Urgroßvater David Seeber und sein Ururgroßvater Josef Seeber waren Organisten. Ein Harmonium im Elternhaus bot dem jungen Franz die ersten musikalischen Erfahrungen.

Präfation bis zum Segen. Franz musste daher alle Tonarten sicher beherrschen, denn es war stets eine Überraschung, in welchem Ton der Priester seine Gesänge anstimmte. Ein Aushilfspfarrer meinte einmal anerkennend:

„Na, dass i den Organischt nit draus bring, des gib’s jo net – der hot olm in richtigen Ton glei gfunden.“

rat nicht mehr mitsingen durften, löste sich der Chor allmählich auf.

sich: „Am Dreikönigstag habe ich mit dem Orgelunterricht begonnen und am Ostermontag das erste Mal bei der heiligen Messe mehrmals das Lied ‚Lobt froh den Herrn‘ zum Besten gegeben.“ Zur Harmonielehre ging er nach Brixen zum damaligen Domorga nisten Prof. Frontull. Dort war intensives Üben gefragt: Täglich musste mindestens eine Seite er arbeitet werden. Dennoch, so er zählt Franz schmunzelnd, sei ihm als „Ratschinger Bua“ in Brixen bisweilen „derweilung“ gewesen. Damals war es üblich, den Pfarrer während der gesamten Messe an der Orgel zu begleiten, von den lateinischen Antworten vor der

Erfolgreiche Hahnübergabe in Pfitsch

Der „Wirts-Franz“ vom Hotel „Seeber“ war nicht nur Organist, sondern auch einige Jahre Chorleiter des damaligen gemischten Kirchenchores. Als zu Beginn der 1980er Jahre viele Chorfrauen nach ihrer Hei-

Auch in der Musikkapelle Ratschings war Franz Seeber über Jahrzehnte aktiv: Zunächst spielte er die dritte Klarinette, wechselte später zum Euphonium und schließlich für viele Jahre zur Tuba. Insgesamt war er 58 Jahre aktives Mitglied der Kapelle und zeitweise auch deren Obmann. Bis heute spielt Franz Seeber an nahezu jedem Sonn- und Festtag die Orgel in seiner Heimatpfarre. Die Pfarrgemeinde weiß dieses außergewöhnliche Engagement sehr zu schätzen und hofft, noch lange von seinem ausgezeichneten und einfühlsamen Spiel begleitet zu werden.

Wos isch des wella Lauser?

Inser lieber Papi schaug fun Erker außer. Aus wellan Grund? Sell sogmer enk glei: Mir hobn khop a groaße Feierei. Zu dein 60. Geburtstog wünschn mir dir is Ollerbeste.

Deine Familie

Michael Tötsch durfte am 25.01.2026 sein neues Oberhaupt im Hühnerstall willkommen heißen. Wir gratulieren von ganzem Herzen. Wir wünschen ihnen (Michl und Hahn) und ihrer Hühnerschar viel Freude und Erfolg bei der Zucht vieler Hähne.

LG Deine Freundesgruppe

Zu feiern gib‘s an Grund, 60 Johr weard dor Dapunt. A wenn er isch in Pension, fu dor Orbeit kimp er nit dorfun. Kam kimp di Summerzeit, weard außer getun is Moto, weil sell isch olm no sein greaschte Freid. Afs Feschtl tian miar ins schun freidn, weil sell weard ins olle in Erinnerung bleibm. OLLS OLLS GUATE!

Deine Lisi

Manuel mit Nadia, Emmi und Linda Sabrina mit Manuel und Samuel

»wia tuat's an?«

Mitarbeiterehrung im Gassenhof –Danke für Engagement und Einsatz

Familie Volgger hat kürzlich mehrere langjährige Mitarbeitende für ihr außerordentliches Engagement ausgezeichnet. Die Geehrten sind seit vielen Jahren Teil unserer Familie und haben mit Leidenschaft, Teamgeist und Verlässlichkeit maßgeblich zum Erfolg des Hauses beigetragen. Die Ehrung fand im Rahmen einer internen Feierstunde statt.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre voller Zusammenarbeit, Gastfreundschaft und Spitzenleistung.

Danke!

36 Jahre Urban
12 Jahre Brigitte und Traudl
10 Jahre Monika, 12 Jahre Edeltraud, 22 Jahre Evi, 20 Jahre Anni

Unvergessen!

Und immer sind da Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder und Augenblicke. Sie werden uns an dich erinnern, uns glücklich und traurig machen und dich nie vergessen lassen.

Was du für uns gewesen, das wissen wir allein.

Hab‘ Dank für deine Liebe, du wirst uns unvergessen sein.

Es war zu früh, dass du gehen musstest.

Zu früh!

16. Jahrestag Jonas Ossanna

Ganz besonders denken wir an dich bei der hl.

Messe am Sonntag, den 22. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Wiesen.

In Liebe deine Familie

2. Jahrestag

In liebevoller Erinnerung denken wir an dich ganz besonders am Sonntag, den 8. März um 10.00 Uhr bei der hl. Messe in der Pfarrkirche von Mareit.

In Liebe deine Familie

19. Jahrestag

19. Jahrestag

Alfred Prieth

Alfred Prieth

Wir feiern die Jahrestagsmesse am Sonntag, den 15. März um 9.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß.

Wir feiern die Jahrestagsmesse am Sonntag, den 15. März um 9.15 Uhr in der Pfarrkirche von Gossensaß.

Danke allen, die daran teilnehmen und Alfred in guter Erinnerung behalten.

Danke allen, die daran teilnehmen und Alfred in guter Erinnerung behalten.

In Liebe deine Familie

In Liebe deine Familie

wir gehen nicht mehr wie früher die wegie sind anders und derwald mit dem ich spielte alslkind ist nicht mehr w·ederzuerkennen wir gehen nicht mehr wie früher dle wegie sind andere

Erinnerungen an schöne Tage und die Gedanken an die gemeinsame Zeit tragen ein Lächeln in unsere Trauer und jedes Lächeln verbindet uns mit dir.

Erinnerungen schöne Tage und die Zeit ein Lächeln unsere Trauer und jedes Lächeln verbindet mit dir.

Peter Obex

* 2. Februar 1968 † 14. Jänner 2026

Danke an alle, die uns in der schweren Zeit des Abschieds mit tröstenden Worten und Beistand begleitet haben.

Danke für die vielen Blumen und Kerzen.

Danke für die zahlreiche Teilnahme an den Rosenkränzen und auf seinem letzten Weg.

Danke an Pfarrer Thomas Stürz, den Kirchenchor, Werner sowie alle, die zur würdevollen Gestaltung der Trauerfeier beigetragen haben.

Ein ganz besonderer Dank gilt Hausärztin Dr. Esther Niederwieser sowie dem Weißen Kreuz und dem Notarzt.

In stiller Dankbarkeit deine Geschwister

Die Spur deiner Liebe, die Spur deiner Worte, die schönen Erinnerungen, niemand kann sie uns nehmen, sie sind Geschenke für uns.

Thomas Niedrist

22.08.1966- 09.03, 1996

10. Jahrestag Maria Plank geb. Gander † 04.03.2016

Ganz besonders gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 8. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Allen, die an der Gedächtnismesse teilnehmen und sich mit uns an unsere Midl erinnern, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe deine Familie

Wir denken an dich ganz besonders am 8. März um 10.00 Uhr in de Pfarrkirche von Sterzingi

Deine Geschwister mit Familien und Gr ti

30 Jahre ohne dich

Im Himmel haben wir Engel. Auf der Erde unsere Erinnerungen. Uns verbindet die Liebe.

6. Jahrestag

Lisa Leitner

* 02.12.2014

† 02.04.2020

In Liebe gedenken wir deiner am Ostersonntag, den 5. April um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Deine Lieben

Gottlieb Wieser

Danke

für die tröstenden Worte und stillen Umarmungen, für die vielen Kerzen, Blumen und Spenden sowie für die Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Trauerfeier. Danke an alle, die unseren lieben Gottlieb in liebevoller Erinnerung behalten.

Die Trauerfamilie wie viele ihn schätzten.

Liebe Juli,

überall sind Spuren deines Lebens.

Gedanken, Augenblicke und Gefühle, sie werden uns immer an dich erinnern.

Wir vermissen dich sehr.

Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und Trost für alle.

Johanna Plattner

* 24.12.1943. † 04.02.2026

Es tut weh, einen geliebten Menschen zu verlieren. Es gibt uns aber Trost zu wissen, dass so viele Menschen unsere Mama gern hatten.

DANKE

für jedes tröstende Wort, gesprochen oder geschrieben, für jeden Händedruck und jede Umarmung, wenn Worte fehlten, für die vielen Kerzen, Blumen und Spenden, für die zahlreiche Teilnahme an den Rosenkränzen und an der Beerdigung, unserem Diakon Roman Aukenthaler für die würdevolle Gestaltung der Trauerfeier, dem Kirchenchor, den Vorbetern, den Mesnern und Ministranten und all jenen, die irgendeinen Dienst geleistet haben. Allen, die unsere Mama in lieber Erinnerung behalten, ein aufrichtiges Vergelt’s Gott.

Sonya, Anita und Karin mit Familien

1. Jahrestag

In Liebe und Dankbarkeit denken wir an dich beim Gedächtnisgottesdienst am Samstag, den 14. März um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Deine Familie es hat seinen Platz immer bei uns.

Vor 17 Jahren bist du von uns gegangen, in unseren Herzen bist du jedoch geblieben.

17. Jahrestag

Juliane Nutzinger geb. Leitner

* 4. März 1951 † 27. März 2009

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, den 22. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing. Wir danken allen, die daran teilnehmen und unsere Juli in lieber Erinnerung behalten.

In Liebe dein Dietmar und die Geschwister mit Familien

1. Jahrestag

Adolf Aukenthaler „Hof Adolf“ ehemaliger Förster * 16.04.1941 † 12.03.2025

In Erinnerung gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 15. März um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Innerpflersch.

Allen, die daran teilnehmen, ein aufrichtiges Vergelt‘s Gott.

Deine Angehörigen

Gute Menschen gleichen Sternen, sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.

Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah. Die Trauer hört niemals auf, sie ist ein Teil unseres Lebens. Sie verändert sich und wir ändern uns mit ihr.

Unser Vater war ein ganz besonderer Mensch, der nun vom Himmel aus auf uns aufpasst.

Tate, du fehlst!

20. Jahrestag Annelies Walter

20 Jahre ohne dich.

Wir denken besonders an dich, liebe Mami, bei der hl. Messe am Sonntag, den 8. März um 8.30 Uhr in der Kirche von Untertelfes.

Deine Familie

21. Jahrestag Max Kofler

Wir denken an dich voll Dankbarkeit und Liebe am Sonntag, den 15. März beim Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.

Allen, die daran teilnehmen und dich in lieber Erinnerung behalten, ein herzliches Vergelt’s Gott.

Deine Kinder mit Familie

ec(isJahreofin dich - eineL e1·e,ie 6CtiGt. e fü :Jahre~· u hen tut h 'TYotim 'U11verä11~rff ften. edi :JalireJt'uden-11j l ~rfmurw1 . zi'8Ceicfzsdimera_tmuf ~ät]t. Sechsjahr di um l tir.n, das dein'1l6wesen(uit1Uf wenwerwirJ: 1LJufefifst U11 ,

Manchmal bist du in unseren Träumen, oft in unseren Gedanken, immer in unserer Mitte, für ewig in unseren Herzen.

Und jetzt bist du ein Stern am Himmel.

2. Jahrestag Ida Obex geb. Sparber

Kochbichl-Ida

* 25.06.1936 † 24.03.2024

Ganz besonders denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 22. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.

Danke allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten.

In Liebe Deine Familie

Bernhard Kofler

Voll Dankbarkeit gedenken wir deiner bei der hl. Messe am Sonntag, den 15. März beim Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.

Vergelt’s Gott allen, die daran teilnehmen und für dich beten.

Deine Lieben

6. Jahrestag Susanna Larch Prünster „ 12. August. 1966 t 26. März 2020

In Liebe denken wir an dich bei der hl. M~sse am Sonntag, den 29. Marzum 10.00 Uhr in der Pfamcil'Chevon Sterzing.

•1f1Li..'k ~in· 'Famifi· dtitJ.: '.ltiurt~T dcitu: g„.s..--lm;,sr.-r

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken.

6. Jahrestag

Rosa Moser

* 16.11.1971 † 17.03.2020

Zum sechsten Mal jährt sich der traurige Tag, an dem du von uns gegangen bist.

Ganz besonders denken wir an dich bei der hl. Messe am Sonntag, den 15. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Ein großer Dank gilt all jenen, die daran teilnehmen und dich stets in lieber Erinnerung behalten.

Deine Lieben

Schöne Erinnerungen und die Gedanken  an die gemeinsame Zeit  zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht und jedes Lächeln verbindet uns mit dir Du hast ein gutes Herz besessen, nun ruht es still, doch un vergessen.

18. Jahrestag

D tehl t md \ ·.' nnis en dich jed~n Tag.

Josef Öttl

* 18.02.1939 † 27.02.2008

Ganz besonders denken wir an dich, lieber Tatte, am Sonntag, den 8. März um 9.00 Uhr in der Pfarrkirche von Pflersch.

Allen, die daran teilnehmen, für dich beten oder im Stillen an dich denken, ein herzliches Vergelt’s Gott.

In Liebe und Dankbarkeit deine Kinder mit Familien, ganz besonders deine Enkel Lukas und Julia Wir vermissen dich!

fOrfede~ndung filr cle lr6stenidenWoftaundGedanken fürJedeUmarmungundjedenHändedruck fürdievielenBlumen,Kerzen,SpendooundMessen fürdieza lredle li lnabmeamTraue,goltesdiensl ulldandenRosenranzen

„ an Simonfür ·ewürde-volleGestattungdesTrauergottesdienstes darVorbet.erinu~ delTIKircherichorWies~n derAbonfnu~dasHaru:lwertervedlandesWipptal jedeml:irllelnen,derunserenliebenPaulin Erinnerungbehalt

DieTr.11.ted~~

11. Jahrestag

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.

Wir gedenken seiner beim Gedächtnisgottesdienst am Sonntag, den 15. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Sterzing.

Herzlichen Dank!

Rosa

Vanessa mit Alexander und Cataleya Sophie

Erinnerungen sind wie Sterne in der Nacht, sie funkeln hell in unserem Herzen.

11. Jahrestag

Helmuth Mair

In Liebe gedenken wir deiner ganz besonders bei der hl. Messe am Freitag, den 6. März um 8.30 Uhr in der Kapuzinerkirche in Sterzing.

Du fehlst uns unendlich!

Deine Familie

11° anniversario

Ciò che si possiede nel profondo del cuore non si perde con la morte.

La messa in ricordo verrà celebrata domenica 15 marzo alle ore 10.00 nella chiesa parrocchiale di Vipiteno. Grazie!

Rosa Vanessa con Alexander e Cataleya Sophie

Ein Teil unseres Lebens ist unsterblich –er findet sich im Herzen derer wieder, die uns lieben.

gingst du von deinen Lieben fort. Hab tausend Dank für deine Müh, vergessen werden wir dich nie.

Johanna Wwe. Frei geb. Markart

Rigger-Hanne

* 01.03.1936 † 15.02.2026

Wir danken allen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden fühlten und ihre Anteilnahme auf so vielfältige Weise zum Ausdruck brachten.

Die Trauerfamilie

Der hl. Josef

Schutzpatron der Kirche, Arbeiter und Handwerker sowie Landespatron

Vom hl. Josef gibt es viele Darstellungen: allein mit dem Jesukind auf dem Arm und eine Lilie in der Hand, als Zimmermann, im Zusammenhang mit der hl. Familie oder mit dem Weihnachtsgeheimnis.

In früheren Zeiten war der Name Josef ein sehr beliebter Taufname, heutzutage kommt er wohl sehr selten vor. Ich selbst bin sehr dankbar, dass meine Eltern für mich diesen Namen ausgesucht haben. So ist der hl. Josef für mich Ansporn und Vorbild für mein Leben geworden: Er war ein Mann des Hörens und des Glaubens, ein Mann der Tat und der Hüter der hl. Familie – drei Stichworte, die auch für unsere Zeit von großer Aktualität sind.

Ein Mann des Hörens und des Glaubens: Sein Leben war gekennzeichnet vom Hören auf die innere Stimme und vom Ringen um den Willen Gottes. Dreimal wird ihm im Traum offenbart, was er tun soll. In uns vertrauten Worten wird geschildert, wie ihm durch einen Engel offenbart wird, er solle keine Bedenken haben, seine Verlobte Maria, die ein Kind erwartet, als Frau zu nehmen. Was wird wohl in ihm vorgegangen sein? Schlaflose Nächte, Zweifel, Bedenken, Unklarheiten. Am Ende heißt es schlicht und einfach: Er tat, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.

Ein Mann der Tat: Was den hl. Josef auszeichnet und was mich an ihm fasziniert, ist, dass er getan hat, was er als Willen Gottes erkannt hat. Rein menschlich war wohl auch für ihn so manches nicht einleuchtend. Aber im festen Vertrauen auf Gott und in der festen Überzeugung, dass es Gottes Wille ist, hat er seinen Mann gestellt: Er hat seine Verlobte, die ein Kind erwartet, nicht im Stich gelassen. Er ist zu ihr gestanden und ihr in den verschiedenen Situationen beigestanden: Auf dem beschwerlichen Weg nach Betlehem, auf der Flucht nach Ägypten und zurück, in Nazareth, wo er als Zimmermann für die Familie gesorgt hat. Er war nicht ein Mann der vielen Worte, sondern ein Mann der Tat. Aus seinem Munde ist kein einziges Wort in der hl. Schrift überliefert – wohl aber, was er getan hat.

Die schönsten Momente im Leben sind die, bei denen man lächeln muss, wenn man sich zurückerinnert. Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren. Das Leben ist begrenzt, doch die Erinnerung unendlich ...

Wir halten dich in unserem Herzen fest, besonders am Sonntag, den 15. März um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche von Mareit.

Danke allen, die daran teilnehmen und dich in Erinnerung behalten.

Deine Familie  Peter Sparber Wurzer-Peatr

* 22.12.1956 † 17.03.2024

Hüter der hl. Familie und von Jesus in ihrer Mitte: Der hl. Josef wird als Pflegevater Jesu bezeichnet und als solcher hat er für die Familie gesorgt und Jesus in das religiöse jüdische Leben eingeführt. Für ihn muss es wohl auch ein großes Geschenk gewesen sein: Jesus als den Gottessohn in seiner Mitte zu haben. Bis zum öffentlichen Auftreten war Josef und Maria mit ihm zusammen. Bei der Wallfahrt nach Jerusalem mit dem zwölfjährigen Jesus wird der hl. Josef das letzte Mal erwähnt.

Josef Gschnitzer, Seelsorger

Pfiffikus

Pfiffikus sucht unseren Olympioniken. Wer den genauen Standort kennt, schreibt unter dem Kennwort „Wipptaler Pfiffikus“ an den Erker Neustadt 20 A, 39049 Sterzing (E-Mail info@ dererker.it). Adresse nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 20. März. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen; an der Verlosung können nur schriftliche Einsendungen teilnehmen.

Auflösung des Vormonats: Der letzte Pfiffikus war nicht leicht zu knacken: Am 5. Jänner war der Biomüll-Container in der Mühlgasse in der Nähe vom City-Center Schauplatz einer schändlichen illegalen Müllablagerung. Rund 40 bis 50 vollgestopfte Papiersäcke wurden einfach um den Container gestapelt, was eigentlich strengstens verboten wäre. Wenn eine Sammelstelle voll ist, darf man Müll nicht einfach liegen lassen und wild deponieren. Seit Oktober 2025 ist die Klappe zum Öffnen des Behälters zwar defekt und nicht mehr vorhanden, doch auch das ist kein Grund, Müllsäcke davor abzulegen. Am darauffolgenden Tag musste ein Gemeindearbeiter den „Biomüll-Christbaum“ abbauen, fachgerecht entsorgen und die Anlage säubern. Diese Schandtat einiger Schmierfinke haben dennoch einige aufmerksame Pfiffikusse bemerkt.

Das Los bestimmte EVA MARIA HALLER aus Stange zum Pfiffikus des Monats Februar. Die Gewinnerin erhält einen Warengutschein im Wert von 25 Euro, einzulösen bei und zur Verfügung gestellt von

Der Gutschein kann in der Redaktion zu Bürozeiten abgeholt werden.

AUFLÖSUNGEN

DES VORMONATS

LÖSUNG: GREASCHTL

Nach bekannten Sudoku-Regeln muss ein Quadrat aus 9 x 9 Kästchen ausgefüllt werden – hier allerdings mit den vorgegebenen Buchstaben. Das ERKOKU muss so vervollständigt werden, dass in allen Zeilen, Spalten und Blöcken jeder Buchstabe genau einmal auftritt. In der Diagonale von oben links nach unten rechts erscheint dann das Lösungswort (= Bewohner von Pontigl).

FOLGENDE BUCHSTABEN WERDEN VORGEGEBEN:

LÖSUNG: WINTERSPIELE

DAS WIPPTAL-RÄTSEL

verwendet umgangssprachliche, dialektale Begriffe, die im Wipptal weit verbreitet sind. Sie werden mit (wipp) für wipptalerisch oder umgekehrt mit (dt) für deutsche Hochsprache gekennzeichnet, z. B.: Ei (wipp) = Goggele, ingaling (dt) = bald

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Der

Monatszeitschrift für das südliche Wipptal

Iatz isch schun der zwoate Munat vi den huirign Johr ummer. Und mir kimp vir, es geaht olleweil schneller, dass nit lei die Toge, na gonze Wochn und frisch Munate dervun lafn. In Winter isch‘s sischt holt olm asou, dass man die meahrigschte Weil nit recht vin Haus geaht, weil’s holt difoure decht kolt isch und oft a schlutzig sein kannt.

Wenn i noar jede Woche ‘s Sunntigblattl und, bis der nuie kimp, in Erker ausgilesn hon, noar hon i olm nou in Fernsecher. Und dert isch demol ’s gonze Munat de Ollimpiade zi schaugn giwesn. Iatz, wenn man durchaus und olls ungschaugg hatt, noar wurn die Augn woll sou longsum viereggat wordn sein. Ober, wenn man olleweil wieder amol eingscholtn hot, isches sogor fir mi ob und zue gonz intressant giwesn.

Iatz gonz des reasche Schifohrn oder ba sella Steckn dummedumm hin und her hot man sischt a schun oft gsechn. De Longlafer mit die Giwehrder afn Buggl hon i a gschaugg, weil des isch jo ba ins in Lond ogholtn wordn und a poor Londsleit sein do jo a mitgirennt. Afn Eis seinse a girennt, hobm Hockei gschpielt oder ondre hobm zin a Musig gitonzt und gorawie die Griete gschpreizt. Hetzig, ober longweilig isch sell giwesn ba de, wos sella Bochkugln mit Hebl ungschupft hobm und des Eis earscht nou selber mit an Beesile okehrn gemießt hobm. As wenn se amearn zi putzn nit derweil ghobb hattn. Iatz isch ober der gonze Zauber ummer und vorbei. Viele hobm sich gfreit, ondre hobm gireart vi Loade. Wieder ondre muenen, zrugg bleibm die Spesn fir de gonzn Templ. Gleich isch’s!

GEBURTEN

Brenner: Raifa Islam (08.01.2026, Brixen).

Freienfeld: Lya Amara Zitturi (07.01.2026, Brixen). Adam Amchichou (30.01.2026, Brixen).

Ratschings: Lea Rainer (03.01.2026, Brixen). Matthias Baur (10.01.2026, Brixen). Arnold Haller (14.01.2026, Brixen). Benjamin Mair (24.01.2026, Brixen). Pia Gasparini (28.01.2026, Bozen). Aurora Shtini (31.01.2026, Brixen). Sterzing: Leo Schölzhorn (05.12.2025, Brixen). Diamond Guerra (01.01.2026, Brixen). Dejon Halilaj (12.01.2026, Brixen). Luisa Steiner (16.01.2026, Brixen). Malik Berisha (16.01.2026, Brixen). Laura Ralser (18.01.2026, Brixen). Cataleya Sophie Seehauser (26.01.2026, Brixen). Amina Sabic (27.01.2026, Brixen). Tobias Markart (27.01.2026, Brixen).

TODESFÄLLE

Franzensfeste: Rosa Peduto, 89 (30.12.2025, Capaccio Paestum). Ferdinand Strickner, 88 (01.01.2026, Franzensfeste). Pfitsch: Elisabeth Holzer, 79 (04.01.2026, Brixen). Gottlieb Wieser, 63 (08.01.2026, Bozen). Cosimo Pepe, 43 (10.01.2026, Ratschings). Ida Plattner, 93 (16.01.2026, Sterzing). Angiolino Rossetto, 83 (20.01.2026, Brixen). Ratschings: Rudolf Kruselburger, 61 (02.01.2026, Sterzing). Paula Mair, 78 (09.01.2026, Sterzing). Peter Obex, 57 (14.01.2026, Ratschings). Hans-Paul Holzmann, 70 (16.01.2026, Bruneck). Roberta De Mattia, 62 (18.01.2026, Ratschings). Josef Kinzner, 85 (20.01.2026, Ratschings).

Sterzing: Ledi Turra Rebuzzi, 80 (02.01.2026, Sterzing). Sergio Spoladore, 90 (04.01.2026, Sterzing). Erika Spreng, 82 (05.01.2026,

Sterzing). Johanna Aichholzer, 97 (10.01.2026, Sterzing).

EHESCHLIESSUNGEN

Ratschings: Beatrice Altmann und Peter Volgger (30.01.2026, Ratschings).

BAUGENEHMIGUNGEN

Brenner: Fabian Polig, Pflersch 31: Sanierung, Wiedergewinnung, energetische Sanierung und Austausch der Fenster und Türen, Erneuerung der Heizanlage, Bau von Parkplätzen und Errichtung einer Terrasse, Bp.222, K.G. Gossensaß. Enotria Sas di Teboni Marco, St. Valentinstraße 9: Komplette Renovierung und Erweiterung des Gebäudes, versch.Bp., K.G. Brenner. Freienfeld: Philipp Forer, Mauls 50: Bauliche Umgestaltung und Ausbau des Stadels beim „Sonterhof“, Bp.87, K.G. Mauls.

Ratschings: Peter Braunhofer, Ridnaun: Neufassung einer Quelle und Bau der Leitung für die Trinkwasserversorgung der „Unteren Gewingesalm“, versch.Gp., K.G. Ridnaun. Markus Unterholzner, Ridnaun, Maiern: Errichtung eines Wohngebäudes mit Garagen, versch. Gp., K.G. Ridnaun. Ulrich Brunner, Schneeberg Hotels KG. d. Kruselburger Verwaltung GmbH, Ridnaun, Maiern: Verlegung durch Abbruch und Wiederaufbau der Garagen, Bp.475, Gp.1376/4, K.G. Ridnaun. Sterzing: Georg Gschliesser, Deutschhausstraße 14: Abbruch und Wiederaufbau mit Erweiterung des Gebäudes, Bp.546, Gp.259/6, K.G. Sterzing.

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Vor hundert Jahren ...

1926

Zusammengestellt von Karl-Heinz Sparber

02.03.1926

Vipiteno Sterzing

Faschingsschluß und anderes. Wie alles vergängliche, so hat auch für heuer der lustige Fasching ein Ende gefunden und der ernsthaften

und nüchternen Fastenzeit Platz gemacht. Die Tänzer sind auf den verschiedenen Bällen wieder voll auf ihre Rechnung gekommen. Die größeren Bälle wurden im Hotel „Rose“ und Hotel „Stötter“ abgehalten. Einer der schönsten Bälle war immer der Trachtenball, arrangiert vom Gesangverein. Leider konnte derselbe heuer nicht abgehalten werden. Den Schlußball hielt am Faschingsdienstag im Hotel „Rose“ die Bürgermusikkapelle von Vipiteno, welcher sehr gut besucht war; der Saal war geradezu überfüllt. Am Nachmittag zog die Musik in ulkiger Kostümierung in zwei Abteilungen, welche sich dann vereinigten, durch die Straßen der Stadt und erregte die Lachmuskeln aller Zuschauer. Nun ist die ernste Fastenzeit herangerückt und glücklich derjenige, welcher sich nicht am Aschermittwoch mit Geldbeutelwaschen befassen mußte. Die Faste wird noch deshalb ernster, weil hier von Jesuitenpatern vom 19. März an eine zehntägige Volksmission abgehalten wird. Alpenzeitung

03.03.1926

Vipiteno Sterzing

Neubenennung der Straßen und Gassen. Schon im letzten Jahre wurde die Neubenennung derselben durch Anbringung von Holztäfelchen vorgenommen. Der Stadtplatz wurde mit Piazza Mitra bezeichnet. Warum Piazza Mitra? Im Jahre 1589 wurde hoch ober Mules (Mauls)

ein Mithras-Relief gefunden, welches 1797 nach Innsbruck und später nach Wien geliefert wurde. Dieses Relief wurde 1921 von der italienischen Regierung in Besitz genommen und 1925 in Vipiteno auf dem Platze, wo früher das Kaiser-Monument stand, zwischen vier Lindenbäumchen aufgestellt. (…) Auf dem Piazza Mitra münden vier Straßen: 1. Vom Norden Via Principe Umberto (Altstadt) mit den Nebengassen: Via Gstreinturm, Via del Ponte. 2. Vom Süden: Via Vittorio Emanuele III. (Neustadt), in welche Straßen einmünden: Via Schwalbenegg, Via Palazzo Municipale (Rathausgasse), Via Hilpold, Via della stazione (Bahnhofstraße), Via Freundsberg, Via del giovo (Jaufenstraße), Via dei Cappuzzini (Kapuzinergasse). Die Fortsetzung nach Süden bildet Via Gänsbacher. 3. Von Südosten her mündet in Piazza Mitra Via Geitzkofler und 4. Vom Westen Via della Torre (Turmstraße).

Alpenzeitung

22.03.1926

Bau des großen Elektrizitätswerkes im Pfitschertale

Sterzing, 17. März. Mit dem Bau des großen Elektrizitätswerkes im Pfitschertale wurde nun unter der Leitung des Ing. Bandoni begonnen. Hinter dem Dorfe Wiesen sind vorläufig 300 Arbeiter mit der Aushebung des Kanales für den Pfitscherbach, mit der Schaffung des Fundamentes für die Zentrale mit dem Bau der Baracken und dem Bau der Straße vom Dorf Wiesen bis zur künftigen Zentrale beschäftigt. In zwei Wochen beginnt die Bohrung des Stollens durch den ungeheuren Weißspitzstock.

Salzburger Wacht

25.03.1926

Pfarrer Franz Meixner gestorben

Pfarrer Meixner von Telfes bei Sterzing wurde Montag, den 22. des Monats begraben. Er war 1869 in Vomp geboren. Als Kooperator diente er in Nassereith und Tarrenz, Münster, St. Nikolaus und Sterzing. Am 22. Mai 1901 übernahm er die Bergpfarrei Telfes bei Sterzing, wo er im Pfarrhof eine kleine, aber viel und gern besuchte Wirtschaft führte. Pfarrer Meixner war ein

tüchtiger Mann, ein vorzüglicher Sänger und ein fröhlicher Gesellschafter. Namentlich verstand er es, sich in die Anschauungen und Interessen seiner Bauern einzufühlen. Er war ein eifriger Förderer der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und besonders auf dem Gebiete der Viehzucht sehr erfahren und tätig. Das allgemeine Vertrauen der Landbevölkerung berief ihn als Abgeordneten in den Reichsrat, dem er bis zum Umsturz angehörte. Das Schicksal des Vaterlandes Tirol ging ihm tief zu Herzen. Am 4. Februar 1920 befiel ihn gelegentlich eines Versehganges eine tückische Kopfgrippe, die zu fortschreitenden Lähmungen führte und ihn zu jahrelanger Untätigkeit verurteilte. Sein Zustand war ein wahrhaft beklagenswerter. Wer ihn seit Jahren nicht mehr gesehen, dem kamen die Tränen ins Auge bei dieser Armseligkeit. Donnerstag hat ihn der Tod erlöst. (Er war 25 Jahre Pfarrer von Telfes (1901 - 1926), Abgeordneter im Wiener Reichsrat (1911 - 1919) und seit 1916 Ehrenbürger von Telfes.

Allgemeiner Tiroler Anzeiger

29.03.1926

Verstärkung der südtirolischen Garnisonen

In Südtirol sind in der letzten Zeit bedeutende Verstärkungen der Garnisonen erfolgt. In der Nähe vom Brennerpaß, ganz nahe an der österreichischen Grenze, wird eine Kaserne für ein Bataillon Alpenjäger errichtet. Auch Sterzing soll eine starke Garnison mit schwerer Artillerie und Fliegern erhalten. Südlich des Reschenscheideck bei Graun wird ebenfalls ein Lager für Finanzwache und Alpenjäger errichtet. Die Stärke der gegenwärtig in Deutsch-Südtirol garnisonierenden Truppen kann mit 20.000 Mann angenommen werden. Dazu kommen noch die faschistischen Formationen. Für den Frühsommer sind größere Übungen an der Österreichischen Grenze vorgesehen.

Salzburger Volksblatt

Pfarrer Franz Meixner (1869 - 1926)
Das Hotel Rose in Sterzing um 1930

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