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Magazin Gartenschätze 2009

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Karin und Christian Calovini, Rosenproduktion, Völs Martina und Barbara Falch, Balkonkistengestaltung, Flirsch Elisabeth und Hannes Kerschdorfer, Schwimmteichgestaltung, Stumm i. Z. Ruth Lungner und Christian Jägerbauer, Gemüse- und Kräuterproduktion, Innsbruck Eduard und Christian Leo, Balkonpflanzenproduktion, Schwaz Markus und Reinhard Jäger, Kübel- und Balkonpflanzenproduktion, Thaur Sabine und Peter Sax, Schnittgrün- und Balkonpflanzenproduktion, Völs

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Bundesgärten Innsbruck, Hofgarten und Schlosspark Ambras Natascha und Josef Norz, Balkonpflanzenproduktion, Haiming – Ötztal-Bhf. Rosi und Christian Oppl, Gartengestaltung, Imst Barbara und Erwin Seidemann, Balkonpflanzenproduktion, Völs Ulrike Gruber, Gärtnerei Peer, Schnitt- und Balkonpflanzenproduktion, Völs Susanne und Helmut Kröll, Balkonpflanzenproduktion, Mayrhofen Radieschenfest, Kuisa09, „Qualität Tirol“ Gärtnerei des Jahres

IMPRESSUM: „Gartenschätze“, April 2009 • Medieninhaber und Verleger: Agrarmarketing Tirol, Brixner Straße 1/5, 6020 Innsbruck, www.AMTirol.at, Tel. 0512/575701 • Druck: Niederösterreichisches Pressehaus • Produktion: Zielgruppen Verlag GmbH, Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck, redaktion@zielgruppen­verlag.at • ­Redaktion: Julia Brugger, Daniel Naschberger • Fotos: Michael Rathmayr, Gerhard Berger, AMTirol, S. 8 li. Fotoarchiv Cicero, S. 14 li. o. LK Tirol, S. 22 li. o. Nova Photo, S. 24 li. o. Psenner, Nemesia Karoo Blue • Grafik: Karin Hollenstein


Tiroler Blumenpracht – Ihr Vorteil liegt so nah

Wichtiger Arbeitgeber – der Tiroler Gartenbau

Beet- und Balkonblumen aus heimischen Gärtnereien haben die Nase vorn. Die Blumen sind optimal an unser Klima angepasst, sind abgehärtet und widerstandsfähig. Dadurch erleiden sie beim Auspflanzen keinen Schock – und das ist wichtig für einen guten Start. Die kurzen Transportwege gewährleisten Frische und damit eine gute Haltbarkeit der Pflanzen. Daraus ergibt sich in Summe ein klarer Startvorteil für die Pflanzen aus heimischen Gärtnereien.

Die Tiroler Gärtner sind bedeutende Unternehmer im ländlichen Raum und schaffen qualifizierte Arbeitsplätze. Beeindruckend sind allein die Lehrlingszahlen – derzeit werden über 100 Lehrlinge von den Tiroler Gärtnern ausgebildet. Die jungen Gärtner erlernen ihr Handwerk in der Fachberufsschule für Gartenbau an der Landeslehranstalt Rotholz und in den professionellen Tiroler Gärtnereibetrieben. Der Tiroler Gartenbau ist der Sektor mit den meisten Lehrlingen in der Tiroler Landwirtschaft.

Dazu kommen die fachliche Kompetenz, das Wissen und die Erfahrung der Gärtner. Nutzen Sie die Vorteile der „Qualität Tirol“ Gärtner. Sie geben Ihnen beim Einkauf von Blumen folgende vier Garantien: Anwuchsgarantie, garantierte Schädlingsfreiheit, garantierte Frische und garantierte Robustheit. Mit großem handwerklichen Können produzieren die „Qualität Tirol“Gärtner auf einer Fläche von mehr als elf Fußballfeldern prachtvolle Blumen. Die Agrarmarketing Tirol unterstützt die „Qualität Tirol“ Gärtner, um ihre Fachkompetenz hervorzuheben. Kaufen Sie Ihre Balkonblumen bei den „Qualität Tirol“ Gärtnern und genießen Sie die Pracht dieser Blumen.

DI Wendelin Juen Geschäftsführer AMTirol

Mit knapp 1000 Vollarbeitskräften ist der Tiroler Gartenbau ein wesentlicher Faktor für den regionalen Arbeitsmarkt. Von Osttirol bis ins Tiroler Oberland ist die Tätigkeitspalette der Gärtner bunt und reicht etwa vom Anbau von Balkonblumen bis zur Gestaltung von Gärten und Grünflächen. Durch die vorbildliche Arbeit der Tiroler Gärtner entsteht stets ein einzigartiges Orts- und Landschaftsbild, an dem sich sowohl Einheimische als auch Gäste erfreuen können. Dieses Magazin entführt Sie in die Welt der „Qualität Tirol“ Gärtnereien. Nachdem nun endlich der Frühling in unser Land Einzug hält, beginnt damit auch wiederum die „Zeit des grünen Daumens“. Nutzen Sie die Gelegenheit und holen Sie sich bei den verschiedenen Veranstaltungen der „Qualität Tirol“ wichtige Tipps und Tricks.

LHStv ÖR Anton Steixner Obmann AMTirol Seite 3 Gartenschätze


Karin und Christian Calovini, Rosenproduktion, Völs

„Tiroler Rosen sind unsere Spezialität.“

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Sonntag, 26. April Schauen Sie sich an, wie Rosen in Tirol ­produziert werden, und ­genießen Sie dabei einen Rosenblüten-Prosecco. Blumen Calovini Völser Au 5, 6176 Völs, Telefon: 0512 / 30 32 44, www.blumen-calovini.at

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ie ist außergewöhnlich aufwendig und sie tun es trotzdem: Rosenproduktion in Tirol. Was die Eltern in einer kleinen Gärtnerei in Kranebitten in den 70er Jahren begonnen hatten, entwickelte sich in den Völser Glashäusern prächtig weiter. Anfang 2008 übernahm Karin Calovini den Betrieb ihrer Eltern, ­ in dem sie bereits nach der Schule zu arbeiten begonnen hatte. Ihr Mann Christian schulte von Maurer auf Gärtner um und absolvierte im Betrieb des Schwiegervaters seine Meisterjahre. Während sich beide um die gesamte Produktion von Sortenauswahl bis Logistik und Buchhaltung kümmern, übernehmen ihre 37 Angestellten das Setzen, Ernten und Verkaufen der Rosen. Tochter Victoria und K ­arins Schwester Sylvia leiten jeweils eines der sechs Calovini-Geschäfte und verkaufen ­ die gelben, roten, weißen, apricot- und rosafarbenen Symbole der Liebe. „Unsere Rosenproduktion umfasst 5500 Quadratmeter. Pro Jahr nehmen wir zwischen 5000 und 10.000 Neupflanzungen vor. Dafür fahren wir jeden Herbst nach Norddeutschland und Holland und sehen uns die Rosen in Kultur an, wobei wir auf glänzende und glatte Blätter achten. Wenn wir Jungpflanzen bestellen, sind die rote ‚Grand Prix‘ und die orange ‚Milva‘

standardmäßig dabei“, so Christian, der den Rosenmarkt nicht den Holländern überlassen wollte. In Völs werden die dornigen Pflänzchen in einer langen Rinne in Steinwolle gesetzt. Eine Nährstoff-WasserLösung dient ihnen als Nahrung. Die Temperatur wird konstant bei 19 ºC und die Luftfeuchtigkeit bei 75–80 % gehalten. Beleuchtung bei schlechten Lichtverhältnissen und extra zugeführtes CO2 regen das Wachstum an. Durch diese optimalen Produktionsverhältnisse wachsen Rosen in Tirol zu kräftigen Pflanzen. Nach acht Wochen wird die erste Tiroler Rose geerntet. Täglich entfernen die lokalen Arbeitskräfte Schösslinge und schneiden die leicht geöffneten Blüten für den Verkauf. „Damit sich die Vasenhaltbarkeit verlängert, kommen die Rosen sogleich in einem Wasserkübel ins Kühlhaus und nehmen über die feinen Gefäße in den Stielen weiterhin Wasser auf.“ Tags darauf werden die frischen Rosen auf kurzen Wegen an die eigenen Blumengeschäfte und an w ­ eitere Gärtner und Floristen in ganz Tirol ausgeliefert. < Tipp: Rosen mit einem scharfen Messer schräg anschneiden, damit sie mehr Wasser aufnehmen können. Nie neben Obst stellen, denn vom Reifegas lassen sie ihre Köpfe rascher hängen. Seite 5 Gartenschätze


Martina und Barbara Falch, Balkonkistengestaltung, Flirsch

„Die Balkonkiste braucht den richtigen Ort.“

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Sonntag, 3. Mai Lassen Sie sich am Tag der offenen Tür zu neuen Balkonkisten-Ideen inspirieren. Für kulinarische Verköstigung ist gesorgt. Gärtnerei Falch Hausnummer 149, 6574 Schnann, Telefon: 05447 / 55 67

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s ist eine filigrane Arbeit und das noch in der besonderen Höhenlage, in der sich die Gärtnerei Falch am Arlberg befindet. „Es ist schon eine Besonderheit, die wir bei der Kultivierung und Produktion berücksichtigen müssen. In der Umgebung um Innsbruck ist bis Ende Mai die beste Zeit, seinen Balkon zu setzen, bei uns geht es da erst so richtig los“, schmunzelt Betriebsleiterin Martina Falch. Ihr Großvater August Nocker legte 1973 mit der ersten Gärtnerei in Flirsch den Grundstein, Mutter Barbara übernahm den vergrößerten Betrieb 1987. Aus Platzgründen zog man letztes Jahr nach Schnann. Dort ist nun der Verkauf und ein Teil der Produktion angesiedelt, kultiviert wird aber weiterhin auch neben dem elterlichen Wohnhaus in Flirsch. Zwei Lehrmädchen sowie zwei weitere Mitarbeiter stehen den Falchs zur Seite. Die meisten Kunden bringen die leeren Kisten für ihre Balkone vorbei, diese werden in der Gärtnerei gesetzt, nach drei bis vier Wochen recken sich dann die ersten Blüten empor. Großes Augenmerk wird auf die Beratung gelegt, erzählt M ­ artina: „Bei Balkonkisten kommt es auf den Standort an. Wir fahren deshalb zu den meisten Kunden und schauen uns die Situation vor Ort an.“ Davon hängt schließlich die Auswahl der

Pflanzen und auch der Farben ab. So lieben Fleißige Lieschen, Begonien oder Fuchsien schattige Stand­ orte, an denen sie wesentlich besser wachsen können – Surfinien, Vanilleblumen oder Geranien entfalten sich hingegen an sonnigen, warmen Flecken. Gerade die Surfinie in all ihrer Farbenpracht und die Geranie in rot, rosa, lila oder weiß zählen zu den beliebtesten Balkonpflanzen. „Es sollten nicht alle Balkone gleich ausschauen, sondern jeder auf seine Weise einzigartig sein. Nur eine Farbe zu verwenden, ist ein wenig langweilig, die Mischung macht den Effekt aus. Ideal ist etwa die Kombination gelber und blauer Blüten“, rät Barbara. Die Jungpflanzen werden im Februar und März geliefert, danach in sterile Erde getopft und anschließend bis zum Ende kultiviert. Von April bis Mai entwickeln sich aus den kleinen Pflänzchen prächtige Balkonpflanzen. <

Tipp: Wichtig ist es, die Reihenfolge der Pflanzen in einer Kiste beizubehalten, das erzeugt ein ruhiges Bild. In Balkonkisten vor Türen sollte man nicht bunt durchmischen, sondern jeder Kiste ein bestimmtes Farbfeld ­verleihen. Seite 7 gartenschätze


Elisabeth und Hannes Kerschdorfer, Schwimmteichgestaltung, Stumm i. Zillertal

„Bepflanzen Sie Teiche ausgewogen.“

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Sonntag, 19. / 26. April Experteninformationen zu Gartenplanung und -gestaltung. Am 19. April speziell zu Rasen, Obst- und Beerensträuchern und am 26. April zu Gewürzen und Kräutern, ­Kräutererde und Düngung. Zillertaler Gartenzentrum Kerschdorfer Wäscherweg 7, 6275 Stumm, Telefon: 05283 / 272 60, www.gartenbau-kerschdorfer.at

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ir sorgen dafür, dass das ökologische Gleichgewicht im Teich stimmt“, erklärt Hannes Kerschdorfer, der in seinem Gartenzentrum für Gartengestaltung, Teichbau, Beratung und Einkauf zuständig ist. Der Bau eines Teiches ist eine diffizile Angelegenheit. Sauberes und klares Wasser mit einer Sichttiefe bis auf den Boden zeugt von einer ausgewogenen Bepflanzung von Unter- und Oberwasserpflanzen. Die Regenera­ tionszone im Teich spielt eine zentrale Rolle für eine gesunde Wasser- und Pflanzenwelt. Die dort gesetzten Pflanzen bringen frischen Sauerstoff ins Wasser und holen Nährstoffe – wie Phosphor – aus dem Teich. Die Pflanzen führen zu einer optimalen Besiedelung mit Mikroorganismen, belüften das Wasser und filtern Schwebstoffe. Ausgewogenheit der Bepflanzung ist somit das oberste Gebot. Als Unterwasserpflanze eignet sich der Tannenwedel und als Oberwasserbepflanzung das Schilfgras. Hannes führt mit seinen Gartenarchitekten erste Beratungsgespräche vor Ort durch. Nach der Erstellung eines detaillierten Gartenplanes werden Geländeaushübe und Teichmodellierungen durchgeführt und im Anschluss wird der Untergrund des Teiches mit Vlies und Folie ausgelegt. Steine wer-

den zur Teichrandbefestigung genutzt. Wasserpflanzen wie Schilfgräser oder Lampenputzer, aber auch Sumpfpflanzen, wie Iris und Sumpfdotterblume, oder Heilpflanzen, wie Pfefferminze und Kalmus, werden um den Teich gepflanzt. „Sehr gut eignen sich auch Bambusse oder japanische Fächerahorne zur eleganten Gestaltung einer Teichanlage“, erklärt Hannes‘ Gattin Elisabeth. Wichtig ist stets die richtige Kombination der Pflanzen. Neben den rund 60 Mitarbeitern im Betrieb für Gartengestaltung und in der Gärtnerei steht speziell im Bereich „Gartengestaltung“ Sohn Jakob (20) dem Vater professionell zur Seite. Er unterstützt den Familienbetrieb aber auch im Bereich Baumschulware, die in der Gärtnerei angeboten wird. Währenddessen leitet der ältere Sohn Martin (25) die Zweigstelle in Ramsau. Elisabeth ist unter anderem für die Aufzucht und den Verkauf von Beet- und Balkonblumen verantwortlich sowie für den Bereich Innenraumdekoration. <

Tipp: Im Frühjahr die Wasserpflanzen zurückschneiden. Die Unterwasserpflanzen mit einer geeigneten Sense stutzen. Seite 9 gartenschätze


Ruth Lungner und Christian Jägerbauer, Gemüse- und Kräuterproduktion, Innsbruck

„Wir säen Kräuter und Gemüse selber aus.“

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Sonntag, 26. April Am Tag der offenen Tür erhalten Sie einen Einblick in die professionelle Kräuter- und Gemüseproduktion. Betriebsführungen finden um 10 Uhr, 12.30 Uhr sowie 15.30 Uhr statt. Gärtnerei Jägerbauer Dr.-Stumpf-Straße 115, 6020 Innsbruck, Telefon: 0512 / 28 57 78

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n der Zwischenkriegszeit baute die Urgroßmutter von Christian Jägerbauer die ersten Glashäuser in die Innbeuge nahe dem heutigen USI-Gelände. Zu dieser Zeit waren in der Nachbarschaft noch sechs weitere Gärtner angesiedelt, die im Laufe der Zeit ihren Standort verlagerten. „Heute sind von damals nur wir und noch ein weiterer Gärtner übriggeblieben“, spannt Christian den Bogen aus der über 80-jährigen Vergangenheit in die Gegenwart. Schnittlauch, Basilikum, Petersilie, Dill, Rucola, Majoran und Minze fühlen sich im warmen Klima der gläsernen Häuser richtig wohl. Neben dem Zukauf von Jungpflanzen legen Ruth und Christian für viele Kräuter und Gemüse den Samen selber in kleine Töpfchen und ziehen sie heran, bis sie groß und stark genug für den Verkauf sind. Die Gemüsesamen werden in kleine Erdwürfel gegeben, die zuvor von der Erdpressmaschine produziert wurden. Die feingliedrige Handarbeit der Pflanzenaufzucht ist für Gärtnereien eine Seltenheit, da Jungpflanzen meist zur Gänze zugekauft werden. „Kauft man Kräuter für die Küche, den Balkon oder den eigenen Garten, so ist es wichtig, sie gleich in einen größeren Topf umzusetzen. Die kleinen Töpfe sind komplett durchwurzelt und die Pflanzen benötigen frische Nährstoffe, also auch eine gute Erde“, rät Christian.

Auf gut zwei Hektar Feldern, die in der Umgebung der Gärtnerei verstreut liegen, wachsen und gedeihen den Sommer über Salate, Zucchini, Zwiebeln, Kohlgemüse und Bohnen. Die Gärtnerei Jägerbauer verkauft sowohl die selber gezogenen Jungpflanzen für den privaten Anbau – davon werden im Frühjahr alle 14 Tage rund 40.000 Stück produziert – als auch das Gemüse, das auf den gepachteten Feldern gezogen und geerntet wird. Für die Bestäubung der Tomatenkultur im Glashaus greifen Christian und Ruth auf das fleißige Volk der Hummeln zurück. Sobald diese mit der Bestäubung fertig sind, suchen sie sich frischen Nektar von Pflanzen in der Umgebung, siedeln in die Natur aus und verwildern dort. Dennoch kommen sie immer wieder zu den Glashäusern zurück und unterstützen das neue Hummelvolk, das erneut zugekauft wurde, bei der Arbeit. <

Tipp: Beim Ernten der Kräuter darauf achten, dass genug Blattmasse erhalten bleibt. Immer nur von den vordersten Bereichen weiche, frische Teile wegzwicken. Das Aroma entfaltet sich am besten, wenn Kräuter vormittags zwischen 11–12 Uhr geerntet werden. Seite 11 gartenschätze


eduard und christian leo, Balkonpflanzenproduktion, Schwaz

„Aus der Erde holt die Pflanze ihre Kraft.“

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samstag / Sonntag, 25. / 26. April Blicken Sie hinter die Kulissen und holen Sie sich neue Ideen für Garten oder Balkon! ­(Gutschein nur im Gartencenter gültig) Gartencenter Leo Hermine-Berghofer-Straße 50–52, 6130 Schwaz, Telefon: 05242 / 655 69, www.gartencenter-leo.at

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s ist ein Jubiläumsjahr für die Gärtnerei Leo in Schwaz. 1899 gründete Jakob Leo die Gärtnerei, sein Enkel Eduard Leo eröffnete vor zehn Jahren zusätzlich das Gartencenter an der Bundesstraße. Unterstützung erhält Eduard von Tochter Birgit und Sohn Christian, der mittlerweile die Führung des Gartencenters übernommen hat – Ehefrau Elfriede ist hingegen in die wohlverdiente Pension gegangen. Insgesamt beschäftigt die Familie Leo 30 Mitarbeiter, zehn davon in der Gärtnerei. „Vier unserer fest Angestellten haben eine Behinderung. Wir nehmen an einem besonderen Sozialprojekt teil, das vom Land Tirol unterstützt wird. Dafür haben wir auch den Integrationspreis 2008 erhalten“, freut sich Eduard. Da sich die Gärtnerei direkt neben dem Friedhof befindet, liegt es nahe, dass sich das Gärtner-Team auf Grabbepflanzungen und Gestecke konzentriert – zusätzlich betreuen sie die Gräber über das ganze Jahr. Eduard kultiviert zahlreiche Beetund Balkonpflanzen, Frühlings- und Kübelpflanzen. Im Gartencenter ist man zudem auf Bäume und Sträucher spezialisiert. „Die Jungpflanzen kaufen wir aus Italien, Deutschland, Holland oder anderen österreichischen Regionen zu, ehe wir diese topfen, stutzen und auseinander­ rücken, damit sie auch den passen-

den Platz vorfinden. Bis zur Blüte vergehen rund acht bis zehn Wochen“, erläutert Eduard, der besonders auf den richtigen Einsatz von Erde und Dünger Wert legt. Gerade die Erde ist das Um und Auf für die Entwicklung jeder Pflanze. Sie sollte locker und durchlässig sein, um Staunässe vorzubeugen, damit die Wurzeln alle Nährstoffe optimal aufnehmen können. Beim Düngen ist laut Eduard ebenso Achtsamkeit geboten: „Es besteht die Möglichkeit, Langzeitdünger in Form von Körnern zu verwenden. Diese lösen sich ab zwölf Grad langsam auf und geben über einen längeren Zeitraum Grundnährstoffe wie Stickstoff, Phosphor oder Kalium an die Pflanzen ab. Zusätzlich setzen wir einen Flüssigdünger ein, mit dem die Pflanzen zweimal die Woche gegossen werden.“ Das Gießen mit Flüssigdünger muss auch in den Balkonkisten beibehalten werden. <

Tipp: Organische Dünger enthalten neben den Nährstoffen einen hohen Anteil an Substanzen, die die Bodenfruchtbarkeit fördern. Die Eigenschaften des Bodens wie Nährstoffspeicherung und Wasserhaltekraft werden dadurch positiv beeinflusst. Seite 13 gartenschätze


Markus und Reinhard Jäger, Balkon- und Kübelpflanzenproduktion, Thaur

„Auch Pflanzen kriegen Sonnenbrand.“

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Sonntag, 19. / 26. April 19. April: Wir zeigen Kombinationen mit bunten Sommerblumen und Kübelpflanzen für die Terrasse. Um 11 und 15 Uhr ­findet eine Führung durch die Gärtnerei statt. 26. April: Wir präsentieren Ihnen Köstliches aus dem Garten. Gärtnerei Jäger Haller Bundesstraße 2, 6065 Thaur, Telefon: 05223 / 578 80, www.gaertnerei-jaeger.at

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flanzen reagieren ähnlich wie Menschen. Deshalb sollte man auch die Kübelpflanzen nach der dunklen Zeit im Keller oder im Stiegenhaus nicht einfach an die Sonne stellen. Die Blumen sind noch sehr sensibel und benötigen eine Übergangszeit, sonst würden sie nur einen Sonnenbrand bekommen. „Und da 90 Prozent aller Pflanzen südländischer Herkunft sind, ist es auch wichtig, dass sie nie zu nass stehen“, erklärt Reinhard Jäger die richtige Pflege. „Die meisten Kübelpflanzen lieben es warm und trocken.“ Wenn man überwässert, sterben die feinen Wurzeln ab. Das Schadbild ist ähnlich wie bei zu trockenen Pflanzen – die Blätter werden welk. Margariten und Wandelröschen gehören zu jenen Kübelpflanzen, die gerne regelmäßiges Gießen mögen, was jedoch nicht bedeutet, dass sie im Wasser stehen sollen. „Zur Überwinterung dürfen die Pflanzen nur alle drei bis sechs Wochen gegossen werden.“ Viele Pflanzen lieben eine indirekte Sonneneinstrahlung. Fuchselen zum Beispiel stehen gerne im Halbschatten. „Da muss man allerdings achtgeben, wenn man sie am Balkon stehen hat und die Markisen herunterlässt. Dadurch entsteht leicht ein Hitzestau und das ertragen die Pflanzen nicht“, empfiehlt

Reinhard. Während er die Produktion überwacht und für 1 ­ 7 Mitarbeiter sowie die Jungpflanzenproduktion, ­Temperaturführung, Pflanzen­schutz, ­Nützlingseinsatz und ­Kulturführung verantwortlich ist, hat Bruder ­Markus ein gutes Händchen für die Dekoration. Daneben sind sowohl die jeweiligen Frauen der beiden Brüder als auch deren Kinder in der Gärtnerei tätig. Die Jungpflanzen, die europaweit eingekauft werden, genießen einen besonderen Luxus, denn sie befinden sich schließlich in einem modernen Cabriohaus. Der große Vorteil dabei ist, dass das Dach eingeklappt werden kann und die Pflanzen im Sommer Freilandbedingungen haben, wie früher auf dem Feld. Durch die natürliche UVEinstrahlung und die Temperaturen entwickeln die Pflanzen schönere Farben und sind angepasster an das Tiroler Klima. < Tipp: Im Frühjahr die Pflanzen wieder langsam an die Sonne gewöhnen, zunächst bei Regen oder trübem Wetter hinausstellen. Die Pflanzen in hochwertige Erde vermengt mit einer kleinen Hand voll Langzeitdünger umsetzen, den alten Wurzelstock zurückschneiden und Abgestorbenes abschneiden. Seite 15 gartenschätze


Sabine und Peter Sax, Schnittgrün- und Balkonpflanzenproduktion, Völs

„Bindegrün bildet den eleganten Rahmen.“

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samstag / Sonntag, 25. / 26. April Blicken Sie bei der Betriebsbesichtigung von 10–16 Uhr hinter die Kulissen des Spezialisten für Schnittgrün und nutzen Sie die Tipps von Experten für die richtige Balkonpflanzenbewässerung! Gärtnerei Sax Völser Au 7, 6176 Völs, Telefon: 0512 / 30 34 46

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icke, dunkelgrüne Philodendren stehen üppig nebeneinander, während in der nächsten Reihe Aralien, Zimt und Zierspargel wachsen. Wie ein tropischer Garten mutet eines der Glashäuser der Gärtnerei Sax an. Als einzige Tiroler Gärtnerei wird hier Bindegrün produziert, das Floristen bei jedem Strauß, aber auch bei einer einzelnen Blume zur Dekoration verwenden. Was von den meisten Floristen extra aus Italien oder Costa Rica eingekauft wird, zieht Peter in seinen Glashäusern in Völs und liefert es als Tiroler Qualitätsprodukt an Blumenläden. Doch die Anfänge waren schwer, erinnert sich Peters Mutter. „Wir fingen an wie Robinson und seine Alte.“ Gemeinsam mit ihrem Mann baute sie den Betrieb in Völs Stück für Stück auf. „Wir haben den Grund parzellenweise zusammengekauft und 1961 unser erstes Glashaus hingestellt, das wir mit Koks beheizten.“ Aus einem Ziegelbrunnen wurde das Wasser in Bassins gepumpt, und Gaslampen spendeten spärliches Licht. Bereits mit zehn Jahren half Peter im elterlichen Betrieb mit, den er vor einigen Jahren selber übernommen hat. Neben der Produktion von Schnittgrün konzentriert sich die Familie

Sax auf die Produktion von Schnittblumen sowie Beet- und Balkonpflanzen. Auf 2000 qm baut Peter hauptsächlich Pelargonien, Surfinien und viele Frühjahrsblüher an. Passend zum Schnittgrün werden Rosen und Tulpen kultiviert. „Für die Produktion von Bindegrün ist es wichtig, dass es stets schattig ist. Deshalb bleibt der Wärmeschirm auch geschlossen“, erklärt Peter die etwas schattierten Lichtverhältnisse. Die älteren Glashäuser eignen sich bestens für diese Produktion. Außen wurden sie weiß angestrichen, damit sie den gewünschten Schatten spenden. Frühmorgens beliefert Peter seine Blumengeschäfte in Innsbruck und Kematen sowie weitere Gärtnereien und Geschäfte in Tirol, bevor er wieder in der Gärtnerei Hand anlegt und die Auslieferungen für den nächsten Tag vorbereitet. Das Schnittgrün wird sortiert, verpackt und im Wasser ins Kühlhaus gestellt, so lange, bis es wieder ausgeliefert wird. Dabei achtet Peter stets auf den richtigen Reifegrad des Bindegrüns, denn nur dann hält es auch lange und fällt nicht so rasch zusammen. < Tipp: Blätter im Vasenwasser verringern die Haltbarkeit eines Straußes, daher die Blätter vor dem Einfrischen entfernen. Seite 17 gartenschätze


Bundesgärten Innsbruck, Hofgarten und Schlosspark Ambras

„Die Surfinie trägt eine üppige Blütenfülle.“

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Sonntag, 26. April Ab 10 Uhr: „Das Blumenschmuck ABC – Alles, was Sie über Balkonblumen wissen sollten“ – Vortrag, Fachberatung und Sortimentsvorstellung. Bundesgärten Kaiserjägerstraße 1b, 6020 Innsbruck, Telefon: 0512 / 58 48 03, www.bundesgaerten.at

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ie Bundesgärten entspringen einer jahrhunderte­ alten Tradition der kaiserlich-königlichen Gärten zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie. „Die Geschichte des Innsbrucker Hofgartens reicht bis ins Jahr 1410 zurück. Im 16. Jh. wurde der Park zu einer prachtvollen Renaissanceanlage und im 19. Jh. in den jetzt noch bestehenden Englischen Garten umgestaltet“, erzählt der Innsbrucker Bundesgärten-Leiter Herbert Bacher. Die Bundesgärten pflegen mit rund 50 Mitarbeitern die denkmalgeschützten Parkanlagen Hofgarten und Schlosspark Ambras. Die Pflege betrifft insgesamt eine Fläche von 30 Hektar Parkanlage, eine Gärtnerei und das Palmenhaus. Im Sommer finden sowohl im Palmenhaus wie in der Gärtnerei Kunstausstellungen statt, in denen auch die Pflanzensammlung des Palmenhauses präsentiert wird. Herbert erweitert diese Sammlung regelmäßig mit Raritäten aus fernen Ländern. Eine Besonderheit der Innsbrucker Hofgarten-Gärtnerei ist die große Auswahl an Dekorationspflanzen für verschiedene­­Anlässe. Palmen, Lorbeer ­u. v. m. ­können ausgeliehen werden, um festliche Anlässe zu schmücken. Die Gärtnerei wird überwiegend zur Produktion des Eigenbedarfes für die

Blumenbeete genutzt. Daneben bietet sie das ganze Jahr über eine breite Palette an Schnittblumen, Beet- und Balkonblumen sowie Zimmerpflanzen zum Kauf an – so auch die Surfinie, eine der beliebtesten Balkonpflanzen. „Surfinien lieben generell sonnige Standorte. Für eine optimale Entwicklung der Pflanzen ist es auch wichtig, dass sie regelmäßig gegossen und gut ernährt werden“, erklärt Herbert. Ein Blickfang ist z. B. die wetterstabile Sorte ‚Raspberry Blast‘. Sie hat runde Blüten mit einem rosa Stern auf magentafarbenem Grund. Surfinien überzeugen vor allem durch ihre üppige Blütenfülle mit einer starken Fernwirkung. Neben drei Behindertenplanstellen arbeiten die Bundesgärten Innsbruck auch das ganze Jahr über mit Sozialprojekten zusammen, die ­beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit zur Arbeit und zum Kennenlernen des Berufes bieten (siehe Bild). <

Tipp: Surfinien benötigen eher sauren Boden, um prächtig gedeihen zu können. Kalkhaltiges Gießwasser ist zu vermeiden, da dies zu Eisenmangel führen kann. Seite 19 gartenschätze


Natascha und Josef Norz, Balkonpflanzenproduktion, Haiming – Ötztal-Bahnhof

„Keine nassen Füße für Balkonpflanzen.“

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Sonntag, 19. April Von 10–16 Uhr Frühschoppen mit dem Oberkrainer Trio „Angeblich Heiter“ zwischen blumigen Düften und musikalischen Klängen. Grillmeister Feistmantel sorgt für Speis und Trank. Blumenwelt Norz-Tichoff Wiesrainstraße 21, 6430 Ötztal-Bahnhof, Telefon: 05266 / 882 58, www.norz-tichoff.at

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ort, wo heute eine der größten Gärtnereien Tirols mit einer Produktionsfläche von 25.000 Quadratmetern steht, hatte der Großvater von Natascha Norz 1952 eine Gärtnerei gegründet. Josef hatte ursprünglich geplant, den elterlichen Gemüsebetrieb in Thaur zu übernehmen, schwenkte dann jedoch zur Gärtnerei um, als er Natascha kennen lernte. Während sie im elterlichen Betrieb Tichoff im Verkauf tätig war, baute Josef 1989 am angrenzenden Grund eine eigene Gärtnerei auf und belieferte damit den Großhandel. 2004 legten sie beide Betriebe zusammen. Josef junior ist ebenfalls in der Gärtnerei tätig und wird nach seinem Studium der Gartenarchitektur und -planung an der Universität für Bodenkultur in Wien den Bereich „Gartengestaltung und Baumschule“ im elterlichen Betrieb übernehmen. Der Schwerpunkt des Betriebes liegt auf der Beet- und Balkonpflanzenproduktion wie beispielsweise Pelargonien, Balkongold, Schneeflocken oder Margeriten. Die zugekauften Jungpflanzen werden im Betrieb getopft, gestutzt und regelmäßig gedüngt. „In der Balkonkiste zu Hause sind fünf bis sechs Pflanzen pro Laufmeter zu setzen. Am Rand der Kiste drückt

man die Erde ein wenig nach unten, damit ein sogenannter Gießrand entsteht und die Pflanze das Wasser optimal aufnehmen kann“, empfiehlt Josef. Da Balkonpflanzen keine nassen Füße mögen, gilt es darauf zu achten, dass die Balkonkisten unten gelöchert sind. Häufig haben die Kisten lediglich eine Markierung im Boden, an der man sie selber noch durchbohren muss. Im Sommer kann es an den Balkonkisten zum Auftreten von Blattläusen kommen. Es empfiehlt sich der Einsatz von tierischen Gegenspielern, wie z. B. den Florfliegenlarven. Neben der Pflanzenproduktion und Floristik wird die ­ Gärtnerei durch Akustik belebt, denn Josef ist seit einigen Jahren auch leidenschaftlicher Musiker. Mit der steirischen Harmonika spielt er regelmäßig bei Veranstaltungen in seiner Gärtnerei auf und verbindet auf diese Weise die Welt der Pflanzen mit der Welt der Klänge. <

Tipp: Ein- bis zweimal wöchentlich müssen die Pflanzen mit dem Gießwasser gedüngt werden. Durch die zugeführten Nährstoffe kann sich die Pflanze optimal entwickeln. Seite 21 gartenschätze


Rosi und Christian Oppl, Gartengestaltung, Imst

„Rasenpflege ist eine Klasse für sich.“

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samstag / Sonntag, 25. / 26. April Tag der offenen Tür mit kulinarischer Versorgung durch den Pitztaler Bauernladen, Gewinnspiel und Kinderbetreuung. Welle 1 ist live am 26.4. in der Gartenwelt Oppl. Gartenwelt Oppl Industriezone 32a, 6460 Imst, Telefon: 05412 / 660 62-0, www.gartenbau-oppl.at

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ährend der dreijährige Jonas den ganzen Tag über in Latzhose und Stiefeln, mit Schaufel bewaffnet, durch den Garten läuft und mit Erde spielt, sitzt der fünfjährige Tobias lieber vor dem Computer. „Wer hier unser junger Gärtner wird, ist ganz klar“, meint Christian über seine beiden Jungs. Selber arbeitet er seit 17 Jahren in der Gärtnerei. Vor sechs Jahren übernahm er schließlich den Betrieb, den sein Vater 1978 in K ­ arrösten gegründet hatte und mit dem er 1991 ins Fachmarktzentrum nach Imst übersiedelt war. Christians Haupttätigkeit ist die Gartengestaltung. Dabei steht er gerne Menschen mit Rat und Tat zur Seite, die über einen fleckigen Rasen voll Löwenzahn jammern. Die häufigsten Ursachen für einen gelblichen, ungleichmäßigen Rasen sind ein verdichteter Boden, in dem das Wasser stehen bleibt, falsche Pflege sowie mangelhafte Düngung. „Viele Menschen meinen, es sei richtig, täglich zu gießen, alle zwei Wochen den Rasen zu mähen und hin und wieder zu düngen. Schließlich rücken sie dem Löwenzahn zu Leibe und graben dadurch Löcher, in denen sich erneut Unkraut ansiedelt“, erklärt Christian die klassische Vorgehensweise etlicher Gartenbesitzer.

Die richtige Pflege ist eine wichtige Voraussetzung für einen attraktiven Rasen. Das Gras liebt es, wenn es ein- bis zweimal pro Woche kräftig gegossen wird. Dadurch wird es stark und wurzelt tief. Tägliches Gießen hingegen verwöhnt den Rasen und die Wurzeln bleiben flach, wodurch er an heißen Sonnentagen schnell vertrocknet. Mähen kann man hingegen nicht oft genug. Ein- bis zweimal die Woche ist ideal, damit die Fläche schön grün bleibt und der Rasen sich dicht verzweigt. Durch die Düngung werden essenzielle Nährstoffe in den Boden gebracht, die je nach Art des Düngers kurzfristig oder über mehrere Wochen hinweg wirken. Bei Langzeitdüngern ist ein bestimmter Rhythmus einzuhalten, der je nach Dünger alle acht bis zwölf Wochen neu eingetragen wird. Die Alternative zum arbeitsaufwendigen Rasen ist eine Wiese, in der Blumen und Blüten aller Art willkommen sind. <

Tipp: Für einen schönen Rasen gilt: ein- bis zweimal pro Woche kräftig gießen, ein- bis zweimal pro Woche mähen und regelmäßig mit speziellen Rasenmitteln düngen. Seite 23 gartenschätze


Barbara und Erwin Seidemann, Balkonpflanzenproduktion, Völs

„Nemesien und Dipladenien – ein Balkonhit.“

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Samstag / Sonntag, 25. / 26. April Beratungen zwischen 13.30 –16 Uhr zu: Düngung, Pflanzenschutz, Balkonblumen und Baumschule, Gartengestaltung und Teichbau sowie ganztägig zu Bienenzucht. Blumenpark Seidemann Michelfeld 7, 6176 Völs, Telefon: 0512 / 30 28 00, www.blumenpark.at

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ährend ich alte T­öpfe unter dem Tisch herausholte und von Spinnenweben befreite, durfte er die Rechnungen erledigen. Klar, er war der Juniorchef und ich der junge Lehrling“, erinnert sich Barbara Seidemann an ihre erste Woche in der Gärtnerei Seidemann und lacht dabei herzhaft. Erwin, der Juniorchef, war damals zur Ausbildung in der Gartenbauschule Wien und kam regelmäßig für ein paar Wochen in den väterlichen Betrieb nach Innsbruck. Dass genau dieser junge Mann ihr nach dreijähriger Lehrzeit Nachhilfe für die Gesellenprüfung geben und sie sich dabei verlieben würden, das wusste die damals 15-jährige Barbara genauso wenig wie Erwin. Die Erinnerung steigt auf, während sie gemeinsam die Dipladenien aufbinden. Diese zählen ebenso wie ­Nemesien, Schneeflockenblumen oder Potunien zu den modernsten Balkonpflanzen, die bereits im April aufblühen. Dipladenien zieht man über Drahtbalken oder entlang von Spalieren auf der Terrasse oder am Balkon hoch und lässt sie bis zum Herbst wachsen. Sie sind pflegeleicht, benötigen wenig Licht und Wasser und lassen sich am rechten Ort auch gut überwintern. Die klein-, dafür aber reichblütige Nemesie,

die gerne im Halbschatten steht, wird als Bepflanzung für Schalen gekauft. „Wir ziehen alle Balkonpflanzen über die ­ Vegetationsperiode hinweg“, erläutert Erwin. Somit ­ verfügt die Gärtnerei stets über frische Pflanzen für den Balkon, und das auch noch im Juni und Juli. „Zeitgleich bieten wir die Pflanzen immer in verschiedenen Größen an, sodass sie zum bereits bestehenden Ensemble am Balkon passen.“ Die richtige Pflege ist für die Pflanzen-Neuheiten das Um und Auf. „Eine Nemesie muss stets gedüngt werden, weil sie sehr nährstoffbedürftig und hungrig ist.“ In der Erde ist der Grundnährstoff für die Pflanze enthalten, der jedoch nicht ausreicht, da die Balkonblume von Wind, Sonne und Regen stark gefordert wird. Über das Gießwasser wird Flüssigdünger hinzugeführt, der der Pflanze somit zu starkem Wachstum und voller Blüte verhilft. Geruchsresistentere können auch Hühnermist oder Brennesseljauche verwenden. < Tipp: Frische Pflanzen erkennt man an den Blättern, am großen, kräftigen Laub und den frischen grünen Trieben. In der Früh oder am Abend gießen, denn bei direkter Sonneneinstrahlung verbrennen die ­Blätter. Seite 25 gartenschätze


Ulrike Gruber, Gärtnerei Peer, Schnitt- und Balkonpflanzenproduktion, Völs

„Im Trend: rundgebundene Sträuße.“

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Sonntag, 19. April Blicken Sie hinter die Kulissen und holen Sie sich neue Ideen für Ihren Garten oder Balkon! Gärtnerei Peer Michelfeld 10, 6176 Völs, Telefon: 0512 / 30 31 14, www.gaertnerei-peer.com

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eit fast 50 Jahren widmet sich die Gärtnerei Peer in Völs nun schon den Schnittblumen und Sträußen in all ihren prächtigen Farben und dekorativen Möglichkeiten. Die Geschichte des Betriebes begann bereits wesentlich früher, gegründet wurde er von Karl und Elfriede Peer. 1962 verließen die Eltern der jetzigen Betriebsleiterin Ulrike Gruber Innsbruck, um in Völs einen Neubeginn zu wagen. Die Floristikmeisterin übernahm die Gärtnerei im Jahr 2001 und arbeitet nun mit sechs Mitarbeitern auf einer Fläche von fast 3700 Quadratmetern. Abnehmer für Beet- und Balkonpflanzen, Gerbera, Alstromerien (spezielle Lilien), Ampeln und Sommerblumen finden sich genug – auch andere Gärtner und Blumengeschäfte sowie die Innsbrucker Markthalle werden von der Gärtnerei Peer beliefert. „Unsere Spezialität ist die Dekoration von Hochzeiten, aber auch die Trauerbinderei. Dafür stellen wir die passenden Blumensträuße zusammen“, berichtet Ulrike. Besonders stolz ist Ulrike auf die Gerbera und Alstromerien in ihrer Gärtnerei. Die Jungpflanzen werden aus Holland, Deutschland und Südtirol geliefert und entsprechend kultiviert. Bei einer Heiztemperatur von 18 Grad kommen die Gerbera im Gewächshaus zur vollen Entfaltung, Zugluft

wird dank technischer Hilfe vermieden. Die Gerbera-Jungpflanzen werden in Töpfe gesetzt und durch eine sogenannte Tröpfchenbewässerung mit Wasser versorgt – unter diesen idealen Bedingungen entwickeln sich ständig neue Blüten. Die Alstromerien werden mit Hilfe eines Gitters aufgezogen, mit der richtigen Pflege zeigen sie dreimal im Jahr ihren Blütenflor. Wie in der Mode entwickeln sich auch bei Blumensträußen Trends, erzählt Ulrike: „Rundgebundene, dekorative Sträuße sind in! Diese sind spiralförmig angelegt und formal linear – das bedeutet, man nimmt eine einzelne Blume und erzeugt um sie herum Bewegung.“ Um die Lebensdauer eines Straußes zu erhöhen, gilt es ebenso einiges zu beachten: „Die Stiele des Straußes sollten schräg angeschnitten werden, Blätter und Dornen, die mit Wasser in Berührung kommen, sind zu entfernen – so kann Fäulnis verhindert werden. Das Wasser ist alle zwei Tage zu wechseln, die Vase muss gründlich gereinigt werden.“<

Tipp: Die Verwendung von Frischhaltemitteln zur Herabsetzung des pH-Wertes zahlt sich aus. Diese vermindern das Bakterienwachstum und enthalten überdies wichtige Nährstoffe. Seite 27 gartenschätze


Susanne und Helmut Kröll, Balkonpflanzenproduktion, Mayrhofen

„Pelargonien sind traditionell und modern.“

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Sonntag, 26. April Tag der offenen Tür: Genießen Sie den Blick auf farbenprächtige Pelargonien. Gärtnerei Kröll Dornau 600b, 6290 Mayrhofen, Telefon: 05285 / 649 17

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in Klassiker, der bei keinem Bauernhaus fehlen darf – die Pelargonie. Sie steht jedoch nicht nur dort als pflegeleichte und üppige Balkonbepflanzung, sondern hat als Gewürz-, Gourmet- oder Duftpelargonie längst das Herz avantgardistischer Balkonbesitzer der jüngeren Generation erobert. Susanne und Helmut Kröll produzieren sowohl die herkömmlichen als auch die extravaganten Sorten in ihrem Betrieb in Mayrhofen. „Der altbewährte Klassiker ist immer noch die ‚Rocky Mountain‘. Sie wird am größten und ist sogar auf 2000 Metern Höhe noch witterungsbeständig.“ Auch die ‚Sweet Mimosa‘ darf im Verkaufsrepertoire der Gärtnerei Kröll nicht fehlen. ­Karottenduft und eine zartrosa Blüte machen diese Pelargonie zu einer hübschen Nutz- und Zierpflanze. Während die grünen Blätter mit der Duftnote zum Würzen verwendet werden, eignet sich die Blüte für die Dekoration von Speisen. In der Produktion wenden Helmut und Susanne gerne alternative Methoden an. „Für uns, unsere Kinder, die im Betrieb mithelfen, und auch für unsere Kunden sind Pflanzenschutzmittel nicht gesund. Deshalb arbeiten wir viel mit Nützlingen“, erklärt Susanne, der ein gesundes Aufwachsen ihres vierjährigen

S­ohnes ein großes Anliegen ist. Und der hilft gerne tatkräftig im Betrieb mit. Schädlinge werden mittels Raubmilben, Schlupfwespen, spezieller Fliegen oder Marienkäfer unter Kontrolle gehalten. Das Kleingetier kauft Helmut extra zu. Keine Mühe scheut das GärtnerPaar auch bei der Arbeit. „Als ich in Landeck in die Lehre ging, hatten wir Lehrlinge auch Wochenenddienste, während die Chefleute ins Gasthaus g ­ ingen. H ­ eute gehen die Lehrlinge ins Gasthaus und die Chefs arbeiten sieben Tage die Woche. So auch ich“, beschreibt Helmut den Arbeitsaufwand in der Gärtnerei. Als landwirtschaftlicher Betrieb halten sich die meisten Gärtner auch an landwirtschaft­ liche Arbeitszeiten – von morgens bis abends und das sieben Tage die Woche. Die längere Erholungsphase ­lagert sich dann automatisch in die Saison, in der die Pflanzen im Winterschlaf sind – idealerweise im Jänner. < Tipp: Hängende Pelargonien­­­ eignen sich besser für größere Häuser, da sich die ­ Blüten ­zahlreicher ­entwickeln. Stehende eignen­sich eher für kleinere Häuser ­und sind gleichzeitig weniger verschmutzend, da die abgestorbene Blüte direkt in die Erde rieselt. Seite 29 gartenschätze


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Radieschenfest

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Österreichische Grauviehschau ei der gesamtösterreichischen Grauviehschau wird das Grauvieh sowohl als kombinierte Milchrasse als auch als spezielle Fleischrasse gezeigt. Unter den insgesamt 390 ausgestellten Tieren finden sich unter anderem Milchkühe, Zuchtstiere, Mutterkühe mit Kälbern bei Fuß und O ­ chsen. Jungrind vom Beef Smoker und Ochs vom Holzkohlengrill sorgen ebenso für den kulinarischen Genuss wie die Käsestraße und der Bauernmarkt. Als süße Verführung lockt schokoladiger Genuss. Im nahegelegenen Gutshof der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Imst wird ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kinderbetreuung, Kreativausstellung, Pflanzen-, Obstbau- oder Imkerkunde geboten. Wer einen kleinen Snack oder gesunde Produkte für Keller und Kühlschrank sucht, findet dies im angeschlossenen Hofladen. Termin: Kuisa in Imst, 2. und 3. Mai jeweils ab 10 Uhr im Agrarzentrum Infos unter: www.kuisa.at gartenschätze Seite 30

Radieschensuppe und bäuerliche Köstlichkeiten m letzten Samstag im April feiern die Tiroler Gemüsebauern traditionell den Auftakt der Saison. Dabei steht das Radieschen im Mittelpunkt – ist es schließlich erster Frühlingsbote des heimischen Anbaus! Am Haller Bauernmarkt lassen sich feine Produkte von heimischen Feldern und aus der Tiroler Genussregion erstehen. Die berühmte Radieschensuppe der österreichischen Diätköche verwöhnt bei dem Fest ebenso den Gaumen wie weitere Köstlichkeiten aus dem Thaurer Bauernladen. Der Durst wird mit frisch angestochenem Bier gestillt, während die Kinder mit einem Freisaftl und eigenem Programm versorgt sind. Mit etwas Glück ist man am Ende noch der glückliche Sieger des Gewinnspiels. Die Bürgermeister von Hall und Thaur werden in Anwesenheit von Radieschenprinzessin Stephanie das Fest eröffnen. Für Unterhaltung sorgen die Musikkapelle Thaur, die Thaurer Tanzlmusig und die Thaurer Kinderschuhplattler. Mit dem kalten und nassen Frühjahrswetter mussten heuer die zarten Pflänz-

chen so einiges über sich ergehen lassen. Es wird also richtig spannend, ob bis zum Fest die ersten Radieschen auch wirklich reif sind. Radieschen... - stammen aus Asien und wurden im Altertum in Japan und China angebaut. - sind als Kreuzblütler eng mit Kraut, Karfiol und Kohlrabi verwandt. - sind von Mitte April bis Ende Oktober aus Tiroler Freilandanbau erhältlich. - werden in Asien meist inklusive junger Blätter gekocht gegessen. - schmecken schärfer, je langsamer die Knolle wächst. - gehören zu den wichtigsten Kulturen des Tiroler Gemüsebaus: Jährlich wer- den auf einer Fläche von 250 ha etwa 250 Millionen Stück geerntet. Damit ist Tirol Österreichs größtes Radieschen­ Anbaugebiet.

Termin: Radieschenfest in Hall 25. April, ab 10 Uhr


„Gärtnerei des Jahres 2009“ Wählen und gewinnen Sie!

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reizehn „Qualität Tirol“ Gärtnereien stellen sich heuer der Wahl zur „Gärtnerei des Jahres 2009“. Sie, liebe Leser und Blumenfreunde, entscheiden durch Ihre Bewertung bis zum 31. Mai, wer den Titel erringt. In jeder in diesem Magazin abgebildeten Gärtnerei finden Sie die Bewertungskarten sowie eine Einwurfbox in der Nähe der Kasse, in die Sie die ausgefüllte Karte werfen. Nach dem 31. Mai werden alle Einwurfboxen an die Agrarmarketing Tirol retourniert und ausgewertet. Im September wird die „Gärtnerei des Jahres 2009“ gekürt.

Gewinnen Sie mit „Qualität Tirol“ 1. Preis: Euro 150,– Gutschein Einzulösen bei den teilnehmenden „Qualität Tirol“ Gärtnereien (inkl. fachlicher Beratung) 2. Preis: Euro 70,– Gutschein Einzulösen bei den teilnehmenden „Qualität Tirol“ Gärtnereien (inkl. fachlicher Beratung) 3. Preis: Euro 50,– Gutschein Einzulösen bei den teilnehmenden „Qualität Tirol“ Gärtnereien (inkl. fachlicher Beratung) Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

„Gärtnerei des Jahres“ „Qualität Tirol“ Gärtner bewerten und gewinnen!

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