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Herbstfeste 2009

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Herbstfeste und der Herbst wird bunter. www.AMTirol.at

16.07.2009 14:51:43 Uhr


Inhalt

12

Apfelfest in Prutz Prutz, 27. September, 9.30–17 Uhr

11

13

09

Silzer Erdäpfelfest Silz, 13. September, ab 10.30 Uhr

Käsefest Sillpark Innsbruck, 02. Oktober, 10–18 Uhr

REUTTE

INNSBRUCK

Internationale Almkäseolympiade Galtür, 26. September, ab 11 Uhr

SILZ IMST

HAIMING

STANZ LANDECK

NEUSTIFT

PRUTZ

GALTÜR

07

18

Stanz brennt! Stanz, 06. september, ab 11 uhr

Herbstfeste Seite 2

Haiminger Markttage Haiming, 10./17. Oktober, ab 9 Uhr

10

Stubaier Gaumenfreudenfest Neustift im Stubaital, 18. September, 14–17 Uhr

08

BIO-Bergbauernfest in Hall Hall, 12. September, 10–18 Uhr

HA


06

Zillertaler Krapfenfest Schwendau, 23. August, ab 11 Uhr

14

15

Wildschönauer Krautingerwoche Wildschönau, 02.–10. Oktober

Kirchberger Sonnbergmeile Kirchberg, 04. Oktober, ab 10 Uhr

KITZBÜHEL WILDSCHÖNAU

KIRCHBERG

05

SCHWAZ HALL

SCHWENDAU MAYRHOFEN

Osttiroler Schafalmwandertag Kals aM GROSSGLOCKNER, 23. August, ab 8.30 Uhr

KALS AM GROSSGLOCKNER

16

19

17 LIENZ DÖLSACH

Herbstfest der Schwazer Bäuerinnen Schwaz, 04. Oktober, ab 10 Uhr

Zillertaler Heubauernfest Mayrhofen, 10.–11. Oktober, ab 11 Uhr

Osttiroler Apfelfest Dölsach, 04. Oktober, ab 11 Uhr

Die Feste finden bei jeder Witterung statt.

Seite 3 Herbstfeste


Bewusst Tirol

Transparente Herkunft

Nach altbewährter Tradition organisieren Bauern Jahr für Jahr zur Erntedank-Zeit Feste und stellen ihre produzierten Lebensmittel in den Mittelpunkt. Diese Feste finden seit jeher im Herbst statt, sind besonders touristisch attraktiv und für Einheimische wie Gäste ein absolutes Highlight im jährlichen Festkalender. Das Wesen der Tiroler Landwirtschaft wird bei den Herbstfesten emotional erlebbar, da die bäuerlichen Produzenten Tür und Tor öffnen, um Einblick in ihre Arbeit zu bieten. Dadurch wird die Erzeugung von Lebensmitteln in Tirol für die Konsumenten transparent und greifbar. Die Produkte sind dabei die Stars dieser Feste. Das gesellige Miteinander, der Gedankenaustausch und das gemeinsame Genießen von heimischen Spezialitäten sind eine ideale Verknüpfung. So sagt schon ein Sprichwort: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen – besonders in einer gemütlichen Runde“. Die Zusammenführung von Landwirtschaft und Tourismus gelingt bei den Herbstfesten immer wieder ausgezeichnet und bleibt nachhaltig bei den Besuchern – den Konsumenten – in Erinnerung. Unter dem Motto „Bewusst Tirol genießen“ lade ich Sie dieses Jahr herzlich ein, gemeinsam mit unseren bäuerlichen Produzenten Erntedank zu feiern und dabei, wie der Name schon sagt, für die Ernte zu danken. Ergreifen Sie die Chance, sich von der hervorragenden Qualität unserer heimischen Lebensmittel zu überzeugen!

„Gewachsen und veredelt in Tirol“ gilt für unsere heimischen Lebensmittel ebenso wie für die Menschen, die als Produzenten hinter ihren Produkten stehen. Mit unglaublich viel Liebe, Engagement und Begeisterung geben unsere Bauern ihr Bestes, um hervorragende Lebensmittel zu produzieren. Unterschiedlichste Qualifikationen und Fertigkeiten sind notwendig, um diese reichhaltige Produktpalette, wie sie in Tirol erhältlich ist, zu produzieren. Für schmackhaften Käse ist nicht nur der hervorragende Rohstoff Milch in bester Qualität erforderlich, sondern vor allem der Käser, der mit seinem Können und Wissen den Käse zu einer wahren Gaumenfreude macht. Zartes Fleisch von Tiroler Tieren benötigt das Wissen und die Erfahrung unserer Viehbauern. Die ohnehin sehr gute Fleischqualität wird durch lebenslanges Lernen der Bauern laufend verbessert. Frisches, knackiges Obst und Gemüse benötigt viele fleißige Hände, um auf kurzen Transportwegen auf den Tisch zu gelangen, aber auch das Können und die Fähigkeit der Obst- und Gemüsebauern sind ausschlaggebend für die Qualität. Alle Produzenten von Tiroler Produkten verbindet jedoch die Liebe und das Herzblut, mit denen sie Tiroler Lebensmittel produzieren. Die Herbstfeste sind für die bäuerliche Bevölkerung ein willkommener Anlass, mit berechtigtem Stolz ihre Produkte und ihre Arbeit zu präsentieren und den Konsumenten einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

LHStv. ÖR Anton Steixner Obmann Agrarmarketing Tirol

DI Wendelin Juen Geschäftsführer Agrarmarketing Tirol

impreSSum: „herbstfeste“, august 2009 • Herausgeber: agrarmarketing tirol, brixner Straße 1/5, 6020 innsbruck, www.amtirol.at, tel. 0512/575701 • druck: niederösterreichisches pressehaus medieninhaber und Verleger: target group publishing gmbh, Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck, redaktion@zielgruppenverlag.at • redaktion: Julia brugger • fotos: amtirol, gerhard berger, michael S.05 re. toni riepler, S.05 li. und S.17 thomas guggenberger, S.14 li. bmlfuw/newman, S.20–22 agrarmarkt austria marketing gesmbh, S.21 li. Herbstfeste Seiterathmayr, 4 u. Spar, S.23 li. u. nah&frisch • grafik: nerO werbegmbh


„Schafalmwandertag“ in KalS am groSSglocKner, 23. auguSt, ab 8.30 uhr

Osttiroler Schafalmwandertag

„Im Sommer ist kein Schaf im Stall.“ Thomas Steiner, Schafzüchter, Obmann Abt. Schafzucht/Raiffeisengen. Osttirol

V

on Mai bis September findet man in ganz Osttirol kein Schaf im Stall, denn alle 16.000 Tiere sind auf der Alm. Als bodenständige Rasse ist das Berg- bzw. das Steinschaf sehr fruchtbar und geländegängig. Es kann Wetterstürze leicht verkraften und kommt mit Weidegras alleine sehr gut aus. Das Berglamm entsteht aus der Kreuzung zwischen Stein- bzw. Bergschaf und einem Fleischrassewidder. Die zwei großen Abnehmer für Berglämmer in Osttirol sind die „Raiffeisengenossen-

schaft Osttirol“ sowie der „Pustertaler Vieh- und Fleischhandel“. Ein Viertel der Produktion geht in den österreichischen Lebensmittelhandel. Der Rest verkauft sich v.a. nach Italien und Deutschland. Ziel ist es, mehr Lämmer am heimischen Markt abzusetzen. Dazu müssen wir uns allerdings noch gegen die Konkurrenz aus Polen und Neuseeland durchsetzen. Am Schafalmwandertag kann man in gebirgiger Höhe die Köstlichkeit des Tiroler Berglamms verkosten und sich von der besonderen Qualität überzeugen.“<

SOnntag

23. auguSt 8.30 Uhr Treffpunkt Lucknerhaus (Auffahrt an diesem Tag mautfrei) und gemeinsame Wanderung auf die Glorerhütte (2h). 11 Uhr Bergmesse mit Tiersegnung, anschließend Besichtigung der Alm und der Bergschaf-Zuchtherde. Kulinarisches vom Kalser Berglamm. Musik: Bläsergruppe aus Kals/Huben.

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„3. Zillertaler KrapfenfeSt“ in Schwendau, 23. auguSt, ab 11 uhr

Zillertaler Krapfenfest

SOnntag

23. auguSt Ab 11 Uhr kulinarisches Fest rund um die Zillertaler Krapfen, Krauter, Siaße Krapflang, Holzknechtkrapfen und Melchermuas. Bäuerliche Produkte aus heimischer Landwirtschaft zum Kosten und Kaufen. Schnapsverkostung und Einblick in die Brennkunst. Handwerkskunst aus Holz sowie zahlreiche Gelegenheiten zum Tanzen. Musik: Hippacher Musikanten, Oberkrainer Allstars. Unterhaltungsprogramm für Kinder.

Herbstfeste Seite 6

„Es ist Zeit für Krapfen!“ Heidi Rahm, Vollerwerbsbäuerin und Ortsbäuerin von Schwendau

F

rüher hat's traditionell am Mittwoch und Samstag Zillertaler Krapfen gegeben. Es ist eine alte und ursprüngliche Kost aus frischen Produkten. In der gusseisernen Pfanne werden sie im Schweineschmalz herausgebacken und noch warm gegessen. Mit einem Glas Milch oder Buttermilch schmecken sie am besten. Wenn ich für meine achtköpfige Familie aufkoche, mach ich schon an die 50 Krapfen: mit frisch gekochten Erdäpfeln, Zillertaler Graukäs oder Krapfentopfen, Salz, Schnittlauch und Zwiebeln,

oder auch süße aus Mürbteig mit Preiselbeermarmelade bzw. mit Powidl und Mohn oder Nüssen bestreut. Im Grunde ist das Rezept einfach, aber weil's eine so aufwendige Arbeit ist, machen viele Leute keine Krapfen mehr. Heutzutage muss ja vieles sehr schnell gehen. Am meisten Zeit kostet es, die Blattln für die Zillertaler auszutreiben. Ich nehm' mir aber immer wieder gerne die Zeit dafür. Fürs letzte Fest habe ich mit 20 anderen Frauen 14.000 Krapfen gebacken, die mit Begeistung verzehrt wurden.“ <


„StanZ brennt!“, daS feSt rund um die ZwetSchKe in StanZ, 06. September, ab 11 uhr

Stanz brennt!

„Wir sind ein listiges Bergvölkchen.“ Stefan Nothdurfter, Vollerwerbsbauer und Festorganisator

I

m Landesarchiv belegen alte Aufzeichnungen von 1450, dass besonders zuckerreiche Zwetschken bei den listigen Bergvölkern des Oberinntals wachsen. Was die Qualität der Zwetschken anbelangt, so kann ich das nur unterstreichen. Auf meinem Hof baue ich die traditionelle Hauszwetschke an, die zu den ältesten und geschmacklich ausgereiftesten zählt. Sie hat eine feine Süße, die sich mit sauren Anteilen mischt. Dadurch entsteht ein würziges und ausgeglichenes Aroma. Wäre sie

nur süß, würde sie einfach fad schmecken. Die reife Frucht verkaufe ich über MPREIS, den Fachhandel sowie direkt. Den „Giggus“ darf man natürlich auch nicht vergessen! Das ist eine alte Bezeichnung für Schnaps. Nur die reifsten Zwetschken werden zu dieser Delikatesse gebrannt. Und als ich vergangenes Jahr auf unserem Fest knapp 20 Zwetschkenknödel verzehrte, half nur mehr der Spänling, ein Wildpflaumenbrand aus einer lokalen Ur-Sorte. Der ist etwas ganz Exquisites.“ <

SOnntag

06. September Familiäres Fest ab 11 Uhr mit Bauernmarkt, regionalen Schmankerln, Kinderprogramm, Brennerei-Führungen inklusive Verkostung. Kulinarisches: Traditionelles wie Original Stanzer Zwetschkenknödel, Zwetschkenröster oder Zwetschkenfleck und Ausgefallenes wie Zwetschkenlasagne begeistern die Besucher. Kür der Zwetschkenkönigin. Musik: Innsbrucker Böhmische, die Blaskapelle Gehörsturz und die Ohrenschmalzler. Gratis Shuttle-Busse.

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„bio-bergbauernfeSt“ in hall, 12. September, 10–18 uhr

bIO-bergbauernfest in Hall

SamStag

12. September Ab 10 Uhr BIO-Bergbauernfest in Hall mit politischer Prominenz und BioKöstlichkeiten von Ziegeneis bis Germkiachl. Auf die ersten 100 Gäste wartet ein Bio-Kaffee-Haferl als Geschenk. An der Holzkuh Resi wird um die Wette gemolken, bei Bio-Winzern Wein verkostet und vom Käseweltmeister die Bio-Käseerzeugung erklärt. Unterhaltung: zünftige Blasmusik, „Just2ofus featuring Percussion“, Kindervolkstanzgruppe. Kinderprogramm: Streichelzoo, Ponyreiten, Luftballons.

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„Die Hühner haben a Gaudi beim Legen.“ Christoph Astner, Vollerwerbsbauer und Bio-Eier Produzent aus Hopfgarten

B

io-Hühner kriegen 100% pflanzliches Futter, das aus Österreich stammt. Tagsüber laufen sie im Freien herum, nachts befinden sie sich in einem geschützten Raum. Zur Hauptlegezeit in der Früh haben die Hühner a volle Gaudi im Stall. Die machen Geräusche, die für mich wie Musik in den Ohren klingt. Eine Henne legt an die fünf Eier in der Woche. Das sind zwar weniger, als konventionelle Hühner produzieren, aber weil es Bio-Eier sind, haben sie ein besonderes Aroma. So ist

das Ei auch ohne Salz geschmackvoll. Der Aufwand für den Bauern ist dabei größer, weil das Biofutter deutlich teurer ist als konventionelles Futter – doch es lohnt sich. Die Bio-Eier verkaufen wir über die Bioalpin an MPREIS und an Biofachgeschäfte. Beim BIO-Bergbauernfest wird die ganze Vielfalt von „Bio vom Berg“ präsentiert. Diese reicht von Eiern über Käse und Milcherzeugnisse bis hin zu Gemüse. Das ist super – auch die familiäre und gesellige Atmosphäre gefällt mir gut.“ <


„SilZer erdäpfelfeSt“ beim erdäpfelKeller SilZ, 13. September, ab 10.30 uhr

Silzer erdäpfelfest

„Der gute Boden bringt die Qualität.“ Karl Föger, Obmann Erdäpfelkeller Silz, Nebenerwerbsbauer

V

on Kindesbeinen an prägen Erdäpfel mein Leben. Ich war 37 Jahre Vollzeit bei der ÖBB beschäftigt, und hab' nebenher immer Früh- sowie Einlagerungserdäpfel gepflanzt und geerntet. Speziell zwischen Roppen und Flaurling hat das eine lange Tradition. Der Boden ist hier besonders gut dafür geeignet. Gerade die Einlagerungserdäpfel haben ein besonders feines, nussiges Aroma. Ich komme viel herum und merke immer wieder, wie gut unsere Erdäpfel sind. Weit gereiste

Früherdäpfel zum Beispiel schmecken sehr wässrig. Damit unsere ihren guten Geschmack entfalten, brauchen sie viel Pflege und natürlich den guten Boden. Anfang Juli ernten wir die Frühen und Ende September die Späten. Beim Erdäpfelfest verkaufen wir regelmäßig an die 10 Tonnen Erdäpfel. Ich freue mich über das gesellige Beisammensein, wenn die Dorfmusik aufspielt und Erdäpfel von Gröstl über Ofenkartoffeln bis Erdäpfelsalat in allen Varianten aufgetischt werden.“ <

SOnntag

13. September Ab 10.30 Uhr dreht sich beim Erdäpfelkeller in Silz alles um die runde Knolle. Großer Bauernmarkt mit Erdäpfeln, Käse, Speck, Likören, Brot und Bioprodukten. Die Schmankerlstraße versorgt die Besucher mit Erdäpfeln in etlichen Varianten. Musik: Silzer Musikkapelle und Alpenbrass. 12–16 Uhr Kinderprogramm vom Roten Kreuz der Ortsstelle Mötz.

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„gaumenfreudenfeSt“ in neuStift im Stubaital, 18. September, 14–17 uhr

Stubaier gaumenfreudenfest

FreItag

18. September Das ganze Dorf feiert von 14–17 Uhr in Tracht und mit traditioneller Musik. Bäuerliche Kost wie Kiachln mit Kraut oder Preiselbeeren, Stubaier Bauernkrapfen und Gerstlsuppe werden ebenso angeboten wie regionale landwirtschaftliche Produkte. Musik: Sandra mit der Ziehharmonika, die „Freitags-Musik“. Ab 16 Uhr Tombola: Zur Verlosung stehen zehn Geschenkkörbe gefüllt mit bäuerlichen Produkten.

Herbstfeste Seite 10

„Ziegenrohmilchkäse stärkt Immunsystem.“ Elisabeth Span, Vollerwerbsbäuerin, Ziegenkäserin

B

esteht der Ziegenkäse aus Rohmilch, enthält er noch alle wichtigen Enzyme, zahlreiche Vitamine und hat einen vollen Geschmack. Die Ziegenmilch ist daher so nahrhaft wie Muttermilch. Sie ist für Allergiker geeignet, gut für die Atemwege, cholesterinsenkend und stärkt das Immunsystem. Meine 70 Ziegen und 32 Kitzlein halte ich artgerecht und biologisch. Das bedeutet, dass sie von Mai bis Oktober auf der Alm sind und sich den Rest der Zeit frei bewegen können. Täglich verarbeite ich bis zu 100

Liter wertvolle Milch zu circa zehn Kilo Käse. Dabei stelle ich rund 50 verschiedene Käsesorten her, von Frisch- über Weichkäse wie Camembert bis Hart- und Blauschimmelkäse mit Roquefortkultur. Die verkaufe ich auf Bauernmärkten am Sparkassenplatz, am oberen Stadtplatz in Hall und in Neustift sowie über den Handel. Am Gaumenfreudenfest bin ich auch mit einem Stand vertreten. Besonders mag ich das traditionelle Rahmenprogramm und am besten gefällt mir das Mädchen mit der Ziehharmonika.“ <


„15. internationale almKäSeolympiade“ in galtür, 26. September, ab 11 uhr

Internationale almkäseolympiade

„Das Aroma kommt von den Bergkräutern.“ Hermann Huber, Obmann Genussregion Paznauner Almkäse, Senner im Nebenerwerb

D

er Galtürer Alm- und Bergkäse hat ein besonders kräftiges Aroma, weil die Kühe ausschließlich auf Almwiesen weiden und feinste Kräuter fressen. Im Sommer gibt's frisches Gras, im Winter Heu. Noch ein bisschen Kraftfutter dazu, damit sie schön stark bleiben, und der gute Geschmack ist garantiert. Das Wichtigste beim Käsen ist, dass die frische Milch gleich verarbeitet und der reifende Käse mit viel Liebe gepflegt, also geschmiert und gebürstet, wird. Heimische bäuerliche Pro-

dukte sind heute wichtiger denn je und überzeugen mit ihrer Qualität. Über die Käseolympiade bringen wir dies unseren Kunden näher, indem wir zahlreiche Käsesorten zur Verkostung bieten. Am meisten genieße ich es, auf der Olympiade mit anderen Sennern und Sennerinnen gemütlich beisammen zu sitzen und die anstrengende Almsaison mit einer Feier ausklingen zu lassen. Es kommt zu einem wertvollen Gedankenaustausch und so mancher nimmt neue Erfahrungen für seine Sennerei mit.“ <

SamStag

26. September Ab 11 Uhr Prämierung der besten Almkäse aus Tirol und angrenzenden Ländern mit Verkostungen, Unterhaltung, Tanz und Kinderprogramm. Musik: Innwälder, Jakobi Bra, Alpen Stones und Rieder Gipfelstürmer. Im Sport- und Kulturzentrum Galtür; Eintritt: bis 18 Uhr 8 Euro, ab 18 Uhr 6 Euro. Freitag 25.9., 19.30 Uhr: 4. Galtürer Almbegegnung im Alpinarium. Thema: „Schrumpfende Täler: vom Schreckensgespenst zur Planungsaufgabe“.

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„apfelfeSt in prutZ“, 27. September, 9.30–17 uhr

apfelfest in prutz

SOnntag

27. September Ab 9.30 Uhr Erntedankmesse, ab 11 Uhr Obstmarkt, Bauernkiste, Weinpräsentation, Apfel- und Schnapsverkostung, Spezialitäten vom Bauernmarkt, kulinarische Köstlichkeiten und Handwerkskunst am Hof der Familie Kofler. Musik: Musikkapelle Prutz, Staudamusi, Alpenklang Tirol. Kinderprogramm mit Haflingerreiten, Basteln und Gruppenspielen.

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„Sie sind keine Bomber, dafür intensiv!“ Heinz Kofler, Vollerwerbsbauer, Apfelproduzent, Festorganisator

D

ie Hochlagenfrüchte sind von der Größe her keine Bomber, dafür sehr intensiv im Geschmack. Der Durchmesser beträgt lediglich zwischen 65– 75mm, was allerdings den Vorteil hat, dass das Aroma und die Nährstoffe im Apfel wesentlich konzentrierter sind. Zudem ist die Lagerfähigkeit besser als bei schnell gewachsenen, großen Früchten. Das Aroma erinnert an einen geriebenen, grünen Apfel. Die meisten Äpfel und Steinobstsorten wie Kirschen, Weichseln, Marillen und Zwetschken verkaufe ich

über die Direktvermarktung, einen weiteren Teil verarbeite ich zu Saft, Schnaps, Likör oder Apfelessig. Die Apfelsorten auf dem Anger sind vielfältig und reichen vom knackigen, saftigen, süßen Delbard Estivale oder Arlet über Elstar und Topaz bis Boskoop und hin zum säuerlichen Summerred. Das Apfelfest ist gekoppelt an das Erntedankfest. Nach der Messe und dem Umzug feiern wir auf unserem Obstanger. Natürlich gibt es dabei Äpfel in allen Varianten, egal ob als Saft, Mus oder Kiachl.“ <


„KäSefeSt SillparK“ in innSbrucK, 2. oKtober, 10 –18 uhr

Käsefest Sillpark

„Um 3 Uhr morgens wird die Milch geholt.“ Hubert Rendl, Geschäftsführer der Sennereigenossenschaft Reith i. A.

U

nser Milchfahrer holt täglich frühmorgens mit dem Tankwagen die frische Milch von den Bauern ab. Die Milch kommt dann sofort in den Käsefertiger und wird verarbeitet. Unsere Sennerei bezieht die Milch von BioHeumilchbauern aus Reith, Alpbach und Brixlegg. Als Genossenschaft gehört die Sennerei den Bauern, die ausschließlich biologisch wirtschaften und auch keine Silage verwenden, sprich keine gärenden Futtermittel. Weil die Bauern naturnah wirtschaften, kommt auch kein Kunst-

dünger aufs Feld. Das Bergheu und Wiesengras ist dadurch rein, die Milch erhält einen guten Geschmack und das überträgt sich natürlich auf den Käse. Beim Kauf eines solchen Produktes unterstützt man den gesamten Prozess. Aus der BioFrischmilch stellen wir sowohl Rohmilchkäse wie beispielsweise Alpbacher Bergkäse als auch pasteurisierten Käse wie Hornkäse, Bier-, Dorf- oder Bärlauchkäse her. Das Käsefest im Sillpark ist eine gute Möglichkeit, die Leute rund um das Thema Käse zu informieren.“ <

FreItag

02. OKtOber Das Käsefest im Sillpark beginnt um 10 Uhr. Verkostungen und Informationen rund um den Käse. Sennereien und Direktvermarkter bieten regionale Produkte zum Kaufen und Genießen an. Auch hervorragenden Käse von Tiroler Almen gibt's zu kaufen. Im Rahmen eines Schätzspiels werden einige der Köstlichkeiten verlost. Musikalisches Rahmenprogramm.

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„Krautingerwoche“ in der wildSchönau, 02.–10. oKtober

Wildschönauer Krautingerwoche

FreItag

02.–10. OKtOber Freitag 2.10.: Bauernmarkt ab 19 Uhr. Sonntag 4.10.: Erntedankmesse und ab 13 Uhr Handwerks- und Bauernmarkt im Bergbauernmuseum z'Bach mit der Musikkapelle Oberau und Sturmlöda. Während der Woche Hofführungen und Wanderungen rund um die „Rübe“. Ausgewählte Wirte präsentieren spezielle Rüben-Speisen. Samstag 10.10.: „Krautingerball“, Prämierung des „Krautinger des Jahres” im Bergbauernmuseum z'Bach.

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„Rübe klassisch oder in der Praline?“ Beate Holaus, Vollerwerbsbäuerin, Rüben- und Krautingerproduzentin

I

n unseren Steillagen habe ich keinen ebenen Fleck, doch die Rüben gedeihen trotzdem prächtig. Am Dillenthalhof ziehen wir selber den Samen und bauen die Rüben zweimal jährlich am Acker an. Das ist ganz schön anstrengend, denn ich bewirtschafte den Hof mit meinem zweiten Sohn alleine. Einmal säen wir im Mai und ernten im Juli, dann säen wir gleich nochmal aus und ernten im Oktober. Aus der weißen Rübe produzieren wir mit viel Handarbeit den „Wildschönauer Krautinger“. Darauf hat die Region durch Kai-

serin Maria Theresia das Brennmonopol erhalten. Wenn man einen schlechten Magen oder zuviel gegessen hat, eignet sich der Schnaps bestens als Medizin. Doch die Rübe ist auch sonst sehr vielseitig einsetzbar. Die Krautinger Pralinen und Kuchen am Kirchtagsmarkt sind extravagante Varianten. Die Rübe lässt sich aber auch bestens zu Suppe, Knödel und Kraut verarbeiten. Jetzt produzieren wir grad viel Krautinger, weil ich bei der Prämierung am Krautingerball teilnehme. Das wird eine interessante Woche.“ <


„Sonnbergmeile“ in Kirchberg, 04. oKtober, ab 10 uhr

Kirchberger Sonnbergmeile

„Traditionelles Handwerk wird erfahrbar.“ Sepp Lechner, Zimmermann und Schindelmacher

F

rüher hatte jedes Bauernhaus ein Legschindeldach, das der Bauer oder die Knechte gelegt haben. Die Schindeln wurden mit Steinen fixiert, sodass sie der Wind nicht verblasen konnte. Das sieht man nur noch sehr selten auf alten Hütten, weil heutzutage fast ausschließlich mit Ziegeln, Pappe und Wellblech gearbeitet wird. Heute stell ich Holzschindeln fürs Bauernmuseum oder für Leute her, die nach alter Tradition bauen möchten. Dazu braucht es schöne, astfreie Fichtenbäume mit mindestens einem halben

Meter Durchmesser. Das Holz lagert etliche Monate bis es vollständig trocken ist. Dann kletze ich die Schindel mit einer eigenen Hacke vom Holzteil herunter und entferne abstehende Schiefer oder Fransen. Bei der Sonnbergmeile zeige ich, wie Schindeln hergestellt werden, und jeder kann es selber ausprobieren. Daneben zeigen achtzigjährige Bäuerinnen, wie am Spinnrad Wolle hergestellt und weiterverarbeitet wird. Dadurch wird altes Handwerk wiederbelebt und erfahrbar gemacht.“ <

SOnntag

04. OKtOber Ab 10 Uhr geben sechs Bauernhöfe am Sonnberg unter dem Motto „Landwirtschaft gestern und heute“ Einblick in traditionelles Handwerk; Livemusik und regionale Schmankerln. Beteiligte Höfe: Niederhasler, Hagleit, Stallhäusl, Eibental, Filzerhof, Fragenstätt. Kinderprogramm und Spielplätze. Ausgangspunkt: Gasthof Kalswirt in Kirchberg; geführte Wanderungen um 10 Uhr und 12 Uhr. Shuttledienst ab Kalswirt.

Seite 15 Herbstfeste


„8. herbStfeSt der SchwaZer bäuerinnen“ in SchwaZ, 04. oKtober, ab 10 uhr

Herbstfest der Schwazer bäuerinnen

SOnntag

04. OKtOber Ab 10 Uhr verwöhnen die Schwazer Bäuerinnen mit Zillertaler Krapfen, Kiachl und selbstgebackenen Kuchen am Reschhof in Schwaz. Das Fest gibt Einblick in die bäuerliche Lebensweise und zeigt, welchen Mehrwert sie für die Bevölkerung bringt. Nach der Hl. Messe um 10 Uhr Tierund Hofsegnung. Kinder können Haustiere mitbringen. Streichelzoo, Hupfburg und Kinderbetreuung.

Herbstfeste Seite 16

„Bauer-Sein stellen sich viele einfacher vor.“ Karin Sprenger, Ortsbäuerin, Schulbäuerin „Schule am Bauernhof“

I

m Projekt „Schule am Bauernhof“ bringe ich Kindern vom Kindergartenalter bis zur Oberstufe das landwirtschaftliche Leben näher und zeige ihnen, wie Lebensmittel erzeugt werden. Kinder und Lehrer stellen sich das Bauer-Sein viel einfacher vor. Wenn sie zum ersten Mal kommen, meinen viele: ‚Puah, wie das stinkt. Das ist grausig.’ Wenn sie jedoch selber Hand anlegen merken sie, dass es gar nicht so einfach ist, zum Beispiel den Mist mit der Schaufel wegzubringen. Dafür benötigt man viel Kraft und dann

wirft auch noch die Kuh den Schwanz durch die Gegend ... So erfahren die Kinder ein bisschen bäuerliche Realität. Ich bewirtschafte im Nebenerwerb einen sieben Hektar großen Hof mit Rindern, Muttersauen, Hühnern, Ziegen, Hasen, einem Hund und Katzen. Beim Herbstfest öffnen wir Bäuerinnen die Hoftüre für die Bevölkerung und stellen dabei auch das Schulprojekt vor. Mir gefällt die Verbindung zwischen Stadt und Land. Die Leute genießen die Atmosphäre und sehen, was Bauern leisten.“ <


„oSttiroler apfelfeSt“ in dölSach i.oSttirol, 04. oKtober, ab 11 uhr

Osttiroler apfelfest

„Die Sonne bestimmt das Aroma.“ Martina und Hermann Kuenz, Obstbauern

D

er Kuenzhof liegt auf der Sonnseite des Lienzer Talbodens und die Hanglage bietet optimale Möglichkeiten für den Obstbau. Seit 400 Jahren bewirtschaftet meine Familie den Hof. Wir haben uns in der Zwischenzeit auf Obstbau spezialisiert. Der Großteil der 20.000 Obstbäume trägt Äpfel, Birnen, Zwetschken, Pflaumen, ein paar Süßkirschen, Weichseln sowie Marillen. Daraus machen wir in erster Linie Edelbrände und Liköre, aber auch viel naturtrüben Apfelsaft. Tafelobst geht

über „Qualität Tirol“ an den Handel. Wir verkaufen auch ab Hof und am Lienzer Stadtmarkt. Als Bauer sorge ich für die optimale Versorgung der Bäume. Für das Aroma und den Zuckergehalt ist die Sonne verantwortlich. Das ist wichtig, denn in der Verarbeitung zählt das, was der Apfel in sich hat. Bis jetzt haben wir immer das Blütenfest im Frühjahr veranstaltet. Heuer wird das Fest in den Herbst verlegt, denn so können wir den Gästen reife Früchte reichen.“ <

SOnntag

04. OKtOber Um 11 Uhr startet am Kuenzhof in Dölsach das Fest. Es gibt einen Bauernmarkt mit Käse, Speck, Brot und weiteren regionalen Spezialitäten, Gegrilltes und Köstlichkeiten rund um den Apfel wie Apfelkiachln, Apfelkrapfen, Damenkaprizen und Apfelstrudel. Betriebsführung durch den Garten. Musik: Tschitscher Hausmusik. Kinderprogramm mit Hupfburg.

Seite 17 Herbstfeste


„23. haiminger marKttage“ in haiming, 10./17. oKtober, ab 9 uhr

Haiminger markttage

SamStag

10./17. OKtOber Ab 9 Uhr heißt es „Flanieren, Probieren, Genießen“. Im Mittelpunkt steht der Apfel. Dazu gibt es erntefrische Spezialitäten am Bauernmarkt von Birnen über Honig, Käse, Schnäpse, Blumen, Gemüse bis Bio-Brotgetreide und Feinstes in der Schmankerlmeile im Dorfzentrum. Musikalisches Rahmenprogramm. Kinderprogramm mit Kasperltheater, Hupfburg, Haflingerreiten. Rückfahrt mit Bus- und Oberlandbahn ist gratis, wenn man sich am Infostand einen Stempel besorgt.

Herbstfeste Seite 18

„Der süß-säuerliche Geschmack erquickt.“ Hubert Wammes, Vollerwerbsbauer, Apfelsaftproduzent und Festorganisator

I

n Tirol bauen wir Äpfel auf einer Höhe von 600–700 Metern an. In Nordtirols größtem Anbaugebiet haben wir dadurch weniger Ertrag als die Südtiroler, dafür sind die Äpfel kompakter und haben viel Biss. Auf unseren 13 Hektar sind rund zehn Sorten vertreten, vom säurereichen Boskoop und Topaz bis süßem Gala, Golden Delicius und Jonagold. Die Äpfel verkaufen wir teils als Tafelobst über Supermärkte und Obsthändler, teils verarbeiten wir sie zu Apfelspalten für die Konditorei, zu Schnaps und Apfel-

saft. Der Saft geht vor allem an Betriebe und Hütten, die heimische Produkte anbieten. Das Kennzeichen von gutem Apfelsaft ist, dass er auf der Zunge erquickend schmeckt. Dafür ist eine gute Mischung aus säuerlichen und süßen Äpfeln nötig. Frei von Verdünnungswasser, Zucker oder Konservierungsstoffen ist er reine Natur und auch ein ideales Getränk für Sportler. Die Haiminger Markttage sind für mich die reinste Freude. Die Leute genießen unsere guten Produkte und erntefrischen Lebensmittel.“ <


„Zillertaler heubauernfeSt“ in mayrhofen, 10.–11. oKtober, ab 11 uhr

Zillertaler Heubauernfest

„Bergkräuter schmeckt man in der Milch.“ Florian Mader, Zillertaler Vollerwerbs-Heumilchbauer

H

ier auf den höchsten Zillertaler Bergwiesen finden sich gesunde Kräuter fürs Vieh. Spitzwegerich, Frauenmantel, Knäuelgras oder Wiesenfuchsschwanz sind nur ein paar davon. Alle enthalten viele Nährstoffe und Energie. Die Kräuter haben nicht nur einen gewaltig intensiven Geschmack, sondern die duftenden Wiesen sind auch idyllisch und schön für Wanderer anzusehen und zu erleben. Die Spitzenqualität der Gräser und Kräuter wirkt sich auf die Milch, den Käse und die Butter aus.

Das Heu mähen wir mit der Hand. Im Frühsommer, bei schönem Wetter, arbeiten wir bis ein oder zwei Uhr nachts. Am nächsten Tag geht's dann um vier Uhr in der Früh wieder los, wenn wir das Vieh von der Almweide eintreiben, melken, mit ein bisschen Heu für die Verdauung versorgen und dann gegen sieben Uhr wieder auf die Alm bringen. Das Heubauernfest ist für mich jedes Jahr ein Muss. Da sind fesche Dirndln, es spielt a schöne Musik und es wird getanzt auf Teufel komm raus ...“ <

SamStag/SOnntag

10.–11. OKtOber Ab 11 Uhr werden in der ErlebnisSennerei Zillertal die Zillertaler Heumilchbauern für ihre Leistungen gefeiert. Es gibt Leckerbissen aus Obst, Gemüse, Käse, Milch und Honig sowie Zillertaler Köstlichkeiten, gute Stimmung, Unterhaltung und musikalische Klänge. Am Sonntag um 11 Uhr wird den Zillertaler Bergbauern das Milchgütesiegel verliehen. Musik: Volksmusikgruppen. Betreutes Kinderprogramm mit HeuLabyrinth, Bastel- und Spielspass.

Seite 19 Herbstfeste


REZEPT

Gefüllte Jahrlings-Röllchen im Speckmantel zutaten für 4 personen: 12 Jahrlingsschnitzel á 5 dag 12 dünne Scheiben durchzogenen Speck 16 Salbeiblätter 1/8 l weißwein 1/4 l rindsuppe 1/8 l Schlagrahm füllung: 20 dag champignons 15 dag zwiebel 1 el petersilie (gehackt) 3 el parmesan (frisch gerieben) 12 dag „Qualität tirol“ topfen (bzw. frischkäse) 2 zehen knoblauch Salz, pfeffer, öl zubereitung: für die füllung champignons putzen und kleinwürfelig schneiden. zwiebel schälen und fein hacken. zwiebel und champignons in wenig öl anbraten, mit Salz, pfeffer und fein gehacktem knoblauch würzen. masse abkühlen lassen. petersilie, parmesan und topfen untermischen. die Schnitzel zwischen einer frischhaltefolie behutsam klopfen und mit Salz und pfeffer würzen. füllung gleichmäßig darauf verstreichen. die Schnitzel straff einrollen, mit Speck umwickeln und mit je einem Salbeiblatt belegen. Speck und Salbei mit fleischnadel oder zahnstocher fixieren. fleischröllchen mit wenig öl rundum anbraten, mit wein ablöschen und mit Suppe aufgießen. röllchen auf kleiner flamme zugedeckt ca. 15 bis 20 minuten schmoren. das fleisch anschließend aus der pfanne nehmen. bratensaft mit rahm aufgießen und cremig einkochen. Vor dem Servieren restlichen Salbei in feine Streifen schneiden und mit der Sauce vermischen. Jahrlings-röllchen mit Sauce anrichten.

TiPP vom ExPERTEn „Der Jahrling ist ein Geheimtipp. Als Jungrind unter einem Jahr läuft er frei herum, ernährt sich vorwiegend von Muttermilch und wächst so in der natürlichen Umgebung auf. Das Fleisch vom Jahrling ist etwas teurer als herkömmliches Rindfleisch. Doch er bietet hochwertigstes Fleisch. Das Beiried vom Jahrling ersetzt beispielsweise das Rindsfilet wie die Jahrlingsschulter den Tafelspitz. Gute Beratung vom Fachmann unterstützt deshalb sinnvoll bei der Entscheidung an der Theke.“ Herzlichst, Ihr Wolfgang Sipos Metzger in der MPREIS-Filiale Rum

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Ragout vom Tiroler Kalbl

zutaten für 4 personen: 80 dag kalbfleisch (Schulter, nuss, hals, Vögerl) 15 dag tiroler butter 20 dag zwiebel fein geschnitten 15 dag champignons 1 el mehl, glatt 1/2 l Suppe 1/2 becher tiroler Sauerrahm 1 el gehackte petersilie majoran, Salz, pfeffer

t

zubereitung: fleisch in mundgerechte würfel schneiden, in heißem fett anbraten und warmstellen. bratrückstand mit etwas Suppe löschen, kurz einkochen und zum warmgestellten fleisch geben. etwas butter erhitzen und die feingeschnittenen zwiebeln darin goldbraun anrösten. angebratene fleischstücke mit dem bratrückstand zu den gerösteten zwiebeln geben. diese mit mehl stauben und gut verrühren. mit Suppe aufgießen und nicht zugedeckt ca. 1 Stunde langsam

weichdünsten. bei bedarf etwas Suppe nachgießen. mit Salz, pfeffer und frischgehackter petersilie abschmecken. etwas öl in einer pfanne erhitzen und die gewaschenen, blättrig geschnittenen champignons kurz anbraten und ins ragout geben. anschließend den Sauerrahm einrühren und das ragout noch etwas ziehen lassen. tipp: ragout nicht wieder aufkochen lassen, sonst flockt der Sauerrahm aus.

TiPP vom ExPERTEn „Die Schulter eignet sich besonders gut für Ragout. Sie ist mager und wenig durchzogen. Der Hals ist ein bisschen mehr durchzogen und dadurch etwas günstiger. Das Vögerl ist die ausgelöste Stelze. Sie eignet sich besonders für Gulasch, weil sie einen hohen Sehnenanteil hat. Dieser wird beim Kochen geleeartig und wirkt so als natürliches Bindemittel in der Soße. Die Nuss ist sehr hochwertig und ergibt ein exquisites Ragout.“

Viel Freude beim Kochen! Ihr Markus Osmak-Erharter Metzger in der SPAR-Filiale Kufstein/Zell

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Rindersaftbraten vom Grauvieh Almochs zutaten für 6 personen: 1 kg fleisch vom tiroler grauvieh almochs (z. b. tafelstück, nuss, Scherzl oder mageres meisel ) 3 zwiebel (mittelgroß) 1 Sellerieknolle 1 karotte 1 pastinake 10 dag räucherspeck 1 l rindssuppe 2 el mehl (glatt) 1 becher tiroler Sauerrahm 4 pfefferkörner, 2 gewürznelken, 1 lorbeerblatt, 1 el zitronensaft, Salz, pfeffer, öl zubereitung: das geputzte gemüse und den Speck in kleine würfel schneiden. das fleisch vom tiroler grauvieh almochs mit Salz und pfeffer würzen und in etwas heißem fett in einem bräter rundherum anbraten. das gemüse, den Speck sowie die gewürze dazugeben. das fleisch nicht zugedeckt ca. 20 minuten auf mittlerer Schiene im backofen bei 220° c anbraten. den braten nach 10 minuten (halbzeit) wenden. die rindsuppe zum kochen bringen. den backofen auf ca. 180° c zurückschalten, die Suppe über das gemüse und den braten gießen. während des bratens öfter mit dem entstehenden bratensaft übergießen und ca. 1 Stunde fertig schmoren. im abgeschalteten backofen warm halten. den Saft pürieren und am herd aufkochen, mit Sauerrahm, mehl und etwas bratensaft vermischen und die Soße damit binden. mit zitronensaft, Salz und pfeffer abschmecken. das fleisch in Scheiben schneiden und die Soße dazu reichen. tipp: den braten beim wenden nicht mit einer gabel anstechen, da sonst der fleischsaft austritt und das fleisch eher trocken wird.

TiPP vom ExPERTEn „Ein vielseitig verwendbarer Teil vom Almochs ist die Schulter. Man unterscheidet drei Teile: Die ‚dicke Schulter’, die mager und grobfasrig ist und gerne für Gulasch verwendet wird. Das ‚Schulterblatt’, das sich durch einen glasig sulzigen Einschluss auszeichnet, der beim Kochen weich und geleeartig wird. Und schließlich das ‚Schulterfilet’, das als feinstes Teil gilt, weil es feinfasrig und schön marmoriert ist. Außerdem lässt es sich gut portionieren. Mein Zusatztipp: Immer einen guten Wein zum Aufgießen der Soße verwenden. Aus einem billigen Wein bekomme ich keine gute Soße.“ Viel Spaß! Ihr Markus Schuchter Metzger in der HÖRTNAGL-Filiale am Burggraben/Innsbruck Herbstfeste Seite 22


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Gebratene Kaspressknödel auf Salat mit Kürbiskernöl

zutaten für 4 personen: 25 dag erdäpfel 50 dag knödelbrot 10 dag tiroler bergbauernbutter 10 dag fein gehackte zwiebel 1 l tiroler milch 3 eier 10 dag feiner tiroler 10 dag tiroler bergkäse gehackte petersilie muskatnuss Salz, pfeffer, butterschmalz

zubereitung: erdäpfel kochen. tiroler bergbauernbutter zergehen lassen, zwiebel goldbraun rösten und zum knödelbrot geben. tiroler milch erwärmen und mit eier, Salz, muskatnuss und etwas pfeffer vermischen. alles über die knödelmasse geben. feiner tiroler und tiroler bergkäse in kleine würfel schneiden, mit zerdrückten erdäpfeln und petersilie zur masse geben und gut durchmischen. 30 minuten rasten lassen und flache knödel formen. in butterschmalz anbraten und

eventuell im rohr fertig garen. dazu reicht man einen Salat mit einem dressing aus kürbiskernöl, essig, einer prise zucker, Salz, pfeffer und Schnittlauch. tipp: geben Sie zum dressing statt zucker etwas honig, apfelessig und eine fein gehackte knoblauchzehe dazu.

TiPP vom ExPERTEn „Käse ist ein lebendiges Naturprodukt und unterliegt einem ständigen Reifeprozess. Grundsätzlich gilt daher: Zu kühle Lagerung, Wärme oder Licht schaden der Qualität und dem Geschmack von Käse. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 3–6 Grad, Weich- und Frischkäse sollte man möglichst in der Originalverpackung lagern. Geöffneten Käse in eine Klarsichtfolie, Edelschimmelkäse in eine Alufolie einwickeln.“ Viel Spaß beim Genießen! Ronald Häsele Nah&Frisch Kaufmann aus Reutte Käsesommelier des Jahres 2009

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