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Gartenschätze 2010

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26.03.10 09:57


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Tipp 1: „Hoch­ wertige Erde verwenden!“

Tipp 2: „Schnitt am besten nach der Blüte.“

Tipp 3: „Blumen mit dem Messer anschneiden.“

Tipp 4: „Ausput­ zen fördert die Blüte.“

Blume des Jahres

Gärtnerei Falch, Schnann

Gartenwelt Oppl, Imst

Gärtnerei Bair, Imst

Blumenwelt NorzTichoff, Ötztal Bahnhof

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Tipp 5: „Frischhal­ temittel verlän­ gern Leben.“

Tipp 6: „Bewässe­ rung gleichmäßig ausrichten.“

Tipp 7: „Sie schätzt Sauberkeit und Kühle.“

Tipp 8: „Die Zarte weit weg von Obst stellen.“

Tipp 9: „Schlupf­ wespen schützen vor Schädlingen.“

Blumen Calovini, Völs

Blumenpark Seidemann, Völs

Gärtnerei Sax, Völs

Gärtnerei Peer, Völs

Gärtnerei Jägerbauer, Innsbruck

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Tipp 10: „Kom­ post dreimal umsetzen.“

Tipp 11: „'Pretty Much Picasso' liegt im Trend.“

Tipp 12: „Morgens oder abends gießen!“

Tipp 13: „Das Wasser muss ablaufen.“

Tipp 14: „Surfinien lieben Eisen.“

Bundesgärten Innsbruck, Innsbruck

Gärtnerei Jäger, Thaur

Gartencenter Leo, Schwaz

Zillertaler Gartenzentrum Kerschdorfer, Stumm

Gärtnerei Berger, Oberndorf

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Tipp 15: „Larven gegen Schädlinge.“

10. Radieschen­ fest, Hall

Wahl: „Qualität Tirol“ Gärtnerei des Jahres 2010

Gärtnerei Kröll, Mayrhofen

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IMPRESSUM: „Gartenschätze“, April 2010 Medieninhaber und Verleger: Agrarmarketing Tirol, Brixner Straße 1/5, 6020 Innsbruck, www.AMTirol.at, Tel. 0512/575701 • Druck: Niederösterreichisches Pressehaus • Produktion: target group publishing gmbh, Karl-Kapferer-Straße 5, 6020 Innsbruck, redaktion@ zielgruppen verlag.at • Redaktion: Julia Brugger • Fotos: Gerhard Berger, Michael Rathmayr, S. 16 li. Renner Print Media, S. 3, 5, 21, 22, 23 AMTirol • Grafik: NERO WerbeGmbH


Gartenarbeit stärkt die Gesundheit

Bildung und Innovation als Erfolgsrezept

Blumen und Pflanzen sind ein ständiger Begleiter in unserem Leben. Ganz nach dem Motto „Sag’s durch die Blume“ verleihen sie unseren Gefühlen Ausdruck und sind ideal geeignet zum Gratulieren, Danken, als Zeichen der Liebe oder am Grab als Zeichen des Gedenkens.

„Qualität Tirol“ Gärtner stehen für Fachkompetenz, beste Beratung sowie Blumen und Pflanzen von höchster Qualität. Das Fachpersonal der Tiroler Gärtner versteht sein Handwerk und gibt das umfangreiche Fachwissen mit viel Engagement an seine Kunden weiter. Die Tiroler Gärtner bilden derzeit über 100 Lehrlinge aus und sind damit der größte Lehrlingsausbildner der Tiroler Landwirtschaft. Dieser Nachwuchs sichert auch in Zukunft die fachliche Qualifikation des Berufstandes.

Eine herrliche Blütenpracht sowie gesunde, selbstgezogene Kräuter erfreuen das Gemüt jedes Gartenliebhabers. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Beschäftigung mit Blumen und die verschiedenen Tätigkeiten im Garten positiv auf die Gesundheit auswirken. Das Beobachten der Natur sowie leichte und regelmäßige Arbeiten wirken ausgleichend und harmonisierend. Die Tätigkeiten bauen Stress ab und stärken Herz wie Kreislauf. So ergibt sich die positive Wirkung auf Körper, Geist und Seele. Die „Qualität Tirol“ Gärtner punkten mit Pflanzen von hervorragender Qualität. Sie garantieren Frische, Schädlingsfreiheit, Robustheit und geben eine vierwöchige Anwuchsgarantie. Nehmen Sie diese Vorteile für Ihren Garten und Balkon in Anspruch, und nützen Sie die hervorragende Fachkompetenz sowie beste Beratung des „Qualität Tirol“ Gärtners in Ihrer Nähe.

Kurze Transportwege von den Gewächshäusern in die Geschäfte sowie widerstandsfähige und gesunde Pflanzen garantieren Ihnen eine üppige Blütenpracht, die lange anhält. Dafür wird hart gearbeitet. Die Tiroler Gärtnermeister und ihre Facharbeiter testen laufend neue Sorten. Viele Pflanzen, die ideal an das Tiroler Klima angepasst sind, stehen für die heurige Saison in den Gärtnereien bereit.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Gartenjahr!

Dieses Magazin liefert Ihnen zahlreiche wertvolle Tipps und Tricks rund um Garten, Balkon, Grabgestaltung und Floristik. Es bietet ebenso einen Streifzug durch die vielfältigen Tätigkeiten der Tiroler Gärtner. Tauchen Sie ein in die Welt der „Qualität Tirol“ Gärtner und besuchen Sie eine der zahlreichen Veranstaltungen in den Gärtnereien! Die Tiroler Gartenspezialisten freuen sich auf Ihren Besuch.

DI Wendelin Juen Geschäftsführer Agrarmarketing Tirol

LHStv. ÖR Anton Steixner Obmann Agrarmarketing Tirol Seite 3 Gartenschätze


Blume des Jahres Die „Qualität Tirol“ Gärtner lüften das Geheimnis um die „Blume des Jahres 2010“.

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• name: Geierwally • pflanze: pelargonie, hängend • Farbe: leuchtend hellrot • Blüte: den ganzen Sommer hinweg bis in den herbst • charakter: üppige, sehr frühe Blüte • Besonderheit: unempfindlich, pflegeleicht, wetterfest • pflege: langzeitdünger dem Substrat beimischen, wöchentlich Flüssigdünger ins Gießwasser

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Gärtnerei Falch Hausnummer 149 • 6574 Schnann T: 05447 / 55 67

Tipp 1: „Hochwertige Erde verwenden!“

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enn die Blätter gelb werden und verkümmern, liegt die Wurzel des Übels möglicherweise im Boden. Ist die Vorratskammer arm an Nährstoffen, fehlt die Ener­ gie zum Wachsen und Gedeihen. Es sind kleinste Organismen im Bo­ den, die Nährstoffe zur Verfügung stellen. „Organisches Material, wie Laub und Pflanzenreste, wird von Bodenlebewesen abgebaut. Bei die­ sen Vorgängen werden Nährstoffe freigesetzt“, erklärt Martina Falch von der Gärtnerei in Schnann.

Mist, ein wertvoller Dünger „Erstklassige Erde enthält alle not­ Gartenschätze Seite 6

wendigen Nährstoffe wie Stick­ stoff, Phosphor und Kalium in der richtigen Menge. Zusätzlich ist sie mit Tonmineralien versetzt“, er­ klärt Martina. Wie natürlicher Bo­ den ist auch hochwertige Balkon­ pflanzenerde aus der Gärtnerei ein nährstoffreiches Gemisch, das vor allem aus Torf und Ton besteht. Torf hat die Fähigkeit, Wasser zu speichern, und Ton lagert Nähr­ stoffe an. Zuschlagsstoffe wie Per­ lite und Kokosfasern fördern die Luftführung im Substrat. Dennoch sollte man Kübelpflanzen alle paar Jahre umpflanzen und mit neuer Erde versehen.

Für den Gemüsegarten hält auch des Bauers Mist wertvolle Nährstoffe be­ reit. „Gelagerter Mist eignet sich be­ sonders“, betont Martina. „10 l/m² sind eine ideale Bemessungsgrund­ lage“, erklärt Seniorchefin Barbara. <

tag der offenen Gärtnerei Sa 1. Mai, 10–18 Uhr Bei jedem Flüssigdüngerkauf gibt‘s kostenlos einen Dünger dazu. Für leibliches Wohl ist gesorgt.


GartenWelt oppl Industriezone 32a • 6460 Imst T: 05412 / 660 62 www.gartenwelt-oppl.at

Tipp 2: „Schnitt am besten nach der Blüte.“

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eiche, auffällige Blüte, attrakti­ ver Blattschmuck – Ziergehölze bereichern den Garten in vielerlei Hinsicht. Zunächst wichtig: Sandig, locker, schwer oder lehmig? Der Bo­ den entscheidet, welches Gehölz am besten passt. Und für ein gesundes Wachstum sorgt der richtige Schnitt.

richtiger PflanzunD schnittzeitPunkt „Sobald der Boden nach den Win­ termonaten wieder aufgetaut ist, kann mit der Pflanzung begonnen werden“, weist Christian Oppl von der Imster Gartenwelt auf das rich­ tige Timing hin. Containerpflanzen,

die den Topf gut durchwurzelt ha­ ben, eignen sich auch bei som­ merlichen Temperaturen zum Ein­ pflanzen, während wurzelnackte Pflanzen nur im zeitigen Frühjahr und im Herbst gepflanzt werden können. Bei der Qualität achtet man auf ausgewogenes Astwerk und ausreichende Jungtriebe. Zu dichter Boden kann mit Sand oder Kompost verbessert werden. „Nach dem Einpflanzen sollten die Pflan­ zen stark bewässert, am besten richtig eingeschlämmt werden. Das garantiert ein gutes Anwachsen der Pflanzen“, ergänzt Christians Frau Rosi.

Auslichtungsschnitte finden nach der Blütezeit der Ziergehölze statt. „So stellt man sicher, dass es im darauffolgenden Frühjahr zu einem kräftigen Austrieb und zumeist auch zu üppiger Blütenpracht kommt“, so der Profi. <

tage der offenen Gärtnerei Sa 24. / So 25. april, 9–17 Uhr Seite 7 Gartenschätze


Gärtnerei Bair Langgasse 34 • 6460 Imst T: 05412 / 668 42

Tipp 3: „Blumen mit dem Messer anschneiden.“

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ie Schere schadet der Pflan­ ze. Sie drückt die Gefäße des Stängels zusammen und verhindert die volle Wasseraufnahme. „Des Messers scharfe Schneide lässt die Gefäße offen und optimiert die Was­ seraufnahme“, so Josef Bair von der Gärtnerei Bair. Neben der Produktion von Frühjahrs­ blühern, Beet­ und Balkonpflanzen verarbeitet Josef selbstproduzierte Schnittblumen zu Sträußen, Kränzen und weiteren stilvollen Dekorationen und Arrangements. Floristik ist die Spezialität der Gärtnerei. „Rundge­ bunden ist stets ein Klassiker. Versetzt in die Höhe gesteckt, die extrava­

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gante Version“, verrät Josef. In der Farbkombination gibt sowohl schrill als auch gedeckt den Ton an. „Rot oder Kanariengelb sind fröhliche Frühlingsboten mit viel Leuchtkraft. Bordeaux, Lila, Oliv oder Bronze ver­ mitteln stilvolle Eleganz“, erklärt der Gartenprofi.

aufDekoriert Den blumigen Gruß dekorieren die Gärtner professionell. Der Fantasie und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Josef und sein Team erfüllen gerne individuelle Wünsche der Kun­ den. Zimmer­ oder Topfpflanzen wer­ den farblich passend in eine Keramik­

schale gesetzt und mit Bändern, Bast oder Ästen geschmückt. „Nicht nur bei Hochzeiten sind dekorative Gestecke gefragt“, verrät der Gärtner. Schnittgrün gibt den Schnittblumen den passenden Rahmen. Wichtig für die Haltbarkeit: „Die Blätter sollen au­ ßerhalb des Wassers bleiben. Sie för­ dern Fäulnisprozesse“, erklärt Sohn und Gärtnermeister Mathias. Mit dem Messer angeschnitten und mit Frischhaltemittel in einen hellen Raum gestellt, halten sie besonders lange. „Nur weg von der prallen Sonne! Die fördert das Welken“, rät der Gärtner abschließend. < Wir freuen uns auf ihren Besuch!


BlUMenWelt norz-tichoFF Wiesrainstraße 19 • 6430 Ötztal-Bahnhof T: 05266 / 882 58 www.norz-tichoff.at

Tipp 4: „Ausputzen fördert die Blüte.“

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en ganzen Sommer über Blu­ menkisten mit vollen Blüten­ köpfen? Das ist gar nicht so einfach. Doch Josef Norz von der Blumenwelt Norz­Tichoff weiß ein paar Tipps, wie es gelingen kann. „Direkt in die Sonne oder doch in den Halbschatten? Ganz entscheidend ist zunächst, wo die Pflanze stehen soll“, denn nicht jede Balkonpflanze verträgt Licht und Hitze gleichermaßen, erklärt der Profi. Zwei Drittel der Balkonpflanzen lieben son­ nige Standorte und blühen dort üppig auf. „Zu denen gehören Strauchmar­ geriten, Bidens, Vanilleblumen, Wan­ delröschen oder Dipladenien. Stellt man sie in den Schatten, tragen sie

gleich weniger Blüten“, ergänzt Josef Junior, der seit dem letzten Jahr die Gartengestaltung im elterlichen Be­ trieb leitet. Zu den schattenliebenden Pflanzen gehören Fuchsien, Edellies­ chen oder Begonien. Eine Reihe von Pflanzen bildet nach der Blüte Samen und Früchte. „Das kostet sie viel Ener­ gie. Wenn man die verblühten Blüten und Samenstände entfernt, wird die Kraft jedoch in Blütenfülle gelenkt“, erklärt der Gartenprofi.

farbe fürs auge Sollen die Terrasse oder der Balkon knallig bunt wirken oder doch lieber harmonisch ruhig? Die Farben der

Pflanzen bestimmen die Wirkung. Vi­ olett­bläuliche Blüten mit Grüntönen kombiniert, erzeugen beispielsweise eine ruhige Atmosphäre. Wer’s jedoch lieber auffällig mag, der mischt Kom­ plementärfarben. „Blau und gelb he­ ben sich stark voneinander ab und die Blumen kommen jeweils gut zur Gel­ tung“, so Josef. Letztendlich ist man immer gut beraten, die Farbe zu wäh­ len, die einem besonders gefällt. < tage der offenen Gärtnerei, mit Frühschoppen So 18. april 11–15 Uhr zillertal Sound, 15% auf alleS. Sa 1. Mai 11–15 Uhr, Ferdie & Drevs Seite 9 Gartenschätze


BlUMen calovini Völser Au 5 • 6176 Völs T: 0512 / 30 32 44 www.blumen-calovini.at

Tipp 5: „Frischhaltemittel verlängern Leben.“

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ie mag es leicht schattig, bei an­ genehmer Zimmertemperatur. Vor rund 125 Jahren kam die erste Gerbera aus Südafrika in den könig­ lichen Garten nach Kew Gardens bei London. Von da an eroberte sie im Eiltempo die Herzen der Floristen und Blumenkäufer und zählt heute zu ei­ ner der beliebtesten Schnittblumen. Ursprünglich ist sie in Madagaskar, Asien und Südafrika zu Hause. Ka­ rin und Christian Calovini ziehen die langlebige Blume seit rund 30 Jahren in ihren Glashäusern in Völs. „Natür­ lich hält die Gerbera bei uns umso länger, je kühler die Räume sind – die neuen Sorten sind an unsere Breiten

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angepasst“, erklärt der Gärtner. Als sein Schwiegervater die ersten Gerbe­ rasetzlinge kaufte, gab es sie lediglich in orange, gelb, rot und rosa. Mittler­ weile hat sich das Farbspektrum um lila, weiß, lachs und zweifarbige (orange/ gelbe) Gerbera vergrößert. Auf knapp 2000 Quadratmetern Fläche bauen die Calovinis die mehrjährige, krauti­ ge Pflanze an. Klein­ und großblütige Köpfchen recken sich dem Licht ent­ gegen. „Wir schneiden jeden Tag fri­ sche Gerbera“, so Christian. Die wer­ den zusammen mit Rosen, Tulpen und Sonnenblumen sogleich an die sechs eigenen Filialen, sowie an andere Tiro­ ler Gärtner und Floristen geliefert.

nahrung braucht Die bluMe! „Schneidet man Gerbera mit dem Messer schräg an, halten sie im Ideal­ fall bis zu zwei Wochen“, so Karin. Die Gerberaexpertin warnt allerdings vor zu großer Hitze und Trockenheit, denn das verkürzt das Leben der Pflanze. Wichtig: angemessen viel Licht, Feuch­ tigkeit und vor allem Frischhaltemittel im Wasser. „Das Frischhaltemittel setzt den pH­Wert im Wasser herunter. Bak­ terienwachstum wird dadurch verhin­ dert, und gleichzeitig wird der Pflanze Zucker zugeführt!“ < tag der offenen Gärtnerei Sa 24. april, 9–18 Uhr


BlUMenparK SeiDeMann Michelfeld 7 • 6176 Völs T: 0512 / 30 28 00 www.blumenpark.at

Tipp 6: „Bewässerung gleichmäßig ausrichten.“

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uf einer voll bepflanzten Terrasse legt man morgens wie abends mit Schlauch oder Gießkanne etliche Meter zurück. Je heißer die Tage, umso mehr Wasser benötigen Blumen und Sträu­ cher. Das kann bis zu zehn Liter Wasser pro Laufmeter Balkonkiste ausmachen. „Am idealsten und praktischsten ist eine kontinuierliche Bewässerung“, erklärt Erwin Seidemann vom Blumenpark Sei­ demann. „Balkonkisten haben häufig ein kleines Erdvolumen. Das reduziert die Wasserspeicherung. Wachstum und Qualität leiden darunter.“

Professionell installiert Zwei Systeme erleichtern die Arbeit

wesentlich: eine Balkonkiste mit Was­ serspeicher oder ein Tropfsystem. „Ob man es lieber manuell, mechanisch oder computergesteuert hat, das hängt von Vorlieben und Budget ab. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Verbindungs­ schläuche auf einer Ebene liegen, damit das Wasser nicht stehen bleibt.“ Erwin und seine Mitarbeiter kommen mit der Wasserwaage auf Terrassen und in Gärten, damit das System auch optimal funktioniert. „Wenn man sich schon eine Erleichterung zulegt, dann soll sie auch funktionieren.“ Erwin hat zu oft fehlinstallierte Leitungen neu eingestellt. „Es macht Sinn, die Installation dem Pro­ fi zu überlassen. Sonst ärgert man sich

nur unnötig.“ Neben Bewässerungssys­ temen hat sich der Blumenpark auch in der Gartengestaltung einen Namen gemacht. „Wir arbeiten mit einer Feng Shui Expertin zusammen, die richtige Paradiese gestaltet. Die Vorlieben der Kunden fließen in ihre Planung ein“, ergänzt Erwins Frau Barbara. Praktisch, wenn man die Bewässerung gleich mit­ verlegen lassen kann. < tage der offenen Gärtnerei Sa 24. / So 25. april, 9–18 Uhr Beratungsstellen zu Kräutern, erde, Düngung, Gartengestaltung, Balkonblumen. 13.30–16 Uhr Kurzvorträge Seite 11 Gartenschätze


Gärtnerei Sax Völser Au 7 • 6176 Völs T: 0512 / 30 37 86

Tipp 7: „Sie schätzt Sauberkeit und Kühle.“

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ür mich soll‘s rote Rosen regnen“, wünschte sich 1968 die deutsche Chansonsängerin Hildegard Knef. Die dornige Blume ist Symbol reinster Schönheit und Eleganz. „Sie ist ein bisschen eigensinnig, die Rose. Sie braucht viel Pflege und re­ agiert empfindlich auf Störungen jeg­ licher Art“, erklärt Gärtner Peter Sax. Täglich werden Triebe nach unten gebogen und die langstieligen Rosen geerntet. „Wir müssen sie stets vor Spinnmilben, Läusen oder Mehltau schützen“, so Peter. Heuer auch erst­ mals auf natürliche Weise mit Nütz­ lingen. Doch der aufwendige Anbau rentiert sich.

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extravagant bis in Die sPitzen Die sagenumwobene Pflanze ist in Kokosfaser gebettet. Wasser und Düngemittel fließen über eine Drai­ nage zu den Wurzeln. Extravagant bis in die letzten Spitzen also. In der kalten Jahreszeit wird die Produktion überhaupt eingestellt. „Da hält sie ihren Winterschlaf“, erläutert Peter. Ab März, wenn die Sonnenstunden zunehmen und die Luft wärmer wird, erstrahlt sie wieder in ihrer Schönheit. Seit rund 50 Jahren zählt die Rose neben Beet­ und Balkonpflanzen zu den Hauptprodukten der Gärtnerei Sax. Täglich werden frühmorgens

gut zweitausend Liebesboten geern­ tet, vornehmlich rote. Nach dem Sor­ tieren kommen sie gleich in den Kühl­ raum. Das Frischhaltemittel hält die Bakterien auf einem Minimum und garantiert eine lange Lebenszeit der Blume. „Viele unterschätzen die nega­ tive Wirkung unreiner Vasen und spü­ len sie nur leicht aus. Doch gerade Ro­ sen brauchen es extrem reinlich, denn sie sind sehr anfällig für Bakterien“, erklärt Peters Frau Sabine. Ein kühler, schattiger Ort verlängert zudem ihre Lebensdauer. < tag der offenen Gärtnerei Sa 24. april, 9–17 Uhr


Gärtnerei peer Michelfeld 10 • 6176 Völs T: 0512 / 30 31 14 www.gaertnerei-peer.com

Tipp 8: „Die Zarte weit weg von Obst stellen.“

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a, ich will.“ Diese Worte werden gerne von zart­rosa Lilien ge­ rahmt, welche die Hände oder Haare der Braut schmücken. „Peruanische Schönheit“ nennt man salopp die Al­ stromerie aus Süd­ und Mittelamerika. Ulrike Peer, Floristikmeisterin und In­ haberin der Gärtnerei Peer in Völs, zaubert seit gut neun Jahren aus den Blüten prächtige Sträuße. „Wir haben uns auf Hochzeits­ und Trauerfloris­ tik spezialisiert“, erklärt sie. Ihre Kre­ ationen sind bekannt und gefragt. „Wir beraten gerne für Hochzeiten oder Trauerfeierlichkeiten.“ Kirchen­, Tisch­ und Autoschmuck werden aus frischen Schnittblumen gesteckt,

Brautsträuße und Anstecker eben­ so wie Bouquets, Sarggestecke oder Urnenkränze. Über dieses Repertoire verfügen Ulrike und ihr Team neben dem regulären Beet­ und Balkonpflan­ zenverkauf.

reifegase schaDen ihr Rund um die Alstromerie rankt sich das restliche Gebinde. In creme­ weiß, lila, rot und pink gibt sie jedem Strauß eine elegante Note. Die Blu­ men wachsen in erdigem Boden und an einem Gitter entlang, das ihnen beim Wachsen Stabilität gibt. Die geerntete Blume wird mit Frischhal­ temittel in den Kühlraum gebracht.

Ob im Gesteck, im Strauß oder ein­ zeln mit schmucken Gräsern, Alstro­ merien sind genauso empfindlich, wie ihre Blätter zart aussehen. „Wir verarbeiten unsere eigenen Schnitt­ blumen. Dadurch können wir eine lange Haltbarkeit garantieren.“ Für zu Hause gibt Ulrike jedoch vor al­ lem folgenden Rat: „Die Blüte weit weg von Obst stellen. Denn Reifega­ se von Obst und Gemüse lassen die peruanische Schönheit allzu rasch verblühen.“ < tag der offenen Gärtnerei Darf’s ein bisschen peer sein? Sa 24. april, 8–17 Uhr Seite 13 Gartenschätze


Gärtnerei JäGerBaUer Dr.-Stumpf-Straße 115 • 6020 Innsbruck T: 0512 / 28 57 78 www.gaertnerei-jaegerbauer.at

Tipp 9: „Schlupfwespen schützen vor Schädlingen.“

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uf der Terrasse spielen und da­ bei Erdbeeren oder Stachelbee­ ren vom Strauch abperlen – das klingt paradiesisch. Ein Naschgarten vor der Wohnung oder dem Haus ermöglicht diesen kleinen Luxus. Ruth Lunger und Christian Jägerbauer von der Gärtnerei Jägerbauer bieten Obst­ und Gemüsepflänzchen für den Pri­ vatanbau an. In der Innbeuge nahe der USI legte Christians Urgroßmutter bereits 1919 den Grundstein für die Innsbrucker Gärtnerei. 90 Jahre später ist sie eine besondere Adresse für Naschgärten: für Ampelerdbeeren, Snack­Gurken, Tomaten, Paprika und kleinwüchsige

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Äpfel, Birnen oder Kirschen in Topf­ kultur. Die Jägerbauers achten beim Einkauf auf gute Qualität. „Die neu­ esten Sorten sind sehr widerstands­ fähig und deshalb weniger anfällig“, erklärt Ruth. Auch das Aroma hat sich verbessert, vor allem bei Erdbeeren.

frei von synthetischen Mitteln Doch auch wer über keinen Balkon oder Garten verfügt, wird bei Jäger­ bauers fündig. Denn auf den Feldern um die Gärtnerei wird Gemüse in großem Stil angebaut und im Som­ mer täglich verkauft. Daneben auch Beet­ und Balkonpflanzen, Sträuße und Gehölze.

In der Pflanzenproduktion setzen die Jägerbauers auf biologische Gegen­ spieler. „Wir setzen Schlupfwespen ein. Diese legen ihre Eier in den Wirt, wie beispielsweise Läuse. Die Larven der Schlupfwespen fressen die Läuse von innen aus und schlüpfen schließ­ lich als Wespe aus der Mumie“, er­ klärt der Gärtner. Der Vorteil für den Kunden: Die Pflanze ist frei von jegli­ chen synthetischen Spritzmitteln. <

tag der offenen Gärtnerei Sa 24. april, 8–17 Uhr


BUnDeSGärten Kaiserjägerstraße 1b • 6020 Innsbruck T: 0512 / 58 48 03 www.bundesgaerten.at

Tipp 10: „Kompost dreimal umsetzen.“

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ie Österreichischen Bundesgär­ ten, ehemals k&k Hofgärten, eigneten sich über Jahrhunderte Er­ fahrung in der Pflanzenanzucht und ­pflege an, insbesondere auch für exotische Pflanzen. „Wir pflegen und erhalten historische Gärten wie den Hofgarten und den Schlosspark Am­ bras. Durch die großen Baumbestän­ de fällt bei uns sehr viel Laub an“, so Herbert Bacher, Leiter der Innsbrucker Verwaltung der Bundesgärten. „Laub­ kompost ist besonders wertvoll für die Pflanzenproduktion.“ Aus dem gefal­ lenen Laub erzeugen die Bundesgär­ ten jährlich nährstoffreichen Humus, der für die Pflanzenproduktion ver­

wendet und im Frühjahr auf die Ra­ senflächen ausgebracht wird.

6 MilliarDen boDenorganisMen auf eineM krüMel huMus „Der Kompost hat eine hohe Puf­ ferkapazität. Der pH­Wert wird kor­ rigiert und überschüssige Nährstoffe werden gebunden. Bodenlebewesen wandeln die organische Masse in neue, nährstoff­ und humusreiche Erde um“, erklärt Herbert. Zu Beginn entwickelt sich im Komposthaufen eine große Hitze, die Unkrautsamen und Krankheitserreger abtötet. Gro­ bes Material bildet Hohlräume, die für die nötige Durchlüftung sorgen.

„In einem Krümel Humus leben so viele Bodenlebewesen wie Men­ schen auf der Erde“, so eine verein­ fachte Daumenregel von Herbert. Optimalerweise setzt man den Kom­ post dreimal jährlich um, wobei die Mikroorganismen aktiviert werden. Halbschattig und windgeschützt ge­ lagert sowie regelmäßig befeuchtet, reift der Humus auf dem Kompost­ haufen heran. <

tag der offenen Gärtnerei So 25. april, 9–16 Uhr vorträge: Das Balkonblumen aBc, Botanik am reiseweg Seite 15 Gartenschätze


Gärtnerei JäGer Haller Bundesstraße 2 • 6065 Thaur T: 05223 / 578 80 www.gaertnerei-jaeger.at

Tipp 11: „'Pretty Much Picasso' liegt im Trend.“

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retty“ ist die neue Petunie mit pin­ kem Blütenkelch. Das Besondere: Sie ist grün umrandet. Nicht nur Men­ schen erfreut der Anblick der knalligen Blume, auch Schmetterlinge werden magisch von ihr angezogen. 'Pretty Much Picasso' ist ein Must­have für alle trendbewussten Blumenliebhaber, das bestätigt auch Markus Jäger von der Gärtnerei Jäger. „Als stilvoll zeigt sich die Kombination mit silberlau­ bigen Pflanzen wie Weihrauch oder Margeriten“, rät Markus. Zudem ist die neue Petunie sehr pflegeleicht. Im Gegensatz dazu strahlen die zar­ ten, weißen Blüten der 'Diamond Frost' Euphorbie unschuldig auf der

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Terrasse. „Sie ist eine elegante Neu­ erscheinung“, so Reinhard Jäger, der Bruder von Markus. Petunien oder Pelargonien wertet sie durch ihre fein­ gliedrigen Blüten und Blätter auf und verleiht dem Anblick Fülle.

honigDuft liegt in Der luft Ebenso weiß, jedoch wesentlich üppi­ ger ziert die Lobularia 'Snow Princess' die Ampeln am Balkon. „Sie wächst sehr schnell, benötigt dafür aber auch ausreichend Flüssigdünger“, so die Jäger­Brüder. In voller Blüte ab Mai verbreitet sie einen angenehmen Honigduft. Sehr praktisch: Die Pflan­ ze ist selbstreinigend, das heißt, die

Blüten fallen von selber ab, sobald sie verblüht sind. Natürlich zieht die Gärtnerei Jäger auch Stauden, Rosen und Weihnachtssterne auf einer Pro­ duktionsfläche knapp so groß wie ein Fußballfeld (7600 Quadratmeter). Zu­ dem versorgt der Tiroler Großbetrieb zahlreiche Gärtner und Floristen mit Freilandfrischblumen und Tulpen, die auf den Thaurer Feldern sowie im Ge­ wächshaus heranwachsen. <

tage der offenen Gärtnerei Sa 17. / 24. april, 8–17 Uhr So 18. / 25. april, 10–17 Uhr


Gartencenter leo Hermine-Berghofer-Straße 50–52 6130 Schwaz • T: 05242 / 655 69 www.gartencenter-leo.at

Tipp 12: „Morgens oder abends gießen!“

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ie bilden Landschaften in der Land­ schaft. Friedhöfe sind Ruheinseln. Dreimal jährlich schmücken unter­ schiedliche Blumen und Sträucher die letzten Ruhestätten. Die richtige Pflege ist dabei wesentlich. „Zur Zeit sehen wir vielerorts Stiefmüt­ terchen, Bellis oder Vergissmeinnicht“, beschreibt Gärtnermeister Eduard Leo die Gräber im Frühlingskleid. „Diese Blumen vertragen auch mal niedere Temperaturen und eignen sich deshalb gut für diese Jahreszeit.“ Im Sommer werden sie gegen Begonien, Fleißige Lieschen, Edellieschen, zart­lila Leber­ balsam oder Silberblatt ausgetauscht. „Wenn man die Pflanzen neu setzt, ist

es wichtig, dass sie in derselben Höhe eingesetzt werden, wie sie zuvor auch im Topf waren. Werden sie tiefer ge­ setzt, breitet sich am Stängel Fäulnis aus“, erläutert der Gartenprofi.

gut giessen Ist das Loch gebuddelt und sind die Pflanzen eingesetzt, wird erst mal fest gegossen. „Ich hab schon zu oft ge­ sehen, dass die Neubepflanzung zu wenig eingegossen wurde“, meint Eduards Sohn Christian, der das Gar­ tencenter leitet. Sobald es richtig heiß wird, braucht der Grabschmuck wei­ terhin mindestens dreimal in der Wo­ che ausreichend Wasser. „Am besten

morgens oder abends gießen. In der Mittagssonne können Blüten und Blät­ ter verbrennen, wenn sie nass sind.“ Wenn die Tage wieder kürzer werden, wird der Grabschmuck herbstlich. Kränze aus Frisch­ und Trockenblu­ men benötigen kaum Pflege. Tradi­ tionell werden rote oder rosa Eriken, Callunen oder Gaultherien gesetzt. Langzeitdünger versorgen den Grab­ schmuck auch in der kühlen Jahreszeit verlässlich mit Nährstoffen. < tage der offenen tür im Gartencenter Sa 24. / So 25. april, 9–18 Uhr es gibt 10 % rabatt auf alleS. Seite 17 Gartenschätze


zillertaler GartenzentrUM KerSchDorFer Wäscherweg 7 • 6275 Stumm T: 05283 / 272 60 www.gartenbau-kerschdorfer.at

Tipp 13: „Das Wasser muss ablaufen.“

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ontopf oder Kunststofftopf? Das ist die Frage, wenn es um den ge­ eigneten Behälter für Terrassenpflan­ zen geht. Ohne Zweifel: Der Tontopf hat mehr Charme, doch ist er – bei entsprechender Größe – auch ‚uner­ träglich’ schwer. Was kein Problem bei winterfesten Pflanzen darstellt, wird bei Oleander, Schmucklilie oder Wandelröschen zu einer alljährlichen Schwerstarbeit. Doch das muss nicht mehr so sein. Kunststofftöpfe sehen heute Tontöpfen zum Verwechseln ähnlich. „Wichtig ist, dass man gleich ein Loch in den Boden bohrt, damit das Wasser gut abfließen kann“, er­ läutert Hannes Kerschdorfer vom

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Zillertaler Gartenzentrum. Staunässe bedeutet nämlich den Tod der Pflan­ ze. Die beste Drainage bilden zudem Blähton oder Kies, die am Topfboden verteilt werden.

aM rechten ort Wichtig: Gute Erde oder Substrat ver­ wenden. Schließlich bleiben die Kü­ belpflanzen mehrere Jahre im selben Topf. „Möchte man umtopfen, so sollte das immer im Frühling gesche­ hen, also am besten ab April, wenn der Frost vorbei ist“, rät Elisabeth Kerschdorfer. Dabei wird der Ballen gestutzt. In frischer Erde, mit Langzeit­ dünger und gut angegossen, sprießt

die Pflanze wieder munter drauf los. Der richtige Standort: Oleander mag’s vollsonnig und heiß und wird am liebsten mit hartem Wasser gegossen. Schmucklilien lieben es eng im Topf. Die Wurzeln werden kräftig, wenn man nicht zu häufig umtopft. Und das Wandelröschen mag feuchte Luft. Bei allen gleich: Im Spätsommer erhalten sie noch eine Abschlussdüngung, da­ mit die Triebe gut ausreifen. <

tage der offenen Gärtnerei Flowers & Friends 18. / 25. april, 9–17 Uhr tipps, tricks & trends im Glashaus


Gärtnerei BerGer Kreuzgasse 12 • 6372 Oberndorf T: 05352 / 627 52

Tipp 14: „Surfinien lieben Eisen.“

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ährstoffe dienen den Pflanzen als Lebenselixier. Sie werden über Dünger verabreicht. Organische Dünger fördern zudem das Bodenle­ ben. Handelt es sich um mineralische Dünger sind die Nährstoffe wie Stick­ stoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium sofort verfügbar – außer­ dem sind sie leicht dosierbar. „Wir setzen zusätzlich Langzeitdünger ein, wenn die Pflanze gesetzt wird“, erklärt Roman Berger von der Gärt­ nerei Berger. Als kraftvolles Startpaket ist der Dünger bereits in der Erde ent­ halten, die nur kurz gelagert sein darf. Darauf legt Roman besonders Wert, denn: „lagert die Erde länger, geht

die Langzeitwirkung des Düngers ver­ loren.“ Und der soll schließlich konti­ nuierlich über drei Monate hinweg die Balkonpflanzen nähren: Surfinien glei­ chermaßen wie Pelargonien.

1–2 x wöchentlich Düngen Neben der Gartengestaltung produ­ ziert Roman in der Gärtnerei mit sei­ nen 18 Mitarbeitern zahlreiche Jung­ pflanzen für Tiroler Gärtnereien. Bei jeder Bewässerung werden die Pflan­ zen zusätzlich gedüngt, wobei wieder­ um hausgefertigte Dünger verwendet werden. „Wenn die Pflanze zu Hause am Balkon oder auf der Terrasse steht, sollte sie unbedingt weiterhin 1–2 x

wöchentlich gedüngt werden“, rät Roman. So bleiben die Pflanzen bes­ tens mit Nährstoffen versorgt. Manchmal ist wieder die Natur der beste Helfer: Gerade die Surfinien benötigen viel Eisen. „Wenn sie zu wenig davon bekommen, zeigen sie Mangelsymptome wie gelbe Blätter mit grünen Adern. Das kann auch passieren, wenn das Wasser zu kalk­ haltig und damit der pH­Wert zu hoch ist“, erklärt Roman. Simple Vorsichts­ maßnahme: mit Regenwasser gießen. < tage der offenen Gärtnerei Sa 24. / So 25. april, 8–18 Uhr Seite 19 Gartenschätze


Gärtnerei Kröll Dornau 600b • 6290 Mayrhofen T: 05285 / 649 17

Tipp 15: „Larven gegen Schädlinge.“

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ie Pelargonie ist übersät mit silb­ rig durchscheinenden Flecken. Es sind die Larven von kleinen geflügel­ ten Insekten – den Thripsen, die sich unter den Blättern tummeln und für den Schaden sorgen. Äußerst ärger­ lich, doch muss nicht gleich die Che­ miekeule her. Denn kleine Raubmilben rücken den Thripslarven auf natürliche Weise an den Leib. Geschwind laufen sie über die Blätter und erbeuten die Larven der Schädlinge. „Bei blühen­ den Pflanzen können sich die kleinen Räuber auch von den Pollen ernäh­ ren. Man sollte trotzdem die Milben, die in Kleie geliefert werden, alle 14 Tage neu ausstreuen“, erklärt Helmut

Gartenschätze Seite 20

Kröll von der Gärtnerei Kröll den na­ türlichen Pflanzenschutz. Auch Flor­ fliegenlarven (siehe Foto rechts) helfen gegen unliebsame Thripslarven und werden insbesondere im Wintergar­ ten ausgesetzt.

Milben in säckchen Auch bei Weißen Fliegen und Blatt­ läusen helfen natürliche Gegenspieler. Sind die Blätter erst mal vom Honig­ tau der Blattläuse verklebt, breiten sich rasch Pilze auf der geschwächten Pflanze aus. Die Schlupfwespen ma­ chen Weißen Fliegen und Blattläusen bald den Garaus. „Mit ihren zarten Körpern und Flügeln haben die Insek­

ten eigentlich nichts mit Wespen ge­ mein und sind auch vollkommen un­ gefährlich“, beschreibt Helmuts Frau Susanne. Auf Stickern, Anhängern oder in kleinen Säckchen verkaufen sie die verschiedensten Schädlingsbe­ kämpfer. Unter anderem Marienkä­ ferlarven, die sich liebend gerne von Blattläusen ernähren und nach dem Schlüpfen Freude bereiten. Viele der kleinen Räuber lassen sich im Winter­ garten einsetzen. <

tag der offenen Gärtnerei, Sa 24. april, 7.30–19 Uhr


Helmut und Susanne Kröll von der Zillertaler Gärtnerei Kröll mit dem goldenen Spaten. V.l. Gärtnermeister Peter Pfeifer, Obmann der Tiroler Gärtner, LHStv. ÖR Anton Steixner und DI Wendelin Juen, GF AMTirol, überreichten die Auszeichnung zur „Gärtnerei des Jahres 2009”.

„And the winner is ...“

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ie Arbeit mit natürlichen Schädlingsbekämpfern hat sich für die Gärtnerei Kröll gelohnt. Deswegen, aber auch we­ gen ihrem Flair, den floristischen Ar­ rangements sowie der Gestaltung von Beeten, Gärten und Friedhöfen trägt die Zillertaler Gärtnerei die Auszeichnung „Gärtnerei des Jah­ res 2009“. Der „Goldene Spaten“ ziert heute ihren Ausstellungsraum. Susanne und Helmut Kröll nahmen die Auszeichnung von LHStv. ÖR Anton Steixner vergangenen Sep­ tember entgegen. „Das ist für uns

eine schöne Bestätigung nach jahr­ zehntelanger Müh und Arbeit. Es ist etwas, das uns auch bleibt“, freu­ en sich Helmut und Susanne heute noch über die Ehrung. Sohn Lukas freut sich mit, denn der älteste Sohn unterstützt seine Eltern im Betrieb – maßgeblich in der Gartengestal­ tung. Seit diesem Jahr vertieft er sein Wissen im Meisterkurs.

robust unD frisch 2009 stellten sich zum ersten Mal 13 „Qualität Tirol“ Gärtnereien ei­ ner kritischen Jury – und zwar ihren

eigenen Kunden. Alle glänzten mit Qualität, Fachkompetenz, Förderung des Nachwuchses und der Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen im ländlichen Raum. Plus: Die Pflanzen sind ideal an das Tiroler Klima ange­ passt, abgehärtet und widerstands­ fähig. Überprüft wurden alle „Qua­ lität Tirol“ Gärtnereien auf: Qualität, Auswahl und Präsentation der Pflan­ zen, Ambiente, Wegeführung, Über­ sichtlichkeit, Kundenservice und Beratung. Auch dieses Jahr wird es wieder eine Wahl geben. Nähere In­ formationen dazu auf Seite 23. < Seite 21 Gartenschätze


Scharf, knackig, rot Lagergemüse und Importware waren gestern! Heute strahlt wieder frisches, heimisches Gemüse aus Kisten am Bauernmarkt und im Supermarkt. Die Nummer 1: das Radieschen.

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as Tulpen und Narzissen für den Gartenbau sind, das ist das Radieschen für den Gemüsebau: der erste Frühlingsbote, der Beginn der Saison.

ein frühlingsfest Am vierten Samstag im April feiern die Bauern das jährliche Fest der roten Knolle und damit den Beginn der Tiroler Gemüseernte. Am Oberen Stadtplatz in Hall dreht sich alles ums Radieschen: Kostproben, originelle Gerichte öster­ reichischer Diätköche und Verkaufs­ stände der Bauern sorgen fürs leibliche Wohl. Das Rahmenprogramm: Musik, Schuhplattler, Gewinnspiel und Kin­ derprogramm bieten Unterhaltung für Groß und Klein.

tiroler raDieschen – Das besonDere ­ timing: Ausreichend Wasser, recht­ zeitige Ernte und sofortige Kühlung sorgen für feste und knackige Knol­ len. Konkurrenzlose Frische durch unmittelbare Nähe von Produzent und Händler. ­ Wasser: Radieschen bestehen zu 94% aus Wasser. In vielen Anbau­ gebieten ist Wasser verschmutzt. In Tirol werden die Felder mit klarem Bergwasser bewässert. ­ reinheit: Gemüseproben von den Feldern werden auf Reste von Pflanzenschutzmitteln untersucht. Die Ergebnisse belegen die hohe Qualität der heimischen Ware. ­ Freiluft: ausschließlich Freiland­ anbau!

Der typisch­scharfe Geschmack ent­ steht durch den hohen Gehalt an Senfölen. tipp: alte radieschen erkennt man am welken laub.

tiroler ernte ­ Menge: 200 Mio. Radieschen oder 20 Mio. Bund pro Jahr. Das Radies­ chen ist das wichtigste und erste Produkt im Tiroler Gemüsebau. ­ Fläche: 160–200 ha Anbaufläche Zwischen Innsbruck und Hall liegt Österreichs größtes Anbaugebiet. ­ von Saat bis ernte: 1–2 Monate ­ ernte: von Hand aus dem Boden gezogen und kontrolliert. Radies­ chenernte verlangt viel Geschick und Vorsicht. <

DaS iSt Drin in 100 G raDieSchen

10. haller radieschenfest Sa 24. april oberer Stadtplatz hall in tirol Gartenschätze Seite 22

94 g Wasser 2–3 g Kohlenhydrate 1–1,5 g Ballaststoffe 1 g Eiweiß 0,1 g Fett

Mineralstoffe: 250 mg Kalium 35 mg Kalzium 25 mg Phosphor 8 mg Magnesium 1,5 mg Eisen

Vitamine: 30 mg C 0,25 mg Niacin außerdem A, B1 und B2


„Qualität Tirol“ Gärtnereien bewerten und gewinnen!

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ünfzehn „Qualität Tirol“ Gärtne­ reien stellen sich heuer der Wahl zur „Gärtnerei des Jahres 2010“. Sie entscheiden durch Ihre Bewertung bis zum 31. Mai, wer den Titel tra­ gen wird. In jeder hier abgebildeten Gärtnerei finden Sie die Bewertungs­ karte sowie eine Einwurfbox, in der Nähe der Kasse, in die Sie die ausge­ füllte Karte werfen. Nach dem 31. Mai werden alle Ein­ wurfboxen an die Agrarmarketing Tirol retourniert und ausgewertet. Anfang September wird die „Gärt­ nerei des Jahres 2010“ gekürt.

Gewinnen Sie mit „Qualität tirol“ 1. preis: € 150,– Gutschein 2. preis: € 70,– Gutschein 3. preis: € 50,– Gutschein Einzulösen bei den teilnehmenden „Qualität Tirol“ Gärtnereien (inkl. fachlicher Beratung).

„Gärtnerei des Jahres“ Wir freuen uns über ihre teilnahme!

„Qualität Tirol“ Gärtner bewerten und gewinnen!

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