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Alpenpost 7/2026

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Ausgabe Nr. 7 9. April 2026 50. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Ich möchte mit dir das machen, was der Frühling mit den Kirschbäumen macht. Pablo Neruda

Der Frühling zeigt sich nun …

Palatschinken Spezialitäten im

Gasthof Staud’nwirt Freitag, 17., bis Sonntag, 19. April jeweils von 12 bis 20 Uhr Um Reservierung wird gebeten unter Tel.: 03622 54565.

Sperre der Ausseer Hauptstraße Wie schon angekündigt, erfolgt im Zuge der Generalsanierung der Ampelanlage von Montag, 13., bis Freitag, 17. April, jeweils von 6 bis 18 Uhr eine Totalsperre der Ausseer Hauptstraße. Eine örtliche Umleitung ist eingerichtet. Heimische Unternehmen werden gebeten, ihre Lieferanten entsprechend zu informieren, dass für Lkw eine großräumige Umfahrung – für Grundlsee und Gallhof zum Beispiel über den Radling – vorzunehmen ist.

Bauchfleck mit Ansage

… auch schön langsam in mittleren Höhen und bringt die Alpenprimeln – bei uns eher „Peterg’stamm“ oder „Grafenblumen“ genannt –, jene wohlriechende Alpenpflanze, die sogar auf der Vorderseite der österreichischen 5-Cent-Münze eingeprägt ist, zum Blühen.

Gravierende Umstellung am LKH Bad Aussee Mit 1. April wurde aus dem LKH Bad Aussee eine Akutgeriatrie mit Remobilisationsabteilung. Die Umstellung verlief alles andere als reibungslos – Patienten und Mitarbeiter sprachen eher von „chaotischen Zuständen“. Die Ärzte vor Ort bemängelten eine fehlende Struktur, nach welcher man Patienten aufnehmen oder weiterschicken konnte, Patienten wiederum waren schwer verunsichert. Der 1. April wird der kollektiven Erinnerung im Ausseerland wohl noch länger in den Knochen stecken – verlor man doch an diesem Tag sein LKH Bad Aussee, für welches man mittlerweile mehr als 75 Jahre immer wieder kämpfte. Auch wenn von den Entscheidungsträgern im Vorfeld (siehe Seiten 2/3) und auch danach versucht wurde, zu kalmieren, stellte sich der Übergang von einem LKH zur verordneten Akutgeriatrie mit Remobilisation als grobe Zäsur dar. „Man werde nichts davon merken“, wurde im Vorfeld versprochen, nach neun Tagen sieht die Bilanz ernüchternd aus: reihenweise Kündigungen und noch weite-

re, im Raum stehende Kündigungen, allesamt von tragenden Säulen am LKH Bad Aussee, die wegen der – nach Zitaten „chaotischen Zustände“ – das Handtuch warfen. Es gab interne Streitigkeiten über die Kompetenzen und Arbeitsweise im Spital, die sich vor den Patienten abspielten, da es keine Direktive gab. Weiters gab es bedauerliche Fälle, bei denen Patienten – wie im Vorfeld befürchtet – durch die Gegend geschickt wurden, nur weil die Zuständigkeiten nicht geklärt waren. Im zuweisenden System des Roten Kreuzes schien das LKH Bad Aussee nur dann auf, wenn man einen „ambulanten, internen Fall“

meldete ansonsten war Rottenmann der Zielpunkt. Bad Ischl – als Vertragskrankenhaus – war in das System nicht eingepflegt worden und so wurden die Mitarbeiter des Roten Kreuzes mitsamt Patienten auf die Straße nach Rottenmann oder weiter geleitet, während – zumindest am Karfreitag – nur zwei Patienten stationär auf der Akutgeriatrie und Remobilisationsabteilung lagen. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und der KAGes-Vorstand sind über die Zustände informiert. Was sie mit den vorliegenden Informationen machen, liegt nun bei ihnen.

Dass die Umstellung am LKH Bad Aussee nicht friktionsfrei über die Bühne gehen würde, war uns allen klar, dass es aber so chaotisch sein würde, war überraschend. Vom (derzeit noch) am LKH Bad Aussee tätigen Personal wurde ein „komplettes Chaos“ attestiert, das Konzept sei „zum Scheitern verurteilt, die chirurgische Basisversorgung per se ausradiert“. Es wurden weiterhin Untersuchungen gemacht, die Patienten – bis hin zu einer dementen Hundertjährigen – dann jedoch per Rettungsauto nach Rottenmann zur Befundung geliefert, anstatt sie gut versorgt und in Ruhe in einem Beobachtungsbett zu lassen, bis der Befund aus Rottenmann vorlag. In Zeiten von E-Mail, Lichtleiter und Telemedizin eine bemerkenswerte Arbeitsweise. Auch wenn die Entscheidungsträger – darauf und auf ihre Versprechen im Interview angesprochen – erklärten, dass diese vor der Umstellung gegeben worden seien, sind sie nun wirklich gefordert, ihre Zusagen umzusetzen und das Konzept am LKH Bad Aussee mit einer internen und Akutambulanz zum Laufen zu bringen, bevor noch mehr vollkommen frustrierte Mitarbeiter abspringen und das LKH Bad Aussee Karlheinz Kornhäusl und dem Koalitionspartner FPÖ politisch derart um die Ohren fliegt, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. EGO


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