Spruch: Ich möchte mit dir das machen, was der Frühling mit den Kirschbäumen macht.
Der Frühling zeigt sich nun …
Pablo Neruda
… auch schön langsam in mittleren Höhen und bringt die Alpenprimeln – bei uns eher „Peterg’stamm“ oder „Grafenblumen“ genannt –, jene wohlriechende Alpenpflanze, die sogar auf der Vorderseite der österreichischen 5-Cent-Münze eingeprägt ist, zum Blühen.
Gravierende Umstellung am LKH Bad Aussee
Mit 1. April wurde aus dem LKH Bad Aussee eine Akutgeriatrie mit Remobilisationsabteilung. Die Umstellung verlief alles andere als reibungslos – Patienten und Mitarbeiter sprachen eher von „chaotischen Zuständen“. Die Ärzte vor Ort bemängelten eine fehlende Struktur, nach welcher man Patienten aufnehmen oder weiterschicken konnte, Patienten wiederum waren schwer verunsichert. Der 1. April wird der kollektiven Erinnerung im Ausseerland wohl noch länger in den Knochen stecken –verlor man doch an diesem Tag sein LKH Bad Aussee, für welches man mittlerweile mehr als 75 Jahre immer wieder kämpfte.
Auch wenn von den Entscheidungsträgern im Vorfeld (siehe Seiten 2/3) und auch danach versucht wurde, zu kalmieren, stellte sich der Übergang von einem LKH zur verordneten Akutgeriatrie mit Remobilisation als grobe Zäsur dar. „Man werde nichts davon merken“, wurde im Vorfeld versprochen, nach neun Tagen sieht die Bilanz ernüchternd aus: reihenweise Kündigungen und noch weite-
re, im Raum stehende Kündigungen, allesamt von tragenden Säulen am LKH Bad Aussee, die wegen der –nach Zitaten „chaotischen Zustände“ – das Handtuch warfen. Es gab interne Streitigkeiten über die Kompetenzen und Arbeitsweise im Spital, die sich vor den Patienten abspielten, da es keine Direktive gab. Weiters gab es bedauerliche Fälle, bei denen Patienten – wie im Vorfeld befürchtet – durch die Gegend geschickt wurden, nur weil die Zuständigkeiten nicht geklärt waren. Im zuweisenden System des Roten Kreuzes schien das LKH Bad Aussee nur dann auf, wenn man einen „ambulanten, internen Fall“
meldete ansonsten war Rottenmann der Zielpunkt. Bad Ischl – als Vertragskrankenhaus – war in das System nicht eingep fl egt worden und so wurden die Mitarbeiter des Roten Kreuzes mitsamt Patienten auf die Straße nach Rottenmann oder weiter geleitet, während –zumindest am Karfreitag – nur zwei Patienten stationär auf der Akutgeriatrie und Remobilisationsabteilung lagen. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und der KAGes-Vorstand sind über die Zustände informiert. Was sie mit den vorliegenden Informationen machen, liegt nun bei ihnen.
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Freitag, 17., bis Sonntag, 19. April
jeweils von 12 bis 20 Uhr Um Reservierung wird gebeten unter Tel.: 03622 54565.
Sperre der Ausseer Hauptstraße
Wie schon angekündigt, erfolgt im Zuge der Generalsanierung der Ampelanlage von Montag, 13., bis Freitag, 17. April, jeweils von 6 bis 18 Uhr eine Totalsperre der Ausseer Hauptstraße. Eine örtliche Umleitung ist eingerichtet. Heimische Unternehmen werden gebeten, ihre Lieferanten entsprechend zu informieren, dass für Lkw eine großräumige Umfahrung – für Grundlsee und Gallhof zum Beispiel über den Radling – vorzunehmen ist.
Bauchfleck mit Ansage
Dass die Umstellung am LKH Bad Aussee nicht friktionsfrei über die Bühne gehen würde, war uns allen klar, dass es aber so chaotisch sein würde, war überraschend. Vom (derzeit noch) am LKH Bad Aussee tätigen Personal wurde ein „komplettes Chaos“ attestiert, das Konzept sei „zum Scheitern verurteilt, die chirurgische Basisversorgung per se ausradiert“. Es wurden weiterhin Untersuchungen gemacht, die Patienten – bis hin zu einer dementen Hundertjährigen –dann jedoch per Rettungsauto nach Rottenmann zur Befundung geliefert, anstatt sie gut versorgt und in Ruhe in einem Beobachtungsbett zu lassen, bis der Befund aus Rottenmann vorlag. In Zeiten von E-Mail, Lichtleiter und Telemedizin eine bemerkenswerte Arbeitsweise.
Auch wenn die Entscheidungsträger – darauf und auf ihre Versprechen im Interview angesprochen – erklärten, dass diese vor der Umstellung gegeben worden seien, sind sie nun wirklich gefordert, ihre Zusagen umzusetzen und das Konzept am LKH Bad Aussee mit einer internen und Akutambulanz zum Laufen zu bringen, bevor noch mehr vollkommen frustrierte Mitarbeiter abspringen und das LKH Bad Aussee Karlheinz Kornhäusl und dem Koalitionspartner FPÖ politisch derart um die Ohren fliegt, dass ihnen Hören und Sehen vergeht. EGO
Das Interview
Florian Seiberl von
Leider verliert das LKH Bad Aussee die stationäre Chirurgie mit rund 500 OP-Fällen pro Jahr – im Wesentlichen an das LKH Bad Ischl. Es wurden aber auch rund 13.000 interne und chirurgische Ambulanzfälle pro Jahr am LKH Bad Aussee behandelt. Werden wenigstens diese Fälle auch in Zukunft am LKH Bad Aussee – im Rahmen einer umfassenden Ambulanz – behandelt werden können?
KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark: „Ich möchte vorausschicken, dass der Standort Bad Aussee zusätzlich zur stationären Versorgung und zur internistischen Ambulanz weiterhin wie gewohnt rund um die Uhr geöffnet ist und eine 24/7-Akutversorgung anbietet. Genauso wichtig ist aber auch klar zu sagen, dass das selbstständige Aufsuchen einer Spitalsambulanz –unabhängig davon, ob das in Bad Aussee oder an der Universitätsklinik ist – nicht immer der schnellste und beste Weg zur richtigen Behandlung ist. Es gibt in der Region ja nicht nur das Spital, sondern auch Hausärzte und niedergelassene Fachärzte, die einem helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.“
Gesundheitslandesrat Karlheinz
Kornhäusl: „Wichtig ist mir vorweg: Nicht jede gesundheitliche Frage gehört automatisch in eine Spitalsambulanz. Hier muss man auch das Gesundheitstelefon 1450 erwähnen. Das wird Schritt für Schritt ausgebaut, aber es ist schon jetzt ein guter Wegweiser. Wenn man dort anruft, bekommt man recht rasch eine Empfehlung, ob man überhaupt unmittelbar ein Spital aufsuchen soll oder ob der Besuch beim Hausarzt am nächsten Tag zielführender ist. Für akute Fälle bleibt das Krankenhaus in Bad Aussee auch in Zukunft rund um die Uhr geöffnet. Vor Ort erfolgt eine qualifizierte Ersteinschätzung, Behandlung und – wenn notwendig – die Weiterleitung an ein spezialisiertes Haus. Diese zentrale Aufnahme- und Erstversorgungsfunktion, die es auch an anderen Standorten gibt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung in der Region und stellt sicher, dass Patientinnen und Patienten jederzeit gut betreut sind.“
Gerhard Stark: „Klar ist aber: Bei Akut- und Notfällen ist nach wie vor der Notruf über 144 für den Patienten am besten. Dort wird sofort das beste Rettungsmittel und der Transfer zum passenden Behandlungsort in die Wege geleitet. Das nächstgelegene Spital ist nicht immer die passende Option. Nehmen wir als Beispiel einen Schlaganfall-Verdacht. Wenn
Die Entscheidungsträger zur Umstrukturierung am LKH Bad Aussee
Im Vorfeld zur Umstellung am LKH Bad Aussee beantworteten Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und der Vorstandsvorsitzende der KAGes, Gerhard Stark, die wichtigsten Fragen. Inwieweit die Versprechen eingehalten wurden, davon darf sich jeder selbst ein Bild machen, dessen Weg in das seit 1. April umstrukturierte Haus führt.
jemand einen Schlaganfall hat, gibt es ein Zeitfenster von 4,5 Stunden, in dem der Patient eine spezielle Therapie erhalten soll und dafür in eine spezielle Einrichtung, eine sogenannte Stroke-Unit, eingeliefert werden muss, damit er die besten Chancen auf Heilung hat. Bei einem Schlaganfall-Verdacht ist daher sofort der Notruf 144 zu wählen. In der Regel wird dann unmittelbar der Transport zu einer Stroke-Unit veranlasst. Wenn sich dort herausstellt, dass es kein Schlaganfall war, ist es Glück und es ist nichts passiert. Wenn der Patient bei vorhandenen Zeichen eines Schlaganfalls nicht direkt zur Stroke-Unit, sondern in ein Spital ohne diese Spezialeinrichtung gebracht wird, geht dadurch wichtige Zeit verloren. Bezüglich geplanter Kontrollen werden diese weiterhin zu speziellen Zeiten und nach Terminvereinbarung am Standort Bad Aussee angeboten. Dies betrifft zum Beispiel Verbandwechsel bei chronischen Wunden, oder Kontrollen bei Diabetes.“
Karlheinz Kornhäusl: „Das Leistungsspektrum der internistischen Ambulanz wurde ja schon in einer vergangenen Ausgabe der ‚Alpenpost’ abgedruckt; viele Behandlungen und Untersuchungen, die bisher schon angeboten wurden, bleiben hier erhalten. Ein weiterer Punkt, der mir persönlich wichtig ist – und da bin ich den Mitgliedern des ‚Forums’ dankbar, dass sie ihn eingebracht haben –, sind die ambulanten Betreuungsplätze, die auch als Beobachtungsbetten genutzt werden können. Als Arzt kenne ich die Situation, in der man den Gesundheitszustand eines Patienten über einen gewissen Zeitraum im Auge behalten will. Da braucht es Möglichkeiten zur Beobachtung. Und genau solche Beobachtungsplätze
wird es in Bad Aussee in Zukunft geben. Das ist für die Patienten und die Mitarbeiter des Krankenhauses ein absoluter Mehrwert.“ Ist gewährleistet, dass der Ausseer Bevölkerung eine Anlaufstelle in Notfällen oder bei gesundheitlichen Beschwerden an 24 Stunden pro Tag sowie an 365 Tagen im Jahr vor Ort zur Verfügung stehen wird?
Karlheinz Kornhäusl: „Ja! Das LKH Bad Aussee wird mit einer 24/7Akutambulanz immer geöffnet sein. Es wird immer zumindest ein Arzt vor Ort sein. Und – je nach Beschwerden – wird eine Behandlung vor Ort möglich sein oder es wird, wie es auch bisher gelebte Praxis war, an eine geeignete Stelle verwiesen. Das kann in manchen Fällen der Besuch beim Hausarzt am nächsten Tag sein. Das kann aber auch ein hochspezialisiertes Zentrum sein, wo unmittelbar eine Verlegung mit einem Rettungswagen oder gar mit NotarztBegleitung notwendig ist.“
Gibt es zusätzlich zum behandelnden Arzt auch medizinisches Personal, welches mithilft, die ambulanten Fälle abzuarbeiten?
Gerhard Stark: „Ja, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKH Bad Aussee werden mit ihren Fähigkeiten selbstverständlich auch in der internistischen Ambulanz bzw. Akutambulanz eingesetzt. Wir wollen auch ganz gezielt bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Zusatzqualifikationen achten, damit wir ein möglichst breites medizinisches Angebot in der Ambulanz anbieten können.
Ist es richtig, dass weiterhin – für alle Alterskohorten – Röntgen, Computertomografie und tagesklinische Eingriffe wie Koloskopien, Gastroskopien sowie wei-
tere endoskopische Untersuchungen in der Ambulanz des LKH Bad Aussee durchgeführt werden?
Karlheinz Kornhäusl: „Ja. Die tagesklinischen/ambulanten Leistungen des LKH Bad Aussee stehen allen Patienten zur Verfügung. Wir bieten auch in Zukunft ein sehr breites Spektrum von verschiedenen Untersuchungen für innere Organe und sichern somit eine höchst qualitätsvolle, wohnortnahe Versorgung.“ Können Sie uns glaubhaft darstellen, dass der Standort Bad Aussee mittelfristig nicht noch weiter geschrumpft wird respektive die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass das LKH Bad Aussee künftig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird?
Karlheinz Kornhäusl: „Der medizinische Leistungsumfang, der am LKH Bad Aussee jetzt geboten wird, soll nicht nur für die Bevölkerung des Ausseerlands, sondern auch für Jungmediziner attraktiv sein. Die sogenannte Akutgeriatrie und Remobilisation ist aufgrund der demografischen Entwicklungen ein Zukunftsfeld der Medizin. Das wird immer wichtiger und wir haben jetzt in Bad Aussee ein eigenes Zentrum dafür. Ich schließe nicht aus – sollte der Bedarf steigen –, dass in den nächsten Jahren die Kapazitäten sogar ausgebaut werden und Bad Aussee und unser Standort auch ein zunehmend wichtiger Partner auch für den oberösterreichischen Teil des Salzkammerguts wird.“
Gerhard Stark: „Wir werden für Bad Aussee auch neue Stellen ausschreiben. Zum einen wollen wir wieder Turnusärzte für das Haus gewinnen, zum anderen werden wir auch Stellen für Allgemeinmedizin ausschreiben. Ich gehe davon aus, dass wir mit diesen Aussichten durchaus optimistisch in die Zukunft des Standorts blicken können. Wir wollen den Gesundheitsstandort Bad Aussee mit seinem Schwerpunkt in eine positive Zukunft weiterentwickeln. Sind in den steirischen KAGesHäusern genügend Kapazitäten, um geplante Operationen aus dem Ausseerland übernehmen zu können?
Gerhard Stark: „Wir haben in den Häusern der KAGes ausreichend Kapazitäten. Mit der neuen Kooperation im Bereich Orthopädie und Traumatologie zwischen Schladming und Rottenmann schaffen wir im Bezirk noch eine zusätzliche Spezialisierung für die Bevölkerung. Ergänzend möchte ich – weil es ein interessanter Aspekt ist – auch noch auf die Strukturreform in der steirischen Spitalslandschaft abseits des Bezirks
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (r.) und KAGes-Vorstandsvorsitzender
Gerhard Stark sind bemüht, den Standort Bad Aussee zu entwickeln. Inwieweit dies gelingt, bleibt abzuwarten.
Foto: J. Grill
Liezen eingehen: Wir haben in den letzten Jahren weitere Spitalsstandorte organisatorisch zu Verbünden zusammengeführt. Dabei haben wir nicht nur unterschiedliche Schwerpunkte an den Standorten gesetzt, sondern auch sukzessive die Akutfälle von den geplanten Operationen getrennt. Damit ist es gelungen, mehr Termintreue bei den geplanten Eingriffen zu erhalten, weil keine Akutfälle mehr „dazwischenkommen“. Durch diese bessere Planbarkeit können wir auch insgesamt mehr Behandlungen durchführen. Selbstverständlich steht neben derartigen Schwerpunktsetzungen an allen Standorten der KAGes eine 24/7Versorgung für Patientinnen und Patienten zur Verfügung.“ Es ist geplant, am LKH Bad Aussee ein chirurgisches „PPModell*“ im Sinne eines Belegbettensystems zu entwickeln. Unterstützen Sie uns dabei und bekommen wir auch die nötige Zeit dazu?
Karlheinz Kornhäusl: „Wenn das Konzept in der Region entwickelt wird, kann ich die Unterstützung des Landes insofern zusagen, als dass die OP-Räumlichkeiten an Interessierte vermietet werden können. Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten soll einer Nachnutzung jedenfalls nichts im Wege stehen, sofern es das entsprechende Interesse gibt und dies einen ökonomischen Nutzen aufweist.“
Gerhard Stark: „Zudem gibt es von Seiten der KAGes die Zusage, dass die Wartung des OPs für zumindest die nächsten zwei Monate am Standort aufrecht bleibt, um die Entwicklung eines PP-Modells zu unterstützen.“
Aktuell gibt es im Bezirk Liezen nur eine rudimentäre Versorgung bei Ortho-Trauma. Der Aufbau einer entsprechenden Abteilung am LKH Rottenmann wird die nächsten Jahre andauern. Was passiert, wenn der Vertrag mit Bad Ischl nach einem Jahr aufgelöst wird? Karlheinz Kornhäusl: „Die KAGes und die Diakonie arbeiten mit Hochdruck an der neuen Struktur. Auch das wird wieder eine ÖsterreichPremiere, denn ein gemeinsames Primariat, eine gemeinsame Abteilung, von zwei unterschiedlichen Spitalsträgern ist einzigartig. Da braucht es im Vorfeld schon eine gute Abstimmung. Aber es sind beide Seiten mit einem unglaublichen Einsatz dabei und ich denke, da wird es heuer schon eine spürbare Verbesserung für die Versorgung geben.“
Gerhard Stark: „Das kann ich nur unterstreichen. Es laufen sehr gute Gespräche und ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Kooperation die Versorgung der Bevölkerung im Bereich Orthopädie und Traumatologie wesentlich verbessern können. Was den Vertrag mit Bad Ischl angeht: Ich sehe keinen vernünftigen Grund, warum dieser Vertrag von der einen oder der anderen Seite aufgelöst werden sollte. Die Steiermark, das Ausseerland, profitiert von der Mitversorgung durch Krankenhäuser mit einer breiten Fächervielfalt wie
Der Übergang am LKH Bad Aussee war weder rund noch personalschonend – (zu) viele Mitarbeiter kündigten und es stellt sich die Frage, ob dies nicht gewollt war.
dies das Krankenhaus in Bad Ischl und auch der Standort Rottenmann aufweisen. Oberösterreich profitiert von der finanziellen Abgeltung, den zusätzlichen Stellen und der langfristigen Absicherung des Standorts durch eine Erweiterung des Einzugsgebietes.“
Karlheinz Kornhäusl: „Die Fakten sind aber klar: Es gibt einen Vertrag, von dem beide Seiten profitieren und wo niemand ein Interesse hat, ihn aufzukündigen. Was man aber nicht außer Acht lassen darf: Derzeit laufen auf Bundesebene Verhandlungen zu einer Gesundheitsreform, die auch die Gastpatienten-Thematik auf Bundesebene lösen soll. Ich besitze keine Glaskugel, um zu wissen, wie diese Verhandlungen ausgehen werden, aber vielleicht gelingt es, dass eine bundesländerübergreifende Spitalsversorgung, wie wir sie mit Oberösterreich vereinbart haben, keine Ausnahme ist, sondern die Regel wird. Vielleicht gelingt es, dass tatsächlich überall die Interessen der Patienten in den Mittelpunkt gestellt werden und nicht irgendwelche regionalpolitischen Machtspiele. Denn das, was wir jetzt mit Bad Ischl vereinbart und vertraglich niedergeschrieben haben, sollte doch gar keinen Vertrag brauchen, denn es ist das, was wir als Bürger vom Staat verlangen: Hausverstand und effizienten Mitteleinsatz.“
Inwieweit kann das Notarzt- und Rettungswesen langfristig gesichert werden?
Gerhard Stark: „Indem der Verbund Rottenmann-Bad Aussee als eine Einheit mit sich ergänzenden Fachbereichen ersichtlich wird, der ein attraktives medizinisches Leistungsspektrum in der Region anbietet, sich damit auch als interessante Ausbildungsstätte einen Namen macht und so auch Nachwuchsmediziner für die Arbeit im Ausseerland begeistert. Denn für eine sichere Notarztversorgung brauchen wir Ärzte, die die
Dienste übernehmen.“
Karlheinz Kornhäusl: „Das sind zum Beispiel solche Schritte, die uns helfen, die notärztliche Versorgung, zu sichern. Wichtig ist aber auch, dass der niedergelassene Bereich, also die kassenärztliche Versorgung, gestärkt wird. Da braucht es die Sozialversicherung, die dafür zuständig ist.“
Gibt es die Möglichkeit, Einblick in den Vertrag mit dem LKH Bad Ischl zu nehmen?
Karlheinz Kornhäusl: „Ja. Der Vertrag ist nach der einstimmigen Beschlussfassung durch die Gesundheitsplattform veröffentlicht worden. Man kann Vorurteilen, Sorgen und Ängsten am besten mit Transparenz begegnen. Wir haben nichts zu verbergen, nichts zu verheimlichen. Wichtig ist aber – das möchte ich allen mitgeben, die den Vertrag lesen –, dass man den Vertrag nicht isoliert betrachtet. Denn dieser Vertrag existiert nicht im luftleeren Raum, sondern es gibt eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen, Verträgen und so weiter zwischen Bund, Ländern, Gemeinden, Sozialversicherungen etc., die in Österreich die Gesundheitsversorgung regeln. Das heißt vereinfacht: Nur weil etwas nicht explizit in diesem Vertrag genannt wird, heißt das nicht, dass es in diesem Bereich keine Versorgung gibt.“ Hat – aus Ihrer beider Sicht – ein Zentralkrankenhaus in Stainach innerhalb des nächsten Jahrzehnts eine – wie auch immer geartete – Chance?
Gerhard Stark: „Es ist, wie es ist –gehen wir die Schritte, wie sie im derzeit gültigen RSG vorgesehen sind, und entwickeln wir die Versorgung in der Region weiter. Die derzeit gewählte Schrittlänge in der Entwicklung ist umsetzbar.“ Danke für das Gespräch!
*) PP-Modell bedeutet ein von privater Hand betriebenes Klinikum.
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Erfolgreiche Bilanz des Tourismusverbandes
Bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes Ausseerland Salzkammergut konnte der Vorsitzende Mario Seebacher rund 50 interessierte Gastgeber und Touristiker im Eugenie-Schwarzwald-Saal im Mondi-Resort Grundlsee begrüßen und auf eine eindrucksvolle Bilanz des letzten Jahres verweisen, wie auch einen guten Ausblick auf das kommende Jahr geben.
Mario Seebacher konnte dazu auch die Bürgermeister Franz Steinegger und Gerald Loitzl sowie – für die Stadtgemeinde Bad Aussee – Gemeinderätin Martina Reischauer begrüßen.
Marketingaktivitäten
Pamela Binder brachte den Interessierten die Marketingaktivitäten des egagierten Teams in Österreich und den Zielmärkten in den Nachbarländern nahe. Ein großer Gewinn für das Image war ein „Ausseerland Advent-Paket“ – prall gefüllt mit heimischen Spezialitäten und Besonderheiten –, welches sehr gut angenommen wurde. „Ein Unternehmen kaufte zum Beispiel gleich 40 Stück auf einmal“, so Pamela Binder. Auch der Ausseerland-Adventkalender mit kleinen Überraschungen wurde sehr gut angenommen und hinterließ einen positiven, bleibenden Eindruck bei den Beschenkten.
Ausblick Beim Ausblick auf 2026 erläuterte die Geschäftsführerin die Weiterentwicklung des „TourismusCampus“, das Umweltzeichen für Destinationen, die Forcierung der „Dein Ausseerland“-Boxen, eine weitere regionale Vernetzung, das Projekt „Future Faces Ausseerland“ – die nächste Generation im Fokus, bei dem zukünftige Gastgeber prominent vorgestellt werden –, eine neue „Ausseerland Gästecard“ sowie eine verstärkte Kommunikation in Hin-
Wir gratulieren
Amelie Marchner –Bachelor mit Auszeichnung
Amelie Marchner aus Bad Mitterndorf hat kürzlich ihr Bach elor studium der Sprachwissenschaft an der Universität Graz mit Auszeichnung abgeschlossen. Herzliche Gratulation!
Larissa Jenewein –Master of Science ETH
Larissa Jenewein aus Bad Mitterndorf hat an der ETH Zürich ihr Studium der Chemieingenieur wissenschaften in Mindest studienzeit erfolgreich abgeschlossen. Ihr wurde der Titel MSc ETH Chemical and Bioengineering verliehen. Wir gratulieren herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg!
(V. l.): Vorstandsvorsitzender Mario Seebacher, Geschäftsführerin Pamela Binder, Finanzreferentin Karin Wilpernig, Vorstandsmitglied Alexander Gulewicz, Theresa Schwaiger und Nicole Mandl.
blick auf Nachhaltigkeitsthemen. Ein ganz besonderes Anliegen war es Pamela Binder, auf die „PeerApp“ des Ausseerlandes hinzuweisen, welche Gästen aber auch Einheimischen bei der Urlaubs- oder Tagesplanung sehr dienlich sein kann.
Leichte Steigerungen bei Ankünften und Nächtigungen Was die Zahlen anbelangt, so ist die Anzahl der Nächtigungen von Oktober 2024 bis November 2025 mit 1,173 Mio. um rund 1,1 Prozent leicht gestiegen. Bei den Ankünften verbesserte man sich mit 325.635 um 2,1 Prozent. Der Gästeanteil liegt zu 57 % bei Österreichern, gefolgt von Deutschland mit 21 %, Tschechien mit 9 % sowie Ungarn mit 3 %. Der Rest entfällt auf übrige Länder.
Eindrucksvolle Bilanz
Finanzreferentin Karin Wilpernig konnte von einer Betriebsleistung von € 3,138 Mio. und davon, dass erstmals die 3-Millionen-Grenze überschritten wurde, berichten. Demgegenüber stehen Ausgaben von € 2,9 Mio., was einen Jahresüberschuss von € 163.533,15 bedeutet. Die Rechnungsprüfer Walter Machart und Jürgen Leitner nahmen am 13. März eine Prüfung vor, die keine Beanstandungen erbrachte, und so wurde um die Entlastung der Finanzreferentin und der Tourismuskommission gebeten. Im – sehr konservativ berechneten –Voranschlag für 2026 wurde eine Betriebsleistung von € 2,860 Mio. veranschlagt, das Betriebsergebnis soll € 168.000,– betragen.
Aktuelle Kampagnen Aktuell gibt es ein neues „Mural“ (eine bemalte Häuserfront) an der Schönbrunner Schlossstraße in Wien, die mit einem AusseerlandSujet zum Narzissenfest rund um den „Steiermark-Frühling“ in der Bundeshauptstadt Lust auf das Ausseerland machen soll. Der „Steiermark-Frühling“ läuft noch bis 12. April, bei dem sehr viele heimische Mitwirkende dabei sind, um das „Ausseerland-Lebensgefühl“ zu
vermitteln. Weiters wird es am 24. Mai eine „Steirische Roas“ in Tauplitz geben, eine „Wien-Offensive“ gemeinsam mit allen elf Erlebnisregionen der Steiermark mitsamt einem „U-Bahn-Branding“, eine Influencer-Kampagne, SocialMedia-Betriebskampagnen, Sommerkampagnen in Kooperation mit der „Österreich Werbung“ und „Steiermark Tourismus“ in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, Polen und England.
Gleich im Anschluss stellte Theresa
Schwaiger noch das „Future Faces“Projekt vor, bei dem junge Leute aus der Region in den Fokus gerückt werden, um ihre Perspektiven auf die Region zu betrachten. Aus verschiedenen Bereichen werden dabei junge Menschen vorgestellt, die ihren Beitrag in der Tourismusregion leisten.
Allfälliges Beim Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ wurde angemerkt, dass es den „Gastwirte-Stammtisch“ nicht mehr gebe, bei dem man „viel leichter Themen besprechen könne“. Pamela Binder verwies auf die etwas zurückhaltende Beteiligung seit der Zusammenlegung in Bad Mitterndorf: „Anfangs war die Euphorie um den Stammtisch groß, aber irgendwann saßen wir alleine da. Daher kam uns das Format überholt vor. Aber wenn es nun wieder gefragt ist, stehe ich jederzeit gerne für einen Termin zur Verfügung“, wie sie abschließend anmerkte.
meinsam mit den anderen Protagonisten im Altarraum – unter dem wunderschönen Altartuch mit verhülltem Kruzifix – die Karwochenliturgie mit ihren Passionsliedern auf. Jesus – als Sprecher des Textes war Peter Gillesberger authentisch – versuchte seine von Schmerz zerbrochene Mutter (Maria Walcher) davon zu überzeugen, dass sein Tod am Kreuz geschehen muss, „um die Schrift zu erfüllen.“ Marias Lied „O Traurigkeit, O Herzeleid, Gottes einziges Kind wird zu Grabe getragen“, eindrucksvoll verinnerlicht durch Maria Walcher, erklang gleichzeitig mit der „Zügen-
glocke“, der traditionellen Sterbeglocke an Kirchen.
Die Passionsspiele gehen auf die Gegenreformation zurück und gerieten im Laufe der Zeit in Vergessenheit.
Es ist Uli Scheck zu verdanken, dass diese alte Tradition wiederbelebt wurde. Bei einem weiteren Lied, welches im Manuskript nur durch den Text erhalten blieb, geriet die Melodie in Vergessenheit. Recherchen ergaben, dass sich dieses Lied in Deutsch-Mokra (Ukraine) erhalten hatte. Es ist ein „Auswandererdorf“ von Holzarbeitern, die im 18.
Jahrhundert aus dem Salzkammergut auswanderten oder auswandern mussten.
Über eine Feldforschungsaufnahme gelangte das Lied nach 300 Jahren wieder ins Ausseerland zurück und wurde erstmals wieder von Maria Walcher gesungen. Dank der großzügigen Unterstützung des Katholischen Bildungswerkes Steiermark sowie des Lions Clubs Ausseerland und der einfühlsamen Protagonisten konnten Teile dieses hochaktuellen „Passionsspieles“ als Veranstaltung der Pfarre Bad Aussee wieder zum Leben erweckt werden.
Das wiederbelebte Ausseer Passionssingen, welches heuer am 1. April in der Stadtpfarrkirche Bad Aussee veranstaltet wurde, hinterließ bei den Mitwirkenden und Besuchern einen tiefen Eindruck. Mit „Oh, lass den Kelch an mir vorübergehen!“ oder „Lass mich Jesus’ Leiden singen“ stimmte der „Innerberger Dreigesang“ mit Michael Reiter, Christian Hartl, Rainer Zwanzleitner – drei Musiker, die sich dem Singen von überlieferten, teils in Vergessenheit geratenen Liedern verschrieben haben – direkt auf die christliche Leidensgeschichte ein. Sie waren ein wesentlicher Teil des von Uli Scheck wiederentdeckten „Ausseer Passionssingens,“ welches heuer zum zweiten Mal aufgeführt wurde. An der Orgel saß Gerhard Hemedinger, der dieses – emotional stark geprägte – Passionssingen mit seinem sensiblen Orgelspiel, nach der Begrüßung durch Pfarrer Michael Unger, einleitete. Die „Lindenmusi“ mit Uli Scheck und Gerlinde Edtmaier an den Gitarren, Theresa Duschl an der Harfe sowie Felix Scheck am Kontrabass begleitete die „Zeitreise“ – wie Maria Walcher als Sprecherin der Mutter Maria zu Beginn erläuterte –mit außergewöhnlichem Feingefühl und Ausdrucksstärke.
Die Bad Ausseer „Scola“ (Leitung Barbara Duschl) mit ihren 13 engelhaften, liturgisch empathischen Scolastimmen intonierte nicht nur das Kreuzweglied in St. Leonhard aus dem 18. Jahrhundert überzeugend und tiefgründig, sie bereiteten ge-
Wir gratulieren
„Ausseerland-Nadel“ für
Rainer und Ingrid Hilbrand
Ingrid und Rainer Hilbrand wurden im Rahmen der letzten Vollversammlung des Tourismusverbandes vom Vorstand und der Geschäftsführung für ihre Verdienste mit der „Ausseerland-Nadel“ in Silber ausgezeichnet. Foto: Th. Schwaiger
Im Rahmen der letzten Vollversammlung des Tourismusverbandes Ausseerland Salzkammergut wurden Ingrid und Rainer Hilbrand „als verlässliche und wertvolle Kooperationspartner des Tourismusverbandes, bedeutende Partner im Innenmarketing wie auch für die Außenwirkung und Bewerbung der Region“ mit der „Ausseerland-Nadel“ in Silber ausgezeichnet. „Im vergangenen Jahr haben Rainer und Ingrid Hilbrand den Sender ARF weitergegeben. Zur Ruhe gesetzt haben sie sich damit jedoch keineswegs: Mit ihrer Kreativität, ihrem Ideenreichtum und ihrer Verbundenheit mit der Region haben sie sich erneut um den Tourismus verdient gemacht. Als Masterminds hinter dem Neustart des Kulturwegs ‚Via Artis‘, der einst in ihren Klassenzimmern entstand, setzen sie einmal mehr wichtige Impulse für das kulturelle und touristische Leben im Ausseerland“, so der Vorstand des Tourismusverbandes im Namen der Tourismuskommission in der Laudatio. Herzlichen Glückwunsch!
(V. l.): Die „Lindenmusi“ mit Organisatorin Uli Scheck, der „Innerberger Dreigesang“, die „Scola Bad Aussee“ sowie Maria Walcher und Peter Gillesberger gestalteten ein berührendes Passionssingen. Foto/Text: DoBi
Leserbriefe
Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift und Druck oder durch bildliche Darstellung seine Meinung innerhalb der gesetzlichen Schranken frei zu äußern. (Erstes Staatsgrundgesetz vom 21. Dezember 1867). Diese Meinung muss jedoch nicht gleichzeitig die Meinung der Redaktion sein.
LKH Bad Aussee: „Spiel mir das Lied vom Tod“
Nach einem Sturz musste ich in der Nacht zum 30. März unfreiwillig von 3 Uhr in der Früh bis 8 Uhr am nackten Fußboden ausharren, bis meine 96-jährige Mutter aufwachte, um meine Brüder, die Volkshilfe und Hausarzt Dr. Thomas Fitz zu verständigen. Vor Ort konnte nicht festgestellt werden, wie schwer meine Verletzungen waren. Thomas Fitz ordnete meine Einweisung in das Krankenhaus Bad Ischl an und sagte: „Als Notfall müssen sie dich dort umgehend aufnehmen.“
Von der Rettung wurde ich ins LKH Bad Aussee gebracht, um dort –nach stundenlangem Warten – zu erfahren, dass der Vertrag zwischen Oberösterreich und der Steiermark noch nicht gelte – übermorgen vielleicht. Somit also Rottenmann. Für einen normalen Rettungstransport dorthin war ich – durch meinen angeschlagenen Gesundheitszustand – zu schwach. Erst als eine Notärztin sich bereit erklärte, mitzufahren, konnte die Reise beginnen. In Rottenmann musste sich natürlich der behandelnde Arzt mit meinem Zustand und den mir bisher verabreichten Medikamenten vertraut machen. Thomas Fitz stand ihm hilfreich telefonisch zur Seite. In diesen vielen Stunden, die ich noch in Bad Aussee war, wurde unserer Spital vor uns zwei letzten Patienten geräumt. Technische Gerätschaften wurden abgebaut, für den 1. April gab es keine Diensteinteilung mehr.
Die Alpenpost gratuliert herzlich!
Daniel Sieder geboren am 2. März 2026
Eltern: Alexandra und David Sieder Bad Mitterndorf
Falls Sie Ihr Baby auch aus der Zeitung lachen sehen wollen, dann schicken Sie uns bitte ein Bild unter der Angabe des Namens des Babys, der Mutter, des Vaters und mit dem Datum der Geburt per E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Heute ist unser Spital Geschichte –am Rücken auch todkranker Menschen ausgetragen. Wenn man dies nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, wäre es undenkbar!
Der Witz des Tages: Landeshauptmann Kunasek und die FPÖ dürfen sich dazu nicht äußern – sonst droht eine Amtsmissbrauchsklage, da sie sich in die Belange der ÖVP einmischen!
Johannes Wasner, Bad Aussee dzt. LKH Rottenmann
„Moderne“ Ampel mit Technik aus den 90ern?
Mit großem Erstaunen lese ich von der geplanten Sperrung der Ausseer Hauptstraße zur Erneuerung der Ampelanlage. Besonders hellhörig macht mich die Aussage, dass hier eine „moderne Anlage“ errichtet wird, für die man allerdings – wie schon vor über 30 Jahren – fünf Induktionsschleifen mühsam (und teuer!) in die Fahrbahn schneiden muss. Es ist fast schon ironisch: Während Forscher der TU Graz weltweit für ihre 'intelligenten Ampeln' gefeiert werden und die Stadt Graz bei Sanierungen längst auf wartungsarme, flexiblere und deutlich günstigere Radardetektion setzt, um Asphalt und Nerven zu schonen, setzt man im Jahr 2026 in Bad Aussee auf Technik, die eine Vollsperrung des Zentrums sowie teure Asphaltarbeiten erfordert. Eventuell wird die Gemeinde Gründe für diese Entscheidung haben, die sich mir als Bürger beim Blick auf die Verkehrssperrung und die Kosten nicht erschließen, und für eine Umplanung dürfte es nun wohl ohnehin zu spät sein. Aber man kann doch hoffen, dass bei künftigen Projekten der Begriff „modern“ auch technologisch mit dem 21. Jahrhundert Schritt hält, bevor man erneut das Geld der Steuerzahler buchstäblich im Boden vergräbt.
David Hauptmann, Bad Aussee
Parkschaden – Fahrerflucht Montag, 23. März, Hofer-Kundenparkplatz in Pichl/Bad Mitterndorf, ca. 10.15 Uhr: Als meine Frau nach dem Einkauf zu unserem silbergrauen Renault Mégane Kombi zurückkehrt, bekommt sie einen Schock –massiver Parkschaden, obwohl daneben kein Fahrzeug steht. Das Blech oberhalb des rechten Hinterrads ist stark eingedrückt und mit weißen Farbkratzern versehen. Kein Hinweis, wer das war, kein Zettel an unserem Fahrzeug. Keine Meldung bei der Polizei in Bad Mitterndorf. Nachdem wir keine Vollkaskoversicherung haben, appelliere ich an den Verursacher des Blechschadens: Gehen Sie zur Polizei, um den Schaden zu melden! Darum ersuche ich auch allfällige Zeugen. Alexander Buschenreiter, Bad Mitterndorf
„Da Blechhauf’n“spielt in Altaussee auf
Am Donnerstag, 16. April, um 19 Uhr macht die österreichische Ausnahmeformation „Da Blechhauf ’n“ mit ihrem neuen Programm „On Air“ im Veranstaltungssaal Altaussee Station. Sieben hochkarätige Musiker – vier aus dem Burgenland, zwei aus der Steiermark und „ein Veganer“ – stehen für BrassUnterhaltung auf höchstem Niveau. Drei Trompeten, drei Posaunen, ein Helikon und gelegentlich eine Ziehharmonika verschmelzen zu einem Ensemble, das musikalisch wie dramaturgisch neue Maßstäbe setzt. Mit
„On Air“ verwandelt „Da Blechhauf’n“ die Bühne in ein Live-Radiostudio. Das Publikum erlebt eine mitreißende Show voller Virtuosität, Humor und überraschenden Wendungen. Karten sind online erhältlich unter: www.renebinna.com oder https://shop.mtms.at/organizer/binna -motorsport-consultingeu/tickets/da-blechhaufn-altaussee
Immer einen Klick wert: www.alpenpost.at
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Danksagung
Für die überaus große Anteilnahme am Ableben unserer lieben Mutter, Frau
Rosi Hütter
möchten wir uns bei allen herzlich bedanken.
Ein besonderen Dank gilt Sandra Singer und dem Bläserquartett. Weiters danken wir dem Generationenhaus Altaussee und Dr. Pia-Katharina Edlinger für die gute Betreuung.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ allen, die unsere Mama auf ihrem letzten Weg begleitet haben.
In liebevollem Gedenken Birgit und Sieglinde
Gelungenes Wunschkonzert der Musikkapelle Kumitz
In der bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle in Knoppen brillierte am 28. März die Musikkapelle Kumitz beim heurigen Frühjahrskonzert, zu welchem der junge Obmann Manfred Winkler zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte.
Die Musikkapelle Kumitz gestaltete unter der Leitung von Kapellmeister Hannes Schlömmer einen erinnerungswürdigen Aben. Als musikalische Gäste kamen die „Hollerschnapszuzler“, moderiert wurde der Abend von Peter Gillesberger. Foto/Text: A. Rodlauer
Die Musikkapelle Kumitz umfasst Mitglieder aller Altersstufen und bietet einen homogenen Klangkörper, den Kapellmeister Hannes Schlömmer gefühlvoll durch das Programm führte.
Dem „Panorama-Marsch“ als Ouvertüre folgte als erster Höhepunkt des Konzertes das Solostück „Flügelhorn-Feeling“, meisterlich gespielt von Fritz Winkler. Diese teils lyrische, teils schwungvolle Komposition von Guido Henn erntete viel Applaus.
Von Moderator Peter Gillesberger gab es einerseits Detailinformationen zu den gespielten Stücken, andererseits wildromantische Ge-
schichten und pikante Anekdoten zu hören. Das bekannte Männerquartett der „Hollerschnapszuzler“ ergänzte das unterhaltsame Programm mit Jodlern und Liedern vom Frühling –an diesem Abend ein sehr angenehmer Kontrast zur Außentemperatur. Neben modernen Kompositionen, wie zum Beispiel „Hey Jude“ oder „Jazzin' It Up“, spielte die Musikkapelle als Gedenken an den unlängst verstorbenen Ludwig Egger das von ihm komponierte Stück „In d’Nåcht einischaun“.
Die heitere Stimmung, das bunte Konzertprogramm und beachtliche musikalische Leistungen der Musiker
Ausseer Barocktage: Karten ab sofort erhältlich
Vom 21. bis 23. August werden heuer wieder die „Ausseer Barocktage“ über die Bühne gehen. Karten für die drei mitreißenden Konzerte gibt es ab sofort unter kultur.ausseerland.at.
Initiatorin Verena Frey hat wieder ein spannendes Programm zusammengestellt, welches am Freitag, 21. August, in der Ausseer Pfarrkirche mit „Diálogos“ – einem spannenden Dialog alter und neuer Musik Spaniens – begonnen wird. Das international gefeierte Ensemble Accademia del Piacere wird dabei ebenso auftreten, wie der renommierte Gambist Fahmi Alqhai und Alba Carmona mit dem Ensemble einmalige, mutige Fusionen eingehen werden. Am Samstag, 22. August, werden im Veranstaltungssaal Altaussee „barocke Alpenklänge“ mit den international konzertierenden Flötistinnen
Renate Linortner und Aniela Frey –begleitet von den einheimischen Musikern Toni Burger und Sebastian Rastl –, glanzvolle Barockmusik, „Crossovers“ und Eigenkompositio-
nen von Renate Linortner zu hören sein.
Mit „Das blinde Spiel“ wird am Sonntag, 23. August, der Konzertreigen in der Pfarrkirche Bad Aussee abgeschlossen. Das bezaubernde und international renommierte Ensemble Concerto di Margherita mit Francesca Benetti (Leitung), Tanja Vogrin, Emma-Lisa Roux, Jonatan Alvarado und Rui Staehelin vereint das instrumentale Spiel auf Theorbe, Barockharfe, Renaissancelaute und Vihuela mit dem mehrstimmigen, hinreißenden Klang ihrer Stimmen und entführt seine Zuhörer in andere Sphären.
Einzelkarten können ab Ostern unter kultur.ausseerland.at oder in allen Informationsbüros des Ausseerlandes +43 3622 52323 erworben werden.
und Musikerinnen machten das Wunschkonzert zu einem kulturellen Erlebnis.
Notrufe
Gesundheitstelefon %
Unter www.ordinationen.st können die geöffneten Ordinationen der nächsten 24 Stunden abgefragt werden.
Rettung: %144
24-Stunden-Notfall-Hotline für psychosoziale Krisenfälle % 0800/449933
ÄRZTEDIENST
Urlaubsankündigung
Die Ordination von Dr. Pia-Katharina Edlinger ist am 30. April geschlossen. Nächste Ordination ist Montag, 4. Mai.
Die Ordination von Dr. Thomas Fitz ist noch bis 10. April geschlossen. Nächste Ordination ist Montag, 13. April.
Scotch & Friends
Am Samstag, 18. April, um 19.30 Uhr veranstaltet der Verein auf der Pürgg das Konzert „Scotch & Friends“ im Pfarrhof auf der Pürgg. Scotch & Friends stehen für authentischen schottisch-irischen Folk. Ihr Musikstil verbindet traditionelle Folkmelodien mit Einflüssen aus Klassik und modernen Songs. Kreative Arrangements und erzählerische Klangbilder machen jedes Konzert zu einer musikalischen Reise. Eine Kartenreservierung ist möglich bei Heimo Huber unter Tel.: +43 664 384 62 17, über eine Instagram-Nachricht an @heiraten.events.puergg oder eine E-Mail an veranstaltung@vereinpuergg.at oder information@vereinpuergg.at. Informationen zudem auf www.vereinpuergg.at.
Familiennachrichten
Sterbefälle:
Margit Loitzl, Bad Aussee (50); Ingrid Ladstätter, Kainisch (84); Franz Salfelner, Bad Mitterndorf (96); Walter Stranimeier, Tauplitz (56).
ACHTUNG: Die nächste
Alpenpost
erscheint am Do., 23.4.2026 Redaktionsschluss: Donnerstag, 16.4.2026
Ambulanzzeiten
LKH Bad Aussee
Internistische Ambulanz: von Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr. Spezial-Ambulanzen: nach Vereinbarung unter % 03622/52555-3036 (Mo–Fr, 8–12 Uhr).
Medizinische Grundversorgung: täglich 0–24 Uhr.
Apothekennotdienst
Bad Aussee Kurapotheke: Zusätzlicher Bereitschaftsdienst vom 20. bis 23. April von 18 bis 20 Uhr. Außerhalb der Dienstzeiten informieren Sie sich unter % 03622/52277.
Bad Aussee Narzissen-Apotheke: vom 13. bis 19. April. Außerhalb der Dienstzeiten informieren Sie sich unter % 0664/2360192.
Altaussee Narzissen-Apotheke: Mo, Di, Do & Fr 8.30–12 Uhr, Mi 15–18 Uhr. % 03622/71671. Bad Mitterndorf (Die Kurapotheke): bis 12. April. Außerhalb der Dienstzeiten informieren Sie sich unter % 03623/2364.
Medizinische Versorgung
Stainach Panther-Apotheke: vom 20. bis 26. April. Außerhalb der Dienstzeiten informieren Sie sich unter % 0368/222276.
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst Bezirk Liezen/Leoben 11.–12. April: Dr. Michael Laserer, Bad Aussee, % 03622/52150. 18.–19. April: Dr. Diana Habersatter, Gröbming % 03685/21300.
Pflegedrehscheibe Bezirk Liezen
Anlaufstelle für ältere, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, Bürozeiten: Mo.–Do. 8–12 Uhr. Telefonisch täglich 8–18 Uhr. Hausbesuche sind möglich. Das Angebot der Pflegedrehscheibe ist kostenfrei. pflegedrehscheibe-li@stmk.gv.at % +43 (0) 316 877 7478.
Almcafé-Stammtisch
Jeden dritten Montag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr Austausch und Information für pflegende Angehörige in der Almhütte des VolkshilfeSeniorenzentrums. % 0664/88455 380.
Beratungsstellen
Kostenlose Rechtsberatung
Die Diensteinteilung für die erste anwaltliche Auskunft und Verbrechensopferberatung, immer am Dienstag von 10 bis 12 Uhr in der Kanzlei des jeweiligen Rechtsanwaltes, für die nächsten Wochen: 14. April:
Petritsch Berger Lasser RAe OG 21. April:
Mag. Clemens Zehentleitner
Amtstage des Notars
Jeden 1. und 3. Dienstag des Monats in Bad Mitterndorf von 9 bis 11 Uhr im Gemeindeamt; jeden 1. Mittwoch im Monat im Gemeindeamt Grundlsee von 16 bis 17 Uhr; jeden 2. Mittwoch im Monat von 16 bis 17 Uhr im Gemeindeamt Altaussee. Interessierte können jederzeit gegen Voranmeldung zu einer Besprechung in die Notariatskanzlei in Bad Aussee kommen.
Wirtschaftskammer
Jeden Donnerstag von 8.30 bis 13.30 Uhr. Altausseer Straße 220, 8990 Bad Aussee, Telefonische Voranmeldung unter % 0316/6019690, E-Mail: liezen@wkstmk.at.
Bauberatung
Jeden ersten Freitag im Monat von 8 bis 10 Uhr im Gemeindeamt Bad Mitterndorf.
Sprechtag für Arbeiter und Angestellte
Dienstag, 21. April, von 10 bis 12.15 Uhr im AMS Bad Aussee, Terminvereinbarung unbedingt notwendig, % 05/77994000.
Sprechtag der SV der Selbstständigen
In der Wirtschaftskammer Bezirksstelle Bad Aussee, Terminvereinbarung unter % 050808808 oder auf www.svs.at.
Sprechtag der Pensionsversicherungsanstalt
Nächster Sprechtag Freitag, 10. April,
Mobile Hauskrankenpflege der Volkshilfe Ausseerland
Telefonische Erreichbarkeit von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr unter Tel.: 03622/50910. Für persönliche Beratungen bitten wir um eine Terminvereinbarung telefonisch oder per Mail: gertrud.feldhammer@stmk.volkshilfe.at Zeitpolster Ausseerland
Fahrdienste, Botengänge, Alltagshilfe, Besuchsdienste, Unterstützung von pflegenden Angehörigen, Hilfe bei Behördenwegen. % 0664/88720760.
Ehrenamtlicher Hospizverein Sprechstunden für pflegende Angehörige und chronisch Kranke nach Vereinb. im Pfarrhof, Obersdorf 41, Bad Mitterndorf, % 0664/6362322. Tierärzte
Dr. Ondusko, % 03623/2310 Mag. Flora Neuhuber und Mag. Laura Hahn, % 0664/2631067 oder tierarztpraxis-ausseerland.at
Therapeutisches
von 8 bis 13 Uhr im Reha-Zentrum Bad Aussee, Braungasse 354, Terminvergabe unter der Serviceline der Landesstelle Graz, % 050303/34170. Psychosoziale Beratungsstelle 8983 Bad Mitterndorf, Nr. 58, tel. Erreichbarkeit unter 0800 311 63 36 (Mo.– Fr., 9–16 Uhr) Familienberatungsstelle
Jeden Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr – rechtliche und psychosoziale Beratung, Außenstelle BH Liezen – Standort der Straßenmeisterei, Sommersbergseestr. 230. % 0676 / 5917932. Jugendzentrum Bad Aussee
Di. bis Sa. von 15 bis 19 Uhr; Berufs-, Schul- und allg. Beratung nach telef. Vereinbarung % 0660/ 8124995 –www.juz-aussee.at. Tagesmütter Steiermark
Montag von 14 bis 17 Uhr in Bad Aussee, Bahnhofstraße 132, 1. Stock. % 03622/53175 od. 0650/3882885. Regionale Elternberatung
Jeden 3. Mittwoch im Monat, 9 –11 Uhr im Kurhaus für Eltern und Bezugspersonen von 0- bis 3-jährigen Kindern. Infos: www.bh-liezen.steiermark.at oder unter % 0676 86640524.
Tauschmarkt
Bad Aussee jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr (Annahme u. Verkauf) und jeden 1. Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr (nur Verkauf) im Erdgeschoß des Pfarrhofes, auch mit kleinem, feinem Flohmarkt unter den Arkaden.
Grundlsee: jeden Fr. von 17 bis 19 Uhr im Gemeindeamt.
Altaussee: jeden Di. von 16 bis 19 Uhr im Volkshaus, 2. Stock.
Bad Mitterndorf: Kostnixladen, Bad Mitterndorf 5 (gegenüber der Kirche).
Jeden Mi. und Fr. von 16 bis 19 Uhr.
MobeespineWirbelsäulenanalyse
Erik Stix, % 0676/7400207
Psychologie
Mag. Alexandra Hofer, www.alexandrahofer.at oder % 0676/7304310
Dr. Lisza Gaiswinkler, % 0677/ 61048772 www.praxis-gaiswinkler.at
Orthofit GmbH Bad Aussee
Altausseerstr. 74 % 03622/21500 Fax DW -90. Mo–Fr: 8–13 und 14–17 Uhr. Sa. b. a. w. geschlossen. Psychotherapie
Sabine Stummer (l.) und Anna Kogler, bei der Verleihung.
l Die heimische Unternehmerin Sabine Stummer wurde kürzlich mit ihrem Podcast „Salzkammergut Secrets“ beim „Ö3Podcast-Award“ in der Kategorie „Corporate“ unter den besten fünf gereiht. Sie betreibt mit „Your Austrian Home“ ein Unternehmen, das stilvolle Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Salzkammergut vermittelt. In ihrem Podcast geht sie jedoch noch einen Schritt weiter: Sie gibt den Menschen der Region eine Stimme. Gastgeber, Produzenten, Handwerker, Gastronomen und kreative Unternehmer sprechen über ihre Arbeit, ihre Ideen und darüber, was sie antreibt. So entstehen persönliche Gespräche über Unternehmertum, Handwerk, Kulinarik, Kreativität und das Leben in einer der schönsten Regionen Österreichs. Was mit einer einfachen Idee begann, hat sich inzwischen zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, die nun österreichweit Aufmerksamkeit erhält: Sabine Stummer hat von rund 700 Teilnehmern mit ihrem Podcast „Salzkammergut Secrets“ die Stimmen bekommen. „Mich faszinieren die Geschichten der Menschen hier. Viele betreiben ihre Betriebe mit unglaublich viel Engagement. Diese Leidenschaft hörbar zu machen, war von Anfang an der Gedanke hinter dem Podcast“, sagte Sabine Stummer und weiter: „Der Podcast ist für mich eine Liebeserklärung an das Salzkammergut und an all die Menschen, die diese Region so besonders machen.“ l Die „Kulturelle ARGE Grundlsee“ wird im heurigen Sommer zwei Ausstellungen im „Kaiserlichen Stall“ gestalten. Im Juli werden Bilder der Bad Mitterndorfer Künstlerin Sieglinde Raich präsentiert. Die Verkaufsausstellung wird am 3. Juli eröffnet und vom 4. bis 26. Juli, jeweils Dienstag bis Sonntag von 17–19 Uhr zu besuchen sein. Die zweite Ausstellung ist Edith Kramer zum 110. Geburtstag gewidmet. Unter dem Titel „Grundlsee–New York, eine Künstlerin zwischen zwei Welten“ zeigen die beiden Kuratorinnen Astrid Schoiswohl und Elfriede Klier Bilder dieser leidenschaftlichen Künstlerin und „Mutter der Kunsttherapie“. Eröffnung: 31. Juli, 19 Uhr. Dauer der Ausstellung: 1.–30. August, Di.–So. von 17–19 Uhr. l Der verspätete massive Wintereinbruch hielt die heimischen Einsatzkräfte ziemlich auf Trab. Am 26. März wurden die FF Lupitsch und FF Altaussee zu mehreren hängengebliebenen Fahrzeugen am Pötschenpass gerufen. Am Nachmittag waren die Wehren bei einem Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen im Einsatz, bei dem es – trotz erheblichen Sachschadens – keine Verletzten gab. Kaum war dieser Fall abgearbeitet, wurde auch noch ein Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen und verletzten Personen, die ins LKH Bad Aussee gebracht wurden, gemeldet. Zu einem spektakulären Unfall wurde am 31. März auch die FF Strassen gerufen. Dabei kam ein Pkw-Lenker bei tiefwinterlichen Verhältnissen von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam am Dach in einem Bachbett zum Liegen. Der Fahrer blieb unverletzt, das Fahrzeug musste mit einem Kran geborgen werden.
Foto: FF Strassen
Zwergerltreff Bad Aussee
Die nächsten Termine für die Zwergerltreffs in Bad Aussee sind Montag, 13. und 27. April, von 9 bis 11 Uhr im Pfarrsaal Bad Aussee. Geeignet für
Babys und Kinder bis zum Kindergartenalter. Für Kaffee und Kuchen ist immer gesorgt. Nähere Infos bei Raquel Freismuth, Tel.: 0660/1715 658.
In tiefer Trauer
geben wir bekannt, dass
Dr. Thomas Nowotny, Altaussee 68,
nach schwerer Krankheit am 9. März 2026 in Wien verstorben ist.
„Ich bin den Ausseern dankbar, dass sie es mir erlaubt haben, Altaussee als meine zweite Heimat zu empfinden“, so seine eigenen Worte. Erinnerungen und Bilder aus vielen glücklichen Stunden haben ihn bis zu seinem Tod begleitet. Wir haben uns von dem lieben Toten zwar in Wien verabschiedet, doch wird er seine letzte Ruhestätte, wie von ihm gewünscht, zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Friedhof in Altaussee finden.
Familie Nowotny/Frey
„Your Austrian Home“,
Die FF Strassen wurde zu einem spektakulären Einsatz gerufen. Der Fahrer des Pkws blieb unverletzt.
153. Wehrversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Mitterndorf
Am 21. März wurde im Rüsthaus der FF Bad Mitterndorf die 153. Wehrversammlung abgehalten, zu welcher HBI Andreas Seebacher 41 anwesende Feuerwehrmitglieder, die Ehrengäste Bgm. Herbert Hansmann und ABI Christian Demmerer sowie Abordnungen der Kommandos der Nachbarwehren herzlich begrüßen konnte.
Wir gratulieren
Zum 90er von Leo
Bad Mitterndorf ist die Wiege von vielen Berühmtheiten. Einer, der dem Rummel um seine Person in die Berge auswich, ist Leo Schlömmer, der am 14. April seinen 90. Geburtstag feiert.
Schlömmer
Drei Kameraden absolvierten mehrere Kurse zur Weiterbildung an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule in Lebring.
Nach dem Kassenbericht des Kassiers standen die beeindruckenden Tätigkeitsberichte der Sonderbeauftragten für Atemschutz, Funk, Jugend, Sanität und Senioren auf der Tagesordnung.
Ehrungen
Im Rahmen der Versammlung wurde das Ehrenabzeichen für 25-jährige Tätigkeit an HLM Wolfgang Scheuchl, HFM Hans Peter Grill, HFM Marc Purkard und für seine 70jährige (!) Tätigkeit an EHLM Johann Seebacher überreicht.
Zum Abschluss der Versammlung folgten die Grußworte der Ehrengäste. Diese zeigten sich allesamt beeindruckt über die Leistungsstärke der FF Bad Mitterndorf. HBI Andreas Seebacher schloss die Wehrversammlung mit einem Dank an die Kameraden für ihren Einsatz sowie an die Gemeinde Bad Mitterndorf für die Unterstützung.
Aufgewachsen als Bauernsohn am Fuße des Grimmings fand er erst während des Militärdienstes seinen Weg in die Berge. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte er sich zu einem außergewöhnlichen Alpinisten, der als legitimer Nachfolger von Hermann Buhl, der 1957 verstorben war, gehandelt wurde. Der Bad Mitterndorfer stand dem Tiroler Alpinisten in nichts nach. Schlömmer wurde vor allem durch seine Alleinbegehungen an der Däumling-Ostkante des Gosaukamms, der Südostkante der Großen Bischofsmütze, in der Dachl-Roßkuppenverschneidung im Gesäuße oder durch die Predigtstuhl-Direttissima am Wilden Kaiser bekannt – allesamt Touren im sechsten Grad. Der Fliegerhorst in Aigen wurde das berufliche Basislager des Herresbergführers. Unweit davon glückte ihm ein Glanzstück: die Direttissima-Route durch die 800 Meter hohe Dachstein-Südwand. 1967 zuerst mit dem Ramsauer Hüttenwirt Peter Perner, 1969 solo. Internationales Aufsehen erregte Leo Schlömmer, als er 1961/62 innerhalb von nur zwölf Monaten von Eiger, Grandes Jorasses und Matterhorn die gefürchteten Nordwände bezwang, wobei ihm an letzterer in einer internationalen Seilschaft auch die erste Winterbegehung gelang. Bergfahrten u. a. nach Südamerika folgten, zumeist mit Bundesheer-Kameraden, die sich auch an den Achttausendern dieser Erde bewähren sollten. In einem fünftägigen Ringen schaffte er – wieder mit Peter Perner – 1970 als erste deutschsprachige Seilschaft die berühmte Nose-Route an der tausend Meter hohen Granitwand des El Capitan im Yosemite Valley. Krönung seiner extremen Jahre sollte für Schlömmer 1971 der Mount Everest werden – in einer internationalen Expedition wollten die Alpinisten die 1.200 Meter hohe Südwand des Berges Direttissima schaffen. Fast hätte Leo Schlömmer es geschafft, als erster Österreicher am höchsten Punkt der Erde zu stehen, aber auf rund 8.300 Metern musste er umkehren; ein Todesfall in der Expedition und organisatorische Probleme verhinderten weitere Versuche. Nach 20 Jahren extremster Bergfahrten wurde Schlömmer dann Leiter des Sportinternats der Ski-Haupt- und Handelsschule in Schladming und legte dort die Basis für zahlreiche Athleten, die für Österreich Erfolge feierten: Lea Sölkner, Peter Wirnsberger, Michael Tritscher, Christian Mayer, Petra Kronberger, Uli Maier, Michaela Dorfmeister, Alexandra Meissnitzer, Renate Götsch oder Michael Walchhofer zählten unter anderem zu seinen Schützlingen. Daneben blieb Schlömmer dem Klettern aber treu und unternahm über 30 Reisen in die Berge Südamerikas, auf Langlaufskiern durchquerte er Teile der riesigen Taklamakan-Wüste in Asien. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!
Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden folgte der Bericht des Wehrkommandanten. Aus diesem ging hervor, dass die Kameraden im letzten Jahr bei insgesamt 514 Ereignissen wie Einsätzen, Übungen und sonstigen Tätigkeiten gefordert waren. 37 Mal waren feuerwehrspezi fi sche Einsätze zu vermerken. Insgesamt wurden im letzten Jahr 9.152 Stunden freiwillig und unentgeltlich zum Wohle der Bevölkerung geleistet.
Hoher Ausbildungsstand Auch auf die Ausbildung wird bei der FF Bad Mitterndorf viel Wert gelegt.
Leo Schlömmer 1971 beim Versuch, den Mount Everest an der Südwestwand in der Direttissima zu besteigen.
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Das Kommando der FF Bad Mitterndorf mit den geehrten Kameraden und den Ehrengästen.
Foto: FF BM
Neuwahlen bei den Obertrauner Eingeforsteten
TV-Tipp
Steiner. Der anwesende Verbandsobmann der Einforstungsgenossenschaft Bad Ischl-Salzkammergut, Herbert Kieninger, sowie Obertrauns Vizebürgermeister Gernot Winterauer bedankten sich bei Alfred Kaiser für seine langjährige, engagierte Tätigkeit im Dienst der Servitutberechtigten und wünschten dem neu gewählten Vorstand alles Gute für die kommenden Aufgaben. Der neue Obmann Philipp Höll bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen, hoffte auf eine
schöpfün – an den Haaren ziehen schöümeaggat – aus dem Winkel, ungleichmäßig, schlampig ausgeführt oder gebaut
Schübü – Schopf, eine ganze Menge schübün – an den Haaren ziehen
Schwitzerl – Herrenunterleibchen
Die heutigen Dialektausdrücke stammen von Alois Schwarzl, Bad Aussee. Kennen auch Sie einen Dialektausdruck, Berg, Flur- und Ortsnamen? Bitte melden unter redaktion@alpenpost.at oder per Telefon: 03622-53118.
weiterhin gute Zusammenarbeit mit den Berechtigten sowie den beteiligten Institutionen und wünschte allen eine sichere und unfallfreie Waldarbeit 2026.
Weckruf der Stadtkapelle
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Obertrauner Ortsgruppe der Einforstungsgenossenschaft kam es nach 14 Jahren zu einem Wechsel an der Spitze – Philipp Höll übernahm die Agenden von Alfred Kaiser als Obmann. Seit 2012 stand Alfred Kaiser als Obmann der Ortsgruppe der Obertrauner Servitutberechtigten vor. In dieser Zeit waren zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. So ereigneten sich während seiner Amtszeit mehrere Sturmereignisse, die große Waldflächen im Ort betrafen und viele aufzuarbeitende Schäden hinterließen. Auch fiel die Umsetzung des örtlichen Hochwasserschutzprojektes in seine Amtszeit. Dabei galt es, die bestehenden Nutzungsrechte zu sichern. Viele dieser Aufgaben konnten durch Gespräche und eine gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Stellen erfolgreich gelöst werden. Der scheidende Obmann bedankte sich in seinem Bericht bei allen Beteiligten, insbesondere bei der Gemeinde, den Bundesforsten sowie dem Verschönerungsverein, für die stets gute Zusammenarbeit. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Philipp Höll als neuer Obmann vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Als Obmann-Stellvertreter steht ihm künftig Fabian Kaiser zur Seite. Die Funktion des Schriftführers besetzt weiterhin Johann Schilcher, als Kassier wurde Michael Kaiser wiedergewählt. Als Kassaprüfer fungieren Leo Putz und Franz
Der „Weckruf“ der Stadtkapelle Bad Aussee am 1. Mai führt den Traditionsklangkörper dieses Jahr in den Ortsteil „Öfner“. Beginnend in der Öfnerstraße beim „Koanz“ führt die Route in den oberen Teil der Kramergasse (Bereich Schlosserei Köberl). Dort wird gewendet und in die untere Öfnerstraße marschiert –von dort zurück über die Öfnerstraße in die Bahnhofpromenade, wo auch der Abschluss dieses Weckrufes erfolgt. Anmeldungen für einen Aufenthalt bitte per Telefon: 0664-15 74 741. Die Mitglieder der Stadtkapelle freuen sich auf nette Begegnungen und viele schöne Gespräche – und vor allem viel Musik.
Leben und Almwirtschaft im Naturpark Sölktäler
Der heimische Filmautor Manfred Fuchs drehte in den letzten zwei Jahren eine Dokumentation über die Sölktäler, bei der Sennerin Martina Ebenschweiger von der Zauneralm im Mittelpunkt steht.
tation von Manfred Fuchs.
Von der Breitlahnhütte führen abwechslungsreiche Wanderwege zum idyllischen Schwarzensee. Seit mittlerweile 2002 bewirtschaftet Martina Ebenschweiger gemeinsam mit ihrem Mann Franz, immer von Juni bis September, die Zauneralm, welche sich unweit der Breitlahnhütte befindet. Kein Telefonempfang, kein Internet – beinahe unvorstellbar in der heutigen Zeit, aber kein Problem für die Sennerin. Die neuesten Nachrichtenerfährt sie von den Tagesgästen. Die Erzeugung vom frischem Steirerkäse und der Almbutter, die man in den Sommermonaten direkt ab Hof kaufen kann, zeugen von traditionellem Handwerk. Bei einer gemütlichen Einkehr gibt es beinahe täglich den frischen Ennstaler Roggenkrapfen mit Sauerkraut und Steirerkäse. Dass man auf der Alm nicht nur schöne Momente hat, das hat Martina am eigenen Leib erlebt und bleibt ein Leben lang in Erinnerung – wie die Naturkatastrophe am 17. Juli 2010. Für die Menschen in der Region war es besonders wichtig, dass die wertvollen Kulturlandschaften nach der Naturkatastrophe wieder renaturiert werden. Der Besitzer, Graf PaulJosef Colloredo-Mannsfeld, gibt einen Einblick, wie wichtig die Forstwirtschaft und die Almbauern in dieser Zeit noch sind. Werden die Almwiesen gut beweidet, kommt auch das Rotwild auf die Flächen zurück. Somit schließt sich der Kreislauf, der auch für das Ökosystem wichtig ist. Die 45-minütige Dokumentation von Manfred Fuchs ist am Dienstag, 21. April, um 19 Uhr bei der Premiere im Kino Gröbming zu sehen; ein Sendetermin am Sender ORF III ist zwar avisiert, jedoch noch nicht fixiert. Sobald ein Termin genannt wurde, wird dieser in der „Alpenpost“ angekündigt.
Sennerin Martina Ebenschweiger steht im Mittelpunkt der Dokumen-
(V. l.):
Verbandsobmann Herbert Kieninger, Obmann-Stv. Fabian Kaiser, der neu gewählte Obmann Philipp Höll, Alt-Obmann Alfred Kaiser, Vzbgm. Gernot Winterauer, Kassier Michael Kaiser und Schriftführer Johann Schilcher. Foto: P. Perstl
„Das
Bräuhaus an der Haslauer-Brucken“
Unter diesem Titel erschien am 7. April 1956, also vor sieben Jahrzehnten, ein Artikel von Franz Hollwöger, der das Brauhaus der „Neuper-Brauerei“, welche 1596/97 gegründet wurde, am „Oberen Markt“ beschrieb.
Als Eigentümer des Hauses Nr. 43 –das damals noch nicht einmal ein Gasthaus war –, hinter dem später die Brauerei errichtet wurde, sind 1512 Matthias Panser, 1531 Michael Pucher, 1540 Wöfl Stodrer, 1576 Hans Schmolner und 1585 der Kürschner Merk Überrackher nachzuweisen. Von den zwei letzten kaufte 1585 der Altausseer Müller Michl Hopfer die Häuser Nr. 42 und Nr. 43 und bekam am 2. Oktober 1596 vom Landesfürsten die Bewilligung, bei Nr. 43 eine Brauerei zu errichten, weil die „Postbrauerei“ den Arbeitern angeblich schlechtes Bier geliefert hatte. Als Müller betrieb er außerdem von 1601 bis 1628 die „Pfandlmühle“. Nach seinem Tod 1629 übernahm der Schwiegersohn Sebastian Brotmizl den Besitz um 800 Pf. Pf., acht Dukaten Leihkauf und 15 Pf. Pf. jährlich Zubuße an seine Schwiegermutter Sara, geb. Genspruner. 1638 erwarb er um 300 fl. das danebenliegende Inzingerhaus (Durigångschuster) und 1641 vom Verweser Balthasar von Kriechbaum außerdem noch das Hölzlsauerhaus. Damit wurde er auch Eisenniederleger. Als er 1642 starb, wurde sein Nachlaß mit 2.100 fl. geschätzt und seine Witwe Maria, geb. Khraimsser, aus Hallstatt heiratete den Eisenniederleger Georg Schragl. Nach beider Tod wurde der Sohn Balthasar Protmitzl (1636–1707), in zweiter Ehe mit Sabine Praun aus Gmunden vermählt, Eigentümer.
Verkaufter Besitz Dieser scheint nicht so gut gewirtschaftet zu haben wie sein Vater, denn 1671 verkaufte er das Braurecht um 300 fl. an den Hallamtsgegenhandler Johann Ehreich von Zurtschenthal, der die Brauerei zu Nr. 125 auf den Krautberg verlegte und überdies Leitenmühle und Hackenschmiede erwarb und betrieb, obwohl den Salinenbeamten jede „bürgerliche Hantierung“ verboten war. Nicht genug daran, musste Protmizl 1678 seinen ganzen Besitz Schulden halber an Richter und Rat verkaufen. Der Mann seiner Witwe, Franz Schröckh (1672–1747), Eisenschreiber, konnte den Besitz für seine Frau zurückerwerben und ihre Erben verkauften 1725 an Sebastian Ettenauer (1690–1758). Seit 1711 Bäcker auf Nr. 42 hatte er in zwei Ehen 25 Kinder – zwölf mit der Stögermüllertochter Susanna Gatterer und 13 mit Theresia Hammerl von der „Blauen Traube“. Vom Glück begünstigt, konnte er der Zurtschenthaltochter Maria von Rainspach 1732 Haus, Leitenmühle, Hackenschmiede, Brauhaus und -recht sowie das Neuperfeld abkaufen. Mühle und Schmiede veräußerte er sofort an Leopold Haslinger. Die Brauerei übertrug er wieder zu Nr. 43 und die Krautbergbrauerei ließ er 1736 abbrechen.
Blick auf die Brauerei Neuper, das „Bräuhaus an der Haslauer-Brucken“ (rechts), mit der 1936 abgerissenen Mautbrücke (früher Fleischbrücke) im Vordergrund und der Bäckerei Grossauer/Klackl links in der Mitte. Fotos: Archiv Michael Pollner
Diese Brauerei war mithin mehr als sechs Jahrzehnte nicht bei der „Haslauer-Brucken“ (Neupersteg). Nr. 125 kaufte Frau von Rainspach 1737 zurück. Als Ettenauer nach einem ungemein tätigen Leben 1758 starb, erbten seine Söhne Josef (1729–1784), vermählt mit der Salzfertigerstochter Maria Fröhlich aus Ischl (13 Kinder), Bräuhaus und „Taverne“ um 4.400 fl ., Anton (1738–1808), verehelicht mit der Brauerstochter Maria Schörkmayr aus Bad Mitterndorf (13 Kinder), die „Blaue Traube“ mit Bäckerei, Johann (1732–1797), verheiratet mit der Baderstochter Johanna Lökher aus Hallstatt, Nr. 42 mit Bäckerei. Trotz der 13 Kinder gingen Taverne und Brauhaus 1783 um 4.400 fl. an den Mitterndorfer Braumeister Ignaz Neuper und seine Frau Maria Pilz, Müllerstochter aus Hallstatt, über. 1824 erhielt der jüngste Sohn Adam Neuper (1790–1853) um 8.000 fl den Besitz. Er war in erster Ehe mit Anna Oberascher vom „Goldenen Adler“ und in zweiter Ehe mit der Wirtstochter Barbara Sarsteiner aus Ischl verheiratet. Um 1833 besaß er auch das „Teichschloss“, das Sommersbergergut und den „Krenwinkel“ (ehem. Eidlhuber) und 1835 erwarb er das „Durigångschusterhaus“ wieder, das wiederholt zu Nr. 43 gehörte.
Eine Brauerei verliert den Kampf gegen die Übermacht Während der Minderjährigkeit des jünsten Sohnes Karl Neuper (1848–1917) war der älteste Sohn, Engelbert Neuper (1832–1889) –der später den „Wilden Mann“ besaß –, Pächter des Vaterhauses. Karl wurde 1867 angeschrieben, war in erster Ehe mit der Brauerstochter Marie Werlberger aus Vöcklamarkt
und in zweiter Ehe mit Julie Frischmuth aus St. Marienkirchen bei Wels verehelicht. Sie ließen 1905 die von Adam 1851 errichtete Kapelle am Neuperfeld renovieren. Karls Zwillingsbruder Johann (1848–1918) war Kaufmann. Zuerst neben dem ehem. Gasthof „Sonne“, 1898 bis 1907 im ehem. Wöllhaus Nr. 65. Der jüngste Sohn Karls, Julius Neuper (geb. 1884), vermählt mit Anna Hackinger aus St. Marienkirchen, konnte den Besitz nur bis 1937 halten, worauf dieser an die Sparkasse Bad Aussee und 1941 an die „Gösser Brauerei“ überging.
Die alte Brauerei war 1897 modernisiert worden, erlag aber im Wettbewerb mit den Großbrauereien und diente dann dem Betrieb Gabler. Beim Umbau 1947/48 verschwanden die gotischen Fenster und die Inschrift: „Gegründet 1597, renoviert 1897“. Später wurde dann in der Neuper-Brauerei ein Bierdepot eingerichtet, bevor 2010 ein Wohnkomplex errichtet wurde. Zuvor aber
diente das „Bierdepot“ jahrelang als natürliche Kühlanlage für Millionen von Narzissen im Vorfeld des Narzissenfestes.
Vergnügungsort mit allen Schikanen
Der von Brauer Adam Neuper errichtete „Neuper-Prater“ war der Belustigungsort der Ausseer und der Gäste. Neben einer Schießstätte über die Traun, verschlungenen Wegen zum Lustwandeln und Einkehrmöglichkeiten gab es auch eine Sommerrodelbahn, die über die Traun führte. Unter anderem wurde der Neuper-Prater von Erzherzog Johann 1810 und von Kaiser Franz Joseph 1902 besucht und war – weit über hundert Jahre – ein gerne besuchter Ort. Er wich dann einem Baustofflager, später einer Glaserei und mehreren Gebäuden.
An den Gründervater dieser Belustigung erinnert heute noch das bekannte Flinserl-Sprücherl: Beim Neuper, beim Bräuer, ums Haus umatum, is a Råtz oder a Geier, es måcht allweil „Bumm-Bumm“.
Herzlichen Dank
für die große Anteilnahme am Ableben von Frau
Margit Loitzl.
Ein besonderen Dank gilt der Lebenshilfe Liezen für die liebevolle und jahrelange Betreuung. Danke an Sandra Singer von der Bestattung Haider für die würdevolle Gestaltung der Verabschiedung.
Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für alle Kerzen- und Geldspenden sowie allen, die unsere Margit auf ihrem letzten Weg begleitet haben.
In liebevollem Gedenken Die Trauerfamilie
Tauplitzer „Schneerosenball“ war wieder ein
voller Erfolg
Am 27. März, war es wieder so weit: Zahlreiche Ballgäste folgten der Einladung des ÖKB Tauplitz zum traditionellen Schneerosenball, der bereits zum 23. Mal stattfand – wie gewohnt im stimmungsvollen Ambiente des Familien- und Sporthotels Hechl.
Ab 20 Uhr wurde gefeiert, getanzt und gelacht – bis weit in die frühen Morgenstunden. Unter den Ballbesuchern war auch Ehrengast Hauptbezirksobmann des ÖKB Liezen und Vizepräsident des ÖKB Steiermark Walter Schwab mit seiner Gattin. Für beste Stimmung sorgte die Livemusik von Harald Kerschbaumer alias „Gugu“, der es wie jedes Jahr mit seinem abwechslungsreichen Repertoire von traditioneller Volksmusik bis hin zu modernen Pop- und Rockhits schaffte, zahlreiche eifrige Tänzer auf die Tanzfläche zu locken. Ob beim Korbschätzen, der beliebten Tombola – heuer kam der Hauptpreis im Wert von € 700,– von Sport Spanner – oder an der Bar –die Gäste genossen den Abend in vollen Zügen.
„Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch und die tolle Stimmung“, zeigte sich Andreas Sawka, Obmann des ÖKB Tauplitz, begeistert. „Es war ein rundum gelungener Abend – mit guter Musik, guter Laune und vielen bekannten Gesichtern. Ein Danke an alle, die gekommen sind, an unser Sponsoren und an alle Kameradinnen und Kameraden, die dabei geholfen haben, diesen Ball zu organisieren.“
Neueröffnung „Benediktiner Seifenmanufaktur“
Am 1. April feierten Theresa und Thomas Raf fl er die Neueröffnung einer Filiale ihrer Seifenmanufaktur mit Sitz in St. Wolfgang in der Ausseer Hauptstraße Nr. 149. Mit der „Benediktiner Seifenmanufaktur“ bringt das engagierte Familienunternehmen aus St. Wolfgang, wo sich auch die Produktionsstätte befindet, ein Stück traditioneller Handwerkskunst ins Ausseerland. Mit großer Freude darf das Unternehmen, welches insgesamt 25 Mitarbeiter beschäftigt, die Pforten ihrer bereits siebten Filiale öffnen. Die Regale sind gefüllt mit einer beeindruckenden Auswahl an Seifen und Pflegeprodukten in unterschiedlichsten Größen, Farben und Designs ideal als kleine Aufmerksamkeit oder Mitbringsel. Natürlichkeit, Regionalität und echte Handarbeit stehen im Mittelpunkt und machen einen Besuch zu einem duftenden Erlebnis.
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Mag. iur. Juliane Steinlechner, BA, MA – Rechtsanwältin
Juliane Steinlechner aus Obersdorf, beschäftigt in der NF-Rechtsan walts kanzlei in Graz, hat die mehrteilige Rechtsanwaltsprüfung vor der Rechtsanwaltsprüfungskommission beim Oberlandesgericht (OLG) Graz abgelegt und diese erfolgreich bestanden. Die feierliche Zeugnisverleihung erfolgte am 20. März am Oberlandesgericht Graz. Herzliche Gratulation!
Schreiber und Zieler gesucht!
Die Schützengesellschaft Grundlsee sucht für 7–8 Schießen pro Jahr verlässliche Schreiber (ab ca. 7 Jahren) und Zieler (ab ca. 14 Jahren). Die Schießen finden meist am Samstag oder am Feiertag statt und die Tätigkeit ist einfach erlernbar. Hervorragende Entlohnung! Bei Interesse bitte melden Tel.: 0650-5166002.
• jeden Donnerstag von 7 bis 12 Uhr. Bei Feiertag mittwochs.
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Grundlsee
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Theresa und Thomas Raffler eröffneten eine Filiale ihrer Seifenmanufaktur. Foto/Text: M. Rastl
Der Hauptpreis der Tombola – ein Gutschein von Sport Spanner im Wert von € 700,– – ging an Fam. Kanzler aus Tauplitz.
Frühlingshausmesse Autohaus Baumann
Am Freitag, 24., und Samstag, 25. April, lädt das Autohaus Baumann wieder zur traditionellen Hausmesse. Besucher dürfen sich auf die neuesten Peugeotund Citroën-Modelle freuen sowie sich wie gewohnt in gemütlicher, familiärer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen. Am Samstag erwarten Sie zudem Grillspezialitäten zu Superpreisen und eine Weinverkostung mit musikalischer Unterhaltung.
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Buchtipp
Julia Seebacher und Cora Angerer:
Charlys Abenteuer
Julia Seebacher (18) aus Bad Mitterndorf schrieb für ein Schulprojekt an der HAK Liezen gemeinsam mit ihrer Schulkollegin Cora Angerer ein Kinderbuch und brachte im April sogar einen zweiten Band heraus.
„Charlys Abenteuer“ ist ein Kinderbuch, das die abenteuerlichen Geschichten von Charly, einem ziemlich frechen Ziegenbock, erzählt. Im ersten Band „Ein Winter mit Charly“ stellt der Ziegenbock so einiges an und bringt seine Freund immer wieder in Gefahr. Ob ein gefährlicher Ausflug auf die Skipiste oder ein verbotener Nachtspaziergang. Charly lässt keine Gelegenheit aus, um sich zu amüsieren. Ob seine Freunde es schaffen, ihn zur Vernunft zu bringen?
Auch der zweite Band „Ein Frühling mit Charly“ verspricht wieder spannende Abenteuer, denn Lieblingsziegenbock Charly erwarten auch im Frühling neue Herausforderungen. Alte und neue Gesichter bringen frischen Wind in die Freundesgruppe. Ob es Charly schafft, mit der neuen Verantwortung richtig umzugehen?
Die Ziegenbock-Abenteuer sind per E-Mail unter julia.seebacher07@gmail.com oder auf Instagram: @charly.juco zum Preis von € 18,– erhältlich.
Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Grundlsee
Am 29. März lud Oberschützenmeister Hans Amon mit seinem Schützenrat zur diesjährigen Jahreshauptversammlung ins Gasthaus „Murbodenhüttl“.
Der Einladung folgten sehr viele Mitglieder, die im Bericht des Oberschützenmeisters die wichtigsten Punkte des letztes Jahres erfuhren. Aktuell zählt die Schützengesellschaft Grundlsee 133 Mitglieder. Um „Karteileichen“ zu verhindern, erlischt bei mehrmaliger Nichteinzahlung des Mitgliedsbeitrags die Mitgliedschaft automatisch. Oberschützenmeister Hans Amon konnte von einem erfolgreichen Jahr berichten, welches sich auch in einem positiven Kassastand niederschlug. Als Neuerung infomierte er über den „Schießstatt-Zehner“, der als Zahlungsmittel für Grundlseer Schützen diene, wie auch davon, dass hinkünftig für 75 retournierte „Zehner-Sterne“ die Stammeinlage
entfalle.
Neben einigen anderen Tagesordnungspunkten wurde auch das neue Waffengesetz und dessen Auswirkungen auf Schützen diskutiert.
Schreiber und Zieler gesucht!
Die Schützengesellschaft Grundlsee sucht für 7–8 Schießen pro Jahr verlässliche Schreiber (ab ca. 7 Jahren) und Zieler (ab ca. 14 Jahren). Die Schießen finden meist am Samstag oder am Feiertag statt und die Tätigkeit ist einfach erlernbar. Hervorragende Entlohnung! Bei Interesse bitte melden Tel.: 0650-5166002.
Doris Nentwich im „Pubic-Value-Beirat“
Auf Antrag des Vizekanzlers und Medienministers Andreas Babler (SPÖ) beschloss der Ministerrat am 24. März die Ernennung der ehemaligen Chefredakteurin der „Ischler Woche“ und nunmehrigen Geschäftsführerin der Norentis Group in Wien, Doris Nentwich, zum Mitglied des PublicValue-Beirats beim ORF.
Der Beirat ist der Medienbehörde KommAustria zur Seite gestellt und prüft die Zweckmäßigkeit neuer Angebote des ORF aus publizistischer Sicht unter Berücksichtigung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags und der voraussichtlichen Auswirkungen auf die Angebotsvielfalt. Das Gremium besteht aus fünf von der Bundesregierung für die Dauer von fünf Jahren bestellten Mitgliedern, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit und Erfahrung in der Medienbranche über die erforderliche Fachkunde und Praxis verfügen. Herzlichen Glückwunsch!
Weiberschießen
Die Eselsbacher Stahelschützen laden auch heuer wieder recht herzlich am Samstag, 18. April, ab 14 Uhr zum traditionellen Weiberschießen. Schussbegeisterte Damen können ihr Talent unter Beweis stellen und mit etwas Glück und Geschick den Sieg holen.
Ein herzliches
an alle meine Nachbarn und Freunde, die mich nach meinem Unfall besucht und aufgeheitert haben.
Euer Gottfried Höller
Kino im Kurhaus
Karl-Markus Gauß: Schlendern ist mein Metier. Abendfüllende Doku, Ö, 2025, 80 Min., Regie: Johannes Holzhausen. Der Regisseur Johannes Holzhausen porträtiert humorvoll und unkonventionell den renommierten österreichischen Schriftsteller Karl-Markus Gauß. Begleitet von der Kamera öffnet Gauß die Türen seines Salzburger Zuhauses und begibt sich auf Reisen an die Ränder Europas. Montag, 13. April, 20 Uhr. Eintritt: € 8,–. Reservierungen nicht erforderlich.
Foto: L. Leskovar
Oberschützenmeister Hans Amon (stehend) konnte sehr viele Mitglieder zur Jahreshauptversammlung begrüßen.
Die ältesten Siedlungsnachweise im Ausseerland
Dass das Ausseerland aus dem slawischen und bayerischen Raum besiedelt wurde, ist bekannt, dass es jedoch viel frühere Nachweise menschlicher Besiedelung zwischen dem Grimming und dem Loser gibt, verdient eine nähere Betrachtung. In einem Artikel aus dem Jahr 1976 informierte der heimische Höhlenforscher (Speläologe) Karl Gaisberger über die Funde.
Einer der ältesten Nachweise menschlichen Lebens im Ausseerland stammt aus der Salzofenhöhle, die sich auf 2.005 Meter Seehöhe oberhalb des Vorderen Lahngangsees im Toten Gebirge befindet. Sie geben Aufschluss über eine Jagdstation der Eiszeitmenschen.
Schuldirektor Otto Körber, der mit Altausseer Höhlenforschern in der Salzofenhöhle von 1924 bis 1944 gegraben hatte, vermutete schon damals die Anwesenheit des Eiszeitmenschen. Aber erst Grabungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien unter der Leitung von Kurt Ehrenberg, während der Grabungsjahre 1950 bis 1964, erbrachten den sicheren Beweis einer eiszeitlichen Besiedelung durch Menschen in der Salzofenhöhle.
Dabei konnten viele Artefakte der damaligen Menschen ausgegraben werden. Meist waren es glattgeschliffene Knochensplitter, zugespitzte Röhrenknochen oder Rippen des Höhlenbären, die die damaligen Bewohner der Höhle zu bestimmten Arbeiten, wie der Fellbearbeitung, in Verwendung hatten. Auch einige Werkzeuge aus Hornstein, einer verkieselte Kalkablagerung, konnten in Form von Schabern und Spitzen gefunden werden. Mit ziemlicher Sicherheit wurden damals auch Holzwerkzeuge verwendet, welche jedoch aufgrund der schlechten Fossilisationseigenschaften nicht mehr nachgewiesen werden konnten.
Schädelsetzungen
Bei der genannten Grabung gab es teils skurrile Entdeckungen. So wurde zum Beispiel eine „Schädelsetzung“ gefunden: Ein Schädel eines Höhlenbären (Ursus spelaeus)
lag eben auf Steinplatten und war mit zum Teil aufgestellten Steinplatten umgeben. Nahe dem Hinterende des Schädels steckte ein Penisknochen senkrecht im Lehmboden. Die Penisknochen verschiedener Säuger wurden in der Geschichte der Menschheit oftmals als Kultgegenstände verwendet. Einige Zentimeter dahinter lag das Unterkiefer eines jungen Höhlenbären. Weiters fanden die Forscher in der Nähe einer weiteren „Schädelsetzung“ einige in auffälliger Weise durchlochte Wirbel von Höhlenbären und Brandspuren. Es war für sie auszuschließen, dass eine solche Anordnung mehrere Male in gleicher Weise entstehen kann, und man geht davon aus, dass es sich dabei um eine kultische Handlung des Eiszeitmenschen vor etwa 40.000
bis 34.000 Jahren handelte. Noch heute kennt man Schädelbestattungen von nordischen Bärenjägern und vor 250 Jahren gab es im oberösterreichischen Salzkammergut ein Bärenbegräbnis. Gut möglich, dass diese Handlungen aus einer längst vergangenen Zeit stammen.
Viele Höhlen-Mitbewohner Der eiszeitliche bzw. zwischeneiszeitliche Bewohner der Salzofenhöhle jagte damals wahrscheinlich auch den Höhlenbären – wie die Ausgrabungsergebnisse schließen lassen – und es gab einige weitere Mitbewohner. So fand man Teile des Höhlenlöwen, des Braunbären, von Wolf, Fuchs, Marder, Vielfraß, Steinbock, Reh, Gams, Hase, Murmeltier, Schneemaus, Haselmaus und anderen kleinen Nagern. Auch Fleder-
mäuse waren damals schon in der Höhle heimisch. Außerdem kamen bei den Ausgrabungen Skelett-Teile des Maulwurfs, der Zwergspitzmaus, der Alpendohle, des Bergfinks und der Grauammer ans Tageslicht. Die damaligen Höhlenforscher gingen davon aus, dass man womöglich auch ein Skelett des „Salzofen-Menschen“ finden könnte und waren sich nicht sicher, ob sie bei ihren damaligen Grabungen nicht wenige Zentimeter an dem sehnlichst gewünschten Skelett vorbeigegraben hatten … Funde auch im „Liegl-Loch“ Im Steirischen Salzkammergut gibt es jedoch – neben der Salzofenhöhle – noch eine zweite Höhle, in welcher die Anwesenheit des Steinzeitmenschen während der letzten Zwischeneiszeit nachweisbar ist. Die Grabungen des Steirischen Landesmuseums im „Liegl-Loch“ bei Tauplitz in 1.290 Meter Höhe, die 1951 unter der wissenschaftlichen Leitung von Maria Mottl getätigt wurden, förderten mehrere Werkzeuge des Steinzeitmenschen zutage. Am auffälligsten waren dabei drei übereinanderliegende Feuerstellen, die eine zeitweise Besiedelung der Höhle bezeugten. Außerdem wurde noch ein Röhrenknochen mit mehreren Bohrungen gefunden. Das „Liegl-Loch“ bei Tauplitz wurde während der Zeiten, in denen kein menschliches Wesen dort wohnte, von verschiedensten Tieren als Unterstand bezogen. Die weitaus meisten Überreste stammten vom Höhlenbären, dann folgten Braunbär, Wolf, Steinbock, Wildschwein und weitere noch heute im Ausseerland lebende Tiere. Besonders interessant ist, dass im Eingangsteil Funde von mehreren jüngeren Kulturstufen gemacht wurden, die über die Bronzezeit, die Römische Epoche, die Zeit der Völkerwanderung bis ins hohe Mittelalter reichten.
In der Salzofenhöhle (der 2.070 Meter hohe Salzofen mittig links im Bild) oberhalb des Vorderen Lahngangsees wurden die ältesten Nachweise menschlichen Lebens im Ausseerland gefunden.
Ausseerland
trifft Wien
Wenn sich der Wiener Rathausplatz vom 8. bis 12. April wieder in ein Stück Steiermark verwandelt, dann ist auch das Ausseerland mittendrin. Der Steiermark-Frühling ist seit vielen Jahren eine wertvolle Bühne, um unsere Region in der Bundeshauptstadt zu präsentieren, wie immer herzlich, haftig und echt und mit viel Persönlichkeit. Für uns als Tourismusverband ist dieser Auftritt weit mehr als ein klassischer Werbetermin. Es ist eine Einladung, das Ausseerland mit allen Sinnen, mit Kulinarik, Musik, Brauchtum, Handwerk und jenen Menschen, die unsere Region prägen, erlebbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei unsere Ausseerland-Hütte, die an allen Veranstaltungstagen Treffpunkt, Schaufenster und Genussort zugleich ist. Dort präsentieren sich regionale Betriebe, Produzenten und Partner mit viel Engagement. Kulinarisch werden unsere Gäste in der AusseerlandHütte von Sebastian Gimbel (Gasthof Elisabeth) und seinem engagierten Team verwöhnt. Nicht nur kulinarisch, sondern auch musikalisch und kulturell wird das Ausseerland stark vertreten sein. Ein besonderer Höhepunkt ist das Kochstudio, bei dem unsere regionalen Betriebe zeigen, wie vielfältig und hochwertig die Küche des Ausseerlandes ist. Am Freitag kochen das Erzherzog Johann und das Mondi-Resort Grundlsee, am Sonntag folgt die Geiger Alm. Damit bringen wir nicht nur Geschmack nach Wien, sondern auch ein Stück echter Ausseerland Gastfreundschaft. Für die musikalische Stimmung sorgen das O Sole Trio, Ausgfuxt, die Hopfnblütntee-Musi und die Ausseerland Blos. Sie alle stehen für jene musikalische Vielfalt, die unser Brauchtum lebendig hält und gleichzeitig so viel Lebensfreude vermittelt. Natürlich kommt das Brauchtum nicht zu kurz. Am Samstag wird die Volkstanzgruppe Altaussee auf der Hauptbühne auftreten und unsere Narzissenhoheiten werden während des gesamten Fests wieder mit viel Charme unsere Region repräsentieren. Ergänzt wird unser Auftritt durch regionale Partner wie Die Herzerlbrennerin, die Salzwelten, das Narzissen Vital Resort, den Narzissenfestverein und weitere engagierte Aussteller. Solche Großveranstaltungen sind nur möglich, wenn viele zusammenhelfen. Mein Dank gilt schon jetzt allen Betrieben, Musikgruppen, Vereinen, Partnern und Einzelpersonen, die mitwirken und unsere Region in Wien vertreten.
Pamela Binder
Tourismusverband
Ausseerland
Salzkammergut
Ausseer Gesundheitstage
Von Freitag, 24., bis Samstag, 25. April, finden – nach einer längeren Unterbrechung – wieder die „Ausseer Gesundheitstage“ mit einem umfangreichen Programm statt.
Unter dem Motto „Gesund im Ausseerland“ wollen die Verantwortlichen – allen voran Bgm. Thomas Schönauer und Sozialreferent Markus Grieshofer – verschiedensten Vereinen, zum Beispiel dem neu gegründeten Verein „Vitalkammergut“, an diesen Tagen die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren, und den interessierten Besuchern ein möglichst breites Angebot bieten.
„Frostiger“ Begrüßungsabend Selbstredend wird der Begrüßungsabend nur von der Themenwahl frostig, denn am Freitag, 24. April, wird um 19 Uhr Eisschwimmer und Weltrekordhalter Josef Köberl darüber referieren, dass „Eiswasser nicht Ihr Feind, sondern vielleicht Ihr stärkster Verbündeter sein kann“. Am selben Tag startet (von 13 bis 19 Uhr) auch die Gesundheitsmesse, die das breit gefächerte Gesundheitsangebot im
Eintritt den Austausch mit den im Gesundheitssektor tätigen Personen zulässt. Die Messe findet am Samstag, 25. April, von 10 bis 17 Uhr, ihre Fortsetzung. Von „A“ wie Ameos bis „Z“ wie Zeitpolster sind dabei über 30 Aussteller vor Ort. Vorträge und Workshops Am Freitag, 24. April, werden folgende Programmpunkte bei freiem Eintritt über die Bühne gehen. Folgende Vorträge werden angeboten:
13.30–14.15 Uhr REHA-Zentrum mit ihrem Pilotprojekt 14.30–15.15 Uhr Bewusstsein und Lebendigkeit in der Küche 15.30–16.15 Uhr Kurzsichtigkeitskontrolle bei Kindern
16.30–17.15 Uhr Gesundheit beginnt mit Haltung – 5 Schritte zu mehr innerer Stabilität 17.30–18.15 Uhr – Der Bauernhof als Kraftquelle Folgende Workshops werden geboten:
13.30–14.15 Uhr Faszinierende Faszien
14.30–15.15 Uhr Gehirntraining für Kinder, Erwachsene und Senioren 15.30–16.15 Uhr Mit Akupressur die Gesundheit aktivieren
16.30–17.15 Uhr Kindergesundheit – Wickel und Aromatherapie 17.30–18.15 Uhr „Federleicht bewegt“ – sanfte Bewegungsimpulse bei Verspannung
Am Samstag, 25. April, werden folgende Programmpunkte geboten: 10.30–11.15 Uhr Funktionelles Training
11.30–12.15 Uhr Darmgesundheit und ganzheitliche Pflege 12.30–13.15 Uhr „Pause“ drücken im Alltag – durch Achtsamkeit zu mehr Gelassenheit und Präsenz 13.30–14.15 Uhr Selbstversorgung aus dem Garten
14.30–15.15 Uhr Zurück zur Natur: Wie Waldbaden und und das Erden auf den Körper wirken
15.30–16.15 Uhr Gesunde Zelle –Gesundes Leben
10.30–11.15 Uhr Yoga-Sequenz 11.30–12.15 Uhr Funktionelles Training 12.30–13.15 Uhr Meridian-Dehnung 13.30–14.15 Uhr Kindergesundheit – Wickel und Aromatherapie 14.30–15.15 Uhr Qigong 15.30–16.15 Uhr Meditation „Felder der Liebe und des Friedens“
Jahreshauptversammlung bei den „Privilegierten Schützen“
in Altaussee
(V. l.): Kassier Markus Ronacher, Gerhard Reichenvater, Helmut König, Sepp Wimmer und Oberschützenmeister Franz Pichler. Foto: R. Kainzinger/Text: E. Enzelberger
Zu der am 27. März durchgeführten Jahreshauptversammlung der Privilegierten Schützengesellschaft Altaussee konnte Oberschützenmeister Franz Pichler „seine“ Mitglieder begrüßen. Nach dem Bericht des Oberschützenmeisters kam es zur wohlverdienten Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder. Wunderschöne Silbernadeln erhielten Sepp Wimmer für seine 50-jährige Mitgliedschaft sowie Helmut König und Gerhard Reichenvater für ihre 40jährige Mitgliedschaft. Letzterer schnappte sich dann seine Gitarre und zusammen mit Theo Wiala, der auf der Rumpel spielte, untermalte er den Abend musikalisch. Vom Verein wurde dann auch für alle eine köstliche Sulz gespendet und danach konnte man noch gemütlich zusammensitzen und ordentlich miteinander „trüfeln“.
Alpenpost- J ugen d seite
Großes Interesse am „Österreichischen Vorlesetag“
Die Kinder der vierten Schulstufe der Volksschule Altaussee wurden von „Lesedoris“ Doris Bittmann in die Welten der Zauberei entführt.
Im Rahmen des „Österreichischen Vorlesetages 2026“, der am 26. März über die Bühne ging, war auch das Ausseerland mit einem Fixtermin vertreten. In der Buchhandlung „Buch & Boot“ luden Gudrun Suchanek und „Lesedoris“ Doris Bittmann zu einer bewegen-
den Vorlesestunde, bei der die vierte Schulstufe der Altausseer Volksschule aus dem Buch „Herwig und Elsie“ viel über die Zauberei erfuhr.
Der nächste „Steirische Vorlesetag“ in diesem Jahr findet übrigens am 13. Juni 2026 statt.
BORG-Schüler zeigten sich sportlich
Mit einem solchen Fanclub kann nur Edelmetall gewonnen werden.
Beim größten Skikurs Österreichs, dem „ÖBB S'Cool“, war auch das heimische BORG dabei und so erlebte die 5A-Klasse des Erzherzog Johann BORG Bad Aussee eine sensationelle Wintersportwoche. Mit einem zweiten Platz beim Abschlussrennen – unterstützt durch die „Fans“ aus den eigenen Reihen – ging für die Schüler kürzlich die ereignisreiche Woche im Skigebiet Nassfeld/Hermagor zu Ende. Neben der Teilnahme am Skikurs in zwei verschiedenen Schwierigkeitsstufen unter professioneller Leitung von Skilehrern aus
der Region und einem variantenreichen Programm für die alternativen Wintersportler erlebten die Schüler auch zahlreiche andere Aktivitäten wie Fackelwanderung, Kletter- und Boulderabend, Kinoabend und Gruppenspiele. Die Anreise mit der ÖBB, das Zusammenhelfen, die gegenseitige Unterstützung bei kleinen und größeren Schwierigkeiten und nicht zuletzt das „Sichgegenseitig-Kennenlernen“ außerhalb der Schule unterstreicht die Bedeutung von Schulveranstaltungen für die Entwicklung und Stärkung von Klassengemeinschaften.
Ernährungswoche an der HLWplus Bad Aussee
Die Schüler der HLWplus Bad Aussee schreckten auch vor einem Sprung in den eiskalten Grundlsee nicht zurück. Ein Eisbad weckte neue Lebensgeister.
Vom 9. bis zum 15. März fand an der HLWplus Bad Aussee die mittlerweile traditionelle Ernährungswoche statt. Während dieser Woche war es das Ziel der dritten Klasse, bewusst gesund zu leben: Tägliches gemeinsames Frühstücken, Meal Preps und anderes nach Rezepten von Mayrlife und der Wasnerin, Workshops, Betriebsbesichtigungen bei der Wasnerin und der PVA Bad Aussee sowie Bewegung standen am Programm. Damit sich der aktive, gesunde Lebensstil dieser Woche nicht nur auf die Schule beschränkte, wurden auch die Familien miteinbezogen. Dadurch konnte das Projekt auch außerhalb des Unterrichts und somit viel intensiver erlebt werden. Ein großer Pluspunkt: Zuhause konnten alle an
einem Strang ziehen und die gesunden Routinen zusammen umsetzen. Um alle Beteiligten zu informieren, gab es im Vorfeld einen Infoabend für die Schüler und Eltern – inklusive gesunder Verköstigung, zubereitet von der 1HLW. Geleitet und unterstützt wurde das Ernährungsprojekt von Fachvorstand Christian Moser, Projektleiter Dominik Pirker, Sportlehrerin Dagmar Binna sowie Heilkräuterpädagogin und Brot-Expertin Christine Egger, Yogalehrerin Romana Wasmaier und Fitnesstrainer Martin Mulej, die die 3HLW mit viel Engagement und Motivation durch die Ernährungswoche, die mit einem Eisbad im Grundlsee abgeschlossen wurde, begleiteten.
Osterbasteln in der Volksbank Bad Aussee
Die jungen Bastler bereiteten sich in der Ausseer Volksbank auf Ostern vor.
Am 1. April wurde die Volksbank Bad Aussee erneut zum Schauplatz eines kreativen Nachmittags: Beim traditionellen Osterbasteln konnten 27 Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich spielerisch auf das bevorstehende Osterfest einstimmen. Mit großer Begeisterung entstanden liebevoll gestaltete Osternester, farbenfrohe Mandalas sowie flauschige Schafe aus Watte. Besonders großen Anklang fanden die selbstgemachten Osterhasen-
Armbänder aus Perlen, die von den jungen Teilnehmern mit viel Geduld und Sorgfalt gefertigt wurden. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Eine kleine Jause sowie süße Köstlichkeiten rundeten das Programm ab und sorgten für zusätzliche Freude.
Die Veranstaltung erwies sich einmal mehr als voller Erfolg und bescherte den Kindern einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Nachmittag.
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Sport in Kürze
l Bei den Bezirkskegelmeisterschaften des Pensionistenvereins Österreich am 24. März in Liezen konnten die heimischen Kegler die Früchte des wöchentlichen Trainings ernten: Mit Sepp Winkler und Angelika Gassenbauer stellte man jeweils den Bezirksmeister des heimischen Zweigvereins. In der Mannschaftswertung belegte das Team aus dem Ausseerland hinter Trieben Rang zwei, die Damen erkegelten sich Rang vier.
wie die Herren mit Sepp Winkler, Heinz Lautner, Albert Rastl, Franz
l Die junge Eisschützin des ESV Bad Mitterndorf, Andrea Kralik, wurde kürzlich für den Österreichischen Meistertitel im Zielbewerb und für die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft Mannschaft U16 – beides im Jahr 2025 – geehrt. Kürzlich fand auch wieder das „Johann-Marl-Gedenkturnier“ statt. Es blieb bis zur letzten Runde spannend und am Schluss konnte sich der ATSV Bad Aussee ganz knapp vor dem 1. EEV Trautenfels punktgleich mit 16:4 durchsetzen. Den dritten Platz belegten die Gäste aus Bad Goisern.
Leserbrief
Pass-Stein-Straße: Ein Beispiel politischen Versagens
Die Pass-Stein-Straße wird seit 1950 als L 729 im Landesstraßenverzeichnis des Landes Steiermark geführt. Ihre Totalschließung 2003 hat an dieser Eintragung bis zum heutigen Tage nichts geändert. Diese Tatsache ist insofern bemerkenswert, als dass sie den Verlust des Rechtsstaates nahelegt. Rechtsstaat heißt, dass alles Handeln der öffentlichen Verwaltung auf soliden Gesetzen zu gründen hat – andernfalls sie korrupt agierte. Damit also die Landesverwaltung überhaupt eine Straße errichten (lassen) und betreiben kann, bedarf sie des Steiermärkischen Landes-Straßenverwaltungsgesetzes von 1964, welches das Land über Umwege berechtigt, sich aller dafür erforderlichen Mittel bemächtigen zu dürfen, verpflichtet sie aber im Gegenzug unter anderem strikt zur Führung von Straßenverzeichnissen (§ 9) und zur Straßenerhaltung (§ 16). Wenn nun der Bürgermeister von Bad Mitterndorf beim Pumpspeicherkraftwerk von einer „Jahrhundertchance“ für
obige Landesstraße spricht, dann hat er sich wohl entweder mit den Grundlagen einer ordentlichen Verwaltung nicht angemessen auseinandergesetzt oder ihrer Bedeutung einen gar kümmerlichen Stellenwert beigemessen. Egal was zutrifft, sollen hier die öffentliche und private Hand wie Faszien verwoben werden (Land Steiermark und Verbund AG), lösen sich die Grenzen zwischen Verwaltung und Wirtschaft auf und es treten die Bestimmungen der Konzernführung an die Stelle der Gesetze des Landtages. Es bleibt die Frage, was Bgm. Herbert Hansmann mit „die beim Stausee tätigen Tourismusbetriebe“ meint? Wenn es sich hierbei um den behelfsmäßigen Ausschank neben der ersten Bootshütte handelt (wo es mit dem Pumpspeicherkraftwerk keine Boote mehr geben würde), dann können sich die Menschen in Bad Mitterndorf in etwa die Dimension des Ärztezentrums im örtlichen Jahrtausendprojekt neben der Grimminghalle vorstellen.
Heinz Landl, Bad Mitterndorf
Ausseer Tennis-Asse zeigten auf
Die jungen heimischen Tennissportler Lara und Noah Lemmerer konnten kürzlich einen eindrucksvollen Beweis ihres Trainingsstatus abgeben und Edelmetall holen.
Beim Kategorie-2-ÖTV-U14-Turnier in Haid/Ansfelden stellten die beiden einmal mehr ihr Können, ihren Einsatz und ihren Teamgeist unter Beweis.
Lara spielte ein sensationelles Turnier und krönte sich – ohne Satzverlust –zur Siegerin im Einzel – eine unglaubliche Leistung!
Noah zeigte ebenfalls starke Matches und musste sich im Einzel erst im Viertelfinale – denkbar knapp im Match-Tiebreak des dritten Satzes –geschlagen geben. Im Doppel spielte Noah mit seinem Einzel-Gegner und sie holten sich gemeinsam souverän den Turniersieg. Beim TC Bad Aussee Volksbank ist man unglaublich stolz auf die Schützlinge und man gratuliert an dieser Stelle zu den großartigen Erfolgen. Verdient sind Lara und Noah damit auch – im Verein – die Spieler des Monats
Die Damenmannschaft mit Monika Neuper, Heidi Haslauer, Angelika Gassenbauer, Gerti Kainz, Anni Moser und Irmgard Wallner konnte ebenso feiern
Steyrer, Franz Schachner und Reinhold Neuper.
Andrea Kralik wurde für ihre sensationellen Erfolge geehrt.
Beim „Johann-Marl-Gedenkturnier“
Lara Lemmerer konnte mit einem Linzertörtchen ihren Turniersieg feiern.
Schützenwesen
Vereine-Schießen in Grundlsee
Der Ostermontag ist traditionell ein Feiertag für die Grundlseer Schützen, wird doch an diesem Tag immer zum „Vereine-Schießen“ geladen. Über 70 Schützen folgten der Einladung und genossen einen wunderbaren Tag in der Gaiswinkler Schießstätte.
Die Erebnisse waren – es wurde „angestrichen“ geschossen – entsprechend hoch. Die Damenklasse gewann Nora Schönfellinger mit 49 Kreisen, gefolgt von Alexandra Hofer (47), Dagmar Leitner (46), Astrid Kager (45) und Astrid Eder (45). Bei den Veteranen hatte Regina Pressl mit 47 Kreisen die Nase vorne, gefolgt von Herbert Werner (47), Hermann Rastl (47), Manfred Hopfer (44) und Franz Pressl (43). Die Herrenklasse gewann Markus Hopfer mit 48 Kreisen, gefolgt von
Markus amon (48), Bernhard Amon (48), Franz Schanzl (48) und Erhard Amon (48). Bei der alles entscheidenden Tiefschusswertung legte Wolfgang Gasperl mit 246 Teilern einen hervorragenden Tiefschuss vor, gefolgt von Herbert Werner mit 335 Teilern, Andreas Herold (339), Thomas Scheck (344) und Oberschützenmeister Hans Amon (356). Die Mannschaftswertung konnte somit die „Kulturelle ARGE 3“ mit Herbert Werner, Wolfgang Gasperl, Alexandra Hofer und
31. Mannschafts-Hobbyturnier des SV Kainisch
Mit der Siegerehrung am 21. März fand das 31. MannschaftsHobbyturnier des SV Kainisch seinen Abschluss. Insgesamt beteiligten sich 14 Mannschaften, die jeweils aus einem Schützen und zwei Hobbyschützen bestanden. Die Beteiligung war damit erfreulich hoch.
Die Wettkämpfe wurden von Herbst 2025 bis März 2026 ausgetragen. In dieser Zeit konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Die Mannschaft „KFZ“ mit Christian Pressl, Franz Grieshofer und Fritz Schachner setzte sich mit 26 Punkten und keinem einzigen Spielverlust an die Spitze. Auf Platz zwei folgte das Team „Silberpfeil“ mit Markus Schwab, Christian Jungwirth und Helmut Rainer, welches 21 Punkte erreichte. Den dritten Rang belegte das Team „Edelweiß“ mit Jasmin und Claudia Grieshofer sowie Irmgard Schachner, das 20 Punkte erzielte. Die weiteren Platzierungen gingen an „Calista“, „Jausenstation Stieger“, „Holzwür-
mer“, „Span“, „Beschiaßn“, „Wilhelm Tell“, „Flo’s Garage“, „Tick, Trick und Track“, „Sportstüberl“, „Dreiergespann“ sowie „Meisterjäger“. In der Tiefschusswertung konnte sich Konrad Grieshofer mit einem Nullteiler knapp vor Christian Jungwirth (2,23 Teiler) und Fritz Schachner (3,16 Teiler) durchsetzen. Oberschützenmeister Helmut Rainer sowie die Schützen bedankten sich herzlich bei den heimischen Betrieben und der Gemeinde für die großzügigen Sach- und Geldpreise. Der Schützenverein Kainisch hofft auf eine rege Beteiligung beim 32. Hobbyturnier im kommenden Herbst.
Florian Seiberl zum zweiten Mal in Folge für sich entscheiden, gefolgt von „ASVÖ 1“ mit Lukas Budemayr, Florian Budemayr, Markus Hopfer
und Markus Syen sowie „Feuerwehr Gößl“ mit Andreas Herold, Helmut Herold, Franz Schanzl und Franz Kahls.
Jubiläumsschießen und Jahreshauptversammlung bei den Unterkainischer Stahelschützen
Vom 6. bis 14. März wurde in Unterkainisch anlässlich des 50. Geburtstages von Sven Knappe ein Jubiläumsschießen durchgeführt, zu dem Oberschützenmeister Philipp Knappe 84 Schützen begrüßen konnte.
Die Tiefschusswertung auf die Gedenkscheibe gewann Helmut Schilcher (St. Agatha) vor Johannes Jung (Goisern-Berg). Die Plätze drei und sieben belegten Werner Siegl und Reinhold Köberl (beide Unterkainisch). Die Kreiswertung der Damen entschied Michaela Schilcher (Posern) für sich. Platz neun belegte Lisbeth Amon (Unterkainisch). Die Herrenwertung gewann Thomas Peer (Unterkainisch) mit 49 Kreisen, weitere Platzierungen der Unterkainischer: 4. Simon Peer, 5. Philipp Knappe, 6. Sven Knappe. Die Tiefschusswertung konnte Günther Baumann (Unterkainisch/10,0 Teiler) für sich entscheiden. Die Plätze drei, sechs und acht belegten Philipp Knappe, Simon Peer und Reinhold Köberl (alle Unterkainisch).
Oberschützenmeister Philipp Knappe bedankte sich in seiner Ansprache bei der Siegerehrung vor allem bei den heimischen Wirtschaftstreibenden für die schönen Sachpreise. Jahreshauptversammlung Am 21. März fand beim Armbrust-
schützenverein Bad Aussee-Unterkainisch die diesjährige Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und anschließender Siegerehrung der Vereinsmeisterschaft statt. Oberschützenmeister Philipp Knappe und Kassier Sven Knappe konnten einen positiven Bericht vorlegen. Der Oberschützenmeister bedankte sich bei allen Schützenkollegen für die gute Zusammenarbeit bei den verschiedensten Veranstaltungen im abgelaufenen Vereinsjahr und bat gleichzeitig um tatkräftige Unterstützung im kommenden Jahr.
Bei der im Anschluss an die Jahreshauptversammlung stattgefundenen Siegerehrung zur Vereinsmeisterschaft gratulierte Philipp Knappe den Schützen zu ihren Platzierungen.
Die Damenklasse entschied Regina Preßl mit 404 Kreisen für sich. Den besten Tiefschuss erreichte Philipp Knappe mit 10,6 Teilern. Klassensieger und Schützenkönig 2026 wurde Stefan Egger (479 Kreise), gefolgt von Thomas Peer (475 Kreise).
Die Mannschaft „KFZ“ holte sich beim Mannschaftsturnier des SV Kainisch den Sieg.
(V. l.): Regina Pressl, Schützenmeisterin Regina Arbeiter, Herbert Werner, Schützenmeister Markus Hopfer, Alexandra Hofer, Florian Seiberl, Wolfgang Gasperl, Oberschützenmeister Hans Amon. Kniend: Sepp Laimer und Nora Schönfellinger.
FC Ausseerland startete stark, Bad Mitterndorf kommt in Form
Trotz des heftigen Wintereinbruchs war auf den Fußballplätzen der Region Einiges los. Der FC Ausseerland konnte beim Derby gegen Bad Mitterndorf aufzeigen und legte ein 4:0 vor.
Oberliga Nord
ASV Bad Mitterndorf –SC Liezen
3:2
(3:1)
14 sieglose Runde, dazu ein schwerer Wintereinbruch – die Vorzeichen für das Derby standen beim ASV nicht gut. Nach zwei bemerkenswerten Kraftakten dürfen die Mitterndorfer aber auf ein höchst erfreuliches Wochenende zurückblicken. Erst wurde der Platz in einer mehrtägigen Aktion vom Schnee befreit, dann nahmen sich die Kicker auch noch Herz und knüpften dem SC alle Punkte ab. Schon nach zwei Minuten traf Christoph Gassner zum 1:0. Der Ausgleich der Gäste folgte kurz darauf, nach 26 Minuten stellte Jovan Vlacic aber per Elfmeter schon wieder auf 2:1. Nur fünf Minuten danach erhöhte Mateo Damis auf 3:1. Danach wehrte sich der ASV erfolgreich gegen Liezener Angriffe, kam aber auch selbst zu einigen guten Möglichkeiten. In der letzten Spielminute gelang dem SC noch der Anschlusstreffer, der Sieg des ASV war aber letztlich nie wirklich in Gefahr.
ASV: Wieser, Lemes, Damis, Schönwetter, Stadler, C. Gassner, Kraft (94., N. Gassner), Neuper, T. Pliem (90., Schrottshammer), Kozak, Vlacic (86., Schnupp).
FC Ausseerland – Bad
Mitterndorf II 4:0 (2:0)
Nach der spielfreien ersten Frühjahrsrunde startete der FC Ausseerland gleich mit einem Derby ins neue Pflichtspieljahr. Trotz ungemütlichem Osterwetter folgten 250 Zuschauer dem Ruf ins Ausseer Panoramastadion. Und zumindest die Ausseer Fans wurden dafür ausgiebig belohnt. Die FCA-Kicker starteten äußerst druckvoll und scheiterten zu Beginn nur am starken Mitterndorfer Torhüter Armin Schretthauser
Nach etwa 20 Minuten wurde die Partie etwas ruhiger. In dieser Phase fanden auch die Mitterndorfer besser ins Spiel, die größte Chance hatte aber der Ausseer Mislav Dogan. Nur die Torlatte verhinderte bei seinem Kopfball das 1:0. Diese Großchance war eine Art Weckruf für die Heimelf, die danach wieder ordentlich an Offensivdrang zulegte. Kurz vor der Halbzeitpause wurde dann schließlich auch belohnt. Jonas Kogler kämpfte sich in der 41. Minute alleine durch die Mitterndorfer Abwehr und schloss die Aktion mit dem Führungstreffer ab. In Minute 45 versenkte dann Innenverteidiger Mislav Dogan eine Maßflanke von Manfred Stögner zum 2:0. Bei diesem Stand
Mürzzuschlag – ASV Bad
Mitterndorf 1:1 (0:1)
Nach dem Befreiungsschlag gegen den SC zeigte der ASV auch im Mürztal eine gute Leistung. Christoph Gassner brachte seine Elf in der 44. Minute in Führung. Die Gastgeber glichen dann per Elfmeter in Minute 75 aus.
ASV: Wieser, Lemes (71., Schnupp), Damis, Schönwetter, Stadler, C. Gassner, Kraft (83., Schrottshammer), Neuper, T. Pliem (83., Schnepfleitner), Kozak, Vlacic.
Die nächsten Spiele:
ASV - Kindberg, 12.4., 16 Uhr
St. Peter-Fr. - ASV, 17.4., 18.30 Uhr
1. Kindberg-M. 17 15 0 2 60:1 39
2. St. Peter/Kbg. 17 10 3 4 39:24 33
3. Zeltweg 17 9 2 6 42:32 29
4. St. Peter-Fr. 17 8 4 5 27:17 28
5. Kapfenberg II 17 8 4 5 26:20 28
6. Knittelfeld 17 6 5 6 25:27 23
7. Judenburg 17 6 3 8 33:33 21
8. St. Lorenzen 17 5 6 6 27:29 21
9. St. Michael 17 6 3 8 30:46 21
10. Mürzzuschlag 17 4 7 6 26:37 19
11. Krieglach 17 5 3 9 20:38 18
12. SC Liezen 17 5 3 9 38:35 18
13. Irdning 17 5 2 10 19:31 17
14. Mitterndorf 17 2 5 10 13:39 11
Gebietsliga Enns
ging es in die Pause.
In den zweiten 45 Minuten war der FC Ausseerland dann deutlich überlegen. Die jungen Mitterndorfer hielten zwar stark dagegen und agierten beherzt, hatten den Ausseern aber spielerisch wenig entgegenzuhalten. Ganz dem Spielverlauf entsprechend, traf Jonas Kogler in der 67. Minute zum 3:0. Nur vier Minuten später sorgte Daniel Pinkney für den 4:0-Endstand – dieses Mal nach Vorarbeit von Jonas Kogler. Am Ende stand aber ein verdienter Erfolg der Ausseer, die damit Tabellenführer Pruggern dicht auf den Fersen bleiben. Die Ennstaler haben zudem in dieser Runde beim 2:2 Punkte liegen lassen. In der nächsten Runde kommt es dann zum Spitzentreffen der beiden einzigen verbliebenen Titelaspiranten. Anpfiff ist am Samstag, 11. April um 15 Uhr in Pruggern. Mit vielen Ausseer Schlachtenbummlern ist zu rechnen. FCA: Bruckenberger, Dogan (61., Wimmer), Grubesa, Lazok, Pinkney, Kanalas (69., D. Tadic), Grill, Kogler, Eder (61., Perstl), Pomberger, Stögner (73., Syen).
ASV II: A. Schretthauser, Schnupp, Pichler, Perner, Rainer (75., Schweiger), Pürcher, N. Gassner (75., Ebner), Leitinger, Schrottshammer, Gaiswinkler (66. D. Schlömmer), S. Gassner (58. Lämmereiner).
1. Klasse Enns
Nächste Woche startet auch die 1. Klasse Enns ins Frühjahr. An der Spitze zeichnet sich ein Dreikampf aus Herbstmeister Ardning, den FC Ausseerland Juniors und dem SV Rottenmann ab, wobei die Ausseer in der Auftaktrunde noch spielfrei haben. Der FC Tauplitz spielt um einen Platz im Mittelfeld mit und muss am Sonntag den Weg nach Kalwang antreten.
Alle Testspielergebnisse:
SG Liezen U18AAusseerland Juniors 5:1
Tore: F. Götzenauer (2), F. Strk, R. Klein, M. Mayerl; Gabriel Okanume.
SV Bad Ischl 1bAusseerland Juniors 4:1
Tore: D. Tischler (2), E. Acar, Leo Samardzic; Johannes Raaijmann.
ASV Bad Mitterndorf IIAusseerland Juniors 2:1
Tore: Sandro Gassner, Christoph Schnupp; Johannes Raaijmann.
Traboch - FC Tauplitz 0:1
Tor: Felix Beutelbeck
SV
Pruggern-
ASV Bad
Mitterndorf II 4:0 (1:0)
Verpatzter Frühjahrsauftakt für die jungen Mitterndorfer. Beim Tabellenführer der Liga war die Edelmaier-Elf klar unterlegen, zeigte aber auch in diesem Spiel viel Leidenschaft. Erst unmittelbar vor der Pause gelang der Heimelf das 1:0. Bis dahin hielten die ASV-Kicker Pruggern vom Tor fern.
ASV II: A. Schretthauser, Gaiswinkler, Perner, Rainer, Leitinger, S. Gassner (45., Schrottshammer), Pichler (83., T. Pliem), N. Gassner, Spielbüchler (83., Seiffert), Pürcher (83., Heiss), Schnupp (45., Ebner).
Die nächsten Spiele: Pruggern - FCA, 11.4., 15 Uhr ASV II - St. Gallen, 11.4., 16 Uhr St. Gallen - FCA, 18.4., 16 Uhr Ramsau - ASV II, 18.4., 16 Uhr
1. Pruggern 12 10 2 0 33:14 32
2. Ausseerland 11 9 1 1 36:10 28
3. Ramsau 11 6 0 5 24:17 18
4. Gröbming 11 5 2 4 23:19 17
5. Stainach 12 5 2 5 23:22 17
6. Stein/Enns 11 4 1 6 19:23 13
7. Öblarn 11 3 4 4 23:25 13
8. Aigen 12 3 4 5 29:31 13
9. Mitterndorf II 12 3 2 7 19:30 11
10. Schladming II 12 3 2 7 19:31 11
11. St. Gallen 11 2 0 9 11:37 6
ASKÖ GosauFC Tauplitz 2:2
Tore: M. Grom, C. Egger; Lennart Geyer (Eigentor), Davic Beutelbeck
SV Stein/EnnsFC Tauplitz 3:4
Tore: A. Lammer, S. Schönleitner, R. Gutmann; David Beutelbeck (2), Lukas Lorbek, Michael Perstling.
Herausgeber, Medieninhaber und Redaktion: Medienförderungsverein Ausseerland, 8990 Bad Aussee, Kammerhofgasse 227.
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