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zu e ag ee l i e ss b r u e A d on Bad S t Mi LKH
Ausgabe Nr. 23 13. November 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Ein Narr wird an seinen Reden erkannt, ein Weiser an seinem Schweigen. Pythagoras
Von oben betrachtet ...
Empört Euch! Bürgerversammlung für das LKH Bad Aussee Das Forum „Pro LKH Bad Aussee“ lädt am Donnerstag, 20. November, um 19 Uhr zu einer Bürgerversammlung in das Kur- und Congresshaus Bad Aussee. Dabei soll die weitere Strategie im Kampf gegen den „Plan B“ mit der betroffenen Bevölkerung besprochen werden. Diese beinhaltet einen Schulterschluss mit allen anderen Regionen, die durch diese Umstrukturierung maßgeblich von einer adäquaten Gesundheitsversorgung abgeschnitten werden, wie auch eine gemeinsame Großdemonstration im Dezember in Graz angedacht ist. Jetzt ist jeder Einzelne gefragt!
Das Ross ist (zu) hoch
... sind Probleme meist sehr klein. Die aktuelle Problemstellung für das Ausseerland, die Gesundheitsversorgung, kann weder Distanz noch eine dicke Nebeldecke verdecken.
Vorstellung des „Regionalen Strukturplans Gesundheit“ Nachdem die Gruppe rund um Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) schon am frühen Nachmittag in Ilz auf ziemlichen Widerstand gestoßen war, wurden am Abend des 4. Novembers im „Kirchenwirt“ in Aigen vor den Bürgermeistern, Vertretern von Gesundheitseinrichtungen, dem Roten Kreuz und geladenen Gästen des Bezirks Liezen die Pläne für die Gesundheitsversorgung im Bezirk vorgestellt und die Möglichkeit zur Diskussion geboten. Vorangegangen war der Präsentation ein Protest von rund 250 Demonstranten aus dem Ausseerland und dem Großraum Stainach (siehe Sonderbeilage zum LKH Bad Aussee ab Seite 15). Einen Tag nachdem der „Regionale Strukturplan Gesundheit 2030“ (RSG) öffentlich gemacht worden war, begab sich ein Teil der Entscheidungsträger auf eine Reise durch die Regionen, um diesen vor den Lokalpolitikern und Institutionen aus dem Bezirk Liezen vorzustellen und auch zu diskutieren. Aus dem Ausseerland waren Bgm. Herbert Hansmann, Bgm. Gerald Loitzl, Bgm. Thomas Schönauer, Vzbgm. Robert Margotti, Vzbgm. Barbara Ronacher, Vzbgm. Franz Höller und Michael Almer vom Roten Kreuz sowie Forum-Sprecher Herbert Angerer anwesend. Am Podium
befanden sich neben Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl FPÖKlubobmann Marco Triller, ÖGKLandesstellenausschussvorsitzender Josef Harb, Michael Koren von der „Gesundheitsplattform Steiermark“ sowie Wolfgang Habacher von der „EPIG GmbH – Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit“. Der Gesundheitslandesrat erklärte den Anwesenden den Entstehungsprozess: „Unter Einbeziehung vieler Experten wurde ein Plan für die ‚Versorgungsregion 62‘, also den Bezirk Liezen, erarbeitet. Es geht dabei um den Spitalsbereich und um
den niedergelassenen Bereich. Besonders dabei ist, dass der Plan auch für die Sozialversicherung verbindlich ist. Man muss die Dinge im Lauf der fünf Jahre in Umsetzung bringen. Der RSG ist sowas wie ein lebendes Konstrukt, er ist nicht in Stein gemeißelt, es gibt die Möglichkeit, ihn jährlich anzupassen. Es geht um eine wohnortnahe Grundversorgung und medizinische Spitzenleistung in einem Zentralspital. Wir gehen den Weg von grenzüberschreitenden Spitalsverbünden, da wir nicht mehr überall alles machen Fortsetzung auf Seite 4 können.“
Es ist schon bezeichnend, dass Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl – rhetorisch ausschweifend – der Bevölkerung nun das für „die beste Lösung“ verkauft, was er vor einem Jahr noch kategorisch ausschloss. Es ist bezeichnend, dass Landeshauptmann Mario Kunasek mit Slogans wie „Euer Wille – mein Auftrag“ oder „... ich halte nichts von zweifelhaften Nachnutzungskonzepten ...“ zwar die Wahl gewonnen hat, sich nun aber partout nicht mehr daran erinnern will. Im Sommer 2024 sagte Mario Kunasek, dass er den Willen der Bevölkerung respektieren wolle und forderte den Erhalt und Ausbau der bestehenden regionalen Spitalsstrukturen von der damaligen Landesregierung ein. Die jetzige „Eindampfung“ des LKH Bad Aussee hat die Bevölkerung mit ihrem Wahlverhalten nicht gewünscht – so sehr man sich die Sache auch schönredet. Das Ross, auf welchem manche Politiker sitzen, scheint sehr hoch und – angesichts der Dauer der Legislaturperiode – der Sattel tief. Die FPÖ-ÖVP-Koalition, die für diese tiefe (Ent-)Täuschung sorgte, wird sich wohl bei den nächsten Wahlen statt Champagner EnergyDrinks bestellen müssen, um die dann ausgeteilte Ohrfeige zu verEGO dauen.