Skip to main content

Alpenpost_18_2025

Page 1

Ausgabe Nr. 18 4. September 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Wer lernen möchte, den Menschen die Wahrheit zu sagen, muss lernen, sie sich selbst zu sagen. L. Tolstoi

Nach getanem Tagwerk ...

Mozart-Requiem in Bad Aussee Am Samstag, 13. September, lädt das „Beethoven plus Festival“ um 19.30 Uhr in der Ausseer Stadtpfarrkirche zu einem außergewöhnlichen Chor- und Orchesterkonzert. Nähere Informationen auf Seite 13.

Vom Elefanten im Raum

... ist der Feierabend umso mehr verdient. Konrad Mautner untertitelte das Foto, welches er von der Holzknechtpartie am Weg nach Hause anfertigte, mit „Die Evenpass macht Feierabend“. Foto: K. Mautner

20. Kommunale Sommergespräche in Bad Aussee Unter dem Titel „Zukunft gestalten: Wie der demografische Umbruch die Gemeinden und Infrastruktur von morgen prägt“ trafen vom 28. bis 29. August renommierte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und weiteren Sparten der Gesellschaft im Ausseerland zusammen, um die verschiedenen Problemstellungen und Herausforderungen zu diskutieren und auf kommunaler Ebene Lösungsansätze zu finden. Vor mehr als 20 Jahren wurde die Idee zu diesem Format auf der Loserhütte geboren. Der Österreichische Gemeindebund und die „Kommunalkredit“ lassen es sich jedes Jahr aufs Neue wirklich eine Stange Geld kosten, das mittlerweile schon internationale Treffen im Ausseerland durchzuführen. Unter den Referenten waren ehemalige Minister von Deutschland, KarlTheodor zu Guttenberg und Christian Lindner, ebenso wie Staatssekretär Alexander Pröll, der bekannte Politologe Peter Filzmaier, Gerhard Christiner von der Austrian Power Grid, der Bischof von Innsbruck, Hermann Glettler, und Oberst Lukas

Bachmann vom Österreichischen Bundesheer. Zugrunde liegt dem Treffen die Idee, die kommunalen Entscheidungsträger mit jenen der Bundespolitik sowie der Wirtschaft zusammenzubringen, um daraus „wie bei zwei fruchtbaren Meeresströmungen, wo die reichsten Fischgründe sind“, wie es Gemeindebundpräsident Johannes Pressl ausdrückte, „eine fruchtbare Basis für das Miteinander zu schaffen.“ Der erste Tag war geprägt von mehreren Impulsvorträgen und Diskussionen, die sich von der Finanzierung der Infrastruktur und der Rolle des Staates dabei bis zur „grünen Transformation“ als Reindustrialisierung

Europas unter besonderer Berücksichtigung des privaten Kapitals und der Rolle der demokratischen Gesellschaft dabei erstreckten. Am Abend wurde dann zu einem Empfang in die „Blaa-Alm“ geladen, die bei den Teilnehmern als fast schon „legendär“ wahrgenommen wird. „Egal wie es uns dann morgen geht, wir machen im Programm weiter“, umriss Moderator Meinrad Knapp den Fahrplan. Die Impulsvorträge wurden dann durch Diskussionen am Podium dahingehend ergänzt, dass vertiefend auf verschiedene Themenkomplexe eingegangen wurde. Fortsetzung auf Seite 3

Über 300 Demonstrierende bei einem Stelldichein der Landeshauptleute von Salzburg und der Steiermark Ende Juni in Grundlsee, aber Landeshauptmann Mario Kunasek rührt „kein Ohrwaschl“ und lässt durch seinen Protokollchef ausrichten, dass man sich „diesen Feiertag mit dem Thema nicht verleiden lassen will“. Eine „Nah-am-Menschen“-Tour von Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, die kürzlich zwar viele Betriebe und Institutionen im Bezirk besuchte und sich mit Bürgermeistern traf, aber um das LKH Bad Aussee einen großen Bogen machte. Es tut mir leid, aber ich nehme Euch das „Nah-am-Menschen“ und „Steirer-wieder-im-Mittelpunkt“Blabla nicht mehr ab, wenn Ihr die größten Ängste der hiesigen Bevölkerung nicht wahrnehmen wollt. Ein kurzer Auftritt mit ein paar ermunternden Worten in Grundlsee, ein Besuch – auch am LKH Bad Aussee – wäre ein klares Signal gewesen, dass man die Sorgen der Bevölkerung wirklich ernst nimmt. Aber lieber irrlichtert man rund um den „Elefanten im Raum“ herum und versucht, diesen zwanghaft zu ignorieren. EGO


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Alpenpost_18_2025 by Alpenpost Redaktion - Issuu