Ausgabe Nr. 17 15. August 2024 48. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch:
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Franz Kafka
Mit der wohl schönsten Kulisse ...
Buchpräsentation von Karin Hochegger Am Donnerstag, 29. August, wird die jahrelang als Sachverständige für Naturschutz tätige Autorin ihr neuestes Werk „Die Gaben des Wassers“ (Verlag Anton Pustet) im Ausseer Karmmerhofmuseum vorstellen. Für viele Menschen der nördlichen Hemisphäre ist Wasser eine Selbstverständlichkeit, so selbstverständlich, dass sich die meisten gar keine Gedanken machen, woher sie es täglich beziehen. Das neue Buch von Karin Hochegger stellt das Wasser und die verschiedenen SüßwasserÖkosysteme in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Das Wasser ist Bedingung allen Lebens. Wir sollten lernen, es zu behüten.
Lieder aus dem Unterholz Am Mittwoch, 21. August, um 19.30 Uhr findet das Konzert der „Lieder aus dem Unterholz“ im Gasthof Veit in Gößl am Grundlsee statt. Toni Burger, vielseitiger Geigenvirtuose, und Franz Thalhammer, Mastermind der Band Rauhnacht, machen gemeinsame Sache. Im Duo bringen sie ein spannendes Programm auf die Bühne. „Lieder aus dem Unterholz“: nicht immer stromlinienförmig, ab und an verquert und uneben. Reduzierte Songs über Schein und Sein und Hehnamona (Hühnermänner). Eintritt: VVK 25,–, AK: 29,–. Karten unter Tel.: 0664 244 22 45 und in der Herzerlbrennerei Bad Aussee. (Di, Do, Fr, Sa von 9 bis 14 Uhr geöffnet).
Kultur-Stress
... der Welt fand letzten Sonntag die Uraufführung der Oper „Der Wassermann vom Grundlsee“ statt. Bericht auf Seite 15.
Gelungene Retrospektive auf 30 Jahre Ballett im Ausseerland Anfang August wurden im Rahmen von drei ausverkauften Abenden mit einem „Best of“Programm die letzten 30 Jahre, in denen die „Vereinigung Wiener Staatsopernballett“ gemeinsam mit dem „Großen Streichorchester der Bürgermusikkapelle Bad Aussee“ sowie der „Ausseer Bradlmusi“ unvergessliche Ballettabende gestaltete, gefeiert. So schwierig es für Veranstalter von Hochkultur ist, im Ausseerland zu reüssieren, mit einem großen Erfolg erfreuen sich seit Jahrzehnten die „Ballettabende“ im Ausseer Kurhaus. Eigentlich für Altaussee konzipiert und die ersten Jahre auch dort aufgeführt, ist nun schon seit vielen Jahren das Kulturreferat der Stadtgemeinde Bad Aussee als Organisator verantwortlich. Die Zahlen sprechen für sich, denn die Aufführungen sind Jahr für Jahr restlos ausverkauft. Die grazil-anmutigen Tänzerinnen und Tänzer der „Vereinigung Wiener Staatsopernballett“ sorgten mit ihren
Schrittfolgen, Sprüngen, Pirouetten und Hebefiguren wiederholt für Staunen bei den Besuchern. Musikalisch begleitet wurden sie dabei vom „Großen Streichorchester der Bürgermusikkapelle“ unter der Leitung von Edwin CáceresPeñuela, das unter anderem mit Stücken von Friedrich Smetana, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Carl Orff, Johann Strauss und Maurice Ravel überzeugte. Das Publikum war überaus begeistert, welch tolle Leistung das Orchester bot, das hauptsächlich aus Laienmusikern besteht. Nicht mehr wegzudenken ist bei den Ballettabenden die „Ausseer
Bradlmusi“ unter der Leitung von Hannes Preßl, die mit Leichtigkeit in verschiedene Genres der Musik wechselte. Ob Volksmusik, Marsch, Walzer, Twist oder Melodien von Elvis Presley und Lady Gaga – in jedem Stück steckten Leidenschaft und Können. Besonders schön war die Tatsache, dass alte Weisen wie der „Roithner Schottische“ von German Roithner oder der „Meraner“ in die Programmabfolge mit Stücken wie „Die Moldau“ oder „My Way“, „Carmen“ oder „Boléro“ verwoben wurden. Fortsetzung auf Seite 3
Dass die heimische Kulturlandschaft unglaublich vielfältig ist und für jeden etwas zu bieten hat, ist sowohl bekannt, als auch jedes Jahr aufs Neue lobenswert. Dennoch häufen sich die Veranstaltungen im Sommer derart, dass es weder Gästen noch Einheimischen möglich ist, den Überblick zu bewahren, geschweige denn, alle zu besuchen. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, sich nicht nur auf die Sommermonate zu konzentrieren, sondern das gesamte Jahr zu nutzen. Denn auch in den Herbst-, Weihnachts, Semester- und Osterferien verweilen viele Gäste im Ausseerland. Zudem eignet sich das Wetter für Veranstaltungen in den Veranstaltungsräumen an regnerischen Herbsttagen besser, als an brütend heißen Sommertagen. Trotzdessen gehört an dieser Stelle den hiesigen Kulturschaffenden großes Lob ausgesprochen, für die jährlichen Mühen, mit denen sie die Veranstaltungen auf die Beine stellen. EGO