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Alpenpost 16/2024

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Ausgabe Nr. 16 1. August 2024 48. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Es ist nett, wichtig zu sein. Aber es ist noch wichtiger, nett zu sein. J. Templeton

Die warmen Sommertage ...

Wandern mit Nici Schmidhofer Am Freitag, 9. August, findet im Rahmen der „Tour de Steiermark“ eine Wanderung mit Nici Schmidhofer am Kulm statt. Gestartet wird um 18 Uhr im Auslauf der Skiflugschanze, von wo aus die 1.200 Stufen entlang der Schanze hinauf zum Starthaus erklommen werden. ... ziehen Besucher aus nah und fern an die kühlen Seen des Ausseerlands.

Buchpräsentation von Paul Lendvai in Altaussee Am 26. Juli präsentierte die journalistische Kapazität Paul Lendvai in der Buchhandlung Buch&Boot Altaussee sein neuestes Buch „Über die Heuchelei“. Angesichts des Lebenswerkes des Ausnahmejournalisten Paul Lendvai verstand es sich von selbst, dass sich sehr viele Besucher seine Erfahrungen, Ausführungen und insbesondere seine politischen Einschätzungen nicht entgehen lassen wollten und die Buchhandlung von Gudrun Suchanek bis auf den letzten Platz gefüllt war. Russische Machtverhältnisse und ungarische Nutznießer Und die Besucher wurden nicht enttäuscht: Russlands Angriffskrieg in der Ukraine und die Machtverhältnisse in Russland selbst wurden ebenso beleuchtet wie jene in Ungarn. Dessen Staatschef Viktor Orbán traf Putin bisher vierzehn Mal. Paul Lendvai sparte dabei nicht mit Anekdoten,

wie zum Beispiel jenen ehemaligen Gasinstallateur, der – als Orbáns engster Freund – mittlerweile zum reichsten Mann Ungarns aufgestiegen ist und mit zahllosen Unternehmen immer mehr an Reichtum anhäuft. Auch der von Orbán oftmals angegriffene George Soros wurde kurz von Paul Lendvai porträtiert. Der gebürtige Ungar schuf in Europa und später in den USA mit Devisenspekulationen ein enormes Vermögen und stellt Teile davon als Philanthrop einer großen Zahl an gemeinnützigen Stiftungen, wie zum Beispiel zur Förderung des Gesundheitswesens, der Presse aber auch für gemeinnützige Stipendien, zur Verfügung. Heute ist es ausgerechnet Viktor Orbán, der Nutznießer eines dieser Studien-

stipendien war und nun George Soros mit obskuren Verschwörungstheorien verfolgt. Österreichische Heuchelei Aber auch beim „österreichischen Phänomen“ Sebastian Kurz zeigte Paul Lendvai schonungslos das Modell der politischen Heuchelei auf. Er sieht Österreich zwar als neutral, aber auch – und das gilt es zu bedenken – von innen und außen bedroht. „Eine gewisse Gefahr liegt in einem viel zu kurzen Gedächtnis. Es ist einfach wichtig, alles immer wieder in Erinnerung zu rufen“, so Lendvai. Wesentlich für unser Land wäre wohl die Zusammenarbeit und nicht das Gegeneinander. Fortsetzung auf Seite 9

Probier’s mal mit Freundlichkeit Im Hochsommer tut sich einiges im Ausseerland. Die Bienen summen, die Gäste sind da und an den heimischen Badestränden tummeln sich Menschen in bunter Badekleidung. Zudem ist es manchertags unerträglich heiß. Dass da die Nerven fliegen, wie die Urlauber in den Süden, ist keine Seltenheit. Dennoch sei in diesen Stoßzeiten bitte darauf geachtet, die eigenen freundlichen Werte nicht über Bord zu werfen. Schließlich hat niemand etwas von voreilig gehobenen Fingern, Schimpftiraden oder unnötigen Streitereien. Die Zehntelsekunden, die man vorher am Ziel hätte sein können, wäre dieses und jenes nicht gewesen, zählen nämlich nur beim Skifahren. Also: ruhig bleiben und tief durchatmen. Vom Sommer im Ausseerland profitieren nämlich alle. EGO


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