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Alpenpost 14/2025

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Ausgabe Nr. 14 10. Juli 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen. Marie von Ebner-Eschenbach

Bezaubernde Ballettabende ...

Waldfest der FF Obersdorf Das traditionelle Waldfest mit Fetzenmarkt der FF Obersdorf findet heuer am Samstag, 12. Juli, ab 11 Uhr statt. Um 12 Uhr startet die Sportartikel Versteigerung, ab 14 Uhr der Fetzenmarkt. Für Unterhaltung sorgt die „Seidlzupfmusi“, ab 19 Uhr findet das Konzert der Musikkapelle Kumitz statt. Im Anschluss spielen die „Steirerkanonen“ auf. Auf Ihr Kommen freut sich die FF Obersdorf.

„Grenzgänger“ – Kammermusik Das Beethoven Plus Festival beginnt die heurige Saison mit einem Kammermusikkonzert mit Musik von Beethoven, Benjamin und Schumann. Am Dienstag, 15. Juli, um 19.30 Uhr werden im Ausseer Kur- und Congresshaus Benjamin Schmid (Violine), Ariane Haering (Klavier), Ziyu He (Viola) und Florian Eggner (Cello) einen erinnerungswürdigen Abend gestalten. Karten und Informationen per Telefon: +43 676 34 67 863, unter www.musikkammergut.at oder per E-Mail: info@musikkammergut.at ... finden am am 31. Juli sowie 1. und 2. August 2025 unter dem Motto „Sommernachtstanz in Aussee“ unter Mitwirkung der „Vereinigung Wiener Staatsopernballett“ im Kur- & Congresshaus Bad Aussee statt.

Protestmaßnahmen gegen „Plan B“ Es war ein eindrückliches Bild, welches sich Landeshauptmann Mario Kunasek beim Grundlseer Fischersteg geboten hätte, als am 30. Juni mehr rund 300 Personen ihrem Unmut über die „Expertenempfehlung“ zum „Plan B“ Luft machten. Hätte, denn entgegen seiner Auftritte, wie zum Beispiel beim letzten Narzissenfest, wollte sich der Landeshauptmann nicht in die Nähe des Volkes begeben, und verblieb bei der Übergabe des Vorsitzes der Landeshauptleutekonferenz. Brütend heiß war es beim Fischersteg, als rund 300 Personen mit vielen Transparenten Aufstellung genommen hatten, um damit Landeshauptmann Mario Kunasek ihren Unmut über den „Plan B“ mitzuteilen. Doch dieser war schon am Vortag in das Mondi-Resort am Grundlsee angereist, um tags darauf – turnusmäßig – den Vorsitz bei der Landeshauptleutekonferenz zu übernehmen und hatte gar keinen Grund, durch das Spalier aus Menschen mit Transparenten zu kommen. Während „unten“ bei den Demonstranten immer wieder Gerüchte die Runde machten, dass Mario Kunasek ein paar Worte an die Menschen richten würde, um sie zu beruhigen, genoss man „oben“ auf der Terrasse mit Blick auf den Grundlsee Musik von der Grundlseer Geigenmusi und einen Auftritt der Mitterndorfer Schab.

Als es offensichtlich wurde, dass der Landeshauptmann das „Mondi“ nicht verlassen würde, begab sich eine Delegation, bestehend aus den vier Bürgermeistern Thomas Schönauer, Herbert Hansmann, Gerald Loitzl und Franz Steinegger – in Begleitung von Forum-Sprecher Herbert Angerer, Betriebsrat Gerhard Wechtitsch und seinem Kollegen Karl Reitmaier – zum Haupteingang des Resorts, wo diese jedoch von vier Polizisten, einem Personenschützer und dem Protokollchef des Landes Steiermark, Michael Tiefengruber, empfangen wurden. Dieser machte höflich, wortreich aber unmissverständlich klar, dass „heute der falsche Zeitpunkt und der falsche Ort seien, um über diese Thematik zu sprechen“. Man wolle den „letzten Tag von Landeshauptmann Wilfried Haslauer als Vorsitzender der Landeshauptleute-

konferenz durch so einen Auflauf keinesfalls stören. Man sollte jetzt großzügig sein und auf ein Gespräch verzichten“, wie er meinte. Mehrfache Anfragen und Bitten der Bürgermeister bzw. von Herbert Angerer, den Landeshauptmann nur für wenige Minuten sprechen zu dürfen, schlug dieser auftragsgemäß aus und verwies auf die Möglichkeit, einen Gesprächstermin zu einem späteren, unbestimmten Zeitpunkt zu vereinbaren. Politisch gesehen kein guter Schachzug, denn Mario Kunasek hätte diese Möglichkeit als Chance sehen können, um sich wirklich „volksnahe“ zu geben – doch er scheint unangenehmen Situationen lieber aus dem Weg zu gehen, als sich diesen zu stellen, und ließ dies – keine zehn Meter von der Delegation entfernt – auch noch durch den Protokollchef ausrichten. Fortsetzung auf Seite 3

Ungeschickt Es war eine eigenartige Situation, als – während beim Grundlseer „Fischersteg“ ein friedlicher Protest über die Bühne ging – die vier Ausseerland-Bürgermeister mit drei Mitstreitern am Weg zum Landeshauptmann, der gerade im „Mondi“ weilte, vom Protokollchef des Landes Steiermark mit vier Polizisten und einem Personenschützer im Hintergrund aufgehalten wurden, damit sie erklärt bekamen, dass für ihr Problem mit dem „Plan B“ nun eindeutig „der falsche Ort und der falsche Zeitpunkt“ herrsche. Es hatte fast etwas von einer „Herbergssuche“, bei der man immer wieder verschickt wird. Während „drinnen“ kühle Getränke und Brötchen, eine Vorführung der „Schab“ und der „Grundlseer Geigenmusi“ genossen wurden, wurde der Delegation ein eindeutiges Signal vermittelt: Ich entscheide über wann, wo und wie, anstatt in einem kurzen Gespräch Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren. Das war – politisch gesehen – ein Fehler, denn die oftmals propagierte „Volksnähe“ wurde so binnen Sekunden auf intergalaktische DisEGO tanzen erhöht.


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