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Alpenpost 10/2025

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Ausgabe Nr. 10 15. Mai 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft. B. Brecht

Es ist jedes Jahr aufs Neue ...

Frühlingskonzert in Bad Aussee Unter dem Titel „Solistenzauber“ findet am Mittwoch, 28. Mai, – als Auftakt zum Narzissenfest – um 20 Uhr im Kur- und Congresshaus ein Frühlingskonzert der Stadtkapelle Bad Aussee unter der Leitung von Kapellmeister Alois Zachbauer statt. 60 Vereinsmitglieder, 50 Musikanten, 15 Konzertstücke, 15 Solisten auf sechs Instrumenten, neun Register, zwei Stunden, ein großartiger Konzertsaal, eine Moderation, ein Bezirkskapellmeister und das alles in einem Konzert – das ergibt den „Solistenzauber“, einen blasmusikalischen Konzertabend der Superlative. Reservierungen unter 0664 / 15 74 741 oder 0676 / 95 69 662. Bitte trotz Reservierung rechtzeitig im Saal eintreffen. Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass reservierte Plätze, die nicht genutzt werden, ab 19.45 Uhr weitergegeben werden. Die Musikanten der Stadtkapelle freuen sich auf regen Besuch. Eintritt: freiwillige Spende.

Jubiläumskonzert in Bad Aussee Die „Ausseer Sound Factory“ feiert am Samstag, 17. Mai, um 19 Uhr im Pfarrheim Bad Aussee ihr 25jähriges Jubiläum mit dem Konzert „Alles außer leise“. Mit auf der Bühne stehen die Band „Leckstones“, der „MGV Gaishorn“ und der „BORG-Schulchor“. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind willkommen. Ein musikalischer Abend, den man nicht verpassen sollte.

Lauter Flaschen ... ein atemberaubender Anblick, wenn alte Bäume zum Blühen beginnen.

Foto: A. Rastl

Sonderausstellung und „Pearson-Raid“ zum Kriegsende vor 80 Jahren Dem Kriegsende am 8. Mai 1945 wurde im Ausseerland 80 Jahre danach gleich mehrfach gedacht. Im Ausseer Kammerhofmuseum wurde die spannende Sonderausstellung „1945 – Kriegsende am Schauplatz Ausseerland“ eröffnet und der (Militär-)Historiker Wolfgang Eckel organisierte einen „Pearson-Raid“. Er fuhr mit vielen Mitstreitern in Originalfahrzeugen die Route der damaligen Sondereinheit nach, die die ungarischen Kronjuwelen suchte, jedoch unermesslich wertvolle Kunstgüter im Altausseer Salzberg fand. Knapp 40 Fahrzeuge beteiligten sich an dieser historischen Fahrt. Exakt 80 Jahre nachdem sich die Sonderheinheit der 3. US-Armee ab Schwanenstadt-Tuffeltsham-Redlham in Bewegung setzte, fuhr nun auch eine Gruppe von Enthusiasten in originalgetreuen Fahrzeugen in authentischen Uniformen die Strecke nach. Soweit möglich, wurden auch die ehemaligen Straßen dafür verwendet, um von Redlham über Pinsdorf, Gmunden, Traunkirchen, Ebensee, Bad Ischl, Goisern nach Bad Aussee und Altaussee und weiter zum Salzbergwerk zu fahren. Die Idee dazu hatte der Militärhistoriker Wolfgang Eckel und in Marcel Heschl, dessen Freundin Jasmina Barelli und ihren Kollegen fand er eine perfekt ausge-

stattete Truppe, die nicht nur über Originaluniformen und -fahrzeuge verfügte, sondern auch über großartige Mechanikerkenntnisse: Die Marktleite kostete einem Fahrzeug das Getriebe. Da wurde nicht lange beratschlagt, sondern binnen 20 Minuten das Getriebe gewechselt. Die Autokolonne sorgte für großes Staunen bei den Passanten, als man über die damals gefahrene Route fuhr. Gegen 17 Uhr nahmen die Fahrzeuge – samt einem „GMC-Lkw“ – vor dem Steinberghaus Aufstellung, bevor auch noch die Eröffnung der Sonderausstellung im Ausseer Kammerhofmuseum von den Fahrzeugen flankiert wurde. Es war ein ungewohnter

Anblick, rund 40 Militärfahrzeuge in Aufstellung am Chlumeckýplatz samt rund hundert uniformierten „Soldaten“ zu sehen. Große Eröffnung der Sonderausstellung Obfrau Sieglinde Köberl konnte im mehr als voll belegten Kammerhofsaal unter anderem Pfarrer Michael Unger – der soeben noch die Papstwahl im Fernsehen begleitet hatte –, Bgm. Thomas Schönauer, Vzbgm. Robert Gassner, Finanzstadtrat Wolfgang Feldhammer, Bgm. Franz Steinegger sowie alle Bürgermeister von 1970–2013 zur Eröffnung begrüßen. Fortsetzung auf Seite 18

Nach den PET-Gebinde-Verschlüssen, die man nicht mehr abnehmen kann und mit denen man sich seitdem beim Trinken wahlweise die Augen aussticht oder die Nasenlöcher aufraspelt, haben wir nun seit Jahreswechsel ein Pfandsystem auf Aludosen und PET-Flaschen zu ertragen. An sich eine gute Idee, die Förderquote dieses Rohstoffs zu erhöhen – aber diese wurde nicht ganz zu Ende gedacht. Wegen defekter Rückgabegeräte habe ich letzte Woche fünf Mal das Geschäft aufsuchen müssen, um leere Flaschen zurückgeben zu können. Das ist mühsam und frustrierend. Die leeren Bierdosen von der Alm müssen hinkünftig – um nicht zerbeult zu werden – wohl mit dem Helikopter zu Tal geflogen werden. Da kommt der Umweltschutzgedanke so richtig zum Tragen. Alles in allem wieder einmal eine richtig schöne österreichische Lösung für eine EU-Verordnung: Wir machen was – egal ob es klappt oder nicht. Verseht die Dinger mit einem Magnet- oder Strichcode oder Wasweiß-ich-was, damit man sie nicht mit Glacéhandschuhen zurückbringen muss – dann ist Euch Applaus gesichert. Mit dieser Aktion sicher EGO nicht.


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