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Alpenpost 09/2025

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Ausgabe Nr. 9 1. Mai 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at

Spruch: Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. A. Einstein

Wenn im Frühjahr ... Muttertagskonzert der MK Strassen Am Samstag, 10. Mai, um 20 Uhr veranstaltet die Feuerwehrmusikkapelle Strassen ihr traditionelles Muttertagskonzert unter dem Motto „Von Johann Strauss bis Elton John, vom Kaiserwalzer zum König der Löwen“ im Kur- und Congresshaus Bad Aussee. Es musizieren für Sie die Musikkapelle Strassen unter der Leitung von Kpm. Ludwig Egger und Kpm. Gudrun Egger, die Strassner Jugendkapelle, die Strassner Sängerinnen, die Strassner Junior-Combo und der Strassner Gospelchor. Durch das Programm führt Franz Höller. Tischreservierungen unter Tel.: 0676 503 39 37. Eintritt: freiwillge Spende.

MusikantenStammtisch

... die Hormone wieder die Oberhand gewinnen, kann die eine oder andere Konfrontation im Tierreich beobachtet werden.

Vor 80 Jahren: Die Kunstgüterbergung in Altaussee Wurde in der letzten Ausgabe das Kriegsende im Ausseerland beschrieben, bedarf es rund um die Ereignisse, die sich bis 8. Mai 1945 zutrugen, als das Salzbergwerk in Altaussee von der 3. US-Armee unter General George S. Patton übernommen wurde und die „Monuments Men“ die unschätzbar wertvollen Kunstwerke aus ganz Europa in ein Zentrallager nach München brachten, einer weiteren Beschreibung der Vorkommnisse vor achtzig Jahren. Noch Jahrzehnte danach gaben viele Personen die Kunstgüterbergung als ihren Verdienst aus, obwohl sie nur rudimentär mit der Aktion zu tun hatten, konnte man doch dadurch seine eigene Vita etwas aufpeppen. Faktum bleibt: Wären die Kunstgüter – wie von einigen hochrangigen Nationalsozialisten geplant – gesprengt worden, wäre nicht nur der Brotberg der Altausseer zerstört gewesen, sondern auch die wohl einzigartigste Sammlung wertvoller Kunstwerke der Geschichte. Eine Annäherung an das wohl größte Ereignis für die Kunst des Abendlandes. VON FLORIAN SEIBERL

Der letzte Kriegswinter war hart. Meterhoch lag der Schnee und es war für April noch sehr kalt, als am 10. April 1945 auf Befehl des Gauleiters August Eigruber Fliegerbomben, verpackt in Holzkisten mit der Aufschrift „Vorsicht! Marmor, nicht stürtzen!“ (sic!), mit sogenannten RSO-Fahrzeugen, die mit ihren Raupenantrieben eigentlich für die Ostfront bestimmt waren, zur Verbringungen in den Berg angeliefert wurden. Adolf Hitler hatte befohlen, dass im Falle der Feindan-

näherung die Zugänge zu sprengen seien. Der Gauleiter von Oberdonau, August Eigruber – tief geschockt von der „Wiener Operation“, bei der sich die Rote Armee mit der deutschen Wehrmacht vom 16. März bis 15. April eine unerbittliche Schlacht lieferte –, änderte diesen Befehl eigenmächtig ab, da er diesen als überholt ansah. Damit die Kunstschätze unter keinen Umständen dem Weltjudentum in die Hände fallen würden, wollte er – entgegen des Befehls von Hitler – die Kunstwerke vollkommen vernichten, doch zum Schluss lenkte er ein.

Die „Führersammlung“ in Altaussee Adolf Hitler selbst war ein mittelmäßig talentierter Künstler, fand jedoch am Sammeln von Kunst großen Gefallen – immer öfter auch geraubt. Mit seinem Beschluss, über das beschlagnahmte Kunstgut jeweils persönlich zu entscheiden, trat der sogenannte „Führervorbehalt“ in Kraft und er konnte beschlagnahmte Kunstwerke nach Gutdünken für sein Museum abzweigen. Fortsetzung auf Seite 12.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Jodler- und Weisenbläsertreffens am 15. Juni wird schon am Samstag, 3. Mai, um 19 Uhr in der Blaa-Alm im Rahmen einer Radioaufzeichnung im Wirtshaus in der Blaa-Alm kräftig aufgespielt. Moderator Peter Gillesberger moderiert die Sendung, die am 11. Juni von 12. bis 13 Uhr im „Freien Radio Salzkammergut“ ausgestrahlt wird.

Minenfeld Als vor 80 Jahren die Kunstgüter aus dem Sandling geborgen wurden, spielten sehr viele persönliche Befindlichkeiten eine Rolle, wer sich wie in Szene setzte. Von General George S. Patton abwärts hatten einige ein mehr oder weniger unmittelbar mit den Kunstgütern verbundenes Werkzeug in der Hand, auch politisch oder zumindest karrieretechnisch daraus Kapital schlagen zu können. Die Aufarbeitung dieses historisch einzigartigen Ereignisses gleicht jedoch einem Minenfeld, da – aus den oben genannten Gründen – viel zu viele Mythen in den Stunden der Bergung geboren wurden, um sich persönliche Vorteile zu sichern. Deshalb ist die kommende Sonderausstellung im KammerhofEGO museum umso wichtiger.


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