Ausgabe Nr. 5 6. März 2025 49. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Mit vollem Magen lässt sich leicht vom Fasten reden. Hieronymus
Ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum ...
Josefisingen in Bad Aussee Am Samstag, 22. März, lädt die Ausseer Bradlmusi gemeinsam mit dem Kulturreferat der Stadtgemeinde Bad Aussee zum Josefisingen in das Kur- und Congresshaus Bad Aussee ein. Dieser bereits zur Tradition gewordene Volksmusikabend erfreut sich seit vielen Jahren beim Publikum aus nah und fern großer Beliebtheit und bietet auch heuer wieder ein hochklassiges Programm. Kürzlich begann der Kartenvorverkauf. Diese sind im Bürgerservicebüro der Stadtgemeinde Bad Aussee sowie in den Infobüros erhältlich. Näheres dazu auf Seite 10.
Es gibt viel zu tun! ... begingen die „Ausseer Arbeiterflinserl“ mit einer großen Fahnenweihe unter großer Gratulation verschiedenster Delegationen der Ausseer Faschingsgruppen sowie Honoratioren, die das Engagement der riesigen Truppe lobten und herzlich zum Jubiläum gratulierten.
Ausgelassener Fasching im Ausseerland Mehr als drei Tage Ausgelassenheit und Freude am Leben gingen mit dem Aschermittwoch zu Ende. Der Fasching im Ausseerland wurde erneut intensiv und äußerst motiviert gefeiert. Offiziell eröffnet durch den „Steirerball“ (siehe Seite 18) hatten dann für drei Tage die Narren das Sagen. In Grundlsee wurde der Fasching traditionell schon am Freitag begonnen – mit den Umzügen der Volksund Hauptschule sowie dem „VogerlFreitag“ in Gößl. Maschkera in allen erdenklichen Kostümen glühten für die nächsten Tage vor – ein entsprechend kalter Wind wehte ihnen ja wetterbedingt um die Ohren. Große Fahnenweihe der „Arbeiterflinserl“ Der Samstag hatte für viele Besucher eine besondere Attraktion in Bad Aussee parat: Die „Arbeiterflinserl“ feierten bei sonnigen Bedingungen ihr 20-jähriges Gründungsjubiläum mit einer großen Fahnenweihe. Delegationen der Markterund Unterkainischer Trommelweiber, des Eselsbacher Faschingsclubs, der – auch im heurigen Jahr das 25-jährige Jubiläum feiernden – „Ausseer Hexen“, der Fischer sowie der politischen Vertreter Bgm. Franz
Frosch, Vzbgm. Thomas Schönauer und Vzbgm. Robert Margotti waren mit einer Vielzahl an Interessierten zum Vorplatz von „Tom’s Werkstatt“, einer beliebten Einkehrstation der „Arbeiterflinserl“, gekommen, um dieses erinnerungswürdige Ereignis gemeinsam zu feiern. Die gut gelaunte Menge wurde von Daniel Simbürger in eloquent-humoriger Weise begrüßt, bevor Oberflinserl Stefan Egger die Zeremonie der Fahnenweihe begann. Da Papst Franziskus aus gesundheitlichen Gründen den Termin absagen musste, sprang kurzerhand „Kardinal“ Andreas Schröttenhamer ein, der in einer fast zur Gänze in Latein gehaltenen Hochmesse Gottes Segen für alle Anwesenden, insbesondere die Arbeiterflinserl und deren neue Fahne erbat. Als Fähnrich wird hinkünftig Alexander Gaisberger tätig sein, als „Fahnenpatin“ agierte – für ihn überra-
schend – Hannes Grill, der mit roter Perücke eine gute Figur machte. Frühlingstemperaturen für die Narren im Ausseerland Aber auch im übrigen Ausseerland begannen sich die Maschkera warm zu laufen. Mangels Schnee wurden viele „Schlittgoas-Späße“ oder Schneeschuh-Rennen kurzerhand in lustige und für das Publikum unterhaltsame Geschicklichkeitsbewerbe umfunktioniert. Die frühlingshaften Temperaturen am Sonntag – verbunden mit strahlendem Sonnenschein – waren dann sehr einladend für die großen Umzüge, die im gesamten Ausseerland stattfanden und gleichermaßen von Maschkera wie auch Schaulustigen besucht wurden. Der Montag und der Dienstag markierten dann den Höhepunkt des Faschings im Ausseerland, wovon in der nächsten Ausgabe mehr berichtet wird.
Der Fasching hat für die Menschen seit jeher eine fast reinigende Funktion. Früher erlaubte die „närrische Zeit“ Kritik an der Obrigkeit, die sonst geahndet wurde. Und er ist auch ein Ventil. Denn wer zu Fasching ordentlich gefeiert hat, hat nicht nur am Aschermittwoch einen flauen Magen, sondern ist auch sonst eher tiefenentspannt. Hoffentlich jedenfalls. Mit gestern ist jedoch Ruhe eingekehrt und in zweieinhalb Wochen wird mit den Gemeinderatswahlen der große „Wahlzirkus“ in EU, Bund, Land und Gemeinde abgeschlossen. Wenn man den Diskussionen der tiefenentspannten Spitzenkandidaten folgt, beschleicht einen schon das Gefühl, dass wir in Bad Aussee keinerlei Problemstellungen haben und eh alles „happy-peppy“ ist. Dem ist eindeutig nicht so, denn es gibt ziemliche Baustellen: Vom LKH über die Leerstände, von der „Schottergrube“ bis zum öffentlichen Verkehr gibt es riesige Aufgaben zu bewältigen, die ein kluges Vorgehen verlangen. Das „Happy-Peppy“-Gefühl kann ich also nicht ganz nachvollziehen. EGO