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Ausgabe Nr. 3
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12. Februar 2026 50. Jahrgang ISSN: 2079-5823 Erscheinungsweise : 14-tägig – Preis: € 2,20 Medienförderungsverein Ausseerland, Kammerhofgasse 227, 8990 Bad Aussee. Tel. 03622/53118 E-Mail: redaktion@alpenpost.at
Spruch: Logik bringt dich von A nach B. Deine Phantasie bringt dich überall hin. A. Einstein
Vor hundert Jahren ...
Faschingsumzug Am Faschingdienstag, 17. Februar, um 10 Uhr beim Parkplatz Altausseer Straße der traditionelle Faschingsumzug starten (Aufstellung um 9.45 Uhr). Alle Maschkera sind herzlich dazu aufgerufen und eingeladen, mitzuwirken und beim Umzug mitzugehen – jeder kann sich kostümieren, wie gewünscht! Für die musikalische Umrahmung sorgt die Musikkapelle Strassen.
... richtete man in Bad Aussee eine der glanzvollsten Faschingsveranstaltungen aus, indem man den altägyptischen König Tutanchamun mitsamt Hofstaat empfing. Zu diesem Zwecke wurde durch das damals agierende Faschingskomitee sogar zu einer „Musterung“ für „einige hundert Krieger“ im Kaffeehaus Vesko gerufen, um die notwendigen Leute zu rekrutieren. Quelle: Steier. Alpenpost/H. Laimer
KAGes-Vorstand stößt Patienten vor den Kopf Knalleffekt rund um das LKH Bad Aussee: In einer beispiellosen Aktion drehte der KAGes-Vorstandsvorsitzende Gerhard Stark mit seinem Kollegen Ulf Drabek per Dienstanweisung sämtliche orthopädischen Operationen mit Anfang Februar ab. Grund dafür ist – laut KAGes – eine verunfallte Frau, die nach Rottenmann weitertransportiert wurde. Die Krux dabei: Der beschuldigte Chirurg war an diesem Tag gar nicht im Dienst. 23 Patienten, die bis Ende März terminisierte Eingriffe gehabt hätten (weitere acht sind Arthroskopien), sollen nun „innerhalb von sechs bis acht Wochen“ an anderen Standorten – am LKH Murtal, Standort „Stolzalpe“, oder in Schladming – operiert werden. Tag gar nicht im Dienst. Ohne jegliche ausreichend Pflegepersonal gibt, der Die der Redaktion vorliegende Dienstanweisung, welche mehr Sprengkraft Rücksprache oder Nachfrage durch OP-Saal funktionstüchtig ist, die für in sich trägt, als man vermutet, datierte die leitenden Personen wurde dieser meine Operation notwendigen Implanauf den 2. Februar und setzte – mit medial an den Pranger gestellt – dabei tate bereits bestellt wurden und auf einem Handstreich – 23 Patienten auf handelt es sich um Rufschädigung Lager liegen sowie andere Operatiodie Straße, die noch bis Ende März unter bewusster Verdrehung der Tatnen am LKH Bad Aussee durchgeführt operiert werden sollten. Der KAGes- sachen.Ein heimischer Allgemeinmediwerden können. Neben anhaltenden ziner zur Hiobsbotschaft: „OrthoSchmerzen und eingeschränkter BeVorstand berief sich dabei auf eine fehpädische Operationen – insbesondere weglichkeit bedeutet diese Entscheilende sanitätsbehördliche Genehmigung, die bisher eine untergeordnete Schulter-, Knie- und Hüftprothesen – dung für mich – und sicher auch für alle Rolle spielte. Mit diesem „Kunstgriff“ waren immer von hoher Qualität, mit anderen Betroffenen – eine psychische legten die beiden Entscheidungsträger relativ kurzen Wartezeiten versehen und finanzielle Belastung. Ich frage und auch deshalb bei uns Zuweisern mich, warum wir Patienten diese Last nun den gesamten Krankenhausverbund Rottenmann-Bad Aussee lahm, und den Patienten sehr beliebt. Die in tragen sollen? Ich muss mich an ein der Zwischenzeit exorbitanten Wartewas orthopädische Leistungen anbeanderes Krankenhaus wenden und langt. Die Anschuldigungen, „Privatzeiten an anderen Standorten sind oft weiß nicht, wann ich dort operiert werpatienten“ operiert zu haben, sind nur durch intensive Schmerztherapien den kann. Aus meiner Sicht hätte mir schlichtweg falsch und konstruiert, was zu überbrücken. Diese Maßnahme ist die KAGes unmittelbar mitteilen müssich durch das Ambulanzprotokoll und eine einzige Schweinerei!“ sen, wie und wo meine weitere Beden Dienstplan beweisen lässt. Die Eine der Patienten, Jana Loitzl aus handlung erfolgen soll“, so Jana Loitzl. verunfallte Patientin wurde noch am Kainisch, die eine Absage – nicht einWie es den Patienten mit der Umselben Tag vom diensthabenden Allgemal 40 Stunden vor dem Eingriff am stellung geht, lesen Sie auf Seite 10. meinchirurgen – der üblicherweise Knie – von ihrem behandelnden Arzt Die Entscheidung, diese „Dienstanweikeine Traumapatienten versorgt – zur erfahren musste: „Für mich ist diese sung“ genau jetzt zu geben, stößt überaschest möglichen operativen Versorrall auf Unverständnis und wird als Entscheidung überhaupt nicht nachgung nach Rottenmann transferiert. vollziehbar, da der behandelnde Arzt Schikane wahrgenommen. Besagter Orthopäde war an diesem dienstfähig und einsatzbereit ist, es Fortsetzung auf Seite 3
Gegen die Wand Wäre es nicht so tragisch, könnte es durchaus ein lehrreiches Exempel für nachfolgende Politikergenerationen sein, wie man es nicht macht. Mit den Wahlversprechen von Mario Kunasek und seinen heimischen FPÖ-Politikern, die nicht eingehalten wurden und nur zur Stimmenmaximierung dienten; mit dem „Plan B“, welcher durch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl jederzeit hätte abgeändert werden können; und jetzt mit dem verfrühten Abdrehen der orthopädischen Operationen in Bad Aussee und Rottenmann. Man hätte die geplanten Operationen bis Ende März noch durchführen können, ohne dass es einen Unterschied gemacht hätte. Ein fleißiger heimischer Orthopäde, der die Diskussion mit der Unternehmensführung nie scheute, wird nun zum Bauernopfer gemacht und dadurch die Chirurgie noch schneller an die Wand gefahren. Schon 2010 wurde das Ausseerland wegen des Spitals „umgefärbt“. Bei der nächsten Wahl blüht Blau und Schwarz im Ausseerland dieselbe Erfahrung, denn das „Stimmvieh“ ist intelligenEGO ter als Ihr glaubt ...