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AKTION #02/2020

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AKTION

# 02/2020

CORONA

TANSANIA

JAHRESBERICHT

Eine globale Hungerkrise verhindern

Kampf gegen die Krankheit ohne Namen

Das haben wir 2019 erreicht


AKTION # 02/ 2020

EDITORIAL

INHALT 02 Editorial

seit Monaten hält die Corona-Pandemie die ganze Welt in Atem. Die Menschen, denen wir täglich helfen, lebten schon vorher unter schwierigsten Bedingungen. Dort, wo Krieg oder Dürre herrschen, wo es nicht genug Nahrung und Arbeit für alle gibt, sind die Folgen besonders fatal. Für die humanitäre Arbeit ist diese Krise eine ganz besondere Herausforderung. COVID-19 ist nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern auch eine Ernährungskrise: Bis zu 132 Millionen Menschen weltweit könnten zusätzlich durch die Pandemie an Hunger leiden. Wie die Krise sich auf unsere weltweite Arbeit auswirkt und was wir konkret tun, um zu helfen, lesen Sie ab Seite 4. Mit ihrem Engagement leisten unsere Teams vor Ort Unglaubliches: Sie führen die überlebenswichtige Arbeit fort und machen unseren weltweiten Corona-Einsatz erst möglich. Lesen Sie auf Seite 3 die Geschichte von Winifred, einer Gesundheitshelferin aus Tansania, die sich für die richtige Behandlung von mangel­ ernährten Kindern einsetzt. Es freut mich ganz besonders, dass zwei wichtige Projekte von Aktion gegen den Hunger trotz Corona stattfinden können: Den Lauf gegen den Hunger gibt es in diesem Jahr zusätzlich als digitale Version, sodass Schulen auch in Zeiten, in denen kein Regelbetrieb möglich ist, teil2

nehmen können. Auch das Human Rights Film Festival wird dieses Jahr als off- und online Version stattfinden. Zum ersten Mal sind die Filme, Podiumsdiskussionen und Workshops über Menschenrechte, Aktivismus und Klimaschutz von überall verfügbar – mehr dazu auf Seite 7. Als Vorstandsvorsitzende von Aktion gegen den Hunger möchte ich allen Spenderinnen und Spendern herzlich danken, die uns auch in schwierigen Zeiten weiter unterstützen. Gerade jetzt ist internationale Solidarität und Zusammenarbeit elementar wichtig. Herzlichen Dank!

03 Tansania: Kampf gegen die Krankheit ohne Namen

04 Corona: eine globale

Hungerkrise verhindern

06 Jahresbericht: Das haben wir 2019 erreicht

07 Aktuelles

IMPRESSUM Redaktion: Antonia Billermark, Lisa Paping, Vassilios Saroglou, Kristin Vienco Geschäftsführer: Jan Sebastian Friedrich-Rust Aktion gegen den Hunger Wallstr. 15 a / 10179 Berlin www.aktiongegendenhunger.de Redaktionsschluss: 14.08.2020 Gestaltung: Drees + Riggers GbR Druck: KOOPMANNDRUCK GmbH Gedruckt auf Recyclingpapier Titelfoto: Mariams kleiner Sohn Samson ist wieder gesund (siehe Geschichte auf der nächsten Seite). © Aktion gegen den Hunger / Anthony Gale

Ihre Cornelia Richter Vorstandsvorsitzende von Aktion gegen den Hunger

TANSANIA

KAMPF GEGEN DIE KRANKHEIT OHNE NAMEN Mariam, die Frau auf unserer Titelseite, ist eine fürsorgliche Mutter: Jeden Morgen bereitete sie ihrem kleinen Sohn Samson einen sättigenden Brei aus Mais zu, bevor sie aufs Feld gingen. Obwohl Samson den Brei aß, wurde er von Tag zu Tag schwächer. „Ich war vollkommen ratlos“, erzählt sie uns, als wir sie in ihrem Heimatdorf in Mpwapwa in Tansania besuchen. Sie legt eine schützende Hand um Samson: „Er schlief nur noch und weinte viel. Er war sehr krank.“ Mariam ist mit ihrer Geschichte nicht alleine. So wie ihr erging es vielen MütTANSANIA

© Aktion gegen den Hunger / Anthony Gale

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

tern in ihrer Gemeinde. „Unser Leben ist nicht einfach. Ich muss gestehen, dass ich nicht wusste, welche Rolle Nährstoffe für die Gesundheit meines Kindes spielen.“ Auch in den Krankenhäusern wird die Krankheit oft nicht erkannt. Die erlösende Rettung brachten schließlich Gesundheitshelfer*innen wie Winifred (siehe Foto). Sie leben und arbeiten in derselben Gemeinde wie die Mütter und bringen ihnen bei, wie sie Mangelernährung behandeln sowie vorbeugen können. „Ich dachte immer, dass wir teure Bananen oder Mangos kaufen

müssen, um unsere Kinder gesund zu ernähren. Nun habe ich gelernt, dass auch in Erdnüssen und den Früchten der Baobab-Bäume, die überall wachsen, wichtige Nährstoffe stecken.“ In Mpwapwa ist jedes dritte Kind mangelernährt. Winifred erzählt uns: „Bevor ich die Ernährungsschulung von Aktion gegen den Hunger erhalten habe, kannten wir Mangelernährung nicht. Nun können wir der Krankheit endlich einen Namen geben und viele Kinder retten.“ Wie wichtig die Arbeit der Gesundheitskräfte in den Gemeinden ist, hat die Corona-Pandemie schmerzlich gezeigt. Durch die Ausgangsbeschränkungen und die Angst vor einer Ansteckung waren lebensrettende Hausbesuche nicht immer möglich. Doch die Helfer*innen geben nicht auf. Sie bieten nun auch Telefonberatungen an und hoffen, dass in anderen Gemeinden ebenfalls mehr Gesundheitskräfte ausgebildet werden. Damit sie der Krankheit einen Namen geben und Frauen weltweit im Kampf gegen den Hunger stärken können!

WUSSTEN SIE, dass bis zu 150 Millionen Menschen weniger hungern könnten, wenn Frauen die gleichen Ressourcen in der Landwirtschaft hätten wie Männer? Unsere Teams geben Frauen daher Schulungen und verteilen Saatgut, um ihren landwirtschaftlichen Ertrag zu erhöhen.

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AKTION # 02/ 2020

EDITORIAL

INHALT 02 Editorial

seit Monaten hält die Corona-Pandemie die ganze Welt in Atem. Die Menschen, denen wir täglich helfen, lebten schon vorher unter schwierigsten Bedingungen. Dort, wo Krieg oder Dürre herrschen, wo es nicht genug Nahrung und Arbeit für alle gibt, sind die Folgen besonders fatal. Für die humanitäre Arbeit ist diese Krise eine ganz besondere Herausforderung. COVID-19 ist nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern auch eine Ernährungskrise: Bis zu 132 Millionen Menschen weltweit könnten zusätzlich durch die Pandemie an Hunger leiden. Wie die Krise sich auf unsere weltweite Arbeit auswirkt und was wir konkret tun, um zu helfen, lesen Sie ab Seite 4. Mit ihrem Engagement leisten unsere Teams vor Ort Unglaubliches: Sie führen die überlebenswichtige Arbeit fort und machen unseren weltweiten Corona-Einsatz erst möglich. Lesen Sie auf Seite 3 die Geschichte von Winifred, einer Gesundheitshelferin aus Tansania, die sich für die richtige Behandlung von mangel­ ernährten Kindern einsetzt. Es freut mich ganz besonders, dass zwei wichtige Projekte von Aktion gegen den Hunger trotz Corona stattfinden können: Den Lauf gegen den Hunger gibt es in diesem Jahr zusätzlich als digitale Version, sodass Schulen auch in Zeiten, in denen kein Regelbetrieb möglich ist, teil2

nehmen können. Auch das Human Rights Film Festival wird dieses Jahr als off- und online Version stattfinden. Zum ersten Mal sind die Filme, Podiumsdiskussionen und Workshops über Menschenrechte, Aktivismus und Klimaschutz von überall verfügbar – mehr dazu auf Seite 7. Als Vorstandsvorsitzende von Aktion gegen den Hunger möchte ich allen Spenderinnen und Spendern herzlich danken, die uns auch in schwierigen Zeiten weiter unterstützen. Gerade jetzt ist internationale Solidarität und Zusammenarbeit elementar wichtig. Herzlichen Dank!

03 Tansania: Kampf gegen die Krankheit ohne Namen

04 Corona: eine globale

Hungerkrise verhindern

06 Jahresbericht: Das haben wir 2019 erreicht

07 Aktuelles

IMPRESSUM Redaktion: Antonia Billermark, Lisa Paping, Vassilios Saroglou, Kristin Vienco Geschäftsführer: Jan Sebastian Friedrich-Rust Aktion gegen den Hunger Wallstr. 15 a / 10179 Berlin www.aktiongegendenhunger.de Redaktionsschluss: 14.08.2020 Gestaltung: Drees + Riggers GbR Druck: KOOPMANNDRUCK GmbH Gedruckt auf Recyclingpapier Titelfoto: Mariams kleiner Sohn Samson ist wieder gesund (siehe Geschichte auf der nächsten Seite). © Aktion gegen den Hunger / Anthony Gale

Ihre Cornelia Richter Vorstandsvorsitzende von Aktion gegen den Hunger

TANSANIA

KAMPF GEGEN DIE KRANKHEIT OHNE NAMEN Mariam, die Frau auf unserer Titelseite, ist eine fürsorgliche Mutter: Jeden Morgen bereitete sie ihrem kleinen Sohn Samson einen sättigenden Brei aus Mais zu, bevor sie aufs Feld gingen. Obwohl Samson den Brei aß, wurde er von Tag zu Tag schwächer. „Ich war vollkommen ratlos“, erzählt sie uns, als wir sie in ihrem Heimatdorf in Mpwapwa in Tansania besuchen. Sie legt eine schützende Hand um Samson: „Er schlief nur noch und weinte viel. Er war sehr krank.“ Mariam ist mit ihrer Geschichte nicht alleine. So wie ihr erging es vielen MütTANSANIA

© Aktion gegen den Hunger / Anthony Gale

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

tern in ihrer Gemeinde. „Unser Leben ist nicht einfach. Ich muss gestehen, dass ich nicht wusste, welche Rolle Nährstoffe für die Gesundheit meines Kindes spielen.“ Auch in den Krankenhäusern wird die Krankheit oft nicht erkannt. Die erlösende Rettung brachten schließlich Gesundheitshelfer*innen wie Winifred (siehe Foto). Sie leben und arbeiten in derselben Gemeinde wie die Mütter und bringen ihnen bei, wie sie Mangelernährung behandeln sowie vorbeugen können. „Ich dachte immer, dass wir teure Bananen oder Mangos kaufen

müssen, um unsere Kinder gesund zu ernähren. Nun habe ich gelernt, dass auch in Erdnüssen und den Früchten der Baobab-Bäume, die überall wachsen, wichtige Nährstoffe stecken.“ In Mpwapwa ist jedes dritte Kind mangelernährt. Winifred erzählt uns: „Bevor ich die Ernährungsschulung von Aktion gegen den Hunger erhalten habe, kannten wir Mangelernährung nicht. Nun können wir der Krankheit endlich einen Namen geben und viele Kinder retten.“ Wie wichtig die Arbeit der Gesundheitskräfte in den Gemeinden ist, hat die Corona-Pandemie schmerzlich gezeigt. Durch die Ausgangsbeschränkungen und die Angst vor einer Ansteckung waren lebensrettende Hausbesuche nicht immer möglich. Doch die Helfer*innen geben nicht auf. Sie bieten nun auch Telefonberatungen an und hoffen, dass in anderen Gemeinden ebenfalls mehr Gesundheitskräfte ausgebildet werden. Damit sie der Krankheit einen Namen geben und Frauen weltweit im Kampf gegen den Hunger stärken können!

WUSSTEN SIE, dass bis zu 150 Millionen Menschen weniger hungern könnten, wenn Frauen die gleichen Ressourcen in der Landwirtschaft hätten wie Männer? Unsere Teams geben Frauen daher Schulungen und verteilen Saatgut, um ihren landwirtschaftlichen Ertrag zu erhöhen.

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In unserer 40-jährigen Geschichte als inter­nationale Hilfsorganisation haben wir schon einige Katastrophen miterlebt und erfolgreich Nothilfe geleistet. Die CoronaPandemie jedoch ist eine Krise ungekannten Ausmaßes, die uns vor völlig neue Herausforderungen stellt. In vielen unserer Projektländer wirkt die Pandemie wie ein Krisen­beschleuniger.

DIE BEFÜRCHTUNG: MEHR MENSCHEN KÖNNTEN AN HUNGER ALS AN CORONA SELBST STERBEN Abgesehen von den direkten gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie sind die Menschen im Globalen Süden heftig von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise getroffen. Durch die weltweiten Reise-, Transport- und Ausgangsbeschränkungen haben viele Menschen ihren Job und damit ihre Einkommensquelle verloren. Engpässe bei Lebensmittellieferungen trieben die Preise in vielen Ländern in die Höhe, während auf den Märkten weniger Nahrungsmittel angeboten wurden. Vor allem in Konflikt- und Krisenregionen hat das Virus katastrophale Auswir-

4

kungen. Die weltweit Schwächsten leiden am stärksten – ganz besonders die Menschen, die bereits jetzt von chronischer Mangelernährung betroffen sind. Das fünfte Jahr in Folge steigt die Zahl der Hungernden weltweit an. Durch die aktuelle Krise könnten bis zu 132 Millionen Menschen zusätzlich durch die Pandemie Hunger leiden. BANGLADESCH: ABSTAND HALTEN IM GRÖSSTEN FLÜCHTLINGSCAMP DER WELT Im größten Geflüchteten-Camp der Welt in Cox’s Bazar leben über 850.000 Vertriebene dicht gedrängt in provisorischen Zeltlagern. Abstand zu halten und die strengen Hygieneregeln zu befolgen ist hier nahezu unmöglich. „Es gibt hier CORONAKRISE

© Aktion gegen den Hunger

© Aktion gegen den Hunger

EINE GLOBALE HUNGERKRISE VERHINDERN

GUATEMALA: HILFE VOR ORT WICHTIGER DENN JE In Guatemala hat sich die Ernährungssituation seit Beginn der Pandemie drastisch verschärft: 1,2 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger, das sind doppelt so viele wie zur selben Zeit im letzten Jahr. Vor allem die Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren ist stark gestiegen, in der Region Chiquimula sogar um über 50 Prozent. „In unserem Gesundheitszentrum diagnostizieren und behandeln wir Mangelernährung bei kleinen Kindern. Seit der Covid-19-Krise halten wir uns an strenge Hygieneund Präventionsmaßnahmen. Bei allen Patient*innen wird die Temperatur gemessen, die Hände und Füße werden vor Eintreten desinfiziert. Es dürfen maximal 6 Personen den Raum betreten“, sagt Claudia Johana Chacón, Mitarbeiterin des Gesundheitszentrums in Filincas, in der Region Chiquimula. Die Fortführung unserer humanitären Hilfe vor Ort ist momentan in allen unseren Projektländern wichtiger denn je. Zusammen mit den Regierungen und lokalen Partnern arbeiten wir daran, möglichst vielen Menschen zur Seite zu stehen und die langfristigen Auswirkungen der Krise abzufedern. CORONAKRISE

10 €

kosten Wasserreinigungs­ tabletten, die ein Kind 6 Monate lang mit sauberem Wasser versorgen.

40 €

ermöglichen einer ganzen Familie den Zugang zu sauberem Wasser.

60 €

können drei Familien mit Hygienepaketen ausstatten, die sie vor Krankheiten schützen.

© Aktion gegen den Hunger

CORONA

so viele Menschen, die dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Sie benötigen sauberes Wasser und Seife, aber auch Informationen über das Virus”, berichten Oyessorzo und Mahmud, zwei Mitarbeiter von Aktion gegen den Hunger. „Wir haben darüber nachgedacht zu Hause zu bleiben, um uns vor dem Virus zu schützen. Aber wer kümmert sich dann um die Menschen hier? Sie sind besonders verletzlich und in einer viel schlimmeren Situation als wir.“ Unsere Teams arbeiten an vorderster Front, verteilen Desinfektionsmittel, richten Handwasch-Stationen ein, geben Essen aus, leisten Aufklärungsarbeit und psychologische Hilfe.


In unserer 40-jährigen Geschichte als inter­nationale Hilfsorganisation haben wir schon einige Katastrophen miterlebt und erfolgreich Nothilfe geleistet. Die CoronaPandemie jedoch ist eine Krise ungekannten Ausmaßes, die uns vor völlig neue Herausforderungen stellt. In vielen unserer Projektländer wirkt die Pandemie wie ein Krisen­beschleuniger.

DIE BEFÜRCHTUNG: MEHR MENSCHEN KÖNNTEN AN HUNGER ALS AN CORONA SELBST STERBEN Abgesehen von den direkten gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie sind die Menschen im Globalen Süden heftig von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise getroffen. Durch die weltweiten Reise-, Transport- und Ausgangsbeschränkungen haben viele Menschen ihren Job und damit ihre Einkommensquelle verloren. Engpässe bei Lebensmittellieferungen trieben die Preise in vielen Ländern in die Höhe, während auf den Märkten weniger Nahrungsmittel angeboten wurden. Vor allem in Konflikt- und Krisenregionen hat das Virus katastrophale Auswir-

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kungen. Die weltweit Schwächsten leiden am stärksten – ganz besonders die Menschen, die bereits jetzt von chronischer Mangelernährung betroffen sind. Das fünfte Jahr in Folge steigt die Zahl der Hungernden weltweit an. Durch die aktuelle Krise könnten bis zu 132 Millionen Menschen zusätzlich durch die Pandemie Hunger leiden. BANGLADESCH: ABSTAND HALTEN IM GRÖSSTEN FLÜCHTLINGSCAMP DER WELT Im größten Geflüchteten-Camp der Welt in Cox’s Bazar leben über 850.000 Vertriebene dicht gedrängt in provisorischen Zeltlagern. Abstand zu halten und die strengen Hygieneregeln zu befolgen ist hier nahezu unmöglich. „Es gibt hier CORONAKRISE

© Aktion gegen den Hunger

© Aktion gegen den Hunger

EINE GLOBALE HUNGERKRISE VERHINDERN

GUATEMALA: HILFE VOR ORT WICHTIGER DENN JE In Guatemala hat sich die Ernährungssituation seit Beginn der Pandemie drastisch verschärft: 1,2 Millionen Menschen leiden an akutem Hunger, das sind doppelt so viele wie zur selben Zeit im letzten Jahr. Vor allem die Mangelernährung bei Kindern unter fünf Jahren ist stark gestiegen, in der Region Chiquimula sogar um über 50 Prozent. „In unserem Gesundheitszentrum diagnostizieren und behandeln wir Mangelernährung bei kleinen Kindern. Seit der Covid-19-Krise halten wir uns an strenge Hygieneund Präventionsmaßnahmen. Bei allen Patient*innen wird die Temperatur gemessen, die Hände und Füße werden vor Eintreten desinfiziert. Es dürfen maximal 6 Personen den Raum betreten“, sagt Claudia Johana Chacón, Mitarbeiterin des Gesundheitszentrums in Filincas, in der Region Chiquimula. Die Fortführung unserer humanitären Hilfe vor Ort ist momentan in allen unseren Projektländern wichtiger denn je. Zusammen mit den Regierungen und lokalen Partnern arbeiten wir daran, möglichst vielen Menschen zur Seite zu stehen und die langfristigen Auswirkungen der Krise abzufedern. CORONAKRISE

10 €

kosten Wasserreinigungs­ tabletten, die ein Kind 6 Monate lang mit sauberem Wasser versorgen.

40 €

ermöglichen einer ganzen Familie den Zugang zu sauberem Wasser.

60 €

können drei Familien mit Hygienepaketen ausstatten, die sie vor Krankheiten schützen.

© Aktion gegen den Hunger

CORONA

so viele Menschen, die dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Sie benötigen sauberes Wasser und Seife, aber auch Informationen über das Virus”, berichten Oyessorzo und Mahmud, zwei Mitarbeiter von Aktion gegen den Hunger. „Wir haben darüber nachgedacht zu Hause zu bleiben, um uns vor dem Virus zu schützen. Aber wer kümmert sich dann um die Menschen hier? Sie sind besonders verletzlich und in einer viel schlimmeren Situation als wir.“ Unsere Teams arbeiten an vorderster Front, verteilen Desinfektionsmittel, richten Handwasch-Stationen ein, geben Essen aus, leisten Aufklärungsarbeit und psychologische Hilfe.


© Aktion gegen den Hunger / Ananda Rieber

AKTUELLES

AUSZUG JAHRESBERICHT 2019

UNSER EINSATZ RUND UM DIE WELT EINNAHMEN

MITTELVERWENDUNG

ÜBER 17 MILLIONEN MENSCHEN UNTERSTÜTZT MIT MASSNAHMEN ZU:

5,5 MIO.

450,2 MIO. €

86,6 % fließen in unsere Hilfsprogramme

insgesamt

→

6

356 Millionen € von öffentlichen Gebern

86,6 % internationale Projekte

88,6 Millionen € von Privatspender*innen, Unternehmen und Stiftungen

7,8 % Spenden­werbung und Öffentlichkeitsarbeit

5,6 Millionen € aus anderen Quellen

5,6 % Verwaltung

ehr als 1 Million M Unterstützer*innen

→

ehr als 17 Millionen M Menschen erreicht

6 MIO.

Wasser & Hygiene

Ernährung

2,4 MIO.

3 MIO.

Gesundheit

Lebens­ grundlagen

0,4 MIO.

0,2 MIO.

Psychosoziale Hilfe

→

8.477 Mitarbeiter*innen

Katastrophen­ vorsorge

→

654 Projekte

JAHRESBERICHT 2019

DIGITAL AM START: LAUF GEGEN DEN HUNGER

THE FUTURE IS NOW: FILMFESTIVAL 2020

Das Sport- und Bildungsprojekt Lauf gegen den Hunger startet dieses Jahr trotz der Ausnahmesituation an rund 100 Schulen in ganz Deutschland. Damit die Schüler*innen sich auch zu Corona-Zeiten von Zuhause aus sportlich für den Globalen Süden engagieren können, haben wir eine digitale Variante des Projekts entwickelt. Auf unserer Website reisen die Kinder und Jugendlichen in eines unserer Projektländer und lernen durch abwechslungsreiche Videos und interaktive Quizfragen allerhand über den globalen Hunger. Im zweiten Schritt suchen sich die Schüler*innen Sponsor*innen, die sie bei ihrer Aktion gegen den Hunger unterstützen. Mit diesem Rückenwind geht es dann an den Start: Ob auf dem Rad, mit Inlinern oder im Rollstuhl – alles ist möglich! Wir danken allen Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern, die uns auch in Krisenzeiten im Kampf gegen den Hunger unterstützen!

Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) 2020 findet statt! Vom 30. September bis 10. Oktober 2020 zeigt Aktion gegen den Hunger zum dritten Mal inspirierende Geschichten von mutigen Menschen und ihren Kämpfen für Freiheit, Würde und Menschenrechte. Erstmalig können Sie alle Dokumentarfilme im Kino oder als Stream bequem zu Hause anschauen, sowie zusätzliche Inhalte wie Interviews und Podiumsdiskussionen online verfolgen. 2020 wird das HRFFB erstmals von einem Forum begleitet, das eine Diskussionsplattform für einige der drängendsten Themen unserer Zeit bieten soll. Die Herzstücke des Forums sind das dreitägige Climate Story Lab und eine eintägige Konferenz rund um die Sustainable Development Goals. Die Akkreditierung startet am 20.08., der Ticketverkauf beginnt am 01.09.2020.

JETZT MITMACHEN: WWW.LAUF-GEGEN-DEN-HUNGER.DE

MEHR INFORMATIONEN UND DAS PROGRAMM AUF: WWW.HRFFB.DE

AKTUELLES

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© Aktion gegen den Hunger / Ananda Rieber

AKTUELLES

AUSZUG JAHRESBERICHT 2019

UNSER EINSATZ RUND UM DIE WELT EINNAHMEN

MITTELVERWENDUNG

ÜBER 17 MILLIONEN MENSCHEN UNTERSTÜTZT MIT MASSNAHMEN ZU:

5,5 MIO.

450,2 MIO. €

86,6 % fließen in unsere Hilfsprogramme

insgesamt

→

6

356 Millionen € von öffentlichen Gebern

86,6 % internationale Projekte

88,6 Millionen € von Privatspender*innen, Unternehmen und Stiftungen

7,8 % Spenden­werbung und Öffentlichkeitsarbeit

5,6 Millionen € aus anderen Quellen

5,6 % Verwaltung

ehr als 1 Million M Unterstützer*innen

→

ehr als 17 Millionen M Menschen erreicht

6 MIO.

Wasser & Hygiene

Ernährung

2,4 MIO.

3 MIO.

Gesundheit

Lebens­ grundlagen

0,4 MIO.

0,2 MIO.

Psychosoziale Hilfe

→

8.477 Mitarbeiter*innen

Katastrophen­ vorsorge

→

654 Projekte

JAHRESBERICHT 2019

DIGITAL AM START: LAUF GEGEN DEN HUNGER

THE FUTURE IS NOW: FILMFESTIVAL 2020

Das Sport- und Bildungsprojekt Lauf gegen den Hunger startet dieses Jahr trotz der Ausnahmesituation an rund 100 Schulen in ganz Deutschland. Damit die Schüler*innen sich auch zu Corona-Zeiten von Zuhause aus sportlich für den Globalen Süden engagieren können, haben wir eine digitale Variante des Projekts entwickelt. Auf unserer Website reisen die Kinder und Jugendlichen in eines unserer Projektländer und lernen durch abwechslungsreiche Videos und interaktive Quizfragen allerhand über den globalen Hunger. Im zweiten Schritt suchen sich die Schüler*innen Sponsor*innen, die sie bei ihrer Aktion gegen den Hunger unterstützen. Mit diesem Rückenwind geht es dann an den Start: Ob auf dem Rad, mit Inlinern oder im Rollstuhl – alles ist möglich! Wir danken allen Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern, die uns auch in Krisenzeiten im Kampf gegen den Hunger unterstützen!

Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) 2020 findet statt! Vom 30. September bis 10. Oktober 2020 zeigt Aktion gegen den Hunger zum dritten Mal inspirierende Geschichten von mutigen Menschen und ihren Kämpfen für Freiheit, Würde und Menschenrechte. Erstmalig können Sie alle Dokumentarfilme im Kino oder als Stream bequem zu Hause anschauen, sowie zusätzliche Inhalte wie Interviews und Podiumsdiskussionen online verfolgen. 2020 wird das HRFFB erstmals von einem Forum begleitet, das eine Diskussionsplattform für einige der drängendsten Themen unserer Zeit bieten soll. Die Herzstücke des Forums sind das dreitägige Climate Story Lab und eine eintägige Konferenz rund um die Sustainable Development Goals. Die Akkreditierung startet am 20.08., der Ticketverkauf beginnt am 01.09.2020.

JETZT MITMACHEN: WWW.LAUF-GEGEN-DEN-HUNGER.DE

MEHR INFORMATIONEN UND DAS PROGRAMM AUF: WWW.HRFFB.DE

AKTUELLES

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© Aktion gegen den Hunger

AKTION GEGEN DEN HUNGER Wallstraße 15 a, 10179 Berlin Tel.: (0)30 279 099 723 Fax: (0)30 279 099 729 spenderservice@aktiongegendenhunger.de

SPENDENKONTO Bank für Sozialwirtschaft IBAN: DE89 1002 0500 0001 3777 01 BIC: BFSWDE33BER www.aktiongegendenhunger.de


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