Wenn Treue bestraft wird
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Raiffeisen Schweiz
hat medial für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Sie zeigt, wie deutlich die Erträge der Grundstückgewinnsteuer in den Kantonen über die vergangenen Jahre und Jahrzehnte gewachsen sind und wie unterschiedlich stark der Fiskus je nach Wohnort bei einer Immobilientransaktion (inkl. Handänderungssteuern und Gebühren) zugreift. Dabei sind wir im Kanton Aargau mit durchschnittlich zwölf Prozent beim Verkauf eines typischen Einfamilienhauses nach 20 Jahren Haltedauer noch gut bedient, müssen doch in St. Gallen über 30 Prozent des Gewinns abgegeben werden.
Solche Steuersätze tauchen sonst nur in Programmen ganz linker Parteien auf. Entsprechend spielt die Grundstückgewinnsteuer eine immer grössere Rolle für die Finanzen von Kantonen und Gemeinden.