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Wohnwirtschaft Nr. 10 Oktober 2018

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Hauseigentümerverband Aargau

WOHN WIRTSCHAFT

Eigentum und Besitz sind zweierlei

Wenn man mit der Welt verbunden, aber in der Region verwurzelt ist, bin ich am richtigen Or t.

Der filigrane, achtjährige Cheisacherturm ist ein Bauwerk der Moderne und befindet sich im rund zwanzig Hektar grossen Waldreservat der Gemeinde Gansingen im Fricktal, im Jurapark. Dieser ist die grösste zusammenhängende Grünoase zwischen Basel und Zürich. Er bietet den Menschen ein wertvolles Naherholungsgebiet.

Energiestrategie 2050 sei Dank wurden Türen aufgestossen, im Bereich Energieversorgung neue Möglichkeiten zu erforschen, damit erneuerbare Energien im Gebäudebereich noch effizienter zum Einsatz kommen. Fachleute fordern Hausbesitzende dazu auf, bei Sanierungen und Neubauten ganzheitlicher zu denken und den Mut zu haben, neue Wege einzuschlagen.

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Gleichstellen statt privilegieren

Hauseigentümer sollen Dächer und Fassaden ihrer Gebäude möglichst mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Wer das nicht tut, leistet eine Ersatzabgabe. Das sieht der erste Entwurf zur Teilrevision des Energiegesetzes vor. Die Vorlage wurde im Frühjahr 2018 vorgestellt.

Nach dem Frühjahr kam der Hitzesommer. Er war teilweise an der Grenze des Erträglichen. Insbesondere im urbanen Raum, wo Asphalt und Beton für zusätzliche Wärmeeffekte sorgen. Mehr PV-Anlagen mit ihren reflektierenden Oberflächen würden die Hitzesommer, mit denen gemäss Klimaexperten künftig vermehrt zu rechnen ist, kaum mildern, im Gegenteil. Die Nachfrage nach stromfressenden Klimaanlagen würde

weiter ansteigen. Was die Hersteller von PV-Komponenten freut, ist ökologisch fragwürdig.

Deshalb hier ein Vorschlag für die überarbeitete Fassung zur Teilrevision des Energiegesetzes: Haus- und Grundeigentümer, die begrünen (vgl. Artikel Seite 32), Bäume pflanzen sowie erhalten, und damit einen Beitrag leisten für ein besseres Klima, sind jenen, die ihre Häuser mit solaren Stromerzeugungsanlagen ausrüsten, gleichzustellen. Nicht indem den Pflanzenfreunden auch Subventionen ausgeschüttet werden, sondern indem die beabsichtigte staatliche Privilegierung von Photovoltaik-Anlagen gestrichen wird.

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Neuer Anlauf beim Grundpfandrecht

Hansjörg Knecht

Nationalrat, Leibstadt, Präsident

Hauseigentümerverband Aargau

Der Regierungsrat plant mit der nächsten Teilrevision des Steuergesetzes die Einführung des gesetzlichen Grundpfandrechts. Eine solche steht bevor, da neue Regelungen des Steuerharmonisierungsgesetzes des Bundes ins kantonale Steuergesetz übertragen werden müssen. Dieses Grundpfandrecht hat die Regierung bei früheren Steuergesetzrevisionen immer wieder versucht einzubringen. Das Anliegen wurde jedoch stets abgelehnt mit der Begründung, dass es den Erwerber trifft, den an der Nichtbezahlung der Steuern kein Verschulden trifft.

Mit dem neuen Anlauf sollen in Zukunft die Steuerverluste für den Kanton und die Gemeinden vermieden werden. Dies vor allem bei Konkursen und in Fällen, wo eine steuerpflichtige Person ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt, ohne die fälligen Steuern zu bezahlen. Der Aargau ist heute auch der einzige Kanton, der aus Grundstückverkäufen keine Sicherung kennt. Die neu vorgeschlagene Regelung wurde gemäss Regierungsrat aufgrund der früheren Kritik nochmals vereinfacht.

Wie ist der Ablauf vorgesehen: Der Notar macht die Parteien auf das gesetzliche Grundpfandrecht aufmerksam. Dieser ist heute bereits dazu verpflichtet, denn es gibt Grundpfandrechte bei der Mehrwertabgabe, den Erschliessungsgebühren, den Landumlegungsverfahren sowie bei den Gebäudeversicherungsprämien. Künftig wird also noch die Information über die Steuern des Liegenschaftsverkaufs dazukommen. Die Hinterlegung entspricht dem Betrag der geschuldeten Steuer. Dies ist bei einem Verkauf einer privaten Liegenschaft einfach und rasch bestimmbar, da die Steuer mit

einer separaten Grundstückgewinnsteuer erhoben wird. Komplexer ist die Bestimmung des massgeblichen Betrages bei Verkäufen von Geschäftsliegenschaften. Dies, weil die Veranlagungen zusammen mit dem übrigen Einkommen respektive Geschäftsgewinn erfolgt und längere Zeit dauern kann. Diesem Umstand soll Rechnung getragen werden, indem die Hinterlegung auf 10 Prozent des Kaufpreises oder 10 Prozent des Verkehrswerts bei einem Tausch begrenzt wird.

Dem Verkäufer steht der hinterlegte Geldbetrag für eine gewisse Zeit bis zur Steuerveranlagung jedoch nicht für Investitionen zur Verfügung. Dies wirkt sich aufgrund der Verfahrensdauer weniger für Privatpersonen aus, sondern für Unternehmen oder gewerbsmässige Liegenschaftshändler. Diesem Umstand soll gemäss neuer Regelung Rechnung getragen werden, indem der Verkäufer beispielsweise eine Bürgschaft leisten kann. Der HEV Aargau wird sich in den nächsten Wochen mit der Vorlage auseinandersetzen und sich bei der weiteren Bearbeitung dieses Vorhabens konstruktiv-kritisch beteiligen.

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Hoch hinaus – Cheisacherturm Gansingen

In der aktuellen Beitragsreihe dreht sich alles um spektakuläre Aussichtspunkte im Kanton Aargau. In der schönen, hügeligen Natur stehen zu diesem Zweck gebaute Türme an manch unbekannten Orten. Sie sind meist nicht auf die Schnelle mit dem Auto erreichbar, sondern müssen zu Fuss erkundet werden. Bei guter Sicht wird die physische Bemühung aber mit einem besonderen Aussichtserlebnis belohnt.

Salomé Edelmann, HEV Aargau

Der filigrane, achtjährige Cheisacherturm ist ein Bauwerk der Moderne und befindet sich im rund zwanzig Hektar grossen Waldreservat der Gemeinde Gansingen im Fricktal. Als grösste zusammenhängende Grünoase zwischen Basel und Zürich bietet der Jurapark den Menschen ein wertvolles Naherholungsgebiet. Gemäss der Zählung vom Trägerverein Cheisacherturm finden im Jahresdurchschnitt 40 Personen pro Tag den Weg auf die Aussichtsplattform. Dem Bauwerk liegt das interdisziplinäre Projekt namens «Klus» der Berner Fachhochschule für Architektur, Bau und Holz zugrunde. Während der fünfjährigen Planungszeit berücksichtigten die Initianten nebst der zweckdienlichen Konstruktion insbesondere die ideelle Auseinandersetzung mit Holz in einem Schutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Signalstein Cheisacher

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts waren in der Landschaft markierte Fixpunkte wichtig, um die Schweiz vermessen und daraus Landeskarten und Pläne erstellen zu können. Auch der höchste Punkt des Cheisachers auf 698 Metern über Meer war prädestiniert für diesen Zweck. Zirka 1830 wurde hier ein grosser Signalstein der ersten eidgenössischen Triangulation gesetzt. Später folgte ein Stein mit Bodenplatte, der für eine kurze Zeit durch eine vierseitige hölzerne Pyramide signalisiert wurde. Vor rund 100 Jahren stand schliesslich der erste Turm von acht Metern Höhe an dieser Stelle. Er war ebenfalls aus Holz und diente der Eidgenössischen Landestopografie als Vermessungs- und Beobachtungszweck. Damals war die Sichtverbindung noch notwendig. Nach Abbruch des Vermessungsturms im

Der 25 Meter hohe Cheisacherturm überragt den Wald um zirka 7 Meter.

Jahre 1924 beliess man dessen Betonfundamente an Ort und Stelle. Ebendiese weckten lange Zeit später die Idee, hier einen Aussichtsturm zu erstellen. Aber erst im Jahre 2005 fiel der Startschuss für die Umsetzung mit Hilfe der drei Cheisachergemeinden Gansingen, Laufenburg und Mönthal.

Geburtstag im Oktober Nachdem das Projekt Gestalt angenommen hatte, ging es rasch vorwärts. Im Juni 2008 konnten die Initianten das Baugesuch bei der Gemeinde Gansingen einreichen. Ein Jahr später hielten sie die Baubewilligung in den Händen und ein weiteres Jahr darauf fand der Spatenstich statt. Von den drei Cheisachergemeinden wurde der spendenbasierte Trägerverein Cheisacher gegründet, welcher sich für Bau, Betrieb und Unterhalt verantwortete. Ihm gehört denn auch das

Bauwerk. Die eigentliche Geburtsstunde des Werks ist aber auf den 4. Oktober 2010 datiert. An jenem Tag flog ein Heliswiss-Helikopter achtmal mit den acht vorgefertigten Teilstücken à zirka 4,6 Tonnen Last von Mönthal auf den Cheisacher. In rund zwei Stunden war der Turm zusammengesetzt. Seither treffen sich Mitglieder der Initiantengruppe sowie des Vorstands des Trägervereins Cheisacherturm jeden 4. Oktober zum Feierabendbier auf dem Turm.

Projekt «Klus»

Die Erstellung des Cheisacherturms beinhaltete weitaus mehr als nur das Zusammensetzen vorbereiteter Teile. Die architektonisch spannende Konstruktion ist das Ergebnis des Projektes «Klus». Der Name «Klus» bedeutet «eingeschlossen» und leitet sich aus dem Lateinischen (clusa = um-

Fotos: Salomé Edelmann

schlossener Raum) ab. Die beiden Hälften des Turms umschliessen den Fricktaler Höhenweg, welcher hindurchführt. Dieser startet in Rheinfelden und führt über den Tafeljura und den Tiersteinberg bis ins Mettanertal, was der Länge von 60 Kilometern entspricht. Die Projektleiter, eine Architektin und zwei Holzbauingenieure, beschreiben ihre Arbeit wie folgt: «Die Klus, gebildet durch zwei symmetrisch angeordnete Elemente, ist das zentrale Thema des Turms. Die in Gehrichtung verlaufenden Lamellen geben dem Turm seine Leichtigkeit.» Ebendiese Lamellen verunmöglichen einen vorzeitigen Rundblick. Das Erklimmen aller 109 feuerverzinkten Treppenstufen kann für die einmalige Rundsicht nicht umgangen werden. Bei klarem Wetter reicht die Weitsicht bis in die Alpen, den Schwarzwald und die Vogesen. Nebst neu erstellten Panoramatafeln sind auf der Aussichtsplattform zwei frei verfügbare Fernrohre angebracht, welche

das Suchen und Entdecken erleichtern. Auch das Betrachten der nahe liegenden landschaftlichen Vielfalt des Schutzgebietes weckt Interesse. Und an nebelverhangenen Herbst- und Wintertagen eröffnet sich zumindest der Blick über die weisse Decke.

Prix Lignum 2012

Alle drei Jahre werden schweizweit in fünf Grossregionen herausragende Leistungen in der Verwendung von Holz ausgezeichnet. Aus den regionalen Gewinnern erhalten drei Preisträger auf nationaler Ebene Gold, Silber und Bronze. Dieses Jahr ist es wieder soweit – die Kür findet am 27. September 2018 statt. Der Cheisacherturm mit seinem hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz schaffte es im Jahr 2012 immerhin zur Anerkennung der Region Nord. Die tragenden Teile bestehen aus naturbelassenem, verleimtem Lärchenholz, während die lamellenartige Verschalung aus unbehandelter Weisstanne angefertigt

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Der Fricktaler Höhenweg führt zwischen den Turmhälften hindurch. worden ist. So informiert denn auch ein Schild auf der Plattform, dass im Rheinfelder Wald eine Holzmenge von 150 Cheisachertürmen nachwächst.

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CO 2 -Neutralität auf Kosten der Umwelt?

Hauseigentümer sind verantwortungsbewusste Bürger. Wer eine Liegenschaft besitzt, weiss, dass deren Wert sich aus der Substanz und deren Lage errechnet. Und dabei hat Lage nicht nur mit Aussicht oder Nähe zu Zentren zu tun, sondern ganz entscheidend auch mit einer intakten Umwelt. Das braucht man Hauseigentümern nicht zu erklären. Umso mehr erstaunt die Tendenz, genau dieser Gruppe immer mehr Vorschriften zu machen, wie sie das Klima zu retten habe.

Ohne CO2 kein Leben auf der Erde

In den letzten Jahren hat sich der Fokus vom Umwelt- auf den Klimaschutz verschoben. Diese Verschiebung ist nicht unbedeutend. Sie gewichtet den negativen Einfluss von CO2-Emissionen auf das Klima höher als Umweltschäden durch Raubbau, Ressourcenübernutzung und Verschmutzung.

Der globale Temperaturanstieg wird bei einer Verdoppelung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre (ECS=Equilibrium Climate Sensitivity) vom Weltklimarat (IPCC) auf 1,5 bis 4–5°C geschätzt. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die CO2-Konzentration um 40 Prozent erhöht. Dass die Emissionen einen Einfluss auf das Klima haben, ist einleuchtend. Über die Grössenordnung lässt sich allerdings endlos streiten, wie bereits die grosse Bandbreite der Klimasensitivität zeigt. Der überwiegende Teil menschengemachter Treibhausgase ist auf das Verbrennen fossiler Brenn- und Treibstoffe zurückzuführen, doch auch die Landwirtschaft und industrielle Prozesse, wie beispielsweise die Zementherstellung, tragen substanziell dazu bei. Es ist auf jeden Fall festzuhalten, dass es sich bei CO2 nicht um einen Schadstoff handelt, sondern um einen lebenswichtigen Bestandteil des natürlichen Kreislaufes. CO2 ist der Nährstoff von Pflanzen. Ohne CO2 gäbe es kein Leben auf der Erde. Die CO2-Konzentration

der Atmosphäre wird seit über 500 Millionen Jahren weitgehend durch das Pflanzenwachstum reguliert.

Fehlentwicklungen in Gang gesetzt Diese Präzisierung ist wichtig, denn wenn auch eine Klimaerwärmung für die Weltgemeinschaft mehr negative als positive Konsequenzen haben dürfte, führt die Verschmutzung von Böden, Luft und Gewässern ganz direkt zu messbaren Schäden an Mensch, Tier und Pflanzen. Es ist deshalb unverständlich, dass Umweltschutz dem Klimaschutz untergeordnet werden sollte.

Das Fokussieren auf CO2-Reduktion führte bereits zu üblen Fehlentwicklungen. So hat der Anbau von Palmöl in Borneo massivste Umweltschäden an Primärwäldern und den dort lebenden Faunen angerichtet. Mit Palmöl betriebene Maschinen sind ein Unding. Noch dümmer sind Anstrengungen, CO2 aus der Luft zu filtern. Wenn schon, soll man CO2 dort entziehen, wo es konzentriert auftritt, zum Beispiel am Auspuff einer Maschine, aber sicher nicht am Ort der grössten Verdünnung. Und dann sollte man auch noch wissen, was man mit dem eingefangenen CO2 überhaupt anstellt.

Beim Pariser Klimaabkommen hat sich die Schweiz die weltweit ambitioniertesten Reduktionsziele gesetzt. Bis 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 halbiert werden. Dabei sind die vereinbarten Emissionswerte in der Schweiz bereits heute schon tiefer als die Zielwerte, welche sich Deutschland gesetzt hat. Und China, das 180-mal mehr Menschen als die Schweiz zählt, darf bis 2030 seine Emissionen noch erhöhen. Das gleiche gilt für die meisten Schwellenländer. Wenn man bei uns die versprochene Halbierung hinkriegen will, bedarf es drastischer Massnahmen. Das Potential im Gebäudebereich Energie einzusparen, ist tatsächlich gross. Rund die Hälfte des Energieverbrauchs in unserem Land geht zu Lasten von Gebäuden. Bei

den Massnahmen besteht allerdings die Gefahr, das Kind mit dem Bad auszuschütten.

Rechnen statt bevormunden Wie bereits erwähnt, sind Hauseigentümer nicht nur an einer intakten Umwelt interessiert, sie sind auch gute Rechner. Sie setzen neue Technologien schnell ein, wenn sie damit Energie und Geld einsparen können. Dazu braucht es keine staatliche Bevormundung. So kann jeder Hauseigentümer relativ schnell rechnen, welche Vorteile er bei einem älteren Haus mit dem Einbau hochwertiger Fenster erzielt. Mit einer solchen Investition reduzieren sich nicht nur die Heizkosten, man gewinnt auch an Wohnkomfort. Der Ersatz von Öl oder Gas mit einer Wärmepumpenheizung oder die Installation einer Warmwasseraufbereitung ohne fossile Brennstoffe ist bei älteren Gebäuden mit hohen Kosten verbunden. Rechnen lässt sich das bereits nicht mehr so einfach, denn es hat viele Unbekannten im Spiel: Wie entwickeln sich der Öl- und Gaspreis, wie hoch kann die CO2-Abgabe noch werden und was macht der Strompreis? Mit welchen staatlichen Zuschüssen kann ich bei einer Solaranlage in Zukunft noch rechnen? Und kann ich in Zukunft auf eine Abnahme des Überschussstroms rechnen? Wie entwickeln sich diese Vergütungsansätze? Oder werde ich alles selber verbrauchen müssen und muss ich dann noch in Batterien investieren? Gewiss werden die Kosten solcher Installationen noch sinken. Doch genau deshalb sollte ich vielleicht noch zuwarten? Eine Menge Fragen. Bei einem Neubau bestehen diese Fragen zwar auch, doch sind die Voraussetzungen wesentlich einfacher. Im Neubau kommen von Anfang an hochwertige Dämmstoffe zum Einsatz. Durch den schon anfänglich geringeren Energieverbrauch fällt die Wahl auf eine Wärmepumpenheizung einfacher. Es sind sowieso alles Erstinvestitionen.

Energieplus – keineswegs autark

Es ist heute keine Hexerei mehr, ein Haus zu bauen, das ohne Verbrennungsheizung

funktioniert und rechnerisch mehr Energie produziert als konsumiert. Ist man überzeugt, dass sich die Mehrausgaben mit dem Wegfall von Brennstoffkosten amortisieren, ist der Entscheid schnell gefällt. Die Realität ist etwas komplizierter. Zunächst ist ein Energieplushaus alles andere als autark. (Ausnahmen bestätigen die Regel. Das Mehrfamilienhaus in Brütten ist autark, doch das nur mit einer Elektrolyseanlage, die vom Bund finanziert wurde.) Ein Energieplushaus ist auf ein Netz angewiesen und auf einen Verteiler, der ihm den Strom abnimmt und in einer Mangellage auch liefert.

Richtig autark waren nur die früheren Bauernhäuser. Der Wärmebedarf pro Flächeneinheit war zwar um ein Mehrfaches höher. Die Feinstaub-Emissionen der Holzöfen überstiegen jeden Grenzwert und trotzdem waren diese Häuser ökologisch viel wertvoller und sind es auch heute noch. Wie ist das möglich? Erstens wurden sie aus lokalem Holz gebaut, Baustoffe mit einem Rucksack an grauer Energie kamen nicht zum Einsatz. Technische Installationen fehlten. Transportwege zum Bau wurden so kurz wie möglich gehalten. Der Bau erfolgte zum grössten Teil in Handarbeit. Und gebaut wurde für die Ewigkeit. Das ist heute alles undenkbar. Ein Haus, das rechnerisch mehr Energie erzeugt als konsumiert, ist auf eine komplexe Infrastruktur und raffinierte Haustechnik angewiesen. Dem Energieversorger entstehen bei der Abnahme von Überschussstrom Kosten, die er irgendwo wieder einspielen muss. Solange die Anzahl dezentraler Einspeiser klein ist, kann das Netz das noch absorbieren. Nimmt die Zahl jedoch zu, entstehen plötzlich gleichzeitige Überschüsse, die nicht mehr auf der untersten Netzebene absorbiert werden können. Das verlangt Investitionen, die weit weg vom Einspeiser anfallen, doch von ihm getragen werden müssten, sofern man vom Verursacherprinzip ausgeht. Nehmen wir mal an, dass all diese Herausforderungen gelöst werden können.

Unredlichkeit beim Klimaschutz

Sind diese Energiechampions, die im Betrieb praktisch null CO2 produzieren, denn auch ökologisch wertvoll? Bei den Bauern-

häusern haben wir gesehen, dass das CO2und Feinstaubschleudern waren. Nach heutigen Massstäben belasteten sie die Umwelt. Bei einer Bevölkerungsdichte, welche im 19. Jahrhundert noch viermal kleiner war als heute, ging das noch. Acht Millionen Menschen mit den heutigen Ansprüchen könnten unmöglich alle in Emmentaler Bauernhäusern leben. Wahrscheinlich hätten wir keine Wälder mehr, nicht wegen der Bauten, sondern wegen dem Heizen nach heutigen Ansprüchen.

Heute wird maschinell gebaut, mit raffinierten Bau- und Dämmstoffen. Verbaut wird einiges an Haustechnik. Bau und Herstellung sämtlicher Komponenten, vom Zement bis zum digitalen Regler, benötigen Energie. Diese wird in Ökobilanzen als graue Energie ausgewiesen. Graue Energie ist eine versteckte, aber alles andere als eine fiktive Grösse. Das ist Energie, die immer wieder zur Verfügung stehen muss, wenn irgendwo etwas produziert wird. Es ist ein hehres Ziel, dass die graue Energie zukünftig auch mit erneuerbaren Ressourcen gedeckt werden sollte.

So braucht zum Beispiel der metallurgische Prozess, um einen Warmwasserboiler zu bauen, grosse Mengen Energie. Für diesen Prozess muss Energie in hoher Konzentration jederzeit und zuverlässig zur Verfügung stehen. Solche Arbeiten werden zunehmend in Länder mit billiger Arbeit und billiger Energie ausgelagert. Damit kann

man gleichzeitig auch seine CO2-Emissionen auslagern. Ob das ökologisch ist, sei dahingestellt. Betreffend Klimaschutz ist es auf jeden Fall unehrlich.

Tradition statt Hightech Es ist aber nicht nur die Herstellung eines komplexen Haustechnikteils, das Energie verbraucht. Der Aufwand zur Wartung und die Lebensdauer aller Komponenten sind entscheidend. Nochmals: Früher wurde für die Ewigkeit gebaut. Häuser mit schlechter Bausubstanz oder mit kurzlebigen Komponenten, welche bereits nach dreissig Jahren einen Abriss oder eine Sanierung erfordern, sind ökologische Sündenfälle.

In diesem Sinne darf beim Bau neuer Häuser und auch bei der Sanierung alter Bausubstanz der Fokus nicht alleine bei der CO2-Reduktion liegen. Kostengünstige Lösungen mit traditionellen und bewährten Baumethoden sind oft besser als Hightech-Lösungen. So ist zum Beispiel ein moderner Holzbau, der das Minergie-Label nicht bekommt, weil auf eine Zwangsentlüftung verzichtet wird, nachhaltiger als ein Plusenergiehaus, das sich nur mit Subventionen rechnet.

Bauherren dürfen nicht durch falsch fokussierte Subventionen zu kontraproduktiven Zielen gezwungen werden. Ganzheitliches Beurteilen und Augenmass ist bei Gesetzgebern, Behörden und Planern mehr gefragt denn je.

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Im Winter viel zu wenig Strom

Regierungsrätlicher Klartext am letzten Energie-Gipfel

Der Energie-Gipfel in Spreitenbach im September setzte den Schlusspunkt der Reihe «Energie-Gipfel», die während zehn Jahren zwanzig Mal in Aarau, Baden und Spreitenbach über die Bühne gegangen war. Initiiert und organisiert wurden die Anlässe vom Lenzburger Unternehmer Dieter Schäfer.

(mm) «Bund und Kantone setzen sich im Rahmen ihrer Zuständigkeit ein für eine ausreichende, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung sowie für einen sparsamen und rationellen Energieverbrauch». Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, nahm am letzten Energie-Gipfel in der Umwelt-Arena Spreitenbach den Wortlaut des Energieartikels der Bundesverfassung als Ausgangspunkt für getroffene und zu treffende Entscheidungen in der Energiepolitik.

Pendlerwege verkürzen

Bereits vor 2017, als das Schweizer Stimmvolk Ja sagte zur Energiestrategie des Bundes, habe der Kanton Aargau eine eigene Energiestrategie verabschiedet. Energieverbrauch und Stromverbrauch pro Kopf senken, erneuerbare Energien bei der Stromproduktion ausbauen sowie die Versorgungssicherheit beibehalten, so lauten die wichtigsten Ziele des Kantons. Die Bereiche Raum, Energie und Mobilität müssten aufeinander abgestimmt sein. Aargauer Pendler legten im Durchschnitt 40 Kilometer pro Tag zurück. Deshalb seien Richtpläne und Mobilitätsstrategie miteinander zu verzahnen, so dass Arbeitswege kürzer und der emissionsarme Langsamverkehr gefördert werde, sagte Attiger. Nicht jede Innovation sei unter dem Strich energieund umweltfreundlich. So schufen etwa selbstfahrende Autos neue Bedürfnisse. Neue Kundengruppen fürs Fahren würden

erschlossen, alle, inklusive Kindern und Alten, würden noch mobiler als bisher, es würden mehr Kilometer gefahren, die Mobilität nehme zu statt ab.

Attiger zeigte sich erleichtert, dass der Strompreis, der sich stets parallel zum Erdölpreis entwickle, wieder etwas anzieht. Das setze wieder Anreize für Investitionen in der Schweiz, namentlich in die Wasserkraft. Investoren sollten wieder vermehrt in Stromproduktionsanlagen hierzulande investieren und nicht, wie das in den letzten Jahren vorwiegend der Fall war, im Ausland, sagte Attiger weiter. Das künftige Strommarktdesign, die Versorgungssicherheit und die Frage, wie viel Strom aus eigener Produktion seien die energetischen Herausforderungen der Schweiz der nächsten Jahre. Die Schweizer Strombilanz (Einfuhren/Ausfuhren) sähe im Durchschnitt gut aus, aber im Winter verfüge die Schweiz über «viel zu wenig Strom» und sei auf Importe angewiesen. Deshalb sei ein Stromabkommen mit der EU von grosser Bedeutung.

Immer noch Jäger und Sammler Markus Freitag, Professor für Politikwissenschaft, Unviersität Bern, stellte Zusammenhänge zwischen dem Charakter des Menschen und seinem politischen Denken und Handeln her. Es gebe fünf Kerneigenschaften: Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus (übermässige Besorgtheit). Diese hätten universelle Gültigkeit. Grundsätzlich sei

die Schweiz ein Land der Netten (hohe Verträglichkeit) und Gewissenhaften. Das führe zu bestimmten politischen Präferenzen. So würden etwa Sachfragen zum Umweltschutz unterschiedlich beurteilt. Gewissenhafte neigten bei der Abwägung zwischen Wirtschaftswachstum und Umweltschutz eher zur Wirtschaft, während die Verträglichen den Umweltschutz tendenziell höher gewichteten, was dann selbstredend bei gewissen Fragestellungen Pattsituationen zur Folge haben kann.

Der Buchautor und Kolumnist Rolf Dobelli sprach über systematische Denk- und Handlungsfehler. Das menschliche Gehirn sei immer noch durch das Leben der Vorfahren als Jäger und Sammler geprägt, so dass Fehlentscheide in einer komplexer gewordenen Welt gewissermassen systeminherent seien. Häufige Fehler seien Selbstüberschätzung, Missachtung der Grundverteilung (Ausserachtlassung relevanter quantitativer Grössen), Herdenverhalten, Weil-Irrtum (Akzeptieren belangloser Gründe beim Verhalten anderer) oder die Weigerung, Fehlentscheidungen präzise auf den Grund zu gehen, um diese künftig zu vermeiden. Wer gegen den Strom schwimme, unabhängig denke und handle, lebe besser, sagte Dobelli.

Der HEV Aargau führt am 7.3.19 im Kulturund Kongresshaus Aarau einen Anlass durch zum Thema Energie und Umwelt. Informationen ab Mitte Oktober auf www.hevaargau.ch.

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SIE FRAGEN – DER HEV ANTWORTET

Eigentümerwechsel: vorzeitige Kündigung

Frage:

Wir kaufen ein Haus, welches vermietet ist. Der Mietvertrag sieht eine Mindestdauer von zwei Jahren vor. Wir möchten schnellstmöglich einziehen. Muss ich nun zwei Jahre mit der Kündigung warten?

Antwort:

Nein. In solchen Fällen sieht das Gesetz ein einmaliges, vorzeitiges Kündigungsrecht des neuen Eigentümers vor (Art. 261 OR). Es gibt allerdings diverse Punkte zu beachten. Nachfolgend wird lediglich auf ausgewählte Aspekte eingegangen.

Zeitpunkt der Kündigung Neben anderen Voraussetzungen muss eine solche Kündigung innerhalb der ge-

setzlichen Frist auf den nächsten gesetzlichen Termin (im Kanton Aargau 31. März, 30. Juni, 30. September) nach dem Erwerb erfolgen. Dieses Kündigungsrecht kann nur einmal – und zwar umgehend nach dem Eigentumsübergang – geltend gemacht werden. Je nach Zeitpunkt muss der Käufer schnell handeln. Ein Beispiel: Der neue Eigentümer eines Einfamilienhauses wird am 23. Juni 2018 ins Grundbuch eingetragen. Der nächste gesetzliche Kündigungstermin, bei dem die gesetzliche Frist (drei Monate) eingehalten werden kann, ist der 30. September 2018. Die Kündigung muss also bis spätestens 30. Juni 2018 beim Mieter eintreffen.

Verpasst der Erwerber diesen Zeitpunkt, ist er an die Bestimmungen im Mietvertrag gebunden. Sofern keine ausserordentlichen Umstände vorliegen, ist eine Kündigung vor Ablauf der Mindestdauer seitens des Vermieters nicht mehr möglich.

Kündigungsgrund und Härtefall

Damit die Kündigung zulässig ist, muss der Erwerber dringenden Eigenbedarf für sich oder nahe Verwandte geltend machen. Der Mieter kann im Gegenzug

Lichtschachtabdeckungen

einen Härtefall anmelden und die Erstreckung des Mietverhältnisses verlangen. Im Streitfall wägt die Schlichtungsbehörde die Interessen des neuen Eigentümers gegen die Interessen des Mieters ab.

Schadenersatz

Sofern im Immobilienkaufvertrag nichts Besonderes vereinbart wurde, haftet der alte Eigentümer dem Mieter für allfällige Schäden aus der vorzeitigen Kündigung des Käufers. Als solche fallen zum Beispiel Umzugskosten oder Kosten für eine unvermeidliche Doppelmiete in Betracht.

Das vorzeitige Kündigungsrecht ist insbesondere bei befristeten Verträgen oder bei Mietverhältnissen mit einer langen Mindestlaufzeit interessant. Bei unbefristeten Verhältnissen kann unter Einhaltung der gesetzlichen und vertraglichen Termine und Fristen grundsätzlich jederzeit wegen dringendem Eigenbedarf gekündigt werden.

Die Rechtsberaterinnen des HEV Aargau beantworten telefonische Rechtsfragen werktags von 9 bis 11.30 Uhr: 056 200 50 50.

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Eigentum und Besitz

Eine beispielhafte Erläuterung

Die Begriffe Besitz und Eigentum sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Von Laien werden sie meist gleichbedeutend verwendet, da wenig bekannt ist, dass Besitz und Eigentum rechtlich nicht dasselbe ist. Am Beispiel der Familie Schweizer werden die Begriffe samt deren Unterkategorien im Folgenden erläutert.

Das Eigentum

Das Eigentum ist ein dingliches Recht. Dinglich bedeutet, dass man ein bestimmtes Recht an einer Sache hat, das gegenüber jedermann gilt. Das Eigentum ist das umfangreichste dingliche Recht. Es verschafft dem Eigentümer, also dem Rechtsinhaber, alle Befugnisse über eine Sache, soweit diese nicht durch Gesetz oder Vereinbarung begrenzt werden. Mit anderen Worten, wer Eigentümer einer Sache ist, kann mit dieser alles machen, was nicht verboten ist oder vertraglich ausgeschlossen wurde. Wenn die Mutter der Familie Schweizer ihr fabrikneues Auto mit farbigen Punkten verschönern will, so kann sie dies ohne Weiteres tun, wenn sie Eigentümerin des Autos ist. Hat sie das Auto aber gemietet oder geleast, so ist sie nicht Eigentümerin und darf das neue Auto nur entsprechend der vertraglichen Vereinbarung nutzen. Ebenso kann der Vater der Familie Schweizer seine eigene Kochbuchsammlung an Dritte verschenken oder verkaufen, selbst wenn die übrigen Familienmitglieder damit nicht einverstanden sind. Jeder Staat kann die Ausgestaltung des Eigentumsrechts und die Eigentumsarten selber fest-

legen. Beispielsweise sah der schweizerische Gesetzgeber das aus den vorherigen kantonalen Gesetzen bekannte Stockwerkeigentum bei der Einführung des Zivilgesetzbuches im Jahre 1912 nicht vor. Erst im Jahre 1965 wurde diese Eigentumsform wieder eingeführt. Auch im internationalen Vergleich lassen sich Unterschiede feststellen. So kennen z. B. Rechtsordnungen in sozialistisch geprägten Staaten das Privateigentum häufig nur in beschränkter Form.

Ein wichtiges Merkmal des Eigentums ist dessen Wirkung gegenüber Dritten. Wer Eigentümer ist, kann Dritte von der Nutzung ausschliessen. Die Tochter der Familie Schweizer kann deshalb einen Mitschüler ohne weiteres davon abhalten, ihre Tagebücher zu lesen, diese zu zerstören oder anderweitig damit in Berührung zu kommen. Entsprechend stellt unsere Rechtsordnung dem Eigentümer besondere Klagen zur Verfügung, um sein Eigentumsrecht zu schützen.

Der Besitz

Der Besitz wird im Alltag häufig mit dem Eigentum gleichgesetzt. Rechtlich ist eine Person Besitzerin einer Sache, wenn sie die tatsächliche Gewalt (Sachherrschaft) über diese hat. Im Unterschied zum Eigentum knüpft der Besitz eher an die tatsächlichen als an die rechtlichen Gegebenheiten an. Leiht sich die Tochter der Familie Schweizer beispielsweise ein Kochbuch ihres Vaters aus, so ist sie Besitzerin des Kochbuches. Eigentümer bleibt hingegen stets ihr Vater.

Die Unterscheidung zwischen Eigentum und Besitz ermöglicht es, dass ein Eigentümer sein Eigentum Dritten zur Verfügung stellen kann, ohne dass er das Eigentum daran aufgeben müsste. Er bleibt Eigentü-

mer. Das Institut des Besitzes schützt den rechtmässigen Besitzer sodann auch gegenüber Eingriffen von Dritten. Dies kann am Beispiel der Söhne der Familie Schweizer gezeigt werden: Der ältere Sohn der Familie Schweizer ist Eigentümer einer Wohnung. Wird dessen Eigentumsrecht an der Wohnung durch Dritte beeinträchtigt, so stehen ihm die Eigentumsklagen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches zur Verfügung. Er kann beispielsweise die Herausgabe der besetzten Wohnung gerichtlich erzwingen. Demgegenüber lebt der jüngere Sohn der Familie Schweizer als Mieter in einer Mietwohnung. Er ist damit nur Besitzer der Wohnung. Der Vermieter bleibt Eigentümer der Wohnung. Hätte der Besitz in der Schweizer Rechtsordnung keine besondere Stellung, so könnte der jüngere Sohn der Familie Schweizer in derselben Situation seine Wohnung nicht so leicht von Wohnungsbesetzern zurückverlangen wie sein älterer Bruder. Vielmehr müsste der Eigentümer beigezogen werden. Da das Schweizerische Zivilgesetzbuch aber auch für Besitzer entsprechende rechtliche Mittel vorsieht, ist der Besitzer nicht auf die Unterstützung des Eigentümers angewiesen und kann sein Rechte selber durchsetzen.

Eigentumsarten

Im Schweizer Recht wird einerseits zwischen Grund- und Fahrniseigentum, andererseits zwischen Alleineigentum und gemeinschaftlichem Eigentum unterschieden. Letzteres kann in das einfache und das qualifizierte Miteigentum sowie das Gesamteigentum unterteilt werden.

Grund- und Fahrniseigentum Der Eigentümer einer Liegenschaft ist Grundeigentümer. Demgegenüber ist der

Philipp Laube
Dr. iur. HSG, Rechtsanwalt und dipl. Architekt HTL, chkp. Rechtsanwälte Notariat, Baden, unter Mitarbeit von Ines Tiro, MLaw

Eigentümer eines beweglichen Gegenstandes, z. B. eines Autos, Fahrniseigentümer. Weniger bekannt ist, dass auch bestimmte Rechte an Liegenschaften als Grundeigentum qualifiziert werden. Ist die Mutter der Familie Schweizer Begünstigte eines im Grundbuch eingetragenen selbstständigen und dauernden Baurechts, so ist sie ebenfalls Grundeigentümerin, auch wenn sie nicht Eigentümerin des Grundstücks ist, auf welchem das Baurecht begründet wurde. Grundeigentümer ist auch der älteste Sohn der Familie Schweizer, welchem eine Wohnung im Stockwerkeigentum gehört. Ein selbständiger Miteigentumsanteil an einem Grundstück gilt wiederum als Grundstück und stellt wie alle Grundstücke Grundeigentum dar. Alles, was in eine der vom Gesetz bestimmten Grundstückskategorien fällt, gilt als Grundeigentum. Alles andere stellt Fahrniseigentum dar.

Die Unterscheidung ist bedeutsam, da für das Grundeigentum und das Fahrniseigentum jeweils spezielle Bestimmungen gelten. Vor allem bei der Übertragung von Eigentum müssen besondere gesetzliche Vorschriften beachtet werden. Ein Kaufvertrag über das Haus der Familie Schweizer muss notariell beurkundet sein. Möchte es der jüngere Sohn der Familie Schweizer seinem Bruder also gleichtun und auch eine Wohnung kaufen, so empfiehlt es sich unbedingt, dass er sich vorgängig bei einem Notar informiert.

Allein und gemeinschaftlich

Wer Alleineigentümer ist, dem gehört eine Sache alleine und er kann selber darüber verfügen. Hat sich die Tochter der Familie Schweizer z. B. ein Notebook einzig für sich gekauft, so ist sie alleinige Eigentümerin und muss niemanden fragen, bevor sie über dieses verfügt. Steht das Eigentum an einer Sache demgegenüber mehreren Personen gleichzeitig und auf die gleiche Weise zu, so handelt es sich um «gemeinschaftliches Eigentum». Dabei bezieht sich die Formulierung «auf die gleiche Weise» auf die Rechtstellung der Personen. Gemeinschaftseigentümer haben bezüglich der Sache die qualitativ gleiche Rechtsstellung. Den beiden Söhnen der Familie Schweizer

gehört die zu gleichen Teilen bezahlte Bohrmaschine gemeinsam; es handelt sich also um gemeinschaftliches Eigentum.

Das gemeinschaftliche Eigentum kann entweder einfaches oder qualifiziertes Miteigentum oder Gesamteigentum darstellen. Für Gesamteigentum wird dabei ein spezielles, persönliches Gemeinschaftsverhältnis vorausgesetzt, welches nur in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen (z. B. bei Erbengemeinschaften, bei einfachen Gesellschaften und bei der Gütergemeinschaft) besteht. Kaufen die beiden Söhne der Familie Schweizer beispielsweise Mobiliar für ihre Hobbywerkstatt, die sie als einfache Gesellschaft betreiben, so stellt dieses Gesamteigentum dar. Damit kann das Mobiliar weder vom jüngeren noch vom älteren Sohn selbstständig verkauft werden; über Gesamteigentum wird grundsätzlich von der Gemeinschaft verfügt.

Demgegenüber setzt das Miteigentum kein persönliches Gemeinschaftsverhältnis voraus. Die beiden Söhne der Familie Schweizer können sich also gemeinsam ein Auto für den privaten Gebrauch kaufen. Jeder Miteigentümer kann dabei sein Recht anteilsmässig ausüben und mangels anderer Vereinbarung über seinen Anteil frei verfügen. Dies gilt aber bei Miteigentum an einem Grundstück nicht gleichermassen: Bei Grundstücken im Miteigentum besteht gegenüber Nichtmiteigentümern ein gesetzliches Vorkaufsrecht der Miteigentümer, welches jedoch vertraglich wegbedungen werden kann.

Beim einfachen Miteigentum erstreckt sich das Eigentum eines jeden Miteigentümers auf die ganze Sache. Das Auto der Söhne

der Familie Schweizer gehört beiden und sie können je einzeln über ihren Miteigentumsanteil verfügen. Folglich kann der jüngere Sohn seinen Anteil an seine Schwester verkaufen.

Beim qualifizierten Miteigentum, besser bekannt als Stockwerkeigentum, ist der Miteigentumsanteil mit einem Sonderrecht verbunden. Aufgrund dieses Sonderrechts kann die ausschliessliche Nutzung eines bestimmten Teils des Miteigentums sichergestellt werden. Der älteste Sohn der Familie Schweizer kann seine Wohnung folglich alleine nutzten. Kein anderer Stockwerkeigentümer (Miteigentümer) des Wohnhauses hat das Recht, ebenfalls dort zu wohnen. Über seinen Stockwerkeigentumsanteil kann er sodann frei verfügen, da im Unterschied zum einfachen Miteigentum beim Stockwerkeigentum kein gesetzliches Vorkaufsrecht besteht.

Mit der gesetzlichen Regelung des Eigentums und des Besitzes wird eine reibungslose Nutzung der uns zur Verfügung stehenden Sachen erreicht. Damit kann z. B. auch künftig garantiert werden, dass die Nachbarn bei Stockwerkeigentum trotz ihrer Miteigentümerstellung die Wohnung des ältesten Sohnes der Familie Schweizer nicht in Beschlag nehmen dürfen. Wie die verschiedenen Beispiele gezeigt haben, ist es wichtig, dass die verschiedenen vom Gesetzgeber zur Verfügung gestellten Instrumente und Gefässe richtig gewählt und eingesetzt werden. Gerade bei grösseren Anschaffungen ist es deshalb wichtig, sich Gedanken zur optimalen Eigentumsform zu machen und sich diesbezüglich vorgängig beraten zu lassen.

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Herbstbeginn – Marronizeit

Die Edelkastanie (Castanea sativa) ist ein prächtiger sommergrüner Baum. Ihre Nussfrüchte sind als Esskastanie, Maronen oder wie bei uns in der Schweiz als Marroni bekannt. Die Kastaniennüsse haben einen zart süssen, nussigen Geschmack und ihre Verwendung ist sehr vielseitig. Die Kastanien sind glutenfrei und fettarm. Zudem haben sie viele Vitamine und sind stärkereich.

Die Edelkastanie ist eine alte Kulturpflanze und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Der Edelkastanienbaum ist der einzige europäische Vertreter der Gattung Kastanien aus der Familie der Buchengewächse. Kastanienbäume können sehr alt und sehr hoch werden.

Im Alter sind sie meistens hohl. In Sizilien, im Park Etna in der Gemeinde Sant’Alfio steht einer der bekanntesten Kastanienbäume der Welt. Castagno die Cento Cavalli (Kastanienbaum der hundert Pferde).

Der Sage nach haben dort unter der Baumkrone hundert Pferde Schutz vor einem Gewitter gefunden. Dieser Kastanienbaum wird auf mindestens 2000 Jahre geschätzt. In Mitteleuropa werden Kastanienbäume jedoch kaum über 200 Jahre alt. Die Edelkastanie ist nicht mit der Rosskastanie verwandt. Diese gehört zur Gattung der Seifenbaumgewächse (sa-

pindaceae). Sie bildet eine eigene Pflanzenfamilie.

Von Vermicelles bis Bier

Die Edelkastanie wurde bereits in der Antike angebaut. Seit dem 11. Jahrhundert hat sie sich weit verbreitet. Dies vor allem in Gebieten, in denen aufgrund von Topografie und Klima kein Getreide angebaut werden konnte. Für die weite Ausbreitung sorgen unter anderem auch Eichhörnchen und Siebenschläfer, die die Kastaniennüsse als Wintervorrat vergraben. Die nicht gefressenen Nüsse beginnen dann im Frühling zu keimen. Bis ins 20. Jahrhundert war die Edelkastanie in Bergregionen das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm der Kastanienkonsum jedoch stark ab. Kastanien wurden durch Mais und Kartoffeln ersetzt. Was einst das Brot für die Armen und das Dessert für die Reichen war, findet heute wieder vermehrt Platz auf dem herbstlichen Menüplan. Marroni haben nicht nur den Status einer saisonalen Delikatesse wie Vermicelles, Marronikuchen oder als Beilage zu Wild. Sie werden auch zu Mehl, Flocken und Brot verarbeitet. Es gibt sogar Marroni-Bier. Im Winter in einer Papiertüte verpackt, schmecken heisse Marroni nicht nur gut, sie wärmen auch noch kalte Hände. Die Edelkastanie wurde zum Baum des Jahres 2018 gewählt. In der Schweiz liegt ihr Anbau-Schwerpunkt im Kanton Tessin. Man trifft aber auch im Jura, Wallis, am Vierwaldstättersee und in anderen Regionen Edelkastanienbäume an. Foto: Jeannine Stierli

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Aarau und Kulm

Einladung zur Informationsveranstaltung

Geringer Aufwand – rasche Beute

Einbrechen ist ein «Traditionshandwerk», welchem man nicht schutzlos ausgeliefert ist

Dienstag, 23. Oktober 2018, 19 Uhr, Zentrum Bärenmatte, 5034 Suhr

19.00 Uhr Begrüssung

Thomas Hilfiker, Präsident HEV Bezirke Aarau und Kulm

19.05 Uhr Referat, Rolf Mohn, Leiter Polizeiliche Beratungsstelle

Einbruchauswertungen der Polizeilichen Beratungsstelle (Kantonspolizei Aargau) für die Jahre 2005–2018 zeigen auffällig viele Gemeinsamkeiten. Der Einbrecher sucht die schwächste Stelle und findet sie.

19.45 Uhr Fragen und Antworten

Anschliessend lädt der HEV Aarau und Kulm gerne zu einem Abschlusstrunk ein und steht für die Beantwortung weiterer Fragen zur Verfügung.

21.00 Uhr Schluss der Informationsveranstaltung

Der Anlass ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Von dem Entwurf, der Planung über die Produktion bis zur Montage alles aus einem Haus. Ausstellung mit 30 komplett eingerichteten Küchen.

Lenzburg-Seetal

Einladung zum Informationsabend

Nachlassplanung

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.15 Uhr

Aula Berufsschule Lenzburg

Wir laden unsere Mitglieder zu einer weiteren Veranstaltung ein.

Christoph Huber, Master of Science in Banking and Finance, Niederlassungsleiter VZ Vermögenszentrum Lenzburg, hält ein Referat zum Thema Nachlassplanung.

Bei der Nachlassplanung stellen sich einige Fragen: «Wie kann ich meinen Ehe- oder Lebenspartner absichern? Wie kann ich Streit unter den Erben vermeiden? Welche Steuerfolgen gibt es zu bedenken? Kann ich es mir leisten, bereits zu Lebzeiten Vermögenswerte an meine Nachkommen weiterzugeben?»

Wer sich nicht um seine eigene Nachlassplanung kümmert, dessen Vermögenswerte werden nach seinem Ableben gemäss dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch (ZGB) verteilt. Die gesetzliche Erbfolge deckt sich aber nicht in jedem Fall mit den Vorstellungen des Erblassers. Durch die richtige Planung und Optimierung im Güter- und Erbrecht stellen Sie sicher, dass Ihre Vermögenswerte im Todesfall nach Ihren Wünschen verteilt werden.

Es werden unter anderem folgende Themen behandelt:

• Steuern im Erbfall

• Gesetzliche Erbfolge und Pflichtteile

• Meistbegünstigung eines Partners im Todesfall

• Optimierungen im Güter- und Erbrecht

• Unterschiede der Güterstände

• Vor- und Nacherbschaft

• Erbvorbezug zu Lebzeiten

• Wichtigste Dokumente in der Nachlassplanung

Im Anschluss können Fragen gestellt werden.

Zum Abschluss wird ein Apéro des HEV Lenzburg-Seetal offeriert. Sie haben die Möglichkeit, weiter über das Thema zu diskutieren.

Anmeldung erforderlich unter www.hev-lenzburg.ch (Rubrik Veranstaltungen), per Fax (062 888 25 26) oder per Mail an info@hev-lenzburg.ch bis zum 28. Oktober 2018.

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Es lohnt sich!

Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um das Thema Gebäude und Energie, zum Beispiel zu:

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Kostenlose Beratungen: telefonisch: 062 835 45 40 per E-Mail: energieberatung@ag.ch

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finden Sie unter www.ag.ch /energie > Bauen & Energie > energieberatungAARGAU

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Hauseigentümerverband Aargau

Richtige Heizung wählen

Die Energieberatung des Kantons Aargau führt in den nächsten Monaten Informationsveranstaltungen und Workshops für Hauseigentümer durch zum Thema Ersatz von Heizungs- und Warmwassersystemen. Die Anlässe finden statt vom 5.11.18 bis 11.12.18 in Bad Zurzach, Laufenburg, Brugg, Bremgarten, Zofingen und Aarau. Weitere Informationen und Anmeldung: www.ag.ch/energie

Fokus Energie

Energie-Apéros im Kanton Aargau

In den nächsten Monaten finden weitere Energie-Apéros in Baden, Lenzburg, Buchs und Zofingen statt zu folgenden Themen:

• Mobilität – die Elektrifizierung geht weiter

• Photovoltaik für alle und überall – Zukunft ohne Grenzen!? Informationen und Anmeldung: www.energieaperos-ag.ch

Smarthome für Hauseigentümer

Informationsanlässe der AEW

Eine Solaranlage installieren, die Heizung ersetzen, das Zuhause intelligent steuern? Die AEW informiert über ihr Paket «AEW myHome», umgesetzt in Zusammenarbeit mit regionalen Fachpartnern. Dazu finden zwei Informationsanlässe statt:

17.10.18, 18 Uhr, Aarau

31.10.18, 18 Uhr, Bad Zurzach

Die Anlässe dauern rund eine Stunde. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert. Anmeldung bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Anlass unter www.aew.ch/myhome oder Tel. 062 834 28 00. Detaillierte Informationen zum Anlass werden mit der Anmeldebestätigung versandt. Weitere Informationen: www.aew.ch/myhome.

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Auftrieb für Elektromobilität

Elektromobilität wird zunehmend beliebter. Mehrere Länder unterstützen diese Entwicklung mit Verboten für Neuwagen mit Verbrennungsmotoren. Eine Roadmap soll in der Schweiz den Anteil neu zugelassener Elektroautos erhöhen.

Die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen nimmt zu. Laut dem deutschen Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gab es 2017 weltweit 3,2 Mio. Elektromobile. Im Vergleich dazu waren es 2013 lediglich 431’000. Hersteller arbeiten deshalb mit Hochdruck an entsprechenden Produktangeboten.

Staatliche Bestrebungen

Auch die Regierungen sind bei der Entwicklung technischer und infrastruktureller Lösungen gefordert. China belegt dabei weltweit die unangefochtene Spitzenposition bei elektrisch betriebenen Fahrzeugen. So zählte das ZSW 2017 rund 1,2 Mio. Elektroautos in China. Darunter waren rund 580’000 Neuzulassungen. An zweiter Stelle folgt die USA mit 751’000 elektrisch betrieben Fahrzeugen – davon 195’000 Neuzulassungen. In Europa hat Norwegen Vorbildcharakter. Von den 187’000 Elektromobilen wurden 2017 rund 62’000 neu zugelassen. Verschiedene Staaten

planen zudem eine Deadline für Verbrennungsmotoren. Ab 2025 sollen unter anderen in Norwegen alle Neuwagen emissionsfrei sein. Gänzlich unterbinden möchte Frankreich den Verkauf von Verbrennungsmotoren ab 2040. Indien mit einem potenziell grossen Markt für Elektromobile möchte ab 2030 nur noch Elektroautos neu zulassen.

Schweiz erarbeitet Roadmap

In der Schweizer Bevölkerung ist Elektromobilität ebenfalls beliebt. Laut Bundesamt für Statistik waren 2017 über 14’500 reine Elektroautos in der Schweiz zugelassen, 2016 wurden 11’000 gezählt. Trotz dieser Zunahme, betrug laut Auto-Schweiz der Anteil von E-Fahrzeugen 2017 nur 2,7 Prozent. Die Elektrizitäts- und Mobilitätsbranche sowie Vertreter von Bund, Kantonen und Städten möchten darum mit einer Roadmap den Anteil der Elektroautos an Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent erhöhen.

Passende Infrastruktur nötig

Dabei werden auch Lösungen für die Infrastruktur gesucht. Notwendig ist ein flächen-

deckendes, qualitativ hochwertiges, nicht diskriminierendes und bestmöglich verfügbares Ladenetz. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Koordination und Harmonisierung des bestehenden sowie des geplanten Ladeangebotes. Swiss E-Mobility arbeitet deshalb zusammen mit Energie Schweiz an der Plattform Ladenetz Schweiz. Daraus können Folgeprojekte entstehen, welche aber ausserhalb der Plattform stattfinden. Insbesondere zu erwähnen sind hierbei die Schaffung der Normkommission bei der SIA (SIA 2060 Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Gebäuden), ein Handlungsleitfaden für Gemeinden oder das Pilotprojekt «Diemo» (Dateninfrastruktur Elektromobilität). Derzeit ist eine Verlängerung der Plattform Ladenetz Schweiz bis 2020 beim BFE ausgeschrieben.

Handlungsleitfaden unterstützt Ein von Energie Schweiz veröffentlichter «Handlungsleitfaden mit Praxisbeispielen» bietet konkrete Vorschläge für Massnahmen und Praxisbeispiele, um Städte sowie Gemeinden zur Förderung von Elektromo-

Notwendig ist ein ächendeckendes, gutes Ladenetz.
Fotos: Audi

bilität zu animieren. Der Leitfaden deckt unter anderem die Bereiche Planung, Beratung und Infrastruktur ab.

Wünsche der Verbraucher

Eine Umfrage der Universität St. Gallen und Raiffeisen zeigt, dass vor allem fehlende Infrastrukturen in der Schweiz und die geringe Reichweite der Fahrzeuge derzeit gegen den Kauf eines Elektromobils sprechen. Für die meisten Befragten war zudem der Klimaschutz Hauptargument für den Kauf eines elektrisch betriebenen Fahrzeuges. Auch das bequeme Laden von daheim aus und die Unabhängigkeit von Kraftstoffpreisen galten als Argumente.

Kombipakete im Pilotprojekt

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB prüfen derweil eine Überarbeitung des Produktsegmentes unter Beteiligung der Nutzenden. Denn ein Forschungsbericht von SBB und ETH Zürich zeigt, dass Kunden-

bedürfnisse massgeblich über die Wahl des Fortbewegungsmittels entscheiden. Zukünftig bietet die SBB daher ein Mobilitätskombi aus Schienenverkehr und Elektrofahrzeugen an. Grundlage dafür war ein im Februar abgeschlossenes Pilotprojekt mit positiven Rückmeldungen der Kunden. Forschungsergebnisse einer Untersuchung des Mobilitätsverhaltens der 139 Pilotkunden durch die ETH Zürich trugen ebenfalls dazu bei. Kunden nutzten dabei Benzinoder Dieselautos um 39 Prozent seltener. Stattdessen gebrauchten sie Zug (11 Prozent) und Elektroautos. Laut den Ergebnissen spart der Pilotkunde im Schnitt mit SBB Green Class 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr ein, was rund 20 Prozent seiner Gesamtemissionen durch Mobilität entspricht. In einem zweiten Pilotprojekt können die Teilnehmenden noch bis Ende September den Schienenverkehr mit E-Bikes kombinieren. Als langfristiges Ziel wird die Etablierung eines Mobilitätskombis angestrebt.

Das Energietanken muss möglichst einfach zu handhaben sein.

Umfrage zur Energiezukunft

Das «8. Kundenbarometer erneuerbare Energien» der Universität St. Gallen und Raiffeisen enthält auch Umfragen zur Mobilität in der Schweiz. Die Ergebnisse können eingesehen werden unter: https://www.raiffeisen.ch/blog/de/stream/ erneuerbare-energien.html

Bauaustrocknung

Isolationstrocknung

Bauheizung

Bauthermographie

Wäschetrockner

Sonne liefert ganzjährig Wärme und Strom

Die Siedlung Sentmatt in Obfelden ZH setzt auf das «2-Sol»-System. Dieses erzeugt Strom und Heizwärme ohne CO 2 -Emissionen. Weil das Erdreich unter den Gebäuden als saisonaler Speicher dient, heizt die Sonne auch noch im Winter ein.

Michael Staub, Journalist, Kriens

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Dieses Sprichwort wird in Obfelden neu interpretiert. Denn die Überbauung Sentmatt erntet während der warmen Jahreszeit die Kraft der Sonne, um sie für den Winter zu speichern. Die Hybridkollektoren auf den Dachflächen erzeugen gleichzeitig Strom mittels Photovoltaik (PV) und Warmwasser via Solarthermie. Mit dem Strom betreibt man zwei Wärmepumpen. Diese sind mit 27 U-förmigen Erdsonden verbunden, deren Tiefe jeweils 270 Meter beträgt. «Um im Winter die notwendige Heizwärme zu gewinnen, entziehen wir dem Erdreich die Wärme. Damit dieser Erdspeicher längerfristig nicht ausgebeutet wird und auskühlt, regenerieren wir ihn. Das heisst, wir leiten die überschüssige Wärme im Sommer wieder ein.» erläutert Simon Büttgenbach. Er ist Bauherren- und Planerberater der Allianz 2-Sol. Die gesamte Anlage ist auf eine Betriebsdauer von rund 50 Jahren ausgelegt. Über diese Zeit ergebe sich lediglich eine geringe Temperaturabsenkung im Erdreich, sagt Büttgenbach. Der grosse Erdspeicher löst zudem ein Problem, das konventionelle Solarthermie-Anlagen plagt. Diese produzieren im Sommer mehr Warmwasser, als überhaupt verwertet werden kann. In Obfel-

Beteiligte am Bau

den hingegen nutzt man die gesamte Wärme, sei es zur Vorerwärmung des Warmwassers oder eben zur Regeneration des Erdreichs. Die Energieversorgung der Gebäude ist somit CO2-frei. Verglichen mit den bekannten Minergie-Konzepten gibt es weder eine Komfortlüftung noch die heute für Neubauten übliche, sehr dichte Gebäudehülle. Die Wärmedämmung der drei Mehrfamilienhäuser ist nur etwa 10 Zentimeter stark. Das Konzept folgt damit dem «Low Ex»-Gedanken: Nicht das möglichst konsequente «Einpacken» der Häuser ist wichtig, sondern der Abschied von fossilen Energiequellen.

Aktivierte Gebäudehülle

Die Sentmatt unterscheidet sich in einem weiteren Punkt von den gängigen Neubauten. Anstelle einer Fussbodenheizung wurden Thermoaktive Bauteilsysteme (Tabs) verbaut. Dabei handelt es sich um Rohre, welche beim Betonieren in die Geschossdecken eingelassen werden. Je nach Saison können diese Tabs von warmem oder kaltem Wasser durchströmt werden. Im Winter dienen sie also als Heizung, im Sommer hingegen als Kühlung. Während Fussbodenheizungen nur den Unterlagsboden aktivieren, nutzen Tabs die gesamte Gebäudehülle und erzielen so eine grössere Wirkung. Nützlich

Bauherrenvertretung und Begleitung Energiekonzept: Halter AG Immobilien, Zürich

Architektur: RP Architekten AG, Baden

Landschaftsarchitektur: Hager Partner AG, Zürich

Baumeisterarbeiten: Landis Bau AG, Zug

Sanitäre Installationen: Wickart AG, Zug

Elektrische Installationen: Speri Bütler AG, Cham

Gebäudetechnikplaner: Balzer Ingenieure AG, Chur

Solaranlage (PV, Solarthermie): Solator GmbH, Wolfurt (AT)

Heizungsanlage: Pfiffner AG, Zug

Gebäudeautomation, Steuerung: Siemens Schweiz AG, Dättwil

Niederhubwärmepumpen (Pilotanlagen) BS2 AG, Zürich: Erdwärmesonden Broder AG, Sargans

ist dies insbesondere an heissen Sommertagen, wie sie 2017 häufig waren: «Wir liessen kaltes Wasser aus dem Erdsondenfeld zirkulieren und konnten die Wohnungen so passiv kühlen. Die Temperatur stieg nie über 26 Grad, was für die Mieterinnen und Mieter sehr angenehm war», sagt Thomas Stucki. Er ist bei der Firma Halter als Technischer Hauswart für die Siedlung tätig.

Neben den drei neuen Baukörpern mit insgesamt 119 Wohnungen ist auch ein Bestandesbau mit 22 Wohnungen in das System eingebunden. Das Gebäude stammt aus den 1970er Jahren und war mit einer Ölheizung ausgerüstet. Die Heizkörper benötigen deshalb hohe Vorlauftemperaturen. Für eine herkömmliche Wärmepumpe eignen sie sich schlecht, was bei Sanierungen oft ein Problem darstellt. Die Siedlung Sentmatt verfügt jedoch über zwei separate Wärmepumpen. Eine davon verwendet CO2 als Trägermedium und schafft einen eindrücklichen Temperaturhub: Das Wasser tritt mit 25 Grad Celsius in das Aggregat ein und verlässt es mit 65 Grad Celsius. Somit konnten das Bestandesgebäude und die komplette Warmwasserladung an dieses Hochtemperaturnetz angeschlossen werden, ein Austausch der Heizkörper war nicht notwendig.

Ausgefeilte Technik

Die zweite Wärmepumpe nutzt Ammoniak. Die Temperaturen betragen 27 Grad Celsius beim Eintritt und 32 Grad Celsius beim Austritt des Wassers. Das Heizungssystem funktioniere gut, sagt Hauswart Stucki: «Für die Mietparteien ist eigentlich nur etwas ungewohnt: Wir haben hier eine Temperatur für 119 Wohnungen. Es gibt in den Wohnungen keinen Thermostaten, den man höher oder tiefer einstellen kann.»

Eine weitere Besonderheit in der Energiezentrale ist der kubische Speicher. Dieser

funktioniert im weitesten Sinne wie eine Frischwasserstation, die das Warmwasser erst dann bereitstellt, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Als Medium funktioniert das Heizungswasser, welches via Wärmetauscher das frische Wasser erwärmt. Der Trinkwasserinhalt des Speichers ist damit vergleichsweise klein, was das Problem mit den Legionellen entschärft. Nicht zuletzt benötigt der kubische Speicher auch weniger Platz als konventionelle Anlagen mit Frischwasserstationen oder Warmwassererwärmern. Obwohl sämtliche Wohnungen der Überbauung mit der zentralen Technik versorgt werden könnten, gibt es zwei separate Pilotanlagen. Sie versorgen jeweils fünf Wohnungen und sind unterschiedlich konfiguriert, damit man das weitere Potenzial des 2-Sol-Systems ausloten kann. Die eine Anlage verwendet für die Warmwasseraufbereitung eine Frischwasserstation mit 800 Litern Speichervolumen. Die zweite Anlage setzt auf einen kubischen Speicher, der allerdings deutlich kleiner dimensioniert ist als der in der Technikzentrale (Heizwasser-Speichervolumen 2’065 Liter, Trinkwasser-Speichervolumen 410 Liter).

In Kürze soll auch eine Membran-Tiefenerdsonde angebunden werden. Beide Pilotanlagen gewinnen die Heizwärme über eine Niederhub-Wärmepumpe der Firma BS 2.

Langfristige Rechnung

Die Gebäudetechnik der Siedlung ist ungewöhnlich aufwendig. Kompensiert werden

die Mehrausgaben durch Einsparungen bei anderen Gewerken. Der bewusste Verzicht auf eine Komfortlüftung und die beim Minergie-Standard üblichen Dämmstärken führen zu grossen Kostenreduktionen. André Hug, Leiter Engineering bei der Firma Balzer, sagt dazu: «Unterm Strich steht ein konventionell gedämmtes Gebäude ohne Komfortlüftung, aber mit einer höchst effizienten Gebäudetechnik mindestens so gut da wie ein Minergie-Bau.» Und Roger Ricklin, Bauherrenvertreter und Leiter Portfoliomanagement bei Halter, führt aus: «Die Regeneration der Erdsonden wird in der Sentmatt optimal gewährleistet, das sichert eine lange Lebensdauer. So erreichen wir eine mittlere Amortisationszeit von 30 Jahren, bei einer vorgesehenen Betriebsdauer von rund 50 Jahren. Unsere Mieterinnen und Mieter profitieren von tieferen Energiekosten und mehr Wohnkomfort.»

Graue Energie

Der tiefere Energiebezug während des Betriebs und die Finanzierung sprechen also für das 2-Sol-System. Wie jedes Gebäudetechnikgewerk ist jedoch auch dieses mit grauer Energie belastet: Für die Erdsonden sind Bohrungen nötig, die Hybridkollektoren müssen hergestellt und montiert werden, nicht zuletzt sind für die Leitungen und Aggregate viele Rohstoffe notwendig, die abgebaut und aufbereitet werden mussten. Auf die Berechnung solcher Energieflüsse hat sich Gianrico Settembrini spezia-

lisiert. Der ausgebildete Architekt arbeitet am Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE der Hochschule Luzern. Sein Forschungsprojekt «Sygren» (Systemkennwerte der Grauen Energie von Gebäudetechnikgewerken) soll Licht ins Dunkel bringen. Erste Kennzahlen werden voraussichtlich Ende 2018 verfügbar sein. Das 2-Sol-Konzept mit seiner Kombination von Solarenergie-Gewinnung, Wärmespeicherung im Erdreich und Umwandlung durch Wärmepumpen sei «in vielerlei Hinsicht absolut überzeugend», meint Settembrini. Ein direkter Vergleich verschiedener Gebäudetechnikkonzepte sei jedoch schwierig: «Jede Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Bei gut gedämmten Gebäuden sollte das Heizsystem nicht allzu fest mit grauer Energie belastet sein, weil sich die Amortisation in die Länge zieht. Wenn die Dämmung hingegen nicht mit Maximalstärken ausgeführt wird, kann sich ein aufwendiges Heizsystem eher lohnen.» Zentral sei es, Architektur, Konzept und Gebäudetechnik eines Baus von Anfang an aufeinander abzustimmen. Direkte Vergleiche, etwa zwischen 2-Sol und Minergie, seien kaum möglich, meint der Spezialist: «Bei jedem Gebäude muss man die spezifische Situation betrachten. Nicht überall sind Sonnenenergie-Gewinne oder Erdsonden möglich. Um die jeweils beste Lösung zu finden, braucht es den Blick auf die gesamte Energiebilanz.» Verlässliche Zahlen zu den ersten Betriebsjahren der Sentmatt werden in etwa drei Jahren vorliegen.

Allianz für weniger CO 2

Die nicht gewinnorientierte Allianz 2-Sol umfasst zahlreiche Akteure aus der Bauwirtschaft, Gebäudetechnik und Industrie. Was sie vereint, ist eine Vision: Der Schweizer Gebäudepark soll seine CO2-Emissionen deutlich verringern. Deshalb strebt sie CO2-neutrale Lösungen für Heizwärme, Warmwasser und Stromversorgung an. Dabei beschränkt sie sich nicht auf Neubauten, sondern will auch Sanierungen sowie die Verknüpfung neuer und bestehender Gebäude ermöglichen.

www.2sol.ch

Solare Hybridkollektoren zur Stromerzeugung und Warmwasseraufbereitung.
Foto: Michael Staub

Mit nachhaltiger Bauweise in die Zukunft

Der Klimawandel und die zunehmende Bevölkerung verlangen einen vernünftigen Umgang mit Energieressourcen und einen Abschied von fossilen Energien.

An der Empa in Dübendorf fand das Seminar «Materialien für Nachhaltiges Bauen» statt, das einen faszinierenden Blick in die Trends von neuen Baustoffen und Strategien aufzeigte. Einerseits wurden Möglichkeiten von völlig neuartigen Baumaterialien vorgestellt. Etwa Holz, das durch eine spezielle Behandlung praktisch unbrennbar oder magnetisch wird und damit ganz neuartige Perspektiven zu einer bisher unbekannten Bauweise eröffnet. Auch neuartige Dämmstoffe sind in Entwicklung, die eine immer bessere Isolationswirkung bei geringer Dicke haben. Zum nachhaltigen Bauen gehört auch die Wiederverwertung von Baustoffen –etwa wiederverwerteter Beton sowie das Entsorgen von unliebsamen Substanzen. Ein Projekt, das schon fast an einen ScienceFiction-Film erinnert, zeigt wie man mit Hilfe von Pilzen und Mikroben Plastikabfälle zersetzen kann. Besonders interessant war die Darstellung der Stoff- und Energieflüsse in der ganzen Schweiz.

Nachhaltiges Bauen

Als nachhaltiges Bauen wird ein Planungsund Bauausführungsprozess sowie eine Nutzungsweise definiert, die auf eine Bewahrung des Ökosystems und der Umwelt, auf den Nutzen für Mensch und Gesellschaft und auf Optimierung und Steigerung der ökonomischen Potenziale eines Gebäudes ausgerichtet ist.

Um die Effizienz des Verbrauchs von Materialressourcen in der Schweiz zu ermitteln, wurden im Projekt Mat-CH die Materialströme in die Schweizer Volkswirtschaft auf Stufe einzelner Konsumbereiche ausgewertet und dargestellt. Damit wurde eine Grundlage geschaffen, um die Materialeffizienz über eine gewisse Zeitspanne beurteilen zu können und mittels Szenarien künftige Entwicklungen abzuschät-

Ein vernünftiger Umgang mit Energieressourcen verlangt eine nachhaltige Bauweise.

zen. Eines der Ziele war, Potentiale zur Rückführung von Stoffen in eine Kreislaufwirtschaft zu ermitteln, um künftige Massnahmen abzuleiten.

Die Schweiz als Grossbauwerk Bei diesem Projekt wurde die gesamte Schweiz als einziges «Bauwerk Schweiz» betrachtet und dafür die Materialflüsse erfasst. Total sind im Schweizer Bauwerk 381 Tonnen Material pro Kopf vorhanden. Was ist der Zufluss an Material und Energie in die verbaute Schweizer Infrastruktur? Wie sieht das Entsorgungs- und Recycling-System aus und was sind die Umweltauswirkungen des Ganzen?

Pro Jahr fliessen etwa 56,05 Mio. Tonnen an Material und 7,41 Mio. Tonnen an Energie (ausgedrückt in Öl-Äquivalenten) in das Bauwerk Schweiz. Mit jährlich 39,79 Mio. Tonnen ist Beton mit Abstand das bedeutendste Baumaterial. Der gesamte Materialfluss beträgt 63,46 Mio. Tonnen. Davon entfallen 12 Prozent auf Energie.

Massen-Fluss und Energie-Fluss

Betrachtet man jedoch nicht nur die Massenflüsse, sondern den damit verbundenen ökologischen Rucksack (Treibhauseffekt, nicht erneuerbarer gesamter Energiebedarf, gesamte Umweltbelastung), zeigt sich, dass aus der Energieversorgung des Bauwerks

Foto: Andreas Walker

Schweiz (zum Heizen, Kühlen, Lüften, Beleuchten, Betreiben von Prozessen) aktuell grössere Umweltauswirkungen resultieren als aus den Massenflüssen durch die Baumaterialien. Beim CO2-Rucksack (Treibhauseffekt) mit total 37,28 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente kehren sich die Verhältnisse deutlich um mit 70 Prozent (26,27 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) der verursachten Treibhausgase durch Energie und 30 Prozent (11,01 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) durch Baumaterialien.

Diese Resultate zeigen deutlich, dass sich die Investition in energieeffiziente und hochwertige Gebäude (Ästhetik, Langlebigkeit) lohnt, auch wenn damit ein höherer Materialbedarf verbunden ist, denn es resultiert durch verbessertes Recycling ein klarer Gewinn für die Umwelt.

Gegenwärtig verbrauchen 20 Prozent der Weltbevölkerung 80 Prozent der Rohstoffe. Eine nachhaltige Bauweise verlangt daher, mit weniger Material für mehr Menschen

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Quellen: MatCH - Materialressourcen Schweiz; Marcel Gauch, Cecilia Matasci, Ingrid Hincapié, Raphael Hörler, Heinz Böni; Critical Materials and Resource Efficiency Group (CARE); Technology & Society Laboratory, Empa

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Pflanzen gegen die globale Erwärmung

Hitzesommer wie in diesem Jahr führen besonders in Städten zu Problemen. Jetzt sollen Fassadenbegrünungen die Städte für die Zukunft fit machen.

Andreas Walker, Wissenschaftsjournalist, Hallwil

Der Hitzesommer hat dieses Jahr kräftig eingeheizt. Am stärksten war dies in den Städten zu spüren, denn Gebäude und geteerte Böden speichern die Wärme und geben sie in der Nacht wieder an die Umgebung ab. Zudem sind Städte oft zu wenig durchlüftet, da es keine Windschneisen gibt. Deshalb gibt es in Ballungszentren auch mehr Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad. Allgemein ist es in den Städten etwa ein Grad wärmer als in der Umgebung, im Extremfall kann es in der Nacht in der Stadt sogar 10 Grad wärmer sein als in der Umgebung. Während extremen Hitzeperioden kann es in dicht besiedelten Gebieten mit viel Beton bedenklich heiss werden. Der Rekord-Hitzesommer 2003 forderte allein in der Schweiz knapp 1000 Menschenleben.

Grün für ein besseres Wohnklima Grünräume in einer Stadt stellen einen erholsamen Kontrast zur bebauten Umwelt dar und erhöhen die Lebensqualität. Wenn sich im Sommer Strassen, Gebäudefassaden und Dächer aufheizen, werden Siedlungs-

räume zu Wärmeinseln. Pflanzen an solchen Orten kühlen, steigern die Luftfeuchtigkeit und binden den Feinstaub. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine Stadt in der sich Menschen wohl fühlen können.

Für 70 Prozent der Bevölkerung ist die Nähe zu Grünräumen ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Wohnortes. Dies zeigte die Biodiver-City-Befragung von 2007/2008. 41 Prozent sind sogar der Meinung, dass ihre Wohnumgebung mit mehr Natur noch deutlich wertvoller wird.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO stellt die Luftverschmutzung heute das grösste Gesundheitsrisiko dar. Deshalb sind Begrünungen gerade in Städten besonders wichtig. Modellrechnungen zeigen, dass die Konzentrationen von Feinstaub und Stickoxiden in einer Strassenschlucht durch Fassadenbegrünungen um rund die Hälfte reduziert werden können.

Konstruktion der Fassadenbegrünung Bei einer Fassadenbegrünung klettert die Pflanze entweder direkt an der Fassade hoch, beispielsweise Efeu, oder es braucht

eine Tragkonstruktion an der Fassade, die zum Beispiel aus einem Metallgerüst und Stahlseilen besteht, an denen Kletterpflanzen in die Höhe wachsen. Der Nährboden für die Pflanze ist flächenmässig klein und befindet sich direkt an der Hauswand. Mit geeigneten Pflanzen können mit diesem System Häuserfassaden grossräumig begrünt werden. Bei denkmalgeschützten Gebäuden sind allenfalls bestimmte Begrünungen nicht erlaubt. Feuerpolizeiliche Vorschriften oder nachbarrechtliche Bestimmungen müssen selbstverständlich eingehalten werden. Für Begrünungen, die eine Tragkonstruktion benötigen, braucht es eine Baubewilligung.

Begrünung und Photovoltaik Begrünung und Photovoltaikanlagen müssen sich nicht ausschliessen. Allerdings stellt der Landschaftsarchitekt Markus Fierz klar: «Photovoltaikanlagen und eine Begrünung an der Fassade sind eigentlich eine Entweder-Oder-Angelegenheit. Trotzdem kann mit einer intelligenten Aufteilung, beispielsweise Solarzellen an der Südseite und Begrünung der restlichen Fassaden, ein Optimum erreicht werden.

Der MFO-Park auf dem Gelände der ehemaligen Maschinenfabrik Oerlikon besteht aus einer grossen Tragkonstruktion, die von Kletterp anzen bewachsen wird.
Fotos: Andreas Walker

Es gibt auch Kombinationen auf Hausdächern, wo aufgeständerte Solaranlagen über einer speziellen extensiven Dachbegrünung angebracht sind. Für einen Projekterfolg ist der Beizug von ausgewiesenen Fachpersonen bereits in der frühen Planungsphase wichtig.»

Es wird immer wärmer

Von 1961 bis 1990 gab es in der Stadt Zürich 10 bis 20 Hitzetage (wärmer als 30 Grad) pro Jahr. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnten es gar über 50 Hitzetage pro Jahr sein. Durch die Begrünung von Fassaden und Dächern soll in der Stadt der Zukunft mit Pflanzen und Grünflächen durch das Siedlungsgebiet die Hitze eingedämmt werden, denn begrünte Fassaden

sind in der Lage 25 bis 60 Prozent der Sonnenenergie zu absorbieren. Der Sommer 2018 geht ebenfalls als Rekordhalter in die Annalen ein, denn die Schweiz erlebte dieses Jahr die niederschlagsärmste April-Juli-Periode seit fast 100 Jahren. Zum fehlenden Regen kam eine extreme Rekordwärme dazu, die an den Hitzesommer von 2003 erinnert. Klimamodelle zeigen, dass solche heissen Sommer bis zum Ende des 21. Jahrhunderts bei uns normal werden. Mit dieser Perspektive ist es sicher sinnvoll, die Städte mehr zu begrünen.

Quelle: Architekturforum in Baden: Grüne Fassaden, Fachreferat von Markus Fierz, raderschallpartner ag landschaftsarchitekten bsla sia, Meilen

Mit Gartenpreisen ausgezeichnet

Der MFO-Park ist nach der Maschinenfabrik Oerlikon benannt, weil er auf dem Gelände der ehemaligen Industriestätte liegt. Er entstand 2002 und ist die zweite von vier öffentlichen Parkanlagen in Oerlikon und erstreckt sich über eine Fläche von 0,85 ha. Er steht allen Personen für vielfältige Aktivitäten wie Spiel, Open-Air-Kino, Theater oder Konzerte offen. Ein grosse, begrünte Halle überspannt den Park und schafft einen einzigartigen, multifunktionalen Raum von hoher Qualität. Die Halle entspricht den grossenzügigen Massstäben der umliegen-

den Bauten. Die doppelwandige verzinkte Stahlkonstruktion mit Rankhilfen aus Stahlseilen wird von verschiedenen üppig wachsenden und duftenden Kletterpflanzen eingehüllt. Pflanzentröge im oberen Viertel der Konstruktion ermöglichen auch im Dachbereich eine optimale Begrünung. Ein Weg aus verzinkten Stegen und Treppen führt durch die Konstruktion und endet oben auf dem Sonnendeck, das eine Sicht über den neuen Stadtteil ermöglicht.

Eine grüne Infrastruktur bringt soziale, wirtschaftliche und ökologische Vorteile. Wir machen Städte lebenswert, Häuser und Räume attraktiver und begrünen vertikale, ungenutzte Flächen. Zur Verminderung von Energiekosten! Zur Optimierung des Mikroklimas! Zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen!

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Die Konstruktion erzeugt den Eindruck eines gigantischen grünen Gebäudes.

Die politischen Bemühungen gehen heute in die Richtung, den ganzen Energiesektor zu elektrifizieren, da die Reduktion der CO2-Emissionen im Vordergrund steht. Dabei geht vergessen, dass durch den Wechsel des Energieträgers der Energieverbrauch gleichbleibt. Erst durch zusätzliche Überlegungen und Massnahmen kann der Energieverbrauch reduziert werden.

Entscheidend ist der sparsame Umgang mit Energie

Ausgewiesene CO2-Einsparungen hinterfragen

Solange der Energieverbrauch nicht sinkt, sind die CO2-Einsparungen global betrachtet fraglich. Z.B. wird die Wärmepumpe im Winter mit Strom betrieben. Im Winter stehen Photovoltaik- oder Wasser-Strom weniger zur Verfügung. So laufen Wärmepumpen oft mit AtomGas- oder Kohlestrom. Betrachten wir den Energiebedarf einer Wärmepumpe

Heizungsersatz oft effektivste Massnahme

Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass das Einsparen von Energie tatsächlichen Umweltschutz darstellt. Reduzierter Energieverbrauch bedeutet eine reelle Reduktion von CO2-Emissionen. Der Ersatz eines Energieträgers durch einen anderen führt dagegen eher zu fragwürdigen Resultaten. Eine der effektivsten Massnahmen ist hingegen der

Entscheidend ist der sparsame Umgang mit Energie, nicht der Energieträger.

gesamthaft: in einem Kraftwerk wird aus einem Primärenergieträger Strom hergestellt. Dabei gehen rund 2/3 der eingesetzten Ressourcen in Form von Produktionsverlusten verloren. Das verbleibende Drittel wird für den Betrieb der Wärmepumpe eingesetzt. So betrachtet ist der Energieeinsatz für eine Wärmepumpe ähnlich wie bei einer Ölheizung. Nur entsteht der Eindruck, dass sie sparsamer sei, weil mit 1/3 Stromeinsatz 2/3 Umgebungswärme gewonnen werden kann.

Wird eine Wärmepumpe alleine mit Kohlestrom betrieben, so sind die CO2Emissionen höher als bei der Ölheizung.

Heizungsersatz. Im Falle einer Ölheizung kostet der Ersatz etwa Fr. 20’000.– und die Energieeinsparung beträgt bis zu 30 %. So sind es 1,5 % pro Fr. 1’000.–Investition. Bei der Fassadenisolation können zwar auch bis zu 30 % Energieeinsparung erreicht werden, aber der Mitteleinsatz ist oft doppelt so hoch. Wird der Heizungsersatz mit Betriebsoptimierungen wie dem hydraulischen Abgleich kombiniert, so können oft sogar bis zu 40 % oder sogar 50 % Einsparung erreicht werden. Beim hydraulischen Abgleich geht es um die richtige Verteilung des Heizungswassers im ganzen Gebäude. Wenn in einem Heizkörper zu

viel und im anderen zu wenig Heizungswasser zirkuliert, dann entstehen Stellen in denen es zu kühl ist. Um Abhilfe zu schaffen, wird notgedrungen die Heizungstemperatur höher eingestellt. Dadurch wird unnötig Energie verbraucht. Korrigieren wir diese Schieflage, so kann die Temperatur gesenkt und Energie gespart werden. Mit wenig Geld kann also schon viel Energie gespart und der CO2Ausstoss effektiv gemindert werden.

Wärmepumpe in älterem Gebäude Wird eine Wärmepumpe in einem älteren, wenig isolierten Gebäude verbaut, so ist der Aufwand für die Bereitstellung der Wärme höher als bei einer Ölheizung. Es braucht mehr Kreisläufe bei der Wärmepumpe, bis die Wärme bereitgestellt ist, womit der Stromverbrauch höher ausfällt. Rufen wir uns die oben erwähnten Zusammenhänge der Stromproduktion in Erinnerung, so wird bald klar, dass die CO2-Emissionen in solchen Fällen durchaus höher liegen können, als wenn ein solches Haus mit einer Ölheizung beheizt wird.

Im Endeffekt ist also jedes Objekt mit seinen Eigenheiten zu betrachten und aufgrund der Gegebenheiten, das richtige System einzusetzen, um die optimale Lösung für den Geldbeutel und das Klima zu erzielen.

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Umweltfreundliches Ökoheizöl ist vertretbar

Sandro Graf ist Leiter Energie, Technik und Entsorgung beim Traditionsunternehmen Voegtlin-Meyer aus Windisch. Im Interview stellt er die Firma näher vor und beantwortet einige Fragen zu den Themen Heizöl, moderne Brennwertkessel und Tankrevisionen.

Der Energieträger Öl ist durch die Energiestrategie 2015 unter Druck. Was spricht heute dennoch für den Einsatz von Heizöl? Heizöl ist im Bereich Heizungen im Vergleich zu Gas oder Strom immer noch ein günstiger Energieträger. Es kann zudem gut gelagert werden. Die modernen Brennwertkessel nutzen die Energie optimal aus. Deshalb ist der Einsatz von Heizöl immer noch zeitgemäss. Die heutigen Brennwertkessel sind leistungsstark und können grössere Räume schnell erwärmen. Wer Heizöl verwendet, ist unabhängig vom Anbieter. Er kann die Preise vergleichen und den Lieferanten jederzeit wechseln, wenn er mit dem Service oder den Kosten nicht einverstanden ist.

Die heutigen Brennwertkessel verbrennen Ökoheizöl, das einen 20-mal tieferen Schwefelanteil hat als das Heizöl extra. Dieses kommt nur noch in älteren Heizkesseln zur Anwendung. Es macht also Sinn, alte Heizkessel zu ersetzen. Welche neue Heizung als Ersatz am besten geeignet ist, darüber müssen sich Hausbesitzer bei Fachleuten erkundigen. Meist eignet sich ein moderner Brennwertkessel am besten. Immerhin kommt damit umweltfreundlicheres Ökoheizöl zum Einsatz und die Energie wird so gut genutzt wie technisch möglich. Zudem lassen sich Ölheizungen gut mit thermischen Solaranlagen für die Aufbereitung des warmen Brauchwassers ergänzen. Eine Kombination mit einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe ist ebenfalls möglich.

Wie wird Erdöl in der Schweiz besteuert? Ab 2008 wird auf Heizöl die CO2-Abgabe erhoben. Sie kostet 25 Franken auf 100 Liter Heizöl. Dazu kommt ein Aufschlag von 1 Franken 50 Rappen pro 100 Liter Heizöl,

der für Pflichtlager erhoben wird. Das ist eine Vorschrift des Bundes. Als Erdöl-Importeur sind wir verpflichtet, ein Pflichtlager zu unterhalten. Die Schweiz ist ein Importland. Sie muss das Erdöl einführen. In den verschiedenen Pflichtlagern muss genügend Treibstoff und Brennstoff vorhanden sein, damit der inländische Verbrauch während viereinhalb Monaten gesichert ist.

Welches ist ein guter Zeitpunkt, um Heizöl zu bestellen?

Früher wäre mein Rat gewesen: Im Sommer. Heute sorgt die Weltpolitik für grosse Schwankungen im Bereich der Lieferungen und Fördermengen. Deshalb sind die Preise ebenfalls unstabil. Ich rate den Kunden, sich von ihren Lieferanten beraten zu lassen. Die meisten Heizöllieferanten sind schon lange im Geschäft und können die politische Lage und die Tendenzen bei den Preisen besser einschätzen als Laien, weil sie den Markt stets mit Argusaugen verfolgen.

Wie wird Heizöl am besten gelagert?

Es gibt viele verschiedene Arten von Heizöltanks: Stahl- und Plastiktanks sowie Modelle, die beide Werkstoffe kombinieren. Welcher Tank zum Einsatz kommt, ist teilweise vom Standort abhängig. Grundsätzlich ist es ratsam, für die Anschaffung einen Fachbetrieb zuzuziehen.

Wie ist es mit dem Unterhalt von Heizanlage und Öltank?

Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass ein Tank eine Lebensdauer von etwa 60 Jahren hat. Wir raten den Kunden, alle zehn Jahre von einem Spezialisten eine Tankrevision durchführen zu lassen. Heizöl ist von der Konsistenz her mit Orangensaft zu vergleichen. Wird die Flüssigkeit nicht immer vollkommen durchmischt, sinken Partikel ab und sammeln sich am Tankboden. In

der Folge kann die Düse des Brenners verstopfen und die Heizung steht still. Wenn so was passiert, dann geschieht es ja immer im dümmsten Moment: wenn es zum ersten mal so richtig kalt ist oder am Tag vor Weihnachten. Am besten ist, man lässt den Tank und die Heizanlage regelmässig warten. Für ersteres gibt es Geschäfte wie uns, für die Heizung gibt es Kaminfeger oder den Heizungsservice.

Unsere Firma bietet alles Nötige aus einer Hand. Wird ein alter Heizkessel durch einen neuen ersetzt, wechselt auch die Qualität des Heizöls. Wir pumpen das alte Öl heraus, reinigen den Tank, füllen das neue Öl ein. Innerhalb eines Tages ist die ganze Arbeit erledigt und die neue Heizung kann starten. Der Wert des alten Öls wird bei den Kosten des neuen Heizöls angerechnet. Muss ein Tank stillgelegt werden, pumpen wir das Restöl heraus und entsorgen es. Anschliessend brechen wir den Tank vorschriftsgemäss ab und nehmen das Abbruchmaterial mit. Unsere Revisionsequipen sind geschult und koordinieren die Abläufe optimal.

Sandro Graf, Leiter Energie, Technik, Entsorgung von Voegtlin-Meyer aus Windisch

Solides Handwerk, das Begeisterung weckt

Ein Stilofen mit Tunnelfeuerung, mit dem sie fast das ganze Haus heizen können, das ist mehr als Alex und Helen Uehlinger erwartet haben, als sie sich an die Planung des Umbaus ihrer über 35-jährigen Küche machten.

Alex und Helen Uehlinger wohnen seit vielen Jahren in ihrem Einfamilienhaus in Wittnau. Das Haus wurde von Anfang an mehrheitlich durch eine Bodenheizung beheizt, die von einer Elektrospeicher-Heizung gespeist wurde. Diese hatte eine Leistung von 18 kW und wärmte das Wasser in einem Tank mit 2600 Litern Fassungsvermögen auf. In der Küche befand sich neben dem Elektroherd ein typischer Holzkochherd von Tiba, der gleichzeitig eine Sitzkunst in der angrenzenden Stube wärmen sollte. Diese «Choust» wurde aber nie so richtig warm und deshalb eigentlich von den Familienmitgliedern nie als Wärmequelle für die Stube oder als gemütliche Sitzbank genutzt. Draussen vor der Küche lagerte Alex Uehlinger das klein gespaltene Holz, das er für den Holzherd brauchte. Die Scheite durften maximal 25 cm lang sein. Nach 35 Jahren emsiger Nutzung der Küche beschlossen die Uehlingers, dass es Zeit sei, die Küche zu modernisieren und neu zu gestalten. Dabei stellte sich auch die Frage, ob sie den Holzkochherd erneuern oder ganz auf ihn verzichten sollten. Die Entscheidung fiel ihnen nicht leicht. Denn beide wollten auf ein wohliges Feuer nicht

verzichten. Sie mussten sich aber eingestehen, dass sie keine Neuauflage des Holzherdes wollen. Das Bereitstellen der kleinen Holzscheite war sehr aufwendig, ständig musste man nachlegen und eben, die Sitzkunst wurde gar nicht richtig warm.

Der Zufall führt zur Kachel

Da es keinen Grund gab, sofort aktiv zu werden, wollten sich die Uehlingers Zeit lassen und sich in alle Richtungen umsehen. Zufällig kam Alex Uehlinger in Kontakt mit der Keramikmanufaktur Swisskeramik in Sarnen. Der passionierte Hobbyfotograf war fasziniert von der Handwerkskunst, die bei Swisskeramik gepflegt wird. Da Swisskeramik Schweizer Marktführerin in Sachen Kachelherstellung ist, kam Uehlinger mit den Firmeninhabern zwangsläufig auf das Thema Kachelofen zu sprechen. Eines gab das andere. Voller Elan und neuer Ideen machte sich Uehlinger auf den Heimweg ins Fricktal.

Erfahrung ermöglicht Lösungen Interessiert und neugierig wie er war, nahm er nach kurzer Zeit Kontakt auf mit André Brunner von der Firma Dätwyler Ofenbau aus Schmiedrued. Der Hafnermeister und

Plattenleger Brunner nahm sich für die Fragen und Anliegen von Alex Uehlinger Zeit. «Ich war erstaunt über all die Möglichkeiten, die mir André Brunner aufzeigen konnte», begeistert sich Uehlinger. «Plötzlich realisierte ich, dass wir Feuerstelle, Wärmenutzung, modernen Küchenbau und optimale Nutzung des Energieträgers Holz problemlos unter einen Hut bringen konnten. Das ist der grosse Vorteil, wenn ausgewiesene Fachleute mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Verfügung stehen.»

Ein Ofen entwickelt sich

Das Projekt Ofen entwickelte sich im Laufe mehrerer Sitzungen. Manche Vorschläge wurden verworfen, andere Pläne weiter gesponnen und den Bedürfnissen und Wünschen der Bewohner angepasst. Aus den ersten handgezeichneten Skizzen wurde ein detaillierter Bauplan eines Stilofens mit Tunnelfeuerung, der ausgezeichnet zum Stil des Hauses in Wittnau passt. «Es ist ein absoluter Glücksfall», schwärmt Alex Uehlinger, «wenn man auf Menschen trifft, die ihr Handwerk mit Herzblut ausüben und für mich als Kunden die beste Lösung anstreben, die machbar ist! Zuerst die qualifizierten Handwerker von Swisskeramik, dann

Auf der einen Seite die renovierte, moderne Küche.
Fotos:
Dario Zimmerli

der erfahrene Praktiker von Dätwyler Ofenbau, die mich total zu begeistern vermochten.» Der Fricktaler liess sich vom Eifer der Handwerker anstecken und nennt heute eine Wohnraumfeuerung sein eigen, die zugegeben mehr gekostet hat, als ursprünglich geplant. Sie bringt ihm im Gegenzug jedoch viel mehr, als er je erhofft hatte.

Fachleute am Werk

Der Stilofen wirkt trotz seiner beeindruckenden Masse leicht. Dafür sorgen die konisch geformten Füsse, mit einem am oberen Ende verlaufenden Wulst, auf welchem die Ofenbank ruht. Die Leistung der Wohnraumfeuerung ist vom Ofenbauer berechnet und auf den Wärmebedarf des Hauses ausgelegt. Die Tunnelfeuerung hat eine Tiefe von 120 cm. Alex Uehlinger kann den Ofen sowohl von der Küche als auch von der Stube her befeuern. Die Holzmenge, die er aufs mal verfeuert, muss zwischen mindestens 7,5 und maximal 15 Kilogramm liegen. Dafür ist der Ofen ausgelegt, damit die Verbrennung optimal verläuft. Zudem kann er nun halbmetrige Scheite einlegen, statt der kurzen, die im Holzkochherd Platz fanden. Die Kacheln des Stilofens speichern die Wärme und geben sie gleichmässig während mehrerer Stunden an den Raum ab. In der Küche gibt die mit grossformatigen weissen Kacheln verkleidete Rückwand ebenfalls genügend Wärme ab. Das Spiel der Flammen ist in beiden Räumen sichtbar.

Wärme für das ganze Haus

Der Bau des Ofens dauerte rund sechs Wochen. Die Probefeuerungen zur Trocknung des gemauerten und mit Kacheln verkleideten Ofens verliefen wie geplant gut. Mit

grosser Spannung erwartete Alex Uehlinger die ersten kühlen Herbsttage, damit er den Ofen in Betrieb nehmen und die Reichweite seiner Wärmeausstrahlung in der Wirklichkeit erleben konnte. Der Ofen übertraf seine kühnsten Erwartungen. Das Untergeschoss des Hauses ist 120 m2 gross und alle Räume sind offen. Trotzdem vermag der Ofen die Küche, die Stube, das Treppenhaus nach oben und den ganzen Gang im Obergeschoss ausreichend zu beheizen. Meist verfeuert Uehlinger 10 bis 12 Kilogramm Holz. Das ist in etwa die Menge, die er auf den Armen in die Stube hinein zu tragen vermag. Er hat das Gewicht des Armvoll Holz mit der Waage kontrolliert. Ist der Abbrand vorbei, strahlt der Ofen während 12 Stunden 4 Kilowatt (kW) Wärme ab. Der Betrieb des Ofens ist ganz einfach. Alex Uehlinger weiss, wie er anfeuern muss. Er schichtet das Holz hinein und zündet den Holzstapel oben an. Den Rest regelt die Technik des Ofens selber. Über einen Temperaturfühler öffnet sich beim Anfeuern die Klappe für die Frischluftzufuhr automatisch. Nach etwa zwei Minuten kann Uehlinger die Ofentür schliessen. Ist der Hauptabbrand vorbei und das Feuer am Ausbrennen, schliesst sich die Ofenklappe, damit keine Wärme durch den Kamin verschleudert wird, sondern im Speicher des Ofens verbleibt. Die Frischluftzufuhr wird ebenfalls unterbrochen. Die ausgefeilte

Beteiligte Firmen

Technik von Hafnertec, über die der Ofen verfügt, macht seine Bedienung einfach. Während des Winters 2017/2018 hat der Hausherr 6 bis 7 Ster Holz verbraucht. Im oberen Geschoss des Hauses liegen die Schlafzimmer, welche von der aufsteigenden Wärme des Ofens ebenfalls temperiert werden, so dass die Bodenheizung dort seit der Inbetriebnahme des Ofens nicht mehr voll zum Einsatz kam. Wenn es während längerer Zeit Temperaturen unter 10 Grad minus geben sollte, kann sie zusätzlich eingeschaltet werden. Das Wärmesystem des Hauses ist mit einer neuen Photovoltaik-Anlage kombiniert, die einen Peak von 23,8 kW erreicht.

Ein absoluter Glücksfall

Die Küche entspricht mit ihrer modernen Verkleidung, den gradlinigen Griffleisten und den grosszügigen Abstellflächen dem Geschmack von Helen und Alex Uehlinger. Sie ist pflegeleicht und praktisch eingerichtet. Sie wird den Abläufen des Kochens und Wirkens gerecht, die sich beim Ehepaar Uehlinger während der letzten 35 Jahre, die sie im Haus wohnen, als richtig erwiesen haben. «Wir sind rundum zufrieden mit der erneuerten Küche und der angenehmen Wärme, die der Stilofen in unserem Heim verbreitet. Das alles war ein Glücksfall für uns!», freut sich Alex Uehlinger.

Ofenbau: Dätwyler Ofenbau AG / Schmiedrued / www.daetwyler-ofenbau.ch

Ofentüren und Ofensteuerung: Hafnertec / Waasen (A) / www.hafnertec.com

Kacheln: Swisskeramik, Sarnen / www.swisskeramik.ch

Küchenbau: Späti Innenausbau AG / Bellach / www.spaeti-innenausbau.ch

Farbgestaltung: Claudia Späti, Raumgestaltung / Bellach / www.claudia-spaeti.ch

Auf der andern Seite der Wand der Stilofen mit seinen hellen Kacheln.
So sah es im Wohnzimmer früher aus.

Das Kaminfegerwesen im Wandel

Vor vier Jahren nahm Avenir Suisse in ihrem Kantonsmonitoring die bestehenden kantonalen Monopole im Kaminfegerwesen, bei den Gebäudeversicherungen, in Jagd und Fischerei, bei den Notariaten, im Salzhandel, in der amtlichen Vermessung und in der Geothermie genau unter die Lupe. Seitdem hat es vor allem im Bereich der Kaminfeger Veränderungen gegeben. Zwei weitere Kantone haben das Monopol abgeschafft.

Früher gehörte es zu den Kernaufgaben der Kaminfeger, Brände zu verhüten. Die Tätigkeit des Kaminfegers als Brandverhinderer lag im öffentlichen Interesse. Denn die Folgen von Bränden waren für alle verheerend. Vor diesem Hintergrund machte die Einführung des Kaminfegermonopols durchaus Sinn.

Der Kaminfeger von heute nimmt mehr als diese eine Rolle ein. Heute ist er Wartungsfachmann sowie Brandschutz- und Energieberater. Deshalb bezeichnet die Studie der Avenir Suisse das Kaminfegermonopol «als Relikt».

Wer ist zuständig?

Rechte und Pflichten der Kaminfeger sind auf kantonaler Ebene geregelt. Die Oberaufsicht über das Kaminfegerwesen liegt in den Händen der Gebäudeversicherungen, da diese für den Bereich «Brandschutz» zuständig sind. Dies ist im Kanton Aargau der Fall. Auf der Internetseite der Aargauischen Gebäudeversicherung AGV gibt das Merkblatt «Kaminfegerwesen. Vollzugshil-

fe für Kontroll- und Reinigungsfristen» über die Details Auskunft. Gibt es in einem Kanton keine Gebäudeversicherung, ist das Amt für Umwelt zuständig.

In Kantonen mit Monopol ist das Kantonsgebiet aufgeteilt und die Gebiete werden einem Kaminfeger zugeordnet. Er hat die wärmetechnischen Anlagen regelmässig zu kontrollieren und zu reinigen. Die Eigentümer einer Feuerungsanlage können nicht frei wählen, mit welchem Kaminfeger sie zusammenarbeiten wollen. In den völlig liberalisierten Kantonen liegt die Verantwortung für die Wartung einer Heizanlage beim Eigentümer.

Mehr Wettbewerb

Die Studie von 2014 wies noch 17 Kantone mit Kaminfegermonopol aus. In der Zwischenzeit haben die Kantone Solothurn und Basellandschaft das Monopol im Kaminfe-

gerwesen auf Anfang 2018 abgeschafft. In den Kanton Bern, Freiburg und Aargau wird über die Abschaffung des Monopols immer wieder diskutiert. Teilweise sind die Preise in Kantonen mit einem Monopol niedriger als in Kantonen mit liberalisierten Märkten. Laut Samuel Rutz, Vizedirektor von Avenir Suisse und Autor der Studie liegt das daran, dass die Preise im Monopol künstlich niedrig gehalten werden. Seiner Meinung nach würde die Abschaffung der Monopole den Wettbewerb fördern und so auf lange Sicht mehr Qualität und Innovation bringen. Tiefe Preise kann nicht oberstes Ziel einer Branche sein. Der Kaminfeger muss seine Kosten decken und von seiner Arbeit leben können.

Tendenz zur Liberalisierung

Die Studie stellt fest, dass in den verschiedenen Monopol-Branchen allgemein eine leichte Tendenz zur Liberalisierung vor-

Kaminfegerarbeit ist weit mehr als «nur» Kamine putzen.
Fotos: Kaminfeger Schweiz

handen ist. Als Vorzeigebeispiel bei den Kaminfegern wird der Kanton Schwyz gelobt. Der Markt dort sei komplett liberalisiert, negative Auswirkungen auf die Qualität und die Sicherheit seien nicht feststellbar.

Vom Kaminfeger zum Servicefachmann Als ein gewichtiges Argument gegen das Kaminfegermonopol hält die Studie fest, dass sich der Kaminfeger in den letzten Jahren längst vom «Brandverhüter» zum Technik- und Servicefachmann für Heizanlagen entwickelt hat. Der moderne Kaminfeger verdiene sein Geld je länger je weniger nur mit dem Russen von Kaminen, sondern vielmehr mit der Wartung und Reinigung wärmetechnischer Anlagen und der Beratung in den Bereichen Heizungen und Umweltschutz.

Bewertungskriterien

Die Studie bewertete das Kaminfegermonopol in der Rangliste mit der Minimalpunktzahl 1. Einen zusätzlichen Punkt gab es, wenn ein Kanton die Kaminfegerkonzessionen befristet und regelmässig öffentlich ausschreibt. Wenn sich ein Kaminfeger immer wieder um «seinen» Kreis bewerben muss, ist mehr Anreiz vorhanden, dass er seine Arbeit tadellos und kundenfreundlich ausführt.

Hohe Anforderungen an die Berufsqualifikation können ein Hindernis sein, um ein eigenes Geschäft zu gründen. In den meis-

ten Kantonen gehört das Meisterdiplom zu den Minimalanforderungen für die Übernahme eines Kaminfegerkreises. In einigen freien und monopolisierten Kantonen aber genügen bereits ein Fähigkeitszeugnis EFZ und/oder der Nachweis von beruflicher Erfahrung. Kantone, welche kein Meisterdiplom zur Kreisübernahme voraussetzen, erhalten dafür in der Rangliste der Avenir Suisse einen weiteren Zusatzpunkt.

Die Situation in den Kantonen, die das Monopol abgeschafft haben, ist mitnichten bei allen gleich. So besteht in den Kantonen Tessin und Obwalden weiterhin ein amtlich vorgegebener Höchsttarif. Der Eigentümer einer wärmetechnischen Anlage hat «nur» die freie Wahl beim Kaminfegergeschäft. Deshalb erhalten in der Studie die Kantone ohne vorgeschriebenen Höchsttarif einen Extrapunkt. Einen weiteren Zusatzpunkt gibt es für die bedingungslose Zulassung von ausserkantonalen Kaminfegern.

Rangliste

Elf Kantone kennen im Kaminfegerwesen ein liberalisiertes oder teilliberalisiertes System: Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Tessin, Uri, Zürich und Zug. Am liberalsten sind die Kantone Schwyz und Zug. Sie kennen keinen Höchsttarif, lassen uneingeschränkt ausserkantonale Kaminfeger zu und stellen moderate Anforderungen an die berufliche Qualifikation, bzw. fordern kein Meisterdiplom. Basel-Stadt,

Schaffhausen, Uri und Zürich setzen die Meisterprüfung voraus. Die Gebäudeversicherung des Kantons Solothurn SGV will, dass auch im seit Januar liberalisierten Markt die sicherheitstechnische Wartung von zugelassenen Fachpersonen durchgeführt wird. Die Liste dieser Fachbetriebe kann bei der SGV eingesehen oder verlangt werden. Auf der Liste sind auch ausserkantonale Unternehmen aufgeführt. Weil die Zulassung nicht völlig offen ist, gibt es nur einen halben zusätzlichen Punkt. Das Tessin hat trotz des freien Marktes einen Höchsttarif. Obwalden hat ebenfalls einen Höchsttarif. Ausserkantonale Kaminfeger sind nicht zugelassen. Glarus verlangt für die Führung eines Kaminfegergeschäfts ein Meisterdiplom und die Ausführung von Kaminfegerarbeiten ist innerkantonalen Kaminfegern vorbehalten.

Von den Monopol-Kantonen erreichte keiner die maximale Punktzahl. Graubünden und Luzern kommen auf je drei Punkte, weil hier ein Wechsel des zugewiesenen Kaminfegers einfacher zu sein scheint als beispielsweise in den Kantonen Aargau und Bern. Die beruflichen Anforderungen für eine Kaminfegerkonzession entsprechen, mit Ausnahme Graubündens, dem Meisterdiplom. Die Kantone mit nur zwei Punkten verdanken ihren zweiten Punkt entweder den befristeten Konzessionen oder der Möglichkeit, den Rayon-Kaminfeger

Fortsetzung Seite 41

Qualifikation Befristung

Wechsel des Kaminfegers möglich

Basispunkte

Grafiken: Ruth Bürgler, Quelle: Avenir Suisse

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einfacher als in den Kantonen Aargau, Bern, Appenzell-Innerrhoden oder Jura zu wechseln. Es sind dies die Kantone AppenzellAusserrhoden, Basel-Landschaft, Freiburg, Genf, Neuenburg, Nidwalden, St. Gallen, Thurgau, Waadt und Wallis. Am stärksten monopolisiert stuft die Avenir Suisse die Kantone Appenzell-Innerrhoden und Jura ein.

Prävention die Leben rettet Was auf den ersten Blick für den liberalisierten Markt spricht, ist, dass Besitzerinnen und Besitzer von Feuerungsanlagen den Kaminfeger jederzeit frei wählen können und dass sie für die Kontrolle und die Betriebstauglichkeit des Gerätes selber verantwortlich sind. Brände, die auf ungewartete Anlagen und verpechte Kamine zurückzuführen sind, sich schnell ausbreiten und ganze Dörfer oder Städte bedrohen, sind heute in Europa sehr unwahrscheinlich.

Zu Bedenken ist jedoch, dass die Prävention vernachlässigt wird, die Leben retten kann. Das kann vor allem dann der Fall sein, wenn das notwendige Wissen über Verbrennungsprozesse fehlt, eine Anlage von absoluten Laien betrieben wird oder der verantwortliche Hausbesitzer die Anlage nicht selber nutzt, sondern unkundigen Mietern überlässt. In letzter Zeit tritt vermehrt das Phänomen von Vergiftungen durch Kohlenmonoxid CO auf. Das Gas entsteht bei Verbrennungsprozessen (Gas, Öl, Kerosin, Holz oder Kohle) und ist ein

starkes Atemgift, das sich 300-mal schneller an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin bindet als Sauerstoff. Es blockiert so die Bindungsstellen für den Sauerstoff. Eine hohe Konzentration von Kohlenmonoxid ist deshalb lebensgefährlich. CO kann man nicht sehen oder riechen. Hohe Konzentrationen können einen Menschen innerhalb weniger Minuten töten. Für einen sicheren Umgang mit Brennstoffen und Heizgeräten sollten die Betreiber die Anwendungen kennen und wissen, was gefährlich ist. Deshalb kann eine regelmässige und präventive Wartung der Anlage durch einen Kaminfeger Leben retten. Auf den Besuch des Kaminfegers zu verzichten, ist am falschen Ort gespart und kann, im wahrsten Sinne des Wortes, üble Folgen haben.

Avenir Suisse ist eine Denkfabrik, die sich für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunft der Schweiz einsetzt. Leitbild sind der klassische Liberalismus und die freie Marktwirtschaft. Avenir Suisse analysiert auf wissenschaftlicher Basis wirtschaftsund gesellschaftspolitische Themen und veröffentlicht ihre Schlussfolgerungen in der Presse, an Tagungen und Diskussionsforen aller Art. Ihr Hauptsitz ist in Zürich. Das Kantonsmonitoring unter dem Titel «Von alten und neuen Pfründen» erschien im Dezember 2014 und kann auf der Website der Avenir Suisse (www.avenir-suisse.ch) abgerufen werden.

In vier einfachen Schritten zur neuen, energieeffizienten Heizung

Wie lange genügt Ihre Heizung noch den aktuellen Vorschriften? Nutzen Sie alle Möglichkeiten zur Senkung Ihrer Energiekosten und zur Schonung der Umwelt? Vier einfache Schritte führen zur Antwort – und zum Ziel:

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Heute ist die Kaminfegerin Reinigungs- und Wartungsfachfrau von Heizanlagen.

Heizungsfachleute und Glücksbringer

Kaminfeger Schweiz steht für die Interessen und Anliegen seiner Mitglieder in allen geografischen Regionen der Schweiz gleichermassen ein. Dank der Unterstützung des Verbandes können Kaminfegerinnen und Kaminfeger ihren Kunden in jedem Kanton ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und hohe Servicekompetenz bieten.

Der Schweizerische KaminfegermeisterVerband wurde am 17. Oktober 1917 im Restaurant Hammer in Olten offiziell aus der Taufe gehoben. Es wurden Statuten verabschiedet, Zukunftspläne geschmiedet und der Beschluss gefasst, eine Verbandszeitung herauszugeben. Zudem war es dem Verband ein Anliegen, die Ausbildung zu vereinheitlichen und dafür zu sorgen, dass eine Berufsausbildung eine Voraussetzung für das Ausüben der Kaminfegertätigkeit wurde. 1934 entstand die Geschäftsstelle des Verbandes und zwei Jahre später eröffnete der verbandseigene Einkaufsladen. Beide befinden sich heute in Aarau an der Renggerstrasse 44. Vor zwei Jahren hat sich der Verband an der jährlichen Delegiertenversammlung einen neuen Namen gegeben. Er heisst jetzt Kaminfeger Schweiz.

Für die Mitglieder da sein Ziel und Aufgabe von Kaminfeger Schweiz sind heute, für seine Mitglieder in allen Kantonen und Regionen der Schweiz ein breit gefächertes Angebot an Dienstleistungen zu erbringen. Dazu gehören ein modernes zukunftsorientiertes Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot, massgeschneiderte Beratungsleistungen sowie attraktive Einkaufskonditionen auf Werk-

zeuge und Verbrauchsmaterial. Ausserdem vertritt Kaminfeger Schweiz die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Kaminfegerinnen und Kaminfeger in der Schweiz, sei es in einem monopolisierten oder liberalen Umfeld.

Vorsorge

Zum Angebot für Mitglieder gehört auch die Pensionskasse Kaminfeger. Sie bietet verschiedene Vorsorgelösungen im Rahmen der 2. Säule für Mitarbeitende und Selbständigerwerbende an. Zum Stiftungsrat gehören Mitglieder aus der Kaminfegerbranche und zwei Vertreter aus der Gewerkschaft.

Ausbildungspalette

Kaminfeger Schweiz ist auch für die Ausbildung der Lernenden zuständig. Da der Beruf und die Berufsbildung allgemein in einem stetigen Wandel sind, ist es notwendig, alle paar Jahre die Lehrmittel anzupassen und vom Bund qualifizieren zu lassen. Die Lernenden besuchen Berufsschulen in Bern, Olten, Rorschach, Winterthur, Morges, Colombier und Trevano und absolvieren dort auch die überbetrieblichen Kurse.

Im Sommer dieses Jahres konnten 66 Lernende aus allen Landesteilen ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis entgegennehmen. Die frischgebackenen Kaminfegerinnen

und Kaminfeger erhalten zum Zeichen ihres Erfolgs den für diese Branche typischen schwarzen Zylinder, der sie während der ganzen Berufslaufbahn begleiten wird. Neu hat der Verband vor drei Jahren die weiterführende Ausbildung zum Kaminfegervorarbeiter eingeführt. Die Liberalisierung führt dazu, dass es weniger Kleinbetriebe gibt und weniger Berufsleute die Meisterausbildung machen. In grösseren Betrieben sind Vorarbeiter, die mehr Verantwortung übernehmen wollen als Gesellen, sehr willkommen. Übrigens: Bei den Kaminfegern gehört das Duschen zur Arbeitszeit.

Haltung des Verbandes ist gelassen Einer koordinierten Liberalisierung in den Kantonen mit einem Kaminfegermonopol sieht Kaminfeger Schweiz gelassen entgegen. Er unterstützt seine Mitglieder künftig vermehrt in Fragen rund um das professionelle Ansprechen von Kunden und berät sie in Sachen Kundenbindung und -zufriedenheit. Auch dank der Unterstützung des Verbandes garantiert der Kaminfeger seinen Kunden in jedem Kanton ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Servicekompetenz, sei es in einem monopolisierten oder liberalisierten Umfeld. Monopol oder freier Markt – oder der berühmte schweizerische Kompromiss – diese Entscheidung liegt in den Händen der Kantone. Die aktuelle Webseite des Verbandes richtet sich an Kunden, Fachkräfte und Lernende. Sie informiert über Brennstoffe, Heizungsanlagen, Brandschutz und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Homepage ist dreisprachig aufgeschaltet: deutsch, französisch und italienisch.

Kaminfeger Schweiz

Renggerstrasse 44, 5000 Aarau www.kaminfeger.ch, info@kaminfeger.ch 062 834 76 66

Ruth Bürgler, Redaktorin
Der Kaminfeger ist technischer Fachmann und Berater, wenn es um Abluftanlagen geht.
Foto: Kaminfeger Schweiz

Das etwas andere Betten-Fachgeschäft

Betten Küng bietet eine Beratung, die den Unterschied ausmacht

Wer eine gute Beratung schätzt, nicht unbedingt das teuerste Bett, jedoch hochwertige Qualität und Komfort möchte, sollte unbedingt bei Betten Küng «inegüxle».

Gerade wenn es um Bettwaren geht, stellen viele Konsumenten fest, dass der schnelle Kauf im Nachhinein selten glücklich macht. Eine gute Beratung macht eben doch den entscheidenden Unterschied aus. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit der Mensch im Bett verbringt und wie gesund erholsamer Schlaf ist, dann sollte der Schritt ins Fachgeschäft eigentlich selbstverständlich sein.

Bewährte Schlafsysteme

Was macht Betten Küng, der Familienbetrieb im Herzen von Villmergen, anders als andere? Heute be-

Foto: zvg

auf zu achten ist und steht der Kundschaft mit einfachen Tipps zur Seite.

Spezialität des Hauses Seit über 18 Jahren führt Betten Küng eigene Matratzen, die sie in Zusammenarbeit mit Rückentrainern und Physiotherapeuten entwickelten. Hergestellt werden sie in der Schweiz. Ihre Qualität entspricht dem, was man von einem Schweizer Produkt erwarten darf: Sie sind langlebig, robust, komfortabel und doch preiswert.

stimmt der Trend, was auf den Markt kommt. Bettwaren sind da keine Ausnahme. Der Schlaf muss jedoch nicht neu erfunden werden. Deshalb setzt das Team von Betten Küng woanders an: Es empfiehlt nur bewährte Schlafsysteme. Der Familienbetrieb ist auf ganzheitliche

Auf der sicheren Seite

Schlafberatungen spezialisiert, denn jeder hat ganz eigene Schlafgewohnheiten. Manchmal kann schon das richtige Kissen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Öfters liegt es an zu weichen Matratzen oder durchhängenden Lattenrosten. Das Schlafberater-Team weiss, wor-

Betten Küng

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5612 Villmergen Tel. 056 621 82 42

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Die Firma Certum Sicherheit kümmert sich um die Sicherheit elektrischer Anlagen

Certum sorgt dafür, dass Elektroinstallationen regelmässig kontrolliert sind und jederzeit zuverlässig funktionieren.

Im Umgang mit Strom lauern viele Gefahren. Nur seriös geprüfte Elektroinstallationen garantieren die Sicherheit von Personen und Gebäuden. Certum ist ein akkreditiertes und zertifiziertes Unternehmen, das sich auf die Prüfung und Kontrolle elektrischer Anlagen und Spezialinstallationen spezialisiert hat. In der Schweiz nimmt Certum eine führende Rolle unter den Dienstleistern im Bereich Elektrokontrollen ein.

Sicherheit als oberstes Gebot

Die Sicherheit der elektrischen Anlagen wird regelmässig kontrolliert. Foto: zvg

Der Kundenkreis von Certum stammt vorwiegend aus den Kantonen Aargau, Schaffhausen, Zürich und den angrenzenden Gebieten. Certum kümmert sich um die Sicherheit elektrischer Anlagen sowie die Qualität und Verbesserung der Verfügbarkeit. Zudem wird das Know-how in Weiterbildungsprogrammen weitergegeben. So werden Fachkräfte aus der Elektrobranche,

der Gebäudetechnik und Verwaltungen im Umgang mit elektrischer Energie und den gesetzlichen Pflichten geschult.

Mitarbeitende als Fundament Wenn es um die Sicherheit geht, macht Certum keine Kompromisse.

Die Mitarbeitenden bilden das Fundament des hohen Qualitätsanspruchs des Unternehmens. Mit einer starken Unternehmenskultur, zeitgemässen Anstellungsbedingungen, einer fairen Lohnpolitik und der individuellen Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung positioniert sich Certum als attraktiver Arbeitgeber.

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Erholsamer Schlaf fördert die Gesundheit.

Ökonomisch und ökologisch in eine sichere Zukunft

Ein individuelles Ziel zur Verbesserung ins Auge fassen

Migrol beschäftigt mit Clemens Bohnenblust einen Energieberater und GEAK-Plus-Experten, welcher optimal auf die energetischen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und sie beraten kann.

Ziel der Energieberatung von Migrol ist es, energetische Massnahmen vorzuschlagen, welche die ökologische und energetische Bilanz eines Gebäudes sowie die Behaglichkeit der Bewohner verbessern. Daher erörtert Clemens Bohnenblust gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden ein individuelles Beratungsziel. Dieses kann von einer einfachen «Pinselrenovation» bis

So macht Sanieren Spass!

Neue Bad- oder Duschideen einfach umsetzen

Die Kernkompetenz der Firma Mösch liegt bei Badsanierungen und sanitären Servicedienstleistungen.

Die Firma Mösch hat sich auf das Sanieren von Badezimmern spezialisiert. Gleichzeitig bietet sie Servicedienste für die sanitären Anlagen an, damit diese immer tadellos funktionieren. Da heisst es für die Kundschaft einfach zurücklehnen und geniessen. Sie kann den Fachleuten von Mösch vertrauen und dem Alltag sorglos entgegen sehen.

Der Kompetenzraum

Die Fachleute von Mösch haben langjährige Erfahrung. Im Kompetenzraum verweben sie Gedanken und Ideen mit den Fakten und der Praxis. Pläne nehmen auf dem Pa-

pier konkrete Formen an. Die visuelle Präsentation verschiedenster Gestaltungsmöglichkeiten erleichtert die Wahrnehmung in den Bereichen Farbgebung, Wandbeschaffenheit, Raumeinteilung und Platzierung der Apparate.

Die Umsetzung der neuen «Badewelt» wird der Kundschaft fotorealistisch näher gebracht.

Der Ideenraum Im neu eingerichteten Ideenraum können sich die Kundinnen und Kunden eine Vielfalt von Spiegelschränken in verschiedenen Einbausituationen ansehen. Sie haben die Möglichkeit, Armaturen in Kombination mit Waschtischmodellen zu testen und die Funktion von Materialoberflächen zu erleben. Diverse Arten von Wandverkleidungen und

hin zur Gesamtsanierung eines Gebäudes oder dem Erreichen des Standards eines Plusenergiehauses reichen.

Die beste Lösung finden Die drei zentralen Stossrichtungen der Migrol Energieberatung sind:

1. Die Steigerung der Energieeffizienz (Nutzenergie für Heizung und Warmwasser, Elektrizitätsbedarf) durch die Sanierung der Gebäudehülle. Dank des Einsatzes von stromsparenden Komponenten kann eine Steigerung der Effizienz erzielt werden.

2. Einen optimalen Heizungsersatz finden. Durch den Einsatz des am besten geeigneten Heizsystems können die Heizkosten, der Verbrauch der Primärenergie und die Emissionen von Treibhaus gesenkt werden.

3. Die Produktion von Eigenenergie (Solarwärme, Solarstrom, Energie

aus Umgebungsluft und Erdreich) ausbauen. Durch die eigene Produktion von Wärme und elektrischer Energie kann ein hoher Selbstversorgungsgrad erreicht werden.

Neutrale Beratung

Die Beratung ist neutral. Es werden keine Hersteller, Produkte oder Technologien bevorzugt. Clemens Bohnenblust bietet auf Anfrage gerne einen Termin für persönliche Beratungen an .

Migrol AG

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8048 Zürich

Tel 044 495 15 15 energie@migrol.ch

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Bodenbelägen zeigen eindrücklich wie individuell ein Bad nach der Renovation aussehen kann. Zur Auswahl stehen zudem mehrere Modelle von Dusch-WCs.

Gesundheitliche Aspekte erläutern die Fachleute durch direktes Vorführen am Beispiel eines modernen Whirlpools und das Konfigurieren einer Dampfdusche.

Die Firma Mösch ist überzeugt: 113 Jahre schaffen Vertrauen.

Kontakt Sanitär Mösch AG Landstrasse 15 5073 Gipf-Oberfrick 062 865 17 00 info@moesch.ag

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Im Ideenraum werden Badträume per Video sichtbar gemacht.

Kontakt Gesamtsanierungslösungen m3 raumsanierungen

Hauptstrasse 81 5070 Frick 062 871 61 15 info@m-3.ch

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Mit neutraler Beratung die ökologische und energetische Bilanz eines Gebäudes verbessern.

Bereit für anspruchsvolle Arbeiten

Küchenumbau und -modernisierung gehören zum Renovationsprogramm vom Schreiner

Die Gebrüder Wirz können dank ihrer über 35-jährigen Erfahrung Schreinerlösungen nach Mass anbieten.

Der Schreinerei- und Innenausbaubetrieb der Gebrüder Fritz und Ueli Wirz in Othmarsingen bietet Lösungen für die Umsetzung von Kundenwünschen, die auf 35 Jahren Erfahrung beruhen. In der grossen

regionalen Ausstellung, welche die Bereiche Küche, Badmöbel, Schränke und Bodenbeläge umfasst, zeigt die Firma eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten auf.

Die Spezialisten

Beim Umbau sollte man nichts dem Zufall überlassen. Es ist besser, sich auf Fachleute zu verlassen. Die Firma Wirz hat sich auf Neu- und Umbau-

ten von Küchen, Bädern und Wohnräumen spezialisiert. Das Familienunternehmen mit eigener Produktion ist nicht nur Lieferant und Monteur der Küche, es führt auch sämtliche Anpassungsarbeiten an Schrägen, Flächen und Unebenheiten aus. Die Liebe zum Detail offenbart das Können der Schreinerei. Anspruchsvolle Aufgaben gehören zum Alltag und werden in der Werkstatt und am Bau durch das ausgebildete Fachpersonal kompetent umgesetzt.

Aus der eigenen Werkstatt

In den vergangenen Jahren legte die Firma ein besonderes Augenmerk auf die optische Auffrischung der Küche. Vielfach entspricht die Front mit der damals modischen Farbe nicht mehr dem heutigen Stil. Bei Wirz ist es dank der eigenen Produktion möglich, durch einen kurzen

Aus einem alten Bad ein neues machen

Gemeinsam mit Fachleuten stimmige Konzepte entwerfen und umsetzen

Wie kann man aus dem vorhandenen Grundriss eines Badezimmers das Beste herausholen? Welche Möglichkeiten bieten die heutigen Angebote und welches Sparoder Komfortpotenzial steckt in moderner Technik?

Das geschulte Beratungsteam der Firma Wülser Haustechnik kann viele Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und hilft beim Entwickeln von stimmigen Konzepten. Die Fachleute konkretisieren Ausstattungsvarianten und Gestaltungsideen.

Unzählige Optionen

Als Badplaner mit grosser Erfahrung, solider fachlicher Ausbildung und Kreativität erschliesst das Team den Kundinnen und Kunden neue Horizonte in Sachen Badplanung. Die Möglichkeiten waren noch nie so

Das Bad soll eine Wohlfühloase für die ganze Familie sein.

vielseitig und breit gefächert wie heute. Vom Gästebad bis zum grosszügigen Badezimmer stehen hinsichtlich Raumgestaltung, Ausstattung, Design und Komfort unzählige Optionen offen. Das Team nimmt sich gerne Zeit, um verschiedene, ganz auf die individuellen Wünsche der

Kundschaft ausgerichtete Varianten von neu gestalteten Badezimmern aufzuzeigen

Mitglied von Bade-Welten

Als Mitglied der Bade-Welten bietet

Wülser Haustechnik nicht nur als Planer und Gestalter eine individu-

«Eingriff» das optische Bild mit neuen Fronten und Arbeitsflächen, wenn nötig auch mit neuen Geräten, zu verändern. Die Firma Wirz übernimmt auf Wunsch die gesamte Planung. Als Generalunternehmen koordiniert sie sämtliche Arbeiten mit den gewünschten Handwerkern.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung in Othmarsingen sind: Dienstag bis Freitag, 9 bis 11 und 13.30 bis 17.30 Uhr Samstag, 8 bis 12 Uhr oder nach telefonischer Voranmeldung

Gebr. F.+U. Wirz AG

Schreinerei-Küchenbau

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Tel. 062 896 20 20

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elle Beratung mit System an, sondern garantiert als Installateur auch eine fachmännische Umsetzung der Pläne. Von der Beratung über die Planung bis zur Gestaltung und Umsetzung, alles aus einer Hand, das ist für die Kundschaft immer von Vorteil.

Wülser Zofingen AG Mühlethalstrasse 67 4800 Zofingen

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Wülser Lostorf AG

Hauptstrasse 14

4654 Lostorf Tel. 062 298 12 54 info@wuelser.net

www.wuelser-haustechnik.ch

Neue Fronten verleihen der Küche ein helleres, modernes Aussehen.

Sich vor Schäden durch Erdbeben schützen

Wer sich vor Erdbebenschäden schützen will, muss sich privat versichern

In der Schweiz bebt die Erde durchschnittlich etwa 500 bis 800 Mal pro Jahr. Eine Erdbebenversicherung schützt Gebäude, Hausrat oder Geschäftsinventar vor den finanziellen Folgen möglicher Schäden.

Die Gefahr von Erdbeben ist in der Schweiz moderat. Wegen der dichten Besiedlung kann der Gesamtschaden eines Bebens trotzdem hoch sein. «Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotenzial in der Schweiz», sagt Stefan Wiemer, Professor für Seismologie an der ETH Zürich. Als besonders gefährdete Regionen gelten neben den beiden Basel und dem Wallis auch das St. Galler Rheintal und Graubünden. Für die übrigen Regionen gibt es jedoch keine Entwarnung. Das Erdbeben

vom 6. März 2017 beispielsweise ging vom Kanton Schwyz aus. Das macht deutlich, dass Erdbeben in der Schweiz überall auftreten können und nicht zu unterschätzen sind. Schäden durch Erdbeben sind durch die Feuer-/Elementarschaden-Gebäudeversicherung, die in den meisten Kantonen obligatorisch ist, nicht gedeckt. Eine private Erdbebenversicherung deckt die Wiederherstellung des Gebäudes ab. Dazu gehören auch Aufräumungs-, Erdbewegungs- und Expertenkosten sowie Aufwendungen für Notreparaturen und Mietertragsausfall.

Bauliche Massnahmen treffen Den besten Schutz bietet eine erdbebensichere Bauweise. Die Baunorm SIA 261 und das Merkblatt 2018 geben an, wie neue Gebäude erdbebengerecht gebaut werden

und wie bei bestehenden Gebäuden die Erdbebensicherheit erhöht werden kann. Die Mehrkosten bei Neubauten betragen nur ein bis zwei Prozent der Bausumme. Verglichen mit den Schäden, die auf diese Weise verhindert werden können, ist das eine Kleinigkeit.

Schutz vor ungebetenen Gästen

Gute Durchlässigkeit von Luft und Licht dank Transpatec-Gewebe

Wir Menschen lieben helle, luftige Räume, am liebsten ohne lästige Insekten.

Die Firma Rutschmann ist Spezialistin für Insektenschutzgitter und massgeschneiderte Abdeckungen von Lichtschächten.

Gegen ungebetene Gäste wie Fliegen, Wespen und Stechmücken hilft

am besten ein Insektenschutzgitter. Die Firma Rutschmann bietet für beinahe jede Einbausituation eine perfekte Lösung, die auch für den nachträglichen Einbau optimal geeignet ist, egal ob in Wohnungen, Einfamilienhäusern oder Industrie-

und Gewerberäumen. Die Insektenschutzgitter werden nach Mass angefertigt und sie berücksichtigen spezielle Bedürfnisse. Vom einfachen Spannrahmen über das bekannte Rollo, die Pendeltüre, die Schiebeanlage bis hin zum Elektrorollo – die Fachleute fertigen selbst Spezialformen an und montieren sie anschliessend.

Lässt Luft und Licht rein

Das Transpatec-Gewebe garantiert gegenüber den herkömmlichen Insektenschutzgeweben eine bessere Luft- und Lichtdurchlässigkeit. Die regionalen Partner von Rutschmann beraten gerne unverbindlich vor Ort. Nach einer kurzen Produktionszeit montieren Fachleute das überzeugende System in der ganzen Deutschschweiz. Danach können die Kunden einen ruhigen Schlaf

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bei offenem Fenster geniessen. Die frische Luft schenkt das beruhigende Gefühl, etwas Gutes für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Familie getan zu haben.

Grosse Ausstellung

Der fachkundige Innendienst von Rutschmann ist während der üblichen Bürozeiten telefonisch erreichbar. Möglich ist auch der Besuch der über 250 Quadratmeter grossen Ausstellung am Geschäftssitz in Ellikon an der Thur.

Rutschmann AG

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Erdbeben können auch in der Schweiz beträchtlichen Schaden anrichten.
Foto: Istockphoto

Nr. 392 Oktober 45. Jahrgang

Auflage WEMF beglaubigt 37’927 Ex. Basis 2016/2017

Anzahl Mitglieder: 38’418 (31. August 2018)

Offizielles Organ des Hauseigentümerverbandes Aargau, erscheint 10 Mal jährlich Einzelexemplar Fr. 3.–Für Verbandsmitglieder ist das Abonnement im Jahresbeitrag inbegriffen.

HERAUSGEBER

Hauseigentümerverband Aargau

Sekretariat, Stadtturmstrasse 19, 5400 Baden Tel. 056 200 50 50, Fax 056 222 90 18 info@hev-aargau.ch, www.hev-aargau.ch Postcheck 50-9730-2

REDAKTION

Martin Meili (mm), Chefredaktor Redaktion Themen:

Ruth Bürgler, Redaktionsbüro, 4632 Trimbach ruthbuergler@bluewin.ch

Brigitte Müller, Müllertext, 4500 Solothurn www.muellertext.ch

ADRESSÄNDERUNGEN

HEV Aargau, Tel. 056 200 50 50, Fax 056 222 90 18

INSERATE

DaPa Media GmbH, Davide Paolozzi

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HERSTELLUNG UND VERTRIEB

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Tel. 056 470 40 60 www.media2finish.com

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Der Nachdruck ist nur mit Quellenangabe gestattet. Über nicht bestellte Manuskripte kann keine Korrespondenz geführt werden. Der Inhalt der Rubrik «Firmen und Produkte» liegt in der Verantwortung der Absender und muss nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen. Der Inserateteil und die Publireportagen dienen lediglich der Information der Mitglieder und Leser über Produkte und Dienstleistungen.

Hauseigentümerverband Aargau (Kantonalverband)

Stadtturmstr. 19, 5401 Baden, Tagblatthaus, 11. OG

Schalteröffnungszeiten:

Mo–Fr 8.00–12.00 sowie 13.15–17.00 Uhr

www.hev-aargau.ch, info@hev-aargau.ch

Telefonzentrale inkl. Bestellung Drucksachen:

Tel. 056 200 50 50; Fax 056 222 90 18

Mo–Fr 8.30–12.00 sowie 13.30–16.30 Uhr

Telefonische Beratung:

Tel. 056 200 50 70, Mo–Fr 9.00–11.30 Uhr

Persönliche Beratungen: nach tel. Vereinbarung

Hauseigentümerverband Bezirke Aarau und Kulm Bahnhofstrasse 10, Postfach, 5001 Aarau www.hev-aarau-kulm.ch

Tel. 062 822 06 14; Fax 062 832 77 43

Telefonische Beratung: Mo 13.30–18.00, Mi 13.30–16.30, Fr 7.30–12.00 Uhr

Persönliche Beratungen: nach tel. Vereinbarung

Hauseigentümerverband Baden/Brugg/Zurzach (Bezirke Baden, Brugg, Zurzach) siehe oben Hauseigentümerverband Aargau

Hauseigentümerverband Lenzburg-Seetal (Bezirk Lenzburg) c/o lic. iur. Hans Stoller, Baurecht + Baumanagement Niederlenzerstrasse 10, 5600 Lenzburg

Tel. 062 888 25 38; Fax 062 888 25 26 www.hev-lenzburg.ch, info@hev-lenzburg.ch

Telefonische Beratung:

Tel. 056 200 50 70, Mo–Fr 9.00–11.30 Uhr

Persönliche Beratungen: nach Vereinbarung, Tel. 062 888 25 28

Hauseigentümerverband Fricktal (Bezirke Rheinfelden, Laufenburg)

Postfach 176, 5070 Frick

Tel. 0840 438 438 kontakt@hev-fricktal.ch

Telefonische Beratung: Tel. 0844 438 438

Do–Fr 8.30–11.30, 14.00–17.00 Uhr

Persönliche Beratungen: nach tel. Vereinbarung

Hauseigentümerverband Freiamt (Bezirke Bremgarten, Muri) Geschäftsstelle: c/o Fricker, Seiler Rechtsanwälte Kirchenfeldstrasse 8, 5630 Muri

Tel. 056 664 37 37; Fax 056 664 55 66 www.hev-freiamt.ch, info@hev-freiamt.ch

Rechtsberatung:

Mo–Fr 8.00–12.00 Uhr sowie 13.30–17.00 Uhr: MLaw Corinne-Moser-Burkard, lic. iur. Matthias Fricker, lic. iur. Roger Seiler, a) Sorenbühlweg 13, 5610 Wohlen, Tel. 056 611 91 00; Fax 056 611 91 01 oder b) Kirchenfeldstrasse 8, 5630 Muri, Tel. 056 664 37 37; Fax 056 664 55 66 lic. iur. Stephan Eichenberger Bahnhofstrasse 22, 8965 Berikon Tel. 056 633 64 44

Hauseigentümerverband Zofingen (Bezirk Zofingen) Untere Brühlstrasse 21, Postfach, 4800 Zofingen

Tel. 062 745 50 25; Fax 062 745 50 26 www.hev-zofingen.ch, hevz@hev-zofingen.ch

Telefonische Beratung:

Tel. 056 200 50 70, Mo–Fr 9.00–11.30 Uhr

Persönliche Beratungen: nach tel. Vereinbarung

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