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Lindenblatt Frühlingsausgabe Ausbildungen_Final

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Linden

Hausmagazin Lindenfeld – Spezialisierte Pflege Suhr

Ausbildungen im Lindenfeld

Vielfalt erleben – von Pflege, Büro, Hauswirtschaft, Küche bis Betriebsunterhalt

Portraits

Wir stellen Menschen vor

Interview

Generationen im Austausch

Einblick mit Ausblick in die Zukunft

Bunte News

Es ist viel los im Lindenfeld

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ausbildungen imLindenfeld

Liebe Leserinnen und Leser

Eine fundierte Ausbildung ist das Herzstück unserer Zukunft. Darum möchten wir im Lindenfeld ein Ort sein, der Lernende anzieht: eine Magnetinstitution für alle, die mit Kopf, Herz und Hand gestalten wollen.

Unser engagiertes Berufsbildungsteam sorgt dafür, dass Lernen nicht nebenbei passiert, sondern bewusst gestaltet wird. In Lernwerkstätten zum Beispiel vertiefen die Lernenden ihr Wissen, üben anspruchsvolle Situationen und reflektieren ihren Berufsalltag. Gleichzeitig übernehmen sie im Alltag stufengerecht Verantwortung: So pflegen sie etwa vulnerable Menschen, erstellen farbige Blumengestecke, bereiten leckere Desserts zu, salzen im Winter die eisigen Wege im Lindenfeld Park oder erstellen Videos für die Suche neuer Mitarbeitenden.

Wir bilden auf allen Stufen der Pflege aus – von der Assistenz Gesundheit & Soziales bis zum Abschluss Pflegefachfrau HF; aber auch in den Bereichen Technischer Dienst, Hauswirtschaft, Küche und Administration. Wir sind der Auffassung, dass ein gutes Miteinander interprofessionell und im Zusammenspiel vieler Berufe entsteht.

Was macht einen guten Ausbildungsbetrieb aus?

Zentral sind meiner Meinung nach unsere Überzeugung, dass Berufsbildung wichtig ist und wir Verantwortung übernehmen. Zudem transportieren wir über unsere Haltung wichtige Botschaften an unsere angehenden Berufsprofis:

Lernende sollen sich gesehen fühlen, mitreden dürfen und erleben, dass ihre Arbeit Sinn macht und zwar für sie selbst, unsere Bewohnenden wie auch für das gesamte Lindenfeld­Team.

In dieser Ausgabe erfahren Sie mehr darüber, wie sich Ausbildung bei uns im Lindenfeld zeigt. Freuen Sie sich auf ein Potpourri aus Kurznews, Interviews, Portraits sowie Lifestylethemen; einem Gastkommentar und vielen Bildern, die Ihnen lebendige Einblicke in unseren Alltag schenken. Viel Freude!

Herzliche Grüsse

Leiterin Kommunikation & Marketing

5 MEINE GESCHICHTE

Julie Dumont KV-Lernende im Lindenfeld

6-7 PORTRAITS

Zukunft Austausch

8-9 EINBLICK

In die Zukunft

10-11 INTERVIEW

Generationen im Austausch

12 MEIN LINDENFELD MOMENT

13 GASTKOMMENTAR

Mirjam Hurtado-Fischlewitz

Berufsinspektorin Kanton

Aargau, Verantwortlich für Gesundheitsberufe

13 LERN-TIPPS

14 NEWS aus dem Lindenfeld

15 RÜCKBLICK

16 AGENDA

16 SPENDEN und ein Lächeln schenken Lindenblatt Abonnieren

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Dreimal im Jahr erscheinen spannende

Beiträge, exklusive Einblicke und hilfreiche Tipps – verpassen Sie keine Ausgabe und bleiben Sie stets informiert.

Senden Sie eine E-Mail an: Simone.Mayer@Lindenfeld.ch

Die Daten sind zweckgeb und werden nicht für weitere Marketingmassnahmen verwendet.

Unsere fünf gleichwertigen Leitsätze begleiten uns in unserem Alltag und inspirieren uns, wenn wir mal einen neuen Blickwinkel brauchen. Sie unterstützen uns auf kreative Weise und lassen sich bestens in vielfältigen Situationen einsetzen.

In dieser Ausgabe begleiten uns unsere LeitsatzStrichmännli auf charmante Weise und visualisieren Textliches auf liebevolle Art.

Endecke unsere fünf Leitsätze >

Willkommen im Lindenfeld

Eingebettet in unsere schöne Parklandschaft bieten wir Ihnen

Spezialisierte Langzeitpflege Demenzangebote

Gerontopsychiatrie

Palliative Care

Spezialisierte Palliative Care

Sofortaufnahmen

Kurzzeitpflege

Tagesbetreung «Uf Bsuech» Ferienangebote

Ambulante Therapien

Weitere Informationen zu unserem Angebot: lindenfeld.ch

Meine Geschichte

Julie Dumont KV-Lernende im Lindenfeld

TEXT RUTH SUTER, SACHBEARBEITERIN CASE MANAGEMENT

Ich treffe mich mit Julie Dumont, unserer ersten KV-Lernenden im Lindenfeld. Ich bin natürlich gespannt zu hören, warum sie sich für die kaufmännische Ausbildung entschieden hat und was sie an unserer Pflegeinstitution fasziniert.

Julie erzählt mir, dass ihr Wunschberuf eigentlich Kindergärtnerin gewesen wäre, sie geschnuppert und es ihr auch gut gefallen habe. Diese Ausbildung bedingt jedoch ein Studium und das passt für die aufgestellte junge Frau aktuell nicht in ihren Plan. Ein weiterer Schnuppertag in einer Kita als Fachangestellte Betreuung habe ihr weniger zugesagt.

Lehrstellenzusage noch am selben Tag

«Der Tageseinblick bei einer Bank hat mir nicht besonders gefallen. Alles war so sachlich, streng und eher unpersönlich,» erzählt die 16­Jährige. «Beim Schnuppertag im Lindenfeld nahm ich die besondere Atmosphäre im Haus wahr. Die Menschen waren mir gegenüber offen. Ich fühlte mich sofort wohl und wertgeschätzt. Zudem erhielt ich Einblicke in viele verschiedene Bereiche und habe dabei erlebt, wie sympathisch und unkompliziert der Umgang untereinander ist.»

Am Ende des Tages gab es ein kurzes Abschiedsgespräch, an welchem ihr völlig überraschend von der Leiterin HR & Administration die Lehrstelle als Kauffrau EFZ im Lindenfeld angeboten wurde. «In diesem Moment war ich erst einmal überwältigt und ein wenig sprachlos, gleichzeitig aber unglaublich glücklich. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, und genau dieses direkte Angebot war sicher ein entscheidender Punkt für meine Entscheidung,» berichtet Julie immer noch begeistert.

Unterstützendes Arbeitsumfeld

Seit Lehrbeginn sind nun schon ein paar Monate vergangen. Der Wechsel von der Oberstufe in die Berufslehre sei eine grosse Umstellung gewesen. Es habe Zeit gebraucht sich an den neuen Alltag zu gewöhnen. «Meine Berufsbildnerin, die Kolleginnen im Büro und alle anderen im Team haben mich dabei tatkräftig unterstützt und gaben mir viele Tipps. Ich schätze, dass ich eigene Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen darf.»

Die Welt ein bisschen besser und lebenswerter machen

Auf ihre Zukunft angesprochen hat Julie schon konkrete Ideen: Zuerst ein halbes Jahr Militärdienst absolvieren; im Wissen, dass dies wahrscheinlich eine harte Zeit wird. Anschliessend Berufsmatur. «Mein grosser Traum ist es, später einmal Teil einer Umweltorganisation zu sein oder sogar selbst eine zu gründen. Ich möchte Einfluss nehmen und gehört werden! Mein Ziel ist es Wege und Alternativen zu schaffen, wie wir die Welt weniger zerstören und bewusster geniessen können. Ich möchte Positives bewirken – im kleineren aber durchaus auch im grösseren Rahmen.»

Das ist Julie privat

Julie kann am besten beim Sport abschalten. Sie spielt leidenschaftlich gerne Handball und geht regelmässig joggen. Im wahrsten Sinne des Wortes erfrischend ist wohl das Eisbad in der Suhre. Mit ihren Freundinnen ist sie gerne unterwegs oder nimmt sich Zeit ihre Grosseltern zu besuchen. Wenn dann noch Zeit bleibt, steht kreatives Backen auf dem Programm.

Im austausch Zukunft

In unserem Betrieb starten Auszubildende in ganz unterschiedlichen Berufen. Die Vielfalt macht unser Team besonders stark: Gemeinsam lernen, Erfahrungen teilen und spannende Kontakte knüpfen – das macht die Ausbildung bei uns so besonders.

FERIALE ADILI

Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung

Wie bist du auf die Idee gekommen die Nachholbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ im Lindenfeld zu machen?

Es war schon lange mein Wunsch diese Ausbildung zu absolvieren. Vor einigen Jahren habe ich in der Metzgerei in Kölliken gearbeitet und habe währenddessen die SRK Ausbildung gemacht. Das Praktikum habe ich im Lindenfeld gemacht. Das hat mir sehr gefallen. Da mein Sohn ebenfalls die Lehre Fachmann Gesundheit im Lindenfeld macht, hat mich das zusätzlich motiviert.

Was hat dich im Lindenfeld überrascht?

Ich kann die Nachholbildung auf dem gleichen Wohnbereich absolvieren, wie dort, wo ich auch schon mein Praktikum machte. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ausserdem schätze ich die positive Atmosphäre und das grossartige Team.

Was ist deine Lieblingsaufgabe in deinem Beruf?

Ich mag alles an meiner Arbeit, denn kein Tag ist gleich wie der andere. Doch eine ganz besondere Freude bereiten mir die Bewohnenden, wenn sie mich am Morgen jeweils begrüssen und sich darüber freuen, dass ich hier bin.

Was sind deine weiteren beruflichen Ziele?

Mein vorrangiges Ziel ist es, den Abschluss als Fachfrau Gesundheit EFZ im Jahr 2027 erfolgreich zu schaffen. Danach möchte ich voraussichtlich weitere Erfahrungen in diesem Beruf sammeln.

TEXT JULIE DUMONT, KV-LERNENDE

MELISA BERISHA

Dipl. Pflegefachfrau HF in Ausbildung

MILO FORSTER

Fachmann Betriebsunterhalt EFZ in Ausbildung

Wie bist du auf die Idee gekommen die Ausbildung zur diplomierten Pflegefachfrau HF im Lindenfeld zu machen?

Zuvor habe ich meine FaGe­Ausbildung in einem Spital absolviert. Der Wunsch, die HF­Ausbildung zu beginnen, bestand schon lange, jedoch hatte ich zuvor andere Prioritäten. Ich habe viel Gutes über das Lindenfeld gehört. Die vorteilhaften Arbeitszeiten waren ein weiterer Pluspunkt.

Was hat dich im Lindenfeld überrascht?

Mich hat überrascht wie viele diplomierte Pflegefachpersonen HF im Lindenfeld arbeiten. Ausserdem hat mich beeindruckt, dass im Lindenfeld unter anderem ein Arztdienst, Therapien und Wundexpertinnen für unsere Bewohnenden da sind.

Was ist deine Lieblingsaufgabe in deinem Beruf?

Am meisten Freude bereiten mir die Bewohnenden, wenn ich ihnen etwas Gutes tun kann. Ich mache gerne die Körperpflege, denn dies ist sehr wichtig für das physische und psychische Wohlergehen. Zudem ist es eine wichtige Kompetenz. Auch Behandlungspflege gehören zu meinen Lieblingsaufgaben.

Was sind deine weiteren beruflichen Ziele?

Im Vordergrund steht die Abschlussprüfung in diesem Jahr. Danach möchte ich mich in diesem Beruf erstmal ein wenig festigen. Möglicherweise möchte ich später eine Weiterbildung machen, wie zum Beispiel in der Palliative Care oder als Wundexpertin.

Wie bist du auf die Idee gekommen, die Lehre Fachmann Betriebsunterhalt EFZ im Lindenfeld zu machen?

Ein guter Freund von mir hat die gleiche Lehre gemacht und war begeistert davon. Er hat mir viel erzählt, wie abwechslungsreich und spannend die Arbeit ist. Dadurch bin ich neugierig geworden und habe gemerkt, dass das genau zu mir passt.

Was hat dich im Lindenfeld überrascht?

Das Team im Lindenfeld hat mich sehr positiv überrascht. Für mich war es ein wichtiger Punkt, dass ich mich im Team wohlfühle, und genau das habe ich hier sofort gespürt. Ausserdem hat mich beeindruckt, wie viele verschiedene Mitarbeitende im Lindenfeld gemeinsam unterwegs sind.

Was ist deine Lieblingsaufgabe im Technischen Dienst?

Besonders die Arbeit draussen macht mir grossen Spass. Am liebsten sammle ich das Laub zusammen oder schneide die Hecke mit der Heckenschere.

Was hättest du gemacht, wenn du in diesem Beruf keine Lehrstelle gefunden hättest?

Dann hätte ich den Vorkurs an der Kunstschule in Olten gemacht. Besonders früher habe ich sehr viel gezeichnet und bis heute bereitet mir das Zeichnen eine grosse Freude, auch wenn ich nur noch selten dazu komme.

Einblick mit Ausblick

in die Zukunft

Vom Technischen Dienst bis zur Pflege ­ im Lindenfeld gibt es eine Vielzahl spannender Berufsfelder, die unseren Alltag tragen. Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, besuche ich drei unserer Lernenden in ihren ganz unterschiedlichen Bereichen.

Zwischen Werkzeugen und Maschinen

Frühmorgens um 7:00 Uhr betrete ich die Werkstatt des Technischen Dienstes im Untergeschoss des Lindenfelds. Hier beginnt für Milo und seinen Berufsbildner Brian ein neuer Arbeitstag. Milo ist seit August 2025 im Lindenfeld und absolviert die Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ. Eine Lehre, die drei Jahre dauern wird und mit Schultagen in Lenzburg verbunden ist. Jeden Morgen planen Brian und Milo gemeinsam den Tagesablauf:

Welche Aufgaben stehen an?

Welche Aufgaben kann Milo bereits selbstständig übernehmen?

Wo benötigt er Unterstützung von erfahrenen Berufskollegen?

Zu beginn seiner Ausbildung wurde Milo eng von Brian und weiteren Mitarbeitenden des Technischen Diensts begleitet, um das Haus und die Abläufe kennenzulernen. Inzwischen ist er gut angekommen und übernimmt seine Aufgaben zuverlässig und selbstständig. Seine Arbeit ist vielfältig und umfasst den Innen­ wie auch den Aussendienst, wie z.B.:

Die Instandhaltung der Topfmaschinen und der Geschirrspüler auf allen Wohnbereichen.

Kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten

Das Ersetzten von Glühbirnen sowie andere handwerkliche Ausführungsarbeiten in den Bewohnerzimmern, wie zum Beispiel das Aufhängen von Bildern oder die Temperaturkontrollen aller Medikamentenschränke im Haus.

Nach meinem Besuch im Technischen Dienst fahre ich mit dem Lift einen Stock höher und betrete die Hauswirtschaft, den Arbeitsbereich von Samia und ihrer Berufsbildnerin Brenda.

<- Verlässliches Team: Milo(links)mitseinemBerufsbildnerBrian

Vielfalt in der Hauswirtschaft

Setzen gemeinsam Ziele: Samia(links)mitihrer Berufsbildnerin Brenda

Samia absolviert bei uns eine zweijährige EBAAusbildung im Bereich der Wäscherei und der Reinigung sowie im Restaurant Teichblick, bevor sie dann im Jahresverlauf die EFZ­Ausbildung in Angriff nimmt. Ihre Ausbildung ist besonders vielseitig. Samia wechselt ca. alle drei Monate ihren Bereich.

Da die Reinigungsarbeiten im Lindenfeld durch unsere Partnerfirma ISS ausgeführt werden, hat Samia die Möglichkeit alle sechs Monate ein Austauschpraktikum in der Lebenshilfe in Reinach zu absolvieren. So erhält sie einen detaillierteren Einblick in den Aufgabenbereich der Reinigungsarbeiten.

Samia schätzt in ihrem Lehrberuf die Aufgabenvielfalt und die Abwechslung. Zusammen mit ihrer Berufsbildnerin setzt sie sich immer wieder zusammen und bespricht ihre Erfahrungen und evtl. noch offene Fragen. Gemeinsam setzten sie ihre Bildungsziele für die jeweiligen Semester fest. Samia besucht die Berufsschule in Lenzburg.

Beeindruckende Vielfalt

Stetig mehr Verantwortung übernehmen

Weiter geht es in den sechsten Stock auf den Wohnbereich Wyna. Dort treffe ich Medina, die im August 2025 ihre Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ begonnen hat. Drei Jahre wird die Ausbildung dauern, und der schulische Teil findet jeweils in Brugg statt.

Anfangs begleitete Medina ihre Teammitglieder im Tagesablauf, sodass sie zuschauen und bereits einen Einblick bei der Durchführung der Körperpflege erhielt. Sie war vor allem für die hauswirtschaftlichen Aufgaben zuständig, wie z.B.:

Vor­ und Nachbereitung des Frühstückbuffets

Die Sauberhaltung der Ausgüsse auf dem Wohnbereich

Essens­ und Getränkebestellungen entgegennehmen

Inzwischen ist sie aktiv in die Pflege und Betreuung der Bewohnenden eingebunden. Schritt für Schritt übernimmt sie mehr Verantwortung und wächst in ihre Rolle als Fachfrau Gesundheit hinein.

Nach anderthalb Jahren bietet sich die Möglichkeit auf einen anderen Wohnbereich zu wechseln. Dieser Wechsel ermöglicht es eine neue Fachrichtung kennenzulernen und somit einen wichtigen fachlichen Wissenszuwachs zu erfahren. Im zweiten Lehrjahr folgt zudem noch ein dreimonatiges Praktikum im nahegelegenen Kantonsspital Aarau, das zusätzlich wertvolle Praxiserfahrung im Akutbereich bietet.

Eingespielt unterwegs: Medina(links)mitihrerBerufsbildnerinNatalie

Ich habe in den angetroffenen Ausbildungsbereichen sehr spannende Einblicke erhalten und erkannt, dass es die Vielfalt ist, die das Lindenfeld ausmacht. Ob Technischer Dienst, Hauswirtschaft oder Pflege – jeder Bereich trägt auf seine Weise dazu bei, dass das Lindenfeld professionell für unsere Bewohnenden arbeiten kann und ihnen ein schönes temporäres oder permanentes Zuhause gibt. Unsere Lernenden haben mir das auf sehr persönliche Weise gezeigt – herzlichen Dank.

Generationen im Austausch

HerrSchwyter

Lehrer im Ruhestand und Bewohner Wohnbereich Aare

TEXT MARTINA GÖTTE

HR-FACHVERANTWORTLICHE

Mensch ist Mensch

Herr Schwyter, Sie waren früher Lehrer und kennen sich daher mit der Schweizer Bildungslandschaft aus. Was hat Sie damals dazu bewogen, Lehrer zu werden?

Ich habe damals einen Beruf gebraucht, damit ich heiraten und mit meiner Frau zusammenziehen konnte. Früher dauerte die Ausbildung zum Lehrer nur ein Jahr und war daher relativ «ring» zu haben. Das ist mir in dem Moment entgegengekommen.

Gibt es bestimmte Momente oder Erlebnisse aus Ihrer Zeit als Lehrer, an die Sie sich besonders gerne erinnern?

Ich war 37 Jahre lang Lehrer, da habe ich einiges erlebt. Aber sehr gerne erinnere mich an die Zeit, als ich an der Bezirksschule Buchs unterrichtet habe. Etwas ganz Besonderes war die Eröffnung des neuen und revolutionär modernen Schulhauses Suhrenmatte. Für die Eröffnungsfeier hat meine Frau, die am Konservatorium in Genf Schauspielunterricht hatte, mit den Schülerinnen und Schülern extra ein Theater einstudiert. Es war eine sehr schöne Inszenierung.

Steckt euch euren Rahmen nicht zu eng und seid offen für verschiedene Wege. Am Ende ist es wichtig, dass ihr eine Arbeit findet, die euch Freude macht.

Sie erleben bei uns regelmässig Lernende in der Pflege. Wie nehmen Sie diese wahr?

Ich finde es beeindruckend mit welcher Natürlichkeit mich die Lernenden pflegen. Es sind meist noch ganz junge Frauen, die aber trotzdem weder zimperlich, noch prüde sind. Eine Lernende hat mal zu mir gesagt, es sei ihr egal, ob sie eine Frau oder einen Mann pflege, weil ein Mensch ein Mensch sei. Das finde ich eine sehr schöne Haltung.

Wie empfinden Sie die Lernbegleitungen, die unsere Lernenden im Lindenfeld durchführen?

Als Bewohner spüre ich, dass es dem Lindenfeld wichtig ist, den Lernenden Neues exakt und solide beizubringen, aber auch, dass die Lernenden selbst interessiert sind und auch wirklich lernen wollen. Dies bereitet mir als ehemaliger Lehrer natürlich grosse Freude.

Gibt es etwas, das Sie jungen Menschen gerne mit auf den Weg geben würden?

Steckt euch euren Rahmen nicht zu eng und seid offen für verschiedene Wege. Am Ende ist es wichtig, dass ihr eine Arbeit findet, die euch Freude macht. Der finanzielle Aspekt ist nicht so wichtig.

SabineKrage

Bildungsverantwortliche Pflege

Gemeinsam für gute Fachkräfte

Sabine, wie würdest du deine Rolle als Bildungsverantwortliche Pflege im Lindenfeld beschreiben?

Ich bin in meiner Funktion für rund 30 Lernende und Studierende aus dem Bereich Pflege zuständig. Dabei habe ich vor allem die Rollen als Organisatorin, Coach und Fachlead inne.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus bzw. welche Kernaufgaben gehören zu deiner Funktion?

Normalerweise bearbeite ich morgens die Absenzmeldungen der Schule und der überbetrieblichen Kurse und bin um die Einsatzplanung der kommenden Monate besorgt. Danach kümmere ich mich um die Selektion neuer Lernenden und führe etwa Vorstellungsgespräche durch. Auch Gespräche mit Lernenden, deren Eltern und den Berufsbildnerinnen gehören zu meinem Alltag. Am Nachmittag tausche ich mich dann mit Kolleg:innen anderer Institutionen aus oder führe Lernnachmittage für unsere Lernenden und Studierenden durch.

Welche Besonderheiten zeichnen das Lindenfeld als Ausbildungsbetrieb aus?

Speziell bei uns sind die ausführliche Einführungswoche anfangs August und die vielen abwechslungsreichen Lernwerkstätten und Lernnachmittage. In diesem Rahmen können wir unseren Lernenden Wissen vermitteln, das sie in der Berufsschule oder im überbetrieblichen Kurs nicht behandeln, beispielsweise über Palliative Care oder Gerontopsychiatrie.

Welche aktuellen Herausforderungen siehst du in der Bildungsarbeit im Pflegebereich?

Ein grosses Thema ist sicherlich der Fachkräftemangel. Da in vielen Institutionen zu wenig Personal vorhanden ist, werden leider die Lernenden oftmals gleich wie ausgelernte Mitarbeitende eingesetzt. Eine weitere Herausforderung ist die frühere Einschulung. Dadurch haben wir es mit immer jüngeren Schnupperpraktikant:innen und Lernenden zu tun und es stellt sich im Alltag immer wieder die Frage, was man ihnen in diesem jungen Alter alles schon zumuten darf.

Gibt es etwas, das du dir wünschst, um die Bildungsarbeit im Pflegebereich in Zukunft zu vereinfachen?

Ich würde mir das Commitment aller Mitarbeitenden zur Ausbildung unseres Berufsnachwuchses wünschen.

Denn je mehr wir alle bei der Ausbildung an einem Strang ziehen, desto besser sind die Fachkräfte, mit denen wir in Zukunft zusammenarbeiten.tagtäglich

MeinMomentLindenfeld

«Die Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags zur Fachfrau Hotellerie­Hauswirtschaft war für mich ein toller Moment. Ich bin sehr dankbar für diese Chance und freue mich sehr auf die nächsten 2 Jahre.»

Samia Ibrahim, Lernende Praktikerin Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ, ab 01.08.2026 Lernende Fachfrau Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ

«Ich durfte den Berufsbildnerkurs absolvieren. Es war sehr spannend und lehrreich und ich freue mich darauf, mein Wissen nun in der Praxis als Berufsbildnerin anzuwenden».

Martina Götte, HR-Fachverantwortliche

«Dank dem Angebot konnte ich meine Ernährung auf High Protein umstellen und innerhalb von 12 Monaten 30 kg abnehmen und dabei noch viel Geld sparen.»

Gemeinsam gegen Food

Waste

Brenda Masa, Fachführung Hauswirtschaft

«Unser Lindenfeld Moment ist immer dann, wenn wir unsere Gäste kulinarisch verwöhnen dürfen.»

«Mein Lindenfeld Moment war die Zusage für die Nachholbildung zur Fachfrau HotellerieHauswirtschaft. Ich bin überglücklich, dass das Lindenfeld mich dabei grosszügig unterstützt.»

Maja Stojanovic, Mitarbeiterin Reinigung und Hauswirtschaft.

Ab 10.2026 Nachholbildung Fachfrau Hotellerie-Hauswirtschaft EFZ

Sabine und Daniel Goetschi, Leiterin Hauswirtschaft und Leiter Küche

Ausbildungsbetriebe

wie das Lindenfeld stärken unsere Berufslehre

Mirjam Hurtado-Fischlewitz Berufsinspektorin Kanton Aargau Verantwortlich für Gesundheitsberufe

Die berufliche Grundbildung ist seit Jahrzehnten eine der grossen Stärken der Schweiz. Das zeigt sich besonders in Berufen des Gesundheits­ und Pflegebereichs. Die Kombination aus Lernen im Betrieb und Unterricht an der Berufsfachschule ermöglicht jungen Menschen einen direkten Zugang zur Praxis, während sie sich gleichzeitig ein solides theoretisches Fundament erarbeiten. Diese enge Verbindung von Praxis und Schule ist ein wesentlicher Grund für die hohe Qualität und das grosse Vertrauen in die Berufslehre.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die beeindruckende Durchlässigkeit unseres Systems. Lernende können zwischen verschiedenen Abschlüssen wechseln: Von einem Eidgenössischen Berufsattest zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis oder später – mit oder ohne Berufsmatura – ein Studium an einer Höheren Fachschule oder Fachhochschule anstreben. Gerade im Gesundheitswesen nutzen viele diese Möglichkeiten, um ihre Kompetenzen stetig weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

Ein Blick ins Ausland zeigt, wie einzigartig dieses Modell ist: Während andere Länder stärker auf schulische Wege setzen und deutlich mehr unbesetzte Lehrstellen verzeichnen, schafft die Schweizer Berufslehre klare Perspektiven und echte Karrierewege. Ausbildungsbetriebe wie das Pflegezentrum Lindenfeld spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie vermitteln nicht nur Fachwissen, sondern auch Haltung, Teamgeist und Leidenschaft für den Beruf. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag für die Zukunft der Pflege –und für die Stärke unseres gesamten Bildungssystems.

Brainfood ausLernTipps dem Lindenfeld

Fit für die Prüfung

Gönne dir auch einmal eine Pause!

Keiner von uns kann 24 Stunden am Tag durcharbeiten.

Macht genügend und ausreichende Pausen. Geht Spazieren, um frische Luft zu schnappen. Gönnt euch einen Powernap. Lasst euren Kopf auch einmal kurz durchatmen.

«Balance is Key»

Damit unser Gehirn optimal funktioniert, ist es auf Wasser, Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe angewiesen.

Zudem sollte dem Gehirn nie die Luft ausgehen, weshalb wir es mit Energie und Sauerstoff versorgen sollten. Wenn der Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau liegt, enthält unser Blut, welches für den Sauerstofftransport und die Energieversorgung verantwortlich ist, genügend Glucose. Komplexe Kohlenhydrate sind dafür besonders gut geeignet, da sie nach und nach ihre Energien freisetzten.

Best-of: Nüsse, Linsen, dunkle Beeren, Randen, Broccoli, getrocknete Apfelringe sowie Vollkornprodukte und pflanzliche Öle.

News aus dem Lindenfeld

Neue Leitung Bereich Bünz, Akut & Übergang

Per 1. März 2026 tritt Lea Züger die Nachfolge von Fabio Tedesco an. Herr Tedesco übernimmt ebenfalls per 1. März die Rolle als Projektleiter in einer Stabsfunktion.

Frisches Erscheinungsbild

Unsere Webseite kommt aufgeräumter und mit frischen Farben daher. Sie bietet kürzere Navigationswege und knackige Texte, um das Wesentliche rasch zu finden. Wir legen Wert auf schöne, aussagekräftige Bilder und abwechslungsreiche, informative Videos.

ofessionell, menschlich und zeitgemäss – ganz Lindenfeld!

Lindenfeld.ch

Jubiläen

Seit mehreren Jahrzehnten mit viel Herzblut und Fachwissen fürs Lindenfeld engagiert.

Wir gratulieren

und danken ganz herzlich für die langjährige Zusammenarbeit:

Dominique Deubelbeiss – 1. Januar 2026, 20 Jahre (Foto Mitte)

Claudia Siegrist – 15. Januar 2026, 25 Jahre

Barbara Gacond – 12. April 2026, 25 Jahre (Foto Links)

Silvia Müller – 15. Mai 2026, 40 Jahre (Foto rechts)

Ständli Suhrer Musikgesellschaft

Herbstfest Wilder Westen

VEREIN t in SuHr –Vorstellung Freiwilligenarbeit

Das Lindenfeld ist mit einem Stand am Gemeindeanlass fürdieNeuzuzügerinder Bärenmatte Suhr.

Brandschutztraining

Spannendesundlehrreiches Brandschutztrainingfüralle Mitarbeitenden.

schule trifft wirtschaft

Herbstfest Wilder Westen

Das Herbstfest für Bewohnende unter dem Motto «Wilder Westen» wurdewiedererfolgreichvondenLernendendes Lindenfeldsorganisiertunddurchgeführt.

Traditioneller Dreikönigs–Apéro

Lotto-Nachmittag mit Bewohnenden

Ugly Chritmas Sweater Day – Wer hat den schrillsten Weihnachtspulli?

Gruppe Fils Rouge verteilte hübsche Girlanden

Das Team HR und Admin führteinenspannendenund freudvollenLotto-Nachmittag für unsere Bewohnenden durch.

Ein Dankeschön an unsere Freiwilligen Mitarbeitenden

Nacheinemgemütlichen FML-Herbsthöck durften die FreiwilligenMitarbeitendennoch eine, mit den Bewohnenden hergestellte,hausgemachte Konfi mit nach Hause nehmen.

Samichlaus
Kunst im Lindenfeld - Brigitta Burton

Öffentlicher Gottesdienst

Freitags 10 Uhr, jeden letzten

Freitag im Monat 10 Uhr, katholisch

Anlässe öffentlich

Anlässe auf Anmeldung*

Täglich bis 30. Mai Kunstausstellung von Frau Brigitta Burton im Restaurant Teichblick FEBRUAR

SA 07. 14.00 Uhr Tanzcafé mit RenElvis, dieser sehr beliebte und bereits traditionelle Anlass wird wieder von den Frauen des Lionsclub Aarau­Kettenbrücke gesponsert. Herzlichen Dank.

DI 10. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

Mi 11. 10.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung Bewegungswerkstatt & Mittagessen

DI 17. 18.00 Uhr Angehörigen-Treffen*, Informeller Austausch mit der Geschäftsleitung inkl. einem Schwerpunktthema

DO 26. 15.00 Uhr Bildervortrag «Reise nach Lourdes» von Gertraud Roy und Esther Ott im Lindenfeldsaal MÄRZ

MI 11. 10.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung Bewegungswerkstatt & Mittagessen

SO 22. 15.00 Uhr Musikcafé mit Fabio – im Lindenfeldsaal mit Kaffee und Kuchen

DI 24. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

DI 24. 11.30 Uhr Frühlingsessen für Bewohnende und Mitarbeitende im Restaurant Teichblick

APRIL

MI 01. 11.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung Bewegungswerkstatt & Mittagessen

DO 02. 14.30 Uhr Eiertütschen – Gemütliches Beisammensein für Bewohnende, Angehörige und Mitarbeitende

DI 21. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

Mi 22. 10.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung Bewegungswerkstatt & Mittagessen

MAI

Lachen StaunenFreude

Dank Ihrer Spende

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser

SO 10. ab 11.30 Uhr Muttertag* Geniessen Sie ein feines Muttertagsmenu mit Ihren Liebsten im Restaurant Teichblick. Reservation erforderlich

DI 19. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

MI 27. 10.30 Uhr Gemeinsam in Bewegung Bewegungswerkstatt & Mittagessen

MI 27. 18.45 Uhr Continua Orchester Suhr Klassisches Konzert im Lindenfeldsaal, Kollekte

SO 31. 14.30 Uhr Musikcafé mit Fabio – Heute mit Überraschungsgast Im Lindenfeldsaal mit Kaffee und Kuchen JUNI

FR 05. 17­20 Uhr Vernissage der neuen Bilderausstellung Kommen Sie beim Apéro mit der Künstlerin ins Gespräch und lassen Sie sich inspirieren

DI 09. gemäss Jahrestreffen für unsere FML* Heute stehen unsere Freiwilligen Programm Mitarbeitenden im Mittelpunkt und dürfen sich verwöhnen lassen

FR 19. 15.00 Uhr Bildervortrag von Jürg Rey, Details folgen

DI 23. ganzer Tag Clown Marcel ist zu Besuch im Lindenfeld

DO 25. 14.30 Uhr Abschluss-Apero für unsere Lehrabschluss­Absolventen:innen und Mitarbeitenden, die eine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben

Im Lindenfeld leben und lieben wir Abwechslung

Auf unserer Webseite finden Sie laufend weitere Veranstaltungen

lindenfeld.ch

Dank Ihrer Spende können wir im Lindenfeld zusätzlich die Lebensqualität erhöhen, Herzenswünsche erfüllen, die ein Lächeln ins Gesicht zaubern; aber auch Projekte realisieren, die mit den zur Verfügung stehenden Geldern nicht möglich wären.

Spendeneinzahlungen sind mit TWINT oder per Banküberweisung möglich.

Dank für Ihre Unterstützung!

Spendenkonto IBAN: CH14 0483 5077 9514 1100 0

Spezialisierte Pflege I Suhr

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